TWUP 82

TWUP 82 — Trainingsmethoden Powerlifting Teil 1 mit Markus Beuter

Wolfgang Unsöld und Markus Beuter analysieren die historisch relevantesten und populärsten Powerlifting-Systeme der letzten Jahrzehnte. Der Fokus liegt auf der praktischen Anwendung, der Entstehungsgeschichte bekannter Programme sowie den technischen Unterschieden zwischen Raw- und Equipped-Powerlifting.

Kernpunkte

Überblick über Powerlifting-Programme

Thema ist Powerlifting Training, ein Überblick über die wichtigsten Powerlifting Programme aller Zeiten Ich habe es mal so genannt ob es wirklich aller Zeiten sind sei mal dahingestellt das wird wahrscheinlich jeder dann auch für sich entscheiden müssen. Aber es waren auf jeden Fall die Programme, wo immer so in den letzten zehn Jahren ich entweder am häufigsten im Netz gefunden habe, in irgendwelchen Foren oder auf Social Media von Leuten mitbekommen habe, wer was gerade praktiziert, wie es läuft und wie auch nicht und halt auch so die gängige Mainstream-Literatur, die dann halt auch zu haben ist über diese Programme teilweise.

Manches sind reine Online-Konzepte, die sich irgendwann mal verselbstständigt haben.

Jim Wendlers 5/3/1 System

Was wahrscheinlich das Populärste ist 5.3.1 Wendler. Ja, und das basierte ja dann wenigstens noch auf einem offiziellen PDF. Eine Sache, die jetzt Jim Wendler auch gerne wieder zurückholen würde, weil ich glaube, die Raubkopien im Netz, die haben sich komplett verselbstständigt. Ich glaube, sein jetziges, sein 5.3.1 Beyond oder Beyond 5.3.1 ist nur noch in Printform zu haben, soviel ich weiß.

Es ist nicht mehr als E-Book zu haben, auch nicht als Kindle Version oder so. Es ist nur noch als Print zu haben. Wahrscheinlich um den Raubkopien ein bisschen vorzubeugen, weil keiner macht sich dann die Mühe, diese 280 Seiten durch den Scanner zu lassen behaupte ich Und die allerwenigsten werden Die allerwenigsten ja

Mad Cow 5x5 und Trainingshistorie

Was reine Internetph auf jeden Fall waren sind diese 5x5 in ihren vielen Variationen wie das 5x5-MAT-COW-System. Das hat ja auch nur mal aufgrund von einem Mitglied in einem Forum, ich glaube in einem alten, nee, es war ein altes Elite-FTS-Forum oder in einem Critical-Bench-Forum, auch sich nur verselbstständigt. Das war einfach nur dieser User Mad Cow, der dieses 5x5 System dann für Natural Bodybuilding umkonzipiert hat. Und daraus ist dann irgendwie aber so eine Powerlifting-Einsteiger-Routine geworden.

Was unterscheidet Mad Cow 5x5 von einem regulären 5x5? Vom regulären unterscheidet es das. Also das reguläre 5x5 stammt ja eigentlich aus dem Football-Bereich. Und das Mad Cow hat dann Dinge ersetzt.

Also es wurden dann die ganzen Cleans und Powerclean-Geschichten rausgenommen und eher durch Rudern ersetzt. Also halt einfach Dinge, die ein bisschen weniger ballistisch sind und natürlich auch weniger anspruchsvoll in ihrer Darreichung, also weniger anspruchsvoll zu lernen, Powercleans raus. und so hat man dann halt einfach ein Overhead-Press teilweise dann auch durch ein Schrägbankdrücken aussetzt, was dann auch wieder mehr einen Bodybuilding-Fokus hat, wie so ein Basic-Strength-Aspekt, wo dann irgendwie so eine Push-Press oder eine Overhead-Press reingenommen wurde, gern beim klassischen 5x5.

Klassische 5x5, der Ersten, die das popularisiert haben, war ja Reg Park, dieser südafrikanische Bodybuilder, der Vorbild war von Arnold. Er war quasi eines der ersten funktionellen Hypertrophie-Programme, was so eine Mischung war aus Hypotrophie, aber trotzdem gleichzeitig stark werden in Auch das kommt vor, ja, Gesundheit 5x5 in den 50er und 60er Jahren war das Ja und eigentlich ist ja auch 5x5 eine sehr dankbare Range, also sie ist niedrig genug, um noch Kraft oder die Kraftaspekte noch zu pushen dass es dann halt doch irgendwie auf die neuronale Effizienz dann irgendwie sich auswirkt gleichzeitig aber auch genug Schäden verursacht, von denen man sich dann erholen kann, was dann wieder eine Hypertrophie provoziert eigentlich.

Die Universalität von 5x5 Systemen

Ich nenne es gern 5x5, das ist das universellste Satzwiederholungsschema, weil es für die meisten Ziele und auch für die meisten Übungen funktioniert. Wenn sowas wie zum Beispiel 10x10 f Kreuzheben nur ganz ganz schwierig funktioniert w es f sowas wie Kniebeugen super funktioniert Es hat 5x5 das funktioniert f Curls das funktioniert f Kniebeugen das funktioniert f Klimmz das funktioniert f Kreuzheben das funktioniert für Bankdrücken, von verschiedenen Assistenzübungen. Das ist so der Mittelweg. Es ist ein Satzbedrohungsschema.

Ja, es ist ein guter Mittelweg. Ich habe es dann aber sogar noch im Buch ausdifferenziert und habe es in die Ecke der Basic-Strength-Programme geschoben, weil es mir einfach fürs Powerlifting nicht spezifisch genug ist. Ich meine, wenn du schwere Dinge heben willst, musst du Dinge schwer heben. Und das funktioniert dann halt fürs Powerlifting in der Range eher von 1, 2 oder 3 Wiederholungen, zumindest wenn es dann Richtung einer Wettkampfvorbereitung geht.

Und so ein 5x5 ist dann vielleicht so eine Übergangslösung oder eine Off-Season-Lösung oder sowas. Aber sie ist rein von der Spezifik her, funktioniert es oft mal nicht so. Also wenn es dann noch so ein bisschen amerikanisiert angehaucht ist, dann ist es ja dann oftmals so, dass immer pro Tag ein Lift dann irgendwie stattfindet. Dann hast du dann irgendwie Montag, wird 5x5 gebeugt, dann wird Mittwoch, wird 5x5 auf der Bank und dann Freitag nochmal 5x5 kreuzheben.

Und je nachdem, wie man dann seine Assistenübungen programmiert hat, hat man dann vielleicht nur einmal die Woche gebeugt und dann noch vielleicht ein bisschen, ja, ein paar Ausfallschritte noch dazu gemacht. Aber halt jetzt nichts, was einen reinen Powerlifter so weiterbringen würde, also langfristig gesehen. Vor allem stärker du wirst. Schwierig wird es dann noch stärker zu werden.

Das Buch habe ich gelesen und auch für mich waren ein paar Trainingssysteme dabei, die ich so noch nicht kannte. Und für mich war dann so ein bisschen die Frage, wenn ich das kategorisiere, welche groben Überbegriffe gibt es für die einzelnen Powerlifting-Systeme? Und einer der Punkte, der für mich am meisten rausgestochen ist,

Westside Barbell und Louie Simmons

Westside, was wahrscheinlich das bekannteste und der populärste Powerlifting-Trainingssystem ist, hat einen großen Unterschied zu allen anderen, die du in dem Buch befasst hast. beziehungsweise auch, ich habe ja auch noch überlegt, was gibt es sonst noch, was du nicht im Buch drin hast, es gibt nicht wirklich was, das du nicht gecovert hast, aber da unterscheidet sich das Westside-System doch sehr, sehr deutlich, was Übungsvarianten angeht und was die Verwendung von sogenannten Special Exercises, Special Bars angeht, was die anderen Systeme nicht wirklich machen, das ist recht viel Bankdrücken, Kreuzheben, Kniebeugen und dann vielleicht nochmal so enges Bankdrücken, pausierte Kniebeuge und Rackpuls aber viel mehr Assistenz werden da gar nicht gro verwendet Nee gar nicht eigentlich Also das was Louis Simmons der Sch von Westside also für die, die es jetzt nicht kennen, also Westside Babel selber ist ein Powerlifting-Club sozusagen, der verschiedene Locations hatte, aber Head Coach oder Mastermind im Hintergrund, Und der eigentlich für diese Marke Westside steht, ist der Powerlifting-Trainer Louis Simmons, mittlerweile jetzt über 70 Jahre alt.

Und er ist letztendlich das Gesicht dieses Westside-Barbel-Systems. Und es ist so eine Art, und das ist gleichzeitig auch so ein bisschen der Kritikpunkt, es ist so eine Art Mix aus den Erkenntnissen, die auch vor allem im Ostblock in den, was waren das, 50er Jahre schon eigentlich? 50er, 60er, 70er bis frühe 80er. Das große Ding war ja diese bulgarische Gewichtheber, die 60er, dann vor allem 70er, Anfang der 80er und die russischen Gewichtheber, das waren ja so die beiden Grundphilosophien von er, wo er am meisten mit rausgezogen hat und dann noch so ein bisschen seinen eigenen Spin draufgesetzt hat, weil die Systeme kamen ja aus dem Gewichtheben und er hat es quasi umgebaut für Powerlifting.

Er hat letztendlich auch, also auch wenn er jetzt nicht als großer Marketingstratege gilt, hat er, was zumindest dieses System betrifft, hat er alles richtig gemacht.

Conjugate Method und Übungsvariation

Er hat diese etablierten Dinge wie die Maximalkraftmethode, die Geschwindigkeits- oder die Speed-Effort-Method hat er dann noch zusammengepackt mit einer Wiederholungsmethode, die dann noch ein bisschen die Hypertrophie bedient, zusammengeworfen und nennt das Ganze dann halt die konjugierte Methode, die Conjugated Method. und was so ein Hauptding ist und das meinst du dann ja auch mit der Übungsvielfalt dass er in seinen Maximalkraftübungen ständig die Übungsauswahl halt einfach wechselt also es wird jetzt nicht immer, wenn jetzt montags die Kniebeuge trainiert wird immer die normale Powerlifting mäßige Standard Lowbar Kniebeuge praktiziert dann wird eine Safety Squat Kniebeuge gemacht dann werden meistens auch Good Mornings trainiert als Hybrid fürs Kniebeugen und fürs Kreuzheben und so will er quasi mit diesem System für die nötige Abwechslung sorgen, dass der Körper sich nicht auf ein Bewegungsmuster einschießt und dadurch die Effekte, diesen neuronalen Effekt, dass der Körper sich an etwas Neues anpassen muss, ständig am Laufen zu halten.

Dann aber gleichzeitig dann auch wieder die Frage, wie spezifisch ist das wieder? Ich habe jetzt vorher gesagt, 5x5 ist im Wiederholungsbereich nicht besonders spezifisch, Für das Powerlifting, bei der Maximalkraftmethode, da werden die Leute bei ihm immer 1er, 2er und 3er Wiederholungen trainieren, das ist sehr spezifisch, aber eine Safety Squat Kniebeuge ist jetzt nicht für jeden eine sehr spezifische Übung, es ist eine Variante oder Boxquats, also er befeuert das Programm ja hauptsächlich mit Boxquats, die er dann auch für die Speed Method dann einsetzt und ja, das ist dann sowohl ein Vorteil als auch ein großer Kritikpunkt, den man dann immer wieder ausgesetzt wird.

Und vor allem bei den Assistenzübungen, da hat er ja relativ viele eigene Varianten. Da ging es mir auch, vor kurzem hatte ich so ein anderes Westside-Programm gesehen. Und es war tatsächlich so die Hälfte der Assistenzübungen. Ich musste es googeln, weil ich nicht wusste, was das für eine Übung ist.

Also angefangen mit sowas wie zum Beispiel ATP Rows. Habe ich noch nie gehört, was sind ATP Rows. Habe ich gegoogelt, klar, da habe ich herausgefunden, ATP Attachment. Das ist so ein Attachment, wenn du so einen Kabelzug machst.

Also quasi Rudern mit diesem speziellen Attachment. oder Hip-App-Developer, das ist auch so eine der vielen Maschinen, die er selbst erfunden hat. Muss ich dann auch erstmal genau gucken, was ist das jetzt genau?

Spezialequipment und öffentliche Fitnessstudios

Er hat große Freude daran, in dem Assistenzübungskistchen ständig irgendwelche neuen Sachen reinzuwerfen, wo er am besten noch in den Großteil der Fällen dann selber irgendwie Equipment hergestellt hat oder irgendein Attachment oder irgendwelche Varianten sich einfallen hat lassen, so ein bisschen Abwechslung reinzubringen. Im Gegensatz zu den meisten anderen, wo halt wirklich tatsächlich die Assistenzübung fürs Bankdrücken, das enges Bankdrücken, für die Kniebeuge, Kniebeuge mit einer Pause. Genau, das ist ja eigentlich so ein bisschen der Reiz und der Fluch dieses Programmes. Wenn ich jetzt in einem Public Gym trainiere, wo standardmäßig halt eine Langhandel in einem Power Rack oder in einem Squat Rack ist, was habe ich dann noch, wenn es gut läuft, habe ich vielleicht noch irgendwo mal eine Trap Bar, vielleicht habe ich noch irgendwo eine Safety Squat Bar und dann war es das in der Regel.

Und wenn ich dann Louis' Variantenreichtum irgendwie nachahmen möchte, da wird es dann schon ein bisschen kritisch. Also ich habe das auch vor über neun Jahren, habe ich auch noch in einem Public Gym nach Westside versucht zu trainieren und ich meine, am Ende nimmst du dann halt unglaublich viele Bänder noch mit, also dieses Prinzip des Accommodating Resistance mit diesem angepassten Widerstand.

Adaptiver Widerstand (Bänder und Ketten)

Also alles was ihr kennt aus Social Media oder sonst wo wenn es um B geht die noch an Langhandeln rangepriemelt werden oder um Ketten das basiert letztendlich alles auf diesem System Also alles was man da kennt dass man die Kraftkurve ver dass dann am unteren Punkt weniger Spannung ist am oberen Punkt mehr Spannung entweder durch Ketten oder durch B herbeigef das geht auf Louis letztendlich zur Ich meine, er hat es jetzt auch nicht erfunden, er hat es adaptiert, er hatte auch irgendwelche Studien und Ergebnisse in seinem verrückten Kopf irgendwie zusammengebaut und hat daraus dann, ja, hat es dann Accommodating Resistance genannt.

Das klang natürlich mega fancy und das hat dann funktioniert letztendlich auch. du findest dich dann aber halt in einem Public Gym mit einer Equipment-Tasche noch auf der Trainingsfläche wo du dann noch fürs Bankdrücken noch verschiedene Boards dabei hast um verschiedene Barthöhen irgendwie noch mit reinbringen zu können, wo du dann die Langhandel nicht auf der Brust ablegst, sondern auf einem 2, 3 oder 4 Inch dicken Brett um den Range of Motion zu verkürzen du manipulierst ständig das Power Rack um mit verschiedenen Höhen zu arbeiten du fummelst überall noch irgendeine Bandspannung noch mit ran und es macht Spaß.

Also du wirst gesehen. Man sieht dich und man denkt, ach, du bist der, der dieses komische Training da praktiziert. Und wenn man dich dann fragt, dann drehst du dich herablassend herüber und sagst, ja, ich mache Westside, man. Und dann soll jemand verstehen, was das soll.

In der Regel hast du dann noch das Shirt dazu an, trägst dann noch das Merchandise dazu, dass auch kein Zweifel daran besteht, was du genau machst. In einem Homegym ist es ein bisschen leichter umzusetzen, da kann man sich ein bisschen mehr noch austoben vielleicht dazu. Aber man kann auch mit der Basic-Template das praktizieren. Also man muss jetzt nicht tausend verschiedene Bars dazu haben.

Ich finde Westside ist ein hochinteressantes Programm. Die wichtigste Frage bei Westside ist jedoch aus meiner Sicht, ist es notwendig für die einzelnen Personen? Ich glaube nicht. Nein.

Ich glaube nicht. Und zu meiner Zeit, wo ich es hart gepusht habe mit Westside, habe ich mich in diesen Varianten verloren. Also ich fand es dann irgendwann erstrebenswert, in einem breiten Stand Good Morning mit Bänderspannung eine gewisse Leistung zu erbringen, weil ich dann immer mir das ausgerechnet habe, was dann der Carryover dazu wäre, dass mein Squad besser wird. Und da verliere ich mich dann einfach im Detail.

Also ich habe dann irgendwelche Zahlen und Referenzwerten zu irgendwelchen Zubringerübungen, die irgendwo meine Hauptübungen im Imitieren. Aber darin verliere ich mich dann. Ich denke, wenn ich dann irgendwie mein Good Morning mit Bänderspannung irgendwie um 10 Kilo nach oben bringe f eine Dreierwiederholung glaube ich dann ich habe dadurch 5 Kilo mehr auf meiner Kniebeuge drauf Also das ist alles so Kann muss aber nicht Ja kann muss aber nicht genau

Dokumentation: Westside vs. the World

Wir haben jetzt gerade vor dem Podcast eineinhalb Stunden lang die Doku angeschaut, West Side vs. the World. Und es gibt im Endeffekt die Geschichte von West Side und Louis Simmons über die verschiedenen Generationen und Trainingsgruppen, die sie da hatten. und einer der Punkte, die in der Doku auch ganz klar rausstreichen ist, was ist stark für Westside Niveau. Einer der erfolgreichsten Westside Lifter, der interessanterweise nicht so bekannt ist, ist Dave Hoff und einer der Punkte der Doku war, Dave Hoff kam mit 15 Mal zu Westside und hat 180 Kilo Bankdrücken gemacht. Mit 15.

Einfach mal so als Referenzwert. Und es ist normal, dass du bei Westside im Bereich von 300 Kilo Bankdrücken Es ist normal, dass du bei Westside im Bereich von 350 Kilo Kreuzheben machst. Es ist normal, dass du bei Westside im Bereich von 450 Kilo Kniebeuge machst. Da gibt es einige bei Westside, die im Bereich von 540 Kilo Kniebeuge machen.

Das heißt, stark in einem regulären Gym ist halt, wenn du irgendwie 150 Kilo Kniebeuge machen kannst, 130 Kilo Bankdrücken und 180 Kilo Kreuzheben, dann bist du wahrscheinlich einer der oder in vielen Fällen sogar der Stärkste. mit 130 Kilo Bankdrücken drückst du bei Westside weniger als ein 15-Jähriger. So, das ist es. Man muss jetzt natürlich auch dazu sagen, dass Westside aber auch ein Dinosaurier ist, der noch so aus der großen Zeit des Equipped Powerliftings einfach stammt mit Anzügen und Bankdrückshirts und extra langen Kniebandagen, die diese Leistung noch nach oben schrauben.

Raw vs. Equipped Powerlifting

Das muss man einfach sagen. Das ist im Vergleich zum Raw Powerlifting, wo im Prinzip nur ein Kraft-Dreikampf-Gürtel zugelassen ist und ein Einteiler-Anzug aus einem normalen dünnen Neopren-Material. Kennst du die Unterschiede der Weltrekorde zwischen RAW und Equipped? Witzigerweise gleichen die sich irgendwie ab einem gewissen Punkt wieder an, wenn man die Gewichtsklasse jetzt mal so ein bisschen außen vor lässt.

Ich habe sie jetzt erst recherchiert für mein Wochenende. Also quasi, wenn der Podcast rauskommt, ist es schon veröffentlicht, kommt mein Bankdrückbuch online und da habe ich auch so einen kurzen Kapitel zum Thema Powerlifting Bankdrücken, was ist der Unterschied und einer der Punkte ist eben, dass Equipment verwendet wird bei Equip Powerlifting und dann vergleiche ich die Weltrekorde Raw Powerlifting also Raw ist auch je nach Verband unterschiedlich aber grunds darfst du einen G anziehen du darfst Knee anziehen Wrist anziehen und das war Knee-Sleeves in der Regel. Knee-Sleeves. Ja genau, also keine gewickelten Bandagen, wenn man mal von so ein paar exotischen Verbänden mal außen vorsieht.

Das heißt, unterschiedliche Verbände definieren Raw unterschiedlich. Wer dann Equipped ist dann mit so mehr lagigen Anzügen. Und du hast

Bankdrück-Weltrekorde und Spotting

beim Bankdrücken ist der größte Unterschied. Beim Kreuzheben sind es nur gut 40 Kilo. Ja, glaube ich sofort. 460 zu 501. Glaube ich sofort, ja.

Bei der Kniewolke sind es knapp 100 Kilo. Und beim Bankdrücken ist der Unterschied zwischen Raw Weltrekord und Equipped Weltrekord bei knapp 150 Kilo. Weil man aus dem Bankshirt umgerechnet tatsächlich am meisten rausholen kann. Also quasi 150 Kilo drückt das Bankshirt.

Oder hilft dir also für die, die dann im Bereich von 450 Bankdrücken, die drücken nicht 450 Kilo im T-Shirt, sondern im Equipment an. ist natürlich auch so, 450 Kilo über dir sind 450 Kilo über dir. Ja. Ich habe auch eine Szene in der Doku, wo einer der Trainierenden, was waren es auch, knapp 400 Kilo, 900 Pfund, fallen hat lassen und quasi die Hand mit den 900 Pfund ihn ausgenockt hat. Ging dann quer über die Schläfe und Ja, es war noch aus einer Zeit, wo die Safety-Arme an der Combine Station noch nicht vorgeschrieben waren, je nach Verband.

Also in der IPF sind die mittlerweile vorgeschrieben, dass da auch, wenn der Sporter mal für den Bruchteil der Sekunde irgendwie kurz geschlafen hat oder so, dass da dann halt auf jeden Fall das nicht passieren kann, dass das dann in die Safety-Arme fällt und dir dann noch irgendwie das erspart bleibt. Hast du mitbekommen, dass mit dem Bankdrück-Weltrekordversuch vor ein paar Wochen, wo dann beim Weltrekordversuch die Sporter unterschiedlich Scheiben drauf gemacht haben? Nee, ging über Social Media wahrscheinlich rum, oder? Ich habe jetzt auch im Rahmen der Recherche für den History of Benchpress-Kapitel im Buch, war zur gleichen Zeit, haben wir dann ein neuer Weltrekordversuch fürs Bankdrücken und es war tatsächlich so, dass quasi ein Versuch vor Weltrekord, Gewicht super easy und dann war eigentlich klar, okay, ein neuer Weltrekord fällt und dann haben die Spotter auf der einen Seite zu wenig Scheiben drauf gemacht und dann hast du schon beim Ablassen gemerkt, die Handel ist leicht schräg.

Das stimmt was nicht. Und dann war im Endeffekt der Weltrekordversuch direkt da. Lange Vorbereitung. Und das holst du dann nicht mehr rein an dem Tag.

Also wer es selber schon mal gemerkt hat und hat mal nur fünf Kilo falsch bei seiner Kniebeutung, geladen, ah, du merkst das sofort. Und selbst der Wiederholungsversuch danach mit egalisiertem Gewicht links und rechts, dein Körper bewegt sich falsch. Also an der Seite, wo zu viel war, wird automatisch fünf Minuten später mehr Druck gegeben und du kippst wieder in die andere Richtung. Also so kenne ich es dann eigentlich.

Und dann ist das Setting für den Tag ruiniert. Und dann vor allem schon bei einem Weltmeisterversuch, ja, dann vorbei. Und die Spotter kann man dann halt auch nur verfluchen. Aber letztendlich ist es halt auch menschlich.

Ich meine, wenn dann so viele rote Platten auf einer Stange drauf sind, kannst du dich halt dann doch mal vielleicht verzählen. Dummerweise. Ein guter Punkt der Doku, wusste ich auch nicht, dass in dem ersten Westside Gym, das eine Garage war, 50 Kilo Scheiben links und rechts auf der Hand draufgeschweißt waren. Das heißt quasi, Startgewicht war grundsätzlich 120 Kilo.

Genau. Wenn man 120 Kilo nicht bewegen konnte, konnte man da nicht trainieren. Genau. Und ich glaube nicht, dass die erst ein Bodyweight Warm-Up gemacht haben.

Das kann ich mir jetzt auch nicht vorstellen. Da wird man wahrscheinlich die erste Wiederholung mit 120 langsam runtergegangen sein. Und ab da war dann mehr oder weniger das Warm-Up beendet. Hat dann aufgeladen.

Trainingskultur und mentaler Druck

Westside ist ja auch kulturell ein ganz interessanter Aspekt, was ja auch Fokus der Doku war. Die Doku ging ja weniger um das Trainingssystem. Das wurde ja nur ganz, ganz kurz angerissen. Sonst war ja mehr ein bisschen der Faktor Trainingskultur, was immer eine große Rolle spielt, wenn es um Höchstleistungen geht.

Trainingsmethodik ist ein Punkt und definitiv auch Genetik ist ein Punkt. Trainingskultur spielt ja nachweislich eine große Rolle. Und deshalb bei Westside war der Leistungsdruck oder der Leistungsbedarf schon sehr, sehr hoch. Ich denke, du wirst dich auch, also selbst mit guten Voraussetzungen für diesen Sport und selbst mit einem sehr ehrgeizigen Mindset, denke ich, selektiert sich aus diesem Pool von Alpha Gorillas wirklich nur der raus, der auch der Beste ist.

Und das muss jedes Mal im Training, in der Trainingsgruppe neu ausgehandelt werden, wer jetzt gerade hier Top Doc ist. Und ja, entweder die anderen mitzieht oder von den anderen runtergedrückt wird. Und es geht darum, es gibt einen Platz an der Oberfläche und du musst jedes Mal darum schwimmen, dass du derjenige an der Oberfläche bist. Und das, denke ich, ist aber auch eine Sache, die einen Athleten langfristig derbe ausbrennen wird.

Also wenn ich mir jetzt vorstelle, mit irgendwelchen Leistungsathleten zusammenarbeitet dass der psychische Aspekt einerseits f die Motivation und f den Leistungsanspruch muss da sein aber auch gleichzeitig man kann den Athleten nicht dazu ja treiben dass er dann einfach emotional dann auch ausgebrannt ist weil das h ja dann mit drin Ich meine, willst du steil gehen und das zwei Jahre machen oder willst du das fünf, acht, neun oder zehn Jahre machen? Je nachdem, also bei Sportarten, wo die Langlebigkeit gegeben ist und man muss sagen, Powerlifting ist die Langlebigkeit eigentlich gegeben. Also die Sportler, die ich aus dem Leistungsbereich kenne, die machen das jetzt nicht nur fünf Jahre gut.

Die machen das, wenn sie einigermaßen gut geplant haben und jetzt nicht wahnsinnig verrückt sind, machen die das auch zehn, zwanzig, zwanzig Jahre vielleicht gut. Auf welchen Leistungsniveau? Ja gut, das ist das Leistungsniveau. Wenn du natürlich irgendwie so auf Landesebene umher bist, dann kannst du das natürlich vielleicht 20 Jahre gut machen.

Wenn du halt auf IPF Worlds Niveau unterwegs bist, da hast du dann vielleicht zwei oder drei Anläufe, wo du abliefern kannst. Ich sage mal, das ist wie bei einem Olympischen Zyklus oder so. Aber da gibt es auch Sportarten, wo du lange dabei sein kannst und welche, wo du vielleicht einmal dabei bist, vielleicht noch ein zweites Mal, dir dann aber schon nicht mehr Gedanken um Platz 1 oder 2 machen musst. und gut, dann ist das halt immer der Anspruch, bist du Leistungsspitze, Weltleistungsspitze und sagst, okay, einmal steil gehen und danach nehme ich es in Kauf, dass ich einfach verheizt bin oder auch körperlich das dann nicht mehr machen kann oder willst du auf einem moderaten, guten Durchschnittsniveau sein und das dann sagen, okay, will ich aber machen von Alter 21 bis 41 oder 45, ich weiß es nicht.

Muss jeder für sich selber die Entscheidung treffen, aber das merkt man auch ganz schnell, ob man in dem Sport die Möglichkeit hat, auf Europa oder Weltmeisterniveau unterwegs zu sein. Oder ob man sagt, hey Mann, ich bin ein guter, ernstzunehmender Amateurathlet und möchte das dann einfach 10, 20 Jahre irgendwie machen, wenn ich von größeren Verletzungen verschont bleibe, weil das für 99% der Leute ja auch zutrifft. Dieses eine Prozent, das dann auf Europa oder Weltniveau unterwegs sein wird, ja, also mit dem Anspruch geht meistens keiner in diesen Sport rein. Muss man ja auch dazu sagen, Powerlifting ist auch ein bisschen eine Auffang-Sportart.

Das ist gerne auch für Leute, die in anderen Sportarten nicht ganz so gut waren oder mal in anderen gut waren und das vielleicht nicht mehr machen können. Die landen vielleicht dann auch gerne mal beim Powerlifting.

Der moderne Powerlifting-Boom

Aber es kommt, du hast ja vorher erzählt, dass Powerlifting aktuell schon so einen kleinen Boom erlebt. Hängt mit mehreren Ursachen wahrscheinlich zusammen. Einerseits ist jetzt dieses Equipment ich m jetzt nicht falsch verstanden werden es ist bei weitem nicht tot es ist immer noch eine sache die die international stark gefragt ist Auch in der IPF ist das Equipped Powerlifting mit unterst Ausr immer noch sehr gefragt und wird auch noch nach wie vor groß praktiziert, aber es findet halt viel in den Clubs statt. Aber so dieser Average Joe-Typ, der sagt, ich möchte mal irgendwie meinen Hut beim Powerlifting in den Ring werfen, der halt im Cleverfit trainiert, der kann halt ohne Equipment Raw mit einem Gürtel und Gewichtheberschuhen für diesen Sport trainieren.

Und der braucht jetzt nicht noch zwei Buddies, die ihn in das Bankdrückshirt reindrücken und irgendwie noch zwei Sporter, die aufpassen, dass wenn er mit einem Kniebeugeanzug trainiert, dass er da nicht irgendwie aus Versehen umkippt oder umknickt. Das ist alltagstauglich einfach. Und allein deswegen funktioniert es halt. Der eine oder andere Powerlifting-Begeisterte würde jetzt dahinter widersprechen.

Ich war Anfang des Jahres hin in einem Gym, das mittlerweile auch relativ bekannt ist und da habe ich dann auch so ein bisschen nach dem Training über die Trainingsfläche geschaut und da hatte ich einen gesehen, komplett mit Anzug, Gürtel, Elbow-Rabs, Handgelenks, Handgelenks-Rabs und komplett ausgestattet und da hat dann schön mit breitem Griff hier Bankdrückwiederholungen gemacht und dachte ich, oh, sieht ganz gut aus, die Technik, hat ein paar Sätze gemacht und dann habe ich wieder rüber geschaut und dann habe ich mir seinen Langhantel angeschaut, war eine blaue Scheibe links, eine blaue Scheibe rechts.

Und dann dachte ich, okay, jetzt Powerlifting ist in der Popkultur angekommen. Ja, total. Blaue Scheibe ist eine 20er. Da waren 60 Kilo auf der Bank und der war ausgerüstet, als würde er gerade mit seinen 75, 80 Kilo, die gewogen hat, 280 drücken.

Das ist jetzt wieder dieselbe Frage wie der Elfjährige, der schon einen Espresso trinkt. Junge, was machst du mit 18? Was machst du mit 18, um nochmal die Nacht durcharbeiten zu können? Da fängst du schon zu früh mit einer Sache an, die jetzt noch nicht funktioniert.

Das ist es dann halt. Das heißt, du hast bei dir in der Schule elfjährige die Espresse trinken? Ja, ja, also vor meinem Mittagsunterricht dann auch gern mal irgendwie zwei Booster rein. Ja, ich muss denen das rein, weil ich sie auf dem Schulgelände abnehme.

Ich meine, das schützt mich jetzt nicht davor, dass ich im Unterricht, je nachdem welche Klassen ich dann habe, selber einen trinke, aber ich darf das auch, ich bin der Lehrer. das geht so ein nachmittag unterricht kann dann zuweilen anstrengend sein aber ja wir haben die die sekundarstufenschüler in klasse 5 6 die echt schon energy drinks fetzen gerne dazu dann auch noch ein bisschen moppelig sind das hei die nehmen da nicht die zero variante ja da m es dann schon die 13 14 gramm zucker auf 100 Milliliter sein Sonst ist es nicht real Und ja die haben wir

Umgang mit Powerlifting-Equipment lernen

Aber ja zur zum Equipment Also die Hürde liegt halt schon ein bisschen arg hoch, wenn du jetzt in einem Public Gym sagst, ey Mann, ich habe mir jetzt einen Kniebeugeanzug besorgt, ich habe mir jetzt einen Kreuzhebeanzug besorgt oder ich habe mir noch ein gebrauchtes Bandshirt besorgt, irgendwie so ein altes Katana oder sowas, zwei Nummern zu groß, dass ich mal irgendwie reinpasse. Wenn du den Style leben möchtest, mach es. Aber du wirst, wie ich, nicht großartig Erfolge damit haben. Also ich habe auch so angefangen mit Equipment im Public Gym.

Ich hatte da keine Trainer oder erfahrenen Leute um mich herum, die mir das gezeigt haben, wie das Equipment funktioniert. Ich habe mir das halt irgendwie so zusammengereimt. Und da gibt es noch Video-Versuche, wie ich zum ersten Mal 200 Kilo Kniebeugen mache, damals noch mit einem Kniebeugeanzug von Metal. Und ich dachte, ich bin das Shit.

Ich habe das Ding dreimal gebeugt. Das war nicht mal annähernd parallel. Es fühlte sich an wie die Hölle. Mir sind fast die Augen oben rausgepoppt.

Aber dieses Equipment zu lernen, das findet nach wie vor in den Gewichtheber und in den Kraft-Dreikampf-Clubs statt. Da brauchst du Leute, die dir das zeigen. Also ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass du mit, ich schaue mir jetzt zweimal ein YouTube-Tutorial an oder so und hast noch einen motivierten Buddy, der das mit dir im Public Gym durchzieht. Also da muss dann schon wirklich wahnsinnig viel Wasser den Berg hochlaufen, dass das funktionieren kann.

Und also ich gehe von mir aus, ich habe Equipment immer gehasst eigentlich. Aber zu der Zeit, wo ich noch im BVDK was gemacht habe, da war halt Raw und Equipped an derselben Veranstaltung. Also wenn du bei einer Landesmeisterschaft warst, das sind die Raw und Equipped-Leute, sind da gleich angetreten. und dann habe ich natürlich auch gedacht, ey, come on, kann jetzt nicht sein, dass ich hier eine gute Raw-Kniebeuge für meine Verhältnisse abliefere, aber der in der gleichen Gewichtsklasse, der jetzt mit Kniebandagen und Suit antritt, der hat halt vorneweg 40, 50 Kilo mehr drauf. Er ist nicht automatisch stärker gewesen, er muss das Equipment schon beherrschen, das ist technisch viel, viel anspruchsvoller, da darf man sich nichts vormachen.

Schmerz und Mechanik von Equipment

Was ist die größte Hürde beim Lernen von Equipment? zu verstehen dass die art von schmerz sie du empfindest nicht schlimm ist weil du hast also wenn du zum ersten mal mit einem band shirt versuchst irgendwie auf die brust zu kommen du hast das gefühl die wird ein brustmuskel abgetrennt also du du das was dich bei einem raw training daran hindern würde die bewegung weiter fortzuführen wo dein gehirn dir sagt man hör auf jetzt passiert gleich was jetzt reist muskel oder oder eine szene verabschiedet sich irgendwie, da musst du quasi halt über diesen Reflex wegkommen. Also das ist wie wenn man anfängt Kontaktlinsen zu verwenden, dass man anfängt sich ins Auge zu langen und das Auge daran hindert zu blinzeln, was der natürlichste Schutzreflex wäre und da ist es auch so ähnlich.

Und diese Schmerzfähigkeit. Durch die Kompression. Durch die Kompression, genau. Und an den Gelenkstellen, also in einem Kniebeugeanzug, dieser Cut vom Material, der dir dann in der Leistung der Hüftregion auftritt, das ist einfach ein Schmerz.

Oder nach einem Bankdrück, Shirt, Session, du siehst aus, wie wenn du vom Barrenton kommst. Also du hast im Achsel- und im Schulterbereich so Hämatome und Quetschung. Das sieht aus, als wärst du direkt vom Barrenton gekommen und hättest da Barrenstützabrollen mit Handstandüberschlag gemacht und dich dann wieder mit deinen Achselhöhlen aufgefangen. So sieht es dann aus.

Und das muss man mögen. Das muss man mögen. Das ist auch eine Sache, die dann dein zentrales Nervensystem extremst zusätzlich belastet. Du hast mehr Last auf der Stange, du hast ein höheres Schmerzaufkommen.

Und wenn du das nicht handeln kannst oder dann halt auch einen Coach hast, der dir das sagt, wann es jetzt mal gut ist, dann trainierst du dich halt echt in Grund und Boden. und also so kannte ich es dann auch von mir. Ich dachte dann, okay, viel hilft viel, noch ein Versuch und noch ein Versuch und jetzt schaffe ich die Tiefe, jetzt schaffe ich die Tiefe. Nur dass du dann halt noch drei, vier, fünf Beugeversuche mit einer sehr hohen Last gemacht hast und am Ende vom Tag liegst du dann im Bett und kannst nicht schlafen, weil dein Nervensystem noch so jacked ist. Du hast einen Muskelzitter noch und das machst du dann mal über ein paar Wochen und das führt halt auch zu nichts.

Du fühlst dich mega cool natürlich, weil du denkst, das muss so sein, das ist jetzt derbe hart und ist jetzt nochmal ein bisschen mehr, wie die anderen irgendwie machen. Aber ist auch sehr viel unnötig und auch teilweise an der Grenze zur Dummheit natürlich auch. Das heißt, du läufst nicht mit deinem Pitbull, der dich zieht, ins Gym ein? Man hat diese Bilder natürlich im Kopf von diesen Motivationsvideos, die man sieht.

Das ist natürlich sowas, was mitschwebt. Also man denkt, man macht jetzt auch eine Sache, die nochmal derbe härter ist, wie jetzt was die anderen so machen. Also auch zumindest vor der Zeit, das war so bei mir so 2010 ging es los, 2011 bis 2014, 15, 16. Aber ja wie gesagt man muss es m und ich hatte auch nie so den harten Also wenn ich jetzt gucke ich hatte meine beste Raw war mit einem K von 100 Kilo ist recorded also die kann man nachschauen auf YouTube war bei 100 Kilo mit 170 safe Versuch also wirklich wettkampfkonform pausiert auf der Brust alles regelkonform mit 100 Kilo 170 und mein bestes Shirt-Bankdrücken war mit 96 oder mit 94 Kilo, mit Shirt 185.

Also ein bisschen niedriger in der Gewichtsklasse. Also ein paar Kilo runtergegangen, aber nur 15 Kilo draufgewonnen letztendlich. Und es hat sich wie die Hölle angefühlt. Also klar, natürlich war das Gewicht schwerer, aber es war auch die Hölle, damit auf die Brust zu kommen.

Technische Unterschiede beim Shirt-Bankdrücken

Es ist auch kein Bankdrücken mehr. Es sieht aus wie Bankdrücken, aber letztendlich ist es kein Bankdrücken mehr von der Technik. Das ist eigentlich nur noch eine Übungsabfolge. Das hat viel mit deiner Latissimusspannung und mit deinem Trizeps zu tun, weil du musst das Gewicht irgendwie wieder in den Lockout bekommen.

Und dein Latissimus, den musst du so derbe anspannen, dass du irgendwie den Gegendruck aufbauen kannst. Und du kennst es, man muss das Gewicht fast schon runterziehen, wenn es nicht schwer genug ist. Da gibt es auch die eine oder andere Geschichte, wo dann beim Aufwärmen 180 Kilo auf der Stange und der Lifter ist nicht imstande, die Stange auf die Brust abzulassen. Selbst wenn er versucht, das untere Stück her zu rudern mit 180 Kilo auf der Stange, da ist so viel Spannung in diesem Shirt, dass die Stange nicht die Brust berührt.

Ja, es sieht auch von der Seite, also wenn man jetzt einen Shirtbankdrücken und einen Rawbankdrücken abfüllen von der Seite direkt aus dem Profil, ist es auch ein ganz anderer Handelpfad. Also bei einem Shirt geht die Stange mehr oder weniger gerade runter und beim Hochdrücken geht sie fast in so einem Viertelkreisbogen nach hinten Richtung Kopf. Weil du sonst, also du musst beim Ablassen, musst du die Ellenbogen derbe an den Körper anziehen und beim Hochdrücken musst du sie nach außen schieben wieder. Und das verändert auch ganz arg den Handelpfad.

Deswegen hatte ich auch vom Raw-Bankdrücken zum Shirt-Bankdrücken keinen guten Übertrag, weil das technisch ganz andere Abläufe sind. Oder einer, der im Shirt wahnsinnig gut ist, hat gar nicht so einen großen Übertrag zum Raw-Bankdrücken. Was jetzt nicht heißen soll. Also Leute, die im Shirt 300 drücken, die drücken auch Raw 200.

Ist zwar eine 100 Kilo Differenz, aber jetzt lauf mal rum wie viele leute mit 100 105 kilo körpergewicht findest du die 200 kilo dr einfach gibt es nicht so viele ja also in relation zum shirt ist das nicht so viel ist das 100 kilo weniger aber 200 auf der bank dr also alles was doppelt das K ist RAW Wie viel kennst du in Deutschland die 200 Kilo in einem T dr k Also wirklich RAW nur? Die Körpergewicht, unter 100 Kilo, gibt es nicht viele. Also da müsste ich jetzt auch in irgendwelche Listen reingucken, was da gerade so Standardding ist. Aus dem Stand fallen mir da jetzt nicht viele ein, die unter 100 Kilo, die 200, die 200 haben.

Über 100 Kilo? Da ist es dann keine so große Seltenheit mehr. Aktuell bin ich mit den Namen nicht mehr betraut, weil ich so die aktuelle Szene gar nicht mehr so derbe verfolge. Ich bleibe hier und da auf ein paar YouTube-Kanälen mal hängen oder so, die ich mir ein bisschen so zur Motivation dann gerne anschaue, aber aktuelle Wettkampflisten oder so habe ich schon lange nicht mehr im Kopf.

Bisschen weniger. Ich kenne in Stuttgart nur einen einzigen, der über 200 Wanktrücken macht. Und das ist confirmed, das ist safe? Ich glaube, seine Bestleistung ist 260, 270.

Ah ja, da ist ja eine ganz andere Liga schon. Ja, Powerlifter. Gut. Der hier in Feldbach trainiert.

Bei einer Million Leute im Einzugsgebiet ist einer in einer Million. Ja. Und muss man auch dazu sagen, also wenn man sich jetzt die Frage stellt, ey Mann, ist das mit dem Equipment nicht irgendwie ein bisschen affig und unnötig und so weiter und so weiter. Jetzt gehen wir mal nicht vom Average Joe aus.

Mein Punkt ist immer, wenn du sprintest, der eine sprintet in Joggingschuhen, der nächste sprintet in Spikes, ist exakt das gleiche System. Du verwendest Equipment, das dafür sorgt, dass du mehr Leistung bringen kannst. Und gerade mit Sprinten, ob Barfuß oder in Joggingschuhen oder in Spikes, das macht einen deutlichen Unterschied in der Leistung, die du abrufen kannst. Ja, wobei ich da noch hinzufügen würde, dass die Spikes jetzt nicht groß erlernt werden müssen.

Also du musst jetzt vielleicht ein, zwei, drei paar Runden drehen, um die Spikes noch ein bisschen besser zu beherrschen. aber Equipment... Ein oder andere Sprinter würde da widersprechen. Wahrscheinlich, ja, das ist einfach so linehaft. Ein losstehender Bankdrücken mit einem Shirt ist ja auch nicht so anders.

Ziehst du das Shirt an und dann machst du Bankdrücken. Bis zu dem Zeitpunkt, wo ich dir das Shirt anziehe und dich auf die Bank lege und dann wirst du sagen, what the fuck, was ist das hier, was passiert hier gerade? Wenn ich dir jetzt als Freizeitsprinter dir deine normalen Nikes wegnehme und gebe dir irgendwie ein paar Spikes, das ist ein bisschen komisch am Anfang, du hast irgendwie nur vorne eine Sohle und irgendwie hinten gar keine so richtig, aber das lernst du relativ schnell. equipment da hast du nie aufgehört zu lernen das landst du immer weiter zu beherrschen und was ich eigentlich sagen m ist das macht die wettk spannender also ganz ehrlich wenn wir jetzt eine raw Raw nehmen ist es egal auf welchem Niveau mehr oder weniger Letztendlich k alle Top 5 Konkurrenten aus der Gewichtsklasse sich vorher mal treffen Jeder schreibt seine drei besten Versuche auf, die an diesem Tag in der Beuge, auf der Bank und im Kreuzheben möglich wären.

Schreibt die auf den Zettel und wir schieben die alle in die Mitte. Und dann ist es eigentlich zu 99% klar, wer an diesem Tag Platz 1, 2 und 3 macht. Weil es gibt so ein paar Wettkampfmaschinen, die dann noch an dem Tag ein bisschen mehr Adrenalin abrufen können und cool bleiben und dadurch ein bisschen mehr wie eine Trainingsleistung hinbekommen. Aber letztendlich weiß jeder an diesem Tag, was möglich ist.

Also wenn deine Trainingsbestleistung in der Beuge immer in der Vorbereitung bei 190 lag, lass es am Wettkampf vielleicht 200 sein, wenn es richtig, richtig gut läuft und dein Peaking und so weiter alles. aber du wirst nicht auf einmal mit 210, 215 davonlaufen. Also da ist irgendwo mal vorbei. Bankdrücken genauso. Wenn deine Vorbereitung nie besser war wie 150 Kilo, dann wirst du nicht 175 auf einmal drücken.

Woher soll das kommen? Equipment, ganz andere Sache. Da habe ich Wettkämpfe selber live gesehen. Da hat dann halt einfach der Betreuer das Bankshirt noch ein bisschen anders modifiziert, hat vorne den Ausschnitt noch ein bisschen weiter runtergezogen, die Ärmel ein bisschen anders hingerafft.

Da hat er dann im dritten Versuch einfach noch mal 10 Kilo mehr rausgekriegt. Also da ist einfach ein bisschen mehr Spannung im Spiel und auch ein höheres Risiko, den Lift nicht gültig zu kriegen. Weil in dem Moment, wo ich dann das Shirt ein bisschen härter ziehe, dass der Widerstand noch größer wird, ist natürlich auch das Risiko, dass er nicht auf die Brust kommt, auch gegeben. Aber es wäre auch mehr Raum da, sich nach oben zu verbessern.

Also es bleibt spannender auf jeden Fall. Aber 200 Kilo Raw gebeugt sind 200 Kilo Raw gebeugt. Equipment gehst du raus mit 250, machst den zweiten Versuch mit 270 und dann im letzten könntest du vielleicht irgendwas zwischen 280 und 300 vielleicht noch hinkriegen. Je nachdem, die Bandage noch mal ein bisschen härter wickeln, den Anzug noch ein bisschen anders hin, trappieren, ist alles möglich.

Die Rolle der Genetik für die Kraft

Ed Cohen, der wahrscheinlich größte Powerlifter aller Zeiten, hat nach einem Jahr Training 220 Kilo gebeugt. Raw. Das mit einem relativ simplen Trainingssystem. Einfach zweimal die Woche Kniebeuge gemacht und zweimal die Woche auf einen Einermax gesteigert.

Und dann schreibst du sowas nieder, pustest es ins Internet, hättest es damals schon gegeben, und dann hätten viele gedacht, boah, that's it, das funktioniert. Nee, das hat bei Ed Cohn hat das funktioniert. Am Anfang, in seinem ersten Jahr, ja. Ja, klar, die Newbie-Gains, die sind natürlich immer die besten, aber da weißt du dann halt auch schon, okay, da ist vielleicht auch Raum da, um in die Weltspitze zu kommen.

Und das habe ich vorher gemeint mit, das merkst du relativ schnell. Also die Leute, von denen man gehört hat, die haben mit 85 Kilo, sind zum ersten Mal an den Langhandel herangelaufen, haben sich mehr oder weniger aufgewärmt und haben übers Doppelte vom Körpergewicht mal kurz gehoben. Vielleicht nicht schön, vielleicht ein bisschen krüppelig. Im nächsten Tag hat was wehgetan, aber es ging.

Nicht viel nachgedacht und du hast alle einfach die derbsten Hebel fürs Kreuzheben. Also da sieht man es am meisten eigentlich, ob jemand wirklich gut ist. Also Kreuzheben ist wirklich so dermaßen von deinem... Grundkraft.

Grundkraft und auch deine Biomechanik, würde ich sagen. Also wenn ich schlechte Beuger und schlechte Bankdrücker sehe, heißt nichts, ob die nicht im Kreuzheben der Wahnsinn sind. Also deine Hebel, wenn du dafür ausgelegt bist, conventional Kreuzheben gut zu können, dann ist das echt schon mal die halbe Miete. Ich bin mal mit Rudolf Flugfelder unterhalten, der Tokio Anfang der 60er Olympia Gold gewonnen hat.

Und er hat mir erzählt, er hat in der Mine gearbeitet, zwölf Stunden am Tag, sechs Tage die Woche und hat für den Olympiasieg nur dreimal die Woche trainiert. Und kurz davor hat er auch erst mit Training angefangen und das allererste Mal, als er im Gym war, habe mit irgendwo so 80 Kilo Körpergewicht 180 Kilo Kreuzheben gemacht. Hingelaufen, die Handtel gepackt und hochgehoben. Und das glaube ich.

Das glaube ich sofort. Aber solche Storys höre ich nie vom Kniebeugen oder vom Bankdrücken. Ich kenne eine drücke, Hugo Girard. Da habe ich auch mal so eine kleine Q&A Session.

Vor 10 Jahren war ich da dabei und da war eine der Fragen Hugo Girard, mehrmals bei World's Strongest Man teilgenommen, Kanadier. Und auch drückt im T-Shirt 315 Kilo und hat unter anderem die Inch-Kurzhantel, das ist eigentlich so ein Griffkrafttool, also du sie greifst, wiegt die um die 60 Kilo, dicker Griff und du greifst sie. Die Circus-Dumper, die. Und hochheben ist eigentlich so die Kurzhantel zu greifen mit dem dicken Griff und dann quasi ein Kreuzheben mit der Kurzhantel zu machen, ist so der große Herausforderung und er hat die hochgehoben, sie umgesetzt und dann 17 Mal über Kopf gedrückt. und er hat erzählt, wie er mit 17 das erste Mal im Gymbar, ist auf einer Farm aufgewachsen, hat immer schön körperlich gearbeitet und hat das erste Mal im Gymbar 85 Kilo Nackendr gemacht mit 17 Und das ist ja nat auch klar wenn du 85 Kilo Nackendr machst hat er deutlich 100 Kilo Bankdr hätte machen können.

Mit Sicherheit. Wenn du anfängst und noch nie trainiert hast und irgendwie 140 Kilo Bankdrückst, ist natürlich der Sprung von 140 Kilo zu 3,15 ein anderer, als wenn du anfängst und irgendwie 5 Wiederholungen mit 40 Kilo machst und dann war es vorbei. Ja, ja, ja. Also was mich dann halt am Ende dann doch beim Powerlifting immer so fasziniert, obwohl das ja eigentlich soll mir jetzt bitte keiner übel nehmen, aber am Ende ist es ein ziemlich stummfer Kraftsport.

Es sind einfache Bewegungen, die nicht ballistisch sind, also ein olympischer Gewichtheber würde es immer belächeln vom technischen Aufwand und von der Fähigkeit, es zu erlernen, auch wenn ich weiß, ja, wir können das 10, 20, 30 Jahre lang bis zur Perfektion durchexerzieren, das weiß ich auch, es ist aber trotzdem relativ anspruchslos. Du musst eine Beuge unter parallel, in manchen Vereinigungen sogar nur bis parallel, du musst ein Gewicht auf die Brust ablassen und du musst was in den gestreckten Stand hochziehen. Das ist jetzt eigentlich nichts Dramatisches.

Relative Kraft vs. absolute Kraft

Was mich aber halt fasziniert ist, mehr wenn einer von diesen leichteren Kollegen, also irgendwas so zwischen 69 und 88 Kilo Menschen diese Dreifachkörpergewichtsleistung hinkriegt. Also wenn einer mit 75 Kilo Körpergewicht drei- bis vierfaches Körpergewicht ziehen kann, fasziniert mich das mehr wie ein 132 Kilo Kerl, der die 400 zieht. Also einfach diese Relativkraft finde ich da wahnsinnig attraktiv zu sehen. weil klar, wenn ich jetzt einen riesen Kerl von einem Menschen auf eine Bank lege und der drückt da ein Gewicht weg, das zwar in absoluten Zahlen sehr beeindruckend ist aber in Relation zu seinem Körpergewicht wiederum nicht fasziniert mich das dann doch schon ziemlich weil beim Olympischen Gewichtheben, da habe ich einfach diese Speed-Komponente dieses Ballistische, wo dann einfach Körpergewicht dann auch nochmal wieder eine andere Rolle spielt aber bei diesen fast schon statischen Bewegungen wie einer normalen Kniebeuge oder Bankdrücken wo du jetzt mit einem hohen Körpergewicht jetzt zwar auch einen Druck aufbauen kannst, aber es spielt nochmal eine andere Form von, ja.

Es ist weniger Athletik und Power und mehr Kraft. Genau. Eigentlich sollte Powerlifting auch nicht Powerlifting heißen, sondern Strengthlifting. Sollte eigentlich, ja.

Power brauchst du dann nicht so viel. Genau es hat wenig mit Explosivkraft zu tun Es gibt ein paar Athleten die beugen in der Kniebeuge auch eher Highbar und bouncen dann ein bisschen aus dem Loch raus oder so Das ist aber eher die Ausnahme Also man geht eher kontrolliert runter am Wendepunkt dann am konzentrischen Wendepunkt am exzentrischen Wendepunkt geht man dann wieder sauber hoch und dann war es das eigentlich selbiges ja auf der Bank, deswegen haben wir ja diese kontrollierte Pause, die auf der Bank stattfindet, auf der Brust und nicht dieses Bounce oder Touch and Go, wie man es dann aus dem Public Gym kennt oder so, wenn dann der Kollege mit 120 Kilo sich achtmal fast das Sternum eindrückt.

Wer kennt es nicht? Ab der Hälfte der Exzentrischen einfach fallen lassen. Einfach fallen lassen, genau, vorher gut Luft holen und dann einfach gucken, dass der Brustkorb hält. Ja, genau, genau.

Und ja, das macht es dann einfach aus. Die klassische Begründung ist ja, langsam ablassen tue ich nicht, weil da würde ich am Ende vom Tag deutlich weniger Gewicht schaffen. Genau, genau, genau. Eine zu ausgedehnte Exzentrik, das kostet mich dann einfach doch zu viel Kraft.

Interessanterweise ist es so, gerade beim Bankdrücken, wenn man Powerlifting auf höchstem Niveau anschaut, ob RAW oder Equipped, die besten Lifter haben eine relativ langsame Exzentrische. Also es ist wie eine Frage von Kontrolle, vor allem gerade dieses untere Drittel, untere Viertel, das ist ja dann teilweise zwei Sekunden, bis das letzte Stück dann auf der Brust ist und die Handel wieder hoch Richtung Decke gedrückt wird. Das hat ja auch mit dieser Pause, mit dieser Brustpause zu tun. Also im Prinzip ist die Faustregel, wenn du ins Regelwerk reinguckst, es muss, ich kriege den genauen Wortlaut nicht zusammen, aber man spricht immer von einer einzig kündigen Pause auf der Brust, das ist es meistens nicht.

Es geht einfach darum, die Hand muss für einen bestimmten Zeitraum statisch auf der Brust ruhen. Und klar, wenn ich jetzt natürlich das Gewicht nach unten fallen lasse, dann habe ich ja unten auch viel mehr zu tun, diese Ruhe reinzukriegen, dass das Gewicht wieder statisch auf meiner Brust liegt, bis der Referee sagt, ah, okay, die Hand liegt ruhig jetzt auf der Brust des Athleten, jetzt kann er wieder hochdrücken. Je mehr Hektik ich runter habe auf die Brust, umso länger brauche ich, um das Ding wieder unten einzufangen. und ab einem gewissen Gewicht ist das dann einfach auch fast schon nicht mehr möglich.

Dann musst du das Ding noch länger unterlassen, dein Stretch Reflex ist dann komplett weg wahrscheinlich. 353 Kilo von der Brust wegzubouncen. Würde ich auch keinem empfehlen, grundsätzlich. Nicht die gesündeste Variante. Ne, mit Sicherheit nicht, ja.

In deinem Powerlifting-Buch ist ja auch Westside das allererste System, das du vorstellst. Westside ist aus meiner Sicht eines der drei popul Powerlifting Systeme Die anderen zwei der Top 3 sind 5 weil es halt quasi so Powerlifting f den der in ein Studio geht und ein bisschen st werden will Aber 5.3.1 ist jetzt nicht wahnsinnig kompliziert. Ich habe da noch ein paar Wiederholungen drin zum Pumpen. Und der, der es geschrieben hat, der war ja Powerlifter.

Also die Autorität, die dahinter steht, die spielt auch immer eine große Rolle. Und das dritte ist definitiv Schaiko. Was Popularität angeht. Vielleicht auch noch Starting Strength mit reingenommen, was ja dann für viele auch eine Form von Powerlifting-Einsteiger-Programm ist, was de facto eigentlich ja völliger Quatsch ist.

Es hat eigentlich da ja gar nichts zu suchen. Aber du hast schon recht, Schaiko natürlich Kraft seiner Autorität auch als der Osblock-Powerlifting-Coach schlechthin. Gerade die Grundstruktur von Westside, dass du im Endeffekt eine Hauptübung hast, wo du quasi auf einem 1-3 Wiederholungsbereich arbeitest. Für die Maximile Effort Methode ist immer eine 1.

Und dann bei Dynamic Effort, wo du quasi schnellere Langhantelbewegungen hast, teilweise auch 2-3 Wiederholungen. Gefolgt von einem Haufen Assistenzübungen im mittleren bis höheren Wiederholungsbereich. Das ist ja so ein bisschen so ein Konzept, das Westside als Grundlage popularisiert hat, das ich auch in den ganzen anderen Powerlifting-Programmen sehe, nur eben nicht mit so einem großen Spektrum an Übungen und so viel Neuem wie bei Westside.

Schnelligkeitstraining und Dynamic Effort

Ja, und auch die meisten lassen auch die Finger schön weg vom Speedtraining. Da gibt es dann auch wieder reihenweise Artikel von Athleten, die sagen, Speedtraining sei generell eh Quatsch. Warum? Was ist die Begründung?

Die Begründung ist die, dass das Gewicht auf der Stange sowieso nicht in der Prozentrange stattfindet, wo du eigentlich deine intramuskuläre und intermuskuläre Koordination ausarbeiten kannst. Also alles ab 85% aufwärts, weil beim Speedtraining werden dann irgendwas zwischen 45 und 65% von deinem Einser-Maximum auf der Stange verwendet. Plus, minus dann noch Ketten und Bänder, je nachdem. Das Gewicht sei zu gering.

Und die Geschwindigkeit, also die Handelgeschwindigkeit hat auch gar nichts mit einem Maximallift zu tun. Also eine maximale Kniebeuge dauert in der Exzentrik und Konzentrik vom Tempo her immer länger als Nullift. So eine Speed-Kniebeuge auf eine Box oder so, das hat damit eigentlich nicht so viel zu tun. Ich war ja persönlich bei Westside vor zehn Jahren und eine der Fragen, die ich gestellt habe, war dieses Dynamic Effort, warum er so leicht trainiert.

Und Louis Simmons war dann ziemlich angepisst, warum ich davon ausgehen würde, dass sie leicht trainieren würde. Und daraufhin hat er mich korrigiert, weil ich gesagt habe, das sind ja diese 50 bis 60 Prozent. Nein, nein, nein. Es sind 50 bis 60 Prozent auf der Langhandel plus 25 Prozent deines Einermacks links und rechts.

Auf den Bändern noch oben drauf. Genau, das heißt, im oberen Bereich bist du bei 100 bis 110 Prozent deines Einermacks. Nur im unteren Bereich ist es weniger, dass du irgendwo bei 70, 80 Prozent deines Einermacks rauskommst. Was am Ende vom Tag bedeutet, dass es nichts anderes ist als ein Deload im unteren Bereich.

Im unteren Bereich ist es weniger Gewicht. Du kannst halt die Stange beschleunigen und am Ende vom Tag überlädst du den Lockout, der gerade bei diesem Equipped Powerlifting so wichtig ist, mit 100 bis 110%. Was dann auch so ein Ding war, und ich habe nachgeschaut. Es gibt online keinen einzigen, mittlerweile, ich habe vor ein paar Wochen noch mal kurz recherchiert, und mittlerweile sagen sie, bei Dynamic Effort gibt es einen Artikel, wo erwähnt ist, dass es 60% plus 25% Band Tension sind.

Es steht aber nicht drauf, dass es 60% plus 25% Bandtension pro Seite sind. Und ich habe damals vor 10 Jahren recherchiert, weil ich dachte, es kann ja nicht sein, dass ich das überlesen habe. Es steht nirgends. Sondern für ihn ist es einfach normal.

Das ist logisch, oder? Wir trainieren da nicht leicht, sondern wir machen da noch 25% links und rechts dran. Und das geht dann halt im Internet. Ein anderes Beispiel, weil es gerade dieses Thema Definitionen.

Zwei Leute reden über den gleichen Begriff, meinen aber was komplett anderes.

Bulgarisches System und Saisonplanung

Ivan Abadjiev, der bulgarische Gewichtheber-Nationaltrainer, der dafür bekannt ist, dass er immer schwer trainiert. Also es ist ein Einer-Max in jedem Training das ganze Jahr. Und ich war beim eintägigen Seminar bei ihm und irgendwann kam mir so die, wie lang ist ein Jahr? Das war meine Frage, weil er ständig gesagt hat, ja wir trainieren das ganze Jahr über schwer und er hat auch bei jedem Lifter eine gewisse Range und in dem Bereich muss er Gewichte holen, er darf nicht weniger verwenden.

Und dann habe ich, meine Hand gehoben und gefragt, wie lange ist ein Jahr? Die Saison geht so drei bis vier Monate. Und dann war mein Punkt jeder denkt ich war auch so ein Jahr sind zw Monate Aber er der so im Sportplan drin ist f ihn ist ein Jahr kein kalendarisches Jahr sondern f ihn ist ein Jahr eine Saison So, wir haben hier ein kategorisches Problem. Das, was für dich selbstverständlich dann vier Monate sind, sind für jeden anderen, ohne dass wir es aussprechen, zwölf Monate, verdammt.

Jeder, der in Kraft, in welchen dabei ist. Du kannst nicht zwölf Monate im Jahr nur einer Max trainieren und ständig am Maximum trainieren. Das wird nicht funktionieren. Selbst wenn dein Nervensystem ist einigermaßen verkraftet, was nur bei Freaks der Fall sein wird, du wirst dich verletzen.

Und bei ihm ist halt einfach, ein Jahr ist eine Saison und eine Saison ist irgendwo, die Hauptteil der Saison sind drei, vier Monate. Das wäre jetzt ein interessanter Fakt, den ich in der zweiten Auflage vom Buch auch noch mit reinbringen würde, weil ich habe dieses eine Kapitel, wo es dann auch um dieses Squad-Everyday-Motto geht, was dann auch noch von Perryman und von John Bross dann auch noch so ein bisschen populär gemacht wurde, mit diesem, genau, dieses Daily Max-Prinzip. Ja, du trainierst wirklich fünf bis sieben Mal die Woche und gehst jedes Mal zu einem Daily Max hoch in deinen Basic-Lifts, auch auf der Bank. was dann eigentlich dann auch von einem Jahr letztendlich ausgeht, obwohl das nie, wie du sagst, nirgends explizit genannt wird.

Das ist so ein Ding, das schwebt im Raum und erst wenn man es dann mal explizit nachfragt, vielleicht sogar dann tatsächlich vom Schöpfer selber, wenn man beim Abadieff direkt mal nachfragt, ja klar, die Saison geht drei, vier Monate. So dieses Definitionsding, das sind immer wieder so Sachen, wo du denkst, das kann noch nicht sein, das kann noch nicht sein. Und dann auf einmal ist es ja schon hier. Auch bei Dynamic Effort, es ist keine leichte Langhandel.

Wenn du 200 Kilo auf der Bank triffst, machst du da nicht Wiederholungen mit 100 Kilo. 100 Kilo wiegt die Langhandel und dann hast du links und rechts nochmal 50 Kilo Band Tension. Das heißt, unten sind wahrscheinlich 10, 15 Kilo pro Seite. Und dann oben hast du 25 Kilo pro Seite. Genau.

Und dann hört sich das schon wieder anders an. Es ist total interessant, weil ich habe mich bei der Aufarbeitung von Westside in erster Linie auf das Standardwerk gestützt, was zu der Zeit... Was selber veröffentlicht hat. Genau, was selber mit dem West Side Book of Methods gängig war, was dann im deutschsprachigen Raum von Hermann Korte nochmal übersetzt wurde.

Und es taucht so nirgends auf. Es wird immer von dieser Hantellast selber geredet und dann noch hier Bandspannung noch im Bereich von uns sowieso. Aber man hat nie von einem absoluten Wert geredet. Man hat immer nur das theoretische Konzept war, Du beschleunigst die Hantel dann durch dieses Prinzip des Accommodating Resistance mit diesen B noch so schnell dass du quasi die Kraft dabei aufwendest als w dein Maximalgewicht auf der Stange Also man kennt das, ich kann 70 Kilo auf die Bank auflegen und kann die mit so wenig Aufwand wie möglich einmal drücken, das geht.

Ich kann aber auch 70 Kilo mit so viel Anspannung, mit so viel Power drücken, dass ich mich anstrengen, als würden 120 Kilo drauf liegen und das war so dieses theoretische Konstrukt. Compensatory Acceleration. Genau, der Körper wird drauf geprimed, diese Power, diese Rate of Force aufzuwenden und dass dann natürlich auch die Handel nicht wegfliegt, macht natürlich ja diese Bänder auch nochmal zusätzlich Sinn, weil wenn mein Max bei 180 auf der Bank liegt und ich habe dann irgendwie nur 70 Kilo auf der Stange und ballere die maximal nach oben, die fliegt mir ja fast weg, genau, die muss ich ja festhalten.

Vorteil ist, also den praktischen Vorteil, den ich darauf auf jeden Fall mitgenommen habe, war zu der Zeit, du gehst jedes Mal wieder durch dein Setup, also du hast diesen Wiederholungseffekt, wenn du am Speed Effort Day für die Kniebeuge machst du zwar Boxquads, okay, die sind nicht besonders spezifisch, aber du gehst jedes Mal von diesen 8 bis 10 Sätzen, gehst du jedes Mal wieder frisch unter die Langhandel, du platzierst sie wieder auf derselben Stelle auf deinem Rücken, Du hast denselben Step-Out wieder aus dem Rack mit der Handel raus. Und das sind dann auch wieder Dinge, die sich dann einschleifen.

Also dein Setup, wie legst du dich auf die Bank, wie greifst du die Handel, wie hebst du die Handel raus. Das sind Dinge, die sich dadurch immer wiederholen und dann auch wieder eine Form von Regelmäßigkeit und Spezifität wieder mit sich bringen. Und das ist wieder ein Vorteil. Das ist so schlecht auch nicht.

Aber ja, kommt jetzt halt darauf an, für wen taugt was, für welchen Teil musst du es so modifizieren, dass es dann wieder vom Gesamten her Sinn gibt. Was mit Sicherheit nie falsch ist, ist Assistenzübungen in einer Range auszuführen, die dann doch noch die Hypertrophie mit belasten. Weil wenn ich dann noch irgendwie Rudern und Curls und irgendwie Überkopfdrücken mache oder so, dann mache ich das nicht mit drei Wiederholungen. Kann man machen, wenn man mal zu einer Strict Curl-Meisterschaft möchte oder so.

Ein bisschen Masse aufbauen. Was auch einer der interessanten Punkte war, einer der der protagonisten der der doku war der jay roberts der dann der 1200 punkt squat gemacht hat was so ein großes ziel war 540 kilo und der da zu der zeit gut 140 kilo gewogen hat und da wirklich dann so gemeint der sah einfach zu schwer das war mit Training mit Alltag mit Schlafen Seine Gesundheit war ihm dann sehr wichtig Ja er hat gesagt er m dann danach irgendwie noch ein gesundes Leben f k Und dann war Louis' Ansatz, also ich denke, du hast jetzt 1200 Pfund gesquattet, du schaffst 1300 Pfund, wenn du nochmal 15 Kilo zunimmst.

Um dann einfach nur über 150 Kilo zu wiegen. Ja, bei einem Mann, der, ich würde sagen, der ist gefühlt 1,80 Meter ungefähr. Also, er hat jetzt nicht die Ausmaße von einem Tor oder so, ja, mit zwei Meter, ja, und das stimmt.

Hafthor Bjornssons 501kg Kreuzheben

Tors kreuzigen Weltrekord. Wir haben vorher kurz drüber gesprochen. 501 Kilo, ich habe es live angeschaut und da waren über 400.000 Menschen beim YouTube-Livestream für die drei Sekunden neuen Weltrekord. Hey Mann, und wer hätte das vor über fünf Jahren gedacht, dass sowas mal populär wird, ja, das anzuschauen. Natürlich sein Fame aus Game of Thrones mitgenommen.

Da hat es dann auch nochmal jeden und seine Mutter interessiert, zu sagen, das ist doch der Berg aus Game of Thrones. Dann habe ich auch gesehen. Ja gut, das gucke ich mir auch nochmal an. Ich habe den Wolfgang nämlich vorher gefragt, gilt das, was er gemacht hat?

Das ist eine blöde Frage. Natürlich gilt es. Es waren wettkampfkonforme Bedingungen. Es waren kalibrierte Scheiben.

Es war ein offizieller Judge und alles da. Das stellt kein Mensch in Frage. Ich habe nur gesagt, gilt es, weil es kein Wettkampfsetting war. Weil die Referenz war ja dann immer noch Eddie Hall mit seinen 500 Kilo im Rahmen von einem zweitägigen Wettkampf damals.

War das ein Teil, den er da mit abgeliefert hat. Und das Setting von Thor ist halt natürlich 501 Kilo, ist ein Kilo mehr, safe natürlich, die Zahl belegt es.

Gym-Bestleistung vs. Wettkampfbedingungen

Aber es ist für mich gefühlt, und das ist jetzt echt nur meine persönliche Meinung, es ist für mich gefühlt einfach nur ein Gym PR. wenn das laut wird, dann lädt er beim nächsten Mal wenn ein Weltrekord wieder bricht, was bald passieren wird da war ja noch Luft bei den 501 501 waren weit entfernt das nächste Mal macht er 502 und man kann jedes Mal wieder Einschaltquote generieren ja ja klar beim nächsten Mal lädt er einfach so 10 andere Isländer ein die dann auch alle mitheben und dann hast du dann tatsächlich Icelandic Nationals wird es dann ja, ich meine, mir sind die Rahmenbedingungen natürlich auch durch die Corona-Situation ist mir schon klar worum es natürlich ging.

Also er hatte da eine Prep gemacht und auf einmal hatten wir den Lockdown und dann stand es außer Frage, dass irgendwie in Form von einem von einem Contest zu machen. Logisch, klar, das weiß ich alles. Mir geht es einfach nur darum. Es ist kein richtiger Wettkampf.

Wenn es Wettkampfbedingungen sind, da waren nicht andere Leute da. Genau. Und Wolfgang sagt dann, es gibt Leute, die sind dieser Wettkampftyp, die holen am Wettkampf immer noch ein paar Prozent mehr raus, als sie jemals im Training abliefern würden. Am Wettkampf hätte er 501,1 Kilo gemacht.

Ja, vielleicht. Wobei dieses am Wettkampf mehr rausholen als im Training, würde ich dann vielleicht bei den Sportarten sehen, wo du direkt gegen Teilnehmerfeld antrittst. Also wenn du jetzt halt... Die taktische Komponente, es gibt die, die leben von der Bühne.

Ohne Bühne läuft nicht. Da gibt es natürlich auch die mit der Bühne und Zuschauern, dann fängt alles an zu zittern und es ist so, alle gucken. Aber wenn du, ich denke, Tor ist ja schon mehr der Showman. Er kommt damit auf jeden Fall klar, also er ist kein introvertierter Typ oder so, natürlich nicht.

Und man braucht natürlich ja auch eine gewisse Coolness, um das dann irgendwie abzuliefern. Aber für mich ist es einfach das, dass ich denke, an einem Wettkampf gibst du nicht die Bedingungen vor. Der Wettkampf gibt dir die Bedingungen vor. Du kannst nicht sagen, ey, warte mal, ich brauche jetzt noch mal eine Minute, ich will jetzt noch mal meinen Motivationssong genau auf die Stelle haben.

Ah ne, ich muss doch nochmal Pipi machen. Ne, das, das, das, ah, der Scheinwerferblendet mich. seid mal alle ruhig oder feuert mich mal alle an. Das hast du auf dem Wettkampf nicht. Also mich hat der Wettkampf selber immer auf einer Kraft-Dreikampf-Bühne immer ziemlich nicht eingeschüchtert.

Aber es brauchte einige Wettkämpfe, um cool zu werden. Weil das Setting ist auch ein ganz anderes Oh dein Name wird aufgerufen Du hast jetzt noch 60 Sekunden f deinen Squad Die Zeit l runter Du musst jetzt hochgehen Ja schei irgendwie hier mein Suit sitzt nicht richtig Ah ich brauche mal doch noch ein bisschen mehr Magnesium Irgendwie, ich kriege gerade nicht richtig Luft. Kann ich noch mal eine Minute? Nein, Mann, kannst du nicht.

Du gehst jetzt hoch und lieferst ab. Und wenn die Zeit runtergelaufen ist, dann bist du halt raus. Dann ist das ungültig. Und so sehe ich es dann halt gerade jetzt.

Ich nehme es jetzt wirklich explizit auf den Kraftsport, explizit auf eine Kreuzhebesituation. und jetzt nicht irgendwie auf einen 100-Meter-Sprint. Da ist es, finde ich, einfach so. Da heißt es, so, jetzt und nicht erst in 5 Minuten, nicht erst in 10 Minuten, nein, nicht nochmal ein Warm-Up-Set, nicht nochmal ein Gatorade trinken oder so. Sich nicht nochmal mit dem Trainer besprechen.

Geh jetzt und mach das. Und so ist es halt für mich ein Gym PR. Also man kennt es. Man hat den guten Tag im Training, wo dann halt mal 5 Kilo mehr drin sind, wie das was jetzt der Trainingsplan vorgeben würde, weil es halt gerade einfach läuft.

Ich kriege mich jetzt gerade irgendwie hingepusht in einer Situation, die kann morgen schon wieder anders aussehen und Wettkampf ist einfach ein Setting, das hast du nicht in der Hand, da ist einfach noch ein bisschen viel drum rum, du bist halt ein Protagonist in diesem Game und das ist halt auch ein bisschen eine Psychosache, das findet auch in deinem Kopf statt, ja, du hast dir alles vorgenommen, du siehst den, der vor dir was abgeliefert hat, wo du denkst, ach du je, das sah bei dem so leicht aus, Mist, ich muss jetzt nochmal fünf mehr melden, dass ich irgendwie noch eine Chance habe auf den dritten Platz oder so, Also gut, bei einem Weltrekordsversuch ist es vielleicht auch nochmal ein bisschen ein anderes Setting.

Da weiß man, da gibt es jetzt diesen einen Versuch, auf den arbeitet der jetzt hin und dann liefert der das ab. Da haben wir jetzt nicht noch 10 vorgehoben und gleich noch 10 danach. Das ist dann schon ein bisschen zugeschnitzt. Aber ja, ich meine, es war sein Gym.

Es war in seiner Umgebung, es war bei ihm zu Hause. Er musste nicht rumreisen. Er hatte keine wenn es internationale Wettk sind er hatte keine Jetlag Er hatte sein Essen er hatte seinen Schlaf Er ist von zu Hause aus dem Bett rausgefallen ist r und dann war der da Also er musste jetzt nicht nach Südafrika reisen, schon mit vier Tagen Hotel, in einem komischen Gym, das er nicht kennt, in einer komischen Umgebung, mit der er nicht vertraut ist, ein Essen, das er nicht kennt und so weiter und so weiter. Also letztendlich die Dinge, die so die letzten ein, zwei Prozent vielleicht noch ausmachen könnten, dass du ablieferst.

Einen großen Heimvorteil. Ja, extrem, extrem. Und deswegen denke ich, das wird wahrscheinlich eine Ausnahmesituation gewesen sein, auf lange Sicht auch, weil diese Lockdown-Situation wird man jetzt hoffentlich nicht auf regelmäßiger Basis haben. es war gut, dass das mal so gemacht wurde, wie du sagst, wenn das so viel Aufmerksamkeit generiert, kann es dir und mir ja nur recht sein, was den Kraftsport betrifft. Also in dem Moment, wo ich dann mit random Leuten über das Kreuzheben von Thor reden kann, den man aus Game of Thrones kennt und dann die Leute wissen, ah, jetzt weiß der auch, was Kreuzheben ist.

Der hätte jetzt vor fünf Jahren gar nicht gewusst. Hä, was meinst du? Ist nicht gut für den Rücken. Ja, Kreuzheben, ja, ja, hab ich gehört, ist auch nicht gut für den Rücken und so.

Genau, aber dann auf einmal wissen Leute, was ist Kreuzheben? Ja, das, was Thor gemacht hat. Ah, das ist Kreuzheben. Super.

Da ist uns ja allen dann schon mal damit geholfen. Gewicht eingehoben. Er hat was vom Boden in den Stand hochgezogen oder so. Ja, das hat man gesehen.

Gut. Ja, klar ist der Popularität, Kraftsport gerade Kreuzheben oder so. Das ist ja, mein Gott, wen interessiert Kreuzheben am Ende vom Tag? Ja, es ist nicht mal olympisch.

Ja, und jetzt hat es dadurch so eine riesen Aufmerksamkeit gezogen. Finde ich letztendlich gut. Aber Kraftsport, du weißt, es ist auch eine ganz nerdige Angelegenheit. Ich habe ja auch immer das Bedürfnis, wenn ich von der Kraftleistung höre, möchte ich wissen, wie schwer war der Athlet War das jetzt Raw War das mit Equipment War das jetzt der Verband War das das und das Um eine Relation zu haben Da ist halt einfach so viele Extrazahlen drumherum manchmal noch ganz interessant zu wissen Komischerweise fragt jetzt bei Thor auch keiner, wie schwer ist denn der?

Plus minus 200 Kilo. Ja, plus minus 200 Kilo. Und er durfte Schlaufen verwenden. So, so, genau.

Die Kript hin und her, aber Schlafen beim Kreuzheben machen dann doch einen kleinen Unterschied. Genau, genau, genau. Und ich höre dann auch schon die Version von mir von vor zehn Jahren. Rückblickend würde jetzt sagen, ja, natürlich kann ich nicht so viel heben wie der, aber ich darf ja auch keine Zughilfen verwenden.

Da wird es dann schon wieder losgehen. Man versucht dann irgendwie, wenn es... Ja, warte mal, machst du das nicht auch? Kreuzheben?

Ist das nicht auch bei deinem Kraft-Dreikampf drin? Wie gut bist denn du da? ja, bester Versuch 245. Oh, das ist ja gerade mal halb so viel. Ja, ich bin auch nur halb so schwer wie Thor und ich kann auch keine Zughilfen verwenden.

In Relation zum Körpergewicht musst du ja dann quasi, was Relativkraft angeht, genauso stark wie Thor. Interessiert aber auch wieder keinen. Das ist wieder der andere Fall von diesem Zahlenspektrum. Und falls du irgendwann mal Instagram hast, kannst du dann bei Instagram in dein Profil reinschreiben, aus Sicht der Relativkraft genauso stark wie Thor. und die Frage ist dann wieder, wie cool ist das?

Lehrer, Autor, Familienvater und aus Sicht der Relativkraft genauso stark wie du. Ja, ja, ja und ich bin sogar seit letzter Woche bei Instagram. Genau, genau, ja ich denke schon drüber nach ob das jetzt ein guter Schachzug wäre oder nicht. Ja.

Alright, alles. Ich würde sagen, das war's für den ersten Teil. Gerne. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!

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