TWUP 52

Jiu Jitsu Reisen mit Nico Penzer

Training and Living in Tokyo

Nico, herzlich willkommen im Podcast. Guten Morgen, Wolfgang. Hallo, liebe Zuhörer. Freut mich, dass du da bist.

Du bist jetzt erst gerade zurück. Du warst fast ein halbes Jahr in Tokio. Ja, genau. Auslandssemester?

Auslandspraktikum. Auslandspraktikum in der Schule? Genau. Du studierst gerade noch, hast jetzt abgeschlossen den ersten Teil?

Ja, also ich mache Lehramt, ich bin jetzt fertig mit dem Bachelor und als nächstes kommt der Master. Und in meinem Bachelor habe ich halt die Möglichkeit, ein Auslandspraktikum zu machen. Und das habe ich an der deutschen Schule in Tokio gemacht. Tokio, gerade bei dem Sport, den du machst, Jiu-Jitsu, der ursprünglich aus Japan kommt und auch noch da stark vertreten ist, hat sich auch Tokio angeboten, das Trainings wegen?

Ja, auf jeden Fall. Also ich wollte schon immer irgendwie in das Land, wo es alles angefangen hat sozusagen. Also abgesehen jetzt von Brasilien, wo es sich weiterentwickelt hat. Aber Japan ist halt der Ursprung der meisten Kampfsportarten.

Und deswegen hat es mich schon immer interessiert, da hinzugehen und vor allem dort auch zu trainieren. Wobei ich habe jetzt bei Carpe Diem trainiert. Die sind sehr modern. Also es ist keine traditionelle Judo-Schule oder so.

Deswegen war es eigentlich fast so wie überall auf der Welt das Training. Viele Japaner? Ja, 50-50 würde ich sagen. Es sind viele Expats in Tokio natürlich und die trainieren dort auch.

Und auch die Trainer dort. Also vom Trainerstab sind auch ein paar Franzosen. Heisam ist aus Ghana, aber in Tokio aufgewachsen. Heisam ist so einer der erfolgreichsten zurzeit in Japan.

Ja, ja. und deswegen sind auch meine Trainingspartner dort Ausl gewesen eigentlich und auch Japaner nat

Competition Success and Global Rankings

Relativ gute Mischung Was bei dir interessant ist du hast ja relativ viele Turniere gemacht Wir haben gerade so ein bisschen hochgerechnet, dass du allein in den letzten vier Jahren um die 300 Turniere gemacht hast in verschiedenen Organisationen. Und dafür auch recht viel gereist bist. In 21 Ländern auf der Welt hast du mittlerweile schon Turniere bestritten. Ja, es geht schon schnell dann, vor allem wenn man in Europa auch viel unterwegs ist.

Europa plus Asien, jetzt warst du im Dezember in Seoul. Ja. Dann war Tokio noch Wettkampf. Jetzt im Januar war Abu Dhabi, Lissabon.

Ja. Letztes Wochenende warst du in Zürich. Genau. Ja, also von Stuttgart aus ist man ja auch schnell irgendwie in Paris, in Berlin, in London.

Wenn man das gut plant, dann kann man eigentlich schon überall hingehen. Es gibt ja relativ wenig Deutsche, die auch so viele Turniere machen und auf allem auch noch so viel gewinnen. Also im Jiu-Jitsu-Bereich in Deutschland gibt es ja niemanden, der auch annähernd so erfolgreich ist wie du, was Turniersiege, Medaillen und Platzierung angeht. Ja, also es gibt in der Black Belt Division Adult gibt es eigentlich fast niemanden außer noch Jan Basso aus Frankfurt, der ist auch auf vielen Turnieren unterwegs.

Sonst, Jan Zander gibt es auch noch aus Regensburg. Die sehe ich immer so auf den Turnieren, sagt man sich immer Hallo und so, aber ansonsten, hast recht, gibt es nicht. Gibt es nicht viel. Du bist einer der Top 5 Black Bail in Europa.

Ja. Du bist jetzt seit 2007 Top 10 in der Welt gerankt. Genau, also 2019 war ich jetzt Top 8 und 2018 war ich Top 7 bei Nogi. Adult.

History of BJJ and the UFC

Das ist ein guter Punkt. No Gi. Und mit Gi. Jiu-Jitsu kommt ursprünglich aus Japan.

Und japanische Kampfsportarten werden klassischerweise in so einem Gi oder Kimono gemacht. Judo ist so ein Klassiker. Quasi dieser Anzug, den man da anhat. Genau, Anzug und lange Hose.

Es geht auch mit kurzer Hose, aber das ist dann Sambo. Ah, das sind die Russen, die dann kurze Hose und die quasi Jacke machen. Ursprünglicherweise mit Gi. Mittlerweile ist aber auch sehr viel ohne Gi quasi in engem T und Badehose Gerade die UFC hat da viel beigetragen Die meisten sind zu Jiu gekommen durch die UFC Ja stimmt So war es bei dir auch?

Ja, UFC, aber vor allem auch Pride FC. Also das war ja so damals der Gegenpol zu UFC, die japanische Veranstaltung. Das war zu der Zeit auch deutlich mehr Freakshows. Ja, also mir hat es damals mehr gefallen so zum Zuschauen.

Das war ja auch so 2000er Jahre, würde ich sagen. Und da erinnere ich mich noch so an die Sonntage, wo wir dann so vier Stunden am Stück die Shows angeschaut haben. Das hat mir einfach irgendwie besser gefallen, so von der Aufmachung her auch, wie die Kämpfer präsentiert wurden und die ganze Show drumherum. Bei UFC war das damals auch schon so ein bisschen...

Zurückhaltender, nicht ganz so ein Spektakel. Genau. Pride gibt es auch mittlerweile nicht mehr. Nee, UFC hat es aufgekauft dann.

Und UFC ist deutlich größer geworden. Für diejenigen, die die Geschichte der UFC nicht ganz kennen, im Endeffekt hat die UFC angefangen mit Jiu-Jitsu. Anfang der 90er war es in so einem Turnier und da waren ein Haufen große Jungs, inklusive Sumo-Wrestler und amerikanische Wrestler mit 110 Kilo plus. Und dann gab es so einen kleinen Hoyce Gracie, den Namen Gracie kennen wahrscheinlich viele, der da mit plus minus 80 Kilo kam und quasi dieses Turnier gewonnen hat, indem er alle submitted hat.

Ja, das hat halt die ganze Kampfsportwelt sozusagen verändert. Also alle wollten dann halt Jiu-Jitsu trainieren, um ihr Game zu kompletieren. genau, Hoist Gracie war halt in den USA und damals haben die Gracie sich halt aufgeteilt, dass Hickson Gracie nach Japan geht. Und da gab es dann diese Valetudo Japan auch die Kämpfe, das war noch vor Pride. und da hat halt Hickson alles gewonnen und in den USA hat Heuss alles gewonnen und für mich sehr beeindruckend war der Kampf bei Pride FC vor allem Bob Sapp gegen Minotauro Bob Sapp für diejenigen die mich kennen, einfach mal googeln das ist ein schwarzer Mann, der 1,95 Meter ist und 180 Kilo ja ehemaliger Footballspieler gewesen, also überhaupt keine technik aber hat halt die leute so überrannt und dann irgendwie ground and pound und der hat damals gegen nur gera gek nur das nat auch Heavyweight aber im Vergleich zu Bob Sapp hat er ein kleiner Mann 105 Kilo 110 Kilo sowas Und der Kampf fing halt so an, dass Minotauro Double Leg macht und Bob Sapp hebt ihn einfach hoch und wirft ihn wieder auf den Kopf.

Das ist zweimal im Kampf, glaube ich. Und dann am Ende gewinnt Minotauro mit einer Armbar und man sieht so, die Technik gewinnt über die Kraft. Und das fand ich schon sehr beeindruckend damals. Und dann wollte ich das auch machen.

Nico's MMA Career and Injury

Du hast ja auch MMA gemacht. Genau. Was viele, die dich jetzt vom Grappling her kennen, nicht wissen. Du hast viel MMA gemacht.

Das ist ein Kampfrekord von 11 und 1. Genau, 11 und 1 ist mein Rekord bei Sherdog. Aber da sind auch ein paar Amateurkämpfe dabei. Also insgesamt alle Amateur- und Profikämpfe, die du gemacht hast, waren 12 Kämpfe, 11 Siege, eine Niederlage.

Und die Niederlage hast du sogar Rückkampf gehabt. und dann habe ich mich gerecht. Das Ding gewonnen. Das heißt, du hast mit MMA angefangen? Ja, also wenn ich jetzt von ganz Anfang spreche, dann habe ich mit Weng Chun Kung Fu angefangen und da hat mein Trainer dann auch irgendwann mit BJJ angefangen.

Haben wir sozusagen als Gruppe gemeinsam einfach angefangen, das zu trainieren. Und das Ziel war eigentlich immer MMA. Also ich habe auch BJJ angefangen, um MMA zu kämpfen. und habe dann auch relativ schnell meinen ersten Kampf gemacht, also sowohl im Grappling als auch im MMA 2006, glaube ich Ja Und dann hast du zwölf MMA Kämpfe gemacht und dann hast du aufgehört und dich voll auf Grappling, Jiu-Jitsu fokussiert Genau, also ich habe aufgehört wegen einer Ellenbogenverletzung Ich habe mir beim Ringen, also ich habe auch vier Saisons im Verein gerungen, bei KV 95, Stuttgart-Vehringen und da habe ich mich bei einem Kampf ganz blöd irgendwie so abgestützt, dass mein Ellenbogen ausgekugelt ist und dann ja, musste man halt operieren und so, weil das ist anders als bei der Schulter, da kann es sein, dass sie sich keine Bänder zerstören sozusagen, sondern beim Ellenbogen innen ist halt das Band dann auch gerissen.

Wenn der auskugelt, dann reißt auch das Band so. Und genau das musste man dann halt operieren. Und dann war mein Plan eigentlich, okay, ich mache jetzt BJJ-Wetkämpfung wieder. reinzukommen und 2016 war dann mein BJJ-Comeback-Jahr und dann hat mir das halt so viel Spaß gemacht und dann bin ich einfach dabei geblieben und habe es nicht mehr zurück zu MMA geschafft.

Differences Between MMA and BJJ

Derjenige, der den Unterschied zwischen MMA und Jiu-Jitsu noch nicht so ganz auf dem Schirm hat, wie würdest du beschreiben, was ist der große Unterschied zwischen nur Grappling, Jiu-Jitsu oder eben MMA? Ja gut, MMA ist halt mit Schlagen, ganz einfach gesagt. Aber ansonsten, also wenn wir jetzt nur den Bodenaspekt von MMA vergleichen mit Grappling, würde ich sagen, ist es sogar ein bisschen einfacher, weil man halt auch schlagen kann. Das heißt, wenn der Choke nicht reinkommt, dann kann ich halt zweimal schlagen und dann wird der Hals schon hochgehen.

Und beim Grappling muss ich das halt ein bisschen besser vorbereiten, einfach ein bisschen technischer arbeiten, dann vielleicht mal einen Arm trappen oder so, dass ich dann zwei gegen eins sozusagen den Hals angreifen kann. So würde ich sagen, der Unterschied zwischen Grappling, MMA, Grappling, Nogi. Also strategisch anspruchsvoller. Ja.

Wolfgang's Personal Jiu-Jitsu Journey

Was dann, aus meiner Sicht, ich mache jetzt auch seit eineinhalb Jahren Jiu-Jitsu und was deiner Zuhörer vielleicht nicht weiß, ist, du warst quasi der erste Trainer, den ich hatte. Ich hätte mir vor ein paar Jahren schon mal überlegt, mit Jiu-Jitsu anzufangen. Aus dem simplen Grund, da ich ein bisschen Wechsel im Training wollte und irgendwas gesucht habe, was ein bisschen spielerischer ist. Krafttraining, da bin ich ein großer Fan von.

Krafttraining hat viele Vorteile, einer der Nachteile ist, dass es halt doch der Vorteil der Struktur wird auch manchmal zum Nachteil. Ja, verstehe. Meinst du immer wiederholen? Ja, es ist halt immer so, okay, so viel Wiederholung, so viele Sätze, das Tempo, die Pause, es ist halt so dieser freie spielerische Aspekt ist relativ klein.

Und vor ein paar Jahren hatte ich dann da über Peter Sobotta, der auch viel Grappling macht, MMA, UFC, kam ich das erste Mal so, dachte ich, okay, dieses Grappling-Ding könnte ganz gut passen, der Aspekt schlagen fällt weg, was natürlich dann auch gerade im Arbeitsalltag und so weiter, und du musst auch der Typ sein, der da Bock hat, jemand ins Gesicht zu schlagen, beziehungsweise ins Gesicht geschlagen zu werden, was mit Grappling wegfällt. Und dann war mein Ding so, okay, probiere ich mal aus. Dann war ich bei Peter und habe da mal eine Einheit gemacht und dachte, boah, das ist gut. Und da habe ich ein bisschen überlegt, wie kriege ich das hin?

Habe da schon gedacht okay kaufe ich Matten lege die Matten bei mir ins Gym und dann kam mal der n Schritt so okay Jiu alleine zu trainieren das funktioniert nicht Und dann war okay das ist nat jetzt schwierig zu organisieren wann habe ich Zeit Prim mittags wann ist Jiu Prim abends oder morgens was f mich so ganz schwierige Zeiten sind Und dann fiel das so wieder ein bisschen so zur Seite, es funktioniert einfach nicht. und irgendwann, weil ich ihn später war, ich dann so, okay, ich muss jetzt irgendwas anderes machen und dann hatte ich Peter gefragt, so, hey, gibt es da irgendjemand? Und dann hat Peter gesagt, die einzige Lösung, die es gibt, quasi der Beste in Stuttgart, der Beste in Deutschland, schreibt Nico, der ist Student, der hat mit Sicherheit Mittagszeit.

Ja, stimmt, so war es dann auch. Und so war dann auch der Sommer vor eineinhalb Jahren, habe ich dann kontaktiert und dann haben wir die ersten Einheiten gemacht und Und dann relativ schnell habe ich dann auch, um die Fahrt ins Gym zu sparen, direkt Matten hierher gelegt. Und seitdem ist es ein relativ großer Teil von meinem Trainingsalltag geworden. Jetzt, dass du wieder aus Tokio zurück bist, wird das Training hoffentlich wieder ein bisschen häufiger.

BJJ Popularity and Self-Defense Effectiveness

Das Interessante ist, auch wer den Podcast verfolgt und viele Episoden gehört hat, dieses Thema MMA und vor allem Jiu-Jitsu, also die Anzahl meiner Gäste, die tatsächlich Kampfsport und Jiu-Jitsu trainieren, fast die Hälfte. Echt? Es kommt immer so, selbst jemand wurde im ersten Moment, ich hatte vor ein paar Wochen eine Folge mit dem Füßztherapeut Thomas Armbrecht aufgenommen, der viel Fußball macht, deutsche Fußball-Nationalspieler, der alle paar Wochen nach England fliegt, um mit Premiership-Spielern zu arbeiten. Irgendwann im Laufe des Gesprächs, als ich ihn das erste Mal kennengelernt habe, kam dann halt irgendwann raus, ja, er trainiert auch so nebenher bis in Jiu-Jitsu.

Ah ja, cool. es hat mittlerweile so ein bisschen die Bevölkerung mehr erreicht und mehr durchdrungen, vor allem die, die trainieren als jetzt als du angefangen hast, deinen ersten Kampf 2006, damals war das so, also da muss man es immer noch mal erklären, was es ist damals war echt so Jujitsu, ja was ist das und man hat dann immer versucht, vielleicht so über Judo das zu erklären oder über Ringen ja das ist sowas ähnliches oder ja da gibt es auch diese auch diese käfig kämpfe ja das machen wir aber halt ohne schlagen und aber du hast recht es machen echt immer mehr leute ich glaube viele sind so wie du sagst halt interessiert eine mma aber den liegt liegt dann vielleicht nicht so mit dem schlagen wie du sagst Und dann ist halt Jiu die perfekte M dann die perfekte L sich selbst zu bet Uns ist auch so ein bisschen Kampfsporttraining.

Wenn man so die letzten 20, 30, 40 Jahre des Kampfsporttrainings beobachtet, ist halt die Effektivität von dem, was du lernst, in dem hypothetischen Fall, dass man es tatsächlich benötigt als Selbstverteidigung. hat sich halt immer wieder bewiesen, dass es nicht so wirklich funktioniert. Da gibt es ja diese Beispiele aus China, wo dann so ein Wing Chun Meister oder so ein Shaolin Meister gegen einen MMA Kämpfer im Käfig antritt und das halt dann in allen Fällen relativ schnell vorbei ist und der MMA Kämpfer als Sieger rausgeht. Ja, die Frage der Effektivität ist natürlich bei jeder Kampfsportart so ein bisschen, es entsteht immer im Raum, Aber wenn man jetzt zum Beispiel Taekwondo anfängt, dann ist das halt schon so sehr eine Sportart, eine olympische Sportart, dass man da auch hingeht, ohne dass man jetzt unbedingt sich auf der Straße verteidigen will.

Und ich denke, so ist es beim Jiu-Jitsu auch, wird es immer mehr so, dass man halt Jiu-Jitsu macht, einfach nur, weil es cooler Sport ist. Nicht, weil man irgendwie denkt, man wird dann unbesiegbar auf der Straße oder so. Also, also, ja. Die Grundidee des Kampfsports war ja, Fakt ist, wie viele der, die Jiu-Jitsu trainieren, trainieren es tatsächlich für Selbstverwaltigung und selbst diejenigen, die es für Selbstverteidigung trainieren, wie viele benutzen es tatsächlich im Alltag?

Ja, also es kann schon sein, dass Leute es anfangen wegen Selbstverteidigung, aber dabei bleiben ist dann halt, weil es Spaß macht und weil es ein cooler Sport ist einfach. Ja, und Kampfsport oftmals so, Ich habe auch die letzten zehn Jahre viel mit Kampfsportlern gearbeitet. Und so oftmals die Idee in der allgemeinen Bevölkerung über Kampfsport, das sind halt irgendwelche aggressiven Jungs, die sich prügeln wollen. Je mehr ich mit Kampfsportlern gearbeitet habe, desto mehr war klar, am Ende vom Tag ist es genau das Gegenteil.

Ja, schon. Also es kommt dann auch immer ein bisschen auf die Kampfsportart an. Da gibt es immer schon so ein bisschen Unterschied bei der Klientel, aber im Großen und Ganzen. Vor allem, wenn man halt auch Kampfsport trainiert, dann hat man auch so ein ventil um das rauszulassen sozusagen ist klar dass man dann nicht irgendwie anfängt auf der straße sich rumzuschlägern oder so was zur zu der entwicklung von dem kampfsport was ich ganz interessant fand ist gerade jiu hat ja f so ein mindset Mindset gesorgt wo lange Zeit man davon ausging sowas wie Karate Boxen und so weiter w die effektivste Form des Kampfsports Und dann kam ja im Endeffekt die UFC, quasi so die, was damals bei Bloodsport mit Jean-Claude Verdamm im Fernsehen kam, wo dann verschiedene Kampfsportarten gegeneinander angetreten sind, hat dann die UFC als tatsächliches Event gemacht. und der Sieger des Events war dann quasi ein Grappler, Royce Gracie, der Jiu-Jitsu gemacht hat und auf einmal war es nicht mehr so, die schlagenden Kampfsportarten sind die effektivsten, sondern auf einmal ist es okay, der, der quasi mit Technik Kraft überwindet und mit Technik deutlich größere Gegner besiegt.

Und wer das jetzt mal anschauen will, UFC 1 findet mal einiges bei YouTube, also Royce Gracie war mit seinen 80 Kilo, der mit Abstand kleinste und körperlich schwächtigste Teilnehmer von dem ersten Turnier. Man hat einfach nur mit Technik durch Aufgabe das komplette Ding gewonnen. Ja, das stimmt schon. Also die Leute denken halt, mit Schlagen kann man sehr viel anrichten, aber es geht halt auch, also wenn wir jetzt über Selbstverteidigung reden, dann ist es so schnell in der Situation, dass man dann so nah ist, dass man gar nicht mehr schlagen kann und dann auf einmal hält man sich halt fest und dann ist halt der ein Vorteil, der den anderen werfen kann.

Und da sind dann Dringer oder Judo-Karsten auch, obwohl die noch nie Selbstverteidigung geübt haben, sind die natürlich dann viel besser als alle anderen.

Teaching BJJ to Children

Du machst ja auch so ein Jiu-Jitsu AG an einer Schule hier in Stuttgart. Das sind relativ junge Kinder. Wie alt sind die? So fünfte, sechste Klasse.

Und demjenigen machst du einmal die Woche? Ja, also das habe ich letztes Schuljahr gemacht. Jetzt war ich ja nicht da, aber es war so eine ganz kleine AG. Wir waren zwar nur vier Kids.

Das war ursprünglich ein anderer Lehrer, der es gemacht hat, der auch bei uns trainiert hat. Aber der ist dann weggezogen und dann habe ich das sozusagen übernommen. Aber nicht direkt im Anschluss, sondern erst ein paar Jahre später. Deswegen waren dann ein bisschen weniger Kinder da.

Und ja, denen hat es auf jeden Fall Spaß gemacht. So Ringen, Raufen und so, das ist bei Kids immer sehr gefragt. Sehr beliebt. Wussten die vorher, was Jiu-Jitsu ist?

Nein, wussten die nicht. Der Kurs hieß auch Ringen und Raufen. Dann dachten die zuerst, dass irgendwas mit Ringen, also einem Festhalten. Aber nein, die haben es dann schon gecheckt.

Dann haben wir auch Standtechniken gemacht, also umwerfen und am Boden Spiele. Es gibt Spiele zum Beispiel mit dem Medizinball, dass einer festhält, der andere muss den wegnehmen. Es gibt echt viele Sachen, die man mit Kindern machen kann auf jeden Fall. Das heißt, du hast gar nicht mit so klassischem Jiu-Jitsu-Training angefangen?

Nee, nicht wirklich. Ich habe dann schon auch so Butterfly Guard, den anderen umwerfen, aber halt so komplett einfach und ganz basic gemacht. und dann auch ja, also es sind viel so Spiele halt, auch den anderen schieben, einfach nur oder an einem Arm ziehen oder sowas. Und Bodentechniken. Dann schon auch mal so Mount, so Verteidigungstechniken.

Also Mount ist quasi für die Zuhörer, wenn der eine liegt auf dem Boden, genau, und der andere sitzt auf einem drauf. so Verteidigungstechniken und dann auch von oben quasi, wie man den anderen gut festhalten kann. Ein paar Basics spielerisch für die Kinder eingebaut. Also ein, zwei Techniken, das reicht dann auch für eine Dreiviertelstunde.

BJJ Culture in Japan vs. Germany

Wie ist es in Japan? In den USA weiß ich, da gibt es ganz viel Kinder-Jujitsu. Also 6-Jährige, 8-Jährige, die da schon regelmäßig ins Jujitsu gehen. Ja, in Japan ist auch echt mega gut besucht, so was ich gesehen habe bei Kappediem. die haben auch Family BJJ, da kannst du also wenn du mit deinem Sohn hingehen willst könnt ihr zusammen quasi zu einer Stunde gehen ist nicht schlecht und sonst ich glaube in Japan ist es auch einfacher sowas anzubieten, weil die halt einfach schon einen besseren Ruf haben, Kampfsportarten in Deutschland ist es immer noch so ein bisschen schwierig ich glaube, also da ist halt immer erst Fußball oder andere Ballsportarten vor man irgendwie Kampfsport, seine Kinder zum Kampfsport schickt.

Und ja, also bei Carpe Diem sind die Kinderklassen immer voll gewesen, so wie ich es mitbekommen habe. War das voll oder wie groß kann man sich das da vorstellen? Ja, so zehn Kids vielleicht, aber also das sind ja auch keine riesigen Gyms, da in Tokio ist immer so Platz sehr limitiert. Vielleicht so das Dreifache von hier ungefähr. zwei quadratmeter also jetzt so von der mattenfl ja vielleicht das doppelte und ist ja wirklich klein im Vergleich zu Kampfsportgyms hier Ja auf jeden Fall Also dagegen haben die halt auch mehrere Gyms in Tokio verteilt aber halt dann immer klein Aber so maximal würde ich sagen 20 Leute können da trainieren.

Aber dann viele, viele Filialen, viele verschiedene Getsu Gyms. Ja, und viele Zeiten auch. Also es gibt morgens, mittags, abends gibt es auch nochmal drei Kurse. so dass es sich dann so verteilt, denke ich.

Life and Travel in Japan

Wie war Leben in Tokio? Ja, gut. Also ich musste viel U-Bahn fahren dort, weil das Training auch so eine Stunde entfernt war und die Schule war auch eine Stunde entfernt, aber das U-Bahn-Fahren ist auf jeden Fall auch so ein Erlebnis in Tokio. Warum?

Ich weiß nicht, ob du es mal gesehen hast im Fernsehen, wenn die Leute so die anderen reinschieben, damit die Züge losfahren. Ja? Ja, ja. Alles, was ich weiß von U-Bahn-Fahren in Tokio ist, dass dieses Gedränge, das wir auch hier in Deutschland oder auch sonst in anderen europäischen, amerikanischen Großstädten haben, wo die Türe geht auf, alle wollen raus, alle wollen gleichzeitig rein, dass es dort wohl deutlich höflicher vorgeht.

Es ist höflicher, aber es ist auch sehr viel voller. Also es ist schon so schön geregelt, wo man anstehen muss und wo man rausgehen muss und so. Da wird auch immer Platz gelassen natürlich. Aber es ist schon so, dass die Leute gleichzeitig rausgehen und reingehen.

Okay. Und wenn man halt an der Tür ist, dann wird man halt immer zerquetscht. Also zu der Rush-Hour-Zeit natürlich. Und das ist da völlig normal, dass du dich nicht bewegen kannst.

Und dann gibt es auch so einen extra Frauen-Waggon, wo dann nur Frauen drin sind, gerade für Rush-Hour-Zeiten. und wie groß ist Tokio? Wie groß ist Tokio? Wie groß? Also Tokio, Yokohama ist 30 Millionen Einwohner.

Okay, das sind quasi die beiden Städte sind ineinander gewachsen. Ja, so die Metropolitan Area und nur Tokio, glaube ich, 10 Millionen. Okay, das ist ja. Das ist groß.

Du hast ja auch ein bisschen anders mehr von Japan gesehen. Ich habe Videos gesehen, wo du in Nagano Skifahren warst. Ja. Ja da haben wir mal so einen Wochenendtrip gemacht Ja das war auch cool mal so die Seite von Japan zu sehen weil Tokio ist nicht gleich Japan so wie Paris und Frankreich w ich jetzt sagen Nagano war halt cool weil das war die Olympiade von 98 dort da waren halt riesige Skipisten und sowas und es war schon sch mal da auch Ski zu fahren Japan ist ja auch so ein Land, wo du mehr oder weniger alles machen kannst.

Du hast im Sommer schöne Strände und dann hast du große Städte, dann gleichzeitig ja so viel Natur und dann on top auch noch den Berg. Es gibt ja einige Gegenden in Japan, wo man Ski fahren kann. Ja, also im Norden ist eigentlich immer Schnee. Die Alpen, Nagano und gut, man kann natürlich auch bis zum Süden Okinawa und sowas, das ist dann schon richtig tropisch so, würde ich sagen.

Da war ich jetzt noch nicht persönlich, aber das war auf jeden Fall noch auf meiner Liste. Du hast einiges durchgereist durch Japan, oder? Ja, also ich habe so die großen Sachen gemacht, Hiroshima und so habe ich gesehen. Wie war das?

Hiroshima war auf jeden Fall beeindruckend. Da ist ja die Atombombe gelandet in den Zweiten Krieg und das Museum und so, das war echt beeindruckend. Aber es wird ja komplett bevölkert? Ja, klar.

Da gibt es Reststrahlung? Nee. War damals noch nicht so viel? Nee.

Also ich glaube, so von Tschernobyl ist es glaube ich noch schlimmer, die Nachwirkung. Ja, es ist bis heute noch. War ja lange Zeit, was viele auch nicht wissen, gerade hier in Süddeutschland, lange Zeit, was man im Garten angebaut hat, musste weggeworfen werden. Oder auch so bei Wildfleisch, das musste auch jahrelang überprüft werden auf Radioaktivität.

Also gar heute noch so, sowas wie Wildschwein, das relativ tief im Boden graben kann. dadurch, dass die unteren Bodenschichten immer noch teilweise belastet sind, muss das immer noch überprüft werden auf mögliche Problematik mit Radioaktivität. Und Hiroshima ist jetzt auch schon, sind es 30 Jahre? Ende der 80er war es? Nee, 46, 45.

Ich meine Tschernobyl. Achso, Tschernobyl, ja. Tschernobyl war Ende der 80er. Hiroshima war ein bisschen länger her.

Ja, Hiroshima war halt krass, Das hat man dann gesehen in dem Museum, da kam die Bombe und dann war die Stadt einfach komplett weg. Also alles niedergebrannt, so in einer Millisekunde war alles weg. Das war schon angsteinfl Leben in Tokio das hei du hast ein bisschen au gewohnt Ja ich wohne in Tokio aber das waren so 25 Minuten nach Shinjuku also zum gro Bahnhof Das Gute war, meine Schule war in Yokohama und ich habe quasi so in der Mitte gewohnt. Ich konnte dann ganz gut erreichen für das Training und die Schule.

Training at Renzo Gracie Academy NYC

Du warst in den letzten zwei Jahren fünf, sechs Mal in Japan. Ja. Davor bist du auch viel in andere Orte gereist, um zu trainieren. Du warst zweimal in New York.

Ja. Diese Hanzo Gracie Academy, die wahrscheinlich die aktuell bekannteste und berühmteste Jiu-Jitsu-Schule auf der Welt. Ja, für Nogi auf jeden Fall. Der hat gerade einen großen Hype.

Training zweimal, du warst zweimal, jeweils eine Woche. Ja, also in New York war ich zweimal, immer bei Hansel Gracie. Also Mittagstraining war dann immer bei John Denneher und abends dann bei einem von den Gracie-Brüdern, also von der nächsten Generation. Das ist dann Igor Gracie, Gregor Gracie und noch einer.

Ich weiß gar nicht. Wie hat sich das Training unterschieden, wenn du jetzt so Japan vergleichst zu New York? Ja, das ist ein bisschen schwierig zu vergleichen, weil in Japan war ich halt bei Carpe Diem so in der Competition, im Competition-Team sozusagen, oder so, die haben es auch Staff-Training genannt, weil halt einfach alle Trainer haben sich mittags getroffen, dann wurde halt gerollt. Also es war kein richtiges Training, sondern wir haben einfach nur gekämpft.

Und in New York war es halt schon mit Trainer und war es mit Technik-Training und sowas. Das heißt, Japan hast du quasi nur Sparren gemacht? Eigentlich schon. Ich war dann schon auch mal in den normalen Stunden abends oder so, aber hauptsächlich war ich dann beim Rollen halt.

Und die normalen Stunden bei Carpe Diem sind halt eigentlich auch immer ähnlich aufgebaut, sind immer nur eine Stunde, fünf Minuten aufwärmen, zehn Minuten aufwärmen, Drills und dann zwei Techniken und dann eine halbe Stunde Rollen auch. also auch für anfänger und so ist es immer ähnlich aufgebaut und bei den also bei den normalen stunden vielleicht zuerst bei henstel gracie war es auch Erst aufwärmen, aber mehr so mit Jumping Jacks und sowas. Also ein bisschen sehr unspezifisch. Und dann auch relativ schnell Positionssparring, Close Guard. Und dann erst die Technik.

Zwei Techniken, zwei, drei Techniken und dann auch wieder rollen. Und bei Denneher war es auch immer so aufgebaut. Kein Warm-Up. Kein Warm-Up.

Das ist das, was ich gleich sympathisch fand. Ja, das ist auch so, da steht auf dem Stundenplan 12 Uhr, aber es fängt eigentlich 12.30 Uhr an. Am Anfang bin ich dann auch noch 12 Uhr gekommen, dann hat man sich so ein bisschen selber aufgewärmt, aber später bin ich dann auch einfach kurz vor halt gekommen. Und dann, genau, der Neher fängt dann halt an, eine Technik zu zeigen.

Damals war es auch so, dass Gi und Nogi gleichzeitig war, das heißt, er hat erst Gi oder erst Nogi-Technik gezeigt, dann hat er seine Jacke angezogen und dann noch die Ghi-Technik gezeigt. Der größte Unterschied zwischen No-Ghi und Ghi, also quasi in normaler Hose und T-Shirt und in diesem Kimono, dass du halt den Kimono greifen kannst. Genau, man kann halt greifen und dann ändern sich auch die Technik ein bisschen. Man hat auch Möglichkeiten, den anderen halt mit dem Ghi zu wirken.

Das fällt beim No-Ghi natürlich weg. und man hat auch ein bisschen es ist ein bisschen schwieriger sich zu bewegen weil du kannst halt nicht so den Arm rausziehen, weil einfach mehr Reibung ist, mehr Widerstand das verändert dann so ein bisschen das Spiel Mir wurde letzte Woche erklärt, dass der Unterschied zwischen Nogi und Gi primär der ist dass man im Sommer vor allem Nogi trainiert, da bei Schlägereien im Freibad, wenn man nur Badehose anhat und Gi trainiert man dann im Winter wegen den Jacken auf dem Weihnachtsmarkt Ja, ich glaube in Deutschland kann man neun Monate im Jahr G trainieren. In Brasilien eigentlich auch immer No-Gee-Wetter sozusagen, aber die trainieren auch nur in G.

Comparing Training in Brazil and Europe

In Brasilien, du warst auch ein halbes Jahr? Ja, in Brasilien war ich auch dreimal insgesamt. Ich war zuerst 2007 war ich mal, als Blaugurt noch. Blaugurt mit drei Streifen.

Da waren wir mal in den Sommerferien so zwei Wochen, mein Bruder und ich. Wir haben da dann auch zwei dreimal am Tag trainiert Und dann war ich nochmal l 2011 Auslandssemester was soll ich sagen Da habe ich ein Auslandssemester gemacht Da habe ich bei Marcio Coletta trainiert in Porto Alegre und halt auch zweimal am Tag trainiert und so. Sechs, sieben Tage die Woche? Ja, sechs.

Sechs Tage die Woche, zweimal am Tag Training. Das war dann ein großer Leistungssprung. Auf jeden Fall, da habe ich das echt gemerkt, wie es dann so ein Level-Up kam. Und letztes Mal war ich 2017.

Da waren wir dann auch nochmal so als Gruppe in Rio fürs Training. Da waren wir bei Carlson Gracie B1 in Rio. Das war die Schule von, also nicht von ihm, aber da kommt der Mohamed Ali her. Ich weiß nicht, ob du den kennst.

Der Boxer, der Grappler. Der Grappler. Ich kenne beide, die meisten kennen Mohammed Ali wahrscheinlich nur den Boxer Es gibt auch einen Grappler-Schwergewicht Also Mohammed Ali nicht aus der Bronx sondern aus Rio Den schreibt man ein bisschen anders AY Genau, einer der besten Schwergewichtler in BJJ zur Zeit Wie unterscheidet sich das Training in Brasilien? Im Gegensatz zu Europa USA, Japan Ja, es ist schon immer ähnlich würde ich sagen.

Also es kommt dann, also die Techniken sind gleich, Aufwärmen ist gleich, nur die Leute sind halt vielleicht ein bisschen anders. Also es ist halt schon krass, wie in Rio war dann auch die 8 Uhr Klasse war halt voll dann und mittags war dann auch voll und zum Teil waren Leute halt da wirklich den ganzen Tag so. Das gibt es halt hier nicht. Die sind verbringen quasi den ganzen Tag im Gym.

Ja, ich weiß gar nicht genau, was die, die arbeiten auch so zum Teil, aber ich weiß halt nicht so genau, können halt irgendwie frei nehmen, wenn sie wollen, oder ich weiß auch nicht. Nicht wie in Deutschland, wo man acht im Büro ist und fünf geht. Relativ frei. Von allen Ländern, wo du bisher Wettkämpfe gemacht hast, oder wo du hingereist bist, der Jiu-Jitsu-Swegen, welches war das eine, wo du sagst, boah, das war eine große Überraschung?

Also in Europa war London immer sehr beeindruckend. Ich glaube da ist auch von der Teilnehmerzahl immer so die h Talentdichte

Major Tournaments and Ranking Systems

Du warst jetzt in Portugal bei den Europameisterschaften Ja genau das auf jeden Fall auch Wie viele Teilnehmer warst du da Europameisterschaften, Lissabon, hat jetzt wieder die Rekorde gebrochen. 5.500 Teilnehmer an sieben Tagen. Geht eine ganze Woche der Europameisterschaft? Also da muss man dazu sagen, da gibt es natürlich, weiß weiß ich wie viele Klassen, also Weißgurt, Blaugurt, Lilagurt, Braungurt, Schwarzgurt. und dann noch die Altersklassen, Jugendliche, Adult- und Masterklassen, Master ist ab 30 und das geht glaube ich bis Master 7, also 30 und dann 35 und dann 40, bis Master 7 kann man sich dann selbst ausrechnen. 5.500 Teilnehmer, das war echt beeindruckend. die Europameisterschaften war jetzt IBJJF und die zweite große Veranstalt ist das Abu Dhabi Jiu-Jitsu genau also IBJJF also auch für alle die Jiu-Jitsu machen kann ich auf jeden Fall empfehlen mal nach Lissabon zu gehen entweder zum Kämpfen oder auch nur zum Zuschauen weil das ist schon echt beeindruckend wie viele was halt für eine Stimmung ist und so und da kommen halt auch alle Stars hin aus USA und aus Brasilien.

Und IBJJF ist halt immer noch so das Nonplusultra, das Größte und das, was am meisten Prestige hat. Und Abu Dhabi Jiu-Jitsu ist jetzt gerade so am Kommen, so als Konkurrent. genau, die kommen halt ja. Du bist jetzt auch, das Jahr, das Ranking-Jahr hat angefangen und du bist bei Masters 1 auf Platz 1 gerankt. Ja, bei Nogi, Abu Dhabi Jiu-Jitsu bin ich gerade auf Platz 1.

Das ist quasi so wie wenn Bundesliga-5. Spieltag immer auf Platz 1 ist, aber immerhin. Ja, also die Saison beginnt und endet immer mit der Weltmeisterschaft. Bei Abu Dhabi Jiu-Jitsu ist das im April, glaube ich.

Dann werden die immer die ersten geärbt, von der Saison vom Ranking her. Und die verschiedenen Turniere geben halt verschiedene Punkte also wenn ich jetzt ein lokales Turnier Munich Open mache gibt es halt nur Faktor 1 und Nationals geben dann Faktor 2 und Continentals ist dann die n Also Europameisterschaften gibt dann nat noch mehr Punkte Und was auch besonders ist bei Abu Dhabi Jiu-Jitsu, die haben auch die sogenannten Grand Slams. Das sind dann, ich glaube, in fünf Städten oder so in der Saison. Also wirklich große Turniere, wo es dann auch Preisgeld gibt und so.

Und die geben dann auch nochmal extra Punkte. und Da warst du auch letztes Jahr zum ersten Mal bei der Weltmachstum eingeladen? Genau, letztes Jahr war ich bei Abu Dhabi, was auch ein Unterschied ist zu IBJJF da muss man nicht immer alles selber zahlen Bei IBJJF musst du dich anmelden Genau, das ist einfach ganz normaler Amateursport, also man zahlt eine Startgebühr und dann darf man halt starten Bei Abu Dhabi haben sie sich quasi eingeladen, Flug, Hotel und so weiter Für die Weltmeisterschaften wurden dann die 12 Besten in Europa eingeladen, bei Adult. Und bei Master 1, weil ich jetzt seit dieser Saison in Master 1 kämpfe, werden dann die Top 4 eingeladen.

Und genau so wie es aussieht, werde ich da dann dieses Jahr auch wieder eingeladen. Ich bin jetzt gerade so 22 Punkte, glaube ich, mit Platz 5, aber der ist inaktiv, habe ich gesehen. Also wenn der jetzt nicht kämpft, dann sollte das klappen. Auf jeden Fall safe.

Es war ja ganz gut. Letztes Jahr war es im April? und war auch deine Woche Abu Dhabi, warmes Wetter. Ja. Und ja, also es macht auf jeden Fall Spaß, da zu kämpfen.

Es ist ein schönes Hotel und dann bekommt man halt dreimal Essen am Tag und kann zur Halle gehen, wann man will und so. Das ist ein bisschen, Abu Dhabi, wenn wir jetzt so auf die Unterschiede eingehen, zwischen Abu Dhabi und IBJJF, die achten wirklich darauf, dass der Sport für die Zuschauer gemacht wird. Also die wollen halt attraktiven Sport machen und haben jetzt auch ein bisschen die Regeln geändert, dass es nicht mehr so kompliziert ist und machen auch viel kürzere Kämpfe. Also bei IBJJF ist es 10 Minuten für Adult und bei denen ist es halt nur 5 Minuten, außer im Finale ist es dann 8 Minuten.

Das heißt kürzere Kampf, da musst du mehr Gas geben. Ja, genau, mehr Action. Man kann leichter Punkte machen. Im Jiu-Jitsu gibt es immer diese Vorteilspunkte, das heißt, wenn du eine Position fast erreicht hast oder fast den anderen gedreht hast oder fast eine submission hattest dann gibt es einen vorteil dass du halt belohnt wirst dafür dass du es probiert hast sozusagen weil sonst kannst du halt einfach fünf minuten halten dann gewinnst du halt den kampf und bei die haben das jetzt so geändert dass es keine vorteils punkte mehr gibt also es gibt die vorteils punkte aber die zählen wie ein richtiger punkt das heißt wenn ich zwei submission attempts macht die nicht funktionieren dann kriege ich immerhin zwei Punkte und der andere, der vielleicht einen Sweep gemacht hat, kriegt auch zwei Punkte, aber wir sind dann gleich auf sozusagen.

Das heißt, es wird quasi belohnt, dass man was macht und nicht einfach nur wartet. Also auch bei dieser G-Geschichte, wenn man ein bisschen mal ein paar Kämpfe angeschaut hat, da gibt es dann den einen oder anderen, der richtig Gas gibt und was man an will und dann gibt es halt die Nächsten, die dann einfach quasi zwei Punkte holen, festhalten und die Uhr drauf lassen. Ja. Das für ein Zuschauer.

Genau und vor allem bei zehn Minuten kämpfen kann das ja schon echt träge werden und lange und klar man kann dann mit inaktivität und mit stalling negativ punkte geben aber meistens ich glaube man braucht drei oder vier penalties um erst die q zu werden und das kann man dann schon so managen mit mit der kampfzeit und das ist jetzt auch bei abu da wie zu so dass es die negativ punkte auch direkt einen punkt geben für den anderen. Also da muss man dann schon aufpassen. Ich finde es gut, was ja auch einer der Punkte ist, No-Gee ist ja für den Zuschauer grundsätzlich interessanter, weil es ein bisschen schneller ist, man nicht so festhalten kann, weil es halt kein Geh, wo man festhalten kann und das Ganze dann auch ein bisschen, der Unterhaltungsfaktor geht grundsätzlich deutlich hoch.

Im Abu Dhabi-Bereich gibt es ja auch für No-Gee dieses ADCC. Genau, aber die gehören nicht zusammen, also das darf man nicht verwechseln. ADCC ist Abu Dhabi Combat Club, das sind so die, die gibt es auch schon ewig. Also die waren die ersten, die wirklich große Nogi-Turniere gemacht haben mit Preisgeldern und so.

Quasi die olympischen Spiele. Heutzutage gelten die als olympische Spiele für Nogi. Alle zwei Jahre waren quasi die Besten der Besten. Entweder du wirst eingeladen, weil du davor eine Medaille gewonnen hast, oder du musst einen relativ langen Qualifikationsprozess durchlaufen, wo du quasi alles gewinnen musst.

Also die machen halt auch so kontinentale Ausscheidungsturniere Also es gibt zwei f Europa und wenn du da gewinnst dann kriegst du ein Ticket Aber halt nur der erste Und das ist dann halt schon echt hart da reinzukommen Und da gibt es dann auch keinen... Also für die Europameisterschaft gibt es auch keine Ausscheidungskämpfe. Das heißt, alle melden sich für die Europameisterschaft an. Dann gibt es halt riesige Brackets.

Und dann... Musst du quasi alles gewinnen. Ja. Ansonsten gewinnt sich das ganze Ding und bist nicht dabei.

Genau. Was aber auch als Event... ich habe es jetzt dieses Jahr zum ersten Mal live angeschaut, das waren auch über zwei Tage. Und es ist als Event dann auch ganz interessant, weil du halt die Handvoll der Beste in der Gewichtsklasse hast, die sich zwei Jahre lang darauf hingearbeitet haben. Ja, das macht auch Sinn, dass es nur alle zwei Jahre ist, weil es dann einfach mehr Wert hat.

Bei IBJJF zum Beispiel auch ist halt jedes Jahr Weltmeisterschaft. und witzigerweise Europameisterschaft, das ist auch, gibt es halt je in Lissabon und dann gibt es nochmal eine Europameisterschaft nur für Masters in Barcelona. Aber man kann als Master 1, also über 30 Jahre kann man auch in Lissabon kämpfen. Das heißt, es gibt zwei Europameisterschaften, zwei Europameister pro Jahr und ja, das macht halt eigentlich gar keinen Sinn. Warum ist die Europameisterschaft besser besucht als die Weltmeisterschaft?

Weltmeisterschaft war letztes Jahr ein Los Angeles, richtig? Ja, also das war dieses Jahr jetzt so. Kann sein, dass die Weltmeisterschaft auch dieses Jahr irgendwie einen Boom hat. Aber Europa hat natürlich mehr Leute.

Einzugsreiber zu hören. Und da kommen auch wirklich sehr viele Brasilianer, können halt direkt nach Portugal fliegen. Gut, die können auch nach USA fliegen. und was auch eine hohe Teilnehmerzahl hat, ist die Masters Weltmeisterschaft die ist immer im August in Las Vegas und da es gibt halt viel mehr Leute die Jiu-Jitsu machen, die über 30 sind als 20 Das ist auch ein Punkt, als Kampfsport sowas wie Boxen oder Kickboxen mit 40 oder 50, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass du das noch aktiv betreibst während dem Jiu-Jitsu halt quasi bis ins hohe Alter, es gibt noch viele Es gibt auch viele, die in dem Bereich 40 überhaupt erst anfangen mit Jiu-Jitsu.

Ja, auf jeden Fall. Es ist halt einfach Amateursport. Also du kannst halt Weltmeister werden mit 45 wei gut Und mit einem relativ niedrigen Risiko der Verletzung Dadurch, dass es keine Schläge gibt. Wer mit Mitte 50 hat Lust, noch Headkicks einzustecken.

Ja, stimmt. Während im Jiu-Jitsu das Schlagen rausfällt. Es wird einfacher für die breite Masse.

How to Choose a BJJ Gym

Wie viele Jiu-Jitsu-Schulen gab es 2006 in Deutschland, als du angefangen hast? Weiß ich nicht. Fast keine? Damals musste man schon auch ein bisschen fahren, um dann mal auf Seminare zu gehen.

Aber jetzt mittlerweile gibt es schon fast überall auch ein Schwarzkurt oder so. Viele MMA-Gyms, mehr als je zuvor. Und im Endeffekt jedes MMA-Gym bietet auch Jiu-Jitsu an. Wenn jemand irgendwo auf der Suche ist und sagt, ich würde jetzt auch gerne Jiu-Jitsu anfangen und in seiner Stadt schaut und da ein paar Gyms zur Auswahl hat, was würdest du ihm raten, wie finde ich am einfachsten raus, welches Gym zu mir passt oder wo ich am meisten lerne?

Ja, gute Frage. Also meistens kann man bei allen Gyms einfach ein Probotraining machen, kostenlos. Das würde ich auch jedem raten, einfach mal bei allen irgendwie reinzuschnuppern. Und ich glaube, am Ende zählt dann so der Fahrtweg oder sowas, was einfach gemütlicher ist.

Aber man kann ja dann beim Probetraining merken, kann man sich ja schon mal ein ganz gut ein Bild machen, wie sind so die Trainer drauf, wie sind die Trainingspartner drauf und dann wenn einem der Vibe gefällt, dann kann man sich da anmelden. Also ich glaube nicht, dass es jetzt irgendwie, dass man da irgendwie aufpassen muss, dass man irgendwo was Falsches lernt oder sowas. Also heutzutage ist es auch so einfach, Jiu-Jitsu zu lernen. Also man kann auch die ganze Zeit YouTube schauen und dann sieht man ja, ob man irgendwie was lernt, was Sinn macht oder halt nicht.

Learning via YouTube and Instructionals

Es gibt wahrscheinlich keinen Sport, wo es so viele Instructions und so viele Videos gibt, wo man was lernt. Also von allen Sportarten, die ich kenne, mit denen ich Berührungspunkte hatte. Wenn du auf YouTube gehst, es gibt für keinen so, wie lerne ich ein Tor zu schießen beim Fußball oder wie lerne ich einen Handball zu werfen. Während bei Jiu-Jitsu es tatsächlich so ist, wenn mich irgendeine Position interessiert, wie befreie ich mich aus so und so muss ich es einfach nur bei youtube eingeben dann habe ich f bis zehn videos wo irgendjemand erkl nicht daraus befreie oder wie mache ich folgendes kannst einfach nur bei youtube eingeben und du kriegst dann relativ einfach Videos die dann ziemlich genau erkl okay Schritt f Schritt das ist was du machen musst das ist was du vermeiden solltest und dann hast du da so Video Learning im Jiu-Jitsu ist riesig.

Ja, also jeder Weltmeister hat halt auch so seine eigene DVD oder sein Online-Portal mittlerweile, da wurde echt viel gemacht. Ich glaube, das ist auch so, wie es alles ein bisschen angefangen hat, weil es halt so schwierig war, Jiu-Jitsu zu lernen, weil es es halt damals nicht gab. Die ersten Sachen waren halt so Bücher oder in Zeitschriften irgendwelche Techniken oder sowas. Dann kamen die ersten Kassetten raus und dann DVDs und jetzt halt mit YouTube hat es nochmal so explodiert.

Und das Interessante ist ja auch, das funktioniert ja auch relativ gut. Da gibt es ja einige Beispiele. Der aus New York, John Denner, der hat ja auch eine ganze Reihe an DVDs, es sind über 10 DVDs, die er veröffentlicht hat, jeweils 8-10 Stunden, wo du ja mehr oder weniger so eine Bücherei hast, folgende Technik, ich will folgende Technik lernen und die Startposition ist, kann ich dann durchschauen, okay, das ist die Startposition und dann kann ich quasi raussuchen, okay, wenn ich hier bin und das machen will, gucke ich durch, okay, von der Position diese Technik machen, dann habe ich da eine genaue Erklärung auf Video, kann mich da so ein bisschen so büchereimäßig durcharbeiten.

Ja, auf jeden Fall, aber trotzdem braucht man auch einen Trainer, der dann auch... Vom Video lernen ist dann doch oftmals nicht ganz so einfach, beziehungsweise man übersieht Sachen. Ja, also ich denke vor allem für Anfänger ist es halt wichtig, dass sie dann jemand haben, der ihnen zeigt, wie es geht und auch, dass man es halt fühlt, damit man fühlt, wie es sich richtig anfühlt, weil wenn du es so im Video siehst und dann versuchst es nachzumachen, kann sagen, ja okay, ist richtig, aber irgendwas im Detail fehlt halt. Das merkt man halt nur, wenn man es mit einem erfahrenen Trainer macht oder mit einem erfahrenen Trainingspartner.

Der dann auch die direkten Details sieht. Das ist mir auch selber schon ein paar Mal aufgefallen. Du siehst im Video von fünf Details, fahren dir drei bis vier auf und eine geht halt unter und dann funktioniert es halt beim Training nicht ganz so und wenn du dann jemand hast, der da ein bisschen drauf schaut und dir Feedback gibt und sagt, hey, hier den Ellbogen dahin, den Fuß dahin, dann sind es auf einmal. Was auch mit Sicherheit bei G2 zu eins der für mich faszinierenden Dinge ist, wie oft man als kleine Änderung einer Technik einen riesen Unterschied machen.

Beim einen Mal versuchst du einen Haufen Kraft einzusetzen, das funktioniert nicht und dann hast du so einen kleinen Twister Technik und auf einmal mit minimaler Kraft funktioniert es sofort. Ja, das wollte ich auch gerade sagen, weil vor allem, wenn man dann so ein paar Jahre Jiu-Jitsu macht, man merkt halt dann auch immer, dass man noch nie richtig ausgelernt hat sozusagen. Und selbst wenn man die Technik schon tausendmal gemacht hat, vielleicht auf einem Seminar von irgendeinem anderen Trainer, der zeigt sie dann nochmal ein bisschen anders und dann so, ah ja krass, wenn ich es so mache, dann klappt es doch besser und so. und dann, also man lernt auch nie aus und wie du sagst, sind halt diese kleinen Details, die dann den Unterschied machen.

Was ganz cool ist, weil gerade, je mehr du zu lernen hast, desto einfacher wird es, dauerhaft beim Sport dran zu bleiben. Du kannst jetzt sagen, oder die nächsten 6 bis 12 Monate konzentriere ich mich auf diesen einen Teil, der war Mount, wie greife ich von oben an oder wie verteidige ich mich von unten, danach kannst du dich aufs nächste fokussieren, Das heißt, an den Punkt zu kommen, wo dann halt, okay, wie geht es jetzt weiter, ist gerade beim Jiu-Jitsu unendlicher als in vielen anderen Sportarten. Ja, es ist wirklich unendlich. Man geht immer auch so Phasen durch, also wenn ich das jetzt so bei mir ein bisschen schaue, zum Beispiel habe ich früher halt nur Triangles gemacht und war immer gut halt vom Rücken aus. und dann gab es eine Zeit, wo ich halt versucht habe, nur noch oben zu bleiben, nur noch Side-Control zu arbeiten, um da halt stabiler zu werden und dann, ohne dass man das andere natürlich verlernt und so, wechselt das halt immer so ein bisschen den Fokus und man kommt dann immer weiter und dann wird es immer kompletter, quasi das Spiel.

Also die meisten Jutsu machen, verlieben sich zeitweise in eine bestimmte Technik, das hält dann, Weilchen und dann kommt wieder der Wechsel. Irgendwann hat man eine Phase, wo es dann gar nicht mehr klappt und dann mache ich halt was anderes.

The Belt System and Progression

Wie viele Jahre trainierst du jetzt? Über 15 Jahre? 15 Jahre. Die Hälfte meines Lebens. Wie lange bist du schon Trainer?

Ja, so 5 Jahre, würde ich sagen. Du trainierst in verschiedenen Schulen, einmal hier in Stuttgart, außerhalb von Stuttgart. Bei Stellan Gym in Stuttgart zu Fünthausen und in No Limit Fight Club in Böblingen gebe ich Training. Eigentlich habe ich auch schon damals bei meiner alten Kung als Purple Belt angefangen eine Einheit die Woche zu Und ja, jetzt Black Belt bin ich jetzt seit sechs Jahren.

Für alle, die sich jetzt fragen, okay, Black Belt, mit dem Gurtsystem, wie in traditionellen Kampfsportarten, du fängst ein als Weißgurt, Giditsu geht es dann hoch, lila Gurt, dann braun Gurt, dann Black Belt. Und die große Frage ist... Weiß, blau, lila, braun. Stimmt, blau, ich habe vergessen.

Blau, lila, braun, schwarz. Also wir haben, verglichen zu anderen Kampfsportarten, haben wir wenig Gurte. Und jeder Gurt hat dann noch so diese Zwischenstufen. Also vier Stripes sagt man dann.

Vier Zwischenstufen pro Gurt und dann kann man quasi auf den nächsten gehen. Und fünf Gurte sind halt echt wenig im Vergleich zu Judo oder so. Und wie werde ich Blackbelled? Wie kriege ich so einen Stripe?

Ja, also einfach regelmäßig ins Training kommen. 80 Prozent des Erfolgs erreicht man dadurch, dass man erscheint. Also ganz einfach gesagt, wenn man ins Training kommt und einen Fortschritt macht, dann sieht der Trainer das und dann gibt es halt so einen Stripe. Wenn man jetzt zum Beispiel noch Wettkämpfe dazu macht, kann es sein, man kriegt ein bisschen schneller einen Stripe. Und Wettkämpfe sind halt auch gut da, um seine Schwächen rauszufinden und dann kann man daran auch gezielter arbeiten.

Also Leute, die bei uns Wettkämpfe machen, die haben schnellere Progressionskurve als jetzt Leute, die keine Wettkämpfe machen. Aber es ist natürlich keine Pflicht. und ja, also wir haben halt kein Prüfungssystem im Jiu-Jitsu, so wie beim Judo zum Beispiel, dass du halt für den Gurt folgende Techniken machen musst oder so. Kein einheitliches Leistungssystem nach dem Motto, wenn du diese zwei Techniken kannst, kriegst du den nächsten Streifen und dann geht es wieder hoch. Was auch interessant ist, im Gegensatz zu den meisten Kampfsportarten dauert das ja auch im Jiu-Jitsu im Schnitt relativ lange, obwohl es wenige Gürte gibt, ist es ein relativ langer Weg.

Also ich würde Die meisten müssen zehn Jahre lang Jiu-Jitsu machen, um dann diesen Black Belt zu bekommen. Ich glaube, in Europa ist der Durchschnitt zehn Jahre für Black Belt. Ich denke jetzt wird es auch schneller gehen weil es jetzt einfach mehr Black Belt Trainer gibt Also wie gesagt als ich halt angefangen habe da waren wir halt Blaugurte und Purple Bird so und hatten Black Belt Input nur durch Seminare Und jetzt die bei uns anfangen, die sind halt von Anfang an, es sind zwei, drei Black Birds halt im Training sozusagen. Und ja, dieses Gürtelsystem, was auch ganz interessant ist, in Japan zum Beispiel beim Judo gibt es nur weiß und schwarz.

Das haben anscheinend erst die Europäer eingeführt, damit die Leute motivierter sind und damit die halt so ein Ziel haben. Weil wenn du sagst, es gibt nur weiß und schwarz und schwarz kriegst du halt erst in zehn Jahren, dann ist es halt ein bisschen… Du kannst ein paar Erfolgserlebnisse unterwegs einbauen. Genau, vor allem bei Kindern gibt es auch im Jiu-Jitsu viel mehr Gürtel, also grau und dann gibt es auch Zwischengürtel und sowas. Einfach nur, damit man motiviert ist, damit man merkt, dass es weitergeht.

Aber so viel Bedeutung darf man den Gürtel dann auch nicht geben gleichzeitig. Es ist natürlich schon immer schön, wenn man einen neuen Gürtel kriegt. Es gibt Black Belts und es gibt Black Belts. Ja, es gibt Purple Belts und es gibt Purple Belts.

Da gab es vor kurzem ein Video online, Ashton Kutcher, den die meisten kennen, Schauspieler, der ein Brown Belt in Jiu-Jitsu hat. Basierend auf dem Video waren da einige der Meinung, dass es ein Hollywood Brown Belt ist. Was natürlich dann auch passieren kann, da es keine einheitliche Leistungsanforderung gibt, dann kriegt dann vielleicht der eine oder andere geht es schneller. Das Schnellste, was ich bisher basierend auf meiner Recherche gefunden habe, ist ein Black Belt innerhalb von eineinhalb Jahren.

Das ist dieser Judoka Travis Stevens. der aber auch, wenn ich mich richtig erinnere, hat er Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft im Judo gewonnen, oder Bronze. Olympia war der auch. Der war Top 3 in der Welt, Olympia gewesen, mit WM-Medaille gewonnen. Ja, das ist natürlich, wenn man dann so Vorerfahrungen hat, dann geht es natürlich viel schneller.

Aber, ja. Eine große Ausnahme. Auf jeden Fall. Es ist auch immer ein bisschen schwierig für Anfänger, die jetzt gerade so im Sprung zum Blaugurt sind.

Bei uns im Gym hatten wir auch schon so Diskussionen dass jetzt einer der jetzt halt k sehr stark ist aber noch nicht so viele Techniken kann verdient der jetzt seinen Blaugurt oder verdient der ihn nicht Oder ist halt immer so ein bisschen schwierig, muss man immer ein bisschen gucken, was man dann macht als Trainer. Bei den letzten ADCC, quasi bei den Olympischen Spielen des Grappling, gab es ja diesen einen Fall, wo einer als Blaugurt nach eineinhalb Jahren Training, also sich nach einem halben Jahr Training qualifiziert hat und nach eineinhalb Jahren Training dort teilgenommen hat und dann direkt eine Silbermedaille gewonnen hat.

Und dann für diese Silbermedaille quasi sein lila Gurt bekommen hat. Der dritte Gurt mit viel mehr. Also muss man auch dazu sagen, dass der Ringer war davor. Also ich glaube, Und er hat das Ding auch gewonnen mit Ringen.

Division 1 Wrestler oder sowas? Division 3. Also eine relativ kleine Schule für ein Jahr. Aber er kann ringen.

Er gewinnt das Ding auch. Findet man auch online, das ist dann Nicky Rodriguez, wer sich das anschauen will. Ist im Endeffekt auch 115 Kilo. Sehr athletisch.

Bewegt sich, als würde er 85 wiegen. Das ist halt auch vor allem dann bei ADCC durch die Regeln und so ist einfach Ringen sehr wichtig. Im Ghee würde er wahrscheinlich nicht so leicht die Weltmeister werden. Aber trotzdem, da würde er wahrscheinlich nicht mal in der Blaugurt-Klasse dann so weit kommen.

Das ist dann immer diese Frage, was der Gürtel dann wert ist. In dem Fall ist er Purple Belt, No Ghee. Die würde er wahrscheinlich gar nicht trainieren. Hat er keine Lust, so ist zu langsam.

Wenn die Leute einständig festhalten, Da kriegt er klausrophobische Zustände.

Technical Differences: Gi vs. No-Gi

Was ja interessant ist, oftmals bei diesem Jiu-Jitsu ist, der eine macht mit Gi, der andere macht ohne Gi. Faktisch aber genau genommen sind es zwei verschiedene Sportarten. Mit ein paar Überschneidungen, aber grundsätzlich der Sport ist ein ganz anderer, sobald diese Jacke da ist und diese Hose, wo man beides festhalten darf. No Gi ist festhalten.

Also vor allem im höchsten Niveau dann. Für Anfänger ist das auch egal. Die Grundtechniken sind für beide gleich. Auf einem hohen Level merkt man schon einen Unterschied.

Du machst beides? Ja, ich habe auch immer beides gemacht. Die 50, die Hälfte der Zeit, die Hälfte der Zeit, No-Gi. Wenn ich so zurückschaue, dann habe ich auch früher, ich wollte ja immer MMA machen, habe auch MMA gemacht.

Und wenn es dann bei den G-Techniken darum ging, irgendwie den Ärmel festzuhalten und sowas, dann habe ich das nicht so gerne geübt, weil ich dachte, ja, okay, das kann ich nicht machen im MMA. Deswegen habe ich dann so die Techniken einfach ein bisschen vernachlässigt, aber trotzdem im G-Trainiert und dann halt mehr so die Sachen, wo man halt normal greift. geübt. Und das merke ich jetzt ein bisschen, wie es mir ein bisschen fehlt, sozusagen. Wenn ich merke, wenn ich gegen Leute kämpfe, die halt nur Gii trainieren, die machen halt Spider-Guard, Lasso-Guard und sowas, wo ich dann ein bisschen Schwierigkeiten dann habe.

Quasi Techniken, wo du den Gii unbedingt brauchst, ohne funktioniert nicht. Genau. Deswegen mache ich zum Beispiel auch gerne Butterfly-Guard, weil die halt im Gii und im No-Gii gleich gut geht. Butterfly-Guard, für den Sie nicht mit Gii zu auskennen, ist quasi, man wirft den anderen mit seinen Schienbeinen.

Schiebst quasi die Schienbeine in die Innenseite der Beine. Und dann kann man einem relativ einfach, quasi das Schienbein ist der Flügel des Schmetterlings, dann kann man einfach den einen, den anderen umwerfen. Ja, also so mit dem Fußhaken sozusagen. Auf Brasilianisch heißt die zum Beispiel auch einfach Haken-Guard.

Also gar nicht Butterfly-Guard, sondern die Guard mit dem Haken. Wo du mit dem Fuß einhackst und dann wirfst du den anderen um. Schienbein hochdr und wirfst

Closing Remarks and Recommendations

Cool Nico das war ein ganz guter Einblick in das Thema Jiu ein bisschen das Thema Reisen was ich ganz interessant finde da vor allem ja Reisen wenn du in wie vielen Orten hast du Urlaub gemacht und in wie vielen Orten bist du gereist f Jiu Das ist bei mir sowieso dann schon eine Überschneidung. Rein theoretisch, wenn du Kanji-Tzu machen würdest, wie viele Länder hättest du bereist im Gegensatz zu wie viel hast du von der Welt gesehen, in Südamerika ein halbes Jahr in Porto Alegre gewohnt, dann mehrmals nach New York zum Training, jetzt warst du fünf, sechs Mal in Japan in den letzten zwei Jahren, inklusive dem halben Jahr.

Ja, das hoffe ich auf jeden Fall dem Sport zu verdanken und was halt auch immer schön ist, dass man dann auch gleich Anschluss findet. Also auch in New York oder in Brasilien nach einer Woche Training ist man schon so ein Teil des Teams sozusagen. Das ist schon auch bei unserem Sport, denke ich, was Besonderes. Also wenn du jetzt Tennis spielen gehst, dann ist das, denke ich, nicht so.

Das ist direkt eine soziale Anbindung. Und auch diese Entwicklung des Jiu-Jitsu von vor 30 Jahren, erste UFC, da kannte es fast niemand. Auf einmal war es dann innerhalb der Kampfsportszene so ein Wob. Vor 15 Jahren hast du dann angefangen, auch im Endeffekt über MMA. und jetzt mittlerweile hat das Thema Jiu-Jitsu als Sport oder als populärer Breitensport, Kampfsport, schon die Bevölkerung mehr durchdrungen als je zuvor.

Viele k mittlerweile mit etwas anfangen und viele haben so eine Begeisterung f das Training von Jiu entwickelt Einerseits muss man halt nicht mehr erkl was MMA ist Das muss man damals auch immer erkl Und jetzt gibt es auch sozusagen die Conor McGregor w ich sagen Alle wollen MMA machen, wegen Conor McGregor. Und dann merken sie vielleicht, okay, das liegt mir nicht so. Und dann bleiben sie halt beim Jiu-Jitsu. Und so profitiert Jiu-Jitsu natürlich dann auch davon.

Vor zwei Jahren war Conor McGregor der meist gegoogelte Athlet. er war nicht irgendwie Messi oder Cristiano Ronaldo oder LeBron James das ist schon unglaublich was er gemacht hat für den Sport cool, Nico hat mich gefreut danke dass du da warst danke für die Einladung ich hoffe für den Zuhörer war da was dabei für alle die sich jetzt mehr für Jiu Jitsu interessieren, einfach gucken wo ist ein Gym in der Nähe, sich anmelden für alle die aus dem Raum Stuttgart kommen Stadium Cage in Zuffenhausen. Für alle, die aus dem Raum Balingen kommen, Planet Eater bei Peter Sobata und ansonsten einfach mal googeln.

Mittlerweile gibt es Jiu-Jitsu-Gyms mehr oder weniger überall. Wenn es mehrere gibt, einfach mal hingehen, schauen, wo passt für mich der Vibe, wo passt das Training und natürlich auch immer bei Fitnessstudios die erste Frage ist, was die Distanz zwischen Arbeit und Gym bzw. Zu Hause im Gym statistisch gesehen ist es so 13 Minuten ist die Obergrenze Das hei wenn die Fahrt von Arbeit oder zu Hause l als 13 Minuten ist ist die Wahrscheinlichkeit dass du unregelm gehst aufgrund von Distanz relativ hoch Ja die Leute machen alles nur was in 15 Minuten im Kreis ist Ja, es muss schnell gehen. Und gerade Jiu-Jitsu ist auch was.

Mit einmal die Woche Training ist ein guter Start. Dadurch, dass es technisch so umfassend ist, ist es einfach, sich zu motivieren, mehr zu trainieren. und natürlich auch das Potenzial mehr zu lernen aufgrund der Fülle an Technik groß, da kann man schnell eine ganze Woche füllen. Genau und auch habt keine Angst davor, einen Ghi anzuziehen. Das wirkt vielleicht erst ein bisschen komisch am Anfang, aber es macht mega Spaß auf jeden Fall.

Ich trinke seit eineinhalb Jahren, ich hatte noch nie einen Ghi. Ich bin die neue Generation, die ohne Ghi macht. Ich bin froh, wenn ich ohne Ghi so zweimal Training die Woche schaffe. Wenn es gut läuft, drei oder viermal.

Wenn man dann noch separat Ghi... Ja, also es ist auch eine Frage, wie viel Training es gibt in dem Gym, wo du hingehen willst. Und wenn du sagst, du machst nur No-Ghi und es gibt es dann nur einmal die Woche, dann ist es natürlich ein bisschen schwierig. Und es beide ergänzt sich auch ganz gut.

Cool. An allen Zuhörern vielen Dank fürs Zuhören An Nico vielen Dank fürs Vorbeikommen Danke Wolfgang für die Einladung

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