Sportverletzungen und chirurgische Trends nach der Pandemie
Womit fangen wir an? es wird wieder Handball und Fußball gespielt. Ja, ich kann mich noch gut erinnern, das war jetzt zur Hochzeit Corona, als wir uns getroffen haben. Ich habe so erzählt, dass wir ein ganz anderes Patientenspektrum aktuell in der Sprechstunde sehen, weil wir einfach ganz wenig akute Knieverletzungen hatten, weil kein Mensch Sport getrieben hat. Und das ist jetzt tatsächlich ab Ende der Beschränkungen wieder blitzartig angestiegen.
Und ich hatte im April, glaube ich, hatten wir schon so viele Kreuzbänder operiert, wie wir das gesamte letzte Jahr operiert haben. massiv wieder angestiegen. Dann wäre meine Frage direkt, was ist mit denen passiert, die sich dann nicht operieren lassen? Ich glaube, es ging gar nicht darum, dass sich die nicht operieren lassen haben, sondern dass einfach die Verletzungszahl massiv zurückgegangen ist. Das war der Grund.
Und jetzt kommt dann natürlich dazu, dass die Leute untrainiert wieder anfangen mit Freizeitsport und das Verletzungsrisiko dadurch natürlich auch massiv wieder gestiegen ist. Jetzt kann man schon 10 Abzweigungen nehmen in 12 verschiedene Themenbereiche. So habe ich mir das vorgestellt Was ich ganz spannend finde ist in der Corona gab es ja weniger Kreuzbandrisse durch weniger sportliche Aktivit Das ist logisch Es gab aber glaube ich mehr oder weniger gleich viele Bandscheibenvorf Und da wurde signifikant weniger operiert. Und ich bin gespannt, wie das jetzt in der Zukunft die operative Medizin verändert.
Weil die Krankenkassen, und das weiß ich, haben teilweise nachgeforscht und gefragt, was ist denn jetzt passiert mit euch, die sich nicht haben operieren lassen? Habt ihr immer noch die Schmerzen? Ist es besser geworden? Und ich denke, bei sehr vielen Leuten ist es auch konservativ besser geworden und da bin ich echt gespannt, was die Zukunft bringt.
Kann man jetzt noch nichts zu sagen, finde ich trotzdem. Also da laufen, glaube ich, in allen Fachgebieten auch Kollegen, die als Forschungsfrage machen, hat sich dadurch die Patientensituation verschlechtert, wenn, das hatten wir ja auch das Problem, wir hatten ganz lange einfach ein Fünftel der OP-Kapazität, weil Intensivstationen freigehalten wurden und so weiter und viele Operationen aufgeschoben wurden und das ist eine der Kernfragen der Forschungsinteressen, Interessen, ob das dann auch zu einer schlechteren Lebensqualität der Patienten geführt wird und da wird sich sicherlich manche Überraschungen ergeben, glaube ich auch.
Ja, ich bin total gespannt. Ich habe die Folge gehört mit euch, aber ihr wisst auch nicht mehr, über was ihr geredet hattet, oder? Wobei es ist ein Jahr her, da kann man eigentlich wieder bunt drauf losfahren. Das ist eine gute Frage.
Was waren die Top 3 Sachen, an die ich mich nur erinnere? Es war auf jeden Fall dieses Thema Statenklinik, mit der sie natürlich deutlich mehr Budget haben für Entwicklung und ihre eigene Entwicklungsabteilung. Das Handball- und Fußballthema war die andere Top 3. Und auch so das Thema Nachsorge, die Unterschiede nach einer OP, die ja auch doch… Ja, also das ist wie in der Medizin genauso.
Also ich sage immer, für die Mediziner gibt es ja Fokuslisten und sonst was. Sowas gibt es für die Nachsorge zum Beispiel nicht.
Die Relevanz der postoperativen Nachsorge
Und die Operation, die ist ja nur ein Drittel des Erfolges. Das andere Drittel ist der Patient selber. Also sein Schicksal, seine Biologie und das andere Drittel ist ein guter Physiotherapeut. Aber ohne eine gute Nachbehandlung ist jede Operation schlecht.
Also wird nichts, ganz einfach. 100 Prozent. Also sehe ich aus meiner Erfahrung ganz genauso. Wir haben auch im Vorgespräch schon gesagt, ich mache gar nicht so viel Reha, außer vielleicht mal mit einem Spieler, weil wir die Kapazität aktuell nicht haben, zumindest für eine Reha. Und das ist schon, ich hatte nämlich eine Patientin, war eine Juristin, die wurde sehr gut operiert, gar keine Probleme gehabt, Aber weil sie sehr war und die Therapeuten wahrscheinlich ein bisschen zu vorsichtig mit ihr umgegangen sind ist das Knie wirklich schlecht geworden Versteift und bei 10 Grad von 0 ist es da h geblieben Und sicherlich h man was h man in dem Fall gemacht
Arthrofibrose und Gelenkverklebungen
Hast du da eine Idee h man es nochmal unter Narkose mobilisiert Also Narkose-Mobilisation heißt ja, der Patient wird quasi schlafen gelegt und wir versuchen mit Gewalt das Knie in Streckung, Beugung zu bringen. Das ist eigentlich gar nicht mehr so auf dem Tablett, was man dem Patienten anbieten kann, wenn dann nennt sich das heutzutage eine Arthrolyse, wo man quasi kontrolliert, die Strukturen durchtrennt, die das Problem bringen. Fibroplasten? Im Grunde sind es Verklebungen im Kniegelenk.
Man muss sich ja vorstellen, um überhaupt das Knie beugen und strecken zu können, muss die Gelenkkapsel deutlich größer sein, wie man jetzt das Knie von außen sieht, sprich überall Aussackungen haben. Mit einer Operation setzen wir für den Patienten ja erstmal ein massives Trauma. Das Knie steckt es ja nicht einfach weg. Viele denken, nach einer Operation bin ich geheilt.
Aber ich sag mal, wir fügen dem Patienten erstmal einen Schaden zu. Und dann kann durch allein diesen Entzündungsreiz, der dadurch gesetzt wird, können diese Aussackungen von der Gelenkkapsel verkleben einfach. Sprich, der hat viel weniger Volumen im Gelenk und kann dadurch dann die Bewegung nicht machen. Und das können wir tatsächlich schon alles aufbrennen.
Also dann nehmen wir ein Stromgerät und im Gelenk sieht es immer so aus, wie wenn es brennt, weil da wirklich so eine helle punktförmige Flamme quasi entsteht. Da entsteht auch Hitze dabei, aber auch das ist nur dann gut, wenn, sag ich mal, von sechs Stunden nach der Operation an das aktiv durch den Physiotherapeuten bewegt wird. Sonst verklebt es sofort wieder. Krass.
Fuck, ich bin jetzt schon ein Riesenfan von der Folge.
Entzündungsmanagement und Heilungsreaktionen
Was passiert bei einer Verklebung? Ich finde, diese Begrifflichkeit wird so inflationär benutzt und dann ist hier was mit Faszien und weiß ich nicht, das ist dann verklebt, hier verklebt, was alles verklebt. Was passiert da? Sind das unkontrollierte Bindegewebseinlagerungen, wo der Körper versucht, irgendwie lokal zu verstärken oder versucht der einfach zu sagen, okay, wir haben ein Problem, wir versuchen den Bereich möglichst zu entlasten und steif zu halten, dass möglichst wenig Belastung auf eine Struktur trifft, die das vielleicht nicht ab kann und deswegen verkleben wir oder versuchen, dieses Gelenk bewusst immobil zu machen?
Also mein Verständnis ist, es ist im Grunde, muss man es beschreiben, wie eine überschießende Heilungsreaktion. Heilungsreaktion ist auch Entzündung. Entzündung wird immer als etwas Schlechtes dargestellt, aber Gewebe, das heilt ist ein gewisserma auch entz Gewebe und wenn man zum Beispiel in einem operierten Kniegelenk nach drei Tagen eine Punktion macht die Gelenkfl analysiert hat es eine ganz Zusammensetzung wie ein Blut von jemandem der eine sogenannte Blutvergiftung zum Beispiel hat. Also wir haben da Entzündungsmediatoren drin, die heißen dann Interleukine, Tumor, eine große Faktor, also hört sich auch schon gefährlich an.
Und die stimulieren letzten Endes aber auch, dass sich Zellen vermehren, andere Zellen anlocken, die dann diese Heilung induzieren. Und es gibt eben Patienten, die neigen dazu, dass sie zu viel von diesen Botenstoffen produzieren. Und dann heilt quasi dieses Kniegelenk an Stellen, wo es nicht heilen soll. Und dadurch kommt es dann zu so überschießenden Formationen von Bindegewebe oder auch, dass sich Bindegewebe aneinander legt und dann durch diesen Heilungsstimulus miteinander verwächst.
Das ist so der Grund, warum das passieren kann. Darf ich nochmal, Wolfgang? Es tut mir so leid. Sehr gerne, ich höre zu. jetzt wäre meine Frage, würde das, du sagst, das passiert auch durch euren Eingriff, würde das auch ohne euren Eingriff passieren?
Nur durch das Traumata? Gibt es auch. Es gibt Leute, die entwickeln, wir nennen das ganze Phänomen ja Arthrofibrose im Grunde, oder das ist die Maximalvariante quasi. Fibrose heißt ein extrem verdicktes, verhärtetes Bindegewebe im Grunde.
Das ist das, was wir bezeichnen. Und das gibt es auch als auf den Unfall bedingt, ist selten, weil meistens der Körper das noch gut regulieren kann, aber das ist zum Beispiel der Punkt, warum man sich früher überlegt hat, wir operieren Kreuzbänder frühestens nach sechs Wochen. Dass man gesagt hat, der Patient hatte den ersten First Hit sozusagen, hatte die Verletzung und wenn wir jetzt noch den Second Hit setzen mit der Operation, verkraftet es das Knie nicht. Das war so der Grundgedanke hinter dem Ganzen.
Man ist heute jetzt weg von diesem Zeitfaktor, sondern macht es eben individuell abhängig und wir sagen, das Knie muss einigermaßen reizarm, kalt sein, das heißt, es darf nicht groß wehtun, das muss sich gut bewegen lassen, darf nicht groß geschwollen sein, dann ist ein guter Zeitpunkt, das zu operieren. Nur wenn der jetzt super schmerzhaft ist, massiv geschwollen, dann weiß ich, wenn ich den jetzt operiere, dann hat der wahrscheinlich ein extremes Problem in der Reha. Das verstehen nur die Leute manchmal nicht, weil die denken, ah, ich muss aber wieder jetzt schnell fit sein und denken dann lieber zwei Wochen früher, überreißen aber nicht, dass sie das nachher ein halbes Jahr kostet im Grunde.
Es tut mir immer noch leid, Wolfgang. Ich finde es total spannend, weil wir beobachten Ähnliches. Ich nenne es Vossner, ich glaube, das habe ich dir mal erzählt, Wolfgang.
Chaotische Bindegewebsablagerungen
Weil der erste Patient, der sowas hatte, bei dem ich das hinbekommen habe, hieß Philipp Fosner damals, war bereits zweimal operiert und der hatte einfach unspezifische Knieschmerzen. Und der hatte extrem viel Spannung und Zug auf der Beinvorderseite, also auf dem Quadrizeps. Und dadurch hat sich der Anpressdruck von der Kniescheibe aufs Gelenk erhöht. Dadurch hat sich aber auch die Strukturen, die medial und lateral, also auf der Innen- und Außenseite vom Knie, in Richtung Unterschenkel ziehen, wie zum Beispiel ein Sartorius oder ein IT-Band. die haben durch den erhöhten Zug oder die erhöhte Spannung eine Reizung abbekommen.
Und die haben sich latent, dauerhaft entzündet, gereizt. Auf jeden Fall wurde die Struktur irgendwo tangiert. Und der Körper, das ist unsere Beobachtung, und das ist auch spannend, weil als wir auf der FIBO waren, habe ich das Gespräch mit, wie heißt nochmal der massive Bodybuilder, der bei dir trainiert? Sven.
Sven Knebel? Knebel. Sven Knebel, genau, liebe Grüße. Mit dem habe ich darüber geredet, das war auch spannend.
Und der Körper verstärkt diese Strukturen auch durch, Wir nennen es chaotische Bindegewebseinlagerung und das kriegen wir unfassbar gut behandelt. Aber auch nur, indem wir quasi Ursprung behandeln, also den Zug vom Quadrizeps reduzieren oder die Spannung reduzieren und dann diese chaotischen Bindegewebseinlagerungen aufbrechen durch mechanischen Druck. Aber den Ausdruck finde ich super, den habe ich noch nicht gehört, den nehme ich aber sofort mit, weil nicht besser kann ich es einem Patient erklären, wenn ich sage, was ist Arthrofibrose, dann sage ich dem chaotische Bindegewebseinlagerung, weil das beschreibt es genau.
Ey, fuck. Yes. Mein Lehrer, lieben Grußfrau Koch, sechste Klasse Mathe, die gesagt hat, das mir wird nichts. Ja, also ich erkläre das immer so ein bisschen, jetzt kann man das nicht sehen, aber mit meinen Händen, ich nehme da meine zwei Hände, fülle die zusammen und sage, okay, der Muskel hat Aktin und Myosin, so wie man sich das vorstellt.
Und ich erkläre das dann immer visuell, eine chaotische Bindegewebsanlagung, also ein Muskel mit Aktin und Myosin, der kann kontrahieren und ist dehnfähig. Und eine chaotische Bindegewebsanlagung stelle ich dann quasi wie so ein Kuddelmuddel, was sich nicht mehr bewegen lässt, wo auch keine Dehnung und Kontraktion mehr stattfinden kann. Und ja, die den Muskel immobil und der Muskel geht zwar nicht kaputt, aber er hat dauerhaft eine latente Reizung um das direkte Kniegelenk herum. Und das beobachten wir bei ganz, ganz, ganz vielen Fußballprofis.
Es ist okay, weil es Jahre her ist. Max Ahrens, einer der besten Spieler von Norwich in der Premier League damals, zehn Wochen Knieschmerzen gehabt, ein oder zwei Behandlungen, schmerzfrei gewesen, genau das gehabt Philipp Fosner hat zwei Knieoperationen gehabt deswegen Silas Zehnder der bei dir jetzt die Ausbildung macht Shoutout hatten wir auch in zwei Wochen auch zwei H muss ich korrigieren ich hatte damals im Podcast gesagt dass es Knie waren aber es waren Hüft-OPs, weil man gesagt hat, es kommt von der Hüfte und waren aber auch diese chaotischen Bindegewebsanlagerungen. Mega spannend. Sorry, so jetzt unterhaltet ihr euch.
Im Kopf bin ich immer noch bei diesem Thema Entzündungsmanagement, weil das ja auch aus Sicht der Regeneration ein großes Ding ist und für mich grundsätzlich immer suboptimales Entzündungsmanagement bedeutet einfach, deine Reparaturprozesse laufen nicht optimal im Sinne von sie laufen zu langsam ab, aber im Endeffekt was du jetzt gesagt hast ist, sie laufen zu schnell ab und aufgrund dessen werden dann im Endeffekt Strukturen gebildet oder mehr Strukturen gebildet als eigentlich gebildet werden sollen. Genau, beide Richtungen, entweder zu langsam, zu schnell oder halt optimal. Und dein primärer Ansatz oder der primärer Ansatz in der Kniechirurgie war quasi nach diesem ersten Hit die Pause zu machen, um so diese Reparaturvolumen nicht zu sehr ansteigen zu lassen, sondern es ein bisschen auf die Zeit zu verteilen.
Um quasi den Körper nicht zu überfordern mit dem, was er selber verkraften muss, sozusagen. Das basiert ja nicht auf meiner Theorie. Das ist in den, wo man angefangen hat, mehr so die Bandchirurgie zu machen, in den 70er Jahren oder sowas. Und da gab es eben Studien, die gezeigt haben, dass die frühe Versorgung eher mit der Kniestreife assoziiert ist.
Und dann hat man eben dieses Paradigma gesetzt, naja, wir operieren es erst wieder nach sechs Wochen. Und dann ist es ja wie immer, in der Medizin, das Rad wird immer wieder neu erfunden. Das heißt, neue Generationen kommen, die schauen sich die alten Sachen an und denken, warum war das eigentlich so? Also hinterfragen das erstmal, was über Jahrzehnte oder vielleicht Jahre akzeptiert wurde.
Und das ist eigentlich auch das Spannende daran, dass sich alles so ein bisschen wiederkehrt und ändert. Also die Paradigmen, wo man über Jahrzehnte akzeptiert hat, sind auf einmal nicht mehr da. Das ist ganz faszinierend eigentlich.
Paradigmenwechsel in der Kniechirurgie
Was war der letzte große Paradigmen-Shift, was Kniechirurgie angeht? Also ich glaube, gerade in der Nachbehandlung hat sich ganz viel geändert. Ich habe manche Patienten, die sich vor 10 Jahren oder 15 zum Beispiel haben ein Kreuzband operieren lassen, jetzt wieder gerissen. Wenn ich dann erkläre, wie ist die Nachbehandlung, sage ich denen, sie dürfen von Anfang an bewegen, wie sie können, sollen einfach, um diesen Reiz ein bisschen nicht zu forcieren, zwei Wochen einfach an den Krücken gehen.
Dann sagen sie fr wurde das Knie sechs Wochen eingegipst oder sowas Sowas gibt es gar nicht mehr
Anatomische Entdeckungen und Rotationsstabilität
Dann ist es einfach auch ganz faszinierend wie selbst so banale Dinge wie Anatomie wo man denkt, Anatomie kommt aus dem 18. Jahrhundert, haben die Leute anatomische Atlase gemacht. Es werden immer wieder neue Strukturen, jetzt nicht entdeckt, aber anders beschrieben einfach, dass die doch anders verlaufen, wie man es gedacht hat, eine andere Funktion haben. und da hat sich gerade in den letzten Jahren, wo man immer jahrelang in die Mitte vom Knie quasi geguckt hat, die Kreuzbänder, das war bedingt durch die Arthroskopie, die einfach gehypt wurde, man konnte reingucken ins Knie, dann hat man festgestellt, damit können wir doch nicht alles behandeln und jetzt geht es wieder um ganz kleine Bändchen, die eigentlich nur so Kapselverstärkungen sind, die jetzt wieder ganz stark in den Fokus gerückt sind und das auch, sage ich mal, ich habe angefangen vor zwölf Jahren, Da haben wir immer überlegt, wie kriegen wir ein Knie rotationstabil.
Mit unseren eigentlichen Kreuzbändern haben wir es zwar in der AP, also nach vorne, hinten diese Schublade ganz gut kontrollieren können, aber nicht die Drehung vom Unterschenkel. Dann haben wir zwei Bündel eingezogen, quasi um den Verlauf mehr horizontaler noch zu machen. Darf ich ganz kurz sagen, was meinst du mit zwei Bündel? Eigentlich anatomisch gesehen besteht das vordere Kreuzband aus einem sogenannten anteromedialen und posterolateralen Bündel.
Das heißt zwei Faserstrukturen, die sich so ein bisschen noch kreuzen und das eine ist eher Richtung Beugung gespannt, das eine Richtung Streckung und das eine läuft eben mehr senkrecht, das andere mehr horizontal und man hat sich gedacht, dieses mehr horizontal orientierte Band, das muss ja eigentlich mehr in der Lage sein, Rotationskräfte zu neutralisieren. Aber wenn man es mal ganz einfach denkt, wie lenkt man im Auto? Man fasst das Lenkrad außen an. Und wie kann eine zentrale Struktur im Kniegelenk eigentlich Rotation kontrollieren?
Völlig logisch eigentlich. Genau. Und dann hat man sich wieder anatomisch die Außenseite vom Knie angeguckt. Und dann hat selbst die New York Times Headline gehabt, Surgeons discover new body part oder sowas.
Ja, ganz absurd. Also da hat man einfach, das ist aber ein Band, das ist schon im 18. Jahrhundert mal beschrieben worden. Und dann hat man, das ist ja ganz logisch, das muss ja eigentlich auch ein Faktor da spielen und das ist jetzt ein Standard mittlerweile geworden in der Kreuzbandchirurgie oder in der Revisionschirurgie, das heißt, wenn es mal nicht funktioniert hat, dass man immer so eine äußere Verstärkung quasi mitmacht.
Das l parallel zum Kreuzband nur halt auf der Au und hat einen viel besseren Hebel Oder auch ganz interessant wie viele anatomische Studien es zum vorderen Kreuzband gibt wo man denkt das ist eine Struktur die l drei Zentimeter durchs Kniegelenk Jetzt ist aktuell der Trend das Kreuzband ist nicht rund sondern flach zum Beispiel Also es ändert sich permanent was. Es bleibt spannend. Wirklich, ich hatte letztens ein Seminar in Mainz gehalten und da hatten wir es vom muskulären Steigbügel am Unterschenkel und der muskuläre Steigbügel ist der fibularis longus oder mittlerweile peroneus longus und der tibialis posterior.
Wenn du es googelst und google beantwortet ja viele Fragen häufig direkt schon automatisch. Ich weiß gar nicht, wie da der Algorithmus funktioniert. Sagen sie, es ist nicht tibiales Posterior, sondern tibiales Anterior. Allein dieser Fakt stiftet bei so vielen und bestimmt auch Medizinstudenten eine völlige Verwirrung und deswegen ist es so, weil du gerade sagst, die Anatomie sollte eigentlich klar sein.
Also sie ist immer noch nicht klar. Bleibt spannend. Ich hatte mal, ich weiß nicht, ob ich es schon mal erwähnt habe, ich hatte mal einen Arzt, der ein Seminar gehalten hat und der hat mir erzählt, da war bei einer Sezierung, wo der Ansatz des pectoralis major war an der Ulna. Was?
Das kann ich ganz sagen. Pektoralis major? An der Ulna? So weit unten.
Das war Batman. Krass. Ja gut, ich meine, das muss man auch ehrlicherweise sagen, Anatomie ist der Durchschnitt, was man da sieht und es gibt so viele anatomische Varianten. Ich meine, auch jetzt, wenn wir nochmal aus dem Fuß gehen, Peroneusmuskulatur gibt es ja welche, die haben Longus, Brevis und ein Terzius oder sowas. als im dritten und sowas.
Und klar, das ist natürlich das, was man nicht im Standardlehrbuch abdecken kann. Und klar, vielleicht hat er einen ganz langen Zügel an die Ulne, aber das ist ja Wahnsinn. Aber der müsste von der Biomechanik her eine unfassbare Kraft in der Brustmuskulatur haben, weil je weiter der Ansatz vom Drehpunkt weg ist, desto mehr Kraft kann der Muskel erzeugen. Das ist zum Beispiel auch der Grund, warum du beim Kreuzheben, wo du ja auch die ischokorale Muskulatur triffst, und die ischokorale Muskulatur hat ja eine Extension in der Hüfte, aber gleichzeitig eine Beugung im Knie.
Arbeitet also eigentlich konträr gegeneinander. Trotzdem ist beim Kreuzheben der aktivere Part, geht aufs Hüftgelenk, auf die Hüftstreckung, weil der Ansatz am Tuber Ischadikum, also am Sitzbeinhöcker, weiter weg ist vom Drehpunkt Hüftgelenk versus solche Bizeps Femores am Fibulaköpfchen ist viel näher am Drehpunkt vom Kniegelenk. Also je weiter der Ansatz oder der Ursprung vom Dings weg ist, also in dem Fall müsste der unfassbare Kräfte in der Brust gehabt haben. Sicher ein Extrembeispiel, deswegen blieb es mir auch im Kopf, weil das Seminar ist acht Jahre her, weil sowas hatte ich noch nie gehört.
Aus dem Training oder gerade so Beispiel in Bodybuilding weiß man, Muskelbäuche sind unterschiedlich aufgebaut. Wenn jemand Muskeln entwickelt, sieht er beim einen anders aus als beim anderen. Gerade bei sowas wie Bizeps, der eine hat so einen hohen Kopf, der andere ist mehr flach. Beim einen kommt er direkt hier quasi am Ellbogen raus, beim nächsten sind hier zwei, drei Finger Platz.
Das gleiche trifft er dann auch zu auf Ansätze von Sehnen und Bändern. Man sagt ja nicht umsonst, Form follows function. Und ich glaube, wenn du in der frühen Entwicklung ist das schon abhängig, wie du deinen Körper belastest und der Körper passt sich da an der Belastung gewissermaßen irgendwo an und der menschliche Körper ist zu so vielem in der Lage und dass der dann nicht auch versucht, seine Biomechanik zu optimieren, das glaube ich schon auch, ja. Ich habe mir eben noch, es gibt ebenfalls noch eine Studie mit jungen Gewichthebern, die volle Kniebeugen machen, wenn ich mich richtig erinnere, ist deren Kreuzband im Schnitt dreifach so dick.
Ja, das kann durchaus sein. Habe ich auf meiner Website gepostet mal, als es quasi durch die volle Beugung des Knies Spannung aufs Kreuzband kommt und wenn du das in der Jugend hast, wenn ich mich erinnere, bis zum 16. Lebensjahr hat das Kreuzband ein Gefäß, das es mit Blut versorgt. Grundsätzlich hat es das wahrscheinlich immer nur im heranwachsenden Alter sind die einfach viel mehr ausgeprägt.
Das Kreuzband hat ja schon so eine, sag ich mal, Schleimhautschicht, das das umgibt, die sowohl vom Unterschenkel als auch vom Oberschenkel kommen, dann Blutgefäße da drin hat. Aber wenn du sagst mit Entwicklung, es ist ja auch so, gibt es auch Studien, die zeigen zum Beispiel, dass Jugendliche, die im Leistungsbereich Fußball spielen, einfach ein O-Bein bekommen. Und das hängt auch mit der Belastung zusammen, weil die immer einen Adduktionsmoment quasi vom Unterschenkel haben, wo die Wachstumsfuge auf der Innenseite zusammengedrückt wird und wahrscheinlich etwas geschädigt und dann wegwachsen die nur auf der Außenseite und entwickeln dadurch das O-Bein.
Quasi als Jugendlicher keine Pässe mit der Innenseite des Beins schießen, um O-Beine zu vermeiden. Auch mal die Pike mehr benutzen, ist dein Advise. Das ist ja auch, die Amerikaner, die schreiben ja den jugendlichen Baseball-Pitchern vor, wie viele Würfe die pro Saison machen dürfen, weil die sonst nachhaltige Schäden im Ellenbogen entwickeln. Ich hatte mal einen jungen Athleten, also Athleten ist übertrieben, jungen Kerl, 13 Jahre, der hat gefochten.
Das war die erste Sportart, die der betrieben hat. Der konnte seine Hüften nach außen rotieren um 100 Grad. Also der konnte da wie so ein Gummimensch konnte der die Beine verdrehen, wo du sagst, boah, Wahnsinn. und die K war ganz ganz ganz kreativ aber hat vier bis f Mal die Woche gefochten in jungen Jahren Der K und das ist eigentlich genau das was du ja eben gesagt hast der passt sich an Ich habe jetzt eben noch gerade zwei Gedanken gehabt Der eine Gedanke, müssen wir jetzt noch mal ganz kurz zurückspringen. Es gab ja eine Zeit lang, vor allem im Profisport, diese Idee, nach dem Kreuzbandriss sofort intensive Kälte, damit gar nicht so viel Lymphflüssigkeit einschießt, damit man dann sofort zeitnah operieren kann.
Ist man weggegangen von? Nee, würde ich gar nicht sagen. Ich meine, man muss schon immer eine gewisse Unterscheidung machen zwischen dem Profisportler, der am Ende des Tages sein Geld dadurch verdient, dass er so schnell wie möglich wieder zurück ist und dem Breitensportler, der auch in 20 Jahren noch ein gutes Knie braucht. Natürlich tut man schon im Profisport Dinge, die medizinisch vielleicht nicht immer ganz sinnvoll sind, aber die versucht man natürlich schon innerhalb der ersten 24, 48 Stunden zu operieren.
Dann ist dieser Entzündungsprozess gerade so am aufsteigenden Ast quasi und durch sowas wie Kälte oder so versucht man das natürlich zu minimieren. Ob das überhaupt funktioniert, weiß man nicht. Geht man gerade auch wieder so ein bisschen weg von. Das Aktionismus wahrscheinlich so ein bisschen.
Und ich sag mal, die Forschung geht dahin, dass man das medikamentös reguliert, diese Entzündung. Mit was? Ja, der einfachste Ansatz wäre ja zum Beispiel Cortison. Cortison grundsätzlich einfach alles, was Entzündung oder Immunreaktion so ist, unterreguliert erstmal.
Nur das hat natürlich deutlich ein Nebenwirkungsprofil einfach. Und da hat man schon Sorge, jetzt jemandem hohe Dosen Cortison einzugeben. Wobei es schon so ist, das hat einen Stellenwert in der Entzündungsmanagement. Aber das sind eher so die Medikamente aus der Rheumatherapie, also gezielte Antikörper, die quasi die Binden eliminieren oder nicht eliminieren, sondern halt nutzlos für den Körper machen.
Und da gibt es durchaus schon Ansätze, die das im frischen Trauma machen, weil man weiß eben auch, dass diese Entzündungsstoffe, die greifen den Knorpel auch an. Ah ja, okay. Das sind so die Forschungsansätze.
Diagnose und Behandlung der Frozen Shoulder
Aber zum Beispiel sowas wie, das kennst du ja aus deiner Praxis, Frozen Shoulder, das seht ihr ja wahrscheinlich viele, da ist ja durchaus so ein Cortison-Stufen-Schema quasi, wo man hochdosiert anfängt, dann langsam ausschleicht, ein gängiges Therapieregime sozusagen. Wie lange, was ist die Prognose, Frozen Shoulder, mit Cortison-Stufen-Therapie? Ich sage, wenn man zwei Jahre könnte, also ob die Cortison-Stufen-Therapie spricht ganz unterschiedlich drauf an. Frozen Shoulder, jetzt kommen wir weg vom Knie, aber ich habe ja eine allgemeine Sportorthopie die auch wo wir auch viele Schultern gemacht haben ist ja ein vielschichtiges Problem das ganz viele Ursachen haben kann Und jeder reagiert da unterschiedlich drauf aber grundsätzlich läuft dieses Schema ja erstmal über sechs Wochen und aus meiner Sicht ist es eine Frozen Shoulder, wo kann ein Patient sagen, das ist eine Krankheit, damit haben sie zwei Jahre zu tun und es wird meistens auch nicht mehr 100% wie vorher.
Man sagt so plakativ, kommt drei Monate, bleibt drei Monate, geht drei Monate, aber natürlich dauert es länger. Ich habe aber tatsächlich an der Stelle, wir haben uns auch immer über Frozen Shoulder unterhalten, da hatte ich einen Frozen Shoulder Patienten und hatte keinerlei Idee. Also ich habe es versucht mit normalen Therapiemaßnahmen, die sonst sehr gut funktionieren, nichts gebracht. Mit Training, allerlei Training und Mobilisationsübungen, nichts gebracht.
So wirklich Try and Error. Und dann habe ich im Podcast dazu aufgerufen, ob es jemanden gibt, der quasi wirklich ein Behandlungsprotokoll dazu hat. Und nicht nur so, probier mal das, sondern wer hat wirklich Erfahrung und kann reproduzierbare Ergebnisse vorweisen. und hat mir ein einziger Zuhörer geschrieben und das Protokoll habe ich angewendet und das hat wirklich funktioniert. Also ich kann dir gleich Fotos zeigen, ich habe das Foto dokumentiert innerhalb von neun Terminen, lass es neun Wochen gewesen sein, von 100 Grad Flexion zu fast Endgradig.
Also das war wirklich Wahnsinn. Ich hatte jetzt nur einen Patienten mit Frozen Shoulder. Ich sage die ganze Zeit jetzt auch nochmal auf den Ruf, wenn eine Frozen Shoulder hat, bitte bei mir vorstellig werden, weil ich dieses Protokoll halt testen möchte. Ich zeige dir gleich mal die Ergebnisse, weil Frozen Shoulders für mich, ich durchdringe es null.
Man weiß, glaube ich, nicht 100 Prozent, wo es herkommt. Ich hatte nur gehört, dass es jetzt im Zusammenhang mit der Impfung vermehrt Frozen Shoulder an dem Abend gab, wo wohl diese Spritze in die Kapsel ging. Aber das, finde ich, ist kein konstruierter, das ist nachvollziehbar, weil man ja auch eine Immunreaktion provoziert und das ist ja nichts anderes, auch wie eine Immunreaktion ist auch Entzündung am Ende des Tages. Und dass da manche Leute, die eben dazu neigen, solche Überschießungsreaktionen zu machen, dass die das dann aufs Gelenk holen.
Ich habe auch echt ein paar Patienten gehabt, die gesagt haben, sie haben nach der Impfung Knieschmerzen bekommen, wo man aber jetzt für mich jetzt keine fassbare Ursache dafür gesehen hat. Aber scheinbar ist es doch ganz interessant, was dadurch ausgelöst werden kann. Also jetzt keine schwerwiegenden Probleme. Aber ich hatte ja auch ein paar Patienten, die gesagt haben, sie hätten es durch Corona bekommen.
Also auch das. Ich wurde letzte Woche gefragt, ob ein hoher Proteinkonsum zu Fibromen beitragen kann Also quasi so zus Hautproduktion Aber was ja im Endeffekt genau die Theorie also unabh jetzt vom Protein sondern eine Form von Entz die unkontrolliert ist, sodass du quasi da mehr Haut oder Gewebe produzierst, als du eigentlich produzieren sollst und du deswegen diese Fibromen bekommst. Also da kann ich jetzt wissenschaftlich von dir nichts dazu sagen. Muss ich sagen, bei Protein ist halt immer die Frage, wo kommen sie am Ende des Tages wie an? weil die erstmal ja multiples zerlegt werden überall.
Aber ob das jetzt mit Fibrom assoziert ist, weiß ich tatsächlich nicht. Das war die Frage. Ich denke nicht, dass es tatsächlich das Protein eine Rolle spielt, aber im Endeffekt wäre dann auch nur einfach grundsätzlich dieses Entzündungsmanagement quasi eine Überreaktion der Reparaturprozesse, die dafür sorgen, dass du quasi mehr Haut produzierst und so Fibrom entwickelst. Ja, denkbar ist das schon.
Aber wenn es, ich glaube, ein großes Problem wäre, dann hätten ja viel mehr so Kraftsportler damit ein Problem. Oder ist das, ich kenne mich jetzt nicht so aus in der Szene. Das ist nicht häufig. Aber bei jedem äußert sich das auch ein bisschen anders.
Der eine bekommt das, der nächste bekommt das. Das ist auch nur was, was ich im Kopf hatte und ich habe so noch nie was davon gehört. Aber im Endeffekt, also mich faszient immer noch diese Grundidee, mit der ich mich tatsächlich noch nie auseinandergesetzt habe. Suboptimales Entzündungmanagement wäre auch quasi eine Überreparatur.
Ja, klar, genau. Ich meine, manchmal möchte man das ja auch, dass der Patient eher mehr vernarbt, gerade so Patienten, die Vierbandverletzungen haben, also quasi sich eine Knieluxation zugezogen haben, wo das Knie komplett ausgerenkt war, alle wesentlichen Bänder gerissen ist, da möchte man eher, dass die im ersten Moment steif werden, weil man sagt, das gewinnt dem Patienten Stabilität und danach gucken wir, wie wir es wieder beweglich kriegen, weil die Beweglichkeit wieder herzustellen häufig dann doch einfacher ist, wie die Stabilität wieder herzukriegen. Das ist immer so ein Balance sehr arg, wie möchte man, wenn man das natürlich medikamentös optimal steuern könnte, das kann man heute noch nicht, das wäre natürlich schon auch ein Major Fortschritt.
Entwicklung neuer medizinischer Methoden
Eigentlich sind wir schon bei dem Thema, was mir eben auch noch in den Kopf kam, das sind ja auch immer wieder neue Behandlungs- und Therapiemethoden. Du hast ja auch gesagt, es kommen eine neue Generation Ärzte, die schauen sich an, was hat die Generation davor gemacht, die lernt von der Generation davor, aber hinterfragt auch und überlegt, kann man vielleicht was besser machen. Wie entstehen denn neue Therapiemethoden. Also überlegt man sich das vielleicht erstmal in der Theorie und geht dann in die Forschung oder sagt man, okay, wir könnten ja mal probieren, ob wir das und das, also wir wie wir entstehen, solche neuen Therapiemethoden.
Hast du da Erfahrung? Das hängt natürlich auch immer stark davon ab, wie viel grundsätzlich ändert man an der Methode. Ich meine, man kann ja nicht hergehen und sagen, Mensch, wir machen jetzt mal einfach alles anders. Das muss ja schon etabliert sein.
Am Ende des Tages ist es schon so, dass es eine Idee gibt. Dann wird es in der Regel erst mal am Kadavermodell, also am Leichenknie gemacht und biomechanisch evaluiert. Gibt es heutzutage so, wir nennen das Six-Degree-of-Freedom-Roboter. Das heißt Roboter, die eigentlich mehr oder weniger die normale Kniebeweglichkeit simulieren können und gleichzeitig dann eben auch Kräfte messen können und so.
Dann können wir sagen, mit der Operationstechnik können wir beispielsweise die Rotation vom Knie um 36% besser kontrollieren wie mit der herkömmlichen. Das ist so das Übelste und dann ist es from bench to bedside, nennt sich das das. Irgendwann halt diese Forschungsergebnisse, wenn man sagt, das ist biomechanisch eine gut validierte Methode, an Patienten tatsächlich übertragen. Und da wird dann ein clinical trial gemacht quasi, am besten natürlich vergleichen, dass man sagt, wir vergleichen die konventionelle mit der neuen Methode.
Aber das muss natürlich dann eine risikoarmer Änderung für den Patienten sein, sonst wäre das ja ethisch auch gar nicht vertretbar. Ich sage mal, ganz neue Behandlungsansätze, da ist es leider halt schon so, da braucht es dann auch Tierversuche für sowas am lebenden Tier, dass man dann halt wirklich, gerade wenn es um medikamentöse Ansätze gibt oder transplantierte Stammzellen etc., da muss man natürlich gucken, was kann da nicht doch auch Schlimmeres passieren und das sind dann Sachen, die dann entweder erst mal im Rattenmodell, Hasenmodell oder dann auch im Großtiermodell gibt es schon auch mit Hunde, Pferde und so weiter.
Wieso habe ich bei Großtiermodell direkt dann Wolfgang gedacht?
Knieverletzungen bei Kindern und Trampolinnutzung
Meine erste Frage, die hatte ich nämlich das komplette Jahr, letztes Jahr über. Was ist die jüngste Person, von der du weißt, dass sie einen Kreuzbandriss hatte? Oh, geile Frage. Super Frage, Wolfgang.
Bei kleinen Kindern, also teilweise dem kleinen Sohn, der verdreht sich teilweise die Knie, wo ich mir denke, wow, Vorsicht. Aber dann dachte ich, ich habe noch nie gehört, dass ein kleines Kind sich... Ne, also das glaube ich auch, das ist wahrscheinlich theoretisch möglich, praktisch kenne ich es in den jungen Jahren gar nicht, weil die Bänder da noch komplett, oder das Knie an sich ist ja bei so einem Zweijährigen noch ganz anders ausgebildet. Das ist da noch gekammert teilweise Das hei Das sind wir nennen das Septen das sind im Grunde Bindegewebs heute noch drin die das Knie in unterschiedliche kleine Kammern teilen Und die bilden sich dann im Laufe der Entwicklung zurück.
Und die Bänder auch noch eine ganz andere Zusammensetzung aus Kollagenfasern haben. Also die sind viel, viel elastischer, wie das jetzt ist. Das jüngste Kind, das ist eine gute Frage, das jüngste Kind, das ich operiert habe mit sowas, war acht. Aber es gibt sicherlich auch sieben- oder sechsjährige, die das theoretisch haben.
Aber ich denke, das ist schon so die untere Level, was man sagen muss. Es hat sich so ein bisschen nach unten verschoben und Schuld daran ist aus meiner Sicht das Trampolin, das bei vielen im Garten steht. Das würde ich zum Beispiel in meinen Kindern nie im Leben machen. Das ist die schlimmsten Knieverletzungen bei Kindern, die ich gesehen habe, sind allesamt beim Trampolinspringen passiert.
Krass. Das ist achtjährige Kinder, die sich beim Trampolinspringen Kreuzband. Das war allerdings ein hinteres Kreuzband. Also ein hinteres Kreuzband, Innenband, also eigentlich eine lebensverändernde Verletzung für das Kind.
Und das mit acht, weil das Geschwister quasi unabsichtlich auf das gestreckte Knie draufgesprungen ist und dann ist so eine Hyperextension quasi gekommen. Und entweder verhaken die sich quasi beim Springen in der Seite zwischen dem Gitter und dem eigentlichen, ich weiß nicht, wie man sagt, dem Trampolin halt, oder jemand springt aufs Knie. Das sind so die zwei Klassiker. Das ist auf keinen Fall zwei Leute gleichzeitig im Dorn.
Ja, genau. Ich sage, bei mir wäre es ganz, ich stelle mir keins in den Garten, auf keinen Fall. Die Kräfte, die da wirken, sind ja auch schon... Ja, das ist schon...
Ich bin mit meiner Nichte gesprungen. Da war sie zehn. Ich war 116 Kilo schwer. Ich glaube, das Alter ist ja gar nicht so wichtig.
Und wir haben uns so... Wir sind so arrhythmisch aufgekommen und dann hat sie wirklich ein Salto gemacht und ist fünf Meter weiter entfernt auf dem Kopf gelandet. Und ich habe wirklich gedacht, die ist tot. Die muss tot sein.
War aber Turnerin, also ist es wahrscheinlich gewöhnt, vor dem Barren und so zu fallen. Und ist aufgestanden, hat gelacht und so weiter. Aber ich war kreidebleich und habe wirklich gedacht, das war's. Also die ist in einem hohen Bogen im Salto auf den Kopf gelandet und ich habe gedacht, das war's.
Das war das letzte Mal, dass du auf dem Trampolin warst. Ey, wirklich. Ich habe schwere Angst. Ich werde kreuznervös, wenn es irgendwo in Richtung Trampolin geht.
Aber was ein geiler Funfact schon wieder. Und diese Trampoline, der tränt es auch? Total. Weil es aber auch Spaß macht.
Also ich verstehe den Spaß. Ja nat verstehe ich das auch Aber ich bin mir auch sicher dass Crack geil ist Vielleicht muss man einfach die Trampoline sicherer machen und im Grunde ist nat auch ein bisschen Verantwortung vom Verk das kann man nicht dem aber eine Aufklärung der Eltern, dass das einfach gefährlich ist und man da drauf achten muss. Es ist nicht so, dass sie den Kindern sagen können, geht ihr mal zwei Stunden Trampolin springen, während wir uns in der Wohnung vergnügen. Das braucht wirklich Beaufsichtigung, glaube ich.
Und zwei in einem ist wirklich gefährlich.
Knorpeltherapie und Transplantation
Matthias, was sind die, was sind die, also du wolltest nochmal aufs Trompolin, was sind die fünf häufigsten Operationen, die du operierst? Fünf häufigste sind Kreuzband, Patella-Luxation, alle Arten von Meniskus-Verletzungen, Streckapparat-Verletzungen, also Patella und Quadrizeps und Knorpeltherapie. Wie ist, also ich habe mehrere Meniskus-Operationen gehabt, das war okay. Also die Reha geht verhältnismäßig schnell, aber so richtig geil sind die Knie seitdem nicht mehr geworden.
Wobei jetzt mittlerweile durch viel Training auch gute Therapie kann ich eigentlich wieder alles machen. Bei der Knorpeltherapie, was ist da so State of the Art? Was macht man da? Wie gut funktioniert es?
Eine Zeit lang hat man Knorpel auch angebohrt, also perforiert. Dann hat sich ein eigener Knorpel gebildet, also ein Tötiger, der nicht ganz so fest war. Wie ist so der Stand in der Knorpeltherapie? Also das macht man tatsächlich, ganz grob kann man im Grunde zwei Sachen unterscheiden.
Das eine nennen sich sogenannte Knochenmark-stimulierende Techniken, das ist das Anbohren, kann ich gleich nochmal erläutern. Das andere ist mittlerweile eigentlich eine Knorpelzelltransplantation. Anbohren heißt auf Deutsch, man nimmt oder reinigt den Knorpelschaden, indem man den kaputten Knorpel wegmacht und möchte, dass es wie ein Loch ist, das Umgebnis von gesundem Knorpel. Und dann nimmt man kleine Bohrer oder so Ahlen und macht den Knochen auf bis zum Knochenmark und möchte, dass aus dem Knochenmark Blut austritt.
Und im Knochenmark Blut sind eben, ich nenne es mal, das sind ähnlich wie Stammzellen, sind keine wirklichen Stammzellen, einfach einfach Zellen, die auf eine bestimmte Belastung in unterschiedliche Zelllinien sich entwickeln können. Und da hofft man eben, dass durch die Belastung, wie sie halt dann zum Beispiel im Knie ist, das in ein Knorpelgewebe sich umwandelt. Das ist leider nicht so das ist eine Knorpelnarbe muss man sich das vorstellen Faserknorpel hei das bei uns das ist eine ganz andere Zusammensetzung von Kollagen ist viel h hat nie die biomechanischen Eigenschaften und das ist das was man aber heute schon auch noch macht f den kleinen Knorpelschaden Ein klein ist relativ das ist nat auch immer abh wie gro ist das Knie wie belastet er sein Knie Deshalb, es gibt immer Leitlinien, da steht drei Quadratzentimeter.
Und wenn man mal anguckt, drei Quadratzentimeter sind riesig in manchen Knien. Deshalb halte ich diese Grenze für deutlich zu hoch. Aber so steht es halt in Leitlinien und alles drüber. Knorpeltransplantation.
Da wird auf irgendeine Form körpereigener Knorpel transplantiert. Zeitlang war die sogenannte ACT, heißt es, Autologe-Kontrozyten-Transplantation, so der Standard. Da sind zwei OPs. In einer OP wird einfach eine Stanze von gesundem Knorpel aus einem nicht belasteten Bereich genommen, wird dann in Labor geschickt, in Petrischalen gezüchtet quasi und kriegt man dann entweder wie so ein Schwammgewebe, wo die Knorpelzellen drauf sind, zurück, oder ein Gel, das man einspritzen kann.
Jetzt geht gerade wieder der Trend dahin, dass man es in einer Sitzung machen möchte und da nimmt man, das nennt sich Minst-Kartelitsch oder wenn man es übersetzt, Minst ist ja Hackfleisch quasi, also gehackte Knorpel, dass man den körpereigenen Knorpel aus den Randbereichen ganz, ganz fein hackt, im wahrsten Sinne des Wortes, den so ein bisschen mit Wachstumsfaktoren anreichert und dann direkt wieder zurück macht. Krass. Ich sag mal, die Knorpelzeltransplantation ist das, was man heute macht eigentlich. In den USA ist es nochmal ein bisschen anders.
Die transplantieren einfach Zylinder von Knorpeln und Knochen von Leichen zum Beispiel. Aber das ist in Deutschland regulatorisch und auch logistisch fast nicht möglich, sowas zu machen. Und die Ergebnisse? Auch durch Wachsen, wie du es auch mit deinem Meniskus beschrieben hast.
Es ist einfach so, dass man sagen muss, wir können noch keinen natürlichen Knorpel züchten, der so gut ist wie der, den man einmal hat. Es ist immer eine weichere Struktur und ich sage dem Patienten immer, man alltagsfit werden wir sie höchstwahrscheinlich bekommen. Wie viel Sport nachher möglich ist, ist individuell sehr unterschiedlich. Und es braucht wahnsinnig viel Geduld.
Dieser Reifungsprozess dauert, haben wir selber Studien gemacht, teilweise sehen wir da nach drei Jahren noch im MRT zumindest, dass die Struktur sich ändert.
Training bei bestehenden Knorpelschäden
Jetzt ist ja Knorpelschaden ein Thema, was auch uns häufig tangiert, mich als Therapeut, Wolfgang Dich als Trainer. Jetzt kommt einer zu dir und sagt, ich würde gerne irgendwas für meine Fitness tun, ich hätte gerne einen Trainingsplan, ich würde gerne so eine Before-and-After-Transformation machen. Ich habe aber einen Knorpelschaden im rechten oder linken Knie. Wie gehst du als Trainer damit um?
Machst du da spezielle Assessments? Sagst du, okay, du musst zumindest dauernd machen? und das können wir damit arbeiten können. Wie gehst du als Trainer damit um? Grundsätzlich, wenn wir alle drei Knorpelschaden anschauen, wir kriegen alle drei Personen zu unterschiedlichen Zeitpunkten.
Zu Matthias wirst du kommen, wenn es Ende Ende ist und was machen muss. Zu dir wird man kommen, wenn es weh tut und ein Problem da ist. Wer zu mir kommt, hat eigentlich akut keine Probleme. Mache ich ein Assessment?
Je nachdem, wie du ein Assessment definierst, ja oder nein. Was ich mache, ich schaue einfach, wie funktionieren die Übungen. Was kannst du machen? Bei der Kniebeuge oder beim Knie ist die erste Frage, kannst du eine Kniebeuge?
Kommst du komplett runter, tut es irgendwo weh? Wenn es wehtut, haben wir keine Kniebeuge. Dann trainieren wir außenrum. Wir trainieren die Hüftstreckung über sowas wie Back Extension.
Wir trainieren die Kniebeugung über sowas wie Beinkurl. Und dann gucken wir, dass wir nach und nach die Kniestreckung und Kniebeugung optimieren. Und dann gucke ich, wie weit wir da kommen. Grundsätzlich, wenn da keine akuten Probleme da sind und man es leicht spürt, Ich bin ein großer Freund, jemanden da Schritt für Schritt ranzuführen, dass er dann nach und nach diese volle Kniebeuge belastet und damit wieder die volle Kniebeugung lernt und dann auch wirklich wieder Step-by-Step Widerstand verwenden.
Das heißt am Anfang für viele Kniebeuge mit einem Besenstiel auf dem Rücken. Auch wenn sie eigentlich muskulär mehr Gewicht bewegen können, ich bin immer langsam, langsam, Range for Load, gucken, dass wir das sauber kontrolliert machen und dann kontrolliert ablassen, kontrolliert wieder hoch und dann nach und nach Gewicht drauf. und immer an dem Punkt, für den Fall, dass du leicht was merkst, gehen wir einen Schritt zurück und lernen den Bewegungsablauf, den du schmerzfrei sauber ausführen kannst. Und je besser du den ausführen kannst, desto weiter können wir einen Schritt vorher machen, einen Schritt vorwärts machen.
Und da bin ich auch ein ganz großer Freund von ganz, ganz langsam. Gerade Gewebe halt deutlich langsamer als Muskulatur. Und letztes Jahr zwei Kunden, die haben sich ein Bizeps gerissen, beide beim Klimmzug und beide einfach nur auch beim ersten habe ich gesagt beide angerissen nicht komplett beide Bizepssehne unten beim Klimmzug, da ist ja keine gestretchte Position wenn du irgendwie ausrutschst, nach hinten fällst dann ist es ja oftmals, dass der oben weg ist aber in beiden Fällen war es einfach mit Schwung quasi, sich in den Klimmzug fallen lassen, mit Zusatzgewicht und dann hat es Bubz gemacht das ist ja klassisch, angespannt die Muskulatur da noch den Zug drauf dann.
Und dann bin ich wirklich so, bitte, nichts mit 1 bis 3 Wiederholungen, sondern wir fangen an mit Latzug wir fangen an mit einem pronierten Griff wo am wenigsten Zug auf dem Bizeps ist Und dann fangen wir an moderaten Wiederholungsbereich und dann steigere ich die Wiederholung Was Konträtes zu dem, was ich üblicherweise mache, ich fange eigentlich gerne im mittleren Bereich an und senke dann die Wiederholung, das heißt für höhere Gewichte, mehr Kraftsteigerung, in dem Fall will ich erstmal so eine gewisse Volumen-Toleranz aufbauen. Dann fängst du mit 8 an, dann gehen wir auf 10, 12, dann gehen wir auf 15.
Und wenn du eine gewisse Volumen-Toleranz hast, was natürlich auf die Muskulatur direkt weniger Effekt hat, aber deutlich mehr auf das Weichgewebe im Verhältnis, dann gehen wir nach und nach wieder runter, aber dann machen wir Klimmzüge in relativ hohem Wiederholungsbereich, hoch für meine Verhältnisse, so 5, 6, 8 Wiederholungen beim Klimmzug und minimum ein Jahr ist dann nichts mit niedrigen Wiederholungen, ist dann nichts mit hohen Kräften und dann machen wir sowas wie ein Klimmzug mit einem 5, 0, 5, 0 Tempo, das heißt 5 Sekunden hoch, 5 Sekunden runter, sodass du wirklich ganz langsam nichts Rückartiges, nichts niedriger Wiederholung, hohe Gewichte, sondern wirklich über Minimum ein Jahr wieder das Gewebe nach und nach an die höhere Belastung, nicht nur im Sinne von Kraft, die wirkt, sondern auch im Sinne von Gesamtvolumen gewöhnen.
Denn die Muskulatur zu oft, eine Muskulatur kann das bewegen, aber das Gewebe drumherum kann das nicht stabilisieren. Ein Klassiker, den ich da regelmäßig sehe, ist auch bei Kniebeugen. Jemand ist relativ gut in Kniebeugen, macht eine Pause und die Beine sind noch stark genug, um hohe Gewichte zu bewegen, aber der Rücken macht auf einmal Probleme. Weil der Rücken nicht mehr stark genug ist, das zu stabilisieren.
Deine Beine können, Hüfte-Extension und Knie-Extension läuft, aber der Unterrücken stabilisiert es nicht und dann heißt es, Kniebeugen geht nicht mehr, ich habe ständig Rückenschmerzen. Und dann so eine Frage, ab wann merkst du es? Ja, so ab 180 Kilo. Okay, vielleicht erstmal wieder zwei Schritte zurück und erstmal wieder nach und nach, auch mit mehr Isolationsübungen, den Rücken aufbaut und dann Step by Step wieder, was im Krafttraining seltenst gemacht wird, aber wenn wir zum Beispiel andere Sportarten anschauen, wenn du sowas wie Leichtathletik 100 Meter Sprint anschaust, die machen Sommersaison, danach wird ein bisschen Pause gemacht, paar Wochen machen die oftmals gar nichts und dann fangen die mit langsameren Belastungen und höheren Gesamtvolumen an, steigern dann ihr Gesamtvolumen und dann geht es dann wieder Richtung Saison, wird dann einfach wieder höhere Geschwindigkeiten, weniger Gesamtvolumen.
Da war ich schon Sven Knipp als einer der besten oder einer der schnellsten deutschen 100 jemals Am Ende der Saison war ich vor 2016 war ich einen Olympiast in Kienbauen Da hat er Trainingseinheiten gehabt hat er sechsmal Start gemacht Ich kenne es von Usain Bolt, gibt es auch eine gute Dokumentation. Trainingseinheit von Usain Bolt kurz vor Olympia in London war, glaube ich, fünf Stunden. Und dann war er ein Joggen, sich stretchen, dann nochmal ein Joggen, dann wurde er gestretched, dann nochmal ein bisschen und dann zieht er irgendwie einen 80-Meter-Sprint mit 90% Intensität auslaufen, Cooldown, große Pause, 30 Minuten, 40 Minuten und dann geht es nochmal los.
Hat er 5, 6 Läufe und unfassbar viel Zeit damit verschwindet.
Klinische Untersuchung versus Bildgebung
Jetzt ist es ganz häufig oder was mich noch interessieren würde, Patient kommt und sagt, ich habe Knieschmerzen. Machst du die Diagnostik? Ja, schon. Also ich sage mal, was wir immer machen ist, wir untersuchen den Patienten natürlich, weil wir, die bringen meistens Bilder mit.
Also ich bin in der Klinikambulanz quasi, nicht der Erstkontakt sozusagen, die kommen ja meistens schon vom niedergelassenen Kollegen, haben schon MRT, haben selber schon eine Diagnose im Kopf, aber das Schlimmste ist Bilder zu operieren, sage ich immer. Wir operieren keine Bilder, sondern Patienten und deshalb muss ich das in Einklang mit dem, was ich selber finde beim Patienten und diese ganze Banddiagnostik, viele sagen, ja da hat man einen Kreuzbandriss gesehen, dann denke ich mir schon in Bilden, sieht für mich jetzt nicht dramatisch aus, nimmt das Knie in die Hand, ist super stabil. Dann heißt er, aber es hieß, ich hätte mir das Kreuzbein gerissen.
Sag ich, kann ich nicht sagen, warum Ihnen das gesagt wurde. Vielleicht haben Sie ein bisschen eine Einblutung da. Das ist aber so stabil wie auf der anderen Seite. Und wenn ich Sie jetzt wegen dem operiere, ist es danach ganz sicher schlechter.
Deshalb ist das, also die klinische Untersuchung, so banal das auch ist, das Allerwichtigste. Und das ist auch für den Patientenkontakt, finde ich, ganz wichtig. Die sind manchmal ganz erstaunt, wenn ich sage in der Sprechstunde, jetzt ziehen Sie mal bitte die Hose aus legen sich auf die Liege, wie wenn noch nie jemand untersucht hätte. Das ist ganz schlimm.
Vielleicht, ich biete es einfach nochmal an, haken wir hier ein, nutzen dieses Thema, was wir gerade aufmachen, als Cliffhanger für die nächste Folge. Weil ich glaube, dass das für alle Therapeuten, Trainer und auch Betroffenen interessant ist. Wie sieht vielleicht eine gute Diagnostik aus? Auch händisch.
Außer ihr wollt weitermachen. Weil mich hassen die Zuhörer jetzt eh sagen so, lass den Professor Doktor reden, warum unterbrichst du ihn? Jetzt, wo es spannend wird. Aber ich glaube, das könnte ein guter Cliffhanger f die n Woche sein oder Wolfgang was hast du N Woche geht weiter
Abschluss und Kontaktinformationen
Vielleicht ganz kurz an dieser Stelle noch Jetzt werden ganz viele sagen der war aber sympathisch der Professor Dr Feucht Da muss ich sagen, geht so, aber fachlich kompetent wirkt er. Wie kann man dich erreichen? Wo findet man dich? Weil es werden, bevor sie uns jetzt alle schreiben, wo kann ich Professor Dr.
Feucht erreichen? Wie erreicht man dich? Wo arbeitest du? Und wie kann man dich am besten kontaktieren?
Ich bin mittlerweile auch ansässig hier in Stuttgart. So kam auch der Kontakt zum Wolfgang und ich arbeite ganz normal im Krankenhaus quasi. Wir haben da eine eigene Abteilung, die nennt sich rekonstruktive Kniechirurgie. Das heißt auch ich mit meinem Team, wir machen nichts anderes als Kniegelenke.
Deshalb würde ich schon sagen, hoch spezialisierte Medizin sozusagen. Wir haben eine ganz normale Sprechstunde, eine Kniesprechstunde. Du nimmst also auch potenziell Hörer und Hörerinnen an? Absolut.
Wir haben nur das einzige, das Nachteil, das bringt unser Gesundheitssystem so mit sich, dass wir als Klinikambulanz eine Überweisung von einem Facharzt brauchen, das heißt von einem Orthopäden oder Unfallchirurgen, außer man ist privat versichert, dann ist das nicht von uns gemacht, das ist das deutsche System, aber grundsätzlich schaue ich mir jeden Patienten an und idealerweise hat er halt schon eine gewisse Vordiagnostik dabei, weil wir nicht immer garantieren können, dass wir gleich am gleichen Tag noch ein MRT kriegen. Wir könnten schon, klar, haben wir eine Abteilung, wir haben auch ein MRT, nur als Klinik haben wir natürlich auch einen Auftrag, das Klinikum zu versorgen und können nicht noch 30 Leute in der Sprechstunde jeden im RT kriegen.
Aber grundsätzlich schaue ich mir jeden natürlich gerne an. Auf Instagram findet man dich. kniekirurgie-stuttgart heißt das Ganze. Knie, ich kann es gar nicht aussprechen. Knie-Kirurgie.
Aber es heißt China, oder? China, genau. Okay, und die Homepage vielleicht noch, weil es werden bestimmt ganz viele Leute jetzt... Ich habe keine eigene, es ist quasi über das Diakonie-Klinikum Stuttgart, muss ich ganz ehrlich sagen, ich denke mal jetzt www.diakonie-klinikum-stuttgart oder so, aber Google Diakonie Stuttgart oder einfach Feucht, dann findet man mich.
Vielen, vielen Dank für die erste Folge. Wolfgang, vielen Dank, dass du ihn hier angeschlüsselt hast. Vielen Dank, dass ihr beide vorbeikommen seid. Vielen Dank für die Einlagen und hat Spaß gemacht.
Folgt ihm auf Instagram, schaut nochmal ganz kurz unter www.tnt-summit.de Es gibt noch ein paar wenige Karten für unser Event am 9. Juli in Darmstadt und ansonsten freuen wir uns auf nächste Woche. Gute Woche, Wolfgang. Gute Woche.
Danke euch, ja, eine gute Woche. Vielen Dank.