TWUP 215

TWUP 215 — Therapie Training Talk 110: Entwicklung von Trainingsintelligenz

Diese Episode definiert den Begriff der Trainingsintelligenz als Kombination aus Bewegungsqualität, Lastmanagement und Eigenwahrnehmung. Neben praktischen Tipps zur Schlafoptimierung werden kritische Zusammenhänge zwischen Nährstoffversorgung, kognitiver Entwicklung und gesellschaftlicher Gesundheit beleuchtet.

Kernpunkte

Launch der neuen Webseite und des Blogs

Ich wusste, die zweite Jahreshälfte wird deutlich entspannter, wenn mal alle Seminare, wie gesagt, fertig sind. Die neue Homepage ist online gegangen. Das haben wir bereits in einer Folge thematisiert. Ich weiß nicht, ob diese Folge schon released ist oder nicht.

Für alle, die diese, oder falls es chronologisch nicht in der richtigen Reihenfolge kommt, jetzt ist auf jeden Fall die Homepage online, 14.8. Ihr hört, wie gesagt, diese Folge immer wieder ein bisschen später aufgrund der Aufnahme- und Release-Problematik. Heute ist sie online gegangen, beziehungsweise gestern Abend. Hatten wir noch große Probleme, haben die online geschaltet, die Domain verknüpft und dann hieß es auf einmal, ja kann zwischen 5 und 15 Tage dauern, bis die Domain aktiviert ist.

Und ich dachte, okay, das ist eine Katastrophe und dann haben wir aber ein bisschen Druck gemacht und jetzt ist sie online. Sehr, sehr cool, sehr reduziert, sehr aufgeräumt. es gibt einen Blog, da könnt ihr auch schon den ersten Blogbeitrag lesen. Habe ich mich natürlich auch wieder klassisch von meinem großen Idol Wolfgang Ü aus S inspirieren lassen. Und zwar schreibe ich jetzt einen Blog.

Erstes Thema ist, was sind Blockaden? Also wie definieren wir Blockaden? Wo kommen Blockaden her? Wie machen sie sich bemerkbar und wie kann man sie auch nachhaltig therapieren?

Also wer da Interesse hat, gerne auf der Homepage unter uns und dann unter uns. Das sieht die Sitcom aus den 90ern. Bei über uns und dann Block findet ihr den ersten Blogeintrag und ich glaube am 21 August kommt auch schon der n Ich glaube Krafttraining bei Schmerzen oder so Das ist der zweite Blog Also gerne mal vorbeischauen Und ja, das war's. Also nächstes großes Projekt dieses Jahr abgehakt, nachdem alle Seminare, alle Advanced-Seminare einmal stattgefunden haben.

Jetzt auch die Homepage online. Und ja, jetzt komme ich in so eine Phase, wo ich wieder kreativ werde. Zweite Jahreshälfte wird auf jeden Fall deutlich mehr Instagram-Content, mehr Reels, mehr Videos, mehr Fotos produziert. freue ich mich auch sehr drauf. Auf jeden Fall meine Abwechslung zu meinem Arbeitsalltag der letzten Monate.

Da muss tatsächlich auch eine Neuerung werden. Wir schreiben auch wieder oder veröffentlichen wieder mehr Artikel.

13 Tipps für besseren Schlaf

Letzte Woche ging einer online zu 13 Tipps für besseren Schlaf. So in dem Stil. Und in zwei Wochen geht einer online zum Thema 13 Tipps für mehr Testosteron. Okay.

Ich habe so viel dreckige Witze. Ich habe mir ja vorgenommen, ich spare sie mir. Aber lass uns doch vielleicht mal ganz kurz nur auf das Thema 13 Tipps für besseren Schlaf. Selbstverständlich macht es natürlich Sinn, den Artikel zu lesen, aber darf ich mal ganz kurz runterrattern, was ich jetzt intuitiv sagen würde für 13 Tipps für besseren Schlaf.

Let's go. Und du sagst mir, du kannst ja immer kurz sagen, ist drauf oder ist nicht drauf. Du musst ja nicht die Liste vervollständigen, aber vielleicht mal so ganz kurz, ist drauf, ist nicht drauf. Wenn ich jetzt sage, ich möchte besser schlafen, würde ich sagen, Punkt 1, komplett verdunkeln des Schlafzimmers.

Ist drauf? Weiß ich nicht. Okay. Würdest du mir aber grundsätzlich zustimmen oder nicht?

Ja. Hast du mir nicht mal, ist bestimmt auch eine Information, die ich von dir irgendwann übernommen habe, Aber hast du mir nicht mal irgendwann gesagt, dass es eine Untersuchung gab mit einer Lichtquelle, ich glaube einem Laser in der Kniekehle, die dann dazu geführt hat, welches Hormon nochmal produziert wurde? Cortisol? Nee.

Dass man die Tiefschlafphase verlassen hat. Das ist auch in meinem ersten Buch erwähnt. Da ist auch eine Studie im Science Magazin, die veröffentlicht wurde. Aufgrund der Lichtsensoren in der Haut hat es gereicht auf die Rückseite der Kniekehle mit einem Laser und man hat die Tiefschlafphase verlassen.

Crazy. Okay, also dann würde ja wahrscheinlich Sinn machen, völlig abgedunkelter Raum. Punkt 2, ich bin großer Freund von Magnesium am Abend, einfach um das Nervensystem zu beruhigen. Tipp 3 2 ist drauf Aktive Entspannung wird nicht drauf sein wie Meditation um auch in der Form vielleicht nochmal das Nervensystem zu beruhigen Wird auch nicht drauf sein Ist drauf Ist drauf.

Wow, okay. Dann Punkt 4. Alle elektronischen Geräte aus dem Schlafzimmer. Ist eine Empfehlung von mir, weiß aber nicht, ob es einer der 13 ist.

Okay. Der nächste Punkt ist bestimmt auch nicht drauf, aber Lichtwecker. Ich bin großer, großer Fan vom Lichtwecker. Meine Freundin hat irgendwann mal damit angefangen und hatte schon einen.

Jetzt habe ich mittlerweile auch einen. Lichtwecker ist eine grandiose Möglichkeit, um möglichst relaxed in den Tag zu starten. Früher hatte ich wirklich diesen Alarmton vom iPhone, der dich einfach brutal geweckt hat, wo du schon mit maximum Stress aus dem Bett gesprungen bist. Und jetzt habe ich einen Lichtwecker, der wirklich easy und smooth anfängt, immer heller zu werden und am Ende spielt er einen Ton ab.

Kann ich auch wirklich nur empfehlen. Lichtwecker ist wahrscheinlich auch nicht drauf, oder? empfehle ich, weiß aber nicht, ob denn der drauf ist. Okay. Was würde ich denn noch sagen für besseren Schlaf?

Alkohol weglassen, Drogen weglassen, Kohlenhydratreiches, Essen am Abend. Ist drauf. Taschenbillard. Nee, bringt keine Reaktion in dir hervor?

Nee. Okay. Dann fällt mir nichts ein. Gib uns noch einen letzten Schwanker, bevor die Leute jetzt alle losstürmen und den Artikel direkt lesen.

Tommy, du gehst davon aus, dass ich weiß, was die 13 Tipps sind. Die 13 Tipps sind ja nicht alle Tipps, die ich habe, sondern es ist einfach eine Auswahl von 13. Ja, ja. Ja.

Okay, also es lohnt sich. Schaut gerne auf dem Blog von Wolfgang vorbei, auf der Seite von YPSI und schaut gerne auch mal im Blog bei uns auf der Seite von Training und Therapie vorbei und gebt gerne mal Feedback. Also ich habe, glaube ich, echt Lust daran gefunden, Blogbeiträge zu schreiben. Ja, deswegen sehr cool.

Schreibst du oder diktierst du? Ich habe bis jetzt tatsächlich geschrieben. Das ist das Problem. Da sind dann irgendwie so viele Fachbegriffe und also ich habe darauf geachtet, dass er leserlich ist, dass er nicht zu deep dived, dass man den wirklich gut konsumieren kann.

Aber am Ende kommen immer wieder irgendwelche Fachbegriffe Und Punkt 2 ich habe ihn in einem Caf geschrieben Und es w auch irgendwie schwierig gewesen das da zu diktieren Deswegen ja in diesem Fall geschrieben

Das 'Ask the Coach' Format

Diktierst du deine ausschließlich? Ja. Wahnsinn. Ja, das geht viel schneller.

Dieses Ask the Coach, das ich früher viel gemacht habe, da gibt es auch ein Buch zu. Für alle, die sich jetzt fragen, nein, es gibt keine Schnittstellen. Also alles, was an Ask the Coach im Buch ist, ist nicht auf der Website. die erste Coach-Kolumne gibt es in Online-Versionen, in Offline-Versionen und ich habe nicht einfach die Online-Version als Buch rausgebracht. Da haben wir auch so Amazon-Bewertungen, die das behaupten.

Das war nie der Fall, ist nicht der Fall. Und da, auch wenn da ein bisschen interessantere Fragen kommen, dann beantworte ich die gern auch etwas ausführlich und da habe ich jetzt glaube ich drei Stück in den letzten zwei Monaten dann beantwortet. Das waren alles recht schöne Fragen und dann dachte ich, komm, da kann man ein bisschen was dazu schreiben oder in dem Fall diktieren und dann diktiere ich das einmal runter und dann ein bisschen einmal Korrektur lesen, ein bisschen strukturieren und von Hand dann eben quasi korrigieren. Und dann ist das auch schon fertig.

Also ich finde das Format Ask the Coach immer noch sensationell, haben wir auch schon irgendwann mal thematisiert und habe jetzt auch mit neuer Kapazität überlegt, ob ich vielleicht auch so ein Buch rausbringe. Ich kopiere eh einfach alles blind, was du machst und deswegen habe ich überlegt, Ask the Physio, 150 Fragen. Ich war jetzt auch wieder auf zwei Events. Und wenn man sich dann so vorstellt, und ich möchte ja gar nicht auf das berufliche Thema eingehen, aber irgendwie ist es dann doch für viele interessant.

Ich kriege immer wieder die gleichen Fragen gestellt. Und in dem Moment würde ich dann am liebsten einfach mein Handy rausholen und sagen, hier, bestell dir das Buch. Da werden erst mal die grundlegendsten 150 Fragen beantwortet. Ich glaube, das wäre wirklich eine sehr coole Idee. könnt ihr vielleicht auch nochmal Bezug nehmen, ob ihr Bock auf so ein Buch hättet und dann würde ich das mal für Q224 irgendwie anplanen.

Da hatten wir auch schon drüber geredet. Ich finde es eine großartige Idee, gerade im Bereich Physiotherapie gibt es im Endeffekt für den Konsumenten oder für den Non-Professional nicht wirklich was. Ja und auch einfach diese ganzen Fragen, soll ich dehnen, woher kommen Knieschmerzen, bringen Bandagen was, also diese ganzen Fragen, die man ja eigentlich jedes Mal täglich bekommt, glaube ich, wäre wirklich cool, wenn man die einmal Ja, runterarbeitet. Ich glaube, dieses Thema werde ich auf jeden Fall mal angehen.

Yes. Wolle, was steht auf deiner Liste? Merkst du diese Energie heute? Es ist voll Das ist der Sommer.

Ich habe mehrere Themen mittlerweile. Die Liste ist echt gut gewachsen.

Konzept der Trainingsintelligenz

Ich habe ein größeres Thema, von dem ich dachte, das ist ein Begriff, den ich häufig verwende, vor allem bei Seminaren, aber ich ihn tatsächlich noch nie, selbst bei Seminaren, nie wirklich erklärt habe. Deshalb dachte ich, es ist sinnvoll, das hier in einem Podcast zu tun. Und zwar geht es um den Begriff Trainingsintelligenz. Ein massiv unterschätzter, Begriff, der auch oft fehlinterpretiert wird.

Also der wichtigste Punkt zu Beginn ist für mich hier das Thema Intelligenz wird für den meisten recht statisch wahrgenommen. Klar spielt die Genetik eine Rolle, jedoch sind die äußeren Einflüsse wesentlich größer und wichtiger. Das heißt, es geht um Entwicklung von Intelligenz, weniger um quasi du wirst so geboren oder nicht oder du wirst mit einem bestimmten IQ geboren oder nicht. Die Entwicklung von Intelligenz ist entscheidend und dementsprechend auch im Zusammenhang.

Die Entwicklung von Trainingsintelligenz ist aus meiner Sicht absolut entscheidend für jeden, der trainiert. Und zwar ob mit Trainer oder nicht, denn der Trainer kann natürlich gewisse Entscheidungen abnehmen, aber nicht alle abnehmen. Das heißt, jeder, der trainiert und jeder, der erfolgreich trainieren möchte, braucht ein gewisses Maß an Trainingsintelligenz, um erfolgreich zu trainieren. Für manche ist es grundsätzlich schon da, aufgrund dessen, da sie diese Trainingsintelligenz schon entwickelt haben, der Klassiker ist, man hat mehrere Sportarten gemacht oder hat eine Sportart auf höherem Niveau gemacht und ist grundsätzlich jemand, der Dinge etwas bewusster beziehungsweise analytischer wahrnimmt oder eben nicht.

Und was ich mit Trainingsintelligenz meine, ist in erster Linie ein gewisses Verständnis für Training. Also es gibt grundsätzlich verschiedene Arten von Intelligenzen. Wir hatten es ja auch am TNT-Summit mit Holger davon. Holger hat da 16 genannt.

Trainingsintelligenz ist da nicht drunter, aber wäre definitiv Intelligenz Nummer 17. Ist aber dann eben einfach für weniger Leute relevant. und grundsätzlich bei Intelligenz geht es um nichts anderes als um eine höhere kognitive Leistungsfähigkeit. Also es geht im Endeffekt um Prozessorleistung und da gibt es eine gewisse genetische Grundlage. Es gibt aber vor allem Risikofaktoren und da gibt es recht viele Untersuchungen dazu Es gibt so Risikofaktoren der Sozialisierung Schon mal dich damit auseinandergesetzt Es sind relativ simple Dinge, wie zum Beispiel Drogenkonsum der Eltern, Alkoholmissbrauch der Eltern, Armut, schlechte psychische Verfassung der erziehenden Personen oder auch, was interessant ist, die Ausbildung der Mutter hat einen wesentlich größeren Einfluss als die Ausbildung des Vaters.

Und so gibt es eine ganze Reihe von Risikofaktoren und da gibt es statistische Erhebungen und grundsätzlich der IQ, die 100, das ist kein absoluter Wert, sondern die 100 ist ein relativer Wert. 50% der Menschen sind unter 100 und 50% der Menschen sind über 100. Also 100 ist genau die Mitte. Und wenn du aufwächst ohne einen einzigen Risikofaktor, dann ist dein statistischer IQ, was schätzt du? 120. 119. Okay, fuck, krass verschätzt.

Genau, einfach statistisch kein Risikofaktor, dann bist du nicht average bei 100, sondern bis 119. Was schätzt du, was der IQ ist, wenn acht Risikofaktoren zusammentreffen? Also Risikofaktoren. 79. Ich hätte 80 gesagt, ich sage 79. 85.

Also einfach nur diese Risikofaktoren, wer in der Entwicklung, haben so einen dramatischen Effekt. Also die Differenz sind 35 Punkte. Das sind Weltkriege. Ja, das ist brutal. 119 ist quasi ein Hochschulabschluss und 85, also Beispiel, wenn du in den USA in die Armee möchtest, musst du einen IQ-Test machen und der Cut-Off ist 83.

Wenn du eine IQ von 183 hast, bist du quasi kognitiv nicht leistungsfähig genug, um selbst die einfachste Position in der amerikanischen Armee zu übernehmen. Die Differenz, der Einfluss aufs Leben ist nicht hoch. Kognitive Leistungsfähigkeit ... Bitte.

Schieß los. Ich habe mich nur mal, weil du mich gefragt hast, ob ich mich damit mal auseinandergesetzt habe, vielleicht nur ein kurzer Schwenk.

Soziale Ungleichheit und Gesundheitswahrnehmung

Ich habe noch Soziologie studiert und habe mal eine Hausarbeit geschrieben und zwar Gesundheit im Kontext sozialer Ungleichheit. Und da ging es nat um den Zugang zu medizinischer Versorgung und aber auch wie leben unterschiedliche soziale Schichten Und die Unterschicht hat einfach ein deutlich erh Risiko oder einen deutlich h Konsum von Alkohol Tabak Drogen und anderen brauschenden Substanzen gehabt Die Oberschicht deutlich weniger, wobei Alkohol auch natürlich das Konsumgut Nummer eins war. Und dann war aber ein Punkt, den fand ich sehr interessant und zwar das subjektive Gesundheitsempfinden.

Also wie gesund fühlst du dich? Ich muss die Zahlen jetzt erfinden, aber es war ein x-faches höher in der Oberschicht im Vergleich zur Unterschicht und sogar in der Oberschicht zum Vergleich zur Mittelschicht, obwohl Leute befragt wurden, die gesund sind, also die jetzt nicht irgendwie große, schwere Krankheiten haben, sondern einfach, es war eine Riesenumfrage. und das fand ich schon spannend, einfach dieses Gefühl, wenn du zur Oberschicht gehörst, dass du dich subjektiv gesünder fühlst, ja und was dieser Klassenunterschied auch auf Gesundheit, wie er sich auf Gesundheit auswirkt, ist natürlich krass.

Da muss ich noch einen Punkt machen, sorry, dass ich jetzt noch mal komplett unterbreche. Wenn man sagt, naja, ich bin ja gesetzlich, ich bin ja nur gesetzlich versichert oder ich bin ja, nee, falsch, wenn man sagt, ich bin ja gesetzlich versichert und warum werden gewisse Leistungen dort nicht erstattet, Also sage ich mal, im Gesetzestext steht ja eigentlich, mit einer gesetzlichen Krankenversicherung hast du einen ausreichenden Zugang zu medizinischer Versorgung und ausreichend ist in der Schule eine 4 und genau das ist am Ende auch die Dienstleistung, die du bekommst. Du bist quasi gegen den Tod und gegen schwere Verletzungen und Krankheiten versichert.

Was ja international gesehen natürlich schon mal sensationell ist, dass du so abgesichert bist. Du bist jetzt aber nicht gegen, ich habe irgendwie spezielle Probleme, ich habe Nachhilfe in Entzündung beim Laufen. Da wirst du jetzt nicht die beste Therapie bekommen, weil es natürlich kein essentielles Problem ist oder keine essentielle Einschränkung darstellt. Und das sind Sachen, gegen die ist man nicht versichert. natürlich kriegst du da auch Termine beim Orthopäden und auch Krankengymnastik, aber du kriegst natürlich ja, durchschnittliche Therapie, kannst natürlich auch mega viel Glück haben, gar keine Frage, kannst einen super Orthopäden und auch super Therapeuten so erwischen, aber ich sag mal, die guten Therapeuten findet man tendenziell, tendenziell, nicht ausschließlich, eher dann auch im Privatbereich, wobei das auch kein klarer Indikator ist, nur weil jemand eine Privatpraxis hat, dass er auch deutlich besser ist, muss man auch immer wieder so ein bisschen ins rechte Licht r Sorry wir sind komplett abgekommen Trainingsintelligenz Wolfgang Wir sind immer noch relativ nah dran

Nährstoffmängel und kognitive Entwicklung

Ein weiterer Risikofaktor ist das Thema Unterern Und Unterern wenn wir da soziale Schichten anschauen Unterernährung heißt ja nicht, dass du nichts zu essen hast, sondern Unterernährung im modernen Kontext heißt ja unter anderem, dass dir eben einige bestimmte Nährstoffe fehlen. Und bei den Makronährstoffen mag das Protein sein, bei den Mikronährstoffen gibt es eine größere Auswahl. Und da gibt es interessanterweise einen, der sehr gut untersucht ist und das ist Jod. Und es ist mittlerweile wissenschaftlich klar nachgewiesen, dass ein Jodmangel in der Schwangerschaft und frühen Kindheit zu einer Intelligenzminderung führen kann.

Da gibt es eine Meta-Analyse und die hat herausgefunden, dass ein chronischer Jodmangel im Schnitt den IQ um wie viele Punkte reduziert. Was schätzt du? Das ist auch eine interessante Zahl. Kann ich dir nicht sagen. 13,5 Punkte.

Kras, wenn du einen chronischen Jodmangel hast, also die Mutter während der Schwangerschaft und dann das Kind in der frühen Kindheit, ist einfach statistisch der IQ um 13 oder das Potenzial der Entwicklung des IQs um 13,5 Punkte geringer.

DGE-Richtlinien versus optimale Zufuhr

Das war was ich, weil du noch gerade gesagt hast, oder das schlägt dir eigentlich auch die Brücke zu dem, was du schon immer sagst, ist diese Verzehr-Empfehlungen, oder? Also ist ja das Gleiche mit, wie viel Protein braucht ein Mensch am Tag, wie viel weiß ich nicht was. Sinn ist es die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, diese DGE, die diese Vorgaben gibt? Die Vorgaben in Europa kommen zentral von der europäischen Behörde, werden aber mehr oder weniger identisch von der DGE übernommen.

Und weil du ja häufig Vergleiche bringst. Du bringst ja mit dem Vergleich mit dem Auto oder dem Rennauto, richtig? Ja. Da habe ich jetzt nochmal einen anderen Vergleich, den ich gehört habe, den ich aber so gut fand, dass ich überlegt habe, wie kann ich den einstreuen und jetzt bietet es sich gerade an.

Und zwar, ich habe es gerade nochmal gegoogelt, die DGE empfiehlt am Tag 1,5 Liter pro Tag zu trinken. Und das ist das, was der Mensch braucht, um nicht zu verdursten oder nicht zugrunde zu gehen. Das ist aber dass jeder weiß, dass es deutlich besser ist, wenn du zwei, zweieinhalb oder drei Liter am Tag trinkst, das ist ja jedem klar. Also das ist quasi das Mindeste, was der Mensch trinken sollte.

Aber ich meine, trink mal zehn Tage am Stück, 1,5 Liter am Tag. ich bin mir sicher, den meisten von uns wird es extrem, extrem schlecht gehen. Und vielleicht ist das nochmal ein Vergleich, den du in deinem Repertoire mit aufnehmen kannst, weil ich finde, der ist noch greifbarer, so ein bisschen, finde ich, als dieses Rennauto. Das Rennauto versteht man, aber jeder versteht sofort, was passiert, wenn du mal lange Zeit nur das Mindeste an Wasser zu dir führst. Was ich an dem Vergleich besonders schön finde, ist, dass er natürlich auch wieder einbezieht, dass verschiedene Umstände, die du darauf unterschiedlich beeinflussen.

Also wenn du jetzt 35 Grad hast und zwei Stunden Sport am Tag machst, dann wird es mit eineinhalb Liter ganz, ganz, ganz, ganz knapp. Ja, exakt, ganz genau. Und das lässt sich ja übertragen auf alle möglichen Mineralstoffe, Makronährstoffe. Also das, ja, sehr gut.

Ach, perfekt, siehst du, habe ich das auch noch einbauen. Wunderschön. Ja, Thema Intelligenz. Also der Punkt ist, Intelligenz, viele Faktoren spielen eine Rolle, wenn es um Entwicklung der Intelligenz geht.

Intelligenz wie Trainingsintelligenz kann man entwickeln.

Komponenten der Trainingsintelligenz

Für alle Trainierenden, jeder der Erfolg haben möchte im Training, braucht ein gewisses Maß an Trainingsintelligenz. Und da gibt es auch Beispiele, gerade aus dem Krafttraining. Da gab es einen, der war Anfang der 80er einer der erfolgreichsten Bankdrücker ever. Und der war dafür bekannt, dass er vor jedem Training ins Gym kam, sich auf die Bank gelegt hat und mit dem Besenstiel ein paar Wiederholungen Bankdrücken gemacht hat.

Und basierend darauf, wie sich das angefühlt hat, hat er entschieden, ob er heute Bankdrücken macht oder nicht. Ah ja, okay. Das ist ein sehr hohes Maß an Trainingsintelligenz, das die allerwenigsten erreichen werden, aus verschiedenen Gründen. Darum geht es mir in dem Maße nicht mal so.

Sondern am Ende vom Tag, für mich sind drei Aspekte der Trainingsintelligenz aus Sicht des Krafttrainings entscheidend und die werden konstant, und das sehe ich in der Praxis, konstant vernachlässigt. Der erste ist, ein Trainingsprogramm lesen zu können. Sätze, Wiederholungen, Tempo. Pause und Mikropäiodisierung.

Wenn da steht, gleiches Gewicht für alle Sätze und du steigerst auf einen schweren Satz, dann hast du das Trainingsprogramm nicht korrekt gelesen, beziehungsweise nicht verstanden. Und das h sich jetzt Ich w sogar noch weitergehen und sagen Basics einfach wenn du ins Gym gehst und deine Pausenzeit nicht trackst wird dein Trainings dein Tr gro Nachteil erleiden Also vielleicht kann man das jetzt beim Bankdrücken nicht so gut vorstellen, aber angenommen du machst Sprint, 60 Meter Sprint, submaximal oder maximal und du hältst dich nicht an die vorgegebene Pausenzeit, wird die Leistung im nächsten Sprint und damit auch der Trainingsreiz eigentlich sinnlos sein oder dich nicht wirklich weiterbringen.

Verständnis für das Trainingsprogramm und das mag für die, die sich daran halten und auch bei so Pausen, es geht nicht darum, dass du jetzt, wenn da 60 Sekunden steht, du nicht 62 Sekunden machst oder nicht 58 Sekunden machst, sondern es geht darum, dass du nicht 3 Sekunden machst oder 2 Minuten und auch beim Tempo bei 4.0.1.0 ist es nicht zwingend immer eine 1 beim Anheben, bei der letzten Wiederholung kann das auch mal mehr oder länger dauern als eine 1, darum geht es aber nicht Es geht darum, dass wenn da 4.0.1.0 steht, du nicht zwei Sekunden ablässt und eine anhebst. Es geht darum, wenn da 4.2.1.0 steht, dass du zwei Sekunden unten Pause machst und die nicht vernachlässigst.

Für die, die sich daran halten, hört sich das simpel an, aber in der Praxis, es wird konstant, selbst von ambitionierten Trainierenden, es wird konstant vernachlässigt. Und dieses Verständnis für ein Trainingsprogramm ist einer der grundlegendsten Faktoren für Fortschritt im Training und für Trainingsintelligenz. Und das ist ja auch nichts, was du im ersten Programm direkt drin hast. Wenn du auf einmal beim ersten Programm, das du machst, das ein bisschen detaillierter designt ist, dann braucht es einen Moment, bis du drin bist, bis du das Tempo verstanden hast, bis du die Pause drin hast, bis du die Mikroperiodisierung drin hast.

Es braucht einen Moment, aber das ist zur Basis. Trainingsprogramm lesen und verstehen. Und dann basierend auf diesem Verständnis das Trainingsprogramm umzusetzen.

Bewegungsintelligenz und Videoanalyse

Was direkt zu zwei weiteren wichtigen Faktoren der Trainingsintelligenz führt, ist Übungsausführung. Dass du weißt, wo dein Körper ist in Raum und Zeit. Das könnte man auch als Bewegungsintelligenz bezeichnen. Ist es.

Ist ein wichtiger Teil der Trainingsintelligenz. Und da ist ein wichtiger Punkt, film dich mal beim Training. Denn es gibt viele, die denken, ihre Kniebeuge ist tief, sie ist es nicht. Es gibt viele, die denken, beim Klimmzug waren sie ganz oben und ganz unten.

Wahnsinnig. Bewegungsintelligenz ist ein essentieller Bestandteil von Trainingsintelligenz Und einer der einfachsten Wege nat Personal Trainer ist eine gute L extern Feedback zu holen Oder so wie wir es im Online machen dass du quasi Videos an den Trainer sendest und der dir Feedback gibt so dass du weiter die Übungsausführung optimieren kannst. Oder natürlich auch gerne selbst, wenn du eine Idee hast, wie das aussehen soll, dass du ein Video von dir machst und dir das anschaust und dann selber analysierst, was passt, was passt nicht. Dann versuchst, das zu optimieren, wieder ein Video machst und so nach und nach ein gewisses Verständnis für die Bewegung, ein Verständnis dafür, wo dein Körper in Raum und Zeit ist, zu bekommen.

Das ist super wichtig. Und Übungsausführung ist eine der wichtigsten Grundlagen von nachhaltigem Fortschritt im Training und ist nach wie vor massiv unterschätzt. Ein Trainer hilft da. am Ende vom Tag, in den wenigsten Fällen wird es der Fall sein, dass der Trainer bei jeder Einheit dabei ist und selbst wenn der Trainer in jeder Einheit dabei ist, musst du trotzdem das, was der Trainer dir ein Feedback gibt, umsetzen. Und das dauert auch, also man muss diese Kompetenz auch entwickeln.

Ich glaube, wir haben es vor ein paar Folgen, habe ich es schon mal gesagt, aber ich muss es nochmal sagen, ich trainiere seitdem ich 15 bin, ich bin jetzt 34, 19 Jahre, Wolfgang, ich habe das Gefühl, ich mache seit drei Monaten das erste Mal wirklich Klimmzüge. Also wirklich so dieses aus der Skapula raus und dann erst in den Bizeps starten und nicht einfach nur, also ich kannte Skapula Pull-Ups schon 100 Jahre, ich habe auch teilweise Skapula Pull-Ups gemacht, aber diese koordinative Komponente, ich beginne die Bewegung mit der Retraktion vom Schulterblatt und gehe dann über in Schulter- und Ellenbogenbeugung, hat jetzt erst, ja, wie sagt man denn, ja, von der Koordination jetzt erst geklickt und ich merke, wie viel mehr Klimmzüge ich schaffe, welche höheren Gewichte ich bewegen kann und also das hört nicht auf und nur weil man Bankdrücken gemacht hat und macht das regelmäßig, finde ich, sollte man auch bei jeder Übung versuchen, noch mehr in den Muskel reinzufühlen, zu gucken, spüre ich den Muskel, habe ich einen Pump auf dem Muskel, kann ich den Muskel ansteuern und wenn das nicht gegeben ist dann dann sollte man vielleicht da erstmal an der basis arbeiten bevor man irgendwie ganz wilde trainingsprogramme durchtrainiert es

Gewichtsauswahl und Mikro-Periodisierung

und das braucht zeit der punkt das braucht aber wichtiger punkt und das ist definitiv eine der gr herausforderungen und die in relativ hohes ma an der Trainingsintelligenz ben ist die korrekte Auswahl des Gewichts Das ist nat eine Mikrop die ist vorgegeben Und dann hast du natürlich im Rahmen der Mikropärolisierung bedeutet, wie strukturiere ich das Gewicht grundsätzlich. Steige ich auf einen schweren Satz, starte ich mit dem schweren Satz und runter, gleich ist für alle Sätze. Oder habe ich eine wellenförmige Steigerung auf den schweren Satz? Das sind die einzigsten vier Optionen, die es am Ende vom Tag in der Strukturierung eines Gewichts gibt.

Und dann natürlich auch hinaus gibt es auch noch den sogenannten Spread, den ich vorgebe. Und je fortgeschrittener Programme werden, desto spezifischer gebe ich den vor. Das ist die Differenz zwischen dem schwersten und dem leichtesten Satz, was dann entsprechend auch nur bei auf einen schweren Satz steigern und wellenförmig auf einen schweren Satz steigern gilt. Dann gibt es noch diesen Counterpart dazu, ist der Critical Drop-Off, ist quasi das Gleiche, nur dass du andersrum runterrechnest.

Das heißt, wenn du mit dem schweren Satz steigerst, gehst du runter. Den gebe ich vor. Innerhalb dessen musst du aber trotzdem selbst das Gewicht auswählen und musst dann auch entscheiden, wann ist es Zeit, Gewicht zu steigern, wie viel Gewicht muss ich steigern. so, dass ich im Idealfall alle meine Wiederholungen schaffe und gleichzeitig noch einen Fortschritt erzielt habe. Das ist das große Dilemma zwischen, mache ich mehr Gewicht, schaffe ich noch meine Wiederholungen oder mache ich eben nicht mehr Gewicht, mache keinen Fortschritt, aber schaffe deswegen die Wiederholungen.

Und was sich auch wieder simpel anhört, ist in der Praxis, große Kunst ist ein bisschen viel, aber es ist eine der größten Herausforderungen an die Trainingsintelligenz im Training. Und je besser du Trainingsgewichte wählen kannst, je besser dein Verständnis für die Strukturierung für Trainingsgewicht, desto einfacher wird es, Gewicht zu steigern. Das ist auch einer der Punkte, mit dem Mike McDonald hieß er, der Anfang der 80er für seine Bankdrückleistung bekannt war. Der hat basierend auf dem, wie sich ein Besenstil angefühlt hat, konnte der bestimmen, wie ready ist sein Nährensystem heute für Bankdrücken und hat so quasi seine tägliche Readiness bestimmt.

Griffkraft als Indikator für die Bereitschaft

Wie würdest du sagen, ist die Korrelation auch zwischen Griffkraft? Das hatten wir auch letzte Folge mal ein bisschen. Und das heißt, es gibt ja auch Griffkraftmesser, wo man vielleicht so eine Karte bekommt, wie viel, wie leistungsfähig bin ich? Was hältst du davon?

Mache ich regelmäßig mit Kunden. Also das baue ich bei etwas fortgeschrittenen Kunden mit ein, um zu bestimmen. Und wie misst du das? Du bist jeden Morgen im Bett, bevor du aufstellst, quasi mit einem Level-Nervensystem, bevor das Nervensystem hochfährt, deine Griffkraft.

Und wenn du dann einen bestimmten Drop-Off hast, machst du entweder einen Deload. Wenn der Drop-Off etwas größer ist, trainierst du gar nicht an dem Tag. Das ist ein gutes Mittel für jemanden, der in seinem Alltag ein relativ hohes Maß an neurologischem Stress hat. Also da gibt es die, die eben im Alltag einen Job haben, der sie sehr erfordert.

Und da kann es halt einfach sein, dass es auch mal in einer Woche nur ein, zwei Trainingsanheiten sind oder in einer Woche mal vier, fünf Trainingsanheiten sind. Das sind aber meistens die, die sagen, fuck it, es sind vier auf dem Plan, also mache ich vier. Nee, nee, nee, langsam. Nur weil du mental motiviert genug bist, das Training zu machen, heißt das nicht, dass das Training gut für dich ist.

Lastintelligenz und Eigenwahrnehmung

Wolfgang, perfekt. Genau die Brücke wollte ich eigentlich schlagen. Ich wollte nämlich, nachdem du mit Trainingsintelligenz fertig bist, wollte ich vielleicht noch den Punkt Belastungsintelligenz mit einstreuen. Denn die Frage ist, auch wie fühlst du dich?

Ist eine ganz simple Frage, die zu beantworten ist aber extrem schwierig und braucht auch sehr, sehr viel Erfahrung. Also ich denke da vor allem an Ausdauersportler, an die Speedscating-Nationalmannschaft, die ich lange betreut habe, an zum Beispiel Berlin-Marathon-Sieger, Felix Rhein, Weltmeister und alles Mögliche. Der geht morgens 200 Kilometer Rennradfahren und abends macht er 60 Kilometer auf Inlinern. Also der reißt schon richtig Pensum ab und das meistens sieben Tage die Woche und der kann sein Training oder der steuert sein Training einfach über Belastungsintelligenz und fragt sich, horcht in sich rein, wie geht es mir heute und wie viel Belastung kann ich applizieren oder wo setze ich vielleicht nochmal einen Reiz oder einen Peak oder wo nehme ich auch mit Perspektive auf eine Weltkampfmeisterschaft oder auf eine Wettkampfbelastung raus.

Es gibt Tools, wie eine HRV-Messung, die auf jeden Fall sehr potent sind und ihr Aufschluss geben. Ich finde es gut, ich propagiere oder empfehle aber auch immer, diese Belastungsintelligenz über die Zeit selber zu entwickeln und sich nicht nur auf digitale Unterstützung zu verlassen, weil es korreliert nicht immer. Und wenn du, genau wie du sagst, es gibt vor allem im Profisport sieht man das häufig, Menschen, die extrem kopfmäßig motiviert sind und sagen, wenn das auf dem Trainingsplan steht, dann mache ich das. Aber das hilft nicht immer.

Ich erinnere mich an einen Profisportler, einen Schwimmer der wurde von seinem Trainer massiv ins gebracht und wenn die Zeiten schlechter wurden wurde das Training noch mehr erh Der Trainer war nicht unerfahren also der war auch sehr erfolgreich Ich glaube auch, dass es ein guter Trainer war, aber ich meine, jeder ist menschlich und jeder macht auch mal Fehler. Und der ist über die Zeit fett ins Übertraining gekommen und hatte aber keine Belastungsintelligenz und konnte selber nicht auf den Punkt kommen, dass er einfach überbelastet ist. Der hat nicht gut geschlafen, der war aufgekratzt, die Trainingsleistung geht runter, Gewichte, die er bewegt hat, konnte er nicht mehr bewegen, er hat sich ausgelaugt gefühlt, sein Wassergefühl war deutlich schlechter.

Also viele Indikatoren, die dafür sprechen. Und das muss ja nicht nur auch im Profisport so sein, sondern auch wenn wir über mentale Belastung oder Überaktivität des Sympathikus oder Unteraktivität des Parasympathikus reden, das kann ja auch psychischer oder kognitiver Stress sein, in denen es sich auch lohnt reinzufühlen und auch da eine Belastungsintelligenz zu entwickeln und mich zu fragen, wie fühle ich mich? Fühle ich mich überlastet? Fühle ich mich erschöpft?

Dann ist vielleicht nicht die Zeit, noch ein neues Projekt anzugehen. Dann sollte ich vielleicht jetzt nicht einen Praxisumzug angehen oder sollte ein neues Konzept entwickeln und fünf neue Mitarbeiter einstellen, sondern vielleicht erst mal gucken, dass ich mich an die Belastung gewöhne oder einfach Belastung rausnehme. Also ich glaube, Belastungsintelligenz, vielleicht kreieren wir diesen Begriff gerade, ist auf jeden Fall ein wichtiges Thema auch. Es ist ein Riesenthema, ein Teil der Drehungsintelligenz, aber sehr fortgeschritten, das ist da mein wichtiger Faktor.

Also wirklich effektiv, um das Thema HRV und der Griffkraftmessung aufzugreifen, das sind sehr gute Indikatoren, aber es ist im Endeffekt auch nur ein Indikator und es gibt mehrere. Das heißt, es kann manchmal daneben liegen. Und natürlich auch gewisse Formen der Intelligenz. Du hast natürlich auch ein vorgegebenes Maximum.

Das heißt, selbst wenn jemand versucht, etwas zu entwickeln, ist er vielleicht nicht gut genug zu entwickeln. Beispiel. Billy Donovan, einer der erfolgreichsten College-Basketball-Tänor, Team USA Under-19. Er ist der Erfinder des Billigregals bei Ikea.

Exakt. Under-19, Team USA, Head Coach, dann Oklahoma, weiß nicht, wo er gerade ist. Der hatte einen Kerl, den habe ich ein paar Mal kennengelernt und so ein bisschen beobachtet. Und es war so ein bisschen, M f alles h sich negativ an aber das war so ein bisschen einer der war so ein Assistenztrainer aber aus meiner Sicht hat er nichts gemacht Also im ersten Moment der war einfach da hat ein bisschen mit den Leuten geredet und so weiter Also Coaching-Skill-technisch war da nicht viel da und je häufiger ich das beobachtet habe, der war so ein bisschen der Ansprechpartner für alle und er hatte ein unglaublich gutes Gefühl.

Und irgendwann hatte ich dann mit meinem Kollegen, dem Preston, drüber gesprochen und so, was ist seine Hauptaufgabe? Und er hat gemeint, eine seiner besten Skills ist, einzuschätzen, an welchem Punkt die Mannschaft gerade ist, was Belastungssteuerung angeht und das ist das Hauptding, wo quasi Billy, der Erfolg ist ein College-Basketball-Trainer ever, da auch sich immer auf ihn verlässt, quasi wenn es so, ne, wo er dann quasi Augenkontakt und dann sagt der Assistenztrainer, jetzt ist Pause oder die können noch weitermachen, wo quasi sogar der aber eben auf diesem hohen Niveau der Einschätzung von ihm vertraut.

Das heißt, selbst jemand, der auf so einem hohen Niveau, Billy Bonner hat mit Sicherheit einen eindrucksvollen Wikipedia-Eintrag, also das ist nicht irgendeiner, der um die Ecke kommt und ein paar Ergebnisse hat, sondern wirklich einen erfolgreichsten College-Basketball-Trainer und dann auch NBA-Trainer ever, der hatte da den Kerl, der konnte das.

Kritik an RPE und Autoregulation

Viele werden jetzt wahrscheinlich denken, oh ja, Autoregulation, RPE, ich bin ein großer Kritiker des Systems, denn die absolute Mehrheit ist nicht imstande einzuschätzen, wie belastend das tatsächlich für sie war. Und das zu lernen, selbst fortgeschrittene Trainierende, also Autoreagulation bedeutet, für die, die es noch nicht kennen, dass du quasi einschätzt, wie viele Wiederholungen mit einem Gewicht noch möglich werden. Also RPE 10 ist, das war die letzte Wiederholung, eine weitere Wiederholung geht nicht. RPE 9 ist, eine weitere Wiederholung geht.

RPE 8 ist, noch zwei Wiederholungen gehen und so weiter. RPE 10 ist am einfachsten einzuschätzen, ist Ende, ist Ende. Aber auch da, wie oft siehst du das in Gyms, dass jemand noch eine Wiederholung probiert, wo jeder, der ein bisschen Trainingserfahrung hat, weiß, da geht 100% gar nichts mehr. Du machst Bankdrücken und die Konzentrische braucht 3,5 Sekunden, bis sie oben ist und der Trainierende will halt nochmal eine Wiederholung machen.

Also, nein, da wird nichts mehr gehen. Oder auch gern gesehen, der Trainingsbuddy versucht ihn nochmal durch Emotionen irgendwie dazu zu bewegen. Und das ist noch relativ einfach, aber wenn ich zu dir sage, LPE 7 oder LPE 8 noch zwei oder drei Wiederholungen sollen gehen das wei du nicht Punkt Tust du nicht Und da gibt es auch keine Diskussion Es ist einfach nein Es ist natürlich, einer der Vorteile von Autoregulation ist, du trainierst weniger zum Maximum. Und ein Punkt, der ebenfalls Fakt ist, die absolute Mehrheit der Trainierenden kann nicht von mehr als einem schweren Satz pro Übung, pro Training regenerieren. und schwerer Satz ist definiert als ein Satz zu Wiederholungsversagen, also ein Satz, wo du machst acht Wiederholungen, eine neunte wäre nicht gegangen.

Und wenn du eben jetzt mit LPE arbeitest, dann machst du eben deutlich weniger Sätze zum Wiederholungsversagen und dementsprechend ist es potenziell einfacher möglich, zu regenerieren und Fortschritt zu machen. Das Konzept ist aber an sich lückenhaft, weil das Maß an Trainingsintelligenz oder die Unterform der Trainingsintelligenz, Belastungsintelligenz, die aller, allerwenigsten sind imstande, das einzuschätzen. Und du brauchst ein sehr hohes Maß an Trainingserfahrung, ein sehr hohes Maß an Daten über dich selber und dann eben auch die analytischen Skills, um jetzt zu bestimmen, wo stehe ich, geht es oder geht es nicht.

Und da darum geht es gerade nicht am Anfang. Wer Trainingsintelligenz entwickeln will, der erste Fokus ist der einfachste und der am schnellsten erreichbare oder der am schnellsten umsetzbare Teil, der Teil mit dem Potenzial, das am schnellsten umsetzbar ist, ist eben das Verständnis des Trainingsplaners. Was steht da genau drauf, basierend auf dem, was da steht, was muss ich machen? Gefolgt von Übungsausführung, gefolgt von Gewichtsauswahl und dann eben sowas wie auch die Einschätzung, Belastungssteuerung, trainiere ich heute oder trainiere ich nicht und so weiter.

Die allerwenigsten werden jemals so viel Krafttraining machen und auf so einem hohen Niveau Krafttraining machen, als dass sie das gut einschätzen können. Die sehr motiviert sind, werden tendenziell immer zu viel machen. Die, die nicht motiviert sind, andersrum zu wenig. So weit würde ich gar nicht mehr gehen, sondern ich würde den Hauptfokus auf diese drei Aspekte der Trainingsintelligenz legen.

Verständnis für Trainingsplan, dann Übungsausführung, Bewegungsintelligenz und dann eben die Gewichtsauswahl. Das sind drei extrem wichtige Fähigkeiten und das entwickelst du nicht von heute auf morgen, das entwickelst du auch nicht, indem du drei Bücher darüber liest oder einen Podcast hörst, sondern das entwickelst du, indem du dich aktiv damit auseinandersetzt. Und am Anfang wirst du auch mal daneben liegen, machst ein Video von der Kniebel, denkst, oh, die war tief. Dann guckst du das Video an. die waren nicht tief.

Oder du versuchst besser einzuschätzen, was für ein Gewicht du nimmst und du wirst am Anfang da auch mal daneben liegen. Das ist vollkommen okay. Das war Teil des Lernprozesses. Und so, dass du nach und nach hier eine gewisse Intelligenz, ein Verständnis für Trainings entwickelst, ist ein unterschätzter Faktor.

Es ist auch ein Faktor, wo viel zu wenig Fokus drauf gewickt wird. Also oftmals ist der Fokus, was für ein Supplement kann ich noch nehmen? Was kann ich an der Ernährung irgendwie mehr essen oder weniger essen oder kann ich noch Intervalle machen? Nee, nee, nee, nee, langsam.

Guck dir mal dein Trainingsprogramm an. Ja. Ja, also 100 Prozent. Sehr guter Punkt.

Haben wir bestimmt schon mal angerissen, aber wahrscheinlich nicht in dieser Ausführlichkeit bearbeitet. Deswegen, ja, ich denke, das ist auf jeden Fall sehr wichtig und wie du selber gesagt hast, es braucht einfach Zeit, bis sich das entwickelt.

Die Geschichte der Weinflaschengrößen

Wolfgang, ich habe ein Hamza-Frag vorbereitet. Das kommt nicht von Hamza, aber ich würde es gerne in diese Kategorie packen und zwar an dich. Und zwar mit der Brücke. Das muss ich über die Zeit entwickeln, Wolfgang.

Ich sage mal so, es fällt, wie sagt man das denn? Es fällt in deinen Bereich und eigentlich erwarte ich, dass du diese Antwort wie aus der Pistole geschossen mir sagst. Also Druck ist groß. Und zwar, Wolfgang, möchte ich gerne wissen, warum sind Weinflaschen eigentlich so groß, wie sie sind?

Also warum gibt es 750 ml, 0,75 Liter die Flasche eigentlich die Standardgröße? Darauf gibt es keine klare Antwort, denn die Geschichte ist sich nicht einig, warum das genau der Fall ist. Das sage ich jetzt nicht immer auch bei der Hamza-Frage. Es gibt verschiedene Gründe. also der populärste ist dass 750 ml quasi die Menge an Wein ist die ein Arbeiter pro Tag trinken kann Die andere Begr ist dass die 750 ml Flasche kam als der Handel zwischen Frankreich und England floriert hat.

Und wenn du es jetzt umrechnest, ist 750 ml sind x Flaschen in einem Fass. Richtig. Genau. Das ist die zweite populäre Theorie.

Es gibt eine Flasche, diese Vangon-Flasche, das ist ein oxidierter Wein aus dem Girard. Die hat eine Sondergröße und die kommt daher, weil sie zu Beginn eine normale Größe hat, aber Wein verdunstet und dadurch diese Sondergröße entsteht. Also vielleicht nochmal zusammengefasst für die, die die Antwort jetzt nochmal gerne vorgelesen bekommen hätten. Und zwar, es waren in erster Linie die Engländer, historisch gesehen, die größten Käufer französischer Weine, insbesondere der Bordeaux-Weine.

In dieses Fassungsvolumen, hauptsächlich die, die dieses Fassungsvolumen bestimmt haben, ihre Maßeinheit, die Imperial-Gallone, umfasst nämlich 4,5469 Liter. Um den Handel zu erleichtern, wurde vereinbart, dass der Weintransport in 225 Liter Barrickfässern, also die 50 Galonen entsprachen, erfolgen sollte. Und um dies auf der französischen Seite zu vereinfachen, umfasste ein Barrickfass 300, also 375 Liter Flaschen anstelle von 225 1 Liter Flaschen. Vielleicht kurz hier,

Deutsche Weingeschichte und globale Märkte

klar, England hat immer einen relativ hohen Konsum, aber Geschichte ist die Propaganda des Gewinners. Es waren die deutschen Weine die bis zum Ersten Weltkrieg den Weltmarkt dominiert haben und die deutsche Wei waren die wertvollsten und teuersten Weine der Welt Ebenfalls hatten die Deutschen einen massiven Einfluss auf den franz Weinsbau insbesondere in der Champagne. Wenn man mal schaut, wie viele deutsche Namen es in der Champagne gibt und selbst da, wo es keine deutschen Namen gibt, zum Beispiel sowas wie Wöff Glicquot, die Witwe Glicquot, ihr Mann war Deutscher, Kog, Bollinger, Teitinger, Deutz, das sind alles deutsche Namen. und erst mit dem Ersten Weltkrieg hat dann quasi durch den Bond zwischen Frankreich und England der französische Weinmarkt, insbesondere Bordeaux zu Beginn und jetzt auch in den letzten 20, 30 Jahren Burgund hinterher so massiv angezogen und die deutschen Weine, die bis dahin die teuersten der Welt waren, insbesondere Weißweine von der Mosel, wo die Römer schon Wein angebaut haben.

Also mit der Mosel, mit Schiff ist man da einfach hingekommen und die Römer haben schon entdeckt, dass die Lagen an der Mosel mit diesen steilen Hängen ausgezeichnet sind, um Wein anzupflanzen. eigentlich bis dahin die wertvollsten und teuersten Weine waren. Und in den letzten 20 Jahren dieser Trend wieder mehr wird. Und auch die Qualität des deutschen Weines wieder zum Glück bis in höheren Stellenwerten der Welt hat. Ein großes Problem, das jedoch der deutsche Weinbau hat, ist, dass die Größe der Weingärten absolut einfach viel zu klein ist.

Also, können wir eine Frage draus machen oder ich kann es direkt sagen. Ich stelle mir auch noch Fragen, die ich beantworten kann. Das sind meine Lieblingsfragen. Ich stelle Fragen.

Deutschland hat insgesamt 104 Hektar Weinberg Bordeaux alleine hat 110 Hektar also 110 Hektar Deutschland hat 104 Hektar Weinberg Das Land mit den meisten Weinbergen f Wein den man trinkt ist Italien mit 850 Hektar gefolgt von Frankreich mit 820.000 Hektar. Und da sieht man einfach, das ist ein Vorteil, den wir haben in Deutschland, da eben viel von dem wirklich herausragenden Wein, der mittlerweile in Deutschland produziert wird, gar nicht exportiert wird und so entsprechend auch international, vor allem im asiatischen Markt, dieser nicht bekannt ist, was mit wenigen Ausnahmen dem Preis sehr zugute kommt.

Siehst du Wolfgang, habe ich es doch geschafft, dir noch eine kleine Freude mit dieser Frage zu machen. Achso. Interessantes Thema.

Schlussbemerkungen

Wolfgang, ey, absolut. Therapie, Training und Wein. Ich muss sagen, ich habe die Frage selber geschickt bekommen von einem Zuhörer. Ich habe jetzt leider den Namen nicht parat.

Er darf sich gerne gegrüßt fühlen. Habe sie gelesen, kannte die Antwort nicht, hat mich begeistert. Und dann habe ich gedacht, das ist doch eine Frage, die kann ich dir stellen. Und mir war eigentlich klar, dass du sie wusstest.

Aber ich dachte, da kann man auf jeden Fall ein bisschen mit flexen, mit diesem Unnützen wissen. Wolfgang, wir sind schon ganz gut dabei zeitlich, denn wir müssen beide heute etwas früher weg. Ich würde sagen, wir verschieben die nächsten Themen, die wir jetzt noch in der Hinterhand haben, auf nächste Woche. Und ich bin immer so verhasst, weil ich moderiere immer aus dem Nichts aus ab, aber ich glaube, wir müssen beide los und deswegen mal eine sehr fachliche, lastige Folge.

Ich glaube, da haben alle Spaß dran und ich freue mich, Wolfgang, dich nächste Woche wieder am Mikro begrüßen zu dürfen. Ebenfalls. Ciao und eine gute Woche. Untertitelung des ZDF für funk, 2017

Diese Episode anhören

Hast du eine Frage zu dieser Episode?

Frag AskTNT →