TWUP 216

TWUP 216 — Therapie & Training Talk 111: Training und Therapie für Triathlon

Die Episode analysiert die spezifischen Anforderungen des Triathlons an den Körper, wobei der Fokus auf dem Management von Entzündungen durch hohes Trainingsvolumen liegt. Diskutiert werden notwendige Screenings der Gelenkmechanik sowie die Optimierung von Regeneration und Aerodynamik durch gezieltes Krafttraining.

Kernpunkte

Produktneuheit: Clear Vegan Protein

Thema der Folge ist Training und Therapie für Triathlon. Mir geht es gut. Wahrscheinlich sage ich jetzt, es gibt nichts Neues und dabei gab es tatsächlich ein paar neue Sachen. Mir fällt im Moment Ah, tatsächlich, es gibt was Neues.

Wir haben es letzte Woche geschafft. Hast du unser Clearway schon probiert? Nein. Das war ein Nein.

Wir haben vor einigen Wochen ein Clearware rausgebracht, das sich großer Beliebtheit erfreut und wir hatten davor schon experimentiert, was nicht funktioniert hat, was jetzt funktioniert hat mit einem Clear Vegan. Also das ist quasi ein Clear Protein auf veganer Basis. Das waren jetzt tatsächlich eine ganze Reihe von Muster und Ideen, die wir umgesetzt haben. Wir haben es tatsächlich hinbekommen.

Ich muss dazu sagen, für alle auf einer Skala von 1 bis 10, 1 ist Wasser, 10 ist Cola. Cola nehme ich jetzt einfach mal so als die höchste Süße. Da ist aktuell unser süßestes Produkt, Amino-Elektrolyt-Komplex, den ich als eine 6, wenn jemand eine höhere Konzentration macht, als eine 8 auf dieser süße Skala ansetzen würde. Das Clear Vegan ist eine 9.

Es ist nicht ganz Cola, aber es ist tatsächlich 1 drunter. Ich bin nicht der größte Freund von einer großen Süße und ich bin auch ein Fan von Süßungsmitteln, wenn man sie sehr dosiert sehr bewusst und nur dann wenn notwendig einsetzt Beim Clear Wegen war es jetzt tats so wir haben keine zwei S verwendet so weit ging es nicht wie viele Produkte auf dem Markt da haben wir noch eins verwendet, aber wir mussten von dem tatsächlich etwas mehr verwenden als üblich, um das geschmacklich hinzubekommen. Es ist aber geschmacklich so, das hat einfach nichts mehr mit einem veganen Protein zu tun. Also es ist tatsächlich eine klare Flüssigkeit, basierend auf Erbsenprotein.

Ich höre es immer wieder so Isoclear oder Clearway oder wie nennst du es? Clearway. Das erste, was du gesagt hast, ist ein Markenname, der geschützt ist. Okay.

Genau, aber ich höre es immer wieder auch von anderen Herstellern, die gefühlt so seit einem halben Jahr damit um die Ecke kommen. Vorher habe ich es noch nie gehört. Warum ist auf einmal die Nachfrage so groß oder was macht das Produkt im Gegensatz zu anderen Produkten jetzt so besonders, weil ich höre es immer wieder von anderen Herstellern, da brauchen wir jetzt auch keinen Namen nennen, aber die üblichen, die auf Instagram auch stark vertreten sind und da sieht man das überall und es hat nichts mit einem normalen Proteinshake zu tun. In der Zusammensetzung schon.

Der Unterschied ist, dass es eben nicht schaumig wird, sondern dass es komplett flüssig ist. Es hat eine leichte Viskosität, also man nennt es ja oft Limo, genau genommen. Also es hat schon ein bisschen mehr Textur als eine Limo, aber es ist komplett klar. Und dieses Schaumige, das Schaumige ist ganz nett, aber wenn jemand regelmäßig Shakes trinkt und gerade jetzt im Sommer ist es halt dann durch das Schaumige doch mal nicht so erfrischend, da ist eben dieses Clearway doch eine ganz nette Abwechslung.

Und ich hatte es auch dann das erste Mal, ein halbes Jahr, so wie du sagst, und dann war natürlich die Frage, okay, wie können wir das einfach besser machen, Und besser in dem Punkt heißt einfach, wie können wir es nicht ganz so extrem süß machen und ein bisschen schönere Geschmacksrichtungen hinbekommen, was wir in der Vergangenheit immer mit etwas Mühe in der Entwicklung auch sehr gut hinbekommen haben. Also wie wir die Geschmacksrichtungen entwickeln, da bin ich stolz drauf. Und da freut mich auch immer das Feedback. Und da war einfach die Sache, okay, das macht schon Sinn als Ergänzung zu unserem Wide Away.

Und dann kam natürlich im gleichen Zug die Frage, so kriegen wir das hin, vegan? was am Anfang einfach nicht so ausgesehen hat, hat tatsächlich jetzt funktioniert. Sehr cool Also ich bin sehr gespannt Vielleicht verirrt sich ja so ein P bei uns in die Praxis Ansonsten bin ich mir sicher muss ich nur lange genug warten bis meine Freundin das eh von sich bestellt Ja, sehr cool Wolfgang, Glückwunsch. Ich habe gerade überlegt, bei uns, ja, die neue Homepage ist online, das haben wir gesagt. Jetzt sind eigentlich auch die Vorstellungsvideos der Therapeuten fertig.

Die werden jetzt auch zeitnah hochgeladen. Also wenn diese Folge online ist, gehe ich davon aus, dass auf unserer Homepage auch die Vorstellungsvideos online sind. Der erste Blogbeitrag ist, wie gesagt, online und jetzt kommt auch bald der nächste. Ja, gut.

Screening und Assessment für Triathleten

Sollen wir mal rein starten in die Folge, Wolfgang? Sehr gern. Thema Therapie und Training bei Triathleten, bei Ausdauersportlern. Ausdauersportler nicht die Leute, die fünf Kilometer joggen gehen, sondern wirklich hochintensive Leistungssportler in diesem Bereich.

Wolfgang, du kriegst eine Anfrage von jemandem, der sagt, ich mache ambitioniert hobbymäßig Triathlon. Ja. Auf was schaust du? Machst du ein Screening?

Achtest du auf gewisse, dass gewisse Gelenke funktionieren, dass gewisse Muskeln funktionieren, dass Kraft in gewissen Bereichen ist? worauf achtest du als allererstes, wenn jemand sich mit diesem Problem bei dir vorstellt? Oder was heißt mit diesem Problem, mit diesem Interessensgebiet bei dir vorstellt? Die Basis ist dieselbe. Also Triathlon, ich habe schon einige so Erfahrungen und auf verschiedenen Leistungsniveau.

Wahrscheinlich der größte Erfolg war vor gut zehn Jahren, da kam einer, der war so ambitioniert, das Amateurniveau und nachdem wir ein Jahr zusammengearbeitet hatten, war er deutscher Meister. Das heißt, ein bisschen ein bisschen Praxiserfahrung in dem Bereich habe ich. Die große Frage ist natürlich zuerst grundsätzliche Sachen und spezifische Sachen. Also grundsätzliche Sachen ist das, was ich mir bei jedem anschaue.

Ernährung, Supplementierung, Mikronährstoffdefizite, Schlaf und dann natürlich das Thema muskuläre Balance. Basierend darauf entscheide ich dann, in welche Richtung wir den Fokus setzen, was Optimierung angeht.

Entzündungsmanagement und Ernährung

Basierend auf spezifischen Anpassungen gibt es da im Triathlon am Ende vom Tag zwei ganze große. Aus Sicht der Ernährung, das Thema Entz ist gr als bei der absoluten Mehrheit der anderen Sportarten Einfach nur aufgrund dieses Volumens an Training das du machen musst um in dem Sport erfolgreich zu sein Also gerade so irgendwo mal so grobe Richtung 15 Stunden die Woche Training ist ja ist wenig da geht auch schnell mal mehr mit zwei Einheiten am Tag und so weiter also die Trainingszeit ist da im Vergleich zu vielen anderen Sportarten selbst im Vergleich zu sowas wie Laufen gehen bist du da schnell höher einfach auch muss man natürlich auch sagen dass natürlich zwei der drei Triathlon Disziplinen relativ wenig Low Impact sind also Laufen ist der höchste Impact Radfahren und Schwimmen ist der geringste Impact.

Man könnte einfach grob sagen, was mit Sicherheit in vielen Fällen nicht stimmt, aber dass man so eine Richtung hat. Eine Stunde laufen ist die gleiche Belastung wie drei bis vier Stunden Radfahren. Jeder, der das schon mal ein bisschen wieder gemacht hat, wird da zustimmen. Nur, dass man so ein bisschen eine grobe Idee hat, dass natürlich nicht 15 Stunden Krafttraining die Woche machen.

Das wäre zu viel Muskelschaden und zu viel Belastung für das neuromuskuläre System. Der Punkt ist, es ist ein relativ hohes Trainingsvolumen und dieses Trainingsvolumen musst du mit einer relativ hohen Durchschnittsbelastung absolvieren, um den Triathlon so schnell wie möglich zu beenden, was am Ende vom Tag still ist. Das heißt, für mich ist Entzündungsmanagement ein Riesenthema. Da gibt es ein paar Konflikte.

Ein Konflikt ist natürlich, du brauchst eine relativ hohe Menge an Kohlenhydrate, aber ein hoher Kohlenhydratkonsum ist grundsätzlich nicht ideal für Entzündungsmanagement. Das heißt, du musst da… Ich liebe jetzt schon, in welche Richtung die Folge geht. Ja, bitte, sorry. Du musst da so ein bisschen die Balance finden, was Timing und vor allem was Auswahl angeht, welche Kohlenhydratquellen hier grundsätzlich für die individuelle Person funktionieren oder am besten funktionieren.

Die Bedeutung von Schlaf für die Regeneration

Und dann natürlich auch Entzündungsmanagement. Das Optimierendste, was du für Entzündungsmanagement tun kannst, ist Schlaf. Also der Fokus auf Schlaf ist hier auch nochmal ein besonders großer. und da muss ich sagen vielleicht okay jetzt brechen wir ein bisschen aus der folge aus muss ich aber rein grätschen weil du 100 prozent recht hast und man sagt das immer so ja ja schlaf ist auf jeden fall das potenteste regenerationsmittel was wir menschen irgendwie zur verfügung haben aber wir nutzen es nicht warum ich habe bis vor einem halben dreivierteljahr bin ich am wochenende sehr gerne früh aufgestanden um den tag zu genießen weil die Freizeit ist limitiert und dann möchtest du möglichst viel Freizeit haben.

Und ich stehe ja auch sonst gerne schon, also ich stehe ja jeden Morgen um 6 Uhr auf, wenn ich arbeite und dann am Wochenende, wenn ich mal Zeit habe, dann habe ich mir den Wecker auf 7.30 Uhr gestellt, 8 Uhr. Aber zu wissen, okay, ich wache auf, wenn der Körper auch wirklich ausgeruht ist, das ist was völlig anderes. Und ich habe mich am Anfang so schwer damit getan, weil ich gedacht habe, Ich will nicht erst um 10 Uhr aufstehen, weil ich, dann habe ich ja nichts mehr vom Tag. Bis ich frühstücke und in die Pötte komme, ist es 11 und bis ich dann zum Sport komme, da ist schon der halbe Tag rum.

Und, aber seit einem halben Jahr schlafe ich am Wochenende so lange, wie ich es brauche und dann wache ich auf. dann ist zwar der Tag vielleicht kürzer, ich schaffe nicht so viel zu erledigen, ich habe vielleicht subjektiv gefühlt nicht so viel Freizeit, aber es affektiert die gesamte kommende Woche, was meine Stimmung, meine Regeneration, meine Leistungsfähigkeit und meine Konzentrationsfähigkeit angeht. Also das ist echt brutal, dieses Schlaf ist das potenteste Regenerationsmittel. Ja, kann man breachen, sollte man aber auch praktizieren und das mal wirklich ausschlafen zu lassen, sich mal wirklich ausschlafen zu lassen.

Ich merke aber auch, nach Wochen, wo ich dann, wenn ich mal ausschlafen konnte, bis 10 geschlafen habe, reduziert sich das. Also ich wache jetzt um 8.30 Uhr auf und bin aber dann wirklich komplett ausgeschlafen und habe so viel Energie. Ja, vielleicht sollte man das nochmal ganz kurz einwerfen. Bei Profis ist es natürlich so, die machen nichts anderes außer trainieren und schlafen.

Ich glaube, das große Problem ist einfach der Amateursport, der ja häufig sich auch die Tipps und Tricks der Profis anschaut, aber einfach ja an so potenten Regenerationsschrauben wie Schlaf halt einfach nicht drehen kann, weil sie natürlich noch arbeiten müssen, Familie haben ETC.

Schlafgewohnheiten von Profisportlern

Tommy, lass mich hier mal reingrätschen. Du arbeitest relativ viel mit Profisportlern. Du siehst auch einige regelmäßig. Und wenn du sie regelmäßig siehst, dann unterhaltet ihr euch.

Und du hast auch so ein bisschen einen Einblick in ihren Lifestyle. Was würdest du sagen, ist der durchschnittliche Fokus auf Schlaf bei einem Profisportler auf einer Skala von 1 bis 10? Es gibt keine 7. Also du meinst, wie hoch bewertet er den?

Ja. und du musst ihn hoch bewerten, also dass er gut ist. Gibt ein paar Ausnahmen, ja. Wolfgang lass mich da bitte noch einmal reingr Und zwar w ich diese Frage gerne beantworten und zwar gesplittet auf Profifu und alle anderen Sportarten Profifu w ich sagen ist der Fokus schon da aber die Umsetzung hapert sehr h Du hast, ich habe ein paar Profisportler, die ich sehr regelmäßig sehe, die versuchen wirklich an jeder kleinsten kleinen Stellschraube zu drehen, um das Maximum rauszuholen. Die hast du auf jeden Fall.

Die hast du im Fußball aber nicht ganz so häufig. Deswegen würde ich sagen, im Fußball, im Average, würde ich wirklich sagen, eine 6. Eine 6. Eine 6, aber nur aufgrund dem Fakt, dass sie es nicht wirklich umsetzen.

Also die sind daran interessiert, aber die Umsetzung hapert und zwar meistens in der Form von zu spät ins Bett, zu viel blaues Licht und Stressoren direkt vorm Schlafen gehen, wäre mein Punkt. und in anderen Sportarten, vor allem in Sportarten, die metrisch messbar sind, wo natürlich jeder Sportler weiß, alles, was ich den gesamten Tag über gut mache, wirkt sich am Ende auf die Zeit aus versus die zwei, drei Patzer, die ich mir über den Tag erlaube, zu spät ins Bett, schlechte Ernährung, schlechte Nährstoffversorgung nach dem Training. Solche kleinen Fehler und Patzer wirken sich direkt auf die Zeit aus.

Deswegen würde ich sagen, in metrisch messbaren, individualen Sportarten ist der Fokus natürlich nochmal ganz, ganz anderer als jetzt im Profifußball. Wobei man aber auch sagen muss, im Profifußball kann man halt auch viel mit Auge machen, muss man fairerweise auch sagen. Das heißt, wer technisch und taktisch deutlich avisierter ist, der kann vielleicht fehlende energetische Leistungsbereitschaft kompensieren, aber hätte natürlich nochmal ein ganz anderes Potenzial, wenn er da auch versucht, an die 100% zu gehen. Und für die Technik brauchst du den Schlaf. dass du sie wirklich gut und präzise umsetzt, musst du trotzdem fit sein.

Krafttraining versus Ausdauertraining

Schlaf und Entzündungs- und Belastungsmanagement. Was schaust du dir an, welche Tests machst du und wie intervenierst du? Okay, das ist eine kurze Frage mit einer sehr, sehr, sehr langen Eindeutung. Was Entzündungsmanagement angeht, sind das im Endeffekt die Zwei Hauptfokuspunkte Da gibt es nat noch ein paar mehr die sind aber relativ individuell basierend auch auf dem was ich so feststelle was die Person macht was die Person ern macht was die Person Lifestyle macht Muskul Balance wir haben ja von ein paar Folgen schon mal dr geredet Mein Fokus ist definitiv nicht auf Kraftausdauer, denn Kraftausdauertraining, wie ich in der Folge erklärt habe, ist grundsätzlich kontraproduktiv, denn Kraftausdauertraining sorgt für einen relativ hohen oxidativen Stress, welcher die Funktion der Mitochondrien und der Energieproduktion grundsätzlich einschränkt.

Und Kraftausdauer ist primär Anaerob-Lactazid, was ein Bereich ist, der für Triathlon aufgrund seiner Länge grundsätzlich recht irrelevant ist. Nicht komplett irrelevant, aber es ist recht irrelevant. Denn ein Triathlon ist grundsätzlich konstant aerob-dominant. Wenn du kurzzeitig im anaeroben Bereich bist, dann ist die Ermüdung so hoch und du brichst ein.

Das ist ein klassischer Anfängerfehler, dass du meinst, du müsstest mal ein Weilchen Gas geben und du produzierst zu viel Laktat und auf einmal wird der Stecker gezogen. Das sind natürlich auf höherem Niveau Ausdauersportler, die das deutlich mehr managen können und wissen, dass wenn sie über eine bestimmte Belastung kommen, sie über ihre Schwelle drüber kommen und auf einmal im anaeroben Bereich Laktat produziert wird und das natürlich, was zum einen Konsum von Energie angeht, viel, viel aufwendiger ist und zum anderen natürlich auch entsprechend, was Ermüdung angeht, viel, viel aufwendiger ist.

Das heißt, Kraft-Ausdauertraining ist nicht nur nicht zielführend, sondern auch kontraproduktiv für Triathleten. Der primäre Fokus für Triathleten besteht auf funktionaler Hypertrophie und Maximalkraft und zwar in erster Linie basierend auf verschiedenen Übungen. Also zum Beispiel Maximalkraft ist ein sehr wichtiger Faktor, ist aber nicht in allen Übungen so entscheidend. Zwei Übungen, wo Maximalkraft für mich eine große Rolle spielt bei einem Triathleten, ist Kreuzheben und ist der Klimmzug.

Bewegungsökonomie und Aerodynamik

Darüber hinaus ist funktionelle Hypotrophie, vor allem aus Sicht der muskulären Balance, super wichtig, wenn es um das Thema Bewegungsökonomie geht. Die Grundidee ist ja, dass du imstande bist, deine Haltung im Wasser beim Laufen oder auf dem Fahrrad so einfach und effizient zu halten, dass du mit möglichst wenig Energieaufwand nach vorne kommst. Da gibt es auf YouTube ich wei nicht ob ihr das Video schon mal gesehen habt gibt es auf YouTube so ein Fahrradrennen und da sind Jungs die den Berg runter treten so ganz gem runter treten und dann gibt es einen Kerl der sich quasi auf seinen Sattel legt und ohne zu treten alle überholt.

Kennst du das Video? Ja, der macht so einen Superman-Post. Genau. Der tritt nicht und ist schneller als die, die treten.

Warum? Luftwiderstand. Ja. Das ist relativ simpel. die, die sitzen und nach vorne gebeugt sind, haben wesentlich größeren Luftwiderstand als der, der komplett quasi horizontal liegt.

Sowas spielt eine Rolle, den man in dem Video sieht. Was, wenn du jetzt einfach auf dem Fahrrad, weil dein unterer Rücken nicht optimale Kraft ausdauert oder Work Capacity hat, das ist ein besserer Begriff ist in dem Kontext bei der Länge, beziehungsweise weil deine Hüftmobilität eingeschränkt ist oder ähnliches, dass du 3 cm höher bist mit deiner BWS als jemand anderes, bei dem das besser ist. Diese 3 cm höher sorgen automatisch für mehr Luftwiderstand. Und wie wir in dem Video mit dem Beispiel zwischen normal sitzen und treten und auf dem Lenker sehen, macht Luftwiderstand, spielt eine Riesenrolle, was Output angeht und der Aufwand von Energie.

Das heißt, die Jungs, die treten, sind langsamer als der, der liegt, haben aber einen deutlich größeren Energie-Output. Und gerade bei Ausdauerevents geht es ja in erster Linie darum, wie komme ich so schnell wie möglich voran, mit so wenig wie möglich Energie verbraucht. Denn der, der das meistert, das ist am Ende vom Tag der, der gewinnt. Ziel ist nicht, so viel wie möglich Energie zu verblasen, das ist das Ziel in anderen Sportarten, wie zum Beispiel Kurzsprint ist ein Klassiker.

Kurzsprint, da geht es nicht darum, Energie zu konservieren, aber es geht darum, so viel wie möglich Energie zu verblasen, um so schnell wie möglich voranzukommen. Ich vergleiche es gerne mit so einem Dragster. Bei einem Dragster versucht niemand, den Motor zu optimieren, dass er weniger Sprit verbraucht. Das interessiert niemand.

Sondern du versuchst, den Motor zu optimieren, sodass er mehr Sprit verbraucht und mehr Power auf die Straße bekommt. Das ist ein Sprinter. Während bei einem Ausdauersportler geht es darum, den Motor so zu optimieren, dass dass er ein bestimmtes Level Energie verbraucht, ein bestimmtes Level Energie produziert mit einem möglichst geringen Energieverbrauch. Es geht um Effizienz.

Und da ist muskulärer Balance und Haltung, zum Beispiel in dem YouTube-Video, sehen, sehr, sehr wichtig. Und es können kleine Sachen sein. Es muss ja nicht nur die Punkte sein, die ich jetzt habe, sondern es könnte zum Beispiel auch sein, dass einfach eine Schulter deutlich höher ist als die andere und so nicht nur deutlich mehr Luftwiderstand da ist, sondern auch deutlich mehr unilateraler Luftwiderstand da ist, was natürlich das komplette System noch mehr ermüdet.

Therapeutisches Screening: Mechanik des Unterkörpers

Lass mich vielleicht noch einmal kurz reingrätschen, Wolfgang. Gerne. Und zwar hast du gesagt, der, der das schafft, also mit der, ich kann den Satz nicht mehr komplett wiedergeben, der, der das schafft, der wird das Rennen gewinnen. Und vielleicht können wir da jetzt den Switch schaffen zur Therapie.

Ich sage, der, der überhaupt am wenigsten verletzt ist, wird das Rennen gewinnen. Das ist nämlich immer mein Punkt mit jungen Profifußballern, wenn ich die dann auf der Bank habe und dann frage ich so, wer gewinnt die Champions League? Und dann sagen sie Barca, sage ich falsch. der, der am wenigsten verletzt ist. Das ist die Grundvoraussetzung, überhaupt auf dem Treppchen zu stehen.

Vielleicht kann ich mal ganz kurz noch sagen, ich habe mir jetzt mal überlegt, was sind denn so die Sachen. Ein Screening bei uns, durch die Seminare weiß ich das ziemlich genau, hat über 200 primäre Tests. Natürlich wenden wir nicht alle 200 Tests an, sondern gucken uns individuell nach Bedarf, schauen wir uns gewisse Funktionen oder Dysfunktionen dann an. Und bei einem Triathleten schaue ich mir auf jeden Fall an, wenn ich jetzt unten schaue, Die Dorsal-Extension Plantaflexion, Dorsal-Extension, einfach weil er natürlich extrem viel läuft und die sollte auf beiden Seiten gleich sein, die sollte beweglich sein, die sollte vor allem ein weiches Endgefühl haben, dass er einfach imstande ist.

Neben dem Fußgewölbe, was so als erster Stoßdämpfer für Belastung fungiert, ist auch die Dorsal-Extension ein sehr potenter Stoßdämpfer, um Kräfte und Bodenrückstellkräfte beim Laufen bestmöglich zu absorbieren. Warum schaue ich mir die Plantaflexion an? Die brauche ich ja gar nicht so wirklich. Klar, der stößt sich schon ab natürlich nach dem Dehnungsverkürzungszyklus und der Kontraktion vom Gastrocnemius.

Weil beim Schwimmen häufig die Plantaflexion eine hohe Relevanz hat. Und wenn jemand eine eingeschränkte Plantaflexion hat und beim Kraulschwimmen lange Zeit in dieser Plantaflex verbringt und die aber nicht wirklich gut funktioniert, kann einen negativen Einfluss auf das Tibiofibulargelenk auch dann Probleme beim Laufen sp im Marathon entstehen Wenn das Tibio nicht wirklich mechanisch sauber funktioniert k es sein, dass das beim Laufen dann auch zu Problemen der Dorsalextension führt und dann eben zu muskulären Problemen, also gestörtem Abrollverhalten oder dann auch zu Überlastungen. Ich schaue mir ganz, ganz wichtig die Tibia-Position an.

Wie steht die Tibia? Funktioniert die Tibia in ihren Rotationsebenen? Steht sie gerade, habe ich eine axiale Belastung drauf? Wenn die nicht optimal steht, wenn die Tibia zu sehr in eine Richtung rotiert steht, dann stimmt auch das Tibia plateau nicht und dann haben wir auch keine gleichmäßige Belastung auf den Menisken.

Was, und das ist ja das große Problem bei einem Sport wie Triathlon, dass du einfach extrem lange, dauerhafte Low-Empact-Belastungen hast. Das heißt, du wirst da jetzt nicht so schnell einen fetten Muskelfaserriss holen wie ein Sprinter beim Fußball, sondern du holst dir halt eher langsame Entzündungen, die entstehen. Also genau das, was du gesagt hast, Belastungsmanagement, Entzündungsmanagement, genau das ist das Problem. Und deswegen sollten wir gucken, dass die Tibia funktioniert, dass die Meniskeln gleichmäßig belastet werden, dass der Femur oder die Femurkondylen zur Tibia und dem Tibia Plateau bestmöglich ausgerichtet sind.

Und da wir auf den Femur deutlich weniger Einfluss nehmen können als auf die Tibia, ist die Tibia Position sehr, sehr wichtig. Der Mittelfuß selbstverständlich, als erster Stoßdämpfer, funktioniert mechanisch da alles. Ist der Unterschenkel weich, funktioniert der Kalkaneus, habe ich eine Übersteuerung im Gastrognemius aufgrund einer Kalkaneus-Dysfunktion, habe ich deswegen vielleicht auch eine Achillessehnenentzündung, die daraus resultieren kann. Genau, das schaue ich mir an.

Oberkörperhaltung und Aerodynamik

Dann, ganz kurz hast du angesprochen, würde ich mir neben tausend anderen Sachen, die ich mir auch noch anschauen würde, nur runtergebrochen, die Halswirbelsäule anschauen, genau aus dem Grund, den du eben schon genannt hast, Wolfgang. Es ist echt witzig manchmal, wenn ich dich reden höre und mir denke, ah ja, okay, das sehe ich exakt genauso. Das heißt, Halswirbelsäulenposition, wenn deine Halswirbelsäule oder der CTÜ, also der cervicotorakale Übergang, der Übergang von Hals zu Brustwirbelsäule, Wenn der gestört ist oder die oberen Kopfgelenke nicht funktionieren, dann ist es sehr, sehr hart in einer aggressiven Aeroposition lange Zeit zu verbringen weil du musst den Kopf immer wieder oben halten Und wenn du da Probleme hast oder Ansteuerungsprobleme Ansteuerungsprobleme ist falsch wenn du da Probleme hast mechanische Art, und der Körper versucht natürlich dann diese Position zu vermeiden und die Muskulatur spannt an, dann wirst du nicht so aggressiv in dieser Aeroposition bleiben können und das hemmt auf jeden Fall und es kostet extrem viel Energie, wenn das keine angenehme Position für dich ist und du dich quasi die zwingst, in diese Position zu gehen, verbrennst du an der Stelle noch zusätzlich Energie.

Das ist wie wenn du bei einem Rallye-Auto die Fenster runterkurbelst. Klar fährt das Auto, aber es kostet einfach zusätzlich viel Energie.

Verdauungsgesundheit und Supplementierung

Beckenposition schaue ich mir an und vor allem den Darm schaue ich mir an, Wolfgang, weil exakt genau wie du gesagt hast, viele einfache Kohlenhydrate reizen den Darm dann doch häufig sehr. Vor allem der Blinddarm ist betroffen. Ich hatte jetzt einen Bundesligaspieler, der zu mir kam. ich sage jetzt auch nicht das Problem, weil das ging so ein bisschen durch die Presse, sonst könnte man darauf hinauskommen, aber der hatte große Probleme mit Blinddarm. Habe ich gefragt, was nimmst du?

Nimmst du Kreatin? Nimmst du Maltodextrin? Ja und ja. Okay, dann wissen wir sehr wahrscheinlich schon, wo es herkommt.

Warum? Kreatin ist vielleicht das bestuntersuchtes Supplement, das wirst du besser wissen als ich. und es ist ein grandioses Supplement, aber es verträgt auch nicht jeder und es gibt ein paar Leute, die vertragen das nicht und deswegen, so wie manche Leute Alkohol nicht vertragen und sofort Kopfschmerzen bekommen, gibt es auch Menschen, die das nicht vertragen und der verträgt kein Kreatin und der verträgt auch kein Maltodextrin, hat beides genommen, Blinddarm total gereizt und entsprechende Problematiken hat es losgetreten. Und bei Triathleten ist einfach das häufige Problem, sehr viel Glucosemischungen, also das heißt sehr viele Gels, sehr viele Einfachzucker, grundsätzlich sehr hohe kohlenhydratlastige Ernährung, das belastet oder kann den Darm schon belasten, plus sehr lange Trainings, die natürlich auch das vegetative Nervensystem schön schrotten und auch den Darm dann wieder reizen und hochfahren.

Deswegen für mich Dickdarm und vor allem Blinddarm und alle Kurvaturen würde ich mir auf jeden Fall immer sehr genau anschauen und die schon freiarbeiten und gucken, ob da irgendwelche Probleme entstanden sind. Und ja das w es dann eigentlich so vom Screening Dann h ich noch so drei Krankheitsbilder die vielleicht noch typisch sind Aber Wolfgang ich wollte jetzt auch nicht den 10 ans Ohr klatschen F dir vielleicht noch irgendwas ein Willst du was ergänzen? Habe ich was vergessen? Ja, sehr schön.

Ich glaube, haben wir sogar technisch, was das Training- und Therapiefolgenkonzept angeht, sind wir hier am tiefsten gegangen. Oder? Das liegt aber auch daran, weil wir montags früh aufnehmen. Und als du eben so, du hast so sehr strukturiert so deine Punkte abgearbeitet, habe ich gedacht, ey, ich nehme jetzt einfach mal einen Stift und schreibe mir auch mal meine Punkte gerade auf.

Also es wurde extrem viel Vorbereitung in diese Folge investiert und das zahlt sich dann doch aus, wie ich gerade merke.

Häufige Verletzungen und strukturelle Überlastung

Was sind die Krankheitsbilder, die ich wahrscheinlich am häufigsten sehe? Ildotibiales Bandsyndrom, ITBS oder einfach Runners Knee. Häufigste Ursache, Beckenposition. Warum Beckenposition?

Kann organisch sein, kann aufgrund von vorangegangenen Traumata sein, Umknicktrauma, whatever. Dann kann eine funktionelle Kette nach oben entstehen. Für alle, die sich fragen, wie entsteht sowas oder wie wirkt sich das aus, gerne Basisseminar 1 und 2 und die Advanced-Seminare. Da lernt ihr das alles. ist keine Esoterik, ist auch kein Humbug, ist alles logisch nachzuvollziehen.

Genau. Chinsplin auch und Achillus-Seen-Entzündung. Das sind für mich so die häufigsten Probleme, die entstehen können beim Dings. Also auf die Folgen, auf die Krankheitsbilder könnte man auch irgendwann nochmal genauer eingehen.

Aber was halt interessant ist, sind alles Krankheitsbilder, die nicht von jetzt auf gleich entstehen, sondern die über lange Zeit und lange Überlastung entstehen. Und Überlastung heißt nicht immer zu viel Training, sondern Überlastung kann auch eine strukturelle Überlastung sein, weil zu viel Belastung auf ein nicht funktionierendes System appliziert wird. Das heißt, wenn du gewohnt bist, in der Woche 50 Kilometer zu joggen und du machst das seit 10 Jahren, aber irgendwas hat sich mechanisch verändert, irgendwas hat sich ansteuerungstechnisch verändert, dann kann das auch eine Überlastung sein.

Du bist zwar die Belastung gewöhnt, überlastest aber gewisse Bereiche und gewisse Strukturen aufgrund von Dysfunktionen und das kann auch eine Überlastung sein. Für Patienten schwer zu verstehen, weil die sagen, ey, das laufe ich schon immer oder ich habe sogar reduziert und laufe viel weniger als vorher. Und das ist dann so, ja, aber es ist natürlich zu viel Belastung für diese Bruchstelle. Die Energiesubstratbelastung versus die biomechanische Belastung.

Nur weil du gewohnt bist, X Leistung zu erbringen und dich, was Energieproduktion angeht, daran gewohnt hast, heißt es noch lange nicht, dass das aktuelle mechanische System diese Belastung toleriert. Sehr gut, ja. Hast du noch mal 100 Mal besser zusammengefasst als ich, aber ja eigentlich ein sehr wichtiger Punkt, den wir so vielleicht auch noch nie rausgearbeitet haben. Also der mir vielleicht auch noch nie so klar wurde, wie gerade nach deinen Worten.

Also ich habe es schon immer so verstanden, aber konnte es wahrscheinlich noch nie so gut formulieren. Ja, sehr gut. Ja.

Schlussbemerkungen und Handlungsaufforderung

Das ist absolutes Podcast-Gold. Und wenn ihr das auch so seht, dann stimmt doch gerne mal wieder ab mit 5 Sternen bei Spotify für unseren Podcast. Ich habe jetzt gehört, weiß aber nicht, ob das stimmt. Vielleicht kann ich nochmal Bezug nehmen. man muss einige Folgen geh haben in voller L um abstimmen zu k das f ich gut Fand ich ganz interessant Ja finde ich n auch gut Genau das finde ich n auch ganz gut Was mich nicht daran gehindert hat, diverse andere Podcasts anzuhören, um dann nur einen Stern zu geben.

Aber, nee. Ich wollte erst einen Witz machen, dann habe ich gedacht, ah, wenn der jetzt nicht verstanden wird, dann habe ich wieder Ärger mit irgendjemandem anderen, der einen Podcast macht, deswegen habe ich jetzt da auch mal den Namen weglassen. Ne, also sehr, sehr gerne 5 Sterne bewerten, da freuen wir uns. Und ja, ich hoffe, dass euch diese Folge über Triathlon, außer du möchtest noch irgendwas ergänzen, Wolfgang.

Ja, ich würde sagen, das war ein rundes Ding. Ne, denke ich auch. Ein bisschen weitergebracht hat. Teilt die Folge gerne mit euren Triathleten, teilt sie gerne mit euren Therapeuten und mit euren Trainern.

Und wir freuen uns auf nächste Woche. Ja, vielen Dank für deine Zeit, Wolfgang. Und alles Gute. Jedenfalls.

Gute Woche. Ciao. Vielen Dank.

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