Verkauf als Fähigkeit, andere zu überzeugen
Früher fand ich immer auch Verkäufer doof, bis ich dann irgendwie selber in den Vertrieb gewechselt bin, also reingeschoben worden bin. Es ist ja bei ganz vielen Leuten so, dass man sich, es gibt halt wenig Leute, die im Kindergarten sagen, ich möchte gerne Verkäufer werden. Meistens kommst du irgendwo da rein, aber die meisten Menschen realisieren im Laufe ihres Lebens, dass Verkaufen halt egal, was du machst. Es ist ganz egal, was du machst.
Als Trainer zum Beispiel auch, in zwei verschiedene Richtungen, eine entscheidende Fähigkeit ist. Verkaufen bedeutet ja, dass du andere Leute davon überzeugst, was zu tun, was sie von sich aus nicht getan hätten. Wenn du Trainer bist, willst du ja auch jemanden dazu bringen, was zu tun, was er von sich aus nicht getan hätte. Wenn du Lehrer bist, wenn du Arzt bist, in fast allen Themen brauchst du eine verkäuferische Fähigkeit, was wir eigentlich so nicht wahrnehmen.
Das ist ein guter Punkt zu verkaufen im Alltag, gerade das Lehrerbeispiel so habe ich es noch nie gesehen aber am Ende musst du auch den Sch verkaufen warum es gut ist zu lernen warum es Spa macht zu lernen warum es wichtig ist zu lernen Immer wenn du Wissen vermittelst musst du ja erstmal die Leute dazu motivieren dass sie das aufnehmen und dann idealerweise auch umsetzen oder verinnerlichen Und es gibt auch Studien, die sagen, wenn du im normalen Berufsleben bist, also wenn du jetzt nicht im Verkauf arbeitest, du bist ein Projektmanager, Redakteur, Programmierer, was auch immer, ist ein immer größerer Anteil, bist du damit beschäftigt, was zu verkaufen.
Weil du musst ja quasi andere Leute davon überzeugen, in der Firma, Lieferanten, Kunden und so weiter, irgendwas zu tun, was sie von sich aus nicht getan hätten. Sei es irgendwie, die alle für ein Meeting zusammenbekommen, die Ressourcen für ein Projekt zu bekommen, eine neue Idee zu pitchen vor deinem Chef und so weiter oder ein Meeting mit deinem Chef zu kriegen. Eine Gehaltsverhandlung ist natürlich eine klassische Verkaufssituation. Und es gibt so eine Studie, die auch sagt, dass die Leute dann auch sagen, das, was in meinem Beruf entscheidend ist, ob ich vorwärts komme oder nicht, sind eigentlich immer diese verkäuferischen Themen.
Moderne Verkaufsphilosophie und Win-Win-Situationen
Das heißt, die nächste logische Frage ist, wie funktioniert Verkauf? Ja, das ist natürlich nicht so einfach zu beantworten. Ich glaube, dass das Wichtigste erstmal ist, dass du, es gibt in Deutschland eher so ein Bild vom Verkäufer, das ist so ein bisschen schleimig und so weiter. Und das kommt, glaube ich, auch so ein bisschen aus der Vergangenheit.
Ich glaube, dass es auch eher abnimmt. Also in meiner ersten Firma war der Vertriebsleiter, der hatte bei Vorwerk gelernt, also Staubsauger verkauft. Das ist halt ein relativ harter Hardcore-Sales. Und der stellvertretende Vertriebsleiter war von Bertelsmann Buchclub.
Das ist halt auch eher so die harte Schule. Sehr, sehr suggestiv verkaufen. So anhauen, umhauen, abhauen. Aber das verändert sich.
Ich glaube, dass es sich verändert. Und ich glaube auch, dass bei immer, wenn wir jemanden mitnehmen wollen, wo es was Neues gibt, was man noch nicht kennt. Also angenommen, du hast ein Siemens-Telefon und irgendjemand will den iPhone verkaufen. Gut, das hat sich dann später alleine verkauft, das ist aber eine sehr gute Verkaufsgeschichte gewesen.
Wenn du sagst, ja, ich habe jetzt ein Telefon ohne Tasten, würdest du sagen, ey, brauche ich nicht. Das ist das totaler Schwachsinn, was ich mit einem Telefon ohne Tasten das heißt da ist immer das verkäuferische gefragt weil du denen ja quasi eine neue welt mitnehmen mussten man sagt ein verkäufer hat eigentlich immer die aufgabe den status quo des kunden zu challengen weil der kunde sagt ja ich bin eigentlich so wie es ist bin ich happy und ich muss jetzt quasi dem kunden sagen ja aber es k eigentlich besser sein oder du bist gar nicht so happy wie du denkst und wir sagen eigentlich verkaufen ist den Kunden dazu bringen eine Kaufentscheidung zu treffen Und der zweite Spruch der glaube ich auch ganz wichtig ist ist zu sagen verkauf nie jemanden etwas, was er nicht braucht.
Was ja bei vielen so im Hinterkopf ist, der gute Verkäufer ist quasi, der dem Eskimo US verkauft oder der Quelle Wasser, so quasi der imstande ist, was zu verkaufen, was jemand tatsächlich nicht braucht. Der Nachteil, der da ganz klar da ist, ein guter Verkäufer kann auch regelmäßig verkaufen, während wenn du quasi jemandem was verkaufst, das er eigentlich nicht braucht, und sich kurze Zeit später an den Kopf fasst und denkt, wie konnte ich das nur tun, da passiert halt dann kein glücklicher Kunde. Ja, aber es geht ja auch immer darum, also es geht ja auch immer darum, handele ich im Interesse des Kunden.
Also es gibt ja dieses schöne Beispiel, es geht jemand, der deutlich übergewichtig ist, so ausgeprägte Lebensmittel, Schwangerschaft und so weiter, wo man auch sieht, der bewegt sich nicht viel, geht ins Fitnessstudio und sagt, was sagt der dann? Der sagt ja nicht, ich will eine Mitgliedschaft kaufen, sondern der sagt, ich will mich nur mal umschauen. Obwohl niemand geht ins Fitnessstudio, um sich umzuschauen. Sondern er geht da hin, weil er eigentlich intern in sich einen Entschluss getroffen hat, okay, ich muss irgendwas tun, ich muss mich bewegen.
Und wenn du jetzt als Studiomitarbeiter oder als Fitnesstrainer dem keine Mitgliedschaft verkaufst, dann schadest du dem. Du schadest dem. Es gibt so einen Spruch, der sagt, wenn du das nicht schaffst, ihm das zu verkaufen, dann bist du dafür verantwortlich, dass der fünf Jahre früher stirbt. Und das ist ja auch so.
Und in dem Fall musst du vielleicht sogar ein bisschen härter rangehen als Verkäufer, weil du aber sagst, ich handele im Interesse des Kunden. Und das wird halt oft nicht gesehen. Quasi Win-Win schaffen. Ein guter Verkauf ist eine Situation, wo jemand dann tatsächlich was kauft, das Mehrwert bietet, tatsächlich einen Mehrwert bietet, zu vermitteln.
Und im Interesse des Kunden handeln. Ich glaube, das ist halt was, was immer wichtiger wird, dass du halt wirklich als Verkäufer sagst, okay, das ist im Interesse des Kunden.
Zielgruppendefinition und Positionierung
Also ein gutes Thema ist mit diesem Thema Zielgruppe, gerade im Trainings- und Sportbereich oftmals, wenn du Trainer fragst, so was ist deine Zielgruppe? Also jeder, der trainiert. Und oft auch da der Punkt, je größer die Zielgruppe, desto kleiner die Zielgruppe, je größer die Zielgruppe, desto schwieriger ist es, die Zielgruppe zu erreichen, anstatt klar zu definieren, okay, oder aber meine Zielgruppe ist Personen zwischen 35 und 50, die massives Übergewicht haben. Oder meine Zielgruppe ist Personen zwischen 20 und 35, die gerne in irgendeiner Form von Bodybuilding, Powerlifting oder sonstigem körperlichen Wettkampf teilnehmen wollen.
Oder meine Zielgruppe ist 35 bis 45 weiblich Hausfrau die was machen m im Alltag um sich zu bewegen Und so eine klare Zielgruppendefinierung und fest zu sehen okay das ist die Person die ich ansprechen m das ist die Person, der ich Wert vermitteln möchte. Und dann wird es auch deutlich einfacher, da jemanden spezifisch zu erreichen, da wenn ich die Hausfrau erreichen will, meine Strategie ein bisschen eine andere sein muss, als wenn jemand jemand erreichen will, der einen Bodybuilding-Wettkampf macht. Also ich glaube, es ist super, super wichtig, aber es fängt eigentlich vorher an. Du musst erstmal überlegen, das nennt man ja so Positionierung, wofür stehe ich eigentlich?
Ich weiß nicht, wie viele Fitnesstrainer es in Deutschland gibt, es sind wahrscheinlich einige Zehntausend. So jetzt, okay, was macht mich denn anders als die anderen? Wohin bin ich anders? Wofür stehe ich?
Und du siehst ja eigentlich, dass die Leute, die wirklich Geld verdienen, sich eigentlich immer auf irgendwas spezialisiert haben, was sie ganz besonders gut kennen und können. Wenn du das, das kannst du natürlich auch andersrum machen, du kannst sagen, okay, wen will ich erreichen? Also wenn du sagst, ich will nur Geschäftsführer trainieren und Entscheider in der Wirtschaft, wie müsste ich mich jetzt positionieren, dass ich die erreiche? Und wenn du dann einen Instagram-Account hast, wo du halt irgendwie 300 Kilo auf der Bank drückst oder sowas, würdest du dich wahrscheinlich nicht ansprechen.
Ja, also dann musst du dir halt überlegen, okay, das ist meine Zielgruppe, so muss ich mich positionieren. Ich würde es wahrscheinlich eher andersrum machen. Ich würde sagen, okay, ich stehe dafür und da will ich jetzt der absolute Spezialist werden, egal was es ist. So, und dann ergibt sich daraus oft auch die Zielgruppe.
Und die Zielgruppe ist ja auch oft, also wir hören das ja immer, ich bin ja Personalberater für Vertrieb, dass die Verkäufer sagen, ja, wir würden gerne an die DAX-Konzerne verkaufen. Wenn du da mal reinguckst, sagst du, okay, das ist aber sehr, sehr schwierig, so einen DAX-Konzern zu akquirieren. Und da bist du natürlich auch massiv im Preiskampf, weil das alle wollen. Manchmal ist es viel interessanter, sich ihren mittelständischen Kunden zu nehmen oder eine ganz spezielle Klientel, denen ich dann aber auch einen hohen Mehrwert bieten kann, die vielleicht auch nicht so preissensitiv sind.
Das heißt, Zielgruppendefinition ist quasi der erste Punkt und dein Punkt ist, basier Zielgruppe auf dem, was du anbietest, gerade beim Trainer ist es relativ klar, auf was hast du dich spezialisiert, sei es jetzt mehr Fettabbau, Bodycomp oder sei es mehr quasi Hypertrophie, Kraft oder sei es mehr so dieser Wellnesskunde oder sei es vielleicht auch in einigen Fällen so dieser Punkt Motivation, quasi Leute, Spaß und Bewegung bei der Bewegung halten. basierend auf dem was ich selber als service anbieten will, definieren, okay, das ist die Zielgruppe, die ich erreichen will und dann quasi der nächste Schritt, die Kommunikation.
Spezialisierung und Nischenmarketing
Ja, also ich glaube, dass man darüber wirklich lange nachdenken muss. Ich kann mal ein Beispiel bei uns machen. Es gibt 2000 Personalberatungen in Deutschland. Wir sind halt einer der ganz wenigen, die sagt, wir machen nur Vertriebspositionen.
Am Anfang haben die ganzen Wettbewerber gesagt, das ist ja total bescheuert. Du nimmst ja einen großen Markt weg. Ja, also es gibt irgendwie Vertriebspositionen und Marketing sind so ungefähr 20 Prozent. die vermittelt werden. Das heißt, du hast dir jetzt ja gerade 80% deines Marktes weggeschnitten.
Aber wenn du jetzt bei Google eingibst, Personalberatung, Vertrieb, sind wir immer oben, weil das halt unsere Spezialisierung ist. Wir machen nur das und das können wir auch und wir wissen auch, wie es funktioniert. Und das ist, glaube ich, egal was du tust, dass du immer überlegst, okay, wo ist meine Nische, wo bin ich ganz besonders gut oder du musst es ja jetzt nicht mal sein, wo könnte ich denn besonders gut sein? Und dann musst du halt in dem Thema der Spezialist werden und dir einen Namen schaffen.
Und daraus ergibt sich möglicherweise schon die Zielgruppe. Wenn du sagst, ich bin derjenige, wo du innerhalb von zehn Minuten pro Tag dein Fitnesslevel steigern kannst, also perfekt für Leute, die viel unterwegs sind und so weiter, dann hat sich deine Zielgruppe daraus ergeben, weil es werden wahrscheinlich keine Hausfrauen sein. und deswegen ist das immer so ein Geben und Nehmen und bei uns war es eigentlich so, wir haben gesagt, wir sind auf das Thema Vertrieb spezialisiert, die Zielgruppe ist eigentlich relativ breit weil also jedes Unternehmen, das halt mehr als drei Verkäufer hat, ist für uns eigentlich eine Zielgruppe wobei wir dann auch zum Beispiel gesagt haben, wir wollen nicht an die Konzerne rangehen, weil das halt von der Akquise so aufwendig ist und allein von der Abwägung des Projekts so aufwendig ist, da kann ich fünf andere Kunden in der Zeit sehr gut bedienen
Recruiting und verschiedene Verkäufer-Personas
Das heißt Personalberatung im Bereich Vertrieb Du bist Headhunter für Vertriebler. Das heißt, Beispiel, wenn ich irgendein Produkt habe oder einen Service habe und jetzt da ein Vertriebsteam aufbauen will oder zumindest mal einen Vertriebler einstellen möchte, der das Produkt oder den Service dann vertreibt, dann komme ich zu dir und sage, pass auf, das ist mein Produkt, das ist mein Service, finde mir jemanden, der dazu passt und der das gut vertreiben kann. Genau. Im Sportumfeld haben wir auch einige Kunden, die dann halt Fitnessstudios, Services oder Produkte verkaufen. und dann gehen wir halt hin und überlegen, okay, wer wäre denn der ideale Kandidat?
Also was würde der denn heute idealerweise tun? Das meiste, was die Kunden dann sagen, ist ja der muss dann halt ein Produkt auch an Fitnessstudios verkaufen Da ist halt der Punkt die kennen sich meistens untereinander der Markt ist dann halt auch relativ klein Das hei wenn Pepsi jemanden von Coca haben wollte brauchen die wahrscheinlich keinen Personalberater, weil die kennen sich ja untereinander. Interessant wird es immer, wenn wir halt sagen, okay, lass uns doch mal aus dem Fitnessthema vielleicht ein bisschen rausgehen und mal gucken, wer könnte das denn noch verkaufen. Also wenn du jetzt, sagen wir mal, einen Proteinshake-Automat hast oder sowas, das ist ja einmal ein Businessmodell, das du dem Kunden verkaufst.
Das könnte wahrscheinlich jemand, der heute einen Wasserspender an ein Unternehmen verkauft, genauso gut, weil das auch immer, was spare ich damit, was habe ich mehr davon und so weiter. Und das sind immer die Sachen, wo die Kunden von alleine wahrscheinlich nie drauf kommen. Und wir sagen dann halt, okay, wir verbreitern mal die Zielgruppe, weil die Wahrscheinlichkeit dann halt größer ist, dass du jemanden findest und wir sprechen die für dich an und bringen euch ins Gespräch. Das ist so die Kerndienstleistung.
Das heißt, es muss gar nicht so branche-spezifisch sein, sondern du guckst, okay, was könnte so circa passen und dann machst du quasi den Vorschlag. Genau, wir sagen eigentlich immer, du musst die Art des Kunden kennen und du musst die Art des Vertriebsprozesses kennen. Nehmen wir auch mal das Vorwerkbeispiel, wenn du sagst, ich brauche jemanden, der in der Haustür verkauft, macht es eigentlich keinen Sinn, jemanden zu nehmen, der heute Flugzeuge verkauft. Ist vielleicht auch ein guter Verkäufer, aber ein Flugzeug zu verkaufen dauert wahrscheinlich Jahre.
Ein Staubsauger zu verkaufen dauert fünf Minuten. Es sind beides Verkäufer, es sind komplett unterschiedliche Typen. Gibt es dieses Vorwerkmodell noch mit den Verkäufern, die von Tür zu Tür laufen? Ja, das gibt es noch.
Es gibt es jetzt weniger bei Staubsaugern, also Vorwerk verändert das ja gerade ein bisschen auch, aber du hast zum Beispiel das ganze Thema, zum Beispiel Stromwechsel. Das ist so ein Lone Involvement Produkt, selbst wenn du da jetzt sagst, du kannst 50 Euro im Jahr sparen, sagst du, ich beschäftige mich damit, aber wenn jemand an der Tür steht und sagt, wenn du jetzt hier unterschreibst, kannst du 50 Euro sparen, das funktioniert. Also du kannst Und zum Beispiel die ganzen großen Energieversorger haben wirklich, man nennt das ja Hunter, also Jägertruppen, die wirklich blockweise Häuser abgehen und dort an der Haustür sowas verkaufen.
Und das lohnt sich für den Endkunden? Bitte? Das lohnt sich für den Endkunden? Ich gehe mal davon aus.
Also gerade diese ganzen Sachen, die so ein Low Involvement haben, das geht sehr, sehr gut. Es gab auch immer eine Firma, die haben Haustüren verkauft. Die haben Haustüren an der Haustür verkauft. und meistens haben die dann wenn sie irgendwo in der straße eine haustür verkauft hatten haben seit nebenan geklingelt schauen sie mal was das f eine sch t ist also ihre dagegen die ja die k ja nicht auch mal neu gemacht werden und dann also es funktioniert immer noch wie gesagt ich sage immer also du w wahrscheinlich nicht in den laden gehen um den stromwechsel zu machen hat sich halt aber nicht interessiert das heißt du brauchst jemand der dich anspricht oder zum beispiel ich bin letztens von jemanden angesprochen worden von amnesty international auf der straße als mitgliedswerbung mit spende war das geile Verkäufer.
Ich gehe da immer hin und höre mir das an. Krass, wirklich, die waren sowas von hartnäckig. Aber da ist ja auch wieder der Sinn dahinter. Die sagen, okay, wenn der weggeht, in dem Moment, wo ich weggehe, ich komme nicht mehr zurück.
Du hast keine zweite Chance. Du musst mich jetzt abschließen. Hier, und das sind natürlich andere Techniken, als wenn du einen Kunden hast, der irgendwie ein neues Gebäude braucht, wo du halt ewig lang planst und wiederkommen kannst. Und die Verkäufer sind halt anders drauf, als jemand, der jetzt von mir aus eine Verpackungsmaschine verkauft.
Also es sind alles Verkäufer, aber es ist halt komplett unterschiedlich. Und was eigentlich keine Verkäufer sind, sind die allermeisten Leute im Einzelhandel. Das sind eher Warenverteiler oder Kundenvertreiber. Also wenn du in den Kaufhaus gehst, ist es ja wirklich schlimm, was da passiert.
Und auch in Fitnessstudios gibt es wenig Verkäufer. Und was ist eigentlich ein Problem für das Geschäftsmodell? Die paar Verkäufer, die du gelegentlich hast in Fitnessstudios, sind meistens dann die, die auf Provisionen Verträge abschließen. Ja.
Oder wenn du halt Leute, die ein eigenes Fitnessstudio haben, die einen großen, also bei den Ketten ist es nochmal ein bisschen anders, die ein sehr großes Interesse haben, neue Mitglieder zu werben. Die kriegen das schon ganz gut hin. Die lassen sich dann auch trainieren oder trainieren ihre Leute selber. Und das funktioniert dann auch deutlich besser.
Das Beispiel hatten wir ja gerade. Wenn du jemanden da sitzen hast, wenn du den wieder gehen lässt, erstmal schadest du dem und du schadest deinem Unternehmen. Und dir selber wahrscheinlich auch. Und dann ist doch ganz gut zu wissen, wie das funktioniert.
Das heißt, Verkaufsszenarien unterscheiden sich primär in der Zeit, die du hast, was zu verkaufen. In der Art der Kunden, im Privatkunden ist es anders als im Geschäftskunde. Im Geschäftskunde muss man sagen, ja, da gibt es noch einen Einkäufer und im Inabteilungsleiter und so weiter. Das nennt man Buying Center.
Du hast halt unterschiedliche Leute, die du einbeziehen musst, um einen Abschluss zu machen. Und in der Länge des Verkaufszyklus. Das heißt, sowas wie an der Türe oder auf der Straße, erst eine relativ kurze Zeit, während sowas, wo vielleicht jemand eine Anfrage schickt oder in Form vorbeikommt, ist automatisch mehr Zeit. genau genau und wie gesagt wenn du dann wenn jemand angenommen du hast ein gro unternehmen oder du hast ein krankenhaus die jetzt einen neuen reinigung service brauchen das wirst du nicht am tisch abschlie k ja selbst wenn du jetzt jetzt da jemanden hinschickst das wirst du nicht hinkriegen Das hei da brauchst du jemanden der Geduld hat der da St f St dran schraubt bis er halt drin ist Und deswegen macht es halt auch Sinn zu gucken, okay, was für eine Art von Kunden hast du und was für eine Art von Verkauf brauchst du.
Und dann kannst du aber auch branchenübergreifend wechseln. Und das ist meistens auch sehr, sehr interessant.
Eigenschaften eines guten Verkäufers
Was würdest du sagen, was macht einen guten Verkäufer aus? So ein paar, drei Grundeigenschaften. Okay, also wir haben, eigentlich gehört das zu allen erfolgreichen Menschen. Also du brauchst, erstmal ist glaube ich das Thema Empathie und Zuhören.
Also früher, das hast du ja auch so, dass du Verkäufer sind so Dampfplauderer, die versuchen dich halt nicht zu Wort kommen zu lassen, damit du nicht Nein sagen kannst. Aber ein guter Verkäufer, ein gutes Verkaufsgespräch, und das ist auch statistisch nachgewiesen, das wird auch gemessen, also die besten Verkaufsgespräche sind die, wo der Kunde mehr redet als der Verkäufer. So, und das musst du ja auch hinbekommen, indem du Fragen stellst, indem du dich für den interessierst, indem du halt auch die Probleme herausarbeitest, die der Kunde hat und so weiter. Wir haben ja vorhin gesagt, den Status Quo in Frage stellen.
Wenn du sagst, ja, wie geht es Ihnen so? Ja, mir geht es super. Ich mache keinen Sport, aber mir geht es super. Wenn du sagst, ja, aber wenn sie morgens aufstehen, merken sie das dann mal auch so in den Knien?
Ja, stimmt, stimmt, da habe ich was. Und so arbeitest du dich halt an den Kunden ran. Oder wenn du, was weiß ich, beim Reinigungsservice sagst du, wir sind total super mit unserem Reinigungsservice. Okay, manche meiner Kunden, das ist schon so, dass da schon auf den Flächen, die nicht desinfiziert sind.
Stimmt, das haben wir auch schon mal gehabt. Und unsere Telefone sind auch immer dreckig. Du musst den Kunden halt auch öffnen, also dass du empathisch zuhören kannst und zuhören bedeutet nicht zu warten, dass du halt wieder deine Argumente bringen kannst, sondern wirklich schauen, okay, wo steht der Kunde, was ist sein Problem und bin ich in der Lage, das zu lösen. Also das ist sicherlich ganz wichtig.
Dann hast du das Thema Resilienz. Also du hast selten eine Abschlussquote von 100%. Und man sagt eigentlich, das Nein eines Kunden ist die statistische Voraussetzung für Erfolg. Weil, sagen wir mal, du hast immer eine Quote.
Das ist eben auch die Macht der Quote. Sagen wir mal, du musst fünf Leute besuchen, damit einer kauft. Das heißt, du hast vier Neins. Und viele Verkäufer sagen dann, ja, nee, nach dem dritten Mal, nach dem dritten Nein oder so, heute ist nicht mein Tag, ich gehe heute. mal früher nach Haus und so weiter.
Und die guten Verkäufer sagen, boah, super, ich habe schon 4 Nines gekriegt, der nächste kauft. Man ist auch Happy Loser. Also du weißt, dass du verlierst, aber dadurch, dass du verloren hast, wirst du gewinnen. Also das ist sicherlich noch ein Punkt.
Also wir hatten das Thema Empathie, gut zuhören, wir haben das Thema Resilienz. Wir haben sicherlich das Thema Dranbleiben. Dranbleiben. Fleiß.
Fleiß ist ein Riesenthema, Weil, wenn wir jetzt die Quote nochmal nehmen, wird der Verkäufer, der zehn Kunden am Tag besucht, automatisch erfolgreicher sein, als der, der nur fünf besucht. Das ist so. Das ist einfach Mechanik.
Vertriebskanäle: Telefon vs. persönliches Gespräch
Die Unterschiede Verkauf 1 to 1 on 1 oder halt persönlich versus Verkauf übers Telefon oder auch heute, was ich mitbekomme, ich habe einige Kunden, die dann so Dinge wie Zoom verwenden, wo sie sagen, da muss ich jetzt nicht eine Stunde hinfahren, sondern wir machen einfach einen Zoom-Call und dann ist es zwar nicht persönlich, aber man sieht es ja trotzdem. Also man sagt, dass Telefonverkauf deutlich schwieriger ist als Face-to-Face, weil eine der Grundregeln beim Verkaufen ist, wir kaufen eigentlich nie aus rationalen Gründen. Nie. Wir kaufen immer aus emotionalen Gründen.
Und danach versuchen wir es rational zu begründen, warum wir es getan haben. Und wir kaufen eigentlich auch selten von Leuten, wo wir sagen, boah, ist das ein Arschloch. Also je näher du persönlich aneinander kommst, je mehr Gemeinsamkeiten, je sympathisch man ist, umso einfacher wird es zu kaufen. Und je näher du auch physisch an dem Kunden dran bist, umso einfacher ist es halt auch näher aufzubauen.
Das ist logisch, Vertrauen aufzubauen und so weiter. Und deswegen sagt man, Und du hast ja dann keine Mimik, keine Gestik am Telefon, du hast nur deine Stimme. Und das ist halt deutlich schwieriger, darüber ein Verkaufsgespräch zu machen, als wenn du halt alles einsetzen kannst, was du hast. Und Zoom ist halt so ein Zwischending, da hast du ja schon auch Mimik, Gestik und so weiter, aber du hast trotzdem nicht diese Stimmung, die du aufbauen kannst.
Du siehst das auch ganz oft, dass Telefonverkäufer meistens ziemlich gute persönliche Verkäufer werden können. aber du hast ganz oft, dass Leute, die im Außendienst gut sind, also beim Kunden vor Ort, am Telefon grottenschlecht sind. Also das ist schon nochmal was anderes. Weil die Tools wegfallen. Ja, genau.
Wenn du jemanden hast, der so Mr. Charming ist, der weiß gar nicht, wie er das macht. Das ist ja ganz oft bei Verkäufern, dass die auch so eine unbewusste Kompetenz haben Die verkaufen halt irgendwas aber sie wissen eigentlich gar nicht wie es funktioniert Auch gef Und am Telefon geht das halt nicht mehr weil du da halt wirklich wissen musst mit welchen Schritten du vorgehst damit du den Kunden halt mitnimmst bis zum Abschluss. Das ist quasi wie von Live-Seminar zu Podcast.
Das war auch für mich eine ziemliche Umstellung von, ich habe Mimik, Gestik, sehe mein Gegenüber zu, okay, jetzt ist quasi Mikrofon, wenn Gast da ist, ein Gast. Und ansonsten quasi nur die Stimme zu haben, ist dann schon massiv reduziert. Das heißt, auch dieses Callcenter-Ding, das war auch gefühlt vor 20 Jahren riesig. Ist es immer noch groß oder ist es weniger geworden?
Also du hast ja unterschiedliche Callcenter. Die meisten Callcenter sind Service-Callcenter, wo du halt anrufst, wenn irgendwas nicht funktioniert, wenn du irgendein Upgrade haben willst oder so. Dann hast du Inbound-Callcenter, wo du halt eine Bestellung abgeben kannst, aus einem Katalog oder sowas. Und dann gibt es halt auch Outbound-Callcenter, die halt wirklich auch dann Kunden anrufen.
Ist natürlich auch ein bisschen eingeschränkt bei Privatkunden und so weiter. Das hat stark abgenommen. Also Privatkundenverkauf am Telefon ist jetzt quasi das ganze Thema Datenschutz relativ weit weg. Im B2B-Bereich ist es immer noch sehr, sehr wichtig.
Das heißt, vor 20 Jahren Privatkundenbereich deutlich größer ist weniger geworden. Ja, es hat eigentlich aufgehört, weitestgehend. Also du kannst noch, was immer noch funktioniert, du generierst Leads übers Internet. Zum Beispiel, ich weiß nicht, wo wir jetzt sind, ich glaube, ein Lead online mit dem Keyword Lebensversicherung bist du bei 1.000 Euro oder sowas, was dich das kostet.
Also schon das Keyword allein bei Google ist, glaube ich, deutlich über 1.000 Euro pro Klick. Pro Klick. Aber egal, was du da hast, Home-Fitness oder sonst irgendwas, wenn du irgendwas verkaufen willst, dann kannst du ja Leads online generieren, aber teilweise, je nachdem, wie das Ticket ist, also je teurer der Kauf wird, umso schwieriger wird es online abzuschließen, dann kannst du halt die Leute ja auch anrufen, also holst dir halt einen Opt-in, dass du die Leute anrufen kannst und dann macht es auch im B2C-Bereich wieder Sinn. aber wir sind immer im Bereich gerade im B2B Bereich also der Kunde ist ja grundsätzlich zu seinem Schreibtisch und ist beschäftigt super busy, heute noch mehr als denn je und ich muss jetzt Verkäufer jetzt erstmal hin und muss ihm sagen, okay du glaubst, dass dein Leben gut ist, aber ich kann dein Leben besser machen, ich kann dafür sorgen, dass du Geld sparst dass du weniger Risiko hast dass du mehr Komfort hast und so weiter und das ist nat das Telefon um den ersten Impuls zu setzen immer noch sehr sehr wichtig Das hei wenn jemand ein besserer Verk werden will wir haben jetzt drei Punkte gehabt wo du sagst okay, das macht einen guten Verkäufer aus.
Wenn jemand ein besserer Verkäufer werden will, was wären die ersten drei praktischen Ansätze, die du jemandem mitgeben würdest? Also es gibt natürlich noch mehr Eigenschaften von guten Verkäufern. Ich glaube, dass das ganze Thema Lernen und Weiterbildung super, super wichtig ist. Die Welt ändert sich so schnell im Moment, du musst da halt auch einfach dranbleiben und dich weiterbilden.
Also ich glaube, wenn du ein besserer Verkäufer werden willst, es gibt natürlich im Internet eine ganze Menge Sachen, die du dir angucken kannst. Ich empfehle immer, geh mal auf eine Vertriebsoffensive von Dirk Kreuter. Das ist ein Wochenende, kostet 100 Euro. Das ist ein sehr, sehr guter Einstieg.
Das gibt es in ganz Deutschland, das ist eine relativ große Veranstaltung. Gehen 2.000, 3.000 Leute hin, also schon von der Stimmung, die da ist. Ah, du genanzt echt super interessante Leute kennen, weil es ist halt auch nicht normal, dass Leute sich am Wochenende in eine Halle setzen und sich da bespielen lassen. Also das ist, glaube ich, so der erste Schritt.
Und dann gibt es halt eine Menge gute Seminare, eine Menge gute Bücher. Ich empfehle eigentlich immer, wenn jemand sich das erste Mal mit dem Thema Verkaufen beschäftigt, der gibt es von Cialdini, heißt der, die Kunst des Überzeugens. Ist ein dicker Wälzer, aber es ist wirklich so ein Grundlagenbuch, das auch an Unis benutzt wird, aber das hat sehr, sehr viele praktische Beispiele auch hat. Das ist richtig, richtig cool.
Die anderen zwei Bücher, die du grundsätzlich empfehlen würdest? Für Vertrieb. Es gibt ein Buch, das heißt To Sell is Human. Ich glaube, das gibt es nicht auf Deutsch.
Von Daniel Pink. Von ihm habe ich schon zwei Bücher gelesen. Ja genau, der macht immer so Themen, so wie der Gladwell auch. Das ist richtig, richtig gut.
Das zeigt auch nochmal auf, warum wir alle Verkäufer sind, ohne es zu merken. Warum verkaufen eigentlich auch dazugehört. Wenn du im Urlaub ans Meer fahren willst und deine Frau in die Berge und du willst, dass sie ans Meer fährt, musst du ihr das verkaufen. Wenn du willst, dass dein Sohn früher ins Bett geht, musst du ihm das verkaufen.
Also wir haben so viele auch private Verkaufssituationen und das heißt nicht, du musst ihn übers Ohr hauen, sondern du musst ihn halt lernen zu überzeugen. Und gut zu überzeugen ist verkaufen.
Die Psychologie der Überzeugung (Cialdini)
To sell as human. Daniel Pink und Robert Cialdini auf Deutsch hei es die Kunst des Persuasion ist der englische Titel Ja das hei glaube ich Persuasion ja ist auch relativ alt Es ist ein Klassiker, es ist wirklich ein Klassiker, es ist jetzt schon x-mal neu aufgelegt worden, aber es ist wirklich auch ein Augenöffner, es zeigt auch wirklich so die psychologischen Themen, die da drunter stecken. Du hast irgendwie so ganz starke Motive, wie zum Beispiel dieses Reziprozitätsprinzip, das bedeutet, wenn ich dir was gebe, fühlst du dich eigentlich schon verpflichtet, mir was zurückzugeben. Das ist in uns drin.
Das ist ganz, ganz wichtig. Und da gibt es tausend Beispiele, dass zum Beispiel der Calini geht über die Straße, ein Pfadfinder kommt auf ihn zu und sagt, wollen Sie ein Ticket für die Tombola kaufen? Kostet 50 Dollar. Und er so, äh, nee.
Dann so, okay, wollen Sie ein Stück Pfadfinder-Schokolade kaufen? Kostet 5 Dollar. Der so, okay. Was ist passiert?
Er hat das eine Angebot abgelehnt, aber du willst immer versuchen, auf einer Ebene zusammenzugehen. Du hast ihn jetzt zurückgewiesen. Und deswegen ist er mit dem kleinen Angebot, damit kann ich hier wieder Gleichheit herstellen. Und dadurch ist was verkauft worden.
Oder die, wie heißen die nochmal, da gab es so eine Hare Krishna, gibt es ja heute kaum noch, aber die haben damals ein riesiges Spendenaufkommen gehabt. Kannte man noch, es waren so Leute, die dann so getanzt haben, so Klamotten und so weiter. Und die hatten am Anfang Riesenprobleme, alle Leute weggelaufen sind, wenn die gekommen sind. Die hatten kallgeschorene Köpfe und so weiter.
Bis die ihre Taktik geändert haben, die haben nicht angefangen, den Leuten eine Blume zu schenken. Und in dem Moment, wo du dir eine Blume geschenkt bekommen hast, hast du dich verpflichtet gefühlt, was zu geben, durch dieses Reziprozitätsprinzip, das ganz stark in uns verankert ist. Es ist ja eigentlich immer, wenn du zum Beispiel einen Laden hast und du bringst die Leute dazu, dass sie was trinken bei dir. Wollen sie einen Kaffee?
Wollen sie ein Glas Sekt? Dann kaufen die was. Weil du fühlst dich ja irgendwie verpflichtet, was zu kaufen. Das ist schon ganz stark.
Das kannst du auch im Verkauf natürlich einsetzen, indem du ein Geschenk mitbringst oder so. Aber es wirkt auch schon, indem du ein Angebot machst, wo der Kunde sagt, wollen Sie 100 Stück kaufen? Nee. Okay, wollen Sie es mal einprobieren?
Ja, okay. Und all diese Gesetze sind da sehr, sehr gut beschrieben. Das ist wirklich cool. Und kennt auch jeder.
Als ich dieses Cialdini-Buch gelesen habe, war auch so ein bisschen, im Endeffekt, du liest diese Beispiele und im Endeffekt, jeder hat schon mal eine Situation erlebt. wo genau das passiert ist, wo das Buch fasst das Ganze nochmal ganz schön zusammen und strukturiert es ein bisschen und gibt den ganzen Namen, sodass du ein bisschen das einordnen kannst. Okay, was ist da gerade passiert? Beziehungsweise wie kann ich es dann anwenden in meiner eigenen Situation? Also es gibt auch natürlich viele Sachen.
Es gibt so ein Buch von das heißt Heiß auf Kalterquise. Das ist halt eher dann quasi übersetzt in Techniken und so weiter. Es gibt einen absoluten Klassiker, der heißt Bei Anruferfolg, wo halt beschrieben wird, wie man am Telefon was verkaufen kann. Das ist glaube ich auch schon 20 Jahre alt oder sowas.
Ja, also da gibt es glaube ich einige Sachen, die man sich so reinziehen kann.
Der Aufstieg von Verkaufsseminaren und Selbstentwicklung
Dieser Riesenhype um diese Verkaufsinvents war ja auch vor 10, 15 Jahren nicht mal annähernd so. Mittlerweile ist es riesig. Von dem, was du dir erzählt hast, Dirk Reuter, da sind teilweise 6000 Leute in so einer Halle drin. Und das deutschlandweit.
Aus deiner Sicht, worauf beruht das Ganze? Wo kommt dieser Hype her? Und eine große Frage, die ich da definitiv habe, ist, gibt es basierend auf diesen Events tatsächlich so für mehr gute Verkäufer? im Vergleich zu vor 10 oder 20 Jahren, wo es diese Events nicht gab. Ich fange mal hinten an.
Ich glaube schon. Ich glaube auch, dass das, also es gibt auch noch sehr viele schlechte Verkäufer. Also immer, wenn ich zu Kunden gehe, wir machen ja dann auch so Wachstumsseminare, Vertriebsstrategie, und immer, wenn ich bei ganz vielen Kunden rauskomme, die auch Namen haben, ich werde nie arbeitslos. Nie in meinem Leben.
Es gibt noch so viel zu tun. Weil viele Leute halt auch das falsche Bild von Verkaufen im Kopf haben und so weiter. Also ich glaube, wir sind ja grundsätzlich in Deutschland, aber auch weltweit, viel auf so einem Selbstentwicklungstrip, was ich gut finde. Also wie man sich selber weiterentwickeln kann, wie man sich arbeiten kann und so weiter.
Und früher oder später kommst du eigentlich immer auch auf das Thema, okay, ich muss auf jeden Fall was an meinen verkäuferischen Skills tun. Egal, was du machst. Ob du jetzt als Angestellter arbeitest oder ob du selbstständig bist. Auf den Seminaren sind ja viele auch aus dem Network-Marketing, wo Verkaufen natürlich auch immer dazugehört.
Und das ist, glaube ich, jetzt ein Teil davon, dass der Dirk Kreuter halt schön aufgegriffen hat und dann halt auch zum Massenthema gemacht hat. Und ich glaube schon, dass es ein gutes Ding ist, wenn man sich damit beschäftigt. Ich finde es auch immer interessant, dass sich dann auch an dem Mindset der Leute was ändert. Also wir gehen eigentlich immer mit unserem Team dahin und dann haben wir immer so zwei, drei auch junge Leute dabei die jetzt gerade von der Uni kommen und so weiter und du merkst wirklich wie in deinem Kopf anf wie dir das zu bewegen dass die anfangen ihr Verhalten zu auch mehr an sich zu arbeiten und so weiter Und das kann ja eigentlich nur gut sein Was denkst du, auf was basiert dieser Trend?
Warum gibt es so viele mehr Seminare oder Konferenzen in diese Richtung im Vergleich zu früher? Vor 20, 30 Jahren gab es da so ein, zwei, die da ein bisschen was gemacht haben. Mittlerweile gibt es ja eine Riesenauswahl und auch Events, die voll sind? Also ich glaube, dass das diesem Trend erfolgt, dass wir uns halt, glaube ich, unserer selbst auch bewusster werden und halt versuchen, auch ein bewussteres, glücklicheres Leben zu führen.
Das haben wir natürlich schon immer versucht, aber dass wir jetzt, also wenn ich überlege, ich bin ja jetzt schon über 50, als ich 20 war, da gab es vielleicht noch Dale Carnegie irgendwie, Sorge dich nicht, ich lebe, und ansonsten gab es da nichts. nichts, das hat ja auch keiner erzählt, das war auch nicht, kam nicht im Fernsehen, kam nicht im Radio, mittlerweile hast du ja das ja überall und so weiter, du hast sehr viel Informationen darüber und die meisten Leute, die sich dann auf diesen Weg begeben, an sich zu arbeiten, gesünder zu leben, bewusster zu leben, achtsamer zu leben, die merken ja auch, okay, mir geht es besser damit.
Und dann überlegt man sich ja immer, okay, ich habe jetzt ein Buch gelesen, ich habe da was draus gemacht, Ich habe angefangen zu meditieren oder ich mache jetzt regelmäßig Sport oder ich fange jetzt an, auf meine Ernährung zu achten. Und komischerweise geht es mir besser. Und meiner Familie geht es plötzlich auch besser. Und dann denkst du ja immer, okay, wo kann ich denn jetzt mehr lernen?
Und das ist, glaube ich, ganz oft so, kannst du ja gleich mal was zu sagen. Das ist halt immer ein Unterschied, ob ich jetzt ein Buch lese. Und das ist ja ganz oft so, dass du erst mal anfängst, okay, ich lese das Buch. Und dann siehst du plötzlich, oh, der gibt ja auch ein Seminar.
Ja, und dann willst du natürlich auch nochmal mehr hören, vielleicht hast du noch Fragen, die nicht beantwortet sind und so weiter und du gehst halt intensiver da rein. Und das ist, glaube ich, schon der Trend, der da drin ist. Das ist ja bei dir auch so, dass viele Leute sagen, ja, ich habe jetzt das Buch gelesen, ich habe deinen Podcast gehört, ich habe irgendwie ein YouTube-Video gesehen, wo kann ich denn mehr erfahren, wie kann ich da noch intensiver reingehen? Also ein Buch f die meisten gibt einen guten Denkansto aber oftmals ist dann eben so wie baue ich das jetzt oder wie setze ich das jetzt f mich ein was genau passt f mich wie sieht sowas auch in der Praxis aus und nat auch der Vorteil gerade wenn sowas in Seminars oder halt pers Coaching was ich auch relativ viel mache man kann es halt individuell runterbrechen und individuell ausrichten sodass es halt f dich passt Wenn du zum Beispiel sagst isst hier zum Fr und du sagst ja aber ich esse kein Fisch und Fleisch Ich esse kein Frühstück.
Oder ich esse kein Frühstück, ja. Dann ist natürlich das Buch adaptiert dann nicht. Man kann das ja bei uns beiden auch ganz gut sehen. Ich mache ja bei dir auch dieses Programm.
Ich mache jetzt seit fünf, sechs Jahren wirklich schon intensiv Crossfit und Krafttraining und so weiter, aber ich habe halt gemerkt, okay, ich bin jetzt an dem Punkt, wo ich von alleine nicht mehr weiterkomme. Ich habe viel gelesen, lese eine Menge Zeitschriften, bin auch schon auf andere Seminare. Ich bin jetzt an dem Punkt, wo ich von alleine nicht mehr weiterkomme. So, und dann muss ich mir jetzt jemanden suchen, der gezeigt hat, dass er andere Leute weitergebracht hat und der mich dann halt ein Stück weiter.
Also bei mir war es auch schon ein Riesengamechanger, als ich meinen ersten Personal Trainer genommen habe. da bin ich einen riesen Schritt vorangekommen die hat mich zum Beispiel zum Crossfit gebracht ich fand das cool was die gemacht hat so auf der Fläche ich wusste gar nicht was Crossfit ist und später hat die mich quasi hinten durch zum Crossfit, das was du jetzt die letzten Wochen gemacht hast das war Crossfit, ach ja wie lange ist es her? wie lange ist es her? es ist glaube ich drei Jahre her dass wir angefangen haben da konnte ich keine kein Deadlift ich bin nicht runtergekommen Okay. Und jetzt haben wir, was haben wir geguckt?
Letztes Jahr? 179 hast du gesagt, 126 Kniebeuge, 179 Kreuzheben, über Kopf drücken 65 Kilo. Und es ist ja immer die Frage, wo willst du hin? Und bei mir ist es halt immer so, wenn ich dann Blut geleckt habe und sage, okay, ah, das ist cool, das bringt mich weiter, mir geht es damit besser. Und das ist ja auch immer der Indikator.
Es gibt halt viele Sachen, du musst halt immer nicht reinführen, okay, geht es dir damit besser, fühlst du dich besser, passt es in dein Leben rein? Bei mir war das definitiv so. Also ich fühle mich wacher, stärker, leistungsfähiger, robuster, widerstandsfähiger. Okay, davon will ich mehr haben.
Und ich will es halt auch so, dass es weiter in meinem Leben ist. Ich meine, ich werde jetzt auch nicht jünger, also muss man schon gucken, dass man so ein bisschen dagegen arbeitet. Wenn du 20 bist, ist es vielleicht ein anderes Thema.
Kontinuierliches Lernen und Mentorenschaft
Und so ist es, glaube ich, beim Verkaufen auch. Ich meine, ich habe schon gedacht, dass ich gut verkaufen kann. Und ich kenne den Dirk auch schon länger. Und dann habe ich halt gemerkt, einen Scheißdreck kannst du.
Es gibt da so einen Spruch, der Dirk hat mal jemanden kennengelernt, einen sehr bekannten Fotograf, Calvin Hollywood, und der hat halt den Dirk kennengelernt und da hat er gesagt, ich habe fr mal gedacht ich bin bei 10 auf einer Skala von 1 bis 10 jetzt habe ich dich kennengelernt habe gesehen schei die Skala geht bis 100 Und das sagt man ja auch immer du kannst ja eigentlich immer nur von Leuten lernen die auf einem anderen Level sind als du selber Und wenn du irgendwann merkst, okay, ich habe jetzt ein gewisses Level gefunden, also ich glaube jetzt schon, dass ich auch einen eigenen Trainingsplan schreiben könnte, aber ich merke, okay, wenn ich weiterkommen will, muss ich jetzt ein anderes Level, muss ich jemanden finden, der auf einem anderen Level ist, der mich da weiterbringt. beim Verkaufen ist es auch so.
Ich war letztes Jahr auf fünf Verkaufsseminaren. Ich mache das jetzt 20 Jahre. Und ich habe jetzt auch Verkaufsseminare gehabt, wo ich meine, ich habe ja meine Account Managerin geschickt, die jetzt auch schon 20 Jahre verkauft. Die haben gesagt, einen Scheißdreck habe ich gewusst.
Und das Ding ist ja auch, du machst ja auch, du machst ja auch unter anderem für die Kräuter, gibst du ja Verkaufsseminare. Recruiting, ich mache das Thema Recruiting. Oder Vortrag zum Thema Recruiting innerhalb von so einem Verkaufsseminar. Aber das ist auch da der Punkt, du bist Ausbilder, aber gleichzeitig auch noch Schüler.
Ja, weil das ist immer so. Es gibt immer, das Limit ist nicht da, wo du denkst. Es gibt ja diesen Spruch, wenn du der klügste Mann im Raum bist, bist du im falschen Raum. Du musst ja nicht immer dahin gehen, wo du sagst, ich habe mal gehört, es gab so ein Mastermind, da konntest du in unterschiedliche Klassen gehen.
Da gab es die Leute, die bis eine Million verdient haben, die Leute, die bis fünf Millionen verdient haben und die Leute, die über zehn Millionen verdient haben. und einem sagt, scheiße, ich will ihnen die 10 Millionen Klasse, ich will wissen, wie die denken. Ich will wissen, was die anders machen. Und so ist das halt. Für mich ist das immer ein Rezept für Weiterbildung, dass ich mich halt immer mit Leuten beschäftige und sage, okay, die sind eigentlich da, wo ich hin will.
Gehirnleistung und der Mythos Multitasking
Liest du viel? Ja. Biografien? Nee, ich bin im Moment eher ganz viel bei Sachbüchern.
Und viel Hörbücher. Was ist das letzte Buch, das du gelesen hast? Im Moment höre ich gerade The Quiet Leadership von David Rock. Ich werde mal ein anderes Buch von dem, das heißt Brain at Work.
Das kann ich wirklich jedem nur ans Herz legen. Das habe ich gelesen. Von David Rock. Da geht es halt darum, wie unser Gehirn funktioniert, wie wir denken, wie Lernprozesse sind, warum Multitasking keine gute Idee ist.
Es sind auch viele Verkaufstipps drin. Warum ist Multitasking keine gute Idee für alle Zuhörer, die das Buch noch nicht gelesen haben? Also man hat festgestellt, wenn du in einem Meeting sitzt und gleichzeitig E-Mails checkst, dann sinkt deine Gehirnleistung um 30 bis 40 Prozent, weil dein Körper einfach, dein Kopf ist nicht dafür gemacht, zwei Sachen parallel zu machen. Das ist einfach, das ist Schwachsinn Multitasking.
Es sei denn, du hast das so automatisiert, eine der Tätigkeiten so automatisiert, dass dein Bewusstsein jetzt nicht Nehmen wir mal Beispiel Autofahren. Dann kannst du beim Autofahren ein Hörbuch hören oder dich mit einer interessanten Diskussion führen. Aber mach das mal, wenn du nach England gehst und auf der linken Spur fährst. Dann bist du so, alles ruhig, Radio aus.
Ich muss mich konzentrieren. Oder du hast plötzlich ein neues Auto mit Schaltung oder sowas. Also wenn du es jetzt schaffst, Sachen so zu automatisieren, dass du nicht mehr darüber nachdenken musst, dann kannst du auch mehrere Sachen gleichzeitig machen. Aber immer dann, wenn du irgendwelche Sachen hast, die dich geistig anstrengen, konzentriere dich auf eine Sache, schließ die ab und kümmere dich dann um die nächste.
Und die Wissenschaft hat gezeigt, das sind 20 bis 30 IQ-Punkte, die du verlierst, wenn du mehrere Sachen gleichzeitig machst. Du merkst es ja auch, dass du manchmal, wenn du zwei schwierige Sachen versuchst, gleichzeitig machen, dass es so leicht schwindelig wird, dass du immer denkst, irgendwas stimmt dir jetzt gerade nicht. Weil das ist halt, das funktioniert nicht. Das ist wie beim Rechner, der hat nur eine gewisse Bandbreite, wenn zu viele Fenster offen sind, wird es irgendwann langsam.
Genau, das Buch ist halt sehr, sehr cool, weil er immer Beispiele aus dem Alltag von zwei Menschen nimmt, die halt im Berufsleben stehen und immer zeigt, was sie gerade tun und was alles schiefläuft. Und dann erklärt er, was die Funktionen dahinter sind, wie man es besser machen könnte. Und dann erklärt er die Situation nochmal, wenn die Leute das halt richtig machen.
Priorisierung und Zielsetzung
Beispiel, das Schlimmste, was du halt machen kannst, wenn du morgens ins Büro kommst als erstes, ist E-Mails checken. Ja, weil du hast halt nur ein gewisses Level an geistiger Kapazität über den Tag. Abends bist du halt müder als morgens. Dann hast du zwischendurch mal ein paar Pieks.
Ist ja für körperliche Arbeit genauso. Morgens hast du halt mehr Power, als wenn du den ganzen Tag schon unterwegs gewesen bist. Und wenn du jetzt quasi die Creme deiner Creme deiner Power für irgendeine bescheuerte Arbeit benutzt, also E-Mails zum Beispiel zu machen, dann fehlt dir die halt vielleicht für den nächsten Schritt. Und eine der schwierigsten Sachen, die wir halt machen, ist zum Beispiel priorisieren.
Also wenn du sagst, okay, was sind die wichtigen Sachen in diesem Tag, in dieser Woche? Da musst du ja unterschiedliche Ideen in deinem Kopf behalten. Das ist mega, mega anstrengend. Das heißt, man sagt eigentlich, mach erstmal die anstrengenden Sachen vorher.
Also wenn du die Prioritäten für deinen Tag festgelegt hast, bist du schon mal einen Riesenschritt weiter. Weil sonst hast du das ganz oft. Du gehst abends aus dem Büro und denkst so, scheiße, was habe ich heute eigentlich gemacht? Der Tag ist so an dir vorbeigerauscht, du hast bei irgendwas gemacht, aber die Sachen, die wirklich wichtig sind, geschafft.
Und das ist ja bei, die wichtigen Sachen sind ja meistens nicht dringend. Und die dringenden Sachen sind meistens nicht wichtig. Das heißt, wenn du dich von den dringenden Sachen immer triggern l kommst du halt nicht zu den wichtigen Sachen Kriegst du nichts gearbeitet Den ganzen Tag am Arbeiten aber am Ende vom Tag nichts gearbeitet Wenn du mal das Beispiel Ziele Wenn du dich mit deinen Zielen besch willst niemand sagt zu dir, los, beschäftige dich mit deinen Zielen. Aber beantworte diese E-Mail, geh ans Telefon, mach dieses und jenes, das passiert immer.
Aber Ziele wären halt zum Beispiel, wenn du mit Zielen arbeitest, wenn das warst, wo du sagst, okay, das erste, was ich eigentlich machen muss, ich möchte mit meinen Zielen auseinandersetzen und dann überlege ich mir, wie ich meine Prioritäten ändere, um an diese Ziele dran zu kommen. und dann fällt manchen Leuten dann plötzlich auf, wenn ich die Ziele erreichen will, mache ich eigentlich komplett das Falsche, ich bin eigentlich schon im falschen Job. Was auch im Training extrem oft passiert, dass so jemand trainieren geht, aber die Ziele, die er eigentlich so denkt, die er hat, das eigentlich gar nicht die Ziele sind, man hat sich nicht nur ausreichend damit auseinandergesetzt, was eigentlich die Ziele sind, also so dieses klassische, ich will hier ein bisschen weniger oder wenn ich fünf Kilo verlieren würde und hier und da und oftmals ist das eigentliche Ziel, das jemand hat, Komplett anderes, der Klassiker ist, ich will einfach nur, dass es mir besser geht.
Das ist so, ich will 5 Kilo abnehmen. Warum 5 Kilo? Weil ich habe die Vorstellung, wenn ich 5 Kilo abnehme, dann sehe ich so aus. Oder am Ende vom Tag geht es darum, wie fühlst du dich?
Oder ich will 10 Kilo Muskeln zunehmen. Dann ist die Frage, okay. Warum? Und ist das tatsächlich das Ziel, das du hast?
Ja, meistens, also das finde ich auch super interessant. Jetzt sind wir ja schon wieder bei einem anderen Thema, sind wir jetzt bei Zielen. Ich finde Ziele super, also mir hilft das. Es gibt ja auch Leute, die sagen, ich brauche das nicht.
Ich finde das super, mir hilft das halt auch, Prioritäten zu setzen. Aber was ich halt oft auch sehe dann bei Leuten, ich habe ja auch einen eigenen Podcast, wo halt oft so Fragen gestellt werden, dass die Leute halt Ziele haben, aber sich noch gar nicht gefragt haben, okay, warum habe ich dieses Ziel überhaupt? Und ich glaube, dass es halt immer wert ist, ein Ziel zu verfolgen, wo du sagst, okay, das bringt mich weiter und nicht deinen Vater, weil der gesagt hat, du musst Jura studieren oder nichts gegen Jura, aber du musst dieses und jenes machen oder irgend sowas nicht machen oder du musst jetzt unbedingt, was weiß ich, einen Porsche haben.
Warum willst du diesen Porsche haben? Damit deine Nachbarn das toll finden oder ist das was für dich? Und gerade bei diesen dinglichen Sachen ist es meistens, ja, das ist am Anfang geil, aber meistens lässt es, beim Porsche natürlich nicht, meistens lässt es ja relativ schnell nach bei sachlichen dingen und die sachen die du halt für dich suchst f deinen kopf f deinen k sind eigentlich die sachen und f deine beziehung die Sachen von denen du dauerhaft viel mehr hast Und deswegen sage ich immer hinterfragt mal eure Ziele Und 10 Kilo abnehmen ist ein schönes Ziel. Die Frage ist halt immer, okay, wie willst du dich denn fühlen?
Und vielleicht sind die 10 Kilo gar nicht das, wo du hin willst. Also gar nicht das, was dich dahin bringt, das zu fühlen. 10 Kilo weniger heißt nicht automatisch mehr Wohlbefinden also kommt auf einmal je nachdem wie du es machst und es kommt auf einmal wie du jetzt wiegst kommt auf einmal wie du jetzt wiegst wie du da hinkommst aber ich sehe das regelmäßig ist so dieses Ziel, Ziel, Ziel, Ziel und dann ist man dort und dann ist es so ja aber irgendwie ist es doch nicht so 10 Kilo abnehmen oder 10 Kilo zunehmen oder sei das Körperfettprozentsatz X da will ich unbedingt hin und wenn ich nur das schaffen würde.
Und dann ist jemand dort und es ist dann trotzdem irgendwie so, ja das Eigentliche, genau so. Ich habe mir eigentlich immer überlegt, wie ich aussehen möchte. Dann habe ich mir irgendwie, habe ich im Internet geguckt, ja so würde ich ganz gerne aussehen. Vielleicht noch ein bisschen krasser, als es machbar ist.
Und dann habe ich mir, quasi habe ich den Kopf abgeschnitten von dem Bild und ich habe immer so eine Zielcollage und dann habe ich das darauf gelegt und so, okay, so würde ich gerne mal aussehen. Ist vielleicht auch schwachsinnig, aber für mich hat das halt viel mit Body-Komposition zu tun. Also ich wollte jetzt gar nicht, ich würde lieber 10 Kilo zunehmen, als 10 Kilo abnehmen, wenn es Muskeln wären. Finde ich okay.
Könnte ich mit leben. So Bilder finde ich ganz gut. Es gibt eine grobe Richtung vor. Die große Frage dann wieder, warum willst du 10 Kilo zunehmen?
Und die zweite Frage natürlich dann, bist du bereit zu tun, was getan werden muss, um 10 Kilo zuzunehmen? Kreis und Klassiker bei Männern, 10 Kilo zunehmen. Die Menge, die du essen musst und dementsprechend dein Alltag, den du auf dieses Essen ausrichten musst, bist du bereit, das zu investieren? Bist du bereit, vier, fünf Mal am Tag zu essen?
Ja, hast du recht.
Training des Nervensystems und Kompetenzerwerb
Ich setze meine Ziele mal ein bisschen höher. Also ich habe jetzt auch zu meiner Crossfit-Trainerin gesagt, ich möchte dieses Jahr gerne zehn Muscle-Ups am Stück schaffen. Dann sagt die, das ist zu viel. Das schaffe ich kaum.
Guck mal, dass du fünf schaffst, dann bist du schon gut dabei. Okay, gut. Fünf ist für mich auch okay. Fünf sollte relativ schnell machbar sein.
Ja, drei bin ich. Jetzt bin ich bei drei. Aber vor einem Jahr konnte ich noch keinen einzigen. das ist auch die leistung steigern es ist halt auch der koordination du machst gerade gibt ihm z zusatzgewicht 25 25 kilo 3 mit 25 jetzt gewicht auf 40 45 steigerst dann sind 5 problemlos m Aber es ist halt was ich ja bei Crossfit cool finde ist halt ganz viel Technik. Also ich liebe ja dieses Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit.
Das ist immer ein magisches Dreieck und ich versuche halt immer da alles drei irgendwie parallel weiter auszubauen. Und wenn du halt ein Muscle abmachen musst, musst du halt auch ziemlich beweglich sein und eine sehr gute Muskelkoordination haben, sonst kriegst du das halt nicht hin. Also ich. Manchmal sieht das ja so, Videos sieht das immer so einfach aus.
Aber als ich das das erste Mal selber gemacht habe, habe ich gesagt, das geht nicht. Das ist physikalisch unmöglich. Die technische Komponente ist bei sowas relativ groß. Vor allem beim Muscle-Up, der relativ schnell ist.
Je schneller ein Ablauf ist, desto technisch anspruchsvoller, desto prozentual weniger spielt Kraft eine Rolle, desto prozentual mehr. Ein bisschen Schultermobilität musst du halt haben, Handgelenkmobilität und so weiter. Und meine Trainer sagt immer, du musst die Muskeln halt zum richtigen Zeitpunkt ansteuern können. Und das ist halt auch ein, das geht immer, auch jetzt zum Beispiel, wir haben ja angefangen mit diesem 10x10 Backsquat, da hat sie gesagt, die Hauptbelastung für dein Nervensystem, also du musst dann nachher erstmal Pause machen, dass dein Nervensystem sich resetten kann.
Relativ hoher Lerneffekt, was auch oftmals unterschätzt ist, Krafttraining an sich ist deutlich weniger Muskel als die meisten denken und deutlich mehr Hirn als die meisten erwarten. Genau genommen das Nervensystem, unser Gehirn, ist das, was Muskelfaser ansteuert. Und wenn wir einen gewissen Bewegungsablauf machen, der für uns neu ist und neu im Bewegungsablauf und auch neu in dem Widerstand, das wir verwenden, denn faktisch ist eine Kniebeuge mit 100 Kilo ein anderer Bewegungsablauf als eine Kniebeuge mit 150 Kilo oder mit 50 Kilo. Alles, was neu ist, ist ein großer Reiz fürs Nervensystem.
Und dementsprechend auch der Muskel regeneriert relativ schnell. Das Klassiker in unseren sportwissenschaftlichen Büchern ist 48 Stunden Regenerationszeit. Was da unterschätzt wird, ist, dass das Nervensystem fünf bis sieben Mal so lange benötigt wie der Muskel. Das heißt, genauer Regeneration von Krafttraining ist in vielen Fällen mehr Regeneration des Gehirns unseres Nervensystems und tatsächlich weniger Regeneration der Muskulatur an sich.
Je nachdem, je anspruchsvoller ein Bewegungsablauf und je höher meine Leistungsfähigkeit, je stärker ich bin beim Krafttraining, desto länger dauert es in der Regeneration. Ein klasse Beispiel ist Kreuzheben, schweres Kreuzheben, was für Mann und Frau irgendwo bei Körpergewicht mal zwei und mehr ist. Da kann es ganz schnell sein. dass man nur noch einmal alle sieben, alle zehn oder sogar alle 14 Tage eine Einheit Kreuzheben machen kann. Da gibt es einen russischen Strongman, Tukulev, der vor kurzem ein Kunde von mir im Bereich Gewichtheben arbeitet, aber ist zur Zeit für einige Monate in China, um dort mit dem Gewichtheber zu arbeiten, hat dort den Strongman kennengelernt und einer der Punkte, die er so mitgenommen hat, war, der Strongman kann nur einmal im Monat Kreuzheben machen, weil er so lange braucht, um sich davon zu regenerieren.
Das ist natürlich auch, der benutzt ja nicht das Zweifache des Körpergewichts, sondern der macht das Dreifache und mehr des Körpergewichts. Da sind wir ganz schnell im Bereich von 400 Kilo, die der da bewegt, was halt für die meisten ist 200 Kilo schon so eine riesen Hürde beim Kreuzheben. Für die meisten Männer, für die meisten Frauen so 150 Kilo ist da schon eine große Hürde. So Strongman, da liegt der Weltrekord im Bereich von 500 Kilo. da ist dein 400 Kilo schon relativ schnell ein reguläres Trainingsgewicht.
Und dann braucht halt der Körper, genau genommen nicht die Muskulatur, sondern das Nervensystem, bis zu vier Wochen, um sich von einer einzigen Einheit zu regenerieren. Ja, und sich auch umzubauen wahrscheinlich. Im Endeffekt hast du ja auch diese Neuroplastizität. Du hast einen Umbau des Nervensystems, du hast einen Umbau oder eine Änderung der Verschaltungen des Hirns, wenn du einen neuen Ablauf lernst.
Und ein neuer Ablauf ist schon Bewegungsmuster X mit zweieinhalb Kilo mehr. Das ist schon faktisch was Neues. Deswegen auch gerade Krafttraining. Die Wiederholung ist für das Nervensystem entscheidender für den Trainingseffekt als für die Muskulatur.
Deswegen 10x10 Kniebeuge ist definitiv das eine Programm, das ich mehr rausgegeben habe als jedes andere Programm in den letzten 10, 12 Jahren. Aus einem Grund, da die Kniebeuge diese 100 Wiederholungen 10x10 verträgt und der Fortschritt, egal in welchem Leistungsstand du bist und für die absolute Mehrheit der Ziele ist mit 10x10 immer sehr, sehr gut. Und der Hauptgrund dafür ist, dass so einen hohen Lerneffekt, da du im Endeffekt ein und dieselbe Sache, die Kniebeuge 100 Mal wiederholst pro Trainingsanheit. Das war schon krass, als ich damit angefangen habe.
So dieses Mr. Miyagi Auftragen, Polieren, Wax On, Wax On, das wird auch da relativ schnell klar geworden sein, wenn du diese 100 pro Einheit gemacht hast, innerhalb von wenigen Einheiten hat sich die Kniebeuge deutlich fl angef Weil du es so oft gemacht hast Ein anderes Beispiel das ich da gern verwende ist der Kniebeugenurlaub Das sind dreimal Kniebeugen am Tag für sechs Tage in Folge. So 18 Einheiten Kniebeugen in sechs Tagen. Und auch da eins der Feedback, die ich regelmäßig bekomme, ist nach dem dritten, vierten Tag die Kniebeuge zu machen, es ist halt, es läuft einfach geschmeidig.
Logisch. Genau. So ist es übrigens beim Verkaufen auch. Das wird halt auch oft vergessen.
Also dieser Trainingseffekt. wenn du in eine neue Verkaufssituation reinkommst, hast du immer eine ungewohnte Situation, du weißt nicht, was passiert und dieser Drilleffekt, dass du halt einfach weißt, was du bei gewissen Themen einfach sagst, dann kannst du dich auch viel besser darauf konzentrieren, wie das Gespräch läuft und musst nicht überlegen, oh, der hat jetzt gerade gesagt, das ist aber teuer, was könnte ich denn jetzt darauf antworten und wenn du halt weißt, wenn du halt gedrillt bist und das merkst du auch bei guten Verkäufern, also das ist eigentlich wie beim Sport, also interessant wird es immer dann, wenn du nicht mehr darüber nachdenkst, was du tust, sondern es ist quasi in deine Eingeweide eingegangen.
Dann kannst du eigentlich, wie bei einem Klavierspieler, wenn du halt immer darüber nachdenken musst, wo du jetzt deine Finger einsetzt, kannst du niemals variieren oder improvisieren. Erst dann, wenn du nicht mehr darüber nachdenken musst, wo du die Finger einsetzt, kannst du anfangen zu improvisieren. Und das merkst du halt bei richtig guten Verkäufern, da sagt man immer, ja, das das liegt denen im Blut, nee, das liegt denen nicht im Blut, die haben das halt tausendmal gemacht und in dem Moment, wo du es tausendmal gemacht hast, musst du nicht mal drüber nachdenken, es kommt halt einfach automatisch und dann kannst du anfangen, damit zu spielen.
Und wenn du solchen Leuten zuhörst, dann kriege ich eine Gänsehaut. Das ist so geil. Also es hat auch unfassbar viel mit Training zu tun und bei den meisten Verkäufern, die ich so kenne, die kriegen halt mal eine Verkaufsausbildung und das war's. und dann hast du viele Leute, die sagen, ja, ich bin seit zehn Jahren Verkäufer, du hast irgendwie in einem Jahr was gelernt und hast so zehn Jahre denselben Mist weitergemacht. Meistens wird es auch immer schlechter, das merke ich bei meinen Verkäufern, haben ja auch so 15 Verkäufer im Team, wir machen Training, es läuft super oder die waren halt auf dem Seminar oder so und so nach zwei, drei Wochen merkst du so, wie beim Training, dass die Form so rausgeht.
Das hast du jetzt nicht gerade wirklich am Telefon gesagt. Ja, stimmt, stimmt, ich muss es ja anders machen. gibt es in den USA Studien dazu zu diesen Motivations und Verkaufsseminaren und basierend auf dem den ich gesehen habe ist es genau drei Wochen Also du hast quasi du machst so ein Verkaufs du hast einen Anstieg an Leistung und drei Wochen sp ist er zur auf Baseline Aber du musst halt auch beim Vertriebsdenken, du musst immer die Reize wieder neu setzen. Das heißt, verkaufen kommt von verkaufen. Ja, also es ist sicher, wie alles im Leben hat es halt was mit Training zu tun.
Und man sagt auch, also wenn du dir das anguckst, du hast natürlich Leute, die sind talentiert. Wie beim Sport auch. Und dann hast du halt die Talentierten, denen das halt einfach in den Schoß gelegt ist, die trainieren aber weniger. Und du siehst eigentlich immer, dass auf die Dauer der Fleißige den Talentierten immer aus dem Rennen schlägt.
Die, die talentiert sind, unfleißig, klar, die sind immer in der Spitze, aber meistens setzen sich am Ende die Fleißigen durch. Ich hatte vor einigen Wochen einen Podcast-Gast, Rüdiger Gamm, Mathe-Genie, ich hätte ihn kurz erwähnt, Und einer der Punkte, die er gemacht hat, war exakt der gleiche, eine IQ von über 200. Und was ihm ganz wichtig war, ist, dass Intelligenz nur zu einem gewissen Teil Genetik ist. Zum anderen Teil ist es quasi frühkindliche Entwicklung.
Und der dritte Teil ist Training. Also auch er hat gesagt, wenn er lange nicht trainiert, seine Hirnübungen macht, seine geistige Leistungsfähigkeit, in seinem Fall Intelligenz, messbar, basierend auf IQ-Tests, geht runter. Das heißt, auch er, der, wo man oftmals denkt, okay, er hat eine sehr hohe IQ von über 200, davon gibt es nicht so viele auf der Welt, ist quasi so in die Kinderwiege gelegt und er kann es halt. Er sagt, nee, nee, auch er muss regelmäßig Übungen machen, muss regelmäßig trainieren und auch nach dem gleichen Prinzip, er macht eine Übung, sobald er die kann, macht er sie nicht mehr und macht die nichts schwere Übung.
Selbst in so einem Punkt wie Intelligenz, der Faktor, Training, Training, Training, ich muss mich quasi fordern, um besser zu werden. Was ein interessanter Punkt ist, auch im Verkaufen ist ja, dass diese Weiterbildungs- und Trainingskomponente so groß ist. Ja, aber es ist ja nicht überall so. Es ist doch eigentlich überall so.
Ich meine, ich sage da noch immer, also die Jungs von Bayern München oder Eintracht Frankfurt, die können ja schon Fußball spielen, würde ich mal sagen, auf einem relativ hohen Niveau. Wieso trainieren die denn dann noch? Die können noch spielen. Wieso trainieren die noch?
Weil wenn du nicht mehr trainierst, wirst du erstmal schlechter. Dein Leistungsniveau geht runter. Und wenn die anderen alle weiter trainieren, wirst du halt irgendwann verlieren. Und du hast das halt bei ganz vielen Leuten die sagen ja nee das habe ich das ist ja der beste Spruch beim Training kenne ich schon Das kenne ich schon Dann so ja machst du es denn auch Nee.
Und wenn du es machst, machst du es wahrscheinlich schlecht. Und dann so, nee, ich mache das lieber aus dem Gefühl. Und ich so, ja, aber so wie du es aus dem Gefühl machst, dann wäre er genau so gesagt, ich mache die Kniebeuge aus dem Gefühl. Und sie so, ja, du machst es aber falsch.
Und die wird dich nicht weiterbringen, die wird dich eher verletzen. Dann sage ich auch, ja, aber so wie du es jetzt machst, das ist halt scheiße.
Onboarding und Produktivität in Vertriebsteams
Das heißt, du trainierst den Verkauf quasi zum einen oder letztes Jahr bei fünf Konferenzen? Ja, also ich bin ja der Spezialist für das Thema Recruiting dann. Also du musst ja immer, die Frage ist ja immer, wo kriegst du die richtigen Verkäufer her, wie suchst du die richtigen aus? Da hatten wir gerade schon ein bisschen drüber gesprochen.
Also wo holst du die her, wie suchst du die aus und wie kriegst du die möglichst schnell produktiv? Das sind so meine Spezialthemen. Wie kriegt man sie wirklich schnell produktiv? Wie?
Also wie? Also das Problem, also du musst sie, also erstmal musst du sie relativ schnell ins Training bringen oder in die Action reinbringen. Also es wäre so, als würdest du sagen, viele Einarbeitungsprozesse in Unternehmen sind so, dass du sagst, ja okay, ihr wollt Kniebeugen lernen, aber wir gehen jetzt erstmal drei Wochen in den Seminarraum. Und nach den drei Wochen merkst du, ja, der hat irgendwie Knieprobleme, der wird nie eine Kniebeuge machen können.
Oder er will das gar nicht. Und so sind ganz viele Trainingsprogramme, Onboardingprogramme in Unternehmen aufgebaut, dass die halt sagen, ja, du musst erstmal in den Service und in die Produktion und dann musst du erstmal die Niederlassung da kennenlernen. Und nach vier Wochen kommt der dann das erste Mal zum Verkaufen und du merkst, dass der eine Telefonphobie hat und den Telefonhörer nicht abnehmen will. Also auch da musst du gucken, dass die Leute relativ schnell in die Situation reinbringen, die sie später mal haben, damit die auch relativ schnell schnallen.
Weil wenn du dir diesen Recruiting-Prozess anguckst, das ist ja eigentlich immer in einem klinischen Raum, in einem Interviewraum. Du weißt ja eigentlich nie, wie dein Arbeitsplatz aussieht. Du weißt nicht, wie deine Kunden sind. Und es ist ganz oft, dass Verkäufer sagen, erst nach drei Wochen sagen, ach, so sieht mein Job hier aus.
Das habe ich mir mal ganz anders vorgestellt. Oder du sagst, ja, der hat eigentlich jetzt nach vier Wochen das erste Mal das gemacht, was er tun soll. Er macht es nicht besonders gut. Ich will mir nicht sagen, ob er wirklich da hinkommt.
Und du hast, was man auch immer unterscheiden muss, die Leute wollen ja immer fertige Leute haben. Ich sage immer, du hast halt das Thema Wollen und Können. Wenn jemand will und noch nicht richtig kann, kriege ich den eigentlich immer dahin. Wenn ich richtig kann, aber nicht will, kriege ich niemals dahin.
Niemals dahin. Und weil sich die Umwelt so schnell ändert, also wenn die Leute sagen, ja, ich habe 20 Jahre lang das so gemacht, das mache ich die nächsten 20 Jahre auch, wird wahrscheinlich nicht funktionieren. Die Welt annet sich im Moment so schnell wie noch nie zuvor. Das heißt, du musst dich immer ganz schnell anpassen an das Thema.
Da sage ich immer, okay, ihr müsst Leute haben, die die Basic-Kenntnisse haben, die immer grundsätzlich haben, wie es funktioniert. Da musst du Leute haben, die sagen, die sich weiterentwickeln wollen, die sich mit dir weiterentwickeln wollen, die lernwillig und lernfähig sind. Ich habe letztes Mal irgendwie den Vortrag gehalten von einer Vertriebstruppe, da ging es so um, wie wird sich der Verkauf sich ändern? Und da habe ich so ein Tool vorgestellt, das du bei LinkedIn einplaggen kannst, das im Prinzip so ein Persönlichkeitstest aufgrund des LinkedIn-Profils macht.
Und es macht dir sogar noch Vorschläge, wie du denjenigen ansprechen könntest. Ist er eher sachbezogen, kommt er schnell zum Punkt oder musst du da ein bisschen ausschmücken und so weiter. Steckt dir alles vor, wie du eine E-Mail aufbauen würdest, wie du den anrufen würdest und so weiter. Funktioniert in Amerika.
Und das ist nur aufgrund der Sprache, die in dem Profil verwendet wird. Wie heißt das zu? Crystal Nose. Also Crystal Weiß.
Crystal Nose. Das ist ziemlich groß. Ein Plugin kannst du dir runterladen, kannst du auch kostenfrei testen. Dann hast du direkt so einen Disk-Test, ich weiß nicht, ob du das kennst, das sind so vier Farb-Tests über die Persönlichkeit. und ich hatte das vorgestellt, hatte dann der Vertriebsleiter von dem Unternehmen, wo ich war, der war auch in LinkedIn und dann habe ich quasi dessen Persönlichkeitsprofil mit dem Beamer an die Wand geworfen und der Typ so, krass, das stimmt genau.
Eins der besten Beispiele aus dem Strom. Warte mal, ich muss die Geschichte noch kurz zu Ende erzählen. Dann habe ich das alles vorgestellt und dann kam die, und das ist ja ein geiles Vertriebstool. Du weißt plötzlich viel mehr über deinen Kunden als vorher und dann ist ein Verkäufer aufgestanden und hat gesagt, Ja, das wir dir gezeigt haben, ist ja ganz interessant, aber wenn ich Glück habe, dann wird mich das nicht mehr betreffen, bis ich in Rente bin.
Meinst du technisch ganz schwierig. Genau, so und das ist das Thema, will ich mich weiterentwickeln, weil das zu lernen wäre jetzt nicht besonders schwierig, aber wenn du es nicht willst, ja, also normalerweise hätten wir sagen müssen, wo kann ich dieses Tool herkriegen? Funktioniert das auch auf Deutsch? Kann ich das auch für Xing verwenden?
Wann kann ich das als erstes einsetzen und damit besser akquirieren? Anstatt zu sagen, ja, wenn ich Glück habe, geht das an mir vorbei. und wir brauchen glaube ich heute dann auch Verkäufer, die sagen, was für neue Tools gibt es und wie kann ich die für mich verwenden und das ist halt wirklich auch ein Mindset bin ich bereit mich weiter zu ver und mich weiterzuentwickeln Gerade in der heutigen Zeit Ich meine ich wei was wir Ich habe jede Menge Kunden die sagen ja, meine Verkäufer tragen nächstes ein CRM-System ein, also in das Kundenmanagement-System. Das wird halt schwierig auf Dauer, wenn die Records da nicht drin sind.
Also das ist, glaube ich, ein Riesenthema zum Thema Einarbeitung. Klar, du hast natürlich die Trainingsthemen und du musst die Leute halt relativ schnell ins Feuer bringen, dass die halt wirklich das tun, was sie tun sollen und sagen, ah, so ist der Job hier, ah ja, okay, und dann kannst du halt auch sehen, und dann fängst du halt an Ziele zu setzen, das ist im Prinzip wie beim Training, du sagst, okay, also im Prinzip ist die Einarbeitung ja eine Kurve, am Anfang legst du drauf, das heißt, der bringt nicht die Produktivität, die er dich kostet und irgendwo am Ende, spätestens nach sechs Monaten, würdest du ja sagen, okay, jetzt musst du ja eigentlich mehr einnehmen, also mehr Umsatz machen, als er mich kostet. und daraus machst du eine Kurve in der Einarbeitung und kontrollierst, das ist wie beim Trainingsfortschritt, wenn du merkst, die Kurve geht nach unten und wenn die Kurve so weit runter geht, dass du niemals die Nulllinie erreichst, hast du ein Problem.
Und dann musst du halt sagen, ey Junge, wir müssen die Kurve wieder hochkriegen, du musst mehr machen, du musst das und das dazulernen und das bedeutet aber, dass du relativ schnell sagst, okay, das sind unsere Ziele, die sind anspruchsvoll, du musst das und das machen, da hinzukommen, das musst du lernen, das musst du tun, das musst du erreichen und dann hast du halt viele Leute, die sagen, oh, das wird aber anstrengend hier. Wir haben bei uns, bei uns fangen die Leute ja am Telesales an, wir haben Leute, die wir eingestellt haben, auch in einem knackigen, aber aufwendigen Rekrutierungsprozess, die am dritten Tag sagen, ganz ehrlich, das ist nichts für mich hier.
Das ist nichts für mich. Und wir sagen dann, wow, ein Glück, super. Ja, das drei Tage ist besser als nach drei Monaten. Ja, oder nach sechs Monaten oder nach drei Jahren.
Das ist super. Wir sagen immer, der Einladungsprozess ist dazu, dass der Kandidat, der Mitarbeiter, relativ schnell entscheiden kann, okay, bin ich hier im richtigen Film? Bringt mich das voran? Ist es das, was ich machen will?
Und wir genauso. Und in der Realität hast du halt oft, dass du nach sechs Monaten irgendwie die Personalabteilung und den Vertriebsleiter anruft und sagt, ja, hier der Schulz, was ist denn mit dem? Also, ich habe den letzten vier Monate gar nicht gesehen. Ich weiß gar nicht, was der macht.
Ja, sie müssen jetzt entscheiden, behalten sie ihn oder nicht. Was sagt der dann? Im Zweifel? Nein.
Im Zweifel sagen die immer ja. Ja? Im Zweifel sagen die immer ja, weil das keine Probleme macht. Weil wenn du Nein sagst, musst du ja erstmal sagen, okay, wenn ich jetzt Nein sage, habe ich erstmal eingestanden dass ich eine falsche Entscheidung getroffen habe Zweitens habe ich eingestanden dass ich wahrscheinlich bei der Einarbeitung irgendwas falsch gemacht habe Drittens muss ich ja wieder neu anfangen zu suchen Und viertens gehe ich in den Konflikt mit dem Mitarbeiter rein Und die meisten Leute sagen dann lieber, ja okay, dann lass ihn durch, das wird bestimmt noch besser.
Und die Wahrheit ist eigentlich immer, es wird nie besser. Es wird nie besser.
Kommunikationsstrategien und Persönlichkeitsprofile
Guter Punkt. Das Beispiel aus dem Sport mit dem Persönlichkeitstest und Verkauf das ist Jürgen Klopp. Jürgen Klopp, der Trainer von Liverpool. Liverpool, einer der erfolgreichsten, je nachdem wie man sieht, sogar der erfolgreichste englische Verein aktuell, der interessanterweise fast keine, man könnte sogar argumentieren, gar keine Stars hat.
Und ein paar Dinge, die Klopp wohl gemacht hat, ist, er hat Persönlichkeitsprofile, die einzelnen Spiele erstellt und basierend auf diesen Persönlichkeitsprofilen bestimmt er, wie er kommuniziert, wie er lobt, wie er Feedback gibt, wie er quasi seine Anweisungen und seine Ideen verkauft. Wie er sein Konzept verkauft, genau. Und basierend darauf, obwohl er sehr, sehr große Erfolge hat, auch mit dem Verhältnis mit den Spielern. Also quasi durch spezifischere Kommunikation ganz genau weiß, okay, der, der braucht viel Lob, der braucht, wenn ich es ihm deutlich länger erkläre, der braucht kürzere Erklärungen und so weiter.
Was am Ende vom Tag genau das Beispiel ist mit Crystal Knows, wenn ich ein Persönlichkeitsprofil habe von jemandem, den ich anschreibe. Ich weiß jetzt nicht, wie die App aussieht, aber ich würde mal vermuten, der eine braucht längere Texte. Der eine ist eher so faktenbezogen, da musst du halt schnell zum Punkt kommen, der wird halt schnell ungeduldig, der andere, der musst du erstmal ein bisschen mehr erklären. Der rationale, da brauchst du halt ganz andere Argumente, manche musst du vielleicht eher emotional ansprechen.
Und das ist ja, was ein Verkäufer, wenn er halt gut trainiert ist, dann halt auch merkt, wenn er dem Kunden gegenüber sitzt, ich meine, wie du vorhin schon so ein Tool hast, ist es natürlich noch cooler, du musst dich auf den Kunden einstellen. Und das bekommst du halt meistens raus, indem du ihm zuhörst. Das ist deutlich besser, als wenn du ihm die ganze Zeit was erzählst und darauf wartest, wie er reagiert. Kommunikation ist ein großes Thema.
Gerade ich bin so jemand, wenn es riesenlange E-Mails sind, dann bin ich da relativ schnell uninteressiert. Das ist bei allem mittlerweile so. Schalte ich ab, sondern ganz klar, ganz klar, eine ganz klare Message. Im Idealfall, ein Satz ist besser als zwei Sätze.
Zwei Sätze sind besser als drei Sätze. Und dann auf dem Punkt, keine großes Drumherum. Und dann ist es deutlich einfacher, da jetzt mich von irgendwas zu überzeugen das ist ja was du im verkauf eigentlich lernst du kennst du diesen elevator pitch was du schon mal geh also das bedeutet eine minute die idee kommt oder 30 sekunden die idee kommt deshalb ist halt du gehst in den Fachstuhl rein bei einer Konferenz und pl steht dein Traumkunde vor dir Und du hast halt 30 Sekunden und der sagt, und was machen sie so? Und was sagst du jetzt in diesen 30 Sekunden, dass du dir sagst, oh, das hört sich aber spannend, lassen wir uns mal weiterreden.
Hier ist meine Karte. Und diesen Pitch drauf zu haben, dass du halt relativ schnell, wenn du halt die Chance hast oder auch wenn du am Telefon den Kunden dran hast, was sagst du denen jetzt, dass der einen Termin mit dir macht? Das ist halt auch so eine der Techniken, kann ich auch jedem nur empfehlen, auch jedem, der im Job ist, jeder, der irgendwas selbstständig macht. Was ist dein Pitch?
Was ist dein Pitch? Wenn ich dich frage, was machst du in 30 Sekunden, finde ich das interessant. Und auch das zum Beispiel, wir waren jetzt auf einer Konferenz und haben gesagt, wir müssen auch nochmal unseren Pitch trainieren, weil ich frage die Leute dann immer, wenn ich dann gehe ich rum und einen von unseren Leuten treffe, und was machst du so? und dann haben wir jetzt den Pitch auch nochmal neu aufgebaut und der klebt jetzt überall um den Büro in der Wand, damit halt alle Leute auch das selber erzählen. Der lautet wie?
Auswendig will ich jetzt nicht sagen, das ist aber fies. Aber ihr habt den auf jeden Fall quasi erstellt. Ja, also ich kann Ihnen natürlich sinngemäß wiedergeben, wir sind dazu da, die richtigen Verkäufer zu finden, wenn es schwierig führt oder wenn sie sie gar nicht finden, denn im Endeffekt ist es ja so, wenn Sie einen nicht richtigen Verkäufer haben, können Sie Ihre Umsatzziele nicht erreichen und Sie können auch nicht wachsen. Wir haben jetzt in den letzten Jahren über 1000 Verkäufer besetzt.
Das ist ein Umsatzvolumen, zusätzliches Umsatzvolumen von unseren Kunden von mehr als 1,3 Milliarden. Und wir können das natürlich auch für Sie tun. Wie hört sich das für Sie an? Das wäre jetzt ein bisschen ein Titsch.
Gerade im Headhunting im Vertriebsbereich, da ist interessant, gerade der Punkt mit, dass eben verschiedene Szenarien, verschiedene Zielgruppe, verschiedene Vertriebler. Das ist im Endeffekt wie in jeder Branche, dass es so spezifisch ist für Verkauf. Da seid ihr einer der wenigen. Ja.
Wie kam die Idee ursprünglich? Naja, ich war ja selber Vertriebsleiter in dem Leben davor und habe selber nach Verkäufern gesucht und hatte eigentlich, damals war ich bei dem größten Jobort in Europa, also bei der größten Stellenbörse, Online-Stellenbörse in Europa, war ich Vertriebsleiter. Und selbst da habe ich über Stellenanzeigen nicht die Verkäufer gefunden, die ich haben wollte, weil es bewerben sich ja immer nur die Leute, die gerade einen Job suchen. Und das sind so 15% der Erwerbstätigen.
Die anderen bewerben sich nicht, weil die halt sagen, ja, vielleicht ist der Job nicht ganz gut, aber ich bewerbe mich jetzt nicht aktiv. Und wenn du an die anderen dran willst, brauchst du halt irgendjemanden, der die anspricht. Kannst du heute auch ein bisschen mit LinkedIn oder Xing machen und so weiter. Oder du nimmst halt einen Spezialisten, der das für dich macht.
Und die Spezialisten, die es damals gab auf dem Markt, die hatten halt keine Ahnung von Vertrieb. Wenn ich denen irgendwas von Huntern, Farmern, kurzer, langer Sales Cycle erzähle, dann habe ich mir geguckt wie ein Auto. Und habe gesagt, das scheint eine Marktlücke zu sein. In England und Amerika gibt es solche Spezialboutiquen schon immer.
Und dann habe ich halt 2005 das Unternehmen gegründet. 15 Jahre machst du schon und dein Vertriebsfunk Podcast, den machst du auch schon ein Weilchen wie alt ist der jetzt? 2 Jahre jetzt über 400 Folgen du warst ja auch schon drin vor ein paar Wochen war ich Gast zum Thema Fit für den Vertrieb war glaube ich sogar der Titel der Folge 5 Punkte um Vertriebsfit zu werden weil ich fest davon überzeugt bin, das merkst du halt immer mehr, wenn du halt gesund bist und stark, bist du halt einfach auch geistig leistungsfähiger. Und du hast auch eine andere Statur deinem Kunden gegenüber. Du trittst halt auch anders auf.
Und du kannst auch, wir haben ja gesagt, du brauchst Neins, um ein Ja zu bekommen. Du kannst es halt einfach besser ab, weil du auch ein dickeres Fell hast, wenn du jetzt nicht mehr über Training bist. Aber du bist einfach stärker, gesünder. Ich bin jetzt seit ich glaube, ich bin seit vier Jahren nicht mehr krank gewesen.
Ich glaube, seit vier Jahren war ich einen halben Tag krank. Das war alles. Ich werde nicht mehr krank. Das war schon mal nicht schlecht.
Leistungsfähigkeit ist aus Sicht von Ernährung und Fitness immer noch unterschätzt. In meinem Büro, für die, die schon mal drin waren, ich habe da so einen kleinen Spruch, den ich 2009 im September bei einem Seminar in Dublin zum ersten Mal gehört habe, der war 75% des Erfolgs wird vom Energielabel bestimmt. und der hat mich dann mitverfolgt, was ein guter, guter Punkt ist, denn im Endeffekt Output ist abhängig von dem, was drin ist und wer ein niedriges Energielevel hat, der kriegt auch in den aller, allerwenigsten Fällen einen städigen Output hin. Ja und ich meine, es gibt ja so einen Spruch, der sagt, Kunden kaufen nur von Siegern.
Also im Jammertal werden selten Geschäfte gemacht. Wenn du mit deinem Kunden anfängst zu jammern, wie schlecht die Welt ist und der Verkehr und die Bahn und alles überhaupt und so wird schwierig Kunden kaufen eher von Siegern also die auch ein positives Gef dir geben Und das kannst du halt viel besser kommunizieren wenn du halt fit und leistungsf bist und nicht nach einem halben Treppe außer Atem und irgendwie doppelt so viel Gewicht mit dir rumträckst, als du eigentlich brauchst. Logischerweise. Wir Sieger und Erfolger, hier gibt es auch viel auf Social Media.
Ich habe letzte Woche von einem Angebot gehört, wo es mittlerweile die Option gibt, einen Privatjet für drei Stunden zu buchen, der dann nicht mal die Landebahn verlässt, inklusive Fotograf. Also quasi ein professionelles Fotoshooting. Ja, ich glaube, wir kommen dann auch teilweise jetzt schon so ein bisschen auf diese, ich habe gesagt, persönliche Weiterentwicklung, Einstellungsentwicklung, Achtsamkeit. Da gehört für mich aber auch dazu Liebe und Hilfsbereitschaft.
Und das dreht sich halt auf dem Extrem dann schon ein bisschen weg, dass du halt nur noch diese Statussymbole hast und so weiter. Und ich war mal bei einem Vortrag von Saeed Chiripur, ist auch so ein Online-Marketing-Spezialist, hat ein eigenes Event und meinte dann so zum Schluss, ja, ich meine, ich habe auch schon Privatjet gehabt, Privatjet fliegen ist totale Scheiße, das Ding wackelt wie bekloppt, schlecht ohne Ende, ist totale Scheiße. Ich habe auch schon mal ein Ferrari gehabt, bis ich schon mal ein Ferrari fand, das ist totale Kacke. Alle Leute gucken auf dich runter und spucken dir von oben in die Kiste rein, die Kiste ist höll, laut wie Hölle, du kannst keine Musik hören, du kannst dich nicht unterhalten, die Schaltung ist total hakelig.
Also du kannst das Ding mal haben, aber es ist eigentlich, das ist nur ein Symbol. Aber es macht dein Leben nicht besser. Und das musst du halt verstehen. Ja, und die Leute gucken sich halt immer diese Symbole an.
Aha, Privatjet und was weiß ich, Porsche und viele Frauen und so weiter. Aber es ist nur eine Symbolik, die da vorsteht. Du musst halt immer, also man sagt, wie sagt es, love people, not things. Und nicht andersrum.
Das war auch einer der Punkte, der sich mit Sicherheit in den letzten zehn Jahren massiv geändert haben. Was ich interessant fand, was du vorher noch gesagt hast, dieses große Maß an Veränderung der Zeit. Du bist jetzt seit 20 Jahren in dem Bereich Vertrieb, Verkauf.
Die Zukunft des Einzelhandels und die persönliche Note
Was sind, was soll ich sagen, was sind die drei größten Dinge, die sich in den letzten zehn Jahren in diesem Bereich Vertrieb, Verkauf geändert haben? Okay, also wir haben das ganze Thema, wir haben erstmal grundsätzlich das Thema Digitalisierung. Also, was halt interessant ist, wenn du dir ein Unternehmen anguckst, gibt es eigentlich nur noch zwei bereiche wo unfassbar viel effizienzpotenzial steckt also wenn du die positionen guckst wenn du dann ein halbes prozent raus rausholst dann sind die Leute ja schon happy Wenn du den Einkauf anguckst wenn du da so drei vier f Prozent rauskitzelst im Notfall dann sind die Leute schon happy.
Im Vertrieb, da wird noch so viel unprofessionell gemacht, dann sind die falschen Leute, die Prozesse sind falsch, nichts wird gemessen, es wird nicht sauber reportiert und so weiter. Das könntest du dir in einem Lager stellen. Im Lager, wo die sagen, wir tragen nicht ein, wo wir die Kisten hinstellen. Ich merke mir das.
Weil wenn ich mir das merke, dann kann ich ja nicht gefeuert werden, weil ich der Einzige bin, wo die Kisten stehen. Da würde ich sagen, hä, geht es noch richtig? Im Vertrieb, nee, ich trage nicht ins System an, ich merke mir das. Weil wenn ich das weiß über die Kunden, dann kann man mich ja nicht feuern.
Das ist ja mein Wissen. Also im Vertrieb gibt es das alles noch. Also da hast du noch unfassbar viel Rationalisierungspotenzial. Der andere Bereich ist übrigens Recruiting, der in ganz vielen Unternehmen unfassbar schlecht ist, wo noch auch so unfassbar viele Mythen sind, wo dann Recruiter sagen, ja, ich frage die Leute mal, was sie für ein Tier sind, wenn sie sich das vorstellen, was sie für ein Tier wären.
Also was für ein Tier wärst du in der Tierwelt? Und denken dann, es wäre eine schlaue Frage. Oder denken sich irgendwelche Quizfragen auch so, wie viele Golfbälle passen in einen Jumbo-Jet? Weil sie sich halt denken, da komme ich ja super schlau raus und kann die Leute mal zum Schwitzen bringen.
Und es hat sich halt wissenschaftlich herausgestellt, dass diese ganzen Fragen halt absoluter Bullshit sind. Also es bringt gar nichts. und ich habe noch Leute gehabt, die machen noch graphologische Gutachten also wo die deine Handschrift musst du einsticken und die versuchen anhand deiner Handschrift deinen Charakter zu ermitteln und deine Leistungsfähigkeit das gibt es immer noch das ist weniger geworden früher war das üblich also da gibt es noch so viele Mythen und irgendwie Voodoo-Praktiken die da auch immer noch heute weitergegeben werden also da ist ein Riesenthema Ja, und das hat natürlich viel mit Digitalisierung zu tun.
Also du kannst natürlich im Vertrieb, wie gesagt, es gibt jetzt CRM-Systeme und so weiter, die haben mittlerweile, die fangen jetzt immer mehr an, auch AI, also künstliche Intelligenz, da reinzustecken, dass die dir quasi morgens sagen, ja, ruf besser den Kunden an und nicht den. Weil wir haben halt aufgrund von Analysen festgestellt, dass da gerade ein höheres Kauf verständlich ist und wir haben auch alle Signale von dem Unternehmen analysiert. Die haben jetzt gerade drei neue Stellenanzeigen geschaltet und eine neue Niederlassung eröffnet. Also ruf mal lieber den Kunden an und nicht den. ist der gerade seit drei Wochen neu und hat vorgestern Geburtstag gehabt Das wird jetzt alles kommen Also die Systeme sind schon da Gibt es da schon wie viel erfolgreicher dieser Einsatz von AIs K Intelligenz Nein das wird also ich kenne die ich wei nur in Deutschland f das langsam an Also wir nutzen zum Beispiel auch so ein Tool, das uns die Signale aus dem Internet gibt, die wir dann einspeisen ins CRM-System.
Aber dieses Vorschlagwesen ist noch nicht besonders hochentwickelt, aber das dauert nicht mehr lang, dass das kommt. Es gibt, wenn wir mittlerweile schon eine Analyse tun, die dir zum Beispiel sagen, wenn du eine Software verkaufen willst an Kunden, die SAP haben, gibt es ein Analyse-Tool, das alle Webseiten analysiert, weil SAP hat ja immer dann auch eine Schnittstelle zur Webseite und dir genau sagen kann, welche Unternehmen SAP einsetzen, in welcher Version. Verkaufen einfacher zum Beispiel. Und diese ganzen Sachen werden zusammenwachsen.
Und also das ist sicherlich ein Riesentrend. Ich glaube, dass das Verkaufen sich massiv professionalisiert in Teilen. Also das wird nicht aufzuhalten sein, weil du halt einfach merkst, also die ersten Kunden, die ich hatte, haben immer gesagt, Herr Funk, wenn sie das beste Produkt haben, brauchen sie keine Verkäufer. Und wenn du dir zum Beispiel Wirt anguckst, die diese Schrauben machen, die verkaufen Schrauben.
Schrauben. Das sind doch nicht die besten Schrauben, das sind halt Schrauben. Der hat 30.000 Verkäufer auf der Welt, macht irgendwie 15 Milliarden Umsatz und er sagt, und das ist nur das Vertriebssystem. Es ist nur das Vertriebssystem.
Und da kann man jetzt zum Beispiel bei einem iPhone streiten, ob das das beste Produkt ist, aber wenn du es nicht verkaufen kannst, ist es nichts wert. Und es gibt den Spruch, wir kaufen, also der Unterschied ist, du verlierst nicht an bessere Produkte, du verlierst nicht an günstigere Preise, sondern du verlierst an bessere Verkäufer. und deswegen merken auch viele Unternehmen, die sagen ja, das habe ich jetzt ganz oft auch so im deutschen Mittelstand also wir waren jetzt immer Marktführer, jetzt kommt da plötzlich irgend so ein Newcomer aus dem Nichts mit einer Vertriebsmannschaft mit 15 Leuten und die mischen den Markt auf, sind jetzt gerade von Platz 1 auf Platz 3 abgerutscht vom Marktanteil und wir wissen nicht warum und wenn ich dann eine halbe Stunde im Vertrieb war, kann ich denen genau sagen warum Also da passiert glaube ich sehr sehr viel.
Ich finde es gut, weil es glaube ich für die Kunden und auch für die Verkäufer gut ist, dass es sich professionalisiert. Das hast du ja in der Trainerbranche auch. Also das war glaube ich vor 20 Jahren auch noch anders. Da war halt auch viel so, klar Erfahrung ist immer ein guter Wert, aber ich glaube man muss es dann auch immer ein bisschen mixen mit den Sachverhandlungen. die halt allgemein funktionieren.
Und das sind glaube ich schon so die Trends, die da sind. Und wie gesagt, das geht halt immer schneller. Wenn du dir Personal Training anschaust, als ich vor 2010 hier aufgemacht habe, war ich das erste Personal Training Studio in Deutschland mit Langhandeln und Kurzhandeln. Das Einzige, was es sonst noch so gab, war so ein bisschen Pilates, Yoga, Vibrationsplatte.
Aber tatsächlich Krafttraining für Personal Training war ich der erste. wenn du es jetzt vergleichst, mittlerweile haben wir nicht nur in jeder Stadt mehrere Studios, jede Kleinstadt oder fast jede Kleinstadt ein Studio, wir haben teilweise auch sehr gut laufende Personal Training Studios auf dem Land. Ortschaften mit zweieinhalb, dreitausend Einwohnern und da gibt es ein Personal Training Studio und das ist gut aufgestellt auf dem Markt und das läuft. Und ich glaube, dass das auch ein Trend ist, dass das Thema Personal Touch, dass du halt, also du hast natürlich immer das Internet, wo du dich informieren kannst, du hast YouTube, im Endeffekt brauchst du keinen Trainer.
Also alle Informationen, die es gibt, ist verfügbar. Du kannst alle Bücher lesen, du kannst dir Videos angucken und so weiter, aber die Leute, und das ist bei mir ja genauso, wollen diesen Personal Touch immer mehr. Beim Training ist mein Argument halt immer, das Wissen ist da, aber die Kunst liegt nicht daran, das Wissen zu haben, sondern die Kunst liegt daran, das Wissen spezifisch auszuwählen. Umzusetzen.
Auszuwählen, umzusetzen, zu finden, okay, was mache ich da jetzt? Du kannst googeln Trainingsplan und du findest tausende von Trainingsplänen. Die große Frage ist, okay, welcher Trainingsplan passt jetzt für mich, für meinen aktuellen Status und für mein Ziel. Und dafür brauchst du halt jemanden, in Zukunft AI, Künstler Intelligenz, da bin ich mir auch sicher, dass da ein großes Potenzial ist zur optimalen Auswahl des Trainingsprogramms, wenn du ein paar simple Tests machst, die eingescannt werden, ein bisschen was ausfüllst, dann wird es Apps geben, die dir sehr, sehr gute Trainingspläne geben können.
Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es das aber noch nicht. Zum jetzigen Zeitpunkt lebst du davon, dass da jemand ist, der Erfahrung und Expertise hat und sich das anschaut und sagt, okay, Bewegungsqualität sieht so aus, okay, das ist dein Status, das sind deine Ziele, okay, das ist das Programm, das du machst. Ich habe jetzt zum Beispiel eine App, habe ich dir vorhin erzählt, Go What, heißt die. Da machst du erstmal so einen Mobilitätstest, das heißt, er zeigt die Übung, du musst dann die Zentimeter eintragen, wie du halt dich bewegen kannst.
Dann sagt der, okay, bei mir werden es jetzt, ich habe 67% Mobilität von 100, Schwachpunkt ist die Hüfte, gut, das wusste ich vorher. Und da ist es jetzt so, wenn ich jetzt sage, ich mache Backsquats, Dann gebe ich das ein ins Programm und er baut mir automatisch ein Mobilisierungstraining f vorher auf und eins f nachher und plus nochmal so eine t 15 Minuten um halt die H mobiler zu machen Das fängt langsam an. Und das ist auch die Zukunft, denn nicht, dass es den Personal Trainer dann weniger gibt, sondern der Personal Trainer kann dann noch spezifischere Aufgaben übernehmen. Du hast halt dieses Thema Personal Touch, wir haben ja vorhin darüber gesprochen, warum zahlen die Leute 5000 Euro, um sich auf ein Bild mit Arnold Schwarzenegger abbilden zu lassen?
Warum gehen die Leute das Wochenende auf ein Seminar? Also ich glaube, du hast immer dieses Thema, ja, ich habe es gelesen, ich habe das Buch von ihm gelesen, ich habe mir die Videos gelesen, ich will aber jetzt mehr. Ich will mehr und vielleicht habe ich auch so spezifische Fragen, dass ich halt gerne jemand hätte, der das jetzt für mich löst. Und das ist, glaube ich, auch ein großer Trend. und ich sehe es halt sehr positiv an denn wenn solche Aufgaben wegfallen dann kann man sich jetzt als Person wieder um andere Aufgaben kümmern und um andere Aufgaben mehr Zeit investieren ich kann mir gut vorstellen, dass demnächst in den Fußgängerzonen, da gibt es noch Nagelstudios Massagestudios, Physiotherapeuten und Personal Trainer und keine Kaufhäuser mehr und es gibt nur noch Shops mit Sachen, die du nicht im Internet kaufen kannst ich finde es nicht schlecht also das kommt ganz groß Siehst du auch Nagelstudios, Massage, EMS.
Also überall, wo du einen Personal Touch hast, die Sachen gehen jetzt in die Innenstädte rein. Und diese ganzen Sachen, die du in jeder Stadt gleich kaufen kannst, kannst du aber auch im Internet kaufen. Das ist eigentlich vollkommen irrelevant, wo du es machst. Die verschwinden, weil es ist ja eigentlich Flächenverschwendung.
Vor letztes Wochenende war ich bei einer Restauranteröffnung und habe mich da mit einem unterhalten, der auch seit langem ein Kunde ist und der auch in der Innenstadt einen Einzelhandel hat und der mir auch erzählt hat, dass jetzt quasi die Location gewechselt haben und es mittlerweile so ist, dass du da halt als Einzelhändler einen Riesenspielraum hast bei Mietverhandlungen. Im Gegensatz zu vor 10, 15 Jahren, da hat das gekostet und die Innenstadt Stuttgart ist nicht günstig und dann nimmst du es oder nimmst du es nicht. Und wenn du es nicht nimmst, dann ist es halt weg. Ich habe sogar einen Kunden, der hat eine relativ große Ladenfläche in der Innenstadt, der die einfach untervermietet für mehr, weil er einen Mietvertrag hatte. und dann quasi hier kündige ich nicht, sondern einfach unterhalte ich, war sofort weg.
Er konnte sich aussuchen, wer da reingeht zu einem offensichtlich höheren Preis als das, was er bezahlt hat. Mittlerweile ist es so, dass aufgrund dieses Problems des Einzelhandels du da einfach 50 Miete in der Innenstadt wegverhandeln kannst Und der Trend wie du sagst der Trend das geht ja in die gleiche Richtung Je mehr Online zum Thema wird und es wird mit Sicherheit noch mehr, als es jetzt schon ist, desto... Aber es hat nicht nur damit was zu tun. Ich glaube, das ist auch, was wir vorhin gesagt haben, du willst halt näher ran.
Also ich glaube, das ist auch vielmehr... Und du willst halt was erleben. Also auch Gastronomie, da wird eine ganze Menge Sachen passieren. Aber kann ja alles nur passieren, weil die Einzigen, die diese ganz großen Mieten zahlen in der Innenstadt, ist Einzelhandel.
Die Miete, die ein Einzelhandel bezahlt, die kann einen Personal-Dreh, die kann Physiotherapie, die kann einen Nagelstuhl nicht bezahlen. Ein Einzelhändler oder gerade sowas wie so ein Mobil-Shop noch. Die Miete wird weniger und dementsprechend wird es mehr geöffnet. Gerade das Thema E-Commerce.
Hast du das Buch über Amazon und Jeff Bezos gelesen? Ich habe den Blink gelesen. Also es gibt so eine Zusammenfassungs-App, Blinkist, wo das in 15 Minuten zusammenfasst, fand ich super spannend. Ich habe das komplette Buch gelesen.
Das war wahrscheinlich das beste Business-Buch, das ich in den letzten 2-3 Jahren gelesen habe. Was eine hochinteressante Geschichte ist. Amazon kennt jeder. Und Amazon ist für jeder der größte Erfolg im E-Commerce-Bereich.
Das Buch gibt da so ein bisschen Einblick in die Geschichte dahinter. Einer der Punkte im Buch, die mich am meisten fasziniert haben, war, dass über 70% aller Wall-Street-Analysen für Amazon negativ waren. Also über 70% der Fälle haben Wall-Street-Analysen gesagt, nicht in Amazon investieren, das wird nichts. Und jetzt natürlich nach...
Ich fand das auch mit der Uhr krass. Der Jeff Bezos hat doch so eine Uhr bauen lassen, irgendwo in der Wüste von Arizona oder sowas. Arizona, New Mexico oder sowas in der Richtung. Jedes Jahr eine, also der Sekundenzeiger ist ein Jahr.
Also eine Riesen-Uhr hat er bauen lassen, um den Menschen irgendwie das anderes Gefühl für die Zeit zu geben, das fand ich echt krass. Einige Punkte, einige Punkte drin. Er ist auch in dieser Weltraumforschung sehr interessiert. Einer von ein paar ist, wenn man gerade so dieses E-Commerce, da gab es ja auch ziemlich schwierige Zeiten, da gibt es auch einige Punkte in dem Buch, wo er dann bei Borders Books, die eine der größten Buchhandlungen, oder eine der zwei größten Buchhandlungen der USA waren, eingeladen war und die damals einen sieben, achtfachen Umsatz von Amazon gemacht haben und er quasi so mehr oder weniger so ein bisschen sich anhören wollte, was die haben wollen und die und sagen wir kaufen euch, ihr habt ja eh keine Chance, ihr habt ja keinen Laden.
Und er so ne ne ne. Und Borders Books mittlerweile die Filialen um 80 90 Prozent reduziert Barnes Noble ist glaube ich auch ziemlich Barnes Noble ist der zweitgr Fr vor zehn Jahren als ich noch f Seminar in den USA war bin ich gerne in diese Buchhandlung gegangen. Da hast du einfach gegoogelt und egal wo du warst, innerhalb von 10, 20 Minuten Fahrt gab es da so ein Barnes & Noble oder so ein Borders Books. Und dann so riesige Läden.
Riesige Läden. Riesig, mit einem Starbucks drin. Ich mochte die Läden einfach durchlaufen und gucken in einem Segment, was gibt es da für Bücher, was ein bisschen durchreinlässt. Da konnte ich problemlos zwei, drei Stunden verbringen.
Als ich 2015 in den USA war, da war es schwierig, überhaupt einzufinden in der Stadt. Da waren teilweise bei Google noch welche drin, fährst du hin, gibt es keine. Das ist nicht mehr. Der Weg weg.
Das heißt, wir hatten Digitalisierung als eine der größten Veränderungen im Bereich Verkauf. Professionalisierung. Professionalisierung. Das ist sicherlich ein Thema.
Ich glaube, dass die Bedeutung des Vertriebs eher noch zunehmen wird. Es gibt ja auch viele Propheten, die sagen, wozu brauchen wir noch Vertrieb, wenn es Amazon gibt? Wofür brauchen wir noch Vertrieb, wenn es E-Commerce gibt? Aber da kommt halt wieder der Punkt rein, Amazon kann dir halt kein Produkt vorschlagen, das es noch nicht gibt.
Und wenn du jetzt, angenommen, du bist jetzt Verkäufer für Crystal Nose, für diese Software, wie wir gesprochen haben, da musst du, wie willst du das verkaufen? Also du kannst es jetzt natürlich als Plugin, das geht, aber wenn du jetzt sagst, es gibt eine Firmendizenz oder sowas und du hast einen Kunden, der das noch nicht kennt, weil das halt noch nicht benutzt hat, dann musst du mir ja erstmal, sagt er, ja, nee, nee, brauche ich nicht. Brauche ich nicht, weil du es gar nicht kennst. Und das ist, glaube ich, die große Zukunft, dass die Verkäufer dich halt auch mitnehmen in der Welt, die du noch nicht kennst.
Und die Welt verändert sich so schnell. Oder es kommt jemand und sagt, ja, wir haben jetzt eine künstliche Intelligenz für ihr CRM-System. Brauche ich nicht. Also du brauchst immer Leute, die dich dahin mitnehmen, die dir das verkaufen, die Konzepte, die du noch gar nicht kennst, die deinen Status Quo infrage stellen, um nicht mitzunehmen.
Und da die Produktneuheiten ja immer schneller werden, auch im Geschäftskundenumfeld, aber auch im Privatkundenumfeld. Im Privatkundenumfeld kannst du noch viel mit E-Commerce machen, aber du kaufst halt keine Software für 100.000 Euro in einem Online-Shop. Selbst wenn das ginge, würdest du das nicht machen. Und deswegen wird die Bedeutung von Verkäufern, die Leute mit in eine neue Zeit nehmen, in eine neue Welt, das wird massiv steigen.
Dann gibt es ja dieses Zitat von Henry Ford, der Ford-Autos, der gemeint hat, dass wenn ich meine Kunden gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt, schnellere Pferde. Das Innovationsthema des Zolltags.
Informationskonsum: Speed Reading und Zusammenfassungen
Vermitteln. Auch sowas wie dieses Crystal Nose oder auch Blinkist. Ich bin ja ein großer Freund von diesen Buchzusammenfassungen, weil es spart Zeit und viele Bücher sind einfach auch das eins der Dinge, die ich gelernt habe, als ich mein erstes Buch selber gemacht habe. Der Buchpreis wird bestimmt von zwei Faktoren, Format und Seitenzahl.
Gewicht quasi. Ja, genau, das ist wirklich so. Und das heißt, jeder Autor ist so ein bisschen interessiert daran, okay, es muss halt ein gewisses Format haben und es muss halt eine gewisse Anzahl an Seiten haben, wo aus meiner Sicht, wenn ein Buch mit 180 Seiten und einem A4-Format 20 Euro kostet und ich das gleiche Buch mache in einem kleineren Format mit 10% der Seiten, dann aus meiner Sicht soll das Buch eigentlich mindestens doppelt so teuer sein, denn du bezahlst ja für Wert, das heißt, du musst weniger Zeit investieren für den gleichen Wert. und das ist im Endeffekt das, was so Seiten wie Blinkist oder auch GetAppStack ist das, was ich verwende, die so ein bisschen früher waren, früher dran waren.
Was bei Blinkist der Fall ist, was ich ganz gut finde, ist, dass es auch als Audiodatei funktioniert für diejenigen, die unterwegs sind, Podcasts hören oder auch dann eben Blinkist. Ich bin so ein Sponsor von meinem Podcast, Blinkist. Das ist richtig cool. Ja, es gibt ja den schönen Spruch von Goethe, den ich mir immer gerne ins Genesow, er hat einen Brief geschrieben und hat gesagt, tut mir leid, dass ich da einen langen Brief geschrieben habe, ich hatte keine Zeit, dir einen kurzen zu schreiben.
Ja, weil Sachen wirklich kurz zusammenfassen, die Essenz rauszuholen, das ist immer sehr, sehr schwierig. Buchzusammenfassung, bei Blinkets wird es genauso sein wie bei Get Abstract, das so auf 10 Seiten plus minus. 15 Minuten. Also 15 Minuten, wenn es vorgesen wird, 10, 15 Minuten. Was hat ein durchschnittliches Buch, ein Hörbuch, ansonsten an Minutenzahlen?
Ja, durchschnittlich ist eine gute Frage, ich würde mal sagen, so zwischen 5 und 8 Stunden. Also Chris Rock zum Beispiel, das sind glaube ich 8 Stunden, das Brain at Work. 8 Stunden. Runde gebraucht. Wenn ich morgens, also jetzt zum Beispiel heute bin ich an Stuttgart gekommen, das neue Buch, dann habe ich so, okay, hin, 3,5 Stunden, zurück, geil, ich kriege das Buch durch.
Das heißt, wenn ich heute Abend nach Hause komme, habe ich mir ein neues Buch reingeblasen. Wenn du natürlich jetzt 15 Minuten Zusammenfassung hörst, dann könntest du an einem Tag 7 Stunden Fahrt 28 Minuten. Ja, aber da habe ich dann irgendwo einen Overflow. Also bei mir ist es ganz oft so, dass ich erst die Zusammenfassung höre, wenn ich dann sage, okay, das Buch ist wirklich gespannt, dann kaufe ich mir das Hörbuch, höre mir das Hörbuch an und wenn ich das gut finde, kaufe ich mir das nur noch die gedruckte Version weil du halt wenn du es mit deinen Augen liest von der Informationsverarbeitung noch mal ganz anders umgehst und ich zwinge mich auch dazu ja regelmäßig wirklich Papierbücher zu lesen, weil dein Gehirn halt anders trainiert ist.
Also ich merke das bei mir selber, dass meine Aufmerksamkeitsspanne sinkt. Also so nach 10 Minuten oder sowas, auch wenn ich ein Buch lese, nach 10 Minuten fange ich irgendwie dann schon nervös zu werden, weil wir es halt nicht mehr gewohnt sind, irgendwie wirklich mal über längere Zeit, intensiv Informationen aufzunehmen. Das siehst du auch bei Kindern ganz oft, oder Jugendlichen und so weiter. Aber man sagt, dass es sehr, sehr gut fürs Gehirn ist, weil du halt eine andere Informationsstruktur hast.
Genauso wie es auch gut fürs Gehirn ist, wenn du Sachen mit der Hand schreibst, weil da halt deutlich mehr Muskeln daran beteiligt sind, als wenn du es tippst. Also wichtige Sachen mit der Hand schreiben, deine Ziele zum Beispiel und so. Ich schreibe jeden Morgen meine Ziele mit Hand in so ein Journal rein, damit mein Unterbewusstsein sagt, das scheint dir mir echt wichtig zu sein, dass du das immer mit Hand schreibst. Aber nochmal, deswegen kaufe ich mir die Bücher oft auch noch mal in Papier und wenn ich das für einen Podcast mache, brauche ich das eh.
Da muss ich nochmal durcharbeiten und meistens gehe ich nochmal mit Textmarker und Post-it nochmal durch, weil ich dann, also das wäre dann die dritte Runde, dann habe ich es meistens auch drin. Wenn ich es dann noch im Podcast bespreche, das ist noch viel geiler, dann hast du die Essenzen eigentlich wirklich reingeholt. Und dann, wenn du es kurz erklären kannst, hast du es verstanden. Genau.
Wenn du es jemandem alles erklären kannst in 15 Minuten, dann hast du es mal verstanden. Deswegen mache ich auch gerne Buchzusammenfassungen, aber es ist halt das Aufwendigste für meinen Podcast überhaupt. Wie regelmäßig machst du so Buchzusammenfassungen? Früher habe ich es mehr gemacht.
Das ist genau der gleiche Effekt. Im Moment so alle zwei Monate oder so. Also das nächste wird dieses Brain at Work sein. Das hatte ich auch.
Ganz am Anfang, als das Podcast-Ding aufkam und ich überlegt habe, welche verschiedenen Formate kann ich machen, Dann gab es so die Idee für so ein erstes Coachformat, wo man quasi zu einem Thema Fragen einschicken kann und dann beantworte ich die in einem Podcast. Und eine andere Idee, die ich auch hatte, war dann im Endeffekt so Trainings- und Ernährungsbücher so Buchzusammenfassungen zu machen. War dann im Endeffekt aus genau dem Grund, als ich mich dann ein bisschen näher mit den Ideen auseinandergesetzt habe, war diese Buchsempfehlung was, was relativ schnell rausgefallen ist, einfach aufgrund diesem riesen Zeitaufwand.
Wobei, du frisst doch auch Bücher, oder nicht? Ja. Also mir kommt es so vor. Ich lese sehr sehr viel Zwei Sachen die ich mache um so viel lesen zu k ist Punkt Nummer eins Ich verwende so einen Speed so dass ich quasi das einzelne Buch in einzelne Schichten aufteile.
Also ich lese Cover, Rückseite. Dann lese ich Inhaltsverzeichnis. Dann lese ich von jedem Kapitel den ersten Absatz und den letzten Absatz. Denn Bücher sind so aufgebaut.
Der erste Absatz ist eine Einführung. Der letzte Absatz ist eine Zusammenfassung. und dann speed-read ich quasi Kapitel für Kapitel und mag mir alles, was mir in dem Moment, nicht erst danach, sondern in dem Moment interessant vorkommt, mit einem Neomarker, wenn ich Kapitel fertig bin, dann Neomarker oder teilweise Bleistift drunter und dann lese ich nur das, was unterstrichen ist. Und so komme ich relativ schnell durch mit einem Buch. Und der zweite Punkt, den ich mache, ist, ich will was lernen vom Buch, an dem Punkt, an dem ich der Überzeugung bin, dass das, was der Autor mir vermitteln will, gelernt habe, ist das Buch zu Ende für mich.
So ein Klassiker, eins der Worst-Case-Szenarien war Deep Work. Kennst du das Buch? Das sind 400 Seiten. Ich habe die Einführung gelesen und das war's.
Nach der Einführung war mir klar, okay, der Punkt macht Sinn. Ich muss jetzt nicht noch sechs, acht andere Beispiele mir durchlesen, die im Endeffekt den gleichen Punkt aus verschiedenen Perspektiven erläutern. Und das ist auch das, was viele Bücher machen. Du hast im Endeffekt so eine grobe Message mit so ein paar Untermessages und dann wird es halt massiv ausgebreitet.
Einer der Gründe ist mit Sicherheit, der Preis des Buches bestimmt von wie viel und gerade so ein 400-Seiten-Schmöker. Mein Punkt ist, ich muss es nicht komplett lesen, um den Punkt zusammenzufassen. Wenn ich dann aber so eine 10-minütige Buchzusammenfassung mache, dann sollte ich mich ja schon mehr mit auseinandersetzen, auch verschiedene Weilspiele runterzubrechen, die im Buch sind. Vielleicht wäre da die Lösung gewesen, dass ich es im Endeffekt nur darauf runterbreche, was ich quasi rausgezogen habe.
Das ist für eine Lösung gewesen. Für mich war das relativ schnell dann, okay, Buchzusammenfassung. Aber das ist echt interessant. Ich habe meine Podcast-Folge gemacht, die heißt Bewaffne dich mit Büchern, weil du halt, wie gesagt, das ganze Wissen der Welt und alle Erfahrungen sind eigentlich irgendwo in Büchern niedergelegt.
Das heißt, du musst nicht jede Erfahrung selber machen. Möglicherweise hilft es ja, von den Erfahrungen anderer zu profitieren, die den Weg schon mal gegangen sind. Und da habe ich halt beschrieben, wie du wie du wie ich ein buch lese dass das mir wichtig ist und das im prinzip genauso wie du es machst wobei also bis zu dem punkt auch mit dem textmarker und dann ist noch der also was noch sehr gut ist dass du dann am Ende des Kapitels die wichtigsten Punkte die du mitgenommen hast die aufschreibst am besten ins Buch rein und die wichtigsten Fragen, wenn du sagst, das ist mir unklar, das ist mir unklar, das ist mir unklar.
Und so gehst du halt Kapitel für Kapitel durch, musst du dann aber schon das lesen. Und dann legst du das Buch eine Woche weg oder zwei, weil dann fängt dein Unterbewusstsein an zu arbeiten. und dann gehst du nochmal durch die, nur durch die Kapitelzusammenfassung, die du dir selber geschrieben hast, die Fragen durch und die wichtigsten Sachen, die du markiert hast und dann hast du das Buch eigentlich sehr, sehr gut reingeholt, weil es uns ja allen schon mal so gegangen, dass du ein Buch gelesen hast und drei Wochen späterchen und was war da drin, ich so, ey, keine Ahnung mehr. Dieses wieder auffrischen, mache ich auch regelmäßig, ich nehme dein Buch nach unbestimmter Zeit, ich sehe es dann irgendwie, nehme es und schaue es nochmal durch und als ich ganz viel gemacht habe, waren Seminarunterlagen, Ich habe immer, wenn ich in meinem Seminar war, auf Papier schreibe ich es auf, abends tippe ich es auf Computer ab, auf dem Weg nach Hause vom Seminar lese ich das, so eine Woche später lese ich es nochmal und dann, wenn ich unterwegs bin, beispielsweise ich habe drei Jahre lang mit der ungarischen Eischnellauf-Nationalmannschaft gearbeitet, da bin ich zwischen April und September jedes dritte Wochenende nach Ungarn geflogen und dann zwischen September und März plus minus alle sechs Wochen.
Also ich hatte relativ viel Flugzeit nur für dieses eine Projekt und diese Flugzeit war grundsätzlich immer reserviert für Seminarunterlagen lesen. Das heißt, ich hatte einen Ordner auf meinem Rechner, wo alle meine Notizen drin sind und da habe ich einfach geguckt, okay, was interessiert mich heute, was habe ich schon lange nicht mehr angeguckt und dann auch angeklickt und dann einfach so Seminarunterlagen, also meine Seminarnotizen sind halt auch super effizient zusammengefasst und dann durchgeschaut und da war auch regelmäßig wieder, ah, okay, das war in dem Seminar und ah, das war da oder manchmal wieder das gesehen, ah, das habe ich auch schon, weil ich ihn nicht mehr verwendet, die Trainingsmethode könnte ich mal wieder häufiger einbauen, dieses Supplement, das war dann so ein bisschen auch so ein kleiner Refresher und wenn man da mal ein Jahr nicht reingeschaut hat, ist es ja normal, das Hirn sortiert aus.
Du warst jetzt bei Jürgen Höller auf dem Seminar, da hast du halt vorne die Sachen, die du in den nächsten 72 Stunden umsetzen willst. Es gibt da so eine 72-Stunden-Regel, das ist glaube ich wissenschaftlich nicht begründet, hört sich aber trotzdem gut an und macht auch irgendwo Sinn. Also wenn du halt was Neues lernst und du setzt es nicht innerhalb von 72 Stunden um, ist die Chance, dass du es später nochmal umsetzt, relativ klein. Und da hast du halt vorne so eine Liste, wo du sagst, okay, das sind die Sachen, die ich unbedingt umsetzen will als nächstes.
Und dann auf der nächsten Seite hast du vielleicht noch eine Not-to-do-Liste, so das sind die Sachen, die ich nicht mehr machen will. Das ist eigentlich auch ganz gut. Und die Sachen nimmst du dann eigentlich raus und versuchst die halt in deinen Alltag einzubauen. Am besten, dass du schon einen Terminplan machst oder Sachen anfängst zu delegieren und so weiter.
Wenn du sagst, ich will meine E-Mails nicht mehr selber beantworten, dann musst du dir halt überlegen, okay, kann ich mir einen Assistent suchen oder einen VPA oder sowas, die dann das halt für mich gemacht wurden, nur noch die Sachen übrig bleiben, die die nicht beantworten kann oder die besonders wichtig sind. Und damit hättest du schon wahrscheinlich bei den meisten Menschen eine Stunde Zeit am Tag gespart. Das finde ich auch ganz cool. Das ist ein guter Punkt.
Und die gucke ich mir oft auch wieder an, diese To-Do-Listen, wo du sagst, ja, habe ich gemacht, habe ich gemacht, habe ich nicht gemacht. Und dann kannst du halt überlegen, okay, mach es jetzt oder mach ich es halt nicht, weil sich deine Prioritäten vielleicht verändert haben. Das ist bei meinen Ziellisten ja auch so, dass du die manchmal anguckst und sagst, nee, habe ich keinen Bock mehr drauf. Irgendwie hat sich mein Leben verändert.
Was auch ein Punkt ist, was bei Büchern immer für mich, was ist die eine Sache, die ich mitgenommen habe, die ich entweder ändere oder auch beim anderen Buch ist einfach nur Dinge, die ich mitnehme, die ich Kunden gebe als Beispiele zur Veranschaulichung. So nach dem Motto, hey, guck mal, einfache Sachen wie dann Ernährung hier. Klassiker, so vor einigen Jahren, der kam immer recht gut an. Die Margarine, also Margarine, geherdetes Pflanzenfett, das Pflanzenöl, das chemisch geherdert wird, da entstehen sogenannte Transfette.
Wenn man es wissenschaftlich betrachtet, ist das Transfett das einzige Fett, das tatsächlich schädlich ist. Und die Margarine wurde entwickelt von Napoleon. Es war Napoleon, der einen Auftrag gegeben hat, dass er nicht möchte, dass Hunger ein Problem wird. Deswegen benötigt er ein Lebensmittel, das sehr energiereich ist und günstig herzustellen.
Und so waren da die Wissenschaftler unter Napoleon, die dann die ersten waren, die Margarine hergestellt haben. Und Margarine, oder den Vorläufer von Margarine, das was wir jetzt als Margarine kennen, ist halt relativ reich an Transfetten, dadurch dass halt flüssiges Öl gehärtet wird. Da entstehen diese Transfette. Und diese Transfette ist, wenn man sie in Wissenschaft betrachtet, das ist wirklich das einzige Fett, das man sagen kann, das ist tatsächlich schädlich.
Warum? Das ist relativ simpel. Es ist ein Fett, das es so in der Natur nicht gibt. Deswegen ist es ganz schwierig für den Körper zu verstoffwechseln.
Und gerade so Dinge wie Blutfettwerte, Insulinresistenz, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen usw. korrelieren alle mit Transfettkonsum. Und wenn du dieses Napoleon-Transfette schlecht hast, ist dann f die meisten so ein bisschen ah So ein kurzes ah krass Ich finde das Beispiel halt echt krass weil das halt auch zeigt was wir fr alles geglaubt haben Früher wurde ja immer gesagt, ist Margarine keine Butter. Weil Butter irgendwie hat viel Cholesterin. Versätigte Fette.
Ja, genau. Und das ist nicht gut. Oder ich weiß noch, dass bei uns zu Hause gab es immer einmal in der Woche Leber, als ich klein war. Weil irgendein Wissenschaftler sich mal mit einer Potenz vertan hatte.
Und dann wurde eigentlich gesagt, Leber hat ganz viel Eisen. deswegen ist es für Kinder gut, aber ich glaube, hätte ich um eine Potenz verrechnet gehabt oder so. Oder Eier, dass du keine Eier essen sollst, weil diese ganze Cholesterin-Geschichte war ewig hoch aufgepustet. Und ich komme aus einer Zeit, wo man eigentlich immer gesagt hat, isst so wenig Fett wie möglich, weil Fett macht Fett. Also da gab es sogar so Sprüh-Vaporizer, wo du Fett reingemacht hast, damit du halt so ein bisschen Geschmack aufs Essen machen konntest, weil Fett ist ja ein Geschmacksträger, aber möglichst wenig verwendest.
Und heute hat sich dieses Paradigma komplett umgedreht. Und ich denke mir dann immer, okay, was werden wir in zehn Jahren über das denken, was wir jetzt gerade tun? Fett ist ein interessantes Thema. Es sind im Endeffekt zwei Punkte, die mit Fett immer so in Verbindung gebracht werden.
Punkt Nummer eins, Fett ist ungesund, weil es schlecht für Herz-Kreislauf-Erkrankung. Punkt Nummer zwei, Fett macht Fett. Mittlerweile weiß man, dass es nicht das Fett ist, sondern mittlerweile weiß man, es sind primär die Kohlenhydrate. Es ist nicht mal wie viel du isst, sondern es ist der prozentuale Anteil an Kohlenhydraten in der Ernährung.
Und das Thema gesättigte Fette Herz-Kreislauf-Risiko war im Endeffekt eine zusammengebaute Studie, die diesen Punkt unterstreichen sollte, wo man dann auch herausgefunden hat, okay, die Studie war halt keine tatsächliche repräsentative Studie, sondern eine sogenannte Seven-Country-Studie, Sieben-Länder-Studie, wo man im Endeffekt sieben Länder rausgesucht hat, in denen es die Korrelation gab zwischen hohes Risiko Herz-Kreislauf-Erkrankung, viel gesättigte Fette. Es gab andere Länder, da war es genau andersrum, wenig gesättigtes Fett, hohes Herzkreislaufrisiko oder es war niedriges Herzkreislaufrisiko, viel gesättigte Fette, Frankreich ist so ein Klassiker.
Und dann hat man diesen 7 rausgesucht, wo genau das Verhältnis da war, hat man eine Studie draus gemacht und dann hat man seinen Punkt, den man dann hier so beweisen konnte. Dass sowas, wenn man zurückblickt, evolutionsbedingt ist das doch eigentlich logisch, denn zu keiner Zeit gab es so viel Übergewichtige wie heute. Es ist sogar so dass vor zwei drei vier Jahren das erste Jahr war in der Geschichte des Planeten wo mehr Menschen in Folge von verstorben sind als ein Hunger Was jetzt mal per se nicht so schlecht ist Das ist das erste Mal in der Geschichte der Menschheit Und da spielt natürlich der Kohlenhydratkonsum eine deutlich größere Rolle.
Da evolutionsbedingt wir zu keinem Zeitpunkt einen so hohen prozentualen Anteil an den Kohlenhydraten in Ernährung hatten. Wäre natürlich vor einiger Zeit, vor allem vor den Zeiten der Landwirtschaft und vor allem vor den Zeiten der modernen Landwirtschaft, unsere Ernährung primär aus Proteinen und Fettenbestand. Es gab ja eigentlich keine Kohlenhydrate. Es gab keine Kohlenhydrate in konzentrierter Form.
Es gab ein paar Beeren, ein bisschen Obst, aber das Obst war lange nicht so süß wie heute, das ist ja komplett süß gezüchtet. Honig, das waren aber Wildbienen, da war glaube ich auch nicht so viel drin, das war auch nicht so einfach zu kriegen. Welche Menge, wie regelmäßig. Bei mir ist das immer so, wenn ich irgendwo, wenn ich was Süßes habe, also bei uns gibt es ja immer Kuchen im Büro und so weiter, und bei mir ist es immer so, wenn ich ein Stück esse, esse ich fünf.
Deswegen versuche ich immer das eine Stück nicht zu essen. Das kommt ja auch evolutorisch daher, wenn du halt irgendwie an einem Feigenbaum vorbeigekommen bist, wo gerade reife Feigen dran waren, muss es natürlich sagen, jetzt esse ich die ganzen Feigen auf, bevor die Paviane kommen, was aber im Kühlschrank halt eine schlechte Idee ist. Aber sonst gab es ja eigentlich keine Kohlehydrate. Ein paar Körner.
Kuchen ist ein gutes Beispiel, weil du halt die Kombination aus Stärke und Zucker hast, von der du nachweislich deutlich mehr konsumierst, als wenn du nur quasi Zucker hättest. Da gibt es unter anderem eine Rattenstudie, die ganz interessant ist. die bekamen Milch oder die bekamen Zucker, Zuckerwasser, oder sie bekamen eine Mischung aus Milch und Zucker. Kinderschokolade. Nur den Kern der Kinderschokolade.
Und das Interessante war, die größte Menge an Kalorien haben sie konsumiert, wenn es quasi diese Kombination aus beidem war. Also diese Mischung Milch und Zucker in dem Fall, aber stärker Zucker funktioniert sehr ähnlich. Die Kombination aus beidem ist das, wo dann im Endeffekt übermäßig konsumiert wurde. Hat jeder mit sichererweise für sich über Ernährung.
Also für mich ist das immer so mein Kompass im Kopf, dass ich mir überlege, okay, wie würde denn, also wir sind ja evolutorisch irgendwie, was ist, ein paar Millionen Jahre durch die Savanne gelaufen und nur ein paar tausend Jahre haben wir auf dem Feld gearbeitet. Ein paar tausend Jahre reichen eigentlich nicht, um den Körper zu verändern. Und deswegen denke ich immer, okay, also was haben die so gegessen? Also Paleo ist ja eine Antwort, aber ich glaube, wäre mir jetzt zu viel Fleisch, glaube ich, weil so viel Fleisch haben die, glaube ich, nicht gehabt.
In Abhängigkeit. Fleisch, was interessanter ist, vor kurzem hatte ich den Gedanken wenn wir in Gegenden gehen wo relativ wenig Zivilisation ist dann haben wir zu einem einen sehr sehr hohen Wildbestand Und wir haben auch deutlich gr Tiere Zum Beispiel, wenn du in Deutschland Wildschwein jagen gehst, dann so 80, 100 Kilo, wenn es mal ganz verrückt wird, ist es 150 Kilo Wildschwein. Gehst du nach Russland, da hast du auf einmal 300 Kilo Wildschwein. Warum?
Du hast deutlich weniger Zivilisation. Das heißt, es gibt eine höhere Wildpopulation und die Tiere werden deutlich größer. Oder du gehst in Gegenden mit relativ wenig Zivilisation und schaust mal, was unter Wasser passiert. Wenn du vielleicht Indische Ozean, eine kleine Insel hast, da ist das Riff, das Riff ist voll mit Fisch.
Da ist keine Frage, fange ich heute was, sondern es ist nur eine Frage von, wie schnell fange ich. Du fängst jedes Mal. Und wenn man davon ausgeht, rein hypothetisch, da gibt es relativ wenig, weil es gibt keine Nachweise. Wie sah das Mittelmeer aus, als Population und vor allem natürlich dann auch Industrie- und Umweltverschmutzung um vielfaches geringer waren?
Wie hoch war der Fischbestand da? Das ist interessant. Und beim Wild weiß man es, je geringer die Zivilisation, desto größere Tiere und desto mehr Tiere hast du da. Wenn du den Yellowstone Nationalpark anguckst, da gibt es jetzt auch wieder Wölfe.
Also das ist glaube ich nicht so einfach, da einen Karibus zu fangen. Das ist glaube ich nicht so einfach, weil sie laufen hier nicht über die Speisekarte. Wilddichte und natürlich je größer das Tier oder je größer die Weide. in Utah gibt es ja viel diese Elchjagd da muss man schon ein bisschen Zeit mitbringen man geht davon aus, dass vor 100 Jahren da gibt es ja ein bisschen Überlieferungen, wir haben jetzt aktuell in den USA 85 Millionen Rinder in Viehzucht man geht davon aus, dass es vor gut 100 Jahren circa 100 bis 150 Millionen freilaufende Büffel und Bison gab das sind diese riesen Herden die es gibt, Beispiel in Texas, wo auch relativ wenig besiedelt ist.
Die haben diese riesen Wildschweinherden. Sowas gibt es ja auch bei uns nicht. Und dann gibt es natürlich ein paar Tiere, die gibt es tatsächlich seltener. Sowas wie ein Elch ist auch nicht so einfach zu finden.
Beispiel selbst in Europa, da kannst du, wenn du mal sowas wie Schottland gehst, dann einen Hirsch zu sehen ist kein großes Problem. Natürlich in Deutschland einen Hirsch zu sehen wird sehr schwierig. Ich habe in Schweden, ich habe mal so eine dreiwöchige Kanu durch Schweden gemacht. Ich habe keinen einzigen Elch gesehen, wo ich am elchreichsten Gebiet überhaupt war.
Aber was ich interessant fand, ich habe mal gelesen, dass bevor der Mensch nach Deutschland gekommen ist, gab es keinen Wald. Weil da gab es die großen Tiere. Mammuts und so weiter. Und die haben eigentlich den Wald flach gehalten.
Und erst als der Mensch gekommen ist und die Mammuts, also die großen Säugetüren kannst du halt relativ schnell ausrotten, weil die eine geringere Reproduktionsrate haben. Erst nachdem die die großen Tiere quasi vertrieben hatten, ist der Wald hochgekommen. Das heißt, der Wald in Deutschland ist menschengemacht. Kann ich noch nicht, macht aber vollkommen Sinn.
Also die Abnutzung des Waldes durch Tiere ist relativ hoch. Gerade wenn du große Tiere hast, die wollen halt auch die freien Flächen haben und so weiter. Kannst du dich noch erinnern, wo du das gelesen hast? War das ein Buch?
Das weiß ich nicht mehr. Aber kann man mal googeln. Da gibt es übrigens ein sehr, sehr gutes Buch von dem Harari. Kennst du den?
Da gibt es eine kurze Geschichte der Menschheit. Also wer sich für solche Themen interessiert, also auch zum Thema, wo kommen wir evolutorisch her, wie jetzt das Ganze entwickelt und so weiter, das Buch ist wirklich ein Augenöffner. Ist auch als Hörbuch. Finde ich sehr gut gemacht.
Homo Deus. ist der Nachfolger. Wie ist das Erste? Eine kurze Geschichte der Menschheit. Was war der englische Titel?
Ich kann mich erinnern, es gelesen zu haben. Ich würde jetzt mal sagen, Short History of Man. Googlen. Aber das habe ich zweimal durchgehört, weil ich fand das wirklich mega faszinierend.
Wirklich spannend, auch wo wir herkommen, auch wie wir uns als Gesellschaft entwickelt haben, was so die Wendepunkte der Geschichte waren, was uns zusammengebracht hat. und so weiter. Und warum der Mensch, also das fand ich eigentlich am allerspannendsten, dass er gesagt hat, dass wir nicht deswegen quasi jetzt uns über die Natur erhoben haben, weil wir besser, weil wir Werkzeuge hatten, sondern weil wir gelernt haben zu kooperieren. Und weil wir gelernt haben, Konzepte über die Zukunft zu machen. Und das können halt Tiere nicht.
Und das hat uns halt über, und das ist glaube ich auch die Stärke, die wir heute noch haben. Und was ich auch, das wäre bei Homo Deus, das finde ich immer interessant, die Leute sagen ja immer, dass die Welt immer schlechter wird und immer gefährlicher und so weiter. Und das erste, was er bei Homo Deus sagt, ist, okay, wir leben das erste Mal in einer Welt, wo es keine Kriege mehr gibt. Also keine Kriege mehr im Vergleich zu früher.
Also früher, wenn du gesagt hast, wir sind im Frieden, dann war das immer temporärer Zustand. Aber es konnte morgen wieder anders sein. Wenn du heute sagen würdest, wir haben Frieden mit Frankreich dann w du nicht mehr sagen k morgen anders sein Nee kann nicht mehr sein Wir haben eigentlich keine gro Kriege mehr Wir haben keinen Hunger mehr Also jeder Hunger den du jetzt noch hast ist eigentlich politisch irgendwie gemacht Und wir haben eigentlich auch keine Krankheiten mehr, keine Seuchen mehr. Im Vergleich zu früher?
Im Vergleich zu früher. Also die Mortalitätsraten bei Seuchen sind verschwindend gering. Und früher hast du ja mit der Pest irgendwie die ganze Landstriche leer gemacht irgendwie. Und Hunger war eigentlich allgegenwärtig.
Also das fand ich mich auch interessant. Ich habe mich immer gefragt, es gab ja dann, als die Industrielle Revolution entstanden hat, warum haben die Leute das gemacht? Warum sind die in diese Ghettos reingegangen und haben da unter den übelsten Bedingungen, wo sie doch vorher schon auf dem Land leben konnten, auf dem Bauernhof bei frischer Luft und so weiter und guter Ernährung, warum sind die denn freiwillig da hingegangen? Weil die sind ja nicht gezwungen worden.
Und der Grund war Hunger. Die sind regelmäßig auf dem Land verhungert. Die hatten regelmäßig Hungersnöte und sind verhungert. und in der Stronen Revolution war das erste Mal, dass die regelmäßig was zu essen kriegen konnten. Das war so viel wert, dass die alles andere in Kauf genommen haben.
Krass, oder? Ja, wirklich der Punkt.
Evolutionsbiologie und Ernährung (Paleo)
Lass kurz zurückziehen, so ursprüngliche Punkte mit der Paläonährung und die Menge an Fleisch. Ich bin ja auch ein Befürworter von Summe und Fleisch. Die Menge ist aber ganz klar, sie hängt ab von deinen Zielen. Also das ist auch ein Punkt, ich bin jetzt nicht der, der sagt, jeder muss eineinhalb Kilo Fleisch am Tag essen. definitiv nicht der Fall.
Wenn du bestimmte Ziele hast, kommst du dann nicht drum rum. Vor allem höhere Ziele im Muskelaufbau, höhere Ziele im Kraftaufbau. Wenn du zu World's Strongest Man fahren möchtest und dann musst du deine 160, 180 Kilo wiegen, da kommst du nicht hin mit zwei Hühnchenbrust am Tag. Und das schaffst du auch nicht mit Proteinshakes wahrscheinlich, ne?
Es kommt noch ein bisschen mehr dazu. Aber mit Sicherheit hoher Fleischkonsum ist eine Grundlage. auf hohem Niveau gibt es sowas wie Strongman, es gibt keine Strongman auf hohem Niveau, die sich vegan ernähren, es gibt diesen einen der auch bei Game Changers war, das ist aber kein Strongman auf hohem Niveau es wird damit geworben, dass er Weltrekorde hält diese Weltrekorde haben regionales Niveau der war noch nie bei einer der großen Veranstaltungen eingeladen, weil einfach nicht gut genug ist Palio seine Grundidee finde ich sehr gut muss aber modifiziert werden basierend auf zwei Aspekten dem Ziel und dem, was wir verfügbar haben.
Beispiel, wenn du sagst, Palio ist mein Ding, so haben wir auch vor ein paar tausend Jahren gegessen. Ich finde es halt als Denkanhalt wenn du halt guckst okay was esse ich gerade so als Denkanhalt finde ich es halt immer einen guten Punkt Als Grundlage ist genau das was ich im Endeffekt auch empfehle. Ich empfehle 50-50, halb vegan, halb Carnivore, halb Pflanze, halb Tier. Das genaue Verhältnis und wie viel von was, ist abhängig von.
Vor ein paar tausend Jahren gab es auch keine Autos, gab auch keine Heizung, deswegen sagst du auch nicht, okay, ich ernähre mich Palio, deswegen kann ich auch keine Heizung mehr anmachen. Sondern der Punkt ist, wir haben Neuerungen, wie zum Beispiel Landwirtschaft, die uns erlaubt, gewisse Mengen und vor allem Kohlenhydraten zu essen. Dann können wir das nutzen. Ziel muss aber sein, es so zu verwenden, dass es uns nutzt und die Nachteile in Grenzen hält.
Das ist nicht einfach nur bergeweise Kohlenhydrate essen, sondern Kohlenhydrate in dem Maße, wie wir es brauchen, basierend auf unserem Verbrauch und natürlich auch brauchen, basierend auf unseren Zielen. Wenn du jetzt im Endeffekt hohe Trainingsziele hast, dann kommst du da in vielen Fällen nicht um die Kohlenhydrate rum. Während wenn du sagst, okay, ich mache zwei Stunden Sport die Woche oder ich mache gar keinen Sport, dann ist einfach faktisch dein Kohlenhydratverbrauch ein geringerer. Deswegen sollte auch dein Konsum geringer sein.
Das heißt, ich bin da jetzt niemand, die Grundidee Paleo ist ausgezeichnet. Wir haben neue mehrere Optionen, unter anderem diese konzentrierten Kohlenhydrate, die es im Rahmen der Paleo Ernährung eigentlich nicht gibt. Und wir haben auch Zucker.
Zucker, Süßstoffe und physiologische Reaktionen
Zucker hat viele Nachteile, Zucker hat aber auch viele Vorteile. Das heißt, wenn der basierend auf Ziel und Status optimal genutzt wird, bringt der Vorteile. Nach dem Training, Energieschub. Genau, nach dem Training jetzt sich nur noch von zuckerreinigen Getränken sich zu ernähren.
Das ist, glaube ich, keine gute Idee. Das ist faktisch, das wird nach hinten losgehen. Und das sind ja auch keine Leitprodukte eigentlich. Leit ist besser als mit Zucker, je nachdem, wie man argumentiert. nicht süß, also Wasser ist besser als Leitgetränke.
Da gibt es auch eine Studie von San Antonio, wenn ich mich richtig erinnere, die verglichen hat. Drei Kontrollgruppen, Gewichtsverlust, Zuckergetränke, Leitgetränke, Wasser. Der der Leitgetränke konsumiert hat, hat mehr verloren als mit Zuckergetränken, jedoch der, der Wasser, primär Wasser getrunken hat, hat mehr Gewicht verloren als mit Leitgetränken. Macht Sinn.
Aber du hast halt, Ich habe mal gelesen dass du bei Leitgetr auch eine Insulinreaktion hast Und das ist halt ein Problem Es ist quasi kein Zucker da aber allein dieser Geschmack Der K denkt halt es ist Zucker da Der Geschmack Was da der eine oder andere gegen argumentiert mit Wissenschaft, Fakt ist jedoch, die Pavlovschen Hunde, die kennen wahrscheinlich die meisten, also ein frühes Experiment zum Thema Konditionierung. Im Endeffekt gab es eine Glocke, dann gab es Essen. Und dann kamen die Hunde nach einem Weilchen, die Glocke kam, Essen kam. Und die Hunde haben schon quasi gesabbert, hatten Schweichelschluss.
Und wenn dann nur die Glocke kam, aber kein Essen kam, hatten die trotzdem schon vermehrten Speichelfluss. Das heißt, ohne dass sie irgendwas gegessen haben und dass da tatsächlich Essen gab, sie waren konditioniert, Glocke, Speichelfluss. Das heißt, Verdauung beginnt genau genommen nicht im Magen und auch nicht mit Kauen, sondern Verdauung beginnt mit Sehen, Riechen und Denken. Klar, wenn ich jetzt Mousse au Chocolat sage, haben wir jetzt viele Euro plötzlich.
Speichelfluss, ist ja klar. Kennt auch jeder, irgendwann so eine Doku über Essen angeschaut oder nur so ein ein Rezeptbuch angeschaut und dann so kommt der Hunger. Das wird ja auch aktiv oder sowas wie mit Geruch. Kennt auch jeder.
Da läuft es dann in so einer Bäckerei vorbei und es riecht so nach frischen Backwaren. Und dem einer oder anderen denkt sich, so jetzt kriege ich Hunger. Oder in so einem Restaurant denkst du, Hunger. Es fängt an mit Sehen, Riechen, Denken.
Und einfach schmecken ist dann da schon ein Punkt. Und wenn das süß schmeckt, du hast nicht den gleichen Effekt biochemisch, wie wenn da tatsächlich Zucker kommt. Aber du hast faktisch eine Reaktion. Was interessant ist, ein Kunde von mir, seine Frau arbeitet im Bereich Lebensmittelchemie und sie forscht, von dem Unternehmen das Süßstoffe herstellt.
Und ich habe nachgeschaut, diese Forschung wurde nie veröffentlicht, was auch logisch ist, denn die Firma stellt Süßstoffe her. Aber was sie herausgefunden haben ist, dass wenn der Süßstoff konsumiert wird, Entzündungsmarker direkt ansteigen. Das heißt, du hast nicht nur diese Insulinreaktion, sondern auch du hast eine Entzündungsreaktion des Körpers, also quasi eine Immunreaktion, basierend auf diesen Süßstoffen. Was natürlich eine Firma, die selbst Süßstoffe herstellt, die wird zur Forschung betreiben mit diesen Ergebnissen, wird es aber nicht veröffentlichen.
Irgendwo logisch, aber Fakt ist, es ist nur mehr als nur Zucker. Der Süßstoff macht auch mehr als nur Zuckerschwankung und Insulin, sondern hat auch faktisch einen Effekt auf Entzündungslevel. Viele Dinge haben einen Effekt auf Entzündungslevel. Also ich will da jetzt nicht den Süßgetränken, den schwarzen Peter zuteilen.
Und auch, ich bin ganz klar an dem Punkt, Süßstoffe haben ihre Vorteile. Beispiel wenn du sowas wie einen Amino-Drink hast, den halt ohne Süßstoffe zu konsumieren, ohne Geschmackskoffe. Jeder, der schon mal Aminosäuren getrunken hat, ohne Süß- und Geschmacksstoff, der weiß, es ist ganz schwierig. Gut, was ist ja eigentlich in allen Proteinpulvern?
Proteinpulver, genau. Wo musst du eigentlich einen Süßstoff drin haben? Es gibt welche, die sagen, nee, will ich nicht. Und die nehmen dann geschmacksneutrales Proteinpulver und machen dann von mir aus ein bisschen Kakao oder Zimt dran.
Kann man gerne machen, für die absolute Mehrheit. Das ist auch schon hart. Ja. Also ich habe es jetzt halt eine Weile lang mit Apfelbrei gemacht.
Das geht. Das geht gut. Aber auch viele sagen dann, der eine sagt, mach ich. Viele sagen dann so, nee.
Wenn ich dann auswählen kann zwischen einem Proteinshake, der schmeckt wie ein Milchshake, wo halt ein Süßstoff drin ist und Aroma, und dann habe ich einen Proteinshake, den ich mir mit Apfelbrei und ein bisschen Zimt anmixe. Statistischer gesehen, klar. Ich verstehe das Argument für den mit Apfelbrei, aber faktisch, die absolute Mehrheit wird den Milchshake-ähnlichen Proteinshake. Mir stört halt, wenn du die Zutatenliste die neben den Proteinen dann noch alle drin sind in diesen Dingern.
Das finde ich halt immer ein bisschen grenzwertig. Ich meine, ich sage immer, du musst irgendwie real kochen und so weiter. Und dann haust du ja aber irgendwie jeden Tag 30 60 Gramm von dem Zeug rein wo du nicht so genau wei was da drin ist Und deswegen bin ich jetzt eigentlich umgestiegen auf Hanfprotein oder Erbsenprotein und so weiter was jetzt nicht gut schmeckt, aber wenn du halt ein bisschen Apfelbrei dran machst oder irgendwas anderes, dann weiß ich zumindest, was drin ist, weil in dem Hanfrotein ist nichts anderes drin als gemahlener Hanf. Fertig.
Supplementierung und Biohacking-Gewohnheiten
Proteinpulver ist ein hochverarbeitetes Lebensmittel, was viele nicht realisieren. Auch da, ich bin kein Fan davon, von Proteinshakes zu leben. Meine Regel ist, es gibt Proteinshake ausschließlich nach dem Training. Punkt.
Sonstige Proteinshakes nur in ganz, ganz wenigen Ausnahmefällen. Nach dem Training habe ich den großen Vorteil, da kann ich diesen Proteinshake nutzen, weil es halt ein einfach schnell verdauliches Protein ist. Für viele ist es natürlich auch ein Highlight, geschmacklich. Mittlerweile gibt es Proteinshakes, die schmecken einfach richtig gut.
Dann nutze ich den. Ich schmecke halt immer ein bisschen künstlich. In meinem sind jetzt glaube ich acht Zutaten drin, die ich jetzt selber reinmache irgendwie. Ich mache jetzt genau Zimt, Kakao, Kollagen mache ich immer ein bisschen rein. soll ja gut für die haut sein und ich habe mir jetzt so eiswürfel gemacht mit ingwer kurkuma algen und chili die ich quasi gemixt habe und eingefroren habe und rote beete und die haue ich mir jetzt immer noch rein die geben mir halt noch mal so einen richtigen kick zum geschmacks kick und sonst kriege ich die eigentlich rein ich w gerne mehr eigen essen aber ich kriege das in meine Nahrung nicht eingebaut weil meine Frau hasst das Das hei ich kann es nicht in den Salat reinmachen irgendwie Fr habe ich es immer Salat gemacht und meine Frau hat das gehasst Und jetzt mache ich mir das halt morgens immer in den Shake mit den Eiswürfeln.
Das ist eine gute Option. Ich bin ein riesen Fan davon. Aber wenn du realistisch siehst, wie viele betreiben den Aufwand. Ja, weiß ich nicht.
Statistisch gesehen sind es wenige. Ich habe das auch mal gepostet bei LinkedIn und Facebook, habe eigentlich nur so, hä? Fragezeichen. Was macht der?
Aber gut, ich mache das einmal, das dauert eine halbe Stunde, dann friere ich die ein. Dann hast du einfach zwei Monate von oder so. Geht schon, ist aber eine Riesensauerei. Genau, meine Frau hat sich noch beschwert, dass jetzt alle Handtücher mit Kurkuma-Flecken versorgt sind.
Schwierig, die rauszubekommen. Ich kann mich nur erinnern, ich hatte mal so Kurkuma-Salbe. Das ist ja noch übler. Kurkuma-Salbe für was?
Für Entzündung. Mal zum Beispiel, du hast dann irgendwo einen Muskelkater, machst du Kurkuma drauf, dann die Haut absorbiert es. Oder auch wenn du ein bisschen Sonnenbrand hast, Kurkuma-Salbe drauf, der Effekt ist sensationell. Es zieht nicht komplett ein aber wenn du ein wei T an hast gibt es auch ein paar die waren dann halt danach Die werden nicht mehr wei Ja das ist Kriegst du schon kaum die Shaker, die du mir gegeben hast, sind auch alle gelb.
Ich mache immer noch so einen Löffel Kurkuma runter. Beim Pfirsich Amino, da ist auch Kurkuma als Farbstoff drin. Dementsprechend auch viele, die Pfirsich Amino trinken und es länger im Shaker drin lassen, dann wird auch irgendwann der Shaker so ein bisschen gelb. Das Kurkuma färbt.
Naturprodukt ist vollkommen okay, Kurkuma ist dann genau genommen auch das, was das Curry gelb macht ja genau da muss halt immer ein bisschen Pfeffer rein eigentlich muss ein bisschen Fett rein, ein bisschen Pfeffer und ein bisschen Wärme damit du es am besten aufnehmen kannst Schwarzer Pfeffer Christopher, ich würde sagen, wir reden jetzt auch fast zweieinhalb Stunden krass ich glaube das ist das längste Interview, das ich je hatte und das erste Interview, wo ich mich vorher ausziehen musste für die Hautfaltenmessung für die Hautfaltenmessung, die wir vor dem Interview gemacht haben genau, ja sehr spannend vielen Dank, dass du das warst