TWUP 60

TWUP 60 — Y Combinator & Remote Work Teil 1 mit Steli Efti

Steli Efti berichtet über seinen Weg vom Schwabenland ins Silicon Valley und den Aufbau von Close.com. Die Episode beleuchtet die harten Lektionen aus gescheiterten Startups, die Aufnahme in den Y Combinator und die radikale Fokussierung auf messbare Resultate im Vertrieb.

Kernpunkte

Die Philosophie hinter Close.com

Es gibt einige interessante Themen heute. Ich denke, wir starten mit deinem großen Baby, Close.com. Also Close nicht wie Kleidung, sondern Close wie Abschließen. Was ist Close.com?

Close.com ist ein Produktivitätstool für Verkäufer, für Sales Teams. Es ist ein CRM, was sehr fokussiert ist auf Kommunikation. Weil wir relativ früh, 2013, war quasi unsere Philosophie und unser Gedankengang, Gedankengang, dass Verkaufen nichts anderes ist als resultatfokussiertes Kommunizieren. Mein Deutsch ist manchmal komisch, weil es eine direkte Übersetzung vom Englischen ist, aber am Ende des Tages kommunizierst du mit einem Endresultat, mit einem Ziel.

Und von daher war für uns damals schon klar, Verkaufssoftware muss Kommunikationssoftware sein. Da waren wir die ersten, die im CRM hatten, mit Telefonie out of the box, das heißt, du konntest Anrufe tätigen durch die Software und Anrufe erhalten. Dann haben wir die ersten, die E-Mail-Syncing gemacht haben, also dass alle deine E-Mails automatisch gesynkt werden im CRM. Und, und, und, wir haben da sehr viele Innovationen in den Bereich reingesteckt und dadurch auch ein bisschen Erfolg gehabt.

Aber am Ende des Tages ist es Software für Verkaufsteams. Wir helfen den Teams, dass sie besser verkaufen, besser kommunizieren. Also Verkaufsmanagement. Ja.

Vom Schwabenland ins Silicon Valley

Du sagst da, dein Deutsch ist direkt aus dem Englischen übersetzt. Silicon Valley ist da, wo du vor gut 13 Jahren hin ausgewandert bist. Ja. Da, wo dann auch Close.com geboren wurde.

Wie kam es dazu dass du gesagt hast hey hier aus dem Schwabenland let go Silicon Valley Ja es war schon eine l Geburt Also ich bin im Schwabenland gro geworden aber ich hatte durchaus meine Schwierigkeiten meine kulturellen Schwierigkeiten mit dem Schwabenland. Heute kann ich das vielmehr die guten und schlechten Seiten einschätzen und bin auch dankbar für viele Sachen. Aber in meiner Jugend war ich da schon eher auf dem Kriegsfuß. Und hatte schon sehr stark das Gefühl, dass ich zu sehr eingegangt bin, dass mir Optionen gegeben werden, die ich alle unattraktiv finde und mir gesagt wird, dass mehr nicht drin ist.

Und ich habe schon recht früh irgendwie das Gefühl gehabt, ich muss hier weg. Also es passt irgendwie nicht für mich. Dann bin ich mit ungefähr 18 von der Schule ab und habe ein bisschen unternehmerisch im Kleinen was gerissen. in Deutschland. Das war dann auch oft so Beginners-Anfänger-Glück.

Und die ersten paar Sachen haben ganz gut funktioniert, im Kleinen. Und dann dachte ich, ich bin irgendwie der krasse Unternehmer. Und ich habe dann nach einer Ausrede gesucht, ehrlich gesagt, weg, also einfach mal das Abenteuer weg aus Deutschland, weg aus Europa, entweder nach Asien oder nach Amerika. Und hatte dann eine Idee für ein Softwareunternehmen.

Ich hatte absolut keinen Plan von Software, kein Plan von Startups. Und dann dachte ich, ja, jetzt kaufe ich mir ein One-Way-Ticket nach San Francisco und dann mache ich das so, wie ich das in den Filmen gesehen habe, in den 80ern, so der Held, der irgendwie auftaucht und keine Ahnung hat und vom Tellerwäscher zum Millionär wird. Und habe das dann tatsächlich in 2007 so gemacht, dass ich einfach One-Way-Ticket nach San Francisco und gedacht habe, das wird mein großes Abenteuer und ich, innerhalb von einem Jahr bin ich Time Magazine, Person of the Year und bester Freund von Steve Jobs und verändere die Welt.

Das hat nicht ganz so hingegen, wie ich mir das umsprünglich gedacht hatte. Aber es war doch ein sehr wichtiger und richtiger Schritt für mich. Aber das war es. Ich habe nach einer Ausrede gesucht, in ein anderes Land zu gehen und was Großes zu reißen.

Und dann hatte ich eine Idee für ein Internet-Startup und dachte mir, okay, that's it. Ich muss nach Silicon Valley.

Das erste gescheiterte Startup und die Lehren daraus

Was war die Idee für das Erste? Das war zur Zeit von Web 2.0. Also wo wo Crowdsourcing und das User ihr eigenen Content generieren. Wikipedia war ein Riesenthema YouTube war gerade ein Riesenthema Und ich hatte ein schwieriges Verh mit Bildung und Schule aber habe zum Gl sp in meinem Leben meine Liebe f Lernen entdeckt Und dann war so f mich so okay ich revolutioniere das Bildungssystem Also ich kreiere eine Online-Plattform, eine offene Schule, eine Weltschule, wo jeder jeden unterrichtet, jeder von jedem lernen kann.

Und das war durchaus der richtige Gedanke, ein bisschen zu früh. und ich hatte natürlich absolut keinen Plan, wie man irgendwie Software macht, wie man Geld raised, ich wusste von gar nichts, gar nichts. Von da war die Execution grottenschlecht. Aber die Idee war wirklich ein Bildungssystem was zu verändern und eine Online-Bildungsplattform zu bauen. Was ist daraus passiert?

Fünf Jahre, nein, fünf Jahre langes Auf-die-Fresse-Kriegen. Ich, also die Sache ist gefehlt am Ende des Tages. Das war ein Misserfolg. Es war nach einem Jahr, schon seit zwei Jahren war das Baby tot, aber ich habe dann noch drei Jahre lang so getan, als wäre es nicht so.

Und bin also wirklich in jedem Raum mit einem Skelett und habe gesagt, nee, nee, ist alles in Ordnung, braucht nur ein bisschen Wasser, ein bisschen Essen, das wird schon, ja, ihr müsst nur daran glauben. Und habe wirklich, also mit der Sache bin ich wirklich zum ersten Mal an mein Limit gekommen, wo es nicht mit dem Kopf durch die Wand hat nicht funktioniert. Und ich war auch am Ende der fünf Jahre wirklich finanziell am Ende, emotional am Ende, spirituell am Ende, physisch am Ende und musste dann irgendwann mal zugeben, dass es Misserfolg war und konnte es dann trotzdem nicht. Und habe dann den Hack gesucht und habe mich irgendwann mal hingesetzt mit meinem Team und gesagt, wir machen jetzt zwei Monate Urlaub.

Wir sind alle pleite, wir sind alle fertig, wir machen zwei Monate Urlaub, kann jeder irgendwie versuchen ein bisschen Geld zu verdienen und wieder auf die Beine zu kommen. Und in zwei Monaten treffen wir uns wieder und dann schauen wir, was wir damit machen wollen. Und nach zwei Wochen war schon allen klar, wir kommen nicht mehr zurück. Aber ich konnte damals nicht sagen, das Ding ist tot.

Also habe ich mir eine bessere Story ausgesucht. Ja, wir machen kurz Pause. Aber es war unternehmerisch ein riesen Misserfolg, aber für mich ein wichtiger Misserfolg. Ich habe viel gelernt.

Wie es sich anhört, war einfach dieses, warst du mit der Idee der Zeit deutlich voraus. weil dieses E-Learning jetzt fängt so mehr und mehr an. Ich selber habe mich die letzten paar Jahre immer mehr mit auseinandergesetzt hatte vor drei vier Jahren das erste Mal die Idee online so bildungstechnisch was f Training Ern einzubieten Damals war es noch von dem was es gab so von der Umsetzung der technischen Umsetzung vom Handling her alles noch nicht so einfach. Und das hat sich jetzt in den letzten Jahren auch entwickelt. 2007, das war noch vor der Höhephase von Facebook. Wann hatte Facebook seinen Peak? 2012? 2008 hat Facebook aufgemacht, 2007, 2008 hat es aufgemacht, dass Leute, die nicht in Universitäten waren, sich abseiten konnten.

Also und dann so 2008, 2009 war schon so the hot thing. Das war so Peak, wo Facebook cool war, wo jeder auf Facebook sein wollte. Und dann 2012 in Deutschland ein bisschen nachgezogen. Das heißt, es war noch wirklich früh, früh, was diese Online-Medien angeht.

Umsetzung vs. Timing bei Startups

Ja, also es war sehr früh, aber am Ende des Tages ist es immer ein Execution- Problem. Wenn du natürlich das perfekte Timing hast, so ein Huhn kann auch im Tornado fliegen, wenn du das richtige, perfekte Timing hast, das ist wie ein Lotterieticket. Das ist dann so, ich habe viele Freunde, die bei eBay gearbeitet haben, bei eBay war immer intern der Joke, also auch eine Gruppe von Affen könnte diese Firma nicht fertig kaputt machen, weil die Idee und der Moment einfach zu perfekt war. Das war bei uns nicht der Fall, aber mit besserer Execution hätte ich früher gemerkt, es funktioniert nicht und gepivotet und gepivotet und gepivotet und vielleicht wären wir dann ein komplett anderes Unternehmen geworden, aber am Ende des Tages war es nicht ein Timing-Issue, sondern ich habe einfach nicht gut exekutiert.

Ich habe keine Ahnung gehabt, also von so vielen Dingen. Ich wusste nicht, wie man ein Team zusammenstellt, was Software. Ich habe noch nie ein Produkt selbst erstellt. Ich habe gedacht, ich muss ein Produktvisionär sein a la Steve Jobs und habe da die ganze Zeit dem Programmierteam reingeredet und die jeden Tag aus dem Konzept gebracht.

Und ich hatte keine Ahnung, wie man Fundraising macht. Ich wusste wirklich von allem nichts und musste dann auch jeden Fehler 40 Mal wiederholen. Und ganz ehrlich, vielleicht reden wir darüber auch noch später, Silicon Valley ist ein unglaublicher Ort aus vielen Gründen, aber eine Sache, die schwierig zu finden ist in Silicon Valley, zumindest damals noch mehr als heute vielleicht, war kritisches Feedback. weil Silicon Valley ist so eine Society das Positive an der Idee, dass aus jedem der wichtigste Mensch der Welt werden könnte ist, dass dir jeder eine Chance gibt und dass man auch wirklich, mir hat jemand in der ersten Woche mal gesagt, wir behandeln unsere Praktikanten hier wie Götter weil eines Tages müssen wir vielleicht für sie arbeiten so und Es ist eine coole Perspektive aus der Sicht, dass man in jedem das Potenzial sieht, etwas Großartiges zu schaffen, egal wo die Person steht.

Das Negative daran ist, dass in Kalifornien und speziell in Silicon Valley, damals noch mehr als heute, die Leute sehr ungern Brücken verbrennen oder Leuten irgendwie kritisches Feedback geben, weil man weiß ja nicht, ob man vielleicht falsch gelegen hat und später mal rein will. Das heißt, wenn du dich mit Investoren triffst, dann sagen die dir normalerweise nicht, finde ich scheiße und zwar aus Grund A, B, C, würde ich niemals machen, sondern ein Nein hörst du da als, finde ich interessant, ist noch ein bisschen zu früh für uns, aber bleib im Kontakt, zeig mir mal jede Woche so ein Feedback, wie es bei euch läuft und vielleicht später, wenn ihr ein bisschen mehr Traction habt, ist es ein Thema für uns, was am Ende des Tages eine kostenlose Option ist.

Falls ich falsch liege und hier explodiert, kriege ich es noch mit früh genug und darf noch rein. und ich bin da, ich habe da nicht genügend Feedback gekriegt und bin da rumgerannt und habe nicht lernen können und nicht verstehen können, was ich falsch mache. Ich würde es also auf Execution und meine unternehmerischen Fähigkeiten und Schwächen mehr darauf legen, als dass das Timing zu früh war, weil das Timing war früh, aber ich hätte durch gute Execution das gelernt und irgendwas anderes gemacht. Die Firma gepivotet und verändert zu einem Thema, was funktioniert hätte, aber dazu hatte ich nicht die Fähigkeiten mehr.

Persönliches Wachstum und Burnout

Was war so ein bisschen Trainingslager dann für Close.com? Es war ein großes Trainingslager für Close und es war auch ein großes Persönlichkeitsentwicklungsworkshop für mich. Also ich habe da wirklich viel gelernt, weil bis dahin konnte ich immer mit Sturheit gewinnen im Leben. Und mein Modell für großen Erfolg war auch so 80er Fernsehfilm Rocky, kriegst du auf die Fresse für elf Runden und in der selben Runde bist du der große Held. und ich war so immer nach dem Prinzip mit dem Kopf durch die Wand statt mit den Augen durch die Tür und ich musste viele meiner Prinzipien dann verändern und sagen, okay, also einfach nur durch Schmerz Erfolg generieren, also ist zwar auch wichtig manchmal, aber kann nicht das einzige Mittel sein.

Du musst smarter agieren, du musst strategischer sein, du musst auch verstehen, wo deine Grenzen sind. und ich habe damals gedacht, kein Urlaub keine Break sieben Tage die Woche sa ich 16 Stunden vor dem Laptop aber wenn du mich fragst wie viel von den 16 Stunden habe ich wirklich was Wertvolles gemacht Vielleicht eine Stunde wenn es hochkommt am Tag Und Ernährung, Pizza, Fast Food, ich habe damals bestimmt so 20 Dosen Red Bull am Tag getrunken. Einfach Katastrophe, also einfach nur Burnout, Burnout, Burnout, um das Gefühl zu haben, Ich opfere mich auf dem Altar des großen Erfolges, aber kaum was bewegt.

Einfach nur viel Stress, viel Tamtam, aber wirklich, was habe ich bewegt, wie viel Fokus, wie viel Produktivität war da, kaum was. Und das musste ich mir alles eingestehen, weil der Misserfolg so nah war und so monumental für mich, dass ich sagen musste, okay, also ich muss mich verändern, wie ich gedacht habe, wie es funktioniert im Leben, funktioniert vielleicht doch nicht. Das Verrückte ist, das ist sehr nah am Training bzw. im Leistungssport, weil da auch einer meiner Punkte ist, dieses harte Training führt nicht zu Erfolg. Das ist nicht der, der am härtesten trainiert, der die meisten Erfolge hat, sondern der, der die besten Entscheidungen trifft.

Und auch da gibt es zu viele Trainierende, die einfach sagen, okay, ich mache mich einfach fertig, wenn ich müde bin, wenn es wehtut, dann habe ich gut trainiert, aber am Ende vom Tag wenig bis teilweise sogar keine Erfolge verzeichnen.

Neuanfang und die Aufnahme bei Y Combinator

Also zwei Monate in Urlaub gefahren bist, als du es zugemacht hast, wo bist du hingefahren? Ich dachte als allererstes, dass ich vielleicht zum ersten Mal in meinem Leben einen echten Job kriegen müsste. Seitdem ich zwischen 18 und 28 habe ich nur meine eigenen Unternehmen gestartet, unternehmerisch tätig gewesen. Und dann war ich aber so am Ende, dass ich gedacht habe, okay, jetzt wird es Zeit vielleicht für einen Job.

Jetzt muss ich irgendwie für jemand anderes arbeiten, ein bisschen Geld verdienen, meine Schulden zurückzahlen, ein bisschen Luft kriegen und dann gucken, was passiert. Und dann aber, ganz ehrlich, nach zwei, drei Wochen Pause, auch nach dem mentalen Loslassen der Last und nach dem Akzeptieren der Scham des Misserfolges, hat sich da sehr viel intern auch freigelegt wieder in Energie. Und dann habe ich irgendwie zwar gesucht nach einem Job, aber irgendwie unternehmerische Ideen gehabt, wie ich kurzfristig ein bisschen Geld verdienen könnte. Und dann hat ein guter Freund von mir mich angeschrieben und gesagt, hey, ich habe so eine kleine Idee, ich denke, dir wird es gefallen, was ist denn dein Feedback dazu?

Und dann hatte ich so eine extreme Klarheit von all den Fehlern, die ich gemacht hatte. Weil ich so, okay, hier ist, was du tun musst. Rede mit den drei Leuten mach es so mach es nicht so Ich hatte da Bock ihm zu helfen Am Anfang rein freundschaftlich Dann haben wir da angefangen dran rumzuwerkeln Und dann funktionierte wirklich alles sehr schnell, schneller als gedacht. Nach zwei Wochen hatten wir einen Prototypen.

Nach drei Wochen hatten wir Investoren. Nach vier Wochen wurden wir bei Y-Combinant akzeptiert. Und dann war ich so, oh shit, okay, dann mache ich jetzt eine neue Sache. bin ich irgendwie reingestolpert ins Unternehmerische, bevor ich mir einen Job suchen konnte. Und dann war es wirklich eine krasse Zeit.

Dann hatte ich so eine 3-6 Monate Phase, wo ich die 5 Jahre davor war, ich war so ein Außenseiter und ich konnte nicht irgendwie durchbrechen. Ich konnte nicht wirklich in den inneren Zirkel von Silicon Valley reinkommen. Und ich konnte, ich habe mich nicht verbessern können, all die Leute, mit denen ich zusammengearbeitet habe, waren, auch Außenseiter, die planlos waren wie ich und ich wusste, ich muss aufs nächste Level kommen, aber ich wusste nicht wie und dann nach der Pause, nach der kurzen Pause war es so in sechs Monaten, alles was ich in den fünf Jahren davor nicht gerissen habe, lief wirklich eins nach dem anderen und ich war irgendwie, habe mit Legenden Silicon Valleys Kaffee getrunken und Freundschaften geschlossen und Geld geraced und Erfolg gehabt mit der Plattform und habe gedacht, wow, jetzt, jetzt, jetzt endlich, ja, schaffe ich es.

Also da ging es dann auf einmal super schnell. Also es hat sich alles so aufgestaut und dann ist der Damm gebrochen und dann lief es krass gut. Und natürlich auch da, sechs Monate hat alles funktioniert und dann hat wieder angefangen, nicht zu funktionieren. Und dann habe ich aber erkannt, okay, mein erster Instinkt war wieder mehr arbeiten, härter arbeiten, pushen.

Und meine zwei Mitgründer, die beide technischer waren und die beide viel smarter sind als ich, die waren eher so, boah, kein Bock, das funktioniert nicht, lass uns irgendwie was anderes machen.

Der Pivot zu Micro-Donations und Teamdynamik

Was war das damals? Das war damals eine Mikro-Spendenplattform. Du hast mit deiner Kreditkarte oder Bankkarte dich abseilen können. Und dann haben wir jede deiner Transaktionen aufgerundet. auf den nächsten Dollar und haben den Change genommen und ihn für einen guten Zweck ausgegeben.

Wir haben sogar so ein Smart-Giving-Programm, wo wenn du nicht wusstest welche Charity will ich irgendwie supporten dann haben wir uns die besten x Charities rausgesucht die den meisten Impact haben Und kontextuell zu deinen Ausgaben haben wir gespendet Das heißt, hast du Bücher auf Amazon gekauft, haben wir für Bildung der Arm ausgegeben. Hast du Essen eingekauft, haben wir für Feed the Poor deinen Change ausgegeben. Und es ist die ersten sechs Monate krass gut angelaufen. Da hatten wir eine sehr gute Distributionsstrategie.

Und dann aber nicht mehr. Das hat nicht skaliert. Und dann waren wir am Anfang so alle möglichen PR. Wir haben unglaublich viel PR gemacht.

Hat nicht funktioniert. Dann haben wir extrem viel mit Celebrities gearbeitet. Ashen Kutscher hat viel mit uns gearbeitet und das promotet. Oprahs Leute, unglaublich.

Wir haben Traffic ohne Ende, aber nicht die Sign-Ups. Und, und, und. Wir sind dann durch alle möglichen Wege, um Wachstum wieder so hinzukriegen. Das hat dann nicht funktioniert.

Ich bin dann wieder in meinen normalen Modus rein. Mehr arbeiten, härter arbeiten, pushen. und meine Mitgründe waren dann so, wow, kein Bock, lass uns was anderes machen. Und ich bin dann tatsächlich sauer geworden auf die und habe dann angefangen, wie sagt man das auf Deutsch, Resentment, also dass ich irgendwie so innerlich, wie? Den inneren Groll.

Den inneren Groll gegenüber meinen Mitgründern. Ich habe die dann total gejudged. Ja, was denken die Unternehmer, das alles immer nur funktioniert, man muss auch mal hart durchgreifen. Und dann habe ich mich immer selbst erwischt dabei, gedacht, okay, stopp. du kotzt dich den ganzen Tag über dir an, du kritisierst die die ganze Zeit, trifft eine Entscheidung.

Entweder such dir neue Mitgründer oder sag denen, die sollen was anderes machen und mach das selbst, wenn du so überzeugt bist, dass es nur härtere Arbeit bedarf. Oder vielleicht musst du dich mal den anderen anpassen. Vielleicht haben die recht. Vielleicht müssen wir mal einen Weg finden, ein bisschen flexibel zu sein und was anderes auszuprobieren.

Mir war klar, ich wollte es nicht allein machen. Ich wollte nicht sagen, geht weg oder ich gehe und mache was anderes und überlasse es euch. Und ich habe mir gedacht, vielleicht muss ich mich mal anpassen, vielleicht liege ich ja falsch. Und vor allem auch war mir klar, ich habe mich dann die Frage gestellt, du kritisierst die die ganze Zeit, kritisieren die dich auch?

Nee, bist du perfekt? Nein. Aber was die von Anfang an gemacht haben, ist, die haben mich einfach akzeptiert. Die waren so, der geht uns zwar manchmal auf den Sack, aber so ist er halt.

Und ich war aber nicht so. Ich wollte die verbiegen und verändern, dass sie so sind wie ich. Und da habe ich gedacht, nee, es wird vielleicht mal Zeit, dass ich mich verändere. Und dann haben wir uns hingesetzt und gesagt, okay, also es ist zwar scheiße, dass das, was wir machen gerade nicht funktioniert und frustrieren, lasst uns folgendes machen.

Wir nehmen 50% der Zeit und wir machen weiterhin an dem Thema, aber wir nehmen uns 50% der Zeit und lasst uns einfach mal kreativ sein wieder. Jeder darf ein Projekt sich aussuchen, an was wir drei Wochen lang arbeiten. Wir schmeißen es danach weg. Das muss gar nichts Geiles sein.

Einfach nur, dass wir wieder kreativ sind, weil die letzten Monate sind wir so irgendwie in einen stressigen Modus gekommen, dass wir gar nicht mehr outside the box denken können. Und dann schauen wir mal in ein paar Monaten, wo wir sind. Vielleicht entdecken wir eine neue coole Idee. Vielleicht entdecken wir durch das Kreative einen Weg, das Unternehmen wieder und die App wieder ins Wachstum zu bringen.

Und dann sind wir gar nicht weit gekommen. Dann irgendwie zwei Ideen weiter, kam dann die Idee, die uns dann zu Close geführt hat am Ende des Tages. Und das war auch ein wichtiger Punkt A für den Erfolg des Unternehmens, aber auch wichtig wieder für mich. Weil das ist eine der besten Beziehungen, die wir drei haben, ist unsere Geschäftsbeziehung, unsere Co-Founder-Beziehung. und über die letzten acht Jahre, wir hatten so viele Hochs, so viele Tiefs.

Unsere Lebenswege sind auch komplett unterschiedlich. Unsere Persönlichkeiten sind komplett unterschiedlich. Und unsere Beziehung ist heute enger denn je. Und ein großer Teil ist darauf zurückzuführen, dass ich mich damals entschieden habe, ich akzeptiere die voll und ganz so, wie sie sind.

Wir arbeiten zwar in unserer Geschäftsbeziehung, aber ich versuche die als Person nicht zu verändern und verbiegen, sodass sie so sind, wie ich bin. Und es hat einen großen Unterschied gemacht, glaube ich. Es hat uns geholfen, dem Unternehmen geholfen, dass wir die Stärken und Schwächen von allen komplett nutzen, statt dass alle auf eine Strategie, auf eine Stärke basieren. Meine Mitgründer sind so unterschiedlich, aber wir balancieren uns so extrem gut aus gegenseitig und kennen uns so gut und wissen, wie wir uns gegenseitig nutzen, um unsere Schwächen auszubalancieren, unsere Stärken zu verstärken.

Ja, also die Geschichte hat nicht funktioniert, aber dann durch Flexibilität auch wieder haben wir dann quasi den Pivot hingekriegt zu dem Thema, was zu Close geführt hat. Das hei die gleichen beiden Jungs die damals deine Mitgr waren sind jetzt auch mit dir bei Close Ja immer noch die Mitgr ja

Paul Graham und die Y-Combinator-Kultur

Du hast vorher kurz den Y erw der sich ein bisschen tiefer mit Star Wars auseinandersetzt hat ist wahrscheinlich schon mal über Y-Combinator gestoßen. Gerade in Silicon Valley ist es eine der oder die größte Institution, was Startup-Entwicklung angeht. Hier in Deutschland ist es oftmals ein bisschen Wellness-Startup, während Silicon Valley, vor allem Y Combinator, ist mehr so eine Schleifschmiede, wo deutlich mehr das Leistungsprinzip oder deutlich mehr der Erfolg gepusht wird. Ihr wart mit diesem Spenden-Projekt bei Y Combinator.

Wie war so die Zeit dort? Unglaublich. Es war mit einer der besten drei Monate meines Lebens, rein vom Lernen, vom Wachsen. Wir haben sehr viel Zeit mit Paul Graham verbracht in den drei Monaten und unglaublich viel gelernt.

Paul Graham ist der Gründer und einer der Silicon Valley Größen. Ja, sicherlich die einflussreichste Persönlichkeit in der Startup- und unternehmerischen Welt in den letzten 20 Jahren. Also mit Abstand den Impact, den Paul Graham hatte, hat kein anderer. Über die ganzen Projekte, die er gemacht hat, weil ihn selber.

Über seine Perspektive und Philosophie, über die Projekte, in denen er selbst beeinflusst war und über die Firmen und die Kultur, die Y Combinator kreiert hat. Paul Graham, rein technisch gesehen, war einer der ersten Subscription-Startups aller Zeiten. die haben das erste Online-Shopping-Card-System gegründet, was Yahoo damals gekauft hatte. Dann hat er persönlich den modernen E-Mail-Spam-Filter gebildet. Also alles, was Gmail heute im Spam-Filter hat, basiert auf seinem Original-Code und seiner Innovation in dem Bereich.

Hat eine Programmiersprache fast entwickelt und krass weitergebracht. Aber dann, was er krass beeinflusst hat mit Y Combinator, war wirklich, der hat die Power Balance weggenommen von den Investoren und hin zu den Unternehmern. Und er hat die Power Balance in Silicon Valley weggenommen von den MBAs und Business Studenten hin zu den Programmieren und Machen. Und den Impact, den er da hatte, also auch mit seinen Essays zuerst, war es ja wirklich die ganzen Programmierer die unternehmerisch t waren weltweit haben ja seine Essays zuerst gelesen seinen Blog gelesen und haben ihn dann gepusht sie wollten von ihm Investment kriegen sie wollten dass er ihr Investor wird und er hat sich lange dagegen gestrieben und dann immer hat er gedacht ja okay wenn ich es mache wie w ich es machen wenn ich es mache Ich will nicht irgendwie Kaffee trinken mit Tonnen von Menschen und denen hin und wieder mal einen Check schreiben.

Vielleicht können wir es irgendwie so machen wie in der Schule und so. Und dann machen wir einfach eine Klasse und dann machen wir eine Gruppe von 10, 20 jungen Leuten, die ambitioniert sind über den Sommer und die irgendwie an irgendwelchen Projekten arbeiten. Dann helfen wir denen ein bisschen und dann schauen wir mal, was passiert. Startup Summer School.

Ja, so genau, so in etwa. Und Paul Graham, von dem habe ich unglaublich viel gelernt. aber die eindrucksvollsten Dinge habe ich in den ersten paar Tagen in YC gelernt. Der allererste Tag, wo sie quasi alle, die akzeptiert wurden, für die nächste Klasse zusammengebracht haben, da hat der Paul Graham, PG, wie sein Nickname ist, hat eine Rede gehalten. Er erzählt so, das wird jetzt auf euch alle zukommen, so ungefähr stellen wir uns das vor.

Kann ich mir an gar nichts erinnern, was er da gelabert hat. Aber ganz am Ende hat er gesagt, okay, zu einmal die Woche am Dienstag haben wir Abendessen zusammen. Bei dem Abendessen bringen wir immer eine einflussreiche Persönlichkeit von Silicon Valley, die eine Rede hält oder ein Q&A macht hier. Diese Reden und Nächte sind sehr anders als alles andere, was ihr von denen bisher gehört habt, an irgendwelchen Vorträgen, in ihren Büchern und sonst wo.

Und das stimmt auch wirklich Tag und Nacht. Tag und Nacht. Die Geschichten, die die Leute da erzählt haben und wie ihre Persönlichkeit da rübergekommen ist bei diesen Nächten und wie man sie sonst kennt auf Vorträgen, in Interviews und in ihren Büchern. Also wirklich, hat gemeint.

Der Grund dessen ist, alles was hier besprochen wird, ist off the record. Alles was in diesen vier Wänden besprochen wird, ist ein Geheimnis. Es wird nur geteilt zwischen den Leuten, die hier waren. Bis jetzt vertrauen uns diese Leute blind, weil sie wissen, dass das, was sie hier erzählen, nirgendwo weitererzählt wird.

Wenn in dieser Klasse einer von euch denkt, ihr wollt darüber tweeten oder euren Freunden darüber erzählen und damit cool sein und dadurch das Vertrauen brechen, was wir uns aufgebaut haben, überlegt euch das gut. Weil du könntest die Person sein, die es f alle zuk Generationen von Y und Gr verkackt willst du die person sein die ist f alle von uns f immer verkackt Und da hatten alle Leute G Da hat sich jeder, du hast gesehen, wie Köpfe geschildert haben, da hat sich jeder gedacht, nee, das bin ich nicht. Scheiße, das will ich definitiv nicht sein. Und dann habe ich gemerkt, auf was für einen krassen Trust diese Gruppe basiert und baut.

Und am Ende des Tages war dann so ein Mingling, Bei uns jede Klasse vom Y-Combinator bis dahin und seit dem Zeitpunkt, seit 2011, war immer die größte Klasse, die es dir gegeben hat. Und das war damals, wir waren 40 Startups und alle waren, oh mein Gott, 40 Startups, die haben in der letzten Klasse 240 gehabt. Aber wir waren damals 40, oh mein Gott, das ist unmöglich. Es war ein Raum von 100 Gründern, 110 Gründern oder so.

Ich habe den ganzen Abend verbracht mit so vielen Leuten wie möglich zu sprechen. Das war das erste Mal in meinem Leben, dass ich gedacht habe, krass, ich habe nicht eine einzige Person getroffen, die mich nicht beeindruckt hat. Ich war noch nie in einem Raum, der so beeindruckend war, rein. Nicht von dem, wie viel Erfolg Leute hatten, sondern wie smart die Leute waren.

Und ich habe gemerkt, okay, die Qualität ist das A und O. Und der Trust, der da drinnen operiert.

Die Macht von Fokus und Metriken

Und dann hatten wir unseren ersten Office-Aum mit PG. und da habe ich zwei andere Sachen gelernt, die ich nicht vergessen werde, die für mich extremst eindrucksvoll waren. Nummer eins, PG hat den ersten, der hat immer so einen Walk mit dir gemacht, 20 Minuten und hat so versucht herauszufinden, worauf müssen wir fokussieren, wie kann ich euch helfen. Und der erste Walk war immer, was ist die eine Metrik, die die wahrste Metrik für unseren Erfolg und Fortschritt ist. Das war seine erste Frage, was ist eure Metrik?

Und dann haben wir erzählt, ja, wir denken, es ist vielleicht das, das oder das. Hm, warum? Und dann ist er wirklich super tief gegangen. Warum ist diese Metrik die beste Reflexion der Wahrheit, des wahren Fortschrittes?

Ist es wirklich so? Aber warum ist es nicht diese andere Metrik? Und dann haben wir wirklich philosophiert und diskutiert. Und als wir es dann hatten, als er dann gemeint hat, ja, ich denke, ich denke, ich habe recht.

Also diese Metrik ist es. Dann war seine Frage, könnt ihr mir das Versprechen geben, dass sie über die nächsten drei Monate jede Woche mindestens 10% diese Nummer zum Wachsen bringt. Wir waren so, klar, okay, Hand drauf. Alles klar, Hand drauf.

Und während er mir die Hand geschüttelt hat, war ich so, bei uns war es ja Credit Bei uns war es damals, wie viele Leute mit ihrer Kreditkarte tatsächlich abseihen. Wo wir so den ersten Charge haben. Die klassische Metrik wäre, wie viele Subscriber. Ja, so.

Und dann, während er mir noch die Hand geschüttelt hat, habe ich in die Augen geguckt und gesagt, PG, hast du deine Kreditkarte dabei? Und dann musste er lachen und hat gemeint, genau deswegen machen wir das. Hat gesagt, ja, ich habe sie. Dann sind wir zurück und ich habe seine Kreditkarte abgeseint.

Und dann waren da noch so fünf andere Gründer, die gewartet haben. und dann bin ich von Gründer zu Gründer und habe die Leute abgeseinigt. Und dann haben wir gemerkt, in diesen drei Monaten hatten wir am Ende des Tages 20% Wachstum Woche über Woche und das kreierten einen wunderschönen Hockeystick. Und weswegen das geholfen hat in der Zeit, ist in der Anfangszeit eines Startups hast du unendlich Möglichkeiten. Alle möglichen Ideen, Features, Promotions, Marketing, Partnerschaften, Und alle möglichen anderen Startups, die keine User haben, genauso wie du, wollen sich treffen und brainstormen.

Du hast so viel Zeit, Zeit zu verschwenden und so viel Zeit, dich zu verwässern. Und diese eine Metrik hat uns unglaublichen Fokus gegeben, weil wir uns jede Woche gefragt haben, okay, wir haben 30 Subscriber, was machen wir, um sechs neue Subscriber zu kriegen? Am Anfang ist es einfach, weil die Zahlen klein sind, aber es ist schwer, weil du ganz am Anfang stehst. Später werden die Zahlen größer und schwieriger, aber du hast natürlich auch mehr Momentum, du hast mehr Knowledge, du hast mehr Marketing, du hast mehr, ja, so.

Lernen, Nein zu sagen

Und es ist unglaublich eine Hilfe gewesen, Leser fokussiert zu sein. Wir haben bei so vielen Sachen Nein gesagt, weil die Frage immer war, dann hat uns irgendein anderes Startup angeschrieben, hey, wir sehen, was ihr macht, ist cool, wollt ihr euch mal treffen und Brainstorm? Dann haben wir uns gefragt, können die uns 45 neue User bringen nächste Woche? Nee, dann treffen wir uns doch nicht mit dem.

Hat uns ein Investor angeschrieben. Hey, wollt ihr euch mal treffen? Haben uns gedacht, kann uns der Investor 45 neue Signups bringen nächste Woche? Nee, dann treffen wir uns nicht mit dem.

Und das hat uns einen unglaublichen Fokus gegeben. Und das war etwas, das hatte ich am Anfang gar nicht. Mit meinem Bildungsprojekt habe ich mich jeden Tag mit unglaublich vielen Leuten getroffen, mit denen gar nichts passiert ist. Und habe bei Tausenden von Projekten gearbeitet, die alle nichts gebracht haben.

Und das war ein unglaubliches Schlüsselerlebnis, dieser Fokus. Das Lernen Nein zu sagen dar dass du wei was ist die Metrik die tats wichtig ist Nicht wir haben Presseartikel gekriegt wir hatten f Meetings wir haben einen Investor getroffen und wir haben an drei coolen Features gearbeitet Das ist die Arbeit die du gemacht hast aber nicht der Fortschritt den du hattest Was ist tats der Fortschritt Und, und, und, ich habe so viel gelernt, also wir haben wirklich unglaublich viel gelernt in den drei Monaten, aber in den ersten zwei, drei Tagen war es schon so ein Wow-Erlebnis. Okay, Qualität der Leute ist extremst hoch.

Trust ist extremst hoch. Dadurch gibt es einen Effekt der Wahrheit. Die Leute, die hier Informationen austauschen, filtern nicht, weil sie Vertrauen haben. Dadurch haben wir bessere Kommunikation, bessere Konversation.

Es sind Legenden des Weltes, Titane, Milliardäre, und die haben uns Storys erzählt, die komplett anders in der Geschichte stehen. Und du hast halt wirklich die Wahrheit gehört. Was passiert wirklich? Wie funktioniert es wirklich in der Welt?

Die Philosophie: Wenn es zu schwer ist, hör auf

und unabhängig des Inhalts vom Dinner, von allen Gästen, die jemals beim Dinner waren, wer war der, wo du sagst, okay, das Dinner würde ich auf jeden Fall nochmal wiederholen? Für mich, es waren gar nicht so die, also wir hatten Mark Benioff, Gründer von Salesforce, wir hatten Zuckerberg da, wir hatten viele Milliardäre, die waren alle interessant, für mich, das, was mich am meisten beeinflusst hat, waren die Gründer von einem Startup, was, ich kann mich gar nicht erinnern, wie das jetzt heißt, Das hat auch Salesforce damals gekauft. Damals war es die größte Akquisition von Y Combinator für 250 Millionen.

Das war so, ich kann nicht mehr... Die haben dir quasi die Fähigkeit gegeben, Apps zu generieren, ohne deinen eigenen Server zu haben, ohne dein Framework zu haben. Das war so eine App-Generierplattform ohne Code. Das fällt mir jetzt nicht ein, ich bin unglaublich schlecht mit Namen.

Aber das, was die gemacht haben, war gar nicht so wichtig. Es waren drei Jungs und deren Philosophie und die Dinge, die die erzählt haben, von wie sie Entscheidungen getroffen haben, war so konträr zu meiner, dass es mich wirklich extrem beeinflusst hat. Die haben zum Beispiel ganz am Anfang gesagt, wir haben eine einfache Philosophie, wenn etwas zu schwer ist, hören wir damit auf. Das war so für mich so, wie?

Was? Ja, weil, du müsstest überlegen, wenn etwas zu schwierig ist, bedeutet es entweder, Oder es ist der falsche Zeitpunkt, daran zu arbeiten. Oder wir sind das falsche Team, um daran zu arbeiten. Oder wir haben den falschen Approach Wenn du etwas richtig zum richtigen Zeitpunkt machst mit den richtigen Leuten kann es nicht so schwer sein Und das war so der Satz an sich hat mein Gehirn zum Explodieren gebracht.

Ich so, wie, wo jetzt, wenn es zu schwer ist? Für mich war es zu schwer, dann arbeitet man härter. Vielleicht so ein bisschen Rocky plus schwäbisches Denken, die Mischung. Und wir haben viele so sehr konträre, wir arbeiten so wenig wie möglich und es geht immer um so das Smartsein nicht hart, aber dieses, wenn etwas zu hart ist, ist es das Signal, es ist nicht richtig.

Das habe ich danach angefangen anzusetzen und auch überall zu sehen. Ich kann mich erinnern, zwei Wochen später habe ich in unserem Büro versucht, Stühle zusammenzubauen und da habe ich da bei einem Teil des Stuhls rumgemacht, wie so ein Affe und es ging nicht und gepusht und gemacht und getan. Und dann habe ich zehn Minuten Pause, habe gedacht, ich gehe spazieren, weil mich das total genervt hat. Und dann bin ich zurück und habe gemerkt, ja, ich habe das Teil falsch rum reingetan.

Habe es umgedreht und dann war es zack, zack und es war fertig. Und dann war ich so, ah, wenn du es falsch angehst, ist es schwer. Und es hat mich wirklich sehr beeinflusst, dass ich immer wieder, wenn etwas zu schwer ist, dass ich sage, stopp, warte, irgendwas stimmt hier nicht. Das war von allen Dingen der Moment, der mich am meisten geprägt hat, wo ich wirklich so, shit, alles, was ich bis jetzt in meinem Leben, gedacht habe und geglaubt habe, stimmt nicht.

Muss ich umdenken. Das hat mich am meisten beeinflusst. Für sure. Neben dem Abendessen, wie sah sonst so ein Tag bzw. eine Woche bei Y-Combinant aus?

Du, es war super freeform. Also wir haben quasi gemeint, einmal die Woche musst du kommen zum Abendessen. In der Zeit wollen wir auch gegenseitig, kannst du mit den Mitgründern Freundschaften pflegen, zeigen Fortschritte, Erfolge, Misserfolge teilen. Du kannst so viel oder so wenig, du willst Office hours mit uns buchen, also quasi nach dem Universitätsmodell mit dem Professor, sagen, hey, ich brauche Hilfe.

Und dann hast du normalerweise dir rausgesucht, welchen Partner du brauchst. Und dann war das oft so 15, 20 Minuten Walk um den Park drumherum. Und dann hat man halt diskutiert und gebrainstormt. Und das war es im Prinzip in den ersten zwei Monaten.

Und dann der letzte Monat war sehr intensive Vorbereitung auf Demo Day was der Tag war wo du quasi deinen Fortschritt und dein Unternehmen pr hast vor den einflussreichsten Investoren alles an einem Tag und der Presse Das war dein gro Launch Day quasi Und da wurde dann die Vorbereitung intensiver und intensiver. Man hat sich auf die Präsentation vorbereitet, die haben einen gecoacht mit Investoren etc. Aber es war schon sehr ein, du kannst, viele Gründer haben den Vorteil entdeckt, oft bei Y-Combinator rumzuhängen und von dort aus zu arbeiten, weil dann hast du alle möglichen extrem Celebrities da gesehen.

Da sind da irgendwelche Zuckerbergs rumgehangen und haben da gegessen und gechattet und wenn du was von dem gebraucht hast, konntest du halt rüberlaufen und mit dem labern. Oder, oder, oder.

Erfolgsgeschichten aus dem Y Combinator

Was waren die erfolgreichsten Firmen, die Y-Combinator? Die erfolgreichsten Y-Combinator Firmen zu den erfolgreichsten Unternehmen gehören Airbnb. Gehören Dropbox, gehören Stripe, was hier nicht so bekannt ist, aber 50 Milliarden Konzerne, das du verwendest, wir verwenden es. Also Airbnb, Dropbox, Stripe sind hier die drei bekanntesten Größen, also zweistellige Milliarden Konzerne.

Und danach gibt es, es gibt so viele. YC, ich weiß nicht mehr die letzte Statistik, aber du musst dir überlegen, vor noch, ich glaube, einem Jahr oder zwei, war das Gesamtvolumen, was Y-Comedy investiert hat, ich glaube um die zwischen 10 und 20 Millionen und der Gesamtportfolio-Wert war in den hunderten Milliarden. Also es gab kein erfolgreicheres Investment-Vehikel in der Historie von Investments, weil YC muss überlegen, er investierte bei Airbnb in der Zeit noch 25.000 Dollar in Airbnb und hat dafür 6 Prozent gekriegt. Was ist die Bewertung von Airbnb jetzt?

Ich kenne die Bewertung nicht auswendig, aber ich würde mal schätzen, es ist sicherlich im zweistelligen Milliardenbereich. Ich glaube, Stripe hat eine 40-Milliarden-Bewertung. Stripe ist immer noch so ein Early Startup, da hat YC 6 Prozent gekriegt für 25.000 Dollar. Crazy. 25.000 Dollar wurden 3 Milliarden.

Jetzt muss man ein bisschen Verwässerung mit einrechnen. So, aber es ist unfassbar und es gibt noch, es gibt so viele YC Startups, von denen noch nie jemand gehört hat, die alle schon im Milliardenbereich sind oder Hunderte vom Millionenbereich. Es ist unglaublich, es ist unglaublich.

Aggressive Eigeninitiative beim Fundraising

Das heißt, der Ablauf der drei Monate war relativ frei, aber es war diese eine Metric, diese eine Indikator, diese eine Kennzahl und die musste laufen. Ja, was ich mitgebracht habe bei YC war, es hat der Arbeiten und schamlose Hasseln und ich habe recht früh erkannt, wir kriegen aus diesem Programm so viel, wie wir nehmen, nicht so viel, wie uns gegeben wird. Von daher, wir haben jede Woche einen Walk gehabt mit PG. Wir waren oft, wir haben uns ein Apartment um die Ecke von Y Combinator gesucht und haben das angemietet für drei Monate, damit wir um die Ecke leben und so oft wie möglich dort rumhängen können.

Und ich war auch sehr, sehr schamlos. Also PG hat auch von uns immer so geredet, die Jungs sind merkwürdig, aber extremst effektiv. Er hat auch immer gesagt, um euch mache ich mir keine Gedanken. Um euch mache ich mir keine Gedanken.

Wenn wir was gebraucht haben, ich gebe dir ein Beispiel, es gab im dritten Monat, waren wir so heiß in der Fundraising-Phase und da war ich sehr beschlossen, all die Fehler, die ich in den fünf Jahren davor gemacht habe, wo ich sehr unerfolgreich war, erfolgreich war mit Fundraising, zu verändern. Dann hatten wir eine große Investmentfirma, die wir unbedingt drin haben wollten in unserer Runde, aber die uns gesagt haben, ja, also wir sind jetzt die nächsten fünf Wochen ausgebucht mit Monday-Partner-Meetings und würden euch gerne in sechs Wochen einbuchen. Und mir war es wichtig, dass unser Fundraising in zwei Wochen durch war.

Ich habe gesagt, wir gehen all in in zwei Wochen und dann sind wir fertig mit dem Thema und fokussieren uns auf den Unternehmensaufbau. Also ich habe da rumgemacht und versucht, die zu überzeugen, dass sie das Meeting mit uns früher haben. Die haben sich nicht überzeugen lassen. Da habe ich mich mit PG getroffen und gesagt, PG, so, also die Firma, kennst du den Partner dort?

Wir wollen mit denen so schnell wie möglich ein Meeting. Die machen aber rum und wollen uns erst in fünf, sechs Wochen haben. Was kannst du, kannst du denen kurz eine E-Mail schicken und denen sagen, dass wir die geilsten sind und dass die unbedingt mit uns schnell reden sollen? Hat PG gesagt, ja klar, kann ich gerne machen.

Ich so, okay, gut, hier mein Laptop, ich habe schon Gmail offen. logg dich doch mal ein, ich habe dir eine E-Mail geschickt mit dem Template, was du denen schicken kannst, du musst nur Copy-Paste machen und es editieren, lass uns das doch jetzt gleich erledigen. Weil ich wusste, PG hat hunderte von Gesprächen am Tag, tausende von Gefallen, die er machen muss. Und wenn ich den jetzt weggehen lasse mit diesem losen Versprechen, schick den doch mal eine E-Mail, dann muss ich das tausend Tage herum machen. Und von daher haben wir das einfach genau da erledigt Und dann hat er die E geschrieben den rausgestellten das Junge hat mich angeguckt und gesagt genau deswegen werdet ihr erfolgreich Ich brauche denn ein Recommendation Letter f mein Visum Und dann habe ich also von Ashton Kutscher Letters gekriegt und in allen m Gr Von PG wollte ich auch ein Letter Und dann habe ich den den Geschick gehabt, hat den Fehler gemacht.

Und PG ist ein sehr guter Autoren-Schreiber. Also er schreibt sehr gerne, sehr gut. Und er hat natürlich den Recommendation-Letter, den ich in seiner Stimme für mich geschrieben habe, hat er natürlich gehasst. Das war natürlich ein beschissener Letter.

Aber er hat natürlich keine Zeit, drei Seiten über mich zu philosophieren und zu schreiben für die Regierung. Und da habe ich da ewig rumgemacht. Und er war da ewig, ja, okay, ich muss das nochmal editieren, das ist nicht gut. Da habe ich das irgendwann einfach ausgedruckt, bin da aufgetaucht, habe gewartet, bis sie zwischen zwei Walks kurz raus sind und haben gesagt, hier, unterschreibe.

Der so, ah, aber das ist so, ich so, PG, das ist kein Essay, das wird kein Mensch lesen, außer irgendeinem Bürokrat, unterschreib jetzt. Dann hat er mir unterschrieben und gemeint, ja, das ist das, was mir am meisten gefällt. Du zwingst mich dazu zu arbeiten, du holst dir den Value raus, den du brauchst. Nägel mit Köpfen.

Und da gab es viele Gründer, die eher so sehr technisch waren, Programmierer aus der Uni noch heraus, noch Unerfahrener, die eher so durch das Programm gegangen sind, so sehr passiv. So, das ist jetzt das drei Monate YC-Programm und wir werden machen, was auch immer uns die Lehrer hier sagen und dann wird das schon alles funktionieren für uns. Und ganz so ist es natürlich nicht. Es ist sehr freeform, du kannst extrem viel aus dem Programm rausholen, aber die Aggressivsten, die mit der Attitüde rangegangen sind, ich nehme mir, was ich brauche, ich frage nach Hilfe, ich arbeite hier, ich nehme mir das Programm und maximiere das aus dem Programm für mich, was ich kann.

Die haben natürlich viel mehr erreicht, als die, die so sehr passiv aufgetaucht sind zu dem, was auf dem Programm stand und bei allem anderen gewartet haben, dass ihnen irgendjemand erzählt, was sie tun müssen. Bei denen lief es natürlich nicht so geil. Und da haben wir wirklich viel rausgepresst aus den drei Monaten.

Aufbau einer nachhaltigen Unternehmenskultur

Wie groß war euer Team damals? Drei Leute, wir waren nur die drei Gründer, als wir gestartet haben. Und dann Gib ihm. Und dann, wie ging es danach weiter?

Quasi Fundraising, Investoren und dann Büro? Ja also wir haben dann eineinhalb Millionen in der Seed in zwei Wochen aufgenommen Das war damals noch viel heute ist es gar nichts und dann haben wir ein B aufgemacht ein paar Leute eingestellt Dann hat unser Wachstum aufgeh dann haben wir hier versucht mit Biegen und Brechen das Ding wieder zurückzubringen und dann sind wir auf diesen Pivot gekommen, der uns dann zu Close gebracht hat. Und Close war dann wirklich irgendwie komplett anders. Also wenn du mir gesagt hättest, am Anfang vor ISE, wenn du mir gesagt hättest, ich werde irgendwann mal eine CRM-Firma gründen, dann hätte ich die in die Fresse gehauen.

CRM war so ein kompetitiver Markt, der so dominante Player hat. Nichts in meiner Seele hat gesagt, oh, das ist ein interessanter Markt. Was ist CRM? Customer Relations Management?

Customer Relations Management. Salesforce ist der größte, aber du hast natürlich Microsoft Dynamics, du hast Oracle und, und, und. Es gibt keine Sparte in Business Software, die mehr Player hat als die CRM-Sparte. Weil das ist natürlich auch einer der essentiellsten Pieces oder Software, die eine Firma haben kann, irgendwie Kundendateien.

Und wir sind da wirklich reingerutscht und reingestolpert in das Thema. Wir haben uns das nicht ausgesucht. Und wir hatten eine sehr radikal andere Philosophie von wie eine gute Sales Software aussehen musste. Und wir hatten ein sehr, sehr starkes Team, ein sehr kleines Team.

Das war wirklich überdurchschnittlich stark. und dann haben wir das Ding gelauncht und es ist wirklich sehr gut angelaufen, es ist besser und besser angelaufen und dann hat sich das dahingehend entwickelt, dass wir nicht mehr und mehr Fundraising gemacht haben, sondern dass Unternehmen quasi auf Profiten und auf Kundenumsätzen zum Wachstum gebracht haben. Unsere Philosophie war von Anfang an da, wir wollen das beste Unternehmen gründen und nicht das größte. Und für uns Beste war die richtige Balance zwischen kleinem Team, geiler Unternehmenskultur, sodass uns als Gründer das Unternehmertum immer noch Spaß macht, hier arbeiten immer noch Spaß macht, aber krass outsized returns im Sinne von Impact.

Also lieber 100 Millionen Umsatz mit 100 Mitarbeitern als 100 Milliarden mit 100.000 Mitarbeitern. Weil uns klar war, wir finden Großkonzerne scheiße und wir kannten viele Unternehmer, die Unternehmen so krass skaliert haben an dem Punkt, wo sie dann gesagt haben, ich hasse eigentlich mein Leben. Ich hasse alles was ich mache Ich kann alle Leute mit denen ich zu tun habe nicht leiden Und ich habe zwar diesen krassen Erfolg geschafft aber ich habe mir ein Leben dabei designt was mich ungl macht Und uns war wichtig dass wir eine Firma gr also unser wichtigster Value ist build a house you want to live in und das basiert wirklich auf alles und das ist am Ende des Tages langfristig und nachhaltig denken und dann haben wir halt gesagt, okay, also build a house you want to live in bedeutet gründe ein Unternehmen, in dem du arbeiten willst. ja, kreiere Software, die du nutzen willst, ja, verkauf auf eine Art und Weise, wie du selbst kaufen willst, und ähm,

Remote Work und globale Teams

und sind heute ein sehr kleines Team, 45 Mitarbeiter, wir sind vollkommen remote, weil uns diese Freiheit wichtig war. Das ist ein Punkt, den ich ganz interessant finde, von diesem, okay, Büro weg, 45 Leute, aber im Endeffekt, was sind es, 14 Länder? 14 verschiedene Länder, ja. Und dann trifft man sich einmal im Jahr, Oder jeder. Zweimal im Jahr lassen wir alle Leute einfliegen in die Stadt und arbeiten eine Woche sehr strategisch an die nächsten sechs Monatspläne, aber auch an Kultur und Sorgen für die sozialen Connections unter dem Team und unter den ganzen neuen Leuten.

Aber die meiste Zeit ist es komplett distributiert, das Team. Und die Stadt wechselt jedes Mal? Ja, wir haben jetzt die letzten zwei Mal in Kanade gemacht, aber wir haben über die Jahre alles Mögliche. Also wir wegpendeln zwischen ein Retreat ist in Nordamerika und eins ist in Europa, weil es ungefähr 50-50 ist, Mitarbeiter Europa und Nordamerika.

Wir haben ein paar Outlier, jemand in Bangkok, jemand in Russland, jemand in Brasilien, aber die meisten anderen sind, 60 Prozent unserer Mitarbeiter sind in Nordamerika und ungefähr 30 Prozent in Europa. Wie rekrutierst du die, wenn die so weit verstreut sind? Du, wir haben einen recht bekannten Brand und vor allem auch in der Remote-Szene sind wir recht bekannt und anerkannt. Von daher gibt es viele Leute, die Leute, die nach Remote-Arbeit suchen, die bewerben sich sehr stark bei uns.

Bei uns ist weniger das, wo finden wir die Leute, sondern eher das Ausselektieren. Wir sind sehr, sehr selektiv. Das heißt, bei uns ist es oft so, dass es viel länger als im Durchschnitt braucht, bis wir jemandem ein Angebot machen. Und wir durch viel mehr Applikationen durcharbeiten, bis wir jemanden akzeptieren.

Aber der Bedarf nach Revoltaics, Remote-Arbeit ist am steigen und wir sind da sehr, sehr gut positioniert und das ist jetzt, dummerweise, das ist jetzt kein positiver Event, der das Thema noch stärker macht, aber durch diese Pandemie, durch die wir alle gehen global, verstärkt sich das Thema nochmal gravierend und dieser Trend, der unaufhaltsam war, hat jetzt nochmal einen großen Schub in Geschwindigkeit gekriegt.

Produktivität und Fokus in der Fernarbeit

Gerade das Interessante jetzt mit der Pandemie, unabhängig vom Remote, das Thema Homeoffice. Gerade hier im Stuttgarter Raum gibt es ja viele Firmen, die sagen, so Homeoffice, das funktioniert für uns nicht. Und interessanterweise ist das, was ich an Feedback bekomme, jetzt muss es funktionieren und auf einmal funktioniert es doch. Und nicht nur das für viele, wenn du 30, 40 Minuten One-Way fährst, dann ist es auf einmal eine, eineinhalb Stunden am Tag, die du dir sparst, weil du zu Hause arbeitest. unabhängig von den Effekten auf die Umwelt, vom Fahren, ist natürlich ein wahnsinns Zeitersparnis und interessanterweise produktivitätstechnisch von ein paar Firmen, mit denen ich arbeite, die alle im Homeoffice sind, es funktioniert.

Ja, und je nachdem, was für Arbeit du machst, kann es wesentlich produktiver sein. Alles hat Vor- und Nachteile, das ist klar. Die Vorteile, wenn man von zu Hause aus arbeitet, sagen wir mal, du hast es schon angesprochen, man verschwendet keine Zeit mit dem Commuting, Und das kann gravierend sein in vielen Fällen. Mittlerweile musst du nicht in L.A. oder New York leben, damit Commuting eine Stunde dauert zur Arbeit.

Also auch im Schwabenland höre ich von allen Leuten, die ich kenne, dass Autofahren scheiße ist und dass immer Verkehr ist. So, die eineinhalb Stunden, die du im Verkehr steckst, das ist eineinhalb Stunden, die du mit deiner Familie verbringen kannst, mit der du Sport machen kannst, die du lesen kannst, wo du qualitativ Zeit für dich rausgewinst. Das ist das eine. Das Zweite ist, dass im Büro sehr viel Zeit verschwendet wird für Dinge, die keine Arbeit sind.

Im Büro verbringen wir eine hohe Anzahl an Zeit mit Unterbrechungen. Da labert dich der Kollege an, da schickt man sich Memes, da überhörst du, dass da in der Ecke irgendwas geredet wird über irgendeinen Plan, die die Geschäftsführung hat und dann auf einmal hörst du auf zu arbeiten und hörst da genauer zu. dann hast du Büropolitik, ja, wer hat meinen Joghurt aus dem Kühlschrank gegessen, wer schläft mit wem, wer hat Affären, wo sind die Gruppenbildungen. Einen Großteil der Zeit im Büro arbeitet niemand produktiv. Man sitzt vielleicht vor dem Laptop man ist im B aber ist man hochproduktiv im Arbeiten Nein Und da ist es auch so man muss unterscheiden das musste ich auch die Jahre in Silicon Valley lernen Ich habe das so nicht auf dem Radar gehabt.

Wenn du eher im Marketing bist oder eher im Sales oder PR, dann verschwendest du sehr offenhändig viele Stunden deines Tages und du kriegst das gar nicht mit. Und wenn du dann mit technischen Leuten arbeitest, mit tatsächlichen Leuten, die fokussiert in the zone sein müssen für mehrere Stunden, die können nicht jede 20 Minuten kurz mal unterbrechen für 5 Minuten. Dann siehst du, wie sehr die ihren Fokus protecten und wie sensibel die darauf sind, dass sie mal kurz unterbrochen werden. Weil die wissen, die 5 Minuten Unterbrechung, die braucht noch mal eine halbe Stunde, bis ich wieder in der Zone bin.

Wenn jetzt jeder von uns jeden Tag bei der Arbeit Bücher schreiben würde, dann wüssten wir, wie schwer es ist, mal anfangen zu schreiben, im Roman weiterzukommen. Und wenn dann einer dich unterbricht mit irgendeinem Witz, wie schwer es ist, dann wieder reinzukommen. Aber da wir nicht hochfokussiert über stundenlang produzieren müssen, sind wir so offenherziger mit dem, ja das war ja, da haben wir kurz gebrainstockt, dann habe ich da ein paar E-Mails gemacht, da war ich dann in einem Meeting und die Leute, ich habe mich früher nicht so stark gefragt, ja war das jetzt produktiv? Hat das jetzt was gebracht? oder das, was schwer zu produzieren ist, wo ich Fokus gebraucht habe, tatsächliche Willenskraft, habe ich das geschafft gekriegt, heute oder nicht, weil ich 7000 Unterbrechungen hatte.

Und das alles hast du nicht. Das ist natürlich manchmal auch sehr unangenehm, weil dieser White Space, der konfrontiert uns auch mit unserem eigenen Lack of Focus. Da merkt man auf einmal, oh, es ist schwer, fokussiert zu sein. Aber es gibt ja unglaubliche Vorteile.

Natürlich gibt es auch Nachteile. Und viele von den Nachteilen, die kann man umgehen. Dafür gibt es Lösungen. Und manche Nachteile gibt es keine Lösungen für.

Natürlich braucht man als Mensch den sozialen Kontakt und der fehlt einem. Natürlich ist es so, dass viele Leute sehr naiven Gedanken haben, was Remote Work angeht und denken, Remote Work, geil. Kann ich den ganzen Tag in meinen Pyjamas arbeiten oder um die Welt reisen und arbeiten Ist das nicht geil Nein Remote Work der erste und wichtigste Faktor nachdem wir schauen ob wir dich einstellen ist Culture Fit passt zu unserer Kultur Der zweite Faktor ist Remote Fit und hier ist das erste, worauf wir achten auf die Leute, ob sie Remote geil arbeiten werden oder nicht und glücklich damit sein werden oder nicht.

Disziplin. Hast du keine Disziplin, kannst du nicht Remote arbeiten. Weil Remote gibt dir alle Möglichkeiten und je mehr Freiheit du hast, du weißt es, ohne Disziplin, desto mehr wirst du untergehen. Wie testet ihr Disziplin?

Naja. Vom Bewerbungsprozess? Naja, wir schauen nach Markers, also in der Vergangenheit, die für Disziplin sprechen. Hey, erklär uns mal, also im Lebenslauf, erklär uns mal, was sind die Dinge, die du konsequent und konsistent machst.

Wo sind deine Hobbys? Wie organisierst du deine Familie? Was tust du mit deinem Freiraum? Wir stellen zum Beispiel auch niemanden ein.

Am Anfang haben wir Leute eingestellt, die gesagt haben, ich habe mich jetzt entschieden, ich will remote arbeiten, deswegen habe ich mich bei euch beworben. Früher haben wir gedacht, cool. Jetzt denken wir, danke, aber nein, danke. Dieses Experiment, ob Remote Work cool oder nicht cool ist für dich, macht es woanders.

Weil das ist ein sehr teures Experiment. Und das geht oft auf unsere Kappe. Und das Geld wollen wir nicht ausgeben. Wir stellen so fast nur Leute ein, die remote Erfahrungen haben.

Die wissen, ich arbeite gerne und erfolgreich remotely. Und ich bin diszipliniert. Ich habe mir mein Leben so designt, dass ich weiß, wann ich aufwache. Ich habe mir ein Büro organisiert, meine Familie organisiert, meinen Alltag organisiert.

Und es funktioniert perfekt für mich. Die Leute stellen wir gerne ein. Leute, die sagen, hey, ich habe da jetzt ein paar Artikel drüber gelesen und ich will, weißt du was, Deli, ich will um die Welt reisen und habe mir gedacht, wie kann ich aber weiterhin arbeiten, weil ich brauche ein Gehalt? Remote!

Arbeit für dich. Ja, warum stellt ihr mich nicht ein und ich probiere das mal? Ja, weil wenn du das nicht schon seit Jahren machst, dann wirst du merken, dass es nicht so einfach ist, dass es unglaubliche Disziplin und Fähigkeit und tatsächlich Skills gibt, die du brauchst, um das erfolgreich zu machen und für diese Skills wollen wir nicht zahlen, weil es ein hohes Risiko gibt, dass du das nicht erfolgreich machen wirst und nicht gut finden wirst.

Die Zukunft von Coworking und Flexibilität

Wie viele von denen, die remote arbeiten, arbeiten tatsächlich in ihrer Wohnung? Wie viele haben vielleicht um die Ecke irgendwie einen Caf aus dem sie arbeiten oder irgendeinen Shared Workspace Ja ich w mal sagen bei uns ist es 60 Aber das liegt auch daran dass die meisten die von zu Hause arbeiten sind Programmierer Die H unseres Teams sind Programmierer Und die sind Leute, die extremst gut produktiv von zu Hause arbeiten. Die sich extremst gut ihr Homeoffice organisiert haben. Die Leute, die im Marketing arbeiten, die Leute, die im Sales arbeiten, das sind mehr soziale Tiere, die haben Schwierigkeiten, alleine zu sein.

Wir geben jedem unserer Mitarbeiter ein Stipendium von 300 Dollar im Monat für Coworking Spaces. Das heißt, wir sagen auch den Leuten, die ein Homeoffice haben, geh einmal die Woche mal in Coworking Space, einfach mal, um die Szenerie zu ändern. Es hilft dir. Wir helfen Leuten mit irgendeinem Gym Membership.

Also geht, seid aktiv, verlasst das Haus. Es ist nicht gesund für die Menschenseele, sieben Tage die Woche nur zu Hause zu sein, egal wie sehr dir dein Zuhause gefällt. Ich würde sagen, bei uns ist es aber so 60-40. 60 zu Hause, 40 Coworking. Ja, ja.

Gibt man mittlerweile auch, Coworking ist auch so ein Trend. Wie alt ist er jetzt, fünf Jahre? Älter? Älter?

Also Coworking gab es schon in 2007, als ich in Silicon Valley angekommen bin. Es gab Plug & Play, Tech Center war das größte Coworking Space in Silicon Valley damals. Also jetzt international groß geworden ist, weil sowas wie WeWork oder wie heißt die anderen, IWG? Es gibt einige, aber die WeWork hat es definitiv, glaube ich, global cool gemacht.

Aber auch Remote Work, das ist so ein Trend, der dann Coworking auch stimuliert. Dieses Arbeit findet nicht nur in einem vorgegebenen Raum statt, zwischen einer vorgegebenen Zeit unter der Woche. Arbeit findet durch unsere Laptops, durch Smartphones, durch unser moderne Arbeiten kann Arbeit überall stattfinden. Okay, wenn überall Arbeit stattfinden kann, dann müssen wir das Paradigma von Arbeit größer schmieden und anders und neu skizzieren.

Das kann nicht sein, du kannst nur arbeiten, wenn du in diesem Raum bist. Wenn du den Raum verlässt, kann keine Arbeit mehr stattfinden. Das funktioniert halt nicht mehr. Und dadurch, dass wir auch globaler arbeiten, dadurch, dass mehr Firmen auch global agieren.

Es hat dann auch die Frage, okay, wollen wir, wenn wir jetzt, sagen wir mal, ein deutsches Unternehmen sind und in Silicon Valley Fuß fassen wollen, früher musstest du ein Büro aufmachen. So, jetzt war da ein Büro und da hattest du aber nur ein Hansi da drin. Und das war so, über zwei Jahre füllen wir das hoffentlich. Heute sagen die Leute, cool, wir nehmen uns ein Desk, Und da kann unser ein Hansi in Silicon Valley drin sein und wenn wir dann, wenn wir wissen, wir kommen mal für einen Monat mit drei Leuten aus Deutschland, dann mieten wir uns ein zweites Desk an und für die Meetings, die wir haben, haben wir einen Conference Room, den wir uns anmieten und so können wir flexibel skalieren und wenn wir mal an dem Punkt sind, dass wir 50 Leute haben und die ständig, dann machen wir unser eigenes Büro auf.

Das ist natürlich wesentlich flexibler vom Investment her, als früher, wo so ein deutschlandes Unternehmen sich überlegen musste, sind wir bereit, ein 50-Mann-Büro anzumieten. Am Silicon Valley ist ja auch mietentechnisch. Mietentechnisch nicht zu vergleichen. Und einen guten Teil unseres monatliches Budget müssen wir dann da rein investieren mit der Hoffnung, dass wir über drei Jahre das Büro füllen und dass das Experiment Amerika funktioniert hat.

Das ist natürlich ein riesen Risikoaufwand, den heute Startups in Deutschland nicht haben. Die können sich entscheiden, überall auf der Welt zu agieren und da quasi ein Büro zu haben, Quote-un-Quote, ein Bürotisch und je nach Erfolg flexibel das Ding hochzufahren oder runterzufahren. Also auch mit dem potenziellen Misserfolg von WeWork wird das Thema Coworking oder flexibles Desk, das wird nicht weggehen, das wird wachsen, ob es deinen Leuten gefällt oder nicht. ja, ich habe zwei Brüder, die sind im Schwabenland unter Nürnberg tätig, die sind auch noch mehr oldschool und oft haben wir diese Diskussion wo sie dann so im gut schw Mindset so ah ja aber diese Technologie und diese Ver das ist auch alles nichts Gutes Ich habe gesagt ja so ging es uns fr auch Wenn ihr zwei auf eurem Pferd gesessen seid und ich gesagt habe Automobil habt ihr gesagt ja aber ein Automobil hat keinen Charakter mit dem hast du keine Beziehung Dann geht ja das Benzin aus.

Klar, Automobil, viele Nachteile, aber die Vorteile sind so gravierend, es lässt sich nicht aufhalten, ob du Bock drauf hast oder nicht, dass Automobil kommt und so ist es auch mit Remote Work und Coworking. Der eine oder andere Auto nahe würde dir widersprechen, dass man mit dem Auto keine Beziehung aufbauen kann. Ja, siehst du? Nicht mir!

Was mir ganz gut gefällt an diesem Remote Work ist gerade das Thema Flexibilität. So ein bisschen, nicht dieses extreme digitalen Nomaden-Ding, ich reise konstant um die Welt, sondern so ein bisschen dieses verschiedene Wohnorte, so ein bisschen Abwechslung. im Winter in den Bergen, wer gerne Ski fährt, im Sommer im Strand oder ein Teil in der Stadt. Du hast ja auch deine Zelte in Silicon Valley abgebrochen und bist nach New York City gezogen. Ja, und pendle zwischen New York und Deutschland und reise, ich glaube, letztes Jahr, vorletztes Jahr habe ich 56 Mal bin ich geflogen.

Das war's für die erste Hälfte meines Geschwichts mit Stilly. in der nächsten Episode gibt es die zweite Hälfte bis dahin

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