Einführung in Sonnentiere und nachhaltige Landwirtschaft
Herzlich Willkommen zur neuesten Episode von meinem Podcast. Thema dieser Episode ist Fleisch und nachhaltige Tierhaltung. Das Thema Fleisch und Fleisch in Ernährung wird heute in den Medien kritischer betrachtet als je zuvor. Und das Thema nachhaltige Tierhaltung ist präsenter als je zuvor.
Mein Gast heute, Robert Prosigl, Buchautor und Biometzger, hat ein Konzept ins Leben gerufen, die Sonnentiere. Was ein Konzept der nachhaltigen Tierhaltung ist, mit dem Ziel, bessere Umstände für die Tiere zu schaffen und gleichzeitig besseres Fleisch für die Menschen zu produzieren. Robert, was sind Sonnentiere? Ja, wie der Name schon sagt, die sehen auch die Sonne.
Also die Schweine, die im Supermarkt des Kilo für 93 oder ähnlich verkauft wird, die sehen ihr ganzes Leben lang keine Sonne. Die stehen im Stall mit künstlicher Beleuchtung. Daher der Name Sonnentiere. Und das Besondere daran ist, dass der Bauer einen festen Preis bekommt.
Also für ein Schwein 500 Euro, wo die Betonschweine, so nenne ich die, die kein Licht sehen, ungefähr 180 bis 200 Euro kosten. und außerdem gebe ich den Bauern auch eine garantierte Abnahme. Also ich sage, von dir nehme ich jetzt 50 Schweine das Jahr, kann er sich darauf einstellen, er weiß ja, er nimmt diesen Betrag ein. Dann hat er ein sicheres Einkommen und kann auch damit Geld verdienen und wenn die im Freien sind, sind sie auch nicht so wartungsintensiv, er muss lediglich füttern und muss schauen, dass er Wasser dort hat, wo die leben und das war es dann eigentlich schon. Und die sind auch nicht krank.
Die Landwirte, die ich habe, die brauchen kaum einen Tierarzt. Die sind eigentlich gesund. Und im ersten Jahr, wo wir die angefangen haben, haben die noch einen Sonnenbrand gekriegt. Dann hat der Landwirt Öl gekauft und hat es eingeschnürt.
Sonnenöl für die Schweine. Ja, ja. Und die haben aber dann sehr schnell gelernt. Und sobald es geregnet hat, haben die sich gesuhlt. haben extra so ein Sule gemacht und durch den Lehm und das was dann auf der Haut war haben sie dann auch keinen Sonnenbrand mehr bekommen Das haben die sehr schnell gelernt und auch komischerweise an die n Generation wenn ich es jetzt so nenne, die nicht in unmittelbarem Kontakt waren, ging das automatisch weiter.
Das ist ganz seltsam. Also die haben das schon gewusst, dass sie nicht mehr in die Sonne gehen so stark. Obwohl sie gar keinen direkten Kontakt haben. Das ist auch interessant.
Ich kann mich erinnern, dazu mal eine Studie gelesen zu haben, zu verschiedenen Generationen an Ratten. die, um ins Futter zu kommen, durch ein Labyrinth mussten. Und quasi die erste Generation hat am längsten gebraucht, um den richtigen Weg durchs Labyrinth zu finden. Und dadurch, dass Ratten eine relativ kurze Lebensdauer hat, kann man damit mehrere Generationen testen. Und was im Endeffekt die Forscher herausgefunden haben, dass von Generation zu Generation die Ratten schneller den Weg zum Futter finden.
Und dass an einem gewissen Punkt, nach einigen Generationen sogar so ist, dass die Ratte, ohne dieses Labyrinth jemals gesehen zu haben, auf dem ersten Versuch direkt das Futter findet. Sprich, in irgendeiner Form muss da quasi so transgenerationale Informationsübertragung da sein. Was interessant ist mit der Sonnenmilch für Schweine oder das Dreck, das habe ich auch noch nie gehört.
Wirtschaftliche Realität der konventionellen Schweinezucht
Du hast gemeint, ein reguläres Schwein, Betonschwein, also Schweine, die auf Beton aufgezogen werden, da kriegt der Bauer 180 Euro. Genau, vielleicht der 200, kommt auf den aktuellen Marktpreis an, kommt darauf an, wie schwer die sind und kommt darauf an, wie fett sie haben. wie fetter das sind, umso niedriger ist der Preis. Das spielt also bei dem Programm Sonnentiere alles keine Rolle. Egal wie schwer es ist, es muss ein Mindestgewicht haben von 130 Kilo Schlachtgewicht.
Ansonsten kriegt er immer den gleichen Preis, egal wenn es fetter ist, auch wie der Marktpreis ist, ganz egal, der kriegt immer 500 Euro. Das ist natürlich eine schöne Sicherheit. Das macht es einfacher für ihn. Als erstes Mal von dir gehört habe und ein bisschen geschaut habe, was du machst, ich bin ein großer Freund von Zahlen und eines der ersten Dinge in dem Kopf geblieben ist, dass von diesen 180 Euro dem Bauern nur 5 bis 10 Euro übrig bleiben.
Was aus meiner Sicht ein erschreckend niedriger Betrag ist. Aber kann man sich leicht vorstellen. Er muss das Ferkel kaufen, er muss das Futter kaufen, er muss den Stall vorhalten, er muss sie füttern. Wenn man diese Zeit rechnet, allein wie oft der Bauer da hinläuft, bis das Schwein dann fertig ist, dann ist 5 Euro wahrscheinlich noch ein guter Betrag. ist diese ganz großen unternehmen die teilweise bis zu 100.000 schweine haben die kalkulieren auch mal ein wo sie nichts verdienen das ist bei denen alles rechnung auf f f Jahre Okay Warum variieren da die Kosten von Jahr zu Jahr Futter Das Futter variiert wie die Ernte ausf ganz klar.
Auch wie Soja ist ja immer ein schwankender Preis. Gibt es ja auch die Börsen wieder, die dann da drauf Eingriff nehmen. Du kannst auch an der Börse mit Schweinebauch handeln. Gibt es alles.
Fünf bis zehn Euro ist im Endeffekt nichts. Das heißt, der Bauer ist gezwungen, tausend plus Schweine. 1.000 ist fast zu wenig, dann hat er 5.000 Euro verdient. 10.000 plus Schweine, dass er davon tatsächlich leben kann. Da sieht man den Zusammenhang zwischen Wirtschaftlichkeit und eben wie es den Tieren dann geht. Beim Geflügel ist es ja ähnlich.
Ähnliche Situation, wenn ihr Hähnchen im Supermarkt für 2 Euro oder für 3 Euro kaufen könnt, das ist eigentlich gar nicht vorstellbar. Man könnte sich sogar vorstellen, dass das subventioniert ist von den Supermärkten. Weil unter dem Strich verdienen die ja Geld, weil Aldi Süd hat 30 Milliarden auf dem Konto oder so. Also es ist nicht so, dass die draufzahlen.
Aber irgendwo sind die so geschickt in der Vermarktung, dass das so hinkriegen, dass die Leute eigentlich gar nicht merken. Es wurde zum Beispiel mal ein Testeinkauf gemacht mit Drogerieartikeln bei so einem Supermarkt. Und dann haben sie festgestellt, im Supermarkt waren 30% der Drogerieartikel teurer als in der Drogerie. Okay, das heißt der Kunde kommt quasi für so die Standardprodukte, Brot Fleisch, Milch in den Supermarkt und dann verdienen sie mit den anderen Produkten.
Ich habe einmal eine Frau im Laden gehabt, die hat gesagt, sie kauft im Supermarkt kein Fleisch und kein Käse mehr und keine Wurst weil wenn sie da reingeht und kauft es dann nimmt sie automatisch noch Angebote mit, zum Beispiel für die Kinder ah ja, wenn jetzt der Anorak, dem passt mein Kind nächstes Jahr ist ja gerade günstig, jetzt kauf ihn. Und da haben ihr die 400 Euro im Monat nicht gereicht. Und seit sie jetzt gezielt Brot und andere in Geschäften einkauft, unterliegt sie nicht dieser Versuchung und kommt mit den 400 Euro aus. Das ist eine gute Rechnung.
Ich habe einen Kunden, der hat eine Firma, die stellen Fleischprodukte her für Discountketten und der hat mir auch mal so ein Beispiel genannt, wo sie so ein Päckchen Seidenwürste, so ein Päckchen Wienerwürste verkaufen und eher pro Päckchen 0,1 Cent Profit hat, aber dann im Endeffekt ist eine Fabrik, entsprechend viele P verkauft und dann sagt okay das ist halt ein Produkt Auf das Volumen rechnet sich schon wieder aber dann die Qualit leidet ja Ja klar W wenn wir die Sonnentiere nehmen wie viel Platz haben die da im Vergleich zu so einem Betonschwein Der eine Bauer hatte 30 Schweine und hat 800 Quadratmeter Auslauf gehabt.
Okay, das ist ja richtig viel Platz. Ja.
Der Slow Food Genussführer und Qualitätstests
Vom Geschmack her, was natürlich auch immer eine interessante Frage ist, es unterscheidet sich deutlich. Ja, ja, also durch das, dass ich ja auch bei dem Genussführer mitarbeite und Testesser bin. Was ist der Genussführer? Von Slow Food ist das.
Wo gibt es 400 oder 500 Restaurants in Deutschland, die von privaten Leuten getestet werden. Also die gehen da hin zum Essen und schauen, ob in den Soßen Hilfsmittel drin sind, Geschmacksverstärker oder so. und wenn das nicht der Fall ist, also dann sagen die, okay, da kann man wieder hingehen, dann wird nochmal getestet und dann wird mit dem Betreffenden gesprochen und so ist das unterm Strich so, dass wenn man da in diesen, die Gaststätten besucht, die dem Führer drin sind, dass man eine hohe Wahrscheinlichkeit hat, dass man gutes Essen kriegt. Ist der Führer online oder ist das gedruckt? Gibt es als Buch und online weiß ich nicht, das müsste man nachschauen, aber Genussführer heißt das ja.
Von der Slow Food Initiative. Interessant.
Tierwohl und Reifungsprozesse
Zurück zu den Sonnentieren. Das heißt, wir haben 800 Quadratmeter, 30 Tiere. Das heißt, insgesamt hat der Bauer deutlich weniger Tiere, mehr Auslauf, deutlich bessere Qualität, deutlich besser Geschmack. Ein weiterer Punkt, den du, als wir vorher gesprochen haben, erwähnt hast, ist natürlich die Lebensdauer.
Wenn natürlich so eine Kuh oder ein Rind sehr kurze Lebensdauer hat. Bei den Schweinen ist das extremer. Also auch bei den Geflügel, also bei den Hähnchen sind es glaube ich 28 Tage oder so, unvorstellbar. Und bei den Schweinen sind es so um die 5 Monate, die bekommen ja auch Wachstumsbeschleuniger, Hormone, präventiv schon, damit sie auch nicht krank werden.
Wenn du in so einen Stall reingehst, wo diese Schweine drin sind, musst du eine Schutzkleidung anziehen, damit du keine Bakterien einschleppst. Und wenn du jetzt mit dem Sonntagsanzug da reingehen würdest, eine Minute, der Frau würde sagen, wo warst du denn du, das hängt sich so an die Kleidung, dieser Geruch, dieser Gestank, muss man schon sagen. Wenn du aber in einen Biostall reingehst, kannst du durchlaufen mit dem Sonntagsgewand, eine Stunde lang, da kriegst du nichts. Durch die ganze...
Nahrung, was die Schweine kriegen, verändert sich ja auch die Darmflora. Und damit verändert sich das ganze Wesen eigentlich. Das ist ein klassischer Betonschwein, wird zugefüttert, Soja, Heißschrot, von dem was ich recherchiert habe, ist das primäre Futter. Bei den Sonnentieren, welches Futter wird da?
In der Regel ist es so, dass der Bauer den Großteil selber anbaut. Ein bisschen so kalt muss er zukaufen. Und wenn er irgendwas anderes zukauft, muss es auf jeden Fall gentechnikfrei sein. Das ist mir sehr wichtig.
Okay. Das heißt, das Sonnentierkonzept ist deins. Du hast es schon gesagt, ein reguläres Betonschwein, fünf Monate. Während bei Sonnentieren...
Sonnentiere sind es elf Monate. Das Schwein hat auch deutlich mehr Zeit. Mehr Reife, mehr ist besser gereift, vom Alter her schon. Es ist auch so, dass das tatsächlich dann auch, wenn es geschlachtet ist, vier, fünf Tage ablagern muss, damit es wieder ein bisschen nachreift.
Primär für den Geschmack oder hat das auch sonst noch Gründe? Wegen der Zartheit dann. Okay, also es wird weicher, wenn du auch... Wie beim Rindfleisch gibt es jetzt diese Dry-Edged-Welle.
Und das lässt man deswegen so lange hängen, dass diese Milchsäurebakterien, die im Fleisch drin sind, das Fleisch mehr oder weniger zersetzen. Und dann ist es beim Essen zater und kriegt einen anderen Geschmack. In der Extremstufe geht es sogar so weit, dass das Rindfleisch dann außen schimmlig ist, wenn es gegessen wird. Aber das sind ja, und auch weiche.
Für so ein Fleisch braucht man manchmal gar kein Salz mehr. Das kann man einfach so essen. Also gebraten natürlich.
Das Patenschaftsmodell und Fleischpakete
So ein Tierkonzept. Du hast erzählt, zum einen kann man es ganz normal beim Metzger kaufen. Ja, man kann es sich auch schicken lassen. Und das andere ist dieses Konzept des Paten, das du hast.
Ja. Wie funktioniert das? Ja, also wir waren vielleicht vor 6-7 Jahren mit der Familie zusammengesessen am Winterabend und haben diskutiert über den Status Quo, wie schrecklich das ist, wie es den Tieren geht und so weiter. Und dann sind wir gemeinsam zu dem Punkt gekommen, dass alles am Preis hängt eigentlich.
Dann habe ich gesagt, wir müssen, wenn wir da was ändern wollen, müssen wir ein Konzept entwickeln, wo der Bauer einen richtig guten Preis kriegt und muss aber dann f den Verbraucher trotzdem so sein dass es h ist dass er nicht erschrickt wenn er was wei ich wie viel zahlen muss Und dann haben wir gesagt okay der Bauer bekommt 500 Euro und damit das Geld wieder reinkommt, tun wir das für den Verbraucher auf elf Monate verteilen. Also er zahlt pro Monat, am Anfang waren es elf Euro, jetzt sind es zwölf Euro. Und das elf Monate lang, also zwölf Euro im Monat, das tut keinem weh. und dann bekommt er 13 Kilo von dem Schwein, was dann alles enthält, also Schnitzel, Kotelett, Braten, Bratwürste und so weiter.
Und auch ein hochwertiges Schweinefett, was die Leute manchmal sich nicht essen trauen, wo ich immer darauf eingehe, dass das Fett von diesen Schweinen, die im Freien laufen und entsprechend gut gefüttert sind, annähernd dieselbe Fettsäurespektrum hat wie Alivenmüll. Es ist ein hochwertiges Fett und ohne dieses hochwertige Fett kann der Körper das Vitamin C gar nicht aufschließen. Also jeder, der Angst hat vor dem Fett, ist irgendwo benachteiligt, möchte ich das jetzt mal nennen. Gerade ein Beispiel zum Futter- und Freilaufalter ist sicherlich Iberikoschwein, dass das die meisten schon mal getestet haben, was auch einen recht nussigen Geruch hat, wenn man das brät und auch komplett anders schmeckt als reguläres Fleisch.
Da gibt es noch ein paar andere Beispiele von Schweinen, die speziell gefüttert werden, die dann, wo die Fettstruktur sich komplett ändert und auch dieser Geschmack des Fettes. Im Endeffekt, viele, wenn sie nicht wissen, dass das Schwein ist, bei einem Iberico-Schwein, was das bekannteste ist, in der Richtung würden jetzt nicht drauf kommen, dass das Schwein ist. Auch da wieder das Futter, einmal im Jahr bekommen sie Eicheln. Schweine werden auch ein Jahr alt.
Iberico-Schwein kommt aus Spanien, die Sonnentiere direkt aus Deutschland. Das heißt, du bietest so eine Art Sonnentierpatenschaft an, wo ich quasi Pate werde. Ja, und dann, also am Anfang war es so gedacht, dass man wirklich monatlich den Beitrag zahlt und am Jahresende dann das Fleisch bekommt. Aber durch das, dass sich das jetzt immer weiterentwickelt hat, ist auch möglich, dass man zum Beispiel einen Gutschein verschenkt, jetzt vor Weihnachten.
Sagt ich, wir schicken dann den Gutschein zu, derjenige, der das weiter verschenken will, überweist das Geld und der dann den Gutschein bekommen hat, der kann es dann irgendwann einlösen. das ist die eine Möglichkeit, die andere Möglichkeit, ich entschließe mich spontan, möchte so ein Paket haben, dann ruft er an und macht mir einen Termin aus, kriegt eine Liste, die er ausführen muss, wie es alles aufgeteilt wird, weil es alles vakuumverpackt wird und dann kann er es auch direkt bei der Abholung zahlen oder vorher zahlen und wir schicken es ihm per Express Also nachmittag geht es weg und n Fr ist da Wer durch Deutschland eigentlich.
Das heißt mittlerweile, ob man es jetzt parken schafft, direkt oder verschenken und 12 Euro im Monat für 11 Monate. Ja, also man kann es monatlich abzahlen, aber jetzt auch auf einmal, wenn man möchte, die 132 Euro. Für 13 Kilo? 13 Kilo, ja. Das heißt im Endeffekt 10 Euro das Kilo. ist jetzt im Verhältnis für so ein Qualitätsfleisch nicht sehr hoch.
Relativ günstig. Aber wie gesagt, das ist eben dann auch Wurst dabei, also Medstreichwurst und die fränkischen Bratwurst, das sind ja eher Spezialität, wurde jetzt wieder ausgezeichnet von der Metropolregion. Nürnberg sollte ja eigentlich heute da sein, in Nürnberg bin ich aber lieber hierher gekommen. Weil die Urkunde kriege ich sowieso.
Das freut mich. Aber eine gute Mischung, das ist ja auch so, gerade beim Fleisch, Ich bin großer Freund davon zu variieren. Viele sagen, sie essen Hühnchenbrust und dann essen sie noch Hüftsteak. Und dann wird es schon schwierig mit anderem Fleisch, das gegessen wird von vielen.
Und auch gerade nicht nur das Hühnchen hat mehr als nur eine Brust, sondern das Rind mehr als nur das Hüftsteak, sondern auch beim Schwein gibt es viele Stücke, die aus meiner Sicht leider zu selten gegessen werden. Ein bisschen durchwechselt. Das macht es auch einfacher mit dem Fleischessen. Immer nur das gleiche Stück zu essen wird ja irgendwann langweilig.
Verwertung des ganzen Tieres und Kollagen
Ja, und ich habe ein Rezeptbuch gefunden von meinem Urgroßvater, also noch von 1868. Und die haben alles verwendet, sogar die Schwadde. Und da habe ich jetzt heute auch eine Wurst dabei, die nenne ich Kollagenwurst. Da wird die Schwadde weich gekocht und wird in eine andere Wurst reingemischt.
Da ist ein Anteil von 40% Schwadden drin, praktisches pure Eiweiß. und ist auch für die Gelenke noch gut und auch für die Magenschleimhaut. Also eigentlich müsste man die in der Apotheke verkaufen. Die Schwarte ist quasi wie der Schweinebauch, aber nur Fett. Nein, in dem Fall ist das die reine Schwarte, die wird weich gekocht und dann durch den Wolf gedreht und dann mit in die Wurst eingearbeitet.
Also man sieht es fast nicht. Das ist weich. Das merkt man nicht. Vor kurzem habe ich eine interessante Hackoption gesehen, wo in das Hack ein bisschen in Reihen mit rein mit rein gewolft wurden, sondern in Reihen viele schmeckt es nicht, ich persönlich zum Beispiel Herz oder Niere finde ich schmeckt echt gut wenn es gut vorbereitet ist und auch Leber wird heute wahrscheinlich weniger gegessen als je zuvor Leber kommt wieder langsam Ja Ja weil auch viele Frauen speziell immer Eisenmangel haben Und die werden sogar vom Doktor beraten dahin dass sie Leber essen Einmal die Woche eine Leber quasi.
Oder Blutwurst, ne, wo Blutwurst... Blutwurst, ja genau. Bei der Hackoption war es so, dass im Endeffekt immer ein bisschen Innereien quasi zum Hack reingewolft wurden. und dann quasi die Innereien, die geschmacklich doch kräftiger sind, dann du gar nicht geschmeckt hast, aber du dann im Endeffekt ein nährstoffreicheres Hack hattest. Und es soll ja dahin gehen, dass man alles verwertet.
Und darum tun wir dann von den Füßen zum Beispiel, die kochen wir mehrere Stunden lang in einer Essigsud. Und dann, wenn das mehrere Stunden gekocht ist, wird das abgegossen durch einen Feinsieb, abgekühlt, und dann kann man da Südse draus machen, wo man verschiedene Sachen reinlegen kann, also Fleisch wieder und das mit Südse übergießen und das ist geschmacklich sehr gut und gibt es eigentlich nur so in Franken, woanders habe ich das noch nie gesehen, in einem Teller drin mit Südse, aber es ist total lecker. Ich habe es auch schon, wir haben auch so Südse, aber die sind bei weitem nicht so verbreitet.
Der Rückgang des traditionellen Metzgerhandwerks
Also bei uns in Franken ist es schon viel. Also wir haben ja auch, bei uns gerade in unserem Landkreis Weißenburg-Gunzenhaus in Altmilch-Franken haben wir bei 50.000 Einwohnern noch 40 Metzger. Das ist eine relativ hohe Zahl. Pro 1.000.
Da gibt es Städte mit 10.000, die haben keinen Metzger. Ja, das sind meine Städte. Aber wenn ich Kunden habe, die nicht in der Stadt wohnen, sage ich oftmals, gerade wenn es um sowas wie Hackfleischküchle geht oder so Frikadelle, nicht im Supermarkt kaufen, sondern gehen zum Metzger und teilweise die Metzger machen sie ja sogar so, wenn du sagst, wir haben hier zum Beispiel Blauser halb ein, der macht sogar aus Bison. Ganz hervorragend.
Muss man halt zwei Kilo nehmen. Dann macht der Hackfleischkügel aus Bison. Was hier in der Stadt, ich weiß gar nicht, ich weiß, dass wir hier in der Stadt nur noch zwei, in Stuttgart hat noch zwei Bäcker, die selber backen. Was natürlich auch ein Berufteil ist von dem, was vor 30 Jahren war.
Ich habe einen Bekannten, der ist Biometzger und der sagt, der kann seinen Lehrling nicht in die Berufsschule schicken, weil der lernt dann nicht das Brot backen. Die lernen nur noch, wie es das fertige Pulver anrühren. die Industrialisierung auf dem Land gibt es noch deutlich mehr Metzger und gerade mit dem Internet das sehe ich auch als ein riesen Ding du bist außerhalb von Würzburg ich bin südlich von Nürnberg südlich von Nürnberg Im Altmetall. In der Ecke, in Franken. Also das fränkische Seenland ist da, ne?
Wenn du aus Köln kommst, musst du jetzt nicht da hinfahren, sondern Internet können wir ganz relativ einfach bestellen. Genau, genau. Du sagst Express, das geht recht einfach.
Persönlicher gesundheitlicher Werdegang und Zukunftsvision
Das Sonnentierkonzept ist jetzt sechs Jahre alt. Ja. Wie viele Tiere? Also im Jahr sind es ungefähr im Moment 300.
Aber ich bin ja dann aus meiner, weil ich bin ja eigentlich schon Rentner. habe aber durch das, dass ich jetzt wieder gesundet bin, ich war ja schwer krank und voriges Jahr und habe Stammzellen gekriegt und bin jetzt wieder topfit und die Spenderin war eine Frau habe mich auch im Laden eine Frau gefragt merkst du da was, dass das eine Frau war da habe ich erst einmal überlegen müssen tatsächlich, also das hat eine Auswirkung auf mich gehabt, also ich bin fühlsamer geworden und bin weicher geworden und offener also ich sage immer in meinen Vorträgen kann ich jeden Mann nur empfehlen. Ist sehr angenehm.
Auf jeden Fall hat es top angeschlagen, also ich bin wieder fit und habe ganz große Pläne noch, will mir also bei Weitem nicht zur Ruhe setzen.
Weideschlachtung und Fleischqualität
Was sind deine Pläne? Noch mehr Sonnentiere? Das wird auch, ich will ja dann aus meiner Metzgerei, weil meine Kinder anderweitig unterwegs sind, eine Stiftung machen, die es in der Form auch noch nicht gibt in Deutschland, also die anthroposophisch ist, philosophisch ist, wo dann auch eine eigene Landwirtschaft dabei sein wird, wo die Tiere, zum Beispiel die Rinder, auf der Weide geschossen werden. Das ist auch ein ganz riesen Qualitätsvorteil.
Okay, lass uns da mal drauf eingehen. Die werden auf der Weide geschossen, heißt es wie bei der Jagd? Ja. Der Jäger läuft an der Weide und anstatt dass das in den Schlachthof...
Oder auf dem Hänger schon mal hat es schon einen Stress. da gibt es dann bestimmte Techniken, dass man das Tier mit Futter irgendwo hinlockt oder teilweise wird es so gemacht, dass ein Hänger auf der Weide steht, wo die immer wieder reingehen, da haben sie auch keinen Stress und dann wird der Hänger zugemacht und da geschossen aber es gibt auch Methoden wo der Jäger das tatsächlich wie ein Wild schießt und dann fällt das Tier um, hat null Stress gehabt und ich habe sowas schon im Kühlraum hängen gehabt, da fällt nicht ein Tropfen Saft runter und die Qualität ist nochmal extrem besser man kann nat auch argumentieren dass es deutlich tierfreund deutlich ja ja absolut und wie gesagt das soll alles in die Stiftung integriert werden und auch eben diese freilaufenden Schweine dann in einer eigenen Landwirtschaft habe ich vor, das alles zu integrieren.
Redox-Potential und Energiegehalt von Lebensmitteln
Und dass auch die Verarbeitung dann so optimal wie möglich ist. Aber auch noch ein ganz besonderes Konzept, und zwar die Qualität von dem Fleisch dann wissenschaftlich zu messen. Das nennt sich Redox-Parentialmessung. Da wird praktisch der elektrische Widerstand gemessen.
Und wenn ein Wert erreicht ist von 300, dann schenkt uns dieses Lebensmittel Energie. Wenn er drüber ist, dann raubt es uns Energie. Ich nehme mal am besten einen Apfel als verständliches Beispiel. Wenn ich also einen Apfel habe von einer Streuobstwiese, der 50 Jahre alt ist, der Baum und nie gespritzt wird, da gilt das Sprichwort Apple a day keeps a doctor away.
Also für den Apfel gilt das. Wenn ihr aber aus einem Supermarkt im Mai einen Apfel kauft, wo es eigentlich noch keine Äpfel gibt, dann ist der unter Sauerstoffentzug eingelagert, ist im Prinzip tote Materie und der raubt uns Energie, definitiv. Also denkt man, hier ist ein Apfel, tun wir was Gutes und genau das Gegenteil ist der Fall. Das ist wahrscheinlich auch einer der Gründe, warum die Äpfel teilweise so lang haltbar sind.
Ja, ja, das ist der Hauptgrund. Weil in dem Moment dieser chemische Zerfall, der bei jedem stattfindet, egal wenn wir jetzt beerdigt werden oder egal wo, passiert dieser Post-Modem-Prozess und beim Apfel oder überall würde das passieren und durch diesen Sauerstoffentzug wird der Prozess unterbrochen oder gestoppt.
Glücksrinder: Grasgefüttertes Rindfleisch und Reinheit
Die Sonnentiere, du hast die Schweine, aber du hast auch Glücksrinder. Glücksrinder, das ist das, was ich gesagt habe. Und die dürfen nur Gras und Heu kriegen und kein Silo. Weil im Bio-Bereich ist auch Silo erlaubt, das möchte ich also nicht.
Weil ich der Meinung bin, man schmeckt das raus. Weil durch das Silo ja auch wieder das Verdauungssystem verändert wird. Und über die Verdauung verändert sich natürlich auch der Hormonaushalt, dann Fleischqualität, Zutbestände. Der Unterschied, die Glücksrinder, wie viele gibt es davon? da habe ich mehrere bauern die das dann zwei jahre füttern mit gras und heu und da zahlt man dann zehn monate lang 16 euro und bekommt dann zehn kilo vor dem rind also das sind dann zwei steaks dabei rolladen braten gulasch suppenfleisch und die mache auch eine reine Rinderwurst also Lyona Die besteht nur aus Rindfleisch und und ein bisschen Rinderfett Es ist also kein Gramm Schwein dabei.
Das wäre jetzt auch was für Leute, die sagen, ich wie kein Schwein, aus welchen Gründen auch immer. Also ob es jetzt religiös ist oder anderweitig. Auf jeden Fall mache ich da ein ganzes Programm auch mit Putenfleisch. Wobei ich kein konventionelles Geflügel mehr verkaufe. im Laden, weil ich sage, ich kann das mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, diese Tiere, die noch mehr leiden wie die Schweine eigentlich, das Geflügel.
Erstens das Leid und zweitens, was da alles passiert, auch mit mir als Mensch, ich kann das mit meinem Gewissen nicht mehr vereinbaren, das in meinem Laden anzubieten. Das heißt, die Puder, die du anbietest? Das ist alles Bio. Zurück zu den Rindern.
Das Rind wird zwei Jahre alt, sagst du? Zwei Jahre und es soll nur Gras und Heu kriegen. Ausschließlich? Es gibt zwar auch in Deutschland sehr selten.
Ja doch, es gibt auch in Österreich und in den gebirgigen Ländern. Da ist auch gesetzlich teilweise vorgeschrieben, dass zumindest ein gewisser Prozentsatz. Ja, wenn ich es so bewerbe. Also wenn ich sage, es ist Heumilch, dann muss es auch so gefüttert sein.
Wie viele Rinder gibt es da? Das ist unterschiedlich. Also da habe ich noch keine festen Bauern. Das ist jetzt noch eine Vision für die Stiftung, dass die erstens so gefüttert werden und dann auch auf der Weide geschossen werden.
Und dann direkt neben der Weide soll dann auch gleich ein Kühlhaus stehen, dass man die gleich dort aufhängen kann. Und wenn man nämlich das Fleisch, das gibt es auch warm, Brät nennt sich das, da braucht man keine Zusatzstoffe, und auch der Geschmack in der Wurst ist dann ganz anderer, als wenn man es abkühlen lässt, was ganz reguläre Wurst ist, aber wenn man es gleich warm verarbeitet, ist auch ein besonderer Geschmack in der Wurst, den man sonst mit einem Gewürz nicht mehr erreicht. Das ist auch ähnlich wie bei dem Dry-Age-Fleisch, wo du ihn durchgehst, wahrscheinlich Bakterien. Da ist eben noch nichts drin, da ist ja noch nichts passiert.
Innerhalb von zwei Stunden muss das mit Salz versehen werden und durch den Wolf gelassen werden und das Salz konserviert dann diesen Zustand. Da geht es auch wieder um den Post-Modem-Prozess, der nach dem Tod eintritt. Und da geht es um den pH-Wert, weil nach dem Tod verschwindet das pH, mehr und mehr und dann die totenstarde ein das hei der geschmacksunterschied wie erkl du das bakterien ja ja Und da ist es weil es praktisch noch mehr oder weniger lebendiges Fleisch ist Weil es ja nur zwei Stunden... Weil wenn wir als Mensch gehirntot sind, dann ist ja unser Körpersystem so aufgebaut, dass es ohne Gehirn weiterläuft.
Also wenn der Körper mit Nahrung und Flüssigkeit versehen wird, kann der noch, weiß nicht wie lange weiterleben, aber er wird halt nicht mehr gesteuert. Ja. Aber lebensfähig ist der Körper an und für sich, durch diese eigene Körperintelligenz, die da ist. Das heißt, das hat auch einen Effekt auf Fleischqualität und Geschmack.
Ja. Die Glücksrinder, hast du das gleichzeitig gestaltet? Das ist zeitverzögert, wo der Bauer dann auch einen besseren Preis kriegt als normal. Wie ist es da, Unterschied von Zahlen her?
Beim Rind ist es nicht so krass, weil die normalen Rinder auch schon relativ gut bezahlt werden im Verhältnis. Da sind es vielleicht 20, 30 Prozent mehr, was das ausmacht. Aber auch immerhin. Wie erklärst du dir das, dass das Schwein so viel schlechter im Verhältnis bezahlt wird?
Weil es in so großen Massen gehalten werden kann. Es werden ja teilweise sogar Hochhäuser gebaut. Ja? Ja, ja.
Die Schweinezucht im Hochhaus. Ja, gibt es. Und Und zum Beispiel bei uns im Landkreis hat ein Landwirt einen Plan eingereicht für 3000 Schweine 2800 Quadratmeter. Oha.
Ein Schwein ist ja relativ groß. Wie kommt es auf weniger als ein Quadratmeter zurecht? Wie wird das da gemacht? Das sind so mehrstöckige Käfige.
Nein, das sind keine Käfige, aber sind so Puchten, wo dann, was weiß ich, 20 Schweine drin sind. Die haben halt 20 Quadratmeter und sind 20 Schweine oder so ungefähr. Da gerade das Thema Massentierhaltung war ja auch in den letzten zehn Jahren mit unendlichen, mit verschiedensten Dokumentationen in Medien, die nachhaltige Tierhaltung gibt es. Mein Punkt da immer, die Eigenverantwortung.
Das ist die eine Sache, der eine wird Veganer, weil er gegen Massentierhaltung vorgehen will. Aus meiner Sicht ist es einfacher, wenn jemand gegen Massentierhaltung vorgehen will, einfach kein Fleisch aus Massentierhaltung kaufen, sondern schauen, dass man entsprechend hochwertiges Fleisch kauft und im Idealfall sogar weiß, woher das Fleisch kommt. Ja, das ist eben der Unterschied zwischen den Großstädten, ...strukturierten Betrieben, wie es in den Märkten ist. Oder ob ich, und da ist ja immer ein Verantwortlicher an der Spitze, der auch mal beliebig ausgetauscht wird in der Führung.
Wenn ich aber jetzt zum Handwerker gehe, da kann ich dem Chef noch in die Augen schauen und kann sagen, okay, dem glaube ich das, was er mir erzählt. Der persönliche Kontakt, ich habe auch gesehen, bei den Sonnentieren, da bietet er ja Grillfest an. Das haben wir immer gehabt, ja. Da haben wir jetzt voriges Jahr keins gemacht, weil der Landwirt hat vom Felglerzeuger, der konventionell Felgler erzeugt hat, so schlechte Felgler gekriegt, dass ihm einige kaputt gegangen sind.
Auf jeden Fall hat er dann gesagt, er will jetzt das nicht mehr machen. Jetzt muss ich wieder einen neuen suchen, habe aber schon einen bei der Hand, dass wir vielleicht nächstes Jahr wieder dieses Sommerfest machen können. Man sieht quasi direkt da, der mit dem Betrieb, den es wirklich interessiert, wo wächst das Tier auf, hat man direkt einen Einblick, wie das aussieht.
Vegetarische Alternativen und die Soja-Problematik
Wie siehst du grundsätzlich das Thema Fleisch und gesunde Ernährung? Ja, das widerspricht sich nicht, wird jetzt so feststellen. Dann kommt natürlich auf der anderen Seite die Glaubensfrage dazu. Dann gibt es ja Leute, die sagen, das Leid der Tiere ist mit so groß, ich esse, aus dem Grund kein Fleisch mehr.
Was aber dann nicht befürworte, wenn ich dann eben Paprika und das ganze Gemüse und was ich esse und auch das Brot dann auch wieder von der Großindustrie kaufe. Weil das hat auch, wenn wir wieder auf das Redoxpotenzial zurückkommen, so einen schlechten Wert, dass es uns Energie raubt. Und außerdem wird durch den Sojakonsum, wissen wir ja, wie die Welt belastet werden und alles und die Umwelt belastet wird, weil das Soja auch, wie wir sagen, teilweise kontraproduktiv ist. Also ich will jetzt nicht grundsätzlich gegen Soja sprechen, aber in der Masse ist es halt wieder das Problem.
Genmanipuliert. Und so weiter, genau. Und auch diese Schutzmittel, was man dann braucht und so weiter. Und da bin ich eben der Meinung, wenn jemand aus dem Grund, dass ihm die Tiere leidtun, in das vegetarische Lager wechselt, aber nicht darauf achtet, wo er seine vegetarischen Sachen herholt, dann ist es eigentlich fast das gleiche Level.
Es ist nicht viel Unterschied. Weil die Schweine kriegen ja auch dieses Soja und so weiter aus dem Massenanbau was die kriegen Also als Metzger muss ich sogar sagen ich mache ja selber ein vegetarisches Produkt das haben wir jahrelange Arbeit entwickelt, nur aus natürlichen Zusätzen, also ohne Bindemittel, ohne irgendwelche Konservierungsstoffe, da haben wir ganz viel Geld reingesteckt, das nennt sich Veggie, aber nicht mit Doppel-G geschrieben, sondern Fränkisch mit T-S-C-H, Veggie. und da habe ich einen Artikel dazu geschrieben die Ernährung der Zukunft weil ich muss hier fairerweise sagen wenn wir das was in der Natur wächst eins zu eins aufnehmen haben wir den Umweg über die Schweine zum Beispiel gespart weil die brauchen ja das sechs oder siebenfache an Ausgangsmaterial um unser Fleisch zu geben also das ist nochmal der Punkt wo man sagt wenn ich schon Fleisch esse dann muss es wirklich wenn ich den nachhaltigen Gedanken verfolge muss es tatsächlich sehr gut sein und auch tatsächlich sehr sparsam eingesetzt werden.
Das sage ich jetzt als Metzger, aber es ist definitiv so. Ja, da bin ich voll deiner Meinung. Das Veggie, was ist das genau? Ist das eine Wurst oder das Fleisch?
Das beruht eben nicht auf Soja, sondern auf Quark. Okay. Da gibt es die Johanna Putwig, kann man nachschauen im Internet. Die hat in den 50er Jahren schon mit Quark und Leinöl und einen sehr guten Salz, müssen wir dann auch noch drüber reden über Salz, wirklich unwahrscheinliche Dinge vollbracht.
Und das haben wir, also mit einem Bekannten zusammen, haben wir das aufgegriffen und haben gesagt, ja, das ist ja sehr kurz haltbar, nur wenn man das antritt, den Quark ist ja ein, zwei Tage haltbar. Wir wollen das schnittfest machen und konservierungsfähig machen. Und dann haben wir uns an die Arbeit gemacht und haben also mit Quark, Tomaten, Reis, Maismehl, Pfeilwurz und was haben wir noch drin? Öl.
Aus diesen Zutaten haben wir ein Produkt entwickelt, das wirklich schnittfest ist und das man anbraten kann. Okay, geschmacklich? Also ich will es auf keinen Fall mit der Wurst vergleichen, es hat einfach einen anderen Geschmack. Aber wenn man das paniert, erstens sättigt es sehr stark, weil es sehr viel Eiweiß drin ist und zweitens durch das Panierte kommt es einfach ganz gut rüber. also schnittfester quark der bradf ist und nat durch verschiedene gew die wir reingeben auch so ganz leichte Gew hat
Die Bedeutung von natürlichem Salz
Zum Thema Salz Genau. Also beim Salz gibt es ja auch ein breites Spektrum. Geht los mit Jodsalz, wo ich immer sage zu den Leuten bei meinen Vorträgen, Jodsalz, super, dass sie Jodsalz haben. Das können sie im Winter wunderbar zum Streuen verwenden. zu mehr würde ich es wirklich nicht nehmen weil wenn man Salz anschaut es gibt ja Steinsalz, es gibt Meersalz und es gibt Quellsalz, das aus dem Boden kommt und wenn man jetzt Natursalz anschaut, das hat 95, 96% Natriumchlorid und der Rest sind verschiedene Mineralien, aber in dem Jodsalz sind 99,4% Natriumchlorid und ein bisschen Jod und noch ein bisschen Rieselhilfe.
Und das ist auch mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen. Reines Natursalz hat kein MHD. Und ich verwende es zum Beispiel, ich habe als junger Mann einmal mit meinem Schwager in der größten Hitze Tennis gespielt, über 14 Tage und habe mich total verausgabt, habe aber nichts zugeführt, was entsprechend das wieder ausgeglichen hätte. Wie heimgekommen bin, war es mal schwindelig und habe Krämpfe gekriegt. und dann war einfach das Magnesium zu wenig.
Dann habe ich lange Jahre das Magnesium aus der Apotheke genommen, wo es da akut ist, aber nicht in die Speicher eindringt, in die Zellspeicher. Und dann bin ich auf die Idee, mit dem Salz zu kommen und jetzt nehme ich regelmäßig dieses Salz und brauche weder Magnesium noch sonst was, weil da ist ja alles drin. Die Bioverfügbarkeit, je nachdem welche Form das Magnesium hat, die Bioverfügbarkeit von so einem Salz, Man könnte sagen, es ist eine natürlichere Verbindung.
Knochenbrühe und Bioverfügbarkeit von Mineralien
Was auch immer da ganz interessant ist, sowas wie Knochenbrühe oder Fleisch mit dem Knochen kochen. Der eine oder andere wird dann auch argumentieren, dass quasi der Knochen die natürlichste Verbindung der Mineralien ist. Knochenbrühe, wo dann die Knochen 24 Stunden plus minus gekocht werden oder wenn man sein Fleisch länger gart, schmort am Knochen, dann werden da auch Mineralien aus dem Knochen raus extrahiert in in den zu drehen in die brühe rein und dann hat man da auch noch extra ein bisschen bisschen genau und das habe ich jetzt immer mehr kundschaften die auch vom rind das gelenke wollen also die die Gelenke Und wenn man die so lange kocht also acht Stunden reichen auch schon mal aber es kann auch l sein Und diese Brühe wird kalt, da kann man die mit dem Messer schneiden.
Die wird ganz zattrig, sagen wir, als in Franken. Und das ist sehr gut für die Gelenke. Es geht tatsächlich bis in die Gelenke und auch für die Magenschleimhaut. ich habe jetzt mehrere Leute, die das tatsächlich so machen das Protein hat tatsächlich einen positiven Effekt auf Darm, Magendarm und auch tatsächlich bis in die Gelenke rein der eine oder andere supplementiert das auch in Form von Pulver, wären natürlich die Knochenbrühe oder der gekochte Knochen die zweifelsfrei natürliche oder unverarbeitete ja und vor allem auch, wie du vorhin gesagt hast besser den Zugang findet in diese entsprechenden Zellen rein.
Höhere Bioverfügbarkeit.
Ethik und Geschichte des Metzgerberufs
Welche anderen Pläne hast du noch mit der Metzgerei? Wo siehst du Potenzial, was das Thema Fleisch und Tierhaltung angeht? Wir haben ja vorhin gesagt, da waren wir kurz hängen geblieben, dass ich schon dafür bin, dass man Fleisch isst. Das ist für mich auch eine gewisse ethische Frage, wie man mit dem Fleisch umgeht.
Also ein ganz extremes Beispiel in Afrika gibt es Stämme, da wird das Tier mit irgendwelchen Kräutern betäubt, dann liegt es da, dann kommt die ganze Gemeinde zusammen, der Medizinmann spricht da sein Gebet und dann wird das Tier getötet. Aber mit höchstem Respekt und wenn man eben diesen Respekt und die Achtung vor dem Leben hat, egal in welcher Form das ist, dann sind wir glaube ich auf dem richtigen Weg. und das will ich dann in meiner Stiftung, die ich dann demnächst gründe, jetzt in der ersten Stufe mache ich jetzt einen Verein Botschafter der Erde e.V., wir starten jetzt demnächst und diese Ethik möchte ich auch gern wieder bei meinen Kollegen bewusst machen.
Also ich habe sogar einen Bischofenbrief geschrieben, wo das herkommt, dass wir Metzger des Lammgottes als Zumpfzeichen haben. Also da habe ich noch keine endgültige Antwort drauf. Aber es ist ja schon, dass im Mittelalter die Metzger einen gewissen Sonderstatus gehabt haben in der Bevölkerung. Und auch mein Großvater, die sind immer mit weißen Schützen aufgetreten in der Öffentlichkeit.
Und die waren auch hoch angesehen, weil das war ein besonderer Berufsstand, der ja durch das Töten von Tieren Menschen geholfen hat zu leben sozusagen wieder. Und das gibt es ja nur, sagen wir mal, die Jäger, die Metzger und die Fischer vielleicht noch. Das sind die drei einzigen, die dafür sorgen, dass durch Tod wieder Leben entsteht. Das ist ein guter Punkt, das habe ich so noch nie gesehen.
Gerade der Punkt mit dem Überleben, oftmals wenn heißt, tierische Ernährung oder Tiere wären nicht gesund, vegan ist deutlich gesunder, ohne tierische Lebensmittel können wir nur überleben, wenn es moderne Landwirtschaft gibt. Denn aus Pflanzen viel Kalorien zu bekommen, sodass wir überleben, funktioniert nur mit Landwirtschaft. Das heißt, wenn es keine Landwirtschaft gibt und je nachdem, welche Region, gibt es Landwirtschaft 6.000 bis 12.000 Jahre, davor war der einzigste Weg zu überleben, tierische Kalorien oder tierische Lebensmittel.
Evolutionäre Rolle des Fleischkonsums
Und da ist ja von der Wissenschaft bewiesen, dass unsere Intelligenz auch ganz viel mit dem tierischen Konsum zu tun hat. Den Stand, den wir jetzt haben, hat ganz viel mit dem Fleischessen zu tun gehabt. Die Kombination aus Fleisch und Feuer hat uns erlaubt, recht hohe Kalorienmengen zuzuführen, sodass auch unsere Schädelgröße nachweislich gewachsen ist. Es ist sogar so, dass seit dem Beginn der Landwirtschaft unsere Schädelgröße wieder leicht zurückgegangen ist.
Nachweislich. Also ich habe Bruchgröße 60. Wahrscheinlich war ich Metzgerbill. wo er Fleischkonsum mittlerweile weiß man sogar, dass statistisch gesehen der Fleischkonsum und Körpergröße korrelieren. Also nicht 1 zu 1 natürlich, man kann nicht sagen, okay, du kriegst jetzt viel Fleisch und dann bist du 1,95, aber insgesamt je höher der Fleischkonsum, desto größer Körpergröße und der Punkt immer, ohne Landwirtschaft können wir nur überleben, indem wir tierische Kalorien konsumieren, weil ohne Landwirtschaft pflanzliche Kalorien in relevanter Menge zu konsumieren, funktioniert nicht.
Demeter-Landwirtschaft und natürliche Kreisläufe
Ja, da will ich nur mit darauf eingehen, weil zum Beispiel wir Menschen könnten uns nicht vom Gras, das auf der Wiese wächst, ernähren. Dazu brauchen wir eben diese Wiederkäuer, also Schaf, Ziege, Rind. Und auch die Demeter-Landwirtschaft sagt zum Beispiel, ohne Tiere gibt es keine Landwirtschaft, weil die Tiere wenn sie richtig gehalten sind produzieren einen Mist also einen Misthaufen Und in der Demeter ist der Misthaufen das Wertvollste was der Bauer hat Weil da entstehen Bakterien die dann wieder daf verantwortlich sind im Boden die Bakterien zu unterstützen und auch erwachsen zu lassen. Und dann ist das alles ein natürlicher Kreislauf von Kommen und Gehen. und wenn wir wirklich Tiere essen, was wir jetzt so zusammengefasst sagen können, dass es auch für uns Menschen trotzdem wichtig ist, sicher ich kenne viele Leute, die wirklich vegetarisch leben und auch gut ausschauen aber es hängt auch ein wenig vom Typ ab also es gibt Leute, die können das vom Typ her, von der Genetik her und andere können es halt nicht aber wichtig ist, dass jeder sich um sich selber kümmert und sagt, möglichst als Beobachter wertefrei, wenn es geht, zu sagen, okay, ich esse jetzt Fleisch, wenn, dann esse ich ein sehr gutes Fleisch und schaue, wie mit dem Tier umgegangen wird oder ich brauche kein Fleisch und vielleicht sind wir in 100 Jahren so weit, dass wir uns vom Licht ernähren.
Ja, ich habe ein Buch zu Hause. Wer weiß. Tierische Lebensmittel und tierische Kalorien sind auf jeden Fall die Form der Ernährung, die jetzt die längste Zeit über dauert hat. die heutzutage ein bisschen in Frage gestellt wird von vielen. Ein Punkt, dem ich definitiv zuspreche, ist das Thema Massentierhaltung.
Wie du gerade sagst, wenn jetzt Schweine schon in Hochhäusern gelagert werden oder wenn wir auf 3.000 Schweine 2.800 Quadratmeter haben und dann jedes Schwein weniger als ein Quadratmeter hat, das ist natürlich fragwürdig, aber auch da die Eigenverantwortung. Auch da bin ich ganz großer Befürworter von. Im Endeffekt kann jeder selbst entscheiden. Niemand zwingt jemand, ein bestimmtes Fleisch zu essen. sondern jeder kann selber entscheiden, wie viel Fleisch esse ich und wenn ich Fleisch esse, welches Fleisch esse ich und wo kommt es her.
Da freue ich mich auch, dass es mittlerweile so Initiativen gibt wie die Sonnentiere, wo wir ganz klar, wir haben Freilaufen, wir haben Sonne, wir haben Gras, wir haben anderes Futter und wir haben eine deutlich tierfreundlichere Haltung und eine deutlich längere Lebenszeit und natürlich dann hinten raus auch noch qualitativ hochwertigeres Fleisch, das natürlich auch geschmacklich deutlich besser überzeugt ja das stimmt also ich das dass ich mir jetzt ein bisschen trainiert habe auch mit meinem garmen kann ich dieses fleisch das auf beton lebt nicht mehr essen wenn ihr irgendwie der wirtschaft bin wir waren auch schon bei slow food beim test Testessen ich musste es zur lassen ich habe es nicht runtergebracht Das ist mir total entgegengegangen Mir selber ist es auch schon aufgefallen, wenn man auch so verschiedene, nicht nur Schwein, sondern beim Rind ist es, finde ich, noch ein bisschen eindrucksvoller, wenn du verschiedene Rindqualitäten hast, geschmacklich, wenn du mal ein bisschen das Spektrum durch hast.
Die Unterschiede sind riesig. Fleischqualität. Futter spielt eine Rolle, wie alt das Tier ist, spielt eine Rolle, Maserung spielt eine Rolle, die Lebensumstände des Tieres. Wenn es eben in der Demeter-Landwirtschaft, das ist immer mal ideal, der möchte auch noch irgendwann einmal hinkommen, aber das ist alles ein Prozess, das muss ja auch täglich umgesetzt werden und erreicht werden.
Da ist es so, dass tatsächlich die Stallgröße limitiert ist und dass der Landwirt eine persönliche Beziehung zum Tier aufbaut. Und ich war in Donnach in dem Goetheanum, da war so eine Taugung von, da waren Leute aus der ganzen Welt da, und da hat eine Frau ein Beispiel gebracht von Rindern. Und in jeder Rinderherde gibt es auch Rangordnung. Und ein niederrangiges Tier war immer vorne am Fressgitter gestanden, hat gefressen, war aber sehr unruhig.
Und hat auch nicht sehr viel zu genommen und hat nicht so gute Milchleistung gebracht. Und dann hat die Bäuerin das beobachtet über längere Zeit, hat festgestellt, sie hat immer Angst, dass eine höherrangige Kuh hinter ihr steht und sie eigentlich da nicht sein dürfte. Und das wurde ihr verhindert, weil das Fressgestänge senkrechte Stangen gehabt hat. Und dann hat sie das beobachtet und hat umgebaut und hat die Fressstangen, also das Fressgitter, quergestellt. und dann hat nachweislich dieses Rind mehr Zugnummer und mehr Milch gegeben.
Weil es sehen konnte, ob jetzt ein höherrangiger Tier hinterhergestanden ist oder nicht. Das ist ein extremes Beispiel. Ja, hochinteressant. Ja klar, Hierarchien in der Tierwelt gibt es genauso wie bei uns.
Genau, ohne jeden Zweifel. Aber dass dann die Hierarchie quasi, die Produktivität, wenn man es ganz vereinfacht will, von der Kuh erhöht, ist natürlich hochinteressant. demeter warum ist das für dich ideal weiter wie gesagt der bauer persönliche beziehung zum tier aufbaut und auch der misthaufen die zentrale rolle spielt was dann auch wieder der Natur zugutekommt unserem Grundwasser zugutekommt das ist eigentlich ein geschlossener Kreislauf der da dann verwirklicht wird. Und das hat ja der Rudolf Steiner noch kurz, Rudolf Steiner mag mal unterschiedlicher Meinung sein, aber er hat viele... Anthroposoph war der, der hat in den 1920er Jahren gelebt und 27 oder so ist er gestorben.
Und kurz vor seinem Tod hat er noch diese Themen der Landwirtschaft ins Leben gerufen. Und da gibt es auch Stimmen, die haben was auszusetzen, will ich jetzt gar nicht drüber diskutieren. Aber vom Grundsatz her hat er gesagt, was hilft uns das ganze Geistige, wenn wir es nicht auf die Straße bringen. Also der Erich Kästner hat gesagt, es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
Sehr gut. Und das steht jetzt auch bei unserem Verein, Botschafter der EDV als Unterschrift. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Hochinteressant.
Verbraucherverantwortung und Feedback
Thema Fleisch und Tierhaltung. Ist noch irgendwas, das du gerne den Zuhörern und Zuschauern mitgeben möchtest? Ja und dann man sagt ja immer regional ist gut wenn man kauft spricht nichts dagegen, nur regional selber ist kein Qualitätsbegriff und was ich noch die Leute ermuntern möchte, wirklich auch zu fragen also möchte ich noch ein Beispiel bringen, weil der Einzelne bewirkt nichts ich bin in einen Supermarkt gegangen und habe Kartoffeln und Orangen nachgewogen in dem einen hat es gestimmt waren immer ein paar Gramm mehr drin Im anderen hat es nicht gestimmt, war immer ein bisschen weniger drin.
Dann bin ich nochmal hin, habe den Versuch nochmal gemacht, damit es stimmt. Und dann war es wieder so, dann bin ich zu dem anderen Supermarkt, wo es nicht gestimmt hat, habe einen Geschäftsführer kommen lassen und habe gesagt, hören Sie mal, ich habe jetzt das und das gewonnen und da war zu wenig drin. Dann hat er sich erst rausreden wollen, wie ich dann gesagt habe, aber beim Kollegen, da war mehr drin, dann hat er ein wenig die Ohren gespitzt. Und habe ich schon gemerkt, jetzt kommt er ins Überlegen.
Da habe ich gesagt, ich komme wieder und messe wieder nach und wiege wieder nach. Und als ich vier Wochen später wiederkam, hat bei ihm auch das Gewicht gestimmt. Soweit zum Thema, einer allein kann nichts machen. Das sind Kleinigkeiten, da bin ich voll bei dir.
Und deswegen ist es auch wichtig, dass... Dass man sich auch einmal was sagen traut. Mut gehört dazu. Ich habe zum Beispiel auch beim Frühstück schon einmal so ein schlechtes Ei gekriegt zum Frühstück.
Habe ich es ganz vernünftig in einem ruhigen Ton der Frühstücksdame gesagt. Habe gesagt, tut mir leid, nehmen Sie es wieder mit, ich kann das nicht essen. Und habe gesagt, ja, sie gibt es weiter. Und denke, das ist der Weg, dass man ruhig bleibt und das konstatiert und sagt, das ist nichts für mich, das ist nicht die Qualität, bitte ändern Sie es.
Und das meine ich mal beim Metzger, wenn ein regionaler Metzger die Wurst selber macht, das ist prima. Trotzdem würde ich mal fragen, wo er sein Tier her hat, wie er umgeht. Und wie gesagt, der Dialog macht es. Wie viel zugekauft wird.
Ich kenne das von diesen Hofläden, die auch Obst und Gemüse verkaufen, da teilweise 70, 80 Prozent des Obst und Gemüses, das im Hofladen verkauft wird, gar nicht von dem Hof stammt, sondern der Hofladen sich gezwungen sieht, aus dem Großmarkt einzukaufen, um da ein bisschen breiteres Spektrum anzubieten. Ja gut, also wie gesagt, ich will da niemand eingrenzen oder was auch immer. Das ist alles eine Frage vom Dialog. Was erwarte ich?
Wie gehe ich da hin? Was bekomme ich? Und wenn das nicht stimmt, dann das auch zu sagen. Das erwarte ich auch von meinen Kunden, wenn etwas nicht passt, dass sie mir das sagen.
Also das ist immer das Beste. Eigenverantwortung ist ein großes Thema und gerade bei dem Thema Fleisch und auch Tierhaltung, gerade wieder mein Punkt, wenn sich jemand über, wenn jemand das nicht passt, wie Tiere gehalten werden, wo dann das Kilo Schwein 92 oder 93 kostet, dann das Einfachste, was man machen kann, ist einfach dieses Fleisch nicht kaufen. Auch die Supermärkte oder der Metzger oder jeder, der irgendwas verkauft, verkauft am Ende vom Tag des, was gekauft wird. Das heißt, der Der Kunde hat da eine deutlich größere Macht als der Einzelne mit Sicherheit denkt.
Selbst auswählen und je mehr Leute bessere Fleischqualität fördern und fördern, desto mehr besseres Fleisch wird es am Ende vom Tag auch geben. So ist es, genau. Und nicht nur dass gute Fleischqualit deutlich besser schmeckt sondern hat auch potenziell einen deutlich gr Effekt auf unsere Gesundheit und unsere Leistungsf Und auf die Natur natürlich. Weil ich bin jetzt in verschiedenen Kreisen, die diskutieren.
Wir machen jetzt auch am 2. Februar mit der Evangelischen Akademie Tuzing einen Workshop, die haben wir Papier rausgebracht, wo ich mich sehr gefreut habe zum Thema Nutztierhaltung, die EKD. Und da machen wir jetzt einen Workshop in dem Sinn, wie ich gesagt habe, es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Also wenn das Papier da ist, ist gut, es bedarf aber trotzdem der Tätigkeit, dass da draus was geschieht.
Und da wollen wir am 2. Februar beginnen mit einem Workshop, das umzusetzen ins Tun. Du hast mir auch vorher erzählt, dass dein Buch, für alle die Zuschauer sehen es hier, mittlerweile eine Standardlektüre an der FH ist. Nein, nicht an der FH, das ist eine Altenpflegeschule, wo die Rektorin sehr großen Wert darauf legt, dass eben auch diese Menschen, die gepflegt werden müssen, als vollwertiger Mensch angesehen werden.
Also das ist eine Frage der Ethik. Die Landwirte, die das Buch? Nein, das hat mit der Landwirtschaft jetzt noch nichts zu tun. Da geht es also schon um, im Endeffekt führt dann das Buch darauf hin, durch die Fragen, die drin gestellt werden, wie ich selber mit mir umgehe.
Also es ist für jeden selber ein Buch, das sind Fragen, wo man ungefähr 10 Stunden braucht, um die alle zu beantworten, wenn man es gewissenhaft macht. Aber am Schluss hat man dann sich selber durchleuchtet im Endeffekt, Dass man selber weiß, wenn man ehrlich das beantwortet, zu sich selber, Ehrlichkeit ist ja ganz was Wichtiges, dann weiß man eigentlich, wo man steht und was man vielleicht dazu beiträgt, dass unsere Natur überlebt, weil sie ist ja wirklich gefährdet, oder wo ich dazu beitrage, dass es im Bach runter geht. Und wenn jeder Einzelne sich das überlegt und sich dessen bewusst ist, dann ist schon ganz viel geholfen.
Und wenn man dann das auch noch irgendwie kundtut und den Mut hat, das an passender Stelle vernünftig zu sagen, dann werden wir eine Gesellschaft bekommen, die auch miteinander besser umgeht. Das soziale Gef wird besser der Respekt voreinander wird besser und auch diese Burnouts werden weniger Also das ist alles eine Kettenreaktion die dann daraus entsteht Ein ganz heilicheres Konzept. Ja, absolut. Interessant.
Wenn sich jemand für die Sonnentiere interessiert, beziehungsweise Pate von Sonnentieren werden möchte oder direkt ein Paket bestellen, ob jetzt sowohl Schweine oder Glücksrinder. Oder den Veggie eventuell. Oder den Veggie. Gibt es auch in Dosen übrigens.
Okay, quasi wie Dosenwurst, als Veggie. Cool. Über welche Website findet man dich? Metzgerei ProSiegel.
Metzgerei ProSiegel als ein Wort? Ja, wie Pro und Contra und wie Siegel, das ist doppelt positiv belegt. Wir sind auch ein ganz altes Geschlecht, haben schon 1400 irgendwas und mal Wappen verliehen gekriegt. MetzgereiProSiegel.de Genau, ich bin der einzige Metzger, kann ich fast sagen, also ich glaube, das stimmt auf der Welt, der ProSiegel heißt.
Du hast das Einzige mit diesem Sonnentierkonzept. Ich bin ja auch immer auf der Suche, welche Optionen gibt es. Es gibt hier und da mal jemand, der ein bisschen Gras füttert oder Heu füttert. Es gibt schon ganz gute Ansätze, muss ich schon sagen.
Ein Ansatz wie deiner? Das ist noch, wo eben der Preis feststeht und die Abnahmemenge feststeht, das ist noch relativ neu. Die Menge an Tier pro Weidefläche, das Sonne hat. Es gibt verschiedenste Ansätze.
Ich muss sagen, bisher den insgesamt Besten von dem, was ich gesehen habe, ist schon definitiv der Sonnentieransatz. Deswegen hat es mich auch gefreut, dass du Zeit gefunden hast, als Gast in den Podcast zu kommen und das vorzustellen. Sodass auch vielleicht der eine oder andere da sagt, okay, Massentierhaltung will ich nicht. Was mache ich jetzt?
Welches Fleisch kann ich kaufen? Wo kommt es tatsächlich her? Wie viel davon ist vielleicht Werbung? Der Klassiker mit diesen freilaufenden Hühnern.
Die Menge an freilaufenden Hühnern, die es in Theorie geben sollte für die Eier von freilaufenden Hühnern. Das ist rechenrechtlich nicht machbar. Also ein bisschen Werbung mit dabei. In deinem Fall ist, man kann sogar den Bauernhof besuchen, wo die Tiere aufwachsen und sich das genau anschauen, wenn man so weit gehen möchte.
Finde ich sehr, sehr gut.
Abschließende Gedanken zu Ökologie und Zukunft
Ich freue mich dass ich das da vielleicht ein bisschen unterst kann Das ist ja sch Wenn der eine oder andere eine Option hat und sagt genau sowas suche ich sowas brauche ich da bestelle ich mal ein Fleischpaket von den Sauwohlschweinen oder von den Gl und weiß dann, wo das Fleisch herkommt, weiß auch unter welchen Umständen die Tiere aufgewachsen sind, sodass ich mit besserem Gewissen besseres Fleisch essen kann. Und wirklich einen aktiven, das ist auch wichtig zu betonen, einen aktiven Beitrag leiste, um wirklich unser Ökosystem zu erhalten. Weil es steht wirklich auf einer Kippe vielleicht noch nicht ganz, aber kurz davor.
Also wenn man jetzt einmal die ganze CO2-Debatte anschaut, das sind alles so Sachen, wo was passieren muss. Ich verwende das Wort sonst nicht gern, aber in dem Fall muss was passieren. Und die Politik ist immer noch ein bisschen hin- und hergerissen. soll sie den Konzernen folgen oder soll sie der Vernunft folgen? Weil eigentlich hat ja jeder, der an der Spitze steht, egal ob er an einem Konzern oder in der Politik, hat ja Kinder und Enkel.
Und wenn demjenigen die Kinder und Enkel fragen, welche Welt wirst du uns hinterlassen, dann sollte er auch eine ehrliche Antwort geben können. Das ist vielleicht ein gutes Schlusswort. Sehr gutes Schlusswort. Wahrscheinlich der eine oder andere stellt sich die Frage gar nicht.
Deswegen kommt er auch nicht auf die Antwort. ganz heiliger nachhaltiger ansatz ja nicht nur für uns sondern und wirklich sein eigenes bewusstsein zu entwickeln und sich nach möglichkeit frei zu machen von den verschiedensten interessen die es ja gibt und zu sich selber finden und das eigenen erfahrungen dann zu dem schluss kommen okay das ist mir wichtig oder das ist mir nicht wichtig aber wichtig ist dass dass man es bewusst entschieden hat. Wunderbar. Sehr schönes Schlusswort. Danke dir, Wolfgang.
Ich habe mich sehr gefreut, dass du mich eingeladen hast. Für solche Standorten bin ich jederzeit bereit. Ich freue mich, dass du da warst. Vielen Dank an alle Zuhörer und auch an alle Zuschauer.
Und noch einen schönen Tag. Vielen Dank.