Einleitung und Diskussion über Gesundheits-Tracking
Guten Morgen Thomas. Guten Morgen Wolle. Wie geht's dir? Gut, jetzt wo ich gerade an Wolle denke, muss ich auch daran denken, dass ich, das hatte ich im Vorgespräch, das ist, wenn ich auf einer Hochzeit war, wo extrem viel Wolle Petri abgefeuert wurde.
Mir geht's gut, ich bin fit. Wolfgang, ich bin unfassbar fit. Ach, jetzt weiß ich auch wieder, warum ich mein Handy gerade in die Hand genommen hatte im Vorgespräch. Und zwar, ich wollte unsere ZuhörerInnen nochmal neidisch machen mit meinen geisteskranken Vitalwerten, weil ich da sehr viel Nachfrage bekommen habe.
Also meine aktuelle Tagesform ist Ruhepuls, heute 39, Herzfrequenzvariabilität 147 im Schnitt und da geht ihr krachen, meine Freunde. Weil zum Beispiel Rafa und Jonas, die haben dann manchmal nur so, ich glaube der Rafa hat 50 und seitdem er irgendwie dein Multi nimmt 70 oder so. Also der ist völlig fertig, was ich für Werte habe. Atemherzfrequenz 3,5 und ich bin fit wie eine Maschine.
Top. Wie geht es dir? Dass du noch keinen Tracker hast, oder hattest du mal einen? Du bist doch jemand, der Zahlenfreund ist.
Ich hatte eine Weile den Aura-Ring. Der Aura-Ring hat ein grünes und ein rotes Licht. Ja, stimmt. Das ist kontraproduktiv.
Ich habe es dann ein Weilchen gemacht, Aber ich habe gemerkt, dass es meinen Schlafen negativ beeinflusst. Wirklich? Ja. Das rote Licht, du hast ja Lichtsensoren, Lichtrezeptoren in der Haut.
In meinem allerersten Buch habe ich auch eine Studie zitiert, die gezeigt hat, dass wenn du in einem komplett dunklen Raum bist und im Tiefschlaf bist. Ich weiß, mit Laser in der Kniekehle. Genau, Laser in der Kniekehle und du kommst aus dem Tiefschlaf raus. Und ich habe gemerkt, dass es mir, das ist immer die Frage, wo du herkommst.
Für mich war auch, ich weiß nicht mehr was, mein Ruhepuls war, aber er war auch überraschend niedrig. Das war so ein Ding. Mein Schlaf war super und tagsüber ich weiß gar nicht mehr, was das war. Es war so, ich weiß, dass ich gut schlafe und ich merke auch relativ schnell, wenn ich schlecht schlafe und ich weiß dann, dass ich was tun muss, dass es sofort wieder besser wird.
Aber es war nicht so, ich habe es mal gemacht und dann war so, aber...
Schlafqualität und Matratzen-Empfehlungen
An der Stelle kann man auch nochmal sagen, wo wir beim Thema Schlaf sind, habe ich vielleicht auch schon gesagt, wird aber wieder, wird immer wieder aufgegriffen. Und zwar, was ist die beste Matratze und was ist das beste Kopfkissen Nur ganz kurz beantwortet kann man nicht sagen super individuell bester Tipp den man geben kann Wenn ihr irgendwo in einem Hotel seid und ihr schlaft extrem gut und es f euch subjektiv sehr positiv auf und ihr sagt ey, okay, ich bin ja total erholt aufgewacht, dann fragt doch einfach, was die für Matratzenbetten haben oder manchmal könnt ihr auch einfach selber nachgucken.
Das ist wirklich der beste Tipp, weil ich finde, dieses ganze Probeliegen und so ist echt schwierig. Wenn du da in den Laden gehst, dann liegst du da mit Klamotten drauf rum und dann steht irgendwie noch jemand nebenan und sagt dir, Und? Und? Dann sagst du, ja, ist bequem.
Aber es ist wirklich eine der häufigsten Fragen, auch von Patienten, die dann wissen wollen, was ist denn das beste Kopfkissen, was empfiehlst du? Und es ist dann so, es gibt wirklich unendlich viele Kopfkissen. Schwierig. Verwirr ich da sich das Thema Tracker.
Der Hauptfokus ist ja der Schlaf. Aber hast du es nicht? Probiert den mal einfach nur, um deinen Penis zu machen. Weil dann würdest du das Licht ja gar nicht wahrnehmen.
Ja, aber wenn es am Finger ist, das ist ja Lichtrezeptoren. Also der Punkt ist für mich gewesen, ich habe es gemacht, weil es mich interessiert hat, aber es ist nichts, auf das ich Fokus lege, denn es ist schon relativ gut. Das ist ja das Thema, Daten sind gut, wenn du was draus machst oder wenn sie dir ein bisschen Einblick geben. Es ist ähnlich wie auch das Kalorienzählen, das macht unter gewissen Umständen schon mal Sinn, es zumindest kurzfristig zu machen, dass man einen gewissen Einblick hat und basierend darauf dann was verändert.
Für mich, ich habe gemerkt, dass es bei mir persönlich keinen positiven Effekt hatte und dementsprechend habe ich diesen Datensatz für mich dann wieder abgeschlossen. Wenn jemand auf mich zukommt und danach fragt und wenn das Thema Schlaf ein Fokus ist, dann bin ich ein ganz großer Freund von dieser Art von Tracking, dass du einen Datensatz mit dem du arbeiten kannst. Also ich bin, nicht dass ich es jemand falsch verstehe, ich bin definitiv kein Gegner davon, jedoch für mich war einfach der Mehrwert nicht da und dementsprechend habe ich es nicht dauerhaft gemacht.
Ernährungs-Apps und Künstliche Intelligenz
Ich habe letztens gesehen, da hatte ein Typ, mit dem ich essen war bei einem Seminar, hatte einfach eine App und da konntest du das Essen fotografieren und der hat dir dann ziemlich genau die Makros gesagt. Und das fand ich krass, weil die Idee, die hatte ich schon vor, weiß ich nicht, vor zehn Jahren habe ich immer gesagt, das ist so nervig dann aufzuschreiben, bist im Restaurant, und dann musst du sagen, boah, was haben wir denn hier, keine Ahnung, 200 Gramm Hähnchenbrust, wie viel Brokkoli wird das sein? Und dann musst du das alles eingeben, der hat einfach nur ein Foto und es gab beim Sanremo, klassisch, Seminar halt, Tomatenreis. und die App hat Tomatenreis erkannt.
Und ich war wirklich so, das gibt es ja gar nicht. Also es war sensationell. Ich glaube dass es dann in Zukunft auch nochmal deutlich besser wird Und dann macht es echt schon wieder Spa wenn das Handling echt easy ist Also wenn du es einfach nur fotografierst k es eine coole Sache sein Die Abweichungen werden trotzdem signifikant sein Also zum Beispiel, ob in diesem Hähnchen weiß noch Öl verwendet wurde, kann das kann die App nicht erkennen. Oder ob zum Beispiel statt Wasser Brühe genommen würde zum Kochen und der entsprechende Kollagen gehalten und so weiter.
Nein, Wolfgang, lass uns nicht in die Koch-Ecke abweichen. Aber der Punkt ist, die Richtung ist da. Ja, die Richtung ist da und meistens geht es ja wirklich darum, ein Gefühl zu entwickeln, oh, weiß ich nicht, ein Riesenteller, gegrillte Hähnchenbrust mit Brokkoli und Salzkartoffeln, die ist ja gar nicht so kalorisch und davon kann ich ja eigentlich relativ viel essen und ich bin total satt versus, weiß ich nicht, ein paniertes Schnitzel mit Jägersoße und Pommes ballert irgendwie dort deutlich mehr, weißt du.
Moderne Gesundheitstrends und Stadt- vs. Landleben
Aber es ist schon auch echt interessant, wenn man mal so die letzten Jahre zurück überlegt, wie krass das Thema Gesundheit geworden ist. Es gibt wirklich regelmäßig Menschen, die Blutzuckermessungen rein präventiv und aus Interesse machen. Dann hast du diese ganzen Whoop und Aura Themen. Dann hast du die Supplementierung, die sehr, sehr, sehr groß geworden ist.
Also es ist wirklich krass. Hier in Frankfurt gibt es Running Clubs noch und nöcher, wenn du am Wochenende irgendwie am Main entlangläufst. Da ist ein Running Club nach dem anderen. Das war früher auch nicht so.
Also ich habe das Gefühl, Health und Gesundheit und so, das ist brutal auf dem Vormarsch und noch ganz lange nicht da, wo es sein sollte. Ich glaube, es ist aktuell noch, das werden jetzt viele vielleicht sagen, nee, aber ich würde sagen, vielleicht noch ein nischischer Trend, also ein Trend von der Nische, der irgendwann, glaube ich, zu einem Standard wird. Also das dauert noch 20, 30 Jahre, aber ich glaube, das wird ein Standard. Achtung, jetzt habe ich noch eine soziologische Frage.
Glaubst du, es wird sich im urbanen, also im städtischen Umfeld gesünder gelebt oder im ländlicheren? Also das ist die erste die Frage, wie definieren wir gesünder gelebt? Naja, ich sag mal, was die Esskultur, die Schlafkultur, die Bewegungs- und Sportkultur angeht, was würdest du sagen? Und dann ist natürlich auch die Frage, welches urbane Umfeld vergleichen wir?
Ja, weil das ist ja nicht so... Beispiel, wenn wir Berlin nehmen, wo du von Donnerstagabend bis Montagmorgen feiern kannst das ist ein anderes urbanes Umfeld wie zum Beispiel Ja klar Absolut Nein nein aber das spielt alles mit rein Also dann so im Durchschnitt. Wolltest du sagen, in der Stadt wird sich gesünder ernährt oder eher ländlich? Weil ich sag mal, also guck mal, die Gegenargumente, die im Kopf sind, ist so, im Ländlichen wird wahrscheinlich mehr gekocht.
Und mehr gekocht bedeutet auch oft, dass es vielleicht, zumindest meine Idee, unverarbeitetere Lebensmittel gibt. Dafür wird da aber auch gerne mal mehr getrunken vielleicht. Und vielleicht wird auch nicht so selbstverständlich Sport gemacht wie in der Stadt, wo du halt überall Yoga, Fitness, Pilates und weiß ich nicht, Angebot hast. Also das, die Frage ist, hält sich das so die Waage?
Weißt du, was ich meine? War auch mein Gedanke. Getrunken war mein Gedanke. Am Wochenende, da gibt es mit Sicherheit auf dem Land mehr, die im zweiten...
Kerb, da wird vier Tage lang sich der Kopf abgeschraubt. Aber in der Stadt, also wie viele gibt es auf dem Land, die sechs, sieben Tage die Woche abends in eine Kneipe gehen und rein trinken. Ja, schon, ja. Da gibt es ja gar nicht Kneipen, die so lang offen sind.
Ja, da wird sich aber dann nochmal beim Nachbarn getroffen oder so. Ich habe in Herrenberg gewohnt, da war irgendwie Freitagabend um 23 Uhr war Schicht im Schacht. 25.000 Einwohner. Während in der Stadt gibt es schon viele Berufe, die quasi, oder gerade Frankfurt, Banker. Wie viel Prozent der Banker gehen nach der Arbeit abends zwischen 9, 10, 11 von der Arbeit direkt in die Bar und trinken harten Alkohol.
Weiß ich nicht. Das ist ein großer Prozentsatz. Ja, deswegen natürlich tendenziell würde ich aber auch sagen die Jungen nicht mehr. Tendenziell würde ich auch sagen, ländlich lebt gesünder.
Ländlich hat mehr ich hätte gedacht städtisch. Mehr organisierter Sport, das ist noch ein positiver Aspekt, auch noch mehr Zugang zu unverarbeiteten Lebensmitteln oder weniger Convenience-Food. Die Stadt lebt schon stark vom Convenience-Food. Also auf dem Land hast du noch einen Bäcker, der selber backt.
Hast du das in der Stadt? Absolut, genau. Hast du noch einen Metzger in der Stadt, hast du einen Supermarkt und so weiter. Naja, ja, ja.
Das wäre doch mal eine interessante Tendenziell zum Land zählen, aber es gibt definitiv individuelle Unterschiede. Auch die Lebensstandards, was Sport und Essen angeht. Wenn wir um gesund reden, Du musst halt auch wieder rechnen, Luftverschmutzung, Feinstauboxett, Stress. Das ist natürlich auch, je nachdem wo du lebst, in welcher Stadt du lebst, signifikanter Unterschied.
Wenn du jetzt bei Singapur mit Bangkok vergleichst als Beispiel, das sind Welten. Interessante Frage. Ich war auch in China und Taiwan unterwegs und was da wirklich teilweise für Schmock gab. Das sind Probleme, die kennt man hier gar nicht, aber es ist heftig.
Ja, okay. Wolfgang, starten wir rein. Ey, wir haben richtig viele Fragen eigentlich vorbereitet, wahrscheinlich viel zu viele, die das hier sprengen werden. Ich würde ganz kurz starten und zwar mit einer kurzen und knackigen Beantwortung, Wolfgang, kurz und knackig, und zwar aus deinem Newsletter.
Den habe ich vorhin kurz angefangen zu lesen und habe ich gedacht, warum soll ich mir denn die Mühe machen, den zu lesen, wenn ich mir den auch einfach von dir kurz zusammenfassen lassen kann.
Protein nach dem Training und das anabole Fenster
Und zwar, weil die Überschrift, wie wichtig sind denn Carbs und Proteine nach dem Training, Wolfgang? Das würde mich jetzt mal interessieren. Man sagt ja manchmal auch so, du musst sie direkt nach dem Training nehmen. Und dann gibt es ja auch Leute, die sagen, ich habe hier schon meinen Maltodextrin-Kohlenhydrat-Shake, den trinke ich direkt nach dem Training.
Ich muss direkt fuelen. Und dann habe ich aber auch schon die Meinung gehört, du Proteine, da geht es eher darum, wie viel du quasi in general zu dir nimmst und gar nicht direkt darauf wann. Ich weiß, Aminosäuren sind natürlich deutlich schneller aufzunehmen, aber jetzt bin ich gespannt. Erklär es mir, mein Brauner.
Beide haben recht, jedoch müssen beide Perspektiven zusammengelegt werden, dass wir wirklich global einen Blick auf die Stanz haben. Also, wenn du natürlich nur nach dem Training Protein bist und insgesamt viel zu wenig, dann hat das natürlich seinen Nachteil. Denn die Regaperation ist ja nicht nur direkt in den Stunden nach dem Training, sondern geht über 24, 48, 72 Stunden. Gleichzeitig ist es so, wenn du natürlich insgesamt viel Protein isst, aber rund um das Training, wo du grundsätzlich die größte Steigerung der Proteinsynthese hast, ist das natürlich auch ein Nachteil.
Das heißt, quasi viel Protein insgesamt zu essen, aber rund ums Training, vor allem in den ein, zwei Stunden nach dem Training wenig zu essen, ist nichts, was ich empfehlen würde. Denn das ist gut demonstriert. Ich habe am Wochenende auch eine Studie gelesen, die ganz interessant war. Und zwar ging es um Alkohol direkt nach dem Training und den unmittelbaren Effekt auf Muskelproteinsynthese.
Und die haben quasi verglichen gewisse Mengen Alkohol Es wurde 0 und 1 Gramm pro Kilogramm K Alkohol genommen und dann hat man geschaut inwieweit das den Effekt hat auf Proteinsynthese wenn du quasi innerhalb der ersten Stunde innerhalb der zweiten Stunde innerhalb der dritten Stunde trinkst und den signifikantischen Effekt hat es natürlich direkt logischerweise nach dem Training gehabt, was aber in dem Zusammenhang natürlich den Umkehrschluss gibt, dass direkt nach dem Training Proteinsynthese und Leberstoffwechsel natürlich am meisten belastet ist, vor allem aufgrund dieses, quasi der Schaden an der Muskulatur.
Das heißt, dieses Entweder-Oder, man macht ja gerne so ein bisschen dieses, das Enabole-Fenster, das gibt es ja gar nicht, das gibt es, Punkt. Aber es ist natürlich nicht das Einzige, was es gibt. Das heißt, wir brauchen beides. Wir brauchen insgesamt genug Protein und wir brauchen, wenn möglich, unmittelbar nach dem Training, schnell verfügbares Protein.
Wenn du natürlich irgendwie zwei Stunden vor dem Training ein halbes Kilo rotes Fleisch, Steak gegessen hast, dann braucht es natürlich seine Zeit, bis es absorbiert wurde. Das heißt, es ist natürlich nicht so, dass du nach einer Stunde quasi alle Aminosäuren absorbiert hast, während wenn du Steak isst, zwei Stunden wartest, eine Stunde trainierst, sind drei Stunden vergangen. Da ist ja noch immer ein signifikanter Teil von dem Protein aus dem Steak, das aktuell im Dünndarm absorbiert wird. Nichtsdestotrotz müssen wir natürlich auch auf das Gesamtprotein kommen.
Und jeder, der schon mal eine größere Menge Protein gegessen hat, versteht, dass jetzt irgendwie 300-400 Gramm Protein am Tag essen nicht ganz so einfach ist. Was natürlich ein weiterer Faktor ist, der bedacht werden muss. Denn gerade nach dem Training kann ich den Shake trinken. Wenn ich 50-60 Gramm Protein aus dem Shake trinke, dann geht es relativ einfach herunter.
Die gleiche Menge Protein, als Beispiel Fleisch, sind 300 Gramm. Ein Proteinshake versus 300 Gramm Fleisch ist natürlich deutlich einfacher, den Proteinshake zu konsumieren als das Fleisch. Das heißt vor allem dann, wenn ich ambitioniert trainiere und größere Mengen an Proteinen brauche, ist natürlich der Vorteil von so einem Shake nach dem Training, ganz klar überwiegend, während ich die Nachteile, dass er eben so schnell verdaut, ganz gut managen kann. Dementsprechend empfehle ich auch den Whey Shake ausschließlich nach dem Training.
Es gibt ganz wenige Ausnahmen.
Kohlenhydrate und Glykogenresynthese
Wie ist es mit Carbs? Grundsätzlich ist es so, wenn du Kohlenhydrate verbrauchst, je nachdem, was du für ein Training machst, je mehr Kohlenhydrate du verbrauchst, es gibt verschiedene Faktoren, die bestimmen, wie viel Kohlenhydrate du verbrauchst. Einer davon ist natürlich das unmittelbare Volumen. Also wenn ich zum Beispiel 10 Sätze A1 Kniebeugen mache, dann verbrauche ich weniger Kohlenhydrate als bei 10 Sätzen A10.
Ich denke wenn mein Auto zehnmal einen Kilometer f verbrauche ich weniger Sprit als wenn es 10x10 Kilometer f Nat unter Anbetracht der Last den ich bewege Wenn ich natürlich 10x10 mit einer leeren Stange mache versus 10x1 mit 200 Kilo, was verbraucht mehr Kohlenhydrate? Die 10x1. Also das heißt nicht nur das Volumen, das ich bewege, sondern auch Volumen unter Anbetracht des Gewichts. Also wenn jemand 10x10 macht mit 100 Kilo, würde er deutlich mehr Kohlenhydrate verbrauchen, als jemand, der 10x10 mit 40 Kilo macht.
Das heißt, Punkt Nummer 1, die Frage ist, wie viel Kohlenhydrate verbrauche ich? Und dann will der Körper natürlich das Glykogen wieder speichern. Das heißt, die glykogene Resyntheserate ist relativ hoch. Das heißt, ich habe den Glykogenspeicher geleert, der Körper möchte den Glykogenspeicher wieder auffüllen.
Und diese Glykogenresyntheserate ist unmittelbar nach der Belastung am höchsten. Auch das wissen wir. Das heißt, wenn wir hier Kohlenhydrate zuführen, ist der Körper recht effizient darin, dann wieder die Glykogenspeicher aufzufüllen, was natürlich auch ein wichtiger Punkt der Studie war, die ich gestern im Newsletter gelernt habe. Es ging um Wiederherstellung von Leistungsfähigkeit.
Das heißt, wenn ich unmittelbar Kohlenhydrate nach dem Training zuführe, kann ich den Glykogenspeicher schneller auffüllen und stelle somit meine Leistungsfähigkeit für das nächste Training, was ein entscheidender Faktor ist, wieder her. Das heißt, es geht ja nicht nur darum, dass ich quasi von der Belastung regeneriere oder Leistung steigere. Also im Kontext von Glykogen wäre die Leistungssteigerung ein gesteigerter Glykogenspeicher. Das heißt, wenn ich meinen Glykogenspeicher stresse, indem ich ihn weitestgehend leere, dann kommt der Körper und will superkompensieren, sprich er will ein bisschen mehr Glykogenspeicher.
Das wissen wir auch relativ gut. Ein Kilo Muskel in untrainiertem Zustand hat irgendwo so 10, 12 Gramm Glykogen, die es speichern kann. ein trainierter Muskel oder ein Muskel in trainierteren Zustand kann 30 bis 40 Gramm pro Kilo Glykogen speichern. Das heißt, die Fähigkeit des Muskels, mehr Glykogen zu speichern, unterliegt der Superkompensation. Das heißt, ich kann, wenn ich den Muskel entsprechend trainiere, mehr Glykogen speichern, muss aber dafür natürlich logischerweise auch die Kohlenhydrate zuführen.
Wenn ich den Reiz setze, aber keine Kohlenhydrate zuführe, dann werde ich auch nicht mehr Glykogen speichern.
Motivation im Personal Training und Beständigkeit
Ich bin wieder übrigens richtig im Training drin, um in deinen wissenschaftlichen Monologen einzugrätschen. Was machst du? Ich trainiere einfach regelm aber jetzt schon wirklich l Also ich muss sagen ich bin langsam wieder so ein bisschen in Shape Wei du es gibt immer so ich trainiere nicht nach Trainingsplan sondern ich trainiere f die Stra und f Leben Und ich mache das so nach Gef und habe dann auch schon so eine Idee okay, natürlich wechsle ich auch meine Trainingsprogramme und gehe mal mehr auf Kraft, mal mehr auf Volumen und gucke, je nachdem, wann ich an Deckeneffekt komme, dass ich es wieder umstelle.
Ich merke aber zum Beispiel, wenn ich wenig Zeit habe, dann trainiere ich nur das, was mir wirklich Spaß macht. Also dann trainiere ich erstmal nur Oberkörper und dann auch wirklich nur die Übungen und ich mache viel weniger Sätze, habe ein viel kleineres Volumen. Wenn ich dann merke, irgendwann stabilisiert sich das. Also ich muss sagen, ich trainiere seitdem ich 15 bin und trainiere eigentlich schon immer.
Und die längste Zeit, in der ich nicht trainiert habe, waren vielleicht drei, vier Monate. Aber es gibt natürlich Phasen, in denen ich sehr motiviert und ambitioniert bin und welche, in denen ich es nicht bin. Und jetzt gerade ist echt so eine Phase, schon seit, würde ich sagen, vier, fünf Monaten, da trainiere ich sehr, sehr regelmäßig und dann merke ich auch, ich fange wieder an Beine zu trainieren, also ich mache jetzt mal wieder so, ich habe jetzt mal easy mit 90 Kilo Kniebeugen gemacht, das war wirklich, also relativ easy, dann Kreuzheben mit 100, gar kein Problem, also ich könnte glaube ich jetzt sofort aus dem Stand wieder 160 heben, aber ich will mich immer so langsam hoch trainieren und Beinbeuger mache ich wieder, Waden trainiere ich, Also wenn ich Beine anfange zu trainieren, dann merkst du, okay, ich meine es wieder ein bisschen ernster.
Ist ganz geil. Und ich habe auch wieder richtig Bock. Ich freue mich auch jetzt gleich. Ich habe jetzt im Anschluss noch ein kurzes Tüftel naht und danach gehe ich trainieren.
Da habe ich schon wieder richtig Bock drauf. Training ist schon geil, wenn man drin ist. Training tut echt weh, wenn es nicht drin ist. Das ist übrigens, glaube ich, etwas, was PhysiotherapeutInnen und TrainerInnen müssen da auch. das vergisst man oft, wie lange dieser Weg dorthin war, bis es Spaß macht.
Also weil wir stehen da ja auf der Trainingsfläche, weil wir eine Leidenschaft dafür haben. Und wenn du jemanden hast, der gar keine Leidenschaft hat und gar keine Bührungspunkte, für den ist das erstmal nur anstrengend und nur schmerzhaft und nur mit Muskelkater assoziiert. Die haben noch gar keinen Joy. Das dauert wirklich eine Zeit, bis man irgendwann diesen Schmerz, so krank das auch sein mag, aber genießen kann.
Das ist echt ein Weg.
Der Zinseszinseffekt von regelmäßigem Training
Ich habe am Samstag oder auf Social Media ging ein Post online zum Thema Zinseszinseffekt. Wie war diese Website, die du mir vor ein paar Monaten noch schon mal genannt hast? Ich glaube, zinseszinsrechnerfinanzfluss.de. Die haben so ein Zinseszinsrechner, Rechner.
Jeder, der ein bisschen Begeisterung für Zahlen hat, einfach mal so einen Zinseszinsrechner verwenden und schauen, was da rauskommt, wenn du quasi diesen Zinseszinseffekt, diesen Combounding-Effekt hast. Und der Post, der am Samstag online ging, geht exakt zu dem Punkt, dass quasi Training, es geht darum, dass du regelmäßig einzahlst und nicht eben diese Pausen machst. Denn gerade wenn du lange Pausen machst, bis du dann wieder reinkommst und sich gut anfühlt, dauert seine Zeit. Während wenn du konstant drin bleibst, ist ja im Endeffekt nichts anderes als der Zinseszinseffekt.
Ich habe Charlie Munger zitiert, eines meiner favorite Zitate von ihm ist, the first rule of compounding is never unnecessarily interrupt the process. Nicht einfach mal zwei Wochen nicht trainieren oder vier Wochen nicht trainieren. Jetzt sage ich dir mein Lieblingszitat von Charlie Munger, auf Deutsch übersetzt, ich kann Ihnen nicht sagen, wie Sie schnell reich werden, aber ich kann Ihnen sagen, wie Sie schnell arm werden, indem Sie versuchen, schnell reich zu werden. Finde ich sehr gut für das.
Vor allem in Zeiten von diesen ganzen Krypto-Bros und Immo hast du nicht gesehen. Aber das ist auch genau der Punkt, deswegen denke ich dann immer, ey, bevor ich nichts mache, mache ich lieber ein bisschen. Und mache dann wirklich nur die Übungen, die mir Spaß machen, weil ich mich damit viel leichter aufraffen kann. Und wenn ich dann sage, okay, ich habe jetzt eigentlich keinen Bock, aber komm, geh hin, machst du Bankdrücken, einfach auf einen schweren Satz steigern und mach danach, keine Ahnung, und wenn es nur Cablecross ist, also ich mache jetzt kein Cablecross als zweite Übung, aber wenn du sagst, ich mache nur Bankdrücken, Cablecross und einmal Trizeps am Seil, ey, das sind jetzt wirklich kein hartes Training, aber dann warst du da, du fühlst dich besser und die Wahrscheinlichkeit, dass du das zweite Mal die Woche gehst oder nächste Woche, ist deutlich größer, weil du dieses gute Gefühl mitnimmst.
Trainingspläne vs. intuitive Bewegung
Ich finde, da darf man sich dann, jetzt bin ich echt gespannt, was du dazu sagst, da darf man sich dann nicht zu krass an so Trainingspläne binden. Ein Trainingsplan ist fantastisch. Also das ist, ein Trainingsplan ist, Achtung, jetzt eine wunderbare Analogie, Wolfgang, wirst du lieben. Ein Trainingsplan ist wie ein präzises Navi.
Das bringt dich von A nach B und zwar möglichst strukturiert und schnell. Aber wenn du im Urlaub bist, dann brauchst du manchmal gar kein Navi, sondern du kannst auch einfach mal durch die Straßen schlendern. Eine wunderschöne Metapher. Ah wundersch Und ich bin der Typ der sich im Training eher so dauerhaft im Urlaub befindet Weswegen ich aber auch so entspannt bin Aber das ist ja trotzdem immer noch ein Plan.
Der ist ja nicht so strukturiert. Also ich bin ja auch, Beispiel, etwas, das ich gerne empfehle. Seitdem du deinen Sohn und mich betreust, bist du so ein weicher Typ geworden. Stimmt nicht.
Anpassung des Trainings an einen stressigen Lebensstil
Sondern es gibt ja grundsätzlich immer Varianten beziehungsweise verschiedene Wegen, wie man im Prinzip auslegt. Beispiel eine Sache, die ich sehr gerne empfehle, ist für jemanden, für den es wirklich schwierig ist, ins Gym zu gehen und wenn du Student bist und nur Dienstag bis Donnerstag Vorlesungen hast, dann ist es für dich wahrscheinlich viel einfacher ins Gym zu gehen, als wenn du zum Beispiel einen Job hast, wo du leitende Positionen, viele Entscheidungen, viele Dinge, die außerhalb des Plans laufen, also leitende Position heißt meistens oh, es ist 15.59 Uhr, in einer Minute gehe ich nach Hause, das läuft da nicht, dass die Tage einfach nicht so planbar sind und dann in den Gym zu gehen mit Umziehen und so weiter sind wir ganz schnell bei eineinhalb Stunden, wenn es auf dem Weg liegt.
Für so jemand Klimmzugstange zu Hause. Und dann ist es jetzt nicht, dass du fünf Sätze machst, sondern mit 5.0, 1.0 Tempo und 120 Pausen, sondern einfach mach ein bisschen was. Wenn du vorbeiläufst, mach ein, zwei Wiederholungen oder wenn du abends spät nach Hause kommst, mach nach zehn Minuten was. Habt ihr gesagt, du machst was, da musst du jetzt nicht aufschreiben, wie viel du gemacht hast, sondern mach ein bisschen was, dass du ein Reiz gesetzt hast.
Natürlich wäre es besser, du gehst ins Gym und so weiter, aber das funktioniert eben unter manchen Umständen, in gewissen Jobs funktioniert das einfach nicht. Punkt. Es gibt andere Prioritäten, deswegen ist es wichtig, das Prinzip so zu adaptieren, dass es für dich funktioniert. Und da ist besser, du gehst eine halbe Stunde mal kurz laufen oder du machst ein paar Glimmzüge oder je nachdem, was dein Trainingsstatus ist, du hast im Garten an der Schaukel von den Kindern ein paar Ringe hängen und machst da ein bisschen was.
Also irgendwas machen ist besser als nichts machen. Was mit Struktur machen ist besser als irgendwas machen. Das heißt, das erste Ziel ist, eine gewisse Regelmäßigkeit in eine saubere Ernährung reinzubekommen, eine gewisse Regelmäßigkeit in Bewegung und Training reinzubekommen und je strukturierter das ist, je besser dein Navi funktioniert, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass du ankommst. Aber am Ende vom Tag das Ziel ist, dass du irgendwas machst.
Ja, genau, 100%. Geil Wolfgang du hast glaube ich noch irgendeine Frage Ey und gibt es eine Hamza Es gibt eine Hamza Direkt nach dem Podcast von letzter Woche ist mir eingefallen was die war von der ich so begeistert war Ja, jetzt bin ich gespannt. Wollen wir sie jetzt machen? Komm, wir machen sie jetzt.
Die Herkunft des Begriffs 'Hotdog'
Und zwar, ich liebe auch deine Abwandlung von Ja, ein klares deutsches Ja zu Ja. Wir haben ja mittlerweile eine Unterrubrik von Hamza fragt. Hamza fragt. Hamza fragt.
Hamza fragt. Eine Frage, die uns alle packt. Diese Unterrubrik ist mein Sohn fragt. Und er hat regelmäßig Fragen, auf die ich keine Antworten habe.
Das ist kein Problem. Das kriege ich hin. Deswegen, Thomas. Ja.
Warum heißt dein Hotdog, Hotdog. Ach du Scheiße. Gut, die einzige logische Erklärung, die ich mir vorstellen könnte, ist, dass die Wurst aussieht wie ein Dackel und weil es warm ist, ist es ein warmer Dackel. Die Richtung ist tatsächlich gar nicht so off.
Ja, okay Mehr fällt mir jetzt nicht ein Es waren deutsche Einwanderer Die Brühwürste aus Deutschland mitgebracht haben Wie Frankfurter oder Wiener Würstchen Nach den USA, New York oder was Genau, New York 19. Jahrhundert Und nachweislich wurde 1901 Zum ersten Mal der Begriff Hotdog Verwendet Und zwar wurde der ursprüngliche Titel war für diese Brühwürste Die du in Brötchen serviert hast Dachshund-Sausages. Und weil das wohl jemand nicht aussprechen konnte oder weil es zu lang war für dieses Cartoon, wo es das erste Mal drin war, da ist man sich nicht so ganz einig, hat er statt Dachshund-Sausage einfach heißen Hund-Hotdog verwendet.
Ah, okay. Das heißt, der heiße Wurst im Brötchen wurde so vor gut 100 Jahren zum Hotdog. Sowas kannst du aber auch einfach ein bisschen oldschool abwickeln und sagen, Das erklärt dir deine Mama. Ich habe jetzt keine Zeit Ich habe jetzt keine Zeit Der Papa muss es schaffen Gehen wir zur Mama Auch einfach mal wieder die Verantwortung abschieben Wolfgang Begriffe des Alltags, wo es einen Moment dauert, bis wir eine klare Definition haben oder eine kurze Recherche dauert, das ist schon faszinierend.
Ja, brutal. Ich finde es auch krass, dass du als Kind früher aufgewachsen bist und einfach gewisse Dinge nicht wusstest oder auch nicht geklärt bekommen hast. und das gibt es einfach heute nicht mehr. Du kriegst mit Chat oder mit Google kriegst du einfach alles geklärt. Wenn du die richtige Antwort kriegst.
Habe ich dir jemals diese Geschichte erzählt mit wie viel du älter bist als ich? Nee. Das ist ein Weichen her. Irgendwie kamst du, wurdest du Thema und dann hat er mich gefragt, wie viel älter du wärst als ich.
Und dann war ich so, ich bin sechs Jahre älter als Thomas. Und dann war er so, er hat sich nicht eingeguckt und hat gemerkt, in seinem Kopf ist irgendwie so, nee, nee, nee, nee, nee. Und dann war er so, nee, nee, nee, nee, nee. Aber Thomas ist ja größer als du.
Ja. Und auch intelligenter. Ja, genau. Weil du stellst ja Thomas jede Woche eine Frage, die er fast immer richtig beantwortet.
Ja, witzig. Okay, also das war seine Assoziation. weil ich größere mich nicht älter. Ja klar, die größeren Kinder sind älter, also Thomas ist größer als Papa, also ist Thomas älter. Und dann war er so, okay, dann muss ich ihm erklären, so, ja, ja.
Klar, bei Kindern ja, aber bei Erwachsenen gibt es Größenunterschiede. So wie der eine braune Haare hat, der nächste blonde Haare hat, so ist auch, ah, okay. Aber das ist richtig im Kopf so, der Kopf hat geratert und zwar so, nee, nee, nee, nee, nee. Moment, das macht doch gar keinen Sinn.
Das Schöne ist ja, das Schöne ist ja, dass Kinder ja, auch eine vollkommene Logik verfolgen. Also die fragen ja häufig nicht irgendwie, weil sie so ins Blau fragen, sondern die haben sich da ja irgendwie schon so einen Gedanken gemacht. Wahnsinn, witzig, sehr lustig. Sehr lustig.
Ja, wenn du eine kleine hast, ansonsten ist es zeitlich zu sehr vorangeschritten. Ich weiß, welche Themen du noch hast und ich finde die Themen sehr gut. Vor allem auch die Stabi-Frage finde ich sehr gut. die würde ich auf jeden Fall auf nächste Woche verschieben um mir ganz einfach noch so ein bisschen mehr Raum einzuräumen, den es verdient hat. Deswegen, hast du noch eine Hamza?
Fragt eine kleine?
Abschlussbemerkungen und Zusammenfassung
Nee. Okay. Aber dann haben wir doch trotzdem wieder die Woche gefüllt. Wolfgang, es war eine sehr unterhaltsame Folge.
Ich wünsche allen eine wunderschöne Woche. Geleset die letzten Sommertage. Erfreut euch des Lebens. Geht trainieren.
Trainiert auch mal Beine. Ihr müsst nicht immer mit Navi fahren. Ihr könnt euch auch einfach im Urlaub mal treiben lassen. Trinkt guten Kaffee und kauft euch ein neues Bett.
Liebe Grüße und eine gute Woche. Bis bald. Dem schließe ich mich an. Ciao.
Gute Woche.