Schulprobleme und Talententdeckung
Das ist ein hochinteressanter Punkt. Ich habe dann kurz ein bisschen recherchiert, weil ich wissen wollte, wer ist der Rüdiger. Und eines der ersten Dinge, die ich gefunden habe, ist, dass ihr in der Schule in Mathe nicht so gute Noten hattet. Also nicht so gute Noten, das ist sehr schmeichelhaft ausgedrückt.
Ich war immer der Schlechteste in der Klasse, das war eine riesengroße Katastrophe. Ich habe immer eine Fünfte, gut einmal habe ich eine Vier gehabt in der Realschule, aber sonst immer Fünften. und die habe ich Gott sei Dank immer durch 2 und 1 in Englisch ausgleichen können. Und es ist auch interessant, ich habe die Fähigkeit mit dem Kopfrechnen genau zwei Wochen, nachdem ich die Schule verlassen habe, entdeckt. Ich sage immer, da habe ich Zeit gehabt zu lernen.
Und da habe ich mich dann auch ein bisschen mit Mathe befasst. Und ich glaube auch, es gibt bestimmte Zeitfenster zum Lernen. Wenn die nicht offen sind, dann funktioniert es nicht. Und damals war f mich einfach die Zeit nicht reif das zu lernen und zugegebenerma auch noch mit 15 16 da habe ich kein Interesse in Mathematik gehabt da war das einzige Problem das ich gehabt habe oder die einzige Frage wie schaffe ich es dass in ein paar Tagen mein Bizep noch einen Millimeter dicker ist
Kopfrechenfähigkeiten und Techniken
Was direkt der zweite Punkt ist, was ich ganz interessant fand, du hast große Begeisterung fürs Krafttraining, arbeitest auch aktuell als Fitnesstrainer im Studio und wie du sagst, Krafttraining hat dich schon lange begeistert und du siehst das Hirn auch wie ein Muskel, sprich das Hirn ist trainierbar, was ein Aspekt ist, von dem ich ebenfalls überzeugt bin. Ja, deswegen dachte ich, okay, dich als Gast, das wird gut. Für diejenigen zum Thema Mathe oder Mathe-Genie, denn du spezialierst dich primär auf das Potenzieren von Zahlen. Nicht nur, aber das ist das, was ich am öftersten aufgeführt habe.
Gut, es ist meine Spezialfähigkeit natürlich, aber ich kann jetzt auch Winkelfunktionen rechnen. Ich könnte, wenn ich es wieder trainiere, auch Logarithmen rechnen, der sogenannte Wochentag rechnen. Ich kann multiplizieren, ich kann dividieren durch Primzahl. Also es ist einiges möglich.
Aber im Fernsehen habe ich jetzt meistens dieses Potenzieren aufgeführt. Ist halt einfach spektakulär mit den ganzen Quadrillionen, Grintillionen, Sechstilliarden. Da warst du ja auch schon, du sagst im Fernsehen, du warst bei Wetten, Das, hast da gewonnen in 1994. Ja, uralt Geschichte, ja.
Mein erst öffentlich auftritt und dann, ich bin nie vor Publikum gestanden, außer bei meiner Konfirmation in der Kirche. Das war das Einzige. Und dann gleich live vor 20 Millionen Zuschauern. Ich habe ja damals gedacht, wie schaffst du das einfach, da reinzulaufen und wie kannst du dieses Lampenfieber irgendwie hinkriegen.
Und da habe ich mir gedacht, du machst es einfach so über Motivation. Du hast als Bodybuilder gelernt, dich zu motivieren im Training. Und du läufst einfach rein und bist motiviert. Und so hat das Ganze funktioniert.
Du hast ja auch mit Bravour, dass du fünfmal Zahlen potenzieren musst. Also potenzieren, also sowas wie 22 hoch 18. Genau, ja gut, damals noch bis hoch 12. Und dann die Quadratwurzel und die Kubikwurzel sind aus einer zwölften Potenz.
Natürlich, klar, man weiß, dass natürlich die Quadratwurzel aus einer zwölften Potenz die gleiche Zahl hoch 6 ist und die Kubikwurzel die gleiche Zahl hoch 4, weil 6 mal 2 gibt 12 und 4 mal 3 gibt auch 12. Klar da muss ich dann halt hoch 4 und hoch 6 rechnen Was kannst du sagen f die Zuh die jetzt noch nicht ganz mit dem Potenzieren was anfangen k also jeder der seinen Taschenrechner rausholt und da mal eingibt so etwas wie 14 hoch 12. Ja, das wäre 14 mal 14 mal 14, das 12 mal Potenzieren heißt da, Zahlen mit sich selbst mal nehmen. 34 hoch 2 wäre 34 mal 34, also 1156. Sowas wie 14 hoch 12 ist für dich im Kopfrechnen? 56.693.912.375.296.
Die niedrigen weiß ich natürlich auswendig. Die brauchst du als Basis, um höhere Zahlen zusammenzusetzen. Was auch ganz interessant ist, wenn du sagst mit dem auswendig, ich habe mir natürlich dann geguckt, wie macht er das jetzt? Das ist jetzt nicht so, dass du deinen Taschenrechner im Kopf hast, sondern die Herangehensweise, wie du es rechnest.
Und von dem, was ich gelesen habe, ist so quasi die unteren Potenzen, die kannst du auswendig und dann nimmst du quasi die unteren Potenzen und baust die oberen zusammen.
Das Gehirn als Muskel
Genau. Ich mache jetzt grundsätzlich keine sogenannten Memo-Techniken. Memo-Techniken heißt ja, ich verbinde jetzt die Zahlen, Daten, Fakten mit Bildern und Routen und do das Umwandeln und wieder abrufen. Das mache ich nicht.
Ich merke mir das wirklich so, wie man es am Computerbildschirm sieht, ein bisschen wie beim Terminator. und der Trick ist einfach, je mehr ich weiß, desto einfacher fällt es, weil ich Querverbindungen herstellen kann. Wenn ich zum Beispiel auswendig weiß, dass, nehmen wir mal die 34 hoch 2, dass 34 hoch 2 1856 ist, habe ich diese Information abgespeichert. Jetzt kommt eine Zahl zum Beispiel 18 hoch 12, die fängt auch an mit 1,156, muss ich wissen, eine Billiarde, 1856 Billionen und so weiter. die Zahl weiß ich aber schon jetzt bedeutet das, dass das für mein Gehirn nicht vier Informationen sind sondern nur eine und so kann ich Gedächtnisinhalte abkürzen und mir sparen und du hast ja auch vor Jahren ein Buch geschrieben, das ist das Ganze erklärt Train Your Brain und im Endeffekt das Potenzieren, was du machst ist dann quasi die Hochschulvariante das Ganze aber in dem Buch bricht es ja auch runter wie fange ich jetzt an genau, da sind auch Techniken drin wie ich jetzt mein Gehirn trainiere, auch einfache Zahlen, Tricks sind drin, sind Rätsel drin.
Man muss sowieso immer einfach anfangen. Ich habe damals wo ich die Quadratzahlen auswendig gelernt habe ich bin nicht gleich zu den hoch drei bis das nicht zu 100 Prozent gesessen hat bin ich nicht weitergegangen Das ist im Leben im Lernen so auch im Sport so Wenn die Basis nicht stimmt brauche ich nicht weitergehen Groß an die Bodybuilder. Oder das Versuchen, besser gesagt.
Trainingsprinzipien: Sport vs. Lernen
Das ist ein guter Punkt. Das heißt, du lernst quasi den unteren Teil zuerst. So was beim Training wäre das, ich gucke erst, dass ich eine gute Ausführung mit einem leichten Gewicht schaffe. Genau.
Bevor ich dann anfange, mehr Gewicht draufzuladen. und wenn die gute Ausführung mit dem leichten Gewicht nicht gut ist, wird sie auch mit dem schweren Gewicht nicht gut sein. Genau, und das Ganze funktioniert auch so wirklich wie im Training, wie im Bodybuilding mit den Trainingsprinzipien. Es gibt sowieso überraschende, nee, nicht überraschenderweise, Parallelen zu den Trainingsprinzipien im Sport, zu den Trainingsprinzipien beim Lernen. Denn auch Lernen sollte man sehen wie Sport.
Ich weiß nicht, warum das in der Schule nicht so gemacht wird. Weil ich könnte wirklich mit der 3- bis 7-fachen Geschwindigkeit lernen, wenn ich das als Sport sehen würde. Die Trainingsprinzipien, klar, das Prinzip zum Beispiel des trainingswirksamen Reizes, im Sport bekannt, wenn ich jetzt dreimal am Tag an mein Geburtsdatum denke, brauche ich nicht erwarten, dass ich ein besseres Zahlengedächtnis bekomme. Da muss ich mich schon mehr fördern.
Das Prinzip der Stetigkeit, wenn ich nicht regelmäßig lerne, wird auch nichts passieren. Das Prinzip der steigenden Belastung, der Belastungssteigerung, Wenn ich mich nicht steigere, wird genauso wenig passieren. Oder das Prinzip der Super- oder Überkompensation. Auch der Kopf kann übertrainieren.
Diese Zeiten sind sehr viel kürzer wie im Sport, aber sie sind trotzdem vorhanden. Wenn ich fünf Tage hintereinander nur Mathe mache, acht Stunden am Tag, habe ich schon gemacht, dann wirst du wirklich dumm im Kopf. Dann brauchst du wirklich wieder Zeit. Also Übertraining.
Genau, das gibt es im Kopf genauso.
Gehirntraining durch Bewegung
Interessant. Kurz im Vorgespräch hast du mir noch ein Beispiel genannt, wie man das Hirn trainiert im Sinne von Bewegung. Das für diejenigen, die jetzt nicht zuschauen, sondern zuhören. Was ich kurz erklären?
Rechter Daumen, rechter Zeigefinger. Da hole ich mal ein bisschen weiter aus. Der Mensch hat ja nicht ein Gehirn, sondern zwei. Eine linke Gehirnhälfte und eine rechte Gehirnhälfte.
Vereinfacht gesagt, es ist nicht so einfach zu erklären, aber ich sage es mal so. Die linke Gehirnhälfte ist zuständig für den logischen Verstand. die rechte Gehirnhälfte eher für die Intuition. Es gibt auch die Möglichkeit, dass das andersrum läuft, das ist ein bisschen kompliziert, aber das Geheimnis besteht darin, dass ich diese beiden Gehirnhälften synchronisieren kann, dass die gleichzeitig arbeiten können, dass sie sozusagen den logischen Verstand und die Kreativität kombinieren können. Da gibt es Körperübungen über Kreuz, denn die linke Körperhälfte wird von der rechten Gehirnhälfte gesteuert und umgekehrt.
Jetzt mache ich folgendes Experiment. Ich lege den Daumen der linken Hand auf den Zeigefinger der linken Hand und den Daumen der rechten Hand auf den Zeigefinger der rechten Hand und jetzt versuche ich, wirklich parallel nacheinander mit beiden Händen, mit dem Daumen, alle Finger zu berühren. Das dürfte keinem schwerfallen, das ist einfach. Das sind wir gewohnt.
Jetzt lege ich wie gehabt den Daumen der linken Hand auf den Zeigefinger der linken Hand, aber den Daumen der rechten Hand auf den kleinen Finger der rechten Hand. Und jetzt versuche ich gleichzeitig aber entgegengesetzt meine Finger zu berühren. Das gibt am Anfang den richtigen Hirnkrampf. Wenn man es ein paar Tage übt, dann funktioniert es wunderbar.
Wenn es wunderbar funktioniert, funktioniert es wieder nicht, dann hat sich das Hirn daran gewöhnt, dann muss ich wieder neue Übungen machen, um einen variierenden oder wechselnden Reiz zu setzen. Auch wieder ein Trainingsprinzip aus dem Sport. Wenn die 50 Kilo beim Kurzhandelbankdrücken einfach fallen, dann wird es Zeit 52, 50 verwenden. Wenn die einfach fallen, 55 zu verwenden.
Hirnstruktur und Neuroplastizität
ein logisches Prinzip, was aber interessanterweise im Hirntraining seltenst angewandt wird. Das meiste Hirntraining, das man ja kennt, sind so Memotechniken oder wie merke ich mir Sachen einfacher. Die ja wunderbar funktionieren, aber das ist die Software. Also ich gehe eher auf die Hardware, ich versuche das Gehirn, ich will jetzt nicht sagen strukturell verändern, es geht.
Manche Wissenschaftler meinen nein, aber es geht wirklich, dass es besser funktioniert. Man kann auch das Corpus callosum etwas dicker machen, das geht auch. Und dann kann man auch diese Memotechniken als Software, als Technik draufsetzen. Corpus callosum für alle Zuhörer.
Ja, genau. Das ist der Verbindungsbalken zwischen linker und rechter Gehirnhälfte, wo der Informationsaustausch stattfindet. Das heißt, ein bisschen dicker machen statt Hypertrophie des Bizeps. Hypertrophie des Gehirns.
Also man kann das nicht so extrem machen. Also ich kann jetzt nicht das Gehirn so trainieren, dass das gegen die Schädelte gedrückt ist. Das ist da auch nicht vorgesehen. Aber ich kann wirklich neue Zellen aufbauen.
Das heißt, in dem Fall quasi das Hirn zu verdichten. Weniger die Dicke gr machen sondern zu verdichten Wie im Krafttraining wenn man Kraft aufbaut anstatt Muskelmasse ist es ja auch mehr eine Verdichtung des Muskels weniger eine Vergr Richtig Und vor allem eine bessere Vernetzung es werden dann mehr Verbindungen im Gehirn hergestellt Und auch noch, um Missverständnissen vorzubeugen, das Gehirn ist kein Muskel, aber es lässt sich trainieren wie ein Muskel. Sehr guter Punkt. Du hast ja in letzter Zeit oder in den letzten Jahren relativ viel mit Wetten, das hat es angefangen.
Dann warst du bei Superbrain im deutschen Fernsehen. Da war am Anfang auch Potenzieren von Zahlen. Für jeden, der sich das noch nicht angeschaut hat, kann man einfach bei YouTube, Rüdiger Gamm, Superbrain. Und dann kommt direkt die komplette Folge mit dir.
Genau. Einfach das Video mit dem bösen Blick anklicken. Und das Interessante ist ja, wie du sagst, in der Schule Mathe hat nicht wirklich funktioniert. Nein, war eine Katastrophe. danach hast du quasi diese Fähigkeit entwickelt und auch damals, wie du sagst, da war es noch bis Potenzen auf 12 hoch, aber mittlerweile gehst du auch auf Also offiziell auf hoch 20, ich habe im Fernsehgarten schon mal bis 50 gemacht und ich werde es im Frühjahr wieder anfangen zu trainieren, wieder aufzufrischen, ich bin gerade nicht so im Training, das ist aber relativ schnell wieder da, dann wird es noch ein bisschen höher gehen.
Talent, harte Arbeit und Motivation
Das heißt auch du quasi, es ist nichts, dass die Fähigkeit, die einfach so da ist und die rufst du ab, sondern auch du trainierst diese Fähigkeit aktiv. Natürlich. Das ist wie im Sport auch. Ich brauche einerseits die Begabung und das Talent und das funktioniert jetzt überhaupt nicht.
Also ich brauche es nicht erwarten, ich brauche jetzt, wie manche meinen, 10.000 Stunden trainieren, dann bin ich Weltmeister. Und andererseits natürlich auch Training. Und wirklich nicht nur Training, sondern hartes, richtiges, gezieltes Training. Und da hat mir auch wirklich damals die Mentalität im Bodybuilding weitergeholfen.
Arnold Schwarzenegger war nie mein Vorbild wegen seiner Muskulatur, sondern wegen eines anderem. Er hat den Willen gehabt, er hat es einfach durchgezogen und er hat gemerkt, man darf nicht an die Grenzen trainieren. Man muss drüber raus, weil wenn ich an die Grenzen trainieren, bleibe ich gleich. Ich muss immer drüber raus.
Und ich habe die Mentalität, wo ich den Kopf trainiert habe, vom Bodybuilding, auf den Kopf übertragen. Das heißt, wo ich schon der Beste war. Da habe ich gedacht, jetzt fängst du erst an. Jetzt hörst du nicht auf, dann machst du weiter und weiter.
Du gehst über die Schmerzgrenze hinaus. Und so hat das Ganze wunderbar funktioniert
Trainingsroutinen und Savant-Syndrom
Wie sieht so ein Trainingsplan aus um es potenzieren zu lernen Das sieht so aus dass ich erst mal ein paar Wochen oder ein paar Monate nur Zahlen auswendig lerne die ich brauche Dann wird ein System entwickelt, wie ich an bestimmte Zahlen rankomme. Manche Potenzen muss man auch wirklich ganz auswendig lernen. Eine primzahlige Potenz wie hoch 17, 19 komme ich nicht ran, die lerne ich komplett auswendig. Und dann wird das Ganze kombiniert.
Technik beim Potenzieren sieht das ein bisschen aus wie so eine Art Meditation natürlich. Ich habe früher auch trainiert, ich bin durch den Wald gelaufen, habe trainiert, aber wenn ich jetzt schwierige Sachen mache, gehen wir mal vom Potenzieren weg, wenn ich Winkelfunktionen rechne oder die Winkelfunktion aus einer Potenz raus, dann muss ich mich wirklich konzentrieren, das sieht dann aus wie eine Meditation, da schalte ich auch die Außenwelt ab. Und wie lange trainierst du das, dann dreimal am Tag eine Stunde? Nach dem sogenannten Instinktivprinzip.
Ich habe noch nie einen Trainingsplan fürs Gehirn gemacht. Das hat sich immer selber ergeben und sich selbst herausentwickelt. Ich bin aufgestanden, habe gemerkt, ich habe jetzt Lust zu trainieren. Gib ihm.
So, habe trainiert. Eine Stunde, zwei? Eine Stunde bis sieben Stunden, je nachdem. Okay, am Stück?
Ja, auch mal eine halbe Stunde, mal aufgegeben. Ich habe auch nichts gemacht, wo ich übertrainiert war natürlich. und wenn ich gemerkt habe, es geht nicht, habe ich wirklich gar nicht trainiert. Selten passiert, aber da habe ich gesagt, okay, lass es bleiben. Ich habe jetzt auch nicht diesen Zwang, so wie autistische Savants, also in Grußen draußen, ich bin kein Autist.
Ich habe nicht den Zwang zu rechnen oder auswendig zu lernen. Mir macht das Spaß, ich sehe das als Sport und ich nutze da mein Talent. Der Savant, kommen wir darauf kurz zu sprechen, der Savant, der sogenannte Inselbegabter, ist ein interessantes Konzept. Im Endeffekt jemand, der hochintelligent ist in einem Bereich, jedoch unterdurchschnittlich intelligent in anderen Bereichen, was ja anders ist als in deinem Fall, wo du imstande bist, quasi die Intelligenz aus diesem Bereich in andere Bereiche zu übertragen.
Ja, ein Savon, ein sogenannter Inselbegabter, ist meistens ein Autist, das heißt, der kriegt sein Leben eigentlich ohne fremde Hilfe nicht auf die Reihe und hat sich auf ein Spezialgebiet konzentriert und kann im Grunde genommen nichts anderes. Ich habe mal einen kennengelernt das war die Vorlage f Rain Man der Kim Peake der hat 10 B auswendig gelernt Der hat aber wirklich auswendig gelernt der hat zu sagen k sei die 137 in dem Buch zitieren oder l es runter Aber der hat sein Leben nicht selbst organisieren k und wenn man dem mal 10 Minuten die Bücher weggenommen hat, ist der durchgedreht. Dem hat man in der Kernershow während der Sendung Bücher reichen müssen, dass er was zu tun gehabt hat. diese Savoirs das gibt sehr gute und man muss auch manchen den Wind aus den Segeln nehmen denn warum hat ein Savoir solche unglaublichen Fähigkeiten einfacher Grund wenn ich mein ganzes Leben nichts anderes mache wie mich auf ein Spezialgebiet Tag und Nacht zu konzentrieren dann habe ich natürlich eine Fähigkeit und bei manchen Savoir-Fähigkeiten sagt man einfach es ist eine Savoir-Fähigkeit das hat noch kein anderer gemacht, er hat keine Konkurrenz.
Da ist es oft vom Gehirn her aufwendiger, zwei Sprachen zu lernen, wie eine Savoirfähigkeit zu entwickeln. Es gibt natürlich sehr gute, das würde ich bewundern, wenn einer über London fliegt oder über Rom eine Stunde und die Stadt kennt er nicht und die ist das einen Tag später exakt detailgetreu nachgezeichnet, ist das eine geniale Fähigkeit. Das habe ich auch schon mal gesehen mit New York, einmal drüber geschaut hat und dann dieses Bild nachgezeichnet hat und du guckst das Bild an und denkst dir die ganzen Details, die einzelnen Gebäude. Genau, wirklich ein genialer Mensch.
Wenn ein anderer sagt, ich habe einen Baseball in den Kopf bekommen und bin seit dem ein Savant und kann sagen, was der 24. Mai 1984 vor dem Wochentag war, dann sage ich, okay, das ist ein System, das kann man lernen und Und da werden wir zu überprüfen, ob da wirklich mehr dahinter steckt.
Wochentagsberechnung und Datensysteme
Zur Wochentagbestimmung machst du? Mache ich auch, ja. Ich bin am 29. März 1983 geboren.
Ja, am Dienstag. Okay. Wusste ich nicht. Und das machst du auch, das ist ja hochinteressant, das machst du auch im Endeffekt, du hast ein System, basierend auf dem, wie funktioniert das im Hirnwesend?
Das ist eines der wenigen oder das einzige System, das ich nicht selbst entwickelt habe. Das war damals, das habe ich 1992 aus dem Telefonbuch aus, das war damals noch im Telefonbuch drin. Das ist eine Tabelle, ich brauche für jedes Jahr. Eine zwischendige Kombination, wenn ich jetzt zum Beispiel rechne den Tag der Mondlandung, der 21.
Juli 1969, hole ich die Kombination von 1969 her, die muss ich ausfindig wissen, das ist die 366, 240, 251, 361. Da sehe ich, aha, im Juli ist die Kennzahl 2, dann rechne ich 21 plus 2 gibt 23. Diese 23 vergleiche ich mit einer Vergleichstabelle und da sehe ich, aha, das ist Montag. Also im Endeffekt ist es nichts anderes als Daten strukturieren und dann Daten auswählen.
Das ist eben dann in dem Fall auf hohem Niveau. Das ist vom Prinzip her die einfachste Fähigkeit. Schwierig wird es dann, wenn ich mehrere Varianten reinbringe, zum Beispiel in welchen Monaten des Jahres gibt es einen Freitag der 13. Und natürlich die Geschwindigkeit.
Jeder, der zwei Beine hat und laufen kann, kann die 100 Meter laufen. Das ist kein Problem. Nur in 9,58 Sekunden, das ist wenigen möglich. Das ist ein sehr guter Punkt.
Was ja auch bei dir, was mich da fasziniert hat mit dem Potenzieren der Zahlen, da ist ja im Endeffekt bei dir wie, das ist ja nicht, du musst jetzt kurz 10 Sekunden nachdenken, sondern es ist okay, bam, es kommt einfach. Und was ja im Ganzen so interessant ist, ist, dass es eine trainierbare Fähigkeit ist. Es ist nicht dieses, du hast einen Baseball am Kopf bekommen und seitdem hast du nicht eine 4-5-Matte, sondern seitdem bist du halt in Mathe Wahnsinnsfähigkeiten, wie ganz wenige auf der Welt oder plus minus, je nachdem wie es uns sieht. Ja gut, beim Potenzieren bin ich der Einzige.
Der Einzige. Niemand. Aber ja auch ganz interessant, vor ein paar Jahren warst du in China mit so einem großen quasi Mathematik-Duell. Ja, das war das Super-Brain-Finale in China, damals in Lanzhing.
Das war einerseits ein Teamwettkampf gegen die Chinesen und andererseits war es noch ein persönlicher Kampf zwischen mir und dem chinesischen Großmeister im Kopfrechnen. Und weil chinesisches Fernsehen, da hattest du ja auch ein bisschen mehr Zuschauer als hier bei uns. Ja, 400 Millionen. Da geht es von der Studie auch ein bisschen größer vom Maßstab her, wie wir das in Deutschland gewohnt sind.
Das war ein unglaubliches Erlebnis. Bisschen größer heißt, da sind ein paar tausend Leute drin? Ich wei es ehrlich gesagt nicht mehr aber die Atmosph ist brutal du l da rein und die schwingen dann die chinesischen Fahnen und das vergisst man nie wieder Und da war es komplett Mathe Potenzieren Winkelberechnung Da war es genau das Potenzieren, da war es dann Winkelfunktionen, da war es Multiplizieren von Zahlen und da war noch was, irgendwas war da noch. Wurzels, habe ich Wurzelschen schon gesagt?
Ah genau, dann noch die dritte und vierte Wurzel. Wahnsinnig langwieriger Wettkampf. Wie langwieriger? Der Wettkampf im Fernsehen gezeigt, eine Viertelstunde bis 20 Minuten in Wirklichkeit haben wir zweieinhalb Stunden gebraucht.
Weil die Chinesen wirklich alles wirklich fünfmal drehen, das ist dann ein bisschen anders wie bei uns in Deutschland. Die lassen sich da wirklich Zeit. Die Sendung, Wir haben ja 8 Stunden Aufzeichnungen und die drehen sich das natürlich auch immer so hin, wie sie es brauchen. Bereitest du dich auf sowas spezifisch vor?
Also gibt es eine Art Trainingslager oder Trainingscamp? Ja gut, ich könnte mal so ein Gehirntrainingscamp machen. Spezielles Camp gibt es da nicht. Ehrlich gesagt habe ich mich damals noch nicht mal auf den Gegner vorbereiten können, weil du kriegst da nichts raus, was da genau kann.
Und ich habe nur gewusst, der hat irgendeine Fähigkeit gezeigt, die relativ einfach ist. Aber man weiß natürlich nie, was wirklich dahinter steckt. Deswegen waren das natürlich damals sehr viele Unbekannte in China. Und da macht man sich auch keine Gedanken, man geht einfach hin.
Und auch einen Gruß an alle Wettkampfsportler. Man kann immer nur sich gut vorbereiten und dann das, was man sich vorbereitet hat, abrufen. Man braucht sich keine Gedanken machen, man braucht nicht aufgeregt sein. Es funktioniert oder es funktioniert nicht.
Was war die Fähigkeit, die er gezeigt hat? Wo du wusstest, so ein bisschen die Richtung, das ist das, was er macht. Er hat eine 13. Wurzel aus einer 26-stelligen Zahl gezogen.
Das ist relativ einfach. Da muss man sich auch nicht täuschen lassen. Es gibt Menschen, die ziehen aus einer 100.000-stelligen Zahl eine irgendwie x-beliebige Wurzel. Das ist schwierig, wenn es ein 8-stelliges Ergebnis gibt oder nur ein 4-stelliges Ergebnis.
Wenn nat ein 2 Ergebnis rauskommt und die Zahl aufgeht ist das ein billiger simpler Trick Wie gesagt wenn ein h Ergebnis rauskommt ist das eine unglaubliche F Ich habe einen Kollegen der das macht da lasse ich nichts r der Gerd Mietring wunderbare F Aber es gibt wirklich Tricks und die Zuschauer können das halt nicht unterscheiden. Ein guter Punkt, das ist dann eine einfache Aufgabe, die schwer aussieht und das am besten noch auswendig gelernt, dass er vielleicht schon ein bisschen wusste, was da jetzt kommt. da war mal eine bei wenn das, das war irgendwann 2005, 2008, ich weiß nicht mehr sie hat eine fünfte Wurzel gezogen aus einer zehnstelligen Zahl, na gut, das bringe ich jedem Schüler innerhalb von zwei Tagen bei bei einer fünften Wurzel die Frage war 99 hoch 5 ergeben 9.509.900.499 so, was ist die letzte Zahl, eine 9.
Dann habe ich schon mal 50%. Vorne lerne ich eine kleine Tabelle, das geht innerhalb von Minuten, kann ich das eingrenzen, dann weiß ich, 99. Guter Punkt.
Mathematisches Mentaltraining für Schüler
Was interessant ist, ist ja auch, in der Schule, wo du nicht so gut in Mathe warst, wurdest du danach als Lehrbeauftragter für Mathematik eingestellt. Was ja auch so ein bisschen, die meisten, die in irgendeinem Fach nicht besonders gut waren, würden sich dann wünschen, dass das Szenario zutrifft und dann einige Jahre später dann die Lehrer quasi sie zurückrufen und sagen so, könntest du uns unterstützen? Ja, das war damals ein komisches Gefühl, das Ganze hat sich ja mathematisches Mentaltraining gelernt. Wir haben uns ja nicht nur auf das Rechnen beschränkt oder auf Schulmathematik, sondern auch allgemeingültige Tipps, Lerntechniken oder Tipps, Du musst genug trinken, zum Beispiel Ernährungstipps.
Und es hat auch wunderbar funktioniert. Ich habe Schüler gehabt, die sind auf einer 5 gestanden oder auf einer 4 und sind auf eine 1,0 runter. Ich hätte nie gedacht, dass es so funktioniert. Man muss es einfach erklären.
Zum Beispiel das Bruchrechnen. Viele Schüler begreifen das nicht und dann sagt man einfach, du, dieser Strich da unten dazwischen, das ist nichts anderes als ein geteiltes Zeichen. Und dann auf einmal macht es Klick und dann funktioniert das Ganze. Das heißt, wie sieht so ein Mathe-Mental-Training aus, so einen kleinen Einblick?
Das sieht so aus dass man Spa an Mathematik Zahlen und Tricks entwickelt damit die Sch auch motiviert sind anzugeben Okay du bringst ihnen quasi Tricks bei und auf Basis von dir Tricks Genau, dann auch noch ein bisschen anspruchsreichere Tricks, damit das Zahlengefühl noch besser wird. Und die Kinder und die Schüler können dann wirklich das auch auf das mathematische Gefühl übertragen. Natürlich, wenn ich eine Mathe-Schwäche habe, wird es natürlich auch schwierig. da sind die Fähigkeiten meistens im sprachlichen Bereich aber jeder Schüler, der einigermaßen Mathe kann, kann über solche Tricks wirklich gut werden gerade wenn man eine Mathe Schwäche hat, du hattest eine Fünfe in Mathe und trotzdem hast du gerade die Fähigkeit so weit entwickelt und auch da ist es auch eine ganz lustige Geschichte, wie das zustande kam, dass du herausgefunden hast, dass diese Mathe vor allem die Potenzen dir liegen ja, ich habe damals ein Buch gehabt, da waren Quadratzahlen drin, das war ein Buch über Allgemeinbildung, die habe ich im Spaß mal so versucht, auswendig zu lernen.
Da habe ich Langeweile gehabt, das war ja nach der Schule, Zeit zu lernen gehabt und habe am nächsten Tag bemerkt, Moment mal, mit die meisten Zahlen ja noch, dann hast du weitergemacht und dann habe ich dann zwei Wochen später dann die dritten Potenzen auswendig gelernt, hoch drei und dann habe ich das Ganze fast schon wieder gelassen und dann kam eines Tages mein Vater ins Wohnzimmer und hat gesagt, du, guck mal, da ist jemand im Radio, der tut Kopfrechnen, damals hat es noch Radios gegeben. Und dann habe ich bemerkt, Moment mal, der macht das seit 30 Jahren, ich seit ein paar Wochen und ich kann schon besser und schneller rechnen wie der.
Da habe ich gesagt, okay, du hast in den 80ern immer wieder das geschaut, hast immer vorgestellt, wie wäre das mit der Sendung zu sein, ich trainiere das Ganze und bewerbe dich dort. Dann, wie durch Zufall, ein paar Tage später aus dem Telefonbuch das Wochentagrechnen noch entdeckt und weiter und immer weiter und immer weiter. Ja, und dann bin ich ja von der Redaktion in Wettentas fünfmal abgelehnt worden. Okay, wie lief diese Bewerbung?
Hast du ein Video hingeschickt oder einen Brief hingeschickt? Nein, Brief. Damals habe ich noch eine alte Schreibmaschine mit zu Tasten gehabt. Wenn man sich da vertippt hat, hat man es neu machen dürfen.
Ich habe das einfach losgeschickt. Ich bin vielfältig abgelehnt worden. Du hast trotzdem weiterhin Bewerbung geschrieben. Jedes Mal ein bisschen anders oder einfach das quasi...
Der Weg zu 'Wetten, dass..?'
Es waren mehr Bewerbungen, manchmal die gleichen, aber fünf unterschiedlich. Ich habe damals auch, ich weiß nicht mehr, was ich genau abgeschickt habe. Auf jeden Fall bin ich dann mit den Potenzen genommen worden, aber nicht aufgrund der Bewerbungen. Ich bin reingekommen, die Wahrheit kann ich nach so vielen Jahrzehnten erzählen, auch wieder durch einen dummen Zufall.
Ich habe eine Fitnessstudie trainiert und habe danach, wo ich fertig war, noch einen Kaffee getrunken, habe einen Taschenrechner rausgezogen habe mich da rumgetippt und da war einer der hat einmal dort trainiert der war auf der Durchreise das war einer aus Bayern der hat gesagt, was machst du dann? habe ich dem das gezeigt und er hat gesagt du musst zu weden das habe ich gedacht, ja das weiß ich war mein bekanntes Unterhaltungsschiff im ZDF ich habe gedacht, der labert nur zwei Wochen später klingelt das Telefon und dann habe ich mich mit dem getroffen mit dem Unterhaltungschef und bin da reingekommen.
Und dann war quasi, dass du es trainiert? Ja. Und bist du dann direkt zur Aufnahme hingefahren? Oder gab es da noch irgendwelche Vorgespräche?
Nein, dann hat es noch fünf Monate gedauert bis zur Sendung. Und ich habe mir ja auch immer im Kopf vorgestellt, ich will dich Sendung gewinnen. Unbedingt. Ich habe ja ein klares Ziel gehabt.
Ich musste natürlich auch eine Prozent zahlen. Wie viele Prozenten willst du diese Sendung gewinnen vorstellen? 42 Prozent. Sie waren realistisch. Und dann habe ich die Sendung mit 84 Prozent gewonnen.
Mit exakt der Doppelten. 84 Prozent hört sich viel an. Wie viele Wetten sind bei Wetten? Damals waren es vier. Das war bis damals die höchste Tätquote aller Zeiten.
Und ich habe heute noch die dritthöchste. Vor mir war nur noch eine Kuh und was war noch ein Hund? Also die höchste menschliche Kode. 84 Prozent. Und damals war es auch potenzieren.
Da ist dann quasi fünf Potenzen bis maximal hoch zwölf. Haben sie vorgegeben und du hast dann quasi einfach kurz vorgerechnet. Ja, damals noch ein bisschen langsamer. Also auch da wieder der Trainingseffekt.
Das Leben nach dem Fernsehruhm
Und dann nach dem Wetten-Das-Auftritt, wie ging es dann weiter? Da ging es wirklich ab. Ich habe also im Jahr 1994 brutal viele Auftritte gehabt Das war damals so Also da hast du von einem Auftritt wenn du hast hast du damals jahrelang leben k Noch zwei Jahre sp bin ich durch M gelaufen Ah, du bist doch der von Weden-Das, du bist doch der Rüte-Gegang von Weden-Das. Ein Auftritt hat gereicht.
Gut, da waren noch ein paar mehr da, aber wirklich von Weden-Das, du hast leben können. Heute ist es so, wenn du da nicht wirklich 20 Mal hintereinander innerhalb von einem Monat im Fernsehen bist, bist du nicht bekannt. bis man eine Woche nicht im Fernsehen heißt, sag mal, bist du pleite? Du warst schon nicht mehr im Fernsehen. Es gibt deutlich mehr, es geht deutlich schneller.
Und dann Superbrain, dein Buch kam ja, was eine gute Idee ist. Genau. Du hast dann auch viel so ein Mentaltraining gegeben, also nicht nur diese Mentalmathematik in der Schule, sondern auch darüber raus. Genau, die Techniken, die ich entwickelt habe, die kann man ja auf andere Lebensbereiche auch anwenden.
Wie werde ich in meinem Rahmen intelligenter, den ich nutzen kann? Wie kann ich in meiner Firma entspannter sein? Wie kann ich Stress vorbeugen? Wie kann ich Burnout vorbeugen?
Wie kann ich produktiver werden für mich selbst oder auch in der Firma? Wie kann ich mein Potenzial nutzen? Und natürlich auch, wie kann ich andere Dinge besser lernen? das lässt sich alles auf andere Lebensbereiche übertragen das begrenzt sich am allerwenigsten nur auf die Rechnerei ich bezeichne mich selbst auch nicht als Kopfrechner denn das alleine ist es nicht ich weiß bis heute noch nicht wie ich mich genau bezeichnen soll mit der Fähigkeit aber reines Kopfrechnen ist es nicht
Definition von Intelligenz und Potenzial
wenn wir von dem Punkt reden intelligenter werden du hast ja ein IQ von über 200 ja Ja, über 200, der wurde geschätzt, wobei da muss man immer ein bisschen vorsichtig sein. Was ist Intelligenz? Der Intelligenzbegriff ist bis heute noch nicht genau erklärt. Manche sagen, ja, Intelligenz ist die Fähigkeit, Wissen zu erwerben und anzuwenden.
Das ist eine gute Definition, aber das trifft es auch noch nicht. Ich sage mal, was man im Praktischen daraus macht, wie man überlebt, das ist Intelligenz, wie man sich weiterentwickelt. Das kann auch intelligent sein. und wenn ich jetzt als Europäer, als Rüdiger Gamm in Oval gehe, ich bin dumm, ich kann kein Feuer machen, ich habe keine Intelligenz kommt jetzt jemand der noch keine Zivilisation gesehen hat hierher der kann hochintelligent sein macht einen Intelligenztest zieht einen W vor sich oder muss einen W drehen im Intelligenztest hat aber noch nie einen Würfel gesehen. Der hat einen Intelligenzvorstand, eigentlich ist ja erstmal schwachsinnig im Bereich, aber ist nicht dumm.
Er hat nur das Wissen nicht, das ist ein riesengroßer Unterschied. Wir haben auch sehr viele Menschen, die haben sehr viel Wissen erworben, haben aber ziemlich wenig Intelligenz. Das ist ein guter Punkt. Du unterscheidest auch klar zwischen der Leistungsfähigkeit des Hirns, so sehe ich grundsätzlich als Intelligenz, mit verschiedenen Untergruppen, also von der klassischen Intelligenz, Mathematik, Wissen, räumliches Vorstellungsbehögen hin, bis zur emotionalen Ergänz, sozialen Intelligenz und natürlich dem Wissen an sich, wie viel PS hat mein Auto und wie gut kann der, der das Auto fährt, das Auto fahren.
Nur wenn du 500 PS hast, gewinnst du noch kein Rennen. Und wenn du richtig gut ein Auto fahren kannst, dann gewinnst du das Rennen auch mit 52 PS, wenn alle anderen 500 fahren. Also quasi eine Mischung aus beidem, die grundsätzliche Leistungsfähigkeit und dann der Fähigkeit, sich Wissen anzueignen bzw. Wissen anzuwenden.
Ja, auch eine Form der Intelligenz, aber keiner kann jetzt jede Form der Intelligenz im Top-Level anwenden. Ich finde, man hat immer ein bis zwei Stärken oder sogar drei Stärken, die kann man nutzen und den Rest. Ich muss nicht auf meine Stärken konzentrieren. viel zu viele Menschen vergeuden ihre Zeit indem sie versuchen Schwächen zu kompensieren ich muss mich fragen ist meine Schwäche ziel- oder erfolgsverhindernd wenn ja, dann sollte ich sie einigermaßen managen oder andere machen lassen, auslagern und wenn nein dann lasse ich einfach meine Schwäche die Schwäche sein wenn ich in Berlin lebe und habe kein Auto kann ich Auto fahren, blickt das einfach nicht das macht nichts aus da gibt es genug öffentliche Verkehrsmittel, da muss ich mich nicht abquellen.
Dann lasse ich einfach die Schwäche sein.
Die drei Faktoren der Intelligenz
Noch was zum Thema Intelligenz. Ich habe ja die Theorie, dass Intelligenz weder allein angeboren, noch alleine trainierbar ist. Ich denke, wie intelligent ein Mensch ist, hängt von drei Faktoren ab. von seiner Begabung das hei wie ist meine DNA was haben mir meine Eltern mitgegeben was ist vorgegeben das kann ich nicht ver Das ist ein Drittel Das zweite Drittel ist das Talent Wie hat sich mein Gehirn die ersten f bis sieben Jahre strukturiert Das hängt natürlich viel vom Umfeld ab. Wenn da jetzt viel versäumt wird, dann kann man das im Grunde genommen nicht mehr nachholen.
Und der dritte Faktor ist, wie trainiere ich es im Moment? Was mache ich im Moment raus? Was mache ich durch Gehirntraining? Und wenn ich jetzt alle drei Faktoren gut entwickelt habe, dann kann ich mich zum Genie entwickeln.
Wenn ich zwei Faktoren entwickelt habe, kann ich ein Abi mit 1,0 machen. Wenn nur ein Faktor stimmt, dann komme ich gut durchs Leben. kein Faktor stimmt, dann sitze ich um 15 Uhr vor RTL 2 oder seit 1 im Fernsehen. In Jogginghosen. Genau.
Ja gut, ich sehe es jetzt nicht, wie der Karl Lagerfeld gesagt hat, wer Jogginghosen trägt, der hat die Kontrolle über sein Leben verloren. Ich arbeite ja im Studio selber auch in Jogginghosen. Ich trage selber gerne Jogginghosen, beziehungsweise wenn immer möglich, kurze Hose. Das ist ein guter Punkt.
Physisches Training und kognitive Leistung
Im Training und Ernährung eines der wichtigsten Prinzipien, basierend auf denen ich Empfehlungen gebe bzw. Programme rausgebe, ist, eine Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied. Ein schwaches Glied wird immer da sein. Wenn das schwache Glied limitierend ist, Beispiel, du kannst dann beim Bankdrücken mehr drücken, als deine Schulter stabilisieren kann, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass entweder du nicht mehr drücken kannst oder deine Schulter sich verschlägt, relativ groß ist.
Das heißt in dem Fall, wenn das Glied so schwach ist, dass es zu Problemen führt, Plateau oder Verletzung, trainiere ich dieses schwache Glied auf, um es anzugleichen an die Kette. Eine perfekt ausgeglichene Kette ist in der Realität schwierig bis unmöglich. Die Frage ist jedoch immer, was ist mein Ziel, was ist meine Stärke und was limitiert mich, was ist das schwächste Glied der Kette und basierend darauf empfehle ich dann Training oder auch bei der Ernährung. Wie viel Protein benötige ich, für welches Ziel?
Was limitiert mich? Meine Fähigkeit, Kohlenhydrate zu verstoffwechseln oder meine Fähigkeit, Fett zu verstoffwechseln? Wenn mein schwaches Glied ist, Kohlenhydrate zu verstoffwechseln, dann würde ich grundsätzlich empfehlen, weniger Kohlenhydrate zu essen und mehr Fokus auf Fett zu legen. Genau so funktioniert das, Harri?
Im Leben funktioniert das so im Erfolgstraining, da kann man viel von Sportlern, da kann man viel von Bodybuildern lernen. Und auch um das Vorteil aufzuräumen, Bodybuilder sind nicht dumm. Manche wirken so, aber das hat andere Ursachen vor dem Wettkampf.
Kritik am modernen Motivationstraining
Das Thema Training, Ernährung, was ja auch, da sind wir uns beide auch sehr einig, ist geistige und körperliche Leistungsfähigkeit gehen einher. Aber um das eine optimal zu entwickeln, muss das andere ebenfalls entwickelt werden. Und auch, gerade in Neurowissenschaften ist es bekannt, Bewegung steigert geistige Leistungsfähigkeit. Das ist ein sehr guter Punkt.
Da muss man sich fragen, beim Lernen, wie hat ein Mensch über Jahrmillionen gelernt, wo er so ein Mensch geworden ist? Er hat über Bewegung gelernt. Diese Art zu lernen wie in der Schule, das machen wir erst seit ein paar hundert Jahren. Wir bewegen uns nicht, wir lernen.
Das funktioniert bei vielen wunderbar, weil man sich so gewöhnt hat. Aber im Grunde genommen muss ich mich bewegen, um das Gehirn anzusteuern. Der Mensch hat über Jahrtausende, Jahrmillionen über Bewegung sein Gehirn trainiert und genau so hat es sich auch entwickelt. Das heißt, dieses in der Schule sitzen und Wissen zu büffeln ist ineffizient.
Da sind die meisten sich auch einig. Ich denke, es hat so eine Rechtfertigung. Wenn ich eine Arbeit schreibe, dann soll ich schon hinsetzen. Das geht schon.
Aber es wird übertrieben. Es wird zu viel gemacht. Es ist nicht gut für das Gehirn. Es ist auch nicht gut für die Körperhaltung durch das Sitzen.
Das weiß man als Trainer. da wird ein sogenannter Hohl-Rundrücken produziert. Das heißt, zum einen verkürzt sich der Hüftbeuger, es gibt einen Hohlkreis und es wird auch ein Rundrücken produziert und gibt Haltungsschäden. Das heißt, einseitige Bewegungen, egal in welcher Form, sind kontraproduktiv. Sind immer schlecht, ja.
Wir sitzen einfach zu viel, das ist Fakt. Genau. So ein klassisches Beispiel, das ich auch gerne verwende, wie viele vier Fünfjährige können noch eine volle Kniebeuge? Alle.
Wie viele, die 15 sind, können auch eine Kniebeuge, tatsächlich die wenigsten. Warum Im Endeffekt sobald die Schule anf mit 6 sitzt du Und dann sitzt du im Gro deines Alltags und wenn die H das Knie und der Kn nicht vollgebeugt werden sprich eine Kniebeuge dann don use it lose it Was du nicht nutzt, verlierst du. Und sie haben ja sowieso noch die Zeit früher, da ist man auch gesessen, aber man ist dann raus und hat sich bewegt. Jetzt die Kinder, die sind in der Schule, dann gehen sie raus.
Aber sie sind vor dem Handy, sie sind vor dem Computer, bewegen sich auch wieder nicht. Und das ist natürlich dann umso verheerender. Das Interessante ist ja, dass du jetzt dich quasi aus dieser Richtung Mentaltraining, hast du ja viel Vorträge gegeben, das Buch geschrieben dazu. und jetzt bist du übergegangen in, arbeitest als Fitnesstrainer im Studio, quasi du bildest dich weiter in die Richtung körperliches Training. Wie kam es dazu?
Das war eigentlich ein Zufall, da hat mich eine Bekannte gefragt, ob ich nicht als Trainer im Studio arbeiten möchte. Das war Mitte 2017. Da habe ich gesagt, ja gerne, aber ich habe keine Lizenz. Da hast du gesagt, du brauchst keine Lizenz, du bist ein bisschen bestrügiger gegangen, okay. dann habe ich da angefangen und irgendwann hat sie mal gesagt du mach doch eine Ausbildung da bekommst du die Lizenzen finanziert okay, habe ich gemacht irgendwann habe ich mal die Studie leider wechseln müssen und ich mache jetzt weiter meine Lizenzen auch mit dem Hintergedanken natürlich ich habe zwei Möglichkeiten ich mache meinen Beruf weiter den ich jetzt arbeite als Fitnesstrainer Oder ich kombiniere das Ganze, mache eine Mischung aus Körper und Geist und Ernährung.
So ein ganzheitliches Paket als Personal Trainer. Was ich super finde. Die Idee, auch aus meiner Sicht zeitgemäßer als je zuvor. In dem Bereich passiert ja mehr als je zuvor.
Mentaltraining gibt es vieles. Ich persönlich sehe grundsätzlich das Thema Mentaltraining sehr, sehr schwierig. aus einem Grund, da so wie Mentaltraining heute verwendet oder angewendet wird, ist es primär so Motivationstraining, was grundsätzlich recht schwierig ist, während in deinem Fall, also Mentaltraining, es gibt zwei Formen von Mentaltraining im Sportbereich, die aus meiner Sicht tatsächlich funktionieren. Es ist zum einen Mentaltraining im Sinne von Visualisieren. Richtig, genau, das mache ich auch, ja.
Auch da gibt es mittlerweile recht viel Wissenschaft dazu. Es gibt Studien wo ein Teil der Gruppe das Training tats ausf und ein anderer Teil der Gruppe f das Training nicht auf sondern visualisiert es Und dieser Teil der Gruppe der das Training tats nicht ausf sondern nur visualisiert hat trotzdem noch Kraftzuw Das heißt, nur quasi die Ansteuerung des Hirns alleine hat schon einen Effekt auf meine körperlichen Fähigkeiten. Und ein zweiter Aspekt, der im Leistungssport auch sehr verreden ist, sind über die sogenannten Spiegelneuronen, in dem ich jemanden beobachte oder anschaue, wie er eine gewisse Bewegung ausführt, hat das auf meinem Hirn einen Trainingseffekt.
Ja, dann ist ja schon alles gesagt, wie mentales Training wirklich funktioniert. Ich unterscheide auch zwischen Mentaltraining und Motivationstraining. ein Motivationstrainer kann Menschen nur motivieren wenn die Flamme schon brennt die kann er größer machen ich kann niemanden motivieren der einfach nicht so viel Glückshormone im Kopf produziert es wird nicht funktionieren das füllt nur den Geldbeutel zweifelhafter Coaches und ganz schlimm diese Hochpeitsch-Motivations-Massenveranstaltungen Samstagabend da werden die Leute hochgepeitscht sind super motiviert. Was passiert? Am Montag sind sie immer noch motiviert.
Am Dienstag noch ein bisschen. Und spätestens am Mittwoch ist die ganze Motivation weg. Und es kommt das tiefe Loch, es kommt die Enttäuschung. Dann sind sie noch schlechter drauf wie vorher.
Dieses Hochpushen ist eine ganz, ganz üble Sache, die funktioniert nicht. Dauerhaft. Interessanterweise ist aber diese Veranstaltung, ich beobachte es ja auch, während vor 20 Jahren, da gab es so ein, zwei in Deutschland, die das viel gemacht haben. Aber mittlerweile habe ich das Gefühl, es gibt da sechs, acht, die dann Seele füllen mit vier, fünf, sechstausend Leuten.
Und es ist jedes Mal so ein bisschen auch diese positive Massenemotion gepaart mit dieser Hoffnung auf, okay, jetzt verändert sich was. Aber auch in den USA, wo das ganze Thema ja noch größer ist, gibt es einige wissenschaftliche Untersuchungen dazu. Und das Ergebnis von dem, was ich gelesen habe, ist, es sind genau drei Wochen. Also messbar ist der Effekt, was ein guter Punkt ist, im Schnitt drei Wochen.
Aber ich bin da komplett bei dir. Montagmorgen gehst du zur Arbeit und bis Ende der Woche ist es weg. Basierend auf den Studien, was die gemacht haben in der Studie, ist zu schauen, bei so einem Motivationsverkaufsseminar, wie lange du eine Erhöhung der Verkäufe hast. Nach drei Wochen war das zurück zur Baseline.
Ich habe ein Team das verkauft und ich sende es zu so einer Verkaufsveranstaltung was am Ende vom Tag auch eine Motivationsveranstaltung ist Und dann sind die alle okay wir verkaufen jetzt viel Nach drei Wochen sind die Verk wieder auf Ursprungsniveau zur Das heißt, entweder man besucht alle drei Wochen so eine Veranstaltung, was ja auch in Deutschland mittlerweile häufiger passiert. Es gibt ja viele, die so eine kleine Abhängigkeit oder übermäßige Begeisterung für so Motivationsseminare haben und so Content konsumieren und konstant so regelmäßig zu Veranstaltungen zu gehen, um sich so quasi durch das Jahr zu peitschen.
Für die absolute Mehrheit ist es aber leider so. Das ist wie wenn du ins Studio gehst, eine Woche lang trainierst und dann hält der Effekt für einen Moment und dann drei Wochen später bist du enttäuscht, dass du halt wieder zurück bist zu Aussprungsniveau. Motivations, nein, andersrum, Massenmotivationstraining nutzt nichts anderes wie die Bequemlichkeit der Menschen aus. Der Mensch sucht immer nach schnellen Lösungen.
Die Wahrheit tut weh, die Wahrheit ist anstrengend, wenn ich jetzt als Mentaler sage, du hast einen Trainingsplan, du musst dich anstrengen, das ist ein langer, steiniger Weg, der funktioniert. Aber die Menschen, man merkt es ja im Studio, wollen diesen steinigen Weg nicht gehen. Die Menschen suchen immer und überall nach der einen Technik, nach der einen Möglichkeit, wo sie immer alles sofort überall erreichen können. es geht dann so weit nach dem Motto, dass sie dann denken, ja die Trainer verraten das Geheimnis nicht, diese eine Bewegung die man machen muss, damit ohne Anstrengung der Bizeps wächst bei der Motivation genauso, und genau diese Bequemlichkeit wird im Motivationstraining ausgenutzt nicht alle Motivationstrainer sind schlecht es gibt auch ehrliche, sehr gute wo die Leute auch halbwegs hochpeitschen die machen ihre Seminare ihre Vorträge meistens vor so 100 Leuten.
Und dann gibt es halt die anderen, da wird alles sofort versprochen. Es hört sich natürlich alles toll an. Und sie haben halt dann die Seele voll. Und dann, ja, so ein bisschen, es erinnert mich teilweise so ein bisschen an eine Mischung aus Konzert und Kirche.
Es ist so eine Massenveranstaltung mit positiven Emotionen und dann, ich war vor kurzem, war ja auch in Stuttgart, in so einer Wochenendkonferenz. Und dann dachte ich, komm, wenn es nicht in Stuttgart ist, gehst du mal hin. War von Samstag kommender Tag, Sonntag kommender Tag. Ich war auch Samstag zwei Stunden dort, um mir das mal anzuschauen.
Das Drumherum, da waren 2000 Leute, Die Musik, Licht, das war wie nachts im Club, was Musik angeht und dieses Gruppengefühl. Dabei war der tatsächliche Content, also was da in den zwei Stunden erzählt wurde, ich habe drei Vorträge angehört, ein Vortrag ging um ein Thema, das genau genommen in Deutschland rechtlich überhaupt nicht so umsetzbar ist. Zum Beispiel, ja. Und da habe ich mich dreiviertel Stunde lang über dieses Thema referiert, wo ich dann auch dachte, das hört sich gut an, auch die Zahlen, die er präsentiert, sind interessant, aber genau genommen, das geht in Deutschland gar nicht.
Aber die machen das ja geschickt, da spielt nämlich noch ein anderer Faktor eine Rolle. Was passiert, wenn mir ein Mensch von einer Masse was verspricht? Es werden Glücksgefühle freigesetzt, ein Flow. Was möchte der Mensch?
Er möchte den wieder erleben. Er möchte es immer wieder und wieder, es kommt die Abhängigkeit, wie bei einer Droge, man braucht die Droge immer wieder und wieder. Und das sind dann die Menschen, die das gleiche Motivationsseminar sechsmal im Jahr beim gleichen Motivationstrainer machen, dem sogar hinterherreißen, weil einfach die Abhängigkeit besteht. Dieses gute Gefühl wiederholen, im Endeffekt soll es sein, der Grundprinzipien von Neurochemie oder von dem menschlichen Dasein, wir suchen diesen kleinen Dopamin-Serotonin-Ausstoß, dieses Hochgefühl und egal in welchem Bereich, ob es jetzt über Videospiele, ob es über Sport oder über Motivationsseminar oder gewisse Musik passiert, wir sind dann, sobald wir was gefunden haben, das uns dieses Feedback gibt, sind wir bereit, und das einfach zu wiederholen, zu wiederholen, zu wiederholen.
So ein bisschen wie der Effekt mit so einem Lieblingsgericht. Genau. Ich meine, ich möchte auch wieder dorthin, dass ich meine Seminare, meine Vorträge für tausenden von Leuten mache. Mir macht das Spaß, hier habe ich auch schon viel gemacht.
Aber ich bin da immer ehrlich und sage, hoch der, ich gebe euch ein gutes Gefühl. Ich zeige euch, wie es funktioniert. Ich gebe euch praktische Tipps, die könnt ihr sofort anwenden, die funktionieren. Aber macht euch nichts vor, um dorthin zu kommen, wo ihr wollt, wo das andere euch versprechen innerhalb von kürzester Zeit, da braucht es harte Arbeit, da braucht es viel Zeit, da braucht es oft Jahre, gut durch Zufall kann es auch mal funktionieren und es wird Enttäuschungen geben.
Ein sehr guter Motivationstrainer, den ich kenne, der hat gesagt, das ist alles nicht einfach du musst aber immer einmal mehr aufstehen wie du hinf Ich habe gesagt das ist ein ganz blatter Spruch den jeder bringt Aber denk mal drüber nach. Der stimmt wirklich. Gut, dieser Trainer, der kam aus dem Sport, aus dem Handball. Der weiß, von was er redet.
Guter Punkt.
Der Goldene Schnitt im Training
Eine andere Sache, die wir noch kurz angesprochen hatten, war, du hast gemeint, Mathe, also grundsätzlich die Idee des Podcasts war ja Mathematik und Training und dann hast du gemeint, gerade im Bodybuilding die Idee des goldenen Schnitts. Aus deiner Sicht spielt auch eine riesen Rolle für alle Zuhörer, denen der goldene Schnitt noch kein Begriff ist. Der goldene Schnitt ist im Endeffekt ein Konzept aus der Mathematik, die eine Strecke oder ein Maß haben und das sind zwei Teile unterteilen und das Verhältnis vom kleinen Teil zum großen Teil ist das gleiche wie das Verhältnis vom großen Teil zum ganzen.
Ich versuche es mal einfach nicht mathematisch zu erklären. Der goldene Schnitt ist sozusagen die Ordnung der Natur. Im goldenen Schnitt fühlt sich ein Mensch wohl. Auch die alten Maler, die alten Meister haben ihre, so wie Leonardo da Vinci, ihre Werke nach dem goldenen Schnitt konzipiert.
Und ich bin der Überzeugung, dass auch Training, wie auch immer nach dem goldenen Schnitt funktionieren kann, indem ich einfach, muss ich ein bisschen weiter ausholen, ich kann im Training zum Beispiel mir eine Straße frei machen und die dann befahren. Oder ich nutze bereits eine Straße, die schon frei ist und befahre die, dann spare ich mir den ersten Schritt. Und ungefähr so kann man sich das vorstellen. Es ist nicht einfach zu erklären jetzt, was den Zuschauer, was der goldene Schnitt genau bedeutet.
Aber wie gesagt, es ist die Ordnung der Natur. Es ist immer besser, etwas so zu machen, wie es mir die Natur vorgibt. Ordnung der Natur, also bei sowas zum Beispiel bei Blättern finden wir den goldenen Schnitt wieder. Oder auch wenn wir Jahrhunderte zurückgehen in der Architektur, findet sich der goldene Schnitt wieder.
Oder auch zum Beispiel, wenn Gesichter analysiert werden, die Proportionen des Gesichts zueinander. Oder was ich vor kurzem gesehen habe, ist des Kiefers zueinander. Sprich, ein Kiefer, den wir als ästhetisch schön wahrnehmen. der vertikale Teil des Kiefers in Relation zum horizontalen Teil des Kiefers steht dann im goldenen Schnitt. Was ebenfalls.
Es ist quasi ein längeres Verhältnis, das in der Natur sehr, sehr häufig vorkommt und das wir als Mensch besonders angenehm oder in dem Fall sch wahrnehmen Und dein Punkt mit dem Bodybuilding und dem Goldenen Schmidt fand ich ganz interessant Wie in deinem Trainingsansatz wendest du den Goldenen Schmidt an? Im Moment gar nicht, weil ich selbst gerade nicht trainiere. Ich muss erst wieder anfangen. Du meinst jetzt Fitness schon körperlich.
Im Moment gerade nicht. Beispiel, es gibt da diese Fibonacci-Reihe. 0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21. Meine Idee. Fibonacci-Reihe für diejenigen, die Zuhörer, die nicht wissen.
Fibonacci-Reihe ist eine Zahlenreihe, wo immer die letzten zwei Zahlen zusammen additiert werden, dass es die nächste gibt. Also bei 1, 2, 3, 5 ist 2 plus 3 gibt 5 und dann 3 plus 5 gibt 8 und dann 5 plus 8 gibt 13, 13 und so weiter. 4, 5, 5, 5, 5, 8, 10, 142, 133, 377 und so weiter. Immer die dividiert durch die vorige Zahl gibt dann die nächste Fibonacci-Zahl. Ja gut, dann würde ich einfach zum Beispiel im Training, ich habe 5-Tages-Zyklus zum Beispiel, in der Fibonacci-Reihe ist der 0, 1, 1, 2, 3, die 2 und die 3.
Die kann man auch umdrehen, nach dem Rhythmus zum Beispiel 3 Tage Training, 2 Tage Pause, da bin ich im goldenen Schnitt. Dann natürlich könnte man auch die Satzzahl nach dem goldenen Schnitt auswählen, dann die Wiederholungszahl, die Time and Attention, also Time and Attention ist die Zeit, in der der Muskel während des Satzes unter Spannung steht. Wobei das Ganze noch relativ spekulativ ist, ich werde das Ganze in nächster Zeit mal konkretisieren. Es ist natürlich dann auch schwierig, das wissenschaftlich abzusichern, denn wenn ich Erfolg mit diesem Plan habe, weiß ich natürlich nicht, ob das jetzt in Kausalität im goldenen Schnitt steht.
Das natürlich nicht. Der erste Schnitt wäre ja immer aus wissenschaftlicher Sicht, im Regelfall gerade in Sportwissenschaften passiert es so, man findet was in der Praxis raus und versucht dann durch Wissenschaft nachzuweisen, ob es tatsächlich auch in mehreren Fällen oder häufiger tatsächlich zutrifft. Der erste Anfang wäre da mal im eigenen Training beziehungsweise im Training mit ein paar Leuten auszuprobieren und zu schauen, wie reagieren die darauf. wenn man einzelne Aspekte in goldenen Schnitt zusammensetzt. Auch im Sinne des Bodybuildings, Symmetrie ist ein großer Faktor.
Hast du da schon mal dich mit auseinandergesetzt Goldene Schnitt und Symmetrie ein bisschen was durchgemessen inwieweit bestimmte Bodybuilder die besonders erfolgreich sind Muskelpartien entwickelt haben basierend auf einem goldenen Stritt mit hoher Wahrscheinlichkeit unabsichtlich aber in welchen F das besteht das zu Erfolg gef hat Das ist ein interessantes Thema. Das bringt mich auf Ideen, weil ich habe mich noch nicht damit befasst. Aber das ist wirklich ein interessantes Thema, ob das eine Rolle spielt. Was ich natürlich sagen kann, wenn der Mensch von der Symmetrie zu perfekt ist, zu symmetrisch, kommt es wieder als hässlich rüber.
Zu perfekte Menschen mögen andere Menschen auch nicht. Das muss immer ein kleiner Fehler bestehen. Und ich glaube, wie war das? Ich glaube, der perfekte Mensch ist Angelina Jolie, habe ich mal gehört von den Symmetränen.
Die ist annähernd perfekt, aber nicht ganz. Okay, das heißt, maximale Perfektion mit einer kleinen Ausnahme drin, ist das eigentlich, denke ich mal, so der Idealfall. Beim Gesicht wird es schwierig, das zu optimieren. Heute ist es einfacher, das zu optimieren als je zuvor. beim Training natürlich ist es einfacher.
Nicht, dass jetzt noch Leute auf die Ideen kommen, ich werde jetzt operativ meine Rechte, ich hätte fast gesagt Hirnhälfte, nein, Gesichtshälfte an die Linke anpassen. Da funktioniert es natürlich nicht.
Visualisierung und Stressmanagement
Cool, das heißt, aktuell trainierst du nicht der voller Fokus auf Fitnesstrainer-Ausbildung. Auf meine Ausbildung und auf meine Trainerlizenzen. Und sobald die Ausbildung Trainerlizenzen durch ist, wieder mehr in die Richtung Mentaltraining. Ja.
Du hast ja viele so Ausbildungen gegeben. Vorher. Ich habe viele Seminare auch in Firmen gemacht, gerade Antistresstraining, wie kann ich Burnout vorbeigen. Das ist interessant, also hat auch viel mit Mentalfähigkeiten zu tun.
Gerade, ich erkläre mal, wie es ungefähr funktioniert. Ich kann ja den Stressfaktor oft nicht wegnehmen. Aber ich kann dem Gehirn beibringen, wie es mit dem Stressfaktor umgeht, wie es diesen Stress wahrnimmt. Das ist sozusagen eine positive Selbsttäuschung des Gehirns.
Ich habe es immer so gemacht, wenn es mir schlecht ging, ich habe mir immer meine größten Erfolge vorgestellt, bei der Deutschen Superhörner oder in China, Und da musste ich wirklich reinsteigern und das hole ich dann aus der momentanen negativen Situation dann wirklich raus. Unser quasi Fokus auf die positiven Aspekte des Lebens, um den negativen nicht so in den Fokus zu rufen. Genau. Und dann waren es natürlich noch Seminare, wie kann ich meine Mitarbeiter intelligenter machen.
Viele Firmen wollen das natürlich nicht, aber manche Firmen, die wollen das wirklich. Wie kann ich mein natürliches Potenzial ausschöpfen? Oder auch allgemein, wie kann ich besser lernen? Wie sieht es so, wenn du so einen Vortrag zum Thema besser lernen machst, wie lange dauert der?
Da gibt es einen Tagesvortrag, da gibt es einen 90 Minuten Impulsvortrag, da gibt es 45 Minuten, je nachdem wie der Kunde das möchte. Das ist so eine Mischung aus Vortrag und eine Mischung aus Übungen. Und so Übungen ist das, wie zum Beispiel das mit den Fingern, was du vorher gezeigt hast? Genau.
Einerseits Übungen, wie man sich Gehirnhälften synchronisiert, um besser denken, besser lernen zu können und allgemein die Intelligenz zu steigern. Andererseits auch diese Visualisierungs- und Entspannungstechniken. Entspannungen, um runterzukommen, um die Gehirnwellen zu senken. Das ist ein sehr guter, ich nenne es jetzt einfach mal drin. und die Visualisierung, um einfach mein Leben besser planen zu können und auch wenn ich einen Sportler habe, dass wir Bewegungsabläufe besser abspeichern können.
Es sind übrigens, soviel ich jetzt weiß, nicht die gleichen Areale im Gehirn, die primär beansprucht werden, wenn ich die Bewegung richtig mache, aber ähnliche. Und es passiert irgendwann, dass dann die Primären wiederum das Auflernen durch die Visualisierung Das ist ein interessantes, kompliziertes Thema, aber ich kann wirklich durch Visualisierung sehr viel mehr erreichen. Und da gibst du dann klare Visualisierungstechniken vor. Genau, genau.
Das ist so ein Impulsvortrag, 45, 90 Minuten ist ja im Endeffekt dann auch nur so ein kleines Häppchen. Genau. Das Hauptding kommt aus den acht Stunden. Genau, man kann jetzt nicht in 45 oder 90 Minuten lernen, wie das Gehirn funktioniert oder wie man jetzt intelligenter wird.
Oder was viele auch glauben, ja, ich habe auch schon Menschen gehabt, die haben einen Vortrag mitgemacht. Zwei Tage sp rufen sie an die haben mal deine Techniken die funktionieren ja gar nicht Ja wie warum nicht Ja ich habe gedacht ich habe jetzt heute die Pr gehabt und es hat nicht funktioniert Also da habe ich mir auch gedacht du hast einiges nicht verstanden Wie wenn man einmal Bizeps trainiert hat und sich zwei Tage später beim Trainer beschwert, dass der Arm noch keine 50 Zentimeter Umfang hat. Ja, jeder Zweite, der kommt und sich auf eine Prüfung vorbereiten will, sagt, ich brauche eine Technik, wie ich mich auf eine Prüfung, auf eine Arztprüfung zum Beispiel, habe ich auch schon gehabt, vorbereiten kann.
Da frage ich dann, unterhalten wir uns erst mal so und dann habe ich gefragt, ja, wann hast du die Prüfung? Ja, in zwei Wochen. Dann habe ich gesagt, nein, du machst jetzt überhaupt keine Technik, denn wenn du jetzt noch eine Technik machst, dann kommt das Gehirn komplett durcheinander durch die Umstrukturierung und dann geht der Schuss nach hinten los. Was würdest du sagen, wie lange brauche ich Vorlauf oder wie lange brauche ich um so eine Technik zu lernen, dass ich sie dann tatsächlich anwenden kann.
Also wenn wir das Arztbeispiel nehmen, wenn er jetzt sagt, okay, ich kann mir frei auswählen, wann die Prüfung ist, ich will sie aber so schnell wie möglich machen. Was würdest du sagen, so plus minus, das ist ja auch wieder immer individuell? Die Technik lernen innerhalb eines Tages. Aber sie anwenden zwischen zwei Tagen und fünf Jahren bis gar nicht.
Okay, das heißt auch höchst individuell? Genau, ich bin da immer ehrlich. weil viele, wenn es nach vier Wochen nicht funktioniert, hören die natürlich auf. Wie auch im Sport genauso. Bis ich meinen Fettstoffwechsel umstelle durch Training, dauert es vier bis acht Monate.
Aber die meisten geben nach spätestens zwei, drei Monaten auf, kurz vor dem Ziel. Das ist auch wieder höchst individuell, aber im Endeffekt ist es ein Trainingsbeispiel, wie lange brauche ich, bis ich einen 50er Oberarm habe. Die erste Frage ist, wie groß ist dein Oberarm jetzt? Die zweite Frage ist, wie reagierst du auf welches Training?
Bei dem einen ist es so, die haben fast schon einen 50er-Arm, ohne jemals trainiert zu haben. Und beim nächsten ist es von der Grundlage her so, dass er nie einen 50er-Arm haben wird. Oder solltest du diese Technik überhaupt machen? Bringt die jetzt überhaupt?
Hast du die Anlagen dafür, wenn du daraus was machen möchtest? Ich sage es auch mal so, jemand, der überwiegend rote Muskelfasern hat, wird keinen 50 cm Oberarm bekommen. Das wird nie funktionieren. Das sollte laufen gehen.
Ist im Hirnsport gesehen auch so, ist beim Lernen genauso wenn ich nach der Schule wei ich bin wirklich ein Versager in Mathematik dann sollte ich mich nicht abw dann sollte ich keinen mathematischen Beruf machen Gut bei mir war es dann indirekt nat so Hat wunderbar funktioniert. Wobei, ich war nicht schlecht, ich war nur faul. Ich sollte immer das machen, wo meine Veranlagung liegt. Denn auch wieder ein Gruß an viele, die im Fitnessstudio trainieren.
Wenn ich mir das Ziel setze, ich möchte Wettkämpfbodybuilder werden, ich möchte Mr. Olympia werden, Aber ich habe nur rote Muskelfasern. Lasst es bleiben. Es bringt nur Frust und Enttäuschung.
Vergesst es einfach. Jeder kann alles trainieren. Das ist richtig. Jeder kann in allem besser werden.
Klar, natürlich. Auch jemand mit roten Muskelfasern kann Muskelmasse aufbauen. Aber wenn ich die falsche Genetik habe, kann ich keine Spitzenleistung in diesem Gebiet bringen. Es funktioniert einfach nicht.
Ein Punkt, den ich immer gerne mache, die Genetik bestimmt nicht, wer Weltmeister wird, sondern die Genetik bestimmt, wer nicht Weltmeister wird. Genau. Wenn du kurze Beine hast, dann wird das nichts mit Ausdauersport. Wenn du viel langsam zugelegene Muskelfaser hast, dann wird das nichts mit Exklusivkraftsport auf höchstem, höchstem Über.
Ja. Und ich kann nicht, wenn ich jetzt 1,70 Meter groß bin und 95 Kilo wiegen, kann ich nicht den Weltrekord im Hochsprung schlagen. Es funktioniert einfach nicht. Guter Punkt.
Das heißt, Mentaltrainingstechnisch eine Technik zu finden und die Technik zu trainieren, ist entscheidend. Hast du schon einige Techniken ausprobiert, wo du sagst, das funktioniert für mich nicht? Sicherlich. Ja gut, meine eigenen natürlich, die ich selber für mich entwickelt habe, die funktionieren natürlich wunderbar.
Dann habe ich auch Memo-Techniken ausprobiert, funktionieren auch. aber wenn ich da jetzt Meisterschaften anfangen würde ich glaube ich wäre da irgendwo im Mittelmaß wahrscheinlich, ich würde es nie nach ganz oben kriegen und ich habe normale Kopfrechentechniken ausprobiert damals speziell für Weltmeisterschaften im Kopfrechnen haben gut funktioniert aber gut, das hört sich jetzt ein bisschen arrogant an aber ich war immer nur Dritter bei der Weltmeisterschaft und ich habe gewusst, ich komme an den ersten zwei nie vorbei und da habe ich mir gedacht ja lass das bleiben konzentriere dich wieder auf deine ganz eigenen F da schl dich keiner und mach da was wieder draus Liest du viel Eigentlich nein.
Eigentlich nein. Mit so schnell Lesetechniken und so hast du dich schon beschäftigt? doch geht auch, der besteht der Trick darin, dass mein Hirn es lernt, genau die Wortfetzen auszusortieren, die ich brauche, die dann zusammensetzt, kombiniert mit den Sinn erkennt. Das nennt sich ja Speed Reading. Ich bin jetzt kein Experte drin, aber ich habe es mal ausprobiert.
Es geht wirklich. Ich bin ein großer Fan von Speed Reading und ein paar verschiedenen Varianten davon, aber auch gerade mit dem Speed Reading ist es genauso wie mit den Techniken, wo du sagst, das ist eine Frage von, die Technik kann ich relativ schnell lernen, aber ich muss die Technik konstant anwenden, um in der Technik gut zu sein und dementsprechend schnell Bücher zu lesen. Gerade ich bin im Bereich Training und Ernährung viel lesen, da kommt niemand drum rum. Training und Ernährung ist wissensbasiert.
Und dafür ist aus meiner Sicht gerade sowas wie Speed Reading Zeit ist limitiert, mehr Zeit funktioniert nicht. Dementsprechend müssen wir die Zeit effizienter nutzen und wer viel lesen will und limitiert Zeit hat, je schneller ich Informationen aufnehmen kann, desto einfacher und schneller lerne ich. Genau. Ich habe natürlich einen Faktor, den wichtigsten Faktor beim Lernen oder beim Training natürlich vergessen, zu sagen, Spaß.
Denn ohne Spaß, ohne das Glücksgefühl, wenn ich jetzt lerne, ich habe jetzt noch eine Potenz mehr gelernt, ich habe jetzt mein Oberarm jetzt noch dicker, funktioniert es einfach nicht. Ohne den Treibstoff kann ich noch eine gute Anlage haben. Ich werde nie trainieren, es wird nie etwas werden. Das ist neurochemische Feedback.
Einer der ersten Podcasts, die ich hatte, das war der zweite Gast und der dritte Podcast überhaupt, war mit Dr. Frieder Beck, Neurowissenschaftler und im Endeffekt ging es in den Podcast zwei Stunden zum Thema Dopamin geredet, dieser Neurotransmitter, der quasi für Lernern verantwortlich ist und auch da wieder war einer der Punkte, egal was ich lerne, ich brauche diesen Dopaminausstoß und zum einen, dass sich quasi dieses Lernen verfestigt und zum anderen, dass ich weitermache. Dieses Hochgefühl, dieses Glücksgefühl, das kennt jeder, egal bei was. Was ein Erfolg für eine Person ist, ist immer hoch individuell.
Beim einen ist es, eine Zwei in Mathe ist ein Erfolg, beim nächsten ist eine Zwei in Mathe ein Misserfolg. Ich brauche diese Glücksgefühle, diese Erfolgserfühle, diesen Dopaminausstoß, dass ich einen Lerneffekt habe, dass sich dieses Lernen verfestigt und gleichzeitig, dass ich weitermache. Das kennt jeder, der ein weichen Krafttraining gemacht hat auch. Es gibt so Trainingseinheiten, bei einem Mann ist es oftmals das erste Mal 100 Kilo Bankdrücken, bei einer Frau ist es oft das erste Mal den ersten Klimmzug gemacht.
Das ist dann so, wow. Und dann gibt es erstmal so einen Schub für die nächsten Trainingseinheiten, so, okay, jetzt geht auch mehr. Genau, ohne dieses Glücksgefühl und den Spaß. Es funktioniert einfach nicht.
Ich habe damals, wo ich den Kopf trainiert habe, gut, das war jetzt im Bodybuilding genauso, ich habe immer gewusst, es hat dann funktioniert, wenn die Trainingseinheit zu Ende war, ich hart trainiert habe und dann nach dem Motto, Scheiße, schon vorbei. Dann habe ich gewusst, okay, ich kann es weit bringen, ich bin motiviert. Was schätzt du, wie viele Stunden die Woche hast du Rechnen trainiert oder Mathematik trainiert? Schon mal hochgerechnet?
Es war so unterschiedlich. Von bis? Von 40 Stunden bis gar nicht. Okay.
Einmal, das werde ich nie wieder machen, da bin ich raus und habe 17 Stunden am Stück trainiert. Aber da wurde ich dumm und dämlich im Kopf, das würde ich niemandem raten, das habe ich einmal gemacht, das war eine Erfahrung. Da kommst du dir dann vor wie unter Drogen. Also das war dann nicht so gut.
Das hat natürlich was gebracht, aber auch ein entscheidender Punkt. Viele denken, ich muss viel trainieren. Nein, ich muss effektiv trainieren. Auch im Studio.
Man kann oft mit der Hälfte an Aufwand das Doppelte erreichen. Ich muss nicht den Umfang meines Trainings steigern. Man kann es machen am Anfang, aber später muss ich das Ganze wirklich komprimieren können. Was auch wenige wissen, auch Bodybuilder nicht, man kann eigentlich nicht länger wie eine Stunde trainieren.
Wenn ich länger wie eine Stunde trainiere, habe ich es nicht richtig gemacht. Nach 60 Minuten kann der Körper keine Hormone mehr ausschütten. Das ist das Training komplett für die Katze, es funktioniert einfach nicht. Im Kopf natürlich genauso, wenn ich intensiv trainiert habe, wenn ich gelernt habe, bevor ich weitermache, dann erhole ich lieber.
Auch der Kopf st in seine Grenzen er kann es l machen aber auch der Kopf hat seine Grenzen Diese Stunde im Krafttraining das ist exakt das Richtma das ich auch verfolge W du sagen du sagst bei dir wie lange du am St trainierst sehr unterschiedlich in deinem Fall, wenn du so eine grobe Richtmaß vorgibst, wie lange sollte so eine Mentaltraining oder so eine Rechentrainingseinheit sein, würdest du auch sagen, so in der Bereich von einer Stunde? Mentaltraining, du meinst jetzt, was jeder für sich selbst, daheim machen sollte. Entweder eine Stunde oder wenn da die Zeit nichts hat, sollte man das Mentaltraining einfach in den Alltag einbauen.
Dass man gerade diese Bewegungen im Alltag macht, die die Gehirnhälften synchronisieren. Wenn ich jetzt zum Beispiel Visualisierungstechniken mache, da kann ich mich auch mal so hinsetzen, in der Pause, den sogenannten Alpha-Zustand, also diese gedämpften Gehirnwellen erzeugen und dann visualisieren. Und viele Menschen haben ja sowieso oder meinen, keine Zeit mehr zu haben. Manche haben es wirklich nicht.
Und da kann ich keine Technik gebrauchen, wo ich ein, zwei, drei Stunden am Tag trainieren muss. Ich muss diese Techniken in meinen Alltag einbauen, dass ich keinen Zeitverlust habe, dass ich irgendwann gar nicht mehr merke, dass ich überhaupt trainiere, dass ich eine Technik mache.
Gehirnwellen und Alpha-Zustände
Lass uns kurz einen Schritt zurückgehen, das fand ich interessant. Dieser Alpha-Zustand, die Gehirnwahl an synchronisieren. Ich habe da auch genau zu diesem Thema vor einigen Jahren bei so einem Kanadier eine Fortbildung besucht, der unter anderem so Geräte hergestellt hat, die quasi dafür sorgen, dass die Hirnwellen sich an die Frequenz des Geräts, in dem Fall war das Gerät über drei Wege hat das eine Frequenz vorgegeben, zum einen mal durch den Beat im Kopfhörer, zum einen mal blinkenden Augen und das dritte war dann über so eine elektromagnetische, graniale Elektrostimulation, wo im Endeffekt eine kleine Elektrode ans Ohrläppchen rechts, eine kleine Elektrode ans Ohrläppchen links und dann wird quasi über den Schädel ein elektrischer Strom geleitet, der in einer bestimmten Frequenz läuft und die Hirnwellen dann synchronisieren soll.
So wie es sich angehört hat, hast du dich auch schon mal mit auseinandergesetzt? Ja, sehr intensiv sogar. Da muss man erstmal erklären, wie das mit den Gehirnwellen überhaupt funktioniert. Das Gehirn hat auch eine bestimmte Schwingung im Herz.
Das heißt, wenn das Gehirn jetzt eine Wenn ich eine Schwingung von 17 Hertz hat hei das dass ich 17 Ausschl im Gehirn pro Sekunde habe Es gibt jetzt nat verschiedene Bewusstseins im Gehirn Im sogenannten Beta-Zustand, Alpha-Zustand, Theta- und Delta-Zustand. Die Übergänge sind immer fließend. Der Alpha-Zustand ist im Bereich zwischen 25 und 14 Hertz. der Beta-Zustand, der Alpha zwischen 14 und 7, der Theta zwischen 7 und 4 und alles darunter, der Delta-Zustand. Im Beta-Zustand befindet sich der Mensch, wenn er im Wachbewusstsein, wenn er sich mit jemandem unterhält, wenn er in der Schule sitzt.
Im Alpha-Zustand, so kurz vorm Einschlafen, kurz nach dem Aufwachen oder wenn er Tag träumt. In diesem Zustand ist die Aufnahmebereitschaft am höchsten im Gehirn. deswegen wird dieser Zustand auch produziert. Dann der Delta-Zustand wäre, wenn ich ihn bewusst erzeugen kann und wach bleibe gleichzeitig, ein noch besserer Zustand. Aber die Gefahr ist immer, dass ich dann weggöse.
Den Zustand kann man unter Hypnose relativ gut erreichen. Der Delta-Zustand, das ist so ein Tiefschlaf und komatöser Zustand. Also wenn Menschen im FOMA liegen, haben die meistens so eine Schwingung zwischen 0,5 und 1 Hertz. Und es gibt Menschen, die den wirklich bewusst erreichen können, aber das ist eine außergewöhnliche Fähigkeit, das ist selben.
Und das Geheimnis besteht darin, dass ich den Alpha-Zuschnitt erzeuge und zwar gleichzeitig synchron in beiden Gehirnhälften. Gehirnhälfen funktioniert nie zu 100%, aber annähernd. Dann ist das Gehirn wirklich am aufnahmefähigsten. Welche Optionen gibt es da oder welche hast du bis jetzt verwendet mit Erfolg?
Zum Beispiel Atemtechniken. Ich schließe die Augen, konzentriere mich auf die Atmung, die praktisch nicht verändern und beobachten. Konzentriere mich zum Beispiel auf den Bauchraum, mache das so ein paar Minuten, versuche die Gedanken abzuschalten. Gedankenstille funktioniert übrigens nicht, man denkt immer an irgendwas, wenn man nur daran denkt, daran denkt, nichts zu denken, aber man kann versuchen, die 17 verschiedenen Gedanken auf einen einzigen zu reduzieren Kleiner Tipp sich auf dein Ziel konzentrieren dann hat man gleich auch diese Visualisierung Und das ist eine relativ einfache Methode einen Alpha zu bekommen Manche Leute sind auch im Alpha wenn sie Fernsehen schauen werden dann von der Werbung hypnotisiert, das wird auch oft ausgenutzt.
Da gibt es sehr viele Möglichkeiten. Man ist im Alpha-Zustand, wenn man gerade aufwacht, so noch 10 Minuten ungefähr als Richtwert. Man ist im Alpha-Zustand kurz bevor man einschläft. Das kann man auch noch ausnutzen.
Deswegen lernen die meisten auch besser vom Einschlafen, weil da ist die Information auch noch frisch und wird im Traum oder im Schlaf noch wieder aufbearbeitet und verfestigt. Also wie gesagt, da gibt es Siegmöglichkeiten. Was ich da unter anderem zwei Sachen, die ich in dem Bereich gelesen hatte. Zum einen im Alpha-Zustand.
Die haben Tests gemacht an diesen Ivy League Universitäten in den USA, diese Elite-Universitäten wie Harvard, Stanford, Princeton. Die besten Schüler werden ausgewählt von diesen Universitäten, um da zu studieren. Und dann haben sie quasi unter den besten Schülern die besten der Universität ausgewählt und haben geschaut, welche Gemeinsamkeiten haben die Hirnwellen-Technisch und was sie herausgefunden haben ist, dass im Endeffekt diese Schüler beim Lernen den größten Teil Zeit in diesem Alpha-Bereich verbringen. Genau.
Ich brauche zwei Voraussetzungen, um ein Genie zu werden. Ich brauche ein Gehirn, das Alpha-Wellen erzeugt und ich brauche synchronisierte Gehirnhälften. Diesmal denke ich, wenn die zusammenkommen, dann kann ich so gut wie alles machen. Es gibt da, was den Alpha-Zustand betrifft, noch unglaubliche Experimente.
Die sind nicht wissenschaftlich abgesichert, zumindest in Deutschland nicht. Und zwar, man hat versucht, zwei Menschen auseinanderzusetzen in verschiedene Räume. Da hat sich der eine im Alpha-Zustand auf den anderen konzentriert. In dem Moment haben sich die Gehirnwellen des anderen auch auf den Alpha-Zustand runtergebootet.
Oder auf eine ähnliche Struktur. Das ist die Synchronisation. Synchronisation. Genau.
Wie wenn durch Telepathie die Menschen miteinander verbunden wären. Das ist auch interessant, gerade wenn wir quasi nicht nur einen Effekt über Synchronisation durch Technologie haben, sondern auch einen Effekt Synchronisation durch andere Menschen. Das hat im Endeffekt jeder auch schon mal erlebt, dass du Zeit mit einer Person verbracht hast oder jemanden kennengelernt hast, der einfach das komplette System runtergefahren hat. Genau.
Und natürlich. Auch andersrum, so jemand, der dann, wenn du mit ihm Zeit machst, das macht automatisch so einen leicht gestressten Zustand, wo man dann auch aus Sicht der Neurokämie und Wellen, ein Faktor dafür könnte sein, dass im Endeffekt Hirnwellen synchronisieren und entsprechend ein Zustand ausgelöst wird.
Zen-Meditation und Gehirnsynchronisation
Der zweite Punkt in dem Bereich dieser Zen-Meditation, relativ bekannt, da haben sie Untersuchungen gemacht mit Zen-Mönchen, die 40 Jahre lang Zen-Meditation praktiziert haben und was sie festgestellt haben, kennst du das? Was sie festgestellt haben, ist, dass die imstande sind, innerhalb von Sekunden, ihre Hirnwellen auf 7,8 Hertz runterzufahren. Auf die Schuhwandfrequenz 7,83. Und dass quasi 40 Jahre Sennmeditation, also Sinn der Hirnwellen, das eine Ziel hatten, imstande zu sein, willkürlich innerhalb kürzerer Zeit die Hirnwellen runterzufahren.
Ja, die haben das so begründet, dass diese Schumann-Frequenzen 7,83 Hertz die Frequenz sind, in der die Erde schwingt. Und indem man sich auf diese Frequenz verbindet, ist man auch mit allem verbunden, ist in Einklang mit der Natur und in Harmonie. Das war ja dann auch der eigentliche Sinn dieser Zen-Meditation. Klar, 40 Jahre lang Meditation, acht Stunden am Tag wahrscheinlich, ich weiß nicht, wie viel die da meditiert haben oder tun, um nur eine Frequenz zu erreichen.
Da gab es in den USA, in Kanada, gab es dieses Projekt 40 Jahre Zen. Schon mal davon gehört? Nein. Im Endeffekt, was die versucht haben, das war so eine Fünf-Tage-Woche, da konnte man sich einbuchen, also eine Studie, wenn man sich selber eingebucht hat.
Und dann haben die verschiedene Techniken ausprobiert, verschiedene Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel und sonst verschiedene Situationen, Töne, Musik und so weiter, um zu sehen, was sorgt bei der einzelnen Person dazu, die haben wir konstant Hirnströme gemessen, dass Hirnströme gesenkt oder gesteigert werden. Quasi eine Individualisierung von Optionen, deine eigenen Hirnströme zu senken und zu steigern. Denn wie bei allem ist, nur weil es bei einer Person funktioniert, dass es die Person in den Alpha-Bereich bringt oder in den 7,8 Hertz-Frequenz bringt, heißt das nicht, dass es bei allen Personen funktioniert.
Und die Idee dieses 40 Years of Zen war, dass die einzelnen Teilnehmer grundsätzlich lernen, was für sie bringt die Hirnfrequenz runter. Nat auch insgesamt dass nat Daten erfasst werden was funktioniert aus statistischer Sicht Was interessantes Projekt ist Ich glaube auch dass es ein gro Faktor ist warum der Burnout so ein aktuelles Thema ist dass die Menschen einfach nicht mehr fähig sind, in diesen Zustand zu kommen. Man ist permanent im Bett, also im Wachzustand, man schläft ganz schlecht, man kommt auch nicht mehr in die Tiefschlafphase. Und das ist neben der Monotonie im Job auch ein entscheidender Faktor, was Burnout betrifft.
Das ist quasi eine Überreizung des Hirns, was der Motor läuft heiß. Interessanter funktionieren die Gehirne von Kindern zwischen dem 9. und 12. Lebensjahr auch im Alpha-Zustand. Erst mit der Pubertät, dann gehen die Hirnwellen hoch, was man dann ja auch merkt. gerade aus drehungstechnischer Sicht ist es ja so, dass dieser Faktor Speed-Schnelligkeit am besten sich trainieren lässt zwischen 8 und 12 das heißt wenn Koordination Speed-Schnelligkeit zwischen 8 und 12 hat das den größten Effekt dass genau in diesem Zeitraum die Alpha-Wellen am dominantesten sind ist mir neu was aber dann eine interessante Verbindung wäre wenn du im Alpha-Bereich trainierst die Steigerung von Speed-Schnelligkeit Koordination deutlich höher ist.
Ein interessanter Ansatz wäre, um das im Training anzuwenden, sprich Techniktraining, bevor ich Techniktraining mache, in Alpha-Zustand zu gehen, um so Technik, Koordination, Speed, da ist schneller zu lernen. Hast du damit schon auseinandergesetzt? Ja, wobei ich halte es für schwierig, wenn ich jetzt in Alpha-Zustand gehe und dann eine Sportart mache, auf Explosivkraft oder Schnelligkeit. Ich denke, da kommt das Gehirn relativ schnell wieder aus dem Alpha-Zustand raus.
Mehr so Technikgeschichten, das war meine Überlegung. Quasi im Alpha-Zustand, dass ich wenn wir jetzt so einen Sport nehmen wie Fußball, dass ich im Alpha-Zustand jetzt nicht ein aktives Spiel habe oder so ein 3 gegen 1. Sie meinen die Visualisierung. Oder schieße, dass ich quasi im Alpha-Zustand komme und dann quasi Elfmeter schieße.
Mein Ziel ist, meine Schusstechnik zu erfeinern, dass ich jetzt versuche, ich versuche an rechten Innenpfosten unten zu schießen oder ich versuche rechts oben ins Eck zu schießen. Quasi kein, in dem Fall, nichts schnell im Sinne von hohen Geschwindigkeiten, sondern Speed im Sinne von Koordination und Technik. Oder meine Schl beim Tennis Das w nat eine Idee Es w sowieso mal interessant auch die Hirnwellen von Sportlern zu vergleichen weil ich glaube, von der Technik und von der Anlagung sind die ersten 100 auf der Welt auch im Tennis zum Beispiel gleich. Aber es gibt irgendeinen Unterschied.
Es wäre interessant zu sehen, ob die Gehirnwellen da auch eine Rolle spielen, ob die einen Unterschied machen.
Optimales Erregungsniveau und Leistung (Yerkes-Dodson)
Hirnwellen während im Training und mit Sicherheit auch Hirnwellen während dem Wettkampf. Da gab es, ich habe vor kurzem einen Podcast gemacht zu dem Thema Jörg hieß Dotson Kurve. Sag dir was? Der Erregungszustand des Hirns und die Fähigkeit zu lammen.
Im Endeffekt, was das ursprüngliche Experiment von zwei Wissenschaftlern, der eine hieß Jörg hieß Dotson, war, sie hatten zwei verschiedene Platten und sie wollten Ratten beibringen, auf die eine Platte zu gehen. Das heißt, wenn du auf die andere gegangen bist, hast du einen Stromschlag gekriegt. Und dann war die Idee, wir erhöhen den Stromschlag mit der Grundintention wahrzubeweisen, dass je höher der Stromschlag ist, desto schneller lernen die. Was sie aber herausgefunden haben ist, in dem mittleren Stromschlagbereich haben die am schnellsten gelernt.
Das heißt, wenn der Stromschlag zu klein war oder auch zu hoch war, war der Lerneffekt ein schlechterer. Und das hat sich dann im Endeffekt dahin übertragen, dass vor allem in Wettkampfsituationen du hast so eine glockenförmige Kurve oder umgekehrt glockenförmige Kurve und am höchsten Zustand der Erregung hast du optimale Leistungsfähigkeit. Das Problem mit vielen ist gerade im Sport, es gibt den Wettkampfsportler und es gibt den Trainingssportler. Ihr habt ja schon mal mit Sport gearbeitet.
Du siehst einige im Training, guckst die an und denkst mir, wow, wenn der jetzt im Wettkampf fährt. Und im Wettkampf ist es dann dieses Zittern und ein Zustand der Übererregung. Und die Jörgis Dotson-Kurve bestimmt quasi diesen Punkt, dass du entweder eine Übererregung hast oder eine Untererregung hast. Und das Ziel ist, auf diesen höchsten Punkt zu kommen.
Und gerade im Sport, derjenige, der in einem Wettkampf Leistung abruft, hat einen Zustand optimaler Erregung im Wettkampf. Oftmals sind es sogar die, ich habe auch schon mit Sportlern gearbeitet, die dann so Aussagen wie Training macht mir eigentlich gar keinen Spaß, im Endeffekt geht es mir nur um den Wettkampf. Das sind die, basierend auf der Jürgis Dürzenkurve, wo man davon ausgehen kann, während im Training haben sie einen leichten Zustand der Untererregung. Die brauchen dieses Wettkampfszenario, um quasi auf den höchsten Punkt dieser Erregungskurve, dieser Glocke zu kommen, um dann Leistung abrufen zu können.
Während dann, basierend auf deinem Beispiel mit dem Alpha-Zustand oder so ein Beta-Zustand, Wach dass du quasi wenn du in den Zustand der kommst kommt dann das was bei ganz vielen passiert im Wettkampf ist dass wenn helle Lichter viele Leute wenn noch Fernsehen on top ein paar Millionen Leute dann auch noch zuschauen und auf einmal fängt es dann an, im Kopf gehen Szenarien durch, man ist überreizt, man wird nervös und man ist dann nicht imstande, die Leistung abzurufen. Ja, das kenne ich auch, diese ganzen Trainingsweltmeister. im Training top, auch meistens die Klappe weit auf und dann wenn es darauf ankommt, dann sind sie wie kleine Kinder und die verschwinden dann relativ schnell, im Fußball zum Beispiel, auch schon viele erlebt, die sind wunderbar, da denkst du, das wird ein kleiner Ronaldo und dann im Wettkampf wirklich nur noch auf Kreisniveau und dann gibt es die anderen, die im Training, die kriegen überhaupt nichts zustande.
Die labern nur eigentlich nur rum, stehen nur rum, die trinken Kaffee und dann, wenn der Wettkampf kommt, dann geben die Gas. Gut, die haben dann meistens drei Tage Muskelkater, aber die rufen das dann wirklich. Bei mir war es ja immer so, ich habe immer versucht, im Training auch wirklich Leistung zu bringen, aber die wirkliche Höchstleistung habe ich dann gebracht, wenn ich im Wettkampf war oder wenn ich einen Fernsehwettkampf gehabt habe. Das heißt, du hast ja auch quasi diesen Wettkampf-Ausforderungen gebraucht, um quasi die Regelung auf das höchste Niveau zu bringen und abrufen zu können.
Ich kann mich noch an das erinnern. Wie ich vorher schon gesagt habe, ich habe immer gedacht, ich bin da absolut nervös. Gut war ich am Anfang auch. Aber je näher es zu der Sendung gekommen ist, desto weniger.
Dann kam der Punkt. Du sitzt da hinter den Kulissen und hast einen Fernseher. Der läuft live mit. Und das ist mal was ganz Komisches. passiert.
Ich war der erste Wetter, aber ich habe die Sendung geschaut und nach 10 Minuten habe ich vergessen, dass ich da sitze, habe gedacht, ich sitze zu Hause und schaue die Sendung entspannt. Auf einmal tippt mich jemand von links an, du bist gleich so weit, ich muss jetzt gleich rein. Und dann ist mir die Düse gegangen. Dann bin ich reingeschoben worden, die WD-Task-Kandidaten sind da wirklich reingeschoben worden, das ist auch wirklich machen von hinten.
Dann habe ich die Kameras gesehen. Die waren damals im Fernsehen noch ein bisschen größer wie heute, vor 26 Jahren. Und dann war jegliche Aufregung weg.
Persönliche Resilienz und abschließender Rat
Da war nur noch Motivation da, da habe ich gedacht, geil, jetzt zeig allen, was du kannst. Habe ich die Leute gesehen, mir war bewusst, ich habe jetzt 20 Millionen Zuschauer und wirklich jetzt, hab Spaß, sei entspannt, sei motiviert und zeig, was du kannst. Es kann nicht schief gehen. Selbst wenn du versagst, die Leute sehen, was du kannst, mach es einfach.
Und ich habe ja auch eine ganz eigene Motivationstechnik, wo ich auch überzeugt bin, die würde bei vielen Menschen funktionieren. Was macht ein schlechter Motivationstrainer? Er sagt, du schaffst das, du schaffst das, du musst dich anstrengen, was passiert, ich schaffe es mal nicht, was passiert dann? Da bin ich ein Versager, das merkt mein Unterbewusstsein, also versage ich immer.
Ich habe mir immer gesagt, scheiß drauf, ich werde verlieren, ich schaffe es nicht. Ich habe mir das vorgestellt. Habe mir aber vorgestellt, was passiert, wenn ich es nicht schaffe? Schmeckt der Kaffee am nächsten Tag noch anders?
Bin ich dann tot? Nein. Dann ist mir bewusst geworden, okay, egal was passiert, geh entspannt raus, sei motiviert, sei entspannt, geh raus. Das ist meine spezielle Technik und ich bin überzeugt, die würde bei vielen Menschen funktionieren, weil dieses darnte Hochpeiten, du schaffst das, du bewegt deinen Arsch, du faules Sau.
Was soll das? Bei manchen funktioniert es, sie brauchen das. Aber bei vielen, da muss man das Ganze anders anpacken. Das erhöht dann noch den Druck.
Von allen Auftritten, die du hattest, einen Weltrekord hast du ja auch. Wo war es so, war Wettendust das? Weil das erste große war, wo du noch am aufgeregsten warst und dann quasi in die Zone gekommen bist. Also ich habe ja ungefähr 100 Auftritte gemacht im Fernsehen und Dokumentationen.
Aber was man sich wirklich gerne erinnert, natürlich an Wettendust kommt nichts vorbei. das ist der 15. Januar 1994, das war mein zweiter Geburtstag. Das wirst du nie vergessen, du kommst ja als 22-jähriger naiver Mensch da rein, ziehst da sowas ab, und auf einmal bist du in ganz Deutschland bekannt, die Leute kennen dich, das ist ein unglaubliches Gefühl. Dann natürlich, an was ich mich auch erinnere, der Sieg bei Deutschlands Superhirn Im Jahr 2013 Ich habe die Geschichte noch nie rausgelassen aber das war noch ein bisschen anders wie es damals abgelaufen ist Ich habe mich auf die Sendung ja gut vorbereitet gehabt.
Und dann waren es noch zwei Wochen bis zur Sendung. Ich habe damals noch meinen Vater gepflegt. Dann habe ich ihn morgens mal wecken wollen. und dann lag er tot im Bett, ist mein Vater gestorben. Ziemlich überraschend.
So, jetzt was machst du natürlich? Eine Woche lang wirklich, da brauche ich das auf meine Sprache nicht achten, wirklich am Arsch gewesen. Klar, verständlich. Dann haben mir die vom Sender angeboten, die musst du die Sendung nicht machen. und dann habe ich gesagt, doch ich bin jetzt wieder außer Form aber ich spiele mir die Musik von Rocky 2 und Rocky 3 die spiele ich mir wirklich ab beim Training und ziehe das Ganze wirklich durch und ich habe auch noch gesagt was haben die auch angeboten, nein erwähnt das nicht im Fernsehen was passiert ist, ich möchte nicht diesen RTL Mitleidsfaktor ich möchte diese Sendung gewinnen weil ich gut bin und aus keinen anderen Gründen und da bin ich in die Sendung rein und auch das war ein wirklicher Kampf, ich habe eine Nummer vor mir gehabt eine Hammernummer der hat sich an den Parcours gemerkt und ist diesen Parcours im Gedächtnis, im Handstand mit verbundenen Augen dann durchgelaufen und hat noch Dramatik eingebaut, in letzter Sekunde geschafft, das war eine Wette, die hätte bei Wetten, das hat es jetzt damals gegeben, auch mit 80% gewonnen da habe ich mir gedacht so abgesprochen war du machst auf Sicherheit langsam, dass es funktioniert aber da habe ich gewusst, jetzt scheiß auf die Absprachen geh da raus du kannst nur noch gewinnen, wenn du dein Hirn in Anführungszeichen abschaltest, die Zahlen raushaust und wenn du dich raushaust und überzeugst dann bin ich auf Risiko gegangen und das hat dann Gott sei Dank funktioniert und sowas vom emotionalen steht nat noch dass gerade aufgrund der hintergrundgeschichte was zuvor passiert ist und dann war es so als drittes also China ist relativ weit hinten trotz der 400 Millionen Zuschauer weil es doch eine relativ langwierige Sache war, klar, es macht Spaß vor so vielen Leuten, natürlich viele andere Fernsehsendungen, man ist natürlich stolz, wenn auf einmal Dokumentationen über dich gemacht werden, Und wenn du auf einmal im Fernsehen läufst, in den Nachrichten.
Das ist ja auch ein tolles Gefühl. Aber ich bin wirklich stolz auf diese zwei Sendungen. Und natürlich, ich kann eines sagen. Ich habe mir einen Kindheitstraum erfüllt, der fast unmöglich ist.
Ich habe gesagt, ich möchte irgendwann in irgendwas der Beste auf der Welt sein. Bodybuilding habe ich es versucht, aber im Grunde genommen, ich hätte es weit bringen können, aber nie ganz nach oben, nie so Mr. Olympia Entschuldigung, beschissener Bizeps der ist flach, ich habe ihn hier groß machen können aber nie eine Kugel und dann habe ich diese Chance ergriffen und habe das wirklich durchgezogen darauf bin ich stolz noch ein Stichwort Chance ergriffen, auch noch zum Motivationstraining es wird immer so viel über Zielplanung geredet. Du musst dein Ziel planen, dann wirst du es auf jeden Fall erreichen.
Ich habe noch nie ein Ziel erreicht, das ich geplant habe. Du musst wissen, was du willst. Und dann musst du gut vorbereitet sein, wenn die Chance kommt. Und dann musst du diese Chance ergreifen.
Es ist meist oft im Training schon, aber im Leben keine harte Arbeit, sondern der Blick für die Chance. Der Blick für die Chance, die musst du ergreifen, natürlich gut vorbereitet sein und dann das ganz knallhart durchziehen. So funktioniert der Erfolg. Die Chance kann natürlich nie kommen, wenn die Gefahr besteht.
Aber wenn sie kommt, dann musst du wirklich zugreifen. Wenn sie nicht ergreifst, dann hast du es auch nicht anders verdient. Da bin ich voll bei dir. Auch dieses Thema hartes Training, harte Arbeit wird von einer absoluten Mehrheit unterschätzt.
Harte Training, harte Arbeit zum gewissen Maß ist wichtig. Auch du, du hast 17 Stunden am Stück trainiert quasi. Das ist per Definition hartes Training. Aber die gute Chancen oder gute Entscheidungen zu treffen und gute Entscheidungen umzusetzen ist ein deutlich gr Aspekt Und nat auch die Arbeit reinzustecken auch bei dir Das Hirn ist trainierbar wie ein Muskel Das hei wer mehr geistige Leistungsf m wie im Sport muss Zeit investieren, um zu trainieren.
Und im Idealfall so Zeit investieren in Training, dass man doch tatsächlich besser wird. Ja, nichts kommt von selbst. Gut, ab und zu mal ein Lotto gewinnen bei ganz wenigen Menschen. Das kann doch Tufa passieren.
Aber im Regenfall muss ich wirklich wissen, wo sind meine Stärken? was will ich, wie kann ich meine Stärkung das erreichen, was ich möchte. Und ich muss dann natürlich auch die richtigen Trainingsmethoden wissen. Und dann, wenn ich gut bin, dann ist es meistens immer dieser eine Zufall, der einen zum Sieg oder zum Erfolg führt. Im Sport, im Beruf, im Privatleben, es ist immer dieser eine Moment.
Darauf entsprechend vorzubereiten, sein und dann zugreifen. Rügel, ich denke, es ist ein sehr guter Abschluss. gibt es noch irgendwas, das du dem Zuhörer mitnehmen möchtest? Also ich glaube, im Grunde genommen habe ich alles gesagt, gut, was kann ich noch von der Botschaft bringen, glaubt in euch, ihr könnt mehr erreichen als ihr wollt, das ist ein blatter Spruch, aber er stimmt immer wieder. Und versucht zumindest, ganz wichtig, eure Talente zu entdecken, versucht eure Talente zu entwickeln und ganz wichtig versucht eure Talente gegen euer Umfeld durchzusetzen wenn ihr eure Talente entdeckt durchsetzt, ihr verändert euch ihr habt oft mehr Erfolg als andere und ihr gehört nicht mehr zur Masse dazu und da müsst ihr akzeptieren, ihr werdet ein bisschen einsam sein, aber setzt euer Talent gegen die Allgemeinheit durch die Allgemeinheit hat keine Ziele lebt eure Ziele, ja.
Guter Punkt, je höher man auf dem Berg ist, desto dünner wird die Luft. Genau. Dein Buch gibt es bei Amazon? Ja.
Ist immer noch verfügbar. Wenn man dich sonst kontaktieren will, Website? Über meine Facebook-Seite, Rüdiger Gamm. Facebook, Instagram hast du auch.
Facebook, Instagram, genau. Super. Rüdiger, vielen herzlichen Dank. Das war ein sehr, sehr guter Einblick und mehr, als ich mir am Anfang versprochen habe und ich habe mich richtig gefreut auf die Folge heute.
Ich bedanke mich auch. Williger, super. Vielen Dank.