TWUP 83

TWUP 83 — Trainingsmethoden Powerlifting Teil 2 mit Markus Beuter

Markus Beuter analysiert die Entwicklung moderner Powerlifting-Systeme und hinterfragt kritisch den aktuellen Trend zur RPE-basierten Steuerung. Das Gespräch beleuchtet die Unterschiede zwischen osteuropäischen Volumen-Modellen und US-amerikanischen Philosophien wie Westside Barbell oder 5/3/1.

Kernpunkte

Hintergrund und Motivation für das neue Buch

Markus, willkommen zurück, Teil 2 unseres Gesprächs. Im ersten Teil haben wir uns über dein neues Buch Powerlifting Training und vor allem über Westside und auch über Tors Kreuzhebe Weltrekord unterhalten. Ich würde mal sagen, eine Frage, die mir noch so ein bisschen eng blieb ist, wie kam es dazu, dass du ein Buch zu Powerlifting Methoden schreibst? Also ich mache da ja keinen Hehl draus.

Das ist ja aus dem gewachsen, was im ersten Buch stattgefunden hat, das ich rausgebracht habe, das ja wirklich so ein Bauchladen war, das erste Buch. Da war ja alles irgendwie drin. Das war ja so dieses, ey Mann, ich will ein Buch machen, aber ey Mann, da müssen Experteninterviews rein, da muss persönliche Biografie rein, da muss noch ein bisschen Klamauk rein, da muss Programmbesprechung rein. Das ist es dann auch geworden.

Von allem was waren dann 400 Seiten, Aber für was ich eigentlich dann so das beste Feedback gekriegt habe, war dann eigentlich so für diese Einstufung und Besprechung von diesem Programm einfach. Weil ich muss es ja auch dazu sagen, also wer es jetzt irgendwie in der ersten Sendung nicht rausgehört hat, ich bin ja keiner, der in dieser Branche sein Geld verdient. Also ich bin ja im normalen Leben ein Lehrer und bin so in dieser Szene drin als ehemaliger Wettkampfathlet, der jetzt schon seinen Comeback seit zwei, drei Jahren vor sich hinschiebt. Corona kam mir da ganz gelegen, weil eigentlich hätte ich dieses Jahr mein Comeback starten wollen.

Dann hat mir ja da Corona dazwischen gefunkt, aber jetzt schiebe ich das mal schön auf nächstes Jahr. und ich kann ja schreiben, worauf ich eigentlich lustig bin. Ich bin ja kein Personal Trainer, der seine Dienstleistungen irgendwie an den Mann bringen möchte oder so. Das heißt, ich habe ja auch nichts erfunden. Also ich habe selber keine Trainingsprinzipien und Systeme irgendwie herausgebracht, die ich jetzt den Leuten Pfeil biete.

Ich versuche mit diesen Programmbesprechungen eigentlich nur die Punkte zu verbinden, die schon irgendwie da sind Und das hat beim letzten Mal einfach ganz gut geklappt Und da sind jetzt einfach noch einige dazugekommen die ich A als sehr elaboriert empfinde Ich meine, am Ende sind es viele Programme, die würde man jetzt als diese Art Cookie-Cutter-Programme beschreiben. Du lässt dir so einen Standardplan raus, mag sein vielleicht als eine Excel-Tabelle, mag sein als irgendwo hinterlegt in irgendeinem PDF, E-Book oder so. Also jeder dieser Autoren wird ja namentlich genannt und auch die Quelle, woher das kommt und so weiter.

Also am Ende möchte ich ja das, natürlich möchte ich, dass man mein Buch kauft, klar. Aber ich möchte auch, dass, wenn dich etwas da drin von diesem Programm interessiert, kümmere dich bitte darum, das von dem Urheber noch zu kaufen. Also bemühe dich darum, das Originalexemplar dir noch herzutun, weil es in der Regel immer noch eine vertieftere Sicht in die Dinge gibt, wie das, was ich hier auszugsweise beschreibe. Aber ich denke, es hilft doch einigen Leuten, die so ein bisschen planlos rumsuchen, rumsuchen, die sich vielleicht gerade keinen Trainer oder Coach leisten können oder das noch nicht möchten, die in ihrer sportlichen Entwicklung nicht an dem Punkt sind, wo sie sagen, hey man, ich investiere jetzt einfach in einen Trainer oder in einen Coach, weil ich mir das und das davon verspreche, die sich mehr oder weniger selber trainieren und das ist letztendlich jemand wie ich.

Bei mir ist das auch immer so gelaufen. Ich habe mich von einem Programm zum nächsten gehangelt und habe dann aber oftmals gemerkt, oh, da hast du jetzt was angefangen, das ist eigentlich schon viel zu fortgeschritten oder das ist jetzt eigentlich zu einfach oder das führt dich jetzt gar nicht ans Ziel. Und ich habe halt eigentlich, würde ich mal schon sagen, auch, das ist wahrscheinlich auch mit meiner Tätigkeit als Lehrer geschuldet, ich habe schon ein bisschen die Fähigkeit, Dinge analysieren zu können, für wen die taugen. Also was Methodik und Didaktik betrifft, verstehe ich, okay, das taugt jetzt für den, das taugt jetzt vielleicht für denjenigen und so versuche ich es dann auch in so einer Art Synopse irgendwie aufzuschlüsseln.

Ja, habe die Programme dargelegt, habe sie versucht immer nach denselben Kriterien zu bewerten und zu beurteilen und einzustufen, zu welchem Zeitpunkt deiner sportlichen Entwicklung das, was für dich sein könnte. Und das sind jetzt einfach dieses Mal diese 23 Programme geworden. Das sind welche noch aus dem vorigen Buch dabei, die nochmal ein bisschen überarbeitet wurden. Und es ist davor noch ein großer Abriss über so allgemeine Trainingsgrundlagen noch mit drin, wo ich sage, ey Mann, das kannst du jetzt als Einsteiger gut verwenden, vielleicht auch schon dann auch als Fortgeschrittener, der mal wieder ein bisschen neue Anreize sucht.

Und das Buch l einfach auch ein zum Querlesen Du musst es jetzt nicht von vorne durchlesen bis Seite 328 wozu auch Mach so wie man es meistens immer macht Man kauft sich diese B und liest erst mal das was einen interessiert oder was man kennt Wahrscheinlich denkt man oh Westside habe ich schon mal geh lese ich mir mal durch Das catcht mich jetzt einfach am meisten Und dann sind die Kapitel so aufgebaut dass du dann immer mal von einem zum n springen kannst Und anhand von dem Fazit wei du dann auch immer okay wo stehen wir gerade Was bringt es mir gerade Wie kann ich damit arbeiten Oder ist es was f mich Quasi Powerlifting Potpourri von Markus Beuter.

Ja, am Ende ist es eigentlich so. Ja, am Ende ist es so. Ich habe dir im Prinzip so eine Art Best-of-Sampler rausgebracht aus den letzten 40 Jahren. Habe das reingepackt, was ich jetzt gerade so als am wertvollsten erachte oder was auch am meisten einfach rumgeht, was bekannt ist.

Aber oftmals dann auch mit den falschen Vorstellungen, wie wir es schon im ersten Teil besprochen hatten, gibt es Programme, die sind irgendwie ins völlig falsche Feld gerutscht. 5.3.1 von Jim Wendler in seiner originalen Version, das ist nicht für Powerlifting geeignet. Das kann man machen vielleicht mal nach der Saison oder zwischendurch. Stärker werden, mit Typotrophä gepaart. Genau, genau, genau.

Und so sind halt einfach wahnsinnig viele Hinweise drin, wie man was verwenden kann und für wen es dann auch taugt letztendlich.

Die Rolle von RPE im modernen Powerlifting

Einer Dinge, die mich am meisten überrascht haben, als ich drüber geschaut habe, wo sind die Unterschiede und dann noch mehr, wo sind die Gemeinsamkeiten, ist, dass dieses Thema RPE, Rate of Perceived Exhaustion, sich durch so viele dieser Programme durchzieht. Aber auch erst seit ein paar wenigen Jahren. Also das sind jetzt noch keine zehn Jahre, seitdem das rumgeht eigentlich. Also wer es nicht kennt, es gibt so eine Art, ich nenne es jetzt mal Tabelle der Anstrengung oder Intensitätstabelle.

Man kennt das meistens immer. Also die meisten kennen die Prillapines Table, Die Prilipin-Chart, wo immer drin steht, für welchen Wiederholungsbereich, für welche Kraftphase, welche Prozentwerte vom 1er-Maximum verwendet werden. Die RPEs geben letztendlich an, ist quasi eine Form der subjektiven Rückmeldung, wie anstrengend war etwas. Wenn ich jetzt drei Wiederholungen mit 180 Kilo mache, dann gibt es eine Bewertung von 1 bis 10.

Und die Bewertung 8 wäre zum Beispiel, es wären noch zwei Wiederholungen möglich gewesen. Ich habe drei Wiederholungen ausgef stufe das dann hinterher ein als eine RPE von 8 w noch zwei Wiederholungen im Tank gewesen zu machen Das w so dieses Kriterium Das hei es ist schon irgendwo anstrengend gewesen aber es war jetzt noch nicht Limit Es war jetzt noch nicht 100 Auslastung Und das ist dann halt auf bestimmte Wiederholungsbereiche Und das ist wahrscheinlich das auch, was du dann mit der Kritik noch adressieren wirst, dass es dann halt auch nur für bestimmte Wiederholungsbereiche vielleicht funktionieren kann.

Kritik an RPE und die Subjektivität im Training

Das Thema API ist riesig geworden in den letzten Jahren. Absolut. Ich werde regelmäßig danach gefragt. Und mein Punkt ist, ich verwende es nicht.

Aber es funktioniert nicht auf die breite Masse gesehen aus einem Grund, es ist zu subjektiv. Absolut. Gerade bei Trainern die erste Frage, die ich da gerne stelle ist, wie viele Kunden sind der Meinung, sie trainieren hart, sie trainieren an ihrem Maximum und dann von wie vielen deiner Kunden bist du der Meinung, dass sie an ihrem Maximum trainieren. Und da ist einfach der Punkt, das subjektive Empfinden einer Belastung ist zu subjektiv.

Wo der eine sagt, wie du auch in deinem Buch schreibst, du hast eine Wiederholung gemacht beim Kreuzheben, wo du selber die kategorisiert hast als 8,5. Und dein Trainingspartner guckt dich an und sagt, hey, das war eine ganz klare 10. Und du hast mir noch schön geredet, aber da wäre auf jeden Fall noch eine drin gewesen. Okay, lass es eine 9 gewesen sein.

Nein, Mann, das war eine 10. Du wärst gestorben. Und da ist mit Sicherheit den einen oder anderen, der für sich das sehr, sehr gut einschätzen kann. Dann hast du die, die sehr ambitioniert sind, davon ausgehen, da wären noch definitiv eine gegangen oder noch zwei gegangen, obwohl es nicht so ist.

Und dann hast du natürlich auch die, die sagen, okay, das war mein Maximum, aber da wären halt doch noch zwei gegangen. Du hast einen relativ hohen, subjektiven Aspekt. Und gerade gefühlt hat jedes Powerlifting-System in deinem Buch RPEs verwendet, mit Ausnahme. Je neuer sie sind, also je neuer sie sind, Also alles, was so nach 2010 erschienen ist, hat das nach und nach mit übernommen, weil das einfach so State of the Art, das musst du noch drin haben, sonst zählst du gerade nicht zu den fortschrittlichen Programmen.

Ja, aber wie du sagst, es ist auch ziemlich viel Fluch dabei. Das ist nicht nur wegen. Bei Westside, da ist. Ja, was ist Autoregulation.

Genau, was ist nichts mit API. Wenn die Handel sich bewegt, bewegt die Handel. Ja, ist so. Wird auch wahrscheinlich, da könntest du mir vielleicht recht geben, am Unterschied auch zwischen Männern und Frauen.

Also ich glaube, ich würde sagen, Frauen unterschätzen es und Männer überschätzen es wahrscheinlich eher gern mal. Also wo die Frauen dann sagen, oh nee, das könnte zu schwer sein, weil man sagt, ach was, nee, nee, geht schon noch. Es ist zu subjektiv. Also mein Punkt ist immer noch, Prozentbasierte Periodisierung macht auch gewissermaßen Sinn, ist aber auch sinnvoll.

Zu abhängig von zu vielen Faktoren. Die Grundregel, die ich verwende, die auch genau genommen die zuverlässigste ist, weil die am wenigsten subjektiv ist, die Wiederholung diktiert das Gewicht. Mikropériodisierung gibt vor, wie du Gewicht strukturierst in einem Training und dann diktiert die Wiederholung, wie viel Gewicht du verwendest, weil du dann natürlich auch, wenn du einen guten Tag hast, dich mehr steigern kannst und wenn mein Tag nicht so gut läuft, du zumindest dich ums Minimum steigern kannst. So ist auch ein weiterer Punkt, wenn wir zu Westside kommen und Dynamic Effort und diese 50 bis 60 Prozent.

Teilweise nehmen sie auch 70, 75 Prozent. Louis ist so, er kann auch mehr Gewicht nehmen. Solange die Handel sich schnell bewegt, ist es immer noch Dynamic Effort. Das heißt so, du kannst tagesabhängig anpassen.

An einem guten Tag würdest du dich zurückhalten, wenn du dich zu sehr an einem Prozent festklammerst. An einem schlechten Tag wirst du dann vielleicht den Prozentsatz nicht schaffen. Während wenn die Wiederholung das Gewicht diktiert, ist relativ simpel. Du machst gerade bei Westside, du arbeitest dich beim Max Effort, du arbeitest dich auf 1,1er Max hoch und du bewegst so lange Gewicht, bis es nicht mehr geht.

Autoregulation für Anfänger vs. Fortgeschrittene

Ja, es ist tatsächlich so. Also RPE ist auch eine Sache, damit würde ich jetzt auch nie einen Anfänger, also bis in den ersten zwei Jahren, würde ich den komplett davon weglassen, weil woher weißt du, was eine RPE 10 ist? In dem Moment, wo du komplett bei der dritten geplanten Wiederholung versagt hast. Also du musst ja, um zu wissen, wo das Limit ist, musst du ja das Limit auch kennen.

Also das ist ja immer, du weißt ja auch nur, wo die Mitte ist. Wenn du weißt, wo ist links das Ende und wo ist rechts das Ende, dann weißt du, wo die Mitte ist. Aber ein Anfänger weiß nicht, was eine harte RPI 10 ist. Der weiß auch gar nicht, was Muskelversagen ist.

Da da auch noch technisches Muskelversagen mit reinspielt und so weiter, da würde dann vielleicht noch eine Wiederholung hochkrüppeln. Dann muss man sagen, ja, Moment mal, das macht jetzt aber auch keinen Sinn, weil die Technik ist ja jetzt so furchtbar gewesen, das hätte jetzt schon vor zwei Wiederholungen eigentlich beendet werden müssen. Und dann ist das halt einfach so ein Rumgeeiere. Da würde ich sagen, ja, bei einem Anfänger eher Prozent basiert.

Oder halt, wie du dann sagst, die Erholung gewirrt das. Genau, genau. Es war ja jetzt auch nicht an mir zu entscheiden, ob eine RPE-Verwendung gut oder schlecht ist. Es ist halt mittlerweile einfach ein Tool gewesen, die halt viele Coaches in ihre Programme jetzt mit reingenommen haben, die einfach die Runde machen.

Und wie du sagst, wenn du schon viel gefragt wirst, was ist es mit dieser RPE-Geschichte? ja dann ist es klar dass das auch hier irgendwo in solchen standardpl auftaucht und einfach nur mal besprochen wird auch kritisch Der Punkt bei so einem Buch ist ja das Ziel des Buches ist ja einen zu schaffen Und wenn etwas häufig vorkommt, das ist schon mal ganz interessant, aber nur weil was häufig vorkommt, heißt es noch lange nicht, dass es automatisch richtig ist, beziehungsweise die Ideallösung. So wie zum Beispiel auch Westside. Ich bin ein Riesenfan für Westside, aber wie schon in der letzten Episode gesagt hat, Westside ist einfach für sehr, sehr Fortgeschrittene, die quasi diese Art der Periodisierung machen müssen, weil sie sich sonst nicht mehr steigern können.

Ein Anfänger kann 10 Einheiten in Folge das gleiche Trainingsprogramm verwenden und sich jedes Mal steigern. Wenn du irgendwo im Bereich von 300 Kilo Bankdrücken machst, dann kannst du nicht einfach 10 Mal in Folge als gleiche Trainingseinheit machen und dich jedes Mal steigern. Das funktioniert auf dem hohen Leistungsniveau nicht. Da brauchst du andere Methoden.

Und so hat er im Endeffekt auch Louis Methoden gesucht. Er hat ja selber früher so klassische progressiven Overload, einfach mehr Gewicht, mehr Gewicht. Und bei ihm war es dann einfach so ein Punkt, die Verletzungen haben sich eingestellt irgendwann. Das hat einfach nicht mehr funktioniert.

Er hat andere Lösungen gesucht, um jemanden, der so stark ist, noch stärker zu machen mit einer geringeren Rate an Verletzungen. Was dann Sinn macht, wenn du auf einmal selber so stark bist oder Leute trainierst, die so stark sind. Was ja eine ganz andere Geschichte ist. Das ist ja wie, wenn du 14 Sekunden auf 100 Meter läufst und gern 13 Sekunden auf 100 Meter laufen möchtest.

Da musst du anders trainieren, als wenn du 10-1 läufst und gerne 9-9 laufen würdest auf 100 Meter. Also man sieht bei den Programmen im Buch auch meistens immer daran ganz gut, dass das Programme sind, die nicht die Betreuung durch einen Trainer oder durch einen Coach voraussetzen. Einfach immer aus dem Grund, finde ein Programm, wo ein geplanter Deload drin ist. Das ist meistens immer das erste Anzeichen dafür, dass das für Leute ist, die sich selber trainieren, weil die nicht wissen, sollte man jetzt nach vier Wochen weiterballern oder sollte man nach vier Wochen mal ein bisschen runterfahren.

Wenn es läuft, hey Mann, bin ich auch der Letzte, der dann zurückstecken möchte und wenn dann kein D-Load mir vorgeordnet wird, dann ballere ich weiter. Nur um dann zu merken, oha, in Woche sieben, acht kippe ich automatisch. Ich kriege dann nicht mehr die Zahlen geliefert. Und dann ist so ein vorgesetzter D-Load dann manchmal gar nicht schlecht, weil ich selber verfüge gar nicht unbedingt über die Gabe der Autoregulation.

Ich brauche das dann auch ein bisschen vor diktiert und wenn es dann einfach nur immerhin woche fünf heißt sollen jetzt intensität oder volumen mal um die hälfte irgendwie ein bisschen runterfahren und eine variable mal ein bisschen nach unten schrauben auch wenn es mich dann aufregt wo ich denke eigentlich l es ja gerade Ja mach es auch weiter Mehr ist mehr Ja genau genau genau Manche lösen das hier drin ganz gut, wie zum Beispiel Wetzel und Gaida, die haben das ganz gut gelöst. Die arbeiten mit RPEs in ihrem Programm, geben dir dann aber auch immer gleichzeitig noch so eine Gewichtsrange. Also du hast dann da halt auch so einen Wrap-Calculator, wo du dann eingibst, okay, mein aktuelles Squatmax ist 150 Kilo und dann spuckt es dir für den Plan, mal für die ersten 5 Wochen von Block 1, das Mesozyklus, spuckt es dir dann Trainingszahlen aus für deine Kniebeuge.

Dahinter mit der Anmerkung RPE, sage ich jetzt mal RPE 8, aber es gibt ja auch eine Gewichtsrange mit, falls mal der Tag eben gerade vielleicht gut oder schlecht ist, wo dann drin steht, RPE 8, hast aber eine Gewichtsrange, der Mittelwert wäre 110, ist aber eine Range von 105 bis 115. Das heißt, an den Tagen, wo es gut läuft und eine RPE 8 vielleicht für dich 115 Kilo wäre, dann nimmst du halt das Gewicht und trägst es sauber ein. Also auch immer vorausgesetzt, der Athlet protokolliert seine Gewichte, dass er dann wieder einen Vergleich zur Vorwoche hat. Und wenn halt für dich heute eine RPE von 8 vielleicht nur die 105 Kilo sind, dann bist du immer noch in deiner Range geblieben, aber hast halt ein bisschen dich mehr am unteren Ende bedient und hast trotzdem dem Programm, ja, bist dem trotzdem noch richtig gefolgt.

Das ist dann so ein bisschen so ein Auffangsystem für beide Sachen. Also ein Teil mehr, um das Ganze autoregulativ irgendwie hinzubekommen. Ein bisschen Grundschema schaffen finde ich ja ganz gut. Das ist definitiv aber auch der Unterschied zur Westside.

Westside ist was, ohne Coaching, ohne ein erfahrenes Auge und eben dieses hohe Niveau wird es recht schwierig.

Das Sheiko-System und russische Trainingsmythen

Ein anderes Programm, das ich ganz interessant finde, ist das Schaiko-Programm. Boris Schaiko, russische Powerlifting-Legende, der auch so ein bisschen zum Internet-Mythos wurde. Oh, ein Russe, der muss Ahnung haben. Russe Krafttraining.

Russe Krafttraining gekauft. Was da auch, wie du auch schreibst im Buch, dass im Endeffekt das, was am Anfang an Programmen kursiert ist, waren im Endeffekt einzelne Programme, aber nicht dieses Schaiko-System. Da gab es auch mal die lustige Geschichte, ein Trainerkollege war beim Seminar bei Schaiko und hat dann auch nach einem bekannten Bankdrück-Seminar Bankbrück-Programm gefragt, das er im Internet gefunden hat. Und Schalco hat wohl so gelacht und hat gemeint, ja, ja, das kursiert.

Das hat er mal f eine 16 geschrieben Und dann Copy und einfach dann Genau dann ist das das Schaiko Und Schaiko ja ja aber das war eine Frau das war 16 Und dann kussiert es, macht die Runde dann noch in ein paar Foren und dann ist das legit. Dann ist das einfach gegeben. Dann zweifelt es auch keiner an. Zwei, drei Programme und auch dieses Jahr 50, 60, 70 Prozent.

Das 1RM verwendet, finde ich auch ganz interessant, weil im Endeffekt die Gewichte sind ja sehr, sehr leicht. und da ist auch die Frage, von was sind das Prozent? Ist das von deinem Wettkampfmax? Ist es dein Trainingsmax, ist es dein Wettkampfmax und nochmal 10% runtergenommen oder was ist es? Und dann ist es wahrscheinlich schon diese eine Variable, wie du schon gesagt hast, was ist ein Trainingsjahr?

Vier Monate oder zwölf Monate? Dann kann es eins so ein kategorischer Begriff sein. Was sind 70%? Also 50 bis 70%, du bankdrückst 200, das heißt, du trainierst die ganze Zeit zwischen 100 und 140 Kilo.

Wie du auch ein Buch geschrieben hast, das wird dann schon schwierig. Und das ist auch ein Unterschied zwischen Schaiko und allen anderen Programmen, dass Schaiko einen relativ niedrigen Intensitätsbereich fährt. Meine Frage ist dann, wie du auch gesagt hast, wie sieht es tatsächlich in der Praxis aus? Das war ein guter Punkt.

Ich habe Ed Kohn mal gefragt, weil du guckst Schaiko an und wenn du ein bisschen was von Krafttraining weißt, dann sind 50 bis 70 Prozent, das einer magst. Das ist halt einfach kein Krafttraining. Wie funktioniert sowas? Warum funktioniert sowas trotzdem?

Und er hat ja die Powerlifter, die Weltrekorde aufgestellt haben, die im Bereich von vier-, fünffachen Körpergewicht squarten und deadliften. Und dann war Ed Cohen, meine Frage ist, okay, Schaiko, erklär es mir. Und Ed Cohns Antwort war, er kennt keinen einzigen Powerlifter, der außerhalb von Russland, ohne das persönliche Coaching von Schaiko, mit Schaiko große Erfolge hatte. Klammer auf, ey, das ist eigentlich wie Westside, Klammer zu also ich würde jetzt einfach mal die These aufstellen es gibt keinen europäischen Powerlifter erfolgreich auf Niveau X mit Equipment oder so der sagt, das basiert auf dem was ich mir mit Westside durch die Artikel und das Buch irgendwie mir zusammengereimt habe und das mit meinem Coach, der weder Westside betreten hat, noch mal eine Telefonkonferenz mit Louis hatte, noch mit ehemaligen Westsidern zu tun, das hinbekommen hat Würde ich genauso sagen.

Ja, im Ziel halt. Es gab ja hier in Ausland von Stuttgart Holger Kudrow, der auch 4,20 Kniebeuge hatte, der auch nach Westside trainiert hat, aber da auch rübergeflogen ist. Das nervt.

Persönliche Erfahrungen bei Westside Barbell in Ohio

Dort trainiert hat und dann ein bisschen Input zu bekommen fürs eigene Training. Dieser persönliche Kontakt und diesen Blick rein. Als ich dort war, wollte mich Louis davon überzeugen, dass ich neun Monate darüber ziehe. Denn aus seiner Sicht war es unmöglich zu verstehen, was er hier tut, wenn ich nicht mindestens neun Monate dort trainiert habe.

Warum hast du das nicht gemacht? Columbus Ohio, das ist mittlerer Westen, das ist schon ein bisschen eine andere Welt. Da willst du nicht tot über den Zaun hängen. Nein, also auch nicht unbedingt.

Das war so, ja, Lebensqualität dort ist nicht besonders hoch. Es ist schön grün da, vor allem auf dem Land zwischen Cleveland und Columbus. Da bin ich dann halber runtergefahren, da ist schon wirklich schönes Grün, kalte Winter, heiße Sommer, aber so dann Columbus, die Stadt, genau. Ja, da hast du halt drei Hunde und einen fetten Pickup-Truck und so und alles was.

Nach der Trainingseinheit habe ich eine Tankstelle gefahren und wollte ein Wasser und einen Saft kaufen, mit meinem Proteinpulver zu mischen. Und ich habe in dieser Tankstelle keinen einzigen Saft gefunden, der tatsächlich Saft war. Meinst du, das ist alles künstliche Erzeugnisse, oder was meinst du? Ja, das war alles mit Aroma, Zucker dazu.

Ich war vor der Trainingseinheit einer Tankstelle und habe mir einen Kaffee gekauft. Da habe ich geguckt, Starbucks, überall in den USA gibt es Starbucks. Ich habe keinen Starbucks in Columbus gefunden. Da war eine Tankstelle, ich habe Kaffee in der Tankstelle gekauft.

Styroporbecher. Ich habe den Boden des Bechers gesehen, als mein Becher komplett voll war mit Kaffee. Echt? Ihr hättet es gedacht, da ist eher so eine Brühe drin gewesen, wo dann schon der Löffel einen Herzinfarkt bekommen hätte zum Rumrühren.

So eine dünne Suppe, oder wie? Ja, es war ein bräunliches Wasser. Echt? Das heiß war, von Kaffee und von einem guten Kaffee war es ganz weit weg.

Okay. Das war wahrscheinlich der schlechteste Kaffee, den ich hier getrunken habe. Zwei Stücke genommen und dann war so, na, das trinke ich nicht. Ja.

Ja, ja, schon. Take-home-Message nach Ohio ziehen, da muss es schon wirklich richtig gute Gründe geben. Da gibt es schönere Orte, wo man hinziehen kann. Mittlere Westen.

Atmosphäre und Kultur bei Westside Barbell

Auch dieser Industriepark, wo das Gym ist. Ich bin da morgens in Ashland, zwischen Cleveland und Ohio, habe ich mich gewohnt und bin dann da runtergefahren, Sonntagmorgens und war zwei Stunden Fahrt. Und bin da angekommen kurz nach 8 8 Uhr war Trainingsbeginn und kein Schild Also ich bin da reingefahren genau okay das ist Industriepark reingefahren Unit so und so Dann waren keine Zahlen an den Units drin, aber ich die anderen Zahlen guckte, dachte ich, okay, hier zwischendrin muss diese Zahl von diesem Unit sein. Kein Schild von Regen Westside.

Und ich dann so, okay, falsch, bin ich mal raus. Dann hab ich so ein bisschen durch Fenster geguckt und hab gesehen, in einem, da war so ein Reverse Hyper drin gestanden. Dann dachte ich, okay, es ist schon hier richtig. eine Viertelstunde gewartet und dann in einer Viertelstunde kamen dann mehrere Pickup-Trucks hintereinander auf den Parkplatz gefahren und aus dem größten Pickup-Truck stieg der kleinste Mann aus, Louis Simmons ist ja knapp 1,70 Meter und dann ging das Rolltor hoch und dann ging die Musik an und dann war halt ein relativ großes Gym mit 100-120 Quadratmeter Trainingsfläche, das ist relativ groß vor allem für Powerlifting-Verhältnisse und dann war da drin Musik an.

Es hat gewechselt zwischen ACDC und DMX. Ah, okay. Metal und 90er Rap, das war so der Wechsel bei den Liedern. Und so eine Lautstärke, Louis stand dann irgendein anderthalb, zwei Meter neben mir und musste schreien, dass ich ihn verstanden habe.

Das war das, was Dave Tate, der auch lange bei Westside trainiert hat, dann als ACDC Method geschrieben hat. Wir haben getestet, ACDC oder nicht ACDC. Was hat die beste Wir haben uns für ACDC wieder entschieden. Dieser Flavor, auch dieses Thema mit dem Schild, warum ist kein Schild am Gym?

Wir brauchen kein Gym. Jeder weiß, was Westside ist. Die, die wissen müssen, wo Westside ist, wissen, wo Westside ist. Hier ein Schild mit Namen drauf für unser Gym.

Nicht notwendig. Ich meine, das sind natürlich so Gegebenheiten, das ist grundsätzlich für so Allmanns wie uns nicht vorstellbar. so, ey Mann, da ist keine Hausnummer, die Straße ist nicht richtig beschriftet. Da flippt so ein, so wie ich so, ein Beamten-Deutscher flippt da aus, der so denkt, was, wie kann das sein? Zahlt der Steuern?

Ist der gemeldet? Was geht hier vor sich? Ja, sind da noch 20 illegale Flüchtlinge irgendwie in seinem Keller eingesperrt, die irgendwie sein Merchandise machen müssen? Was passiert hier?

Ja, wenn hier nicht mal offiziell ein Schild ist für diesen Firmensitz. Ja, ja. Ja, klar.

Amerikanische vs. osteuropäische Trainingsphilosophien

Aber ist wahrscheinlich auch so ein Ding, um den Mythos noch so ein bisschen irgendwie auszubauen. Das Ganze lebt ja davon und es gibt ja auch viele so Ger zur Westside Vor allem ist es die letzten 30 Jahre hat Nix Powerlifting weltweit so gepr wie Westside Ich glaube es ist aber auch so ein amerikanisiertes Ding das wir hier in Europa gerne aufblasen wollen Das was die Russen machen ist uns zu kompliziert das blicken wir nicht so richtig Das ist dann auch irgendwo zu kryptisch und wir kennen das. Wir sind mit den Erfolgen der Ostblockländer im Kraftsport irgendwie aufgewachsen. Wir kennen die Leistung der ehemaligen DDR-Karte und so.

Das ist halt nicht so exotisch für uns. Es ist irgendwie schwer und komplex. dass, oh, das, was die aus Amerika machen, das ist immer im Prinzip so, das ist immer so ein Level voraus irgendwie. Das hat so ein bisschen was von WWE, das ist ein bisschen entertaining, das produziert große, mächtige Kerle. Ja, why not?

Da vergisst man dann aber auch immer wieder diese eine Komponente, da geht es halt auch um Verbände, die halt nicht drug-tested sind, muss man halt auch einfach noch dazu sagen. Was dann hier wieder in Europa mit der IPF und so weiter, Das ist auch wieder ein ganz anderes Setting. Ich will jetzt nicht die Grundsatzdiskussion über Performance Enhancing Drugs aufmachen, nicht. Aber es ist halt so eine prägende Art von Trainings-Lifestyle, der sich ja auch in andere Programme irgendwie dann übertragen hat.

So ein klassisch amerikanisches Powerlifting-Programm hat einen Kniebeugetag, hat einen Bankdrücktag und hat einen Kreuzhebetag. Die Ostblock-Trainingssysteme, die sind eher so, ey Mann, Kniebeugen, Kniebeugen, Kniebeugen, Bankdrücken, Bankdrücken, Bankdrücken, Kreuzheben, Kreuzheben, Kreuzheben. Da ist die Frequenz dieser Lifts, findet viel häufiger statt. Das findet manch einer attraktiv, manch einer denkt sich, ach ne, so rein aus psychologischen oder aus Motivationsgründen zu wissen, Montags wird Bank gedrückt, Mittwochs wird Kniebeugen gemacht und Freitags wird Kreuzheben gemacht und dann Samstags vielleicht nochmal Bank drücken.

Das ist so ein Setting, da kann ich mich voll drauf einlassen. Aber ich will doch jetzt nicht dreimal die Woche beugen oder ich will doch jetzt nicht dreimal die Woche, okay, Bank drücken vielleicht schon, aber ich will doch nicht dreimal die Woche Kreuzheben. Das ist manchem dann auch einfach zu unattraktiv, würde ich sagen, weil dadurch hast du weniger Zeit für Assistenzübungen. Hey komm, und am Ende ist jeder Powerlifter doch ein kleiner Bodybuilder, der dann halt immer noch ein bisschen Zeit haben möchte für Seitheben und für ein paar Curls.

Und dann, wenn keiner hinschaut, dann sich doch nochmal schnell an den Beinstrecker setzt und doch nochmal irgendwo dann noch ein paar… 10x10 Latzug macht. Ja, 10x10 Latzug macht. Und das nicht zum Aufwärmen. Einfach noch, dass so ein bisschen ein paar von den Showarealen dann noch bedient werden.

Den Raum möchte es halt haben. Aber wenn ich dreimal die Woche beugen muss dreimal die Woche heben und dreimal die Woche dr dann ist halt einfach so meine ressourcen sind dann halt einfach begrenzt 10x10 Latzug du hast mir ja mal die Chuck Vogelpohl DVD ausgeliehen Chuck Vogelpohl ist einer der erfolgreichsten Powerlifter, die bei Westside trainiert haben. Und da macht er unter anderem einmal mit dem kompletten Stapel der Latzugmaschine 10x10 Latzug zum Aufwärmen fürs Bankdrücken. Ja, also das, was dann so ein kleiner deutscher Powerlifter, wie ich dann irgendwie vorm Training mache, so mit Band Pull Aparts oder so, mit so einem mittleren Band, mit 3x10 und denkt, boah, jetzt habe ich eigentlich schon meine Assistant oder meine Accessory-Übung schon vor dem eigentlichen Training eingebaut.

Mann, ist das effizient. Hat Chuck Boglepole dann einfach 10x10 mit dem kompletten Latzugstapel abgezogen und dann sein eigentliches Training. Die DVD gibt es auch nur, du musst sie direkt importieren. bei YouTube gibt es die noch nicht. Sollte eigentlich auch irgendwann jemand...

Also es gab es eine Zeit lang, gab es die Sequenz auf YouTube, aber irgendwie, vielleicht hat dann halt Louis doch sein Medienteam drauf angesetzt, das irgendwie aus dem Netz rauszuziehen, ich weiß es nicht. Aber die DVD, die ich leider nicht mehr in meinem Besitz habe, die irgendwie mal abhandengekommen ist, die gab es dann nur über einen Import irgendwie, also jetzt wahrscheinlich auch noch, aber die gibt es noch auf jeden Fall. Also eine harte VHS-Qualität. Videokassette umgebaut auf DVD. weit entfernt von HD.

Also Leute, die jetzt in den späten 90ern oder kurz vor den Nullerjahren geboren sind, VHS, derbe schlechte Qualität, aber eins zu eins auf das Medium DVD übertragen oder so. Genau, mit der Qualität. Aber es pusht auf jeden Fall. Auch wenn du da vom Training her nicht viel mitnehmen kannst, es pusht es auf jeden Fall anzugucken mit einem größeren Mehrwert, wie die ganzen Motivational Videos, die teilweise dann auf YouTube umhergehen.

Absolut. Aber man baut sich dann auch gern ein bisschen so falsche Idole auf, weil du denkst, wenn Jack Vogelpohl so erfolgreich war, mit so einer hohen Arbeitskapazität, mit so einem Workload, den der bewältigen konnte, ja Mann, dann probiere ich das doch auch. Und dann wirst du halt sehen, wie du dann einfach daran scheitern wirst und zugrunde gehen, dass das einfach nicht funktioniert. Jack Vogelpohl baut noch seine Recovery Walks ein, wo oben ohne seinen Pitbull-Gassi führt.

Ja, wer würde es nicht gerne machen? Westside, Schalco, 5-3-1, sind so die populärsten der drei und auch dieser Vergleich Finde ich ganz gut. Da gibt es ja auch immer im Ernährungsbereich eines der Bücher, die ich gerne empfehle, das Live in the Low-Carb-Life, weil es nicht nur das Thema Low-Carb und Kohlenhydratarm anschaut, sondern auch verschiedene erfolgreiche oder populäre Ernährungskonzepte oder Diätkonzepte beleuchtet, was im Umkehrschluss du ja mit deinem Buch Powerlifting-Methoden genauso gemacht hast. Was gibt es an Powerlifting-Programmen?

Wie sind die aufgebaut? Für wen eignen die sich? und auch für mich ist immer so ein bisschen die Frage, wo sind Gemeinsamkeiten, wo sind Unterschiede und natürlich dann auch immer die Frage, für wen eignet sich das, wer ist so fortgeschritten, dass er ein variables, individualisiertes und am besten noch persönlich gecoachtes Programm braucht und wer tut sich einfach damit, wenn er sich so einen Excel runterlädt, wo er am Anfang einmal seine Bestleistungen einträgt bei Bankdrücken, Kniebeuge und Kreuzheben und dann einfach der Trainingsprogramm wenigstens zwölf Wochen, komplett ausgerechnet wird.

Ich meine, du wirst mir auch recht geben, wenn ich sage, auch wenn es jetzt nicht vielleicht für dich hundertprozentig taugt, aber solange es kontinuierlich verfolgt wird. Wenn du vom Tag eine Sache machst, ein gutes Programm, machst du Fortschritt. Du kannst den ganzen API verwenden und wenn du konstant Fortschritt machst im Training und konstant stärker wirst, dann funktioniert API für dich. Fakt.

Da kannst du auch nicht mit diskutieren. Wenn es stärker wird, hat recht. Es sind ja unterschiedliche Dinge, die dich irgendwie zu so einem Commitment irgendwie bewegen, zu sagen, okay, bei dem Programm steige ich ein. Sei es, vielleicht ist es die Übungsauswahl, dass du das irgendwie attraktiv findest, wenn die Mainlifts regelmäßig ausgetauscht werden oder so.

Auch wenn es jetzt vielleicht nicht hundertprozentig für dich taugt oder wenn hinter einem Programm eine Autorität steht. Deswegen, ich habe meistens immer bei jedem Kapitel immer noch so ein Intro zu den Persönlichkeiten, die da dahinter stehen und beleuchte die dann immer auch noch so ein bisschen je nachdem und man merkt es dann da auch.

Jim Wendler und das 5/3/1 Phänomen

Ich baue mir dann auch so ein bisschen ein paar Idole auf. da sind halt welche dabei, ein Typ wie Jim Wendler, auch wenn 5.3.1 im Original jetzt nicht mein Programm ist, ich finde den einfach gut, das ist halt einfach so eine Persönlichkeit, der ist so ein bisschen out of the box, der hat so ein bisschen sein Image, da holst du mich einfach damit und klar, ich muss mich dann halt schon in seine Veröffentlichung reinlesen, um zu finden, das 5.3.1, das gibt es jetzt gefühlt in 40 Ausführungen, für alles, also ich habe am Ende von dem Kapitel aufgeführt, was es alles gibt, du kriegst 5.3.1 für MMA, für Powerlifting, für Football, ich glaube keine Ahnung wahrscheinlich noch f Golfspielen und f Sackh oder so Also es ist f jeden was dabei Und wenn du sagst ja ich finde das cool ja dann mach es mach es aber best W vielleicht eine Variante die f dich taugt Notier dir deine Sachen, weil du sagst ja auch, immer alles aufschreiben auf jeden Fall.

Wenn du es dir nicht notierst und es alles nur so vage in deinem Kopf umherfühlt, ah, habe ich jetzt letzte Woche 3x90 oder 3x85 oder so. ja, wenn du diese, also ja, das funktioniert einfach nicht, muss eine Beständigkeit da sein. Ja, Buchhaltung. Wendler ist wahrscheinlich das erfolgreichste Trainings-E-Book. Es kam genau zu der Zeit, dass du Trainings-E-Books angefangen haben und Wendler ging durch die Decke.

Ich kann mich erinnern an ein Interview von ihm vor ein paar Jahren, wo man so eine Torrent-Seite gecheckt hat. Weiß ich, ob es das noch gibt, der Torrent, wo du halt quasi illegal Dateien runterladen kannst und da war dann so ein Download-Counter dran. Dann hat er sein Buch gefunden und hat diesen Download-Counter angeschaut und hat ihn hochgerechnet. Und wenn jeder, der das Buch downgeloadet hätte, es bei ihm gekauft hätte, wäre das über eine Million Dollar gewesen.

Ja, glaube ich sofort, ja. Und jetzt macht er nur noch Print für seinen Beyond 531. Ja, und verdient auch mittlerweile, glaube ich, ganz gut Geld. Generell auch mit seinem Merchandise, das er auf seiner Seite am Laufen hat.

Und der hat sich da auch so eine Community aufgebaut von so ein bisschen so, Leute, das sind so ein bisschen so Motorrad-Hocker-Leute, die ein bisschen gern fett tätowiert sind, die derbe Metal-Mucke hören und so weiter. Also Dinge, wo ich mich wiederfinde, bis auf den Part mit dem Motorrad fahren. Aber halt auch so ein bisschen, ja, wie du sagst, es kam zu einer Zeit raus, wo so ein bisschen dieser schöne Glanz der gestylten Bodybuilding-Welt so ein bisschen am Abklingen war. Man wollte aber auch nicht so ein fetter, unförmiger Schwergewichts- Powerlifter sein, der zwar derbestark ist, aber halt ungesund und nicht mal ohne Kurzatmigkeit zu seinem Auto laufen kann.

Und da kam Wendler halt genau richtig. Er hat so Conditioning-Sachen reingebracht. Er hat sowas wie Hill-Sprints und Sled-Work, Prowler-Work, hat er wieder populär gemacht. Also gefühlt war zu dem Zeitpunkt es dann zwei, drei Jahre später gegeben, dass in Leistungseinrichtungen dann auf einmal irgendwie ein Turf war, wo du dann auf einmal Schlitten ziehen konntest, Prowler schieben und so weiter.

Davor wusste keiner, was ist ein Prowler eigentlich, woher kommt das, was soll das. wir haben die dinger damals noch selber gebaut ich weiß es noch ja war genau richtig eigentlich seine geschichte ist ja im endeffekt auch die da selber bei west side powerlifter ja dann irgendwann ich schnauze voll fett ist schwitzt und sich nicht mehr bewegen kann Und dann der Xelva quasi Der ist so gro wie ich und war in der 275 130 Kilo. Ja, ja, ja. Und das ist ungefähr auf meine Größe. Also der ist keine 1,80.

Und ja, man kennt die Bilder noch. Also wirklich ein derbes Marshmallow-Gesicht. Und hartstark natürlich. Und er hat ja eigentlich ein Dings.

Er hat ja einen Football-Background. Der kommt ja eigentlich aus der Division One, aus dem College-Football. Ja, der hat eigentlich ziemlich gut Football abgeliefert. Und da wollte er dann ja auch wieder hin.

Also er hat dann ja nach Programmen gesucht, die einfach umzusetzen sind in den Basic-Lifts, aber halt noch so diesen Conditioning-Part mit drin hatten. Und hey Mann, ich habe mich auch im Stadtwald bei mir damals in der Gegend dann gefunden, wie ich dann im Public Gym 5-3-1 trainiert habe, dann damals in meinen kleinen Studenten-Polo gestiegen, in den Stadtwald bei uns hochgefahren, in Rottenburg, meinen Wagen hingestellt, in den Wald hoch und da noch, was weiß ich, zehn Hill Sprints gemacht habe. Ja, das war gut. Commitment.

Ja, mega. Ich meine, damals warst du noch Student, da hast du nichts zu tun gehabt. Ja, wenn ich jetzt zu meiner Frau sagen würde, ich gehe jetzt nach dem Training, ja, ich fahre jetzt noch in den Wald, noch mal eine Dreiviertelstunde extra weg für irgendwelche Hill Sprints. Dann würde ich auch sagen, ja, okay, get alive.

Was soll das? Also irgendwo ist es mal gut. Willst du jetzt noch in die Leistungsliga aufschließen? Wozu?

Bist du 37? 30, guck mal, wo dein Hauptaugenmerk liegen müsste. Sag ich, okay, klar, ist verständlich. Kann man durchgehen lassen. Aber es war geil, ich habe mich super gefühlt.

Ich weiß nicht, ob es wahnsinnig viel gebracht hat, aber ich habe mich besser gefühlt als andere, die nach ihrem Training einfach nur auf den Elliptical Stepper gegangen sind. Gefühlt war es einfach das Geilere, in dem Moment das so zu machen. Ich habe mich da so wie der Outlaw gefühlt, in diesem Public Gym einfach unterwegs war. Jetzt geht alle auf eure Cardio-Geräte.

Hey Mann, ich gehe jetzt noch in den Wald und mache Hill-Sprints. Mag sein, es war dumm, aber es hat einfach Spaß gemacht. Es war einfach irgendwas anderes. Eine halbe Stunde im Wald.

Oder ich war eine halbe Stunde im Wald, genau. Genau, genau. Ja, raus aus der E-Smog-Hölle. War dann eigentlich so ganz gut.

Dave Tate und EliteFTS

Ein Powerlifter, der aus der gleichen Riege kommt und leider kein eigenes Programm hat und deswegen nicht im Buch vertreten ist, aber definitiv ein riesen Einfluss hat er auf Powerlifting in den letzten 20 Jahren, ist Dave Tate. Ja absolut Auch eine Pers die ich total bewundere weil er so diesen krassen geschafft hat Er kam raus als Louis Prot eigentlich der auch seine ganzen Seminare organisiert hat und im Prinzip f alles zust war und den alten Mann dann nat noch von A nach B zu fahren und dann halt mit Elite FTS dieses krasse Business aufgebaut hat und jetzt auch immer noch abliefert Er hat ja immer noch Podcasts, die hochfrequentiert sind auf YouTube am Laufen.

Seine Seite sieht immer schon seit Jahren eine der professionellsten in der Szene, das Equipment, das die produzieren. Wird es zwar nicht so groß nach Europa importiert, die Einzigen von denen, ich weiß, dass die viel von denen mal geordert haben, war das Gym in Wien von den Pürzels. Die haben teilweise diese riesigen Elite-FTS-Beinpressen da stehen, wo ich mir gedacht habe, an dem würde ich auch mal gerne ranzitzen. ein beeindruckendes Teil. Riesenbeinpresse.

Ja, mit so einer Sumo-Plattform, also wo du im Prinzip derbe überbreit stehen kannst und wo, glaube ich, der Schlitten schon alleine wahrscheinlich 100 Kilo wiegt oder so ohne Platten. Ja, aber ja, Dave Tate ist tatsächlich so. Wer sich für Gyms interessiert und Dave Tates Gym noch nicht gesehen hat, ich denke, wenn man auf YouTube geht, Elite FTS, The Compound eingibt, eines der beeindruckendsten Gyms, die ich je gesehen habe, wenn auch nicht live. Also eine Riesenhalle mit einem Haufen Equipment.

Viel Experimentelles, was natürlich auch Sinn macht, wenn die Firma selbst Equipment herstellt. Aber vom Setup her definitiv so ein Powerlifting-Gym. Wahrscheinlich 15 Mal so groß wie Westside. Und er handhabt es aber auch so wie Louis.

Keiner bezahlt dort. Du kommst und wenn du es findest, gehst du rein, du trainierst, keiner stellt Fragen und solange du jetzt nicht irgendwie ganz furchtbare Dinge machst oder so, kannst du da einfach trainieren. Und Mark Bell mit seinem Supertraining macht das genauso. Da dürfen die Leute auch for free trainieren.

Und wenn du da irgendwie reinrutschst, dann so be it. Das ist eigentlich ein ziemlich generöser Gedankengang eigentlich, das weiterzugeben. Trainier bei mir, kannst du machen. Weißt du, was deine Begründung ist?

Zwei Gründe, warum. Erstens, er will niemand irgendwas schulden. und zweitens, wenn er alles bezahlt, ist er der Einzige, der das Sagen hat. Ja, kannst du am Ende die Leute dann halt auch rausschmeißen oder sagen, hey, ja. Aber du wirst dann nicht als reicher Mann sterben dann unbedingt.

Der Reverse Hyper und Home-Gym Equipment

West Side, allein die Entwicklung, Der Reverse Hyper, du hast in den USA so 600 Universitäten. Jede Universität hat mindestens zwei Weight Rooms und in jedem Weight Room findest du zwischen ein und sechs Reverse Hypers. Hat sich durchgesetzt, oder? Die Reverse Hyper ist gerade in den USA riesig.

Joe Rogan hat eine. Joe Rogan hat eine und empfiehlt sie weiter und hat sie im Endeffekt auch. Louis Simmons war zu Gast bei Joe Rogan. Joe Rogan war mit seinem Podcast zu Gast bei Louis Simmons.

Also anstatt in seinem eigenen Studio die Folge aufzunehmen, da Louis nicht gerne reist, ist er nach Ohio geflogen und hat dort die Folge aufgenommen. Und dann hat ihm Louis Simmons auch das Thema Reverse Hyper kam auf und dann hat Rogan auch einen in seinem Studio und macht die konstant für seinen Rücken. Und ich habe schon ein paar Sendungen gehört, wo er es auch Leuten empfiehlt. Empfiehlt die regelmäßig.

Reverse Hyper ist eine großartige Maschine. Es gibt mittlerweile viele andere Hersteller, die Reverse Hypers herstellen. Das Westside-Modell ist im Abstand das Beste. Alle anderen haben auch wieder, wie oft bei Fitness-Equipment passiert, wenn Leute Fitness-Equipment konstruieren, die selber nicht trainieren und sich nicht genug Gedanken machen.

Und dann kommen da Sachen heraus, die so eigentlich unnötig sind. Ja, es ist halt, sage ich mal, für den Privatgebrauch, also wenn du jetzt mit einem wie mir redest, der knapp 20 Quadratmeter Garagengym hat, wo du dann a, räumlich limitiert bist, musst du dir ja überlegen, was stelle ich rein, was rein muss und was ist nice to have. Und ganz ehrlich, ich hatte schon wirklich diese Momente übernehmen. Du brauchst eine größere Garage.

Ich brauche eine größere Garage. Das Ding ist, es ist ja eine Doppelgarage ohne Mittelwand, die ich quasi mit meinem Vermieter zusammen habe. Auf der einen Seite steht sein Stuff, auf der anderen Seite steht mein Stuff. Und ich habe immer die Hoffnung, dass er gegenüber davon nochmal sich eine große Garage gebaut hat, dass er irgendwann mit dem Zeugs voll rausgeht.

Aber das ist halt ein echter harter Arbeiter. der hat halt wirklich viel landwirtschaftliches Equipment, da steht auch auf seiner Seite ein historischer Traktor drin und daneben, also das sieht im Prinzip aus, wenn ich beides gleichzeitig fotografiere, wie die Fotomontage, ja, landwirtschaftlicher Nutzbetrieb und auf der linken Seite mit schwarzen Matten ausgelegter Weight Room halt. Genau, und das Erste, was ich mir reinstellen würde, neben einer Beinpresse mit Hecksquad-Combo, was ich trotzdem am Ende vom Tag toll finden würde, weil es gibt die Tage, wo du keine Stange auf dem Rücken haben einfach möchtest.

Du möchtest schwer Beine trainieren aber du willst keine Stange auf dem R haben Die Tage gibt es halt einfach Vielleicht wenn man Richtung 40 geht vielleicht mehr wie wenn man Mitte 20 ist vielleicht Aber eine Reverse Hyper da habe ich schon oft hart nachgedacht Habe leider aber auch von vielen gehört, ja, am Ende ist es halt einfach ein Tisch. Ein Tisch mit einem Polster, auf dem du dein Handy liegen hast und deine Social Media Posts von dort aus machst. So wird es enden letztendlich. Dann habe ich auch gedacht, okay, selbst von diesen Herstellern jetzt bei uns hier, wo das Ding nachgebaut wird, wo ich sage, wahrscheinlich wird es für meine Zwecke tun, zahlst du aber trotzdem noch zwischen 700.

Ich würde keine Nachgebäude kaufen. Und das ist dann halt wieder der Punkt für so ein Homegym, hast du dann halt auch finanzielle Möglichkeiten, wie einer, der halt das nicht als Business handhaben kann und dann ist jedes Gerät, das ganz wenig Funktionen liefert, was Richtung 1000 Euro geht, halt immer so eine Überlegung zu sagen, oh Mann. Du musst mehr Bücher verkaufen. Du musst mehr Bücher verkaufen, ja.

Dann kannst du die Bücher reinvestieren. In den Rivers Hyper. In den Rivers Hyper, ja. Du müsstest sie hier importieren, oder?

Was ist mit dem Modell vom Rogue? Das ist Westside. Das ist Westside, weil das Patent ist doch ausgelaufen und ich meine, Rogue wäre doch damit eingestiegen. Genau.

Rogue baut sie auch in Columbus, Ohio. Okay. Also Rogue sind die, die quasi das ursprüngliche Westside-Modell haben. Okay, deswegen sind auch diese ganzen...

Kommt aus Finnland, wenn du es in Europa bestellst. Ah, okay. Deswegen sind auch diese Demonstration-Videos auf YouTube, wo dann auch teilweise Westside-Leute irgendwas zeigen. die wurden jetzt nicht von Rogue eingeladen, sondern es ist letztendlich... Louis hat da einen Lizenzdeal gemacht.

Clever wahrscheinlich, oder? Westside produziert sie oder jemand in Columbus produziert sie unter den Augen von Louis und dann verkauft sie Rogue und Louis kriegt dann seinen Cut. Ja. Was einen Haufen Sinn macht, um auch diese Rivers Hyper ein bisschen in die Welt rauszubringen.

Denn vor zehn Jahren war das noch relativ schwierig. Da hat es ja noch niemand in Deutschland. Du musst im Endeffekt das Ding in den USA kaufen, in den Container rein und hier rüber. Das macht keiner.

Das macht keiner. Ich habe es gemacht vor zehn Jahren. Meines Wissens nach war ich das einzige öffentliche Gym in Deutschland vor zehn Jahren, das eine Reverse Hyper hatte. Ja, aber da steckt halt auch ein anderes Businessmodell dahinter, wie so der Average Show, der sich jetzt halt irgendwie jetzt vielleicht auch zu Lockdown-Zeiten sein Homegym irgendwie ausgebaut hat.

Wenn du eine Reverse Hyper hast, wenn du auf Lulio hörst, kannst du sechs Tage die Woche die Reverse Hyper verwenden. dann könntest du vielleicht ein viertes Buch schreiben, nur zum Thema Reverse Hyper. Ich glaube dass das Ding auch wirklich gut funktioniert weil ich habe mir selbst die arme Leute teilweise selber gebaut aus einem Brett dementsprechend meinen Rack gelegt vorne einen Langhantel hinten einen Langhantel ein Brett dr gelegt und mir einfach nur Kn rangemacht und einfach nur diese Bewegung imitiert Selbst das hat mir, als ich zweimal während meiner Zeit einen Hexenschuss hatte, hat mir das den Heilprozess beschleunigt, weil das war einfach eine Art von Bewegung durch diese Entlastung, hat wirklich was gebracht und wenn ich es mir jetzt vorstelle, das regelmäßig einzubauen mit der gescheiten Maschine, das wäre mit Sicherheit eine Sache, die kann eine Athletenkarriere vielleicht ein bisschen verlängern.

Ein großer Vorteil, über die oftmals nicht geredet wird, wenn man so viel über das Hyperleast ist, du kannst den Unterrücken trainieren ohne jegliche Kompassion, der Wirbelsäule. Je weniger Kompression der Wirbelsäule, desto geringer die neuromuskuläre Ermüdung. Das heißt, du kannst tatsächlich sechsmal die Woche unter dem Rücken trainieren, ohne dass du einfach den unteren Rücken zu sehr platt machst. Weil sowas wie Kniebeuge und Kreuzheben, wo ein Haufen Kompressionen vertikal ist auf der Wirbelsäule, das ist natürlich die neuromuskuläre Ermüdung insgesamt global gesehen, ist schon deutlich höher.

Wenn du dann noch eh so ein bisschen Schwachstelle, oberer Gesäßmuskelbereich hast oder so, wie jetzt auch bei mir, ist das hier halt eine gute Sache. Wenn die Garage noch dazukommt, ja. Die nächste Anschaffung. Rearfsheimer braucht nicht viel Platz.

Die kannst du in die Ecke stellen. Ja, das geht. Eine Beinpresse als Hexword-Combo, die braucht mehr Platz. Deutlich mehr Platz und du brauchst auch viel mehr Scheiben.

Und zur Zeit auch gar nicht lieferbar. Die meisten Hersteller, die das fürs Home-Equipment irgendwie produzieren oder so, wie ATX oder sonst was, vergiss es. Da geht gerade nichts, dass du Lieferzeiten bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag.

Der Aufstieg des Home-Gym Trends

Gerade jetzt durch den Lockdown und die Gyms zu, das Thema Homegym wird in den nächsten ein, zwei, drei Jahren größer als je zuvor, was ich eine sehr schöne Tendenz finde. Gerade auch jetzt bei meinen Kunden die ersten ein, zwei Wochen haben viele sich einfach Stange gekauft, Gewicht gekauft, Rack gekauft und haben dann komplett zu Hause trainiert. Wenn sie noch was gekriegt haben, ja. Die ersten ein, zwei Wochen ging das noch.

Irgendwann war dann, für Homegyms war definitiv gutes erstes halbjahr oder für home gym equipment verkäufer ein gutes erstes halbjahr was die umsätze angeht aber auch so für den sport auch gerade selbst wenn das gym um die ecke ist selbst wenn es nur t zu t 15 minuten sind plus umziehen hin und zur dann bist du halt irgendwann schon wenn du 22 bis dich bist juckt dich das nicht Wenn du 22 bist juckt dich das nicht Aber wenn du Anfang Mitte 30 bist und Familie und dein Job und so, dann ist dieses, was du sagst, genau, halbe Stunde hier, halbe Stunde da gespart, das ist dann am Ende nochmal eine Trainingseinheit in der Woche.

Oder überhaupt quasi die Schwelle, um überhaupt zu sagen, okay, komm, ich gehe jetzt noch eine halbe Stunde, weil ich muss jetzt nur in den Keller oder in die Garage oder was auch immer. Ja, es hat auf jeden Fall einen riesen Mehrwert. Und auch nicht alle Gyms, ich habe jetzt auch ein paar Kunden, die gucken, wir zwei Einheiten die Woche im Gym machen und zwei Einheiten die Woche im Homegym machen und selbst eine Langhantelscheibe und Rack ist toll mit einer Bank dazu, aber du kannst auch anfangen mit einer Klimmzugstange, ein paar Ringe dran und dann kannst du da zumindest mal einen Oberkörperworkout und Ringen machen, Tipps, Klimmzüge, da kann man schon ein bisschen was machen und so, dass dieser Homegym Trend, der jetzt kommt und der noch gerade viele, die trainieren wollten, aber nicht trainieren konnten aufgrund von Fitnessstudios, da ist der eine oder andere definitiv dabei, der sich jetzt überlegt, okay, richte ich mir zu Hause ein bisschen was ein.

Gerade du hast 20 Quadratmeter selber, das ist ein mittelgroßes Zimmer, wer irgendein Zimmer übrig hat oder einen Raum im Keller übrig hat. Deine alte Wohnung war auch das Gym im Keller. Jetzt in der Garage. Ja, du musst natürlich ein bisschen schauen vom Setting her, was die Lautstärke betrifft.

Je nachdem, wohnt da jemand drüber, wohnt da jemand drunter, links, rechts und so weiter. Selbst bei mir in der Garage wohnt oben noch jemand drüber. Das heißt, ich kann da auch nicht 24-7 reingehen, weil es den guten Mann dann sonst einfach auch aus dem Bett raushaut. Das heißt, Samstagmorgen 5.30 Uhr.

Habe ich eine Zeit lang gemacht, war nicht gern gesehen. Sonntagmorgens bin ich vor 6 eine Zeit lang reingegangen. Da war ich so vom Mark-Walberg-Trip irgendwie und gedacht, ich muss vor 6 mein Workout reinkriegen. Ich bin jetzt auch im 4-PM-Club oder sowas, 4AM Club.

Aber das war nicht gern gesehen, nein. Da wurde sich dann schnell schriftlich geeinigt. Ja, ja, ja, ja. Ja, ja, genau.

Die schwäbische Lösung. Die schwäbische Lösung, du hörst von meinem Anwalt. Ja? Ja, nicht ganz, aber es wurde dann über einen Vermieter geregelt.

Okay. Ja, was jetzt im Nachhinein betrachtet, muss ich sagen, kann ich schon auch verstehen. Ich meine, da arbeitest du fünf, sechs Tage die Woche und dann ist da noch so ein, so ein, so ein... Dieser Lehrer, der eh nichts arbeitet.

Borderline-Psychopath irgendwie, der dann halt morgens, Sonntag morgens kurz vor sechs, ja, da noch reingeht und irgendwie, ja, ich hab doch gar keinen Krach gemacht, ja, das kann doch nicht laut gewesen sein. sein, ja, doch, ich bin, ja, es überträgt sich halt derbe nach oben, ja, so ist das.

Soziale Aspekte und Motivation im Training

Aber ich verstehe auch das, was du jetzt sagst, also mit dem Setting, ein, zwei Einheiten vielleicht zu Hause, ein, zwei Einheiten in einem Public Gym oder so, weil ich merke es mittlerweile auch nach so vielen Jahren jetzt, mir fehlt manchmal auch so dieses, das, was der Grund war, ins Home Gym zu gehen, dieses, ey Mann, das sind so viele Leute, auf die ich keinen Bock habe, wenn mir die Curl-Army halt irgendwie das Rack belegt, da habe ich keinen Bock drauf. Das nervt dieses Umfeld manchmal. Da war es noch gar nicht der Zeitaspekt. Das fällt mir jetzt schon fast so ein bisschen.

Also mir fehlen jetzt schon fast so ein bisschen diese Gym-Buddy-Situation, ein bisschen dieser soziale Part bis zu einem gewissen Punkt, weil ich bin jetzt halt echt wie so ein Einsiedler eigentlich letztendlich. Ich meine, ich habe einen Job, bin zwar da viel unter Leuten und habe auch einen Ablauf vom Tag her, wo ich auch genug mit Leuten zu tun habe. Aber das Training ist halt echt nur noch meins. Das kann nett sein, das ist gut und du kriegst auch deine Trainingseinheiten rein.

Aber manchmal so ein bisschen das Kompetitive. Wenn du dann noch eine Wettkampfpause hast und jetzt nicht noch gerade auf Turniere gehst oder sonst was hast, da ist dann halt manchmal so für sich daheim, du spulst das ab, das ist okay. Aber manchmal fällt schon auch ein bisschen so die Würze, dass du sagst, du siehst mal Leute, du hast mal ein anderes Equipment, du hast mal ein bisschen mehr Abwechslung und so weiter. Also meine Abwechslung besteht darin, irgendwie ein weißes Shirt oder ein schwarzes Shirt anzuziehen.

Das ist es halt. Das ist es halt, ja. Vielleicht mal wieder drei Monate im Gym anmelden. Denke ich drüber nach.

Ich habe auch schon so ein paar Dinge in Aussicht, wo dann jetzt Leute auf mich zugekommen sind und gesagt haben, hey, jetzt nicht mal Bock zu uns zu kommen. Bei mir um die Ecke, fast um die Ecke, da sind jetzt auch ein paar Einrichtungen aufgemacht worden, die es mir auch schon angetragen haben. wo ich gesagt habe, eigentlich ja, warum nicht? Was haben da für Gyms aufgemacht? Eins hat er aufgemacht in Pulling, die Namen kriege ich jetzt gar nicht zusammen, sehe aber immer die Bilder auf Facebook, die dort gepostet werden und das ist wirklich top eingerichtet, also mit Sachen, wo du echt derbe schwer trainieren kannst, also die haben eine Bankdr dastehen die haben Platten bis zum Abwinken die haben einen top matten Boden also alles wo ich sage da kann ich schwer ambitioniert trainieren kann aber auch mal sagen hey man richtig ich kann auch sch Bodybuilding mal trainieren oder so ja alle Pumper da die ich brauche ja also es wirklich bietet so das Beste aus beiden Welten und da stehe ich jetzt im Prinzip auch kurz davor zu sagen hey vielleicht gehe ich da mal sonntags jetzt in Zukunft hin ja einfach so abwechslungs abwechslungshalber oder so Dreimal die Woche zu Hause, einmal die Woche irgendwo dahin gehen.

Schön, mal andere Leute sehen. Variation für Motivation. Ein bisschen neuen Reiz setzen. Ja, uns dann auch vielleicht mal wieder zu schätzen wissen, wie es schön dann auch wieder ist in diesem Homegym.

Weil das ist für mich schon wieder so selbstverständlich geworden. Ich kann mir ja die verrücktesten A1, A2 Kombinationen zusammenbauen, ohne dass ich sage, ey Mann, nein, nein, das Gerät ist belegt, das Gerät ist belegt. Ich kann Giant-Sätze abfeiern, wie ich lustig bin. Ich kann einmal komplett im Kreis trainieren, wie ich möchte, ohne dass mir da jetzt jemand die Maschine irgendwie verstellt oder irgendwo ran muss, wo ich jetzt sage, da muss ich nach drei Übungen noch ran.

Den Luxus habe ich natürlich. Mit vier Handtüchern bewaffnet. Ja, genau, aber das weiß ich schon gar nicht mehr so richtig zu schätzen eigentlich. Das ist tatsächlich so.

Mit der Recherche und der Analyse und dem Zusammenbauen der einzelnen Powerlifting-Methoden Von allen, die du drin hast, wir haben jetzt über die drei populärsten geredet. Westside ausführlich. Für jeden, der die Doku noch nicht gesehen hat, Westside vs. the World. Anschauen.

Empfehlenswert, ja. Welches eine Trainingssystem, das wir noch nicht gesprochen haben, würdest du sagen, das ist das, das den tiefsten Einblick wert ist?

Mike Tuchscherer und Reactive Training Systems (RTS)

Würde ich sagen, das ist das, was als Nummer zwei aufgeführt ist von Mike Toshiro, RTS, Reactive Training Systems. Und das war so der Erste, der auf, jetzt sind wir zwar wieder bei den RPEs, genau, ich muss immer auf Mike Tee verweisen, wenn es um die RPEs geht, weil er der Erste war, der die gewinnbringend irgendwie verwendet hat oder das den Leuten mal nahegelegt hat, was ist das eigentlich noch für ein Steuerungsinstrument. aber seine art der trainings aufteilung ist f das dass es amerikanischer trainer und athlet ist der by the way auch mehrfach an den ipf world teilgenommen hat im Bereich Raw Auch nochmal so eine Referenz ja also im Rahmen der IPF Raw Athlet ja also weg von diesen Was ist seine beste Kniebeuge?

Seine beste Kniebeuge, der hat immer, das ist ein Athlet, der war immer in der 120er Klasse, der hat 120 Raw, hat der schon 340, 360, also vor zehn Jahren schon gebeugt. Also er hat auch die Weltrekorde da zu der Zeit aufgestellt in der 120er Klasse. Und einfach derbe gut einfach. Und du siehst ihn auch, ich habe es vorher wieder gedacht bei Westside, wenn ich mir die Westside Leute angucke, die haben relativ schmale Beine und riesige Oberkörper.

Die sehen aus wie die Bulldogge Spike aus den Tom & Jerry Comics, Cartoons von früher. Und Mike Toshiro wiederum, der sieht genau andersrum aus. Der hat eine abartige Kiste unterhalb vom Gürtel gesäß und Oberschenkel und einen verhältnismäßig schmalen Oberkörper und der ist 120er Klasse. Das sind eigentlich auch riesige Bären, sind es.

Und auch sein Kreuzheben ist auch phänomenal. Bandträgen? Auch 220 Raw. 220, 230. Bank ist noch, glaube ich, das verhältnismäßig schlechteste bei ihm zu seiner Beuge.

Also er hat auch die Rekorde in der Beuge und im Heben aufgestellt. Ja, und sein Trainingssystem ist so das, dass es ein Amerikaner eigentlich ist, ist es eher so ein bisschen an dem osteuropäischen orientiert, also eine hohe Frequenz der Wettkampfübungen selber, meistens dann immer noch halt Varianten, wenig Assisten-Sachen, viel autoregulativ geregelt. Er hat der Erste, der so Sachen wie Back-Off-Sätze eingeführt, Fatigue-Sätze eingeführt mit nach dem Topsatz runterstufen mit 5% und dann nochmal Back-Off-Sätze machen und sowas. So diese autoregulativen Momente, gerade für Leute, die sich selber trainieren, halt mit Sicherheit top.

Und aus ihm heraus gingen dann halt auch Leute wie Bryce Kravchick, der dann auch jetzt in der 120er Klasse antritt, nachdem er jetzt lang 105er Klasse war, der auch mit Calgary Barbell im Buch aufgeführt ist, der auch in diesem Stil die Programme gestaltet also auch Autoregulation mit drin Hauptfokus auf die Hauptwettkampf halt und auch Assistant in einem normalen Rahmen sodass der Freizeit-Bodybuilder sich da nicht so sehr wiederfindet. Also es ist dann wirklich, wenn wir von Commitment sprechen, ist es dann eher schon sehr Powerlifting-lastig halt. Also da musst du dann halt sagen, okay, da musst du dich dann halt mit einmal ein paar Hammer-Curls in der Woche, musst du dich damit begnügen oder vielleicht nochmal eine Assistant-Übung für die Schultern, wo du dann Seitheben einbauen kannst für den Bodybuilding-Look.

Aber ansonsten ist es straight Powerlifting eigentlich. Und halt beide Sachen, die aus dem RAW-Bereich kommen, wo ich dann einfach denke, da hast du dann halt einfach auch den Übertrag für eine Kniebeuge unterparallel, die nicht in einem ultraweiten Stand gehalten wird, wo du nicht mit Equipment arbeiten musst, wo halt, ich sag mal, über 90% der Leute sich wiederfinden und dann einfach Sinn macht.

Abschlussworte und Bezugsquellen des Buches

Cool, ich würde sagen Markus, das war ein guter Abschluss und Überblick zu dem Thema Trainingsmethodik und Powerlifting. Wer mehr erfahren will dein Buch ist jetzt seit einer Woche verfügbar, wahrscheinlich wenn dieser Podcast rauskommt, seit einem guten Monat verfügbar. Schön gehalten sehr guter Überblick, guter Vergleich je nachdem wo man auch im eigenen Leistungsstand ist, kann man sich so ein bisschen rauspicken welche Methode macht jetzt für mich Sinn oder könnte für mich Sinn machen und dann am Ende vom Tag Programmdesign-Prinzip Nummer 1. Ein Programm ist gut, wenn man sich steigern kann.

Wenn man sich nicht steigern kann, der muss Programm wechseln. Genau, genau. Und ja, wer noch irgendwie ein paar Infos möchte oder noch ein paar Einblicke, ihr geht auf marcusbeuter.de, schaut da mal ein bisschen umher, was da sonst noch so los ist bei mir und auch was die Werke betrifft. Und da habt ihr dann einen ganz guten Überblick.

Würde ich mich freuen. Und ansonsten, ja, vielen Dank für Runde 2 bei dir hier, Wolfgang. Wenn jeder Zuhörer dein Buch bestellt, dann hast du innerhalb von ein, zwei Monaten Rivers Hyper bei dir stehen. Ja, genau.

Oder halt dann doch die Beinpresse. Kauft mein Powerlifting-Buch, dass ich mir eine Beinpresse leisten kann. Genau, genau. Markus, danke dir.

Danke dir, Wolfgang.

Diese Episode anhören

Hast du eine Frage zu dieser Episode?

Frag AskTNT →