TWUP 217

TWUP 217 — Therapie Training Talk 112: Zinseszins des Krafttrainings

Die Episode thematisiert die langfristigen Auswirkungen von kontinuierlichem Krafttraining auf die körperliche Leistungsfähigkeit und die mitochondriale Funktion. Ein besonderer Fokus liegt auf der Bedeutung von Gruppendynamiken in Lernumgebungen sowie der Notwendigkeit, Training als lebenslange Investition mit Zinseszinseffekt zu betrachten.

Kernpunkte

Anstehende Seminare und Training Camps

Tommi. Wolfgang. Guten Morgen. Wie geht's dir?

Wie geht's dir? Sehr gut, danke. Dir? Auch gut.

Ich hatte Seminar am Wochenende, Basis-Seminar 1. Bin noch etwas mundfaul, glaube ich, weil man quatscht sich dann doch in zwei Tagen mit 30 oder mehr Leuten dann doch aus. aber ich glaube du schaffst es mich jetzt wieder zu motivieren Wolfgang wie geht es dir, was gibt es Neues, was hast du getrieben mir geht es sehr gut, ich bereite mich auf den Seminar Herbst vor, jetzt in drei Wochen wenn das rauskommt hier dann ist die erste Runde Modul 1 bis 3 dann im Oktober haben wir das erste Trainingscamp wieder seit Covid das letzte war direkt vor Covid, Februar vor Covid der Domrap. Jetzt ist das erste nach Covid wieder.

Da freue ich mich drauf. Das ist immer eine sehr gut gemischte Gruppe und auch immer eine relativ kleine Gruppe. Zwei Trainingseinheiten am Tag. Wir haben jetzt schon Anmeldung aus USA, Belgien, England.

Gut gemischt. Sehr cool. Ich mag diese Wochen, weil da entsteht auch immer so eine gewisse Gruppendynamik, wenn du fünf Tage eine kleinere Gruppe hast und zwei Trainingseinheiten im Tag. Zum einen ist es immer eine recht fortgeschrittene Gruppe, sodass auch die Themen, die dann bei so einem Trainingscamp ankommen, deutlich fortgeschrittener sind als das, was bei den Basisseminaren drankommt.

Und gleichzeitig mit zwei Trainingsseinheiten am Tag hat man auch immer sehr schön so diesen Übertrag in die Praxis. Und im Laufe der Woche entsteht ja immer so eine tolle Gruppendynamik, da natürlich auch immer so ein relativ breit gefächertes... Publikum hast. Einer aus der Türkei hat sich angemeldet.

Er fällt mir gerade ein, der braucht den Visum. Krass, Wahnsinn. Lustig, klar, aber logisch. Ich habe überlegt, ob ich auch mal so wie du die Advanced-Seminare, also zumindest 1, 2, 3, dahinter und da weg anbiete.

Das wären 6 Tage. Ich weiß nicht, ob ich mir das zutraue, 6 Tage lang am Stück zu performen. War jetzt aber auch mal die Also ich merke es wird immer leichter f mich Ich mache es jetzt auch seit vier Jahren gebe ich Seminare Seit drei Jahren extrem intensiv quasi jeden Monat eins Sehr intensiv in meiner Belastungsrechnung Wolfgang nicht in deiner Aber ich glaube so ein Kompaktkurs ist ich wei nicht ob er bei uns inhaltlich k aber er k nat auch in sehr kurzer Zeit sehr viel Wissen vermitteln Wobei ich auch immer finde, wenn wir zum Beispiel Advanced Seminar 1 nehmen, Fuß, Unterschenkel und Teile vom Knie, ist es eigentlich auch cool, wenn du mit dem Wissen dann in die Praxis gehst und dich darauf konzentrierst und das da Anwendung oder die Anwendung beübst, bevor du dann wieder neuen Input bekommst.

Wenn du, glaube ich, alles auf einmal bekommst, ist es, ich glaube, es ist zu viel. Jetzt, wo ich nochmal laut drüber nachdenke.

Gruppendynamik und Lernumgebungen

Der Vorteil ist, also Gruppendynamik ist das, was ich jetzt schon zweimal erwähnt habe, Das glaube ich sofort, ja. Das ist nicht die Gruppendynamik zwischen Präsenter und Teilnehmer, sondern auch innerhalb der Teilnehmer. Also die essen jeden Tag zusammen Mittag und dann gehen einige davon abends zusammen essen. Dieser Austausch sorgt dafür, dass die Teilnehmer so ein bisschen in so einen Tunnel gesogen werden, was auch dafür sorgt, dass, ich habe ja früher oft fünf, sechs Tage am Stück gemacht, und du hast oft das Problem, dass Tag 5, Tag 6 du guckst morgens in die Runde und du siehst schon einige, die hätten eigentlich drei Espresso mehr trinken sollen und zwei Kapseln Acidicolin einwerfen, um kognitiv auf dem Level zu sein und da noch was aufnehmen zu können.

Bei so Trainingscamps ist das anders. Zumindest in meinem Kontext ist es ja so, es ist Englisch und du hast immer ein sehr breites Spektrum an Teilnehmern, also von Neuseeland, China, Australien bis in die Richtung Brasilien. Hatten wir schon eigentlich, der eine, der kommt, der kommt aus der USA, kommt aus Seattle. Also das auch ganz auf der anderen Seite.

Und wenn du jemanden hast, du hast quasi die Motivierendsten aus jedem Land, die den Weg nach Stuttgart auf sich nehmen. Und da kommt dann so eine Druckendynamik zustande, das wird nicht müde im Laufe der Woche. und das ist was wo dann wo die auch deutlich aufnahmefähiger sind und du in diesen fünf tagen da ich das halt wenn du drin bist in dem tunnel wenn du so zwei tage seminar hast bist du drin und wieder draußen werden wir f tage hast dann bist du drin oder bleibst ein weichen l drin und du kommst da auch mit den inhalten sehr sch tief rein und auch teils der Dialog der entsteht ist also was fortgeschrittenere Seminare angeht ist immer, wir haben 2015 die ersten Trainingsgames gemacht, haben wir drei Stück in einem Sommer gemacht, zwei in Stuttgart und eins in Florida und da kommt so ein Sog zustande, es ist, was die fortgeschrittenen Seminare angeht, definitiv immer mein Favorite.

Was natürlich auch, also bei mir vielleicht wäre es eine Überlegung, ob das bei dir auch interessant ist, diese Kombination aus. Also es ist ja nicht so, dass die fünf Tage da sitzen, sondern du hast zwei Stunden Theorie, dann hast du Trainingseinheit, dann ist Lunch, hast du ein, zwei Stunden Theorie, dann hast du Trainingseinheit, dann hast du nochmal eine Stunde Theorie. Du hast gleichzeitig auch noch diesen Switch zwischen primär kognitiver und primär physischer Belastung. Du kannst das, was du trainingstechnisch durchgehst in der Theorie, direkt in der Praxis erfahren und ja.

Bei uns ist es so, es gibt Theorie und dann gibt es immer Praxis und die Praxis beinhaltet aber noch Theorie und es werden viele Verständnisfragen gestellt, die dann wieder sehr theorielastig sind. Ich habe das Gefühl, oder ich hatte jetzt auch, es war krass, ich hatte jetzt eine gesamte Physiopraxis bei mir, die gesagt haben, wir wollen einfach mal ein einheitliches Konzept, fand ich auch mega sinnvoll, weil bei uns machen wir das auch. Aber ja, also ich glaube, dass du wirklich unfassbar viel mitnehmen kannst und dass du einfach am Ende des Tages quasi genauso behandeln kannst wie wir, wenn du alles mitnehmen würdest.

Die Frage ist halt immer nur, wie viel geht verloren. Weil ich kenne das noch bei mir in der Osteopathie. Ich habe am vierten Tag, ab der Mittagspause war ich tot. Also die ersten ein, zwei, drei Tage war ich schon so bis 16, 16, 30 aufnahmefähig.

Die letzten eineinhalb Stunden habe ich komplett abgeschaltet. Weswegen wir auch gar nicht mehr bis 18 Uhr irgendwelche Seminare machen, weil ich habe schon das Gefühl, ab 16 Uhr, 16, 30, 17 Uhr, da guckst du dann schon sehr viel in leere Gesichter, was nicht mit Motivation zu tun hat, sondern einfach mit, ja, es ist zu viel und man ist es nicht mehr gewöhnt.

Internationale Standards im Personal Training

Macht vollkommen Sinn, aber die beiden Punkte, also Zum einen die Gruppe als du damals Osteopathie gemacht hast wie interessant war die Gruppe Ja die Gruppe war nicht so interessant und auch die Themen waren nicht gut aufgearbeitet muss ich sagen Genau zum einen mal die weniger interessante Gruppe Du lebst natürlich als Personal Trainer vor allem, da die Branche noch recht jung ist. Physiator-Apoort ist minimal älter, aber auch nicht sonderlich alt. Du lebst natürlich auch sehr viel, gerade bei solchen Seminaren, vom Austausch mit denen aus anderen Ländern, wo Dinge anders laufen und dann in gewissen Ländern auch definitiv fortgeschrittener laufen.

Also als ich angefangen habe, als Personal Trainer zu arbeiten, man denkt ja, USA ist am fortgeschrittenen, nee, Australien war damals mit Abstand das fortgeschrittenste Land weltweit und Irland war das fortgeschrittenste Land in Europa. Was so jetzt definitiv niemand auf dem Schirm hat, aber basierend auf allem, was ich gehört habe, was ich mitbekommen habe, was die erzählt haben über ihr Business, über ihr Vorgehen, waren das zwei Länder, die schon dem Ganzen weit voraus waren damals. Australien ist es immer noch. Ich würde Australien immer noch als die Nummer 1 ansehen, was Personal Training angeht.

Und da nimmst du ja unglaublich viel mit. Das heißt, du hast ja aus der Partieschule, wie du sagst, die Gruppe ist weniger interessant. und ein Grund dafür mit Sicherheit sein, da alle Teilnehmer einfach nur aus diesem Großraum des Ortes kommen, wo die Osteopathie-Schule ist, nicht von der ganzen Welt und die nicht teilweise 24 Stunden Weg hinter sich haben. Wir hatten letztes Jahr bei Modul 1 bis 6 auf Englisch hatten wir einen, ich glaube Ende 30 ist er oder Anfang 40, einen PT-Jim in Boston. Der hat das erste Mal das Land verlassen.

Der war das erste Mal außerhalb der USA. da war nicht mal in Mexiko für das Seminar in Stuttgart, entsprechend hat er natürlich auch was mitgebracht so ein Vibe, an Ambition, an Motivation, an Drive und das ist bei den Wochen ein definitiver Unterschied zur Osteopathie Schule und der zweite Punkt ist eben dieser Wechsel zwischen zwei Trainingseinheiten am Tag plus Theorie also Trainingseinheiten, wo du quasi selber trainierst wo du auch physisch definitiv fordernder wird. Es ist jetzt nicht so, dass wir da Giant-Sets machen und nicht direkt am ersten Tag alle zerstören, hauptsache sie haben Muskelkater.

Das ist definitiv nicht der Plan. Aber du machst zum einen neue Trainingseinheiten, also die Mehrheit dieser zehn Einheiten. Freitagnachmittag realistisch gesehen fehlt auch manchmal die Einheit, je nachdem. Das sind neun Einheiten oder neun bis zehn Einheiten.

Das sind Alle sind Einheiten, wo ein signifikanter Anteil der Einheiten, ob jetzt Übungen, Parameter oder System, für die Teilnehmer neu sein werden. Das heißt, du hast sehr viel neu. Gleichzeitig hast du außenrum diese Gruppe, wo du quasi die Crème de la Crème an Personal Trainer, die motivierendsten, ambitionierendsten Personal Trainer aus jedem Land, die hier rüberkommen. Und dementsprechend entsteht da so eine Gruppendynamik.

Wie gesagt, ich hatte ja früher auch sechs Tage Lizenz am Stück Und das habe ich runtergekadert auf vier Tage und für eine klassische deutsche Lizenz ist einfach die vier Tage ein deutlich besserer Sweet Spot. Fünf Tage, auch da bei den vier Tagen ist immer viel Praxisbewegung. Modul 5 hast du die Tests, Modul 4 hast du die Messung, Modul 2 und 3 hast du die Trainingseinheiten. Diese Mischung kognitiv im Wechsel mit physischer Belastung, das gibt da so eine Woche zusammen, die erfahrungsgemäß immer die fortgeschrittenste, effektivste und natürlich auch aus Sicht derer, die eine längere Anreise haben, effizienteste Form des Lernens ist. mache ich aber auch nur einmal im Jahr und jetzt, was haben wir, 2023, wann war Covid?

Drei Jahre nicht. Dreieinhalb Jahre sogar, haben wir rechnet. Covid war ab 2020. Also Februar 2020 müsste das letzte gewesen sein.

Dreieinhalb Jahre, also Februar bis Oktober rechnen.

Podcast-Empfehlung: Robert Geiss

Wolle, was geht sonst? Wir haben uns ein bisschen in diesem Seminarthema verloren. Sag mal ganz kurz, hast du irgendwas auf der Liste, gibt es was Neues? Ich hätte eine lustige, ein bisschen off-topic Podcast-Empfehlung.

Falls es dich interessiert, ich erzähle es einfach mal. Und zwar der OMR-Podcast von Philipp Westermann. Ist schon ein bisschen älter, die Folge. Na, sag schon.

Robert Geis. Okay. Also wirklich gut. Ehrlich, finde ich super entertaining.

Hast du dich mit Robert Geis mal so ein bisschen beschäftigt? So ganz grob. Also das letzte Mal, dass ich mich mit Robert Geiss auseinandergesetzt hatte, da hatten wir noch einen Fernseher zu Hause. Das heißt, das ist über zehn Jahre her.

Aber gelegentlich bekommt man ja mit, was der macht. Ich meine dass der Typ die ganze Zeit rumschreit Carmen Robert Aber der Kerl ist echt schon eine Maschine Also der hat mit seinem Bruder ja Uncle Sam gegr hat das dann glaube ich, der Bruder war 30 und er 29 oder andersrum, für 100 Millionen verkauft. Ich glaube, pro Person hat jeder, jeder hat 100 Millionen bekommen. Nagelt mich auch da nicht drauf fest.

Ich glaube, aber jeder hat 100 Millionen. Und hat erstmal dann von 30 bis 35 nur Party an der Côte d'Azur gemacht. nur sich seine Jacht gekauft und, und, und. Und dann hat er Immobilien gemacht und hier noch eine Firma und da. Und dann haben sie irgendwann angefangen, dieses Fernsehformat bei Good by Deutschland und dann haben sie nach 100 Folgen, haben sie gemerkt, also nach Good by Deutschland, nach sechs Folgen hat der Robert gesagt, es macht keinen Sinn, wenn wir da irgendwie einen Auswanderer nach Sri Lanka gehen, der einen Kaffeebar aufmachen will und scheitert und dann im nächsten Moment fährt Robert mit einem Rolls Royce durch Monaco.

Das passt nicht. Und dann haben sie eine eigene Sendung gemacht und haben dann irgendwann sogar die eigene Produktion, also produzieren das mittlerweile komplett selber. Also neben all diesem ja, weiß ich nicht, dieser trashigen Hülle, die man vielleicht wahrnimmt, ist es schon auf jeden Fall ein smarter Kerl und hat auch seine Frau schon seit Anbeginn der Zeit, also seitdem er, weiß ich nicht, in den 20ern kennengelernt und bis zum Ende durchgezogen. Also ist wirklich ein guter Podcast, ich habe ihn noch nicht durch, aber ich fand das Wahnsinn, wie der mit unter 30 schon für 100 Millionen oder 100 Millionen Privatvermögen aufgebaut hatte.

Ist wirklich ein smarter Kerl, muss man echt sagen. Den Eindruck hatte ich auch. Also das ist ja eigentlich das gefährlichste, wenn du wirklich einen smarten Kerl hast, wo du im ersten Moment denkst, dass du deutlich cleverer bist als der. Weißt du?

Mit solchen Leuten sollte man nie Geschäfte machen. Ich glaube, mit Robert Geis, ich weiß nicht, also es kann natürlich sehr gut ausgehen, aber das ist schon ein abgezockter, cleverer und guter Geschäftsmann und ja, also ich fand diese Mischung aus Trash und Witz und sehr, sehr spannende Lebensgeschichte ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert. Der OMR Podcast mit Robert Geist ist schon ein bisschen her, aber auf jeden Fall eine ganz gute Geschichte.

Der Zinseszins des Krafttrainings

Wolle, zurück zum Thema. Was hast du auf deiner Liste? Hast du was drauf? Ich habe ein interessantes Thema auf der Liste, das aus meiner Sicht zu wenig angesprochen wird Nachdem wir letzte Folge dieses Thema Trainingsintelligenz gemacht haben oder vorletzte Folge war glaube ich Trainingsintelligenz da habe ich einiges an Feedback von meinen Kunden bekommen was mich gefreut hat aber was so ein Ding war das ist ein extrem wichtiges Thema, über das niemand redet.

Und ich habe mir kurz Gedanken gemacht, welche anderen Themen fallen ebenfalls in diese Kategorie und da ist ein weiteres Thema, das auch massiv unterschätzt wird. Und deswegen habe ich dieses Thema auf die Liste genommen und zwar den Zinseszins des Krafttrainings. Oh. Jetzt müssen wir vielleicht erst mal erklären, was überhaupt der Zinseszins ist.

Gibt es den Zinseszins eigentlich noch? So vor 20, 30 Jahren war das ein großes Thema. Gibt es immer noch? Ja, gibt es.

Also Zinseszins gibt es immer noch jetzt, wo es ja auch wieder Zinsen gibt bei der Bank. Dadurch, dass EZB und FED ja die Leitzinsen erhöht haben, gibt es jetzt auch wieder Zinsen für Einlagen. Habe ich jetzt auch Kunden bei der Bank, die sagen, die haben Mitarbeiter seit zehn Jahren, die sind sehr gut ausgebildet, die haben noch nie Zinsgeschäft erlebt. weil seitdem die bei der Bank sind, gab es eigentlich keine Zinsen für Anleger und für die ist das jetzt ganz neu. Genau, es gibt Zinsen und wenn du Geld anlegst, wenn du 3% hast und du legst 100 Euro an, hast du 103 Euro am Ende des Jahres und dann kriegst du wieder 3% auf diese 103 Euro und entsprechend hast du dann ja mehr als nur diese 3 Euro, sondern du hast ja den Zinseszinseffekt, das ist vielleicht einfach erklärt.

Und jetzt bin ich gespannt, was ist denn der Zinseszinseffekt des Krafttrainings? Das ist so ein Compounding-Effekt, sprich der Einstieg ist exponential. Also klassischer Zins wäre, du kriegst deine 3 Euro auf die 100 Euro und du kriegst jedes Jahr die 3 Euro ausgeschüttet. Das heißt im Jahr 10 ist es immer noch 3 Euro, die du bekommst.

Weil du sagst, du kriegst dann halt auf die 103 Euro deinen Zins und dann sind es nächstes Jahr 106 Euro und ein paar Kasselquetschte usw. Am Anfang ist es nicht viel, aber irgendwann wird es sehr viel. Da gibt es auch diese Geschichte wie, versuch mal ein Zeitungspapier 24 Mal zu falten. Am Anfang geht es noch easy und halt je häufiger du faltest, desto schwieriger wird das Ganze.

Das ist ja quasi exponentielles Wachstum, was wir uns immer so ein bisschen schlecht vorstellen können. Also da gibt es ja auch das Beispiel mit dem Reiskorn, dem Schachbrett. Kennst du das? Nein.

Das ist irgendwie eine Geschichte, ich kriege es nicht mehr ganz zusammen, ich werde es gleich mal googeln. Aber irgendwie hat da irgendein Mann ich glaube also nagelt mich nicht darauf fest irgendjemand hat irgendjemanden gerettet ich glaube einen K und hat ihm das Leben gerettet und er hat gesagt ich belohne dich du hast einen Wunsch frei was m du Und dann hat er gesagt naja ich m einfach nur Reis auf meinem Schachbrett und zwar auf dem ersten Feld ein Korn, auf dem zweiten drei und dann, nee, auf dem zweiten Blatt zwei und auf dem dritten dann vier und dann acht, sechzehn, zweiunddreißig, vierundsechzig und so weiter.

Und dann merkt man, es dauert relativ lange, aber so ein Schachbrett hat ja viele, viele Felder und auf einmal ist es eine Zahl, die ist so groß wie, weiß ich nicht, 1000 Fußballfelder mit Reißvoll. Also man kann sich das nicht vorstellen, aber es wird dann relativ schnell relativ viel. Exakt. Ja.

Und exakt so... Okay, und was ist dieser Compounding-Effekt jetzt?

Kontinuität und langfristige Anpassung

Exakt so funktioniert es am Ende vom Tag auch mit Krafttraining. Der Zins, den du im ersten Moment bekommst, ist nicht besonders hoch. Also Krafttraining ist nichts, was dir innerhalb von kürzerer Zeit einen großen Return bringt. Also wenn du mal zwei, drei Monate Krafttraining machst, wenn ein gut strukturierter Plan ist, wenn du vielleicht so Sachen einbaust wie einen Kniebeugenurlaub oder einen Strength and Mass Holiday, dann kannst du da schon mal einen großen Schub haben.

Aber grundsätzlich innerhalb von zwei, drei Monaten passiert nicht viel. Auch innerhalb von einem Jahr kann ein bisschen was passieren, aber es passiert nicht viel. Den größten Effekt hast du, wenn du konstant dran bleibst. verleibst. Denn die Adaption an Krafttraining ist grundsätzlich im Vergleich zu vielen anderen Formen der Adaption eine relativ langsame.

Das bedeutet, was mir der wichtige Punkt ist, zu oft oder zu oft regelmäßig sehe ich Personen, die dann mal so ein halbes Jahr Krafttraining machen und dann mal wieder ein welches was anderes machen. So jetzt haben wir ein halbes Jahr Krafttraining gemacht, habe ich zwei bis vier Einheiten die Woche gemacht, jetzt mache mal irgendwie ein halbes Jahr was anderes oder mache ein Jahr was anderes und dann komme ich zurück zum Krafttraining. Das Problem bei diesem Ansatz, der sehr verbreitet ist, ist, dass du mehr oder weniger alles, was du aufgebaut hast, wieder verlierst und dann kommst du zurück zum Krafttraining.

Dann, wenn es gut läuft, baust du wieder was auf und dann machst du wieder was anderes, dann verlierst du es wieder. Während, wenn du dran bleibst, dieser Wachstum exponentiell sein wird. Natürlich in Relation zu der Anzahl der Trainingsanheiten. Und was natürlich auch für manche realistisch, für viele aber auch nicht realistisch ist, vier oder vielleicht sogar fünf oder sechs Kraftdrainingsanheiten die Woche zu machen, über Jahre hinweg.

Ja, die Leute gibt's.

Trainingsfrequenz und Erhalt

Aber die sind nicht so häufig. Das bedeutet, um diesen Compounding-Effekt zu nutzen des Krafttrainings, ist es bei Krafttraining absolut entscheidend, konstant, regelmäßig, im Idealfall, minimum eine Einheit in acht Tagen über Jahre hinweg zu machen. Und wenn einmal zwei Wochen drin sind, das ist, wo du gar nichts machst, was wir im Grunde auch immer, das ist eine Sache. Aber wenn halt konstant zu viele Pausen gemacht werden, über Monate oder vielleicht sogar Jahre hinweg, dann verschenkst du deinen kompletten Zins durchs Krafttraining.

Das heißt, wenn du was anderes trainieren willst, nicht einfach aufhören mit Krafttraining, sondern mach einfach weniger Krafttraining. Und im Idealfall ist es Minimum eine Einheit alle acht Tage. Das reicht schon aus, um den Zustand zu halten? Zustand zu halten, wenn das Programm gut designt ist und du nebenher anderen Sport machst, reicht es auch aus, um Fortschritt zu machen.

Also muss ich sagen, ist bei mir aktuell, würde ich sagen, also ist auch so, ich trainiere einmal die Woche Kraft. Gerade schaffe ich es sogar, die letzten Wochen habe ich es sogar, weil ich kein Seminar hatte, zweimal die Woche geschafft. Mit Fußball wird es manchmal natürlich noch ein bisschen weniger, weil ich da natürlich dann nicht ganz so viel Freizeit habe. Aber ich würde sagen, dass ich aktuell immer noch leichte Progressionen mache.

Jetzt habe ich zum Beispiel letzte Woche acht Bodyweight-Klimmzüge geschafft, komplett ausgehangen bis Kinn über die Stange. habe ich ewig nicht. Das heißt, ich mache slowly but steady immer noch Fortschritt, obwohl ich wirklich wenig trainiere.

Historie des Personal Trainings und Langlebigkeit

Ich muss aber sagen, ich profitiere auch immer noch davon, dass ich als junger Mensch mal sehr lange, sehr intensiv Krafttraining gemacht habe. Ich glaube, das ist etwas, was du halt sehr schwer im hohen Alter noch aufholen kannst. Also definitiv bringt Krafttraining im hohen Alter Fortschritt. Aber das, was du im jungen Alter aufbaust, das kann dir keiner nehmen.

Ich habe mit 15 angefangen im Fitnessstudio. Ich habe total bescheuert und schlecht trainiert, habe ich dir immer irgendwann erzählt, nur Brust, Bizeps, Bauch. Aber ich dachte, man macht nur die Übungen, die einem Spaß machen. Und habe aber mein Training dann verbessert über die Jahre und habe trainiert wirklich, bis ich Physioausbildung noch komplett durch mit dreimal die Woche bis viermal die Woche.

Sportstudium auch, ich würde sagen bis 18, 21, bis 24. Ich habe 15 bis 24 eigentlich komplett durchtrainiert Und davon partizipiere ich heute noch Also selbst wenn ich jetzt l Zeit kein richtiges Kraftring mache dauert das bei mir original vier Wochen Ich bin wieder bei 80 Prozent wo ich mal war w ich behaupten Was ich verstanden habe ist, du hast zwischen 15 und 24 ganz viel auf dein Sparbuch eingezahlt und anstatt dann einfach nichts mehr einzuzahlen, zahlst du nicht mehr so viel, aber immer noch regelmäßig ein. Dementsprechend hast du jetzt immer noch den Benefit von den acht Jahren und das ist ja die Idee des Zinseszins.

Ey Wolfgang, das ist wirklich die beste Analogie, die man dafür hätte finden können. Du hast vollkommen recht, ja? Also wenn du in jungen Jahren mal eine Million anlegst und dann vom Zins des Zins profitierst, dann brauchst du gar nicht mehr so viel hinten raus machen, weil du halt schon eine riesen Grundlage in jungen Jahren gelegt hast. Wolfgang, was ist das für eine Analogie?

Eine, über die ich zu wenig rede. Ja, aber ist wirklich krass, ist ehrlich so. Es ist so, das ist der Punkt. Und selbst wenn du sagst, okay, habe ich als Jugendlicher nicht viel gemacht, dann kannst du das ja jetzt machen.

Und dann kannst du auch zum Beispiel sagen, whatever, ich gehe gerne Fahrrad fahren im Sommer, da kann ich nicht so viel Krafttraining machen, okay, aber die Wahrscheinlichkeit, dass du viel Fahrradfahren gehst zwischen November und März ist eher gering, wenn du primär bei schönem Wetter Fahrradfahren gehst. Und dann kannst du einfach sagen, okay, in diesen Monaten mache ich drei, vier Einheiten die Woche Krafttraining. Und dann im Sommer, ich höre einfach nicht sechs Monate auf, sondern ich mache immer noch Krafttraining. Und wenn es 40 Minuten alle acht Tage sind, das kriegst du hin.

Da kannst du sogar noch, je nachdem wie viel du Fahrrad fährst, entweder ist es Erhalt oder es ist tatsächlich noch ein minimaler Fortschritt bei gutem Programm. Es ist natürlich nicht der Fortschritt wie von drei, vier Einheiten die Woche. Aber der Fortschritt ist da. Und diese Kontinuität, dadurch, dass eben der Return auf Krafttraining so gering ist, das ist einfach so, diese Kontinuität ist entscheidend, um hinten raus die wirklich großen Erfolge und den insgesamt großen Fortschritt zu haben.

Deswegen Zins ist Zins. Deswegen, wenn anderes Trainingsinteresse da ist, bitte nicht einfach aufhören mit Krafttraining, sondern einfach eine kleine Einheit weitermachen. hinten raus ist es einfach Gold wert. Ich kenne das auch vom Speedskating oder auch vom Rennradfahren, dass Athleten da sagen von Lebenskilometern oder Lebensschritte. Die sagen, okay, oder ich habe Kunden, die fahren jetzt wieder Rennrad.

Ich habe einen Kunden, liebe Grüße, Heiner falls du das h der hat eigentlich immer unseren Podcast geh war ein sensationeller Rennradfahrer fr und ist auch wirklich Turniere gefahren Und ich glaube er war Profi oder er h auf jeden Fall Profi werden k Und der hat dann natürlich sehr, sehr stark und sehr erfolgreich auch Karriere gemacht und vorangetrieben. Und ist dann im höheren Alter jetzt, okay, höheres Alter, Entschuldigung. Also der ist so um die 50. Der ist jetzt wieder aufs Rad gestiegen und der fährt natürlich immer noch mit irgendwelchen Jüngeren. und mit richtig, richtig guten Rennradfahrern fährt er wirklich bis ans Limit, weil er einfach Lebenskilometer geschrubbt hat.

Der hat halt schon so lange im Sattel gesessen, der hat so viele Kilometer mit dem Bein geschrubbt, kardiovaskulär sich so adaptiert. Der hat halt schon einen fetten Batzen auf sein Tagesgeldkonto oder auf sein Festgeldkonto mit 18, 19, 20 gepackt und partizipiert da heute noch von. Also ist nicht nur im Krafttraining so, sondern eigentlich kann man sagen in jedem Bereich. Ich bin mir sicher, dass es auch mit kognitiver Leistungsfähigkeit möglich ist.

Wenn du in jungen Jahren sehr hohe kognitive Leistungen erbracht hast, dann entwickelt sich dein Gehirn auch anders. Und auch wenn du es vielleicht dann nicht mehr benutzt, hast du diese Kapazität irgendwann mal entwickelt und kannst auch auf die zurückgreifen. Ich habe vor kurzem so einen Clip gesehen, da wurde Michael Phelps gefragt, was sein Geheimnis war. Und er hat gemeint, er hat es geschafft, fünf Jahre am Stück jeden einzelnen Tag zu trainieren. was aus zwei Sicht interessant ist, also Punkt Nummer eins, er schwimmt, also der Impact ist jetzt nicht so hoch.

Du wirst nicht fünf Jahre am Stück jeden Tag Krafttraining machen. Der eine oder andere russische Gewichtheber mag mir da widersprechen, denn das klassische russische Programm, es sind 700 Einheiten, wenn ich mich richtig erinnere, pro Jahr. Also wenn du mal zwei, drei Tage nicht trainierst, ist egal, es sind 700 Einheiten pro Jahr. Anderes Thema.

Michael Phelps, Zum einen, wenn du schaffst, fünf Jahre in Folge jeden Tag zu trainieren, der Faktor Therapie. Also zum einen, ich sage mit Sicherheit auch neben der Planung ein bisschen Glück dabei, dass er sich nicht verletzt hat. Der Sport hilft natürlich auch mit dem Impact. auf dem anderen hat er mit sicherheit einen guten physio gehabt der wenn mal irgendwas gezwickt hat das schnellstmöglich wieder gerichtet hat dauerhaft trainieren zu können ist extrem wichtig um großen fortschritt zu machen und wahrscheinlich der nummer eins faktor der trainings fortschritt unterbindet ist eine verletzung und zum anderen eben auch dieser zinseszinseffekt und da werden einheiten dabei gewesen sein die waren nicht besonders anstrengend und da waren Einheiten dabei da hat er keinen Bock gehabt zu trainieren Aber einfach die Anzahl der Trainingseinheiten, wenn du fünf Jahre am Stück, das sind gut 1.830 Einheiten, ja.

Das behält der Körper bei, klar, logisch. Ich meine, man kann es ja eigentlich mit allem vergleichen. Wenn du als Kind mal eine Sprache gelernt hast und du sprichst sie nicht mehr, wird die schlechter, geht flöten. Wenn du aber sie irgendwann mal wieder aufgreifst und lernst, wird sie auch wieder da sein.

Also ich sehe das große Problem, wenn wir bei uns in der Praxis 50-Jährige haben, die in ihrem Leben noch nie Kraftsport gemacht haben. Da gibt es welche, die entwickeln sich ganz toll, aber es dauert lange, bis die wirklich konstant auch belastbar sind. Also ich habe einen Patienten, der kam nach einer ganz, ganz schweren Operation, war nichts Orthopädisches, kam der zu uns, weil der Arzt uns empfohlen hat und gemeint, ey, du solltest auf jeden Fall wieder Muskeln aufbauen, hat eine Chemo und alles mögliche und der kommt zweimal die Woche zu uns und das war am Anfang wirklich 10 Kilo Stange Bank drücken, nur ohne Gewicht, nur 10 Kilo, nicht möglich und auch das Brennen im Muskeln, er wollte das nicht, also der Kunde war am Anfang für mich auch echt anstrengend, weil du gedacht hast, also auch ein Jahr nach der Chemo, wo er wieder völlig normal und aktiv war, war der einfach, er war nicht die Belastung, den Belastungsschmerz oder diesen Load-Schmerz war er nicht gewöhnt.

Und ihn dahin zu entwickeln, das hat einfach echt lange gedauert. Der ist jetzt mittlerweile seit sieben oder acht Jahren, zweimal die Woche da. Mittlerweile ist es gar kein Problem. Wenn du dem sagst, Bankdrücken der ist, der sagt, ah, da geht noch eine und du sagst eher, lass, spar dir die Wiederholung für den nächsten Satz.

Also so, dass er so trainiert, wie ich sage mal die meisten, die jetzt sehr trainingsaffin sind und eine gewisse Trainingshistorien im Fitnessstudio hinter sich haben. Aber bis er da war, hat echt lange gedauert. Also ist meine Empfehlung, bringt Patienten so früh es geht irgendwie ans Krafttraining oder wenn ihr Kinder habt oder wenn ihr selber den Podcast hört, seid Therapeut und trainiert selber noch nicht aktiv. fangt mal an mit ein bisschen Krafttraining und ein bisschen Krafttraining sollte am Anfang vielleicht die ersten zwei Monate einmal die Woche sein und danach vielleicht auf zweimal die Woche hoch und sich dann bei zwei bis zweieinhalb bis dreimal die Woche einpendeln.

Wie Wolfgang gesagt, macht 30 Minuten, nehmt euch zwei, drei Übungen, aber dafür regelmäßig und das über längere Zeit, als dass ihr dann später irgendwann anfangt und Du wollt irgendwie Muskeln aufbauen. Das wird dann echt schwierig.

Mitochondriale Funktion und Arbeitskapazität

Was auch gerade bei dem Thema ein wichtiger Punkt ist, ist das Thema Mitochondrienfunktion. Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zelle. Die Energiekraftstoffe. Die Kraftwerke der Zelle.

Und grundsätzlich bei Mitochondrien ist es so, wenn die keine Energie produzieren müssen, dann produzieren die keine Energie. Wenn sie mehr Energie produzieren müssen, produzieren sie mehr Energie. Das heißt, wenn du die lange nicht forderst, können die auch keine Energie mehr produzieren. Und gerade aus dem Sicht des Themas Work Capacity, also die gesamte Arbeit, die du verrichten kannst, ist eben dieser Faktor Effektivität der Mitochondrien ein ganz wichtiger.

Und wenn jemand lange keinen Sport macht oder vielleicht nie Sport gemacht hat, dann ist einfach grundsätzlich die Mitochondrien-Effizienz nicht besonders hoch. Also die können einfach nicht, weil sie nie mussten. Klar, warum soll ich Energie produzieren, wenn der Körper das nicht braucht?

Genetische Limits und Trainingsprogression

Und diese Metokondra-Aktivität wieder aufzubauen, das funktioniert, dauert jedoch relativ lang. Da hatte ich auch ein Gespräch mit Prof. Dr. Dr.

Schmidt-Bleicher drüber und das, was am längsten braucht, um sein genetisches Limit aufzubauen, ist die Maximalkraft. Also du brauchst irgendwo ein 10 Jahre regelmäßiges Krafttraining, um tatsächlich an dein genetisches, regelmäßiges, progressives Krafttraining, um tatsächlich an dein genetisches Maximum für die Maximalkraft ranzukommen. Alles andere geht schneller. Aerobe Kapazität, V2 Max, geht statistisch am schnellsten.

Sein Punkt zu den Mitochondrien ist, das basierend auf dem, was man heute weiß, es ebenfalls 10 bis 12 Jahre dauert, bis du die maximale Effektivität der Mitochondrien erreicht hast, indem du eben Mitochondrien forderst, ihnen dann die nötige Ruhe gibst, dass sie regenerieren können, sie dann wieder forderst und das eben kontinuierlich machst. Das ist ein großes Problem. Auch ich sehe das ja, oder in der Vergangenheit habe ich das mehr gesehen, dass Personen zu mir kommen, vor allem für One-on-One-Personal-Training, die eben noch nie groß Sport gemacht haben. Und deren Work-Capacity ist einfach nicht besonders hoch.

Während wenn jemand, ich hatte mal so ein Beispiel, da war es auch ein Trainingscamp, da war ein Triathlet da, wir haben ja 6, 12, 25 gemacht. Also 6, 12, 25, wer es nicht kennt, es sind drei aufeinanderfolgende Übungen für dieselbe Muskelgruppe. mit absteigender jeweils 10 Sekunden zwischen den Erste ist 6 Wiederholungen zweite 12 Wiederholungen dritte 25 Beispiel 6 Frontenbeuge 12 Backsquat 25 Beinpresse Und im Regelfall, anstatt alle Wiederholungen auf einmal zu machen, bei einer Übung hast du halt hier eine absteigende Komplexität und dreimal Muskelversagen, wenn du das Gewicht richtig gewählt hast.

Also Muskelversagen oder Wiederholungsmaximum wäre der bessere Begriff. Also du machst sechs Wiederholungen, schaffst keine siebte. Dann gehst du zur Kniebeuge, machst zwölf Wiederholungen, schaffst keine dreizehnte. Dann gehst du zur Beinpresse und schaffst gerade so die 25.

Wiederholung. Das macht eigentlich die meisten ein, zwei Runden und ist Game Over, wenn du es nicht gewohnt bist. Der Triathlet hat relevantes Gewicht verwendet und hat nach den 25 kaum schwer geatmet. Und es ist natürlich so, es macht vollkommen Sinn, denn er hat diese Work Capacity aufgrund seinem Sport, muss man natürlich auch so zusagen, Der hat jetzt bei der ersten Übung jetzt nicht wahnsinnig viel Gewicht genommen.

Ich weiß nicht, was es war. Es war eine Kniebeuge. Aber das waren definitiv nicht über 100 Kilo Kniebeuge, die er da verwendet hat. Er hat nicht die Maximalkraft, weil die sein Sport noch nicht entwickelt hat.

Aber er hat diese Work Capacity, die viel mit, nicht nur, aber auch viel mit dem Mitochondrien zu tun hat, die hat er eben aufgebaut über die Zeit. Und das ist ein Extrembeispiel, das mit dem wir beide auf dem anderen Ende des Kontinuums zu tun haben, sind eben die, die nie wirklich Sport gemacht haben. Das sind auch die, die ein klein bisschen Sport machen und dann sofort Platz sind. Die machen eine halbe Stunde und sind Game Over.

Für so jemanden macht es auch viel Sinn, es gibt also diese Regel, eine Trainingsanheit soll eine Stunde dauern, für so jemanden macht es auch viel Sinn, lieber häufiger zu trainieren und wirklich kurz zu trainieren. Während der eine sagt, ich brauche 20 Minuten, eine halbe Stunde, bis ich überhaupt warm bin, ich muss erstmal 8 Sätze Kniebeugen machen, bevor überhaupt das neuromuskuläre System da ist und nicht Gewicht bewegen kann, ist so jemand, 15, 20 Minuten Workouts reichen da oftmals. Dann sind die schon mit der Chondrien, unter anderem mit der Chondrien technisch am Maximum. Und dann gilt es darum, das Step-by-Step, Step-by-Step zu erhöhen.

Es ist ein ähnliches Spiel wie mit diesem Tommy lernt Laufen, diese Mischung aus Laufen, Gehen, Laufen, Gehen. Viele, die gehen dann nach langer Zeit oder zum ersten Mal Laufen und denken dann, sie laufen jetzt 40 Minuten am Stück. Was aber zum einen mechanisch oftmals nicht funktioniert. Da kommen die Problemchen mit Schienbein mit Bachelissehne mit Knie whatever Aber auf der anderen Seite nat auch mitochondrientechnisch Eine Dauerbelastung von 30 40 Minuten sind die meisten ja nicht gewohnt und dann sind sie frustriert dass sie das nicht k Und dann hören sie direkt wieder auf oder gehen nicht mehr laufen.

Training von Anfängern und Intensitätssteuerung

Und hier einfach kleiner anzufangen, ist absolut notwendig. Personal Training ist ein einfacher Weg, einfach die Pausen länger zu machen. Vor allem die Pausen so zu machen, bis die Atmung des Trainierenden sich wieder komplett normalisiert hat. Und das sind dann eben nicht so klassische 90 Sekunden, sondern sind halt einfach teilweise drei, vier Minuten, wenn du mit einer Doppelstation trainierst.

Denn die Person braucht einfach so viel. Ja, ich finde auch, es macht keinen Sinn, ihn zu überlasten, weil am Ende das Allerwichtigste bei Trainingsanfängern ist Spaß. Spaß und Erfolge. Und wenn du ihn jetzt in ein Trainingssystem packst und sagst, okay, wir haben jetzt 120 Sekunden programmiert, der steht aber nach 120 Sekunden immer noch da und hechelt oder ist noch außer Atem und kann sich nicht mit dir unterhalten, dann ist es vielleicht noch nicht der Moment, trotz Plan, ihn wieder an das Gerät zu bringen, weil ja, programmiert ist es, aber macht ihm das Spaß und macht ihm das Spaß, wenn der erste Motivationsschub vorbei ist.

Also ist es was, was er wirklich lernt, in sein Leben zu integrieren. Und wenn du jemanden überforderst oder überlastest, dann macht das keinen Spaß. Der muss kleine Erfolge feiern, der muss sehen, dass er etwas stärker wird. Ich finde, stärker werden ist ein guter, ist was, was Leute direkt spüren.

Wenn du sagst, hier, guck mal, wir machen eine Back-Extension und du schaffst vielleicht fünf Wiederholungen und sechs Wochen später schaffst du vielleicht zehn Wiederholungen, drei Sätze mit zwei Kilo vor der Brust. Da merken Leute, dass wirklich was passiert und das motiviert unheimlich. Aber Spaß darf nicht verlieren. Und wenn du jemanden überforderst, dann macht es keinen Spaß und dann verlieren Leute auf jeden Fall auch direkt Lust.

Grammatik-Exkurs: Deutsche Pluralformen

Wolfgang, gibt es eine Hamza-Fragt für diese Woche? Ich gucke meine Liste durch, ich glaube aber nicht. Ich habe eine, die sauschlecht ist, aber ich würde sie trotzdem kurz stellen. Ich sage vorab, sie ist schon sauschlecht.

Und zwar, Wolfgang, was ist der Plural von Zirkus? Okay, Zirken ist es nicht. Circusé w w meine logischste Circus keine Ahnung Habe ich noch nie geh Meistens ist ja auch immer nur einer in der Stadt. Und sagt dir selten, ach guck mal, jetzt sind mehrere in der Stadt.

Also was sagst du? Zirkus, Zirkusse? Zirken? Zirken hat keinen Sinn.

Das U fehlt. Also Zirkusse ist der Plural. Hast du es jemals gehört? Nee, habe ich nie gehört.

Und ich kam irgendwie drauf und dann habe ich mich gefragt, was ist eigentlich der Plural von Zirkusse? Von Zirkus. Und ich wusste auch nicht. Zirken?

Oder ist einfach der Zirkus die Zirkusse? Also es hat sich irgendwie komisch angehört. Aber es ist tatsächlich die Zirkusse. Sehr gut.

Ich habe noch nie gegoogelt, aber ich würde es gerne mal wissen. Was ist der Plural von Auspuff? Ich google es parallel. Auspuffe?

Ja, die Auspuffe. Die Auspuffe. Der Auspuff, die Auspuffe. Aber die Auspuffe klingt auch irgendwie komisch, findest du nicht?

Ja. Ja, aber... Und dann wäre noch, was ist der Plural von Rasen? Der Rasen?

Die Rasen. Die Rasen. Ja, oder? Stimmt auch.

Ja, es ist die Rasen. Aber das kriegst du ja keinem erklärt. Ich glaube, Goethe hat irgendwann mal gesagt, die deutsche Sprache sollte man zu den toten Sprachen ablegen, wie Latein und Altgriechisch. Denn nur die Toten haben genug Zeit, diese Sprache zu lernen.

Also, wer versteht die Rasen? Das kriegst du ja keinem erklärt. Wir hatten eine kurze Anekdote noch. Wir hatten damals Freunde, Italiener, und die hatten große Probleme mit der, die, das.

Und dann kam jemand in meinem Umfeld darauf und hat gemeint, du, wir sind in Hessen, sag einfach dö. Und da guck dich auf jeden Fall keiner komisch an. Und das war für mich der genialste Lifehack in der deutschen Sprache. Weil wenn du sagst, ah ja, der Wolfgang, der Podcast, der Mikro, der Mittagspause, also der See, also das kannst du immer sagen, da wirst du nicht so komisch angucken, Wenn du sagst, die Wolfgang, das See, der Mittagspause, also da wirst du komisch angucken, als wenn du immer D sagst.

Also für mich auf jeden Fall war das ein guter Tipp. Das ist eine gute Geschichte. Eine gute Geschichte.

Sprachenlernen und Ähnlichkeiten zum Niederländischen

Und dementsprechend habe ich auch eine Hamza fragt. Ach ja, okay. Was ist die einfachste Sprache, die man lernen kann als Deutscher? Grundsätzlich die einfachste Sprache ist natürlich schwierig, basierend auf dem, was du lernen kannst.

Ja, ich weiß. Was ist die einfachste Sprache, die ein Deutscher lernen kann? Also du meinst so im Sinne von naja, wer jetzt schon Spanisch kann, der wird auch sehr wahrscheinlich sehr gut Italienisch können oder so. Also Sprachen, die sich quasi ähnlich sind.

Romanische Sprachen ist Spanisch, Portugiesisch, Italienisch, Französisch. Das kann ein Deutscher gut lernen Ich sage irgendwas Schwedisches oder so Skandinavien k ich mir vorstellen Es ist nicht Schweizerdeutsch Es offiziell eine eigene Sprache ist Ich sage irgendwas... Oder es ist doch französisch. Nee.

Russisch? Russisch? Ich sage irgendwas Skandinavisches oder Russisch? ich hatte vor Jahren mal ein internationales Seminar und ganz hinten saßen mehrere Jungs aus dem gleichen Land und die haben sich unterhalten und die hatten quasi eine Frage und dann habe ich auf Englisch diese Frage beantwortet obwohl die sich auf ihrer Sprache unterhalten hatten und dann waren die ganz verwundert warum ich sie verstanden habe und die einfache Erklärung war wenn man Holländisch Deutsch vor sich hin nuschelt, dann ist es holländisch. Ja, ne?

Ja, exakt. Ja, das kam mir jetzt gerade in der Sekunde, kam es mir auch. Niederländisch ist für den Deutschen, die am einfachsten zu erlernende Sprache ist einfach ganz simpel immer nur nuscheln und das ist Niederl Kennst du das Es ist so ein schlechter Witz und ich kann keine Witze erz ich werde es trotzdem tun Der ist so schlecht, der hat unser Englischlehrer immer erzählt. Da ist ein Mann, der will das erste Mal in die USA fliegen und er sagt, er kann ja überhaupt kein Englisch, Also er weiß gar nicht, wie soll das denn werden.

Und dann gibt ihm ein Freund den Tipp und sagt, wenn du ganz langsam und ganz klar Deutsch sprichst, dann verstehen die dich dort auch. Und er landet irgendwie und fragt dann oder im Flugzeug fragt er die Person, die neben ihm sitzt und sagt, entschuldigen Sie, um wie viel Uhr landen wir in New York? und dann sagt die Person neben mir um 4 Uhr morgens und dann sagt er danke. Okay, ich habe die Pointe sogar versaut. Ah, Wolfgang, ich bin der schlechteste Witzentzünder.

Ach du Schei ich werde diesen Witz gegebenenfalls beim n Team Teaser mit nachreichen Ja ganz schlecht Ich habe trotzdem gedacht Siehst du? Ey, ich kann keine Witze erzählen. Ich habe einen einzigen Witz, aber den erzähle ich nächste Woche, okay? Der ist englisch.

Ja? Da geht es um das Wort Timbuktu. Darfst du gespannt sein? Damit würde ich die nächste Podcast-Folge Du kennst ihn?

Aber den habe ich dir erzählt, oder? Nein, nein, ich habe den irgendwo gehört. Wirklich? Ja.

Okay, also dann starte ich, dann mache ich mein Fauxpas jetzt, indem ich nächste Woche die Folge eröffne mit dem Timbuktu-Witz. Sehr gut, ich freue mich drauf. Wolfgang, alles Liebe, euch natürlich auch, liebe Törerinnen und Zürcher und eine gute und gesunde und erfolgreiche Woche und bis nächste Woche. Besten Dank, ciao und eine gute Woche.

Diese Episode anhören

Hast du eine Frage zu dieser Episode?

Frag AskTNT →