Einstellung des YPSI-Tool-Seminars
Wolfgang, was gibt es Neues? Was beschäftigt dich aktuell? Gibt es Dinge, die dich beschäftigen, außer Bubbles? Was gibt es Neues?
Wir haben letzte Woche eine Lösung gefunden für dieses Thema YPSI-Tool-Seminar. Oh ja. Die Lösung kann ich nicht ganz öffentlich machen, aber am Ende vom Tag sieht es so aus, dass das Seminar gab es jetzt ein Jahr nicht. Ich wurde zweimal angesprochen in der letzten Woche, wenn es das wieder gibt und es wird es nie wiedergeben.
Wir haben aber eine alternative Lösung gefunden. Der Grund, warum es nicht wiedergehen wird, die Firma, die das Tool herstellt, stellt den Betrieb ein und die Tools sind handgefertigt und da eine gleichwertige Alternative zu finden, wird nicht passieren. Dementsprechend ist das, was es noch gibt, das, was es noch gibt. Wir haben da jetzt eine Lösung gefunden, die wir diese Woche noch etwas ausarbeiten und dann in den nächsten Wochen kann ich dazu mehr sagen.
Hast du schon mal so ein Tool in der Hand gehabt? Ja, selbstverständlich. Bei mir? Nee, ich glaube bei meiner Freundin.
Ah, okay. Ja, also schade. Ich dachte jetzt, du implementierst es irgendwie noch in irgendein anderes Seminar, aber gut, wenn es das Tool nicht mehr gibt, dann ist es natürlich sehr schade. ich habe vor Jahren eine Arte Amazon gesehen das war so eine Dreiviertelstunde und Teil dieser Arte waren Ausschnitte von Interviews mit Jeff Bezos und der letzte Punkt der Doku die er gemacht hat ist dass quasi jedes Business ein MHD hat und er hofft dass das von Amazon dann ist wenn er nicht mehr bei Amazon ist Was meinst du mit MHD? Mindesthaltbarkeitsdatum.
Entwicklung von Seminarstrukturen und Hybrid-Lösungen
Ein Expiry Date war der Begriff, der vielleicht noch ein bisschen besser ist als ein MHD. Ein Expiry Date, alles hat seine Zeit und entscheidend ist es, dann die nächsten Schritte zu machen. Und ein Punkt, den wir in den letzten Jahren mehr verfolgt haben, ist, das Seminarthema etwas mehr zu fokussieren, was leider auf Kosten der kleineren Seminare geht. Sprich, unser Angebot ist bei weitem nicht mehr so umfangreich, wie es in der Vergangenheit war.
Wir haben aber hier schön geschaut, dass wir vor allem mit Hybridlösungen beziehungsweise eigenständigen Online-Lösungen Alternativen schaffen. Und ich denke, so alternative Seminarangebote ist definitiv etwas, das für beide Seiten viele Vorteile mitbringt. Zeitliche Flexibilität, örtliche Flexibilität sind zwei große Themen.
Umstrukturierung der Advanced-Seminarreihe
Wir haben genau das Gegenteil getan. Wir haben jetzt in unserem Advanced-Seminar, haben wir uns dazu entschieden, das vierte Advanced-Seminar. doch komplett physisch anzubieten. Also da war so ein Hin und Her zwischen, soll man das physisch machen, soll man es digital machen? Viele Leute haben gesagt, mach es doch digital, da brauche ich nicht extra nach Darmstadt kommen.
Dann haben wir es digital gemacht, dann hieß es, ah, warum ist es digital? Dann haben wir uns selber nochmal lange zusammengesetzt und haben jetzt gesagt, wir machen folgendes. Und zwar, wir splitten die Seminare nochmal, beziehungsweise wir entschlacken sie, Aber nicht im Sinne von, dass wir Inhalte weglassen, sondern dass wir die Inhalte etwas verschieben. Weil ich muss echt sagen, wir haben in so einem Advanced-Seminar 1 Unterschenkel, hatten wir Fuß, Unterschenkel, Knie.
Da hast du mit Testing und allem drum und dran knapp 60 Tests gehabt. 60 Tests plus alle Korrekturen plus theoretischen Hintergrund. das war einfach viel zu viel zu viel dafür, dass es auch wirklich komplex ist. Dann haben wir gesagt, okay, wir nehmen einen Teil vom Knie ins zweite Seminar Daf nehmen wir vom zweiten Seminar die Themen Organe die eine sehr sehr gro Relevanz haben wo ich heute auch noch mal ganz kurz darauf eingehen m Sehr gern Das Thema nehmen wir in das dritte Seminar und aus dem dritten Seminar nehmen wir die Halswirbels und packen sie ins vierte Und dann haben wir das Ganze etwas entzerrt.
Jeder hat mehr Zeit, denn das Feedback war einheitlich. Bestes Seminar, das Sie je besucht haben, trotz Osteopathie und manueller Therapiefortbildung. bestes Seminar, was roten Faden Logik und Nachvollziehbarkeit und Effektivität angeht, aber doch manchmal zu viel in einem Seminar. Und ich finde, es ist eigentlich ein Kompliment, weil man gibt sehr viel auf kurze Zeit runtergebrochen. Ich finde das immer, ich hasse es, wenn ich in einem Seminar bin und ich habe das Gefühl, hier wird Zeit geschunden, weil irgendwie, weiß ich nicht, der inhaltliche Background fehlt.
Das finde ich das Schlimmste. Aber da haben wir es ein bisschen zu gut gemeint und haben zu viel in die Seminare gepackt und deswegen jetzt etwas aufgetröselt und dafür aber alle physisch und das ist wirklich ein absolutes Brett.
Inhalte des Advanced Seminar 4
Was ist der Titel von Advanced Seminar 4? Halswirbelsäule und am Ende, also wir machen die Halswirbelsäule nochmal sehr intensiv, wir machen alle Sicherheitstests für die Halswirbelsäule. Kiefer machen wir noch ein bisschen mit und Krankheitsbilder, also Halswirbelsäule, Krankheitsbilder, dass wir da nochmal sagen, welche Krankheitsbilder gibt es. Du lernst ja überall Testing und die Therapie und auch Differenzialdiagnostik durch Indikatortests.
Und im vierten Modul gehen wir nochmal wirklich konkret Krankheitsbilder durch. Was sind die häufigsten Probleme, die auftreten, wenn Meniskus einklemmt? Wie kann ich ein Meniskus nochmal gezielt? Also da geht es wirklich um die gezielte spezifische Intervention von Krankheitsbildern.
Dafür sind aber natürlich die Seminare vorher notwendig, weil sonst reden wir nicht über das Gleiche und wissen auch nicht, mit welchen Techniken man was macht. Natürlich gibt es in anderen Advanced-Seminaren auch schon, wird auch schon erklärt, wie man was macht, aber wirklich zusammengefasst alle Krankheitsbilder im vierten. Und was man macht im vierten ist, was sehr viele sich nochmal gewünscht hatten, war, ich zeige eine vollständige Behandlung, ein vollständiges Screening, ein vollständiges Testing und eine Therapie in Echtzeit. Also nicht nur, ja und dann macht man mal das und das, sondern ich zeige wirklich, wie man das Ganze macht.
Und dann gehen wir nochmal wirklich durch dass die Therapeuten eine komplette Behandlung auch machen Also komplettes Screening komplettes Testing komplette Therapie und wir gehen rum und kontrollieren oder beantworten Fragen weil das war auch da war dann so viel dass sie gesagt haben ey mega aber ich h gerne nochmal mehr Korrektur f das was wir machen dass das auch wirklich sitzt und genau das machen wir alles nochmal im vierten Seminar. Und ich glaube, das ist wirklich sehr gut, dass man das nochmal aufgetrüsselt hat, weil es war sehr vielfachlich, also sehr, sehr viel.
Der Wert von Fallstudien in der Lehre
Diese Fallbeispiele. Bitte, sag. Fallbeispiele ist etwas, was ich sehr schön finde. Auch, dass ich über die letzten Jahre immer mehr und mehr eingebaut habe, gerade beim Thema Programmdesign, das so breit ist, das dann zusammenfassen und anzuwenden.
Einzelne Prinzipien zu kennen und sie zu verstehen, ist eine Sache, aber dann, wenn da jemand vor einem steht, die anzuwenden, ist eine andere Sache. Zwar mit so Fallbeispielen zu arbeiten, ist auch was, wo ich immer wieder gesehen habe, dass das der Schlüssel ist, dass quasi die Brücke von der Theorie zur Praxis besser geschlagen wird. Also definitiv und ich habe zum Beispiel im Basisseminar im Basisseminar 2 haben wir zum Beispiel ein Beispiel, das finde ich sensationell, neben ganz vielen anderen Beispielen von einer Frau, die mit, ach na, ich will es jetzt nicht zu viel spoilern, wie kann ich das erklären?
Da hat eine Frau, hat Probleme, ich sage jetzt nicht was für Probleme und die läuft. Und ich habe ein Video, wie sie läuft. Das hat nämlich eine Bekannte aufgenommen, als die draußen auf einer Taterbahn laufen war. Und man sieht einfach nicht, man sieht einfach nur ein Video, wie sie läuft.
Wenn man das aber ins Slow-Mo macht und genau hinguckt, dann sieht man, wie der Körper koordinativ kompensiert und wirklich ein komplett anderes Gangbild hat. Das ist aber so krass, weil das fällt einem nicht auf, wenn man das Video in normaler Geschwindigkeit sieht, dann denkst du, die läuft. Dir fällt schon auf, irgendwas ist komisch, aber du weißt nicht was. Und wirklich erst in Slow-Mo nah ran gesumt, siehst du auf einmal, wie völlig wir sie, jetzt hätte ich es fast gesagt, wie völlig wir sie einfach läuft, sage ich mal.
Und das ist geil, weil du siehst, ah, so kompensiert der Körper also gewisse Probleme. Und dass der Körper kompensiert, ist ja völlig logisch. Also, wenn ich jetzt umknicke, dann habe ich Probleme oder Schmerzen im unteren Sprunggelenk oder oberen Sprunggelenk oder sagen wir einfach Sprunggelenk im Allgemeinen. Und dann entsteht ja nicht aus mir heraus die Idee, okay, scheiße, mein Sprunglenk ist nicht gut.
Ich glaube, ich werde jetzt die Bodenkontaktzeit verkürzen und die Schrittlänge werde ich anpassen. Sondern das passiert ja im Umgang.
Unterbewusste Kompensationsmuster in der Bewegung
Unterbewusstsein, in dem der Körper versucht, eine bestmögliche Kompensation zu entwickeln, koordinativ, aber auch mit Muskelspannung und, und, und, oder auch was Muskelansteuerung angeht, das passiert ja alles unterbewusst. Und da sieht man, das macht der Körper ja nicht nur bei einem Sprunglängsproblem, sondern eben auch bei jedem anderen Problem im System. Und genau, deswegen, das ist schon sehr spannend, sich da auch Fallbeispiele anzugucken und zu gucken, wie kompensiert der Körper denn wirklich. Ja.
Ansonsten hätte ich noch ein kleines Thema und zwar nochmal Organzusammenhänge würde ich gerne nochmal besprechen. Aber erzähl erstmal Wolfgang, was hast du denn auf deiner Agenda heute? Das Thema Organzusammenhänge ist ein schöner Start. Ich hatte dir vorher noch ein Foto geschickt.
Oh ja. Das lass uns da danach. Sag nochmal ganz kurz, welches Foto das war. Ah ja, genau.
Können wir schon mal anspoilern für die Leute, die dann wissen wollen, über was es noch geht in der Folge. Vielleicht kannst du mal ganz kurz anteasern. Thema Halswirbelsäule und Kreuzheben.
Kritik an der 'Evidence-Based'-Bewegung
Also grundsätzlich auf meiner Website gibt es einen Artikel dazu und ich mache einen Punkt in jedem Modul 1 und dieses Foto, das ich dir vorher geschickt habe, unterstreicht diesen Punkt nochmal sehr eindrucksvoll. Also es geht um die Halswirbelsäulen-Position beim Kreuzheben, das machen wir auch noch heute in der Folge. Ey, was ein roter Faden, Wolfgang. 2024, Wir sind richtig auf einem neuen Niveau hier. Also, ich habe in letzter Zeit immer mehr, und es ist wirklich ein leidiges Thema, weil es immer wieder kommen, wir haben es bestimmt auch schon zehnmal besprochen, aber es ist leider omnipräsent, und zwar dieses Thema Evidenz.
Ich finde es ganz, ganz schwierig, und man teilt irgendein Video, und diese Videos, die wir teilen, das machen wir kostenlos. Also wir verdienen damit kein Geld mit irgendwelchen Reels, Da steckt viel Arbeit dahinter. Das heißt, ich muss mich hinsetzen. Luna muss das Ganze schneiden, unsere Content-Creatorin, liebe Grüße.
Die muss das Ganze schneiden. Wir müssen es hochladen. Wir zahlen sogar noch Geld dafür, dass wir Musik unterlegen und diese quasi Musiklizenzen kaufen. Wir verdienen damit jetzt kein Geld.
Und wir teilen Wissen und Inhalte, die aus über 15, 16 Jahren praktischer Anwendung als sehr potent und funktionierend sich herausgestellt haben Und dann immer dieses Argument von Leuten das finde ich ist liebig wo ist die Studie Und wir haben schon tausend Mal dr geredet Wolfgang aber ich muss es einfach nochmal sagen, ich hasse dieses Argument. Ich finde, man kann auf jeden Fall nachfragen, also bitte nicht falsch verstehen, man darf immer gerne fragen, hey, gibt es eine Studie dazu? Die verstehe ich voll. Und wenn man das fragt, ist es auch völlig in Ordnung.
Man muss aber, das ist ja die Frage, wie fragt man? fragt man aus einem Interesse oder fragt man schon mit diesem kritischen Unterton nach dem Motto, wo ist die Studie, die XY belegt. Und ich finde das sehr, sehr, sehr schade, weil ich liebe die Therapie, ich liebe diesen Beruf, aber ich finde es schade, dass dieser Diskurs gar nicht mehr stattfindet, sondern nur noch die Frage ist, wo ist die Studie, die das belegt.
Einladung zum Dialog an evidenzbasierte Praktiker
und da waren dann, ich habe da noch teilweise Kommentare gelöscht, weil ich mir dachte, die waren so böse und so abwertend, dass ich gedacht habe, sorry, das ist meine Plattform, das brauche ich jetzt nicht hier und habe dann Kommentare gelöscht und dann habe ich diese Leute angeschrieben und habe gesagt, hey, pass auf, schade, dass du so dass die Leute sich ja auch gar nicht auf eine normale Diskussion einlassen schade, dass du so bösartig einfach nur darunter kommentierst, aber ich biete dir folgendes an wir nutzen deine Kompetenz über evidenzbasierte Therapie und meine Reichweite, um die gesamte Therapie positiv zu beeinflussen.
Du kommst vorbei und wir drehen einen YouTube-Vlog oder du kommst zu einem Podcast und dann sprechen wir über evidenzbasierte Therapie, aber über 100-prozentige evidenzbasierte Therapie, denn deine Kritik ist ja, alles, was nicht evidenzbasiert ist, das funktioniert nicht. Und das Schlimmste, finde ich, wenn man diese intellektuellen Kritiker, Wenn man nicht mit denen einer Meinung ist, wird man immer als dümmlich und nicht aufgeklärt dargestellt. Das finde ich ganz, ganz schlimm. Denn mir hat dann irgendeiner geschrieben, wo ist die Studie?
Da habe ich gemeint, es gibt keine Studie, aber ich kann dir sagen, aus 18 Jahren Berufserfahrung, das funktioniert. Oder funktioniert bei 80% aller Patienten. Und dann kam, so traurig, dass man nach 18 Jahren Berufserfahrung immer noch völlig unaufgeklärt im Jahr 2023 behandelt. und so und da denke ich mir dann gucke ich mir den kerl an und das jetzt nicht böse gemeint aber der kerl ist ist 21 ist ein physiotherapie theoretiker hat wahrscheinlich in seinem leben vielleicht 2000 behandlungen gemacht also nicht b gemeint absolut nicht aber ich finde dieses wenn man man kann kritisch sein aber das ist so gegen all die leute die seit 30 40 50 Jahren in der Therapie sind und behandeln und Erfolge haben und aber auch genau wissen was sie nicht behandeln k Sich vor die zu stellen und zu sagen, ihr seid erstmal alles dumme Scharlatane, weil das, was ihr tut, hat keine Studie.
Das finde ich so überheblich und so schade und das hilft nicht diesem Diskurs. Also es ist ja kein konstruktiver Diskurs, der stattfindet, sondern es ist einfach nur, zeig mir die Studie. Ich habe die Leute eingeladen, ich habe die Leute auch per DM angeschrieben und da kam dann nichts zurück. Vorher fünf Kommentare geschrieben unter meinem Video, dann eine DM geschrieben, höflich eingeladen, gesagt, hey, das wäre doch cool, du möchtest anscheinend die Therapie positiv beeinflussen, ich möchte es auch. wenn du der Experte für evidenzbasierte Therapie bist, komm bitte vorbei, wir nutzen die Reichweite, meine Reichweite, deine Kompetenz.
Kam nichts. Nochmal geschrieben, wieder nichts. Nochmal geschrieben und geschrieben, schade, dass hier nichts kommt. Kommt Nachricht von einer Instagram-Teilnehmerin oder von einer Dame auf Instagram.
So nach dem Motto, ja, sorry, dass ich arbeiten muss, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen und nicht Zeit habe, hier sinnlose Instagram-Nachrichten zu beantworten. Und ich dachte mir so, ey, du hast doch gerade fünfmal Zeit gehabt, Kritik in der Öffentlichkeit zu äußern. Und jetzt, wo ich dich einlade und dir die Chance biete, das ganze Thema positiv zu beeinflussen, da bist du auf einmal nicht mehr da.
Die Unmöglichkeit einer 100% evidenzbasierten Praxis
Aber die Einladung gilt, wer 100% evidenzbasiert therapiert, ist herzlich eingeladen, bei mir vorbeizukommen. Dem zeige ich auch gerne, was ich mache. Weil das, was wir machen, hat auch Evidenz. Wir haben auch Inhouse-Studien aufgesetzt und haben die durchgeführt.
Denn wir haben auch Sportwissenschaftler, ich habe auch noch Soziologie studiert, ich habe so viel Statistik in meinem Leben gehabt, die haben wir auch alle in-house gemacht, nur ich finde in so einem Diskurs brauche ich auch nicht meine eigenen Studienergebnisse und Beobachtungen, die wir dokumentiert haben, darzulegen, das ist völliger Quatsch. Aber ich lade euch herzlich gerne ein, kommt vorbei. Aber dann bin ich auch kritisch, muss ich sagen. Weil dann möchte ich ja quasi, dass alles, was dort stattfindet, muss ja dann evidenzbasiert sein.
Das heißt, wenn jemand mit Knieschmerzen kommt und jemand fragt, Hallo, guten Morgen, wie geht es dir? Wäre meine erste Frage, hat das allgemeine Wohlbefinden Auswirkungen auf diese Knieschmerzen? Wo ist die Studie? Wenn nein, warum fragst du das?
Das ist nicht mehr evidenzbasiert. Damit könntest du eine persönliche Beziehung aufbauen und einen Nocebo- oder Placebo-Effekt hervorf Das hei jede Frage jeder Handgriff w Bedarf eigentlich einer wissenschaftlichen Studie Und damit kommen wir schon an den Punkt dass es v irrelevant ist es wird nicht funktionieren Und was passiert wenn der Patient n Stunde kommt und sagt es war deutlich schlechter Also die Intervention oder die Tipps oder das Training oder was auch immer stattgefunden hat es hat es deutlich schlechter gemacht ich f mich deutlich schlechter Dann muss ja der Therapeut sofort Studie B in der Hand haben und sagen, wenn Studie A das hervorruft, dann müssen wir jetzt Studie B machen.
Das meine ich jetzt nicht ironisch, sondern es würde mich wirklich interessieren, wie 100% evidenzbasierte Therapie in der Praxis aussieht. Ich würde wirklich gerne lernen, nochmal, das ist nicht ironisch, ich würde wirklich gerne lernen, wie das funktioniert und lade alle Leute herzlich gerne ein zu uns in die Praxis oder auch gerne hier in den Podcast oder aufs TNT Summit, der mir das zeigen kann. Denn jeder, der mich kennt, weiß, ich bin immer an Austausch und an Entwicklung wirklich interessiert. Ich treffe mich mit allen Therapeuten, mit Sven Knippalz, mit allen möglichen Leuten in meiner Freizeit, um durchzusprechen, wie behandelt ihr, was sind eure Therapieansätze, was funktioniert, was funktioniert nicht, welche Entwicklungen oder Verständnisse haben sich über die Zeit entwickelt.
Und das finde ich sehr, sehr, sehr schade. Ich komme jetzt langsam zu einem Ende, sorry. Es finde ich sehr schade, dass einfach dieser Diskurs nicht stattfindet, sondern einfach nur mit diesem intellektuellen Schutzschild von Evidenz vorgehalten wird. Finde ich sehr schade.
So, jetzt bin ich auch schon zu Ende, Wolfgang.
Organ-Muskel-Verbindungen und der Blinddarm
Und vielleicht noch den letzten Punkt. Darf ich noch einen Punkt machen und zwar zu dem Thema Organzusammenhänge? Wolfgang, bist du noch da? Schieß los.
Also, das letzte Thema Organzusammenhänge. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass zum Beispiel eine Blinddarmentzündung oder ein sehr potentes Blinddarmzeichen ist Schmerzen beim Anheben des Beines. Das heißt, wenn du eine brutale Blinddarmentzündung hast, kannst du dein rechtes Bein quasi fast nicht mehr anheben. Und vor allem gegen Widerstand kannst du es kaum noch, du kannst kaum noch gegen Widerstand drücken.
Warum? Weil der Blinddarm den Hüftbeugeraffekt wird. So, wenn wir eine Blinddarmentzündung haben kurz vor der Operation, ist jedem klar, dass das ein sehr potentes Blinddarmzeichen ist. Das wird auch von Ärzten und allen möglichen getestet.
Neben Temperaturunterschiede, oral, anal und vielen weiteren. weiteren McBarnspunkten und alle möglichen. Aber wenn der Blinddarm lokal ein Problem hat, dass er dann reduziert, aber trotzdem aktiv den Hüftbeuger affektiert, da sagen die Leute, ah nee, das glaube ich jetzt nicht, das kann nicht sein, das kann nicht sein. Doch, denn der Blinddarm hat eine direkte Verbindung mit einem Hüftbeuger. Und ich verstehe nicht, wie man darüber streiten kann, wenn einer Darmprobleme hat, die man palpieren kann, wo man auch sieht, die Verdauung funktioniert nicht richtig, der Schulgang funktioniert nicht richtig, ETC PPP gibt noch mehrere Indikatoren, die wir alle in den Seminaren besprechen.
Und dann zu behaupten, nee, der Blinddarm hat keinen Einfluss auf die Kraft oder Ansteuerung vom Hüftbeuger. Also das ist für mich so, na, egal. So, genug in Rage geredet, Wolfgang. Du musst jetzt die Stimmung hochhalten.
Dürfen die Physiotherapeuten Nein. Was meinst du?
Die Natur wissenschaftlicher Wahrheit und Geschichte
Ich stimme dir zu. Was wolltest du gerade fragen? Ich dachte, ob ich deinen Monolog mit etwas Humor unterlege, aber ich glaube, das hat er verdient. Ich spar es mir.
Der eine Punkt, den ich zwischendrin machen wollte, der auch jetzt wichtig ist, den du schon gemacht hast, aber den ich gerne wiederholen würde, weil es glaube ich der entscheidende Punkt bei dem ganzen Thema ist, ist, was ist die Intention der Kritik? Genau. und es gibt die Kritik, die jemand helfen will, es gibt die Kritik, die jemand runterziehen soll und da gibt es mit Sicherheit eine Unterform der Kritik, die jemand runterziehen soll, weil man einfach gerade schlecht drauf ist und das an irgendjemand auslassen möchte und gerade die Frage nach der Studie ist das ist mehr oder weniger eine Form von du liegst falsch, weil du keine Studie hast Aber so funktioniert Wissenschaft nicht.
Wie viel Prozent der wissenschaftlichen Erkenntnisse stellen sich als falsch heraus? Das ist ein Punkt, den ich vor ein, zwei Jahren schon mal gemacht habe. Wenn du dir anschaust, für was vor 100 Jahren Nobelpreise verteilt wurden. Und der Nobelpreis ist ein Preis, der für die größte wissenschaftliche Erkenntnis des jeweiligen Jahres vergeben wird.
Das heißt, es ist nicht irgendjemand, der irgendeine Idee hatte und dafür einen Preis gekriegt hat. Es ist der Nummer 1 Preis der Welt Wenn man sich anschaut f was f 100 Jahre Nobelpreise gab die H dieser Erkenntnisse haben sich mittlerweile als l herausgestellt Also mein Favorite Beispiel ist die Frontallappen-Lobotomie. Richtig, Lobotomie ist auch mein Beispiel Nummer 1. Da gab es einen Nobelpreis für, dann 10 Jahre später hat man herausgefunden, Ah, nee, nicht so gut, führt doch zu mehr Problemen, als es tatsächlich funktioniert.
Und ein schönes Beispiel, das Prof. Dr. Dr. Schmidt-Bleicher gegeben hat, als er hier ein Seminar gehalten hat, war das Beispiel, dass wenn vor 500 Jahren wir heute hier dieses Seminar gehalten hätten, hätte ich Ihnen am Ende des Seminars geraten, dass wenn Sie nach Hause fahren und durch den Wald fahren, Sie bitte vorsichtig sein sollen, denn im Wald gibt es Hexen.
Mittlerweile wissen wir, dass dem nicht so ist. Glauben Sie aber nicht, dass in unseren heutigen Büchern zur Sportwissenschaft nicht einige Hexen versteckt sind. Ja, sehr gut. Es gibt unter anderem auch eine Studie, die gezeigt hat, die das gleiche Thema nochmal aufkriegt.
Ich glaube, das alte Spektrum der Studienteilnehmer war 16 bis 65 oder 18 bis 65 oder 20 bis 65, sowas in dem Dreh. Das war ein sehr großes Spektrum an Teilnehmern. Und jeder Teilnehmer war überzeugt, dass ein Großteil der Veränderung in seinem Leben bereits hinter ihm liegt. Also ob du 20 warst, 40 warst oder 60 warst, du warst überzeugt, dass ein Großteil der Veränderung bereits hinter dir liegt, was am Ende vom Tag nur bedeutet, dass du unterschätzt, welche Veränderungen und Erkenntnisse noch vor einem liegen.
Und so war es mit Sicherheit vor 400 Jahren in Bezug auf davor und so wird es auch in ein paar hundert Jahren in Bezug auf heute sein. Denn Wissenschaft ist keine, Wissenschaft ist nicht Wahrheit.
Die Rolle von Geschicklichkeit und Praxis in der Therapie
Ich verstehe das auch, wenn ich jetzt zum Beispiel ein Seminar halte. Da sind sehr viele Seminarteilnehmer, die wirklich talentiert sind und die das, was man ihnen lernt und auch, ich sage mal, technisch zeigt oder wie man sie korrigiert, das total toll umsetzen können. Es gibt aber auch sehr viele, die nicht so talentiert sind. Einfach vom Handling von der Umsetzung die nicht so talentiert sind Und wenn die jetzt rausgehen und das nicht denn wenn man es wird man auch immer besser egal wo man anf Aber wenn die jetzt rausgehen und das nicht üben und dann sagen, habe ich probiert, hat nicht funktioniert, das verstehe ich, dass das zu Frust führt.
Aber das ist, wenn du aus der Physiotherapieausbildung kommst und du hast manuelle Therapie gehabt, da kannst du gar nichts. Woher ich das weiß? Weil mir das genauso ging. ich konnte gar nichts. Und danach habe ich sogar noch Osteopathie studiert und sogar nach dem Osteopathie-Studium konnte ich fast nichts.
Das ist über die viele Zeit und diese viele Hospitanz bei sehr vielen erfahrenen guten Therapeuten, die mir jedes Mal wieder Tipps gegeben haben, Tricks gegeben haben. Sehr viel autodidaktisches Eigenstudium. Das hat mich über die Zeit und üben, üben, üben. Ich habe 14 Stunden am Tag behandelt, 6 Tage die Woche.
Das hat mich irgendwann dahin gebracht, dass ich sage, ich habe ein besseres Gefühl für die Sache. wenn man jetzt aus der Ausbildung kommt und sagt ich probiere jetzt mal das, was ich in der manuellen Therapie gelernt habe und selbst wenn du einen begnadeten Dozenten in der Ausbildung hattest wirst du aufgrund deiner limitierenden Fähigkeiten keine Ergebnisse erzielen und das verstehe ich auch, dass das zu Frust führt und man denkt, ja gut, die Technik funktioniert nicht oder das Konzept ist scheiße und dann macht man irgendwann nur noch aktive Therapien und sagt nur noch, naja Training weiß ich wenn ich jetzt Krafttraining mache, wird jemand stärker baut jemand Muskel auf Ja, klar, das ist vielleicht nachvollziehbar, aber nochmal, der limitierende Faktor bist du mit deinen Fähigkeiten.
Die 'Fahrer'-Analogie für therapeutisches Können
Also in Seminaren hatte ich jetzt schon häufiger, zeige ich eine Technik, danach üben die Teilnehmer, die Teilnehmer versuchen es und sagen, ah, das funktioniert nicht. Dann gehe ich hin, mache die Technik, sie funktioniert, retest, alle Probleme weg. und dann sage ich immer, das ist überhaupt nicht schlimm. Das ist einfach, du bist noch nicht so weit, aber du hast ja das Grundprinzip verstanden. Du weißt, wie es auszusehen hat oder wie es funktioniert und jetzt musst du es einfach üben.
Das ist völlig normal, das ging mir ja ganz genauso. Mein Beispiel ist immer, das ist wie, wenn jetzt Tiger Woods kommt und schlägt mit einem Driver 300 Meter Kerzen gerade und danach kommt ein Golfanfänger, nimmt den Driver und schlägt in den Boden oder der Ball fliegt 20 Meter nach links und hoppelt über den Rasen Man sagt, ah nee, ich glaube, der Driver, der funktioniert nicht. Und das ist so, nee, nee, der Driver funktioniert. Nur du hast einfach noch nicht das Skillset, um mit diesem Driver umzugehen.
Oder man kann das Beispiel auf alles runterbrechen Wei ich nicht Lewis Hamilton f eine Runde wei ich nicht wie lange so eine Runde ist in zwei Minuten zehn die Rennstrecke und dann kommst du und f mit dem gleichen Fahrzeug drei Minuten 40 und sagst nee ich glaube das Fahrzeug ist kaputt Nee, das liegt wirklich nicht am Fahrzeug. Du redest einfach mit Leuten, die das, was sie tun, perfektioniert haben. Ich will jetzt nicht sagen, dass ich das, was ich getan habe, perfektioniert habe. Ich will nur sagen, dass ich deutlich weiter bin als du. und dass du aber natürlich dich nicht entmutigen lassen sollst.
Ich fand das als junger Therapeut immer unfassbar inspirierend und motivierend, wenn ich Dinge gesehen habe, die jemand kann, die zu Ergebnissen geführt haben, die er mir logisch erklären konnte, die ich nicht konnte. Weil ich immer dachte, geil, das ist das nächste Level, da möchte ich hin, das übe ich jetzt. Oder damit beschäftige ich mich. Und das hat mich total motiviert, weil wenn man glaubt, dass man nach drei Jahren Ausbildung das auf einmal kann, dann ist man einfach falsch gewickelt.
Und nochmal, ich habe auch Sportwissenschaften studiert, ich habe Osteopathie studiert, ich habe manuelle Therapie, Weiterbildung, ich habe alles gemacht. Und am Ende war es die Zeit und gute Hospitanz und Weiterbildung, die mich dahin gebracht haben. Aber ja, also lasst euch nicht entmutigen, sondern üben, üben, üben und weiterbilden. Word.
Das gleiche gilt auch für Training und Ernährung. Ja klar. Also theoretisch, aus dieser Denke heraus, könnten ja alle Gewichtheber und Gewichtheberinnen oder Sprinter oder weiß ich nicht, die könnten ja alle aufhören. Weil jetzt ist eine Gewichtheberin, die ist jetzt zum Beispiel, weiß ich nicht, 26 und macht beim Reißen, keine Ahnung, sagen wir 100 Kilo.
Dann geht die jeden Tag ins Gym, damit die vielleicht irgendwann 103 Kilo schafft. Oder? Ja. Aber wenn die jetzt glaubt, dass sie das eh schon kann und dass sie eh schon an der Entwicklungstechnik schon fertig entwickelt ist, dann bräuchte die ja nie wieder ins Gym zu gehen und zu trainieren für diese 3%, sondern die könnte ja sagen, naja gut, habe ich jetzt gemacht, ich weiß, ich bin jemand, der 100 Kilo kann, Verbesserung ist eh nicht möglich, brauche ich jetzt nicht hingehen.
Nein, sondern Entwicklung findet statt und wenn es nur 3% sind, aber für die letzten 3% brauchst du halt sehr, sehr, sehr lange. Wolfgang, hol mich aus meinem Hassmonolog.
Der emotionale Antrieb hinter therapeutischer Leidenschaft
Das ist halt kein Hassmonolog. Nein, ich hoffe, dass ihr mich versteht und ihr kennt mich jetzt über den Podcast auch schon länger. Ich hoffe, dass ihr das einordnen könnt, weil mir liegt die Therapie wirklich, wirklich, wirklich sehr am Herzen. Ich bin zwölfmal operiert worden und ich hatte in meiner gesamten Profi-Basketball-Karriere bis zur U18-Nationalmannschaft immer mit Physiotherapeuten zu tun. und dort gab es schlechte, mittelmäßige und sehr gute, die mir wirklich mit ein paar Handgriffen nachhaltig helfen konnten, dass die Probleme weg waren.
Und ich fand diesen Skill so beeindruckend und genau das sehen wir heute auch. Also, ja, das funktioniert, das funktioniert nicht immer, aber in der Regel funktioniert es und man kann auch sagen, wann es funktioniert, wann es nicht funktioniert. Und ich liebe die Therapie, das ist meine große Leidenschaft. Ich liebe es zu behandeln, mich mit dem Körper zu beschäftigen, Menschen mit Problemen zu begleiten.
Und deswegen, glaube ich, werde ich da auch emotional. Weil wenn es mir egal wäre, würde ich sagen, macht doch ihr euer Ding, ich mache mein Ding. Ich muss ja nicht hingucken. Aber mir tut die Therapie leid, weil ich das Gefühl habe, dass sie unter wissenschaftlicher Entwicklung profitiert, aber sie leidet unter diesem Diskurs, der keine zweite Meinung oder Perspektive überhaupt zulässt.
Die Angst vor Fehlern im modernen Coaching
Na, wir können das Thema noch weiter ausbauen, weil es ein wichtiges Thema ist. Eine der großen Fragen, die im Raum stehen, ist, warum ist dieses Thema evidenzbasiert oder im Training ist es im Endeffekt science-based training oder science-based nutrition. Warum ist es so ein großes Thema in den letzten fünf bis zehn Jahren? Und den Punkt, den ich schon mal gemacht habe und der aus meiner Sicht definitiv einer der Hauptgründe dafür ist, die Angst, falsch zu liegen, nicht die praktische Erfahrung zu haben und sich dann quasi auf wissenschaftliche Studien zu stützen, um dann in jeglicher Form von Kontroversen, Austausch oder in jeglicher Form von Diskussion einfach auf diese Studie stützen zu können.
Nach dem Motto, ich liege nicht falsch. Selbstvertrauen wird immer aufgebaut, ein Erfolg nach dem anderen und selbst wenn jemand keine Studie hat aber ein gewisses Ma an Erfolgen vorzuweisen hat ist es relativ einfach sein Selbstvertrauen auf diese Erfolge zu bauen und zu sagen ja es gibt keine Studie oder Studien sagen was anderes aber ich habe Folgendes gemacht und das kam bei raus Also habe ich recht. Dieses Maß an Erfahrung und praktischer Kompetenz und ein Track Record an Erfolgen aufzubauen, braucht jedoch Zeit und wesentlich mehr Zeit, als einfach ein paar Studien zu lesen und dann mehr oder weniger eloquent zu argumentieren.
Und gerade mit Social Media ist aus meiner Sicht der kürzere Weg, sich einfach auf Studien zu verlassen, statt in der Praxis diese Erfahrung zu sammeln.
Vorhersehbarkeit von Muskelspannung durch Screening
Ja, 100 Prozent. Und ich würde sogar so weit gehen, denn wenn man den Körper erstmal versteht, würde ich so weit gehen und würde sagen, bei jedem normalen Patienten, oder sagen wir mal, bei jedem Patienten, Ich mache jetzt nur dieses Beispiel, weil es noch deutlicher wird. Bei jedem Patienten zwischen 10 Jahren und 55 bis 60 Jahren, der sportlich aktiv ist, kann ich dir genau vorhersagen, wo er Muskelspannungen hat und wo er nicht. auf der rechten Seite, auf der linken Seite, hat der Soleus Spannung, der Gastrognemius, wo hat der Gastrognemus Spannung, hat der Peroneus Spannung, hat der Flexor Halutis Longus Spannung, hat die Hamstring Spannung, welche Hamstrings haben Spannung, welche Hüftbewegungen gehen gut, Innenrotation, Außenrotation, Hüftbewegungen, das kann ich dir alles vorhersagen, ich schreibe es auf ein Blatt Papier und wenn 80% davon stimmen, dann habe ich gewonnen.
Geldeinsatz deiner Wahl. Mache ich sofort, würde ich sofort machen. Können wir sagen, okay, komm, 2000 Euro, ich schreibe den gesamten Befund, bevor ich den Patienten, ich will mir nur 1-2 Sachen anschauen und dann schreibe ich den Befund und wir wetten um Geld, wenn 80% davon stimmen, was ich vorher gesagt habe, ohne den Patienten zu testen, dann bekomme ich das Geld. Würde ich sofort eingehen.
Warum? Weil hinter dem Screening und dem, was wir machen, da steckt Evidenz, da steckt so viel sinnvolle Evidenz, dass ich mich dazu 100% drauf verlassen kann. Ja, sonst würde ich so eine Wette niemals eingehen, aber das funktioniert. Und ja, genug gesagt.
Wolfgang, was ist denn jetzt mit dieser Halswirbelsäuleposition? Der Cliffhanger ist nur lange genug gespannt. Oder gibt es ein Hamza fragt? Gibt es auch.
Und jetzt sag nicht Hamza fragt warum ist die Evidenz in der Physiotherapie auf einmal so gro geworden Thomas wie rechtfertigst du, so unwissenschaftlich zu arbeiten? Nein, ich will noch mal ganz kurz sagen. Wir sind, und da werde ich immer missverstanden, wir sind sehr großer Freund von wissenschaftlicher Evidenz in der Therapie. Also mir schreiben ganz viele Leute, ey, hast du die Studie gesehen, dann schicken sie mir irgendwie eine Studie oder Ergebnisse von der Studie.
Und ich liebe das, ich lese das total gerne. Und wenn es neue wissenschaftliche Studien zu einer sinnvollen Progression nach einer Kreuzband-OP gibt, dann liebe ich das, das zu lesen und finde das total geil. Wir sind große Freunde von sinnvoller wissenschaftlicher Evidenz. Punkt.
Ich sage einfach nur, dass ich dieses na, wie heißt es? Ja, dass ich dieses akademische Schutzschild, das prangere ich einfach an, das jeden Diskurs einfach zunichte macht. So, ich glaube, das ist jetzt der abschließende Satz. Okay.
Sehr schön. Dann sprechen wir über das...
Hamzas Frage: Die Bedeutung von Sushi
Was möchte Hamza wissen? Sollen wir zuerst Hamza Fragen machen? Ja, komm. Und zwar, nachdem du nicht wusstest, was Döner Kebab heißt, sage ich Dürung.
Dachte Hamza, vielleicht hast du einfach, seitdem du aus Darmstadt nach Frankfurt gezogen bist, so ein bisschen die Wurzeln vergessen und deswegen dachte er, gleiches Thema, andere Frage. Thomas, was bedeutet Sushi übersetzt? Och Gott. Ich glaube, teuer.
Nee. Sushi? Sushi? Ja, keine Ahnung.
Reisrolle. Okay. Das ist interessant. Ich habe die Frage jetzt mehreren Leuten gestellt und ich hätte eigentlich erwartet, dass jeder antwortet mit roher Fisch.
Ja, das wäre jetzt meine erste Idee gewesen. Hat aber keiner gemacht. Das heißt roher Fisch. Ist auch nicht richtig.
Okay. Nee, das hätte ich bei Sashimi hätte ich das jetzt irgendwie. Sushi heißt saurer Reis. Sauerer Reis.
Das zentrale Element des Sushi ist nämlich nicht der Fisch, sondern das zentrale Element von Sushi ist Reis Das h ich jetzt auch gedacht Und er ist sauer aufgrund von dem Essig Ja Ja genau Okay ich h gerollter Reis hatte ich gesagt ne So was Ja, irgendwie so was, aber es war auf jeden Fall falsch, Thomas. Okay, ja, vielen Dank. Vielen Dank, Hamza. Dann Wolfgang, HWS-Thematik.
Analyse einer Weltrekord-Technik im Gewichtheben
Also hast du dir, du hast dir nur das Foto angeschaut. Da gibt es auch ein Video zu. Das war ein Screenshot, den ich von einem Video gemacht habe. Wir fangen erst mal von vorne an.
Über welchen Screenshot, über welches Video reden wir? Das ist Umsetzen, Stoßen von einem Gewichtheber. Ich habe nicht viel Information. Ich habe mir das Video zweimal angeschaut und habe dann den Screenshot gemacht, weil ich eine großartige Position der Halswirbelsäule fand.
Die Halswirbelsäule war massiv überstreckt. Also ich würde behaupten, weitere Streckungen, vielleicht noch einen Zentimeter. Mehr wäre dann nicht möglich gewesen. was dann Gewicht war, weiß ich nicht mehr waren glaube ich drei rote, eine blaue und vielleicht ein paar kleine also irgendwo um die 200 Kilo und den Teil der Caption, den ich gelesen habe war über 19 Jahre alt und es war Weltrekord es war Weltrekord, umsetzen, stoßen und es war eine massive Überstreckung der Halswirbelsäule Nazar irgendwas war der der Name des Accounts, der den gepostet hat. Vielleicht können wir nächsten Montag, wenn diese Folge online geht, poste ich in meiner Story das Foto von dem Gewichtheber.
Worum es geht, ist, dass oftmals propagiert wird, auch von diesen, oder zum Teil sicherlich von den Science-based Leuten, Trainer, dass es wichtig ist, dass die Wirbelsäule neutral gehalten wird, insbesondere die Halswirbelsäule soll neutral gehalten werden beim Kreuzheben. Mein Gegenargument, es gibt einen Artikel auf YPS IDE, die Kurzfassung ist, nein, dem ist nicht so, denn eine Überstreckung oder eine Streckung eines Teils der Wirbelsäule sorgt ebenfalls für eine Streckung anderer Teile und eine Streckung der Halswirbelsäule hilft ebenfalls BWS und vor allem LWS zu strecken, was entscheidend ist, um die optimale Position von BWS und LWS zu halten.
Gleichzeitig ist es so, dass beim Kreuzheben bzw. beim Umsetzen der Großteil der Last auf LWS und BWS ist und nicht auf HWS. Entsprechend akzeptieren wir eine suboptimale Positionierung. Position der HWS für eine bessere Position von BWS und LWS. Und ein Praxisbeispiel, das ich da gerne gebe, ist eben die Startposition bei Umsätzen bzw.
Reißen bei Gewichthebern auf höchstem Niveau. Und hier haben wir immer eine leichte Streckung der HWS und in manchen Fällen, wie zum Beispiel dem, das ich dir heute Morgen geschickt, eine extreme Streckung der HWS. Also die extreme Streckung der HWS, je mehr du die HWS streckst, desto mehr nutzt du die Hüftstreckung in der Initierung. Desto weniger du die HWS streckst, desto mehr nutzt du die Kniestreckung in der Initierung der Bewegung vom Boden weg.
Der Kerl war recht hüftdominant. Für diejenigen, die das Video vielleicht schon gesehen haben, das ist ein Weltrekordversuch. Die Technik ist grottig. Das war der zweite Punkt, der hier auffällt.
Also der linke Ellbogen ist leicht gebeugt und gleichzeitig werden die Knie nach vorne geschoben, nachdem die Langhandel die Knie passiert hat, was ebenfalls suboptimal ist für die Kraftübertragung. nichtsdestotrotz ist das wohl ein Weltrekordversuch und entsprechend ist es ein gutes Beispiel dafür, dass eben neben der entsprechenden Technik auch Kraft notwendig ist und das ist ein Weltrekord, der in erster Linie auf Kraft und nicht auf Technik basiert. Denn die Technik ist ohne jeden zwei Stück eine Katastrophe.
Kraft versus Technik im Spitzensport
Was ist wichtiger, Wolfgang, Kraft oder Technik? Das eine kompensiert das andere. Ein guter Punkt. Frank Mantek war der Bundestrainer, als ich in Leimen hospitiert habe.
Damals war der amtierende Olympiasieger Matthias Steiner. Und der Fokus auf Technik, den sie gelegt haben, war extrem hoch. Er war höher als bei allen anderen Gewichthebertrainern, die ich jemals kennengelernt habe. Und da haben unter anderem damals Ivan Abadziev dazugehört.
Ivan Abadziev ist der ehemalige russische Gewichthebertrainer. Ebenfalls haben dazugehört Rudolf Pflugfelder, mit dem ich mal einen Tag verbracht habe. Der war der russische Nationaltrainer im Gewichtheben in den 70ern selbst. 1964 Tokio Olympiasieger und unter anderem David Rigert und Vasily Alekseev wer sich ein bisschen mit der Geschichte der das Gewichthebens auseinandersetzt kennt diese Namen trainiert hat Und keiner hat auch nur ann den Fokus auf Technik gelegt wie es Frank Mantec gemacht hat Natürlich hat er auch ein bisschen technologischen Vorteil, dass sie Messgeräte haben, die Langhandel in unterschiedlichen Positionen misst.
Und neben dem exakten Weg der Langhandel auch, damals waren es acht verschiedene Zahlen zu Beschleunigung und Zeiten in gewissen Teilabschnitten der Bewegung, direkt auf den Bildschirm live während dem Training überträgt, sodass hier die einzelnen Aspekte noch mehr fokussiert werden können. Und sein Punkt damals, nachdem ich ihn gefragt habe, ist, warum dieser große Fokus auf Technik da ist, denn quasi das ist der einzigste Weg, wie wir eine Chance haben gegen andere Nationen, deren Regeneration einfach deutlich besser ist als unsere. Warum ist die Regeneration deutlich besser? Genau deswegen.
Okay, verstehe ich nicht, Wolfgang, du lässt mich jetzt mit offenen Fragen zurück, aber okay, mach mal weiter. Vitamin B12 plus Komplex. Okay, und den gibt es nicht in Deutschland? Den gibt es mit Sicherheit auch in Deutschland, auf Rezept vom Arzt.
Okay, Wolfgang, ich habe ganz viele Fragezeichen, aber machen wir weiter.
Die Analogien von Lewis Hamilton und Tiger Woods
Und das ist ein gutes Beispiel für mich und auch, ich weiß nicht, ob ich die Kraftwerte von einem Matthias Steiner öffentlich nennen soll, aber sie waren weit weg von beeindruckend. Also Matthias Steiner, natürlich ist er stark. Matthias Steiner hat Kraftwerte, die haben Russen, wenn sie 90 Kilo wiegen. Und Matthias Steiner hat damals 150 gewonnen, bloß Minus.
Also so groß ist der Unterschied. Krass, ja. Also die Kraftwerte waren nicht beeindruckend, trotzdem ist er Olympiasieger geworden. Kraft war nicht der große Faktor, sondern in seinem Fall war es natürlich neben der mentalen Komponente, mentalen slash emotionalen Komponente, die Geschichte kennt jeder, war es definitiv die Technik, die sein großer Vorteil war, denn die Kraft war es 100% nicht.
Es gibt auch andere Beispiele, die die Kraft haben, aber nicht die Technik. und das Beispiel von heute Morgen ist ein Extrembeispiel. Also ich kann mich nie erinnern, so eine grottige Technik auf Weltrekordniveau gesehen zu haben. Aber er hatte einfach die Kraft selbst mit dieser Technik das so zu bewegen Ein gutes Beispiel wenn wir zur zu diesem Thema Autofahren wenn du zwei Autos mit Fahrern gegeneinander ein Rennen fahren lässt. Das eine Auto ist 40 PS und Lewis Hamilton sitzt am Steuer und das andere Auto ist irgendjemand, der halt einen Führerschein hat, aber auch mehr von Autofahren nicht weiß und der hat einen 700 PS Sportwagen.
Natürlich wird in den Kurven Lewis Hamilton trotzdem weniger PS und vor allem in den Kurven auf die Runden gesehen, Lewis Hamilton deutlich effizienter fahren als er. Aber sobald eine Gerade ist, hast du 40 PS versus 700 PS und der technisch wesentlich schlechtere Fahrer, der einfach nur einen Führerschein hat, wird einfach in der Gerade das Ganze gut machen und wahrscheinlich, je kürzer das Rennen ist, also je weniger Runden, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass der mit 700 PS gewinnt, im Vergleich, je nachdem, wie die Rennstrecke ist, je mehr geraden, desto mehr hat der mit den 700 PS eine Chance.
Wenn natürlich beide ein ähnliches Auto haben, also ich würde sagen, wenn du 700 PS hast, ein Louis Hamilton hat 300, dann hast du nicht den Hauch einer Chance. Wenn der einigermaßen an der Geraden dranbleiben kann, dann ist der einfach technisch so viel besser, effizienter und konstanter als du, dass du nicht den Hauch einer Chance hast. Das wäre eine interessante Studie zu machen, wenn man einfach jemanden von der Straße rekrutiert oder zehn Leute von der Straße rekrutiert, die nicht in Formel 1 wagen, das wird zu viele Unfälle geben, aber einfach in den Sportwagen setzt und die Runden fahren lässt und schaut, was ist deren beste Rundenzeit.
Und dann einem Lewis Hamilton verschiedene Autos mit verschiedener Leistungsfähigkeit, dem PS und ein paar andere Faktoren die Rolle spielen, aber einfach Wenn man dem fünf verschiedene Autos gibt und dann den mit diesen Autos die Runden fahren lässt und schaut, an welchem Punkt die Motorleistung und die Technik sich matchen. ich würde nicht wundern, wenn das wesentlich weniger PS sind kann man einfach von dem ausgehen, dass die Übersetzung sehr ähnlich ist, sonst alles Sportwagen sind, aber ich würde nicht wundern, wenn da sehr wenige PS ausreichen, um mit diesem fahrischen Können, mit dieser technischen Leistung die vielen PS wettzumachen also ich bin mir sicher ich habe Golf gespielt ich habe es die letzten Jahre nicht wirklich geschafft aufgrund von Zeit Ich habe Golf gespielt mit einem Handicap von 30 und an einem guten Tag habe ich mal eine 23 gespielt oder so.
Also Hobby. Ich würde behaupten, Tiger Woods würde mich nur mit einem Putter schlagen. Also der würde mit einem Putter würde der vom Abschlag wahrscheinlich und wenn er es nicht mit einem Putter schafft, dann nur mit einem Pitching Wedge. Also das ist jetzt für alle, die kein Golf spielen, ist das egal, aber das ist, ja, der würde mich, der würde mich, so wie wahrscheinlich, mit einem Esslöffel, ja, genau.
So wie wahrscheinlich dieser, wie heißt der nochmal, Numaga Megow, oder wie heißt der nochmal, der beim MMA, der würde dich mit einem Arm, würde der dich besiegen, Wolfgang, oder? Ja. Ja. Ja.
Ja. Würde er, wenn er einen Arm auf den Rücken gebunden bekommt, würde er dich besiegen? In was? BJJ oder Ringen.
Ja. Je nach Rule-Set schneller als in anderen. Okay. Also, aber wir sind uns einig, dass er einfach technisch so viel besser ist und auch krafttechnisch wahrscheinlich, dass du wahrscheinlich unterlegen wirst.
Also ja, das ist ja völlig logisch. Also die Idee von BJJ ist ja grundsätzlich im Ursprung, dass jemand, der körperlich weit unterlegen ist, technisch, mit Technik, die körperlich ihm deutlich überlegene Person schlägt. Und da muss ich auch sagen, das ist ja auch sowas, da hast du Kraft und du hast Technik. Und ich habe teilweise im BJJ, das erzähle ich mir, da war ein damals 16-Jähriger, ich war 27 und habe gerade Kreuzheben mit 220 Kilo gemacht.
Also ich hatte Kraft. Und da war ein 16-Jähriger und ich habe den geschlagen. Also das ist der Fedor, der jetzt mittlerweile auch MMA-Profi geworden ist. Ich hatte, glaube ich, mal Videos von dem geschickt.
Kämpft am 30.03. in Frankfurt. Und zwar in der in der, nicht Jahrhunderthalle, wie heißt der nochmal? In der Festhalle. Und der war 16 damals, da war ich 27 und der war viel schneller, technisch 100 Mal besser, aber den konnte ich natürlich schlagen, weil ich einfach viel schwerer war und viel stärker, ich konnte jedes Problem mit Kraft lösen aber irgendwann ist so der Punkt ich bin mir sicher mit 17,5 hätte ich keine Chance mehr gehabt, weil ich zwar deutlich stärker wäre, aber da wäre dann seine Stärke wäre besser geworden und meine Technik annähernd wahrscheinlich gleich geblieben.
Und irgendwann ist halt dieser Sweet Spot, wo dann die Technik doch so viel Drive entwickelt, dass du es nicht mehr nur mit Kraft wettmachen kannst. Ich finde ein Beispiel mit den Autos ganz schön. Also wie viel PS braucht Lewis Hamilton, um dich zu schlagen? Das wäre eine hochinteressante Studie.
Effizienz und Rhythmus im Profisport
Guter Freund von mir, den habe ich auch schon ein paar Mal erwähnt, wenn es um das Thema Auto ging, dem sein Job ist Autofahren und sein Fokus sind Sportwagen und er war mal bei so einer Veranstaltung und da war ein ehemaliger Rennfahrer da, ich kannte ihn nicht, also dementsprechend kein Formel 1 oder ähnliches, was man kennt, aber ein ehemaliger Rennfahrer im Profibereich und der war dann am Ende so, hey, sollen wir noch ein paar Runden fahren? Und dann war er so, klar. Und dann sind die beiden alleine auf die Rennstrecke und er hat gemeint, dass er die erste Runde problemlos an ihm dran geblieben ist.
Aber jede Runde waren es ein, zwei, drei Meter, die er verloren hat und nach zehn Runden war er entsprechend der andere so viel weiter weg. Also am Anfang hat es gereicht, aber dann vor allem technische Effizienz. Rundenrennen geht nicht zehn Runden, sondern deutlich mehr. Die technische Effizienz und die weniger Fehler, so dieses wenn wir Beispiel Kampfsport nehmen, da ist es auch schön, imstande zu sein mit möglichst wenig Aufwand mit möglichst wenig weniger körperlicher Belastung eine gewisse Leistung abzurufen, das ist einer der wichtigsten Aspekte von allem, was etwas länger dauert und gerade beim Autofahren das technische Gefühl für Rhythmus zu haben, einen Tick weniger zu bremsen, einen Tick weniger Gas zu geben was wohl einer der der größten Unterschiede zwischen professionellen Rennfahrern und Amateurrennfahrern ist, dass die Amateurrennfahrer viel zu stark aufs Gas gehen und viel zu stark wieder bremsen.
Und dieses Stop and Go ist das, was über Runden sie einfach zu viel Zeit kostet, während es bei Profis basierend auf dem, was er mir erklärt hat, es viel mehr um Rhythmus und Gefühl geht und um maximale Effizienz das hei so wenig wie m Kraft Verluste durch zu viel Gas geben zu viel Bremsen und das eben den Unterschied macht auf hohem Niveau und wenn wir jetzt gerade im Kampfsport das als Beispiel nehmen, sobald es etwas länger geht, ist es ein Riesenvorteil eben der zu sein, der nicht so viel Kraft aufwenden muss, um das Ganze zu kontrollieren. Ja. Das ist total spannend. Also Technik schlägt Kraft ab einem gewissen Level so hart.
Ist natürlich auch immer der Punkt, wenn Technik und Kraft zusammenkommen. Also da gibt es dann auch das ein oder andere Beispiel, wenn auf einmal halt jemand beides verbindet, dann wird es halt natürlich schon schwierig, weil dann reicht halt einfach nur Kraft definitiv nicht aus und einfach nur Technik reicht auch definitiv nicht aus. Aber dementsprechend so die Kombination aus Kraft und Technik, wenn wir jetzt einfach nur die beiden Komponenten sehen, ist dann die ultimative Lösung. Beides in isolierterer Form bringt einen Ebene nur so weit.
Schwachstellen als limitierender Faktor auf hohem Niveau
Was auch ein wichtiger Punkt ist, den ich oft mache, wenn es um athletische und sportliche Entwicklung geht, etwas, das massiv unterschätzt wird von Sportlern auf dem Weg nach oben ist, dass deine Stärken bringen dich auf ein hohes Niveau, aber dass du auf einem hohen Niveau tatsächlich Erfolg hast, es wird nicht durch deine Stärken bestimmt, sondern durch deine Schwächen. Wenn man zum Beispiel Kampfsport für alle, die Kampfsport verfolgen, auf unterem Niveau, auf Profi-Niveau oder wenn man dann in UFC oder ähnliche Organisationen kommt, da am Anfang zu gewinnen ist nicht sonderlich eindrucksvoll und ist nicht der ideale Indikator auf was passiert auf hohem Niveau, sondern die Frage ist wie du gewinnst und wie viel du anwenden kannst.
Sprich, wenn du einfach in einer Sache besser bist als alle, dann wird es dich auf ein hohes Niveau bringen. Das Problem ist, wenn du in allen anderen Sachen oder an allen anderen Komponenten nicht sehr gut bist, sobald einer kommt, der eben in der anderen Sache herausragend ist, kann er dir sein Game aufzwingen und das war's. Aber das ist, ja klar, wenn du da oben ankommst, dann sind all eyes on you. Das hei jeder wird sich deinen Kampfstil und deine K analysieren und feststellen was sind die Schw und dann immer in die Schw reinschlagen Das ist also genau was du sagst da oben anzukommen Ist schwierig aber machbar Aber sich da oben zu halten, wenn jeder deinen Kampfstil analysiert hat, das ist dann halt das Schwierige.
Die Schwächen sind auf hohem Niveau entscheidender als die Stärken. Ja, das finde ich ein sehr gutes Zitat. Und auf höchstem Niveau. Ja.
Körpergröße versus Geschicklichkeit in der Therapie
Aber das ist ja in der Therapie auch so. Das ist überall so. Ja, also wenn es ums Behandeln geht, klar habe ich einen Vorteil, weil ich 110 Kilo wiege und zwei Meter groß bin. Bedeutet aber nicht, dass jemand, dass eine Frau oder ein Mädchen, das 1,55 Meter ist, das nicht kann.
Ich werde nie vergessen, da habe ich selber noch Basketball gespielt, U18, hatte ein Bundesligaspiel und ich hatte einen blockierten Halswirbel. Und da bin ich zu einem privatärztlichen Notdienst und zwar nur deswegen, weil nichts anderes offen hatte. Also auf eigene Rechnung dahin. Und da war eine Therapeute, eine Ärztin und die war 1,55.
Die war nicht groß und ich bin 2,3. Und dann hat sie gesagt, ach du bist ja groß und so. Und dann, naja, komm mal hier und mach mal da und zack, zack, zack. Und auf einmal hat die mich da auf links gedreht und hat den Wirbel wieder mobilisiert.
Und das hat komplett funktioniert. Ich war wirklich eine Stunde später schmerzfrei und bin vorher 5, 6 Tage damit rumgelaufen. und die hat mir dann gesagt, dass sie die Telekom Baskets Bonn behandelt hat oder betreut hat, wo du auch dachtest, krass, also Frau mit 1,55m gegen 2,10m Leute, das sind Leute, die noch größer sind als ich, das geht, also es ist auf jeden Fall machbar. Ist Größe ein Vorteil? Ja.
Ist Größe die Grundvoraussetzung? Nein. Und so ist es auch beim Basketball. Ist es cool, wenn du 2,40m bist?
Ja. Aber wenn du dich dann nicht mehr bewegen kannst oder so, dann ist das eher ein Nachteil. Du kannst auch wie Maxi Bogus mit 1,60 Meter in der NBA spielen. Also das ist immer, man hat gewisse Vorteile, aber man kann es auch ohne diese Vorteile bis ganz nach oben schaffen und auf jeden Fall kann man deutlich besser werden, wenn man sich einfach reinhängt und lange mit Themen oder Techniken beschäftigt.
Das ist der Moment, wo du wieder was sagen musst, Wolfgang. Ja. Du bist schon wieder in irgendeiner E Ey du bist in irgendeiner E Nein nein Bildschirm ist aus Wolfgang Ich schw hardcore dass du gerade nichts gelesen hast Ich habe nichts gelesen Wolfgang, ich kenne dich zu lange. Du hast gelesen.
Nein, ich habe nicht gelesen. Was hast du gemacht? Ich habe darüber nachgedacht, über dieses Match, das du vorher vorgeschlagen hast. Ach so.
Schlussworte und zukünftige Themen
Wolfgang, was hältst du davon? Du denkst nochmal drüber nach, das ist unser Cliffhanger und ich frage dich Anfang nächster Woche nochmal in der neuen Podcast-Folge zu welchem Ergebnis du gekommen bist Ich bin schon zu einem Ergebnis gekommen Aber das hebst du dir doch auf und dann starten wir damit direkt in die nächste Woche, Wolfgang Mach ich, mach ich, da gebe ich eine kleine rationelle Analyse der Informationen, die wir haben und wie das wahrscheinlich aussehen würde was ein guter Cliffhanger ist für das Thema Kraft versus Technik und dann natürlich auch der zweite Punkt, den ich gemacht habe, dass die Stärken einen auf das hohe Niveau bringen, aber die Schwächen einen auf dem hohen Niveau limitieren.
Wunderbar, haben wir doch einen Cliffhanger. Ansonsten, worüber ich auch noch gerne mit dir reden würde, war der Post mit dem Wall Angel und dem Problem in der Außenrotation, in der Schulter. Das machen wir aber auch alles nächste Woche. Wir haben viel zu tun, wir haben viel auf der Liste.
Das Jahr hat angefangen. Wolfgang, wir sind voller Energie. Ich freue mich. Ich überlege gerade, der Wall Angel, das war, ja, ich erinnere mich, wo ich geantwortet habe.
Er lerne die Modified Sots Press. Machen wir nächste Woche. BWS Extension als limitierter Faktor. Wolfgang, machen wir nächste Woche.
Okay. Wolfgang, ich freue mich. Vielen Dank für deine Zeit. Alle Zuhörerinnen und Zuhörer verzeiht mir meine aufbrausende Podcast- Folge heute, aber es hängt mir am Herzen und ich kann es nicht akzeptieren.
Wie gesagt, die Einladung für 100% evidenzbasierte Therapie ist unironisch. Ernst gemeint, schreibt mir gerne. Wir freuen uns wirklich sehr. Nehmen das Thema auch gerne im Podcast auf oder drehen einen YouTube-Vlog und genau.
Ansonsten eine wunderbare Woche. Bleibt alle gesund und ich freue mich, Wolfgang, bis nächste Woche. Gute Woche. Ciao.
Untertitelung des ZDF für funk, 2017