Zeitwahrnehmung und Zeitumstellung
Manchmal, da verschiebt sich die Zeit. Das hat sie dieses Mal auch getan, ich muss sagen. Wahrscheinlich hört ihr die Folge ein bisschen später, weil wir nur noch alle zwei Wochen am Stissel sind. Aber ich hatte Probleme dieses Mal.
Ich weiß nicht, was los war. Ich hatte Probleme mit dem Wechsel der Zeit. Das war echt verrückt. Und auch gerade, das passt vielleicht auch zu der Frage, die ich heute in diesem Podcast mitnehmen möchte, spielt einem das Gehirn ja manchmal schon einen Streich.
Ich habe nämlich gerade eingezählt, das machen wir immer vor der Podcast-Folge, damit sich unsere Tonspuren besser synchronisieren lassen, von unserem Content-Creator Arthur. Viele liebe Grüße. Und da hatte ich das Gefühl, die Sekunden gingen voll schnell rum. Kennst du das?
Womit es noch mehr auffällt, ist beim Zähneputzen. Meine Zahnbürste, die misst die Zeit, also wenn du zwei Minuten machst. Und dann hast du manchmal so Tage, da putzt du und putzt du und dann guckst du drauf und denkst so 2 Minuten 50. Und ich sehe, what?
Und manchmal denke ich so 2 Minuten, bei einer Minute 50 denke ich so, hä, es müsste doch schon längst rum sein und dann schaue ich und es ist erst eine Minute 50. Kennst du das, wie unterschiedlich die Zeitwahrnehmung ist? Kenn ich, kenn ich. Früher waren es 3 Minuten, die man Zähne putzen sollte, oder?
Wirklich? Ich glaube. Ja, aber man ist auch früher auf 40 Stunden die Woche arbeiten gegangen, jetzt so noch 35 Stunden. Deswegen Generation Z, wir putzen jetzt auch keine Zähne mehr, drei Minuten.
Produktankündigung: Wolfos Küchenzauber Kochlöffel
Tommy, ich habe ein großes Announcement und ich würde gerne, dass du dieses Announcement machst. Denn schließlich bist du der Initiator von Wolfos Küchenzauber. Okay. Darf ich es jetzt tun?
Du darfst es. Liebe Zuhörenden, es wird sich einiges für euch jetzt verändern und ihr wusstet nicht, dass ihr diesen Need hattet, Aber wenn wir euch jetzt sagen, was Wolfgang kreiert, konzeptioniert, entwickelt und jetzt auch veröffentlichen wird, dann werdet ihr merken, ihr habt euer Leben lang genau auf dieses Produkt gewartet. Nach diversen Supplements und Seminaren kommt nun etwas, das euer Leben vollumfänglich bereichern wird. Nicht nur das Leben von euch, sondern auch das Leben eurer Liebsten.
Es hat mit einem kleinen Witz angefangen. Aus dem Witz wurde Ernst. Aus der kleinen Unterkategorie dieses Podcasts, Wolfos Küchenzauber ist nun ein physisches Produkt geworden. Meine Damen und Herren, wir präsentieren euch Wolfos Küchenzauber, den echten Kochlöffel.
Heißt das Kochlöffel? Kochlöffel, richtig. Und wie happy warst du gerade mit meinem Announcement? Das war stark, das war stark.
Ja, erzähl mal Wolfgang, was hast du jetzt gemacht? es gibt einen Wolfos Küchenzauber Kochlöffel. Aus Buche. 100% Holz. Aus Buche. Das war er.
Kochlöffel braucht man. Das ist jetzt kein Witz, weil als Wolfgang mir das geschickt hat, habe ich am Anfang gedacht, das wäre ein KI-Gag. Du hast ein Team aus Wissenschaftlern dran gesetzt. Wissenschaftler von fünf verschiedenen Kontinenten.
Oder waren es sieben verschiedene Kontinente? Ich bin mir nicht ganz sicher. Und jetzt ist es fertig. Also es ist wirklich no joke.
Es gibt jetzt einen Kochlöffel mit Wolfos Küchenzauber. Den musst du jetzt aber auch in die Story hauen, beziehungsweise Arturo, wenn er diese Folge online lädt, vielleicht kannst du es dann auch in die Story hauen oder einen Post machen. Vielleicht kannst du einen, ich stelle mir das Ganze so vor, Achtung, einen Post, wo der Ausschnitt diese Intro, die ich gerade gemacht habe zu diesem Produkt, im Hintergrund läuft. Das wäre stark.
Arturo, vielleicht das einmal umsetzen, das wäre sensationell. Dann mich noch als Co-Moderator in die Story einladen, dich als Post und dann haben wir es doch schon. Perfekt, haben wir doch die Planung auch erledigt.
Produktion und Logistik des Kochlöffels
Ja, Wahnsinn, wie kamst du drauf? Wieso hast du es gemacht und wo kann man den jetzt kaufen? Niemand hat zu viele Kochlöffel. Und vor allem ein guter Kochlöffel aus Holz ist eines der wichtigsten Küchentools. und das ist mir quasi über den Weg gelaufen, ich dachte, ja, das ist anständig gearbeitet, das ist gute Qualität, die Form passt, also bei so Kochlöffeln, die Form ist entscheidend, vor allem, man muss unterscheiden zwischen einem Bratenwender und einem Kochlöffel, der Bratenwender ist vorne gerade, sodass man damit auch primär kratzen kann, der Kochlöffel ist gerade und dann gerundet, sodass man, wenn man im Topf damit arbeitet, auch den Rand mitbekommt, 100% Holz, das ist mir über den Weg gelaufen, ich dachte, das müssen wir machen, und dann habe ich das Projekt angegriffen, und so Projekte, wenn du sie angreifst, und es recht z l und schon die ersten Ideen die kommen gut passen dann ist es immer ein gutes Zeichen dass es auch schnell umgesetzt wird Und dann war das Ding relativ z Ich glaube die Idee kam vor f sechs Wochen und jetzt kamen sie an Im Laufe dieser Woche wird es online oder wird es in der Logistik verfügbar sein.
Das heißt, wenn die Folge rauskommt, ist es verfügbar. Das heißt, wer möchte, kann es im Shop bestellen. Wer möchte, kann auch einfach ab einem Warenkorbwert von 150 Euro den Kochlöffel in den Warenkorb legen, den Code WOLFO eingeben. W-O-L-F-O und dann ist der Kochlöffel quasi for free, ein Goodie für alle unsere guten Kunden.
Ein kleines Dankeschön, ein großer Mehrwert für die Küche, denn wer hat zu viele Kochlöffel zu Hause? Vor allem aus Holz. Ja, Wahnsinn. Also wirklich sensationell, vielen, vielen Dank.
Ist ja mega. Was wollte ich sagen? Und wo lässt du den produzieren? Kann man das auch noch sagen?
In Deutschland. Ah, okay. Als europäisches Holz lasse ich hier produzieren. Ist der handgefertigt?
Nee, das ist maschinengefertigt. Ich wüsste nicht, dass es handgefertigte Kochlöffel gibt. Falls es die gibt, ist die Frage, warum die Hand hier besser ist als maschinengefertigt. Bei Holz ist ja nicht handgefertigt primär dann notwendig, wenn es so präzise erarbeitend sind, die Maschinen nicht können, wie zum Beispiel damals beim WebPSI-Tool, das ist tatsächlich handgefertigt, was aber natürlich dann auch mit einem entsprechenden anderen Kostenblock verbunden ist.
Aber ne, das ist maschinengefertigt. Also die Maschine fräst den raus und dann ja, stark. Also wirklich, mega witzig. Auch das Bild, was ich gesehen habe, richtig lustige Idee und da sieht man auch mal wieder, wie schnell du in die Umsetzung kommst, Wolfgang.
Bei deiner, wie stark du in der Execution bist, da bin ich schon immer auch immer wieder beeindruckt.
Hauptthema: Schmerzgedächtnis – Mythen und Fakten
Wolfgang, ich habe ein Thema für diese Woche. Sehr gerne. Und zwar hat mir geschrieben Dominik Brohl, liebe Grüße, ich hoffe, das ist ein ordentlicher Namenssager, aber ich denke schon. Er hat geschrieben, ein interessantes Thema für den Podcast wäre das Thema Schmerzgedächtnis, Mythen und Fakten.
Fragt man 100 Ärzte, kriegt man gefühlt 100 Antworten darauf. Liebe Grüße, Dominik, vielen Dank für deine Zusendung. Finde ich ein ganz interessantes Thema. Erstmal unabhängig von dem Thema Schmerzgedächtnis, Dieser Fakt, dass wenn du 100 Ärzte fragst, du 100 Antworten bekommst, das ist leider sehr häufig so.
Und das wird sich auch, denke ich, nicht ändern. Ich denke, dass es auch mit Physiotherapeuten so ist. Ich denke, dass es leider auch mit Trainern häufig so ist, dass es da sehr unterschiedliche Meinungen gibt. Dennoch finde ich das Thema Schmerzgedächtnis total spannend.
Wir haben ganz oft Patienten, die zu uns in die Praxis kommen und die sagen, ja, mir tut das und das und das weh. Und ich war schon überall. Und was bei diesen Patienten dann sehr oft vorkommt, ist, weil die überall waren, die waren beim klassischen, also viele gehen noch den Weg über den Hausarzt, der verweist zum Orthopäden und der weiß dann vielleicht auch nicht so weiter, weil er auf den Bildern nicht so richtig nichts sieht. Also er müsste ja häufig ein strukturelles Problem sehen, einen strukturellen Schaden, damit er eine Intervention irgendwie starten kann.
Oder er müsste zumindest eine Schwellung sehen oder eine Rötung. Aber wenn das alles nicht da ist, also wenn keine klassischen Entzündungszeichen vorhanden sind, wenn nichts kaputt ist, dann ist ein Orthopäde oft, nicht immer, es gibt auch welche, die sind in der funktionellen Diagnostik sehr stark, aber oft kommen dann Orthopäden so ein bisschen an den Punkt, wo sie nicht weiter wissen, was, und das meine ich gar nicht negativ, sondern völlig normal ist, weil das nicht in die absolute Ausbildung des Arztes fällt. Deswegen gibt es ja auch KollegInnen, die dann sich darauf spezialisiert haben. Also das meine ich jetzt gar nicht böse.
Dann verweisen die vielleicht weiter an den Neurologen, wenn irgendwo ein Ziehen ist. Dann schaut der Neurologe sich das an, der findet vielleicht auch nichts. Dann sagt man, mach mal Physiotherapie, soll es mal kräftigen. Dann kommt der Physiotherapeut, Physiotherapeutin, die arbeiten und dann passiert da nicht so richtig was, dann geht er mal zum anderen Arzt und so bewegen die sich dann in diesem medizinischen Hamsterrad.
Und solange diese Patienten, also das ist jetzt nicht 100% Schmerzgedächtnis das Thema, das bringt mich aber zu einem anderen Thema und zwar, solange diese Patienten, würde ich sagen, relativ klar und normal sind, wie sage ich das denn, ja da traut man denen diese Probleme und Schmerzen noch zu, Wobei, je länger die in diesem Hamsterrad sind, je mehr MRTs und so die machen, je mehr Orthopäden, desto mehr kommt irgendwann, ja, das kann aber auch Stress sein, das kann auch psychosomatisch sein. Und dann kommen immer so Sachen, haben sie denn Stress? Und ich meine, wir haben heute keinen Stress, jeder hat Stress.
Und dann heißt es, naja, gut, wenn sie Stress haben, dann müssten sie auch mal schauen, dass sie vielleicht ein bisschen entspannen, vielleicht mal eine Kur machen oder, oder, oder. Und irgendwann glauben dann diese Patientinnen, dass die vielleicht wirklich einen an der Waffel haben, auf Deutsch gesagt. Und das finde ich ganz, ganz schade und schlimmer ist es, solange das jetzt, sage ich mal, wenn es noch Menschen sind, die vielleicht ein bisschen extrovertierter sind, die vielleicht nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen zum Thema, weiß nicht, auftreten, wie verhalte ich mich, die einfach so ein bisschen besonders sind, ein bisschen lauter, so ein bisschen verrückt sind.
Weißt du, was ich meine? Die Leute, die stempelt man noch viel schneller ab. Dann sagt man so, ... so, ja, der ist auch ein bisschen komisch ... ... oder sie ist ein bisschen verrückt. Das kennt man ja auch aus der Praxis.
Und das finde ich ganz, ganz schlimm. Weil nicht jeder Mensch ist gleich. Und es gibt extrovertiertere Menschen, ... ... es gibt verrücktere Menschen, ... ... es gibt Menschen, mit denen man nicht so vibet ... ... und die vielleicht ein bisschen für einen ... subjektiv empfunden besonders sind Und das finde ich aber ganz schlimm wenn man dann sagt sagt naja aber das ist bei dem auf jeden Fall psychosomatisch Also der ist komisch der hat auch einen an der Waffel Weil dann schaut man sich diese Menschen voreingenommen an. Das finde ich ganz schlimm, weil es gibt bestimmt Menschen, bei denen das auch psychosomatisch ist.
Ich glaube aber, dass ein sehr großer Teil der Patientinnen, die solche Probleme haben, wirklich eher funktionelle Probleme haben. Aber die schaut sich keiner mehr richtig an, wenn da jemand ist, der irgendwie ein sehr uniques, verrücktes Auftreten hat. Und das finde ich ganz schlimm, weil man muss sich alle Patienten unabhängig des Auftretens anschauen. Und wie gesagt, wenn jetzt ein staubtrockener Jurist kommt, der ganz klar sagt, ich habe die und die Probleme, keiner kann mir helfen, dann nimmt man den für voll.
Wenn man jetzt eine Künstlerin und DJ hat, die so ein bisschen flippig und verrückt ist, dann sagt man, ja, weiß ich jetzt nicht. Und das finde ich, wie gesagt, sehr, sehr, sehr schlimm. Man muss sich die Patienten anschauen, unabhängig von ihrem Auftreten, welche Probleme die haben. Und wir haben ganz viele Patienten, das sieht man auch, wenn ihr mal GUL-Rezessionen oder so lest, die seit 100 Jahren Probleme hatten, die herkommen, denen wir helfen konnten.
Das klappt natürlich nicht immer, es gibt kein Warnungsversprechen, aber ich glaube, dass das eine der großen Stärken ist oder auch meine Überzeugung, dass man sich diese Patienten, wie gesagt, unvoreingenommen anschaut. geht jetzt nicht Richtung Schmerzgedächtnis, aber ja. Wie schaut man sich das näher an? Also was sagst du, wenn da jetzt... Na, ich finde zum Beispiel, ein guter Indikator ist immer Muskelspannung, also nicht nur, aber Muskelspannung.
Wenn Muskeln Spannung haben, ist immer die Frage, warum haben sie Spannung? Dann sollte man dem auf die Ursache gehen. Ist es eher ein Ursprungsansatzthema, versucht ein Muskel irgendein Problem lokal zu immobilisieren, also festzuhalten. Das heißt, dann sind wir auf Gelenkebene, gibt es vielleicht ein organisches Problem, ist die Person psychosomatisch vielleicht drüber?
Also ist diese Person, was den Sympathikus Parasympathikus angeht, vielleicht nicht mehr im Gleichgewicht und ist der Sympathikus vielleicht überaktiviert oder der Parasympathikus unteraktiviert? Dafür haben wir auch sehr gute Tests in unserer Stresstestbatterie. Dann muss man Personen auch aufklären, dann muss man mit denen auch psychosomatische Arbeit betreiben und die animieren das zu tun. Ja, dann schaut man sich alle Gelenke an, dann schaut man sich die Muskeln an, funktionieren die, können sie feuern?
Dann schaut man sich die Kraft an, können sie Kraft entwickeln? Also da gibt es schon einiges, was man sich anschaut und auch eine gute und umfassende Befunderhebung, die dauert einfach seine Zeit. Also mit 20 Minuten kommst du da jetzt nirgendwo groß hin. Und Schmerzgedächtnis, dass Leute sich wirklich noch so an den Schmerz erinnern können weiß ich nicht also gibt es auf jeden Fall man hat ja auch so Phantomschmerzen wenn Menschen irgendeine Extremität amputiert bekommen haben dass die dann noch Schmerzen in diesem amputierten Glied oder in dieser Extremität spüren, das weiß man und kennt man ja aber so Schmerzgedächtnis dass wenn jemand längere Zeit ein Problem hatte, sagen wir mal Achillessehnerzündung und die ist dann eigentlich wieder in Ordnung, dass man dann noch sich an diesen Schmerz erinnert, das weiß ich nicht.
Bin ich kein Experte. Ich kenne es auf jeden Fall, dass man das noch testet, dass diese Personen doch so einen Erwartungsschmerz haben. Das kenne ich auf jeden Fall. Dass Leute, die sagen, beim Bankdrücken habe ich immer vorne rechts in der Bizeps-Sehne, da spüre ich es in der Schulter.
Und dass Leute dann so einen Erwartungsschmerz haben und den suchen, das kenne ich schon. Aber so richtig Schmerzgedächtnis. Nehmt doch gerne mal Teil an der Diskussion. Was habt ihr für Erfahrungen zum Thema Schmerzgedächtnis?
Habt ihr Patienten, die sich sehr stark an ihren Schmerz erinnern? Was macht ihr mit denen? Also gerne mal Bezug nehmen, würde mich sehr freuen, würde ich auf jeden Fall in einer der nächsten Folgen nochmal ausrollen, wenn da gute Beiträge zukommen. Hast du irgendeinen Take zu Schmerzgedächtnis?
Es berührt mich natürlich deutlich weniger, als es den Physiotherapeuten berührt. Zu dir kommen häufiger Leute, die Schmerzen haben. Das passiert bei mir grundsätzlich weniger. Der einzigste Kontext, wo tatsächlich dieses Schmerzgedächtnis kommt und wo ich jetzt auch differenzieren müsste zwischen einem chronischen Schmerz, also etwas, das halt schon ewig wehtut, und quasi, dass das Nervensystem den Schmerz gelernt hat und du in gewissen Bewegungsmustern ein Schmerzgedächtnis hast.
Ein gutes Beispiel, das du genannt hast, das eines der zwei häufigsten ist, die ich habe, ist das Thema Schulter beim Bankdrücken und das häufigste, das ich habe, ist das Thema Knie bei Kniebeugen. Dass man einfach eine Reihe von schlechten Erfahrungen gemacht hat bei der Kniebeuge. Knie und auch teilweise ist Rücken. Und dass man dann quasi diese Erwartungshaltung hat und dass man den Schmerz quasi spürt.
Und aus Sicht des Trainings ist da mein Favoriten-Einsatz, dass ich jemanden wirklich Schritt für Schritt ranführe. Schritt für Schritt heißt zwei Dinge. Wirklich defensiv Gewicht wählen, gerade bei der Kniebeuge. Zu Beginn nicht mal den Besenstiel, was mein kleinstes Gewicht ist, sondern eine Hand am Rack.
Und das zweite Schritt für Schritt-Punkt ist, nicht komplett runter gehen, sondern mal ein Stück runter gehen, wieder hoch kommen. Dann ein Stück runter gehen, wieder hoch kommen. Noch ein tiefer runter gehen, wieder hoch kommen. Noch tiefer runter gehen.
Also Schritt für Schritt in die Kniebeuge runter gehen, um so primär über quasi Erfolgserlebnisse Selbstvertrauen aufzubauen und dann zu merken, ah ok wenn ich jetzt so vorsichtig und progressiv vorgehe dann kommt dieser Schmerz nicht den ich ob du den sp oder nicht das kann ich nicht absch aber wenn du eben gerade bei der Kniebeuge wenn deine Mobilit etwas zul das deine Muskulatur nicht stabilisieren kann, dann kann es schon sein, dass da quasi immer wiederkehrend Schmerzen kommen und dass dann gepaart mit der Erwartungshaltung dein Nervensystem quasi sobald du das Knie so weit beugst, da Schmerz kommt, obwohl es eigentlich nicht notwendig wäre wenn du eben Schritt für Schritt das Selbstvertrauen aufbaust dass du mit quasi ohne Widerstand zuerst nach und nach runter gehst in die tiefe Position und dann sehr defensiv das Gewicht wieder erhöhst um das quasi zum einen natürlich zu lernen und zum anderen auch zu lernen dass man das machen kann ohne dass die Knie wehtun Ja, sehr gut Ich wollte noch was zu dem Thema chronische Schmerzen sagen Da finde ich, muss man auch nochmal unterscheiden.
Natürlich gibt es chronische Schmerzen, die, wie sage ich das, also bei chronischen Schmerzen, da finde ich, hat man immer, ist zumindest bei mir so die erste Assoziation, die sich einem aufdringt, ist diese, die sind schon so lange da, die kann man ja eh nicht mehr beeinflussen. Weißt du, was ich meine? Ja. Ich habe Knieschmerzen, das ist aber schon chronisch da außen.
Aber wenn man funktionelle Probleme hat und die nicht behebt, wieso sollen die dann weggehen, die chronischen Schmerzen? Verstehst du, was ich meine? Also funktionelle Probleme sorgen ja dafür, dass Bewegungen eingeschränkt sind und dementsprechend kompensiert werden müssen. Das heißt, der Bewegungsapparat, der ist ja von der Statik so organisiert, dass wenn du ihn so belastest, also wenn wir stehen, das war über die Evolution, hat der Körper sich angepasst, hat gewisse Knochenbereiche verdickt, um mehr Belastung zu ertragen.
Und solange wir den Körper so benutzen, wie er ausgelegt ist, verteilt sich die Kraft und ist alles in Ordnung. Haben wir funktionelle Bewegungseinschränkungen oder Probleme, kompensiert der Körper und hat mehr Belastung in einem Bereich. Und dieser Bereich wird dann dauerhaft belastet oder auch überlastet. Wenn ich dieses Problem jetzt nicht behebe, warum soll denn diese Überlastung dann aufhören?
Es ist doch völlig logisch, dass das nicht passiert. Also habe ich einen, ja, der Begrifflichkeit zufolge, einen chronischen Schmerz. Und viele Leute geben das dann aber auf und sagen, ja, das ist schon chronisch, da kann man nichts machen. Naja, aber als Beispiel, wenn dein Finger eingeklemmt ist und der tut weh und solange du den jetzt nicht rausziehst, wieso soll der regenerieren und sich erholen?
Verstehst du, was ich meine? Das heißt, du musst erstmal den Finger wieder irgendwie aus der Schublade rausziehen, erst dann findet Regeneration statt. Und wenn der halt ein Jahr eingeklemmt ist, dann hast du einen chronischen Schmerz am Finger, was aber nicht bedeutet, dass du nicht loswerden kannst. Und diese Belastungen, die verändern sich, können aber auch sehr lange halt die gleiche Struktur treffen.
Ich finde da folgendes Beispiel immer ganz gut. Ich weiß nicht, ob ich es mal im Podcast hatte. Ich glaube, das ist so ein neues Bild, was ich irgendwie zur Erklärung entdeckt habe. Und zwar, wenn du so einen Jenga-Turm hast, den kennst du mit den Holzklötzen, wo du so Steine rausmachen kannst.
Dann fängst du den anzuspielen und du schnickselst irgendwie da irgendwelche Steine aus dem Turm raus und legst die oben drauf. Und sagen wir mal, in der dritten Reihe, der rechte Stein lässt sich kein bisschen bewegen, der ist bombenfest. Und jetzt spielst du 20 Minuten und du hast irgendwie, also man zieht ja immer einen Stein raus und legt ihn oben drauf und sagen wir mal, du hast jetzt acht Stockwerke weitergebaut und der Turm ist schon so ein bisschen schief, dann kann das dazu führen, dass dadurch, dass der Turm mehr auf die eine Seite schwankt oder dass der einfach sich dynamisch in der Belastung verändert, dass auf einmal der Stein der dritten Reihe rechts beweglich wird.
Das heißt, man kann ja nicht sagen, ah, der Stein bewegt sich nicht, den teste ich nie wieder, sondern von Runde zu Runde kannst du den Stein immer wieder testen und es kann sein, dass der sich nach ein paar Runden auf einmal total einfach bewegen lässt, weil der Belastungsschwerpunkt des Turmes sich verändert hat. Weißt du, was ich meine? Definitiv. Und so ist es halt auch mit dem Körper.
Also es kann sein, dass du Knieschmerzen rechts hast, weil mehr Belastung auf dem rechten Knie oder mehr auf der Knieaußenseite durch verändertes Gangbild, durch verhindertes Abrollverhalten, ETC, PPP. Und es kann sein, dass es so bleibt, muss es aber nicht. Es kann auch sein, dass man darauf Einfluss nimmt und das wieder entlastet. Deswegen ist, wenn ihr chronische Schmerzen habt, gebt das nicht auf.
Also man kann, es macht immer Sinn, dass man sich den Körper nochmal funktionell anschaut. Es macht keinen Sinn, dass man dann einfach sagt, das ist jetzt so und da hilft jetzt nichts. Wie gesagt, wenn kein struktureller Schaden da ist, Wenn ein struktureller Schaden da ist, macht es trotzdem Sinn, sich das anzuschauen. Aber einen strukturellen Schaden, den kriegt man natürlich mit Funktionelltherapie nicht behoben.
Muss man ganz klar sagen. Okay, ich hoffe, dass wir da so ein bisschen Licht ins Dunkel bringen konnten. Wolfgang, gibt es ein Hamza-Frag diese Woche? Diese Woche nicht.
Nein. Aber das passt. Zeitlich sind wir nämlich ganz gut drinnen. Ich habe jetzt schon den nächsten Termin wieder.
Wolfgang, vielen Dank für deine Zeit. Vielen Dank für Wolfos Küchenzauber, den Kochlöffel. Da freue ich mich sehr. Super lustig, gute Idee.
Und schreibt uns gerne zu dem Thema Schmerzgedächtnis. Wolfgang, wie gut habe ich dich durch die Woche getragen, nachdem du da so lange Seminar gegeben hast? Ausgezeichnete Arbeit. Vielen Dank.
Ja, oder? Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Frühlingsbeginn. Bleibt gesund und wir hören uns übernächste Woche wieder. Dem schließe ich mich an.
Ciao, gute Woche.