TWUP 320

TWUP 320 — Was erfolgreiche Trainer wirklich verstehen

Die Episode analysiert die fundamentalen psychologischen und strategischen Voraussetzungen für eine langfristige Karriere in der Fitness- und Therapiebranche. Im Fokus steht die Bedeutung von innerem Antrieb und der Anwendung reproduzierbarer Prinzipien gegenüber kurzfristigen Trends oder reinem Equipment-Fokus.

Kernpunkte

Der Weg zum Erfolg als Trainer oder Therapeut

Wolfgang, wir haben eben ein total interessantes Vorgespräch geführt und haben uns so ein bisschen fast verzettelt, kann man sagen. weil es ist schon relativ spät und dann haben wir irgendwann gesagt, ey, lass doch mal in den Podcast starten und das Thema mit aufnehmen. Wie wird man erfolgreich und was ist, also als Physiotherapeut und als Trainer und was ist deine Perspektive? Wie haben sich die Trainer über die Jahre verändert? Wie lange gibst du Seminare, Wolfgang, ungefähr?

Das erste Seminar habe ich gegeben im Mai 2010. Das war damals noch für diese International Skating Union. Das erste YPSI-Seminar war dann im Rahmen der Trainerlizenz ähnlich wie jetzt, war 2012. 14 Jahre. Wahnsinn, 14 Jahre, das ist unglaublich.

Die Bedeutung von Hunger und innerem Antrieb

Wolfgang, wie wird man erfolgreich? Was sind die allerwichtigsten Schritte? Und jetzt geht es nicht darum, welches Equipment kaufe ich oder sonst, sondern wie wird man erfolgreich und vielleicht auch, wie bleibt man denn dauerhaft erfolgreich? Hunger.

Hunger. Okay, können wir das konkretisieren?

Reproduzierbare Erfolgsprinzipien

Ich denke, es sind ja verschiedenste Faktoren die eine Rolle spielen Beispiel f alle die mein Modul 1 schon gemacht haben Ich beende das Modul 1 immer mit einem Vortrag zu sechs Prinzipien f mehr Erfolg als Trainer Das ist ein Vortrag der aus meiner Sicht vor allem die Zeit eine wichtige Rolle spielt Der Punkt ist, als ich angefangen habe mit Kunden zu arbeiten, ist an einem gewissen Punkt die Frage, warum tun sich manche Kunden einfacher, Dinge umzusetzen und damit Fortschritt zu erzielen. Warum tun sich manche Kunden schwerer, Dinge umzusetzen und damit Fortschritt zu erzielen? Das gleiche gilt natürlich auch an dem Punkt, an dem meine Kunden auch Trainer sind, die bei mir die Ausbildung machen.

Also ich habe Kunden, die ich coache und natürlich für Training, Ernährung und so weiter. Und dann habe ich natürlich auch die Kunden, die bei mir die Trainerlizenz machen, sprich Trainer, die hier Handwerk lernen wollen, beziehungsweise Input primär für den handwerklichen Teil des Coachings wollen, den sie dann in der Praxis anwenden können, um erfolgreich zu werden. und jetzt ist die Frage, was davon ist tatsächlich reproduzierbar und das ist ein wichtiger Punkt, denn es gibt gewisse Prinzipien, die reproduzierbar sind, egal ob du jetzt beispielsweise in einer Großstadt bist oder ob du auf dem Dorf bist.

In beiden Fällen kannst du erfolgreicher Trainer werden und die Grundlagen davon, erfolgreicher Trainer zu werden, die Überschneidungen sind sehr, sehr groß.

Standort versus Qualität der Arbeit

Das ist als Therapeut übrigens auch so. Ich habe angefangen im Mühltal. Erstmal im WG-Zimmer. Hörer der ersten Stunde, die wissen das.

Und dann habe ich irgendwann in Mühltal angefangen. Also du hast Darmstadt und dann fährst du nochmal 20 Minuten raus und dann kommt Mühltal. Das sieht genauso aus, wie es sich gerade anhört. Und ich habe letzte Woche einen Freund da besucht, der wohnt in Mühltal, jetzt ist die Praxis in Darmstadt.

Und ich brauche, ich wohne mittlerweile in Frankfurt, ich brauche von der Praxis, die mitten in Darmstadt ist, zu mir nach Hause 25 Minuten. Ich habe von Mühltal nach Frankfurt gebraucht über eine Stunde. Also das ist wirklich schon ziemlich im Nirgendwo. Und trotzdem habe ich es geschafft, dass ich mir auch dort einen Namen mache, weil ich über sehr lange Zeit sehr gute Arbeit geleistet habe.

Da sind Menschen hingekommen, von denen man das jetzt nicht glaubt. Also absolute A-Prominenz oder auch absolute Top-Sportler, egal ob Premier League oder Bundesliga, die sind ins Mülltal gefahren. und natürlich ist es besser, wenn du deine Praxis in München auf der Maximilianstraße hast, weil der Zugang natürlich dann leichter ist, aber ich sage auch, dass wenn du einfach konstant gute Arbeit machst, reproduzierbar gute Arbeit machst und dann auch immer ein Qu Gl hast dass du vielleicht mal an die ein oder andere relevantere Person kommst und der auch noch mit ihrem spezifischen Problem helfen kannst dann schaffst du es dir einen Namen zu machen Und deswegen, ja, es gibt Standortvorteile, aber ein Standortnachteil bedeutet nicht, dass es nicht funktioniert.

Ein Standortnachteil kann auch wieder ein Vorteil sein, weil wenn du der einzige Personal Trainer im Umkreis von 50 Kilometern bist und du wohnst sehr ländlich, auch in der ländlichen Region hast du Menschen, die sich das leisten können. Du hast Beamte, die schon länger verbeamtet sind, Lehrer, die schon ihre gesamte Karriere über Geld verdient haben, vielleicht sogar mit zwei Einkommen. Du hast auch wohlhabende Gastronomen können sich das in der Regel auch oft leisten. Dann hast du Landwirte oder was auch immer.

Also das kann auch eine Option sein, wenn dort niemand ist, der sich irgendwie sportlich um dich kümmert. Dann musst du vielleicht das Angebot schärfen. Die Leute wollen dann vielleicht nicht so krassen Before and After. aber die wollen vielleicht gesund altern oder fit im Alter sein und suchen aus den Gründen einen Trainer. Also diesen Standortnachteil, den lasse ich oft nicht so gelten.

Oder einfach nur, der Bauch muss weg. Oder einfach nur, der Bauch muss weg, ja. Ein weit verbreitetes Thema.

Die Falle der frühzeitigen Zufriedenheit

Ohne auf die sechs Punkte einzugehen, die Teil des Seminars sind, ich denke Hunger ist ein schönes Thema. Da fällt mir ein, vor 20 Jahren, als ich noch studiert, lange, lange vor Kann ich ihn kennen? Der hat auch trainiert, der hieß Matze. Und Matze war so einer, du kennst bestimmt auch einen, auf den das zutrifft.

Matze hat zum Frühstück ein Stück Käsekuchen gegessen. Und dann hatte Matze bis nachmittags keinen Hunger mehr. Und das war immer so das Thema, Matze hat keinen Fortschritt im Training gemacht. Matze konnte halt einfach nicht essen.

Matze hatte keinen Hunger. Und dementsprechend wird das auch nichts. und wenn du halt sehr schnell satt bist, als Physiotherapeut und als Trainer. Ich kannte mal einen Kerl, mit dem habe ich Seminare gemacht, ich habe mich super mit ihm verstanden, das ist 2009 gewesen, der kam aus London und der sah recht gut aus, hat so Modeljobs gemacht und hat als Personal Trainer gearbeitet und hat halt damals, was für die damalige Zeit crazy teuer war, 250 britische Pfund genommen für eine Stunde PT. Also es war für die damalige Zeit, auch selbst für eine Stadt wie London, das war quasi obergrenze und hat einfach zwei kunden gehabt der die mit ihm zwei drei mal die okay Und dann hat er davon gut gelebt Und das hat ihm auch gereicht So, dann machst du da gut, dann machst du, 6, 7, 8.000 Pfund im Monat gemacht.

Das hat ihm gereicht, um ordentlich zu leben. Natürlich, meine Perspektive damals auf das Thema war natürlich, Moment, Moment, Moment. Wenn du zwei Kunden hast, dann kriegst du es ja auch hin, dass du vier, sechs oder acht hast. Und wenn du den Betrag nehmen kannst, nee, kein Interesse.

Das wäre ja anstrengend, so viel zu arbeiten. Ja, aber das Problem ist dann, wenn du zwei Kunden hast, du nimmst quasi so viel von einem Kunden. Wenn einer wegfällt, ganz schlecht. Dann ist quasi die Hälfte weg und dann wackelt das Ganze schon.

Und natürlich auch, was ist die Perspektive? Ein weiterer Punkt, den ich da gerne mache, Trainer wie Füßelhauer ist ein Handwerk. Du musst es machen, dass du darin gut wirst bzw. gut bleibst. Wenn du statt 30-40 Stunden die Woche behandelst, nur noch 3-4 Stunden die Woche behandelst, dann hat es von heute auf morgen keinen großen Unterschied.

Aber wenn du halt 1-2-3 Jahre lang nur noch 3-4 Stunden die Woche behandelst, dann leidet das Handwerk bzw. das Handwerk entwickelt sich nicht weiter. Das heißt natürlich, wenn du entsprechend viel nimmst für eine Stunde und du dann halt einfach früh satt bist und sagst, das reicht mir jetzt, davon kann ich leben, dann ist das natürlich die Perspektive. Diese Perspektive basierend auf diesem mangelnden Hunger ist aber grundsätzlich etwas, das dem großen Erfolg, vor allem in handwerklichen Berufen, und das ist beides Coach und Physiotherapeut, auch wenn sie grundsätzlich verschieden sind. Der Physiotherapeut arbeitet sehr viel mit den Händen, während der Coach in erster Linie über Beratung arbeitet, sind es trotzdem handwerkliche Berufe.

Und in beiden Fällen, du musst dein Handwerk machen, dass du darin besser wirst, beziehungsweise gut bleibst. Ich kenne das auch vom Basketball noch früher. Wenn ich mal eine Zeit lang irgendwie keinen Ball in der Hand hatte, was damals sehr selten vorkam, hat sich das Gefühl sofort verändert. Oder Marco Koch, der Schwimmweltmeister, liebe Grüße, Der hat mir auch erzählt, wenn er irgendwie mal im Urlaub war oder nicht geschwommen ist, dass er das Wassergefühl verloren hat.

Und ich war jetzt auch Anfang des Jahres im Urlaub und ich komme zurück und du merkst so die erste Behandlung. Ich weiß nicht schlecht, aber du merkst so das Gefühl war vor dem Urlaub noch ein anderes. An der Stelle möchte ich nochmal ganz kurz aufräumen, weil du ja, vielen Dank dafür nochmal dieses Gerücht in die Welt gesetzt hast. Ich arbeite nur noch drei Tage.

Weißt du ein Gerücht? vor dem Urlaub noch ein anderes. An der Stelle möchte ich nochmal ganz kurz aufräumen, weil du ja vielen Dank dafür nochmal dieses Gerücht in die Welt gesetzt hast, ich arbeite nur noch drei Tage. Was für ein Gerücht? Also, ja, heute ist Montag, ich sitze im Podcast und ich würde sagen, mein nächster Freitag, ich habe jetzt eine gesamte Woche Urlaub, ich habe eine gesamte Woche Arbeit, fahre Donnerstag auf Freitag nochmal eine Nacht zu einem Profifußballer, den ich vor Ort behandeln muss, komme Freitagnachmittag Nachmittag zurück, hab Samstag, Sonntag Seminar, hab Montag wieder Podcast, hab dann wieder Behandlung.

Mein nächster freier Tag ist in 10 Tagen freitags. Diese 10 Tage hassele ich komplett durch. Und diese 10 Tage, das versteht auch keiner, ich hatte vor 2 Wochen ein Trainee und der Tag bei mir in der Praxis fängt um 7 Uhr morgens an. Ah, an der Stelle auch, ey, checkt mal YouTube.

Wir fangen mit YouTube wieder an. Es gibt ein Vlog nach dem Praxis und bei uns kommt auch ein Vlog, ein Tag bei uns in der Praxis. Der wird gerade noch fertig geschnitten, aber der ist bald online. Also checkt gerne mal Training und Therapie bei YouTube.

Lasst ein Abo da, abonniert die Glocke, whatever that means. Wäre saugeil, vielen Dank. Und der Training meinte so, ey krass, Alter, das geht ja hier bis 19 Uhr bei euch. Und ich so, nee, nee.

Also ich bin zwar um 7 in der Praxis, geht bis 19 Uhr. Ich fahre aber dann nach Hause, also nicht nach Hause zu mir, sondern nach Hause zu einem Profifußballer. Und dann bin ich um 22 Uhr daheim. Also mein Tag geht 15 Stunden lang.

Und ich finde es so krass, wenn man manchmal darüber redet, dass Menschen eine 35-Stunden-Woche haben, was ja total viel ist, gar keine Frage. Aber 35 Stunden habe ich in drei Tagen. Kommi, wenn du jetzt bei einer 15-Stunden-Tag auch noch einen Chef hättest, dann könntest du dich hier äußern über unmenschliche Arbeitsbedingungen. Ja, und das Verrückte ist, es ist ja immer die Frage, wo kommt man her?

Also, wenn du mich heute fragst, Thomas, ist dein Leben stressig, dann würde ich sagen, nee. Also es gibt Phasen, aber insgesamt würde ich sagen, es ist relativ entspannt, was eine perverse Selbstwahrnehmung ist, weil da, wo ich herkomme, das war die Zeit vor Jonas, meinem ersten Kollegen und auch noch die ersten Jahre mit Jonas, da habe ich wirklich sechs Tage die Woche zwölf Stunden behandelt. also behandelt, nicht gearbeitet, so wie Menschen, ich möchte jetzt nicht um sie nahe treten, aber viele sagen, ja, ich arbeite 60 Stunden, aber davon sitzen sie im Büro, dann sind sie auf dem Klo, trinken Kaffee mit dem Kollegen oder sind am Handy oder buchen eine Reise oder beantworten eine private E Das ist alles nicht m wenn du an einem Kunden oder einem Patienten arbeitest Denn wenn ich zw Stunden behandle das hei ich habe zw Patienten dann liegt mein Fokus zwölf Stunden lang bei Menschen.

Ich habe kein Handy und keine Tastatur in der Hand. Das kommt alles noch on top. Deswegen, das war wirklich krass. Und da habe ich wirklich zehn, aber teilweise auch zwölf Behandlungen am Tag gehabt.

Die Behandlungsqualität ist am Ende runtergegangen. Das braucht man gar nicht diskutieren. Das war auch ein Grund, warum man die Arbeitszeit dann nach einer gewissen Zeit auch wieder reduzieren musste, einfach um die Qualität und den Qualität hochzuhalten, die Lust nicht zu verlieren. Aber, long story short, der Punkt, den ich machen möchte, ist, wenn ihr jung seid und wenn ihr euch selbstständig macht, das ist ein Riesenwagnis und das ist ein großes Risiko.

Aber gebt mal Vollgas. Arbeitet mal wirklich richtig lange, richtig viel, damit ihr mal so ein Rad in Bewegung setzt. Und wenn ihr dann mal reduziert, kommt euch das Leben echt entspannt vor. Also wie gesagt, wenn ich jetzt sage, ich habe jetzt 10 Tage am Stück, arbeite ich und dann habe ich erst wieder frei.

Da habe ich jetzt Respekt vor, aber das ist jetzt für mich nicht unmenschlich. Und ich werde trotzdem die Zeit genießen. Deswegen, ja. So ist es.

Ich hatte auch mal gehört in irgendeinem, ich weiß nicht mehr wo das war, da ich so Personal-Training, man kann nicht mehr als 5 PTs am Tag geben. Und dann habe ich gemeint, also jeder Physiotherapeut arbeitet 8 Stunden am Tag. Das ist normal. 40 Stunden Woche ist völlig normal. Warum soll jetzt ein Personal-Trainer nach 5 Stunden so K.O. sein?

Also es ist nichts anderes. Es ist sogar wahrscheinlich ein bisschen leichter noch als als Physio, weil, klar, du musst mal Gewichte auf- und abbauen, wenn du das überhaupt machst. Meistens helfen dir wahrscheinlich auch noch die Kunden. Aber wenn du in der Bank stehst und du hast den ganzen Tag Fleisch in der Hand und du drehst und du ziehst und du machst, das ist, würde ich sagen, deutlich anstrengender.

Ich habe letzte Woche einen Kunden von mir da, der hat mehrere Physiotherapiepraxen. Und gerade bei Physiotherapeuten ist ja mittlerweile so, der eine oder andere hat den Wunsch, 35, 30 oder so 28 Stunden zu arbeiten. Und die haben jetzt einen neuen Physiotherapeuten eingestellt, der kommt aus dem Ausland. Und dann ging es natürlich auch im ersten Gespräch so, wie viel willst du arbeiten? und der meinte, auf jeden Fall 46 Stunden.

Und dann war man so, Moment, ja, er könnte dann auch schon samstags vielleicht auch nochmal extra sieben Stunden arbeiten, wenn da noch Arbeit wäre. Ja. Wirklich? Ja.

Das finde ich das ehrt ihn sicherlich sehr finde ich aber auch nicht gut weil dann auch wahrscheinlich ein bisschen die Qualit der Behandlung fl geht Also ich finde so 40 Stunden ist kein Problem wenn das Setup gut ist Bei uns zum Beispiel haben wir ja auch wir planen eine Stunde f einen Termin und jeder Ersttermin geht auch eine Stunde meistens sogar ein bisschen l aber jeder reguläre Termin ist auch auf eine Stunde geplant, aber ist mit 45 Minuten bedacht, meistens wird es länger, meistens braucht man 50 oder 55 Minuten, aber du hast auch immer mal wieder am Tag jemanden, wo das Problem schon klar ist oder es ist nur ein Check-up und dann hast du 10, 15 Minuten auch mal Pause und das macht es dann echt wieder in Ordnung, du hast eine große Mittagspause, du hast 1, 2 mal am Tag nochmal 15 Minuten zwischendrin, vielleicht hast du auch Glück und du hast 2 mal drinnen da 10 Minuten, dann geht es, dann kannst du in dein Handy gucken, kannst deine Nachrichten beantworten, kannst einen Kaffee trinken, kannst dich mit Kolleginnen unterhalten.

Das macht schon echt Spaß, dann geht das. Aber 47 Stunden, das ist zu hart. 46 plus 7. Dann geht es wieder. Wahnsinn.

Okay, also die Message ist, Leute, gebt mal Gas. Also wirklich, gebt mal Gas und chillt mal nicht. Und ich denke mir, lieber die ersten 10 Jahre Gas geben oder 20 Jahre und dann ein bisschen entspannter hinten raus machen, als dauerhaft so mitzuschwimmen. Ich stimme diesem zu.

Wolfgang, ich habe noch eine andere Frage von einem Zuhörer bekommen, und zwar von Yannick. Es wird immer wieder ein bisschen spezifischer und es vereint zwei Themen, die wir sehr gerne haben, und zwar Hi Thomas, ich habe eine Frage für den 5 Sterne Podcast, vielleicht auch was für Wolfgang. Bin selbst Mittelstrecken-Spezialist, also 800 und 1500 Meter und würde gerne von euch mal wissen, ob es Sinn macht, Kreatin auch bei solchen Belastungen, also zwei bis vier Minuten, zu supplementieren und welche Effekte hierbei bevorzugt auftreten könnten. Viele liebe Grüße, Yannick.

Erstmal vielen Dank für deine Zuschrift, Yannick. Wir freuen uns immer sehr, wenn ihr an dem Podcast teilhabt und auch helft uns, den zu gestalten. Deswegen schickt uns gerne eure Fragen. Wir nehmen die auf, je nachdem, wie gut sie passen.

Weil Kreatin irgendwie gefühlt nicht aufhört, ein Thema zu sein, habe ich gedacht, die Frage könnte ganz interessant sein. Wolfgang, was würdest du Yannick empfehlen? Also grundsätzlich ist natürlich eine Frage von, was willst du damit erzielen? Also die Supplementierung von Creatin erh prim den Phospho und der wird prim bei Belastungen von 10 bis 20 Sekunden je nachdem wie effektiv du bist, rangezogen.

Das heißt, der größte Effekt von Kreatin hast du auf Maximalkraft bzw. Schnellkraft. Und das ist auch tatsächlich so, dass der Health Claim, also die wissenschaftliche Aussage zur Werbung für Kreatin, sich darauf bezieht. Also Maximalkraft bzw.

Schnellkraft hast du den größten Effekt. Das heißt, wird das Kreatin einen großen Unterschied machen, Beispiel in der letzten Runde von einem 1500 Meter Rennen? Weniger. Aber wenn du zum Beispiel Krafttraining machst und dann natürlich auch im niedrigeren Wiederholungsbereich trainierst, wie zum Beispiel für Übungen für Kniebeugen oder Kreuzheben oder Klimmzüge, die natürlich dann schon einen gewissen Übertrag haben auf dein 800 Meter bzw. 1500 Meter, dann macht das schon wieder mehr Sinn.

Und der zweite Punkt, der erste Punkt, den ich machen wollte, war die Hierarchie. Was machst du schon? Also wenn die Basics noch nicht erledigt sind, also Basics sind für mich immer Multimagnesium, Vitamin D, K. Wenn du die Basics noch nicht drin hast, dann würde ich definitiv kein Kreatin empfehlen, sondern dann wäre mein Fokus auf die Basics.

Aber wenn die Basics bei dir passen und die drei ist die Basis und wenn du dann vielleicht noch basierend auf Hautfaltenmessung, wenn du es ein Tick motivierter und ambitionierter siehst, dann das, was für dich gerade limitierend ist, wie zum Beispiel dein Schlaf, dein Energielevel, deine Verdauung angehst und dann nochmal was mehr machen möchtest. Wie zum Beispiel, du sagst jetzt hier, ich laufe jetzt den Winter über, laufen wir weniger, aber im Winter machen wir zwei bis drei Krafteinheiten. Und du sagst, hey, für diese Krafteinheiten, die primär auch bei 800 und 1500 Meter, wird es primär im moderaten bis niedrigen Wiederholungsbereich sein.

Da gibt es quasi keine höheren Wiederholungen. Das macht da, auch wenn es im ersten Moment für viele Sinn macht, im höheren Wiederholungsbereich zu trainieren, macht es genau genommen aus Sicht des Krafttrainings nicht wirklich Sinn, beziehungsweise gar keinen Sinn, im hohen Wiederholungsbereich, also 12 plus zu trainieren für diese Distanzen. Und in diesem niedrigen Wiederholungsbereich, da spielt natürlich dann eben Kreatin eine größere Rolle. Das heißt, wenn du gerade klassischerweise im Winter das Laufvolumen runterfährst, runterfährst aufgrund der klimatischen Bedingungen und einen größeren Fokus auf Kraft setzt, dann macht es Sinn, hier Kreatin zu supplementieren.

Müssen wir natürlich auch realistisch sein, es ist ein Faktor, der eine Rolle spielen kann. Es wird sicherlich nicht das sein, das dafür sorgt, dass du am Ende Kreatin zu supplementieren. Da müssen wir natürlich auch realistisch sein. Es ist ein Faktor, der eine Rolle spielen kann.

Es wird sicherlich nicht das sein, das dafür sorgt, dass du am Ende vom Tag fünf Sekunden schneller bist. In der Hierarchie ist es definitiv weder im ersten oder im zweiten Level. Es ist frühestens im dritten Level. Und das dann zusätzlich einzubauen, gerne.

Vor allem, wenn der Rest passt. So, das wäre... Was sagst du? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass in letzter Zeit sehr viele Sportler kommen, also ich habe halt am meisten Fußballprofis als Sportler, und dass Creatin da natürlich auch einen sehr starken Einzug gehalten hat in der letzten Zeit.

Und natürlich funktioniert Creatin und natürlich ist Creatin auch wissenschaftlich sehr gut untersucht. Allerdings habe ich das Gefühl, dass Creatin auch so diese Grundmuskelspannung deutlich erhöht. Also vor allem, wenn du vielleicht noch ein bisschen mehr als 5 Gramm nimmst, irgendwie 10 Gramm oder, dass der gesamte Körper deutlich mehr unter Spannung steht. Ich weiß nicht, ob du das teilen kannst.

Ich selber nehme auch Kreatin, aber ich mache nur Krafttraining und habe das Gefühl, ja, ich bin irgendwie geladener und ich habe mehr Power natürlich. Und ich merke aber auch, dass bei Sportlern, die das sehr viel nehmen, dass da sehr viel Spannung drauf ist. Nee, mach mal fertig, komm. Ja, sag gerne.

Ähm, sehr, ähm, ich habe immer wieder Fußballprofis, die haben häufig rezidivierende Muskelprobleme, Hamstringprobleme auf der gleichen Seite, dauerhafte Spannung auf den Adduktoren, so ein Bereich Schambein und da muss ich sagen, dass ganz häufig Kreatin supplementiert wird. Das ist jetzt, es gibt auch Leute, die supplementieren. Keine Kreatinen haben diese Probleme. Aber wenn du den Körper von diesen Spielern anfasst, der ist so, als würden die latent dauerhaft den Körper anspannen.

Und dann besprechen wir, vor allem wenn sie verletzt sind, sagen wir, lass doch Kreatinen mal kurz weg. Im Fußball, finde ich, brauchst du es eh nicht unbedingt. Du kannst davon partizipieren, gar keine Frage. Aber wenn du jemand bist, der eh schon hohe Muskelspannung hat, dann habe ich das Gefühl, es wird nicht unbedingt besser dadurch. dann lassen wir das Creatin weg und wie sich der Körper verändert, der wird deutlich weicher.

Also dieser Grundtonus ist nach zwei drei vier Wochen deutlich deutlich deutlich geringer Und wenn du mit den Spielern redest und fragst wie hat sich das ver Bist du im Training weniger leistungsf Bist du weniger spritzig Hast du das Gefühl, die Kraft ist deutlich schlechter? Dann hat da keiner irgendwie das Gefühl, dass das irgendein Nachteil wäre. Deswegen kann ich nur sagen, Creatin funktioniert. Und Creatin ist auf jeden Fall ein Supplement, was man empfehlen kann.

Aber man muss es nicht dauerhaft nehmen. Sehr gut. Der erste Punkt, um aufzugreifen, mit was du abgeschlossen hast. Ich bin grundsätzlich niemand, der Kreatin dauerhaft als sinnvoll ansieht.

Es gibt natürlich Szenarien, wo das Anti-Aging-Kontext immer größer ist. Ich bin ja doch grundsätzlich ein Freund von Rotation. Was das Thema Muskelspannung angeht, das ist ein bekannter Nebeneffekt. Nebeneffekt macht auch Sinn.

Zwei primäre Gründe, wo das herkommt, ist natürlich zum einen, Kreatin sorgt dafür, dass das Muskelvolumen sich leicht erhöht, denn Kreatin erhöht intrazolläres Wasser in den Muskelzellen. Das heißt, du hast quasi mehr Muskelvolumen. 75% des Muskels ist, oder etwa 75% des Muskels ist Wasser. Du kannst über Kreatin das Muskelvolumen erhöhen. Beispiel, nimmst du einen Luftballon, machst du 5% mehr Luft rein, Dann ist natürlich mehr Spannung auf dem Gummi des Luftballons.

So simpel. Und das Zweite ist natürlich auch, wenn du die Energiebereitstellung erhöhst, dann kann natürlich der Muskel stärker bzw. länger kontrahieren. Das heißt, durch die höhere mechanische Belastung hast du natürlich auch mehr mechanische Spannung, die auf den Muskel wirkt. Und je nachdem, wie da die Körperstatik bzw.

Muskelphysiologie ist, hält sich so eine Muskelspannung natürlich auch entsprechend länger. Also kennt jeder, der ein gewisses Training gemacht hat, das ist ein Klassiker, das Kreuzheben, wo du trainierst dann, du hast eine relativ hohe mechanische Spannung, du hast Gewicht gesteigert und dann ist die Muskelspannung vor allem in der hinteren Kette, unter Rücken, Gesäß bzw. hintere Oberschenkel nach der Einheit und auch am nächsten Tag deutlich erhöht. Das ist natürlich dann in erster Linie das Training bzw. das hohe Maß an mechanischer Spannung ein Grund. Das Kreatin ist in diesem Moment quasi aus der einen Sicht förderlich, da es dafür sorgt, dass du ein bisschen mehr Gewicht machen kannst oder ein bisschen mehr Gewicht bewegen kannst.

Nat bedeutet auch mehr Gewicht mehr mechanische Spannung und damit mehr Grundtonus Das kann vorkommen ist dann quasi ein Nebeneffekt von mehr Leistungsf Das ist ein ähnliches Spiel, ich bin großer Fan der Autometapher. Je größer die Belastung der Fahrt an das Auto, desto mehr muss da wieder entsprechend eingestellt werden. während das normale Auto problemlos alle zwei Jahre in die Wartung kann, muss ein Rallye-Wagen quasi jedes Mal, nachdem er gefahren wurde, in die Wartung und Anpassungen müssen vorgenommen werden. Und so ist dann auch ein bisschen mit der Leistungsfähigkeit, also wann immer die Leistungsfähigkeit gesteigert wird, steigert sich auch der Anspruch ans gesamte System.

Ja, definitiv. Also Creatine ist gut, aber es braucht nicht jeder Fußballer und vielleicht kann man der Stelle mal sagen, Wolfgang, wann würdest du empfehlen, in welchem Alter kann man mit Tätigen sparen? Grundsätzlich aus der physiologischen Sicht ist für mich Abpubertät erwachsen, aber vielleicht um das nochmal klar zu machen, mein erstes Level ist die Basis. Die Basis ist grundsätzlich Immunmulti, man mag Vitamin D, K.

Und dann mein zweites Level ist spezifisch auf einem Datensatz wie der Hautverhaltenmessung und die Neurotransmitter-Teste sind meine zwei primären Datensätze hier vorzugehen. Das heißt frühestens mein drittes Level an Supplements ist Kreatin. Das heißt, eine simple Hierarchie, bevor du die ersten Level nicht abgeschlossen hast, beziehungsweise die ersten Level nicht gemeistert hast, macht es gar keinen Sinn oder macht wenig Sinn, sich um sowas wie Kreatin Gedanken zu machen. Und wenn Kreatin grundsätzlich immer zyklisch, es gibt natürlich auch Ausnahmen, wo ich es dauerhaft empfehlen kann oder würde, aber der Hauptfokus ist auf die zyklische Verwendung, jedoch eben in der Hierarchie im Mittelfeld.

Zu oft, vielleicht auch das auch nochmal, zu oft wird sich dann, hängt man sich an sowas wie Kreatin auf und denkt, das macht den großen Unterschied, vergisst dann aber einfach, wie viel andere Dinge, wenn du bis morgens um drei FIFA... So wie wenn Menschen sagen, genau, wenn Menschen sagen, okay, ich lege jetzt den Fokus auf Supplements, beziehungsweise auf Proteinpulver, aber ich ernähre mich jetzt einfach nicht mehr gut oder ich esse zu wenig. Also das Fundament ist der wichtigste Teil des Ganzen. Wenn das Fundament brüchig ist, sich dann Gedanken zu machen welche Armaturen wir in das G machen Wenn das Haus steht wenn die W stehen wenn die R ausgestattet sind dann ist nat sowas wie welche Armaturen mache ich in mein G Eine wichtige Frage Aber bevor das Fundament nicht steht, das Haus nicht steht, dann ist einfach sich damit zu beschäftigen, welche Armaturen ins Gäste-WC kommen, komplette Zeitverschwendung.

Andere Frage noch, die wir noch zu klären hatten, vielen Dank dafür, ist die Adduktorenmaschine. Vielleicht ganz kurz, was hältst du von der Adduktorenmaschine? Ich habe es noch auf meiner Liste. Wir hatten damals mal darüber geredet.

Macht das Sinn? Macht das keinen Sinn? Ja. Ich war immer auch ein ziemlich harter Cut.

Ich bin ja, again, ein großer Freund von Hierarchien und jeder, dessen Podcast länger hört, weiß, es gibt eine Handvoll Übungen, von denen ich grundsätzlich ein großer Fan bin und es gibt eine Handvoll Übungen, von denen ich möchte, dass quasi jeder meiner Kunden diese kann. Eine davon ist die Langhandel-Kniebeuge, denn die ist ein ausgezeichneter Indikator für Mobilität und Stabilität in allen primären Gelenken des Unterkörpers. Und der zweite Punkt ist definitiv das Langhandel-Nacken-Drücken, denn das ist ein ausgezeichneter Indikator für Stabilität und Mobilität im Schulterkörper. Das heißt, es gibt ein gewisses Fundament an Übungen, die ich möchte.

Und dann haben wir unterschiedliche Level und die Level gehen immer weiter. Und die Adduktorenmaschine hat definitiv ihre Anwendung, ist aber in den Leveln, was Übungsauswahl angeht, bei mir quasi mit an letzter Stelle. Also die Adduktorenmaschine ist auf dem gleichen Niveau wie der Beinstrecker. Sitzen der Beinstrecker, kennt jeder, hat jeder schon mal gemacht.

Das heißt, es gibt Anwendungen für diese Übungen, wo diese Übungen ihre Vorteile am besten ausspielen, die Nachteile am besten kompensiert werden. Diese Szenarien kommen aber so selten vor, dass dass ich einen Beinstrecker und eine Adduktorenmaschine kaufen würde für mein Gym, bräuchte ich wahrscheinlich 2.000 bis 3.000 Quadratmeter Trainingsfläche, um dann zu sagen, komm, das jetzt auch noch zusätzlich. Und was ist der große Vorteil der Adduktorenmaschine? Also grundsätzlich, wenn wir über Adduktoren sprechen aus Sicht der Funktionalanatomie, die Aufgabe der Adduktoren ist nicht die Adduktion.

Die Adduktoren können natürlich die Adduktion. Die Aufgabe der Adduktoren ist aber in erster Linie die Stabilisation des Oberschenkels. Das heißt, eine tatsächliche Adduktion funktionell, wie oft, wie viele Abläufe gibt es, bei denen tatsächlich die Adduktion funktioniert. Die Stabilisation des Oberschenkels, das heißt eine tatsächliche Adduktion funktionell, wie oft, wie viele Abläufe gibt es, bei denen tatsächlich eine Adduktion ausgeführt wird, von regionären Abläufen.

Da gibt es eine Handvoll, zum Beispiel Reiten auf dem Pferd oder Pole Dance, da passiert tatsächlich eine Adduktion, aber darüber hinaus gibt es relativ wenig Fälle von tatsächlich einer dynamischen Adduktion. In den meisten Fällen, der Adductor stabilisiert den Oberschenkelknochen an der Hüfte. Richtig? Das heißt, das Tatsächliche, was wir da trainieren mit der Adduktion, der Klassiker ist natürlich, zumindest früher im Fitnessstudio war es so, die dann Skifahren gehen, die machen Adduktoren, Abduktorenmaschine, um sich auf Skifahren vorzubereiten.

Die Idee ist gut. Wie zielführend das ist, darüber lässt sich diskutieren. Der Punkt ist, die tatsächliche Adduktion kommt relativ selten vor. Das heißt, an welchem Punkt macht es Sinn, die Adduktion dynamisch zu trainieren.

Und da gibt es primär einen Punkt. Wir können hier sehr sicher die Adduktoren rekrutieren mit minimalem Risiko über eine größere Range of Motion. Denn die Mehrheit der Bewegungsabläufe trainiert die Adduktoren primär isometrisch oder quasi-isometrisch. Was immer den Nachteil mit sich bringt, bei isometrischen Kontraktionen haben wir nur eine Stärkung über einen gewissen Bewegungsbereich. was dafür sorgt, dass je mehr ein Winkel stärker ist im Vergleich zum Rest, desto potenziell instabiler das ganze System.

Das hei um den Punkt zu machen ein Szenario wo es Sinn macht die Adduktorenmaschine zu machen ist nach einer gr Adduktorenverletzung wenn es darum geht die Adduktoren wieder sehr kontrolliert einen hohen Bewegungsradius zu rekrutieren dass die lernen wieder zu arbeiten und quasi ein Minimum an Kraft aufbauen. Im nächsten Schritt macht es dann Sinn, Übungen zu machen, wie zum Beispiel ein Splitsquat, wo die Adduktoren sehr viel arbeiten, um das vordere Bein zu stabilisieren, oder auch ein Step-Up oder grundsätzlich Übungen, bei denen wir primär einbeinig oder quasi einbeinig arbeiten. Mit quasi einbeinig meine ich sowas wie ein Splitsquad, denn er ist faktisch nicht einbeinig, sondern das hintere Bein arbeitet auch mit, wenn auch natürlich weniger als das vordere Bein.

Direkt nach einer Adduktorenverletzung, worst case zum Beispiel sowas wie einen kompletten Abriss der Adduktoren, da muss man natürlich sehr, sehr defensiv vorgehen. Da macht es Sinn, die Adduktorenmaschine zu machen. Darüber hinaus sehe ich jetzt nicht wirklich Einsatzgebiete für die Adduktorenmaschine. Da mag der eine oder andere mit Sicherheit nochmal irgendein komplett exotisches Umfeld haben für den Bodybuilder, der quasi eine Deload-Phase macht, wo er hohes Volumen auf die Beine bringen möchte und deswegen die Adduktorenmaschine verwendet, ohne große Ermüdungen aufs Nervensystem zu haben und dann so Sachen macht wie 4x50 Wiederholungen an der Adduktorenmaschine oder so.

Also solche Szenarien verstehe ich natürlich. Aber da ist natürlich der Punkt, wie viele Bodybuilder sind auf einem Trainingsniveau, als dass so ein Ansatz wirklich Sinn macht. Und da müssen wir einfach realistisch sagen, heute weniger als jemals zuvor. Mega, Wolfgang, vielen, vielen Dank für deinen Einschätzung.

Verwendest du die Adduktorenmaschine? Ganz selten. Was noch manchmal so ein Special Need ist den ich Patienten mit auf den Weg gebe wenn man so eine Beckenbodenschw hat dann ist es manchmal ganz nett wenn man einem Patienten sagt wenn du das Problem hast Wasser zu halten oder wenn du auf dem Klo sitzt es l dann doch noch sehr viel nach dem Toilettenbesuch in die Unterhose mit rein Das kann natürlich ein gestörtes Blasenband sein, das da Zug macht und so weiter und so fort. Es kann aber auch wirklich sein, dass der Beckenboden einfach längere Zeit nicht benutzt oder angesteuert wurde.

Dann kann das schon Sinn machen, dass man jemanden auf eine Adduktorenmaschine setzt und sagt, drück fest zusammen. Und wenn du die Knie zusammenhältst und du bist in der Position, dann spann dein Beckenboden an. Das ist bei Männern die Muskulatur, die man braucht, um das Wasser anzuhalten. Also wenn du jetzt am Pissoir stehst und du lässt Wasser und du willst es zwischendrin kurz anhalten, das ist die Muskulatur, das ist der Beckenboden.

Und da kann man dann sagen, okay, nutz die Adduktorenmaschine, weil du hast dann irgendwie, ja, global funktionell noch so ein bisschen mehr Spannung auf dem Beckenboden. Das kann schon Sinn ergeben. Aber so grundsätzlich, denke ich auch, braucht man die Adduktorenmaschine nicht unbedingt. Man kann es natürlich gerne machen, wenn man Zeit hat, wenn man das Gefühl hat, es gibt einem ein gutes und sicheres Gefühl.

Mach es. Alles, was hilft, dass du dich besser oder leistungsfähiger führst, ist, denke ich, legitim. Sehr schönes Beispiel. Vielleicht an dem Thema nochmal, wenn man ein Problem im Beckenboden hat, was man tun kann ist zwei, dreimal am Tag ein Beckenbodentraining machen, nimmst dir zum Beispiel eine Stoppuhr, lässt sie laufen und du spanst f Sekunden den Beckenboden an und l ihn f Sekunden los spanst ihn f Sekunden an und l ihn 5 Sekunden los Das Ganze 2 Minuten am St F Menschen die damit Probleme haben die werden merken, dass es denen gar nicht so leicht fällt.

Oder dass es ultra anstrengend ist. Das ist ein Indikator, dass ihr auf jeden Fall mehr Beckenboden trainieren solltet. Wolfgang, gibt es zum Abschluss noch eine Hamza-Frage? Die Antwort ist richtig.

Wir müssen ein bisschen so dann ist es wieder was Besonderes. Ja. Ja. Vielleicht gibt es auch Lieferengel.

Ich habe eine Idee. Für die, die in nächster Zeit im YPSI sind, die können der Hamza eine Frage stellen. Die hat er mir gestellt und ich fand die Antwort hochinteressant. Und zwar fragt Hamza, wie man einen Türken nennt, der ein Schaf und eine Ziege hat.

Dann musst du das nächste Mal hier bis Hamza fragen. Okay. Wollte sich auch kulturell weiterbilden. Wolfgang, erstmal ja, Wolfgang, vielen Dank für deine Zeit.

Vielen Dank, dass ihr uns immer wieder so reichlich Fragen einsendet. Bitte werdet nicht müde. Schickt mir gerne Fragen auf Instagram. Ich freue mich und werde immer wieder Fragen aufnehmen.

Ich habe noch eine interessante Frage, die ist ganz oben auf meiner Liste. Die würde ich gerne das nächste Mal besprechen. und zwar das Thema Schmerzgedächtnis. Das schon mal vorab. Steht ganz oben auf meiner Fragenliste.

Vielen Dank, Wolfgang, dir eine gute Woche und ich freue mich, dich nächste Woche wiederzuerlernen. Dem schließe ich mich an. Ciao, gute Woche.

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