Zukünftige Forschung und Technologie im Fitnessbereich
Alright, Wolle. Ey, starten wir rein. Und zwar, ich habe eine ganz interessante Frage geschickt bekommen, die würde ich gerne aufnehmen. Ich freue mich immer, wenn ich Fragen geschickt bekomme.
Und die Frage ist jetzt nicht abgesprochen, deswegen ich stelle sie dir und dann müssen wir vielleicht ein bisschen gemeinsam kurz darauf rumdenken. Also, Jakob, liebe Grüße, vielen Dank für die Frage, hat geschrieben, hey Thomas, Thematik für den Podcast, ihr helft sehr vielen Therapeuten und Trainern wie mir mit vielen Fragen und Anliegen, daher mal die Frage, Achtung, Welche Forschungen oder neuen Erkenntnisse und Entwicklungen würden Wolfo und dich in den kommenden Jahren in den großen Bereichen der Therapie und des Trainings interessieren? Wo wünscht ihr euch neue Kenntnisse und Durchbrüche in Forschung der Fitnesswissenschaft, Therapie und Medizin?
Liebe Grüße. fand ich eine spannende Frage. Habe ich gedacht, Wolfgang, welchen Bereich würdest du dir denn mehr Erkenntnisse oder mehr Durchbrüche wünschen?
Datentracking und Echtzeit-Blutzuckermessung
Das ist eine Frage, die ich mir tatsächlich selber regelm stelle um da dann auf verschiedene Bereiche mehr Fokus zu haben Und der Bereich wo ich aktuell das meiste Potenzial sehe ist Technologie zum Tracking von Daten Das ist natürlich nichts Neues, sondern eine simple Blutzuckeranalyse mit Lanzette und einem Streifen. Das gibt es ja schon seit Jahrzehnten. In den letzten Jahren ist es ein bisschen mehr geworden. Jeder, der meine Arbeit im Detail verfolgt, weiß, dass ich ein großer Fan bin von den Echtzeit- Blutzuckermessgeräten.
Freestyle Libre ist der Klassiker. Das ist auch schon zehn Jahre her, dass ich damit das erste Mal zu tun habe. Damals war das Gerät einfach viel zu teuer. Das erste Gerät, von dem ich Daten bekommen habe, war ein paar Tage 800 Euro.
Und dann kam Freestyle Libre irgendwann in die Ecke. Das waren zwei Wochen 59 Euro für den Sensor. Und das war dann das erste Mal. Okay, nun kann ich es in vielen Fällen einsetzen.
Also einfach Rechnung, ein paar Tage für 800 Euro, wer macht das schon? Wer hat 59 Euro für zwei Wochen, 118 Euro für einen Monat? Das ist was, das bekommen die, die wirklich interessiert sind, mehr Daten zu erfassen, hin. Und die große Frage, also der Punkt mit Daten, wir hatten es ja auch schon über den Auerring erst vor ein paar Folgen, Daten sind gut, wenn man was damit macht.
Je einfacher man Daten erfassen kann, die man dann tatsächlich analysiert und basierend auf denen man etwas verändert oder eben auch nichts verändert, desto besser. Und gerade in den Gebieten Training und vor allem Ernährung, wo Chaos so oft verbreitet ist und mit Chaos meine ich quasi kognitives Chaos. Man hört so viel von verschiedenen Ecken und am Ende vom Tag kommen dann so Sachen dabei raus, wie es ist wichtig, dass man sich ausgewogen ernährt, also quasi von allem ein bisschen, also quasi immer auf das, auf das ich gerade Lust habe. Oder so Aussagen wie am Ende vom Tag ist es halt immer individuell.
Ja, aber am Ende vom Tag nein oder auch einer meiner Favorites quasi, ich habe ein IQ über 100, aber habe keine Ahnung, dann sage ich, es kommt drauf an. Das sind so Antworten so, nein. Das ist eine Chaos-Antwort, die am Ende vom Tag sagt, ich habe nicht wirklich Ahnung, aber ich will halt irgendwas sagen, das halt irgendwie so halb Sinn macht. Je mehr Daten wir haben, desto mehr können wir prüfen, okay, funktioniert das, was wir machen?
Ja, machen wir weiter. Funktioniert das nicht? Nein, müssen wir was ändern. Und je einfacher wir Daten erfassen k desto einfacher wird es zu schauen okay bringt es uns dem n wo wir hinwollen oder bleiben wir da wo wir sind f den Fall dass das unser Ziel ist Und gerade wenn das mehr integriert wird, zum Beispiel mit einem Telefon, das jeder bei sich hat, desto einfacher wird es, in dieses Chaos Struktur zu bringen. und desto einfacher wird es für die, die wirklich Fortschritt wollen oder die, die wirklich effektiv Trainingernährung gestalten wollen, herauszufinden, okay, ich mache das, bringt das was?
Ja, weitermachen. Ich mache das, bringt das was? Nein, was anderes machen oder das eben nicht mehr machen. Das ist ja auch immer eine Frage von, jeder hat nur ein Budget von so viel Zeit und Ressourcen.
Das heißt, du kannst nicht 35 Sachen machen, sondern das Ziel ist ja immer rauszupicken, was kann ich machen, das in meinem Alltag einfach und für mich einfach integrierbar ist und das rauszufinden und da ist es im Endeffekt das große Thema Technologie und Tracking und ich bin überzeugt, dass es da in den nächsten Jahren noch einige große Sprünge geben wird, wie wir noch einfacher Daten erfassen können.
Funktionelle Zusammenhänge und Kausalität in der Therapie
Geil. Ich würde mir wünschen, dass wir mehr, ja so ein bisschen mehr, wie soll ich das denn sagen, ein bisschen mehr diese funktionellen Zusammenhänge untersucht bekommen. Denn klar, ich habe über 10.000 dokumentierte Patientenbehandlungen und ich kann dir quasi, das ist ja so das, was die Leute immer so begeistert, ich kann dir deine Probleme quasi alle vorhersagen, wenn du auf der Behandlungsbank liegst, ohne dich anzufassen. Ich gucke mir zwei, drei Sachen an und danach kann ich dir sagen, die Hüfte funktioniert in der Beugung schlecht, die funktioniert besser, hier ist die Innenrotation eingeschränkt, die Muskulatur hat Spannung, der Unterschenkel wird immobil sein und, und, und, und.
Das kann ich dir alles vorhersagen, weil diese Zusammenhänge für uns oder für mich klar herausgearbeitet sind. Und das würde ich gerne einfach so ein bisschen mehr in die breite Öffentlichkeit getreten wissen, weil es die Medizin wirklich verändern könnte. Also so ein Beispiel wie, ich hatte letztens einen Patienten, habe ich das eigentlich im Podcast erzählt, der Maschinenbau studiert hat und der mir auch erklärt hat, dass sehr viel bei denen mit Plausibilitätsprüfung abläuft. Glaube ich, hatte ich erzählt.
Und diese Plausibilitätsprüfung, da versagt die Orthopädie und so ganz häufig. Also so Sachen wie zum Beispiel wie entsteht eine H frage ich regelm in Seminaren dann ist die Antwort ah ok aber sind wir doch mal plausibel das ergibt doch keinen Sinn weil dann m doch eigentlich der K des Menschen funktioniert f jeden ziemlich gleich habe ich auch schon tausendmal erkl aber wenn man sagen w ok Sitzen ist eine extrem krasse Belastung auf die H dann k man ja vorhersagen dass jeder der lange sitzt auch irgendwann eine H bekommt tut er aber nicht Wenn man sagt, okay, Laufen und Joggen, das ist ein hoher Impact, dann könnte man ja vorhersagen, dass jedes Kind, das anfängt Fußball zu spielen und jeder, der, weiß ich nicht, bis er 28 ist, Fußball spielt und danach vielleicht sogar noch Joggen geht, der müsste ja per se irgendwann eine Hüftarthrose bekommen.
Tut er aber nicht. Der eine bekommt sie, der andere bekommt sie nicht und das hat einfach mit Körperstatik zu tun. Wenn das Becken und damit auch die Hüftpfanne im Raum verändert stehen, hast du eine veränderte Belastungsverteilung auf den Hüftkopf und wenn der Hüftkopf nicht mehr gleichmäßig oder axial belastet wird, dann nimmt er irgendwann über Zeit einen strukturellen Schaden. Das ist ganz einfach wie bei so einem Ei.
Wenn du eine Eierschale hast und die belastet sie axial, dann kann die richtig viel Gewicht aushalten. Wenn sie ein bisschen schief im Raum steht, bricht die Statik und die Eierschale geht kaputt. Exakt genau so ist es. Und das würde ich sehr gerne irgendwie ein bisschen noch weiter untersucht wissen, weil es unfassbar viel verändern würde.
Probleme konventioneller orthopädischer Beratung
Sehen wir doch mal ehrlich, wenn du heute eine Achillessehnenentzündung hast, was ist denn da der Advice? Der Advice ist, dass du irgendwie kriegst Einlagen, okay, dann kriegst du eine Sportpause, Entlastung oder du machst exzentrisches Training. Aber die Frage, woher kommt denn diese Achillessehnenentzündung, die stellt sich keiner. Also ja, am Ende ist es immer Überlastung oder zu enge Schuhe oder so.
Aber dann müsste doch Entlastung und andere Schuhe die Lösung des Problems sein, sind sie aber nicht. und das ist wirklich Wahnsinn, dass wir da jeden Tag in der Praxis Patienten haben, denen wir dann echt nachhaltig helfen können, die von überall herkommen. Übrigens, wir haben 200 Google-Bewertungen geknackt, bin ich unfassbar stolz. Also das hat mich wirklich unfassbar stolz gemacht, dass das Team, also jeder Einzelne und ich gemeinsam, dass wir da so eine geile Leistung über jetzt fast zehn Jahre bringen. Das ist krass, nächstes Jahr sind es zehn Jahre, Wolfgang, die Praxis.
Okay. Also da würde ich mir einfach noch so ein bisschen mehr Forschung wünschen, weil ich glaube, dass man und das klingt jetzt so St. Martins-mäßig, aber dass man wirklich sehr vielen Menschen nachhaltig helfen kann, die ja auch ein Stück weit verzweifelt sind. Das ist doch, hast du so eine Ellenbogenreizung, was ist die Therapie?
Spritzen rein, Stoßwell drauf und vor allem kriegst du halt einfach so, Diese Manschette, die du drüberziehst. Und da hast du Leute, die kommen dann, die gehen dann, die gehen seit Jahren zum Tennis und haben immer diese Manschette. Und ohne die geht es nicht. Aber man fragt sich auch nicht, wo kommt es auf einmal her.
Ich könnte die ganze Zeit so weitermachen. Also das ist ein bisschen dünn. Und da hoffe ich, dass mehr kommt. Jakob, auf jeden Fall vielen, vielen Dank.
Sehr gute Frage. Das fand ich ziemlich spannend. Das heißt, dein Punkt war mehr Kausalitätsforschung im Bereich Biomechanik? Ja, ganz genau.
Perfekt auf den Punkt gebracht. Wolfgang. Sehr schön.
Stabilitätstraining im Profisport
So, du hast auch noch eine Frage und zwar seit letzter Woche schon auf der Liste. Ich habe zwei sogar. Bring the action. Stubby oder Splitsquad?
Du darfst wählen. Stubby. Frage haben wir per E-Mail bekommen, weil tatsächlich beide Fragen kamen von derselben Person. Sie sind ein bisschen ausführlicher, deswegen habe ich auch zu beiden einen Artikel geschrieben, so technisch tiefere Fragen.
Mach mal einen Artikel, da habe ich ein bisschen mehr Zeit. Der ist aber noch nicht online, der geht Ende September online. Hier vorab schon mal für alle, die den Podcast hören, eine Kurzübersicht. Und zwar die Frage ist, hallo Wolfgang, in Sportarten wieder leichter.
Warum wurde ich nicht gegrüßt? Nein, sorry, warum ich nicht? Ich glaube, ich habe nur die Frage rausgenommen. Ich glaube, es war sogar ein Absatz in dieser E-Mail.
Vielleicht war es bei ihm oder vielleicht weiß ich nicht. Es war ein kompletter Absatz darüber für den Fall, dass Thomas fragt, ob fünf Sterne gegeben wurden. Ist die klare Antwort ja. Das war die Kurzversion dieses Absatzes.
Der Absatz zu Thomas und den Fünfsternern war tatsächlich identisch mit den jeweiligen Absätzen zu den Fragen. Ich habe es rausgekürzt. Nochmal von vorne. Hallo Wolfgang, in Sportarten wie der Leichtathletik gelten die sogenannten Stabis, also Stabilisationsübungen für Rumpf, Rücken und Bauch, als unverzichtbarer Bestandteil des Trainings.
Viele sagen sogar, dass alle Profis sie machen. Wenn ich Wolfgangs Trainingsansatz richtig verstehe, wären solche Übungen aus seiner Sichtweise nicht so zielführend, weil kein großer Muskelzuwachs erzielt werden kann und diese Muskelgruppen ohnehin indirekt mittrainiert werden. Könnt ihr bitte dazu kurz Stellung nehmen? Ich glaube, dass da unsere Meinungen vielleicht tatsächlich ein Stück weit auseinander gehen.
Ich habe jetzt schon Angst davor Da bin ich aber gespannt Nein nein nein
Definition von Stabilität und Kraftabsorption
Ich bin halt mehr ein gro Fan von zielf Diskussionen Also grunds wenn wir das Thema Stabilit angehen m wir Stabilit definieren Stabilit ist die F Kr zu absorbieren mit keiner oder minimaler Bewegung Je mehr sich etwas bewegt, desto weniger stabil ist es. Ein Beispiel, das ich gerne gebe, ist der Unterschied zwischen einem Draht und einem Eisenträger. Den Draht kannst du sehr einfach verbiegen. Er ist nicht besonders stabil, während der Eisenträger, wie man ihn zum Beispiel beim Bauen von Hochhäusern verwendet, eine wesentlich höhere Stabilität hat.
Das heißt, es ist wesentlich schwieriger, ihn zu verbiegen. Er kann deutlich mehr Kräfte absorbieren.
Stabilität unter hoher versus niedriger Last
Wenn wir aber von Stabilität vor allem in diesem Kontext sprechen, müssen wir zwischen zwei verschiedenen Arten der Stabilität differenzieren. Stabilität unter geringer Belastung, ich würde mal sagen, dass ein Punkt, den quasi alle diese Stabilitätsübungen oder die absolute Mehrheit dieser Stabilitätsübungen gemeinsam haben, ist, dass mindestens drei Extremitäten gleichzeitig den Boden berühren. Bei vier ist es zum Beispiel der Vierfüßlerstand. Und sobald zwei plus oder drei und mehr Extremitäten den Boden berühren, haben wir keine hohen Kräfte.
Während Stabilität unter hoher Belastung bei Sprint, Sprung, Kniebeuge, Wurf haben wir zwei oder weniger Extremitäten, die den Boden berühren. also zum Beispiel beim Sprint ist es immer ein Bein gleichzeitig, können wir deutlich höheren Kräften und Belastungen ausgesetzt sein. Und das ist wie bei einem Auto, dass eine Bremse bei 10 kmh funktioniert, dass eine komplett andere Bremse als dass eine Bremse bei 52 kmh funktioniert. Ein wichtiger Punkt ist hier, der Übertrag von der einen oder anderen auf die andere Stabilität ist nicht gegeben. Das heißt, nur weil jemand mit 10 kmh gut bremsen kann, heißt es nicht, dass er mit 250 kmh gut bremsen kann.
Das heißt, Stabilität und eine hohe Belastung, es geht in erster Linie darum, hohe Kräfte absorbieren zu können. Und das ist gerade entscheidend im Kontext von Sport, denn die absolute Mehrheit der Verletzungen passiert, wenn hohe oder zu hohe Kräfte wirken. Das heißt, ein Hauptgrund für Verletzungen ist, Es wirken mehr Kräfte, als der Körper an dieser Stelle absorbieren kann. Wenn h Kr wirken als was du absorbieren kannst auf Muskulatur Weichgewebe Knochen usw dann verletzt du dich Je h die Kr in Relation zu dem was du absorbieren kannst desto potenziell gr die Verletzung Und auch, muss man sagen, je kürzer der Bremsweg ist, desto höher die Verletzungsgefahr ist auch.
Also zum Beispiel, Klassiker, eingeschränkte Sprunglängsbeweglichkeit ist vielleicht in unserem Podcast primär damit assoziiert, dass die Kniebeugenfähigkeit eingeschränkt ist und das stimmt auch. Aber auch wenn du jetzt Sportarten machst, stell dir mal vor, ein Fußballer kommt aus einem geraden Sprint und muss bremsen, dann entscheidet natürlich auch die Dorsal-Extension, also die Beweglichkeit im Sprunggelenk darüber, wie lang ist der Bremsweg. Wenn die eingeschränkt ist, dann hast du einen kürzeren Bremsweg, dann schlägt es mehr auf die Gelenke. Wohingegen, wenn du einen langen Bremsweg hast, hast du einfach einen smooth-abremsen.
Stell dir vor, du fährst auf eine Ampel zu mit 30 und machst eine Vollbremsung versus du bremst schon 20 Meter vorher smooth ab. Entsprechend weniger kriegt die Karosserie ab. Was hochinteressant wäre, das muss ich nachher googeln, das Beispiel verhält mir sehr gut, was den Bremswerk angeht, wie schnell kann ein Formel 1 Wagen von 200 auf 0 runterbremsen? Wie schnell kann ein Sportwagen von 200 auf 0 runterbremsen?
Und wie schnell kann ein SUV von 200 auf 0 runterbremsen? Ich bin einmal G-Klasse gefahren und da bin ich ins Mühltal damals noch, wo die Praxis waren, da ging es so ein bisschen bergab. Und dann habe ich einmal fester gebremst und das war unglaublich. Du merkst, wie das Gewicht des Wagens auf die Bremsen schiebt.
Und da hast du gemerkt, boah, Alter, das ist wirklich ein Panzer. Also du musst das Ding anders fahren. Du kannst es nicht fahren wie ein normaler Dreier-Bem oder ein Audi A3. Das ist wirklich ein komplett anderes Auto.
Sorry. Das muss ich mal schauen. Das ist ein gutes Beispiel. je mehr Kräfte diese Bremsen absorbieren können, desto schneller kannst du runterbremsen. So einfach.
Ich bin echt gespannt. Vielleicht sollten wir wetten. Wie viel schneller ist eine Formel 1 Bremse oder wie viel effektiver ist eine Formel 1 Bremse beim Runterbremsen? Ja gut, ich glaube einfach, der Fakt allein, dass das Auto so wenig wiegt und wenig Schub noch mit auf die Bremse kommt, ist ja auch neben der krassen Bremskraft auch noch ein krasser Fakt.
Dann ist die Frage, ich habe einen Freund von mir, der ist tief in Autos drin, dann ist die Frage, wenn eine Formel 1 Bremse in einer G-Klasse verbaut wäre, wie viel effektiver wäre diese im Runterbremsen als das was ist In einer G wird schon eine sehr gute Bremse verbaut sein Also wenn man den Faktor Gewicht rausnimmt Aber was wiegt ein Formel Ich kann es nicht sagen Keine Ahnung. Wenig. Ich bin vor kurzem vor dem Original-Formel-1-Wagen gestanden. Etwa in Maranello?
Genau. Ich bin sogar in dem gleichen, aber das habe ich erzählt, ich bin so einen Formel-1-Simulator gefahren. Also ich bin in so einem echten, Einsteigen war nicht ganz so einfach, Aussteigen war auch mit Mühen verbunden. in so einem Formel-1-Simulator gesessen und gefahren. Was mich auch verwundert hat, kompletter Druck auf die Bremse.
Bei so einem Formel-1-Wagen waren da, glaube ich, 25, 30 Kilo. Und ich war sehr verwundert, wie stark ich drücken muss. Und dann hat mir der Kerl, der mich da eingeführt hat, hat mir dann erklärt, dass es ähnlich ist beim Formel-1-Wagen. Beim Formel-1-Wagen sind es etwa 80 Kilo, wenn ich mich richtig erinnere, die du voll auf die Bremse bringen musst, sodass die komplett zieht.
Aber anderes Thema. Auf jeden Fall, quasi eine bessere Bremse kann mehr Kräfte absorbieren und bremst sich deshalb schneller runter. Das heißt, wir müssen zum einen differenzieren zwischen Stabilität bei hoher Belastung, Stabilität bei niedriger Belastung. Wir müssen verstehen, dass der Übertrag von einem oder anderen nicht besonders hoch ist.
Und wir müssen auch verstehen, dass vor allem im Kontext von Verletzungen im Sport, Verletzungen bei hoher Belastung, bei Verletzungen, wenn hohe Kräfte wirken, wesentlich relevanter sind. Das heißt, die Fähigkeit des Körpers, Kräfte zu absorbieren, ist entscheidend zur Verletzung Stabilität. Haben so Stabilitätsübungen trotzdem noch ihren Platz? Ja, wenn es Stabilitätsübungen oder wenn es Aktivierung bei niedrigen Belastungen ist.
Nicht, wenn es darum geht, tatsächlich Stabilität zu trainieren. Aber ich glaube, der wichtigste Punkt in dem Ganzen, den ich gern mache und den ich regelmäßig mache und der verstanden werden muss, ist dieses Argument, aber alle Profis machen das oder viele Profis machen das. Ich verstehe die Logik dahinter, aber sie macht keinen Sinn. Ganz einfach.
Wir müssen davon ausgehen, dass in 50 Jahren wir zurückschauen auf das Training der Leichtathleten oder Profisportler heute. Und ein Teil von dem, was heute gemacht wurde, ist so, ah, das haben die damals schon gemacht, sehr gut. Ein Teil davon wird sein, okay, das war Zeitverschwendung. und ein Teil davon wird definitiv sein, das war kontraproduktiv. Ja, ja, ja.
Und wer nicht davon ausgesucht, geht, ist einfach nur ignorant. Denn es war in der Vergangenheit so, es wird in Zukunft so sein. Quasi so, wie man irgendwann verstanden hat, dass Milchschnitte jetzt kein geiles Sportleressen sind. Guter Punkt.
Ein Teil von dem, was heute gemacht wird, ist nicht nur Zeitverschwendung, sondern ist kontraproduktiv, weil es Ressourcen kostet. Und jetzt ist die große Frage, gerade im Kontext von Sport, wenn du besser sein willst als der Rest, musst du zwei Dinge verstehen und umsetzen. Das ist erstens, was machen alle anderen, das dafür sorgt oder was machen die Besten, das dafür sorgt, dass sie so erfolgreich sind und zweitens, was machen die Besten nicht, was sie machen könnten, das sie erfolgreich macht. Und wenn du die beiden Sachen kombinierst, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du besser wirst als die besten, sehr hoch.
Inversions-Prinzip und wissenschaftlicher Fortschritt
Und das Charlie Munger, wir hatten das letzte Mal über Charlie Munger, ein seiner grundsätzlichen Prinzipien, von dem ich ein großer Fan bin, ein Zitat von ihm ist, invert, invert, invert. Also invertieren heißt, es aus der anderen Richtung zu sehen. Ein Beispiel von ihm ist, viele fragen sich, was ist ein gutes Investment oder was wäre ein gutes Investment? Von der Frage ist er kein Fan, sondern seine Frage ist in erster Linie, was wäre ein schlechtes Investment?
Denn wenn ich identifiziere, was ein schlechtes Investment ist und automatisch das nicht mache, ist es viel einfacher, gute Investments zu machen. Safe, ja. Und so auch bei dem Thema Training. Was von dem Training, was gemacht wird, ist tatsächlich nicht zielführend.
Wenn ich das nicht mache, dann mache ich automatisch mehr von dem absolut und prozentual, von dem das Zielführende ist. und auch eine Anekdote, die ich im Podcast schon mehrfach erzählt habe, von der ich ein großer Fan bin, ist als Prof. Dr. Dr. Dietmar Schmidbleicher von der Goethe-Uni in Frankfurt, einer der wichtigsten Sportwissenschaftler im Bereich Krafttraining ever, der hat einige Seminare im YPSI in Stuttgart gehalten und eine Anekdote, die er erzählt hat, fand ich großartig, weil wenn ein Wissenschaftler, und zwar ein echter Wissenschaftler, keiner von den Instagram-Wissenschaftlern, so einen Punkt macht, dann ist das, was die ganzen Instagram-Wissenschaftler lernen sollten und die Geschichte, ist die, im Endeffekt hat er gesagt im Seminar, als es um das Thema Sportwissenschaften und deren Validität ging, dass wenn er vor 300 Jahren heute hier stehen w und sagen w passen Sie auf dem Heimweg auf wenn Sie durch den Wald fahren denn im Wald k Hexen lauern Hätten alle zugestimmt und gesagt, oh ja, da müssen wir vorsichtig sein.
Wenn es dunkel wird, Wald, Hexen, Vorsicht, Vorsicht. Heute wissen wir, dass es keine Hexen gibt. Aber glauben Sie bloß nicht, dass unsere Sportwissenschaftsbücher nicht immer noch voller Hexen sind. Ah, sehr gut.
Ja, verstehe ich. Fantastisch. Und das ist ja auch viel von dem, das ist auch das Beispiel, diese Kinderlogik, das habe ich auch im Podcast ein paar Mal gebracht, mein Sohn ist vier, der hat eine gewisse Logik, die ich unterhaltsam finde, weil ich mehr weiß als er. Das heißt zum Beispiel, das, was ich letzte Woche erzählt habe, von wegen, wie viel älter ist Thomas als du, weil er größer ist, das ist natürlich lustig, weil als Erwachsener verstehst du das.
Weil es korreliert eher mit Intelligent. Intelligenz und Intellekt, ihm fehlt dieser Datensatz, fehlt ihm, dass er versteht, Kinder wachsen, sobald du ein gewisses Alter erreicht hast, wächst du nicht mehr und Erwachsene können unterschiedlich groß sein. In seinem Kopf ist es noch, klar, je größer jemand ist, desto älter ist es. seine Cousine ist ein Kopf größer als er, weil sie vier Jahre älter ist die ist größer als ich, die andere Cousine ist zwei Jahre jünger als er, deswegen ist sie ein Kopf größer als er basierend auf seinem Datensatz ist es logisch, dass er davon ausgeht, größer älter, kleiner, jünger wir haben einen Datensatz mehr und wir wissen dass wir wachsen, bis zum Erwachsenenalter plus minus und dann eben nicht mehr wachsen aber wir müssen davon ausgehen, dass es jemanden gibt oder etwas gibt heute oder in der Zukunft, das noch mehr Daten hat als wir.
Und der, der mehr Daten hat oder einen weiteren Datensatz als wir, der wird auch belächeln, welche Logik wir haben. Und gerade im Kontext von Ernährung, Training und Therapie ist eben die große Frage, wovon können wir oder was ist wahrscheinlich, dass es bei weitem nicht so zielführend ist oder nicht so zielführend sein könnte. und wenn wir des eliminieren, machen wir Training deutlich effektiver. Was dann zurückführt zu dem ursprünglichen Punkt, den ich gemacht habe, ein Teil von dem, was Profis oder sehr erfolgreiche Sportler machen, ist definitiv zielführend, aber ein Teil definitiv auch nicht.
Und dazu gehört sicherlich das Thema Stabitraining.
Fallstudie: Muskelmasse und Rückenschmerzen
Ich habe noch ein anderes Beispiel aus dem Hochleistungssport Und zwar habe ich vor einigen Jahren 13 Jahre ist es jetzt her einen Athleten kennengelernt der war sehr erfolgreich in seinem Sport hat zweimal Olympia Silber einmal Olympia Bronze gewonnen Und ich habe ihn damals kennengelernt und hatte massive Rückenprobleme. Und er ist damals in den USA trainiert, ist damals nach Kanada zu so einem Rückentrainingsexperten gefahren, hat da ein Jahr lang dem sein Core-Programm gemacht, so einen Haufen Zeug auf Vierfüßlerstand, bla bla bla. Und die Rückenprobleme sind nicht weggegangen. Und ich habe mich mit ihm unterhalten und er war grundsätzlich ein sehr dünner Kerl, also der war plus minus so groß wie ich und hat 70 Kilo gewogen eigentlich.
Als ich ihn kennengelernt habe, hat er aber nur 60 Kilo gewogen. Und irgendwann kam dieses Gesprächs raus, dass er halt viel weniger wiegt als zu Zeiten von Olympia und WM und so. Und dann kam halt raus, dass er 10 Kilo verloren hat. Der Kerl hat kein Körperfett, also sein Körperfett ist im unteren einstelligen Bereich.
Das heißt, wenn der 10 Kilo weniger hat, dann hat er einfach 10 Kilo weniger funktionelle Muskelmaße. und das ist Substanz, die Kräfte absorbiert. Das heißt, wenn du einen Sport machst, wo sehr hohe Kräfte wirken und den Sport auf höchstem Niveau machst, zweimal Olympia Silber, einmal Olympia Bronze, das ist höchstes Niveau und dir einfach 10 Kilo funktionelle Masse fehlen, das ist wie wenn du einen Rennwagen nimmst und einfach 10% der Karosserie rausschneidest, dann fehlt einfach die Substanz, um Kräfte zu absorbieren, dass dann sich die Karosserie verzieht oder du nicht in der Kurve die Stabilität hast und so weiter, ist ja vollkommen normal.
Und der hat dann angefangen Krafttraining zu machen, hat die 10 Kilo wieder aufgebaut, bisschen die Ernährung geändert, aber nicht viel. Und die Rückenschmerzen waren weg. Das heißt, ja, so Core-Training macht Sinn, aber wenn du dir den Kerl anschaust, wenn welche uns unterhalten, und als diese 10 Kilo zur Sprache kam, war ich so, dir fehlen 10 Kilo funktionelle Masse. Ja.
Wie soll das gehen? Was dann zur ursprünglichen Frage zurückführt, Und es geht nicht grundsätzlich um Muskelmasse, sondern es geht in erster Linie um Maximalkraft bzw. Kraft zur Absorption von diesen Kräften. Und dann geht es auch nicht zwingend um Kraft in einer Muskulatur oder in einem Muskel, sondern es geht um Kraft in Muskelketten.
Muskelmasse ist natürlich sekundär relevant. Desto grundsätzlich, je höher die Muskelmasse, desto größer dein Potenzial zu Maximalkraft. Das heißt, es ist nicht zwingend entscheidend, dass du mehr Muskel aufbaust, sondern es ist entscheidend, dass du im Endeffekt die entsprechende Maximalkraft aufbaust. wo nat je nachdem was du f einen Sport machst macht es nat definitiv Sinn etwas was du f einen Sport machst und wie viel Muskelmasse du schon hast macht es nat Sinn Muskelmasse mehr aufzubauen denn grunds je h deine Muskelmasse desto höher die Maximalkraft, Beispiel, wenn wir Gewichtheben anschauen.
Der Weltrekord geht jede Gewichtsklasse hoch.
Aufwärmen versus eigentliches Leistungstraining
Was ich schon verstehe, ist, wenn man sagt, okay, ich möchte irgendwie die Muskulatur aktivieren, Also ich möchte irgendwie die inter- und intramuskuläre Koordination ein bisschen ansprechen. Ich möchte ein besseres Gefühl dafür bekommen. Ich bin bei dir, wenn du den Körper komplett trainierst mit Kniebeugenkreuzheben, auch mit einarmigen Rudervarianten, wo du auch noch Rotationsbewegungen drin hast oder vielleicht einarmige Druckbewegungen, dann hast du quasi eine isometrische Stabilisierung oder eine isometrische Kontraktion der Bauch- und Rumpfmuskulatur. auch der Rückenmuskulatur. Du hast aber auch eine dynamische, also eine konzentrische und exzentrische und damit sind eigentlich alle Funktionen in allen Bewegungsrichtungen abgedeckt.
Ich kann aber auch verstehen, dass man sagt, gehört es dazu zu meinem Warm-up oder auch im Gym, um irgendwie so ein bisschen Aktivität zu erzeugen. Das sollte natürlich nicht brutal ermüdend sein, aber ich verstehe es. Ich meine, du machst ja auch noch, wie heißt diese eine Übung, wo du hängst und die Beine einrollst, also wie so Hang-Leg-Races. Gar-Hammer-Race.
Ja, genau. Also, wenn das dein Punkt war. Ja, genau, das wäre einfach so mein Punkt. Als Teil des Warm-Ups, der Aktivierung, machen solche Übungen definitiv ganz zum Anfang Sinn, um Ansteuerung zu verbessern.
Wir müssen differenzieren zwischen Warm-up und Training und wir müssen differenzieren zwischen Optimierung von Anstörung und Steigerung von Leistungsfähigkeit. Das heißt, wenn ein Leichtathlet so ein paar Minuten Stabilität auf dem Vierfüßlerstand macht, ganz zu Beginn seines Warm-ups, dann kann das definitiv Sinn machen, aber das ist ja faktisch nicht Teil des Trainings, sondern das ist Teil des Warm-ups. und das ist auch nichts, was seine Stabilität faktisch trainiert oder die Stabilität bei hohen Belastungen steigert. Perfekt. Wolfgang, übrigens fällt mir jetzt gerade ein, du hast gesagt, du hast eine Weltklasse Hamza fragt und die würde ich jetzt gerne noch hören.
Das war ein relativ langer technischer Monolog. Ey, heute nur technisch, nächste Woche können wir da nur Kacke labern.
Hamza fragt: Rechtliche Frage zu Nacktheit
Frage, wie uns alle packen. Wir haben eine großartige Hamza fragt und zwar geht es dieses Mal um, kommt das Ganze aus der rechtlichen Ecke. Und zwar ist die Frage, die Hamza heute an den Thomas hat, Thomas, ist es in Deutschland erlaubt, dass du nackt Auto fährst? Grundsätzlich ist das Auto gehört wahrscheinlich zu deinem privaten Raum und wahrscheinlich, wenn du dich im Auto ausziehst und dann vor Verlassen des Autos wieder anziehst, also mache ich es immer, würde ich sagen ist es erlaubt, ja.
Sehr schön. Ohne Raten ist, haben sie gefragt, Kategorie nur halb so unterhaltsam, aber es ist tatsächlich so, dass das Auto zum privaten Raum zählt und somit es grundsätzlich erlaubt ist, dass du ein nacktes Auto fährst. Ja. Ja, geil.
Mega. Überleg mal, wie viel Wasser du sparen würdest, was du für die Umwelt tun würdest, wenn du ab sofort dich grundsätzlich nur noch nackt bewegst und dann eben Klamotten nicht mehr waschen müsstest. Naja, ich habe ja, also bei mir ist zum Beispiel so, ich habe ja folgende Theorie, wenn du jetzt duschen warst dann bist du ja sauber Und wenn du dann dich mit dem Handtuch abtrocknest wird das Handtuch ja niemals dreckig Es wird nur nass Und das hei es muss nur trocknen Deswegen benutze ich seit zw Jahren immer das gleiche Handtuch und habe es noch nie gewaschen. Genial, oder?
Schlussbemerkungen und zukünftige Themen
Großartig. Das ist das Level an Alltagsintelligenz, das mich begeistert. Absolut. Kannst du direkt einen Bulli sagen.
Wolfgang, ich wünsche dir viele liebe Grüße. Ich wünsche euch eine erfolgreiche Woche. Bleibt gesund. Genießt die letzten Sonnenstrahlen.
Ich habe das Gefühl, es könnte bald vorbei sein. Oh Gott, oh Gott. Und dann dauert es wieder sieben Monate. Schickt uns gerne weitere Fragen.
Ich habe auch noch, weil du gerade gesagt hast, wie ist das juristisch? Und deswegen möchte ich schon mal einen kleinen Cliffhanger geben für die nächste Folge. Und zwar würde ich gerne nochmal darüber reden und die Schwarmintelligenz dieses Podcasts nutzen. Es wird immer mehr dass Krankenkassen, Praxen anschreiben und irgendetwas Administratives wollen, um einfach nur Arbeit zu erzeugen, ist mein Gefühl.
Da würde ich gerne nächste Woche drüber reden und von euch die Meinung hören. Falls ihr jetzt schon eine Meinung habt, könnt ihr sie mir gerne schreiben, nehme ich sie auch mit auf. Ja, viele liebe Grüße und eine gute Woche und bis bald. Dem schließe ich mich an.
Ciao. Gute Woche. Vielen Dank.