Einführung und die Mechanik der Werbung
Ich bin Wolfgang Unselt und willkommen zur neuesten Episode von meinem Podcast. Heute zu Gast Friedrich Dromm. Schönen guten Tag, hallo. Miteigentümer und Gründer der Try-No-Agency, einer Berliner Werbeagentur.
Wie funktioniert Werbung? Interessante Frage. Ich glaube, Werbung funktioniert so, dass du es schaffst, dass jemand fühlt, dass es klug wäre, etwas mit dir zu machen. Das klingt jetzt irgendwie, das klingt einfach, aber eigentlich tatsächlich, das Gute von schlechter Werbung unterscheidet, was man auch mit Kunden, ich meine, wir machen ja sehr viele Startups, die teilweise selber noch gar nicht so genau wissen, die zwar ihre Features kennen, aber die selber noch gar nicht wissen, was die Leute eigentlich davon haben.
CBD war gerade ein schönes Beispiel. Du musst dich halt mehr darauf konzentrieren, was dein Gegenüber davon hat. Als die Werber angefangen haben, da kommt das Ganze her, wie viele Sachen aus dem Krieg. Was auch kein stehendes Heer gab, sondern Leute rumgezogen, haben Leute angeworben und denen haben gesagt, pass mal auf, wenn ihr hier rüber geht und hier mitmacht und schnappt euch so eine helle Bade, dann passieren ganz wundervolle Sachen.
Und ihr kriegt halt irgendwie, weiß nicht, Jungfrauen und Geld und Beute und all so Zeug. Und das basiert ja auch darauf, wenn ich gesagt habe, kämpfen ist ganz arg toll oder die helle Bade ist so und so lang und das ist jetzt total super oder du kannst dir irgendwie einen schönen Hut aufsetzen, sondern du musst da mit dem Benefit eigentlich reingehen. Lange Rede, kurzer Sinn, wie funktioniert Werbung? Du musst tatsächlich verstehen, was der Benefit deiner Dienstleistung oder deines Produkts oder deiner Marke oder deiner Person für dein Gegenüber ist.
Quasi welchen Wert vermittelst du und dann kommunizieren, dass der andere versteht, was er davon hat. Genau, das sind die zwei Ebenen, die ich daran meine. Der andere muss es eigentlich fühlen, weil eigentlich kommt erst das Gefühl, also wenn du jemandem nicht vertraust, dann kann der lange rationale Gründe haben. Du bist ja auch verheiratet.
Wir könnten bestimmt post-rationalisieren, warum wir die Frau geheiratet haben und warum deine bzw. meine Frau die beste Frau der Welt ist. Am Ende geht es aber um das Gefühl und das Vertrauen. Das kannst du schlecht über rationale Argumente herstellen. Wenn die kognitive Dissonanz zu groß ist, das was du wirklich beobachten und messen kannst, zu sehr von dem abweicht, was du fühlst, dann kann das am Ende zum Problem führen. wie funktioniert gute Werbung du musst halt genau das Gef erzeugen also in der Regel Gef von Vertrauen oder halt positive Gef die du dann noch mit Argumenten hinterlegen kannst
Identifikation von Kundenbedürfnissen und Vorteilen
Und dazu, um den Benefit für jemanden rauszuarbeiten, musst du halt erstmal eigentlich gucken, was demjenigen eigentlich fehlt. Und das ist ganz, wir haben bei Apple irgendwie relativ viel gelernt, das war eigentlich ganz spannend, draußen, bevor wir so eine Kampagne gemacht haben, wie wenn du kein iPhone hast, hast du kein iPhone, Hatte niemand das wirklich zwingende Bedürfnis, dass es sofort tot umfällt, wenn er nicht ein Smartphone gehabt hätte? War es noch geil, wenn du so ein Motorola-Club-Handy irgendwie hattest oder ganz viele Knöpfe auf so ein Blackberry? Bevor du nicht irgendwie rausgefunden hast, was das eigentliche Bedürfnis ist, die Leute haben nämlich vielleicht was konvergenteres zu haben oder was einfacheres zu haben oder eine intuitivere Bedienung, konntest du auch gar keine wirklich erfolgreiche Werbung machen.
Das musst du wahrscheinlich auch kennen von deinen Konten. Das Wichtigste ist aber erstmal zu verstehen, was ist denn das eigentliche Ziel? Und ich kann mir ganz gut vorstellen, dass häufig das, was die Leute sagen, was ihr Ziel ist, eigentlich nicht 100% konkurrent ist mit dem, was ihr wirkliches Ziel und was ihr wirkliches Kernbedürfnis dahinter ist.
Fitnessziele versus emotionales Wohlbefinden
100%. Das, was man am häufigsten hört, grundsätzlich als Trainer ist, ich will Körperfett verlieren und oder Muskel aufbauen, oder anders formuliert, dünnere Beine, flacher Bauch und so weiter. Am Ende vom Tag das eine, das fast alle wollen, außer Leistungssportler, über das aber fast niemand redet, ist, jeder, der kommt, jeder, der seine Ernährung ändert, jeder, der trainieren möchte oder sein Training ändern möchte, will am Ende vom Tag nur eins sich einfach besser fühlen. Die absolute Mehrheit der Trainierenden sind wellnessorientiert, ob man das jetzt zugibt oder nicht, der Nummer eins Grund, warum jemand seine Ernährung optimiert, warum jemand einen flacheren Bauch möchte, warum jemand dünnere Beine möchte, warum jemand ins Training geht ist, weil er sich dann besser fühlt.
Und die einzigste Ausnahme ist Leistungssport, wo es nicht darum geht, sich gut zu fühlen, sondern wo es darum geht, Leistung abzurufen. Und gerade Leistungssport auf hohem Niveau ist seltenst Wohlbefinden gepaart mit Höchstleistung. Das soll es ja auch nicht sein, aber wenn du jetzt einen original darwinistischen Begriff von Fitness zurückgehst, also warum fühlst, und das ist ja spannend, das machen wir ja auch, du musst halt sehr oft Warum fragen. Warum willst du dünnere Beine oder warum willst du weniger Körperfett haben?
Irgendwann, wenn du ein guter Coach bist oder eine Werbeagentur haben willst und nicht nur Berater sein möchtest, dann musst du auch aufhören, wieder warum zu fragen, weil das dann vielleicht an unangenehm Bereichen haben. Am Ende des Tages, was heißt Fitness? Du kannst deine Gene in die Folgegeneration weitergeben Dazu geh dass du wahrscheinlich nackt besser aussehen kannst Dazu geh bestimmt auch bestimmte Performance aber wie du sagst nicht in so einem Leistungssportler
Werbung als angewandte Kunst und Verkaufswerkzeug
Bei uns ist es natürlich auch so, dass die Leute häufig sagen, wir wollen halt Geld verdienen. Wir wollen Sachen verkaufen. Und das ist aber eigentlich ganz interessant bei Werbung, gerade bei Werbetreibenden. Sehr, sehr häufig ist auch das nicht, also wir können mir das vorstellen, Wellness ist ein Wohlbefinden, dazu gehört aber auch ein ganzes Stück Eitelkeit, was erstmal nicht schlecht ist.
Das ist ja nicht schlimm, das ist ja eine der menschlichsten Eigenschaften überhaupt. Und das ist ja eigentlich für uns ganz häufig so, du musst halt sehr genau unterscheiden, was ist eigentlich Kunst und wann will der Marketing treibende, der Marketingmanager oder der Auftragger, wann will der eigentlich Kunst machen? Und damit die Leute für den Max gut zu ihm hingehen und sagen so, hey, du bist aber ein cooler Typ und ich weiß noch nicht, für welches Produkt du geworben hast, das war ein wahnsinnig lustiger Spot. Und das ist sehr spannend, dass wir dann tatsächlich häufig als Agentur oder zumindest als Trino Agency da hingehen müssen und sagen, naja, am Ende machen wir doch Werben, um Sachen zu verkaufen.
Das ist eigentlich ein ganz anderes Grundverständnis. Wenn früher die Nürnberger Bäckergilde zu Albrecht Dürer gekommen ist, hat er gesagt, pass auf, mal mal die Bäckerbrezel golden an. Da hat er auch nicht sich lange angestellt, man hat gesagt, nee, ich würde jetzt aber ganz lieber anders einmal, ich will auch keine Brezel machen, ich will halt was ganz anderes hinhängen. Oder wenn Leonardo da Vinci zum Papst hingegangen ist und die Sixtinische Kapelle auszumalen, Er hat ja auch gesagt, du, das ist ganz schön, wie du dir das vorstellst, in so einem blauen Himmel.
Aber wir haben gerade Krieg mit Spanien. Indigo, der Grundstoff für die Farbe Blau, kommt aus Spanien. Das ist einfach zu teuer. Mal da doch bitte ein paar Figuren rein.
Und dann, so malst du dann halt Gott und den Adam rein. Also was wir halt machen, ist, gute Werbung hat so ein bisschen was zu tun mit Kunst. Ist aber selber keine Kunst. Ein Künstler benutzt Leinwand und Farbe, um der Welt seine Idee zu verkaufen.
Werbung benutzt eine Idee, um Leinwand und Farbe zu verkaufen. Das sind ähnliche Bestandteile, aber es sind ein bisschen andere Zielsetzungen dabei. Das ist ein bisschen was wir machen, was auch Werbung tatsächlich ausmacht, dass man sich das erstmal klar macht, warum man das Ganze tatsächlich tut. Und das berührt sich, dass er, wie gesagt, beim Training tatsächlich auch, warum kommen die Leute eigentlich wirklich her.
Beim Training, In den seltenen F ist es so dass ich die Warum so h stelle aus dem gleichen Grund wie warum es in der Werbung nicht notwendig ist zu viel Warum zu fragen sondern nur wenn mir das Ziel klar ist ist es nicht so dass ich der bin dass es notwendig ist dass der Kunde das Ziel verstehen muss Also auch wenn der Kunde sagt, hey, ich will 10 Kilo verlieren. Mir klar ist, du willst 10 Kilo verlieren, dass du dich besser fühlst. Das ist nichts, was ich zwangsweise kommunizieren muss, sondern mein Ziel ist am Ende vom Tag, ihm zu sagen, was er tun muss, um sich entweder die 10 Kilo zu verlieren oder eben sich einfach besser zu fühlen.
Das ist bei uns relativ ähnlich. Darum sind wir beide keine Priester geworden. Das ist ja keine Predigt, sondern ein Beratungsgespräch.
Zielgruppen und psychografisches Clustering
Trotzdem natürlich, wo es bei uns halt ein Stückchen weitergeht, wenn du halt versuchst, gerade wenn es um Sachen geht, die sich an heterogene Zielgruppen wenden. Häufig wird es ja eine möglichst große Masse ansprechen oder kannst du sogar selber noch, wenn du sagst, über Word of Mouth oder so, kriegst ja ein paar Leute irgendwie ran, wenn du jetzt mal wirklich ein Millionenpublikum erreichen willst, ist es ja häufig gar nicht mehr so einfach, dass du nur sagst, es geht nur noch um Wellness oder es gibt noch einen Benefit dabei. Und das ist eigentlich so das Spannste bei unserem Beruf, rauszuführen, was der gemeinsame Nenner bei den unterschiedlichsten Leuten ist.
Du musst ja, ich weiß nicht, ob du das Sinusmilieus kennst, ich glaube, das war jetzt sogar die Brigitte, diese Magazin, diese Zeitschrift, der Verlag hat irgendwann mal in den 60ern, glaube ich, gesagt, eine Zielgruppe nur über soziodemografische Faktoren, also alter Haushaltsnettoeinkommen und so weiter zu greifen, bringt da nicht so richtig viel weiter. Also stellen wir uns vor, The Prince of Wales und Ozzy Osbourne sind beide gleich alt, die sind beide Engländer, die haben beide ein unähnliches Haushaltsnettoeinkommen, die sind trotzdem sehr, sehr unterschiedliche Menschen. Die haben auch sehr unterschiedliche Bedürfnisse, die kleiden sich ganz anders, die haben eine ganz andere Markenwelt, die sie umgibt.
Insofern haben die dann versucht, das eher psychografisch zu klastern. Und das Sinus-Milieu ist der erste Versuch zu sagen, was unterscheidet denn den Hedonisten vom konservativ Etablierten. Und so muss ich dir das vorstellen. Das sieht tatsächlich aus wie ein Gehirnschäbter, du hast so verschiedene Blasen, die jeweils irgendwie 6%, 15% der Bevölkerung irgendwie abbilden.
Das wurde jetzt sehr stark weiterentwickelt mit so Limbic Maps und so weiter. Das ist dann sehr lustig, muss ich dir das vorstellen, wie so Dschungeldörfer. Jedes von dieses Milieus ist wie so ein Dorf, das seine eigene Genualogie hat und seine eigenen Kodizes und seiner eigenen Rituale und seiner eigenen Markenwelt drumherum. Die einen tragen so Perlorringe und sagen, nee, die Welt wurde so geschaffen.
Der große Rabe hat ihn ins Meer fallen lassen und die anderen. So Tunnelohrringe, das war die große Schildkröte, die hat die Welt gemacht. Und die sind natürlich gar nicht miteinander kompatibel, denken sie tatsächlich. Und das Spannende wird dann, wie schaffst du es denn, über diese Stammesgrenzen hinaus tatsächlich so zu kommunizieren?
Weil nur dann hast du ja tatsächlich was, ein iPhone haben jetzt Leute, die unterschiedlichsten Bedürfnisse haben. N26-Accounts sollten eigentlich auch, sollten auch für die unterschiedlichsten Leute attraktiv irgendwie sein. Und das ist eigentlich das Schöne, was verbindet denn halt die Leute tiefergehend. Und da musst du dann halt ein bisschen nach dem Warum fragen.
Was ist denn das, was dir am krassesten gerade nervt? Und das ist auch so, dass so viele Werbetreibende falsch abbiegen. Die kommen von sich selber und sagen, wir haben so ein wahnsinnig, wahnsinnig geiles Produkt gebaut. Das muss die Welt ja eigentlich lieben.
Und da lohnt es sich dann aber nach dem Warum zu fragen. So geht dann eine gute Werbung, die tatsächlich was verkauft. Und das irgendwie schafft, die Features, die Eigenschaften dieses Produkts mit den Bedürfnissen, den Needs der Zielgruppe in tatsächlich Benefits zu überführen. Also in eine Formel gebracht wird in vielen Worten.
Nimm deine Features, vergiss sie ein Stückchen weit, fang eher bei den Needs der Zielgruppe an. Und was du kommunizieren kannst, sind hinterher Benefits. Das ist eigentlich so, in Kürze gesagt, ob du jetzt einen Titel irgendwie machen willst für eine Vortragsreihe oder ein Produkt benennen willst. Vergiss nicht, die Leute sehr eitel sind, aber stellen ihre eigene Eitelkeit ganz, ganz hinten an.
Aber die kauft dann keiner.
Das iPhone-Beispiel und globales Marketing
Das ist ein cooler Punkt. Gerade mit dem Beispiel iPhone, wenn du sagst interkulturelle Differenzen in der Werbung. Es gibt tatsächlich extrem wenige Produkte, die wirklich in verschiedensten Kontinenten, Kulturkreisen usw. funktionieren. Und iPhone ist definitiv, das iPhone funktioniert in Asien, wie in Nordamerika, wie in Südamerika, wie in Europa.
Total, das ist eine moderne Faust, Kai. Und auch da war es tatsächlich so, was du adaptieren musstest, das ist ja eigentlich ein ganz schönes Beispiel gewesen. Das war für uns auch so ein bisschen ein Umdenken. Wenn du die ersten iPhone-Werbespots anguckst, das war ein Telefon vor Weiß und eine Hand, die Pinch, Swipe, Tap gemacht hat.
Das war nicht Giselle Bündchen, die irgendwie rosa angemalt, nackig aus einer Transall gesprungen ist und dabei auf dem Elefanten geritten ist oder so. Das war ja auch ein Telefon vor Weiß. Das ist eine ganz andere Art von Kreativität. Das bringt uns aber eigentlich sehr, sehr gut auf den Punkt, was wir da gezeigt haben und wo es aus jedem Markt dann halt eigene Teams gehabt die dann ausgew haben Sehr sehr langer Prozess Welche Apps sind denn so dass das Leben sich wirklich zum Besseren ver f die Leute Das ist das warum du das haben kannst Das kann irgendwie alles sein Das kann ein Boarding Pass sein das kann eine Kalorienanzeigen das kann ein Training sein Das ist das ultimative Konflikt.
Das kann eigentlich tatsächlich alles sein, was du dir wirklich wünschst. Rauszufinden, was die Leute sich wünschen in den unterschiedlichen Märkten. Das war eigentlich die große kreative Challenge dabei. Und das war tatsächlich,
Digitalisierungsrückstand in Deutschland
Deutschland hinkt ja tatsächlich weit hinterher. Deutschland Platz 34 von 35, was die Digitalisierung in Europa angeht. Okay, wer ist auf Platz 35? Griechenland.
Okay, wer ist auf Platz 1? Ich meine die UK, wenn du jetzt noch zu Europa dazugehörst, dann kommen glaube ich die Niederlande, dann kommt Estland, Litauen, Lettland. Soll ich... Ist Deutschland eine Digitalisierung so weit hin?
Das hat unterschiedliche Ursachen. Ich glaube, was die Statistik angeht, kann man tatsächlich nachgoogeln, nagelt mich nicht darauf fest, aber Deutschland ist auf Platz 34, das weiß ich sicher und England ist sehr, sehr weit vorne und dann kommen tatsächlich die ganzen baltischen Staaten. Das nur mal gesagt, ich bin kein wahnsinniges Lexikon. Warum ist Deutschland so weit hin?
Ich glaube, es wurde extrem vernachlässigt, da rein zu investieren, allein in die Infrastruktur. Ich bin zu meiner Familie nach Amsterdam gefahren, bin zu meiner Familie meine Frau, kam ich von Düsseldorf, ein Zug eingestiegen, hinter mir stieg ein Pärchen ein, sie war Deutsche, er war Engländer, es gibt ja kein WLAN im Zug. Das ist ja ein deutscher Zug. Das ist so Standard, wo man denkt, jedes andere Land, da würde es halt nicht gehen, Das fehlt halt einfach so an der technischen Infrastruktur.
Dann kam aber, glaube ich, auch noch dazu, dass die Deutschen das Volk sind, dass halt meine Urgroßmutter halt irgendwie dreimal im Laufe ihres Lebens ihr komplettes Vermögen verloren. Erst mal Kriegssatzlzeiten von dem Ersten Weltkrieg gezeichnet, das war nicht so richtig gut. Dann kam irgendwie die Hyperinflation. Dann kam halt irgendwie die Lebenssinn der DDR irgendwie, wo sie es wieder miterlebt hat.
Auch der Umgang mit Daten. Also es gibt kaum ein Volk, was sich so dagegen wehrt, tatsächlich auch was von sich preiszugeben und sich so schnell so bespitzelt fühlen. Ich muss mich mal vorstellen, die Staatssicherheit war, glaube ich, einer der größten Geheimdienste, die es jemals gab, von 17 Millionen Leuten in der DDR, aber keine Ahnung, war es eine Million irgendwann mal zu irgendeiner Zeitpunkt mit dabei. Und ich glaube, das prägt tatsächlich schon das kulturelle Bewusstsein so ein bisschen, dass die Leute sehr, sehr schwer tun hier damit.
Also Zurückhaltung und Beständigkeit sind schon deutsche Tugenden. Die Frage aus meiner Sicht gerade im technologischen Bereich ist, inwieweit ist es von Vorteil, zum jetzigen Zeitpunkt der Digitalisierung sogar hinten ranzuh Gerade wenn ich beobachte nicht nur die Fitnesswelt sondern allgemein was online passiert Die Lebenserwartung eines Businessmodells oder die Lebenserwartung einer Technologie ist extrem kurz Voll
Erfolgsraten von Startups und das richtige Timing
Inwieweit macht es Sinn? Ich kenne die Statistik aus dem Business. Wenn wir uns Online-Business anschauen, First Mover, also quasi die Ersten, die ein gewisses Segment besetzen, haben eine Erfolgswahrscheinlichkeit von 7%. Versus Improver, die quasi die zweiten, dritten, vierten sind, die ein gewisses Segment besetzen, besetzen, haben eine Erfolgswahrscheinlichkeit von 48%.
Uber waren nicht die Ersten, die versucht haben, Taxis online zu machen, aber Uber sind definitiv die. In Berlin gibt es sie mittlerweile schon. Bis sie in Stuttgart ankommen, dauert wahrscheinlich auch nicht mehr lang. Das haben wir ja auch gesehen.
Wir haben jetzt in den letzten Journal Agency gegründet, ich glaube 2012. Seitdem haben wir durch so 170, 180 junge Marken begleitet. Und da siehst du genau das. Längst nicht alle davon schaffen das.
Die wenigsten werden dass irgendwie Unicorns wie WN26 oder wir kaufen ein Auto. Und wenn man jetzt die Faktoren sich anguckt, die wirklich dazu beitragen, die Idee, Funding, die Technologie dahinter, das Team dahinter, ist glaube ich einer, der entscheidet tatsächlich wirklich das Timing. Also ich komme zu früh rein, das erleben wir immer wieder, dass Leute ankommen, eigentlich haben sie das nächste YouTube, sie sind da einfach aber so früh dran. Gerade in Deutschland ist man häufig sehr viel zu früh dran, das erleben wir dann tatsächlich, in den Staaten gibt es das ja tatsächlich in der Form schon, oder UK funktioniert das ja schon.
Unterschiede im Supplement-Markt: USA vs. Deutschland
Supplements war eigentlich ein schönes Ding. Vor vier Jahren ungefähr kamen alle an und wollten Supplement Brand machen. Ich will jetzt keine Namen nennen, soll keine Eigenwerbe- veranstaltungen sein, meine Kunden bezahlen mich jetzt auch gerade nicht dafür. Aber wir haben eine Menge, es kam jede Woche welche an, die einen Businessplan hatten, Supplements zu machen.
Und dann so Zahlen auch aufgerufen haben und gesagt haben, ja gut, aber den Start nimmt doch jeder, kenne ich von mir selber, noch ist er zur Schule gegangen und jeder, der im Varsity-Team war, mit 15, hat halt mindestens drei verschiedene Supplements genommen. Egal, ob jetzt Kugelstoßer waren oder... Aber wenn du in den USA anschaust, gerade das Thema Supplements. Jede Mall hat einen GNC, das ist ein General-Tischen-Center.
Jede Mall hat einen Supplement-Laden und der ist recht unspezifisch und breit aufgestellt. Während wir in Deutschland gibt es in jeder Stadt ein, zwei Supplements-Läden, die nicht breit aufgestellt sind, sondern die einzig allein, diese Fitness, Bodybuilding, 16 bis 24, männlich, schiengefahren. Absolut. Aber das meine ich eben, da wird es halt sehr, sehr spannend.
Da kommen wir wieder zu den Needs-Zeiten irgendwie zurück. Während das so gelernt ist, in den USA beispielsweise, du bist ja nicht krank, sondern es geht um tatsächlich ein Performance und das ist ganz normal, das ist tats ein Supplement zu deinem harten Training und zu deiner Ern da besch du dich schon mit 14 oder 15 bist einfach weil es zum Teil wenn du sp mal auf eine Ivy League Schule gehen willst dann musst du halt ein guter Footballspieler sein. Für sehr, sehr viele ist das der einzige Weg, diesen Aufstieg zu schaffen, weil nicht jeder hat irgendwie Eltern, die Bock haben, da eine Viertelmillion für hinzublättern.
In Deutschland ist es halt ganz anders. Da brauchst du das tatsächlich gar nicht. In Deutschland sind es halt Pillen, wenn du krank bist. Oder Pulver.
So zumindest war das noch und das merkt man jetzt auch. Das findet natürlich auch ein Schiff statt. Aber das war so ein bisschen, dass einige von den Businessmodellen haben es nett geschafft, weil die einfach viel zu früh dran waren und viel zu ambitioniert herangegangen sind und dieses ganze Wissen schon vorausgesetzt haben. Und ich dachte, naja, wir überspringen mal die erste Phase, wir gehen halt gleich irgendwie in die Mitte der Gesellschaft, was tatsächlich so gar nicht richtig funktioniert.
Wie viel Prozent derer, die du begleitet hast in den letzten fünf Jahren in dem Segment, gibt es noch, beziehungsweise? Von den Supplement Brands tatsächlich eine. Die sind wahnsinnig erfolgreich. Und wie viel waren es insgesamt?
Wir haben bestimmt sechs oder sieben, haben sich im weitesten Sinne, nee sogar mehr. Zehn, fünfzehn Prozent haben es geschafft. Circa. Du sagst eigentlich in der Startup-Wert ungefähr genauso wie in Hollywood.
Ein Hollywood-Studio hat früher zehn Filme produziert, einer davon war im Box-Office wirklich ein Hit. Ähnlich ist in der Startup-Wert tatsächlich auch. Und das hat unterschiedliche Faktoren. Timing ist sicherlich eine Geschichte dabei.
Dann kommen wir auch zu Sachen rein, wie wirklich, als nächstes würde ich fast sagen, wirklich Vanity, also wie eitel bist du denn? Wie sehr denkst du denn, du kannst Leute wirklich umerziehen irgendwo hin? Und wie sehr nimmst du dir wirklich die Zeit, ihre tatsächlich nie zu verstehen und dich auch selber zu beschränken? Also
Fallstudie: Foodspring und Marktpositionierung
die, die es geschafft haben, Foodspring zum Beispiel, sind wir auch eigentlich, wenn du den Markt einkommst, was heißt denn Positionierung? Positionierung heißt eigentlich, ich weiß nicht, Positioning, sondern No-Sitioning. Was genau würdest du denn nicht machen? Und genau wie du gesagt hast, guckst du den Markt an, noch als früher eigentlich nur Player wie MyProtein oder so.
Das war alles Doppel-Bizeps-Pose, 8-Pack, ein unerreichbares Ideal eigentlich und das war damit interessant für ein sehr, sehr kleines Milieu eigentlich von Leuten. Zwar altersübergreifend würde ich wieder sagen, aber du musst schon einen extremen Bodybuilding-Komplex haben, du musst schon irgendwann extreme Machtlosigkeit physischer Form erfahren haben, damit du sagst, ich will wirklich in diese Nische durch rein oder du bist Leistungssportler oder so ähnlich gelagert. Das ist ein extremes Nischenprodukt. Wo wir eigentlich hingegangen sind, haben gesagt, okay, gerade weil solche Produkte ein bisschen ein negatives Image haben, das fühlt sich an wie Chemie, das fühlt sich wirklich an, das ist kreativ. eine Nahrung.
Das ist nicht Foodspring, also kein Nahrungsmittel, nicht mal ein Nahrungsergänzungsmittel, das ist eigentlich eher eine Ecke Medizin. Das ist in der Ecke, zumindest im deutschen Bewusstsein, das ist eigentlich eine Ecke Doping. Ich würde das nicht kommentieren, aber so, dass wenn du die Benchmarks angeguckt hast und halt irgendwie die Marktforschung, die du dir anschaust, viele Leute fühlt es sich eigentlich eher so an. Ihr müsst auch in der Produktinnovation und allem, ihr seid eigentlich die Guten darunter.
Ihr seid eigentlich die Bio-Company. innerhalb dieses Marktes. Edeka, Bio-Kompany, eigentlich eher so eine Geschichte. So haben die das dann auch gemacht, die Jungs. Sehr, sehr schlau, das erste Sojaprotein aus Deutschland, damit der Grundwasserspiegel nicht irgendwie in Schwellenländern noch weiter fällt, weil jetzt Soja angebaut wird und der Regen weiter für abgeholzt wird.
Und das ist ja mal eins von vielen, vielen Beispielen. Das hat sich für die extrem ausgezahlt. Haben gerade, glaube ich, an Mars verkauft. Okay. eine neuseelische Molkereikette mit da drin, wo sie halt wahnsinnig gutes Weidemilchprotein irgendwie gemacht haben.
Letztes Jahr haben sie einen Exit gemacht und überlegen sich gerade neue Sachen. Das ist die eine von zehn. Ungefähr eine von zehn. Und die anderen neun sind halt.
Teilweise hätte man es schon voraussagen können, weil einfach nur die Hypothese, dass man sagt, der Fitnessmarkt wächst oder der Trend zur Selbstoptimierung ist halt irgendwie da. weltweit mag das immer stimmen, dass viele von unseren Kunden, wir sitzen ja in Berlin-Mitte und wir den Leuten aber sagen, Deutschland ist nicht Berlin-Mitte und auch nicht München-Schwabing oder Schanzenviertel oder die zwei Straßen hier in Stuttgart, wo die Leute dann halt irgendwie wohnen, sondern unser Job ist eigentlich vielmehr ein Übersetzer-Job, aus dieser Welt raus zu übersetzen, sodass meine Schwester, die bei Hannover wohnt, dass die das versteht, oder Stefans Bruder bei Ludwigsburg, Da stecken wir mal mit Gründer.
Das sind eigentlich immer so unsere Badge-Markets. Würde die das interessieren? Verstehen die das? Ist das für die überhaupt relevant?
Und da biegen viele Leute, glaube ich, falsch ab, weil die einfach sagen, wir wollen nur, dass unsere Kumpels im Soho-House, die auch auf der WHU waren oder irgendeiner anderen Business School, dass wir vor denen halt gut dastehen. Das ist ein bisschen kurz gedacht häufig. Ein Zielgruppe vorbei. Oder ein Bedürfnis vorbei.
Ein Bedürfnis vorbei. Also mangelnder Fokus.
Polarisierung und Aufmerksamkeit in modernen Medien
Ich glaube, in der Fitnesswelt ist es eigentlich auch ganz schön. kennst du ja auch, man braucht halt in der Beschr erst zeigt sich der Meister Wenn du alles f alle machst und irgendwie noch eine Wellness und hier noch eine Sauna und da noch was rein und tausend Ger aber dann auch Crossfit und noch einen Kampfsportgym, machst du halt gar nichts richtig. Je größer die Zielgruppe, desto kleiner die Zielgruppe. Absolut, wenn für alle Leute alles bist und für niemanden irgendwas. Ist auch schön, wie geht gute Werbung?
Du musst halt polarisieren. Das muss nicht immer nur krawallig irgendwie sein. Es muss nicht nur eine Publikumsbeschimpfung sein, das denken dann auch viele Leute. Als Künstler hast du es hart in der Gesellschaft, du bist meistens eher sensibel und dann rächst du dich halt damit und bestimmst die Leute.
Das verkauft in der Regel nicht so viele Sachen. Ausnahmbestätige in der Regel. Aber auch wirklich genau sagen, eine Kampagne, die 20% Fans hat und 80% Ablehnung, ist deutlich besser als eine, die 100% Leuten einfach egal ist. Weil die löst halt keinerlei Handlungsimpulse aus, sondern flackert einfach so vorbei. wenn du eine halbe Sekunde Zeit hast, ich hoffe, wenn du dir einen Pre-Roll hier anschaust, ja, das geht dann halt 5 Sekunden, danach kannst du es wegklicken.
Wie viel Prozent der YouTube-Pre-Rolls, diese 5-Sekunden-Clips werden weggeklickt? Hast du keine Statistik? Ich habe keine Statistik, aber viele, viele, viele, viele. Ich kann auch keine offizielle Statistik, was überhaupt veröffentlicht ist.
Müssen wir da einfach reingucken. Sagen über 90 Prozent. Und das ist natürlich auch da wieder, das zeigt eine gute Mischung, also ist die Aussteuerung der Medien so erfolgt, dass du überhaupt mit einer Zielgruppe in Kontakt trittst? Bedürfnis hat, was die Marke bedient.
Und dann ist es aber auch tatsächlich so spitz und so positionierend halt irgendwie auf den Punkt gebracht, dass die Leute innerhalb von drei Sekunden maximal, eigentlich besser von einer Sekunde verstehen, okay, was ich eingangs meinte, ich fühle, es wäre klug, wenn ich mich weiter mit dieser Sache beschäftige.
Der aktuelle Stand der Fernsehwerbung
Und was anderes kannst du eigentlich auch nicht machen, was anderes kann auch Werbung nicht tun. Also Sports, man sagt immer, Fernsehen ist halt irgendwie tot, die Deutschen gucken immer noch dreieinhalb Stunden Fernsehen, eigentlich sogar noch ein bisschen mehr. In welcher Zielgruppe? In der er die Geld hat.
Klar merkt man es natürlich schon nur vom Markt, dass die ganzen großen Häuser, dass TV heutzutage Total Video bedeuten muss. Dass so Videocontent auch in andere Kanäle ausspielen muss. Nach wie vor sind, also gerade die Deutschen, auch David hat ein bisschen Sonderrolle, die gucken auch wahnsinnig viel lindigeres Fernsehen. Klar gibt es da nichts.
Die ältere Zielgruppe, ich habe vor kurzem mitbekommen, ich habe einen kunden der von gro versand handel arbeiten wir haben dar geredet die bauen jetzt nur einen Online Und ich war so wie ihr baut jetzt einen Online Wir haben bis jetzt noch keinen Online gehabt Und ich so, wie kommt die Bestellung? Über 90% der Bestellung via Telefon. Ja, absolut. Schickt einen Katalog raus und dann natürlich, klar, unsere Zielgruppe ist 50+.
Wer von der Zielgruppe 40- bestellt via Katalog. das ist alles online und am besten nicht mal online Desktop, sondern online mobil. Total, total. Aber da hilft es ausnahmsweise die Soziodemografie anzugucken, wie alt der Durchschnittsdeutsche tatsächlich ist. Also das ist tatsächlich eine Geschichte unserer Gesellschaft und wenn du das noch korrelierst mit Mediennutzung und auch Barvermögen, das ist eine sehr, sehr interessante Zielgruppe.
Was ist das deutsche Durchschnittsalter aktuell? Gut über 40, 43 oder so, dachte ich so. würde ich das so schätzen. Vermögensverteilung ist definitiv weiter oben. Was sehr, sehr gut funktioniert, mit so einer Plattform wie MacMarkt zum Beispiel.
Klar, buchen viele Leute dann irgendwie auf Spartensender was ein und versuchen das online zu machen. Für die funktioniert ganz klassisch einfach nur, geh zum ZDF und lass da einen Werbespot laufen, gerne noch mit Leuten, die deutlich 40 plus sind. Mach das Ganze möglichst authentisch, also möglichst wenig dokumentarisch. Das ist tatsächlich nachweislich das, was am allerbesten funktioniert, wo du die größten Markenbekannter kriegst und auch tatsächlich die meisten, was ich gerade, also versuche jetzt mal Immobilien, die man zu finden, der seine Immobilie irgendwie zu verkaufen will, da generierst du am meisten Kontakte, am meisten Action wirklich.
Das heißt, Fernsehen ist nicht tot, sondern Fernsehen ist am Sterben. Es stirbt und es wird noch 30 Jahre weiter sterben. Es wird ein sehr, sehr, sehr zäher, langer Todeskampf werden. Für mich einer der Momente, wo ich dachte, Fernsehen, langsam ist vorbei, war so vor 6, 7 Jahren.
Wenn ich mich richtig erinnere, war es um die Weltmeisterschaft Fußball und durch die Sender gesappt. Und dann war ProSieben, war kurz nach 8 Uhr. Und dann kam eine Werbung für Proteinpulver. Und dann hat die Stimme gesprochen und dachte ich, Moment, die Stimme kenne ich.
Und dann war es so, okay, fuck, das ist Fritz. Und da war so Punkt Nummer 1, Werbung für Proteinpulver im Fernsehen, kurz nach 8, auf ProSieben. Das wäre vor 15 Jahren, 10, 15 Jahren unzahlbar gewesen. Und dann okay dann habe ich kurz dir geschrieben der Chef der Agentur spricht das Ding selber genau da habe ich dir geschrieben hey was ist los wie funktioniert das jetzt auf einer Proteinpool weil Werbung auf ProSieben kurz nach Acht macht und wieso sprichst du das Ding selbst?
Und dann war im Endeffekt, deine Antwort war, okay, wir haben das Gesamtpaket gebaut und Werbung im Fernsehen funktioniert einfach mittlerweile, dadurch, dass quasi Werbebudgets aus dem Fernsehen abgezogen werden.
Performance-Marketing und Agenturmodelle
Das Gute ist, du kannst Fernsehen immer noch wahnsinnig gut messen Du kannst es besser messen als jemals zuvor. Also was du sagst, vor 15 Jahren, niemand hätte ja ernsthaft gemessen, wie viele Leute um 20 auf 15 das neue Danone-Joghurt aus der C-Klasse kaufen. Das wäre anders technisch nicht wirklich möglich gewesen. Und es wäre auch den Werbungstreibenden gar nicht in den Sinn gekommen, jetzt genau sowas zu messen.
Heutzutage ist das ganz, ganz klar, dass du gucken kannst, wie viele Leute machen dann sieben Minuten, nachdem das Ding innerhalb der nächsten sieben Minuten Spanne, öffnen die auf ihrem Second Screen, halt, gehen hier auf die Seite, wo es besagtes Proteinpulver oder was anderes gibt. Und bestellen. Oder öffnen es zumindest nur. Das sind Sachen, die können wir mit Werbung, wenn du die erste Conversion geschafft hast und auf der Seite bist, danach können wir es auch noch mittelbar beeinflussen, was dann passiert oder andere Faktoren wie Pricing und so weiter das Produkt auch selber greifen.
Das ist bestimmt irgendwie ein Faktor, warum das auch gar nicht mehr so uninteressant ist. Das andere ist natürlich, dass das Agenturmodell sich auch ein bisschen wandelt. Also wir halt gemerkt haben, Agenturenverkaufen seit 100 Jahren Stunden, die verkaufen halt Zeit. Und darum war das Spiel immer, du musst versuchen, möglichst viele Leute auf die Payroll zu bringen, um möglichst viele Stunden dem Kunden in Rechnung stellen zu können.
Heutzutage, was eine globalisierte Welt ist, mehr Vergleich gibt, erschließt sich nicht mehr jedem Kunden zwangsläufig, warum er im Monat 15.000 Stunden für drei Headlines bezahlen sollte. Sondern es hat viel, viel Performance getriebener. Man sagt eben auch, das ist ja auch ein bisschen unser Ansatz gewesen. Wir verkaufen keine Stunden, wir verkaufen keine Headlines oder TV-Spots oder Ideen, was wir am Ende verkaufen, ist halt messbare Performance.
In Sachen Markenbekanntheit, die erstmal nötig ist, weil wenn du keine Sau kennst, dann ist es auch schwierig. Also viele Kunden kommen auch zu uns und sagen, ja, wir wollen nur Performance-Werbung, wo wir dann auch sagen müssen, wenn du dich zum ersten Mal irgendwo vorstellst, machst du immer Image-Werbung mit. Und du stellst dir jetzt vor, du kannst jetzt nicht erwarten, dass sich jemand einfach kauft, ohne dich zu kennen. Das funktioniert halt nicht so ganz.
Insofern, beide Sachen kannst du tatsächlich auch wirklich messen. Ist Social Media Werbung nicht messbarer? Zumindest einfach messbarer, weil du alles auf dem gleichen Kanal hast, direkt siehst, was wurde geklickt. Du hast alles auf dem gleichen Kanal.
Also technisch kannst du natürlich andere Kanäle ausmessen. Schwierig ist natürlich eine Conversion von einem Plakat beispielsweise zu messen. Wie groß gibt es da Richtwerte aus Erfahrungen? Wenn jetzt um 20.05 Uhr Werbung X für Produkt X kommt, welchen Anstieg an Website-Klicks habe ich in den folgenden 10 Minuten?
Das kommt sehr auf den Sender, auf das Produkt, auf die Marke an. Das ist schon bekannt oder auch nicht. Was ist ein guter Prozentsatz basierend auf den Erfahrungen? Gute Prozesse ist, der Server bricht zusammen.
Das ist tatsächlich ein paar... Das ist tatsächlich ein paar Mal. Passiert tatsächlich. Das ist auch schon ein paar Mal passiert.
Also gerade für Produkte teilweise, wo du eigentlich noch nicht mal eine Nullmessung gemacht hast, weil die noch gar nicht so lange am Markt waren. Nimm sowas wie Geschenkideen oder halt auch so ein Foodspring und solche Geschichten. Das sind eigentlich ganz schöne Beispiele. Wenn du tatsächlich von Null kommst, das kennst du ja aus dem Training auch, wenn jemand kommt, der noch nie in seinem Leben was gemacht hat, kannst du mit Basics in der ersten Zeit halt einen Progress machen, den du danach eigentlich gar nicht mehr reinholen kannst.
Und das ist tatsächlich so, dass du sagst, da musst du wirklich gucken, wer ist denn genau deine Zielgruppe? Ist sie 40 plus oder ist sie nicht 40 plus? Ich würde jetzt nicht hingehen und sagen, du musst jetzt zwangsläufig Fernsehwerbung machen, wenn du jetzt ein Jugendprodukt hast. Das würde ich wahrscheinlich von abraten.
Auch, wie gesagt, TV echt als Total Video zu begreifen. Denn Video ist ja auch ein Social Media was wir mit der Informationen rüberbringen, wird genau das Mittel der Wahl tatsächlich. Also das machen wir tatsächlich. Klar können wir jetzt noch einen Aufsatz darüber schreiben und sagen, die Leute lesen das jetzt irgendwie durch.
Und bestimmt gibt es auch jemanden, der das Transcript von dem Podcast jetzt reinlesen wird. Das sind aber nicht so wirklich doll viele Leute, würde ich sagen.
Der Aufstieg von Audio und Podcasts
Und ein interessanter Punkt ist da mit den Podcasten, die war auch das erste, die letzten zwei, drei Jahre selber hier gehört und dann in Betracht gezogen, einen zu machen. Und jetzt erst vor ein paar Wochen den ersten gemacht. Und einer der Punkte auf dem Weg dahin war die Aussage, dass es das erste Mal in der Geschichte der Menschheit ist, dass das gesprochene Wort größere Reichweite und größere Relevanz hat als das geschriebene. Voll, absolut.
Bücher, war der erste Weg, quasi die Masse zu verbreiten und dann definitiv das Internet. Der nächste Schritt und jetzt haben wir Radio und Demand in Form von Podcast mit deutlich einfachem Zugang Was halt mein Job als Copywriter wie das auf Englisch hei halt deutlich eine sch Herausforderung ist an der man wachsen kann Ich glaube, was wir auch beobachten, ist, die Leute können auch gar nicht mehr so viel lesen. Dadurch, dass sie nicht mehr so viel lesen, lesen sie deutlich langsamer. Du merkst auch eine Rechtschreibung tatsächlich aus der ganzen E-Mail-Kultur, die dazu geführt wird.
Von Leuten, die an Universitäten waren, kriege ich aber auch Sachen, wo meine Deutschlehrerin aus der 8. Klasse gesagt hat, mein lieber Freund. Bestenfalls sind drei Minus eigentlich mehr so eine Fünf. So wird es nichts.
Was lustig ist, du musst halt deutlich kürzer schreiben. Und das Gute ist, wo sich alle Schriftsteller einig sind, es wird Lincoln zugeschrieben, es wird auch Goethe zugeschrieben, hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich weniger geschrieben. Stephen King on Writing, der zweite Draft muss immer 30% kürzer sein als der erste, weil der beste Tipp, den er hier vom Verlag gekriegt hat, wo seine Skripte abgelehnt wurden. Und das finde ich eigentlich sehr, sehr spannend. noch kürzer, noch mehr die Sachen auf den Punkt zu bringen.
Und da habe ich dieses No-Sitioning-Prinzip. Jeder hat eine To-Do-List, die wenigen Leute haben eine Not-To-Do-List. Aber die Sachen, auf die man verzichtet, werden eigentlich noch wichtiger, je mehr Angebot eigentlich da ist.
Die 'Via Negativa' in Training und Business
Eine der kommenden Episoden einer Monologe wird mehr Erfolg im Training durch die Via Negativa, quasi den Ansatz, anstatt Dinge hinzuzufügen, Dinge wegzulassen. was ein deutlich einfacher Weg ist, um zum Erfolg zu kommen. Anstatt darauf zu fokussieren, das ist das, was mich zum Erfolg bringt, was schwierig planbar ist im Training. Andersrum zu sagen, das sind Dinge, die dafür sorgen, dass ich keinen Erfolg im Training habe. Was viel einfacher zu identifizieren ist, Beispiel nicht zu schlafen oder nur fünf Stunden zu schlafen, ist definitiv etwas, weiß jeder.
Das heißt, wenn ich Erfolg im Training will, anstatt mich auf Details zu konzentrieren, muss ich mich darauf zu konzentrieren, nicht wenig zu schlafen. Das ist tatsächlich einer von den Speeches, die ich auch immer gemacht habe. Where not to win the pitch. Niemand kann dir erzählen, wo du einen Pitch gewinnst.
Der Algorithmus hat ein bisschen viele Variablen. Ich kann dir bei sechs Stellen sagen, wo du auf jeden Fall verlierst, wenn du es da nicht richtig machst. Auch da eher das weglassen und das fokussieren auf die wesentlichen Geschichten. Und das ist ja auch das, wenn wir das zur Werbung zurückbringen, es gab ja schon immer richtig viele Kanäle.
Also als ich gelernt habe, irgendwie in 2000er Jahren, da haben wir von integrierten Kampagnen gesprochen, eine Idee, so ein Nukleus, und den kannst du in die unterschiedlichen Kan ausrollen So viel hat sich eigentlich nicht ge Es gibt halt viel viel mehr neue Kan aber so neu sind die auch nicht Denn ganz ehrlich der gro Unterschied zwischen einer Edgar und einem Rectangle ist ein bisschen in Zentimeterabmessung. Ansonsten stehen da halt Wörter drauf und manchmal gibt es auch noch ein Bild dazu. Und schön ist, wenn die Wörter und das Bild irgendwas miteinander zu tun haben. Ob du jetzt lineares Radio hast oder einfach nur über Auditiv eine Botschaft rüberbringst oder auch was ich mit TV meine, ob das jetzt auf dem Screen läuft und du linear das Ding einschaltest oder es irgendwie als YouTube Pre-Raw läuft oder halt auf einem Social-Media-Kanal.
Das menschliche Gehirn, wo das Ganze reingeht, hat sich jetzt nicht so krass verändert in den letzten zehn Jahren, auch wenn man das manchmal gerne annehmen möchte. Und da merkst du eben auch, du kannst ja nur eine Botschaft richtig rüberbringen zu einer Zeit. Die eine Sache, wenn du eine gute Werbung machen willst, reduziere einfach da die Botschaften, die du rüberbringen willst. Vor allen Dingen die weniger Zeit und die weniger Platz und die mehr störrauschend drumherum ist, desto weniger Botschaften kannst du da reinbringen.
Das ist das Kuriose, wenn Leute ankommen und die in USP die Unique Selling Proposition uns ins Briefing reinschreiben wollen. Sie nicht eine Unique Selling Proposition haben, sondern mindestens ein halbes Dutzend, die teilweise auch noch sich vielleicht entgegenstehen oder die halt völlig austauschbar sind, gerade eben nicht Unique Selling Propositions sind, sondern Selling Propositions. Also wenn man jetzt als kostenloser und ungefragter Ratschlag, wenn du willst, es nicht verkauft in Deutschland, sagen wir mal, es ist online oder es ist nur digital, es ist einfach und es gibt ganz viel. Und damit hast du eigentlich alles gesagt, was den Leuten richtig Angst macht und verhindert, dass sie sie Bock darauf haben, sich weiter mit deinem Produkt auseinanderzusetzen.
Gerade es gibt ja wahnsinnig viele Sachen im Fintech-Bereich, also neue Banken und neue Wege anzulegen. Das ist halt immer ein bisschen hinzugehen und zu sagen, ich habe einen passiven Robo-Advisor. Das ist eigentlich so, als ob du, also niemand mag Roboter, niemand mag Finanzberater. Und wenn du das beides jetzt zusammenbringst, hast du einen Wolfhai geschaffen und sagst jetzt, hey, vertrau mir, Schatz.
Das kann eigentlich nicht wirklich funktionieren. Und da jetzt dahinter zu gucken, was brauchen denn die Leute wirklich, was ist denn was, was sie auch verstehen können, das ist eigentlich einer der schönsten Jobs der Welt. Das ist eigentlich die Frage, ob es überhaupt noch Arbeit ist.
Fintech und Finanzkompetenz in Deutschland
Die Frage, wie weit ist es? Wie weit, oder? Wie weit wird Fintech f die breite Masse relevant Gut w es wenn es das w Denn sonst w einfach sehr sehr viele Leute Oder wie schnell ist es wieder outdated Wenn du uns anschaust von, wenn wir bei Finance und Investmentbanking, das hat im Endeffekt angefangen, indem Kaffee in den USA und Rohwaren in den USA verkauft wurden, bevor sie geerntet wurden und die im Endeffekt den Profit gemacht haben, wenn sie Leute nach Afrika und Südamerika geschickt haben, die dann prognostiziert haben, wie die Ernte wird. Und basierend auf dieser Prognose wurde dann schon mal in den USA vorab verkauft.
Und wenn man dann gut prognostiziert hat, hat man eben besser verkauft als eigentlich geplant, bis hin zu den Hedgefonds 80er, 90er, New York, bis hin dann zu diesem Fast Trading, wo in Millisekunden via Computer gehandelt wird und so quasi kleinste Beträge, die sich dann eben über die Zeit kumulieren, erwirtschaftet wurden, hin jetzt zu der Idee, dass der Roboter, das gibt es jetzt auch schon seit 6, 8 Jahren, dass es die ersten Angebote gibt, dass der Roboter im Endeffekt basierend auf Algorithmen entscheidet, ich investiere hierhin, ich investiere dahin, wo er dann auch schnell genug Entscheidungen zudrifft.
Also eigentlich wäre es für die Deutschen, ich meine, du bist ja auch nicht wirklich repräsentativ, weil wie in vielen anderen Bereichen hast du einfach einen extremen Wissensvorsprung gegenüber dem, ich nenne es mal ganz abfällig, das soll gar nicht abfällig sein, aber der Durchschnittsdeutsche. Also während 43% der Niederländer Aktien als Teil ihrer Altersvorsorge haben, das ist ganz selbstverständlich, dass man auch darüber sprechen kann, so über Fußballergebnisse, über das Wetter, wie machst du denn das, wie sorgst du denn dafür vor? Haben halt 7% der Deutschen Aktien als Teil ihrer Altersvorsorge.
Das mag jetzt ein bisschen raufgegangen sein, aber das war glaube ich die Zeit von 2015. Kann sich vielleicht ein bisschen verändern. Nichtsdestotrotz, man fährt bei Groningen über die Grenze irgendwie und dann hat es plötzlich ein völlig anderes Mindset und es ist total undenkbar, dass man jetzt so als Turbo-Kapitalist irgendwie da rumspekuliert, was ja noch so ein bisschen das Image ist, was sich jetzt aber auch verändert. Eigentlich wäre ein Roboter, der das macht, genau das Richtige für die Deutschen.
Schon Kurt Schuchowski schreibt 1928, ein schöner Aufsatz darüber, warum die Deutschen nicht so Bücher schreiben können wie Abt & Sinclair oder wie Beethoven, weil die nämlich keine Ahnung haben von Finanzen. Ja, auch für heute die Zeit, so ein Film wie The Big Short wird niemals in Deutschland gefördert werden, weil die Deutschen sich immer noch so ein bisschen darin gefallen, wie schon 1929, schreibt er auch mal so, ja dann lässt der Generaldirektor den großen Wagen vorfahren und raucht eine Zigarre, wie das genau funktioniert, wie der Generaldirektor wird, wie so ein Balsack halt eigentlich sich so rein, hat er riesige Finanztransaktionen und seinen Romanen so geschildert, würde in Deutschland nicht passieren, weil die Ablehnung, sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen, bei der breiten Masse einfach noch viel zu ausgeprägt ist.
Das heißt, es fehlt halt, prozentual kann ich das nicht quantifizieren, aber es fehlt bei großen Teilen einfach an dem Wissen, Die wissen gar nicht, was ein ETF ist. Insofern ist ja auch der Versuch, den jetzt viele machen, ein ETF zu verkaufen, von vornherein schon so ein Stückchen weit zum Scheitern verurteilt, weil man den Leuten erstmal das Know-how geben muss und ihnen zu erzählen, was ist denn das überhaupt, so ein ETF. Was ist denn überhaupt ein Algorithmus? Wahrscheinlich muss man wahrscheinlich auch schon damit anfangen.
Image-Marketing before Performance-Marketing. Eigentlich erstmal Education, die Leute echt auf so ein Level zu bringen, so, we reinvented the phone, this is how it looks, das funktioniert. Wenn du ein Smartphone oder ein iPhone-Handhelds. We reinvented Banking würde vielleicht auch funktionieren.
Es funktioniert auch, darum ist N26 eigentlich ein ganz schönes Beispiel dafür, die es eigentlich sehr, sehr gut machen. Aber auch die, um jetzt den nächsten Sprung zu schaffen, müsste man eigentlich sogar Banking nochmal so rephrasen, dass der Deutsche tatsächlich versteht und mag und Bock hat, sich damit zu beschäftigen. Wir haben es hier tatsächlich mit einem, also in finanzieller Hinsicht, sind wir als Deutsche ziemlich illiterate, muss man sagen. wir sind natürlich finanzielle Analphabeten, was es sehr, sehr schwierig macht und komponiert eine riesen Herausforderung. Wo setzt du denn tatsächlich irgendwie an?
Was ist denn der eigentliche Benefit? Was wir gelernt haben, was gut funktioniert ist, dass du wirklich sagst, du musst dich damit nicht beschäftigen. Während du dich um die wichtigen Sachen im Leben kümmerst, um die Umwelt, um deine Familie, um was auch immer dir Freude macht, um dein Training, kümmert sich dieser Algorithmus, dieses Ding, was du dir auf die Seite legen kannst, darum, dass dein Geld richtig angelegt wird. das ist glaube ich momentan so der kleinste gemeinsame der funktioniert da sind die Deutschen auch wieder ganz anders glaube ich als die Amerikaner, also hier ist es nicht ich will gewinnen, sondern es ist eigentlich die Angst vor dem Verlust der Eigenkit-Treiber also was ganz gut funktioniert ist, wer nicht investiert verliert, wenn du hingehst und sagst, du investierst jetzt und gewinnst ist eigentlich gar nicht so die richtige Message wir wissen ja, was beim Training tatsächlich auch so ist also was du sagst irgendwie wei ich nicht ich will es eigentlich eher halten ich will ja gar nicht so aussehen das ist bestimmt auch in verschiedenen Gespr dass Leute so reinkommen Ich will ja gar nicht Das ist mir viel zu viel Das ist viel zu viel, genau.
Nach dem zweiten Training, so wie Arnold möchte ich nicht aussehen. Ja, genau. Ganz easy. Viele wollen es und fast niemand schafft es.
Absolut, absolut. Das ist eigentlich ganz lustig, gerade wenn du international ein bisschen Berufserfahrung gesammelt hast. wie unterschiedlich das doch hier bei uns im Land ist. Ein schönes Beispiel tatsächlich auch das deutsche Mindset wieder und auch das Gedanke am deutschen Wesen soll die Welt genießen. Als ich meine Schwester getroffen habe, die jetzt in Paris lebt, hat von London nach Paris gezogen mit ihrem Mann.
Und ich zeigte ihr ein Video von Greta Thunberg, wie sie da spricht. Und meine Schwester mich fragte, wer ist denn das? Die beiden lesen die Times, die haben sich bei McKinsey kennengelernt, die sind bestimmt nicht bildungsfremde oder Modernisierungsgegner. Aber sowohl mein Schwager als auch meine Schwester hatten die noch nie wirklich bewusst wahrgenommen oder konnten die es ungestützt erkennen, wer das hier tatsächlich irgendwie die komplette, also auf einen sehr, sehr hohen Stellenwert hat.
Anders mit Themen wie Finanzen oder vielleicht auch mit einigen Trainingsthemen, wo du mal in Deutschland sagst, einmal vor einer Woche Sportunterricht reicht vielleicht nicht so wirklich aus, um die Leute dahin gehen zu qualifizieren, dass man gleich da einsteigen könnte, wo man das jetzt international kann. Oder? Hast du da mal Erfahrung gesammelt?
Geschichte der Sportwissenschaft: Von Russland nach Deutschland
Das Interessante, was es Deutschland und Sport angeht, dass sie eigentlich die modernen, praktischen Sportwissenschaften aus Deutschland kommen. Wenn man Sportwissenschaften anschaut, die ersten Sportwissenschaftler sind Russen. Und genau genommen sind es keine russischen Sportwissenschaftler, sondern es waren russische Mathematiker und Physiker, die angestellt wurden, um den russischen Sportapparat zu stärken. Zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs, da kommen die Sportwissenschaften her.
Da waren es die Russen, Krieg mit Waffen funktioniert nicht mehr, deswegen messen sich jetzt zwei Nationen durch sportliche Leistung. unsere Nation ist besser als eure Nation. Wir demonstrieren das, indem wir bei den Olympischen Spielen, die damals eine prima sportliche Veranstaltung waren, euch schlagen, indem wir mehr Medaillen gewinnen. Und so wurden extrem viele Ressourcen investiert in Mathematiker, Physiker. Wir greifen jetzt das Thema Sport wissenschaftlich an und ihr werdet jetzt abgestellt und ihr analysiert Sport mit dem Ziel, Training für Sport besser zu machen, um mehr sportliche Leistung abzurufen.
Daher kommen die Sportwissenschaften. Wenn man so alte russische Texte liest, was die wenigsten tun es ist nicht lesbar Es sind Physiker und Mathematiker die Training schreiben Du brauchst dann halt schon Slider hat Ivan Drago an so Maschinen trainieren lassen Das ist extrem technisiert. Extrem mathematisch, extrem physisch und teilweise auch vom Begriff her ist es so, da hat jemand einfach geschrieben, der nichts mit Training und nichts mit Sport am Hut hat. Und dann waren es die Deutschen in den 70ern und 80ern, die quasi die ersten waren, die angewandte Sportwissenschaften.
Das waren Ostdeutschland und Westdeutschland. Also gerade oftmals DDR-Sport war ein großes Thema, auch mit Kommunismus und Kalter Krieg. Aber auch in Westdeutschland wurde sehr, sehr viel geforscht und vor allem getestet. Und in den 70ern und 80ern waren es dann die Deutschen, die extrem viel gemacht haben, was immer noch recht wissenschaftlich war.
Und dann kam der Punkt, an dem wir jetzt sind, wo es im Endeffekt so 80er, 90er, es waren die Amerikaner, die dann im Endeffekt diese Applied Sport Science, diese praktischen Sportwissenschaften runtergebrochen haben auf, okay, so funktioniert Sport im Alltag. All right. Während es jetzt im Endeffekt, aus meiner Sicht, fängt jetzt so eine Zeit an, wo es zurückgeht zum Wissenschaftlicheren, gerade dank Social Media, hast du diese Science-Based, Evidence-Based, das sind im Endeffekt die, die jetzt wieder einen Schritt zurückgehen und zu sehr hängen bleiben. Aber diese Studie sagt das.
Aber diese Studie sagt das. Nicht, okay, was sagt uns die Praxis? Was sagt das, was relevant ist? Sondern, ah ja, Studie X sagt das, also ist X die Wahrheit.
Okay. Und wo wir da drehungstechnisch im Endeffekt übrig geblieben sind, wir haben im Endeffekt eine Zielgruppe, die Sport ist gut, wenn ich schwitze. Also Grundverständnis für Training ist im Endeffekt bei Null. Sondern die Idee ist, es macht mich müde, ich schwitze, also es ist Sport und gut. es tut weh, das heißt nicht, dass du einen Trainingseffekt hast du kannst barfuß 400 Meter die Straße runterhennen, im Winter das tut weh, das wird auch die nächsten Tage wehtun aber ein Trainingseffekt da ist, dass du weiterhastest, ist nicht gutes Training besteht nicht primär aus, okay es tut weh, es ist unangenehm, ich schwitze das ist natürlich die zweite Gruppe die sich zu sehr in der Theorie verliert, das sind diese 75 Kilo Bodybuilding experten die die powerlifting experten den die kniebeuge von 140 kilo und bankdr von 110 kilo haben und von denen gibt es ja heute mehr als je zuvor klar armchair experts ist wahrscheinlich auch nochmal so ein Treiber dass jeder so eine Plattform hat und dass es sehr, sehr schwierig wird.
Kompetenzaufbau und Eigenverantwortung
Die Frage ist, wo kommt die Kompetenz her? Die Kompetenz, bei Social Media auszuwählen, was wertvoll ist und was nicht, kommt nicht, ich darf, um Social Media zu konsumieren. Absolut. Sondern die Kompetenz aus meiner Sicht kommt daher, sich die theoretische Basis aufzubauen.
Und aus meiner Sicht gibt es zwei primäre wertvolle Wege, eine theoretische Basis zu einem Thema aufzubauen. Das ist Punkt Nummer eins. Ein Thema in Person zu studieren. Klar.
Im Training bedeutet das trainieren. Ja. Oder Personen beobachten oder zuhören, die Ahnung von Training haben und Ahnung definiert als, sie haben praktische Erfahrungen und nachweislich praktische Erfolge. Das ist Ahnung und nicht mehr.
Fünf Bücher lesen, hat er noch keine Ahnung. Und das Zweite, selbst erfahren. Neben dem Aneignen von Theorie, praktisch anwenden, okay, das funktioniert, das funktioniert nicht. Und dann basierend darauf im Endeffekt, das ist meine Basiskompetenz.
Die Basiskompetenz basiert auf dem theoretischen Wissen, das ich mir angeeignet habe, durch Lesen, Zuschauen, Zuhören. In Kombination mit meiner praktischen Erfahrung, die mir gezeigt hat, ich trainiere so, bin ich dadurch stärker geworden, habe ich dadurch Muskeln aufgebaut. Ich ernähre mich so, fühle ich mich dadurch besser. Bin ich dadurch leistungsfähiger oder erreiche ich das Ziel, das ich durch die Ernährungsumstellung erreichen will.
Körperfett runter, Muskel rauf oder fühle ich mich besser, zurück zum Wellness. Und die beiden Dinge erlauben dann im Endeffekt auszuwehren als Kompetenzkreis oder als Basiskompetenz. Was wähle ich aus, was verfolge ich, was hat tatsächlich wer? Du brauchst eigentlich tatsächlich, also um es anders zu, ein Wort zu verdichten, Selbstbewusstsein.
Also du musst eigentlich wissen, wo du selber stehst, wofür du eigentlich stehst, was dich wirklich interessiert, warum du dich mit Sachen beschäftigst und du musst dir das so weit bewusst machen, dass du in der Lage bist, die Sachen dann auch richtig einzusortieren. Wenn du gar keinen Raster hast, wo du es reinpacken kannst, wenn du gar kein Karteikartensystem hast oder kein Ordnungsprinzip, wo die ganzen Informationen reinkommen, macht dich, glaube ich, Social Media nachweislich eher unglücklich. Und du vergleichst dich mit Leuten, die unerreichbar sind. Wenn du jetzt hingehst und sagst, du weißt gar nicht, wo du selber stehst, guckst dir aber jetzt einfach nur die Bilder von Leuten an, die schon seit 15 Jahren halt einfach wahnsinnig hart trainieren.
Vergleich sich jeden Tag mit, ist es relativ sicher, dass du dich sehr, sehr schlecht fühlen wirst. Und das ist genau das Gegenteil von Wellness tatsächlich ist, weil du dich selber gar nicht realistisch verordnet hast und das gar nicht einsortieren kannst Wie lange haben die denn trainiert Was ist denn dazu n halt so auszusehen und einen K von 7 zu haben Und das zieht sich wahrscheinlich durch alle anderen Lebensbereiche durch Du sagst ich bin halt vollkommen wertlos weil ich kann nicht Gitarre spielen wie Keith Richards oder ich kann nicht schreiben wie der oder jener. Ist eigentlich das, was ja eine sehr schöne Sache sein könnte, was du dazu beitragen könntest, dass du dich eigentlich besser fühlst oder auch deine eigenen Progress-Tracks oder halt jeden Tag wertvolle Informationen hast, die dich halt bereichern im Kopf, dass das genau eben nicht eintritt.
Und das ist so ein bisschen eine Sache, die glaube ich auch da, wo viel zu wenig in die Ausbildung, in die Infrastruktur im Kopf investiert wird der Leute, gerade von jüngeren Leuten, um die Sachen halt tatsächlich irgendwo einordnen zu können und erstmal so ein System zu schaffen. Eigentlich eine Bank zu schaffen, ein Konto zu schaffen, auf das die Informationen irgendwie fließen können. So ist es halt so sehr, sehr verstreut und wenn du jetzt anguckst, dass 47% der Millennials in Staaten halt unter Depressionen leiden, ist es nicht unbedingt ein Zeichen von Wellbeing. Vor allem in Relation dazu, dass wir nachweislich, es geht uns besser, wir haben ein höheres Maß an Gesundheit, Wohlstand und Sicherheit als je zuvor, gleichzeitig jedoch noch nie haben die Leute so lange gelebt, noch nie haben die so viel verdient, noch nie war es irgendwie so einfach alles zu konsumieren, was du haben wolltest.
Also noch vor 100 Jahren betrug die Lebenserwartung in Berlin Wedding meines Erachtens irgendwo 35 Jahre ungefähr. Das lag in einer sehr, sehr hohen Kindersterblichkeit natürlich, dass nicht solche Leute gestorben sind, aber auch die Wohnung trocken zu wohnen und in schöne Tuberkulose dabei einzufangen, hat es nicht so dazu beigetragen, dass du besonders lange gelebt hast. Trotzdem war das wahrscheinlich das Glücksempfinden damals ebenso hoch, wenn du die Höhe, also wenn du die Glücksforschung irgendwie anguckst, geht es dir vielen Leuten, in Liberia wohnen, sind die Leute glücklicher als in Ländern, wo sie eigentlich alles haben können.
Sich nur ständig mit den falschen Leuten, aufgrund der falschen Parameter, vergleichen und auch mal sehr, sehr unglücklich sind. Und dann wessen Verantwortung das liegt, diese Kompetenz so ein bisschen zu stärken. Die Verantwortung jedes Einzelnen. Wahrscheinlich, ja.
Das machst du mal schwierig in Ländern, wo man gerne die Verantwortung abschiebt. Irgendwer muss dafür sorgen. Als Trainer bin ich ein ganz großer Fan von Eigenverantwortung. Aus meiner Sicht im Großen und Ganzen funktioniert unter Umständen was anderes, aber für einen Einzelnen funktioniert nur die Eigenverantwortung.
Gerade wenn wir zurückkommen zu Training und Ernährung, das ist relativ einfach sagen ich kann nicht weil fakt ist du kannst nicht weil du nicht willst du nimmst nicht die verantwortung ist ist der Nummer eins Grund warum du nicht kannst Hast du das h so Oder machst du so Compliance mit den Leuten
Die Grenzen von Motivation und Coaching
Ich coache weder Commitment noch Compliance, weil Commitment und Compliance nicht coachbar sind. Statistisch gesehen, Commitment und Compliance von außen zu verbessern, funktioniert nicht. Statistisch gesehen. Das heißt, es gibt einzelne Fälle.
Natürlich baue ich meinen Coaching-Ansatz so auf, dass es einfach ist, Dinge umzustellen. Wenn man Mahlzeit einen Schritt für Schritt, es ist nicht so, dass ich komme und dir einen Zettel gebe und ab sofort drei Minuten nach sieben musst du 185 Gramm Huhn und 3,7 Gramm Mandeln essen und so weiter im Laufe des Tages. Da ist es natürlich extrem schwierig, Compliance zu sein. Ich bin ein großer Freund von Prinzipien und viel Flexibilität.
Am Ende vom Tag die Compliance, das umzusetzen, muss jeder selbst mitbringen. Denn wer die Compliance nicht mitbringt, für mich Zeit und Energie zu investieren, in Compliance zu verbessern, es funktioniert einfach nicht. Hast du manchmal so Fälle, die so ein bisschen modernen Ablasshandeln machen und sagen, pass auf, ich gehe jetzt aber... Mittlerweile weniger als je zuvor, einfach nur über die Selektierung von Kunden und auch das, was ich präsentiere und den Fakt, dass ich relativ wenig Werbung mache und relativ wenig Marketing mache, das heißt, der, der mich findet, der braucht einen relativ langen Weg, um dann tatsächlich zu entscheiden, Kunde zu werden.
Früher deutlich mehr. Und da ist auch oftmals so, ich hole jetzt einen Trainer, dann muss ich ja trainieren. Und wenn ich den Trainer habe, dann ist es ja viel einfacher, Ergebnisse zu erzielen. Ja, aber auch nein.
Denn 100% der Arbeit machst du immer noch selber. Der Trainer macht 7% der Arbeit. Jede Mahlzeit musst du essen, jede Stunde musst du schlafen, jede Wiederholung musst du selber machen. Ich mache nichts für dich.
Das Einzige, was ich mache, ist im Endeffekt Ratschläge zu geben. Ich gebe Rat und für diesen Rat übernehme ich 100% der Verantwortung. Aber im Endeffekt die Umsetzung, einfach zu sagen, ich hole jetzt einen Trainer und am besten noch, je teurer er ist, desto höher die Wahrscheinlichkeit ist, dass ich tatsächlich umsetze. In Theorie hört sich das logisch an, in der Praxis ist es aber nicht so.
Es ist nicht so. Dieses High-Ticket-Coaching zu sagen, ich investiere jetzt richtig viel Geld und dann bleibt mir nichts anderes übrig. Auf vielen anderen Bereichen, das sind wie, ich habe jetzt ein Rennrad für 10.000 Euro, dann bin ich gezwungen diesen Sommer viel Rennrad zu fahren und dann habe ich weniger Bauch am Ende vom Sonnen Wie oft passiert das dann So der erste sonnige Sonntag fahre ich zwei Stunden Rad und dann irgendwann im Sommer ich muss unbedingt nochmal Rad fahren und dann ist es Herbst und Radfahren ist vorbei und ich bin zweimal Rad gefahren. Trotzdem 10.000 Euro Fahrrad.
Das geht bei uns ganz genauso. Leute, die ankommen und sagen, wir haben zwei Namen, wir sind Gründerteam, wir haben zwei Namen im Kopf. Wie sollen wir unser Baby jetzt nennen? Dann gibst du ihnen irgendwie eine Expertise.
Denkt ihr euch doch nochmal welcher aus? kriege ich da richtig viel Geld dafür, dass ihr Name entwickelt. Dann stellst du dir die Sachen vor und sagst, ach nee, lass uns mal doch den nehmen, den wir beim Alpha-GW hatten. Einfaches Business, wahrscheinlich unbefriedigend. Ja, es ist halt schade, wenn Leute dann Radstege ignorieren.
Das ist ja für alle Seiten ein bisschen Zeitverschwendung. Das ist keine Zeitverschwendung, weil sie in irgendeiner Art honoriert wird. Entweder wenn die Radstege ignoriert werden oder das Schlimmste, was einem Ratgeber tatsächlich passieren kann. Da kommt es zum Glück nicht so besonders häufig vor, das sind tatsächlich immer Ausnahmen.
Aber da gerade im Trainingsbereich Eigenverantwortung. Ich übernehme Verantwortung als Trainer dafür, welchen Rat ich gebe. Der Kunde muss die Verantwortung nehmen, diesen Rat umzusetzen. Und wenn der Kunde nicht bereitet oder nicht die Commitment und Compliance hat, es umzusetzen, dann am Ende vom Tag aus meiner Sicht als Trainer, okay, du kannst das Pferd zum Wasser führen, aber du kannst nicht dafür sorgen, dass es säuft.
Und eine der größten Hürden, die ich da sehe, Wie viele gibt es, die motiviert, ambitioniert trainieren und sich ernähren, die ein hohes Maß an Commitment und Compliance haben, aber trotzdem nicht die Erfolge haben? Denn Commitment und Compliance alleine, das ist halt auch nicht für Erfolg. Du brauchst die entsprechende Herangehensweise, Methoden, Systeme, Tools, gepaart mit Commitment und Compliance, die umzusetzen, um zum Ergebnis zu kommen. Und da ist mehr der Punkt, welche Trainierenden gibt es, die Commitment und Compliance mitbringen.
Die wollen aber zum jetzigen Zeitpunkt eben noch nicht den Weg haben oder den Tool zum System, um tatsächlich zu unserem Ergebnis zu kommen. Das ist ein deutlich einfacher und zuverlässiger Weg, als zu sagen, okay, ich bin jetzt der große Compliance- oder Commitment-Coach oder auch das Thema Mental-Coaching ist ja heute dominanter als je zuvor. Die primäre Definition von Mental-Coaching für die meisten ist es, Motivation zu steigern. Und Motivation funktioniert nicht.
Klar. Da gibt es in den USA zu diesen Motivationsseminaren Studien. Eine davon kenne ich. gezeigt, dass so ein Motivationsseminar genau drei Wochen einen Effekt hat, statistisch im Schnitt. Das heißt, du läufst da raus, die ersten paar Tage bist du, Schaka, blühne Kohlen, her damit.
Ich bin ein Gewinner, ich bin erfolgreich, ich kann das und drei Wochen später bist du zurück zur Baseline. Und da ist halt die große Frage, wie hoch ist deine Baseline von Anfang an? Ich kenne auch einige, die schon bei so Persönlichkeitsentwicklungsseminaren waren und Motivationsseminaren waren, die sagen, aber super. Dann sage ich aber, hey, guck mal, wie es bei ihr vorher lief.
Bei ihr lief vorher gut. Das war so ein schönes Wochenende. Viele emotionale Hochs, so ein klein bisschen Schub und ein bisschen so ein Gruppenevent wie jetzt ein Festival oder ein Konzert, was ja nichts anderes ist als geballte soziale Emotionen. Und drei Wochen später bist du halt zurück zur Baseline.
Bei dir ist es aber einfach so, dass deine Baseline schon recht hoch war, deswegen läuft es. Während viele da hingehen und denken, sie verändern jetzt ihr Leben und wenn sie dann ein Seminar besuchen, und dann vier Affirmationen pro Tag aufsagen und sich vorstellen, dass sie das und das erreichen, funktioniert das? Einfach statistisch gesehen, es gibt Untersuchungen dazu und die sind alle sich recht einig, es funktioniert nicht. Das kann doch nicht wirklich funktionieren.
Also auch da wieder sich halt sowas zu beschränken und sich selber so genau kennenzulernen, dass man überhaupt weiß, warum man das macht oder was einer halt irgendwie glücklich macht, das wahrscheinlich ein deutlich g Weg auch bevor man zu einer Werbeagentur oder einem Coach geht sich solche Fragen halt zu stellen und sich da ehrliche Antworten drauf zu geben verbessert wahrscheinlich den gesamten Prozess Warum brauchst du dann vielleicht am Ende auch gar nicht mehr? Dann gibt es trotzdem noch den einen oder anderen, die Hoffnung hat, wenn ich mir jetzt einen Trainer hole oder wenn ich die Programm X mache, dann läuft das von alleine.
Die Suche nach dem heiligen Gral
Die Hoffnung des heiligen Graals, gerade in der Fitnesswelt, das eine neue Programm, die eine neue Ernährung, das eine neue Supplement. Der heilige Gral ist alt und er wird wahrscheinlich nicht in den nächsten zwei Jahren ausstirben. Ich glaube, das sehen Sie mir bei uns tatsächlich auch mal ständig wieder. Was wir machen können, ist die erste Conversion, die erste Hürde, die helfen, die zu nehmen.
Wir können Leute auf eine Seite bringen, gerade bei den ganzen Online-Geschichten, die wir haben. Wir können sich von irgendeinem Kanal, da ist tatsächlich relativ egal, von welchem Kanal du halt um hier kommst. Du musst halt gucken, wo die Leute sich bewegen. Das kann auch von einem Plakat sein.
Wir können die tatsächlich auf deine Seite bringen. Was wir dann halt nett machen können, ist dafür sorgen, dass du ein Produkt kaufst oder dass du dich in eine Marke verliebst oder dass du dich irgendwie abgeholt fühlst. Wenn das Pricing nicht stimmt oder wenn das einfach zu schwierig ist oder dass es einfach gerade auch nichts ist, was du wirklich brauchst oder es einfach nicht zu Ende durchgedacht ist. Das Schlimmste ist eigentlich so Produkte, wo du sagst, haben wir mal auch ein Nahrungsergänzungsmittel, wo du eine Stiftung Warentest rausgefunden hast, dass in der Monatsdosis ungefähr so viele Nährstoffe drin sind wie an einer Erdbeere wenn du sie essen w Also wir k jetzt klar k wir genug Aufmerksamkeit schaffen wenn du dann aber das zweite passiert in der AIDA du dir Informationen holen willst und du findest dann solche Informationen oder das Produkt generell übertriebenes Pricing hat, kann man da genauso wenig machen wie du wahrscheinlich, wenn du sagst, hier ist ein Trainingsplan, weil die Leute trainieren, dann erwähne ich damit.
Der beste Trainingsplan ist nicht viel wert, wenn du ihn nicht umsetzt und genauso umgesetzt, wie umgesetzt werden soll. eine richtige Zeit für die richtige Person. Ein klassischer Trainingseffekt ist, ich hole mir eine Zeitschrift oder jetzt auf Social Media, ich gucke, wie Person X trainiert. Und dann Person X trainiert so, hat irgendwas oder sieht irgendwie aus, wie ich will. Also trainiere ich auch so, dass ich so werde.
Ein einfacher Denkfehler, den jeder, der trainiert, schon mal gemacht hat. Die meisten verstehen relativ schnell, okay, so funktioniert es nicht. Nichtsdestotrotz die Hoffnung, Das ist ja ganz spannend, das ist ja genau das Gleiche, was bei uns halt auch passiert. Also wenn die Leute einkommen und sagen, ja jetzt muss man halt Social Media Werbung machen oder man muss TV-Sport Werbung machen oder man muss halt irgendwie Out-of-Home-Werbung machen oder man muss einen Namen haben, der irgendwie ein Neologismus ist und der darf auch nicht mehr als vier Buchstaben haben.
Das ist eigentlich genau das ganz schön das Bild, was du beschreibst. Ich kaufe mir halt irgendwie eine Flex oder eine andere Zeitung, gucke mir halt irgendwie das Sixpack an und erwarte dass es halt in vier Wochen jetzt genauso ist Also auch da muss man wahrscheinlich ein bisschen individueller vorgehen um wirkliche Ergebnisse zu haben 100 Prozent. Wenn es die eine Werbung geben würde für alles, dann hättest du keinen Job. Wenn es das eine Trinkprogramm geben würde, das für alles funktioniert, dann hätte ich keinen Job.
Oder beide Jobs wären überflüssig.
Schlusswort und persönliche Historie
Individualized Ads ist genauso notwendig wie Individualized Training. Und individualist Nutrition. Das ist ein schönes Wochenende am Sonntag, Digga. Wollt trainieren gehen.
Trainieren, vorher eine Runde Mittagessen. Das tun wir. Vielen, vielen Dank. Es war sehr, sehr schön hier zu sein.
Ich bin glade hier schon seit ich, damals warst du noch Personal Trainer vor, was haben wir uns kennengelernt? Gut zehn Jahre. Gut zehn, ja. Ich erinnere mich, damals warst du mit Mitte 20, warst du Creative Director bei der Stuttgarter Dependance von einer der größten Werbeagenturen der Welt. und du bist Personal Trainer im Puls Stuttgarter Fitnessstudio Schön heute mit dir hier am Mike zu sein Vielen, vielen Dank für das Gespräch Sehr gern, vielen Dank an alle Zuhörer und auch an alle Zuschauer Bis zur nächsten Episode Bis zur nächsten Episode Vielen Dank.
Social Media, Experten und Informationsüberlastung
Die Inflation ist extrem hoch. Gerade bei Social Media, was ich teilweise, dann siehst du durch Zufall. Ich mache bei Facebook gar nichts und bei Instagram. Ich folge eine Handvoll Leute und davon sind es vier, die regelmäßig posten. und ich folge ihnen, weil mich tatsächlich jeder Post, den sie posten, interessiert mich.
Ich lese jeden einzelnen Post. Wenn ich das nicht tun würde, würde ich diesen Personen nicht folgen. Gelegentlich stoße ich dann über irgendwelche Accounts und auf einmal ist da jemand, der 60 Millionen Follower hat und ich habe den Namen noch nie gehört. Wer ist das?
Das ist eben das Krasse dabei, um das tun zu können, um das für dich selber so kuratieren zu können, brauchst du ja schon ein ziemlich solides Fundament von Wissen. Und das ist, glaube ich, was viele Leute irgendwie vergessen, wenn dieses Fundament irgendwie nicht da ist. Darum, was passiert, wenn du dich mit Leuten unterhältst, du sitzt so eine qualitative Marktforschung drin, hast eine Fokusgruppe irgendwie da. Thema Netflix ist da immer ganz spannend.
Fragst die Leute, Disney macht 12 Produktionen im Jahr, in der selben Zeit macht Netflix 700. Die haben einen geilsten Algorithmus, die können ja genau auslesen, wer hier an der Rheinsburgstraße Filme mit Prinzessinnen und Drachen mag und können dann dementsprechend ausrechnen, lohnt sich das, einen Film mit Prinzessin und Drachen zu produzieren. Und wenn ja, als Animationsfilm, können wir jetzt zweite Game of Thrones halt irgendwie machen. Nichtsdestotrotz höre ich dann immer wieder, ja, wir haben das zwar, wir haben uns in den ganzen anderen Plattformen, analog dazu auf vielen anderen, geht eigentlich in jedem Kanal, in jedem digitalen Kanal.
Aber sitzen wir davor, da komme ich abends von der Arbeit, ein Bauchchirurg, also wir reden nicht mit blöden Leuten oder so, die prinzipiell das intellektuelle Kapital fehlen würde, sich zu orientieren. Aber ich komme dann wieder, ich gucke mir das eine halbe Stunde lang an, ich habe überhaupt keine Ahnung, was ich gucken soll. Ich mache einfach wieder den Fernseher an. Also das kriegst du auch, das ist ja auf allen Sachen, das ist ja eine Studie, das heißt, ich lese heute die eine Studie, die dies sagt, morgen lese ich die andere Studie.
Das sieht sich ja durch, zum Glück reden wir nicht über Politik, aber da wäre es jetzt genau das Gleiche mit irgendwelchen Fake Notes. Ich glaube, das richtig kuratieren zu können, da ist einfach schon so viel Kompetenz halt irgendwie voraus, dass es noch ein ganz, ganz schön weiter Weg sein wird, bevor das wirklich eine Masse durchdrungen hat, oder?