TWUP 221

TWUP 221 — Therapie Training Talk 116: Gelenktests

Die Episode thematisiert die präzise Durchführung und Bedeutung von passiven Gelenktests in Therapie und Training. Neben technischen Qualitätsmerkmalen von Tests diskutieren Wolfgang und Thomas den Einfluss von Erfahrungswerten sowie die aktuelle Dynamik von Reichweite und Vermarktung im Profisport.

Kernpunkte

Einleitung und kommende Seminare

Thomas, Wolfgang, willkommen zurück. Willkommen zurück. Ich bin mir noch nicht 100% sicher, ob dieses Einzählen das Richtige war, aber irgendwie kriegen wir es gebastelt. Das war sehr enthusiastisch.

Ja, ich wollte so ein bisschen swaggy Stimmung reinbringen, indem ich lustig einzähle und habe aber gemerkt, es hat mich selber nur aus dem Konzept gebracht. So, Wolfgang, was gibt's Neues? Das fragst du mich zum zweiten Mal am heutigen Tag. Ja, das ist richtig.

Denn wie wir letzte Woche zum Ende, wir sind ja so ein bisschen der gläserne Podcast, und zwar, wir nehmen ja gerade zwei Folgen auf, weil wir schon wieder, oder weil ich jetzt auch wieder viel auf Reisen bin. Deswegen jetzt die zweite Folge. Es ist immer noch der 18. September.

Es ist 10.52 Uhr und wir starten in Folge 2. Wolfgang, du hast jetzt eine längere Abstinenz der Seminartätigkeit genossen und ich habe weiterhin Seminare gehalten. Es wird wahrscheinlich auch nochmal, weil die Nachfrage so groß war, Advanced-Seminare 1, 2, 3 wird es nochmal geben nächstes Jahr. Aufgrund der Fußball-Weltmeisterschaft haben wir ja nur begrenzt Zeit.

Das Jahr ist relativ kurz für uns, aber werden jetzt wahrscheinlich doch nochmal Advanced-Seminar 1, 2, 3 anbieten. Wer da Interesse hat, möglichst jetzt schon schreiben und auf die Warteliste setzen lassen, dass ihr vorab informiert werdet. denn sonst kann es sein, dass die Plätze auch wieder vorbei sind oder weg sind. Und was ich dann halt so blöd finde, ist, dann hat man irgendwie die Basisseminare gemacht oder Advanced 1 und dann muss man theoretisch bis 2025 warten, um weiterzumachen. Deswegen lieber jetzt nochmal kurz schreiben, das ist auch der Grund, warum wir gesagt haben, komm, lass uns nochmal Advanced-Seminare machen, sonst müssen Leute teilweise eineinhalb Jahre warten.

Und das finde ich blöd, weil du willst ja weitermachen und du willst ja nach diesem Konzept weiterarbeiten und dein Wissen vertiefen und dann muss man so lange warten. Das ist nichts. Deswegen drücken wir es uns nochmal irgendwo rein. Genau, das nur kurz vorweg.

Sehr gut.

Die Bedeutung von Gelenktests

Ich habe die ganze Zeit Seminare weitergehalten und es gibt eine Sache und das ist mir jetzt wieder aufgefallen, weil ich hatte seit längerer Zeit wieder Basisseminar 1 und es gibt eine Sache, die fällt mir immer wieder auf und man sollte eigentlich meinen, dass das überhaupt kein Thema wäre. vor allem weil da ja auch sehr viele Physiotherapeuten sind die schon l Zeit Berufserfahrung haben Aber wenn wir Gelenktests reden und das ist das erste Thema was ich gerne aufmachen m dann sehe ich, dass sehr viele Menschen an eine Grenze kommen und keine ordentlichen Gelenktests durchführen.

Screening im Personal Training vs. Therapie

Lass mich hier einmal dazwischengrätschen, und zwar, was ist die Definition eines Gelenktests? denn die absolute Mehrheit der Tests involviert Gelenke, aber nicht jeder Test ist ein Gelenktest. Okay, also ich sage einen Test, den man passiv durchführt. In der Physiotherapie sagt man ja, man testet Gelenke aktiv, passiv und assistiv und restriktiv, also es gibt ja verschiedene Formen. Ich finde, der klassische Gelenktest in Rückenlage oder Bauchlage ist ein Gelenktest, bei dem ich das Gelenk teste und schaue oder ich teste verschiedene Qualitäten ab, die ich jetzt gleich mit euch besprechen möchte.

Vorab vielleicht Wolfgang, wie testest du Gelenke? Testest du Gelenke eher aktiv in Übungs- oder in funktionellen Verbünden? Testest du Gelenke auch mal einzeln? Testest du sie passiv?

Lässt du sie nur aktiv testen? Wie testest du Gelenke? Beides. Also grundsätzlich das wichtigste Screening eines jeden Personal Trainers ist das Screening der Übungsausführung.

Das wird ja oftmals ein bisschen differenziert zwischen, ja wir machen Tests und wir machen Training. Dabei ist genau genommen jede einzelne Wiederholung in jedem Training eine Form des Tests. Das Hauptscreening, mit dem du als Personal Trainer zu tun hast, ist zu beobachten, was macht der Kunde beim Training. ob du das jetzt one-on-one machst oder ob du das so machst, wie wir das primär im Online-Coaching machen oder auch ich in dem persönlichen Coaching, das ich mache, über Videos. Denn da habe ich ja im Endeffekt mit aus dem richtigen Winkel, den wir auch grundsätzlich vorgeben, einen sehr guten Einblick und sehe, okay, wie bewegt sich diese Person.

Und je nachdem, wie die Bewegungsabweichungen sind, gibt es zum einen Restriktionen oder zum anderen auch muskuläre Ungleichgewichte. Okay, angenommen, jemand macht eine Kniebeuge geschifftet nach links setzt sich mehr auf die linke aufs linken fuß auf die rechten so jetzt musst du ja weiter austesten was machst du genau da machen wir ein test das erste was ich hier testen w ist L an der H Aber kein Movement sondern ein isolierter Renn Also in dem Fall w wir Den Thomas. Exakt. Okay.

Und danach testest du wahrscheinlich nochmal Sprunglenk. Also grundsätzlich bei der Kniebeuge haben wir hier drei bis vier Gelenke oder Bereiche, die mobilitätstechnisch wichtig sind. Sprunggelenk, dann plus minus das Knie und definitiv die Hüfte und dann gegebenenfalls auch noch die Brustwirbelsäule bzw. Rotation in der Schulter.

Wenn wir jetzt einen Shift nach links haben, wäre mein erster Guest die Hüfte. Damit teste ich die Hüfte isolierter. Der Test, den du kurz erwähnt hast, ist ein Test, der quasi nur das Hüftgelenk testet. Drumherum sieht man natürlich ein bisschen was, aber der Fokus ist klar auf die Hüfte.

Aber es ist immer noch kein komplett isolierter Test. Das heißt, je nachdem, was dabei rauskommt, würde ich noch einen Schritt tiefer gehen und noch isolierter testen. Beispiel die Hüftrotatoren oder isolierter das Sprunggelenk. Okay, verstehe ich.

Was wir machen ist, wir nehmen ja häufig Gelenke in die Hand und testen. Wir testen auch Bewegungen, auch eine Kniebeuge oder so ein Besenzielstretch, aber wir testen auch Gelenke. Sagen wir mal ganz klassisch ein Hüftgelenk oder ein Kniegelenk. Sagen wir Kniegelenk oder Sprunggelenk.

Fünf Qualitätsmerkmale eines Gelenktests

Es gibt bei mir fünf Testqualitäten, auf die ich sehr, sehr großen Wert lege und die sehr häufig keine Beachtung, und wenn sie Beachtung finden, dann nicht die volle Beachtung finden, sondern werden dann so ein bisschen alibimäßig nur ausgeführt. Also, Punkt Nummer eins, Range of Motion. Die Frage, wie weit komme ich mit dem Gelenk? So, völlig logisch, klar, das ist das, was ich mir anschaue.

Für viele ist ein Gelenktest oder ein passiver Gelenktest nur Range of Motion. Da wird anscheinend nur geschaut, wie weit komme ich. Wie weit kann ich das Knie beugen im Seitenvergleich oder wie viel Dorsal-Extension kann ich im Sprunglenk erzeugen im Seitenvergleich. Also habe ich rechts beim Knie eine volle Beugung und links fehlen mir 10 Grad Beugung.

Wenn ich jetzt zum Beispiel die H mir anschaue Wolfgang die teste ich sehr sehr gerne mit gestrecktem Bein Da werde ich in Seminaren immer gefragt warum testest du nicht in H 90 Grad H weil ich habe so eine Abfolge und teste ganz ganz viel bei gestrecktem Knie Ich teste zum Beispiel die Extension vom Knie, die Schlussrotation vom Knie, die Spannung auf der Oberschenkelaußenseite, die Spannung auf der Unterschenkelaußenseite und die Hüftinnenrotation. Also diese 5, 6 Tests mache ich in 4 Sekunden in einer Abfolge gleichzeitig durch und dadurch kriege ich sehr viel mehr Informationen. Okay, bei einer Hüftinnenrotation, da ist der limitierende Faktor ganz häufig der Griff vom Therapeuten.

Und die Leute hören nicht dann auf, wenn das Gelenk aufhört, sondern sie hören dann auf, wenn der Griff nicht mehr weiter geht. Also die greifen mit ihren Händen den Oberschenkel, drehen den nach innen und irgendwann kommen sie aufgrund von ihrem Griff nicht weiter in die Innenrotation. Das heißt, sie müssten nachgreifen und nochmal nachdrehen. Und das tun sie einfach nicht.

Das heißt, den Range of Motion, klar, den teste ich, aber da muss ich wirklich ans Endgefühl ran, beziehungsweise ich muss ans Bewegungsende ran. Das machen ganz, ganz viele Leute nicht. Punkt 2 ist der Point of Restriction. So nennen wir das.

Das heißt, wann habe ich zum ersten Mal einen Widerstand in dieser Bewegung? Kommt der Widerstand nach 20 Grad Innenrotation? Wir sind zum Beispiel bei der Hüftinnenrotation. Nach 20 Grad Innenrotation oder kommt er bei 40 Grad?

Oder kommt er im Seitenvergleich 20 Grad später? Das heißt, wann kommt das Endgefühl? Und das ist wichtig, sich so eine Qualität bewusst zu machen. Das bedeutet nämlich, ich kann nicht einfach ans Bein ran und sofort ans Ende gehen, weil dann überspringe ich ja diesen gesamten Weg der Bewegung, die ich testen möchte.

Und dann gehen solche Qualitäten verloren. Dann weiß ich nicht, wann ich das erste Mal einen Widerstand spüre, sondern dann konzentriere ich mich nur darauf, wie weit komme ich. Also nur auf Range of Motion. Das heißt, Point of Restriction, wann habe ich zum ersten Mal einen Widerstand in der Bewegung, die ich teste?

Das dritte ist die Restriction Curve. Also wie nimmt der Widerstand zu? Nimmt der Widerstand langsam und gleichmäßig zu und wird, je weiter ich ans Bewegungsende komme, auch immer größer? Das wäre normal. oder habe ich so von jetzt auf gleich, also sagen wir mal, wir haben bei 30 Grad Innenrotation einen Point of Restriction.

Da merke ich zum ersten Mal, jetzt gibt es einen kleinen Widerstand und zwischen 30 und 50 Grad oder 30 und 40 Grad kommt ein brutaler Widerstand. Das heißt, die Restriction Curve steigt brutal an und das ist, Völlig ungewöhnlich, das sollte nämlich so eigentlich nicht sein. Ist auch eine Qualität, die ich mitteste und die ich mir auf jeden Fall auch anschaue. Dann schaue ich mir das Endgefühl an.

Fühlt sich das Gelenk weichelastisch an? Fühlt es sich hart an? Fühlt es sich hartelastisch an? Was habe ich für ein Endgefühl?

Wie ist das Gelenk am Ende beschaffen, wenn ich wirklich ans Ende komme? Und dafür muss ich aber auch wirklich ans Endgefühl rankommen. und das sehe ich ganz häufig, vor allem beim Test vom oberen Sprunggelenk, Dorsal Extension, Wolfgang. Wie viel kann ein absoluter Average Mann, wie viel Kraft kann er beim Wadenheben erzeugen? Mit einem Bein.

Average Dude. 40 Jahre Bürotäter. Wie viel Kraft hat er mit einem Bein bei einer Beinpresse? Das kommt natürlich auf die Maschine an, aber wenn wir jetzt keine mit Übersetzung nehmen, 30, 40 Kilo. 30, 40 Kilo plus Körpergewicht. Ja.

Das heißt, durchschnittliches Körpergewicht sind 80 Kilo. Ja. Also 110, 120 Kilo. Das heißt, ich muss auch mit sehr viel, ich brauche schon sehr viel Kraft, um bei der Dorsal-Extension im Sprungleck wirklich mal ans Bewegungsende zu kommen.

Das reicht nicht, wenn ich da mit 30 Kilo gegenschiebe, sondern ich brauche ein bisschen Kraft. Jetzt nicht 120, aber ich brauche etwas mehr Kraft, um ans Bewegungsende zu kommen. Und dann muss ich diese Qualitäten auch noch im Seitenvergleich überprüfen. Das heißt, wie fühlt sich natürlich Range of Motion, schaue ich mir natürlich im Seitenvergleich an, aber auch den Point of Restriction, die Restriction Curve, das Endgefühl, also all diese Sachen schaue ich mir im Seitenvergleich an und erst dann kann ich ein Gelenk wirklich gut bewerten und kann sagen, habe ich eine Auffälligkeit, habe ich keine Auffälligkeit.

Warum ist das so wichtig? Vor allem bei sehr beweglichen Menschen, sagen wir mal Turnen, da ist der Range of Motion häufig gar nicht eingeschränkt. Also selbst wenn die ein Gelenkproblem haben, haben die keine Einschränkung vom Range of Motion, weil die so überbeweglich sind. Da ist dann zum Beispiel ein Indikator wie der Point of Restriction oder die Restriction Curve, die sind viel bessere Indikatoren als nur der Range of Motion.

Auch das Endgef wird sehr wahrscheinlich wegfallen weil selbst bei einem sehr harten oder bei einem gelenktechnischen Problem wird kein hartes Endgef auftauchen sondern das Endgef wird immer noch weich oder auch leer sein Leer im Sinne von, ich habe kein richtiges Endgefühl, weil diese Person so beweglich ist. Deswegen mehr anschauen als nur den Range of Motion oder das Endgefühl und auf jeden Fall immer im Seitenvergleich. Das vielleicht ganz kurz erkläre ich auch in jedem Basisseminar nochmal, Weil ich sehe es auch bei sehr erfahrenen Therapeuten sehr häufig, dass es nicht ordentlich gemacht wird.

Und wenn der Gelenktest nicht ordentlich ausgeführt wird, dann habe ich keine klare Information. Wenn ich keine klare Information habe, habe ich keine klaren Indikatoren und damit kann ich auch das ganze System nicht wirklich gut bewerten. Dann ist es wirklich sehr schwammig und sehr grau. Deswegen ist die Basis der Arbeit, wenn wir uns Gelenke anschauen, wirklich einen ordentlichen Gelenktest durchzuführen.

So, Monolog zu Ende. I'm sorry, Wolfgang. Aber das war mir wichtig. Weil ich dachte, da profitieren bestimmt auch nochmal junge Therapeuten bestimmt auch nochmal von.

Testhäufigkeit und Berufserfahrung

Ein Punkt, der mir hier wichtig ist, um gerade auch die Brücke zwischen Trainer und Therapeut zu schlagen. Für beide sind Tests wichtig. Was ist der größte Unterschied zwischen dem Testing, das ein Trainer durchführt und dem Testing, das ein Therapeut durchführt? Ich würde sagen, ja bitte.

Ich mache. In wie viel Prozent der Sessions testet ein Therapeut? Ein Therapeut testet im Optimalfall in jeder Session. In 100 Prozent der Sessions.

In wie viel Prozent der Sessions? Im Optimalfall. Im Optimalfall. In dem, was Standard sein sollte, beziehungsweise bei kompetenten Therapeuten Standard ist.

Wie viel Prozent der Sessions testet ein Personal Trainer? Einmal ganz am Anfang für das erste Screening und danach sehr wahrscheinlich nie wieder. Sehr wahrscheinlich nie wieder, beziehungsweise wenn Probleme auftauchen. Ganz genau, ja.

Das heißt, wir können sagen, das Testing eines Personal Trainers sind weniger als 5% der Sessions. Vielleicht sogar weniger als 1% der Sessions. Und das ist ein großer Unterschied, weil gerade die technischen Feinheiten, denen ich mit begeisterung zugehört habe was das testing angeht jemand der sehr viel testet weiß genau von was du redest jemand der aber nicht sehr viel testet für den sind diese feinheiten antik zu viel also er wird nie gut werden die absolute mehrheit derer die wenig testen trainer werden nie gut werden in den Feinheiten Deshalb geht es bei den Trainern es geht Testen genauso wichtig wie bei Physiotherapeuten jedoch werden sie deutlich weniger durchgeführt.

Das macht auch grundsätzlich keinen Sinn, zu Beginn jeder Session Testing durchzuführen. In erster Linie dann, wenn du klare Restriktionen siehst, also Beispiel Kniebeuge, ich hatte im Podcast gegeben, ich hatte Der ein Kunden, der hatte eine richtig gute Kniebeuge. Dann habe ich ihn seltener gesehen. Durch Covid war er extrem viel mit dem Auto unterwegs.

Und dann habe ich ihn wieder gesehen, haben wir Beine trainiert und dann halt einfach Sprunggelenksmobilität auf der einen Seite massiv eingeschränkt und er ist kaum unter die Parallele gekommen. Und ich war so innerhalb von nicht mal einem Jahr viel Autofahren und weniger hier trainieren, hat er quasi Sprunggelenksmobilität auf der einen Seite fast komplett verloren. Macht aber natürlich auch irgendwo Sinn, basierend auf den Positionen, die er da regelmäßig eingenommen hat. Das heißt, er hat jetzt kein Problem im Sinne von, das tut weh, sondern es war einfach ein Problem im Sinne von, ich habe die Kniebeuge gesehen und dachte, okay, was ist jetzt hier los?

Ja. Und in dem Fall war es recht schnell klar, dass es Sprunggelenk ist und dann war auch relativ schnell klar, dass halt auch über 50.000 Kilometer hat er in dem weniger als einem Jahr gefahren, was ein Vielfaches mehr ist als zuvor und dass da quasi aufgrund dieser neuen Alltagshaltung diese Restriktion kam, war sinnig. Den Punkt, den ich machen will, wenn irgendwas auffällt im Training, genauer testen oder wenn irgendjemand kommt mit oh, meine Schulter zwickt, wenn ich über Kopfdrücken mache. Dann einfach mal schauen, wo sind da rote Flaggen, was Mobilität und was Stabilität angeht und die dann im Endeffekt mit Training angehen, wenn es größere Baustellen sind, an den Therapeuten raus empfehlen.

Du hast recht, aber ich glaube, dass deine Aussage gerade die ist ein bisschen zu theoretisch gewesen, was das Testing angeht. Also darfst du mich natürlich immer gerne korrigieren. Ich habe so verstanden, dass ein Therapeut, der müsste ja deutlich besser testen, weil er ja viel mehr testet. Das stimmt auch, ja, es stimmt schon in der Theorie.

Ja, es stimmt. Auch in der Praxis, in den oberen 5-10%. Ja, es stimmt. Mein Punkt, den ich noch machen möchte, ist, vielleicht kannst du es vergleichen mit, ich muss echt immer wieder Golf als Beispiel bringen, Weil Golf technisch so anspruchsvoll ist obwohl es so simpel aussieht Deswegen bin ich ein gro Freund von Golf vergleichend Das ist so wie wenn jemand einmal auf der Range den Griff gezeigt bekommen hat und gesagt hat guck mal und so schwingst du oder schl du und danach wird diese Person alleine gelassen und diese Person fährt jetzt fünf Jahre lang jeden Tag auf die Range und schlägt dort eine Stunde Bälle.

Natürlich wird sie besser, aber wenn sie nie wirklich die Schule durchlaufen hat, wie es denn wirklich zu funktionieren hat, dann bringt sie sich das mehr oder weniger selber bei und das ist einfach sehr, sehr schwierig. Also deswegen du brauchst, nur weil du viel testest, du hast zwar vielleicht ein besseres Gefühl, wobei ich auch aus meiner Erfahrung sagen muss, es gibt auch echt Therapeuten, die schon lange dabei sind, die einfach kein gutes palpatorisches Gefühl haben. Und dann hast du manchmal Personal Trainer da, wo du denkst, ach du je, an dir geht ein sensationeller Therapeut verloren, weil du hast so viel Feingefühl.

Man kann es nicht sagen, dass Therapeuten per se bessere Tester oder empathischere Tester, Tester sind als, oder sensiblere, das ist das richtige Wort, sensiblere Tester sind als Personal Trainer. Ja, sie bringen mehr Berufserfahrung mit. Ja, sie sind im Handling sicherer. Ja, sie haben vielleicht eine klarere Erwartung, welches Gelenk welche Bewegungen oder Restriktionen hergibt.

Das stimmt schon. Aber es bedeutet nicht, dass sie per se besser testen, weil da habe ich einfach schon ganz viel Murks gesehen. In Einzelfällen ja, im statistischen Schnitt nein. Beispiel.

Du nimmst 100 Golfspieler, die jede Woche, dreimal die Woche, eine Stunde Bälle schlagen. Und dann nimmst du 100 Golfspieler, die dreimal im Jahr Bälle schlagen gehen. Nach fünf Jahren, ohne dass die gecoacht wurden oder irgendwas anderes, nach fünf Jahren im statistischen Schnitt von den jeweiligen 100, wer hat den besseren Schlagschwung? Die, die mehr geschlagen haben.

Exakt. Und du wirst auch beides, da gebe ich dir vollkommen recht, du hast Outlier, du hast mit Sicherheit Physiorepareuten, die seit 10 Jahren Physio sind und die einfach nicht das Händchen dafür haben. Und dann hast du definitiv auch Personal Trainer, die kaum testen, aber einfach deutlich mehr Händchen dafür haben.

Die 10.000-Stunden-Regel und Intuition

Im statistischen Schnitt brauchst du aber am Ende vom Tag, du brauchst das Volumen. Und im Idealfall brauchst du das Volumen gepaart mit Progression. Das Beispiel, das ich gerne nehme, ist, es gibt ja diese 10.000 Stunden Regel. Wenn du 10.000 Stunden etwas machst, dann bist du ein Experte darin.

Nur weil du 10.000 Stunden im Supermarkt an der Kasse sitzt und kassierst, bist du noch lang kein Experte im Kassieren. Sondern du musst etwas plus minus 10.000 Stunden machen mit einem progressiven Gedanken. Das heißt, wenn du zum Beispiel in einer Praxis bist, wo regelmäßig Tests durchgegangen werden, wo du vielleicht gerade am Anfang jemanden dran hast, der dir drüber schaut oder wo du Tests filmst, um so an ihnen zu arbeiten, dass du besser drin wirst, dann wird das natürlich die Progressionskurve beschleunigen. Also ich habe irgendwann schon den Anspruch immer gehabt, zu wissen, welche Seite eingeschränkt ist oder wie sich das Gelenk anfühlt, ohne es berührt zu haben.

Also das heißt, durch Indikatoren, die ich schon sehe, durch wie stehen die Beine, wie stehen die Füße, wie sind Fußgewirr aufgebaut, weiß ich nicht, also tausend Indikatoren habe ich versucht und irgendwann man entwickelt ein Gefühl und sagt, ich kann mir schon vorstellen, wie das ist und ich würde sagen, in 80 bis 90 Prozent der Fällen liege ich damit sehr, sehr richtig. Deswegen nennt man dich auf der Straße auch Thomas Schamaunbrecht. Ja, das ist richtig. Das ist korrekt.

Wolfgang, stell dir ein anderes Thema wolltest du heute noch machen. Stell dir gerade vor, wie du so einen großen Gong in deiner Praxis hast. Also jetzt versuche ich noch seriöses Geld zu verdienen durch ehrliches Behandeln und ehrliche Seminare. Aber wenn ich das gewisse Alter habe, 55, 60, Wenn die Haare ergrauen, dann werde ich auf jeden Fall nochmal so ein bisschen einen auf Esoterik machen.

Also, um da noch ein Beispiel zu geben, ich glaube, ich habe es schon im Podcast gegeben, habe ich wiederholt, für die, die sich nicht mehr erinnern und die es noch nicht gehört haben. Ich habe mal eine Woche mit Dr. Jerry Ramogida verbracht. Chiropraktiker, Seahawks, was auch immer sein Titel ist, er ist da quasi Chef-Hero, Chef-Therapeut, war zwei Jahre vor Olympia 12 London in England.

Dann hatte UK Track & Field einen Haufen Geld und haben da ein paar Leute eingekauft. Und er war quasi zuständig für die Behandlung von in erster Linie Leichtathletik, diese Kurzsprung plus minus. Und ein zweiter Mann, den sie geholt haben, ist Dan Pfeff. Dan Pfeff ist einer der renommiertesten Leichtathletik-Trainer der letzten 30 Jahre, der auch eine Liste hat, wenn du schaust, mit wem der schon alles gearbeitet hat.

Es ist herausragend. Dan Pfeff habe ich auch pers kennengelernt als ich in Arizona war und damals ihn bzw seine Trainingsprobe besucht habe Ich habe mit Jerry Mojida Dan Pfeff gesprochen und hat mir ein paar Geschichten erz Und eine Sache, die ich super interessant fand, war, basierend auf dem, wie jemand sprintet, konnte Dan Pfeff sagen, hey, adjust C5. also der hat das jetzt angeschaut und dann gesagt, hey, geht zum Behandeln und hat dann basierend darauf gesagt, hey, folgender, folgender Wirbel ist es, den Adjusten. Was sich natürlich ähnlich anhört, wie der hat niemand angefasst, sondern basierend auf wie die Bewegung war, war der imstande zu sagen, wo muss ein Wirbel mobilisiert werden und er lag damit konstant richtig.

Wie kommt sowas zustande? Indem du über 30 Jahre lang Leichtathleten auf höchstem Elite-Niveau in der Geschichte der Menschheit konstant beobachtest, dann natürlich auch Feedback bekommst, was war das Problem, das abspeicherst und so eine Datenbank hast, auf die du zurückgreifen kannst, teils sicherlich bewusst, teils sicherlich unbewusst und so ist es mit Sicherheit auch in deinem Fall, wenn du halt über zehn Jahre lang konstant Leute beobachtest, dann weißt du direkt oder indirekt oder bewusst, unbewusst, wenn folgendes Thematik vorliegt, dann wird das, das und das Problem sein. Und wenn du weißt, okay, eine Sache liegt vor, dann liegt das vor, dann liegt das vor.

Auf der einen Seite hast du mehr Innenrotation in der Hüfte, deswegen hast du auf der anderen Seite mehr Außenrotation in der Hüfte und so weiter. Und dann hast du ja im Endeffekt so eine Datenbank, die aber auch immer wieder, die basiert am Ende vom Tag auf zwei oder drei Faktoren, grundsätzlich, man braucht eine gewisse analytische Gabe oder ein Grundverständnis für ein gewisses Thema, zum Beispiel Bewegung. Zweitens, man braucht eine gewisse Erfahrung, die eine Datenbank aufbaut und drittens, man muss imstande sein, innerhalb dieser Datenbank schnellstmöglich das, was man sucht, zu finden. Absolut, ja.

Und das wird schon besser, je länger man das Ganze betreibt, gar keine Frage. Aber da gibt es dann auch nochmal Qualitätsunterschiede. 100 Prozent. Ich sage nur einfach, im statistischen Schnitt nicht jeder, der zehn Jahre Physio ist, ist ein guter Physio. Das ist einfach, es ist definitiv nicht der Fall und es wird definitiv Personal Trainer geben, die irgendwie zwei Kurse gemacht haben und die einfach besser sind als Physios die seit zehn Jahren Physio sind Aber beides sind in die jeweils andere Richtung Outlier Ja absolut Wolfgang du wolltest noch ein anderes Thema heute bearbeiten und zwar?

Das Thema Sponsoring. Es ist ein Thema, über das in der Basis relativ wenig gesprochen wird, und ein Großteil der Hörer wird das wahrscheinlich in einer oder anderen Weise mal betreffen. Grundsätzlich Sponsoring in meinem Kontext ist natürlich Sportsponsoring, und da hast du im Endeffekt zwei Personen, die an Sponsoring interessiert sind. Das sind entweder Vereine oder Verbände und zum anderen individuelle Sportler.

Und wir haben regelmäßig Anfragen zum Sponsoring, teilweise mit schön aufgearbeiteten, professionellen Slides, so ich mache das, ich mache das, ich mache das. Und ich finde es immer recht schade, weil die absolute Mehrheit, ihnen fehlt das Grundverständnis für Sponsoring und dementsprechend sind sie auch kaum wirklich erfolgreich. Und mit wirklich erfolgreich meine ich grundsätzlich, ich unterscheide in zwei Formen Sponsorings. Also Sponsoring slash Marketings.

Das eine Sponsoring ist, dass sich zwei treffen, wo ein Austausch von Wert stattfindet. Also Beispiel, wenn der Training und Therapie Thomas Armbrecht Trikotsponsor bei Darmstadt wird. Dann steht da vorne auf dem Trikot Training und Therapie Thomas Armrecht und deswegen wird eine gewisse Awareness für die Marke und dementsprechend auch die Arbeit von Thomas Armrecht geschaffen. Achso, ich dachte für Dortmund.

Geschaffen. Warum Dortmund? Ich dachte, ich war gerade irgendwie beim Trikotsponsor Dortmund. Okay, wir können auch Trikot FC Bayern.

Trikotsponsor und dementsprechend haben mehr Leute Interesse an deinem Service. einfach. Also Beispiel, wenn wir einen Stuttgart-Fußballverein haben und da Trikotsponsoren, Mercedes, Südmilch oder Gazi sind, dann ist das Ziel, durch diese Trikotsponsoring Interesse und Aufmerksamkeit für den Brand zu schaffen, dass entsprechend Mercedes mehr Autos verkauft oder direkt oder indirekt mehr Autos verkauft. Die andere Form von Sponsoring, die wir in vielen Sportarten haben, leider, weil sie aus meiner Sicht zu kurzsichtig gedacht ist, ist du kannst es als eine Art Prestige-Sponsoring ansehen. Beispiel, du bist Mittelst hier in Stuttgart der Autozulieferer ist Das hei du machst reines B2B Du stellst irgendwelche Kleinteile her die du dann weiterverkaufst an einen anderen Zulieferer oder an die Automobilfirma Wenn du jetzt Sponsor von einem Fußballverein bist, welchen Wert hat das für dich tatsächlich marketingtechnisch?

Verkaufst du ein einziges Teil mehr? Nee. Nee. Da gibt es ein bisschen Ausnahmen.

Was ich auch zählen lasse, ist, dass du aufgrund von diesem Sponsoring einen gewissen Zugang hast und dass du über diesen Zugang dann im Endeffekt gewisse Deals abschließen kannst, das funktioniert aber tatsächlich nicht. Genau, das wäre jetzt auch noch meine Idee gewesen. Das funktioniert aber in der Praxis deutlich schlechter, als man denkt. Und für die meisten ist es einfach nur so, ich bin Sponsor von.

Und das Problem bei sowas ist, das ist nie nachhaltig, denn das baut darauf auf, dass der, in dem Fall Mittelständler, einen gewissen Überschuss hat und diesen Überschuss quasi spendet. Denn es ist kein Sponsoring im klassischen Sinn, es ist kein Austausch von Wert, sondern der gibt quasi Geld, um sich damit assoziieren zu können, aber es hat rein wirtschaftlich keinen direkten positiven Einfluss. Und das ist eine Art von Sponsoring, die oftmals erwartet wird, die aber nicht zielführend und nachhaltig ist. Also wenn ich Beispiel jetzt rein theoretisch, Thomas Armbrecht macht jetzt ein Jiu-Jitsu-Turnier und wird deutscher Meister im Jiu-Jitsu.

Schlechtes Beispiel. Dein Bruder, weil du hast 11.000 Follower, aber dein Bruder oder 12.000 oder 13.000, dein Bruder Tobias Armbrecht macht ein Jiu-Jitsu-Tournament und hat dann irgendwie seine 600-800 Follower auf Social Media und ist jetzt deutscher Meister im Jiu-Jitsu und stellt jetzt eine schöne Mappe zusammen und will im Gegenzug von Firmen oder Produkte umsonst Geld. Dann ist die große Frage, die er sich am Ende vom Tag stellen muss, dass es tatsächlich erfolgreich wird, ist, welchen Gegenwert schaffe ich tatsächlich? Also wenn du jetzt zum Beispiel, wenn jetzt zum Beispiel du, Deutscher Meister wird im Jiu-Jitsu und du 13.000 Follower hast, dann kannst du quasi sagen, hier im Schnitt schauen meine Story, 2.000 Leute, ich promote den Brand, schaffe mehr Awareness für den Brand und sorge dafür, dass der Brand mehr Produkte verkauft, zum Beispiel Ghee, als einfaches Beispiel.

Wenn du aber keine Reichweite hast, beziehungsweise wenn du keine realistische Reichweite hast, oder wenn du eine Reichweite hast, die nicht relevant ist, Also wenn zum Beispiel Tobias Ahlenbrecht bei Mercedes anfragt, das ist unrealistisch, aber die Grundidee des Beispiels ist korrekt, dann ist es natürlich für Mercedes komplett uninteressant. Denn das ist keine relevante Reichweite. Denn absolute Menge an Personen, die möglicherweise einen Mercedes kauft von seinen 600 bis 800 Follower, ist extrem gering. und so vor allem finde ich, die Leute überschätzen sich auch und sie tun zu wenig am Ende vom Tag, Sponsoring ist kein Charity du musst etwas tun und du musst im ersten Moment wenn du was willst, dann musst du zum ersten Moment was bringen und wenn du sagst, hey, guck mal ich habe so und so viele Follower, wir machen YouTube Videos und so und so kann ich den Brand promoten, wenn du so eine Strategie hast, wo ich dann sehe, 5.000 bis 10.000 Klicks und mittlerweile gibt es ja auch technologische Möglichkeiten zu verfolgen, nicht nur wie viele Leute schauen das Video, sondern wie viele Leute verfolgen dann auch den gesponserten Artikel und wie viele Leute kaufen dann direkt, dass man ein bisschen ein Gefühl dafür bekommt, wie hoch ist der Wert eines solchen Sponsorings tatsächlich.

Influencer-Marketing und soziale Medien

Und das ist natürlich auch, diese technologischen Möglichkeiten sind definitiv ein von den beiden größten Punkten, warum Influencer-Marketing in den letzten 10 Jahren dieses Marketing-Business massiv revolutioniert hat. Und ein weiterer Punkt ist, dass Influencer-Marketing nicht nur deutlich nachvollziehbarer ist, sondern es auch viel mehr darauf aufbaut, dass tatsächlich jemand abliefert. Ja, und du erzeugst ja viel mehr Emotionen als in einem kurzen Werbespot. Also wenn ich jetzt einen kurzen Werbespot mache, wo ich, weiß ich nicht, dann die Sahne, sage ich jetzt einfach mal so einen Joghurt, und da ist ein kurzer Werbeclip, der mir suggeriert, hey, mit Danny Sahne, da bist du schon sehr nah dran an diesem Perfect Happy Life mit einem Golden Retriever und einem Haus und einem Mittelklassewagen und ihr habt eine gute Zeit bei euch im Garten auf der H So und diese Emotion die wird 10 Sekunden transportiert Durch so Influencer kriege ich aber nonstop dieses Gef Also ich kriege mehrfach am Tag, vielleicht in Summe eine Minute am Tag kriege ich oder eineinhalb Minuten wechselnden Content, emotional beladenen, persönlichen Content von jemandem, den ich mir aussuche.

Also ich finde jetzt Wolfgang Unsoll total cool. Ah, nee, schlechtes Beispiel. Okay, sagen wir, ich finde dich cool und dann sage ich, ja, der Wolfgang, also das Beispiel hinkt jetzt, aber der Wolfgang, der ist immer Danni Sahne und der trainiert immer und der ist total happy und das finde ich cool, also kaufe ich mir jetzt auch Danni Sahne. Das ist natürlich nochmal ganz anders und triggert mich ja nochmal komplett anders.

Oder ein anderes Beispiel, der Wolfgang, der ist so muskulös und stark, der ist immer Danni Sahne, deswegen kaufe ich mir die auch. Jetzt gibt es einen anderen Influencer, das ist vielleicht eine alleinerziehende Mutter und die holt auch immer dann die Sahne und sagt, wenn mein Kind abends endlich mal schläft, dann gönne ich mir dann die Sahne auf der Couch. Und dann ist es ja eine andere Emotion, für die ich mich aber bewusst entscheide, indem ich diesem Influencer folge. Dieses Influencer-Marketing ist deutlich spezifischer, du kannst viel mehr Kanäle bespielen und die Marke kann das sein, was sie für dich sein muss, um dich davon zu überzeugen.

Es ist sehr, sehr spannend. Ich finde es schade, dass Social Media nur noch Werbung ist. Also, ja, es ist eigentlich nur noch Werbung. Wenn ihr mal durchklickt, wie viele Seiten kriegt ihr angezeigt, denen ihr aktiv folgt?

Wie viele Werbeanzeigen kommen zwischen Seiten, denen ihr aktiv folgt? Ich glaube, in Storys ist es jede dritte Story, ist eine Story, ist Werbung in der Story. Und bei den normalen Posts wenn man runterscrollt glaube ich jeder zweite Also es ist absurd Es nimmt so viel Platz ein und das ist eigentlich sehr schade Und das sind ja prim die bezahlten Werbungen So wenn du einen Influencer hast dann ist es ja nicht also das sind Werbungen die Instagram sch w beim Influencer dass das ein eigener Content ist. Am Ende vom Tag, wenn du ein Sponsoring einfrägst, dann ist das grundsätzlich eine gute Sache, aber du musst dir klar sein, welchen Wert vermittle ich und am Ende vom Tag bist du am Anfang immer in der Bringschuld, weil zu sagen, Und XY ist der Wert, aber wenn du keinerlei Nachweis hast für diesen Wert, dann wird am Ende vom Tag niemand, der da ein bisschen mitdenkt, sich auf diesen Deal einlassen.

Jake Paul und die Macht der Reichweite

Ich habe vielleicht noch eine ganz kurze Empfehlung an der Stelle, dass dieses Thema vielleicht ganz gut aufgreift und vielleicht sogar noch dein Interesse wecken könnte. Wobei ich dir sogar zutraue, dass du es vielleicht schon gesehen hast. Hast du die Dokumentation über Jake Paul gesehen? Die Doku nicht, aber ich weiß ziemlich genau, was er macht und wie er es macht.

Genau, Jake Paul ist eigentlich Influencer, hat mit seinem Bruder angefangen, Videos zu drehen. Gibt es auf Netflix, Jake Paul. Ich weiß nicht, ob die Doku so heißt, aber die geht um die Paul-Brüder. Und da sieht man einfach, dass Reichweite alles heutzutage ist.

Reichweite ist heutzutage alles. Reichweite ist mehr wert als Geld, weil aus Reichweite wird automatisch Geld. Und der ist einfach geschafft, der ist Musiker geworden. dann ist er Profiboxer geworden. Er hat gegen echte Menschen gekämpft, die wirklich professionell kämpfen.

Hier, der hat doch gegen Dings gekämpft, gegen diesen einen MMA-Fighter. Weißt du noch, wie ich meine? Ich habe alle seine Kämpfe gesehen. Also, das ist ja ein Hobbyboxer und ich meine, dafür kämpft er schon wirklich ganz ordentlich.

Und warum kann der solche Kämpfe machen? Wie heißt der denn nochmal? Ach, ich komme nicht auf den Namen. Es ist einfach montags früh. der Boxer mit dem Tattoo ums Auge, Mike Tyson, Mike Tyson hat im Interview gesagt, Jake Paul hat das Boxen gerettet, weil Boxen ist ausgestorben mit immer mehr MMA und er hat es geschafft durch Reichweite da wieder einen Fokus drauf zu legen Also schaut euch diese Doku mal an Ich finde die nur interessant unter dem Gesichtspunkt Werbung Reichweite und Sport auch noch ein bisschen.

Der aktuelle Zustand des Profiboxens

Da würde ich kurz eingrätschen und Mike Tyson widersprechen. Er hat Boxen nicht gerettet, denn das, was er macht, ist nicht reproduzierbar. Das, was er macht, ist... Ich weiß, was Mike Tyson meint.

Er meinte das in Bezug auf dass Boxen einfach kein mediales Interesse mehr genossen hat durch MMA und alles Mögliche. Und Jake Paul, der die junge Generation wieder so ein bisschen dahin geführt hat. Boxen hat kein Interesse mehr, weil die Organisationen und die Leute, die dahinterstehen, Boxen ruiniert haben. Jake Paul kann Boxen nicht retten, denn das, was er macht, kann nur er und eine ganz kleine, ausgewählte Hand von Leuten, die so viel Interesse generieren.

Was Jake Paul gut genutzt hat, ist, den Fakt, dass Boxen nicht mehr interessant ist und basierend auf seiner Reichweite und dem Marketing, das er macht, hat er eine Möglichkeit geschaffen, einer der bestverdienten Boxer aller Zeit zu sein, ohne dass er tatsächlich gut boxen kann. Und dafür viel Respekt, aber Boxen ist, auch ein Jake Paul wird Boxen nicht retten, Boxen ist vorbei. So schade es ist. Es ist echt schade.

Aber selber schuld. Ich habe letztens Arthur Abramkin kennengelernt und es war schon sehr beeindruckend.

Schlussworte und Handlungsaufforderung

Wolfgang, ich würde sagen, machen wir die Folge dicht. Ich freue mich sehr auf nächste Woche. Liebe Zuhörerinnen, liebe Zuhörer, gerne nochmal eine 5-Sterne-Bewertung bei Spotify da lassen. Gerne uns beiden noch auf Instagram folgen, solltet ihr das noch nicht tun, denn Reichweite ist key und ich möchte unbedingt Wolfgang gegen Jake Paul irgendwann antreten sehen.

Dafür braucht er aber noch ein bisschen Reichweite, dass er in den DMs von JP auch irgendwo mal oben erscheint. deswegen gerne folgen alles Liebe, alles Gute und Wolfgang, bis bald Ciao, gute Woche

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