TWUP 15

TWUP 15 — Yogaliebe: Strala Yoga mit Anna Kleb

Anna Kleb erläutert den Ansatz von Strala Yoga, der auf natürlichen Bewegungsabläufen und Effizienz statt auf starrer Dogmatik basiert. Das Gespräch beleuchtet Yoga als komplementäre Disziplin zum Krafttraining und betont die Eigenverantwortung sowie die Verbindung zum eigenen Körper.

Kernpunkte

Annas Hintergrund und Karriere in der Wirtschaft

Also Yoga ist für mich mehr eine Lebensphilosophie oder mehr zu einer Lebensphilosophie geworden als ein isolierter Bestandteil in einer einstündigen oder zweistündigen Praxis die Woche Ich erzähle einfach mal ein bisschen was über mich Wolfgang hat mich ja schon vorgestellt Ich erinnere mich an unser erstes Treffen Wir haben uns im Flieger getroffen nach Berlin Da war ich auch auf dem Weg zum Yoga Festival Ich kannte dich vom Gesicht irgendwo hatte ich dich schon mal gesehen, bunter Hund. Und dann habe ich dich angesprochen im Flieger. Und dann sind wir zusammen zum Festival und ich glaube, du hast mich dann in der Yoga-Klasse beobachtet.

Ja. Da habe ich mich schon so ein bisschen gefragt, was denkt er sich denn wohl? Genau, und da habe ich auf dem Festival unterrichtet und das mache ich auch heute noch so. Yoga-Studio, du hast es gesagt, Festivals unterwegs.

Ich habe Yoga angefangen, ich habe lange in einem Unternehmen gearbeitet, Hab BWL studiert, bin erstmal so nach dem Abi die ganz klassische Schiene gegangen. Nicht, weil ich nicht wusste, was ich machen wollte, aber ich wusste, es ist eine gute Grundlage für alles, was ich jemals machen möchte. und bin dann während dem Studium in ein Großkonzern eingestiegen. Und auch da bereue ich nichts. Also ich bin zwölf Jahre im Großkonzern gewesen und habe Yoga eigentlich zu der Zeit angefangen um so einen Ausgleich.

Also man spricht ja immer von Work-Life-Balance. Das Wort mag ich heute gar nicht mehr. Aber ich habe damals ja nach der Arbeit wollte ich mich irgendwie sportlich bet Fr habe ich geturnt und war immer so ein aktives Kind Das ist so in der Abi und w dem ganzen Lernen und in der Ausbildung und Studium so ein bisschen in den Hintergrund geraten, weil einfach andere Themen Priorität hatten. Eigentlich schade.

Möchte ich heute auch nicht mal unterstützen den Gedanken, wenn mich jemand danach fragt, wie es sich gesund lebt. aber eben genau ich bin nach der Arbeit zum Yoga teilweise noch in Hektik, stand im Stau, Stunde Yoga, war irgendwie kurz entspannt in der Ententspannung bin dann nach Hause und am nächsten Morgen ging das Hamsterrad wieder los Yoga hat mir sicherlich ganz ganz ganz viel gebracht damals, ich habe mich natürlich wieder körperlich viel besser gefühlt ich hatte einen mentalen Ausgleich zu meinem Arbeitsalltag und habe aber in den Yogastunden, die ich so hier in Deutschland erlebt habe, irgendwie gedacht, da fehlt noch immer so ein bisschen was.

Das ist schön, wenn man so ein, zwei Stunden die Woche zum Yoga geht, aber wenn ich die Zeit schon investiere, dann geht noch irgendwie so ein bisschen mehr an Praxis oder auch an Brücken bauen. Also wie kriege ich auch die Entspannung von der Yogamatte in meinen Alltag? wie kann ich Potenzial von der Matte mitnehmen in mein Leben, dass ich nicht die Yoga-Praxis als isolierten Bestandteil oder wie so ein dritter Arm betrachten muss, sondern der soll halt Teil von mir sein. und ich habe dann meine ersten Yoga-Ausbildungen in Deutschland gemacht und habe mich erst mal so ein bisschen auf dem deutschen Markt erkundigt.

Dann hört man ja diese Worte von Vinyasa, Hatha. Ich habe noch eine Kinder-Yoga-Ausbildung gemacht, bin dann so ein bisschen in den Bereich Ayurveda eingestiegen. Also ich habe aus dem großen Kochtopf der Yoga-Welt überall mal so einen kleinen Löffel von genommen und habe dann auch einfach herausgefunden, was mir schmeckt und was mir nicht schmeckt.

Die Entdeckung von Strala Yoga in New York

Und bin über eine Yoga-Ausbildung, die ich in Düsseldorf gemacht habe, letztlich nach New York gekommen. Habe damals New York als das Mecker des Yogas empfunden, weil es an jeder Stelle schon Yoga-Studios gab. Damals war das noch nicht so ein Boom oder so ein Hype in Deutschland. Und war dort eine Woche anderthalb Wochen 2012 war es glaube ich und habe mich eigentlich durch die Yoga probiert total untypisch eigentlich f New York Man denkt irgendwie man geht nach Indien Aber ich habe in New York tats dann was gefunden was mich irgendwie so ein bisschen mehr befriedigt hat, nämlich das als eine Art Lebensphilosophie zu betrachten und so ein bisschen mehr eigentlich die wissenschaftliche Seite davon zu betrachten.

Die USA war damals schon viel weiter an Gesundheitsblogs und irgendwie an einem guten Lifestyle und Integration, also wirklich dieses Verweben von Arbeit und Gesundsein und Potenzial entdecken. Und die Menschen, die sieht man mittags mit den Yogamatten über die Straße laufen. Ja, und dann bin ich so über diese kleine Reise zu Strala-Yoga gekommen. Das war gar nicht geplant, sondern ich habe einfach in den Plan geguckt, wann ist wo welche Stunde. und da hat sich dann samstags eine Stunde mit Tara Stiles angeboten.

Bin ich direkt zu ihr in die Stunde. Sie hatte damals noch das Studio auf dem Broadway, hatte einen riesengroßen, eine Halle war das schon fast, super voll, irgendwie 50, 60 Leute. Und es war eine Klasse, die hat mir irgendwie die Augen geöffnet. Die hat mich total zurück zu mir gebracht, auch wenn es nur eine Stunde oder 75 Minuten war.

Die hat mir einfach gezeigt, irgendwie ist es das, was ich bei der Yoga-Praxis, die ich bisher gemacht habe, vermisst habe. Nämlich mich als Bestandteil der Klasse sein zu lassen, der Übung sein zu lassen und nicht den Formen eines Yoga-Lehrers zu folgen. Oder den Formen einer Philosophie zu folgen, die sehr genaue Formen vorgibt. Genau, um noch kurz die Geschichte von mir vielleicht zu Ende zu bringen.

Ich habe dann all die Ausbildung gemacht neben meiner Arbeit, bin immer wieder nach New York zurück, habe mich sehr in diese Yoga-Form und damit einhergehend auch in so ein paar Grundlagen aus dem Strala-Yoga, Tai-Chi, so ein bisschen fernöstliche Kulturen, TCM, Akupunktur, Akupressur, Shihatsu eingelesen, mit vertraut gemacht. und habe dort in diesem Pool an Philosophien auch einen ziemlich guten Bezug gewonnen. Wie kann ich die Dinge, die ich dort lese, erfahre, lerne, zu meinen eigenen Erfahrungen machen und in mein Leben integrieren Dazu vielleicht gleich noch ein bisschen mehr wenn ich was Strala erz Ja und das letztendlich hat mir dann irgendwie also ich habe die Praxis dann so ganz gut zu meinem Leben machen können.

Man sagt ja immer, Yoga entwickelt Vertrauen und Selbstliebe. Und das habe ich echt ganz gut nähern und kultivieren können. Aber die Zeit war eine lange Zeit der Praxis. Also ich habe irgendwie keine Schnellschüsse gemacht, sondern habe das sehr nachhaltig.

Bin ich jedes Jahr nach New York und habe selbst, ich bin manchmal nur für eine Woche dahin, um Stunden mitzumachen. Also gar nicht eine Ausbildung zu machen, sondern einfach mich immer wieder in diese Lebensphilosophie rein zu begeben oder die Erfahrungen zu sammeln. Auch das alleine Reisen war natürlich eine Erfahrung schon an sich immer. Wie lange ist her, dass du das erste Mal in New York warst?

Für Strala Yoga war es damals 2012. Da habe ich Strala kennengelernt und ich habe direkt dann 2013 die ersten Ausbildungen gemacht und ab dann jedes Jahr. Die bieten so unterschiedliche Formate an und haben sich auch über die Jahre weiterentwickelt, so dass ich auch immer wieder hingehe. Also es ist für mich einfach so ein ongoing Prozess des Wiedererfahrens, Weiterentwickelns.

Also so wie ich mich weiterentwickele, lebt die Philosophie auch. Und ja, es ist ja auch erwiesen, dass wir Dinge fünfmal hören müssen, bevor sie wirklich ein Bestandteil von uns werden können. Und es gibt, ja, es gibt viele, viele, viel Wissen, was ich schon, wo ich weiß, ich habe es schon mal gehört, aber erst beim fünften Mal oder sechsten oder siebten oder achten Mal macht es halt irgendwie Klick in meinem Kopf und ich merke so, ah, jetzt kriege ich die Verbindung zu mir her oder was bedeutet das für mich? auch zu hinterfragen immer, was ist, nicht alles Wissen im Außen ist ja auch mein Wissen oder was ich für mich verwerten kann, was ich in meinem Leben auch aufnehmen möchte.

Genau, nochmal zurück zur Geschichte, zu mir. Ich habe dann irgendwann so viel Mut und Vertrauen gewonnen, dass ich gesagt habe, das ist mein Weg. Ich habe dann auch nach, ich glaube, es waren knapp vier Jahre, nachdem ich die erste Yoga-Ausbildung gemacht habe, habe ich mal so mit Freunden und Familie so ein bisschen angefangen, Yoga zu unterrichten im Wohnzimmer. Davon gibt es noch Fotos, die gucke ich mir mal wieder gerne an.

Ich kann mich erinnern, das Strahler-Yoga, nachdem ich so damals in Berlin so ein bisschen erzählt habe von dem Strahler-Yoga.

Wolfgangs Sicht auf modernes Yoga

Ich habe mir in Gedanken, ich war 2015 in Arizona, in einem Hotel der W-Kette. Ah, ja. Und ich kann mich noch gut erinnern, das ist so ein Hotel, da kommst du ins Zimmer und du hast erstmal die Karte in so einen Schlitz schieben, dass die Elektronik im Zimmer angeht. Und dann geht der Fernseher an und dann kommt so ein bisschen Hallo Herr Unzöld.

Und dann kommt so ein bisschen Aktivitäten, gibt es die Poolparty am Wochenende. Und dann kam auch so ein kleines Yoga für vor der Party im Hotelzimmer, ein bisschen Yoga machen. Dann habe ich mir da angeschaut, was es so gibt. Dann kam das Yoga-Ding, habe mir das durchgeschaut und dachte, okay.

Für mich damals, für jemanden, der Yoga nur von außen betrachtet, als Zaungast, war da so ein bisschen zeitgemäßiger das Yoga. Es war weg von diesem philosophisch-religiösen Strickten hinzu. Okay, das war für mich so, okay, nett. Das ist ja deutlich massentauglicher mittlerweile.

Oder es spricht eine deutlich breitere Zielgruppe an, als das, was Yoga mal ursprünglich war. Yoga war ja ein bisschen für die Vorbereitung auf den Podcast, habe ich recherchiert. Und gerade dieses Yoga war ja mehr so philosophische Lehre als tatsächlich das, was so diese Bewegungsform mit Philosophie außenrum, was ja jetzt das moderne Yoga doch mehr und mehr geworden ist. Absolut, ja.

Was damals mich schon so ein bisschen angesprochen hat und nachdem wir uns im Flieger kurz unterhalten haben, da war auch danach für mich so, okay, jemand, der Yoga macht, Hat mir noch nicht erzählt, dass er Veganer ist. Schon mal sympathisch. Und dann hat mir auch nicht erzählt, dass Krafttraining ist nicht gut. Weil das trainiert ja nicht die kleinen, tiefen Muskeln, die so wichtig sind.

Das ist so der Klassiker, den ich höre von jemandem, der so ein bisschen Halbwissen über Yoga hat. Dann dachte ich, okay, ist ganz interessant, ganz sympathisch. Hat mich so nicht bewusst, aber unterbewusst genau an diesen etwas zeitgemäßeren Ansatz erinnert. Und dann dachte ich, war da den ganzen Tag auf der Konferenz damals in Berlin. und habe dann gesehen, dass du die Stunde gibst und dachte, komm, setze ich mich mal hinten rein, gucke ich mir das Ganze mal an.

Man weiß ja nie, ob ich auch was mitnehmen kann für das, was ich Krafttraining technisch mache, weil ja doch auf einem Kontinuum der Trainingsformen auf der einen Seite relativ weit ist Yoga und dann definitiv relativ weit auf der anderen Seite ist Krafttraining. Das ist mir schon recht gegensätzlich. Nichtsdestotrotz, ich dachte, schaue ich mir mal an, vielleicht. man weiß nie was man aus einer anderen Trainingsform mitnehmen kann f das eigene Training wenn ich selber jetzt nicht der begeisterste Yogi bin Noch nicht Noch nicht Ich habe ja wie ich dir erz habe ich habe ja den Winter etwas Yoga ausprobiert War da einmal die Woche.

War auch die ersten paar Einheiten für mich. Ich habe es wirklich gern gemacht. War auch so Hot-Yoga. Das heißt, so ein Raum mit so plus minus 40 Grad.

Ich mag die Wärme. Das heißt, den Winter über war es da relativ leicht, mich zu begeistern für den Raum. war dann aber für mich nicht progressiv genug. Das ist sicher auch einer der Gründe, warum ich beim Krafttraining hängen geblieben bin, weil Krafttraining schon sehr, sehr progressiv ist. Ich habe quasi jede einzelne Stunde klar vorgegeben, eine Steigerung meiner Leistung.

Was jetzt im Yoga... Nicht das Ziel ist auch, ne? Nicht das Ziel. Und auch nicht so einfach messbar.

Yoga als Ergänzung zum Krafttraining

Nichtsdestotrotz, ich empfehle regelmäßig jemand, wenn jemand Begeisterung für Belegungsformen in die Richtung Yoga hat, Yoga zu machen als Ergänzung zum Krafttraining. Das ist eine Grundaussage, die ich oftmals mitgebe. Die meisten, die viel Krafttraining machen, sollten etwas mehr Dinge machen, wie Stretching, Yoga, Meditation oder so. Während die meisten, die sehr viel Stretching, Yoga, Meditation machen, etwas mehr Krafttraining machen sollten, um beide Welten ins Gleichgewicht zu bringen.

Und da auch weg von dieser klassisch spirituell-religiös-philosophischen Yoga-Richtung, die mit Sicherheit ihren Platz hat, aber aus meiner Sicht ist es zu weit weg für die meisten. Absolut. Wir brauchen, glaube ich, keine religiösen Anführer oder spirituellen Anführer. Auch dieses Wort Guru ist mir eigentlich gänzlich, ich mag es nicht, weil ich selber auch mich eher immer wieder auf die Stufe mit allen anderen auch stellen möchte.

Und ich lasse mich auch gerne in meinen Yoga-Stunden oder wo immer ich irgendwie unterrichte oder mit Menschen in Einzelbegleitung. Es ist eigentlich ein Geben und Nehmen, weil wir können uns schon irgendwie alle selber gegenseitig unterrichten. Ich lerne ja auch sehr, sehr viel von den Erfahrungen anderer oder von den Körpern anderer. Und mich dann als Guru vorne hinzusetzen und zu sagen, ich weiß mehr als ihr alle, das ist für mich kein nachhaltiger Ansatz.

Mit Sicherheit dienen die ganzen Ausbildungen, das ganze Wissen und einfach auch der Lebensweg dazu, andere Menschen inspirieren zu können, begeistern zu können. Aber das ist eben die Besonderheit an Stralla dass es nicht darum geht einen richtig und falsch vorzugeben Und von daher auch dieser dogmatische Ansatz Krafttraining ist nicht gut oder Fahrradfahren ist nicht gut Es ist halt, alles ist gut, wenn man es gut macht. Oder alles ist auch für alles gut. Ich selber habe auch, ich probiere immer wieder neue Dinge aus.

Also für mich gibt es eigentlich nichts, was No-Go ist. Und das Spannende ist eben auch gerade daran, finde ich, die neuen Erfahrungen oder die neuen Bewegungsformen oder die neuen Ansätze, die ich irgendwie, worauf ich Lust habe, was sich so auch in mein Leben schleicht. Wenn ich mich hier so umgucke, würde ich auch nochmal eine Runde Krafttraining machen. Also können wir gerne mal vereinbaren. mein Bestreben ist nur meine Bewegung so gut zu machen wie es meinem Körper gut tut also nicht gegen mich anzukämpfen und ich glaube, wenn man einfach darauf achtet die Bewegung stets nährend, heilend stärkend, kräftigend, was auch immer dann gibt es wiederum ja doch das Ziel, weil es gibt auch sofern gibt es schon ein Ziel der Yoga-Praxis ich wünsche mir dass Menschen in ein Yogastudio gehen, weil sie eine Vision oder ein Ziel haben, weil sie irgendetwas verändern, erreichen oder motivieren wollen in sich selbst.

Ob das jetzt über Meditation oder die Bewegungsform Yoga passiert, das ist ja der Antrieb, warum wir etwas tun. Begeisterung für etwas zu haben ist Dünger für das, was daraus entstehen kann. Das hält uns ja auch am Puls, dass wir etwas machen und nicht wie kleine Kinder, Wenn die Eltern oft sagen, du machst jetzt Ballett, dann habt ihr nach drei Wochen keine Lust mehr auf Ballett und dann kommt das nächste. Sondern wir wollen ja, oder mein Ansatz und den, den ich auch gerne an Menschen weitergebe, ist, tu das, wofür du dich begeistern kannst.

Und das ist sowohl für unsere geistige Stärke als auch dann für körperliche Kräftigung gut. und ja. Gerade die Begeisterung beim Training ist auch ein Punkt, oftmals, wenn jemand schon gerade länger Krafttraining macht, wird aber am Ende vom Tag oder ist am Ende vom Tag in jeder Trainingsform so, es kommt der Punkt, an dem du, selbst wenn du zehn Jahre Yoga machst, da kommt der Tag, an dem du jetzt nicht so wahnsinnig Lust hast, Yoga zu machen und dann zu schauen, okay, welche andere Trainingsform kann ich machen denn je mehr Begeisterung f die Trainingsform desto einfacher eine Stunde Yoga wenn du Yoga toll findest ist eine Stunde so vorbei Wenn Yoga f dich eine Qual ist dann ist es nach den ersten zehn Minuten das ist schon wie fr in der Schule wie lange noch bis das Ganze vorbei ist Die Abwechslung, egal wie begeistert man von irgendeinem Training ist, es kommen Tage, an denen man eben nicht jetzt in diesem Moment die Begeisterung für eine Trainingsform hat.

Da so ein bisschen zu schauen, was kann ich noch machen? der Abwechslung oder genauer genommen der Ergänzung wegen, um dann wieder Begeisterung zu entwickeln, nicht nur für die neue Trainingsform, sondern auch für das, was eigentlich mein Haupttraining ist oder meine Haupttrainingsform. So jemand ein bisschen einfacher zu machen, so nach dem Motto, ja, du machst viel Krafttraining, aber aktuell vielleicht ein bisschen weniger Begeisterung, dann mach mal, guck mal, mach vielleicht ein-, zweimal die Woche ein bisschen Yoga und dann ergänzt sich das ganz gut, du hast dann Begeisterung an Yoga, einfach nur am Anfang mit Sicherheit, weil es was Neues ist und wie in den meisten Trainingsformen, am Anfang wird man auch schnell besser.

Ich habe auch bei mir selber gesehen, die ersten zwei, drei, vier Einheiten, da hatte ich messbare Fortschritte. Was dann automatisch. Absolut. Bringt mich aber auch wieder auf den Punkt zurück, wie ich es am Anfang gesagt habe, dass es für mich eher eine Lebensphilosophie ist.

Also vielleicht sage ich mal kurz, soll ich mal was zu Strala-Yoga ein bisschen hinter die Kulissen blicken lassen? Also Strala-Yoga, ich weiß manchmal gar nicht mehr, ob es Yoga so richtig noch beschreibt. Wenn ich dann sage, ich bin Yoga-Lehrerin, dann ist das ja heute sehr inflationär, dieser Begriff. Und man denkt sich da wirklich, das ist einfach heute ein Pool von Menschen, die körperliche Bewegung unterrichten.

Und jede Yoga-Form oder jede Bewegungsform oder jeder Yoga-Stil hat wirklich für mich sein absolut positives. Also ich möchte nichts schlechtreden, Denn ich denke, jeder Yoga-Stil oder die Zeit auf der Matte gibt Menschen immer einen Zugang zu sich selbst. Das ist eine Übungsform, die einen nahen Kontakt zu sich aufbaut. Es kann aber eben besser oder schlechter oder ich möchte es noch gar nicht mal irgendwie beurteilend sein, aber es ist der Fokus.

Warum gehe ich auf meine Matte?

Die Rolle des Guides im Vergleich zum Lehrer

Und Strala-Yoga war eben da für mich so eingängig, dass ich gemerkt habe, diese Yoga-Form baut Brücken in mein normales Leben. Für mich hat sich relativ schnell dann in dieser Praxisform die Klarheit ergeben, dass diese Stunde Yoga-Form, Yoga oder die 2-Stunden-Yoga, die ich in der Woche mache, relativ wenig zur Entspannung in meinem Leben beitragen. Das ist immer super, um die Stunde oder die 2 Stunden in der Woche mein Nervensystem und meinen Ruhepuls und mich wirklich runterzufahren. Dann komme ich schläfrig nach Hause und kann gut schlafen.

Aber wie kann ich das integrieren, was ich auf der Matte erfahre, um halt auch in herausfordernden Situationen im Leben Oder halt auch in anderen Sportarten, was immer ich tue, einen Bestandteil sein zu lassen, also ein Bestandteil oder eine gelebte Philosophie sein zu lassen. Und ich habe für mich herausgefunden, dass es eben nicht funktioniert, über Mantren singen oder Mudras mit den Händen zu formen oder diverse Dinge, die in anderen Yoga-Stilen unterrichtet werden, sondern es war eben eine total einfache Philosophie von Folge deinem Gefühl. mich hat schon direkt in der Yoga-Klasse in New York bei Strala fasziniert, dass die normale Worte benutzen also die Yoga-Philosophie oder die Yoga-Stunden benennen die Positionen ja oft in den Sanskrit-Worten, die Asanas so, dass jemand, der neu in eine Yoga-Stunde kommt, gar nicht manchmal versteht was hier überhaupt los ist und ich fand es total schön und das war eine ganz neue Erfahrung für mich damals, dass ich verstanden habe, was mir der Yoga-Lehrer sagt.

Und Yoga-Lehrer ist vielleicht schon ein gutes Stichwort. Beim Strada sagen wir, es gibt eigentlich gar nicht den Yoga-Teacher, so wie es dann auf Englisch heißt, sondern wir nennen uns Guides. Als Teacher versteht man wirklich eine Person, die halt sagt, da gehst du hin, da ist dein Endpunkt, bring den Körper genau in diese Form. Ich sage dir, was richtig ist und was falsch ist.

Und wie der Lehrer in der Schule, wenn es falsch ist, kriegst du eine 6 oder eine 5. Rutsch dich. Genau. Und der Guide ist im Grunde genommen da.

Also wir in der unterrichtenden Perspektive, aus der unterrichtenden Perspektive, wir geben einen Weg vor oder wir sorgen sozusagen für eine Struktur, aber lassen jeden Yogi auf der Matte selber ausschmücken und mit seinem Körper formen, wie er von A nach B kommt. und wir nennen auch Yoga beim Namen Herabschauender Hund Krieger 1 Krieger 2 Aber geben diesen Formen mehr Leben indem wir die Formen zu Bewegung machen Also eine Form im Sinne des Wortes ist nicht ein Endpunkt. Und wir sagen fünf Atemzüge im herabschauenden Hund. Das ist schon ein bisschen mit Drill heute für mich verbunden. Weil wenn wir, die meisten Menschen gehen zum Yoga, weil sie sagen, ich möchte flexibel sein oder ich möchte zur Ruhe kommen oder ich möchte kraftvoll und stark werden in meinem Körper.

Natürliche Bewegung und Effizienz

Alle drei Ansätze funktionieren nur, wenn wir den Körper in seiner natürlichen Form lassen. Wenn wir uns nicht selbst die Grenzen setzen. Also eine Flexibilität und ich merke selber auch an meinem Körper, es ist so schön, dass ich aus eigenen Erfahrungen berichten kann, wie sich mein Körper weiterentwickelt hat und die schwierigsten Dinge heute schaffen kann, die ich noch nicht mal mehr übe, aber wenn ich sie dann mal mache, realisiere ich, oh, ich kann es ja. Wenn wir Kraft und Anspannung und Härte in unseren Körper bringen, limitieren wir uns selbst in unserem eigenen Bewegungsspielraum.

Wenn wir uns stattdessen Beispiel Vorbeuge mal erlauben, die meisten, insbesondere Männer, sagen immer, ich kann nicht zum Yoga kommen, weil ich bin nicht flexibel genug. Das ist ungefähr so, als würde man sagen, ich bin zu hungrig, um zu essen. Also dann wird das Beispiel genommen, ich komme noch nicht mal mit den Händen auf den Boden. Es ist ein Glaubenssatz, der in uns steckt.

Wir dürfen uns nicht selber irgendwie anpassen. Also beug die Knie und du bringst die Fingerspitzen auf die Matte. Mach es dir einfach, um in deinem eigenen Prozess bleiben zu können. Und was ich in meinem eigenen Körper dadurch erfahren habe, ist eben super viel Weichheit. absolut gesunder, aber sich immer ausdehnender und größer werdender Bewegungsspielraum.

Und nach den Jahren der Praxis mittlerweile auch die Überzeugung für mich, für meinen Körper, wobei ich neugierig bleibe, dass ich sage, ich brauche keine andere Bewegungsform, um mit meiner eigenen Kraft zu bleiben. Ich habe lange keine Fettmessung mehr gemacht, aber mich würde es noch mal interessieren, wie mein K so welche Werte mittlerweile da sind Aber ich habe eine super gut funktionierende Muskulatur Ich habe ein Sixpack da beneiden mich immer andere drum obwohl ich es gar nicht so also es ist nicht der Fokus meiner Praxis, aber es entsteht, weil ich die ganze Zeit mit meinem, weil ich meinen Körper die ganze Zeit einsetze und miteinander in Verbindung bringe.

Also ich arbeite mit meinem Körper in einer Art und Weise, dass er sich gegenseitig unterstützt, nicht gegen sich ankämpft und somit in der Lage ist, super nachhaltig, super lange, beständig an dieser Praxis dran zu bleiben, ohne Ermüdungserscheinungen. Ich habe jetzt am Wochenende einen Workshop noch gemacht, um manchmal so kleine Augenöffner zu haben, wenn wir mehr Weichheit in unsere Praxis bringen. Die Liegestützhaltung funktioniert bei den meisten Menschen, weil gedanklich schon diese Liegestütz mit sehr viel, oh, da muss ich jetzt durch, das ist anstrengend, da mache ich jetzt so ein paar Push hoch und runter, da entsteht schon sehr, sehr viel Härte im Kopf.

Und ich mache dieses Exempel immer gerne, Menschen, die dort mit einer kompletten körperlichen Anspannung reingehen, können nur, wenn überhaupt, halb so lange durchhalten, Ich mache dann gerne schon mal so ACDC an oder so in der Klasse, dass dann das auch ein bisschen unterstützt wird noch als Menschen. Oder wenn ich dann vorne bin und mitmache, ich beuge meine Ellenbogen, lehne mich so ein bisschen von links nach rechts, bringe meinen ganzen Körper zu jedem Moment in Einklang miteinander, sich gegenseitig unterstützen zu lassen, vielleicht auch mal so ein bisschen mehr Gewicht nach vorne zu lehnen, wieder zurückzulehnen, lässt mich unendlich lange dort bleiben.

Und auch so in dieser Harmonie im Körper, wenn ich merke, die rechte Hand oder das rechte Handgelenk wird gerade ein bisschen müder als das linke, dann ist es der schönste Lösungsansatz, einfach ein bisschen Gewicht zu verlagern und auch die Chance oder die Option zu nutzen, das rechte Handgelenk dann einfach auch mal kurz zu entlasten. Wir tendieren ja von unserer geistigen Ausrichtung und man kann da sehr weit zurückgehen in unsere Kindheit, was wir von unseren Eltern beigebracht bekommen haben. Du musst immer besser sein als die anderen, um Erfolg zu haben. Gib dir Mühe, sonst wirst du nichts.

Streng dich an spann dich an sonst kommst du nicht dahin wo du hinkommen willst Und all diese Glaubenss sind Schichten die auf uns lasten und Schichten die uns letztendlich die ganze Zeit auch glauben lassen da ist halt Anspannung notwendig. Und oftmals mehr im Weg stehen, als sie tatsächlich zu Erfolg führen. Ja.

Struktur, Tai Chi und Körperbewusstsein

Zusammengefasst ist es mehr ein freieres, gefühlsbetonteres Yoga. Es ist ein freieres Yoga, wobei ich auch den Ansatz nicht mag. das ist einfach nur so, beweg dich so, wie du dich gut fühlst, sondern there is no freedom without structure. Es muss überall einfach eine Grundphilosophie sein. Und die gibt es auch.

Also gerade da bedient sich Strala-Yoga gerne der Bewegungsphilosophie aus dem Tai Chi, wie man sich am effizientesten einsetzt. Das fängt bei der stabilen Mitte an, geht über den stabilen Stand. Also viele Leute limitieren sich schon alleine, indem sie die Füße zusammenbringen. Und das ist vollkommen egal, ob das auf der Yogamatte ist oder in einer Präsentation, die man irgendwo hält.

Es erdet und bringt viel mehr Basis und Fundament, wenn man die Füße hüftbreit oder schulterbreit auseinanderstellt. und genau, stabile Mitte, habe ich gesagt, dann wirklich diesen Körper in Einklang miteinander zu bringen, sich gegenseitig unterstützen zu lassen. Aus vielen Bewegungsformen, Philosophien, insbesondere auch aus dem Yoga, kennen wir eine sehr isolierte Form der Bewegung. Da wird oftmals dann nur über den rechten Arm gesprochen. Hebt den rechten Arm nach oben.

Okay, ich kann meinen rechten Arm nach oben heben, indem ich sehr viel Muskelkraft aus dieser Bewegung entstehen lasse. Ich kann aber eben auch davor sorgen, dass mein ganzer Körper mich unterstützt und meinen rechten Arm schon alleine mit der Einatmung mehr nach oben hebt. Viel einfacher, diesen Bewegungsimpulsen von Atmung zu folgen. Je stabiler ich stehe, umso einfacher fällt es mir, meinen rechten Arm nach oben zu heben.

Je mehr ich mich aus meiner Mitte bewege und vielleicht sogar ein bisschen nach links lehne und meinem rechten Arm auch Platz mache für die Bewegung, umso, und da mag ich das Wort, effizienter wird die Bewegung, umso nachhaltiger und heilender. Ich kenne genug Menschen, die sich beim Yoga vertreten, verletzt haben. Und zum Glück nicht in meinen Klassen, ich hatte noch nie eine Verletzung. Aber es ist eben oft der Ansatz von schneller, weiter, höher, mehr.

Und wir wollen alle im Prozess bleiben, das ist nicht das Thema. Also für mich gibt es nichts Schöneres als eine eigene Weiterentwicklung an mir zu erkennen, ob mental oder körperlich.

Yoga-Verletzungen und Eigenverantwortung

Das Thema Yoga und Verletzungen, auch das ist mittlerweile so dieses, Yoga ist nicht gut, weil Rückenverletzungen, Bandscheibenprobleme Ja Was sich auch tatsächlich häuft Was ist da deine Antwort Wenn jemand mit der Aussage kommt Also definitiv hat Derjenige nicht Unrecht, weil ich sehr sehr Viele Menschen kenne, die sich beim Yoga schon Verletzt haben Zum Glück wie gesagt nicht in meinen Klassen Ich habe da Toi toi toi, möchte ich gerne auf Holz Knopfen, aber weil weil ich eben Menschen in ihrer eigenen Verantwortung lasse. Ich glaube, das ist ein ganz gutes Thema für das, was beim Yoga oft passiert.

Wir fangen halt an, unsere Verantwortung abzugeben, wenn wir dem Lehrer da vorne zu viel Glauben schenken. Und das ist dann halt oft ein Lehrer, der zwischen richtig und falsch unterscheidet und mit der Gießkanne über die Yoga-Klasse geht und sagt, ein Ansatz ist richtig für alle. Und dann auch noch mögliche Assists einbringt, durchziehen, drücken, schieben, draufdrücken, in dem Glauben, da geht noch ein bisschen was. Oder da gibt es ein richtig und falsch.

Ich habe selber die Erfahrung gemacht, dass mir mal in einem Drehsitz jemand so in den Rücken gefahren ist, was eigentlich eine Unterstützung sein sollte, aber es tat mir weh. Und ich konnte fast gegen den Druck nicht ankämpfen, weil der so stark war. Also Yoga-Lehrer lernen ja auch, wie sie ihr Körpergewicht einbringen können, um die volle Kraft zu haben. Und ja, es ist, also wirklich den Schüler in der eigenen Verantwortung zu lassen, ist für mich der einzig richtige Ansatz.

Und das heißt nicht, dass ich nicht vorgebe, was man machen kann, Also wieder dieses Thema Guide ich gebe eine Richtung vor Aber f mich als Lehrer w nichts schlimmer Das geht mit Sch in der Klasse wo ich zwei Leute da habe oder auch in Einzelbegleitung ist es nat sch jemandem zu sagen schau mal wie es noch einfacher gehen kann Schau mal was es dir noch was dir noch mehr M gibt Oder auch, wenn man tatsächlich irgendwelche Fehlhaltungen sieht, die aus einer Gewohnheit entstehen bei einem Menschen, aus einer falschen Bewegungsform, die aus dem Alltag entsteht. Menschen stehen schon oft, das kann man ja manchmal nicht mit angucken, wie ungesund Menschen stehen, vollkommene Belastung auf einem Bein oder ja, aber ich möchte jedem Yoga-Lehrer eigentlich nahelegen, weil sobald die Klasse mal irgendwie mit 20 Leuten voll ist, hat kein Yoga-Lehrer mehr die Möglichkeit, für die Gesundheit aller Menschen zu sorgen. und dann diesen Ansatz wahrzunehmen, zu sagen, schau mal, ob das gut für dich ist, wo du gerade bist.

Oder Optionen dann zu geben. Also gerade wenn man sieht, da sieht irgendwie nicht sowas gesund aus. Und eigentlich kann es sich nicht gut anfühlen für denjenigen. Das Problem ist halt, wir haben gelernt zu fühlen.

Das passiert so als Kind, kommen wir auf die Welt und schreien, wenn wir Hunger haben. Wir kommunizieren, wenn wir ein Bedürfnis haben. Und im Laufe unseres fortschreitenden Alters ist es eigentlich eine Entwicklung, die nicht sehr schön ist, aber wir entfernen uns immer mehr von uns selbst, weil wir Regeln, Erwartungen im Außen unterliegen oft. und somit habe ich das Gefühl, also habe ich das, ja, die Erfahrung mittlerweile gemacht, Menschen, eigentlich wissen sie, was sich gut anfühlt und was nicht, aber den muss man so ein bisschen, die muss man auf das Pferd setzen, es sei euch heute hier erlaubt, überhaupt nochmal zu fühlen, was euch gut tut. und wie gesagt, über diesen Verantwortungs-Shift, den wirklich beim Schüler zu lassen und nicht, dass ich die alleine lasse, weil eine Yoga-Klasse, ich rede die ganze Zeit, es ist sehr viel Anleitung, ich gebe sehr viele Möglichkeiten vor, aber es passiert mehrfach in einer Yoga-Klasse, dass ich eben immer wieder sage, schau mal, ob sich das gerade wirklich für dich gut anfühlt. wenn nicht lehne ich noch mal ein bisschen nach links oder nach rechts Um zur zu dem R Was meine Antwort ist, weil ich oftmals gefragt werde von Krafttrainingsbegeisterten, was ich quasi von Yoga halte.

Und Yoga ist ja ganz schlecht für den Rücken. Mehr, die sich im Rücken verletzen beim Yoga als beim Krafttraining. Meine Antwort in Kürze geht auch sehr gut in deine Philosophie. Yoga an sich ist nicht das Problem, sondern wenn jemand Positionen einnimmt, für die es nicht ausgelegt ist, sie einzunehmen.

Und dann gerade so Dinge wie Rotation, Lendenwirbelsäule, was aktiv gepusht wird und dann worst case jemand reingedrückt wird oder sich selber quasi zwingt, sie zu machen, dann hast du im Endeffekt die Probleme mit Rückenschmerzen. Wie im wahren Leben. Am besten ist, wenn man halt bei sich bleibt, authentisch mit sich bleibt und sich von denen. Und das ist eben die Krux an der Yoga-Praxis heute.

Die sehe ich tatsächlich hier und da wirklich echt kritisch. Wir sehen halt nur Bildern von geformten Menschen. Richtig oder falsch geformten Menschen. Also teilweise auch Werbeanzeigen, wo ich mir schon denke, so, aua, das kann ja nicht gut sein.

Dann sind halt irgendwie noch die falschen Menschen für eine Pose ausgewählt worden oder der falsche Lehrer, der etwas vorgegeben hat, was wirklich körperlich nicht machbar eigentlich ist. Und dann eben das andere Extrem, dass wir nur extreme Menschen sehen. Dass Yoga eigentlich mit einem extremen Körperansatz zu tun hat. Es geht schon wirklich in so Schönheitsideale.

Sehr viel schlanke Menschen nur, sehr, sehr, sehr bewegliche Menschen. Die Cover der Yoga-Zeitschriften sind in der Regel wahrscheinlich auch, um die Aufmerksamkeit zu erregen, mit Menschen ausgestattet, die hypermobil sind oder einfach schon eine sehr, sehr lange Praxis machen und haben. Dass natürlich daraus Möglichkeiten entstehen, aber für mich ist das nicht das Werbebild von Yoga. Also es entspricht nicht meinem Praxisansatz.

Dass alles daraus entstehen kann ist f mich total das zeigt mir mein eigener K Aber die Grundlage und zum Gl auch die Intention warum viele Menschen in mein Studio kommen oder warum sie mit mir irgendwie wollen ist eher ein heilender nachhaltiger wirksamer Ansatz Wenn du sagst Yoga-Philosophie,

Social Media und Marketing-Philosophie

wie vermittelst du Yoga-Philosophie, die über diese Bewegungen ausgeht, an die, die in deine Klassen kommen? Also was ich gerne mache, ist, ich nehme mir gerne so vor einer Klasse mal, das habe ich irgendwann mal angefangen, weil ich gemerkt habe, es ist wirksam bei Menschen, dass die auch wirklich so ein paar Dinge mitnehmen können. Ich bin kein Mensch oder kein Freund, das habe ich früher in den Klassen erlebt, dass Menschen oder Yoga-Lehrer so Bücher aus Büchern vorgelesen haben und schöne Sprüche und sehr herzerwärmende Dinge mit eingebracht haben. Also was ich eigentlich schon fast lieber mache, ich gehe immer so gerne auf das Thema Wissenschaft, dass ich den Menschen tatsächlich auch so Futter für ihre Praxis oder eigentlich schon ein eigenes Dankbarkeits-Kredo in ihre Hand lege, warum sie heute da sind, dass sie was für ihre Gesundheit tun.

Und das sind so manchmal fünf, manchmal zehn Minuten, je nachdem, wie auch eine Kommunikation vielleicht noch raus entsteht am Anfang der Klasse. die die Straler-Philosophie letztlich immer so ein bisschen wiedergibt. Vielleicht ist es dann auch manchmal, was ich am Anfang der Klasse sage, der Fokus für die ganze Klasse. Dann rede ich 60 oder 75 Minuten. Wer zuhört, bekommt auch relativ viel Philosophie mit.

Und ansonsten vermittle ich Wissen über meine Website, dass ich immer mal wieder einen Blog-Eintrag schreibe. Instagram und Facebook habe ich auch. ist jetzt nicht das total belebte Medium für mich. Warum nicht? Gerade Fitness und auch Yoga auf Instagram.

Fitness ist neben Ernährung und Travel ein Top-3-Thema. Ich würde einfach Yoga im Bereich Fitness mit reinquetschen. Warum ist da Instagram für dich nicht? Also Instagram insbesondere lebt für mich eher über das Thema Bild.

Da sind wir relativ schnell wieder in dem kleinen Gefängnis, was wir uns selber bauen können, dass wir irgendwie was bildlich erreichen können und das noch im Zuge der heutigen Maschinerie auf Instagram, dass viel mit Marken in Verbindung gebracht wird, es wird gesponsert, es werden eigentlich auch die Bilder am meisten, Irgendwie ist ein Eyecatcher drauf, wenn die Klamotte passt. Und da ist viel Nebenprodukt zum eigentlichen Wert von dem, was mir wertvoll ist. Das heißt nicht, dass ich es gar nicht mache. Also ich denke auch, dass ich manchmal denke ich mir selber, ich kann sogar auch wieder ein bisschen besser darin werden.

So eine kleine Aversion, weil ich viel Schlechtes einfach auch sehe oder für mich nicht angemessenes und für mich nicht meiner Botschaft entsprechendes. dass, wenngleich ich natürlich auch sagen kann, ich kann es einfach besser machen. Momentan habe ich so eine kleine Insta, Facebook, Social Media Pause, will ich nicht sagen, weil ich bin noch aktiv, aber vielleicht auch Diät oder Findung, dass ich auch noch mal für mich selber entscheiden möchte, was will ich preisgeben und was nicht. Und ich finde es eben schöner und fühle mich auch mehr angezogen, also selber mehr angezogen von Plattformen, wo auch einfach mehr Text und in einer ansprechenden Form auch Text erscheinen kann.

Also Instagram ist dann immer sehr reduziert in der Möglichkeit. Man kann kaum Absätze irgendwie richtig machen. Und ich weiß auch nicht, wie viele Menschen ehrlich ihr Wissen über Instagram bekommen wollen oder über eine fundiertere Plattform. Es ist mehr Entertainment als tatsächlich.

Genau, so ein Türöffner vielleicht. Ja, das ist vielleicht so ein Türöffner und deswegen sage ich auch, kann für mich auch nochmal ein anderes Potenzial sein, wenn ich da so nochmal ein bisschen gedurchdacht habe, wie ich da auftreten oder wie ich weitermachen möchte oder was ich preisgeben möchte. aber ja, nicht im absoluten Fokus und ich mag auch persönlich am liebsten den Ansatz mit Menschen direkt in Kontakt zu stehen also mit Menschen zu arbeiten über diese Website Geschichten und Yoga Studio mache ich auch einfach gerne du am Anfang hast schon gesagt ich bin auf Festivals unterwegs das ist für mich Festivals, Workshops in anderen Städten Ich habe jetzt dieses Jahr meine erste kleine Ausbildung sozusagen gegeben.

Das ist für mich das schönste Marketing auch irgendwie, wenn Menschen direkt mit jemandem, wenn Menschen mich erfahren können. und ich mache viel mit meiner Freundin und Geschäftspartnerin Julia dann zusammen. Wir sind beide sehr unterschiedliche Menschen wenn dann auch wirklich nicht nur dieser eine richtige Ansatz vorgegeben wird sondern hey wir sind zwei Pers wir leben dieselbe Philosophie aber es, guck mal, wie ich es mache und wie Julia es schon macht. Also selbst unsere Bewegungen sind anders, unser Leben ist anders, unser, es muss nicht, es geht nichts übers Kopieren. Und auf Instagram oder Facebook bekommt man eben oft dieses, da sind für mich die Möglichkeiten zu reduziert zu sagen, es ist total individuell.

Von daher liebe ich das wirklich. Also online ist alles super und ich mag es aber wirklich mit Menschen auch dann in den Austausch zu gehen, zu teilen. Es ist so eine einseitige Kommunikation auf Instagram und Facebook und man bekommt die Response gar nicht so richtig oder vielleicht auch manchmal nicht ehrlich, weil man dann schnell auf die Herzchen und Likes immer nur klickt. Und darüber hinaus, Instagram und Facebook, möchte ich mich auch selber nicht in diese Schleife von Herzchen begeben, dass man sozusagen geliked wird und darauf irgendwie was bauen will.

Also wirklich dieser richtige tiefe Austausch oder so ein Podcast wie jetzt heute, das ist schon für mich mehr, das ist auch die schönste Form des Marketings und der Werbung, weil man wirklich was gibt. Mehr Tiefe, mehr Inhalt und auch der persönliche Kontakt. Das merke ich auch immer. Bei mir sind jetzt weniger so Festivals, sondern mehr der Seminar, aber der persönliche Kontakt mit, ob jetzt der Kunde oder der Trainer eine Ausbildung macht, der persönliche Charakter ermöglicht, deutlich genauer, spezifischer und natürlich auch individueller, Wissen zu vermitteln.

Absolut. Optionen zu geben.

Yoga-Festivals und Zugänglichkeit

Bei den Yoga-Festivals, das ist ja auch in den letzten Jahren von dem, was ich als Zaungast beobachte, durch die Decke gegangen. Also Yoga-Festivals, gab es das vor zehn Jahren? Nee, ich kann mich ehrlich gesagt nicht daran erinnern. Also ich kannte so ein paar, da gab es mal so eine Yoga-Konferenz, hieß das damals noch, aber die waren sehr, sehr klein dann.

Und die waren auch vielleicht sogar noch ein bisschen fokussierter. aber da hat es mich noch gar nicht so vor zehn jahren ich könnte mich jetzt gar nicht an beispiel erinnern obwohl ich so lange jetzt schon irgendwie in der yogaszene mit drin bin aber das ist in den letzten jahren extrem geboomt teilweise auch riesig was mir erz von man war es anfang dieses jahres outdoor mit 1000 plus ja genau in dem Park in dem alle zusammen Yoga machen Das ist natürlich von der Größe her, wo Yoga tatsächlich vor zehn Jahren noch mehr diese New Age Hippie, uckerfarbene Gewänder, ist es jetzt mehr so Yoga als Bewegungsform für alle.

Klar, es sind mittlerweile mehr Frauen, interessanterweise von dem, was ich gelesen habe, früher in Indien war es für Frauen verboten, Yoga zu machen, sondern Yoga war quasi Männern vorbehalten. Während jetzt im modernen Yoga doch deutlich mehr sind wohl 80% Frauen, die Yoga machen. Aber immerhin, was ich gelesen habe, 80% war für mich so, okay, dann ist es einer von fünf, der dann tatsächlich Mann ist und Yoga macht. Gerade Yoga-Festivals, die dann alles ein bisschen zusammenbringen.

Und das ist ja auch von dem, was ich beobachte, recht, also es wird Yoga gemacht. Das ist weniger jetzt so, wir hören da jetzt zwei Stunden was zu über Yoga, sondern mehr so dieses, okay, wir gehen jetzt da hin für einen Tag. Dann machen wir da so ein bisschen, testen wir verschiedenste Yoga-Stile durch und haben natürlich auch so deutlich mehr Kontakt mit auch, welcher Yoga-Stil oder auch welche Person, welche Persönlichkeit liegt mir mehr in dem Yoga, das ich machen will. Das heißt, so ein Hauptding für dich, wo du quasi Zugang zu Leuten hast, sind Yoga-Fessels.

Yoga-Festivals und durch diese Möglichkeiten in anderen Studios in Deutschland irgendwie was anzubieten. Strada-Yoga ist halt alleine über den Namen, auch wenn ich das Label schon fast gar nicht mehr so in den Vordergrund stellen möchte. Und eben über jetzt solche Menschenzugänge oder Zugänge zu Menschen eher die Werbung oder diesen Streukreis auch erweitern möchte. Festivals sind definitiv eine Geschichte davon, ich war dieses Jahr, habe ich auf drei Festivals unterrichtet und es ist auch so, wie du es gerade schön gesagt hast, also es ist eine super schöne Möglichkeit, Yoga für alle zugänglich zu machen weil Yoga ist letztlich für alle da also es limitiert gar nicht irgendwen, ob alt, jung dick, dünn Männchen oder Weibchen, Yoga ist für alle und diesen Ansatz auf den Festivals so ein bisschen zu ermöglichen, finde ich super, super schön.

Yoga-Equipment und Konsumverhalten

Ich mag gerne kleinere Festivals wo es so ein bisschen je gr das Festival umso mehr ist so ein bisschen auch drumherum umso wichtiger werden auch wieder andere Dinge weil die Dinge m ja auch finanziert werden Dann passiert auch wieder relativ viel mit Sponsoren und Angeboten drumherum, was nicht, ich mag einfach den reduzierten Ansatz. Ich mag es einfach, nicht viel brauchen zu müssen, um Zeit mit sich zu verbringen. Letztlich brauche ich gar nichts. Ich brauche noch nicht mal eine Yogamatte, um Yoga zu üben.

Und das, was einfach in den letzten Jahren passiert ist, ist, dass immer recht viel Ausschmückung in so eine Yogapraxis passiert. Du brauchst dies, das, jenes, Blockgurt, Hose, Schuhe. Na, Schuhe jetzt nicht, aber Mathe. Und dann gibt es irgendwie noch, ich kriege auch viele Nachrichten, welches ist die beste Yogamatte?

Kannst du was empfehlen? Wie groß sind die Unterschiede? Für mich, ich benutze noch nicht mal eine. Nie.

Okay. Also ich benutze keine Yogamatte, weil klar, mein Körper hat sich mittlerweile auch daran gewöhnt. Und es gibt Unterschiede. Ich würde mir ja nicht anmaßen, irgendwelche Empfehlungen auszusprechen, weil da die, ob das jetzt schwitzige Hände sind oder die Dicke oder Dünne der Matte, ob die Hüftknochen auf der Matte wehtun oder nicht, das liegt nicht in meinem Ermessungsspielraum.

Aber die Frage zeugt ja schon davon, dass es ein Überangebot gibt. Und dass die Menschen auch einfach vom Markt in den Glauben geschickt werden, ich brauche erst mal ein richtiges Equipment, um etwas mit mir anfangen zu können. Da entferne ich mich so ein bisschen von. In meinem Studio gibt es Matten und es gibt auch ein paar Blöcke.

Aber letztlich merkt jeder selber in der Praxis, dass wir eigentlich nicht viel brauchen. Schön mal ab und zu noch eine Decke zu haben oder irgendwie ein Kissen, wenn man auch mal sich was unter die Knie legen möchte. Also unterstützungshalber, aber eben nicht, um irgendwie wieder das Bild im Außen zu bedienen. Die neueste Hose, die neueste Mate.

Ja, genau. Also lenkt ab. Ich kann es mittlerweile schon selber gar nicht mehr haben, irgendwie bunte Hosen anzuziehen, weil ich mir denke, da guckt jeder nur auf meine Hose. Und es war tatsächlich auch mal so, als ich mit Kooperationspartnern zusammengearbeitet habe, damals habe ich mich von gelöst.

Aus diversen Gründen habe ich eben einfach auch gemerkt, Menschen, die noch an dem Punkt stehen, an dem sie gerade stehen, die lassen sich oft einfach ablenken. Und dann kommt direkt wieder die Frage, woher ist diese Hose, woher ist dieses Shirt, woher, wo kann ich das kaufen? Und es ist sicherlich eine Entscheidung und es ist auch eine krasse Entscheidung, sich davon zu lösen und zu sagen, der Wert, den ich vermitteln möchte, ist ein anderer, weil natürlich auch damit nicht jede Option mehr zugänglich ist oder Optionen wegfallen. Aber ich bin sehr, stehe da fest in meiner Mitte, dass ich sage, ich brauche nicht die neueste Yoga-Kollektion.

Also ich habe mich von, weiß ich nicht wie viel, über 100 Yoga-Hosen reduziert auf zwei, die ich irgendwie gerade noch anziehe und die natürlich regelmäßig gewaschen werden. und wenn ich wirklich was Schönes entdecke, was sich auf meiner Haut gut anfühlt, dann scheue ich mich auch nicht davor, was Neues zu kaufen, aber es ist eben nicht ein essentieller Bestandteil meiner Praxis. Der Yoga-Hosen-Trend ist ein großer. Spätestens Lululemon war das erste Mal so, dass ich auf dem gleichen Trip nach Arizona, 2015 das erste Mal in so einem Lululemon-Geschäft war. Damals hat ein Trainer, mit dem ich trainiert hatte, hatte so Lululemon an und so mir erzählt und ich so, Loodle Lemon, hört sich komisch an.

Und dann war damals so ein bisschen der Sales Point von wegen, musst du nicht waschen, riecht nicht. Wo ich dann direkt zu meinen Augen, Ohren auf, so okay, jetzt wieso, warum? Und dann das Thema ein bisschen Silber eingewebt, das Antibakteriell ist und dementsprechend, und dann war einfach für mich nur so, okay, wo gibt es das Geschäft, gehe ich hin, kaufe ich T-Shirt und muss ich ausprobieren. Und als ich in dem Geschäft war, war so eines der ersten Dinge, okay, wie viele Yoga-Hosen gibt es hier eigentlich?

Und dann, nachdem ich mich ein bisschen informiert habe, kam dann raus, dass dieses Lululemon in den USA damals schon, in jedem Fall in den USA Lululemon und so ihr Kernprodukt, sie haben so ein bisschen T-Shirts, ein bisschen Hosen gemacht, aber das Hauptding war wohl diese Yoga-Hose, also waren die ersten, die da ein bisschen so functional Yoga-Pants und dass der Markt dafür so riesig war, als ich mit ein bisschen recherchiert habe, ich dachte okay und das war damals, 2050 hat in Deutschland noch nichts geh und jetzt hier in Stuttgart gab es kurz ein Gesch Das hat aber wieder zugemacht Und ich glaube jetzt in Deutschland gibt es in drei Gro Gesch und ist hier noch nicht so angekommen aber das Thema Yoga ist aus Sicht von Marktwirtschaft und Kapitalismus ein riesiges Total.

Yoga-Retreats und die richtige Auswahl

Neben den Festivals, eine Sache, die auch ich immer mehr und mehr sehe, ist das Thema Yoga Retreat. Der gab es wahrscheinlich vor zehn Jahren auch noch nicht wirklich. Hat mich damals noch nicht interessiert, deswegen kann ich dir die Frage jetzt noch nicht so beantworten. Aber ich denke, also wenn nur ganz ausgewählt.

Also es gab sicherlich dann viel so, klar, Indian, Bali, ich weiß gar nicht, wann Eat, Pray, Love veröffentlicht wurde. Der Film, wann der rauskam, das war ja schon so, das ist ja schon ein bisschen länger. oder länger? Aber das war natürlich schon so, da war es auf jeden Fall schon, da gab es schon was. Mittlerweile gibt es ja extrem viel, ich habe zum Beispiel eine Kundin, die zu mir kommt und die macht so gefühlt zwei, drei von diesen Yoga-Retreats, sie macht Krafttraining, sie macht ein bisschen Yoga, aber macht dann zwei, drei von diesen Yoga-Retreats, irgendwo sonnig, irgendwo warm, zweimal am Tag Yoga, ein bisschen drumherum und ist so begeistert davon, als quasi als Aktivurlaubsoptionen mit etwas mehr Ruhe.

Wenn es jemand für, ich denke, das ist schon ein oder anderen Yoga-Retreat, hast du schon mal welche geleitet? Ja. Wenn ich auf der Suche bin nach einem Yoga-Retreat aus seiner Sicht, nach was soll ich Ausschau halten bzw. was sind so Merkmale, dass das eine gute Option ist? Gut, die Frage ist natürlich sehr individuell, weil da, was ist gerade dein Bedürfnis, würde ich dann erst mal fragen.

Brauchst du irgendwie eher Sonne, eher Winter? Also da fängt es schon an. Wie lange möchtest du gehen? Möchtest du eine lange Fluganreise haben?

Hast du vielleicht Bezug zu irgendeinem Lehrer? Auch da gibt es so viele Unterschiede. Also was ich ungern mache, ist, dass ich so wirklich eine konkrete Empfehlung gebe, sondern vielleicht erst mal durch ein paar Fragen raushöre, was ist eigentlich gerade Bedürfnis. Dann kommt man schnell irgendwie bei Menschen drauf.

Ich habe körperliche Themen oder ich möchte wirklich eher in die Ruhe reingehen. Ich m zum Beispiel in der Natur sein weil mich die Natur Vielleicht kommt man auch nach ein paar Fragen drauf dass es eigentlich gar nicht ein Yoga ist sondern ein Schweigeseminar weil irgendwie gerade so viel Tam drumherum ist dass man lieber mal in die Stille geht Also ich antworte eigentlich gerne mit Fragen, um erstmal so ein bisschen rauszukitzeln, was ist das Thema. Es gibt eine Vielzahl an Yoga-Retreats. Ich leite jedes Jahr auch zwei, drei.

Wo machst du die? in Österreich. Dann habe ich jetzt im März kommendes Jahr ein Retreat in Mallorca. Und dann haben wir noch was im Allgäu. Das mache ich auch mit der Julia zusammen.

Also die anderen auch. Wir sind immer zu zweit, weil das ist so ein bisschen, also es ist echt ein gutes Sparing, um, ja, weil man auch mal so eine Woche mit so einer ganzen Bande zusammen ist. Für mich ist halt der Anspruch, oder für uns, deswegen machen wir es auch zu zweit, ist der Anspruch an so einen Yoga-Retreat, dass ich die Menschen eigentlich nicht nur morgens und abends durch eine Yoga-Klasse jagen möchte, sondern da ist ja auch viel Raum dazwischen. Und wer wirklich mal sagt, ich möchte Abstand vom Alltag, den nehmen wir auch gerne so ein bisschen mehr in die Hand.

Also was wir in Österreich zum Beispiel machen, ist wirklich dann, wir gehen dann halt zusammen Abendessen. Wir machen Wanderungen zwischendurch. Wir haben Raum und Zeit für Gespräche zwischendurch. es ist etwas wirklich was ganzheitlicheres dass man jetzt sagt, irgendwie eine Yoga-Woche wird zum super tollen Erlebnis, wenn ich nur eine Woche nur eine Stunde morgens und abends habe ist nicht so richtig der gute Ansatz für mich und deswegen ja, aber auch da ist es sehr individuell, es gibt eben wiederum wahrscheinlich auch Menschen, die sagen ja, mir reicht einmal morgens, einmal abends den Rest will ich mit meinem Partner, wenn der dabei ist irgendwie am Strand rumhängen.

Es gibt ein paar supergute Webseiten. Mittlerweile, wenn man Yoga Retreat googelt, kommt eine ganze Litanei an Möglichkeiten. Und ich glaube, das Beste, um nochmal auf deine Frage zurückzukommen, ist, wenn man einfach mal auf sich wirken lässt. Was spricht mich gerade an?

Was ist eigentlich gerade mein Bedürfnis? Wie gefallen mir die Worte des Lehrers, womit es ausgeschrieben wird. Und vielleicht dann mal noch irgendwie guckt, ob es ein Video vom Lehrer gibt oder ob es eine Referenz gibt Oder ja das zu einer individuellen Entscheidung zu machen ist glaube ich sehr wichtig Dieses Thema mit den Ratschlägen ist immer so eine Sache, weil man kann halt da auch echt oft in eine blöde Falle tappen, dass man dann einen Ratschlag gibt, der einfach nicht zu der Person passte. Und schon steht man da und denkt sich eigentlich, ja, warum habe ich mich da so klar geäußert? weil es ist vielleicht mein Wunschdenken gerade, aber halt nicht, passt nicht so richtig zur Person gegenüber.

Das heißt, was für eine Location will ich? Welchen Lehrer möchte ich? Und genau genommen, welches Ziel verfolge ich? Wie groß ist der Unterschied oder welchen Einfluss hat dieses Umfeld, in dem du das Yoga machst?

Also viele von so Yoga-Retreats sind ja auch so Hippie-Natur-Örtchen. Viele Südostasien. Bali ist ja so ein Klassiker. Oder auch sowas wie Mexiko, Tulum.

Da sind ja auch viele Yoga-Retreats. Dieses naturverbundene Allgäu und Schwarzwald ist ja auch ein recht naturdominant Ort, wenn man jetzt davon ausgeht, dass es nicht in Wien ist, sondern irgendwo in den Bergen.

Der Einfluss von Natur und Umgebung

Wie groß spielt diese Rolle in der Natur oder Umfeld, in dem ich Yoga mache? Also für mich persönlich eine ziemlich große, weil ich einfach sage, man kann auch in der Natur erstens wunderschön draußen üben. Also man kann viele Dinge dann einfach auch verbinden. Das ist vielleicht auch wieder dieser nicht isolierte Ansatz, den ich gerne verfolge, dass ich jetzt da nicht sage, okay, wir machen morgens und abends nur eine Stunde Yoga und gehen danach in die Stadt und shoppen, sondern haben danach noch die Möglichkeit, eine wunderbare Zeit in der Natur zu verbringen.

Ich glaube, wir kennen alle das Gefühl und wenn wir rausgehen in Wälder, Bäume, Berge, an Seen, Wasser, wo auch immer, was Natur ist, entsteht ein beruhigendes Gefühl, ein verbundenes Gefühl. wir können tiefer atmen wir können freier atmen, wir atmen frische Luft wir atmen schon alleine bewusster also ich kenne keinen Menschen selbst Menschen, die irgendwie nicht so sich mit den ganzen Themen beschäftigen wenn man irgendwie oben auf einer Bergspitze steht der nicht mal tief ein- und lang ausatmet weil die Luft einfach rein ist und es ist ein tolles Gefühl, ein gewaltiges Gefühl irgendwie dann auch klein gegenüber der Natur zu sein.

Und da kann man natürlich auch viele Themen so mit einwirken. die die mentale Ebene ansprechen. Wir haben jetzt kürzlich noch das Retreat in Österreich gehabt. Und da haben wir so eine Energiewanderung gemacht, da waren Wasserfälle und all diese Erfahrungen, die man dann auf der Yogamatte macht, eine Meditation oder auch ein paar Bewegungen oder alleine schon, ja, diese Philosophie der Yogamatte, wie kann ich mich einfach bewegen, irgendwie kann ich mich sinnvoll einsetzen, auch in so eine kleine Wanderung mit einzubringen. Das ist herrlich.

Das macht halt das Ganze wieder zu einem ganzheitlichen, holistischen Ansatz und nicht von die Stunde Yoga und danach geht das große Essen los oder so. Oder selbst wenn man in einem Hotel ist, wo dann viel Essen zur Verfügung ist, auch da zu sagen, irgendwie vielleicht mal wirklich reinzuspüren und achtsam zu sein, was brauche ich eigentlich heute? und all diese Dinge so miteinander einherzubringen. Und ja, vielleicht nochmal, also wir kennen alle das Gefühl, das habe ich eben gesagt, wenn wir die Fenster aufmachen und in die Natur gucken können, das ist ein schöneres Gefühl, ein beruhigenderes Gefühl und eigentlich ein auch sehr nahbares, lebensnahes Gefühl, weil der schönste Zustand, den wir uns selbst erfüllen können, ist, in unserer eigenen Natur zu sein. und das funktioniert gut im Zusammenspiel mit der Natur draußen.

Cool. Beides hat ja auch so ein bisschen Yoga, wie du am Anfang schon gesagt hast. Es geht darum, so ein bisschen das System runterzufahren, das Nervensystem runterzufahren, so ein bisschen auch für viele natürlich dem Alltag entgegenzuwirken. Der Alltag ist relativ schnell, Yoga ist relativ langsam und die Natur unterstützt daher definitiv auch, indem in der Natur auch einen beruhigenden, entspannenden Effekt hat.

Von allen Worten, wo du je Yoga gemacht hast, was war so dein, wo du sagst, am Anfang hast du gesagt, New York war so für dich das Mekka. New York ist ja jetzt nicht so ruhig, sondern mehr so ein bisschen progressiv drückend. Das ist immer so eine Aufbruchsstimmung. Wenn du es hier schaffst, schaffst du es überall.

Ich glaube, ich kann es gar nicht so richtig von einem Ort abhängig machen, sondern das war eher so die innere Einstellung, die ich dann zu meinem Ort hatte. Nat also es ist immer sch in Natur ist f mich das A und O Ich liebe Wasser k ich jetzt vielleicht sagen die Malediven Also das ist so ein Reiseziel wo ich gerne bin weil da ist einfach dann auf dem Inselchen nicht viel. Und das so auf einer Plattform zu machen, die irgendwie über dem Wasser ist, Wasser beruhigt mich, ist noch ein persönlicher, noch ein intensiveres Gefühl, als in der Natur im Wald zu sein. Und das ist schon gewaltig für mich.

Da komme ich auch einfach gut zur Ruhe, selbst wenn ich nur rausgucke. Ja, wobei ich diese New York Erfahrung, muss ich auch sagen, also da so ist eine andere Wahrnehmung, ist auch ein anderes. dass, also ich bin ja mit einer ganz anderen Einstellung schon hingegangen, weil ich wusste, was mich erwartet, aber eben auch zu erleben, aus einer Klasse raus oder aus den Ausbildungen rauszugehen und des Studios direkt am Broadway. Und selbst in den Stunden hört man das Hupen draußen oder die Feuerwehr, wie oft die da irgendwie rumdüst, das natürlich auch miteinander zu verweben. Es ist nicht im Sinne eines Yoga-Retreats, aber es war damals für mich, wo ich die ganzen Ausbildungen gemacht habe, auch eine Erfahrung, dass es nicht das Yoga-Studio auf der grünen Wiese braucht, um die Philosophie zu leben oder auszudehnen, auszuweiten.

Weil es ist eben, ja, auf der grünen Wiese ist alles schön. Und im Sinne der Yoga-Retreats gönne ich das auch jedem und würde auch immer befürworten, dass man sich an diese Rückzugsorte bewegt. Weil man dann einfach nur eine begrenzte Zeit hat, in der man sein kann. Aber mein Ansatz ist auch bei meinem Yoga-Studio nie gewesen.

Ich brauche jetzt irgendwie ein Yoga-Studio außerhalb der Stadt, damit keine Geräusche da sind. Und ich war in meinem letzten Studio, weiß ich noch, da wohnte eine Familie über mir. Die hat man immer gehört. Es war direkt an der Hauptstraße.

Aber es ist halt Leben. Also wenn wir wieder anfangen, nur zu distanzieren und zu sagen oder zu isolieren wieder, das ist Yoga, das ist Leben, dann fällt es schwer, das eine mit dem anderen zu verbinden oder irgendwie Brücken zu bauen. Ist ja dann auch für die meisten nicht mehr so einfach, das in den Alltag zu integrieren. Genau.

Nicht jeder der Yoga machen will wird rausziehen Was du am Anfang noch gesagt hast mit den unterschiedlichen Yoga und dass du dann im Endeffekt f dich bei Strala h geblieben bist und das jetzt so ein bisschen Strala mit Anna kombiniert ist

Vergleich verschiedener Yoga-Stile

Jeder, der sich ein bisschen für Yoga interessiert, liest dann von Vinyasa-Yoga, Hatha-Yoga usw. Von den einzelnen Stilen. Wie viele Stile gibt es überhaupt? Also mittlerweile kann ich es nicht sagen, weil jeder macht ja seine eigene Marke.

Also es gibt ja mittlerweile auch Hip-Hop-Yoga und Dance-Yoga. Wie viele grundsätzliche Stile gibt es? Ich bin mir gar nicht so sicher. Ich glaube, es sind fünf oder sechs, die so die eigentliche, ich weiß, es steht irgendwie in den Sutren drin, habe ich alles mal gelernt, aber das ist auch externes Wissen gewesen, wie man gerade merkt.

Ja, also so Vinyasa, Hatha, Bikram, genau, Anusara, also komme ich schon auf ein paar mehr jetzt gerade. Also Jivamukti ist noch ein sehr bekannter Stil. Von den einzelnen Stilen, ich vermute ja, dass in jedem zumindest ein bisschen was dabei war, wo du gesagt hast, okay, das passt für mich. Was sagst du, was macht die einzelnen Stile aus?

Und für denjenigen, der sich jetzt so ein bisschen, okay, welches Yoga möchte ich machen? Vielleicht gibt es bei mir um die Ecke kein Strahler-Yoga oder noch kein Strahler-Yoga. Ja, nach was kann ich mich orientieren? Der einfachste Weg natürlich, mal alles einfach auszuprobieren und zu gucken.

Wenn ich es mir ein bisschen einfacher machen will und schon von vornherein so ein bisschen eine Richtung vorgebe, wo ich mich einfach nur für die Theorie hinter Yoga interessiere, was macht die einzelnen Stile so ein bisschen aus beziehungsweise wo unterscheiden sie sich ganz grob? Es sind teilweise andere Bewegungsformen. Also es gibt Yoga-Stile, die eine sehr routinierte Abfolge von immer wiederkehrenden Bewegungen haben. Dann gibt es zum Beispiel Yoga, was in heißen Räumen unterrichtet wird, Bikram-Yoga.

Dann gibt es die Form des Yin-Yogas, wo der Fokus wirklich auf den haltenden, sehr unterstützten, auch teilweise mit Kissen unterstützten Bewegungen genutzt wird. Also es ist tats eher so das Gute was wir mittlerweile haben ist dass die meisten Yoga sich nicht alle auf einen Stil spezialisieren sondern dann einfach eine Varianz angeboten wird sodass man sich tats durchprobieren kann Ich glaube es ist auch immer noch so ein bisschen so ein pers Faktor dabei zu welchem Lehrer f ich mich hingezogen Also das kommt noch sozusagen als Faktor zum Yoga-Stil dazu. Ich denke einfach mal, es ist tatsächlich das Beste, die Erfahrung zu machen und mal wirken zu lassen. wie fühlt sich irgendetwas für mich an, auszuprobieren.

Und dann kann man halt eine Praxis zu seiner Praxis werden lassen. Und ob das jetzt der Ansatz ist, wo mir der Lehrer etwas klarer vorgibt, was zu tun ist. Also ich bin sehr sicher, dass es auch Menschen gibt, die das gerade brauchen. Man praktiziert oder startet halt immer an dem Ort, an dem man gerade steht.

Und ich kann vielleicht auch Menschen, also ich kann es für mich nicht nachvollziehen, Aber wenn das Leben total wuselig ist und man keinen Halt hat, keine Balance hat, keine Stabilität hat, tut es vielleicht auch gut, jemanden zu haben, der am Anfang erstmal ein kleines Becken bietet von, es ist gut, wenn du deinen rechten Arm so hochhebst. Und nachvollziehen kann ich es aus meiner persönlichen Perspektive nicht, weil es eben immer wertvoller ist, zum individuellen Gefühl zurückzukehren. Aber das ist eben auch der Grund, warum ich sage, es ist kein Yoga-Stil, ein No-Go. Also ich rate jedem Menschen auszuprobieren, was individuell wertvoll für den eigenen Standpunkt, für den eigenen Blickwinkel ist.

Und man hat ja letztlich auch noch immer die persönliche Freiheit, auf der Matte dann zu schauen, was passiert hier mit mir. Und wenn es gut tut, tut es gut. Wenn es abgewandelt gut tut und der Lehrer nicht der Drill Instructor ist und es zulässt, dass man einfach ein bisschen individueller bewegt oder sich bewegt, dann kann das alles eine schöne Erfahrung sein. ich weiß, was für mich funktioniert für viele andere Menschen funktioniert aber es ist und das vielleicht auch zu Strala Yoga es ist total einfach jemandem zu folgen indem man gesagt bekommt, was man zu tun hat es ist verdammt schwer mit sich selber in eine Harmonie zu gehen in einen Frieden zu kommen und

Die Herausforderung der Selbstverbindung

ohne die Anweisung von jemand anderem zu bekommen. Man glaubt, dass es vielleicht ein total einfacher Ansatz ist, einfach nur zu hören und zu sagen, ja, bewegt dich so, wie du dich gut fühlst, wir machen keine Posen, wir üben nur Bewegung und es ist alles ganz fließend. Aber eben wirklich ehrlich zu sich zu sein, bedeutet ein radikales Umdenken, aus der Form rauszudenken und sich entstehen zu lassen, sich wirken zu lassen, sich präsent zu machen, die eigene Präsenz zu üben. Ja, also es ist ein bisschen paradox, erlebe ich auch immer wieder.

Und Menschen, die dann so zwei, drei Mal in die Yoga-Stunden kommen, vertrauen mir dann irgendwann mal an, dass sie dann sagen, es ist ganz schön tricky, wenn ich jetzt mal so mit mir hier gucken soll, was sich für mich gut anfühlt. Weil wir letztendlich ein Ergebnis unserer Gebrauchsmuster sind, unserer Erfahrungen, teilweise auch dem Drill des Lebens. Wie wir uns bewegen, wie schnell wir sind oft, obwohl wir gar nicht schnell sein müssen. Wie viel Hektik wir in uns tragen, wie viele falsche Bewegungsmuster im Sinne der ungleichen Belastung.

Manche Menschen realisieren noch nicht mal, dass sie die linke Seite entlasten können, wenn sie sich auf die rechte bewegen. Manche Menschen können ihre eigene Mitte nicht spüren. Die stelle ich in einen ganz normalen Stand, Füße, Hüftbreit, Schulterbreit auseinander und der Oberkörper lehnt sich total nach vorne. Und es entsteht einfach unglaublich viel Aufwand, in dieser normalen stehenden Haltung zu sein. und ja, Menschen so in ihr Gefühl zu bringen und nicht nur in ihr Gefühl, sondern in ihr reines Potenzial und das auch nochmal als ja, was bringt Strala-Yoga?

Es ist nicht nur die Praxis auf der Matte, sondern es ist das Wirksam werden egal ob ich mich mit jemandem unterhalte je authentischer und je mehr ich mich umso koordinierter werde ich in meinen Bewegungen Ich krache nicht mehr auf die Matte, ich bin nicht mehr der Elefant im Porzellanladen, der, wenn in einem großen Raum eine Flasche Wasser steht, nicht die umkicke, sondern ich weiß, wie ich meinen Körper benutze, um auf meinen Händen zu stehen. Wir können alle den Handstand üben, indem wir uns immer vor und zurück schmeißen auf die Hände, unsere Handgelenke überbelasten und irgendwann wahrscheinlich auch die körperlichen Defizite da sind.

Oder wir können den Übungsansatz so verfolgen, dass wir lernen, unseren Körper zu benutzen, dass wir wissen, was passiert, wenn ich mich mehr nach links lehne, habe ich mehr Möglichkeit, mein rechtes Bein anzuheben. Wenn ich mich mit der Einatmung auf die Hände nach vorne lehne, bringt mich meine Einatmung schon viel weiter, als wenn ich dabei ausatme. Es ist halt alles sehr logisch einfach auch, wie ich meinen Körper einsetzen kann. Und darüber hinaus eben hatte ich das Beispiel eines Managers oder ob ich jetzt Manager bin oder Mitarbeiter, eine Präsentation zu führen.

Stabiler Stand, je mehr ich mich in mir zu Hause fühle, umso mehr Kraft kann ich meinem Wort geben. Also es kommt halt alles mehr Schwere, ohne dass die Schwere jetzt ein negatives Wort ist. Das Wort bekommt mehr Ausdruck, weil es aus mir herauskommt, je mehr ich mit mir bin. Bisschen mehr Bewegungserfahrung als Bewegungslehre.

Absolut. Bisschen mehr. Auch beim Krafttraining sieht man da sehr häufig, dass die Frage oft ist, ist die Übung jetzt richtig oder falsch, ist diese Übung jetzt gut oder schlecht. und auch da ist interessanterweise auch mein Ansatz so eine schlechte Übung gibt es aber extrem selten, sondern es ist oftmals mehr so eine Frage, okay, für was für wen, welche Übung wann das Ganze individualisieren weil es sind alle unterschiedlich wir bewegen uns alle unterschiedlich und für viele ist es auch so ein bisschen zu wissen wo ist K in Raum und Zeit so was passiert wenn ich mehr auf mein rechtes Bein gehe dann ist weniger Last auf meinem linken Yoga Oder wenn ich jetzt aufrechter bleibe bei der Kniebeuge dann komme ich automatisch tiefer bzw. habe weniger Belastung auf meinen unteren Rücken usw.

So ein bisschen Bewegungserfahrung über die reine Bewegungslehre zu stellen, wo natürlich immer einfacher ist zu sagen, okay, das ist gut, schlecht, das ist richtig und falsch. ist oder der einfacher Weg als jetzt okay, ein bisschen mehr diese Bewegungsausbildung, Bewegungserfahrung sammeln. Wo Menschen dann wirklich an den Punkt kommen zu realisieren, dass einfach nicht einfach ist, weil wir einfach, wir sind Gewohnheitstiere und lieben es uns, die Dinge schwerer zu machen, als sie sind. Ich mache gerne Übungen, die Menschen krabbeln zu lassen, auf Händen und Füßen oder Händen und Knien, Fußspann liegt auf und sich in einem sanften Fortbewegen vor und zurück, weil so effizient wie möglich.

Und das ist das Ziel dabei, so effizient und mühelos, nur mit genau dem Aufwand, den ich brauche, vor und zurück zu bewegen. Die meisten Menschen haben den Kopf schon nach oben und gucken die ganze Zeit nach oben. Dabei wird das nicht gebraucht. Aber gut, es gibt viele, viele Übungen, wo man wirklich durch eine ganz minimale, einfache Praxis dann Menschen wirklich auch an die Erkenntnis führen kann, Da ist ja irgendwie, mache ich ja die ganze Zeit mehr, als ich brauche.

Und das entsteht halt aus unserem Leben. Also wir haben oft irgendwie diese ganzen ungesunden Bewegungsmuster von ich klimpe in die Tastatur, habe nebenbei das Handy am Ohr, bin im Kopf noch ganz woanders, weil ich einen Termin danach noch koordinieren muss. dieses ganze multitasking was ich nicht verurteilen möchte weil ich auch multitasking fähig bin aber achtsam also trotzdem in einem oder ich gebe mir die größte mühe es ist täglich meine übung dabei achtsam zu bleiben ja denke das war ein sch zusammenfasendes fazit zum Thema Bewegungserfahrung und Yoga Gibt es noch irgendwas das du noch den Zuh bzw Zuschauern mitgeben m

Abschließende Gedanken und Lebensphilosophie

Ich glaube, was ich immer gerne weitergebe, ist, üb dich, üb dein Leben, anstatt irgendeinem Label zu folgen, ob das jetzt Yoga, Krafttraining, Tennis, Fußball, diese Isolation von unterschiedlichen Dingen. Ich bin hier der Mensch und da der Mensch. Und deswegen habe ich auch am Anfang gesagt, Work-Life-Balance ist für mich mittlerweile ein Unwort geworden, weil ich möchte nicht mehr eine andere Person sein auf der Arbeit als in meinem Leben. Das ist so einfach ein verwobenes Ding.

Und das ist gar nicht so, es soll gar kein Motivationsspruch sein, wie es auch heute oft gelebt wird, dass irgendwelche Menschen nur sagen, du bist gut, Selbstliebe und, und, und, sondern es ist ein ganz reduzierter Ansatz von üb dich, gesund zu sein, dich wirksam und authentisch und nachhaltig zu bewegen in all dem, was du tust. dann kommen wir in unserem Leben an einen Punkt, dass alles für alles gut ist, alles für alles wirksam ist und nicht mehr nur eine Anna ist, die vielleicht eine gute Yoga-Guide ist und eine Anna, die aber irgendwie schlecht im Haushalt ist. Oder es wird halt alles verwebt sich ineinander und man kommt letztlich irgendwie an ein total schönes, reines Potenzial von sich.

Ja. Cool. Anna? Vielen Dank.

Gerne. Vielen Dank an alle Zuhörer und auch an alle Zuschauer. Und bis zum nächsten Mal. Genau.

Dankeschön.

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