Therapie-Unterschiede: Profis vs. Amateure
Und da starten wir direkt mal mit der ersten. Und ein interessanter Punkt, vor allem auch aus Sicht des Trainings in meinem Job, der mit Sicherheit auch aus Sicht der Therapie in deinem ist, ist das mit beides gearbeitet. Profisportler und Breitensportler. Und hier die technische Frage, was sind die größten Unterschiede in deiner Herangehensweise in der Therapie für die beiden Gruppen und was sind die überraschendsten Gemeinsamkeiten?
Oh, okay, das ist eine ganz gute Frage. Also gemeinsam, aber auch nicht mal gemeinsam. Okay, boah, da muss man sich auf so eine Frage vorbereiten. Die größten Unterschiede sind in der Bereitschaft des Patienten, der Patientin, das Problem anzugehen.
Also wenn du einem Profisportler sagst, okay, das Problem ist da, das müssen wir jetzt noch drei oder vier Mal behandeln, dann ist der immer dabei und immer am Start, das zu machen. Wobei, nee, das stimmt gar nicht, das würde ich nicht sagen. Da würde der normale Patient sagen, klar, behandeln ist kein Problem. Wenn du dem aber zum Beispiel sagst, du musst die und die Übungen machen oder du müsstest die und die Beweglichkeitsübungen machen oder du müsstest die und die Kräftigungsübungen machen, dann würden diese Leute, die Profisportler, das immer tun.
Weil die sehen den Therapeuten als jemanden, der sie in ihrem Beruf besser machen kann oder quasi in ihrem Lebensmittelpunkt sogar. Und das würde der normale Patient, die normale Patientin häufig nicht machen. Also wenn du dem sagst, die und die Übungen bitte ab jetzt machen oder lass die Übung weg und pack die Übung rein, dann stößt du bei normalen Patienten häufig so ein bisschen an Grenzen. Das würde ich sagen.
Patienten-Compliance und das Verweigern von Übungen
Das heißt, was machst du? Nimmst du es einfach hin oder gibt es so den einen oder anderen? Es gibt Patienten, die kommen sehr regelmäßig und die kriegen dann von mir auch Übungen und alles mögliche. Ich habe aber auch Patienten, die kommen und die fragen, was kann ich denn jetzt noch zu Hause machen?
Und dann sage ich, oder gibt es etwas, das ich zu Hause machen kann? Dann sage ich, ja. Was denn? Sage ich dir nicht.
Warum? Weil du es eh nicht tust. Du wirst es nicht tun. Ich habe dir in der Vergangenheit in sechs Terminen sechsmal Übungen und Hausaufgaben gegeben und dann kontrolliere ich die auch mal.
Dann sage ich so, wir dokumentieren ja sehr, sehr ordentlich. Das heißt, ich gehe in die Doku rein und sage ihm zum Beispiel, okay, weiß ich nicht, XY Mobility gemacht, Besenstiel Stretch, angeleitet. Dann nächstes Termin komme ich und sage, und hast du eine Übung gemacht? Ah, welche Übung noch mal?
Ja, Besenstiel Stretch. Ah, nee, habe ich nicht gemacht. Okay, dann zwei, drei Übungen, die ich ihm wieder mitgebe. Und irgendwann komme ich an den Punkt, wo ich weiß ganz genau, er wird sie nicht machen oder sie. und dann gebe ich die Leuten, gebe ich es auch nicht mit.
Und da habe ich wirklich schon Patienten gehabt, die haben mich dann mit großen Augen angeguckt und gesagt, ja, was kann ich denn machen? Ich so, sage ich denen nicht. Warum? Weil es Zeitverschwendung ist.
Das meine ich gar nicht böse, aber ich kann dir jetzt eine Übung zeigen, wir gehen raus auf die Trainingsgläge, ich erkläre sie dir sechs Minuten, du machst aha, aha, du wirst sie nicht tun. Aus der Vergangenheit, ich verschwende deine Zeit nicht und meine Zeit nicht. Und dann gucken die mich wirklich böse an. Und dann, was heißt böse, aber die gucken mich entsetzt an, weil ich sie ja wirklich damit konfrontiere, dass sie es nicht tun.
Aber das finde ich viel besser, in die direkte Konfrontation zu gehen, als einfach weiterhin Übungen zu zeigen, die sie nicht machen. Dann sage ich, pass auf, nächsten Termin, frag mich nochmal, dann zeige ich dir eine Übung. Wenn du sie dann machst, bis zum übernächsten Termin, dann bekommst du auch weiterhin Übungen von mir. Wenn du sie nicht machst, dann, ich finde das, also ich meine das gar nicht böse, aber, also weißt du, was ich meine? 100 Prozent.
Wenn jemand fragt, werde ich immer helfen und unterstützen. Wenn ich aber merke, dass es nach mehrfachen Tipps geben nichts passiert, dann verschwende ich doch unsere beider Zeit nicht. Also dann unterhalte ich mich lieber mit dem Patienten über seinen nächsten Urlaub, der interessiert mich dann mehr oder erzählt von meinem Urlaub, als die Zeit zu verschwenden, Übungen zu zeigen, die er nicht macht.
Motivationslevel in Privatpraxen vs. Standardpraxen
Und das würde bei einem Profisportler oder bei einer Profisportlerin niemals passieren. Da musst du sogar häufig eher bremsen, weil wenn du denen irgendwas mit an die Hand gibst, was sie selber tun können und sie merken, dass es gut funktioniert, dann denken sie, es ist proportional. Also je mehr ich das tue, desto besser würde es werden. Und das ist einfach auch nicht immer so.
Und deswegen, ich glaube, das ist der größte Unterschied. Wobei, ich glaube, dass ich gar nicht mal der Therapeut bin, der diese Fragen am besten beantworten kann. Weil wir haben ja, dadurch, dass wir eine reine Privatpraxis sind, dadurch, dass Leute wirklich auch häufig längere Reisen in Kauf nehmen, um von uns behandelt zu werden, haben wir häufig gar nicht das Problem von unmotivierten Patienten. Ich würde sagen, 99 Prozent unserer Patienten sind extrem motiviert und gehen diesen Weg der Therapie gemeinsam mit uns.
Aber wenn du jetzt mal in eine normale Praxis gehst mit 20-Minuten-Rhythmus, dort werden die Therapeuten in allermeisten Fällen auf Patienten treffen, die sehr unmotiviert sind die auch gar nicht so den Bezug zu ihrem K haben Deswegen wir sind da nicht die Praxis Ich kenne es aber auch noch von fr als ich im 20 gearbeitet habe Da haben die Leute keine Lust irgendwas aktiv zu machen. Sehr schön. Auch der gleiche Punkt lässt sich am Ende auf den Leistungssport beziehungsweise Breitensport aus Sicht des Trainings projizieren. Da ist aber der Unterschied nicht ganz so extrem.
Schmerz und Leistung ist natürlich ein Motivator. Auch im Leistungssport ist die Hausaufgabenfrequenz ein Tick höher, aber nicht so extrem viel höher. Also dass sie tatsächlich umgesetzt wird.
Die Analogie des Steuerberaters
Ja, das ist, leider ist es schade, dass das so ist, weil man möchte den Leuten ja helfen, aber viele Leute möchten einfach die Verantwortung abgeben. Also die denken auch, ah, wenn ich jetzt einen Steuerberater habe, dann muss ich ja gar nichts mehr machen. Der macht das ja alles. Dass du, aber den Steuerberater, dass der quasi nur das sortiert, was du ihm gibst, das ist gut, aber trotzdem, musst du die Steuern machen.
Du musst alle Belege sammeln, du musst die Rechnungen sammeln, du musst Angebote sammeln, du musst Eingangsrechnungen, Ausgangsrechnungen, du musst Verträge, du musst alles aufbereiten und dem Steuerberater geben, dann kann er damit arbeiten. Und so ist es eigentlich auch mit einem Therapeuten oder mit einem Trainer. Du musst am Ende selber aktiv werden. Es ist eher jemand, der dich in die Hand nimmt und der das Ganze strukturiert und mit seiner Kompetenz dich vielleicht so ein bisschen guidet, aber am Ende musst du es häufig selber machen.
Für viele ist da schon so, die Signalisierung der Motivation, dass man was machen will, ist schon Erfolgserlebnis genug. Das heißt, für viele ist es da gar nicht mehr notwendig, tatsächlich was zu machen. Sondern der Dopaminausstoß von dem, ja, ich will ja, reicht schon aus oder reicht im ersten Moment aus. Und deswegen ist dann gar nicht mehr notwendig, jetzt auch tatsächlich umzusetzen, nachdem man gefragt hat.
Motivation im Individualsport vs. Teamsport
Wobei ich ja sagen muss, es gibt auch Unterschiede in den Sport, in den Pro-Band-Profisportlern. Es gibt zum Beispiel zwischen Individualsportlern, wo die individuelle Leistung anhand von metrischen Daten gemessen wird, ist die Motivation nochmal wirklich um einiges größer als bei Spielsportlern, die durch den Sportarten, vielleicht auch in Mannschaftssportarten funktionieren, wo sie vielleicht auch in der Masse mal für eine gewisse Zeit so ein bisschen untergehen können. Im Fußball sagt man gerne mit Auge machen, wo man dann einfach sagt... Du meinst, die Fußballspieler, die beim Tor aufs Feld tragen, gerne die Latte greifen?
Ja, aber die kippen ja das Tor, das heißt auch die, die Latte greifen, tragen. Nee, aber die können halt, und das ist natürlich auch Fluch und Segen, die können dann eine gewisse Zeit vielleicht auch im Training so ein bisschen mit Auge machen, vor allem wenn sie auch Stammspieler sind und mit dem Trainer reden oder mit dem Betreuerstab und sagen, hey, ich bin nicht 100% fit, ich bin dabei, aber im Training halte ich mich ein bisschen zurück, damit ich im Spiel belastbar bin. Das funktioniert, was im Individualsport einfach nicht funktioniert. Das heißt, die Motivation bei Individualsportlern, die das Ganze auf Leistungsniveau machen, ist, würde ich sagen, mit Abstand am allergrößten.
Gemeinsames Interesse am Verständnis der Ursache
Und überraschende Gemeinsamkeiten? Dass beide Parteien häufig sehr interessiert sind, was das Problem ist. Also vom Profisportler würde man erwarten, weil sein Körper ist sein Kapital, das ist sein Werkzeug, das funktionieren muss, damit er damit arbeiten kann. Dass der eine hohe Motivation hat zu verstehen, was das Problem ist, wo es herkommt und wie ich es vielleicht auch präventiv positiv beeinflussen kann, ist irgendwo logisch.
Aber das, und das ist jetzt natürlich auch wieder nur ein Erfahrungswert, aber dass auch der Bürotäter, der vielleicht bei einem Energieversorger arbeitet und am Schreibtisch sitzt, eigentlich gar nicht viel mit dem Körperlichen zu tun hat und auch nicht super sportlich ist, der hat aber häufig auch ein großes Interesse zu verstehen. Woher kommt das denn? Warum habe ich denn jetzt Knieschmerzen? Warum habe ich denn Rückenschmerzen?
Und kommt es denn jetzt immer wieder? Was kann ich dagegen tun? Das muss ich sagen, das ist die absolute Gemeinsamkeit. Und dadurch, dass wir Probleme auch wirklich verstehen können, beziehungsweise dadurch, dass wir sehr, sehr gut auf Ursachenforschung gehen können, können wir Patienten auch genau erklären, wo das herkommt.
Wenn es denn ein Problem ist, das in unserem Kompetenzbereich. fällt. Es gibt auch immer wieder Patienten, die kommen, die untersuchen wir, da stellen wir fest, ist überhaupt kein richtiger Fall für uns. Also das ist sehr, sehr selten, aber dann schicken wir es auch weiter. Also wir binden keine Patienten sinnlos an uns, um irgendwelche Terminpläne voll zu machen.
Aber wenn es ein Patient ist mit funktionellen Problemen, dann können wir in der Regel auch sehr gut erklären, wo es herkommt.
Erfolgsgeschichte: Raphaels Kniebehandlung
Ganz lustige Geschichte war ich gestern, war ich trainieren, stehe am Rack, am Rack für dich und da kommt ein alter Basketballkollege von mir, Timo, und sagt, Thomas, bist du es? Und ich so, ja. Und mit dem habe ich früher in Langen im Teilzeitinternat Basketball gespielt. Und dann wohnt er auch in Frankfurt und dann hat er gesagt, ah, witzig.
Und dann haben wir echt zusammen komplett trainiert. Das war wie früher im Kraftraum. Ich habe gesagt, ich komme mir vor, als wäre ich beim TV Langen im Kraftraum, weil ich mit Timo zusammen trainiere. Und der hat mir dann gesagt, ah, witzig.
Krass, ich war bei euch in der Praxis oder ich war bei dir in der Praxis. Ich sage, nee, gibt es ja gar nicht. Weil ich habe ihn das erste Mal seit fünf Jahren gesehen. Er war beim Raphael und er hatte so krasse Knieprobleme und hatte die über ein Jahr und keiner hat die hinbekommen.
Der war bei vier Physios, Osteopathen, Chiropraktiker, Orthopäde, keiner hat es hinbekommen. Und dann hat er, weil er auch dachte, jetzt extra nach Darmstadt fahren, ist natürlich jetzt nicht so eine weite Strecke, aber wenn du in Frankfurt wohnst, denkst du dir so, hey komm, ich habe hier so viele Ärzte und Therapeuten, brauche ich nicht nach Darmstadt. Dann ist er auf Empfehlung von anderen Freunden dann wirklich zu uns gekommen und Raphael, Shoutout, liebe Grüße. hat in einer Behandlung das Problem behoben. Und der war so, okay, das ist unfassbar.
Der hat das Problem sofort verstanden, er konnte es mir komplett erklären. Und das ist der Punkt, weswegen ich auf diese Geschichte komme. Er konnte mir das Problem erklären, es war komplett logisch und er hat es in einer Behandlung wegbekommen. Und er hat jetzt noch zwei Termine zur Kontrolle und war ultra begeistert weil er gemeint hat ey es ist echt krass was du aufgebaut hast dass du Leute schulen kannst die Probleme wirklich verstehen und auch echt hinbekommen obwohl ich bei tausend Leuten war Deswegen Shoutout an Raphael und Shoutout auch an Timo.
Und genau, also der Punkt ist einfach, Leute wollen verstehen, woher die Probleme kommen. Ist doch bei dir bestimmt das Gleiche, oder?
Training vs. Therapie: Der Aspekt des Umsetzens
Machst einen Trainingsplan und Leute fragen, warum mache ich jetzt Nackendrücken? Warum mache ich nicht Military Press oder warum mache ich nicht Kurzhandel Schrägbankdrücken? Wollen ja auch viele wissen, warum man jetzt sich zwischen all diesen tausend Übungen sich exakt für diese Übungen entscheidet. Zum Teil, es kommt nicht so häufig vor, wie man vermuten könnte.
Es kommt häufiger vor, als mir recht ist. Der große Unterschied hier zwischen den Feldern Training, Ernährung und Therapie. Therapie ist was Medizinisches, wo die wenigsten eine Grundkompetenz haben oder der Überzeugung sind, eine Grundkompetenz zu haben. Während Training und Ernährung etwas ist, jeder der fünfmal irgendwas über Ernährung gelesen hat oder seit sechs Monaten im Fitnessstudio eingemeldet ist, geht zumindest davon aus, eine gewisse Grundkompetenz im Bereich Training und Ernährung zu haben. und das hilft oft weniger und steht oft mehr im Weg, als man vermutet.
Paralyse durch Analyse ist ein reales Problem. Dementsprechend ist mein großer Fokus, ja, wenn jemand fragt, erkläre ich, aber dann grundsätzlich sehr kurz, sehr präzise und im Idealfall so, dass es keinen wirklichen Grund für Nachfragen gibt. Dass der Fokus auf Machen liegt, denn auch ein Unterschied zwischen Ernährung, Training und Therapie ist. Bei Training und Ernährung machst du 100% selbst, während in der Therapie du fast 100% nicht selbst machst.
Dementsprechend in meinen beiden Feldern mein Fokus auf Erklären ist sehr gering. Mein Fokus auf Machen ist sehr, sehr groß. Denn bei mir hängt am Ende vom Tag alles davon ab, dass der Kunde selber macht. Denn 100% macht er selber, ich mache genau gar nichts selber.
Im Gegensatz zur Therapie, wo der Therapeut tatsächlich ein bisschen was machen muss, beziehungsweise fast 100% selber macht. Okay.
Holistische Therapie und funktionelle Mechanik
Also es ist schon spannend, wie Patienten damit umgehen. Ich habe ja auch, ja, also das ist bei jedem Seminar, wenn du am Anfang fragst, warum seid ihr hier, ist immer die Antwort, um einen roten Faden zu bekommen, um zu verstehen, wie funktioniert das Ganze und wie hängt es zusammen, weil es hängt zusammen. Also jeder Therapeut, jede Therapeutin, die heute noch Gelenke behandelt, einfach nur ohne sich benachrichtigt, benachbarte Gelenke anzugucken und ohne zu verstehen, wie die Mechanik oder die Funktion zwischen diesen benachbarten Gelenken miteinander zusammenhängt, wird keine funktionellen Probleme nachhaltig beheben können.
Also das ist ganz simpel, wenn du dir nur das Knie anschaust oder wenn du dir jetzt mal nur so den Fuß ein bisschen oberflächlich anschaust und dann das Knie, dann musst du trotzdem verstehen, wie funktioniert das Zusammenspiel zwischen dem Cuneforme und dem Osnaviculare im Fuß oder wie wirkt sich das Kuboid aus? Welche Muskeln wirken sich auf diese Gelenke aus und welche Muskeln spannen an, um gewisse Gelenke oder knöchelige Verbindungen zwischen zwei Knochen funktionell zu immobilisieren? Wie wirkt sich die Muskelspannung, die dadurch entsteht, weiter nach oben und nach unten aus? Wie ist das Zusammenspiel zwischen der Fers und dem Mittelfuß, zwischen dem unteren Sprunggelenk und dem oberen Sprunggelenk?
Wie wirkt sich, also all das muss man verstehen. Es ist logisch, es ist völlig logisch.
YPSI Seminare und Wachstum durch Mundpropaganda
Und dieser Aha-Effekt in den Seminaren ist so krass, wenn die Leute denken, okay, fuck, ja, okay, es macht ja komplett Sinn. Dann gehen sie in die Praxis und dann ist jedes Mal das Feedback, Alter, ich habe das und das und das gemacht und der Patient ist schmerzfrei. Der ist schon seit sechs Wochen bei mir. Jetzt nach dem Seminar habe ich was Neues probiert und es funktioniert.
Und die sind richtig begeistert. Das freut mich total, aber ich muss sagen, das Schöne ist, Oder wo ich so ein bisschen stolz drauf bin, ist, es funktioniert unheimlich gut, es ist logisch und man kann es total simpel runterbrechen. Also man könnte sicherlich auch da ein riesiges Gurutum drum schnüren und sagen, ich bin hier der große Guru und das ist super krass, was wir machen. Und das finde ich überhaupt nicht, das muss man gar nicht machen.
Es ist cool, was wir machen, es ist logisch, es funktioniert, aber das kann man jedem mit ein bisschen Gespür, kann man das beibringen. Und ich finde, man muss da jetzt nicht so den heiligen Graal drum spannen und sagen, ich habe jetzt hier, weiß ich nicht, ich habe hier den Stein der Weisen gefunden und das behalte ich jetzt für mich, sondern wir bringen das jedem bei und es ist logisch und ihr werdet danach denken, okay, ist mega krass. Was ich, wo ich wirklich stolz bin, die letzten Seminare, wenn man auch immer bei den Basis-Seminaren fragt, hey, wie kamt ihr dazu, war über die Hälfte der Leute war, ich kam auf Empfehlung von XY.
Oder mein Chef war hier, der war so begeistert, der hat mich jetzt hier hingeschickt und das ist echt krass, jetzt nach vier Jahren Seminar, merkst du das einfach, das Empfehlungsbusiness ist das Beste. Also die Leute sind zufrieden und geben das an Kolleginnen und Kollegen weiter und sagen, ey, das ist super, mach das mal. Und das freut mich tierisch, weil ich finde, klar, über eine Präsenz bei Instagram erzielst du Reichweite, aber dass der Inhalt nachhaltig gut ist, zeigt sich ja, wenn Leute das empfehlen. Und da bin ich echt stolz, dass so viele kamen. kamen.
An der Stelle muss ich sagen, ich glaube Basisseminar 1 ist nächstes Jahr schon wieder ausgebucht. Ich glaube die Seminare Januar, Februar, März sind jetzt schon komplett ausgebucht und es gibt nicht viele Seminare nächstes Jahr, weil wir zwei große Projekte haben. Das eine Projekt habe ich schon mal, glaube ich, verraten, unbewusst im Podcast in den letzten Folgen. Das zweite Projekt ist noch in der Schwebe, aber ich halte euch auf dem Laufenden, sobald alles konkreter wird, erzähle ich es auch hier im Podcast.
So, genug Werbung.
Hamza fragt: Geografie und Dorflängen
Wolfgang. Ja. Hast du noch was auf der Liste? Gibt es ein Hamza Fragt?
Komm, wir schieben schon mal das Hamza Fragt dazwischen. Und dann... So. Hamza Fragt.
Heute das Fach Erdkunde. Ach du Scheiße. Ich bin so schlecht in Erdkunde. Ich erwarte gar nicht, dass du die richtige Antwort hast.
Es ist mehr eine Sch Okay Und zwar Wie lang ist das längste Dorf Deutschlands? Wie lang das längste Dorf? Was ist eine Längste? Die Definition von einem Dorf.
Ein Dorf ist eine kleine Ortschaft. Ich kenne nicht die offizielle Definition, aber ich würde vermuten, ein Dorf ist bis 10.000 Einwohner. Das wäre eine schöne Hamza-Frag. Von wann gehen wir von Dorf auf Stadt?
Aber ich denke, irgendwo 10.000, oder? Wie viele Einwohner hat ein Dorf? Ich habe das gegoogelt. Als Dorf wird eine ländliche Siedlung sehr unterschiedlicher Größe bezeichnet.
Beginnt bei circa 20 Gebäuden, beziehungsweise 100 Einwohner innen, bis zu einer Großdörfer mit mehr als 1.000 Gebäuden, beziehungsweise 5.000 Einwohnern. Also bis 5000 Einwohner. Ab 5000, was ist das? Hier ist es eine Stadt.
Oder eine kleine Stadt. Ja, eine kleine Stadt. Okay, also, es gibt sogar ein Dorf, das heißt Dorf. Wenn du Dorf googelst, dann siehst du, dass die Bevölkerung in Dorf 628 ist.
Stand 31. Dezember 2008. Dorf ist eine Gemeinde der Schweiz. Okay, wie lang? ist das längste Dorf. 25 Kilometer.
Es ist Simonswald im Schwarzwald. Okay. Und wie lang? 15 Kilometer. Ah, okay, aber komm, ist nicht so schlecht.
Ja, es ist fast doppelt. Ja. Ja, aber es hätte ja auch sein können, dass man so sagt, okay, komm, es sind 100. 100 Kilometer, überleg mal, wie weit du 100 Kilometer fahren kannst. Wie weit ist es von Stuttgart nach Frankfurt? 200 Kilometer?
Ja, wahrscheinlich. Das wäre ein sehr langes Dorf. Vor allem unter der Prämisse, dass natürlich die 5000-Einwohner-Grenze das Dorf limitiert. Also du kannst ja jetzt nicht sagen, whatever, Tokio ist, keine Ahnung, 80 Kilometer breit, aber hat natürlich keine 5000 Einwohner.
Okay, hast du, gibt es noch einen Hamza-Fragt oder hast du noch was anderes auf der Liste? Wir bleiben bei einer, haben sie gefragt pro Ding.
Die Gefahr von Halbwissen im Fitnessbereich
Vielleicht um den letzten Punkt, den du gemacht hast, nochmal aufzugreifen, den ich sehr schön fand, ist, Beispiel, wenn der Physiotherapeut dem Patienten etwas erklärt und von unterem und oberen Sprunggelenk spricht, wie viel Prozent derer, die Patienten sind, wissen, was der Unterschied zwischen unterem und oberen Sprunggelenk ist oder haben sich damit jemals schon mal auseinandergesetzt? Ach, keiner. Ja, Nihon. Wenn du als Trainer mit einem Kunden sprichst und du redest über Fett, Protein und Kohlenhydrate oder über einen Klimmzug und eine Kniebeuge, wie viele derer haben sich damit schon mal auseinandergesetzt?
Schon mehr. Quasi alle. Das sind Begriffe. Jeder, der zum Personal Trainer geht, kennt sich mit diesen Begriffen aus oder hat eben ein Grundwissen.
Und dieses Grundwissen ist etwas, dem tatsächlich oftmals dem Fortschritt im Weg steht, weil dieses Grundwissen ist meist lückenhaft beziehungsweise zu gering und wenn dann jemand versucht, sich noch dieses Wissen zu erweitern, aber das eben nur sporadisch macht, dann entstehen noch mehr Lücken und diese Lücken sind mehr Hindernis, als dass sie tatsächlich förderlich sind. Dementsprechend im Bereich Training und Ernährung der Fokus muss sein, auf was machst du. Denn natürlich, es gibt einzelne Kunden, und die habe ich auch regelmäßig, die wirklich tief dann in das Thema reingehen, die zwar das nicht beruflich machen, die jedoch wirklich interessiert daran sind und mehr oder weniger Stunden investieren, um das Ganze zu verstehen, die Bücher lesen, die sich mit den Themen auseinandersetzen und die damit einen deutlich tieferen Einblick haben und auch entsprechend Seminare bei mir suchen, Online-Seminare machen und wo ich dann merke, okay, die sind wirklich drin und die dann das versuchen zu sortieren und basierend auf dem, was ich vorgebe, was sie machen sollen, dann auch die Hintergründe zu verstehen, dass sie ein besseres Grundverständnis von Training und Ernährung haben, was es ihnen einfacher macht, das umzusetzen.
Aber die Anzahl derer, ich freue mich jedes Mal drüber, wenn jemand so motiviert ist, sich da wirklich reinzufuchsen, sich weiterzubilden, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und dann einzelne Puzzlestücke dem Ganzen hinzuzufügen, um das Gesamtverständnis zu optimieren. das Zwischending ist eben ein bisschen die Hürde zwischen ich mache einfach mich interessiert gar nicht das warum und den anderen Seite so ich investiere jetzt da wirklich Zeit über die Zeit und versuche mein Grundverständnis auszubauen und das was da zwischen liegt ist eben die Kategorie gefährliches Halbwissen, die dann schnell zu Paralyse durch Analyse führt und die durch die Bank weg Fortschritt im Weg steht statt tatsächlich Fortschritt beschleunigt aber eben dann eben auch auf Grundlage dessen, dass in Training und Ernährung 100% vom Kunden selbst gemacht werden müssen.
Ja.
Abschlussbemerkungen und Gesundheitstipps
Ich würde sagen, Tommy. Ja, vielen Dank für deine Zeit. Heute etwas knapper. Nächste Woche versprechen wir Besserung.
Kommt mal wieder eine längere Folge. Schreibt uns gerne eure Fragen. Wir freuen uns immer. Also ich habe relativ viele Themen auf der Liste, aber gute Fragen schlagen schlechte Fragen und deswegen, wenn ihr geile Fragen habt, schickt die immer gerne an mich bei Instagram.
Ich freue mich, nehme die gerne auf. Ihr kriegt eigentlich immer eine Antwort. Und ja, ich wünsche allen eine wunderbare Woche. Bleibt gesund, nehmt Vitamin D.
Ich habe heute wieder angefangen, Vitamin D zu nehmen, weil ich fange immer erst zu spät an, wenn ich merke, dass es zu wenig ist. Genau, nehmt Vitamin D, bleibt gesund und allen eine gute Woche. Ciao. Gute Woche.
Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!