Grundlagen des Schnelligkeits- und Qualitätstrainings
Alright, Sven, Teil 2. Nachdem wir gerade jetzt eine gute Stunde zu Abend gegessen haben, werden wir eigentlich währenddessen Mikro laufen lassen sollen. Dann wird direkt Teil 2 schon aufgenommen gehabt und dann Teil 3 hinterher. Eine Frage, die mit Sicherheit viele Interessierte jetzt im Podcast anhören, wie werde ich schneller?
Ja, wenn es so leicht wäre. Ich glaube, es ist immer am einfachsten, die Frage zu beantworten, indem man vielleicht drüber nachdenkt, wie man nicht schneller wird. Und zwar indem man sehr, sehr viel, sehr langsam läuft. Und ich glaube, das ist einer der größten Fehler überhaupt. ein gutes Beispiel, ein Freund von mir hat A-Jungen-Bundesliga beim VW Wolfsburg gespielt und da war ich noch nicht besonders gut da haben wir 60 Meter Sprints gemacht da haben wir Bock gehabt mitzutrainieren bei mir haben wir 60er gemacht, er hat 50 Meter, ich habe 60 Meter gemacht, war ungefähr gleichzeitig im Ziel und ich hatte halt 6 Minuten Pause und er nach einer Minute 30 sagt, soll ich so kann weitergehen und ich sage, hey, ich bin entspannt ich meine, und das ist halt so genau dieser Unterschied, es geht am Ende um Qualität Immer um Qualität, vor allem um so niedriges Niveau, ist es halt immer schwierig.
Du musst halt einfach schauen, dass du die Technik hinbekommst. Du brauchst eine gewisse Kraft. Das ist schon mal relativ wichtig. Technik ist immer mit der Kraft relativ eng verbunden.
Und dann ist das andere Thema dass man immer denkt man m mehr machen Das ist grunds ein deutsches Thema Flei Ameisen flei Wienchen muss viel arbeiten Aber in den Extremen ist eben bei Elite eine harte Einheit 2x90 Meter in 1 Stunden Das ist ein Extrembeispiel von James Dessaulo. Das ist auch eine Sache, die ich in meinem Buch erwähne. Trainer Steve Fudge hat das eben erzählt. Das ist ein Athlet, der 17 Hamstring-Verletzungen in 4-5 Jahren hatte.
Die haben einfach runtergebrochen, was er noch kann. Und dann ist halt am Ende in einer harten Einheit 2x90 Meter gelaufen, aber dann eben in den Intensitäten, die wenig andere Leute laufen. Und der Athlet ist eben auch 9,93 dann gelaufen und ist Europameister geworden, James. Also das ist, glaube ich, ein ganz entscheidender Punkt.
Natürlich ist es immer so, bei jeder Sportart Wiederholung ist extrem wichtig, aber Wiederholung in einem gewissen Technikmuster, und ein gewisses Technikmuster darf halt nicht zu weit weg von der Zielbewegung sein. Das ist, glaube ich, einer der entscheidendsten Punkte. Und da ist es eben eher Wiederholung über mehrfach in der Woche oder über einen langen Zeitraum. Das heißt, schnell, also in einer kurzen Zeit schnell werden, funktioniert einfach nicht.
Das heißt, wenn du wirklich schneller werden willst, brauchst du auf jeden Fall ein paar Monate, um ein Stückchen besser zu werden, ein paar Jahre, um wirklich deutlich besser zu werden. Also viel hilft dir, ist aber immer keine gute Option.
Ausdauer vs. Sprint und der 1000m-Test
Hast du schon mal zum Spaß geschaut, wie lange du brauchst für einen Kilometer oder für drei Kilometer? Also ich habe ungefähr, nachdem ich meine Karriere beendet habe, dreiviertel Jahr gar nichts gelaufen. Hattet ich einfach keinen Bock, Kraft dahin gemacht, aber keinen Bock zu laufen. Und dann haben wir einfach mal wirklich jetzt joggen.
Da war meine Softher gerade geboren. Und meine Frau ist schon mal mit dem Kinderwagen raus. Und ich bin ein bisschen im Umweg, aber nicht weit. Das waren am Ende, glaube ich, vier Kilometer.
Aber ich bin nur bis zur Hälfte gejoggt. Dann war ich schon völlig im Arsch. wo meine Frau meinte, sie hat mich aus 500 Metern Entfernung atmen gehört. Ich war wirklich völlig durch. Ich bin nicht gejoggt, ich habe Sprunglauf gemacht.
Das ist das normale Joggen, weil ich auch eine super schlechte Sprunggelenksbeweglichkeit habe. Das macht mir auch keinen Spaß. Vielleicht kommt es nochmal irgendwann, aber dementsprechend jetzt ein Kilometer. Unter fünf Minuten.
Knapp. 4,50. also, jetzt müssen wir überlegen ich schaffe es im Moment noch also ich mache relativ regelmäßig einmal, also sag mal zwei bis drei Mal im Monat mache ich samstags oder sonntags ein paar Tempol 100 200 300 100 200 300 Und den 300er laufe ich in 45 Sekunden Das wäre eine gute 400er Zeit. Das wäre eine sehr gute 400er Zeit. Eine ordentliche 400er Zeit. Ja, das muss man wirklich immer dazu sagen.
Aber gut, dann kurze Pausen. Also ich würde schon sagen, dass ich unter vier Minuten schaffe ich einmal. Aber da muss ich auch noch ein bisschen drauf hintrainieren. Ich mache ein paar Mal sonntags was machen, was ich nicht richtig trainieren.
Aber Ausdauer, es ist nicht meins, ich habe keinen Bock drauf und dann wäre ich ein Sprinter geworden vermutlich. In einem Buch von Charlie Francis, der in den 80ern recht erfolgreicher Leichtathletik-Trainer war, unter anderem Trainer Ben Johnson, da hat er so irgendwo nebenbei mal ein einfacher Test, wenn er eine Gruppe von Leichtathleten hat, rauszufinden, wer der beste Sprinter ist. Er sagt, ihnen muss 1000 Meter rennen und die, die halt am Ende ins Ziel kommen, das werden seine besten Sprinter. Ja, absolut, das ist definitiv so. die faulsten Athleten in einer gewissen Art und Weise sind häufig die besten Sprinter.
Asafa Paul, so eine Geschichte auch von Francis, sein Trainer Francis heißt der Nachnamen, der hat samstags, vielleicht hat er sogar grundsätzlich morgens um sechs trainiert, damit die nicht Party machen gehen. Jamaika war das dann so, die sind Party machen gegangen, sind von der Party zum Training und Juschen ist jetzt auch nicht gerade für seine Arbeitsmoral bekannt für verschiedene Sportarten ist das eine hohe Arbeitsmoral für Leichtathleten nicht gerade so aber das ist eben so ein bisschen diese Thematik man kann schnell etwas zu viel machen und das ist mit Sicherheit auch eine Thematik die wir in Deutschland viel zu lange viel zu falsch gemacht haben und auch zum Teil immer noch sehr verbreitet ist dass man einfach gucken muss, dass man noch schnell ist ich kenne genug Geschichten von Athleten die einen 150er am Mittwoch vor dem Wettkampf machen.
Und da steht dann 14.05 Uhr auf der Uhr. Und du denkst, der rennt Richtung 20.0 über 200. Und dann rennen sie 20.80 und wundern sich, das Mittwoch ging noch. Aber Mittwoch ausgeblasen.
Das ist nicht selten.
Sprinting im Profifußball und Microdosing
Ich kann mich erinnern, letztes Jahr war Dr. Schmidt-Bleicher hier einen Vortrag gemacht. Und dann ging es unter anderem mal wieder um das Thema Krafttraining und Geschwindigkeit und dann im Fußball. Beim Fußball natürlich ist das jetzt nicht so wahnsinnig schnell.
Im Vergleich zu vielen anderen Sportarten der Fu ist technisch hochentwickelt nicht der explosivste Und dann war so einer der Punkte von Schmitt hey in der Bundesliga anfangen mit Krafttraining k wir sich gleich sparen Denn wer quasi 15, 20 Jahre viel, viel, viel trainiert, die werden nicht mehr spritzig. So, das war seine Aussage. Du hast natürlich mehrere Komponenten. Du hast immer noch diese technischen Komponente, die lernen technisch mit Sicherheit im fortgeschrittenen Alter. auch schwierig zu verändern ist, aber Knie immer ein bisschen höher bekommen, mal die Spusspitze anziehen, bisschen mehr Frontside-Mechanics, also sprich runtertreten und nicht hinten schieben, das sind schon Sachen, die du, glaube ich, auch noch mit 25, 26 problemlos über ein bisschen Drills und so weiter lernen kannst, stärker werden kannst du.
Elastizität ist schon nochmal eine andere Sache, insbesondere halt auf Rasen auch nochmal eine andere Thematik, gibt halt nach, da verpufft auch viel Energie, das heißt, richtig über Explosivkraft kannst du vielleicht arbeiten, richtig Reaktivität gibt es nicht wirklich, Und vor allem ist es eben wieder diese Thematik, gerade im Profifußball, das müsste ganz, ganz früh anfangen, weil du halt über Wiederholung kommen musst. Die sind so vollgeladen mit Techniktraining und anderen Sachen, da musst du halt Mikrodosierung machen. Und Mikrodosierung heißt, du machst es ein-, zweimal die Woche, aber zehn Jahre, dann kannst du es.
Aber könnte man mit Sicherheit auch deutlich schneller in einem Kürzeren zusammenfangen. Zusammenfangen. Ich meine, wir haben ja zusammen das macht dich schneller Buch geschrieben, in dem wir ein paar Pläne rausgegeben haben mit ein paar verschiedenen Optionen, aber da geht es halt dann fünf Tage die Woche um Sprint. Krafttraining, Zugwiderstandsläufe, Sprünge, Sprints.
Das kriegst du natürlich nicht in Handball- oder in Bundesliga-Alltag. Oder auch viele andere Sportarten. Nichtsdestotrotz Facetten davon, Microdosing ist mir sicher eine Option. Weg von den langen Läufen.
Weg auch von diesem, was oftmals argumentiert wird hier mit Grundlagen ausgelaufen. Der Klassiker ist diese, Fußballspieler läuft ja im Spiel seine 10, 11 Kilometer. Das Spiel geht nicht 90 Minuten, sondern 105 Minuten. Dann hast du 15 Minuten Halbzeitpause.
Und 11 Kilometer in 105 Minuten zu laufen, das ist ein 6-Stunden-Kilometer-Schnitt. Das ist ein 6-Stunden-Kilometer-Schnitt. Die ersten paar Minuten easy und dann auf einmal Krämpfe. Zu wenig Magnetien.
Das härteste Training in Samstag Minak zwei Stunden durch die Stadt zu laufen. Ja. Das klingt so blöd. Zehn Minuten und der Rücken ist zugegangen.
Schnelligkeitsausdauer und die 'Dead Zone' der Intensität
War bei mir nicht. Aber zurück zum eigentlichen Thema. Speed Endurance ist auch so ein Thema. Als ich das Mati Schneller-Seminar hier mit dir gehalten habe, war ja auch eben ein Punkt, Tempoläufe sind super, um fit zu sein.
Diese plakative Fitness, das ist Tempoläufe. 10x200 mit 3 Minuten Pause. Du das machst, ein geiles Training, wenn du die Intensitäten schaffst. Das war so in deinem Blogartikel, 400 Meter ist mega für Head-Up-Nähen, wenn du 400 Meter laufen kannst. kann halt ein 400 Meter Räufer. 400 Meter Sprinten, naja, die allerwenigsten. Es geht nicht darum, 400 Meter am Stück zu laufen, sondern in einer gewissen Intensität.
Ansonsten funktioniert es halt nicht. Und das ist auch ein Thema, das auch noch im Sprint ganz, ganz häufig ist. Athleten, die hinten nicht ankommen bei 100 Meter, weil die das Technikmuster nicht mehr halten können, müssen wir ein paar Tempoläufer machen. Aber Tempoläufer heißt in der Konsequenz, da läufst du hinten nicht mal mehr 10 Meter pro Sekunde.
Während du auf Elite in Deutschland auf hinten 11,2, 11,3, 11,5, UCL läuft 12 Meter pro Sekunde. Darum geht es. Und wenn du noch 9,8, das mag im Fußball schnell sein, 10 Meter pro Sekunde, das ist 36 kmh. Das ist nicht langsam, aber für einen Leichtathleten, das kriege ich glaube ich heute noch hin.
Wenn ich mich gut wahr mache. 10 Meter pro Sekunde ist halt nichts Tolles, wenn du weißt, was dabei passiert. Und wenn du jetzt im Endeffekt versuchst, wirklich Geschwindigkeit zu entwickeln und Technikmodell zu entwickeln, Das ist eben auch eine Sache, die der Trainer von Ben Johnson, Charlie Francis, gesagt hat. Über 90 oder unter 70 Prozent. Und diese Mid-Range tut mir auch schwer.
Die spielt mir keine Rolle. Macht müde, aber wenig Return on Investment. Genau. Das ist die Thematik.
Wenn du nur Spezifik machst, hast du keine lange Lebensdauer in der Sportart. Von daher, ich glaube, dafür spielt das eine Rolle. Das ist immer schwierig, weil diese Quervergleiche musst du ja irgendwie ziehen, um zu verstehen, wie es funktioniert. Du hast halt amerikanische Colleges, da wird geballert.
Es gibt diesen von FlowTrack, das ist eine Internetseite, den Workout Wednesday. Die reisen durch Europa und gucken sich Trainingsgruppen an, was sie trainieren. Manchmal bei Lance Browman, so eine Speed-Endurance-Einheit bei Lance Browman in Florida. Lance Browman ist der Trainer von Tyson Gay, ehemaliger, oder ist amerikanischer Rekordhalter, zweitschnellster Mensch aller Zeiten.
Und dann waren die jetzt bei einem wei Sprinter ich habe leider den Namen vergessen 19 oder 20 unter 10 gelaufen Der Workout Wednesday war bei denen 400, 300, 100, 400, 300, 100 mit kurzen Pausen in Turnschuhen am Mittwoch und am Samstag Wettkampf und am Samstag 10, 13 gelaufen. Meine Bestes. Macht keinen Sinn. Das heißt, der läuft 10, 13 trotz.
Genau, das ist exakt. Ich würde jetzt nicht sagen, der läuft trotzdem schnell. Jemand anders würde sagen, deswegen läuft der schnell.
Trainingsphilosophien: Short-to-Long vs. Long-to-Short
Gibt es auch dieses Jamaican Sprint Secrets E-Book? Du hast mit Sicherheit auch mal, wenn du da die Distanzen anschaust, das sind ja dann quasi diese zwei Ansätze, short to long, tongue to short. Die Jamaikaner laut diesem E-Book fangen an mit 200 Meter Sprints, 150 Meter Sprints und dann runter auf die kurze Distanz. Man kann es nicht nur Jamaikaner.
Du hast eigentlich Glenn Miles, also den Trainer von Usain, und dann hast du den Francis, ich komme immer noch nicht auf den Namen, nicht Charlie Francis, aber auch den Francis. Der macht ein bisschen mehr Long-to-Short. Allerdings, was der zum Beispiel macht, der lässt nie 60er laufen. Der läuft maximal 40, 50 Meter, weil die dann halt in Geschwindigkeiten kommen, wo es denen um die Ohren fliegt.
Auch wieder so ein Thema. Also es ist immer, wenn du ein relativ hohes Trainingsniveau hast und relativ hohes Trainingsvolumen hast, und das mit Intensität koppelst, ist es halt gefährlich. Das ist immer auch wieder die Thematik, wenn es schön warm ist, ist es weniger gefährlich. Das heißt, du kannst immer noch eine höhere Intensität gekoppelt mit einem höheren Volumen machen.
Aber am Ende ist es halt einfach wirklich die Intensität, die, glaube ich, der entscheidende Punkt ist. Wie gesagt, wenn ich es verstanden hätte, ich würde es erzählen. Wir versuchen es gerade noch weiter zu verstehen. Ich glaube, wir haben keine schlechten Ansätze, aber alles macht noch nicht Sinn, definitiv nicht.
Pausenintervalle und Beschleunigung vs. Top-Speed
Aber im Endeffekt, um mal auf die eigentliche Frage zurückzukommen, wie wird man schneller? Es ist halt wirklich Kraft, Technik und halt in relativ hohen Intensität zu trainieren. Und das nicht zu häufig, aber wiederholt häufig. Also hohe Intensität heißt Gas und lange Pausen.
Ja. 6, 8, 10 Minuten. Umso schneller du bist, umso mehr Pause brauchst du. Ich habe zum Teil Einheiten gemacht, da habe ich 60, 60, 120, 180 in einer Einheit. die einheit die ohne swarmer sind wirklich nicht so viel auf aber die einheit waren stunde vier l also wirklich viel das wirklich viel viel Power Das sind 500 Meter die eine Stunde gelaufen bist Aber das war also wie gesagt seit der 60er ist in Handelstopp 6 6-0, 120er in 11-8 und in 180er in 18-0. Das ist dann schon ein gut Sport.
Da sind auch dann Regenierst du natürlich nochmal anders. Und das ist, wie gesagt, deswegen habe ich auch damit eingeleitet mit meinem Kumpel damals aus der A-Jungen-Bundesliga. Der brauchte keine 6 Minuten Pause. Aber der hätte nicht nur 1,5 machen dürfen.
Und dass du dann sukzessive da hinkommst, du musst halt auch noch lernen, das Leichtathlet lernst du das relativ schnell, dass du die Pause auch wirklich brauchst, weil du siehst dann ja die Zeiten auf der Uhr. Aber dafür musst du natürlich auch erstmal ein gewisses Gefühl entwickeln. Und die andere Thematik ist natürlich immer Topspeed und Beschleunigung. Vielleicht noch Pickup als im Zwischenteil, aber in vielen Sportarten brauchst du halt Beschleunigung.
Die sind natürlich wesentlich stärker von der Kraft und ein bisschen technikabhängig, aber eigentlich mehr Kraft. Popfahrer, das Beispiel, Gewichtheber haben gar keine Technik, aber 10 Meter können die auf jeden Fall richtig beschleunigen. Und wenn es dann halt ein bisschen in Upright Sprinting also aufrecht ist, definitiv Technik, 30 plus. Und dann hinten raus.
Was aber tatsächlich, es gibt ganz wenig Sportarten, sowas wie Rugby 7er, wo du tatsächlich regelmäßig über 30 Meter rennst, ansonsten Fußball ist alles unter 30 Meter. Und sowas wie Basketball oder Handball, Das sind ein paar Schritte. Ein paar Schritte und fertig. Da kommst du nie.
Kurze Beschleunigung. Top Speed wird dann nicht wirklich.
Naturtalente und die Geschichte von Donald Thomas
Auf Baselball haben wir nämlich ein gutes Video gesehen. Das ist ein Typ, der im Prinzip mit drei Schritten wie beim Dreisprung von der Mittellinie dankt. Also sprich, der springt an der Mittellinie ab, macht einen Hopp, landet wieder auf dem linken, nochmal auf dem rechten und dann zum Dank. Also nur drei Schritte.
Drei Springer. Ja, ich weiß nicht, ob es ein Dreispringer war, aber der Titel, die ist halt Triple Jump-Tank. Krass. Auf jeden Fall Elastizität wie ein Drei-Springer.
Das ist ja auch die Geschichte von den Bahamas. Donald Thomas, Hochspringer. Ja, das hast du ja. Im Körper des Top-Athleten, wenn die nicht gesehen hat.
Artudoku gibt es auf YouTube. Einmal über Asafa Powell und Tyson Gay. Überragend. Dann gibt es eben nochmal über Donald Thomas.
Und Donald Thomas ist ein Basketballer. War dann, glaube ich, USA College. Das sind eigentlich aus den Bahamas. ist dann irgendwie nach dem Training bei einer Leichth vorbeigekommen und die haben wir haben einen Bei seinem ersten Training 2 Meter Was ist das WM Der ist eineinhalb Jahre sp der Weltmeister geworden Der ist 2,36 Meter. Und WM-Quali in Deutschland ist, weiß ich gar nicht, 2,25 Meter oder sowas?
Das erste. Ich probiere mal, ich komme da mal rüber. Es gibt natürlich schon Cyborgs, Naturtalente. Die große Ausnahme.
In dieser Doku ist es eben auch ganz witzig, dass er halt dann irgendwann halt beschließt, richtig zu trainieren. Die machen das Warm-up und dann packt die Sachen für den Gegenwart, das Training ist fertig. So, nee, nee, ist halt Warm-up. Das sind auch wieder ein bisschen unterschiedliche Work-Ethics von verschiedenen Sportarten, das ist ganz witzig.
Also das ist auf jeden Fall absolut zu empfehlen, die Doku. Was ist dann gesprungen für Weltmeister? 245? Nee, nee, nee, nee, 45 ist Weltreport. 247? 37, 36 oder 37. Ist dann auch nie weitergesprungen.
Und der hat auch eine ganz, ganz komische Technik, in Klammern Fehler, hat so einen Kick in der Luft gemacht, um sich da irgendwie über die Latte zu retten. Er hat beide Beine nochmal irgendwo ein bisschen weggekickt oder nur ein bisschen unorthodoxe Technik und dann nie höher gesprungen, weil er immer verletzt. Weil du dann halt die Impacts über Training darauf bist, also Muskel überlädt und adaptiert recht schnell, Sehne und Knochen brauchen ein bisschen länger. Und wenn du dann halt mit, keine Ahnung, wie alt er war, 23, 24, 25, Weltmeister bist und besser werden willst, dann geht es auf jeden Fall nicht über wenig.
Das haben die halt nicht hingekriegt. Ich glaube, seine Karriere als Hochspringer war zu kurz. Ich weiß gar nicht, ich glaube, zu kurz, 5, 6, 8 Jahre davor, man beginnt mal Hochsprung in der Pubertät. Normalerweise fängst du gleich mit 7, 8 an.
Ich kann mich noch erinnern, als wir das im Sportunterricht gemacht haben, die größte Angst war, auf die Stange zu fallen.
Kraftstandards und historische Leistungen im Gewichtheben
So Phänomene, die Tag 1 schon wahnsinnig Gewichte bewegen. Ich kriege auch ein Beispiel von Hugo Girard, ein kanadischer Strongman, der mehrmals bei World's Strongest Mental genommen hat. Der war wohl auch mit 17 das erste Mal im Gym und hat mit 17 85 Kilo Nackendrücken gemacht. Und hat dann auch irgendwann mal diese Inch-Kurzhantel, 68 Kilo mit so einem fetten Griff und eigentlich die Idee des Inchkurzkantels ist, du greifst mit einer Hand und machst quasi Kreuzheben damit.
Du stehst damit auf. Er hat das Ding umgesetzt, und hat das 17 Mal über Kopf gedrückt. Hat dann auch als Strongman gut 300 Kilo im T-Shirt auf der Bank gedrückt. Aber war auch so, ich habe ihn live getroffen.
Also hat auch 140, genau, ein großer Mensch, Riesenschädel, 140 Kilo, wahnsinns Brustkorb. Und hat da diese 68 Kilo, das Inch-Kurzhandel, glaube ich, 17 Mal über Kopf gedrückt. Kein Wunder, wenn du mit 17 ins Gym gegangen bist und 85 Kilo. die meisten 17-Jährigen werden so mit 20-Kilo-Langhändel zu tun haben. Und bei ihm waren es einfach 85 Kilo und okay.
Rudolf Flugfelder, Olympia Gold 64 Tokio Gewichtheben, danach russischer Gewichtheben-Nationaltrainer, hat auch das erste Mal, als er ins Gym gegangen ist, 180 Anheben gemacht. Und hat dann mit dreimal die Woche Training Olympia Gold gewonnen. und hat jetzt einen anderen Trainingsansatz gehabt als die anderen und dann hat ihm der russische Verband so eine Halle gebaut, ihm 200 Gewichtheber gegeben und Scheiben und Stangen und hat gesagt, mach mal. Und dann haben auch die 200 Gewichtheber auch weit über 100 Weltrekorde gehoben. Vasily Alexeev, der erste, der jemals 500 Pfund umgesetzt zum Stoßen hat, hat er trainiert.
David Rigert, der recht bekannt ist, der hat er getrainiert. und so war irgendwie in Schachti Russland kam er her und da waren dann noch sechs Olympiasieger, war quasi die Stadt in Russland mit der höchsten Dichte der Olympiasiegern und fünf hat er trainiert. Das ist immer wieder erstaunlich. Das sind ja immer diese Extreme, die dann halt irgendwelche Normen brechen, weshalb man dann über andere Denkansätze nachdenkt. Weil ansonsten ist es ja immer so, hat funktioniert, machen wir wieder so.
Und dann gibt es eben den einen, der wusste das nicht, macht es anders und dann funktioniert es irgendwie auch.
Trainingsermüdung und das Leipziger Trainerteam
Das ist in der Leichtentwicklung auch sehr verbreitet. Ich erinnere mich ganz gut an André Ernst, nicht an André Ernst, André Ernst ist der Trainer, Sebastian Ernst. Der ist ein deutscher Rekordhalter über 200 Meter und der ist 2042 in der Halle gelaufen, das ist schon richtig Sport, also zum Vergleich der Weltrekord ist 1992, also eine halbe Sekunde über Weltrekord ist, wäre draußen auch schon 1970er Das ist schon richtig gut. In dem Jahr war er ziemlich oft ein bisschen eingekr Ein bisschen Beuger hat Beuger hat wehgetan und dann den deutschen Rekord gelaufen Also zum richtigen Zeitpunkt halt immer ein bisschen rausgenommen aber ohne sich zu verletzen ohne richtig krank zu sein ohne wirklich was zu verlieren Und draußen dann, jetzt trainieren wir richtig, 20.50 glaube ich noch gelaufen draußen, also draußen langsam ist drin und dann bei der WM 20.92 oder 20.95 im Vorlauf rausgeflogen. zu viel Training Fatigue, Mask, Fitness und dann, ah jetzt fehlt ein bisschen Frühstück, müssen wir noch trainieren, sowas kommt viel zu häufig vor ich wiederhole mich, aber das sind Dinge die wir halt eben versuchen in Leipzig jetzt auszumerzen das ist halt glaube ich die ganz coole Kombination, die wir in Leipzig haben, einmal mit Ronald, einem extremer erfahrenen Trainer und dann mit Alex und ich, Leute, die halt auch schon mal vor 80.000 Leuten im Stadion standen und diesen emotionalen Teil das mal gefühlt zu haben, das wären es halt nicht im Sportwissenschaftsstudium und auch nicht als Trainer über x Jahre, bin du halt wirklich, also ich war 2015 im WM-Finale in Peking mit Usain, mit den Chinesen von 80.000 Leuten.
Das vergisst du nicht so schnell. Will? Das vergisst du definitiv nicht so schnell. Das sind natürlich so, in so einer Situation cool zu bleiben, das, also sowas muss man jemandem vorbereiten oder du lernst es selber und du kannst es, es gibt halt einfach Leute, die sind cool, aber ich glaube das sind auch Sachen, die wir halt mitgeben können und auch, weil wir halt auch oft genug selber versagt haben das habe ich dir ja vorhin erzählt, ich bin vielleicht bin ich der häufigste Vierter bei deutschen Meisterschaften im Sprint in Deutschland, ich bin sechs oder siebenmal Vierter bei deutschen Meisterschaften geworden ich habe oft genug Scheiße gebaut ich hätte mit Sicherheit mehr rausholen können weil ich einfach auch in einigen Drucksituationen einfach dumme Fehler gemacht habe.
Das sind Sachen, die wir versuchen umzuändern. Krafttraining ist auch so ein Thema. Man ist eben strukturiert, kontinuierlich trainiert, viel Wert auf Technik legt. Das ist immer so, in der Leichtathletik muss der Trainer ein erlegende Räumig-Sau sein.
Du kannst nicht alles machen. Wenn du schon gar nicht bist, du bist Bundes-Trainer, machst du noch viele Organisationen und so weiter. Wir bauen jetzt in Leibniz ein gutes Team. Wir haben einen sehr guten Physiotherapeut und rafael rabe wir haben mit dr steger vor ort ein arzt der schon fr noch als leipzig in der champions die gespielt hat als noch ddr war da er schon beim VfB Leipzig mit als Arzt dabei Das ist ein medizinisches Team mit mir als Hiropaktor auch sehr sehr nah dran an der Steuerung Ich kenne Alex ewig, ich kenne Ronald lange, haben einfach ein sehr hohes Vertrauen und wissen, wie man miteinander reden kann.
Kommunikation ist ja auch mal ein wichtiger Punkt, gerade wenn etwas nicht läuft, dass man einem trotzdem mal sagen kann, Junge, das ist Schwachsinn. Das können wir.
Das zentrale Nervensystem und Überlastungsrisiken
Ich glaube, das ist auch ein ganz, ganz wichtiger Punkt und wir mögen uns dann trotzdem noch. Das ist, glaube ich, ein Punkt, den es auch häufig nicht gibt. Deswegen ist es häufig in einem One-Man-Show, wenn man so schaut, die richtig erfolgreichen Athleten haben meistens nicht viele andere Leute in der Trainingsgruppe. Das ist so ein Thema.
Carsten Bauholm ist so ein gutes Beispiel. Jetzt der 400 Meter Norweger, der alles gewinnt und relativ nah am Weltrekord ist. Das ist einer der ältesten Weltrekorde. sind 200. im Moment glaube ich drüber der ist halt mit seinem Trainer der ist, weiß nicht, der geht auf die 70 zu die sind halt nur 1 zu 1 und da beißt du halt alles und das ist natürlich immer so eine Sache wenn du dich mal nicht so gut fühlst, dann solltest du an dem Tag nicht Vollgas geben aber wenn du dann denkst, vielleicht hat der nur keinen Bock wir machen jetzt aber mal und dann liegt er auf dem Boden, tut was weh das sind Sachen, die lernst du dann vielleicht oder du hast vielleicht genau eine Saison gerade versaut weil die Kommunikation nicht gepasst hat.
Also von daher, das ist so eine Sache, die wir in Leipzig versuchen, mehr Struktur für die Athleten, dann halt, wir haben eine starke Trainingsgruppe, wir haben die Fehler, die wir gemacht haben, am eigenen Körper erlebt, auch so eine Sache, was ich auch im Seminar erzählt habe, was passiert, wenn du mal 11,5 Meter pro Sekunde läufst. Also ich selber, Depression ist vielleicht der falsche Begriff, aber es geht in so eine leicht depressive Phase, wenn dein Nervensystem, ich sage es auch im Podcast, gefickt ist, dann geht nichts mehr. Das ist der einzige richtige Begriff. Du bist einfach nur Matsche im Hörn.
Du kannst nicht vernünftig schlafen. Und wenn du da halt zu früh wieder antenkst zu trainieren, machst du nichts Gutes. Und damit kannst du dann auch ganz schnell Verletzungen haben. Bestes Beispiel war bei mir 2015. bin ich im ersten Wettkampf in den USA im Vorlauf 10-10, im Finale 10-07, weil zu viel Wind gelaufen.
Da war meine beste H noch 10 Das war Samstag Dann war Sonntag frei Montag ein bisschen Gymnastik gemacht Dienstag ein bisschen Gymnastik gemacht und dann dachte ich Mittwoch machst du ein bisschen Athletiktraining Wir haben damals so eine Skateboard immer mal gehabt also so eine Glutbridge einbeine ich und auf dem Skateboard und mit dem Skateboard wegrollen also leicht exzentrisch Da habe ich irgendwann mal fünf Sätze auf 15 Wiederholungen gemacht, einfach nur mal zu gucken, was so geht. Dann habe ich dreimal drei gemacht und dann bin ich ein Beuger gezerrt. Also war jetzt kein Faserrissen. Drei Tage habe ich schon gut gemerkt und war dann auch wieder in Ordnung. aber das war vier Tage nach 10.07 Sprengen.
Das macht gar keinen Sinn. Aber war halt so. Und wenn du jetzt an so einem Tag vielleicht Speichsinn gezogen hättest, dann wärst du dir um die Ohren geflogen und dann bist du erst mal sechs Wochen raus, die Form ist weg und so weiter. Das sind schon Sachen, die stehen in keinem Textbuch und die wissen mit Sicherheit ein paar Menschen auf der Welt, aber nicht allzu viele.
Und glauben wollen es noch weniger. Das ist auch noch ganz wichtig. Und das kann man jetzt deswegen. das ist immer wieder eine Diskussion, die ich mit Alex habe ja, man darf nicht zu viel erzählen man kann alles rausgeben man kann alle kopieren, funktioniert eh nicht das ist eben dieses Fine-Tuning, dass du selber in den richtigen Momenten richtig entscheidest das ist ja auch, ich mache jetzt die B-Lizenz bei dir bin ich Wolfgang Unselt? Nein mache ich das 25 Jahre komme ich vielleicht in die Richtung aber in den 25 Jahren hast du auch nichts gemacht das ist immer so ein bisschen die Thematik es ist so ein komplexes Thema und nach oben wird die Pyramide halt relativ dünn und da rauszufinden, wann sind die richtigen Sachen und dann hast du natürlich unterschiedliche Typen und Übungsauswahl Cueing, du sagst im einen Fußspitze anziehen im nächsten sagst du drückst Knie runter und machst genau das gleiche, aber wenn du im einen das andere sagst funktioniert es nicht und das sind so Sachen, die dann natürlich potenziert auf 11 Meter pro Sekunde ich nehme mal ganz gerne das Beispiel von der Staffel.
Wenn du einen Staffelwechsel hast, hast du ja einen 20 Meter Wechselraum. Wenn es gut läuft, 1,8 Sekunden. In der Zeit läufst du 20 Meter oder der andere läuft diese 20 Meter, in der Zeit übergibst du einen Staffelstab. Da ist nichts mit überlegen und ich gucke mal nach.
Das ist halt Losrennen. Wenn du keinen Hab hörst, was du bei 80.000 Leuten im Stadion machst, ist bei 20 Meter Arm raus. 20 Meter sind 10 Meter. Das ist quasi 10 Meter im Wechselraum. dann ist kurz Herzstillstand, dann merkst du den Stab in der Hand und dann ist ausrasten. Das ist wirklich diese Millisekunden oder diese paar Hundertseite, wo du mit dem Arm draußen bist und denkst, wo ist der Start?
Die sind gefühlt ganz in der Lage. Aber sie sind halt ganz, ganz kurz.
Biomechanische Analyse und das 'Trainerauge'
Und das ist halt Sprinten. Kein Fehler. Also klar, wenn du ein ganz hohes Niveau hast, wie Usain, da gibt es auch dieses schöne Video aus Peking, wo er im Halbfinale, also Peking 15 bei der WM, Halbfinale stolpert er fast, legt sich fast auf die Klappe, gewinnt das Ding halt trotzdem. Und da war er mit im Lauf.
Ich glaube, da war Andrew DeGrasse, also den Vize-Örgänziger ein Jahr später mit dem Lauf dem macht er halt hinten noch Platz obwohl der sich wirklich bei 15 Metern fast auf die Klappe legt auch mal gern googeln für Leute die eine Machtdemonstration sind wollen er hatte noch ein bisschen was im Tank aber grundsätzlich kein Fehler jeder kleinste Fehler und das sind eben wirklich nur Nuancen das sind auch eben so Sachen wenn man schon öfter über ein gutes Coaching-Eye geredet und das sind dann auch Sachen, die jetzt auch durch Technik, zum Beispiel durch Coach's Eye, die App, noch besser werden. Also du musst schon ein extrem erfahrenes Auge haben und das ist in einem Ablauf, du siehst doch, was gut ist oder nicht, aber du siehst die Details nicht und das hier mal beizubringen, dauert halt 15 Jahre und mit einer Slow-Mo Kamera siehst du halt, okay, wo ist der Fußaufsatz?
Wie weit geht die Ferse runter? Wie viel Effizienz oder wie viel Energie verlierst du dir in die Ferse? Wie viel ist der Chin-Angle, ist es ein negativer Chin-Angle oder triffst du eigentlich den Körperschwerpunkt nicht und das ist einfach richtig zu sehen, das ist eigentlich auch eine Sache, die für jeden Trainer extrem wichtig ist und dann die Rückschlüsse aufs Training, aufs Krafttraining über sechs Monate, das ist das, woran wir arbeiten und das ist eine komplizierte Thematik, es ist nicht ganz so leicht zu berechnen wie Krafttraining.
Staffelstrategie und internationaler Wettbewerb
Und mit so Analysen findest du dann raus, dass die deutschen Weltrekordhalter in der Staffelübergabe sind. Das war eine Frage, die ich hatte. Als ich vor 2016 in Olympia in Kienbaum da war, war dieser Vortrag von Dr. Brückwitz zum Thema Übergabe und dann waren so die Zeiten und dann war der Punkt so, hey, die Deutschen sind ja, also wenn quasi der Staffel nur aus Staffelübergabe bestehen würde, dann wäre das eine ganz einfache Goldmedaille.
Das Interview war relativ weit vorne, aber man muss natürlich auch wieder, man darf nicht vergessen, es ist halt auch immer was anderes, ob du halt mit 11,5 Meter in den Staffelraum l oder mit zw wird halt nochmal ein bisschen k Deswegen rennen die halt immer aufeinander auf Das sind kleinste Ungenommerigkeiten sind halt problematisch Bin mir relativ sicher dass uns die Japaner die Goldmedaille im Moment da drin sehr sehr strichig machen w weil die sind jetzt wirklich gerade im Moment ein richtiges Uhrwerk. Noch präziser. Das ist schon, die machen einen richtig, richtig guten Job. Das heißt, seit 2016 haben sie aufgeholt.
Stimmt, Tokio Olympia, das ist ja nicht unüblich, wenn man gerade 2012 London nimmt. Wo dann die UK Track and Field. Wobei, die haben erst danach richtig aufgeholt. Die haben zwölf, sind die im Vorlauf mit einer sehr, sehr guten Zeit im Vorlauf disqualifiziert worden.
Die Engländer? Die Briten, ja. Aber insgesamt die Olympia? Absolut, insgesamt.
Die Ära von Usain Bolt und Yohan Blake
Die Olympia haben ja richtig, richtig Geld investiert. Bei einem Sprint hat es ein bisschen gedauert. Die sind dann eben aber 2017 bei der WM dann mit Europarekord Weltmeister geworden. Und jetzt eben 18, 19 im Doha Vize-Weltmeister nochmal mit Europarekord.
Noch schneller gelaufen und war diesmal nur Zweiter geworden. Wer ist Weltmeister geworden? Jamaika? Nee, USA.
Jamaika ist in dem Jahr nicht mehr ins Finale gekommen. Jamaikas Phase ist vorbei. Klar, du hast immer noch so ein paar Leute, aber in Jamaika hast du, glaube ich, letztes Jahr nicht mal drei Leute unter 10 gehabt im Finale. Nicht mal, wer schön was hätten.
Aber für jamaikanische Verhältnisse, wo es durchaus mal vorkam, dass alle unter 10 im Finale gelaufen sind und du dich halt mit 9,95 nicht mal mehr für die WM qualifiziert hast. Mit 9,95 wirst du jetzt Jamaikanischer Meister. Also im Moment die Usain Era ist vorbei. Johan Blake ist jetzt so die Nummer 2, aber auch Johan Blake ist ein gutes Beispiel. 9,95, 9,96 oder sowas hat er stehen.
Jetzt in den letzten ein, zwei Jahren und eine Bestleistung von 69. Das sind ein paar... Der ist 9,69 gelaufen. Das ist zusammen mit Tyson Gates zweitschnellste und eigentlich ist er 200 Meter Weltrekordhalter.
Das weiß fast niemand. Der ist 1926 gelaufen in Brüssel bei der Diamond League und hat fast drei Zehntel reagiert. Er hat völlig gepennt. 1990 ist das beste. Er ist Weltrekord.
Krass. 26 gelaufen, aber hätte problemlos mit eineinhalb Zehntel reagieren. Das ist eine normale Reaktion. Das ist einfach 1500 zu liegen gelassen bei Reaktionszeit. Das ist eigentlich sehr schnell als gesehen gewesen.
Krass. Das wusste ich auch nicht. Das ist halt die zweistellste Zeit, das kriegt man halt nicht mit. Das ist halt keine B in der Hose Ich kann mich nur noch an Johann Blake erinnern da war Weltmeister wurde als Usain ausgeschieden ist.
Das war meine erste WM, da war ich live im Stadion. Das war schon ein kleiner Schockmoment. Ja, absolut. Aber das war ganz interessant eigentlich.
Das war ja eine schöne Dramaturgie für so eine Karriere. Man war in dem Jahr nicht so gut drauf und Jorn ist ja in seiner Trainingsgruppe auch gewesen und es war halt immer schon so vorher, mal gucken, ob Usain vielleicht überhaupt gar keine 100 läuft, nur die 200 macht, das war schon vorher im Gespräch. Deswegen, das ist so in dem Kontext, das war ein Fehlstart, das war ein echter Fehlstart. Der war zwar viel zu früh, aber der war zu spät, um ein Schauspieler zu sein eigentlich.
Aber so in diesem Kontext war das eine gute Dramaturgie und dann für eine ganze Karriere eine Megadramaturgie. Vielleicht auch so ein bisschen die innere Nervosität, wenn er wusste, wenn die zusammen trainieren, dann wusste er, dass Johan Blake auch schnell rennen kann. Und dann schlagen lassen, das war immer so ein bisschen diese Diskussion dabei. Das ist auch ein schönes Beispiel zum Thema, was passiert unter Stress, das ist auch das Finale im Petling 2015.
Aber Justin Gatlin war ziemlich gut drauf das Jahr und Hussein kam ganz, ganz spät erst in Form. Und dann im Halbfinale, das was ich vorhin erzählt hatte, eben auch noch dieser Strauchler. Das spricht jetzt auch nicht gerade dafür, dass du super confident im Finale bist. Und Gatlin ist schon eine ganz gute Startmaschine und rennt dann ihm vorne weg.
Dieses Video auch gerne mal bei YouTube eingeben. Es gibt diese Slowmotion. Justin Gatlin wirft sich bei 85 Meter ins Ziel. Du siehst richtig, wie der Hals nach vorne geht und so wo ist das Ziel, wo ist das Ziel, wo ist das Ziel? und macht halt technischen Müll und dann läuft Usain erst vorbei und der gewinnt dann halt mit 3-400 zum Vorsprung aber wenn er einfach cool bleibt und durchfremd schlägt dann Usain da an dem Tag, macht er nicht und der ist schon Olympiasieger gewesen 2004, also deswegen diese Fehler passieren immer wieder und dann das allerbeste Beispiel, das dann eben in London als Gatlin dann Weltmeister geworden ist, als Usain und Coleman der jetzt gerade gesperrt wurde, wenn ihr das mitgekriegt habt vierte Misttest verpasst Normalerweise wirst du nach drei gesperrt.
Also war einfach nicht da. Genau immer nicht da gewesen Einmal war er beim Christmas Die anderen dreimal hat er noch geschlafen Nach dreimal wirst du eigentlich gesperrt Das war ganz kurz vor der WM in Doha Und du musst halt innerhalb von einem Jahr, wirst du dreimal nicht angetroffen, wirst du gesperrt. Aber dann hat der Rechtsanwalt argumentiert, du musst drei Monate im Voraus deine Zahlen angeben. Und dieses Angeben, wo du bist, war über ein Jahr her, rückwirkend.
Das heißt, den Fehler hat er damals beim Angeben gemacht. Dadurch, wenn man vom Nicht-Angetroffen-Werden zurückrechnet, ist der Fehler vorher passiert, also zählt er nicht in das Jahr. Und deswegen durfte er in Doha starten. Das war die Argumentation.
Dann wird es da durchkommen. Und dann ist er kurz danach nochmal nicht angetroffen worden und jetzt gesperrt worden. Jetzt geht er gerichtlich wieder dagegen vor. Mal gucken, was passiert.
Aber im Endeffekt jetzt... Vielleicht soll es ein Manager jemanden damit beauftragen. Oder so ein Tracker. Auf jeden Fall, der ist Heimwerdrekord gelaufen in der Halle.
Christian Coleman und dann eben draußen WM-Finale, Usain nicht mehr in der Form seines Lebens, dann 13 Grad und Regen in London, Coleman richtig gut drauf und Gettlund auf Bahn 7. Außen vor, nur noch mit Glück ins Finale gekommen, der war zeitgleich sogar, war glaube ich mit 993 zeitgleich mit dem anderen und der hätte auch genauso gut im Halbfinale rausfliegen können. Aber Gettlund macht auf der Bahn 7 sein Rennen komplett alleine und die anderen beiden, siehst du auch richtig, wie die sich hinten festrammeln und gegeneinander kämpfen und außen Gatlin zivitzt vorbei, 9,92 Weltmeister mit 38 und zieht halt Usain Bolt, wird dann sogar nur dritter und Coleman wird zweiter.
Das ist schon dieses Cool-Belassenheit. Ich habe eh nichts zu verlieren, bin nach außen. Das ist schon mal eine Sache und die beiden battlen sich.
Psychologie der Leistung und 'The Zone'
Dieses cool bleiben, das ist so eine krasse Sache und die gibt es glaube ich auch wirklich, das ist so Champions-League-Finale, 90. Minute, noch ein Elfmeter, damit du weiterspielen kannst. Das ist, glaube ich, so das Gleiche, wie du es in so einem Finale hast. Gerade in der Anfang seiner Karriere hatte Yusein das ja mit offenem Schuh und sich auf die Brust klopfen.
Aber das ist wieder so diese Thematik, das habe ich dir heute schon mal erzählt, aber eben das von Dennis aus unserer Trainingsgruppe. Beim Deutschen Meisterschaftsfinale, das heißt, er ist eine Woche vorher Bestleistung 10.08 gelaufen, im Vorlauf läuft er 10.27. kommt wieder auf den Platz und geht zu Johnny, das wird euch nicht klappen. Ihr müsst es. Ihr müsst es.
Und das ist natürlich so eine Sache. Was war der zweite? Er war 10-09. Dann kam Julian oder Hartmann. 22-23.
Ich glaube, Julian ist dann sogar nur Dritter geworden. Also richtig Abstand. Ja, richtig Abstand. Und von vorne bis hinten durchgelaufen.
Also Julian war bei 30 noch dran oder kurz dahinter. Und dann war weg. Er hat alle 10 Meter gewonnen eigentlich. Und das ist natürlich ein Zustand und den hatte Usain da.
Also nicht, dass du jetzt 10 oder 9 mit Usain vergleichst, aber das ist halt ein Zustand, da weißt du, hundertprozentige Selbstsicherheit. Verlierst du heute nicht. Das erstmal auch dann so cool mitzunehmen, ist natürlich auch eine geile Sache.
Stress der Olympiaqualifikation und emotionale Belastung
In diese Situation zu kommen, das passiert halt auch nicht oft in deinem Leben. Das ist auch ein Moment, den man so genießen und behalten muss, weil es wird ja nicht mehr leichter. Das nächste Mal, dass das passiert, ist dann vielleicht bei deutschen Meisterschaften, aber nicht bei Europameisterschaften. Aber eben diese Coolness im Stressmoment, wo es eben nicht safe ist.
Und das konnte Usain eigentlich, aber eben interessanterweise auch nicht oft genug. Eigentlich immer nur dann, wenn er wusste, ich bin jetzt bei 60 Metern, Meter dahinter. Ja, locker. Weil Usain, wenn er seinen Schritt ausgepackt hat, hat er halt 30 Zentimeter längere Schritte als andere gemacht bei der gleichen Schrittfrequenz.
Und dann weißt du, dass du mit jedem Schritt 30 Zentimeter rankommst. Das ist ein Meter halt nicht viel. aber nicht so trotzdem auf diesem hohen Niveau keine Fehler zu machen cool zu bleiben und eben nicht zu denken auch wieder in der Doku von Asafa Paul da wird das eben sehr sehr schön beschrieben wenn die Kortex, wenn das Großhirn sich einschaltet das ist Mist, wenn du anfängst zu denken es darf nur das Rückenmark laufen das ist wirklich so das klingt komisch, aber in dem Moment, wo sich die Großhirnränder einschaltet machst du nicht mehr alles richtig Da gibt es Co-Kontraktionen, du denkst, Arme, Arme, wenn du sowas denkst, scheiß auf.
Bei mir auch im Endeffekt richtig guten Läufe, bis auf meine Best-Lassen, interessanterweise, habe ich nicht mitgekriegt. In the zone. Ja, in the zone. Das habe ich dir auch mal erzählt.
Meine Olympia-Qualifikation war ja, kann ja ein bisschen auswählen an der Zeit. 2012 war ich ersatzbar bei Olympia. Machst dich warm, machst alles mit. in dem Moment, wo die Jungs ins Olympiastadion reingehen und Olympia laufen gehst du auf die Termine und guckst zu War kein cooles Erlebnis Das hei f mich war 2016 stehst du auf dieser Bahn 15 Mal im bestes Jahr aber schon im Mai ein bisschen Achillessehnenprobleme Beste Leistung gelaufen mit Achillessehnenproblemen, relativ wenig trainiert, aber in der Saison ging das. So, Off-Season, danach kann ich ja vernünftig trainieren. Erste Training, achillessehne, natürlich.
Im Endeffekt konnte ich in der Olympiasaison das erste Mal im Januar wieder schmerzfrei laufen. und eigentlich erst richtig im März und da haben wir ja auch zusammentreten, das haben wir viel Kraft daran gemacht, das hat mir am Ende wahrscheinlich den Arsch gerettet und auf jeden Fall war es so, dass ich dann halt eine Okay-Saison hatte, ich habe mich um fünftausendstel nicht für die Europameisterschaften qualifiziert im Einzelnen, 10.25 war die nur, ich bin 10.25.6 gelaufen, da war ich noch beim Zettel, da habe ich mir das Foto angeguckt und ich so, da war auch nichts mehr zu machen, da war ich auch so, da habe ich schon gut gemessen. da war ich in der Staffel haben wir Bronze-Medaille gewonnen bei den Europameisterschaften kurz vor Olympia also von daher eigentlich alles gut und in meinem Kopf war ich auch, du warst jetzt seit 2013 in der Staffel, ich bin durch aber wir hatten halt eben nochmal in Mannheim das waren so 6 Wochen vor den Olympischen Spielen nochmal ein Abschlusswettkampf und ich war halt in meinem Kopf so fokussiert bei Olympia da ist Topfield und ich hatte diesen Wettkampf, der war für mich unwichtig und ich hatte auch keinen Bock an dem Tag und dann kam Vorlauf und dann saß ich neben Julian und links vor mir saß Platini, ja, der steht Platini Menga, habe schlecht reagiert und die beiden sind im Prinzip bei 10 Meter vor mir gewesen.
Julian läuft in diesem Laufdeutschen Rekord, Platini läuft 10,15 Bestleistung und ich habe bei 80 Metern den Anker geworfen, so heißt das bei uns, also einfach rausgenommen, durchgetrudelt, weil ich dachte, das bringt jetzt eh nichts mehr, und bin 10,48 gelaufen. Dann kommt hinterher der Bundeskinder zu mir, das Winn, wenn du nicht mindestens 10,25 läufst, bist raus zur Olympiastaffel. Und da hat es noch einen Lauf, also zweite Serie, weil kein Finale, sondern nochmal ein Lauf. Und wie gesagt, 10.26 war Season Best.
Und da habe ich nicht vergessen, ich habe zwar eine 10.13 Bestleistung, aber 10.25 bin ich in meinem Leben vorher viermal gelaufen, fünfmal. Und das war so eine Dreiviertelstunde von der Ansage bis zum Lauf. Und dann weiß ich auch noch, im Nachhinein hat mir das Reuel Schmidt aus meiner Trainingsruppe erzählt, meinte in dem Moment, in dem ich da in den Startb gelaufen bin und er mir Gl w wollte ich habe den ignoriert und er meinte so Sven in dem Moment hatte ich echt Angst vor dir Da war wirklich so ich habe mir das erzwungen da habe ich mir glaube ich die Zone den Flow wirklich erzwungen Das war wirklich, das war, jetzt sind hier vier Jahre Training und nochmal Olympia, das ist zu weit, also wäre jetzt 21, also wäre nicht gewesen.
Du willst in dieser Bar stehen. Und dann bin ich in den Block, bin gerannt. Ich weiß, dass ich irgendwie bei 60 Meter die Augen zugemacht habe. Warum auch immer.
Ich habe jetzt einfach nur durchgeprügelt. Augen zugemacht, Augen wieder aufgemacht. Merkt, fuck, du brauchst noch 20 Meter. Also durchgerannt, reingeschmissen, 10,24. das war das war wirklich die stressigste Situation in meinem Leben und da war wirklich das war so eine Situation, da habe ich Versagen gab es nicht, konnte nicht sein und dann, also da war noch 1,8 Rückenwind waren im Vorlauf aber auch also hätte, also aber es hat exakt gepasst und dann konnte ich halt auch bei Olympia laufen bin dann bei Olympia auch meine zweitschnellste Zeit ever gelaufen also bin eine Handgestoppt, nicht Handgestoppt, ausgewertet eine 906 also 100 Meter Fliegen sozusagen gelaufen ich bin in Moskau 2013 mal 904 gelaufen, also das war dann schon, zu dem Zeitpunkt war ich dann wirklich topfit das war an dem Tag auch da, also da sieht man auch manchmal, was Psychologie machen kann, aber das war so anstrengend, also das strengt mich heute noch an, wenn ich das erzähle und ich habe auch nach Olympia erstmal 6 Wochen nichts gemacht, da habe ich auch 7 Kilo verloren du siehst ja heute auch, ich bin eigentlich relativ, ich habe mich eigentlich eher ein bisschen hochgefressen, viele Shakes, aber das war so anstrengend, das war emotional und das war wirklich so anstrengend, erstaunlich einfach.
Und das sind so Facetten, warum mich Sprint auch so fasziniert, weil du natürlich auch diese psychologischen Komponenten hast und normalerweise eben so ein Rennen durchzuprügeln funktioniert nie. Hat es funktioniert. Ich will nicht Fehler gemacht, das war gut. keine andere option maximale inflexibilität absolut war es gab keine option au 10 25
Unvergessliche Rennen: Weltmeisterschaften in Peking
was war das eine rennen oder so im nachhinein sagst nach 17 Jahren Sprint das ist das eine die 80 Menschen mit Jamaika und China im Finale Ja, jein. Also das war auch was. Das Schaffel, das Team, einzeln war der Vorlauf meiner Weltmeisterschaft, auch in Peking. Das war eigentlich, meine Meinung nach, das beste Rennen meines Lebens.
Ich bin aber 10, 31 gelaufen. Also ich bin im Vorlauf gewesen mit Christoph Lemette, der schnellste Weiße aller Zeiten, mit Anso Jogbo Gwana, der vier oder fünf Tage später Brose gewonnen hat, über 200 Meter, mit Tyson Gay, zweitschnellster Mensch aller Zeiten, mit Nicol Eschmi, der das Jahr davor die Diamond League gefunden hat und noch mit Kramer Heyman, der eine Bestellung von 998 hat. Ein ordentlicher Vorlauf. Bei der Werbung gibt es halt neun Vorläufe und die ersten drei qualifizieren sich direkt und die anderen über die Zeit.
Und ich bin dann im Lauf vierter geworden, also kein großes Q. Und das war der einzige Lauf mit ordentlich Gehingwins. Minus 1,4. Und ich bin 10,31 gelaufen, Christoph Lemaitre 10,27 direktes Q.
Und vorne Nicol Eschmid und Tyson Gay sich direkt qualifiziert. Ich habe Kramer Heyman klar geschlagen. Und gegen Christoph Lemaitre bin ich im gleichen Jahr, zwei Monate vorher auch gelaufen. Da bin ich 10,50 und er auch 10,27 bei gleichen Bedingungen gelaufen.
Und jetzt halt 10,31 zu 10,27. Das war wesentlich besser von mir. Dementsprechend bin ich da 10.31 bei 1.4 gegen Wind gelaufen. Alle anderen Läufer hatten 0 oder der eine Vorlauf hatte sogar plus 2.
Das heißt, bei 0 Wind wäre ich wahrscheinlich Richtung 10.15 oder sowas gelaufen. Damit wärst du über die Zeit auch weitergekommen, so bin ich rausgeflogen. Aber das war auch Flutlicht. Mein einziger Weltmeisterschaftseinzelstart.
Du stehst in deinem Block auf 80.000 Leute. Gut, die interessieren sich da nicht so richtig für dich in dem Moment. Aber ich weiß auch noch, dass ich hinterher der ZDF-Kommentator meinte, Klipper, sie haben so in die Gegend gestarrt. Sie haben den Moment aufgesaugt.
So bin ich mitgekriegt. Aber offensichtlich, das waren schon extreme Momente. Das ist schwer zu erklären. 80.000 Leute, da sind 30 Grad, abends um 21 Uhr. Das ist ein geiles Feeling.
Von daher ist es eigentlich der Lauf, wo ich sage, das war der beste Lauf und es passt leider wieder ein bisschen zu meinem vierten Platz. Das hast du dieses zu meiner Karriere, zumindest im Einzelnen. In der Staffel habe ich eigentlich nie, also ich habe eher über-performt als unter-performt, aber im Einzelnen habe ich es zu oft nicht gut hingekommen, aber da habe ich eigentlich keinen Fehler gemacht. WM-Staffel war auch vierter.
Zweimal. Du solltest mal erzählen, wie viele vierte Plätze du insgesamt hast, da könntest du so ein Ding ausmachen. Aber es ist ein markantes Merkmal. Most Force Plates ever.
Für den Platz, oder? Top-Four-Sprinter. Man muss immer dazu sagen, wir sind 2013 Vierter bei den Weltwirtschaften geworden. Das war der beste Platz in der Staffel seit 1983 und dann 15 normal.
War schon ganz, ganz ordentlich. 83, da hat die DDR noch richtig gute Sprinter. Es gab ja 60, hat Deutschland Gold gewonnen in der Staffel. Ich glaube, es hat 30 Jahre nicht überhaupt noch eine Medaille gehabt. Also bei Olympia auf jeden Fall nicht.
Naja, auf jeden Fall, die beiden Sachen waren schon richtig gut. Gerade Peking dann eben, heute sind 80.000 Leute. Und auch in einem Jahr, wo viele in unserem Team verletzt waren, also auch da in diesem Finale haben wir keinen Fehler gemacht.
Staffelmechanik und zukünftiges Potenzial
Im Vorlauf war auch spektakulär. Da haben wir den Japanern zu verdanken, dass wir im Finale stehen. Die Japaner gefühlt jeden Tag Staffelwechsel gemacht haben vorher. Und in einem Tag das war halt zwei Tage vor dem Lauf haben wir die halt gesehen und dann sind halt zwei von den guten mit dem Eisbecker am Hamstring zum Bus gelaufen Da haben wir schon gedacht jawohl Und dann sind wir im Vorlauf mit den Japanern gewesen sind halt in einer halben B gelaufen Also zwei von den sind rausgeflogen.
Und da weiß ich auch noch, dann haben wir zwei katastrophale Wechsel gehabt, weil wir dafür mal nicht vergessen, Peking, eben so ein Riesenstadion, da hast du diesen Stagger, das ist auf Deutsch, dass du, also Bahn 1 startet auf der Nulllinie, aber die anderen sind ja versetzt. Und durch diesen Kurvenradius startest du bei der 4x100 Meter Staffel schon fast auf der Geraden, auf der Gegengraden so ungefähr. Das ist extrem versetzt. Und wenn du in der Staffel stehst, misst du ja deine Füßchen aus, wo du deine Marke hast, wenn der anlaufende Starter, in dem Fall Julian, über der Linie ist, laufe ich los.
Das ist ja das, worüber wir uns eben Ablauf sehen, also du rufst dir ja nicht zu, jetzt lauf mal los. Hörst du nichts. Das heißt, du hast diese Marke und dann wenn der da rüber rennt, rennst du los und guckst halt nicht nach hinten, das was ich vorhin schon mal gesagt habe. Und bei uns war es jetzt halt so, dass die Brasilianer hinten von uns standen und der Brasilianer stand einfach mit seinem Arsch vor meiner Marke.
Ich sehe die Marke nicht. Das heißt im Endeffekt, durch die Flucht habe ich quasi Julian gesehen, Julian war weg, da muss die Marke sein und bin losgerannt. Das ist halt der EM-Vorlaub. Und da bin ich halt auch, habe früh einen Arm raus und habe das nicht ein bisschen Geschwindigkeit.
Ich bin wahrscheinlich zu einem guten Zeitpunkt losgelaufen, aber halt einfach nicht die Eier gehabt, richtig wegzulaufen. Dadurch sind wir ziemlich aufgelaufen, relativ schlechter Wechsel, dann war mein Wechsel auf Alex Kusenko ganz gut und dann war Platini so nerv im Vorlauf dass der mit dem falschen Fu losgelaufen ist Der stand quasi mit dem rechten Fu vorne und hat den vorderen Fu erst angehoben und dann wieder runtergesetzt und dann auch wieder voll aufgelaufen Normalerweise bist du im WM-Finale da raus, aber wir haben uns dann irgendwie mit 38,50 als Dritter ins Finale gemogelt, hatten eins der wenigen Male wirklich einfach Schwein und im Finale sind wir dann halt wirklich komplett fehlerfrei.
Das war, glaube ich, für das Leistungsvermögen, da war nicht viel mehr drin. Julian ist überragend angelaufen mit 10,32 in der Kurve. Ich bin dann 10.07 gelaufen. Alex war ziemlich gut drauf und Platini dann hinten 9.25 auf Schluss.
Und dann sind wir mit 38.15 Vierter geworden. Waren am Ende 200 zur Bronzemedaille. Also die Amis sind dann auch diskreditiert worden. Erst waren wir Fünfter, dann waren wir Vierter.
Aber da haben wir uns wirklich gar keinen Fehler anmerken lassen. Und das war auch so eine Sache genau in diesem gleichen Moment. Ich glaube, wir auf der Gegend geraten. du hast den Start, du kriegst halt nicht mehr mit in dem Moment, wo du den Start übergibst dreht wirklich die Lautstärke auf und dann hörst du erst dann weißt du, wie laut das ist, das ist so krass also das ist wirklich dann fällt dieser ganze Druck ab, weil das ist immer so bei mir zumindest, ich glaube das ist bei jedem so du hast halt diesen Start, du übergibst den und denkst dich, jawohl, du hörst jetzt nicht was er haut dann fällt dir ein bisschen Druck ab das ist so der erste Moment ja, voll nicht, du hast keinen Fehler gemacht und dann schreist du halt dann halt, lauf!
Du siehst ja auch nichts, das ist ja auch, gerade der Gegenrad ist eigentlich total undankbar. Du bist erst als Letzter im Ziel, das heißt, wenn du gewinnst, haben die schon 40 Fotos gemacht bevor du da zukommst und umgekehrt du musst halt wirklich einmal dann das ganze Stadion laufen und du siehst halt nichts Du wartest also guckst dann von hinten wenn sie sich freuen ist gut aber wenn du halt irgendwie im Pulk reinkommst wei eh keiner was ist Und dann guckst du l du zur und guckst ganz einfach auf der Ansteigetafel was ist was ist was ist Das sind unruhige, unsichere Minuten, Sekunden wahrscheinlich.
Aber das sind schon krasse Erlebnisse, die ich nicht missen will. Crazy. Absolut. Aber ist gut.
Und davon muss mehr kommen. also nicht bei mir als Trainer diese Kernmotivation, ich möchte 999 produzieren oder auch das wieder, du bist ein Statistik-Fan wenn wir die Zeiten, die Deutsche schon gelaufen sind auf ihren einzelnen Positionen mit den Wechseln, die wir auch schon gemacht haben dann, deutsche Rekords ist 38-02 kommen wir auf 37-65 das war bis vor drei Jahren war das noch am Europarekord. Also wenn wir mal die Leistungsfähigkeit, die wir schon haben, am richtigen Tag zusammenbringen, kann man den deutschen Rekord schon mal richtig runterbringen. Und mit 38, selbst mit 37, 80 bist du auf jeden Fall erst mal im Olympia-Finale und dann am richtigen Tag kannst du halt auch mal ganz weit vorne mit dabei reinrutschen, weil auch im Finale machen, das ist das, was ich vorhin erzählt habe, die anderen machen halt auch Fehler, wenn es um Druck geht.
Die machen die machen auch Mist. Alright, das war's für Teil 2. Weiter geht's im dritten Teil.