Einleitung und Hintergrund des Gastes
Herzlich Willkommen zur neuesten Episode. Mein Gast in dieser Episode ist Benjamin Bröme. Benjamin ist ein ehemaliger 100-Meter-Sprinter und der Host des erfolgreichsten deutschen Leichtathletik-Podcasts Mein Athlet. Wir sprechen über das Training für die verschiedenen Disziplinen der Leichtathletik sowie deren aktueller Stand in Deutschland.
Benjamin gibt ebenfalls einen Rückblick auf die Leichtathletik-WM in Katar und einen Ausblick auf Olympia in Tokio. Er erzählt ebenfalls viel von den Highlights der ersten 40 Episoden seines Mein Athlet Podcast. Viel Spaß bei der Episode. Benjamin, herzlich willkommen zum Podcast.
Wolfgang, vielen Dank für die Einladung. Freut mich, dass du hier bist. Es ist ein gutes halbes Jahr her, dass ich bei dir zu Gast war im Mein Athlet Podcast. Ganz genau.
Das ist mittlerweile der erfolgreichste Leichtathletik-Podcast Deutschlands. Ja. Kann man so sagen. Ich denke, das sind auch die zwei Dinge, die wir gemein haben.
Wir haben Begeisterung für Training und Begeisterung für das Podcasten. Ich glaube, das sind noch zwei Dinge, die man unbedingt mitbringen sollte, wenn man einen Podcast starten möchte. Dein Leichtathletik-Podcast interviewt nahezu ausschließlich Leichtathleten und Personen wie Trainer, die mit Leichtathletik zu tun haben. Da sind mittlerweile schon über 40 Folgen draußen.
Wenn jemand auf deinen Podcast jetzt klickt und sich ein paar Folgen anhört, Was würdest du sagen, was sind die ersten drei Folgen, die sich jeder anhören sollte? Also das ist eine sehr, sehr gute Frage. Auf jeden Fall eine der Folgen sollte die mit Pamela Dudkewitsch sein. Das ist eine der besten deutschen 100-Meter-Hürdensprinterinnen.
Und wenn man sich einfach anhört, mit was für einer Leidenschaft sie den Hirnspurt betreibt, das fesselt einfach jeden. Eine weitere Folge, die ein unbedingtes Muss ist für jeden, der sich auch trainingstechnisch weiterbilden möchte, ist deine Folge bzw. deine beiden Folgen. Ich habe eine Doppelfolge draus gemacht, weil sehr, sehr viel Interessantes dabei war. vom Kniebeugenurlaub, der immer noch sehr gut ankommt, auch zu den Tests, die für Sprinter wichtig sind, also um zu erkennen, auf was für einem Niveau bin ich, wo sind meine Stärken, wo sind meine Schwächen. Da bekomme ich auch ein halbes Jahr sp immer noch sehr sehr viel Feedback dazu Und die dritte Folge die erscheint tats noch wahrscheinlich, ich weiß nicht, wann der Podcast veröffentlicht wird, mit Deutschlands bester Kugelstoßerin Christina Schwanitz.
Also sie gibt auch einen tiefen Einblick in ihren Trainingsalltag und das Ganze drumherum. Und das war für mich als Podcaster super interessant. Und ich gehe davon aus, dass es auch für die Hörer ein absolutes Highlight sein wird.
Kraftstandards im Kugelstoßen
Kugelstoßen ist auch so ein Sport, der in der Öffentlichkeit nicht so viel Aufmerksamkeit bekommt. Aber gerade in meinem Bereich, dem Krafttraining, bekommt Kugelstoßen eine relativ große Aufmerksamkeit. Denn die Kraftwerte von den Kugelstoßern sind beeindruckend. Da ist eine Geschichte, die ich im Hinterkopf habe, Dylan Armstrong, der bei Olympia Bronze gewonnen hat.
Und der so einer der Verfechter ist von Krafttraining ist nicht ganz so wichtig. Also er macht ganz wenig Krafttraining. Das Ding ist, wenn man so ein bisschen näher fragt, ist es so, der macht vier Monate kein Krafttraining und geht dann ins Studio und beugt 300 Kilo. Okay.
Gut, ich sage mal, wenn man auf dem Niveau ist, dann kann man das Krafttraining in Anführungszeichen etwas vernachlässigen. Aber das ist ja dann ein absolutes Ausnahmetalent. Ein anderes Beispiel. Ich habe vor einigen Jahren, das war 2009, in den USA Adam Nelson kennengelernt.
Adam Nelson ist Olympiasieger im Kugelstoßen 2004 und er hat auch so ein bisschen aus seinem Trainingsalltag geplaudert und dann kommt er halt so nebenbei, dass er auf der Schrägbank mit einer dicken Hantel 260 Kilo gedrückt hat und dass er vor Olympia 2004 300 Kilo für 10 Kniebäumen gemacht hat. oder erzählt so Geschichten wie, sie waren Pre-Olympia-Training-Camp 2004 mit US Track & Field und dann haben komplett alle Leichtathleten zum Spaß so ein bisschen Weitsprung gemacht. Stehender Weitsprung in den Sandkasten. Und Dwight Phillips, der 2004 auch Olympiasieger im Weitsprung wurde, hat dann im Endeffekt alle abgezogen.
Was hat er für einen Wert? 3,10 Meter, basierend auf dem, je nachdem, wie man gemessen hat. Ich gehe davon aus, wir haben nicht vom Absprung gemessen, sondern von der Kante vom Sandkasten. Und sie haben nicht Zehen gemessen, sondern Ferse. Das heißt, ich würde realistisch sagen, wenn man Zehen bis Zehen gemessen hätte, kommt es mit Sicherheit auf irgendwo 3,50, 3,60 raus.
Ich sage mal so, ab drei Metern wird es interessant. Das sind dann wirklich gute Werte. Und Philips hatte 3,10 Meter. Und Adam Nelson hat sich das so angeschaut und dachte er probiert auch mal Und ist dann 3 Meter gesprungen Hat dann quasi ohne Anlauf also nur aus dem Stand Dwight Phillips geschlagen Wenn da ein paar Meter Anlauf dazugekommen wären, hätte mit Sicherheit Dwight Phillips, der da, ich glaube, 8,54 Meter gesprungen ist 2004 und so Olympiagold gewonnen hat, ihn definitiv besiegt.
Jedoch nur ohne Anlauf, quasi reine Explosivkraft, ohne jegliche Elastizität. hat dann Ellen Nelson, kurz Dwight Phillips, abgezogen. Aber das sind auch Werte, die braucht man sowohl als Werfer, als Springer, aber auch als Sprinter, diese Explosivität. Ich könnte mir auch vorstellen, dass Werfer auf den ersten 5 bis 15 Metern durchaus mit Sprintern oder mit Weitspringern mithalten können, weil es da wirklich rein um die Explosivität aus dem Block oder die Beschleunigung auf den ersten Metern geht.
Explosivkraft und Sprint-Philosophie
Was waren so einige Trainingsgeschichten, die du in den letzten gut 40 Folgen, die du aufgenommen hast, mitbekommen hast, die du mitgenommen hast und sagst, wow, okay, das hat mich überrascht? Was mich tatsächlich am meisten überrascht hat, ist das Trainingskonzept von einem Frankfurter Kurzsprungtrainer, David Corell. Er ist noch relativ jung, noch keine 30. Er trainiert den deutschen Meister über die 100 Meter aus 2019, Michael Pohl, und den deutschen Meister über die auch 100 Meter aus 2018, Kevin Kranz.
Und er hat zu mir gesagt, er hat die Philosophie, er sieht Sprinter als Geparden. und hat mich gefragt, was macht ein Gepard? Der liegt den halben Tag faul in der Sonne rum, in einem am Tag explodiert er. Und er sucht für sich eher die Athleten, die gar nicht so viele Trainingseinheiten in der Woche benötigen, sondern die nach drei, vier, fünf Einheiten in der Woche einfach genug haben und das ausreichend ist, um einen Reiz zu setzen. Und er hat damit wirklich sehr, sehr viel Erfolg.
Das ist ein komplett anderer Ansatz, als den ich damals im Training verfolgt hatte. Das ist für mich einfach beeindruckend zu sehen, wie sich seine komplette Trainingsgruppe entwickelt. Er hat die beiden deutschen Meister, aber auch viele gute andere Sprinter auch im Nachwuchsbereich, die im Prinzip nach dem gleichen Schema trainieren. Das ist f mich ein komplett anderer Ansatz den es bisher in Deutschland nicht so h gab im Sprintbereich Das hei er legt sehr viel Wert auf Qualit des Trainings relativ wenig auf Meter machen Genau wenig Umf hohe Intensit in den Einheiten legt einen hohen Wert auf Technik und ist auch sehr individuell, was die Trainingsgestaltung angeht.
Also Michael Pohl zum Beispiel im Kraftbereich sagt, er kann keine Kniebeuge. Er kriegt die aus irgendwelchen Gründen technisch nicht umgesetzt, nicht sauber. und macht aus diesem Grund schon seit vielen Jahren Ausfallschritte. Und die hatte ich im Training auch mit eingebaut, aber das war jetzt nie ein Trainingsmittel, auf was wir uns fokussiert haben. Das war bei uns tatsächlich eher die Kniebeugen und das Kreuzheben.
Und das lässt er komplett raus. Bei ihm funktioniert es und es ist dann immer interessant zu sehen, dass dann auch solche anderen Modelle sehr erfolgreich funktionieren. Das heißt, die technische Umsetzung funktioniert nicht. Was passt nicht?
Mobilität, Tiefe? Ist er da näher darauf eingegangen? Ich glaube, vom Rücken her fühlt er sich nicht ganz so stabil. Er sagt, er kann es nicht sauber ausführen und fühlt sich unwohl dabei.
Und verzichtet deshalb seit Jahren darauf. Macht er neben den Ausfallschritten auch olympische Gewichtheberübungen, wenn die reißen, umsetzen? Da habe ich mich mit ihm gar nicht drüber unterhalten. Aber ich gehe davon aus, dass er im Bereich der Explosivkraft da relativ viel macht.
Was ja allgemein bei den Leichtathleten, wo ich mich immer freue, das ist eine der wenigen Sportarten, wo gerade dieses Explosivkrafttraining mit der Langhantel immer noch sehr hoch bewertet wird. Also die meisten Leichtathletik-Schulen, die Krafttraining machen, reisen und umsetzen. Ja, sowas auch. Was mit die zwei besten Explosivkraftübungen sind und dann auch teilweise mit sehr guten Kraftwerten.
Definitiv. Und beim olympischen Gewichtheben geht es meiner Meinung nach auch nicht nur um die Explosivkraft, sondern es sind ja dann auch immer wirklich gute Ganzkörperübungen. Also auf Stabilisationstraining sollte man nicht verzichten, aber ich sage mal, wenn jemand sauber reißen kann, sauber umsetzen kann, dann ist das auch immer eine sehr, sehr gute Übung für den kompletten Ruhm, für den Rücken, ja, für im Prinzip den ganzen Körper. Auch wenn man erstmal mit niedrigem Gewicht anfängt und nur den technischen Aspekt trainiert, baut man eine unglaublich gute Stabilität auf, die in allen Bereichen der Leichtathletik extrem wichtig ist.
Benjamins Karriere und 400m-Training
Bevor du Leichtathletik-Podcast gemacht hast, auch Leichtathleten, am Anfang 100, 200 Meter und dann am Ende 400 Meter. Ganz genau, also ich war insgesamt elf Jahre im Leistungssport, ich habe 2003 mit 19 angefangen. Ich bin da abends irgendwann in Wetzlar, eine Kleinstadt in Hessen, im Stadion aufgeschlagen, habe gesagt, ich hätte mal Lust zu sprinten. Der Trainer sagte, okay, laufe dich erst mal zehn Minuten ein.
Da ich zu dem Zeitpunkt zwei Jahre keinen Sport gemacht hatte, war ich nach diesen zehn Minuten warmlaufen so im Eimer, dass ich wieder nach Hause gegangen bin. Die Trainingsgruppe sagte, der Typ kommt nie wieder. Ich kam dann tatsächlich wieder. Und das war damals im letzten A-Jugendjahr.
Nach sechs Monaten konnte ich mich dann schon für die deutschen Meisterschaften qualifizieren. Und wenn man so schnell einen Fortschritt erreicht, ist man natürlich angefixt. Also da ist der Ehrgeiz dann da und so hat sich das Ganze dann eben entwickelt. Er hat dann Erfolg.
Ich war siebter über die 100 Meter in Deutschland, sechster über die 200. Meine Bestzeit über die 100 ist eine 10, 49, über die 200 eine 21, 11 und der Wechsel auf die 400 kam dann irgendwann zustande oder der Versuch, weil ich gesagt habe, das Niveau in Deutschland im Kurzsprint ist so unglaublich stark. Stand 2011, Stand 2012, dass es für mich extrem schwer wird, in die Nationalstaffel zu kommen mit der Zeit, die ich laufen kann. Zu der Zeit, Sven Knipphals war extrem stark mit 10, 13, Julian Reus, der den deutschen Rekord hält, Lukas Jakubczyk, das sind auch jetzt noch Namen, die sind extrem schnell und das ist und war eine extrem harte Konkurrenz und eine so starke Konkurrenz gab es zu dieser Zeit über die 400 Meter nicht.
Weshalb ich dann mit meinem Trainer gesagt habe, okay, wir versuchen den Umstieg auf die Viertelmeile, was dann aber am Ende des Tages leider nicht ganz so funktioniert hatte, wie ich mir das vorgestellt habe. Und dann war ich 30 und musste mich entscheiden, was machst du jetzt? Und habe dann eben erstmal den Leistungssport oder die Leichtathletik hinter mir gelassen für ein paar Jahre.
Laktatschwellen und Trainingsintensität
Wenn ich 400 Meter Training höre, ist das Erste, an was ich denke, Qual. Ja. Das bringt es im Prinzip auf den Punkt. Also die Umf die man macht die Tempol die Laktatwerte die man hat das ist schon wirklich heftig Und es gibt im Prinzip nur noch eine Sportart die da herankommt das ist das Rudern Ruderergometer oder Ruderwettk auf dem Wasser wo man wirklich mit Laktatwerten umzugehen hat die jenseits der 20er Marke sind Was ist das Höchste, was bei dir jemals gemessen würde?
Ich glaube, ich hatte mal einen Laktatwert von 21. Das ist dann der Bereich, wo einem einfach nur noch schlecht ist. Viele übergeben sich dann. Man ist kurz vor der Bewusstlosigkeit und braucht eine halbe, dreiviertel Stunde, bis man wirklich wieder klar im Kopf ist.
Also man fühlt sich dann auch wie betrunken. Und das ist dann halt der Punkt, wo der Trainer dann sagt, okay, geht es schlecht, ich sehe es, aber die nächste Serie steht an, muss wieder laufen. Man muss halt wirklich bei den 400 Metern hohe Umfänge trainieren. Man braucht die Schnelligkeitsausdauer, die Härte.
Man muss im Wettkampf ja dann auch unter hohem Laktatwert auch noch laufen können. Man muss die Technik umsetzen können und das trainiert man einfach, übt man im Training. Und deswegen ist es einfach brutal. Man darf sich keine Krankheitstage oder Wochen erlauben im Winter.
Wenn du Kurzsprint trainierst und du bist mal drei, vier Tage erkältet, das ist dann so, das macht im Kraftbereich nicht so super viel aus und in der Schnelligkeit, wenn du mal ein schnelles Training oder zwei schnelle Trainingsarten ausfallen lässt, das ist verkraftbar. Wenn du über die 400 Meter eine Woche im Winter krank bist, wird das für die nächste Saison schon sehr, sehr schwierig, da die Leistung abzurufen, die eigentlich geplant ist. Deswegen sind die 400 Meter einfach eine unglaublich harte Disziplin. Eines meiner letzten Rennen, von dem erzähle ich ganz gerne, da ging es darum, das sollte eine Standortbestimmung sein am Anfang der Saison.
Ich sollte, sagen wir mal, 22.0 über die ersten 200 Meter angehen. Das heißt, ich hatte eine Schonzeit von anderthalb Sekunden zu meiner Bestzeit. Grob, einfach jetzt nur mal als Beispiel. Und mein Trainer stand in der Kurve bei 200 Meter und wollte den Daumen hoch oder Daumen runter geben, ob ich zu schnell oder zu langsam angehe, dass ich das so noch so ein bisschen nachsteuern kann.
Und normalerweise hat man ein sehr gutes Gefühl, dass man plus minus ein, zwei Zehntel auch diese angesetzte Zeit trifft. Ich bin dann losgelaufen es hat sich super locker angef Ich dachte okay das wird ein guter Lauf und ich sehe so bei 180 Meter meinen Trainer fixiere ihn sehe wie er mich anschaut schaut runter auf seine Stoppuhr schaut wieder mich an und l die Stoppuhr einfach fallen oder runter und gibt mir kein Zeichen und ich denke so okay bin ich jetzt zu schnell oder bin ich zu langsam warum gibt er mir kein Feedback Nach genau 220 Metern habe ich gemerkt, warum er nichts angezeigt hat.
Ich bin viel zu schnell angegangen. Nach 220 Metern kam der Mann mit dem Hammer. Ich war nach 250 Metern eigentlich schon komplett am Ende und Kurvenausgang bei 300 Metern eigentlich schon so übersäuert, dass ich Probleme hatte, meine Bahn zu erkennen. Das ist der Bereich, wo die geraden Linien von der Zielgeraden die Linien aus der Kurve überschneiden.
Und da war ich einfach schon so drüber, dass ich nicht mehr genau erkennen konnte, okay, bin ich jetzt noch in meiner Bahn oder bin ich jetzt in der anderen? Und die letzten 50 Meter war einfach nur noch Hölle, also ein purer Schmerz. Und ich weiß auch nicht, wie lange ich danach im Zielbereich lag, bis ich wieder klar denken konnte. Wie war die Zeit?
Katastrophal. Also ich weiß nicht mehr genau. Eine 49 irgendwas. Also absolut unter meinen Erwartungen.
Das heißt viel Qual. So eine 400 Meter Trainingseinheit, wie kann man sich das vorstellen?
Struktur einer Sprint-Trainingseinheit
Wie sieht das aus? Wie viel Lauf der da? Wie viel Pause gibt es? Im Schnitt.
Im Schnitt. Also wenn ich jetzt eine Trainingseinheit rauspicke, die wir relativ häufig im Aufbautraining im Winter gemacht haben, dann sind das die 4x4x200, das heißt vier Sätze mit 200-Meter-Sprints. Und zwischen den vier Läufen in einem Block hat man jeweils 30 Sekunden Pause und dann zum nächsten Block vier oder fünf Minuten Serienpause. Das heißt, du sprintest 200 Meter, hast 30 Sekunden Pause und sprintest dann den nächsten.
Und die 30 Sekunden Pause haben eben das Ziel, dass du mit einem höheren Laktatwert in den nächsten Lauf einsteigst und auch mit einem höheren Puls. So kannst du halt in eine relativ kurze Trainingseinheit eine recht harte Belastung reinpacken und erzielt dadurch einen deutlich größeren Effekt, als wenn du viel Umfang machst und nicht so eine hohe Belastung Und jeder kann das ja mal ausprobieren was es hei nach 30 Sekunden in den n Lauf einzusteigen Das ist so eine Einheit, die kann man fast eigentlich nur in der Gruppe machen. Jeder macht den weiteren Lauftempo und man muss sich gegenseitig motivieren, dass man sowas durchziehen kann.
Wenn man so ein Training durchgezogen hat, da braucht man dann auch erstmal eine Weile, um wieder klar denken zu können. Das ist so eine typische Einheit für den Winter. Wie lange geht es für eine Einheit mit Aufwärmen? Aufwärmen würde ich sagen 45 Minuten, erst mal ein lockeres Einlaufen, ein paar Runden.
Also das war dann gar nicht so viel, drei, vier, fünf Runden auf dem Platz. Dabei kann man sich auch unterhalten. Dann 20 Minuten tatsächlich Gymnastik, also viel Dehnübung. Ich habe immer sehr, sehr viel Stretching auch vor den Läufen gemacht, weil ich einfach einen extrem hohen Muskeltonus habe und mir tut das gut, auch schon vor solchen Einheiten da viel Dehnübungen zu machen, auch Partnerübungen.
Dann 15 bis 20 Minuten Sprintkoordination, also Sprint-ABC, Anfersen, Kniehub und verschiedene Spezialübungen, die es dann auch in der Leichtathletik gibt. Und dann ging es eben immer mit der eigentlichen Einheit los und dann danach eben nochmal, wenn man wieder stehen konnte, ein lockeres Auslaufen und dann auch nochmal Gymnastik. Also so eine Einheit, anderthalb, zwei Stunden waren es immer. Also der Bereich, in dem die Belastung ist, der hat nicht besonders lange gedauert. 30 Sekunden Pause, die gehen weg wie nichts.
Die Läufe pro Lauf sind auch nur um die 30 Sekunden. Da geht die Belastungszeit recht schnell rum, nur das davor und das danach. Kostet halt so ein bisschen Zeit. Wie viele Einheiten die Woche?
Zwischen 9 und 17 Einheiten in der Woche. Also nicht mit zweimal über heute Sport gehen? Nee, also ich habe mal mit einmal oder zweimal die Woche angefangen tatsächlich im ersten Jahr, aber das baut sich dann über die Jahre auf dieses Niveau auf, wobei man sagen muss, 17 Einheiten in der Woche, das ist dann halt wirklich der Peak im Trainingslager, das macht man dann auch nur eine Woche und die Woche danach ist eine Entlastungswoche, in der man dann wirklich nur wirklich oder fast nur lockere Sachen macht. Und da zählt dann auch, wenn man dreimal am Tag trainiert, also morgens macht man einen lockeren Dauerlauf.
Um die Beine aufzulockern und abends geht man vielleicht noch mal kurz ins Becken schwimmt, ein paar Runden oder sowas. Auch selbst wenn man drei Einheiten macht, eine davon wirklich eine belastende Einheit ist und die anderen beiden eher zur Vorbereitung und zur Nachbereitung. Ein bisschen Bewegung drumherum. Genau.
Das heißt wahrscheinlich mehr Training als die meisten vermuten würden hinter Leichtathletik. Ja, auch gerade für Sprinter. Also für Langsprinter dann. Also gut, Michael Pohl, der deutsche Meister aus 2019, über den ich vorhin schon gesprochen hatte, nennt sich immer den schnellsten Hobbyathleten Deutschlands und bisher hat er tatsächlich nur viermal die Woche trainiert.
Also einfach, weil es aufgrund seines Studiumsjob technisch zeitlich nicht mehr hinbekommt. Und jetzt ist er auf fünf Einheiten in der Woche hochgegangen. Aber er ist auch wirklich ein reiner 100 Meter Sprinter. Also da geht es auch nicht um Schnelligkeitsausdauer, sondern er sprintet die 60 Meter und die 100 Meter.
Und für die 200 fehlt dann auch schon einfach die Ausdauer. die Ausdauer. Aber ich sage mal, wenn man 200 und dann tatsächlich 400 Meter Sprinter sein möchte, dann muss es von den Umfängen meiner Meinung nach dann nochmal deutlich nach oben gehen.
Volumen versus Regeneration bei Elite-Athleten
Das wenigste, von dem ich je gehört habe, war Greg Rutherford, der in London Olympia Gold gewonnen hat. Ich habe 2012 ein Seminar besucht und dort den Physiotherapeuten der Seattle Seahawks, den Superbowl-Gewinner in der NFL kennengelernt, Jerry Ramogida, der vor London Olympia zwei Jahre in England gelebt hat und gearbeitet hat. Und er hat im Endeffekt erzählt, dass Jerry Mojida in der Vergangenheit war immer das Problem, wenn er hochvolumige Phasen hatte, ist er krank geworden. Es gibt ja so diesen einen Typus des Athleten, der erste Übertrainingssymptom, das kommt, ist eine Erkältung.
Und sie haben bei ihm das Training so runtergefahren, dass er dreimal die Woche zwei Stunden Training gemacht hat. Mit allem drum und dran. Und was dann am Ende in seine erfolgreichste Saison geführt hat, was Goldmedaille war, bei den Olympischen Spielen in London. Das ist Wahnsinn.
Es geht über bestimmte Distanzen tatsächlich auch mit wirklich wenig Einheiten. Und auch zu dem Punkt, was ich gelesen hatte, in der Studie ging es darum, wie lange braucht der K tats um sich von extremen Belastungen zu erholen Und da hat man den Cortisolwert glaube ich bei bestimmten 100 getestet nachdem die Bestzeiten gelaufen sind. Und da hat das nicht nur mehrere Tage, sondern wirklich mehrere Wochen gedauert, bis sich diese Werte wieder in den Normalbereich stabilisiert haben. Und der Athlet hat sich schon viel, viel früher fit gefühlt, aber die Werte haben eine ganz andere Sprache gesprochen.
Und das ist dann halt auch die Frage, wo setzt man dann an, um tatsächlich dann den richtigen Trainings- oder den bestmöglichen Trainingseffekt zu bekommen und nicht ins Übertraining zu gelangen. Weil das gerade über die 100 und über die 60, man muss spritzig sein, also man muss absolut erholt sein, um wirklich schnell zu laufen. Und wenn man da zu früh eine Belastung wieder einsetzt, ist man ganz schnell im Übertraining und wird am Ende des Tages einfach nur langsamer und kann keine Maximalgeschwindigkeit und keine Beschleunigungswerte aufbauen. Das fand ich super interessant.
Also das ist da wirklich über mehrere Wochen. Ähnliches habe ich eben schon gelesen und gehört. Das Interessante da ist diese subjektive Bewertung der Erholung. Die meisten sagen okay, ich fühle mich jetzt wieder gut, also Vollgas-Training.
Die meisten Trainer würden das auch sagen, okay, er fühlt sich gut, also Vollgas. Und wenn der Körper aber dann noch nicht erholt ist, dann hast du eben diese Abwärtsspirale, dass die Ermüdung sich aufbaut und dann quasi so Fatigue-Masks-Fitness, du schlechter und langsamer wirst, obwohl du eigentlich ausreichend trainierst, sogar so trainierst, dass das Training kontraproduktiv wird. Gerade im Bereich Leichtathletik, es ist weniger am Intimsportarten, dieses Thema Kondition, die Fähigkeit, Leistung zu wiederholen. Da ist einer der Punkte, die ich immer gerade bei Athleten mache, es gibt zwei Zustände, in denen deine Kondition schlecht ist.
Immer du hast zu viel trainiert oder du hast zu wenig trainiert. Und in 99% der Fällen ist es, du hast zu wenig trainiert. Die meisten haben schlechte Konditionen, weil sie zu wenig trainiert haben. Es gibt aber diesen 1% der Fälle, die technisch schlechte Konditionen haben, weil sie einfach viel zu viel gemacht haben.
Jeder, der schon mal sehr viel trainiert hat, kennt das wahrscheinlich irgendwoher. Du läufst Treppen hoch und du denkst dir, eigentlich bin ich gerade voll im Training und hier Treppen hochlaufen strengt mich gerade richtig an. Was ist los? Du bist dekonditioniert, das ist eine schlechte Kondition, weil du zu viel trainiert hast Kann ich mir auch gut vorstellen Also weil es ist nicht nur das Gef okay ich f mich schon wieder fit sondern es ist auch irgendwo, sowas zumindest bei mir, ein Stück weit der eigene Ehrgeiz.
Okay, ich habe jetzt ein bestimmtes Niveau und ich möchte aber mich noch verbessern. Das heißt, ich muss auch mehr trainieren. Das ist, glaube ich, auch so ein, ja, ich will jetzt nicht sagen, kein ungeschriebenes Gesetz, Aber man hat so das Gefühl über Jahre entwickelt, okay, ich bin jetzt besser geworden und ich möchte noch besser werden. Da packe ich einfach nochmal eine weitere Trainingseinheit drauf und ich kann kein Training ausfallen lassen.
Das geht nicht. Also das würde ja Schwäche zeigen oder den Trainingsplan einfach kaputt machen. Und ich glaube, dass es bei vielen, die in diesem 1% des Übertrainings sind, auch ein Grund dafür ist. 100%. Ich hätte vor einigen Wochen eine Folge im Podcast mit dem Titel Die Illusion des harten Trainings.
Was im Endeffekt auch der Punkt ist, gerade auf hohem Niveau, dass mehr und härteres Training einen weiterbringt, ist in wenigen Fällen der Fall. Belastendes Training ist notwendig. Fortschritt befindet sich immer außerhalb der Komfortzone. Wenn du mal bis in die 100 Meter rennst mit 13 Sekunden, kannst du nicht erwarten, dass du deine Bestzeit verbessert, auch von 12 auf 11,5 oder dergleichen.
Es muss außerhalb der Komfortzonen sein, jedoch konstant zu hart zu trainieren, ist vor allem auf hohem Niveau nicht der Weg zum Erfolg. Ja, würde ich genauso sagen. Und gerade erleichtert das Thema Technik, das ist eine der Dinge, die mich auch immer wieder faszinieren. Der Fokus auf Technik, auf Sprungtechnik, auf Sprinttechnik ist ein extrem hoher.
Dadurch, dass die Kräfte so hoch sind, einfach nur mehr Kräfte generieren, indem du stärker wirst, funktioniert einem gewissen Niveau nicht mehr, sondern du musst einfach deine Sprintechnik verbessern, Sprungtechnik verbessern, um dann noch schneller zu werden.
Die Rolle von Technologie in der Leichtathletik
In den gut 40 Folgen, die du jetzt aufgenommen hast von deinem Podcast, was waren da so einige der Punkte, die du, was das Techniktraining angeht, mitgenommen hast? Was ich da extrem interessant fand, es kommt immer mehr Technik in die Leichtathletik auch rein, also Videoauswertung, Dartfish ist zum Beispiel eine Software, mit der man Bewegungsabl Winkel und verschiedene Sachen darstellen kann Kraftplatten Lichtschranken aber auch 3D die im Prinzip Bilder komplett im Raum darstellen k Bei den Stabhochspringern ist das ein Thema Das kommt immer mehr Ja, was aber viele der Top-Athleten sagen, das Wichtigste ist das Auge des Trainers.
Also die machen alle eine Auswertung zu bestimmten Zeiten an den Olympiastützpunkten, aber das Feedback des Trainers in der Einheit ist immer noch das Wichtigste. Das fand ich super interessant und es scheint immer noch viel der Kommunikation zwischen Trainer und Athlet in der akuten Situation zu sein. Aber nochmal zurück zu den technischen Hilfsmitteln, die häufig genutzt werden. Da hatte ich ein Interview mit Andreas Behm, das ist ein Frankfurter Bub, der ist in Frankfurt geboren, lebt aber seit vielen Jahren in den USA.
Der ist in Deutschland und auch in der deutschen Leichtathletikszene fast unbekannt, obwohl er Aries Merritt zum einen zum Weltrekord über die 110 Meter Höhen geführt hat und zum Olympiasieg. Er ist einer der besten Hürden und Kurzsprinttrainer der Welt. Er trainiert in Phoenix, Arizona bei Altis und er hat mir so einen kleinen Einblick in seinen Trainingsalltag gewährt. Und sie nutzen im Training seit dieser Saison auch GPS-Tracker, um festzustellen, wie sind die Belastungen innerhalb einer Trainingseinheit.
Also wie viel Prozent der Läufe waren im Geschwindigkeitsbereich X, also in der hohen Belastungszone, in der niedrigen Belastungszone, in der mittleren Belastungszone, um das dann eben anzupassen, um eben auch nicht in Übertraining oder in Untertraining zu kommen. Und er hat auch darüber gesprochen, dass für ihn es auch bei den Hürden wichtig wäre, in den Zwischenräumen zwischen Hürde 3 und 4 mehr Daten zu erlangen, um zu sehen, okay, im mittleren Bereich des Rennens hat er einen Schwachpunkt oder im ersten Bereich, da versucht er auch noch mehr Daten zu erlangen, als er in den Jahren zuvor erlangen konnte, um das Training dann auch noch individueller an die verschiedenen Schwächen oder Stärken anzupassen.
Also die Leichtathletik ist meiner Meinung nach eine Sportart, in der man soll... ...daten sehr, sehr gut nutzen kann, weil, wie du schon gesagt hast, es bringt irgendwann nichts mehr, noch mehr Kraft aufzubauen, sondern die Kraft, die man hat, die muss man ökonomisch nutzen und effektiv einsetzen. Und wenn man dann erkennt, okay, der Winkel im Startblock ist nicht ideal oder die Haltung über einer Hürde könnte man noch verbessern oder der Abwurfwinkel beim Kugelstoßen oder beim Sperrwurf, der ist noch nicht so, wie es eigentlich sein sollte. Und wenn man das sehr leicht anhand verschiedener Softwarelösungen darstellen kann, ist das, glaube ich, für jeden Athleten, jeden Trainer ein wichtiger Bereich.
Das Thema Technologie siehst du als eine der Innovationsquellen im Training in den nächsten Jahren? Würde ich schon sagen. Also auch wenn viele Athleten auch noch auf das Auge des Trainers schwören, was auch in der akuten Situation mit Sicherheit richtig ist. Wenn man langfristig einen Blick auf die Saison oder auf eine Vorbereitung schaut, glaube ich, kann man über Softwarelösungen und über technische Gadgets sehr, sehr viel noch rausholen.
Definitiv.
Altis und Training in warmem Klima
Das Thema Altis, diese Trainingsgruppe in Arizona, finde ich ein ganz interessantes. Ich war 2015 auch dort, habe auch dort Andreas kennengelernt. Und wie du sagst, in Deutschland ist er sehr unbekannt. Ich habe damals schon mit Gleich-Athleten zu tun gehabt.
Ich bin dort hingefahren und war ganz überrascht, dass da ein deutscher Trainer ist. Ich war auch dort und war dann so, wir haben auch einen Deutschen hier. Und da habe ich mich damit unterhalten. Ich war dann so, okay, Hürden.
Damals waren es 120 Athleten auf allerhöchstem Niveau. was damals 2015, soweit ich weiß, ist immer noch sehr ähnlich, quasi die größte Trainingsgruppe der Welt war, mit Abstand höchstem Durchschnittslevel. Er hat Sprinter, die unter 10 Sekunden die 100 Meter laufen, unter 20 Sekunden die 200. Irgendwann möchte ich auch mal nach Phoenix und mir das Ganze persönlich anschauen. Ich finde das super spannend.
Dort werden ja auch sehr, sehr viele Seminare angeboten, Weiterbildungsmöglichkeiten für Trainer, aber auch für Athleten und das möchte ich auch einfach mal live miterleben. Gerade im Bereich Leichtathletik. Arizona ist natürlich einer der größten Vorteile von der Trainingskurve dort ist das Klima. Du hast im Endeffekt Sommer das ganze Jahr im Sommer im August ist es warm warm Und im Dezember ist es warm Von Januar bis Dezember.
Aufwärmen ist nicht wie in Deutschland, wo du dick eingepackt erstmal im Winter eine dreiviertel Stunde dich warm machen musst, dass du einigermaßen warm wirst. Sondern dort ist es halt warm. Und das Problem ist ja im Winter nicht das Warmmachen. es kostet dann halt ein bisschen mehr Zeit. Das eigentliche Problem ist, dass man nicht auskühlt zwischen den Läufen, weil gerade wenn man schnellere intensive Läufe machen möchte, dann muss dementsprechend die Pause angepasst werden.
Also wenn wir im Frühsommer kurz vor der Saison submaximale Läufe gemacht haben, sprich 150 Meter auf einem Geschwindigkeitslevel von 98, 99 Prozent, hatten wir zwischen den Läufen bis zu 25 Minuten Pause. Wenn ich bei 0 Grad 25 Minuten irgendwo in einem Stadion rumstehe, dann bin ich wieder ausgekühlt. Das funktioniert nicht. Und ich glaube, das ist eben auch ein großer Vorteil, wenn man in so einer Region trainieren kann.
Ich bin gerade letzte Woche zurückgekommen, ein Seminar in der Domrepp gegeben. Und einer der Teilnehmern des Seminars waren 110 Meter Hürdensprinter aus Texas. Ich habe auch mit ihm unterhalten, wie gerade Training läuft. Und er war so, zurzeit ist ein bisschen weniger Training, denn er muss indoor trainieren.
Ich habe gemeint, das ist Texas. Warum Inter trainieren? Er hat gemeint, so zwei, drei Monate im Jahr trainiert er drin, weil wenn es weniger als 20 Grad hat, ist draußen Training ihm zu gefährlich. Der sollte mal einen Winter in Europa trainieren.
Nee, aber das ist ein guter Punkt. Das ist tatsächlich so. Ich habe mich bei Wettkämpfen auch immer am besten gefühlt, wenn es über 30 Grad warm war. Und selbst dann habe ich die lange Zeit auch immer erst ein, zwei Minuten vor dem Start ausgezogen.
Also gerade als Kurzsprinter erlebt man auch von der Wärme. Die Muskulatur, die Gelenke, die sehen, das ist spürbar geschmeidiger, als wenn man bei 15, 16, 17 Grad sprinten soll. Das ist definitiv so. Also kann ich gut nachvollziehen, dass er da in die Halle geht, gerade wenn er das nicht gewohnt ist.
Was mit Sicherheit auch einer der Vorteile ist von den ganzen karibischen Sprintern. Bei denen ist es im Endeffekt auch, wenn es kalt ist, ist es 28 Grad, wenn es warm ist, ist es 34. Ja. Definitiv Und ich denke auch dass einfach in vielen L in der Karibik nehmen wir jetzt mal Jamaika das Sprinten Volkssport ist wie hier das Fu und man die Masse einfach auch mehr Talente heranziehen kann Definitiv.
Talentsuche und Medienberichterstattung
Was in meiner Sicht auch immer noch einer der unterschätzten Faktoren in allen Sportarten ist. Der Klassiker ist, ich hatte das Gespräch schon mit Sprintern, wie viele 100 Meter Sprinter in Deutschland zwischen 18 und 40 machen 100 Meter Sprinter auf hohem Niveau? Was sagst du? Was ist für dich hohes Niveau?
Deutsche Meisterschaft. Das ist eine gute Frage. 20 bis 30? Ich hätte jetzt 50 gesagt. Sagen wir 50.
Ja. zwischen 18 und 22. Wie viele 100-Meter-Sprinter machen 100-Meter-Sprint auf hohem Niveau in den USA? Wir haben um die 600 Universitäten. Im Endeffekt, jede Universität hat ein Track-and-Field-Programm.
In jeder Uni gibt es vier Jahrgänge und in jeder der vier Jahrgänge gibt es eine Hand von 100-Meter-Sprinter. Das heißt, wenn du sagst, wir haben 600 Unis, dann gehen wir ganz defensiv davon aus, Also es gibt 10 100-Meter-Sprinter pro Uni. Dann sind wir schon bei 6.000 100-Meter-Sprinter, die auf hohem Niveau 100-Meter-Sprint betreiben, zwischen 18 und 22. Nicht zwischen 18 und 40 wie in Deutschland, sondern zwischen 18 und 22.
Und dann ist es aus meiner Sicht einstatistisch, nur logisch, dass das Niveau bei einer US-College-Meisterschaft nahezu das gleiche Niveau ist, wie bei einer Weltmeisterschaft oder bei einer Olympia. Und das ist auch der Fall, dass du da irgendwas gewinnst, musst du deutlich unter 10 Sekunden rennen, ansonsten hast du keine Chance. Allein nur der Beispiel 50 Deutsche versus 6000. klar es gibt immer nochmal auch einen Unterschied in der Bevölkerungsanzahl zwischen Deutschland und den USA, aber der ist liegt nicht um diesen Faktor größer als die Sprinter die es dort gibt das ist ein Punkt und bei mir war es ja auch so dass ich früher bis zur B-Jugend Fußball gespielt habe und dann irgendwann aus freien Stücken gesagt habe okay ich probiere das mal mit dem Sprinten aus also man hat auch beim Fußballspielen schon gesehen dass ich ein Talent für die 100 Meter aber nicht für den Ballsport habe Und da war es dann aber nicht so dass dann irgendein Trainer oder so auf mich zugegangen ist und gesagt hat hier probier es doch mal damit da k du erfolgreicher sein und ich glaube, da gehen in Deutschland sehr, sehr viele Talente in anderen Sportarten unter, die dann vielleicht im Fußball, Handball, Basketball, im Tennis mittelmäßig gut sind, in der Leichtathletik aber eventuell in die deutsche Spitze kommen können.
Gerade in Deutschland medial, Leichtathletik ist sicherlich unterrepräsentiert. Mittlerweile gibt es ja zwischen Weltmeisterschaften Olympia da einen Podcast. Aber darüber hinaus passiert leider nicht sonderlich viel. Was ich schade finde, viele Leichtathletik haben keine Plattform.
Wer sich für Leichtathletik interessiert, um da ein bisschen näheren Einblick zu haben, klar gibt es Instagram. Aber wer sich für Leichtathletik Training und so weiter interessiert, da gibt es relativ wenig. Das ist ein Punkt. Und das war auch ein Grund, warum ich gesagt habe, ich möchte diesen Leichtathletik-Podcast machen.
Also damals, als ich selbst noch Athlet war, hat mich das auch immer so ein bisschen gestört, dass die Leichtathletik, wenn es mal Berichterstattung gab, auf drei Themenbereiche reduziert wurde. Der erste war die Problematik des Dopings in der internationalen Leichtathletik, dann Korruption in großen Verbänden und häufig musste man dann auch lesen, die Leichtathletik ist tot. und ich sage mal, wenn man einen Sport mit Leidenschaft betreibt, schmerzt das immer ein bisschen, wenn man liest, der Sport, den man da macht, sei tot. Finde ich auch schwierig zu argumentieren, wenn es über 800.000 Mitglieder gibt, also der Deutsche Leichtathletikverband ist der fünfgrößte Sportverband in Deutschland, der größte Leichtathletikverband der Welt und bei den Top-Ereignissen EM, WM, Olympischen Spielen schauen mehrere Millionen Leute live sich die Wettkämpfe an, Deswegen finde ich das dann immer schwierig zu sagen, der Sport findet kein Interesse mehr und zu den Höhepunkten gibt es eine Berichterstattung, aber darüber hinaus dann außer diesen drei Themen ab und zu mal gibt es nichts und das fand ich eben schade, aber zu der Zeit als Athlet hatte man das nicht in der Hand. was sollte ich jetzt daran machen?
Ich konnte ja damals zumindest noch keinen Podcast oder irgendwas ähnliches aufziehen. Und ich war lange Jahre Podcast-Hörer und habe auch immer wieder mal nach dem Themenbereich Gleichheit gesucht, da gab es nie etwas. Und irgendwann bin ich dann eben auf die Idee gekommen, okay, du kennst noch relativ viele sehr, sehr erfolgreiche Leistungssportler, Leistungssportler, kennst dich auch so ein bisschen mit der Technik aus, hast wirklich Lust darauf, frag doch einfach mal Gesa Krause, ob sie nicht Lust hat, mit dir eine Folge aufzunehmen und so war es dann tatsächlich auch. Also ich habe dann alles vorbereitet für den Podcast, habe drei, vier, fünf Athleten angeschrieben.
Die haben mir glücklicherweise alle zugesagt und so ist das Ganze dann eben auch entstanden. Und ich merke auch, dass das Interesse an der Leichtathletik nicht nur zu diesen Höhepunkten der Leichtathletik da ist, sondern auch darüber hinaus. Also der Podcast wächst von Woche zu Woche. Ich bekomme super viel, super spannendes und schönes Feedback und es macht unglaublich viel Spaß, weil ich auch sehr, sehr viel von den Athleten, den Trainern und den anderen Gästen lerne.
Gesa war dein Allerjusso? Geser war in Folge 4. Mein erster Gast war Kamge Garber, einer der besten deutschen 400-Meter-Sprinter. Der ist mittlerweile im Sportlerruhestand.
Der war bei drei Olympischen Spielen, mehrfacher deutscher Meister. Ist eine 45er-Zeit über die 400 Meter gelaufen, unter 21 Sekunden über die 200. Also super schnell, 2,02 Meter groß. Super sympathisch.
Das ist riesig für einen Sprinter. Ja, also ist auch der größte Sprinter, den ich so jemals getroffen habe, würde ich sagen. Ist da schon immer rausgestochen. Ich sage mal, über die 400 Meter kann es dann auch schon wieder zum Vorteil werden.
Also da funktioniert das bei den 100, das ist schwierig wegen den Winkeln, der Beschleunigung. Aber ich sage mal, wenn du bei 400 Meter irgendwann einen langen Schritt aufgebaut hast, dann ist das zumindest kein Nachteil. Und er war eben der erste Gast und der zweite Gast müsste nach 40 Folgen die Reihenfolge nicht mehr ganz drin, sollte Katharina Steinruck gewesen sein, ist eine der besten deutschen Marathonläuferinnen, die eben Einblick in ihr Training geben konnte mit über 200 Kilometern die Woche an Laufkilometern. Absolut beeindruckend. 200 Kilometer, das ist ein neuer Rekord.
So im Bereich 150 ist das meiste von dem, was ich bisher gehört habe. Aber ich bin jetzt auch nicht gerade der Marathon-Trainingspezialist, aber 200 Kilometer die Woche. Ja, ich glaube 210, so was, glaube ich, zu Spitzenzeiten. 30 am Tag. Ja, also für mich als Kurzsprinter absolut unglaublich.
Aber die Marathonl die machen zum Teil unglaubliche Kilometer Das ist beeindruckend Sie war in der zweiten Folge dann Georg Fleischauer einer der besten deutschen 400-Meter-Hürdensprinter. Der ist mittlerweile zum Bobsport umgestiegen. Der hat aus dem Nähkästchen geplaudert im Bereich des Hürdensprints. Und dann eben in der vierten Folge hatte ich eben dann Gesa zu Gast, die dann eben auch, ich glaube, auch 150, 160 Kilometer in der Woche macht, als 3000 Meter Hindernisläuferin, also auch wahnsinnige Umfänge.
Das sind viele Kilometer in den Beinen. Ja, und dann auch die Peaks sind dann tatsächlich in den Trainingslagern und die sind häufig in Kenia, in Iten, auf 2500 Metern, wo dann eben auch der Sauerstoffanteil nicht mehr ganz so hoch ist wie jetzt hier auf 0 oder auf 100 Metern. Und das ist einfach beeindruckend. Verrückt.
Highlights aus dem 'Mein Athlet' Podcast
Wenn du so zurückdenkst an die letzten 40 Folgen, was sind so deine Top 3 Momente, Top 3 Stories aus den ganzen Folgen? Ein Moment, in dem ich im Interview sprachlos war, da habe ich eine Weitspringerin interviewt, Maris Lozulo. Sie ist noch im Juniorenbereich oder war zu der Zeit noch im U23-Bereich. Sie hat im Krafttraining vor zwei Jahren eine sehr, sehr schwere Knieverletzung zugezogen.
Sie war im Gerät im Prinzip eingespannt, da war der Unterschenkel und der Oberschenkel fixiert und sie musste gegen einen Widerstand das Bein bewegen. Und da wurde bei der Einstellung irgendwas falsch eingestellt, sodass das Knie über den Null-Grad-Winkel nach oben gestreckt wurde. Also es wurde nicht nach unten durchgestreckt, sondern nach oben in den negativen Bereich. Das heißt, es ist wirklich alles in diesem Knie kaputt gegangen.
Alle Bänder waren gerissen, Knorpelschaden, es war wirklich komplett zerstört. und die Ärzte haben zu ihr damals gesagt, sie wissen nicht, ob sie überhaupt nochmal normal gehen können wird aufgrund der Verletzung und sie muss natürlich operiert werden, Reha und alles und dann habe ich sie im Laufe des Interviews eben gefragt, hast du dich denn auch mal damit auseinandergesetzt, wie es denn sein wird, ohne Sport ein normales Leben zu führen oder was wäre dein Plan gewesen, wenn du aus dem Sport ausgestiegen w was h du dann gemacht und sie hat dann wirklich mit absoluter zu mir gesagt ich habe daran keine Sekunde gedacht f mich gab es diese Option nicht F mich stand nur fest, ich wollte wieder springen, so schnell wie möglich, so früh wie möglich.
Und die Option, mit dem Sport aufzuhören, die gab es für mich nicht. Auch wenn die Ärzte gesagt haben, wir wissen nicht, ob du normal gehen können wirst, auch wenn auch aus ihrem Umfeld zum Teil die Leute unsicher waren, ob sie tatsächlich in den Leistungssport zurückkommen wird. Und sie hat es mit so einer Überzeugung gesagt, das hat mich einfach beeindruckt. Das hat mich weggehauen und ich saß da und ich war für einen Moment einfach sprachlos.
Und bei ihr war es tatsächlich so, sie konnte im letzten Jahr ihr Comeback feiern. Sie ist nicht nur das erste Mal wieder gesprungen, sie ist sogar Zweite der Militärweltmeisterschaften geworden, hat schon wieder unglaublich gute Weiten in die Grube gebracht und ist auf dem besten Weg, eine neue Bestweite zu erzielen. Also vom Mindset her absolut beeindruckend, habe ich davor noch nie erlebt sowas und das ist mein absoluter Top-Moment des Podcasts bisher gewesen. Und die Moment Nummer zwei und Moment Nummer drei, muss ich kurz nachdenken.
Was war trainingstechnisch so das, wo jemand erzählt hat von seinem Training, wo du dann dachtest, okay, wow. Bei mir waren es mit Sicherheit die 210 Kilometer, die du gerade erhielt hast die Woche. Ja, das war auch für mich ein Moment, wo ich gedacht habe, wie schafft man das, wie schafft der Körper das? und gerade aus der Sicht des Kurzsprinters sind das Zahlen. Wenn ich 200 Kilometer im Jahr als Kurzsprinter zurückgelegt habe in Turnschuhen, wäre das wahrscheinlich viel gewesen und das machen die in einer Woche.
Das war so eines der absoluten Highlights aus der Trainingssicht und muss ich kurz nachdenken, es waren mittlerweile wirklich viele, viele Folgen. Ich habe in jeder Folge ja die Frage, was war dein bisher schönster Wettkampf, also nicht der erfolgreichste, sondern an dem die schönsten Emotionen dran hängen. Und da ist mein absolutes Highlight die Folge mit der 100 Meter H Pamela Dudkewitsch Sie hat von den Weltmeisterschaften 2017 in London erz Da konnte sie die Bronze erringen Also sie hat vor diesem Lauf nicht damit gerechnet dass sie da eine Medaille holt und war einfach überwältigt, als sie ihren Namen auf der Anzeigetafel gelesen hat.
Und es war völlig außer sich. Und dann hat sie aber erzählt, sie ist dann nachts nochmal in das Stadion gegangen. Und sie hat gesagt, diese Stille, die dann auf einmal in diesem eigentlichen Hexenkessel vorhanden war, die hat sie aufgesogen und die trägt sie heute noch in sich. Und sie hat das einfach so schön dargestellt.
Da war nicht nur sie in dem Moment, sondern auch ich als Zuhörer. Es war einfach beeindruckend, wie sie das geschildert hat. Ich glaube, man konnte sehr gut nachvollziehen, wie wichtig dieser Moment in dem stillen Stadion für sie tatsächlich war und auch noch ist. Also das war wettkampftechnisch für mich der schönste Augenblick.
Weltmeisterschaften in Katar und Hitzevorbereitung
Cool. Wenn wir über Leichtathletik-Weltmeisterschaft sprechen, jetzt vor einigen Monaten hat die Weltmeisterschaft in der Wüste stattgefunden, in Katar, was ja eine besondere, noch nie so dagewesene Weltmeisterschaft war, was das Wetter angeht. Genau. War September?
Oktober? Es war Oktober, November, ich glaube Oktober oder November, ich bin mir nicht mehr ganz sicher. Ich denke Ende Oktober. Genau, also in Doha, das Stadion war klimatisiert.
Auf 24 Grad. Auf 24 Grad. Und die Ausdauerwettkämpfe, also Marathonläufe und die G-Wettkämpfe haben mitten in der Nacht stattgefunden. Ich glaube 0 Uhr, 23 Uhr, sowas um diese Zeit. und selbst da war es noch extrem heiß.
Und diesbezüglich habe ich mich mit dem besten deutschen Geher, Christopher Linke, unterhalten, der dort den vierten Platz erringen konnte im Gehen. Und ich habe ihn gefragt, wie hast du dich denn im Vorfeld auf diese extremen klimatischen Bedingungen vorbereitet? Und er hat erzählt, dass sie in Berlin an der Charité sich eine sogenannte Hitzekammer aufgebaut haben. Hitzekammer heißt, sie haben sich mehrere Heizstrahler, Heizgeräte in relativ kleinen Raum gestellt, dazu ein Laufband und haben den Raum dann zum einen auf um die 30 Grad oder ich glaube sogar noch höher aufgeheizt.
Und nicht nur das, sie haben noch feuchte Handtücher über die Luftauslässe gelegt, damit eine Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent in dem Raum erreicht wird. Und so haben sie eben eine Woche lang unter ärztlicher Betreuung verschiedene Trainingseinheiten absolviert. um sich an dieses Niveau Hitze und auch Luftfeuchtigkeitsniveau in Doha anzupassen. Und er hat dann tatsächlich auch einen Effekt feststellen können. Also die erste Einheit in der Woche musste er abbrechen nach einer bestimmten Kilometerzeit.
Ich weiß nicht, ob sie zwölf Kilometer gehen wollten auf dem Laufbahn und nach vier oder fünf mussten sie dann einen Cut machen. Und am Ende der Woche war tatsächlich schon ein Anpassung, ein Anpassungseffekt da. Ja, also das war für mich auch ein sehr, sehr interessanter Einblick in den Ausdauerbereich. Und ich glaube auch ähnlich wird es dieses Jahr 2020 bei den Olympischen Spielen in Tokio, weil auch da die klimatischen Bedingungen ähnlich sein werden.
Also ich finde ja im Sommer statt. Japan hat auch eine sehr, sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Die Marathonläufe, die sind ein bisschen abseits von Tokio. Ich glaube 800 Kilometer entfernt sollen die Temperaturen nicht ganz so hoch sein wie in der Stadt, aber auch immer noch auf einem Niveau, was zu vergleichen ist mit dem Doha.
Das extreme Wetterbedingungen wird wahrscheinlich auch der erste Marathon gewesen sein, der bei Nacht stattgefunden hat. Soweit ich weiß, ja. Oder die ersten Ausdauerwettkämpfe, die bei Nacht stattgefunden haben, habe ich auch noch nie. Früh morgens ist ja normal.
Aber mitten in der Nacht ist schon... Mitten in der Nacht ist neu.
Das Sub-2-Stunden Marathon-Projekt
Wie hast du diesen Marathon-Weltrekord-Versuch mitgenommen im letzten Jahr? Es waren ja, wenn ich mich erinnere, zwei Versuche. Einmal auf der Formel 1 Rennstrecke. Genau.
Und einmal war es noch in Wien, in der Stadt. Genau, wo es dann auch funktioniert hat. Es ist ja kein offizieller Weltrekord. Nichtsdestotrotz ist ja die Marathon-Distanz in unter zwei Stunden gelaufen.
Und für mich war es einfach super interessant zu sehen, was da für eine Planung dahinter steckte. Wer an Pacemakern da mit dabei war, die Inge Brixens. Die weltbesten Mittelstreckenläufer waren mit dabei. Es war ein Team von, ich glaube, 50 Leuten, die da mit involviert waren.
Die sind auch wirklich Informationen gelaufen, dass er bestmögliche Windverhältnisse hatte. Und es war super interessant zu sehen, was da tatsächlich machbar ist. Auch wenn es kein offizieller Weltrekord ist. Wegen den Pacemaker und das war der Hauptgrund, richtig?
Was der tatsächliche Grund war, kann ich nicht genau sagen. Es waren einige Gründe von dem. Ich habe ein bisschen recherchiert einige Gr waren es und einer der Hauptgr ist wohl diese Pacemaker also quasi verschiedene Leute die gewisse Teile des Rennens begleiten das es nicht erlaubt die quasi frisch reinkommen Geschwindigkeit machen das im offiziellen Wettkampf nicht erlaubt und somit z das nicht als obfieller Wettkampf und damit ist auch das Ergebnis kein offizieller Weltrekord Aber nichtsdestotrotz ist der Marathon in unter zwei Stunden gelaufen. Also unglaublich beeindruckend. was jeder ein Punkt jeder kann auf YouTube mal eingeben es ist Marathon Weltrekordzeit World Record Time Treadmill das war der englische Laufband da gibt es dieses Video vom Boston Marathon wenn ich mich richtig erinnere da haben die so ein Laufband aufgebaut um dieses Laufband rum Weichbodenmatten und dieses Laufband war auf die Geschwindigkeit des Weltrekords eingestellt und dann konnte man ja quasi jeder der diese Expo besucht hat konnte dann mal auf dieses Laufband und konnte da mal versuchen für wenige Momente oder vielleicht sogar ein bisschen länger, diesen Marathon Weltrekordzeit, diese Geschwindigkeit aufrecht zu erhalten.
Und da war dann, wenn man das Video anschaut, du siehst dann halt quasi normale Personen, die das mal versuchen, da auf dem Laufband auch nur so ein bisschen zu laufen und es sieht aus, als würden sie sprinten und der eine oder andere macht dann auch den Abflug nach hinten auf die Weißbodenmatte, weil im Endeffekt nicht imstande ist, diese Geschwindigkeit auch nur für kurze Zeit aufrecht zu Ich könnte mir tatsächlich auch vorstellen, dass viele Leute Probleme haben, diese Durchschnittsgeschwindigkeit über diese Distanz auf einem Fahrrad durchzuhalten. Also ich wohne ja in Frankfurt und schaue mir auch jedes Jahr den Frankfurt Marathon an und da sieht man dann tatsächlich auch live, was die Weltklasse Läufer da für ein Tempo vorlegen, auch noch bei Kilometer 37, Kilometer 38 und das ist unglaublich beeindruckend.
Also solch eine Leistung über so eine lange Zeit aufrechtzuerhalten, da habe ich den allergrößten Respekt vor. Ich war vor einigen Jahren, plus minus zehn Jahre ist es her, eingeladen von einem Kunden zu dem Jubiläumsmarathon in Athen. Ich habe da teilgenommen und das war das erste und einzige Mal, wo ich mir einen Marathon live angeschaut habe. Und einer der Punkte, die auch für mich hängen geblieben sind, diese Eleganz von Elite-Marathon-Läufern.
Wenn man es im Fernsehen anschaut, das sieht ja relativ langsam aus. Das sieht aus, als würde ich joggen. Wenn man es dann live sieht die Geschwindigkeit die sie drauf haben und diese Leichtigkeit mit der sie diese Geschwindigkeit laufen das war das was mich wahnsinnig beeindruckt hat Und ich war dann auch noch in Stundenabstand am Start und habe mir das angeschaut und es war wirklich so von Stunde zu Stunde geht diese Eleganz fl Also dann hinten raus im Bereich von fünf Stunden, das war das letzte Mal, dass ich dann das angeschaut habe, da ist so, da gucke ich mir das an und mein Rücken und meine Hüfte fängt schon an leicht weh zu tun, allein nur vom Hinschauen.
Ja, das ist richtig. Also man sieht einfach, wie ökonomisch diese Topläufer laufen können. Also das ist, glaube ich, neben der Ausdauer, die man da mitbringen muss, bestimmte Lungenvolumen oder Effektivität vom Herzen oder sowas, es ist auch einfach die Technik, die einfach dazu führt, dass jeder Schritt möglichst viel Energie einfach wieder abgibt und es einfach sauber aussieht beim Laufen. Das bringt eben auch nicht jeder mit.
Genetik und Biomechanik beim Laufen
Ja, letztes Jahr hier Prof. Dr. Dr. Dietmar Schmidbleicher der früher viel an der Uni Frankfurt gelehrt hat im Bereich Sportwissenschaften der hat letztes Jahr hier zwei Seminare gegeben und einer der Punkte, einmal in Deutsch einmal in Englisch, einer der Punkte, die er an beiden Seminaren gemacht hat, war, es gibt ja in Kenia eine relativ hohe Dichte an sehr, sehr guten Ausdauersportlern.
Das Interessante ist es gibt wohl über 70 verschiedene Stämme und nahezu alle der guten Läufer kommen aus einem Stamm und dort haben sie Untersuchungen gemacht und eine der Dinge, die sie herausgefunden haben, ist, dass die in untrainiertem Zustand schon einen VO2 Max von circa 60 haben. Wahnsinn. Wenn man sich normale Statistiken und Literatur im Bereich Sportwissenschaft anschaut, ein Mann, ein erwachsener Mann hat im untrainierten Zustand einen VO2 Max von 30 bis 35. Ja, ich hatte immer so 45.
Leistungssportniveau, auch Teamsport, je nachdem, was es für ein Teamsport ist, irgendwo zwischen 40 und 55. Ja. Auch dann gibt es natürlich die Beispiele aus dem Triathlon und so weiter, die im Bereich von 90 sind, in trainiertem Zustand. Und dieser eine Stamm in Kenia, die haben im Schnitt einen V2 Max im untrainierten Zustand von 60.
Unglaublich. Was natürlich dann schon so eine gewisse Grundlage schafft. Genetik spielt eine Rolle in jedem Sport und auch in der Leichtathletik. Die mechanische Grundlage nicht nur von Zellphysiologie her, wie der V2 Max, die Sauerstoffaufnahme, sondern natürlich auch von der Grundmechanik her.
Auch da gibt es genug Untersuchungen Mitteldistanz und Langdistanz wo wir im Endeffekt Personen haben die 1 Meter sind plus minus jedoch die Beinl haben von jemandem der 1 Meter ist Das hei die relativ lange Beine im Verh zum Torso haben was natürlich deutlich einfacher macht, sich elastischer zu bewegen. Diese Grundeleganz von einem Ausdauersportler kommt ja viel von dieser Elastizität. Das ist quasi wie so ein Flummi, der über die Straße hüpft. Genau.
Im Gegensatz dazu, lange Beine, kurzer Torso für sowas wie Gewichtheben. Schwierig. Auch für Schwimmer. Oder auch für Schwimmer, die haben auch relativ lange Arme, relativ langen Torso, relativ kurze Beine.
Gewichtheber ist die Ideallösung, kurze Beine, kurze Arme. Und dann im Verhältnis den kürzestmöglichen Torso. Gewichtheber ist der kürzeste Weg, mechanisch am effizientesten. So gibt es da eine Leichtathletik, eine gewisse Grundkonstitution, je nachdem, ob ich jetzt Kurzdistanz, Langdistanz oder auch sowas wie für mich, der begeistert ist vom Krafttraining, ist natürlich die ganzen Wurfsportarten immer ein Riesenthema, ob jetzt Kugelstoßen, Hammerwurf, Discos, weil dann ja schon ein oder andere Kraftpark geht.
Wie viele Gäste aus dem Wurfbereich hattest du schon? Nico Kappel, der ist Kugelstoßer hier aus Stuttgart. Simon Bayer, auch aus dem Wurfbereich. Christina Schwanitz, die Folge, ich weiß nicht, ob sie jetzt schon, sie kommt wahrscheinlich noch raus, wenn deine Folge online ist.
Das sind die drei aus dem Wurfbereich, die ich bisher zu Gast hatte. Aber auch das, was du eben angesprochen hast, das wollte ich nochmal kurz aufgreifen. Das ist auch, finde ich das Schöne an der Leichtathletik, es ist im Prinzip für jeden Typen was dabei. Also ich sage mal, jemand, der die körperlichen Voraussetzungen für den Wurfbereich hat, wird wahrscheinlich kein guter Marathonläufer und umgekehrt auch.
Also ich sage mal, für jemanden Großen ist eine Teildisziplin dabei, für einen Kleinen, für jemanden, der eine kräftige Körperstatur hat, ist was dabei. Also diese Vielfalt finde ich halt auch sehr, sehr interessant. Und auch die Vielfalt zum Anschauen. Genau.
Das ist ja auch gerade, wenn WM ist und Olympia ist, auch bei mir, das ist im Endeffekt die einzigste Zeit, wo ich es mir anschaue. Die einzige Zeit, wo es im Fernsehen kommt. Ja. Während natürlich das 100 Meter Filale grundsätzlich immer die größte Aufmerksamkeit bekommt.
Ich gucke mir gerne alles an, denn es ist auch so eine gewisse Bandbreite drin von Werfen ist interessant. Aber wenn ich mir mal in welchen auch das Gehen anschaue, was wahrscheinlich, das ist das eine Indie, Des Kontinuums die meiste, die kürzeste Disziplin, die Wurfdisziplinen und dann die längste Disziplin ist, dass es 50 Kilometer gehen. Genau. Das dauert wie lang?
Sechs Stunden, sieben Stunden? Nein, nein, nein. Drei Stunden? Da muss ich vorsichtig sein, da habe ich nicht so das Fachwissen wie im Kurzsprint, aber es dürften keine drei Stunden sein, die 50 Meter. 50 Kilometer? 52 Kilometer.
Sind die so viel? 42 Kilometer sind 2 Stunden 5 plus minus. Dann sind die so viel, ja. Die Geher sind auch unglaublich schnell. Relativ schnell im Verhältnis.
Ich habe jetzt einmal mit der Hälfte gerechnet, wenn wir dann bei 4-5 Stunden irgendwo rauskommen auf hohem Niveau, aber dann laufen die auch 15 Kilometer die Stunde im Schnitt. Da müssen wir nochmal genau nachschauen. Auf jeden Fall die längste Disziplin. Die langsamste und längste Disziplin.
Auch definitiv für mich die Disziplin, die mich am wenigsten reizen würde. Muss ich aber sagen, jetzt nach dem Interview mit Christopher Linke finde ich das auch eine sehr, sehr interessante Disziplin, weil es da auch noch zum einen auch um Taktik geht und auch ein Rennen kurz vor Schluss beendet werden oder verloren werden kann. Also beim Marathon ist es so, wenn du zwei Kilometer vor Schluss fünf Minuten Vorsprung hast, dann würde der Sieg nur noch schwer genommen. Beim Gehen ist aber auch immer noch der Aspekt mit den Kampfrichtern sehr, sehr wichtig.
Also wenn du erstmal eine Verwarnungskarte bekommst und die Referees dich im Blick haben, kann es immer noch passieren, wenn du eine falsche Technik hast, aus dem kompletten Rennen rausgezogen wirst. Und da kann es dann halt auch immer nochmal passieren, dass ein vermeintlicher Favorit kurz vor Schluss ja nicht mehr im Rennen ist. Also insofern hat das auch seinen Reiz. Gibt es da auch sowas wie Sprints am Ende?
Das weiß ich leider nicht genau. Was ich auch sehr gerne anschaue, ist die Mitteldistanz, weil gerade da entscheidet sich ja meist erst in den letzten ein, anderthalb Runden. und dann der Punkt bleibt zusammen und dann wer bricht aus und wer kann das Tempo halten? Genau. Macht es einfach vom Anschauen.
Teilweise finde ich es fast noch interessanter als die 100 Meter. Weil eben da auch viel, viel Taktik im Spiel ist und in den Rennen dann auch noch spontan entschieden wird mache ich jetzt nochmal Druck bleibe ich einfach in der Gruppe und das Ganze ist eben vom Anfang bis zum Ende wirklich immer sehr sehr dynamisch Ich habe zu Anfang meiner Zeit als Kraftredner viel mit Eisschnelllauf gearbeitet, unter anderem mit einer polnischen Eisschnellläuferin, die Europameisterin geworden ist über 3000 Meter. Und das war eine ganz nette Geschichte, denn sie war eigentlich Sprinterin. Sie ist eine der explosivsten Athletinnen, mit denen ich je gearbeitet habe.
Sie hatte auch im Olympischen Jahr Sochi den schnellsten Start auf der Welt. Und sie hat die 3000 Meter Europameisterschaft gewonnen, indem sie direkt die erste Runde, sind gut 20 Runden auf Mais für die 3000 Kilometer und sie hat direkt in der ersten Runde Vollgas gegeben und hat quasi eine Runde gemacht und hat sich wieder von hinten an diesen Pulk eingeordnet, sodass sie den Windschatten hat und dann war einfach nur für die restlichen 20 Plus Runden war, okay, jetzt bloß nicht einbrechen. Sehr, sehr gut geplant. Und hat dann mit dieser Strategie, als ich die Ergebnisse gesehen habe, also sie war 500 Meter, das ist die kürzeste Designsammlung, Schnelllauf, alles andere war für sie komplett uninteressant.
Sie war einfach die erste halbe Runde, der Start war sogar mit Abstand die schnellste auf der Welt, also wirklich gut. Und dann hat sie 3000 Meter gewonnen und ich war dann auch so, als ich das Ergebnis gesehen habe, hat sie gesagt, hier ist strategisch gut gelöst, einfach direkt einmal Gas gegeben, hinten ran, Windschatten und dann bloß nicht sterben. Da hat dann höchstwahrscheinlich auch niemand mit gerechnet. Und dann gibt es auch immer den, oder die eine oder andere, die das Rennen dann vielleicht ein bisschen ruhiger angehen lässt.
Und klar, wenn sie dann erstmal im Windschatten ist, macht es das Ganze deutlich leichter. Cool, cooles Ding. Mittelsistanz finde ich gerade deswegen im Laufen oder bei WM, Olympia hochinteressant.
Ausblick auf die Olympischen Spiele in Tokio
Jetzt sind noch wenige Monate bis Olympia. Wen in der deutschen Leichtathletik sollte man im Auge behalten? Auf jeden Fall die Sperrwerfer. Johannes Vetter, den Olympiasieger natürlich auch, Thomas Röhler. das sind für mich alles Medaillenkandidaten, definitiv Gesa Krause, über die 3000 Meter Hindernis ist super fit, dann Konstanze Kulose-Halfen, jetzt vor kurzem erst wieder deutschen Rekord gelaufen in der Halle sie ist definitiv auch eine, auf die man aufmerksam sein sollte also da gibt es schon einige Athleten Deutsche Sprinter Da war es in den letzten Jahren wirklich sehr sehr dicht Also jetzt auch in der Halle die 60 Meter gibt es auch immer wieder den einen oder anderen der f eine gut ist Und da freue ich mich am meisten über die Staffel oder auf die Staffelläufe.
Und da weiß man einfach, dass die deutsche Staffel einfach fit ist, was die Wechsel angeht. und wenn die den Stab durchbringen, sind die immer für eine Überraschung gut. Und da schauen wir mal. Bei den Frauen natürlich Gina Lückenkämper, Tatjana Pinto, Lisa Meier ist auch wieder nach ein, zwei Jahren, in denen sie keine Wettkämpfe machen konnte, mit sehr, sehr starken Zeiten zurück. Also das sind auch Athletinnen, auf die man gespannt sein darf.
Jetzt über die 60 Meter bei der Deutschen Meisterschaft in der Halle, die Trainingsgruppe aus Leipzig sehr gut abgeschlossen. Mit Dennis Almas über 60 Meter und Gregor Traber über 60. Wir sind beide aus der Trainingsgruppe in Leipzig, zu denen ich gute Kontakte pflege und die ein bisschen unterstütze. Über Sven Knipphalz dann.
Über Sven Knipphalz. Und da freue ich mich, dass da gerade in Leipzig eine relativ gute Trainingsgruppe entstanden ist mit einigen Sprintern, die sich da untereinander auch gut pushen und regelmäßig Höchstleistungen und neue persönliche Bestleistungen abrufen. Deswegen, also jedes Jahr kommen da neue starke Athleten dazu. Julian Reus, den deutschen Rekordhalter, den darf man nie vergessen.
Auf den freue ich mich auch im Sommer, wenn es dann über die 100 Meter an den Start geht. Er war ja auch im Finale über die 60, hat da leider einen Fehlstart gemacht. Das gehört auch mit dazu. Ist Justin Boulder auch schon passiert.
Ja, das ist ein Teil des Sprints und da darf man sich nicht demotivieren lassen. Deswegen, er wird auch im Sommer wieder einer der absoluten Top-Favoriten sein. Robin Areva, der Gewinner über die 200 Meter jetzt in der Halle, ist auch draußen immer sehr, sehr stark. Also es wird ein spannendes Jahr.
Ich freue mich auf die Freiluftsaison und auf die Olympischen Spiele. Wer sagst du, wer gewinnt die 100 Meter bei den Olympischen Spielen? Oder die Top 3? Was denkst du, wer sind die Top 3, die sich um den Titel...
Ich denke, über die 100 Meter wird es Christian Coleman. Also wenn er sich nicht verletzt wird er da den Titel die 100 Meter holen Seine sch Konkurrenten Schwierig Also auch im internationalen Sprint hat sich da in den letzten Jahren so viel getan. Bolt ist weg. Justin Gatlin, er läuft ja auch immer noch.
Ich denke, er wird auch ein Medaillenkandidat sein. Und dann denke ich, könnte ich mir auch vorstellen, dass es noch ein junger Athlet, den man vielleicht jetzt noch nicht so auf dem Schirm hat, da auch mitmischen kann im Finale über die 100 Meter, weil das muss man sagen, da ist es schon deutlich enger geworden in den letzten Jahren und es gibt jetzt nicht mehr diesen einen Favoriten, den keiner mehr schlagen kann, den keiner schlagen kann, sondern es ist super eng und man hat einen guten Start im Finale, ein Favorit hat einen kleinen Patzer drin und schon ist man auf dem Treppchen, deswegen der dritte Platz bleibt eine Überraschung, sage ich mal.
Cool, ich freue mich. Wenn wir jetzt das Ganze nochmal so ein bisschen zusammenfassen, Leichtathletik und Training. Du kennst die Leichtathletik-Seite aus aktiver Sicht, du warst selber erfolgreicher Sprinter, du hast jetzt passiv einen sehr, sehr guten Einblick in die einzelnen Sprintmethoden und auch verschiedenen Trainingsansätze und Geschichten.
Ratschläge an das jüngere Ich und Mindset
Wenn du jetzt zurückdienst und wenn du dich selbst vor 15 Jahren coachen würdest, was wären so drei Dinge, wo du sagen würdest, hey, Benjamin, pass auf, Punkt 1, Punkt 2, Punkt 3 machen Punkt 1 wäre vielleicht etwas weniger trainieren Klasse statt Masse noch ein bisschen mehr auch mehr auf meinen Körper hören, dass ich vielleicht dann doch eher mal eine Pause mache mehr auch in Richtung Ernährungsberatung schauen, das ist auch meiner Meinung nach heute sehr sehr wichtig und auch ein Bereich, der oft vernachlässigt wird, dass man, was man isst, wann isst man, ist auch so ein Punkt, dass eben die Regenerationszeit verkürzt wird oder auch die Muskulatur besser aufgebaut wird, dass ich mich darauf mehr konzentriere, weil da muss ich ehrlich sein, ich habe mich furchtbar ernährt.
Das Interessante ist, mein Punkt dazu immer, Usain Bolt hat zwei Packungen Chicken McNuggets gegessen, an dem Tag in der Weltrekord gelaufen ist. Ja, ich weiß es nicht. Er hat selber ein Interview. Er wurde im Interview gefragt und hat gelacht.
Er ist wohl die ganzen Olympischen Spiele über Konstantin und Chicken McNagas. Hochrechnung, dass er wohl in den Armen der Olympischen Spiele über 1000 Chicken McNuggets gegessen hat. Die armen Hühnchen. Aber ich glaube, bei mir war das so ein Punkt, da denke ich, hätte ich mich auch noch mehr darauf konzentrieren sollen.
Dann ein Sportpsychologe ist auch immer noch so ein Bereich, den sehr, sehr viele vernachlässigen. Es ist oft auch noch so ein Tabuthema, habe ich das Gefühl. Aber ich glaube, auch gerade ein 100-Meter-Sprint, der wird auch im Kopf gewonnen. Es geht darum, zu 100 Prozent konzentriert zu sein, sich nicht ablenken zu lassen.
Und du brauchst absolutes Selbstbewusstsein, gerade in wichtigen Wettkämpfen. Und das ist einfach ein Bereich, wenn du Sport auf einem Top-Niveau abliefern willst, dann ist das eine Sache, die sollte mit in der gesamten Trainingsplanung dabei sein. Und das sind, glaube ich, so die drei Pfeiler, die ich mir mit an die Hand geben würde. Also noch mehr auf das Training schauen, dass das passt, Ernährungsberatung und Mindset, würde ich jetzt so zusammenfassen.
Gibt es in der deutschen Leichtathletik oder internationalen Leichtathletik schon viel, so Mentaltraining, Mentalcoaching? Mittlerweile gibt es das auch immer mehr und auch gerade die Topathleten nutzen Sportpsychologen Oder sind ich sag mal vom Grund auf von ihrem Mindset her so stark dass die das tats nicht brauchen oder nur in geringem Ma so wie der Kugelsto oder der Werfer der einmal im Jahr in den Kraftraum geht und trotzdem 300 Kilo in der Kniebeheuer gemacht Also wenn man vom Mindset her, vom Grund auf schon auf so einem Niveau ist, dann ist das vielleicht ein Bereich, den man da vernachlässigen kann.
Aber ansonsten die wirklichen Topathleten nutzen sowas auch. Und das sind so die drei Werkzeuge, die ich mir auch mit an die Hand geben würde. Relaxed bleiben beim Wettkampf. Ja, definitiv.
Nicht mit dem Kopf durch die Wand. Da gab es bei den letzten Olympischen Spielen Christoph Harting, der im Diskus die Goldmedaille gewonnen hat. Also ich war vor Rio Olympia in Kienbaum und habe da auch neben einem Zimmer gewohnt und ich habe ihn als einen der entspanntesten und relaxesten Typen überhaupt kennengelernt, der auch so in den Wettkampf gegangen ist und dann auch direkt Gold gewonnen hat. So muss man da auch reingehen.
Also Also gleiches Beispiel, Thomas Röhler, Olympiasieger 2016 in Rio, der Sperrwerfer. Ich habe ihn eben auch gefragt, wie bist du an dem Tag, an dem du Olympiasieger geworden bist, in diesen Wettkampf reingegangen? Hast du dir gesagt okay heute geht es um die Olympischen Spiele um die Goldmedaille oder wie bist du da dran gegangen Und er hat gesagt nein ich bin im Prinzip ganz normal in diesen Wettkampf reingegangen Ich habe nicht gesagt heute sind die Olympischen Spiele sondern okay hey es ist ein wichtiger Wettkampf und ich m einfach meine bestm Leistung abrufen Einfach cool. Aber da brechen auch viele Athleten, wenn sie anfangen von wegen, okay, das ist der wichtigste Wettkampf meines Lebens.
Im Endeffekt, ich habe jetzt plus minus zehn Jahre trainiert für diesen einen Tag und dann selber. es gibt ganz wenige, die diesen extra Druck brauchen, um zu glänzen. Und dann halt doch zu oft viele, die durch den Aufbau des Drucks dann im Endeffekt so ein bisschen über die Kurve der Spitzenleistung hinausschießen. Deswegen bin ich heute auch der Meinung, dass ein Sportpsychologe so wichtig ist. Weil was bringt es dir, wenn du körperlich auf dem absoluten Top-Niveau bist, in der Form deines Lebens, und dann aber im entscheidenden Moment dein Kopf nicht mitspielt.
Und du eigentlich weißt im Nachhinein, hey, wäre ich mal zu einem Sportpsychologen oder einem Trainer gegangen, der sich um ein Mindset kümmert, hätte ich diesen Patzer in der Situation nicht gemacht. Ich meine, das ist ein Teil, der relativ einfach umzusetzen ist. Warum sollte ich darauf verzichten?
Abschlussworte und Kontaktinformationen
Ich denke das ist ein sehr guter Schlusspunkt War eine interessante gute Stunde zum Thema Leichtathletik und Training Hast du noch was zum Abschluss In jedem Fall, wer sich für das Thema Leichtathletik mehr interessiert, der Mainathlet, Main wie Frankfurt am Main. Der Podcast ist eine gute Anlaufstelle und im Endeffekt aktuell die Anlaufstelle schlechthin für Infos rund um die Leichtathletik. Nicht nur was die Athleten angeht, sondern auch definitiv, was das Training angeht, dass immer wieder verschiedene Trainer ein bisschen was zu ihrer Trainingsphilosophie erklären. Definitiv, genau.
Deswegen wäre noch mein Schlusswort an deine Hörer. Wenn ihr eine Frage zu Leichtathletik habt, zum Leichtathletiktraining, sei es Sprint, Ausdauer oder auch Krafttraining, schreibt mir einfach. Ich baue sowas super gerne in meine Folgen ein. Ich habe guten Kontakt zu vielen Trainerinnen und Trainern und würde in die Richtung auch gerne mehr Folgen aufbauen, die sich einfach an den Interessen meiner Hörer orientieren.
Also schreibt mir über Instagram, schreibt mir einfach eine Mail über Facebook. Ich bin im Prinzip auf allen sozialen Netzwerken oder über meine Internetseite. Ich nehme sowas gerne auf und baue das in meine Folgen mit ein. Cool.
Ja, Jamin, vielen Dank, dass du da warst. Vielen Dank für deine Einladung, Wolfgang. Bis zum nächsten Mal.