TWUP 167

TWUP 167 — Knie Roundtable Teil 2 mit Prof. Dr. Matthias Feucht

Prof. Dr. Matthias Feucht und Wolfgang Unsöld beantworten spezifische Zuschauerfragen zu Knieverletzungen und orthopädischen Behandlungsansätzen. Der Fokus liegt auf der Differenzierung zwischen konservativer Therapie und chirurgischen Eingriffen bei Meniskus- und Knorpelschäden sowie der biomechanischen Ursachenforschung.

Kernpunkte

Der klinische Untersuchungsprozess des Knies

Wolfgang, jetzt war die erste Folge so ein bisschen, dass wir mit Matthias ein normales Gespräch geführt haben. Für die Folge, ich sehe hier schon DIN A4 Blätter mit Frage, mit Zuschauerfragen. Bevor wir darauf eingehen, genau, wir hatten gar kein Konzept für die Folge, jetzt fällt mir gerade ein, letzte Folge haben wir aufgehört mit dem Cliffhanger der händischen oder vielleicht auch manuellen Untersuchung eines Arztes vom Kniegelenk. Wie, vielleicht muss man so fragen, wie sollte die aussehen und wie sieht sie häufig in der Praxis aus und was schaust du dir an Du hast eben gesagt du testest schon h Kreuzb auf Spannungsverh oder Range of Motion Wie l das ab und wie soll das eigentlich sein

Visuelle Beurteilung und Ganganalyse

Also für mich ist erstmal ganz wichtig, bevor ich einen Patienten suche, dass ich mit ihm rede. Weil da lerne ich schon ganz viel von ihm selber. Erstmal natürlich, klar, was hat er für Beschwerden etc. Aber so zwischen den Tönen dann auch rauszuhören, wie hoch ist eigentlich sein Leidensdruck? wirklich ist das in Anführungszeichen ein alltägliches Problem, ein Luxusproblem nur.

Wenn jemand kommt, der sagt, ich kann nicht mehr Treppen steigen, hat er ein anderes Problem, wie jemand sagt, nach 20 Kilometer Marathon-Training, schmerzen wir mal in den Knie. Da muss man auch überlegen, was ist der Anspruch vom Patient und wie ist der auch so ein bisschen emotional, intellektuell gestrickt? Was kann ich mit ihm überhaupt besprechen? Wo muss ich auch gewissermaßen sagen, wir machen es jetzt so? oder inwiefern kann ich differenzialtherapeutische Maßnahmen mit dem diskutieren.

Das ist auch für mich erstmal die Grundbasis.

Manuelle Tests und Palpationstechniken

Und dann Untersuchungen, das lernt man ja als Student immer ganz banal. Das heißt Inspektion, Palpation, Funktionsuntersuchung, was halt leider in der medizinischen Praxis häufig aus Zeitgründen ganz banal gesagt nicht mehr so gemacht wird. Die Leute sagen, ja, durch die Hose hat man mir ein bisschen Knie rumgedruckt und hat nicht rausgefunden, was das Problem ist. Das ist klar, oder? und für mich ist der Schritt, Patienten muss ich ausziehen, ich schaue mir an, wie steht der, ich lasse den durch den Raum gehen, wie geht der, ja, da kann man ja auch schon ganz viel draus ablesen, was hat der für ein Problem?

Was sagtest du? Im Stehen gucke ich mir erstmal an, wie sind die Achsverhältnisse, hat der ein O- und ein X-Bein, hat der eine innen schielende Patella, also eine Kliescheibe, sowas, wo er auf einen Torsionsfehler schon mal hinwendet, hat der ein Beckenschiefstand, hat der irgendwie eine extreme Lendenlordose oder sonst was, wo ich mir denke, vielleicht kommt es gar nicht vom Knie, vielleicht kommt es vom Rücken, kann ja auch immer sein. Was, Knieschmerzen können vom Rücken kommen? Beim Gehen schaue ich mir an, hat der, natürlich extrem verheizten Hinken, das ist meistens nicht so das Problem, das ist ja dann offensichtlich, aber Leute, die zum Beispiel ein extremes O-Bein haben, noch eine Außenbandinstabilität, wenn die auftreten, dann klappt dynamisch das Gelenk auf quasi, wir nennen das ein Thrust-Phänomen und solche Dinge, wo ich einfach schon beim ersten Blick sehe, der hat ein relevantes Problem, aber das sind so die Basissachen und beim Untersuchen geht es einfach darum, den Schmerzpunkt zu suchen.

Ich untersuche die Bewegung, hat ja ein aktives Bewegungsproblem, ein passives Bewegungsproblem, beides das hat ja immer ganz unterschiedliche Gr und dann geht es los mit der Funktions eigentlich von jedem Band erstmal Es geht nicht darum dass ich wei okay der kommt wegen Kreuzbandriss ich schaue mir nur das Kreuzband an sondern ich muss ja auch wissen hat das Innenband was, hat das Außenband was, hat das hintere Kreuzband was, wie ausgeprägt ist die Instabilität und das kann man, wenn man viele Kniegelenke in der Hand gehabt hat, relativ gut schnell rausfinden, ist das jetzt was, was man gut so vielleicht kompensieren kann oder ist das was, wo ich sage, mit aller Muskulatur schafft er das nicht mehr zu kompensieren.

Meniskusuntersuchung, Kniescheibe, wie ist die geführt? Das ist so für mich. Egal was der Patient hat, ich gucke mir alle Strukturen an. Mega geil.

Ich hatte mal eine Patientin, die hat gesagt, ich war beim Arzt und er war ein riesen Idiot. Der hat mich gar nicht richtig anguckt, der hat nicht mal ein Röntgenbild gemacht. Und dann sage ich so, das klingt erstmal ganz gut. Der hat dann mein Bein genommen und hat so gekümmt.

Aber der wollte kein Röntgenbild machen. Aber das ist doch eigentlich das, was ich mir als Therapeuter gebe, der mein Herz aufsteckt mir, geil, das ist ein Arzt, der nimmt den Patienten in die Hand und der macht und der tut. Da muss ich sagen, hat sich so ein bisschen auch von Patientenseite gewandelt. Wir haben schon auch so ein bisschen ein Schema, wo ich sage, wenn ein Patient zugewiesen kommt mit der Diagnose, braucht der eigentlich die Diagnostik.

Und um halt so ein bisschen auch Wartezeit für den Patient zu übergehen, habe ich so eine Liste, wo ich sage, der braucht ein MRT und ein Röntgen so und so und dann wird der häufig erstmal zum Röntgen geschickt, was nicht die beste Medizin ist, das gebe ich zu, aber auf der anderen Seite bräuchte er es sowieso, ja, und so versuchen wir halt die Abläufe zu optimieren, aber viele sagen es halt, nee, bevor sie zum Röntgen gehen, möchten sie erstmal mit dem Arzt sprechen, also die Patienteneigenbestimmung hat schon zugenommen, das ist mir auch gut. Ja, cool, ja. Also das ist auch vollkommen richtig, dass das so ist, ne?

Absolut, das ist schon in Ordnung. Ja, und ich bin ein großer Freund davon, dass man sich nicht nur, und das hast du eben auch schon angedeutet, nicht nur ein Foto anguckt, sondern dass man sich halt eben auch das Ganze erstmal palpiert, eine Inspektion macht und so weiter. Also für mich ist auch immer, ich sehe häufig schon, was das Problem ist, wenn ich jemanden laufen sehe. Also genau wie bei der ich sehe, hat er eine eingeschränkte Schrittlänge, gehen bei mir sofort die Alarmglocken an, ich weiß meistens schon, wo es herkommt.

Wenn er auf der Bank liegt, ein Bein fällt weiter nach außen oder das andere kommt nicht so weit nach außen und steht deswegen weiter in der Innenrotation. habe ich schon eine Idee was passiert wenn ein Fu weiter in Plantaflex f und der andere weniger habe ich schon eine Idee was da statisch irgendwo f Probleme da sein kann Und deswegen bei Seminaren mache ich das ganz h und sage hat irgendjemand Schmerzen Ja sage ich okay sag mir nicht was du hast leg dich einfach mal hin. Und dann lege ich den Patienten hin, gucke ihn mir an, dann kann ich, ohne dass ich den vorher behandelt habe, sagen, du hast hier Spannung da, die Rotation wird gut sein, die wird schlecht sein.

Und das kann ich einfach nur in Hand. Vielleicht machen wir das gleich mal. Ich habe leider keine, oder Gott sei Dank, keine Schmerzen. Aber ich bin mir sicher, Ich würde jetzt mit dir dünner wette.

Du legst dich gleich hin und ich kann dir, ohne dass ich dich vorher angefasst habe, sagen, welche Rotationen gut gehen, welche schlecht gehen, wo du Spannung hast, wo du keine Spannung hast. Würde ich dir jetzt gleich nur, ohne dass ich dich... Ich glaube dir das, die Frage ist immer, will man es wissen? Ja gut, das stimmt.

Man muss nicht alles behandeln, aber ja. Wir hatten ja letzte Woche nach unserem Gespräch noch so ein bisschen auch zusammengesprochen, wir hatten uns das erste Mal ja getroffen, wenn du deine Ansätze so ein bisschen noch erzählst und ich bin echt mal gespannt. Ich komme mal gerne nach Darmstadt und gucke mir das mal an. Unbedingt.

Das kürze ich wirklich sehr. Anders an wie das, was ich kenne tatsächlich von Physiotherapie.

Details zum TNT Summit Event

Vielleicht ist er sogar für das TNT Summit nächstes Jahr sogar ein Speaker. Könnte ich mir unheimlich gut vorstellen, oder? Ebenfalls. TNT Summit hast du schon...

Ich kenne es nur so ein bisschen von Instagram, von Training und Therapie und von deinem Account, aber was ihr genau macht, habe ich mir tatsächlich nicht angeguckt. Im Endeffekt machen wir Podcasts auf einer Bühne, dann können quasi einmal im Jahr die, die den Podcast so immer hören, auch das Ganze mal live verfolgen und Fragen stellen. So wie jetzt hier, wir sitzen zu dritt, beziehungsweise auch zu viert. Je nach Talk.

Am Anfang nur so und dann am Ende des Talks gibt es dann ein Mikrofon im Publikum, wo dann quasi die Zuschauer aufstehen können und dann einmal im Jahr interaktiv eine Frage stellen können, die sich brennend interessiert. Und es gibt richtig Open Wine war am Ende. Wir wollen nämlich alle, weil wenn das Event scheiße wird, aber du machst alle massiv besoffen am Ende, dann erinnert sich keiner mehr, sag klar, top, geh ich nicht mehr wieder hin. Super veranstaltbar.

Wie viele Leute kommen da so? 120 bis 140. So denke ich. Ja. Viel mehr Platz haben wir auch gar nicht.

Also 180 ist die Max-Kapazität. Wir sind jetzt schon bei deutlich über 100. Ja, cool. Wird auf jeden Fall ein gutes Ding.

Wer da Interesse hat, tnt-summit.de Jetzt hast du uns eben...

Berufliche Weiterentwicklung und wissenschaftliche Forschung

Ich habe gefragt, Wolfgang, Thomas, woher bezieht ihr denn eure Informationen, wenn ihr euch weiterbildet? Jetzt würde ich die Frage vielleicht ganz kurz nochmal umdrehen. Wie bildest du dich weiter? Also ihr habt ja auch gewisse Fortbildungspunkte, die ihr erfüllen müsst.

Suchst du dir Themen aus oder gibt es von der Klinik, dass man sagt, wir versuchen uns als Team in die Richtung weiterzuentwickeln? Gibt es da persönliche Präferenzen? Womit bildest du dich fort? Und was waren vielleicht so die besten Learnings oder das beste Fortbildungsseminarkonzept, was du in letzter Zeit besucht hast?

Grundsätzlich muss man jetzt erstmal weg, wie das klingt, erstmal zu mir persönlich. Und ich bin irgendwie schon von Tag 1 tatsächlich, als ich mit dem Fachgebiet angefangen habe, auf Leute getroffen, die mich einfach bis heute geprägt haben. Die haben nie akzeptiert, was irgendwo stand, sondern hatten immer selber Forschung gemacht, quasi selber daran interessiert gewesen, Wissen voranzutreiben und die haben mich einfach auch so geprägt, dass ich jeden Morgen tatsächlich stehe ich auf und das erste, was ich mache, ist ein Kaffee und dann setze ich mich an den Computer und tue erstmal eine halbe Stunde, habe ich so meine Stammjournals heißt es, also wissenschaftliche Journale und gucke, was ist online first publiziert worden.

Online first heißt quasi das ist noch nicht in der Printversion, sondern ist gestern Nacht wegen mir online gegangen und lese mir das nur die Zusammenfassung, den sogenannten Abstract durch. Das heißt eigentlich ich weiß, was überall auf der Welt wissenschaftlich gemacht wurde, bevor es irgendwelcher Mensch in seinen Briefkassen bekommt und das habe ich vom ersten Tag eigentlich meiner Wissenschaft oder auch klinischen Karriere bis heute mache ich das heute immer noch so. Meine Frau hält mich immer für verrückt, wenn sie die sagt, du könntest eine Stunde länger schlafen, aber das ist für mich so der Morgen, die Ruhe nochmal, ich kann ganz in Ruhe, ohne Geschrei, ohne Telefon oder sonst was, mir das Wissen aneignen und das, was ich sage, das ist super interessant, da lade ich mir dann die Vollversion runter und da habe ich jetzt so ein Fundus halt, wo ich immer mal wieder dann lese, ich lese zum Beispiel, das muss ich zu meiner Schande sagen, keine Romane, das kann ich nicht.

Ey, Wolfgang, du auch nicht, oder? Wenn ich im Urlaub bin, ich habe meinen Stapler und Papern, oder mein mittlerweile Laptop halt klar, und lese das. Und auch das ist meine Frau, du sagst immer, du arbeitest nur. Für mich ist das keine Arbeit.

Danke. Safe. Ich denke mir immer so, wenn es ein guter Roman ist mach einen Film draus ziehe ich mir rein Aber sorry man hat mir mal gesagt und das fand ich eigentlich ganz sch du kannst nur lesen indem du liest Das bedeutet Lesen erfordert eine ungeteilte Aufmerksamkeit Und wenn ich meine ungeteilte Aufmerksamkeit einem Thema widme, dann möchte ich, dass dieses Thema mich in meiner größten Leidenschaft oder in verschiedenen Interessengebieten, für die ich eine große Leidenschaft habe, mich weiterbringt. Und das, um das jetzt noch kurz vorzuführen, das ist das, wo ich mich selber weiterbilden.

Lernen durch Lehren und Mentorenschaft

Und dann ist man halt irgendwann leider an einem Wissenspunkt, Wissenspunkt, wo man auf den normalen Seminar oder so eigentlich nichts mehr mitnimmt. Und ich habe eigentlich das Glück, seit sechs Jahren oder so werde ich nur noch eingelernt als Referent quasi. Deshalb, ich gehe nie auf irgendein Seminar, um mich selber vorzubilden, sondern eigentlich nur, um andere vorzubilden. Und das ist ja auch das Gute, wenn man auch den Anspruch hat, einen guten Vortrag zu halten, muss man natürlich auch das Aktuellste reinbringen.

Das heißt, da vertiefe ich mich nochmal ganz anders in die Thematik und manchmal stößt man dann auch immer wieder auf Punkte, wo man denkt, hä, das macht ja überhaupt keinen Sinn. Ja, ich weiß genau, was du meinst und macht sich dann halt selber auch Gedanken. Jetzt bin ich in einer Position, wo ich Mitarbeiterverantwortung quasi auch habe, wo ich für die Ausbildung von anderen zuständig bin und dann merkt man halt, dass das nicht der Durchschnitt ist, dieser Wissensanspruch. Und da versucht man natürlich schon, wie kann ich andere Leute was beibringen.

Da bin ich gerade noch so dabei, da so ein bisschen Konzepte zu machen. Da geht es ja nur schon allein, dass man jeden Fall einfach bespricht, warum machen wir das? Welche Alternativen gäbe es? Wie ist da die Datenlage?

Macht das überhaupt Sinn? und das ist eigentlich Learning by Doing so ein bisschen andere dann fortzubilden. Natürlich haben wir so eine wöchentliche Morgenfortbildung, aber da geht es eher so an einen breiten Wissensbasis, aber wenn ich jemand merke, der hat Interesse daran, dann rede ich dem oder versuche dem einfach mein Wissen aktiv weiterzugeben. Aber aus meiner Sicht ist Fortbildung Eigenverantwortung und da muss jeder selber wissen, wie gut er sein will.

Wolfgangs Quellen und fachlicher Austausch

Jetzt Wolfgang, was sind deine eins, zwei, drei besten Quellen, wo du Informationen hättest? Also definitiv Austausch mit Kollegen, denn jeder liest immer und genau so, die lest täglich irgendwas. Früher hatte ich auch die Routine, als ich noch im Studio als Angestellter Trainer war, bin ich um fünf aufgestanden und habe zwei Stunden gelesen. Dann musste ich erst um acht aus dem Haus, weil ich um acht Uhr dreißig trainiert habe.

Und dann habe ich um zehn, hat meine Geschichte angefangen und jeden Morgen zwei Stunden gelesen. Und das war auch so für mich, damals eine Einzimmerwohnung. und dann musste ich mit so einer kleinen Schreibtischlampe lesen, weil meine Frau noch geschlafen hat. Lesen viel das tut jeder von den Kollegen mit denen ich in Kontakt bin Und dann der Austausch das ist ja im Endeffekt ein bisschen so ein Filter oder ein Sieb man hat was, wendet es an und sagt mal, hey, oder ich kriege auch regelmäßig, macht irgendjemand ein Screenshot von irgendwas oder ein Foto von irgendwas, schickt mir das oder hey, das Buch Hammer, musst du lesen, mit Kollegen, die ebenfalls viel arbeiten und ergebnisorientiert arbeiten, das ist definitiv eine große Quelle.

Die zweite Telle, tatsächlich, wenn mich irgendwas interessiert, dann fange ich an zu recherchieren und bin da auch so ein Freund daran, wenn es dann so in so einen Fuchsbau reingeht. Wenn du dann hier und dann hast du da irgendwie was als Referenz und dann liest du das und dann siehst du wieder das und denkst, oh, dann geht es immer so weiter und auf einmal hast du dann zwei, drei Stunden zu einem Thema gelesen und bist so viel weiter als davor und das Dritte würde ich tatsächlich sagen, Seminare. und zwar selbst wenn ich lehre, das ist ein großer Punkt, warum ich ein riesen Fan bin von persönlichen Seminaren und persönlichen Austausch, wenn Rückfragen kommen, regen die mich natürlich auch wieder an.

Zum einen, wenn ich was erkläre, versuche ich es immer mit einem Beispiel zu erklären und ich versuche es immer aus einer persönlichen Perspektive zu erklären. Da kommen aber dann teilweise Fragen, die ich mir zum einen nicht gestellt habe und zum anderen kommen Fragen, wo ich mir dann frage, okay, das Beispiel, das ich gegeben habe, hat das wirklich so gut erklärt? dass es jemand verstanden hat. Und dann ist meine Frage, okay, dann setze ich mich mit dem Thema nochmal auseinander und überlege, kann ich vielleicht diesen Punkt irgendwie anders machen, dass der so verstanden wird, wie ich den verstanden habe.

Also durch so Seminare, ich bin auch, auch wenn die Grundideale meiner Seminare und Prevazenz von Anfang an gleich ist und von der Grundbasis her sich nicht viel geändert hat, hat doch tatsächlich in der Umsetzung und wie ich Dinge vermittle, sich im Endeffekt von Jahr zu Jahr verändert, weil dann auch ich mich wieder mit auseinandersetze. Okay. Es ist auch, also genau was du gesagt hast, ist bei mir auch so, wenn ich Seminare halte und Rückfragen bekomme, da bin ich gezwungen, mich nochmal anders damit auseinanderzusetzen. Und es ist auch was, kann ich etwas anwenden oder kann ich es erklären?

Wenn ich Bruchrechnen anwenden kann, habe ich ein anderes Niveau, als wenn ich Bruchrechnen in meinem Sitznachbar erklären kann. In dem Moment, wo ich das erklären kann, habe ich das Thema wirklich durchdrungen. Und wenn wir alle in irgendeiner Form lehren oder unterrichten oder referieren, dann müssen wir Themen anders durchdringen, als wenn wir es einfach nur konsumieren oder anwenden. Weil genau diese Rückfragen, die sind halt echt knifflig.

Ich hatte schon R wie du sagst wo ich selber nicht so weit war Und dann habe ich mich daheim und gesagt wie ist das das denn eigentlich Oder aber hast du das und das bedacht Oh nee habe ich nicht bedacht aber ich setze mich daheim hin ich setze mich damit auseinander und dann komme ich irgendwann an den Punkt und durchdringe das. Austausch mit Kollegen ist mit Abstand das allerbeste. Hospitieren hat mich in meiner Ausbildung am allerweitesten gebracht. Also meine Hospitanz bei verschiedenen Mentoren, die ich hatte und auch vielen Kollegen.

Ich freue mich jetzt tierisch auf Sven Knipphals. Hat er bei ihm übrigens auch angefragt, zwei Tage oder ein oder zwei Tage zu hospitieren in Leipzig. Sven Knepperl, sagt ihr was? Ein Chiropraktiker-Kollege von Wolfgang.

Der 100-Meter-Sprinter, einer der schnellsten, 10.3, der hat in England Chiropraktik studiert. Sind da fünf Jahre Studium. Es gibt Chiropraktoren und Chiropraktiker. Chiropraktiker ist zwei Tage Wochenendseminar.

Heilpraktiker, der ein Wochenendseminar gemacht hat, da gibt es definitiv auch den einen oder anderen, der gut ist. Wenn du Chiropraktor bist, dann hast du primär in England, da gibt es zwei große Universitäten, wenn ich das richtig im Kopf habe, wo man dann fünf Jahre studiert und dann, ich glaube, Master of Chiropractic ist... Langsam musst du dir mal einen springen lassen. Ich schwöre, Bruder, wir machen Werbung, jede Folge Werbung für diesen Sven Knippholz.

Ganz kurzer Funfact.

Die Geschichte hinter Wolfgangs Haarschnitt

Hast du dich eigentlich mal gefragt, warum Wolfgang diese Frisur hat, die er hat? Nee, tatsächlich nicht. Weil der Wolfgang, also es ist nicht, als hätte er jetzt irgendwie einen schlechten Haar wuchs, sondern der hat eigentlich eine wunderbare Haarpracht. Also ich kann dir Fotos zeigen, die ist fantastisch.

Nee, aber der kann da schon was bezaubern. Und irgendwann kamen wir mal drauf und vielleicht kannst du an dieser Stelle, das schneidet ja eigentlich das Thema, was wir gerade haben. Warum hast du dich denn für diesen Haarschnitt entschieden? Ich habe BWL studiert.

Nach vier Semestern habe ich aufgehört. Ich habe keine Zukunft in dem Thema gesehen. Dann habe ich ein bisschen so Nebenjobs gemacht. Unter anderem habe ich im Fitnessstudio in der Sauna gearbeitet.

Und da habe ich dann mitbekommen, dass Trainer tatsächlich ein Beruf ist. Und dann habe ich angefangen als Trainer und dann war für mich so, okay, das ist das, was ich mache. Und dann hat auch die Zeit angefangen, wo ich fünf Uhr morgens jeden Tag aufgestanden bin, um zu lesen. Und damals hatte ich noch so Haare, die waren so schulterlang.

Und dann irgendwann kam mir so dieses, du musst Haare waschen und dann musst du Haare trocknen. Und dann habe ich mir irgendwann mal hochgerechnet, wie viel Zeit ich im Jahr mit Haare waschen und trocknen verbringe und habe dagegen gerechnet, wie viele Bücher ich stattdessen lesen könnte. Ich kenne die Zahlen nicht mehr auswendig, aber dann hat mich tatsächlich irgendwann jemand mal gefragt, kurze Zeit später, warum ich mir die Haare rasiert hätte. Und dann habe ich halt vorgerechnet und gesagt...

Damals noch, klar, pur im Ernst. Und der hat dann, das war dann so ein Riesenlacher, das stand dann tatsächlich in einem Magazin, Ironman-Magazin, wo einer gefragt wurde und hat das Beispiel mit mir gebracht. Und als es in dem Magazin drin stand, hat er es im Englischen die Runde gemacht und hat, ich weiß gar nicht, woher du das gehört hast. Mittlerweile haben wir so viele Stunden miteinander geredet.

Die Runde gemacht. Dann wurde aus kurzen Haaren, aus langen Haaren kurze Haare und seitdem habe ich, es war Mai 2009. kann mich noch erinnern. Seitdem habe ich die kurzen Haare, die tatsächlich pflegeleicht sind. Wir pflegen alle, dass wir sehr gerne lesen.

Ich meditiere jeden Morgen und dann lese ich zwischen 20 und 40 Minuten, je nachdem, wie viel Zeit ich habe. Und das mache ich auch jeden Tag und das bringt einen wirklich weiter. Das sind 10 bis 20 Seiten, die ich jeden Morgen lese, sind in der Woche. Kann man sich hochrechnen.

Retropatellarer Schmerz und konservative Therapie

Ich glaube, ich würde die Situation ganz gut gerne nutzen und auf die Fragen eingehen, die Zuschauerfragen. Du hattest in deiner Story aufgerufen, Zuschauerfragen zu machen. Jetzt haben wir ein paar. Hast du direkt eine Lieblingsfrage, die du stellen willst?

Ich will mal so durchgehen. Ich denke, für alle reichen. Du kannst auch immer sagen, weg. Weg, dann stellen wir sie.

Joker, Telefon, Joker. Wir haben zwei Fragen, die so halb an euch beide gehen und die interessant sind, weil die kommen recht häufig vor. In meiner Praxis zu meinen Behandlungen. Unspezifische retropatellare Schmerzen in Klammer konservativ.

Ja, also das ist zum Beispiel, wo ich sagen würde, next, weil tatsächlich das ist, finde ich, eine ganz, ganz schwierige Patientengruppe. Das sind ja zumindest in meiner Sprechstunde häufig so jüngere Frauen, irgendwo Ende der 18, 19, 20 Jahre alt, die teilweise so eingeschränkt sind, dass sie sagen, sie können keinen Sport mehr machen. Oder der andere Fall ist, ihnen wäre gesagt worden, sie dürfen keinen Sport erstmal mehr machen. und den macht man einen Kernspin, MRT vom Knie, sieht eigentlich völlig normal aus. Dann guckt man die an, dann haben die häufig so ein bisschen überlaxes Bindegewebe, haben meistens so ein bisschen eine leichte Innenrotationsdrehung vom Femur, aber de facto nichts, wo ich sage, denen kann ich operativ was helfen.

Und dann ist halt, ich bin eine schon operativ ausgelegte Abteilung, dass man einfach sagen, wenn wir sagen, das ist nichts für eine Operation und dann brauche ich eben Leute, gerade wie der Thomas, die sich mit den Leuten anschauen, richtig arbeiten weil die kommen nat auch mit einer Leidensgeschichte ein Jahr Schmerzen waren schon bei so und so viel Physiotherapeuten dann frage ich ja was haben die gemacht Die haben dann den Oberschenkelmuskel massiert etc. Ich sage denen immer, sie müssen einen Therapeuten finden, der sie fordert, der mit ihnen wirklich was macht und deshalb an der Stelle, Thomas, was machst du mit denen?

Biomechanische Ursachen von Knieschmerzen

Ich schaue mir erstmal an, funktioniert alles, also funktioniert das Kniegelenk, Beugung, Streckung, was man alles testen kann, funktioniert der Mittelfuß? Also lassen sich Joint by Joint, also Gelenk für Gelenk, alle Knochen im Mittelfuß bewegen, habe ich eine volle Dorsal-Extension, die ist deutlich wichtiger als die Plantaflexion von der funktionellen Kette her. Dann gucke ich, und das ist eigentlich das Hauptaugenmerk, wie ist die Rotation der Hüfte? Habe ich eine eingeschränkte Innen- oder Außenrotation?

Weil die ein Indikator dafür ist, wie steht die Beckenschaufel? Und wenn die Beckenschaufel mit Tendenz beispielsweise nach hinten steht, dann habe ich ein verändertes Längenspannungsverhältnis auf der Vorderseite. Das kann dann zum Beispiel wieder den Anpressdruck von der Patella aufs Kniegelenk erhöhen und dadurch können zum Beispiel latente und kontinuierliche Knielingsreizzustände entstehen. Zusätzlich auch veränderter Anpressdruck ist falsch, aber zu viel Spannung auf der Muskulatur, die auch auf der Knie-Innen- und Außenseite entlangzieht.

Und das hatten wir auch schon in der Folge, das kann dann halt zu chaotischen Bindegewebeseinlagerungen führen, die verhindern, dass der Muskel einen Schaden nimmt, aber zu latenten Entzündungen führen. Ich meine, die meisten haben ja schon, wir nennen das ein verändertes Patellar-Tracking. Das heißt, muss man sich vorstellen, da hängt der Quadrizeps dran. Und Quadrizeps heißt ja, weil vier Muskelbäue sind.

Und wenn die nicht gut zusammenarbeiten können, dann wird die Kniescheiben eben zu weit innenseitig oder zu weit außenseitig geführt. Und das führt schon, aus meinem Verständnis, zu anderen Anpressdrücken, die so Schmerzen machen. können, ohne dass jetzt ein Schaden vorliegt. Und wir fragen uns dann, warum hat sie das? Also wenn die Knieschmerzen, gehen wir mal weg von einer 18-Jährigen, da könnte man ja sagen, okay, Wachstum, gehen wir mal hin zu einer 25-Jährigen, die seit eineinhalb Jahren diese Knieschmerzen hat, da fragt man sich, okay, also ich bin ja auch mal ein großer Freund von Logik.

Patient kommt, hat Knieschmerzen, okay. Wo ich mich immer ein bisschen schwer tue, ist mit einer ärztlichen, aber auch von meinen Kollegen aus physiotherapeutischen Begründung, das ist Überlastung. Überlastung ist für mich logisch. Wenn du die Zugspitze hoch und runter gelaufen bist und du bist es nicht gew bist du Wenn du angefangen hast zu tanzen oder Krafttraining zu machen und du bist es nicht gewohnt bist du Wenn du Tennis spielst und du hast dein Trainingspensum verdoppelt w das auch noch logisch dass eine eine Ursache sein kann Wenn aber jemand dreimal die Woche Tennis spielt und das macht er schon seitdem er 15 ist, dann ist für mich unlogisch, wo die Überlastung herkommen soll.

Und dann frage ich mich, woher kommt das? Und da muss man dann in die Ursachenforschung gehen. Und das ist halt, häufig wird in der Physiotherapie vor allem zu sehr symptomspezifisch behandelt. Du hast eine Schwellung, also machen wir was Abschwellendes.

Haben wir auch schon drüber geredet. Wir haben zu viel Spannung, also machen wir was Detonisierendes. Wir haben eine Bewegungseinschränkung, also machen wir was Bewegungsförderndes. Aber woher kommt denn die Ursache?

Und da guckt keiner hin und das ist das, was wir sehr, sehr, sehr erfolgreich praktizieren und warum wir tolle Behandlungsergebnisse haben und die auch sehr schnell kommen. Ich finde ja gut, dass du gleich angefangen hast. Ihr guckt euch den Fuß an zum Beispiel. Ich meine, das Knie ist nicht das Knie, sondern es gehört zum Bein, das Bein gehört zum Rumpf.

Der ganze Statik, das ist eine funktionelle Kette. Und das hat, glaube ich, schon so ein Ganzkörper-Assessment, erstmal um einen Fokus zu suchen, woher kommst. Das ist einfach ganz entscheidend. Und da muss man auch sagen, da ist es halt mit Rezept, Physiotherapie, 15 Minuten, das geht einfach auch nicht.

Das geht nicht.

Sprunggelenksmobilität und Kniebeugen-Mechanik

Aber man muss auch, und das finde ich ganz toll auch in dem Gespräch jetzt mit dir, das eigene, also man sagt ja auch Ego, Ego ist die Enemy, also das eigene Ego außen vor lassen. Du bist jetzt hochstudierter Arzt. Ich habe funktionelle Längsdehnung Ausbildung gemacht. Und trotzdem, jetzt mal weiter gedacht, die Wichtigkeit vom Sprunggelenk wurde mir erst durch meine Freundin bewusst, so richtig bewusst, die die Ausbildung bei Wolfgang gemacht hat.

Also eine tiefe Kniebeuge oder eine tiefe Hocke, das ist eine Notwendigkeit, die wir brauchen. Warum? Ich brauche viel Dorsalextension, also Beugung im Sprunggelenk, weil es auch den Landeweg verlängert. Wenn ich jetzt zum Beispiel eine Sportart mache, wie Fußball oder Basketball oder Volleyball, wo ich lande, je länger der Bremsweg ist, desto mehr Zeit habe ich auch Kräfte kontrolliert abzubremsen.

Wenn ich eine eingeschränkte Dorsalextension habe, dann schlage ich einfach aufeinander. Also dann lande ich ziemlich abrupt und die Kraft wird ins Knie weiter transportiert. Und meine Freundin, die bei dir die Ausbildung gemacht hat, hat mir, wir haben damals Kniebeugen gemacht, das weiß ich noch, und ich 140 Kilo easy gesquattet. und dann sagt sie so, sieht ganz schön scheiße aus, die Kniebeugel. Ich so, hä, was laberst du?

Ich so, geile Kniebeugel. Ich bin ein geiler Typ, mache 140 Kniebeugel. Ich so guck mal hock dich mal in die Hocke Ich konnte nicht in der tiefen Hocke sitzen Und dann haben wir erstmal das gesamte Assessment auch von Wolfgang gemacht und das hat f mich so viel T ge auch Verst die ich heute anwende und also auch in meiner Therapie findet ganz viel statt von dem, was ich von Wolfgang über Eck gelernt habe. Vielleicht da, aus funktioneller Sicht, retropatellare Schmerzen, drei Sachen, die ich da konstant sehe, ist Punkt Nummer eins, Sprunggelenksmobilität ist eingeschränkt, Kraftentwicklung, Vastus medialis und Nummer 3, Kraftentwicklung Beinbizeps.

Aber zu wenig medialis. Also auch gerade bei Frauen hast du häufiger... Eher die Lateralisierung von der Patella ist das Problem, es gibt eigentlich keine Medialisierung, muss man sagen. Dass das Innen zu stark ist, noch nie gesehen.

Und gerade bei Frauen hast du natürlich auch daneben die Bindegebsqualität im Schnitt ein anderes als bei Männern. Du hast halt diesen Q-Angle, wo der Femur in der Hüfte sitzt, ist einfach bei den Frauen Ja, die tendieren ins X zu gehen, nach so einem dynamischen Walguss oder so, wie man so sagt. Das hilft halt nicht, wenn du dann on top auch noch etwas Mediales hast, schlecht ansteuerst, weil du vor allem nicht runter in die Hocke gehst in deinem Alltag. Aber es gibt auch ganz interessante Studien dazu, die haben tatsächlich mal bei solchen Leuten Gewebeproben entnommen und die haben da tatsächlich nachgewiesen, dass die Leute in sensiblen Regionen mehr Schmerzrezeptoren ausbilden, als es normal wäre. scheint auch eine gewisse Genetik dann doch auch mit eine Rolle spielen.

Das ist einfach ganz vielschichtig. Deshalb finde ich die Patienten schwierig zu behandeln und das denen auch zu erklären. Viele denken ja, sie sind verrückt oder so, wo ich immer sage, ich kann das total nachvollziehen, dass sie Schmerzen haben und ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, ich kann es, ich finde keine Ursache, ich weiß aber, dass es eine gibt, aber ich kann sie einfach nicht fassen. Das liebe ich schon.

Dass du das sagst, das ist schon so Weltklasse. Habe ich auch schon. Ich hatte eine Patientin mit Nackenproblem, geguckt und gesagt, ich kann dir nicht helfen, keine Ahnung, was das ist. Die schickt mir heute noch Patienten und sagt so, der konnte mir nicht helfen, aber da hast du eine ehrliche Einschätzung bekommen.

Und das ist, finde ich, ich finde das ganz toll, wenn man sagt, ich weiß nicht, was es ist und sagt, mein Kompetenzkreis ist hiermit abgeschlossen. Es gibt eine Ursache, sicherlich gibt es jemanden, der helfen kann, ich bin es nicht und bitte nochmal weiterforschen. Sorry, Wolfgang. Für mich war gerade der Punkt, das ist der umgedrehte Thai-Boxer.

Thai-Boxer hat schon in jungen Jahren quasi Kickenbäume, um quasi Schmerzsensibilität im Schienbein zu reduzieren. Und dementsprechend, da gibt es so Beispiele, wie die im Schienbein Laternenlampen austreten. Jeder Normale und für den ist es einfach, es tut nicht weh. Das mache ich aber auch schon seit Jahren.

Und wenn du dann umgedreht Leute hast, die dann halt deutlich mehr Schmerzrezeptoren haben und somit extrem schmerzsensibler sind und dann halt Kleinigkeiten, die du noch gar nicht feststellen kannst oder die du noch gar nicht feststellen kannst, schon wahrnehmen, natürlich mit Sicherheit auch Stabilität fehlt, Mobilität wird dann... Ja, ich glaube auch, das hängt schon auch mit dem Drahen oder mit der Beansprung zusammen und das Schlimmste, was du mit solchen Patienten machen, kannst du es zu sehen und sagen, sie haben jetzt mal ein Jahr lang Sportverbot. Erstens mal gibt es da überhaupt keinen Grund dafür und zweitens mal sagen alle, es hat überhaupt nichts verändert, sondern eher schlimmer gemacht und die brauchen Aktivität, weil ich glaube, diese Schwelle des Schmerzempfindens, die ist nach oben trainierbar und vielleicht ist es tatsächlich so, dass durch mehr Beanspruchung von dem Gewebe, diese Schmerzrezeptoren sich auch wieder quasi weniger stark Signale absenden oder sowas.

Das geht ja auch in die Richtung, was du in der letzten Folge gesagt hattest, oder ich glaube, sinnhaft hast du gesagt, die Funktion diktiert die Struktur. Formvolles Function. Genau. Und das ist...

Ja, das stimmt. Also bei mir ist zum Beispiel, als ich angefangen habe zu joggen, war ja auch mal ein Thema im Podcast, werde ich irgendwann auch noch mal ein bisschen weiter ausführen, weil ich immer noch im Geheimen dran bin. Wir haben so viel geschrieben, joggst du noch? Mein größtes Problem war, wenn du mich fragst, die Belastbarkeit meiner passiven Struktur.

Und ich musste mit einem ganz, ganz lowen Trainingsvolumen starten, weil ich das anders gar nicht verkraftet hätte. Klar kann ich schneller laufen. Meine Ausdauer war nicht der limitierende Faktor, sondern die Belastbarkeit und die Belastungsgewöhnung der Strukturen. Das heißt, ich habe so simpel angefangen, aber sag es nochmal auf Englisch.

Formvolles Function. Genau. Ich musste langsam diese Struktur belasten und den Körper dran gewöhnen, hier, jetzt kommt Stoßbelastung und zwar monotone Stoßbelastung und damit musste ich ganz langsam anfangen, um das dann wieder aufzubauen. Also werden wir bestimmt auch nochmal gegen Ende des Jahres, ich habe zwei, drei Themen, die ich gegen Ende des Jahres mit dir noch besprechen möchte, das ist eine davon.

Gerade beim Laufen, wenn ich jemanden auf Intervalltraining oder im Idealfall Sprints hinarbeite, für viele sind es sechs, neun, teilweise zwölf Monate, bis du das erste Mal tatsächlich sprintest. Was heißt bei denen Sprint? Sprint ist 95 bis 100 Prozent Vollgas. Und welche Distanz Wasser schafft? 400 Meter ist immer so ein Ding toll aber das kann einfach niemand Das kann einfach niemand wenn er tats Sprinten den Unterschied zwischen und Also das ist ein Knipphals der kann es Aber hat auch 20 Jahre f trainiert Weil der so toll ist das ist ein Knipphals Logisch.

Unterschied zwischen Sprinten und Rennen ist grundsätzlich beim Sprinten nur der Vorderfuß oder der Fußball, der den Boden berührt und beim Rennen berührt dann der komplette Fuß. Gut ist schon mal, wenn du 100 Meter hinbekommst. Was Belastung angeht, 95 bis 100 Prozent. Die Belastung ist ein Vielfaches höher, als wenn du 85, 90 Prozent Rennen gehst oder Joggen gehst.

Und ich fange da gern an mit 60 Sekunden Joggen, 60 Sekunden Gehen, zehnmal. Was sich für viele anhört, das ist nichts. Und ich hatte einmal eine Kundin, die habe ich das gegeben. Dann kam sie drei Wochen später wieder.

Dann hat sie gesagt, laufen ging nicht. Ich habe es jetzt einmal gemacht. Und am Ende von diesen 20 Minuten mit 60 Sekunden Joggen, sechs Sekunden, zehnmal, hat sie Schmerzen gehabt im Unterschenkel. Dann hat sie es ein zweites Mal gemacht und hat sie direkt am Anfang wieder Schmerzen gehabt.

Und die Schmerzen sind ein paar Tage geblieben und dann ist sie zum Arzt gegangen und er hat sie geröntgt. Und sie hat eine Stressfraktur der Tibia. Und dann war ich so, okay, ja, wenn du einen Lauf-Background hast und das System diese Belastungen gewohnt ist, gut, aber wenn du den einfach nicht hast und dann passive Strukturen dann ist das einfach, Belastung nur von so einem Joggen ist so viel höher als ja, ich habe ja nicht schwer geatmet und keinen roten Hof gehabt, aber das drunter. Paul Rippke, Freund von Joko Winterscheidt, die hatten zusammen mal einen Podcast, der hat gedacht, okay, er kann einfach mal, weil Jakob Lund, ein anderer Freund von Joko, der ist auch im Fernsehen, der hat den Berlin Marathon gemacht, glaube ich sogar, hat aber auch ein Jahr lang darauf hin trainiert und hat es geschafft und da hat Paul gesagt so, naja, das mache ich auch, einen Halbmarathon, dann mache ich das im Stand.

Stressfraktur vom Tibia-Plateau. Ich habe gerade mal geguckt, in meiner Lauf-App habe ich nämlich eine sehr gute, schreibt jetzt bitte nicht alle, wie die heißen, ich will auch keine Werbung machen. Ich habe angefangen mit 5 Minuten gehen, eine Minute joggen, eine Minute gehen und davon nur 6 Intervalle. Das heißt, meine allererste Trainingseinheit, mit der ich angefangen habe, habe ich nur 6 Minuten effektiv gejoggt und der Rest waren 12 Minuten gehen.

So low impact habe ich angefangen, das hat aber dazu geführt, dass ich es heute, also ich bin richtig stolz, ich erzähle es irgendwann nochmal, was die Volumina sind aber heute soll es immer um dich gehen Aber es ist genau das Die Strukturen auch langsam daran gew Vielleicht letzter Punkt als ich das erste Mal in der tiefen Kniebeuge gehockt habe weil meine Kniebeuge damals habe ich auch nicht ganz runter gemacht war das brutal unangenehm für mein gesamtes Knie. Das hat sich wie gereizt angefühlt. Heute sitze ich völlig entspannt in der tiefen Hocke und das ist sogar angenehm. Aber auch das hat lange gedauert, sich daran zu gewöhnen.

Wolfgang.

Knieknacken und Gelenkgeräusche

Direkt eine nächste Frage, die noch nicht auf dem Blei ist, aber die habe ich im Kopf. Wenn das Knie knackt, werden wir in die Kniebeuge gehen. Oh, sehr gut. Knacken ist immer so etwas, das ist auch schwer fassbar.

Da gibt es multiple Ursachen. Wenn wir jetzt mal nur auf die ganz tiefe Kniebeuge, über welche Gradzahl reden wir so? Ende der Kniebeuge oder Anfang? Komplett geschlossen.

Komplett geschlossen und dann knackt es. Bei den meisten knackt es ja so in der unteren Hälfte. Ja, also gibt es beides tatsächlich. Also viel macht natürlich die Kniescheibe, die nicht gut läuft, die irgendwann dann gezwungen wird, wieder in ihre Kleidrinne, je tiefer man beugt, desto tiefer wird diese Rinne quasi, irgendwann schnappt da die Kniescheibe wie so rein.

Dann gibt es, habe ich, habe in der Folge, Kinder haben in der letzten Folge, glaube ich, geredet, diese Kammer im Knie noch haben, diese Septen, die bilden sich alle zurück mit der Zeit, bei jedem unterschiedlich, manche behalten die dabei und das ist sowas, was man auch als Plika-Syndrom so im Volksmund bezeichnet, das ist letztendlich ein Überbleibs, dieser Entwicklung des Säuglings bis zum normalen Jugendlichen macht. Die können auch tatsächlich mal zwischen den Gelenkpartnern einklemmen und knacken. Dann gibt es aber auch ein Knacken, das in der maximal tiefen Beugung passiert, wo der Meniskus zwischen Schienbein und Oberschenkel eingeklemmt wird.

Und da hängt es tatsächlich davon ab, wie ist die Form vom Oberschenkel. Das war mir bis vor einer Woche auch nicht ganz so klar, dass das tatsächlich ein Problem ist, bis ich von einem Polen eine Studie gelesen habe, der einfach so heroisch das an einem Patienten gesehen hat und gesagt hat, das muss an der Form liegen und dem arthroskopisch die Form weggefräst hat. Und dann hat es nicht mehr geknackt. Und der hat da wirklich Videos einfach, der hat das arthroskopisch, kann man das natürlich schön filmen, wie das tatsächlich den Meniskus gequetscht hat, bis der weggeschnappt ist.

Also es gibt zig Gründe einfach. Von dem her, das meiste ist sicherlich ein Fehler auf der Kniescheibe, was man nicht was knacken kann. Was sagst du Patienten Ich sag immer weil ich frage mich auch ich hab so einen Knacken sag ich hast du neben dem Knacken Schmerzen Ja das sag ich auch Wenn es keine Schmerzen macht ist es kein Problem Gelenker ich sage immer besser Gelenker sind kein Problem Genau das gleiche sage ich auch Sehe ich auch solange es nicht wehtut ist es kein Problem Ja, genau. Geil.

Baker-Zysten und Plica-Syndrom

Bakerzyste. Ja. Auch ein unbeliebtes Thema. Komm, scheiß auf Bakerzyste.

Ich meine, die meisten kommen ja mit der Empfehlung, dass man die rausschneiden sollte. Das ist kompletter Nonsens. Also die Baker-Zyste ist ja nur die Reaktion des Knies auf eine Problematik. Und man muss die Problematik dessen behandeln und nicht die Baker-Zyste.

Es ist nicht so, oh, ich habe jetzt eine Baker-Zyste. Die ist ja jetzt nicht in deinen Körper reingewandert, sondern warum hast du ein Problem mit der Baker-Zyste? Okay. Thema Plika, wir waren ja kurz schon dran.

Wann entfernen und was ist der aktuelle Stand der Technik? Oh, finde ich spannend, sehr gut. Ja, das ist halt, also, Blica wird viel, viel häufiger irgendwo draufgeschrieben, als es ein Patient wirklich hat. Für viele, die unklare vordere Knieschmerz ist, ist es gleich Blica-Syndrom.

Ja, das ist völliger Quatsch und ich operiere extrem wenig Patienten mit Blica-Syndrom, weil ich extrem wenig sehe, die das tatsächlich haben. Da muss wirklich in der Untersuchung der Punkt ganz schmerzförmig, die ist immer medialseitig, die problematische Blica, die heißt Blica Mediopatellaris, geht von der medialen Patella zum Femur. Und wenn ich mit meinem Finger drüber schnalz und auch so wie ein Schnappen verursachen kann und die mir sagen, genau das ist der Schmerz, dann ist das für mich ein Blica-Syndrom. Und das ist dann auch so, dass die wirklich über die Oberschenkelrolle drüber reibt und da tatsächlich auch Knorpelschäden machen kann.

Aber alles andere, und das sind 90 Prozent, die zu mir überwiesen werden mit der Diagnose Blicca-Syndrom, die haben am Ende des Tages kein Blicca-Syndrom. Vielleicht weiß ich auch nicht, was sie haben, aber sicherlich nicht das. Viele, die kommen, ja, sie sind ja schon operiert worden wegen Blicca-Syndrom, frage ich, hat irgendwas verändert? Ne.

Das zeigt es ja auch an. Feucht, feucht, feucht, feucht. Ich bin jetzt nicht der Antioperator, ich operiere ja auch gerne, aber das ist einfach sowas, Ich finde, dass du das fantastisch einordnest. Also wirklich, ich finde das wirklich ganz, ganz toll.

Was ich zum Beispiel mache, ist, wenn ich Schmerzen auf der medialen Seite habe, dann teste ich Innenband und ich teste zum Beispiel Meniskus. Wenn davon ein Test positiv ist, dann gucke ich häufig, hat irgendeine Struktur, die medial am Knie entlangt, zieht vielleicht eine Hypertonie und kann punktuell schmerzhaft palpiert werden, wie in Sartorius oder in Vastus Mediales. So, und dann mache ich folgendes, dann drücke ich einfach unspezifisch auf diesen Muskel drauf. Der Druck reduziert die Spannung, also es entspannt den Muskel für eine gewisse Zeit, löst nicht das Problem, aber es reduziert die Spannung.

Dann reteste ich nochmal, Meniskustest, Innenbandtest und in 90% der Fällen ist es dann nicht mehr schmerzhaft. Das heißt, du hast einen diffus positiven Provokationstest der passiven Struktur, den du, nachdem du die aktive Struktur, die ja da auch in diesem Bereich mitarbeitet, einfach mal rausgenommen hast. Weil wenn wir einen Meniskusriss haben, kann ich an den Muskeln machen, was ich will. Der Meniskusriss ist der Meniskusriss.

Ich kriege keinen strukturellen Schaden behandelt. Und in 90% der Fällen hast du dann einen positiv diffusen Test und dann gut, da hast du natürlich viel bessere Möglichkeiten, diagnostisch durchbildgebende Verfahren und so. Aber damit kriegt man das ganz häufig nochmal hin. Und dann ist auch eher die Frage, okay, ich lasse die passiven Strukturen weg, ich behandle es, ich gucke, was ich machen kann und in den meisten Fällen funktioniert es dann.

Ja, wenn du sagst, Meniskusschaden, du kriegst es den strukturellen Schaden nicht weg trainiert, ist ja trotzdem so, dass nachweislich beim degenerativen Meniskusschaden, also der jetzt nicht durch einen Unfall einen richtig massiven Riss, sondern Verschleißriss vom Meniskus, Volkskrankheit. Im Grunde, wenn man, gibt es prospektiv randomisierte Studien, das heißt, man hat zufällig ausgewählt, welche Behandlung macht man. Die eine Gruppe, Meniskus operiert die andere Physiotherapie nach einem Jahr im Grunde gleiche Ergebnisse. Also man kann auch gegen den strukturellen Schaden arbeiten mit einer guten Physiotherapie.

Ich meinte dann, also ich kriege den strukturellen Schaden nicht durch dieses lokale Also nicht ausgeschaltet. Als Diagnostikum. Also ich habe mich da gerade ein bisschen schlechter ausgedrückt. War ein Missverständnis, sorry.

Cool.

Meniskusrisse und operative Optionen

Nächste Frage, mit Sicherheit auch eine sehr beliebte. Operationen bei Menüskusriss zwingend notwendig. Ja oder nein? Ganz klar, nein.

Also es gibt eine Ausnahme, wo ich sage, da gibt es für mich kein Gegenargument. Ganz genau, das ist richtig ein Korb-Henkel-Riss so genannt. Das ist quasi ein Meniskus-Riss, wo ein Teil vom Meniskus umgeschlagen ist ins Innere, also Richtung andere Seite vom Gelenk. Das macht ein mehr oder weniger bewegungseingeschränktes Kniegelenk.

Das ist für einen Patienten langfristig eine Katastrophe. Die sollte man immer operieren eigentlich aus meiner Sicht Alle anderen kann man dar reden es gibt sicher das ist jetzt ganz banal runtergebrochen es gibt auch andere Risse wo ich sage die operiere ich eher schnell, weil ich sage, die sind konservativ schwer in den Griff zu kriegen, gibt aber ganz viele, wo ich sage, die warten sie mal ab und lustigerweise, ich erzähle immer von meinem Vater einfach die Geschichte, den hatte ich schon zweimal zur OP gebahnt, beides Mal hat er wieder abgesagt, weil es von allein wieder besser geworden ist und jetzt spielt er seit Jahren wieder schmerzfrei Tennis und in 70 und also muss man überhaupt nicht operieren.

Wie ist deine Erfahrung bei einer Teilresektion von einem Vorder- und Hinterhorn? Das ist schon sehr patientenabhängig. Ich glaube, das hast du auch erzählt, dass deine Erfahrungen so mittel waren damit und grundsätzlich gilt ja immer das Credo, alles nähen, was geht. Also Teilresektion ist für mich aber immer erstmal die zweite Option überhaupt.

Ich versuche natürlich schon, so viel wie möglich zu erhalten. Es ist nicht immer möglich, ganz klar. Oder vielleicht auch nur in der Hälfte der Fälle und wenn man reseziert, so wenig wie möglich, natürlich, aber man fügt dem Gelenk damit auch einen Schaden zu. Im Grunde erhoffe ich mir natürlich immer, dass ich nur Gewebe wegnehme, was sowieso keine Funktion mehr hat, aber trotzdem, Meniskus hat man nicht ohne Grund.

Früher hat man gedacht, das ist der Blinddarm des Kniegelenks sozusagen, ein Überbleibsel der Evolution. Das habe ich noch nie gehört. Da dachte man, das ist ein Überbleibsel der Evolution, Übergang vom Vierfüßler in Zweifüßler hat keine Funktion und bis man das richtig verstanden hat, war er auch schon 1980 oder sowas. Also dieses Wissen ist noch nicht so ausgreift, heute weiß man, dass Meniskus Resektion macht Arthrose, Punkt.

Und das steigt proportional mit der Menge des Gewebes, das man entfernt hat. Und deshalb sehe ich auch viele Patienten, die haben da Anpassungsproblematiken. Auch die sagen, jetzt habe ich wieder angefangen zu joggen, jetzt tut es mir auf einmal wieder weh. Aber das wundert einen nicht, weil einfach der Knorpel kriegt mehr Druck, wenn Meniskus fehlt.

Und deshalb darüber rede ich auch mit allen Patienten, wo ich sage, wir machen eine destruktive Chirurgie. Wir nehmen ihnen was weg. Und machen sie wahrscheinlich nicht beschwerdefrei, sondern hoffentlich beschwerdeärmer.

Meniskusnähte und Knorpelgesundheit

Letzte Frage, und vielleicht kann man es ganz kurz machen. Wie ist das jetzt mit einer Meniskusnaht? Durch die Naht hast du ja auch eine veränderte Oberflächenstruktur vom Meniskus. Macht das nachhaltig Probleme dann mit dem Knorpel?

Im experimentellen Setting, ja, haben wir in München einfach mal Studien gemacht, wo wir Knorpel über die Nähte gerieben haben. Tausendmal drüber kommt es zu Knorpelabrieben. In der Natur ist es ein bisschen anders Ich habe schon Kniegelenke quasi nochmal gespiegelt wo man so ein halbes Jahr vorher Meniskus gen hat Sieht man die N eigentlich nicht mehr weil der K wie so eine Membran dr bildet quasi Das glaube ich ist der Effekt den man im Labor erzeugt, deutlich schlimmer wie im richtigen Leben und wenn man eigentlich ist eine Meniskusnaht schützt eher vor der Arthrose, als dass sie Arthrose induziert.

Matthias, darf ich mal zu sagen? Ja klar. Das ist ja Weltklasse, Wahnsinn. Was für Erkenntnisse.

Mega. Weltklasse, was der Körper alles schafft. Da bin ich auch immer.

Extremfall: Ektopische Knochenbildung

Hast du mal von Wolfgang die Story gehört mit dem Kunden von dir, mit dem Knochen, der da noch so dazugeweist? Das war letztes Jahr. Das ist auch hochinteressant. Das ist auch so anatomietechnisch wie der pektoralis Major.

Kunde von mir. Hat Oberschenkelschmerzen. Hatte ein Jahr davor einen Schlag drauf bekommen. Bei unten, oberhalb des Knies, an der Außenseite.

Beim Fußball hat sich Knochenhaut entzündet. War wirklich schmerzhaft. Konnte auch keine Kniebeugen machen, nix, das auskuriert. Ja, später, habe ich ein paar Monate nicht gesehen, kommt er wieder, sag ich, er musste Pause machen, wurde operiert, zieht seine Hose hoch und hat hier oben einen Schnitt.

Gucke ich mir das an und denke mir, das wurde an der Stelle operiert. Das ist zu tief für die Hüfte. Er meinte, er ist von Arzt zu Arzt gegangen, weil hier oben der Oberschenkel weh getan hat. Und alle werden so, machen sie Pause und machen sie Salbe drauf und ein Arzt hat dann operiert. der hatte einen 14 cm langen Knochen mit 1,5 cm Durchmesser an der Außenseite des Oberschenkels.

Durch die Verletzung dann sich Die Verletzung war unten, aber die Hypothese ist, weil da hat man geröntgt, Thomas sucht gerade das Bild raus, da hat man es gerade geröntgt, das heißt, es war noch nicht da. In den Weichteilen der Knochen quasi. Der ist aus dem Knochen rausgewachsen und war dann im Muskel und da gab es sogar Einblutungen, weil der quasi in den Muskel reingewachsen ist. So 10 cm lang, 1,5 cm dick und seit weniger einem Jahr ist das oben aus dem Femur rausgewachsen und runtergewachsen, hat natürlich dann gedrückt und trainiert hat, hat quasi Einblutungen gegeben und dann hat er auch ein bisschen gesucht und hat dann einen Arzt gefunden, der gesagt hat, okay, das können wir entfernen.

Aber da muss man tatsächlich, es gibt ja eine sogenannte Exostosenkrankheit. Das ist wo von den Wachstumsfugen quasi versprengtes Wachstumsknochenmaterial sozusagen ist Und die wachsen wie so ein Zipfel raus und haben so eine Kappe Vielleicht hatte das gar nichts mit dem Schlag zu tun sondern erst da ist aufgetreten, dass das das erste Mal richtig wehgetan hat. Und das fängt in der Jugend an zu wachsen tatsächlich. Bei ihm war ja so, durch den Schlag wurde er geröntgt und der Knochen war nicht da.

Ah ja, okay, dann ist es anders, ja klar. Dann stimmt es. Aber das Knochen kann aus vielen Gewebeprozessungen, Und man sieht auch Leute nach einem Schädel-Hirn-Trauma, die Verknöherungen an der Hüfte entwickeln. Das nennt sich Heterotope-Ossifikation, also Verknöherungen, wo sie nicht hingehören.

Und das hängt auch mit, was in dieser Stresssituation an Botenstoffen, Hormonen etc. ausgeschüttet werden kann, die Verknöherungen in der Hüfte bilden. 14 cm zweiter Femur Minimus. Das ist natürlich ein riesiges Extrembeispiel. natürlich, aber das muss man mal ein Bild zeigen. Ich habe kein Foto gefunden, aber es sah wirklich völlig absurd. Ich habe es auf meinem Rechner.

Aber auch der Arzt, der es dann operiert hat, hat sich das eingeguckt und gesagt, noch nie gesehen. Wollte auch einer dann nicht operieren, wenn ich mich richtig erinnere, dann musst du ein bisschen suchen. Aber keine Gebührenordnung, Bruder, wie erklärst du das? Klar, ich meine, bei so ganz seltenen Sachen, wo irgendwo irgendwas wächst, hat man natürlich immer im Hinterkopf Tumor.

Tumor, kein Armer aus dem Knochen. Da ist er, das will man nicht jetzt operieren, wenn man das nicht sicher weiß. Haben sie aber auch untersucht, war alles gutartig. Ich gucke hier nochmal parallel in die Fragen.

Die zwei größten Erkenntnisse in den letzten zwei Jahren für dich im Bereich Kniechirurgie? Schwierige Frage. Die größten Erkenntnisse. Also man muss immer sagen, der Wissenszugewinn ist super langsam.

Ich glaube, man weiß mittlerweile einfach so viel, dass es jetzt nicht wie früher ist, dass man auf den Kongress geht und sagt, da habe ich was gehört. Das habe ich noch nie in meinem Leben gehört, sondern es sind so die ganz langsamen Entwicklungsschritte, die eigentlich so passieren und ja, wir hatten letzte Folge so ein bisschen drauf gesprochen, was sind so die Themen, die gerade so sind und tatsächlich, was gerade wieder ganz interessant ist, sind so neue Erkenntnisse zum Innenband, die auch tatsächlich meine OP-Technik so ein bisschen geändert haben, dass man einfach versucht, so ein bisschen die Natur mehr zu imitieren, Knorpeltherapie, Hier hat sich so ein bisschen verändert von der Transplantation in zwei OPs zu einer OP.

Das waren so, sag ich mal, die Neuerungen, die tatsächlich auch mal eine Praxis geändert haben. verändert haben, aber ansonsten, wie gesagt, es ist so ein schleichender Prozess und es gibt jetzt nicht mehr den einen Skandal, wo man sagt, der ändert jetzt die Orthopädie komplett. Ich habe vielleicht noch eine Frage für dich, Wolfgang.

Beinstrecker-Maschine und Kniebelastung

Beinstrecker gut oder schlecht für das Knie? Darüber habe ich einen Artikel geschrieben, der auf meiner Website ist. Conclusion. Der Beinstrecker macht im Endeffekt exakt das gleiche wie der Schubladentest für einen Physiotherapeuten oder einen Orthopäden und Und das kann für viele in höherem Volumen ein Problem bereiten.

Beim Beinstrecker hast du horizontal Kraft vorne auf die Tibia. Dafür ist die Tibia bzw. das Kniegelenk eigentlich nicht ausgelegt. Grundsätzlich hast du in erster Linie vertikale Kräfte, wenn du springst und rennst. Was da für viele passiert ist, wenn sie mehr Gewicht, also es gibt auch solche, die dann versuchen, Maximalkraft an der Beinstreckermaschine zu machen.

Beinstreckermaschine kennst du das. Oder wenn sie halt einfach extrem viel Volumen machen, dann haben sie auf einmal klassische Patellaspitzensyndrom. Die Patellasehne entzündet sich, weil halt kommt von vorne Druck drauf. Dementsprechend bin ich der größte Fan vom Beinstrecker.

Zum einen aus funktioneller Sicht ist es keine Übung, wo du viel Faser rekrutierst. Im Krafttraining willst du ja grundsätzlich Faser rekrutieren, dass du sie stimulierst, dass da was passiert, ob Kraft oder Dickenwachstum. Und die Patellasehne ist einfach so, dass in den meisten Szenarien aus meiner Sicht das Risiko zu hoch ist, dass du da Probleme mit der Patellasehne kriegst. in Relation natürlich auch zu der Trainingseffekt, ist nicht besonders groß, gibt es natürlich auch ein paar Ausnahmen. So Ausnahmen sind zum Beispiel, wenn du jetzt irgendwie Bodybuilding machst und du machst drei Übungen für Beine nacheinander, die alle das Herz-Kreislauf-System ziemlich belasten und du willst dann halt nochmal den Satz verlängern und du willst dann halt irgendwas, das muskulär-lokal eine relativ hohe Belastung ist, relativ hoch, ohne dass du jetzt noch mehr, also wenn du jetzt irgendwie Kniebeuge machst, dann machst du eine Beinpresse, dann machst du die andere Beinpresse, dann hast du einen hochroten Kopf, du atmest schwer, ist es, ne?

Wenn ich dann in eine Maschine setze und einfach nochmal 25 Wiederholungen, wenn du den Beinstrecker machst und da lokal Stoffwechselstress zu verursachen, dann macht es Sinn. Wie viele trainieren für Bodybuilding und wie viele Bodybuilder sind so weit, dass es so etwas Sinn macht. Das ist ein exotisches Beispiel. Für mich ist wichtig, der Beinstrecker ist nicht grundsätzlich schlecht, aber er bringt zu wenig Vorteile im Verhältnis zu dem ganz klaren Nachteil dieses Schubladeneffekts und er hat ein hohes Risiko für Padellasehnenentzündung.

Jetzt aber noch ganz kurz, ich muss es jetzt nochmal fragen aber vom Beinbeutel Beuger bist du ja wieder ein gro Fan Der Beuger ist aber auch anatomisch ein bisschen anders aufgebaut weil er geht ja quasi von hinten nach vorne Was meinst du mit von hinten nach vorne, für die Zuhörer? Der Beinbeuger ist hinten am Oberschenkel, aber er genau genommen, er setzt vorne an. Dementsprechend ist der Effekt, der stabilisierende Effekt vom Beinbeuger und anderer, vom Beincurl, bin ich ein sehr großer Freund. Und auch wenn da oftmals so, die Aussage ist aber, eine Überladung der Beinbeugung ist ja keine natürliche Funktion.

Wann machen wir das? Jedes Mal, wenn du sprintest. Idealfall, Sprinten ist ja unter dir und du greifst ja den Boden. Du beförderst dich ja so ein bisschen.

Ja, stimmt, das ist auch ein Beug. Ja, du kannst so ein Ziehen, Lauf bewegen. Ich weiß noch, Sportwissenschaften, drittes Semester, Aufbaukurs, Vermittlung, Hürdenlauf. Und dann gab es so ein paar Jungs, die haben sich extra für leicht, weil sie Bock hatten, Spikes gekauft und dann gezogen und du hast so gesehen, so Beinbeuger gezehrt, Beinbeuger gezehrt, Beinbeuger gezehrt, ja.

Das war, ja, passt schon.

Hamstring-Verletzungen und chirurgische Rekonstruktion

Auch Fun, also Fun fact, ich bin ja eigentlich Kniechirurg, aber ich operiere an einer anatomischen Lokalisation noch und das sind tatsächlich ischiochorale Muskulatur und zwar die Abrisse vom Tuber Ischiatikum. Die sind, ich sag mal, die häufigste Verletzung im Sport ist Hamstring Sprayen, wie man so schön sagt, Zerrung. Aber es gibt eine nicht so ganz kleine Dunkelziffer. Da ist die ganze Sehnenplatte am Tuba Asiatikum abgerissen.

Die operiere ich auch ganz gerne. Woher kommt das? Das ist auch, also ich war da in München in einem Zentrum. Wir haben da innerhalb von fünf Jahren über 250 von denen operiert.

Die haben wir aus ganz Deutschland zugewiesen bekommen, weil da trauen sich nicht so viele ran. Und dann haben wir die halt auch mal angeguckt, was sind das für Leute. kann man sagen, Frauen sind so ab 50, Bagatelltrauma, Ausrutscher, das ist einfach gestrecktes Kniegelenk, schlagartig gebeugtes Hüftgelenk, ja, konzentrische Kraftanwirkung. Die Männer sind eine andere Gruppe, die sind so 35 bis 55, die machen klassische Sportarten wie Wasserski, das heißt, die können sich nicht wegdrücken, der Körper klappt auch schlagartig nach vorne bei gestrecktem Knie und Langlaufen ist ein ganz klassischer Sport auch einfach und es ist immer gleich eigentlich ist eines der beiden Gelenke wird schlagartig bewegt wohingegen das andere steif ist Aber deiner Erkl danach also meistens wird nicht das Knie aktiv gebeugt sondern eher die H oder der Oberk sehr abrupt nach vorne gebeugt Also nicht klassischer Beinbeuger, sondern eher Oberkörper, also Punktum fixum, Punktum mobilier vertauscht.

Okay, krass. Und dann mit Schraube. Schraubanker nennt sich das kleine Titanschräubchen, wo Fäden dran sind. ist halt ein bisschen unangenehm, man muss durch die Gesäßfalte quasi reingehen, das ist halt eine Region, wo die Leute schon ein bisschen dran zehren, aber die werden gut brauchen, ein Jahr ungefähr, dann sind die aber wieder richtig gut. Geil, mega.

Titanschrauben sind halt von Würth. Ja, genau. Mit Dübel. Tatsächlich ein Athlet, den ich früher betreut habe, ein Schnellläufer, der dann Trainer geworden ist, sein eigenes Gym aufgemacht hat, der hat sich, ihr gesagt, diese Verletzung zugezogen vor ich würde schätzen 5-6 Monaten, Er hat auch Brasilien-Jiu-Jitsu gemacht.

So eine Art Ringen. Einer ist von hinten gekommen, hat ihn gepackt. Und er hat dann quasi einen Split gemacht. Und dann hat es auch kurz gezogen.

Und er hat gemerkt, oh, irgendwas passt nicht. Schön eingeblutet. Und nach zwei, drei Tagen, als die Blutung ein bisschen weniger war und er da hingefasst hat, hat er gedacht, oh. Ja, man spürt da immer wirklich einen Muskelbauch, der nach unten gezogen worden ist.

Und die kriegen auch häufig Ischias-Probleme, weil da läuft ja in unmittelbaren Nervus Ischiaticus und diese Muskelplatte kann mit dem Ischers vernarben und wenn der Muskel dann nach unten zieht, können die richtigen Fuß... Die Muskelplatte? Also das ist ja, da gibt es ja drei wesentliche Sehnen, das haben wir der Bizeps Femoris, der Semitendinosus quasi und der Semimembranosis, die da hochziehen und der Semitendinosus hat zusammen mit dem Bizeps eine gemeinsame Sehne eigentlich, die da hochzieht, die eine relativ große Platte hat und der Semimembranosis strahlt in die so ein und die können mit einer wie, ich sag Periost, das ist eine Knochenhaut quasi, die Schuppe komplett weggerissen sein.

Das muss nicht immer so sein, ja. Aber das ist genauso, das will irgendwo festheilen. Und das kann eben in Umgebung oder tatsächlich mit dem Nerv auch verwachsen. Dann zieht quasi der Muskel, der will ja immer nach unten, zieht an einem Nerv.

Und das kann echt übliche Schmerzen auslösen. Wie oft hast du, schaust du, ob du auffällige Hypertonien auf der ischokuralen Muskulatur hast bei Innenmeniskuslesionen vom Hinterhorn? Weißt du, also verstehst du die Gedanken? Ja, ich weiß, was du meinst, ein Überdrucksyndrom quasi da kreierst.

Wahrscheinlich gucke ich da zu wenig drauf. Na gut ich meine im Endeffekt interessiert wenn das kaputt ist dann muss es repariert werden Deswegen also ich verstehe voll dass du da jetzt kein Augenmerk drauf hast Das w nur eine Interessensfrage gewesen Also ich verstehe voll, dass du sagst, hey, es kaputt muss gemacht werden. Das würde ich gerne machen. Das gucke ich tatsächlich wirklich nicht.

Aber eigentlich müsste man das mit, wenn man sagt, das ist ein Riss, der muss nicht operiert werden. Wenn man sagt, wie kann ich den therapieren? Nur das ist eben was, das gebe ich so Leuten wie dir dann in die Hände, wo ich sage, ich kann dem Patienten sagen, man muss nicht operieren, was mein Fachgebiet ist. Du brauchst jemanden, der Fachmann ist für funktionelle Diagnostik, funktionelle Therapie.

Aber das ist ja völlig logisch, wenn du zu viel Zucker auf den medialen Hamstrings hast, dann hast du eine mediale Gelenksparkkompression. Das macht schon Sinn. Ich liebe das. Lass den hier, Wolfgang.

Ich mag den.

Abschlussworte und Social Media

Matze, bester Mann. Ich rufe, soll ich mal, haben wir die Handynummer von Sven Knipp halt? Ich würde dir jetzt einfach anrufen. Wenn dann hast du sie.

Dann frage ich, interessante Frage, gibt es ein Szenario einer Knieverletzung, wo man nie wieder Krafttraining machen kann? Die Aussage nie, ist eh nie richtig. Ich meine, was schon für die Leute ein Problem ist, die einen therapiebedürftigen Patellofemeral Knorpelschaden haben. Das ist einfach undankbar.

Und Krafttraining geht halt aufs Patellofemeralgelenk. Aus meiner Sicht, ich weiß nicht, ob ihr das auch so seht und denen würde ich jetzt nicht nahe legen, dass sie wieder Beinpresse oder sowas machen. Radfahren? Radfahren schon eher, da sage ich halt immer lieber über die Frequenz als über die Wattzahl gehen und so.

Sattelhöhe gut einstellen, dass man bei 90 Grad den Umbruch quasi hat oder so, aber am Ende des Tages muss man gucken, wie gut es funktioniert, aber Radfahren ist sicherlich da noch das Bessere als Kraftsport. Aber es ist auch da, es gibt Leute, die sind einfach verrückt, die machen das einfach wieder und bei manchen geht es dann doch, wo man immer denkt, das ist nie gedacht. Das ist echt so, Wahnsinn.

Fortgeschrittene Arthrose und Umstellungsosteotomie

Gibt es sowas wie Knochen auf Knochen im Knie? Das gibt es tatsächlich. Die fortgeschrittene Arthrose ist nichts anderes, da ist der Knorpelüberzug komplett weg. Miniskus.

Der ist meistens schon davor aufgerieben quasi oder aus dem Gelenk rausgedrückt. Und wenn man so ein Knie zum Beispiel spiegelt oder aufmacht für eine Prothese, da ist Knochen auf Knochen, das gibt es. Ich habe mal gehört, dass es die Möglichkeit gibt, aber es will wirklich nur hören sagen, dass nach Knochen und Knochen, das ist ja eine ganz, ganz schlimme Situation, sich das irgendwann auch wieder arrangieren kann. Also dass es sich quasi wieder gleichsetzt. ertreibt oder?

Naja, die Situation an sich, so arrangiert sie nicht, sondern man muss eigentlich was machen. Also von allein kommt es nicht zur Ruhe, weil du ja permanent dann das hast. Wo wir das teilweise, was ich auch mache, sind O- und X-Bein-Korrekturen, zum Beispiel bei einseitigen Arthrosen, also jemand, der eine innenseitige Kniegelenksarthrose hat und dazu ein O-Bein hat. Das ist eine ganz ungünstige Konstellation und leider sehen wir das manchmal bei recht jungen Leuten, jünger in dem Fall heißt es so um die 40 oder so und da kann man anstatt jetzt künstliches Gelenk, machen wir aus dem O-Bein ein geringes X-Bein.

Und da gibt es aus den koreanischen Studien, die haben im Rahmen der Entfernung von der Platte, die man halt für die OP braucht, die Leute nochmal gespiegelt und konnten zeigen, dass sich dann eine Art Regeneratknorpel gebildet hat. Das ist kein Knorpel, aber Bindegewebe, das sich da wieder gebildet hat. Das heißt, durch die mechanische Entlastung hatte der Knochen ein bisschen Zeit zu heilen. Interessanterweise hat es aber überhaupt keinen Einfluss auf das Ergebnis, weil die haben gesehen, bei manchen passiert es nicht, bei manchen passiert es.

Die waren trotzdem gleich vom Ergebnis. Kosmetik. Geil. Folgender Spruch, den ich noch nie gehört habe, deine Meinung zu dem Spruch, Knie heilt nie.

Ja, ich kenne nur Heilung trotz Chirurg. Das ist ja Quatsch. Nat und das sage ich jedem Patienten vor einer Operation er muss sich dessen bewusst sein was wir machen ist eine Reparatur Wir kriegen nie mehr den nat Origin hin und dass so ein Knie bei Maximalbelastungen mal wieder zwicken kann oder alles, das ist halt so, das kann man nicht ändern. Aber die meisten Leute kriegen wir ja wieder so hin, dass sie ihrem Sport nachgehen können und ihrem Leben nachgehen können.

Knie halt oft, würde ich sagen. Das stimmt nicht. mega so eine Frage auf deiner Liste nichts sinnvolles mehr, hier kommt nur noch so Cortison und deswegen also hier Schmieder möchte wissen, was wir bei Patellaspitzen-Syndrom empfehlen, ich glaube die Inhalte haben wir eigentlich auch schon quasi besprochen dann würde ich jetzt mich eigentlich bedanken wir machen jetzt mal Folgendes, wir rufen jetzt tatsächlich einfach mal, komm, wir versuchen mal aus Spaß Ihr seid jetzt live dabei. Ich versuche jetzt hier mal den Knipphals rauszuschmeißen aus dem TNT Summit. Ich glaube, der weiß, dass das kann nicht gut sein, wenn wir um die Uhrzeit anrufen.

Na gut, okay. Dann sagen wir es ihm später. Ja, also Sven ist raus und dann würden wir dich herzlich einladen. Nein, natürlich nicht, aber vielleicht tatsächlich nächstes Jahr als Gast wäre echt eine riesige Bereicherung Ich bin gerne dabei macht mir auch Spa Du h Vortr hast du gesagt kann man da als ich sag mal Trainer oder Therapeut sich da irgendwo beiwohnen oder muss man Arzt sein?

Wo ich, also Live-Vorträge sind schon die auf den Fachkongressen, wo eigentlich schon auf auch relativ spezialisierte Leute, so Deutsche Kniegesellschaft oder Arbeitsgemeinschaft oder Arthroskopie, das ist nicht, wo man einfach so Zugang hat oder wo es dann auch Speziales. Ich versuche so ein bisschen auch das Publikum zu machen und habe irgendwann mal gestartet, auch einen YouTube-Kanal tatsächlich, auch Kniechirurgie, Matthias Feucht. Das ist schon auch ärztlich ausgerichtet. Ich habe so zwei Vorträge mittlerweile, so Patienteninformationen ein bisschen gemacht.

OP-Techniken zeige ich da so ein bisschen als, dass wenn jemand operiert werden muss, so ein bisschen auch einen Eindruck kriegt, was passiert da eigentlich. Das ist super. Also wer da Interesse hat, kann da gerne mal reinschauen. Es ist schon nicht für Laienpublikum im Speziellen gemacht, habe ich jetzt aber vor, das so ein bisschen auszubauen, weil ich festgestellt habe, viele Leute kommen und sagen, ah, ich habe es mir schon auf YouTube, auf deinem Kanal angeguckt, wo ich mir denke, dann muss ich denen eigentlich da noch viel mehr Informationen, aber es ist halt super aufwendig und es ist halt jeder, wir alle, wir haben keine Zeit.

Ja, klar. Ich gucke mir regelmäßig deine Videos auf Instagram an und finde es immer ganz interessant, ist ja auch für mich relativ berufsbrengend. Ja, da versuche ich es halt noch ein bisschen, sag ich mal, einfacher, da habe ich eins so ein Format, das habe ich genannt, Kniechirurgie oder One Minute Surgery, Knieoperation in einer Minute wo ich so eine OP ein Video auf eine Minute zusammenschneide einfach Da habe ich mittlerweile 14 Folgen oder so Da kann man sich so sagen wie sieht ein Kreuzband aus, wie sieht ein Meniskusnaht aus, Patella-Stabilisierung so einfach. Das ist halt mehr so ein bisschen Eyecatcher oder so, aber auf YouTube habe ich es dann halt deutlich ausführlicher noch ein bisschen.

Ich sehe dich da auch so voll im TikTok-Format. Also dieses Patient kommt und Schubladentest ist scheiße und dann kommt dieses Let's skip to the good part. Hey! Und dann kommt auf einmal dieses Kanal wieder laufen.

Da muss man vielleicht darüber nachdenken. Geil. Ja, Wolfgang. Matthias.

Vielen Dank für die Einladung. Wir haben uns zu bedanken. Es waren wirklich zwei ganz, ganz, ganz tolle Folgen. Ich bin mir sicher, alle Zuhörerinnen und Zuhörer haben zwei Wochen sehr viel, sehr viel Inhalt bekommen.

Das heißt, wir können uns inhaltstechnisch die nächsten Wochen ein bisschen zurücknehmen und mehr über das Daily Business und Quatsch reden. Vielen, vielen, vielen Dank, dass du da warst. noch mal ganz kurz, wer dich sucht auf Instagram unter Instagram Kniechirurgie Stuttgart und sonst wer mich vor Ort treffen möchte, Diakonie Klinikum Stuttgart. Einfach mal googeln. Ich freue mich.

Perfekt. Vielen Dank, schön, dass du da warst. Wolfgang, vielen Dank, dass du so einen tollen Gast in deinen Podcast mitgebracht hast. Unseren Podcast.

Und deswegen, ja, Wolfgang, dir eine gute Woche, Matthias, dir auch. Wünsche ich euch auch. Herzlichen Dank, gute Woche. MARKET

Diese Episode anhören

Hast du eine Frage zu dieser Episode?

Frag AskTNT →