TWUP 31

TWUP 31 — Startups & Website mit Johannes Ellenberg

Johannes Ellenberg erläutert, wie etablierte Unternehmen und Trainer von der Agilität und den Strukturen der Startup-Welt profitieren können. Der Fokus liegt auf der Vermeidung von Fehlern bei der Teambildung, dem Aufbau von Experten-Business-Modellen und der praktischen Umsetzung von Web-Präsenzen.

Kernpunkte

Die Top 3 Fehler von Startups

Ich bin ein Freund von praktischen Ansätzen. Was sind aus der Ansicht die Top 3 Fehler, die die meisten Startups machen? Ja, ganz am Anfang steht natürlich immer das Team. Die meisten Menschen gehen mit den falschen Partnern zusammen.

Das ist im Berufsleben nichts anderes wie im Privatleben. Da sehen wir das ja auch oft. Ja, ganz einfach so ein Startup, so ein Unternehmen zusammen zu gründen, das ist eigentlich fast wie eine Ehe. Und da muss ich auch einiges aushalten können.

Da sollte ich mich am besten gut kennen können. und da sollte ich auch die wichtigsten Themen im Vorfeld schon vom Tisch haben. Also zum Beispiel klären, was passiert, wenn einer nicht mehr will. Und das machen die meisten einfach nicht und scheitern dann. Das wäre das Erste.

Das zweite Punkt ist zu frühes Wachstum. Das heißt, so ein Startup ist ja immer ein Suchprozess. Das heißt, ich suche nach einem Problem, das ich lösen kann, nach einem Geschäftsmodell. Und das passt noch nicht 100 Prozent am Anfang.

Ich habe noch nicht die richtigen Kunden gefunden die L passt noch nicht so richtig zum Problem und die meisten oder viele Startups fangen an zu fr Geld f Vertrieb und Marketing auszugeben also zu wachsen und haben eigentlich noch nicht so richtig wir nennen es den Value oder den Product Market Fit also wirklich sichergestellt dass man eine L im Problem l tats und nicht genug Geld damit verdienen kann. Und der dritte Part ist, dass die meisten einfach zu früh aufgeben. Okay. Zu früh aufgeben heißt, was würdest du so als Richtlinie ansehen?

So lange muss ich schauen. Ich weiß, im Restaurantbereich ist es also die klassische zwei Jahre. Egal wie gut du es machst, solange du nicht viel Glück hast, es braucht zwei Jahre, bis die potenzielle Kundschaft weiß, okay, da gibt es ein Restaurant, da gibt es gutes Essen, atmosphärischer passt, da will ich hingehen. Zwei Jahre lang muss man eine gewisse Durststrecke überbrücken.

Gibt es da grundsätzlich irgendwelche Richtwerte? Ja, es ist natürlich schwierig, weil du natürlich, also die Produkt- und Branchenpalette sind natürlich riesig. Also je forschungsintensiver ich bin, desto länger Zeit brauche ich natürlich, wenn ich bestehende Geschäftsmodelle kopiere. Ich sage mal, wenn ich mich jetzt als Personal Trainer selbstständig mache zum Beispiel, dann ist es ein Geschäftsmodell, das ist bekannt.

Ich kann gucken, wie es der Wolfgang macht, ich kann gucken, wie es andere machen. und sollte da, sage ich mal, in einem Jahr bis zwei Jahren irgendwie sehen, dass ich klarkomme und wenn, dann bin ich vielleicht nicht einfach, da bin ich vielleicht nicht dafür gemacht. So, aber Richtwert, wie du sagst, zwei Jahre beim Restaurant, ich sollte schon mir mindestens zwei bis drei Jahre Zeit geben, um zu schauen, kriege ich es hin oder kriege ich es nicht. Das muss natürlich zu den finanziellen Gegebenheiten passen. Drei Jahre gar kein Geld verdienen ist auch, schwierig, aber ja, die meisten denken, es ist zu einfach.

Das heißt, es gibt ja die klassische Richtlinie, 85% der Startups fehlen in den ersten drei Jahren. Wenn du zurückdenkst an die letzten zehn Jahre, was war das Startup, wo du gedacht hast, boah, aus denen wird was, diese Idee ist gut, aber war dann doch einfach nicht die Zeit oder der Atem oder einfach ein bisschen Glück? Da hatten wir vieles. Also wir hatten zum Beispiel in unserem ersten Badge von unserem Excel-Writer-Programm ein junges Team aus der Uni.

Es waren zwei Studenten und ein Co-Founder, der schon gearbeitet hat und in Teilzeit gegangen ist. Die waren echt top. Also die haben richtig performt die haben richtig Gas gegeben die waren da was dran Es war so eine lokale Messaging wo du lokal in Stadtteil bezogen Nachrichten hast austauschen k usw Keine einfache Geschichte, ja. Aber ein gutes Team war an was dran.

Und die sind durch unseren Accelerator durchgeschossen und haben dann irgendwie versucht, nicht mal drei Monate irgendwie Geld aufzutreiben. Nach dem Accelerator haben sie es nicht geschafft und haben es gelassen. So, wow. Also verrückt.

Und dann gibt es wieder andere Beispiele. Auch im gleichen Badge. Jungs, die haben, das kann man gerne nennen, weil es erfolgreich ist, noch Padaya heißen die. Drei Freunde, die haben ein Unternehmen gegründet oder aus dem Grund heraus, weil es drei Kumpels sind und sie gesagt haben, ich will, wir wollen zusammen was machen.

Das war der Grund fürs Unternehmen. Und der eine, die Eltern hatten einen Taschenladen, Also ein Offline-Laden für Taschen, ein Ladengeschäft lokales. Und die Jungs haben halt das Naheliegendste gemacht. Haben gesagt, komm, wir machen jetzt einen Online-Shop dafür.

Und haben angefangen, im Internet Taschen zu verkaufen. Und haben dann gemerkt, das ist nicht so ganz einfach. Die gibt es so große wie Amazon und so. Die machen das Business.

Und haben dann iteriert, iteriert. Also im Startup-Sprech nehmen wir den Pivot, den Richtungswechsel. Bis jetzt Hotel-Shop One heißen und Hotel-Shops verkaufen. Das heißt, als Gast habe ich im Hotelzimmer einen Onlineshop vom Hotel, wo ich, wenn ich einen Sandbücher vergessen habe oder Hygieneartikel oder sonst was, das gleich direkt kaufen kann und dann eine Rezeption abholen kann.

Oder wenn mir das Bettkissen gefällt oder die Einrichtung oder was auch immer, kann ich mir das nach Hause bestellen. So, und das funktioniert jetzt. Wie viele Hotels haben das? Noch nie gesehen.

Noch nie. Ich habe keine Ahnung, wie viele die inzwischen haben, aber sie sind gut im Geschäft, haben auch nochmal Investoren. haben bestimmt, keine Ahnung, 200-300 Kunden. Okay, cool.

Das Startup-Accelerator-Modell

Diesen Accelerator, den du erwähnt hast, wie kann ich mir das vorstellen? Also so ein Startup-Accelerator ist, ja, kann man sich vorstellen wie so eine Startup-Schule, da bewerben sich vielversprechende Teams und die werden dann einen bestimmten Zeitraum intensiv betreut und in die Hand genommen. Meistens zwischen drei und sechs Monate, bei uns waren das sechs Monate, die haben bei uns dann ein Office bekommen, aber die mit anderen Startups zusammengesessen sind, Die haben Mentoren Experten an die Seite gestellt bekommen ein bisschen Geld bekommen und so haben wir die praktisch sechs Monate intensiv gecoacht mit dem Ziel eben zu dem vorher angesprochenen Product Market Fit zu kommen das hei dass die ihre L validieren am Markt um dann entweder schon die ersten Kunden zu generieren oder ein potenzielles Investment, weil sie dann halt Wachstum, sag ich mal, über Marketing-Vertriebmaßnahmen erzeugen müssen.

Wie viele Startups habt ihr da in den zehn Jahren betreut? In den zehn Jahren haben wir ungefähr mit 120 Teams gearbeitet, aber über unterschiedliche Formate, also nicht nur in dem Accelerator-Programm. Cool. Das heißt, so ein Accelerator-Programm, die buchen euch quasi als Service?

Ja. Oder wie funktioniert das? Oder trifft man sich da? Gibt es eine Art Bewerbungsgespräch und ihr wählt aus?

Genau. Also meistens fängt es an mit einer Ausschreibung. Das heißt, wir entscheiden zum Beispiel, dass wir mit Sport-Startups, Also wir wollen mit Unternehmen arbeiten, mit Startups arbeiten, die sich um Leistungssteigerung von Menschen kümmern. Und das könnten wir beide jetzt miteinander ausmachen und dann machen wir eine Ausschreibung, dass das unser Ziel ist, was sie bekommen.

Bekommen dich, bekommen hier, bekommen jenes. Und dann bewerben die sich und wir schauen uns die Bewerbungen an, suchen uns die vielversprechendsten raus und die werden dann unterstützt. Und wie funktioniert das als ein Verein? Nein, das ist eine GmbH.

Eine GmbH. Das ist eine GmbH. Und die Startups haben natürlich kein Geld. Das heißt, damit kannst du kein Geld verdienen.

Wir haben das so gemacht, dass wir, also unseren eigenen Return on Invest, haben wir uns über einen kleinen Anteil an einem Startup gesichert. Und finanziert haben wir das Programm über etablierte Unternehmen, also die klassischen Mittelständler und Konzerne, die Interesse hatten, mit diesen Teams an diesen Themen zu arbeiten. Das heißt, die haben das operative finanziert. Unser langfristiger Return war eine Minderheitsbeteiligung und die Startups waren natürlich, abgesehen von der Beteiligung, die sie abgegeben haben, komplett kostenlos da.

Cool. Von den 120, wie viele bzw. wie viel Prozent haben überlebt bzw. sind Erfolge einzustufen? 10 Prozent. Okay, das heißt auch diese 85 Prozent kann man ungefähr bewaren. Das ist ein bisschen weiter.

Was interessant ist, dass viele denken ja, gerade die Idee reicht und dann mache ich mal, aber gerade dieser Team-Aspekt, dass halt nicht nur die Idee ist, sondern das Team, das dahinter steht und dann definitiv auch die Zeit. Es gibt ja viele Beispiele, die Modelle, die danach sehr erfolgreich wurden, schon früher angetestet haben und es hat nicht funktioniert. Da gab es ja, was war vor Uber? Purplecat?

Die haben ja gesagt, das gleiche probiert wie Uber, hat nicht funktioniert und dann kam Uber, hat es im Endeffekt ein bisschen anders gemacht. Es gibt ja auch diese Statistik, dass diese First Mover, also jemand, der ein Geschäftsfeld öffnet, ca. eine 7%-ige Erfolgschance hat, während ein Improver, der ein bestehendes Business nimmt, es mit einer 48%-igen Chance. Ein meiner favorite Beispiele ist der iPod, Apple. MP3-Player gab es davor.

Apple hat einfach das Ganze optisch und vom Handling her aufs nächste Level gehoben.

Definition eines Startups und Erfolgsprinzipien

Du hast auch viele Beispiele. Was ganz interessant ist, dass du viel mit Startups gearbeitet hast. Du hast dann ein Buch geschrieben, das Startup Code. Im Gegensatz zu der absoluten Mehrheit der Bücher zum Thema Startups ist jedoch kein Beratungsbuch für Startups, wie mache ich ein Startup, sondern es ist ein Buch für den Mittelstand. den es ja gerade hier in Süddeutschland sehr stark gibt, den Mittelstand vermittelt, was kann der Mittelstand von Startups lernen?

Ja, genau. Ja, also das war so ein bisschen die Frage, die ich mir immer gestellt habe, also meine ganzen eigenen Gründungen und während der Zusammenarbeit mit den Startups, was ist denn eigentlich überhaupt ein Startup? Also jede Unternehmensgründung, wenn ich mich jetzt selbstständig mache als Personal Trainer, Bin ich da ein Startup? Wenn ich mich selbstständig mache als Anwalt, als Steuerberater, bin ich da ein Startup?

Das ist die Frage. Ist das nur ein anderes Wort für Unternehmensgründung? Ja, nein. Und wenn es nicht einfach nur eine Unternehmensgründung ist, was ist es dann?

Und was sind die Erfolgsprinzipien dafür? Und die Frage habe ich mir nicht nur selber gestellt, aus eigenem Interesse natürlich. Aber es sind auch immer mehr etablierte Unternehmen. Das hat vor vier Jahren inzwischen ungefähr, vier, fünf Jahren angefangen, dass die etablierten Unternehmen auch irgendwie so aufgehorcht haben, gesagt haben, hey, was sind das, sind Startups und was können die?

Und die haben mir die gleichen Fragen gestellt und ich konnte die nicht beantworten. Ich sagte, fuck, jetzt machst du ewig Startup, ja? Aber was ist das eigentlich? Und ja, da habe ich mich einfach mal auf die Suche gemacht und bin dann durch einen glücklichen Zufall eines wirklich Sonntagabends, als ich meiner Frau zugeschaut habe, beim Entwirren eines Wollknäuels, tatsächlich, draufgekommen, das ist ein Startup.

Ein Startup ist nämlich nicht eine Unternehmensform, sondern eine Phase Eine Phase im Lebenszyklus eines jeden Unternehmens in der ich anders handele wie wenn ich ein Unternehmen f ein etabliertes Ich suche Ich bin auf der Suche nach was. Eben nach einem Problem, einer Lösung, nach einem Geschäftsmodell. Das heißt, Startup ist eine Phase. Jetzt war noch die zweite spannende Frage, was kann ich davon lernen?

Und da habe ich dann einfach mal überlegt, was ich gemacht habe, was andere gemacht haben, haben viele Gespräche geführt. Und da sind dann eben sieben Erfolgsprinzipien rausgekommen, Vorgehensmodelle, Verhaltensmodelle für diese Startup-Phase. Bis ich dann, ich hätte den vorher schon angesprochenen Product-Market-Fit finde. Also ich habe ein Problem, der Wolfgang hat wirklich ein Problem.

Ich habe die Lösung und er ist bereit, dafür Geld auszugeben. Und ich habe es nicht nur mit Wolfgang getestet, sondern auch mit seinen Kollegen. Bis dahin suche ich. Und ja, das ist meiner Meinung nach einer der Schlüssel für uns jetzt auch als Wirtschaft, als Gesellschaft, um in der Zukunft auch noch so erfolgreich sein zu können, wie wir es aktuell sind. hey, wir sind eine der erfolgreichsten und wirtschaftlich erfolgreichsten Regionen hier überhaupt weltweit.

Aber ich glaube, das wird nicht immer so bleiben. Wir müssen auch wieder anfangen zu suchen und weg vom Verwalten. Aus deiner Sicht, warum ist diese Region wirtschaftlich so erfolgreich? Meiner Meinung nach, weil wir in der Vergangenheit vieles richtig gemacht haben.

Also weil die klassischen schwäbischen Tugenden oder auch deutschen Tugenden, also der Erfindergeist, irgendwie dranbleiben, was auszutüfteln, wirklich penibel dran zu bleiben, bis die Lösung passt und da einfach nicht groß Schwäbnis machen, ein gutes Produkt machen, war immer ein gutes Produkt, das für sich gesprochen hat. Wir waren nie gute Vermarkter und Vertreiber. Wir haben immer gute Produkte gemacht und die dann für sich gesprochen haben. Das hat gut funktioniert in ungesättigten Märkten.

Aber ich glaube, die Wertschöpfungskette, die dreht sich gerade um. Das heißt, ich fange nicht mehr an mit Forschung, Entwicklung, Einkauf, Produktion, sondern die Wertschöpfung entsteht an der Schnittstelle zum Kunden. Ich bin nah dran am Markt, am Kunden. Ich kriege mit, was hat er für Probleme, Bedürfnisse und generiere dann Wertschöpfung.

Und das haben wir nicht so gut gelernt. Wir sind gut beim Produkt und es bleibt spannend. Der schw Ingenieur der Autos baut Ja der ist halt eben zu weit weg vom Kunden Der baut ein geiles Produkt und gibt dann irgendwann mal ab ans Marketing Die machen es schön, die malen es an und der gibt es ab an den Vertrieb. Der bringt es unter die Leute und ich glaube, den Weg, den klassischen, den gibt es in Zukunft nicht mehr allzu oft.

Die Mentalität des Gebens und Networking

Von den sieben Aspekten, die du im Buch ansprichst, für alle, die das Buch noch nicht gelesen haben, Aus deiner Sicht, was ist der eine, wenn du es auf einen reduzieren würdest? Welchen einen würdest du als zentralen Fokus herausstellen? Ja, so einfach wie wahrscheinlich für die allermeisten überraschend gebe ich zuerst. Mir ist eine Sache aufgefallen, die wirklich so gut wie alle erfolgreichen Menschen machen, die ich kenne und die am einfachsten durch diese Phase gehen.

Die gehen mit dem Mindset her in jede Situation und fragen erstmal, was kann ich für dich tun? Und fragen nicht, was kannst du mir geben? Und das ist so simpel, aber so mächtig, weil das einfach dein Business unglaublich beschleunigt, wenn du Menschen tatsächlich hilfst und ihnen was Gutes küsst. Das ist so ein allgemeines Prinzip, das ich mir nicht ausgedacht habe, aber das in ganz vielen Bereichen wirkt.

Gerade im Internet, das Thema Free Content oder Content Marketing basiert ja mehr oder weniger. Auch da drauf, natürlich. Genau da drauf. Aber auch jetzt, wenn ich ein etabliertes Unternehmen bin.

Also ich bin ein etabliertes Unternehmen und habe Ressourcen, die ich aktuell vielleicht nicht nutze. Und jetzt kann ich mir überlegen, was mache ich mit denen? Verkaufe ich die? Vermiete ich die?

Was auch immer. Oder ich könnte mal überlegen, naja, ich stelle das einfach mal raus in die Welt, in den Marktplatz und sage mal, ich habe da was. Komme, wer wolle, nutze es mal. Benutze es mal.

Und daraus ergeben sich oftmals super spannende Projekte, Menschen, Beziehungen und ganz neue Geschäftsbereiche, Geschäftspotenziale. Hast du das neue Fitnessstudio-Projekt im Ruhrgebiet schon gehört? Nein. Das größte Fitnessstudio Europas.

Mehrere tausend Quadratmeter und kein Mitgliedsgebühr. Soll komplett frei sein und soll primär über Sponsoring laufen. Das hei die Grundidee ist der der McFit macht der steht da dahinter Die Grundidee ist auch so ein bisschen als Testing Ground f Equipment zu verwenden Also quasi das unter anderem Equipment f umsonst das Studio ausstatten und dann via Feedback schauen okay welche Maschinen funktionieren was können wir verbessern und so weiter. Und natürlich auch, ich bin mir sicher, die Grundidee, wenn ein Studio ein paar tausend Quadratmeter hat, ich kenne einige Zahlen, also da kann man, je nachdem wie viele Mitglieder die dann tatsächlich haben werden, und wie viele Leute da tatsächlich kommen.

Das sind mehrere tausend Köpfe pro Tag, die da rein und raus laufen. Wie viel Gastro im Sitz machen? Das ist natürlich Gastro oder auch was drum rum ist. Wenn man da zum Beispiel ein Discount-Lebensmittelgeschäft oder Supplementladen oder einen Bäcker oder einen Friseur oder einen Friseur hinmacht.

Wenn da 3.000 Leute jeden Tag rein und raus laufen, dann sind wir bei 20.000 Leuten. Wenn davon ein kleiner Prozentsatz die Haare geschnitten haben will, dann macht das für den Friseur Sinn usw. Also so ein Magnet, hier Fitnessstudio, for free. Und dann gucken, okay, draußen rum, wie können wir das verwenden, um Mehrwert zu generieren.

Also im Endeffekt. Wobei das schon mit einem Hintergedanken wäre. Ich glaube, das funktioniert sogar noch besser ohne Hintergedanke tatsächlich. Also den Klassiker haben wir doch so im Networking.

Man denkt, was habe ich zu geben? Und ich habe ja gar nichts zu geben. Und ich habe selber nicht so viel. Aber fuck, jeder hat enorm viel zu geben.

Schau mal, wie viele Leute kennst du, die potenziell für mich vielleicht hilfreich sein könnten? Wie viele kenne ich, die für dich potenziell hilfreich sein könnten? Ja, aber im Networking-Ding, jeder, der zu so einer Networking-Veranstaltung geht, ist ja auch in erster Linie daran interessiert, welchen Vorteil ziehe ich für mich oder für mein Business. Das ist ein Fehler.

Geh mal auf, pass mal auf, egal, oder die Zuhörer, macht einfach mal die Challenge. Wie viel Prozent der Teilnehmer in so einem Networking-Treffen machen den Fehler? 95 Prozent. Ich sage 100. Nee, nicht alle.

Nicht alle. 99,99. Das ist übrigens auch was Deutsches. Du bist viel im amerikanischen Sprachraum unterwegs. Es ist dir wahrscheinlich auch aufgefallen, dass es komplett anders ist.

Schau mal in ein amerikanisches Internetforum. Da stellen sich die meisten vor, so nach dem Motto, hey, ich bin der Wolfgang. Ich bin verdammt guter Krafttrainer. Wenn du Fragen hast zu Kniebeugen, scheiße, frag mich.

So, das sind die Amis. Die Deutschen, hey, ich bin der Wolfgang, ich habe hier ein Studio und falls ihr irgendjemanden willst, der Personal Training braucht, schickt ihn zu mir. Also grob, wenn wir das Beispiel nehmen, ist ein Haufen Free-Content, den ich raushaue. Und gerade so Foren, ich bin kein großer Fan von Foren.

Vor 12, 14 Jahren habe ich sehr viel gelernt in Foren. Und da waren tatsächlich einige, die gut waren. Das große Problem mit Foren ist, rauszufinden, wer tatsächlich Ahnung hat, ist sehr, sehr mühsam. Und für die meisten endet es immer in Paralyse durch Analyse.

Es ist okay, wer hat jetzt recht. Ganz klar. Und da bin ich dann wieder der, der sagt, okay, guck jemand, der einen Service anbietet. Es ist einfacher, vor 12, 14 Jahren, gerade im Dringensberg, es gab nicht so viele Foren.

Und mittlerweile gibt es deutlich mehr, deutlich mehr Posts. Und natürlich auch, ich würde sagen, 99 Prozent von dem, was in Foren geschrieben wird, Finger weg. Das kann jeder, der gar keine praktische Erfahrung hat, ein Buch gelesen hat oder zwei Artikel im Internet gelesen hat, der wurstelt sich da dann seine Ansicht raus und propagiert die und dann am besten noch nach dem Motto, ich schreie, hör mir zu. Funktioniert nicht, komplett nicht.

Die Zukunft von Experten-Unternehmen

Und deshalb funktioniert das, was du machst, funktioniert in Zukunft. Deshalb kommt dieses Thema Experten-Experten-Business, ist eine der Zukunftsmärkte, das werden wir ja gerade auch anziehen in vielen Bereichen, weil es einfach Filter sind. Wir haben so viel, YouTube, Internet, Content, Bücher, total overwhelmed. Wir bräuchten nicht zu einem Wolfgang gehen, wir bräuchten nicht theoretisch.

Wenn wir ganz viel Zeit hätten und 20 Jahre warten könnten, dann könnten wir im Internet alles kostenlos lernen. Wollen wir aber nicht, wir wollen jetzt Ergebnisse. Und deshalb zu einem Experten zu gehen, der einen Proven-Track-Record hat, dem einfach zu glauben, dem sein Advice, zu folgen. Das ist die Zukunft nicht nur im Sport, auch im Business.

Glauben. Ich bin ein großer Fan von Buchhaltung und messbaren Ergebnissen. Das ist das Gleiche, was du vorher mit den Startups gesagt hast. Mal antesten.

Was sagt der Markt? Und so ist auch bei so Trainingsernährungsfragen, die Frage ist, hat jemand recht? Dann ist die erste Frage, wie oft hat er schon recht gehabt? Wie oft hat das, was da propagiert wird, tatsächlich funktioniert?

Und dann ist natürlich auch die Frage, funktioniert das in meinem Fall? Wenn ich sehr analytisch vorgehe kann ich das schon mal einschr aber genau genommen die Zukunft vorhersagen kann niemand Das hei alles was mir bleibt ist es anzutesten zu schauen wie funktioniert es f mich und dann wie effizient und situationsorientiert ist es Also wie funktioniert es für mich in meiner aktuellen Situation mit wie viel Aufwand. Das ist zum Beispiel 10 Kilo Muskeln aufzubauen. Ich hatte diese Woche ein Gespräch mit einem, der will 10, 15 Kilo aufbauen.

Er ist ein Ausgezeichneter Trainer und er sitzt so, okay, was mache ich? Und dann ist mein Punkt, du weißt genau, was du machen musst. Du weißt es, aber du tust es nicht. Warum?

Am Ende vom Tag aus einem Grund, weil das Ziel, 10, 15 Kilo zuzunehmen, für dich nicht so hohe Priorität hat. Es ist in der Zielhierarchie nicht hoch genug. Das heißt, auch Ernährung ist bei weitem nicht so kompliziert. Es wird wahnsinnig kompliziert gemacht, aber es ist nicht hochkompliziert.

Es wird kompliziert gemacht, der Hauptaspekt ist das Problem Internet. Zu keinem Zeitpunkt hatten wir so viel Zugang und so einfach Zugang zu Informationen. Im Endeffekt mit Google, du bist die größte Bücherei in der Geschichte der Menschheit und innerhalb von Sekunden findest du im Endeffekt Infos zu jedem Thema, das du googelst. und dann ist die große Frage, wie effizient bist du, rauszufiltern, was ist für mich relevant. Und basierend auf Real-World-Statistics, die absolute Mehrheit ist es nicht.

Ja, aber spannenderweise ist genau das, was du gerade gesagt hast, das Argument, warum es lohnt, jemandem Geld zu geben dafür, um es zu einer Priorität zu machen. Und je mehr ich Geld dir gebe, Wolfgang, desto größer zu einer größeren Priorität ist es mir geworden. Teilweise. Ja, aber die Mechanik, das hat man ja.

Und deshalb, klar, free Content ist gut, aber eine gewisse Priorität durch den finanziellen Aspekt herzustellen, hilft, um Ergebnisse bei den Kunden zu generieren. Ein Service in Anspruch nehmen spart grundsätzlich Zeit und viel Aufwand. Ja, dann macht es für mich klar. Ich kann nur für mich sprechen.

Viel testen. Wenn ich dir irgendwie 5000 Euro gegeben habe, dann bin ich aber pünktlich. Das Interessante in seiner Weise ist, das ist ein bisschen diese Hochpreis-Coaching-Thematik, die oftmals propagiert wird Du w p aber du bist grunds auch p Jemand der grunds nicht p ist und sich dann denkt da bezahle ich daf dann muss ich p sein Das funktioniert in den meisten Fällen am Anfang für ein Weilchen. Und dann ist es auch wieder die Idee von wegen, ich zahle viel, also muss ich.

Ich kenne viele Beispiele, wir hatten auch schon die ein oder andere Wette mit Kunden, nach dem Motto, dann muss ich, wenn ich jetzt eine Wette eingehe und grundsätzlich, ich gehe keine Wetten ein, wenn ich nicht davon ausgehe, dass ich gewinne. Das heißt, so ein bisschen die Idee, klar, Commitment ist weniger eine Frage von Geld für dich, wenn du sagst, okay, das ist mir wichtig, ich bezahle da jetzt. Du bist aber eh pünktlich. Jemand, der sowieso nicht sonderlich pünktlich ist oder sowieso nicht sonderlich committed ist, auch mit Geld wird der nicht mehr committed, basierend auf der praktischen Erfahrung, dich gesammelt hat.

Commitment und Motivation im Coaching

Wie wird dir denn committed? Commitment ist ein Riesenthema, was ich grundsätzlich an Seminaren mitgebe und da habe ich auch mal in einem Post drüber geschrieben. Ich coache kein Commitment und keine Compliance, weil das Progressionspotenzial von Commitment und Compliance ist extrem niedrig. Jemand ist committed oder jemand ist nicht committed.

Commitment zu steigern, ich sage nicht, dass es nicht möglich ist, ich sage nur, dass das Potenzial gering ist. Für die absolute Mehrheit der Personen wird ein gewisses Commitment-Level nie verlassen. Können sie es verlassen? Ja.

Jedoch ist es die eigene Entscheidung und am Ende vom Tag ist es eine Entscheidung im Rahmen der Ziel-Hierarchie. Die große Frage ist, wie wichtig ist was für mich? Das Ziel mit Commitment ist, der ein oder andere Trainer mag dann auch sagen, ja, aber es ist ja meine Aufgabe, den Kunden zu motivieren. Nein, Motivation funktioniert nicht.

Motivation ist ein Investment mit miserabler Rendite. Du kannst einen Haufen Zeit investieren, um den Kunden zu motivieren, dass er sich daran hält. Du wirst viel Zeit investieren mit im Schnitt auf Dauer sehr, sehr dürftigen Ergebnissen. Der Kunde muss selbst die Entscheidung treffen.

Das ist auch ein Punkt, den ich sehr gerne dem Trainer mitnehme und auch dem anderen Kunden mitgebe. Der Trainer übernimmt 0% Verantwortung für die Entscheidung, die du triffst und was du umsetzt. Der Trainer übernimmt 100% Verantwortung für die Empfehlungen, die Programme und die Protokolle und die Ratschläge, die er dir gibt. Am Ende vom Tag, du selber musst umsetzen.

So der Klassiker ist du kannst das Pferd zum Wasser f aber du kannst es nicht zwingen dass es trinkt Das finde ich schon spannend Commitment ist verbesserbar aber das Progressionspotenzial ist miserabel Wenn du uncommitted bist, dann bist du nicht committed. Und für die Trainer sagen, meine Aufgabe ist es, Kunden zu motivieren. Das große Problem sehe ich nicht in Menschen, die nicht committed sind, was Trainings- und Ernährungsziele angeht. Das große Problem, das ich sehe, ist, wenn du jemanden hast, der committed ist, aber der nicht die entsprechenden Methoden hat.

Das sind die, das gibt es auch in jedem Studio, die fünf, sechs Tage die Woche da sind. Die trainieren, das sind die, die alles abwiegen, die super strikt sind mit der Ernährung und trotzdem keine Erfolge haben. Da ist Commitment da. Aber Commitment gepaart mit, wenn ich sage, ich will jetzt von hier auf die Straße und ich renne einfach geradeaus gegen die Wand.

Hat nicht funktioniert. Nehme ich nochmal einen Schritt mehr an den Lauf, renne wieder gerade gegen die Wand. Hat auch nicht funktioniert. Nehme ich nochmal einen Schritt mehr an den Lauf, renne wieder gerade gegen die Wand.

Einfach zwei Meter weiter rüber, da ist die Türe. Ziehen und rauslaufen. Commitment muss auf Methoden treffen. Ansonsten wird es schwierig.

Mein Thema ist mehr, Menschen, die committed sind, denen Methoden in die Hand zu geben, die dafür sorgen, dass sie mehr Fortschritt machen. Während Menschen, die nicht committed sind, am Ende vom Tag, sie müssen selbst für sich Entscheidungen treffen, wie wichtig ist mir was.

Zielhierarchie und Investition

Aus meiner Sicht, dieses ganze Thema Zielsetzung, es gibt einen Haufen Literatur, die absolute Mehrheit der Literatur ist so wischiwaschi, die nicht funktioniert. Aus Sicht der Zielsetzung zwei Dinge, die massiv unterschätzt sind, ist Punkt Nummer 1, Ziel-Hierarchie. Das heißt, wie wichtig ist mir ein Ziel? Und dann ganz klar eine Hierarchie festlegen.

Das heißt, Ziel B ist mir wichtiger als Ziel C, Ziel C ist wichtiger als Ziel D und Ziel A ist das Allerwichtigste. Alles wird Ziel A untergeordnet. Und dann diese Hierarchie einzuhalten. Gerade jetzt, Anfang Januar, die eine oder andere hat dann, okay, ich trinke keinen Alkohol mehr.

So ein bisschen zu viel getrunken über Weihnachten und dann kommt, wahrscheinlich jeder 14, 15, 16-Jährige, der eine Nacht zu viel Alkohol hat, hat am nächsten Morgen entschieden, dass er nie wieder Alkohol trinkt. Hat nicht funktioniert, statistisch gesehen. Das Ziel nie wieder Alkohol wird in der Hierarchie ganz schnell nach unten rutschen. Und dementsprechend für die absolute Mehrheit, es wird nicht umgesetzt.

Oder auch Trainingsziele. Für die absolute Mehrheit derer, die Trainingsziele, Trainieren ist in der Zielerarchie, Training und Ernährung nicht sonderlich weit oben. Für die meisten ist Familie oder Job an eins, dann Job oder Familie an zwei und dann vielleicht ein Hobby und Freizeit an drei oder gesellschaftliche Ereignisse und so weiter. Und dann irgendwann kommt Training und Ernährung.

Wenn es gut läuft, ist Platz drei Training und Ernährung. Das heißt, der Job geht vor Training. Denn wenn Training vor Job wäre, dann sage ich zu dir, hormonell ist drei Stunden nach dem Aufstehen der beste Zeitpunkt zu trainieren. Denn basierend auf der Ziel-Hierarchie, kannst du trainieren, drei Stunden nach dem Aufstehen.

Die meisten sagen, geht nicht, da arbeite ich. Nein, drei Stunden nach dem Aufstehen in der Hierarchie ist das Ziel-Training über dem Ziel Arbeit. Somit muss die Arbeit so passend gemacht werden, dass du drei Stunden nach dem Aufstehen trainieren kannst. Und die Ziel-Hierarchie ist wichtig, denn du hast nur einen Hintern, du kannst nur einen Pferd reiten.

Am Ende vom Tag kann es nur ein Ziel A geben. Die Hierarchie nicht zu beachten, sorgt grundsätzlich dafür, dass Ziele nicht erreicht werden. Was dann zu Punkt 2 führt, aus meiner Sicht massiv unterschätzt, ist das Thema Investment. Gerade im Trainings- und Ernährungsbereich, wie viel Prozent der Bevölkerung können doppelt das Körper wie Kniebeugen machen?

Ich sage 100 Prozent. Wie viel Prozent der Bevölkerung oder der männlichen Bevölkerung können 10 Kilo oder mehr Muskelmasse aufbauen? Ich sage 100 Prozent. Wie viele Frauen können ein Sixpack bekommen?

Ich sage ganz knapp bei 100 Prozent. Die absolute Frage ist, oder die wichtigste Frage ist, sind die Frauen bereit zu investieren, was notwendig ist, um ein Sixpack zu bekommen? Ist der Mann bereit zu investieren, was notwendig ist, um 10 Kilo aufzubauen oder um doppeltes Körper durch Kniebeuge zu machen? Und da ist halt auch wieder in vielen Fällen, so ein Klassiker ist dieses, boah, ich will zunehmen.

Dann sage ich, du musst mehr essen. Ja, aber ich esse ja schon so viel. Und dann entweder ich so, ich sage ein bisschen, erklär mir, was du isst. Oder ich sage, okay, track mal.

Track mal ein paar Tage und dann kommst du zurück und sagst mir, wie du Protein, Kohlenhydrate, Fett und wie du Kalorien nur gegessen hast. Und dann sind es halt irgendwie zweieinhalbtausend Kalorien. Und dann sage ich, okay, du isst nicht viel. Wahrscheinlich müsstest du irgendwo im Bereich vier, 5000 Kalorien am Tag essen, dass es genug ist, dass du zunimmst, so viel kann ich nicht essen.

K schon du willst aber nicht Ein Klassiker den ich sehr gerne empfehle ist auf Netflix diese Doku Born Strong Hast du schon gesehen Glaublich. Was hier angeht, um ein paar Strongmen. Es sind einige Strongmen, die sich dann vorbereiten auf die Arnold Classic, was einer der zwei wichtigsten Strongman-Wettkämpfe auf der Welt ist. Pro Strongman so 10-15 Minuten, wo quasi das Filmteam sie zu Hause besucht, beim Training, beim Essen und dann die Doku endet mit dem Wettkampf.

Und da ist der erste Strongman Eddie Hall, der auch einen Weltrekord im Kreuzheben hält mit gut 500 Kilo. Und eins der Dinge, die mich fasziniert an meiner Doku, für mich war es nichts Neues, trotzdem war es sehr interessant zu sehen, die Mengen, die Eddie Hall ist. Die Mengen, die Eddie Hall ist, und Eddie Hall ist ein gutes Beispiel, wenn es ein Strongman sind, so zwei Meter, sind einfach groß, sind große Menschen. Eddie Hall ist plus minus 1,85 Meter und war mit 18, so ein 80 Kilo Schwimmer.

Der ist weit entfernt von Strongman-Genetik. Er hat auch nicht die Größe dazu, was natürlich bei sowas wie dem Kreuz eben massiv hilft und hat sich einfach auf 180 Kilo hochgefressen. Plus entsprechendes Training, bisschen Kraft aufgebaut und ist dann sogar einmal World's Strongest Man geworden vor ein paar Jahren. Für die meisten, die die Doku anschauen, ist der Punkt, der mir am wichtigsten ist, wie viel ist der?

Der isst sechs Mahlzeiten am Tag und zwar nicht drei Hauptmahlzeiten und dreimal eine Handvoll Nüsse, sondern isst sechs Mahlzeiten am Tag. Er isst Berge. Willst du Muskelmasse aufbauen, du musst mehr essen. Wenn du sagst, kann ich nicht, habe nicht die Zeit.

Nein, du hast die Zeit und du kannst. Du willst nicht. Du bist nicht bereit zu investieren, was du investieren musst. Das ist schon spannend.

Das ist schon sehr spannend.

Die Bedeutung von Gefühl und Erfahrung

Das bringt uns eigentlich zu dem Punkt, dass der eigentliche Casus-Knaxus ist, dass die meisten Menschen gar nicht so richtig wissen, was sie wollen, oder? Zieldefinition, das ist sicherlich der Anfang. Ja, aber ist das nicht, ich meine, dann wirst du dich heraushalten als Personal Trainer, wenn ich das verstanden habe. Also ich meine, verstehe ich, du kannst ja nicht alles machen, aber das ist ja schon ein spannender Punkt.

Wenn du kommst, ist meine allererste Frage, was kann ich für dich tun? Und da ist der Punkt, okay, welche Ziele hast du? Gewisse Ziele, darüber ist sich jemand bewusst, bestimmte Ziele, sind sich die wenigsten bewusst. In allererster Linie Was ist der Hauptgrund warum jemand sich besser ern oder trainiert Besser zu f Es geht immer nur ums F Das ist das Einzige was wir k als Menschen Oder wie wir die Qualität unseres Lebens oder des Moments bewerten.

Wie wir uns fühlen. Alles andere ist völlig irrelevant. Wie viel Prozent derer, die zu mir kommen, oder wie viel Prozent derer, die sich ins Fitnessstudio anmelden, melden sich dort an mit dem klaren Zielsetzung, ich trainiere oder ernähre mich besser, um mich besser zu fühlen. Ein verdammt kleiner Prozentsatz.

Wie viele sagen, ich will 10 Kilo abnehmen, ich will 10 Kilo zunehmen, ich will stärker werden, ich will bessere Ausdauer, ich will whatever, Sixpack, dickeren Arm und so weiter. Endlich der Freundin. Alle. Genau genommen geht es aber am Ende vom Tag darum, ich will mich besser fühlen.

Das heißt, natürlich rede ich mit dem Kunden und wenn er ein spezifisches Ziel hat. Ich kann nicht vorhersagen, was notwendig ist und wie lange es dauert. Niemand kann in Zukunft vorhersagen. Aber ich kann so ein bisschen grob eine Richtung geben.

Okay, guck mal, das ist das Ziel. Das ist das Investment, das wir brauchen. Und Beispiel, die ganzen Before-and-After-Bilder, die ich habe, so als grobe Richtlinie, sind viermal Krafttraining die Woche plus zweimal Intervalltraining. Wenn dann jemand kommt und sagt, ja, aber ich habe zweimal die Woche eine Stunde mehr in meinem Alltag, geht nicht.

Geht schon, aber du willst nicht, gut. Aber wenn du sagst, zweimal die Woche Krafttraining, das sind nur noch Einheiten im Jahr, plus minus, ist vollkommen in Ordnung, das ist gut. Dann müssen wir jedoch auch anpassen, wie hoch dein Ziel ist. Das ist wie wenn du kommst und sagst, ich will hier eine Rentenversicherung abschließen, ich zahle jeden Monat 1 Euro ein.

Das funktioniert, aber jetzt natürlich, wenn du da 40 Jahre eingezahlt hast, von der Rente zu leben wird schwierig. Schwierig. Mit 12 Euro im Jahr. Und so ist auch ein bisschen mit dem Ziel klar.

Wir müssen ein Ziel definieren und dann ist die große Frage, was musst du circa investieren? Was bist du bereit zu investieren? Und dann brauchen wir eine klare Zielhierarchie, was die allerwenigsten, die aller, ich will jetzt nicht sagen desillusioniert, die allerwenigsten sind sich bewusst, was notwendig ist, um hohe Ziele zu erreichen. Wenn ich einfach sage, okay, ich will 5, 6 Kilo verlieren, Ich will ein bisschen mich bewegen, ein bisschen Kraft halten und ein bisschen Mobilität aufbauen usw.

Das ist natürlich deutlich weniger Investment. W wenn jemand kommt und sagt wenn die Frau sagt ich will ein Sixpack oder der Mann sagt ich will ein Sixpack oder 10 Kilo Muskel drauf Das sind gr Ziele die sind erreichbar Die gro Frage ist bist du bereit zu investieren und hat das f dich so eine gro Priorit Ordnest du vieles oder vielleicht sogar alles dem unter? Gerade Leistungssport ist so ein Klassiker. Wie viele Leistungssportler, da ist tatsächlich Prio 1 Training.

Passiert nicht in jedem Fall, aber in vielen. Ja, und ich meine, das ist auch für ein Normalo. Also jetzt bin ich noch Unternehmer und arbeite viel, inzwischen auch Familie und alles. Aber ich meine, keine Ahnung, das war 2013, wo ich intensiver mit dir gearbeitet habe.

Da hatte ich so eine Phase. Das ganze Jahr 2013 war Top-A-Priorität. Ernährung, Krafttraining, Alkohol nicht, also No-Cup, Körperfettanteil unter 10 runtergebracht, Lean, Sixpack, unter 90 Kilo gehoben. Also wirklich Lean. aber was ich dafür tun musste und das ist nicht realistisch also dass ich das halte für mich es ist realistisch wenn die Prioritäten die gleichen bleiben aber die Prioritäten haben sich ändert was auch vollkommen in Ordnung ist ist auch so ein Tug ich als Trainer sage nicht deine Priorität für den Rest deines Lebens muss Training und Ernährung haben ich sage ein gewisses Level an Priorität sollte es halten aber wenn dann andere Phasen kommen oder was Vater Familie oder kommt ein Unternehmen, kommt ein Startup und sagt, boah, und du sagst, hey, den mache ich mit.

Dann hat was anderes Priorität, was vollkommen in Ordnung ist. Aber du musst im Endeffekt deine Ziele, wie du selber sagst, hey, das, wo ich damals war und damals lief es richtig gut, ich bin nicht mehr bereit, so viel zu investieren. Dementsprechend rutscht es in der Prioritäten-Hierarchie nach unten. Du machst immer noch ein bisschen was, du ernährst dich immer noch gut.

Okay, gut. Das könnte schlechter sein. Das könnte aber auch wieder besser sein. Die Frage ist, ist es dir so wichtig?

Und wenn die Antwort nein ist, ist es vollkommen in Ordnung. Was dann schwierig ist, sich zu beschweren und zu sagen, ah, läuft nicht und so weiter. Du musst mal realistisch sein. Du bist selber schuld.

Du investierst nicht. Sondern was anderes ist wichtiger. Gut, wenn das andere wichtiger ist, voller Fokus darauf. Kümmer dich um das andere.

Und irgendwann wird die Zeit wiederkommen. Jeder, der gern Sport macht, wird irgendwann wieder Phasen haben, wo er dann sagt, okay, jetzt ist es mir wichtig. ich will jetzt sechs Tage die Woche Sport machen. Oder ich will, ich kenne viele, die dann so ein Sabbatjahr nehmen und auf einmal anfangen, acht bis zehn Mal die Woche zu trainieren. Da kenne ich einige Fälle, die sagen, hey, Arbeit war so wichtig, jetzt bin ich an dem Punkt, kann ich nicht mehr machen.

Ich muss den Sabbat wahrnehmen und mir ist Training wichtig. Ich habe es jetzt vernachlässigt, weil halt einfach Arbeit wichtiger war. Jetzt gönne ich mir ein Jahr und dann mache ich richtig viel Sport. Da schlafe ich aus, esse dreimal am Tag.

Mach's, wie ich sag muss, ja. Und dann ist es wieder eine Zeit, wo das Training eine höhere Priorität hat. Und dann wird wieder eine andere Zeit kommen. Weil nach dem Sabbatjahr vielleicht gründet man dann ein Startup.

Weißt du, was mir geholfen hat? Was? Und das merke ich auch bei meinen Themen. in meinen Coachings mit meinen Unternehmern, Unternehmerinnen und in den Workshops, die ich gebe. Ich sage, Menschen hilft es, wenn sie mal dort waren, wenn sie es mal erlebt haben.

Ich bin ja nicht mehr auf dem Level aktuell, aber ich war mal dort. Ich habe mir selber bewiesen, dass ich es kann. Ich habe es gefühlt. Energielevel 120 Prozent.

Das ist krass. Deshalb geht mir immer noch nicht mehr aus dem Kopf. Ich bin morgens zu dir ins Studio mit der S-Bahn gefahren und habe mich an irgendwelchen Treppen hochgezogen auf dem Weg zum Training, weil ich raus musste, weil das Level so hart war, es musste raus. Ich habe das gespürt.

Und allein dadurch, dass ich mal dort war, fällt es mir jetzt viel einfacher, das einzuschätzen, das pegeln zu können, auch das wissen zu können, wo sind Grenzen, bis wo kann ich gehen und wann sollte ich vielleicht doch wieder meinen Arsch hochkriegen. Das fällt mir enorm viel einfacher, weil ich mal dort war. Und das ist das, was ich auch mit anderen Themen meinen Klienten empfehle. Geht mal rein.

Ihr müsst dort auch nicht bleiben. Keine Angst. Hör mal auf zu rauchen. Die größte Angst vom Nichtraucher ist ja, vom Raucher, der aufhören soll zu rauchen, der nie wieder in seinem Leben rauchen darf.

Das ist die größte Angst. Fuck, hör doch einfach jetzt mal auf. Mach mal, geh mal das Ding für drei Monate ins Arbeitsleben, keine Ahnung, mach es. Fühl es mal.

Und wenn du es mal gefühlt hast, fällst du dir im Nachgang viel besser, dass du dein Leben integriert. Das finde ich spannend. Ja, das ist ein guter Punkt. Das ist auch so ein bisschen, wenn man irgendwas noch nie erlebt hat oder gesehen hat, hast du auch keine Ahnung, wie es ist.

Dieses erste Mal am Meer oder das erste Mal glasklares Wasser oder das erste Mal auf einem Berg in den Alpen und ganz oben stehen im Winter, wenn alles voll, wenn es noch nie da war ist es schwierig es einzuordnen Du sagst deine Workshops und das Speaking machst du in den letzten Jahren deutlich mehr Ja Das letzte Jahr war auch das mit dem Abstand der erfolgreichste Ja. Was sind die Hauptthemen, über die du sprichst? Startups. Startup und Innovation.

Also, klar. Wie, immer wenn man sich die Frage stellt, wie kann ich das, was ich habe, neu erfinden? Wie kann ich in einen neuen Bereich reingehen? Wie kann ich herausfinden, was ich will?

Also das ist übrigens ein Aspekt, der in den letzten paar Jahren stärker dazugekommen ist. Herausfinden, was du wirklich willst und es dann in die Realität umzusetzen. Über unsernehmerisches Denken und Handel. Und das sind im Endeffekt genau die Themen, zu denen ich dann auch Vorträge halte.

Herausfinden, was wollen wir? Welche Probleme wollen wir lösen? Was passt zu mir? Also wenn ich mit Privatpersonen arbeite.

Passt zu mir im Sinne von Businessmodell, Businessidee. Businessmodell, was passt zu mir in meinen Werten? Entweder als Unternehmen, als Unternehmer oder auch wirklich als einzelne Person. In meinen Einzelcoachings arbeite ich mit Menschen, die sind unhappy in ihrer aktuellen Situation.

Schaffen irgendwo bei einem großen Automobil oder sonst wie. Und habe irgendwie gedacht, nee, ich verdiene zwar okay Geld, aber es erfüllt mich nicht. mit denen dann rauszufinden, was erfüllt dich und das dann umzusetzen in eine Selbstständigkeit, in Unternehmen. Das sind so die Themen, die mich gerade aktuell am meisten triggern. Und wenn man jetzt bei dir in die Branche schaut, sind ja ganz arg viele, machen das schon.

Also ich glaube, es gibt einfachere Wege, wie mit Personal Training Geld zu verdienen. Es gibt sehr, sehr viele Quereinsteiger. Was ich auch schön finde, das ist immer so ein bisschen ein Punkt beim Trainerjob, den ich gut finde, ist, die Grundmotivation, den Job zu machen, ist bei jedem Trainer die gleiche. Und das gibt es ganz, ganz selten.

Das ist im Endeffekt, jeder wird Trainer, weil er Begeisterung für Training hat und die Begeisterung vermitteln will. Nicht, weil er schnell Geld finden will. Genau. Und in wie vielen Jobs gibt es? die Grundmotivation so eindeutig und so klar ist, wo es mehr um die Sache an sich geht, als jetzt um, okay, was kann ich machen, welcher Steuerberater hat Begeisterung für Steuern, welcher Anwalt hat Begeisterung für Recht.

Da gibt es den einen oder anderen mit Sicherheit, aber die absolute Mehrheit ist so Warum ist man das damals geordnet Warum hat man das studiert Jo weil die Eltern gesagt haben ne Wenn du nicht wei was du studieren sollst studierst du BWL Kannst du anwenden So ist so Und dann kommst du irgendwo rein und dann Und das ist Unser System ist wirklich kaputt Das kriegen wir nämlich nicht in der Schule gesagt. Das kriegen wir eben Eltern. Ich meine, unsere Eltern, die wollen ja immer das Beste für uns. Was heißt Beste?

In einigermaßen finanzieller Sicherheit und im Rahmen. Aber die meisten Eltern bringen uns nicht bei, uns wirklich mal selber kennenzulernen, zu hören, Was triggert mich? Was will ich? Was finde ich cool?

In der Schule lernen wir es schon gar nicht, im Studium es reicht nicht. Das heißt, die meisten, und deshalb hast du wahrscheinlich viele Queereinsteiger auch im Trainerbejob, weil die halt irgendwann merken, scheiße. Ich wollte nie den ganzen Tag hinten am Schreibtisch sitzen. Ich bin ein Typ, der braucht Bewegung.

Ich will draußen mit Menschen was machen. Ich will interagieren, ich will mich bewegen. Das ist mir wichtig. Und es dann zu tun.

Und es war noch nie so einfach wie heute, die Dinge auch zu tun. Das ist das Schöne. Das war früher viel schwerer, da mussten wir mehr kämpfen, da waren wir dann ungefähr froh, wenn man einen Job hatte und so weiter, andere Zeiten. Heute ist es für gut wie jeden möglich und das finde ich faszinierend.

Karrierewechsel und das Bildungssystem

Das ist ein interessanter Aspekt. Gerade so unsere Generation, wir sind so vor 20 Jahren, da lernst du was Gutes und dann hast du einen sicheren Job. Während jetzt die Realität, basierend auf das Letzte, was ich gelesen habe, die Prognosen sagen, dass jemand in der heutigen Zeit im Rahmen seiner beruflichen Laufbahn drei verschiedene Karrieren hat. Durch den Wechsel, durch die Flexibilität.

Wo ich persönlich sage, wenn ich mir vorstelle, dass ich irgendwie mit 16, 18 oder dann 19, 20 eine Ausbildung oder ein Studium mache und dann mit Anfang 20 in diesem Job anfange und diesen Job für 40 Jahre machen muss, dieses Gefühl der Sicherheit ist aus meiner Sicht nicht so positiv, sondern es ist mehr so, ich muss 40 Jahre lang das Gleiche machen. Nee, das läuft nicht. Ja, kann ich mir gar nicht vorstellen. Perspektivenlose Sicherheit.

Ja, auf jeden Fall. Und ich meine, die meisten Berufsbilder, die in 20 Jahren von unseren Kindern sozusagen angefangen werden, die Jobs, die gibt es heutzutage noch nicht mal. Die gibt es noch nicht mal. Das heißt, diese Flexibilität und dieses Mindset, nicht ich lerne jetzt was, also wir kommen auf die Welt und haben die Lernphase, das fängt an irgendwie mit den Basic-Sachen, wie Laufen und so weiter und so fort, Rechnung, Schreiben, Lesen und dann irgendwie einen Job lernen, Lernphase Arbeitsphase Leben genie Rente sterben das wird komplett auf den Kopf gestellt Es ist ein kontinuierliches Lernen immer wieder ver anpassen und das muss halt den Kopf Das können wir Menschen, aber das müssen in unserem Mindset, dass wir das anders machen und das muss natürlich auch in unser Bildungssystem und so weiter und so fort.

Und ich persönlich sehe da eine enorme Chance drin, weil es viel mehr Menschen die Möglichkeit gibt, wirklich rauszufinden, was sie wollen, eine Flexibilität gibt, das dann tatsächlich auch zu tun, auch anzupassen. Also ich meine, das ist, das brauche ich dir nicht sagen, du bist ein Profi drin, es ist allein schon, dass sich unser Hormonhaushalt im Laufe unseres Alters in den Lebensjahren ändert. Unsere Hormone haben wesentlichen Einfluss darauf, was wir für Bedürfnisse haben auf das Emotionssystem. Das heißt, wenn ich mit 30 bin, will ich vielleicht einen anderen Job machen, wie wenn ich 50 bin.

Allein schon, weil ich hormonell ein anderer Mensch bin. Und dem können wir, wenn wir dieses neue Paradigma als Gesellschaft, als Wirtschaft mal implementiert haben, können wir dann auch gerecht werden. Diese Idee, der mehr Flexibilität und mehr Wechsel ist, ich bin ein Riesenfan davon. Gerade, wie du sagst, auch quasi ans Alter angepasst, und das nicht im negativen Sinn, sondern im positiven Sinn, ganz alter angepasste Jobmöglichkeiten oder Branchenwechsel und auch diese Freundin, der im Bereich Human Resources arbeitet und dieses branchenfremde Recruiting wird größer und größer, dass du jemanden hast, der aus einer anderen Branche Erfahrungen mitbringt und die dann in dieser neuen Branche mit einbaut.

Da hast du deutlich bessere Impulse, als wenn du quasi der Klassiker bist. Branchen intern, der hat schon jetzt 30 Jahre in der Branche gearbeitet, also hat er Ahnung, also besetzen wir jetzt mit ihm irgendeine leitende Position oder Vorstand, Aufsichtsrat oder so. Sondern mehr so dieses, okay, Branchen externe, wo dann mehr so fremde Impulse für neue Ideen, für neue Ansätze, für neue Perspektiven kommen. Ist ein gutes Ding.

Der Website-Workshop für Trainer

Gerade das Thema Social Media und Internet, der spielt ja da auch eine Riesenrolle. Wir haben jetzt ein gemeinsames Projekt vor ein paar Wochen gestartet, ist jetzt gelauncht. Er ist mittlerweile auch verfügbar. Dieses Thema Website-Workshop.

Gerade bei Trainern, das ist über die Jahre bei meinem Modul 6 der AL-Lizenz. Da ist der zweite Tag Business. Und einer der Punkte, die ich da immer mache, ist, ein Trainer braucht eine Website. Das ist eine digitale Visitenkarte.

Es ist nie. Wahnsinnig kompliziert, wenn ich schaue, gut 90% der Trainer, die bei mir eine B-Lizenz machen, haben keine eigene Website. Und knapp die Hälfte derer, die eine A-Lizenz machen, haben keine eigene Website. Warum?

Für die meisten ist es so, okay, wie mache ich das jetzt? Wahnsinnig kompliziert oder es ist so dieses, was ich immer noch erschreckend finde heute, dass man eine Werbeagentur anstellt, die dann hier für mehrere tausend Euro eine Website baut. Das war vor 10, 15 Jahren aktuell und ist mit Sicherheit auch heute noch aktuell, wenn man in einer entsprechenden Branche ist. Wenn ich Werbeagentur bin oder im Kreativbereich oder im Kommunikationsbereich oder Künstler, Fotograf usw., dann brauche ich natürlich eine Website, die funktionaler ist und vom Design her ein bisschen mehr hergibt.

Aber aus Sicht des Trainers ist immer das, was ich im Seminar erkläre, ist, eine Website muss drei Dinge können. Punkt Nummer eins, der Besucher muss verstehen, wer bist du? Ein Foto mit einer kleinen Geschichte. Dann Punkt Nummer zwei, der Besucher muss erkennen, was bietest du an?

Was machst du in der Branche Personal Training, Ernährung? Und der dritte Punkt ist, der Besucher muss verstehen, okay, was hat der, was für mich von Wert ist? In irgendeiner Form Körperfett runter, Muskel rauf, Energielevel besser oder spezialisiert sich auf Reha, Preha, sportspecifisches Training und so weiter. Das sind im Endeffekt drei Punkte und die Idee, die da kam, war, so einen Website-Workshop zu kreieren, der jemand Schritt für Schritt durchführt, durch den Prozess eine eigene Website zu gestalten.

Ein Punkt, der mir ganz wichtig war, war, es gibt keine Option, zwischen denen man auswählen kann, sondern es gibt eine Option, die wird genommen. Es gibt nicht drei verschiedene Hoster, sondern es ist quasi ein Hoster. Und wie wir das dann gemacht haben, oder wie du das dann umgesetzt hast, ist der Workshop, man sieht den eigenen Bildschirm, Das heißt, man kann immer sein Handy oder sein Tablet nehmen, kann das neben den Rechner hinlegen, lässt den Kurs, Video ablaufen und mirroert, was immer spiegelt, dann was auf dem Tablet oder Handy im Kurs abläuft, auf seinem eigenen Bildschirm. Das heißt, man sieht dich nicht im kompletten Kurs, sondern man hört nur seine Stimme und sieht quasi den eigenen Bildschirm, was in der Umsetzung echt gut geworden ist und was es hoffentlich vielen Trainern sehr einfach macht. da bis in der Website zu erstellen Ja und das ist genau diese angesprochene Demokratisierung die ich so wo ich sage es ist so gut so einfach wie war es noch nie ein eigenes Business zu machen weil es inzwischen auch wirklich so Themen, technische Themen für Leute, die eigentlich trainieren wollen.

Es ist einfach, man kann es umsetzen. Und mit dem Workshop haben wir jetzt wirklich so eine, wie du sagst, Schritt-für-Schritt-Anleitung kreiert, wo ich bloß hergehen muss und genau das, was ich in dem Video sehe, nachmachen muss, Schritt für Schritt kann wirklich jedes Kind. Und am Ende vom Lied habe ich eine eigene Website mit einer eigenen Domain, mit einem eigenen Logo, wenn ich es haben will, wenn ich meine, dass ich das brauche. Und ich habe die 100% Kontrolle darüber.

Das ist das Schöne. Ich habe es nicht irgendwo, weißt du, Henker? Den Fehler habe ich zweimal gemacht. Ich habe zwei Webseiten bauen lassen.

Die erste war dann ohne Content-Management-System. Also ich konnte nichts selber daran verändern. Und die zweite war dann mit halbem Content-Management-System. und dann waren halt auch so, Artikel hochladen, kriegst danach eine Rechnung für 20 Euro für Zeitaufwand, was Sinn macht, ist ja der, der es hochgeladen hat. Auch wieder das ist nicht zeitgemäß.

Du solltest im Endeffekt 24 Stunden am Tag, jeden Tag im Jahr, problemlos deine eigene Website, kurzen Artikel hochstellen, noch einen halben Tag online, oh, da war noch ein Rechtschreibfehler drin oder hier oben einen Text austauschen, ein Foto austauschen. Ist ja mittlerweile heute einfacher als je zuvor. Was es kompliziert macht, ist definitiv dieses Riesenangebot an Optionen auf dem Markt. Und ich kenne da auch, vor einigen Monaten hatte ich einen Trainer, der hat dann auch bei einem dieser Anbieter dieser Webseiten dann sogar ein Business-Paket gebucht für relativ teuer, also ein Vielfaches mehr als den Hoster, den wir verwendet haben.

Und dann in dem Business-Paket war da nicht mal eine grobe Anleitung, was Datenschutz, Impressum und so ein Cookie-Pop-up angeht. Wo ich sage, okay, das muss drin sein, denn das ist ein Abmahngrund. Wenn da jemand ein Business-Ding bucht, es muss umfassend sein. Der, der das bucht, wird aber nicht sich dann noch extra sagen, der denkt, okay, das ist ein Business-Paket, also passt das für mich.

Was dann vielleicht auch für den einen oder anderen passt, aber grundsätzlich, sobald es gewerblich wird, keine Lösung ist. Keine Lösung. Und da muss man halt auch sagen wenn ich mich und das ist das gerade in deiner Branche merke ich es immer wieder aber auch in anderen Branchen Menschen die sich selbstst machen die machen es ja nicht um sich mit administrativen Themen und B auseinanderzusetzen Die wollen einfach das st tun was ihnen am meisten Spa macht Aber nichtsdestotrotz bin ich auch zu einem gewissen Part Unternehmer, wenn ich mich selbstständig mache. Und das ist ein wichtiger Part, den ich so klein halten sollte wie möglich natürlich. aber ich darf den auch nicht ausachten lassen.

Weil als selbstständiger Trainer bin ich im Unternehmen und ich habe genauso Dinge, muss ich schon wissen. Wenn ich, gibt es Datenschutz in Deutschland, muss ich nicht mitachten. Und sowas kann ich nicht abtun. Sowas sollte ich schon wissen.

Ich sollte es so organisieren, dass ich wenig damit zu tun habe. Aber auf die Nase fallen kann halt dann schon auch. Es ist rund um ein Paket und auch da war jeder schon mal, ich selber schon mehrmals, du willst irgendwas machen und dann googelst du so und dann Google so Reviews und dann gibt es dann verschiedene Anbieter und dann hast du also diese, okay, jetzt quasi drei Reviews, drei Reviews empfehlen Anbieter, alle sagen, ist der Beste und dann ist die große Frage, bist du bereit, Zeit zu investieren und jetzt wirklich rauszufinden, was am besten funktioniert oder bist du bereit, dann im Endeffekt einen Service in Anspruch zu nehmen, der jemand, der das für dich baut, mit den Nachteilen.

Aus meiner Sicht, Website, im Endeffekt, selbst wenn man nicht selber Trainer ist, sondern wenn man nur ein Hobby hat oder etwas, das man präsentieren kann online, Eine Website ist heute mittlerweile so einfach, aber es gibt es immer noch viel zu selten. Jeder Trainer, jeder, der in irgendeiner Form im Ernährungs- und Trainingsbereich irgendwas anbietet, braucht eine Website und es muss einfach gemacht werden. So war ja Kammer im Endeffekt auch die Idee zustande mit diesem Website-Workshop. ob das wirklich ein Step-by-Step einfach von zu Hause, zu welcher Uhrzeit auch immer man sich selber eine Website bauen kann, die sicher ist, die gegen Hackerangriffe geschützt ist, wo eine gewisse Grundlage gibt, okay, das ist Datenschutz, Impressum, Datenschutz, Pop-up und so weiter.

Wie baue ich das und wie passe ich es danach ran? Wie stelle ich Artikel hoch? Wie mache ich meine eigene E-Mail-Adresse, die dann mit meiner URL endet und so weiter? Ist ein großes Thema.

Da freue ich mich auch. Auch das erste Feedback, das ich bekommen habe von denen, die sich schon vorab angeschaut haben. War sehr positiv. Ziel muss sein, dass nicht 90% der Trainer keine Website haben, sondern dass über 90% der Trainer eine Website haben.

Ratschläge für Gründer

Bei dem Startup-Thema, weg von der Website. Wir haben über die drei größten Fehler, die die meisten Startups machen, geredet. Jetzt aus einer anderen Perspektive, mit den zehn Jahren Erfahrungen im Startup mit vielen bei denen es nicht funktioniert hat einigen bei denen es sehr gut funktioniert hat was w so die drei Grundideen Prinzipien Empfehlungen die du jedem, der in irgendeiner Form in der Gründungsphase steckt oder Startup hat oder Startup in Betracht zieht, mitgeben würdest? Ja, da würde ich anfangen mit dem ersten. tatsächlich das Wichtigste zunächst zu klären und wirklich damit anzufangen.

Und das ist, dein Warum zu kennen. Also wirklich den Grund, warum du dich jetzt unternehmerisch selbstständig machst. Und wenn du das mit ich will einfach Geld verdienen beantwortest, dann ist es meistens der falsche Grund. Verstehe mich nicht falsch, Geld verdienen ist wichtig, wollen wir alle, sollen wir alle, müssen wir unter dem Strich auch, zumindest ein gewisses Maß.

Aber sich selbstständig zu machen, oder Nebensgründen ist so verdammt hart. Das heißt, du musst von einem größeren Ziel motiviert sein, wie Geld, damit du da durchhältst. Das heißt, wirklich was zu finden, was dich antreibt, was dich antriggert, ein Problem, das du auf dieser Welt wirklich lösen willst. Und das wirklich klar zu haben.

Das hilft dir nämlich nicht nur für dich selber in schwierigen Zeiten, das hilft dir auch, die richtigen Menschen zu finden, die dann mit dir arbeiten. Das hilft dir, die richtigen Kunden zu finden. Also das wirklich zu klären, mit dem Warum anzufangen. Der zweite Punkt ist, den Perfektionismus abzulegen.

Also wir sind eigentlich immer dazu geneigt, erst was komplett fertig zu machen, ein Jahr Produktentwicklung, das perfekte Programm zu machen, das tollste Studio, die tollsten Geräte und was auch immer zu kaufen. Und dann, wenn ich alles habe, die geilste Technik, dann fange ich an, irgendwie meine Dienstleistung zu erbringen oder mein Produkt. Das ist auch Bullshit. Geh raus, baue die kleinstmögliche Version, die einen Nutzen bringt und mach.

Als Personal Trainer brauchst du kein Studio. Du brauchst nicht mehr Zugriff zu einem Studio. Du musst irgendjemanden finden, dem du sagen kannst, was du weißt. Punkt.

Das kannst du via Skype tun, das kannst du offline tun, das kannst du egal wie tun. Du brauchst eigentlich nichts. Du brauchst nicht mal eine Lizenz, wobei die später hilft. Ja, fuck.

Aber ist so. Ein guter Punkt hier. Ich kenne Trainer, die keinerlei Lizenz haben, die noch nicht mal ein Seminar gebucht haben, weil in der Zeit, in der sie angefangen haben, Trainer zu werden, gab es sowas noch nicht. Die sind kompetenter als der eine oder andere, der nicht nachhaltig ist. alle Lizenzen, einen Berge an Lizenzen gemacht hat.

Gewisse theoretische Basis ist notwendig und klar, ich empfehle es, aber am Ende vom Tag, die Kompetenz ist nicht zwangsweise Lizenz. Ein guter Freund von mir sagt immer, das Ziel muss sein, qualifiziert zu werden und nicht zertifiziert. Zertifiziert zu werden ist sehr einfach, qualifiziert zu werden ist ein deutlich längerer und aufwendiger Weg. Und da einfach auch zu schauen, wo du anfängst.

Also wir haben ja immer so die, im Englischen nennt man das das Imposter-Syndrom. Also irgendwie immer die Idee zu haben oder den Gedanken, dass wir nicht wert genug sind. Nicht genug wissen, was auch immer. Hey, es gibt auf dieser verdammten Welt, gibt es immer irgendjemand, der ein bisschen weniger weiß wie du.

Dann finde den am Anfang. Auch wenn du anfängst, irgendwie dich selbstständig zu machen, egal was, das ist bloß, das ist sonst wie. Dann, hey, dann trainiere halt nicht Wolfgang Unsel. da brauche ich verdammt viel Erfahrung und verdammt viele Tänze und was auch immer, um Wolfgang noch was beizubringen. Dann such jemand anders, dann geh zu deiner Schwester, geh zu deinen Freunden, geh zu irgendjemandem, der einfach ein bisschen weniger weiß.

Das gilt nicht nur im Personal Training, das gilt in jeder Disziplin. Da einfach herzufangen und dann anzufangen, zu machen, zu machen. Das wäre der zweite Tipp. Und der dritte Tipp wäre tatsächlich nicht zu besitzen, am Anfang vor allem nicht.

Also Zugriff schlägt Besitz. Immer erstmal zu schauen, okay, wie kann ich heutzutage und ich kann heutzutage alles mieten, ausleihen, Dienstleistungen in Anspruch nehmen, ich muss nicht gleich Leute einstellen. dann wirklich sehr, sehr, sehr schlank ranzugehen und zu sagen, ich baue mein Geschäft auf über Zugriff, indem ich die richtigen Leute dafür bezahle, indem ich Dinge ausleihe, miete und gerade im IT-Bereich kann ich ganz arg viele Dinge on demand auch nutzen, also wenn ich sie tatsächlich, also nur bezahlen, wenn ich sie tatsächlich brauche. mit diesem Mindset ranzugehen und nicht diese, ja, ich habe keine Ahnung, mein letztes Büro war in 800 Quadratmeter mitten in Stuttgart.

Das ist verdammt teuer. So, und Nutzen-Kosten-Relation hat da unterm Strich, wenn ich ehrlich bin, auch nicht gepasst. Es war geil, hat sich gerade angefühlt. War auch praktisch aber habe ich es gebraucht Nein Wie lange bist du jetzt aus Stuttgart raus Die 800 Quadratmeter in der Innenstadt die hattest du relativ lang Die hatten wir knapp drei Jahre Und jetzt bist du seit zwei Jahren aus der Stadt raus Seit knapp zwei Jahren und vermisse ich ehrlich gesagt auch nicht so sehr die Stadt.

Ja, nee. Ich lebe mit der Familie oben auf dem Land bei Böblingen, habe dort auch eine Einlehrwohnung, mein Büro, bin viel remote unterwegs, treffe mich gerne mit Leuten in der Stadt, Aber braucht es nicht mehr unbedingt. Das heißt Zugriff vor Besitz, quasi die Fixkosten zu Beginn klein zu halten und das extern hinzuzuholen, was man extern hinzuholen kann. Gerade das Thema Software as a Service ist mittlerweile egal, was man online benötigt, ob jetzt ein Shop-System, Newsletter-System, sonstige Software-Angebote. ist relativ einfach zu mieten.

Wie siehst du, das ist ein anderes Thema, dieses Coworking-Space. Du warst ja auch eine Zeit lang in einem beziehungsweise warst beteiligt an... Mit dem Harald Amelung von Coworking 0711 habe ich meine Firma gegründet. Das heißt, unsere ersten Büros waren in seinem Coworking-Space.

WeWork ist also mit der bekannteste oder größte die Idee ist gut in der Umsetzung hat es ja zumindest bei WeWork aus verschiedenen Gründen zu Problemen geführt aber aus Startup-Sicht damit quasi gleichgesinnten Erfahrungen auszutauschen oder auch synergistische Effekte einzugehen auf jeden Fall aus Startup-Sicht oder Selbstständigen-Sicht ja definitiv so V-Work war ja nicht für Startups gebaut. So, das ist ja, das sind ja die Corporates, die großen etablierten Unternehmen, die sich da einmieten und halt irgendwie Arbeitskultur verbessern wollen oder nach außen attraktiver werden wollen als Arbeitgeber und so weiter.

Aber ja, gemeinsam, das ist auch dieses Spirit am Coworking, wie er ursprünglich gedacht ist und V-Work gehört da eigentlich nicht dazu und viel auch Design Offices und so, was es gibt, gehört da nicht dazu hat alles seine tatscheinsberechtigung mault da bist kein coworking im ursprünglichen sinn der gedanke ist eben gemeinsam ressourcen zuteil ja auch gemeinsam sich auszuhelfen ich meine hey wenn du als als texter in dem gleichen B mit einem Grafiker sitzt und du hast irgendwie einen Auftrag einen Kunde und kannst einfach zu dem gehen und sagen, okay, komm, mach mal eine Grafik dazu, dann ist es doch praktisch.

So entstehen eben Business Partnerschaften, also kann man gemeinsam Ressourcen nutzen. Ist eine gute Sache und empfehle ich auch jedem, der wirklich selbstständig ist und nicht alleine irgendwo sitzen will. Quasi Coworking-Space vor eigenem Büro. Ja, also wird natürlich komplizierter, sobald ich Mitarbeiter habe.

Geht dann irgendwann nicht mehr, da braucht man irgendwann ein bisschen Privatsphäre, auch geschütztere Bereiche, weil du dann auch geteilte Ablagen hast, Dokumente und so weiter, dann geht es nicht mehr so. Aber wenn ich wirklich alleine bin, also wenn ich klassisch selbstständig bin sozusagen, würde ich das jedem mal empfehlen. Sich das zumindest mal anschauen, mal auszuprobieren, was ja ganz einfach möglich ist. Tagesticket kaufen, fertig.

Okay, das geht bei Coworking Spaces. Genau, also du hast da komplett, du musst dich an nichts binden. Du kannst ein Tagesticket, ein Zehner-Ticket, ein Monat-Ticket, was auch immer. Cool.

Neues Buchprojekt: Der menschliche Unternehmer

Bei dir steht ja auch schon das nächste neue Buchprojekt an. Jetzt innerhalb des nächsten Jahres. Ja, ich muss Gas geben, verdammt. Du hast eine Pace, Wolfgang, ich komme nicht hinterher.

Ah, ist schon welchen her, dass ich ein Printbuch gemacht habe. Im letzten Jahr habe ich gar keins. Das letzte war das Sprintbuch, zusammen mit Sven Knipphals. Das war jedoch noch 2018. 2019 habe ich kein Sprintbuch gemacht.

Ich habe eine Idee für eins, das dieses Jahr kommen soll. Was ist die Idee von deinem? Ja. Über welchen Teil der Idee kannst du öffentlich schon reden?

Nein, ich kann über alles reden. Also, ich habe die letzten drei Jahre gemerkt, dass ich in diesem ganzen Unternehmerthema, Unternehmertum, Business, Firmengründen, dass wir da immer eine wesentliche Sache außer Acht gelassen haben. Und das ist der Unternehmer, der Mensch selber. Wir haben immer nur gefragt, was gibt es für spannende Potenziale am Markt?

Was gibt es für spannende Technologien? Was gibt es für Geschäftschancen? Und haben dann Geschäftsmodelle entwickelt und die dann umgesetzt. Wir haben aber nie gefragt, ja, Moment mal, wo ist dann eigentlich der Unternehmer, der Mensch, der das dann alles macht und für den man das macht, was will der eigentlich?

Oder was kann der noch von sich da mit reingeben? Und das ist mir aufgefallen Und auf der Basis habe ich so eine neue Vorgehensdenkweise Denkmodell entwickelt wie ja ich nenne es so eine Mischung aus Pers und Unternehmertum ja wo wir erstmal anfangen bei Menschen rausfinden wie tickst du was ist dir wichtig was sind deine Werte wer sch dich wert deine Werte das sind dann potenzielle Zielgruppe eine Branche in der du t sein k und dann ein Gesch zu entwickeln na daraus dann und das ist mehr oder weniger so die Die große Klammer, und da beschäftige ich mich für mich zumindest jetzt seit drei Jahren neue Themen wie dem Gehirn, unsere Emotionen, dem Bewusstsein, dem Unterbewusstsein und versuche einfach, das was so ein bisschen mit dir, für mich zumindest angefangen hat, mich als Mensch eher von der körperlich funktionellen Seite besser zu verstehen, ergänze ich jetzt noch um die geistige, unsichtbareren Komponenten.

Dieses Thema Persönlichkeitsentwicklung, wir haben vorher vor dem Podcast schon kurz gesprochen, ist ja auch die letzten zehn Jahre. Ich kenne keine Zahlen, jedoch ich würde vermuten, wir sind im Bereich von tausenden Prozenten, was dieser Markt gewachsen ist. Während es vor gut zehn Jahren im englischen Bereich ein bisschen Literatur gab und dann auch so den einen oder anderen, so Tony Robbins, den kennen die meisten, der da schon seit den 90ern so ein bisschen Seminare macht zu Erfolg, Motivation, Persönlichkeitsentwicklung. war in Deutschland ja nahezu nicht existent. Und jetzt ist es in Deutschland oder weltweit in den letzten zehn Jahren massiv explodiert, was ja grundsätzlich ein guter Trend ist, quasi so die Idee, Persönlichkeit zu entwickeln beziehungsweise die Arbeit an sich selbst.

Was auch so ein bisschen einer der Aspekte ist, die Arbeit des Unternehmers an sich selbst, nicht nur am Unternehmen, sondern auch an sich selbst, was ja gerade im Personal Training Bereich gibt es viele Beispiele an Unternehmern, die 20, 30 Jahre ihre Gesundheit gegen Wohlstand eintauschen und dann nach 20, 30 Jahren zurückkommen und ihren Wohlstand gegen Gesundheit versuchen einzutauschen. Wir merken, dass es nicht so gut geht. Ja, aber es ist ein schwieriges Thema, wenn man da jetzt von vornherein sagt, okay, nicht nur quasi Wohlstand aufbauen und eintauschen gegen Gesundheit, sondern Wohlstand und Gesundheit mehr oder weniger gleichzeitig aufbauen, beziehungsweise zumindest Gesundheit, Leistungsfähigkeit zu erhalten, ist ein deutlich nachhaltigerer Ansatz als zuerst weg damit und dann wieder versuchen irgendwie, okay, jetzt...

Du musst irgendwie zurückkommen. Und dann haben wir es auch mal klarzumachen. Also was das überhaupt bedeutet, das machen wir so wenig. Also wir haben über Speaking gesprochen.

Und wenn ich sage, ich will Volltime-Speaker werden, dann sind es 200 Nächte im Hotel. Ja. Und da gibt es ja viele. Ich habe mir auch einige jetzt angeschaut.

Und bei dem einen war dieses Jahr 200 Nächte im Hotel im Jahr. Da ist die Frage, willst du das? So. Wie soll mein Leben so aussehen?

Ja. Nein. Und das machen wir uns viel zu wenig Gedanken. Also wenn ich mich diese Entscheidung jetzt treffe, wenn ich diesen Beruf mache, dieses Unternehmen, diese Selbstständigkeit gehe, wie sieht mein tagtägliches Leben aus, wenn ich erfolgreich werde?

Das ist übrigens ein Grund, warum Menschen in der Selbstständigkeit nicht erfolgreich werden, weil sie das eigentlich gar nicht wollen. Dann kommt nämlich die Bremse. Das will ich eigentlich gar nicht. Ich will da jetzt eigentlich gar nicht weiter, weil ich merke, wenn ich jetzt noch erfolgreicher werde, Habe ich noch mehr Kunden?

Bin ich noch mehr unterwegs? Bin ich noch mehr? Was auch immer. Das heißt, genau das eben sich im Vorfeld zu überlegen, wie soll denn mein tagtägliches Leben aussehen?

Und diese Überlegung dann in mein Geschäftsmodell mit einzubauen. Und im Umkehrschluss einfach einen happy Unternehmer zu haben, der nicht nur Geld verdient sondern halt auch tagt meistens oder so oft wie m auch genau das tut was er eigentlich will und wo er es will Oder Angestellter werden beziehungsweise Angestellter bleiben Bleibt, ja. Und nicht jeder ist für die Selbstständigkeit gemacht. Nein, auf keinen Fall.

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