TWUP 35

TWUP 35 — Powerlifting & Kraftsport mit Markus Beuter

Wolfgang Unsöld spricht mit seinem langjährigen Weggefährten Markus Beuter über die Entwicklung des Kraftsports, die Grenzen wissenschaftlicher Studien im Training und die Realität des Lehrerberufs. Das Gespräch verbindet philosophische Ansätze zur Evidenz mit praktischen Einblicken in die Powerlifting-Methodik und den Aufbau eines Home-Gyms.

Kernpunkte

Einleitung und persönlicher Hintergrund

Herzlich Willkommen zur neuesten Episode meines Podcasts. Gast in dieser Episode ist einer meiner ältesten Freunde, Markus Beuter, mittlerweile Buchautor, Kraftsport-Enthusiast und Lehrer. Markus war ebenfalls die Person, die mich vor gut zehn Jahren zum Krafttraining gebracht hat. Viel Spaß mit der Episode.

Als ich den Podcast gestartet habe, habe ich so eine kleine Liste gemacht mit Gästen. die ich auf jeden Fall für die ersten 20, 30, 40 Episoden brauche. So eine lange Liste hast du angelegt. Und ja, ich habe mir überlegt, wer macht Sinn, was ist interessant? Und wenn man darüber redet, wer macht Sinn für einen Trainings- und Ernährungspodcast?

In meinem Fall war dein Name recht oben auf der Liste. Die wenigsten Zuhörer werden wahrscheinlich wissen, dass ich durch dich zum Krafttraining kam. Das war so noch 11. Klasse, 12.

Klasse. Markus große Pause, Reiswafel und Proteinshake. Damals war das dann noch mehr so zur Belustigung der meisten. Und Markus super eisern mit Diät für den Sommer und Massephase im Winter und Trainingsplan und nachmittags ins Studio gehen.

Und irgendwann war es dann auch bei mir so weit, dass ich von relativ viel Laufen hin zu Markus Wurschlag, willst du nicht vielleicht mal Krafttraining probieren? Und so hat es im Endeffekt angefangen. Und das ist jetzt halt auch schon 20 Jahre her. Das heißt, wir kennen uns schon seit genau 20 Jahren?

Ja, seit der Oberstufe, seit der 11. Klasse. Da waren wir gerade 16. Wir waren der 83er Jahrgang.

Seitdem ist auch bei dir recht viel passiert, von Bodybuilding hin zu Powerlifting, hin zu Buchautor. Seit, was sind es jetzt, drei Jahre, zwei Jahre? Wann ist dein erstes Buch rausgekommen? Ja, Anfang 17 kam es raus, genau.

Ich habe ewig gebraucht, anderthalb Jahre dran rumgeschrieben. Du bist ja auch im Buch vertreten gewesen, damals mit einem Interview, das ich mühselig transkribiert habe. Das habe ich auch schon hier wahnsinnig gemacht. Also es war einfach anstrengend, so was.

Wenn man es dann halt dynamisch wiedergeben möchte. Also einfach nur so inhaltlich grob runterreißen, es geht.

Wissenschaftsbasiertes vs. evidenzbasiertes Training

Buchtitel war, trainierst du überhaupt, Bro? Quasi, do you even lift? Genau, diese Floskel, die hat sich jetzt ja auch schon wieder überlebt. Also jetzt im Nachhinein w ich jetzt sagen das war halt einfach so ein Zeitkolorit einfach Das hat damals hat es gut reingepasst wenn man das Buch dann jetzt in ein paar Jahren wahrscheinlich in die Hand nimmt dann denkt man was ist das f eine abgedroschene Floskel aber es hat damals einfach ganz gut reingepasst und ja ich meine das Ding mit Bro das hat sich ja auch so ein bisschen überlebt, also da spricht man ja teilweise noch davon, manchmal ist es dann eher, ja, immer noch so mit einem Augenzwinkern, aber man hat jetzt ja auch wieder so ein bisschen den Trend hin zu naja, evidenzbasiert, schön und gut, teilweise sind aber die praxiserprobten Dinge dann halt doch nicht so falsch gewesen.

Also wenn dann halt die Wissenschaft dann halt mit der Praxis irgendwann dann mal gleich zieht, ich meine nur, weil es so nicht getestet wird. Ist das wirklich? Ich weiß es nicht, ich weiß es nicht. Also jetzt du jemand, der ja mit Spitzensportlern arbeitet, es gibt ja keine Studienlage zu irgendwelchen Spitzensportlern oder sowas.

Alles, was in irgendeiner Form von einer Studie, egal ob es jetzt vielleicht gut oder schlecht war, getestet wurde. Das passiert ja meistens immer so auf mittleren Fortgeschrittenen oder irgendwelchen so Average Dudes oder so. Und aber jetzt nicht in irgendeiner Form von Elite-Sportlern oder sowas. Also selbst solche Sachen wie das norwegische Frequenzprojekt oder so im Powerlifting, das war zwar auch mit Powerliftern gemacht, mit Leuten aus dem Powerlifting, aber jetzt nicht die Welt-Elite.

Wobei natürlich Norwegen an sich einen relativ hohen Anteil an sehr kompetitiven, sehr hoch angesiedelten Leuten hat, aber das waren trotzdem nicht die, das waren keine Worldgames-Teilnehmer oder irgendwelche WM-Teilnehmer oder sowas und da ist dann halt einfach gerade in deiner Branche der Austausch mit den Kollegen und halt einfach das, was dann halt so auf dem Feld, in der Praxis halt stattfindet, einfach wahrscheinlich das, womit man dann arbeitet. Am Ende vom Tag, es geht um Ergebnisse, es geht um Fortschritt.

Die Grenzen wissenschaftlicher Studien

Wissenschaft ist nicht Wahrheit. Das Thema kommt oft auf, insbesondere dieser Begriff Science-based oder Evidence-based. Grundsätzlich bin ich ein großer Freund der Wissenschaft. Am Ende vom Tag ist es ja auch so, die Wissenschaft ist nicht Wahrheit.

Und die Wissenschaft gibt grundsätzlich immer nur generelle Statements, die im Großteil der Fälle zutreffen. Das heißt, wenn Beispiel eine Studie zum Thema Ernährung, da hat der durchschnittliche Studienteilnehmer 5 Kilo abgenommen. Bedeutet, dass es jeder einzelne Teilnehmer der Studie fünf Kilo abgenommen hat. Definitiv nicht, sondern es ist der Schnitt.

Du hast einen, der hat 30 Kilo abgenommen und es gibt einen, der hat fünf Kilo zugenommen. Basiert auf dieser Studie Di X und soviel abnehmen hei nicht dass 100 Prozent der Leute dass von 100 Leuten 100 genau diese Ergebnisse haben Und das ist auch oftmals bei dem Evidenz in jedem Bereich ob es jetzt Training ist ob es Ern ist oder ob es Physiotherapie ist Diese Idee, dass, wenn die Studie sagt, es gibt so und so viel Fortschritt, dass es dann bei mir so und so viel Fortschritt gibt. Nein, nein, nein. Es gibt im Großteil der Fälle durchschnittlich genauso viel Fortschritt.

Mein Favorite-Beispiel dazu, das ich oft gerne verwende, ist, der durchschnittliche Mann ist 1,75 groß mit einer statistischen Standarderwälschung von 10 Zentimetern. Das heißt, eine statistisch korrekte Aussage ist, alle Männer auf der Welt sind zwischen 1,65 und 1,85 groß. Das ist eine rein wissenschaftlich-statistische Aussage, das ist vollkommen gerecht. Jeder weiß, es gibt Männer über 1,85 und jeder weiß, es gibt Männer unter 1,65.

Warum weiß das jeder? Weil man Erfahrung hat mit Menschen. Man sieht verschiedene Menschen. wenn du von irgendeiner Insel kommst, wo der durchschnittliche Mann 1,65 Meter groß ist und du erzählst jemandem, oh, da gibt es jemanden, der über 1,85 Meter ist, dann wird er das vielleicht nicht glauben, weil er auch noch nie jemanden gesehen hat, der über 1,85 Meter ist. Ähnlich Krafttraining oder Ernährung.

Wenn mir Praxiserfahrung fehlt, dann verlasse ich mich auf Studienlage oder wissenschaftliche Aussagen. An dem Punkt, an dem Praxiserfahrung kommt, werden diese Studienlage und diese praktische Erfahrung ein bisschen ins Recht gerückt. Und wenn Wissenschaft hilft, mehr Ergebnisse in Training und Ernährung zu produzieren, bin ich ein großer Freund von Wissenschaft. Aber ich sehe oftmals das Problem, dass es zu viele Leute lähmt, die dann sagen, oh nee, das machen wir nicht, denn da gibt es keine wissenschaftliche Grundlage.

Es gibt für viele Dinge keine wissenschaftliche Grundlage. Wir machen sie trotzdem in unserem Alltag. Und nur was keine wissenschaftliche Grundlage heißt, heißt nicht, dass es nicht so ist. Das ist immer evidenzbasiert.

Ich bin großer Fan von Wissenschaft. Aber mittlerweile ist dieses Effizienzbasierte nichts anderes als so eine Maske, um nicht vorhandene Erfahrungen zu maskieren. Ja, und ich denke, da kommt dann halt einfach auch der gute Trainer ins Spiel, der dann einfach es als ein Instrument verwenden kann, um daraus hin seine Schlüsse für die Praxis dann zu ziehen. Einfach so als ein Tool, das man dann halt einfach hat in seiner Box, um damit dann halt mit seinen Athleten arbeiten zu können, um vielleicht ein gewisses problem vielleicht von vornherein schon ausschließen zu können aber damit dann halt zu arbeiten ich meine wenn du jetzt wie ich halt aus dieser fitness bodybuilding kraftsport bubble oder so kommst und dann halt nach nach 10 15 jahren halt irgendeine studie liest zu irgendeinem Supplement oder so wo du dann denkst hm wusste ich schon vor 10 Jahren dass das nichts taugt Wir haben das damals alle ausprobiert Wir wussten schon damals dass Tribulus nichts taugt Oder wenn es um irgendwelche Dosierungen von irgendwelchen Aminosäuren oder Kreatin oder so geht, ja, da hat man halt damals schon so und so viel genommen. und diese Studie erzählt mir hier was von 2, 3 Gramm.

Ich sage, ja, fange ich nichts damit an. Das hat man nie so gemacht. Das war viel zu wenig. Da hat man keine Erfolge damit gesehen.

Dann kommt irgendwas anderes, wurde es dann wieder bestätigt und du denkst, ja, wenn das jetzt ProScience ist, okay, dann sage ich, dann habe ich da der ProScience eher vertraut und dann hat mir das auch eher was gebracht. Das ist keine ProScience-Erfahrung sammeln.

Historische Irrtümer in Wissenschaft und Medizin

Das Problem mit dem Erfahrung sammeln ist, es ist deutlich mühsamer und aufwendiger, Erfahrung zu sammeln, als irgendwelche Studien zu lesen und die dann wiederzugeben. Der Unterschied und Aufwand ist riesig. Deswegen einer der Hauptgründe aus meiner Sicht, warum so viele sich jetzt auf diese Studien verlassen, ist es ja so viel einfacher, Studien zu lesen, das in andere Worte zu verpacken und dann zu propagieren. Und vor allem auch unter der Voraussetzung, man liegt ja nicht falsch.

Und ich denke gerade heute mit der Social Media, einer der größten Probleme mit solchen Aussagen ist, die Angst falsch zu liegen, die Angst bloß zugestellt zu werden, wenn man was sagt, was falsch ist, ist riesig bei vielen. Und deswegen wird sich hinter Studien versteckt, wo Aussagen getroffen werden, die in vielen Fällen falsch sind in der Realität für einige oder viele, dann aber, oh nee, das ist ja nicht falsch, denn ich habe ja hier eine Studie, die sagt, es ist richtig. Und auch da wieder einer meiner favorite Beispiele zum Thema Wissenschaft ist, ich habe vor zehn Jahren einen Vortrag gehört und da hat der Vortragende zu Beginn eine ganze Reihe von Aussagen gemacht im Bereich Medizin und Wissenschaft.

Und jeder im Raum wusste, was sind das für Aussagen. Und am Ende dieser Aussagen war er, jede dieser Aussagen hat vor gut 100 Jahren einen Nobelpreis bekommen. Ah, okay. Auch das Thema Beispiel Lobotomie.

Das ist um die 80 Jahre her, dass es für die Lobotomie einen Nobelpreis gab. Lobotomie, für die, die den Begriff noch nie gehört haben, ist eine OP am Frontallappen des Hirns. Die Idee war damals, wir operieren den Frontallappen des Hirns. So ein Klassiker ist mit so einem Bohrer durch die Nase in den Frontallappen zu gehen und können so gewisse psychiatrische Diagnosen und Erkrankungen optimieren.

Hat sich ganz schnell herausgestellt, funktioniert nicht. Hat aber mit den ersten paar... versuchen, direkt einen Nobelpreis zu bekommen. Nobelpreis ist einer der renommiertesten Wissenschaftspreise überhaupt. Das heißt, die Idee war, das Ding ist so groß, das ist die neue Lösung, Lobotomie, so heilen wir.

Psychiatrische Erkrankungen hat sich aber ganz schnell herausgestellt in der Praxis. Naja, statistisch gesehen, es gibt mehr Leute, bei denen es danach schlimmer wird, als bei denen, wenn es besser wird. Und ich bin mir 100% überzeugt, dass heute in der Trainingernährung in 10, 20 Jahren wir zurückschauen werden auf gewisse Studienlage und wissenschaftliche Aussagen und denken, wie konnten wir nur vor 10, 20 Jahren. Ich hatte Anfang des Jahres Prof.

Dr. Dr. Dietmar Schmidbleicher, einer der bedeutendsten Sportwissenschaftler aller Zeiten, hier zu Gast und im Laufe Sportwissenschaftler. Er war nie Trainer, hat nie in der Praxis gearbeitet, sondern seine Arbeit war die Sportwissenschaften.

Er war lange Professor in Frankfurt, hat um die 500 Artikel in wissenschaftlichen Zeitungen veröffentlicht und er ist Wissenschaftler. Und im Laufe dieses Vortrags war einer der Punkte, die er gemacht hat, Stellen Sie sich vor, Sie fahren heute Abend nach diesem Seminar nach Hause und Sie fahren durch den Wald. Dann würde ich Ihnen raten, passen Sie auf, da sind ganz viele Hexen. Vor 400 Jahren hätten Sie gesagt, oh ja, da hat er recht, da müsste ich aufpassen, nicht, dass eine Hexe mich erwischt.

Heute wissen wir, dass es so etwas wie Hexen nicht gibt. glauben sie bloß nicht, dass in den sportwissenschaftlichen Büchern, der heutigen gezeigt, nicht noch irgendwelche Hexen versteckt sind. Das heißt, jetzt davon auszugehen, dass alles, was es da gibt, tatsächlich korrekt ist. Die Geschichte hat immer wieder bewiesen, dass gerade wissenschaftliche Erkenntnisse, viele von ihnen, sich im Laufe der Zeit als falsch herausgestellt haben. Das ist nicht allzu lange her, da ist man noch davon ausgegangen, die Erde ist flach.

Irgendwann hat man verstanden, sie ist rund. Jetzt gibt es wieder eine kleine Minderheit, die ebenfalls wieder überzeugt ist, dass die Erde flach ist und so weiter. Lange, wenn ich vor 2000 Jahren jemandem erklärt hätte, man kann fliegen, dann hätte er gesagt, nee, nee, das geht nicht. Nimmt einen Stein, wirft ihn hoch, Stein fällt runter, guckt, bewiesen.

Es ist nicht möglich zu fliegen. Jeder ist schon mal im Flugzeug. Das heißt, es ist definitiv möglich zu fliegen. Fortschritt.

Ein großer Teil von Fortschritt ist zu verstehen, was falsch war von seinen eigenen Überzeugungen. Und so ist oftmals auch bei Wissenschaft nicht alles was wissenschaftlich anerkannt ist zum jetzigen Zeitpunkt ist es noch in 10 20 100 Jahren Wenn wir zur ist es so Und auch wenn wir davon ausgehen wenn wir in 10 20 oder 100 Jahren auf heute zur dann wird es genauso sein. Dementsprechend, die Frage der Wissenschaft ist bei mir immer, was davon kann ich in der Praxis anwenden? Und was führt dann tatsächlich zu Erfolgen und Fortschritten?

Wenn eine Studie sagt, es funktioniert, und ich selber wende es an, und es funktioniert nicht, was mache ich dann? ich höre auf damit und suche was anderes. Im Idealfall schon, ja. Also mit den Studien und mit den Interpretationen von den Studien, also ich sehe es dann manchmal immer wieder so, wie damals zu Zeiten von meinem Deutschstudium fürs Lehramt. Du hast dann halt aus Versehen dich dann halt doch mal in irgendeinem Literaturseminar eingeschrieben und hast dich dann mit irgendwelchen hochtrabenden deutschen Gedichten und Lyrik aus dem aktuellen Kanon befasst, denen viel suggeriert wurde, wie bedeutsam die doch dann auch sind.

Aber du kannst dann zehn Gedichte oder Balladen über den Sonnenuntergang in Florenz gelesen haben und dir daraus deine Schlüsse ziehen. Aber wenn du selber noch nie in Florenz warst und den Sonnenuntergang nicht mal an mehreren verschiedenen Jahreszeiten zu verschiedenen Tagen in der Woche gesehen hast, willst du dann von dem dir daraus dein Urteil bilden, wie der Sonnenuntergang in Florenz denn nun tatsächlich aussieht, kannst du machen. Du kannst dann sagen, okay, das ist zumindest mal der in Florenz und nicht der in Neapel. Es ist der vielleicht in Florenz.

Cherry-picking und Fehlinterpretation von Daten

Aber es ist trotzdem wieder einfach reininterpretiert und sich dann einfach schön an seinem Schreibtisch hinter etwas versteckt, was man selber nie erprobt und erfahren hat und es dann einfach versucht irgendwie auszutüfteln, so lange oder sich dann halt, oder natürlich, oder auch wenn ich jetzt eine Studie lese und möchte das und das Ergebnis aus der rauslesen, dann kriege ich das ja auch hin, wenn ich 100 Studien zu einem Thema vielleicht habe, dann schaffe ich es aus 20, mir das rauszuziehen, von dem ich denke, ja, das unterstützt jetzt meine These oder meine Annahme. Und dann mache ich das publik und dann denkt folglich jeder, ja, so ist es dann auch.

Und lasse aber die anderen 30, 40 zu dem Thema, die lasse ich halt mal außen vor. Also ich habe ja nicht gelogen, ich habe nur nicht die ganze Wahrheit erzählt. Kennst du die Geschichte mit der Seven-Country-Study, dem gesättigten Fett und den Herz-Kreislauf-Erkrankungen? Da gibt es glaube ich die eine oder andere, die da generell im Umlauf ist, aber genau jetzt nicht.

Diese urspr Geschichte mit von wegen ges Fette erh das Risiko f Herz basiert auf der sogenannten Seven was eine Studie mit sieben L ist Und diese sieben L haben das Verh von hoher Konsum an die ges Fetten und hohes Risiko f Herz Warum nur sieben Länder? Weil dieses Verhältnis nur in sieben Ländern vorhanden war. Es gab mehrere Länder, wo statistische Belege waren für ein Verhältnis der beiden. Jedoch waren es nur in sieben Ländern so, viel gesättigtes Fett, viel Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

In anderen Ländern, wie zum Beispiel Frankreich, hoher gesättigter Fettkonsum, niedriges Herz-Kreislauf-Erkrankungsrisiko. Das heißt, es gab eine Reihe anderer Länder oder niedriger Konsum an gesättigten Fetten und hohes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Es war aber nur in sieben Ländern so, viel geselligte Fette, viel Herzinfarktschlag-Anfall. Also gezielt rausgesucht.

Genau, exakt. Es gab sieben Länder, wo es dieses Verhältnis war. Diese sieben Länder wurden dann in diese Studie zusammengefasst. Sieben Länder klingt ja eigentlich nach einer recht pluralistischen Auswahl, die mir recht breit gefällt hat, nicht nur zwei, drei Länder.

Sieben klingt ja schon mal recht viel. Das heißt, so ein bisschen zusammen, okay, das ist das Ergebnis, das ich haben möchte. A, das stimmt hier, hier und hier. Also packe ich die zusammen und hier ist meine Studie.

Das heißt, ich habe wissenschaftlich nachgewiesen, hoher Konsum an gesättigten Fettsäuren korreliert mit einem hohen Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Was natürlich nichts anderes als ein Cherrypicking ist. Ich versuche, eine Studie zu erstellen, die meinen Punkt beweist. Was schade ist, weil gerade sowas zieht sich dann über Jahrzehnte hinweg.

Und was dann ja auch fatal ist, wenn dann auch Leute falsch zitiert werden und dann die immer wieder, wieder, wieder falsch zitiert werden. Und das zieht sich ja dann sofort so ein, ein signifikanter Fehler wurde mal gemacht, wurde falsch weitergegeben. Da gab es ja dann auch im Bereich Speaking und öffentliches Vortragen dieses, man nimmt nur so und so viel Prozent über das Gesagte wahr. Und tatsächlich ist es aber eigentlich das ganze Nonverbale und so weiter, war auch mal eine Fehlinterpretation.

Weil wenn es tatsächlich so wäre, dann könnten wir uns jetzt eigentlich ohne Worte unterhalten. Dann würde es theoretisch funktionieren, hat es aber auch nicht, war auch mal irgendwie eine Fehlinterpretation. oder auch die geschmacksnerven in unserem mund wurde auch mal anhand von der studie in den 19 so und soviel jahren einfach nach einfach nach gefühl gemacht wurde aufgeschrieben und dann hat sich dann herausgestellt man h nur irgendwie so viel so viele hundert geschmacksnerven die dann das und das rausschmecken k aus unserer nahrung und tats waren es dann aber um Tausende oder Hunderttausende einfach viel mehr Es ging nicht um irgendwelche Messverfahren die man damals noch nicht hatte Es war halt einfach damals so eine, wie nennt man diese Studien, wo dann halt einfach nur notiert wird, so eine Form der Beschreibung einfach.

Observational Study. So was. Und einfach ganz lax. Und die wurde dann aber auch über zig Jahrzehnte, wurde das dann einfach so weiter propagiert. ja, wir haben nur so und so viele Geschmacksrezeptoren fertig aus, bis man es dann nochmal überprüft hat und gesagt hat, oh nee, da hat man sich aber nicht nur um den Faktor 10 geirrt, sondern um den Faktor 1000 oder so.

Theologiestudium und Empathie

Du hast gesagt während einem Deutschstudium, du bist Lehrer Deutsch, Englisch und Theologie. Was da ganz interessant ist, gerade das Thema Theologie, die meisten werden denken, Sport und Theologie, das ist die einfachste Lösung. Dabei war bei dir Theologie recht anspruchsvoll, von dem was du erzählt hast. Theologie war anspruchsvoll zu studieren.

Also für Deutsch und Englisch, klar, wäre jetzt gelogen, hätte man da jetzt nichts machen müssen. Dafür so war es natürlich nicht. Aber der Anspruch bei einem Theologiestudium, der war doch relativ hoch. Ich habe das auch am Anfang ziemlich unterschätzt.

Ich dachte, naja gut, wie man es vielleicht halt auch so ein bisschen aus der Schule kennt. Man diskutiert das so ein bisschen im Kreisraum und so weiter, macht dann halt so die gängigen Bereiche, dann noch der Geschichte, der Ethik und so weiter durch. Nein, es ist dann schon ziemlich ausufernd, was man dann zu tun hat mit Synopse der Evangelien und so weiter, Dogmatik. Und wie soll ich sagen, also ich möchte jetzt hier niemanden auf die Füße treten, der Theologie studiert hat und das auch noch ausführlicher gemacht hat, als ich jetzt mit meinem dritten Fach im Bereich Lehramt.

Aber wenn dann halt am Ende von irgendwelchen Diskussionen mit deinen Professoren oder im Plenum der Studierenden dann halt einfach die finale Aussage ist, Herr Beuter, das müssen Sie jetzt einfach glauben. Und das dann so am Ende von einer eigentlich wissenschaftlich angelegten Unterhaltung, der finale Schulterschluss dann von Seiten des Höchstqualifizierten in diesem Raum, also deines Professors, dann halt ist Herr Beuter, das müssen Sie einfach glauben, das ist halt so. und da merkst du dann schon wie es dann halt schon irgendwo dünn wird und ich meine ich rede jetzt nicht von den bereichen der der theologie wo es jetzt um kirchengeschichte oder um ja allgemein vergleichende religionswissenschaften an sich geht wo es schon de facto wissenschaftlich zu rande geht oder auch im bereich der ethik wo dann auch philosophie stark mit reinkommt aber wenn es dann halt einfach um so glaubensdogmen Und so weiter geht.

Ja, ganz im Ernst, da kann man halt dann am Ende dann halt auch nichts mehr sagen. Da kann man dann halt nicht sagen, ja Moment mal, die haben recht, die haben nicht recht. Das wäre ja dann, das wäre ja ein furchtbarer Abgesang auf andere Religionen, die da auch studiert werden. Ob das jetzt in die Islamwissenschaft ist oder in die jüdischen Wissenschaften rein, kann man nicht, darf sich auch keiner anmaßen und dennoch wird es halt als Wissenschaft ausgelegt und für die Schule funktioniert.

Aber ich finde es schon teilweise einigermaßen anmaßend, wie es dann eigentlich vonstatten geht. Also würde man dann die anderen mit in den Raum nehmen aus den anderen Wissenschaften, aus den anderen Religionen, wer würde dann da am Ende dann sagen, er darf es jetzt für sich beanspruchen, zu sagen, ja, ist tatsächlich so. Von deinem Theologiestudium, was würdest du sagen, was hast du da gelernt, das für dich im Nachhinein so ein mit Abstand interessanteste oder überraschendste Faktor war? Dass man sich, naja, also du lernst da dann schon ziemlich ausdauernd zu werden und du merkst dann auch so, wenn man jetzt in eine Ausbildung geht nach der Schule, egal welchen Schulabschluss man hat und man dann immer sagt, naja gut, Lehrjahre sind keine Herrenjahre, weißt jeder, was damit gemeint ist.

Sowas gibt es auch im Studium letztendlich auch. Das heißt, wenn du jetzt gerade Theologie studierst, du machst dann natürlich schon Dinge, wo du sagst, Moment mal, das kenne ich jetzt so von meiner Natur her nicht. Also ich muss mich da auf Diskussionen einlassen. Ich muss da mit Mitstudierenden und mit Dozenten dementsprechend umgehen können, wo ich jetzt ich für meine bis zum damaligen Zeitpunkt Persönlichkeit eines Anfang-Mitte-20-Jährigen sagen würde, Hane, mache ich nicht, habe ich nicht so vor.

Aber dann musst du da schon einfach ein bisschen lernen, umzudenken. Nicht dich zu verkaufen oder jetzt irgendwas zu machen, nur damit es funktioniert. Aber schon einfach Empathie übernehmen. Also Empathie ist das, wo du da am ehesten lernst, einfach mal zu merken, es gibt einfach nur wahnsinnig viele andere Positionen.

Wenn du jetzt Naturwissenschaften studierst, da brauchst du jetzt kein großes Maß an Empathie. Das ist de facto einfach gesetzt. Wenn da jemand eine andere Meinung hat, dann ist das einfach rein fachlich gesehen. Aber wenn jetzt einfach religi Gef religi Einstellungen eigene Glaubenss eines anderen Menschen einfach nicht die Deinen sind ja dann versuch das doch mal auszuhalten versuch das doch mal zu verstehen und nicht immer diesem Zwang zu unterliegen denjenigen jetzt zu berichtigen oder zu sagen nein das ist nicht so weil es ist ein Gegenstand den man sich unterh der hat halt ganz viel mit, ja, wie sehe ich das persönlich?

Weil ich kann ja das jetzt nicht in Zahlen auf den Tisch legen und sagen, nee, Moment mal, die Studie, die Statistik und so weiter, die Wissenschaft sagt, es ist so, du glaubst es, es ist falsch, was du glaubst. Kannst du da nicht machen. Also versuch das mal auszuhalten, dass Leute halt auch vielleicht anders ticken als du. Ich habe im Dezember zwei Folgen veröffentlicht mit dem Titel Beef mit Veganern, wo ich so ein bisschen die üblichen Argumente, warum jemand vegan wird, beleuchte.

Zum einen die physiologischen und zum anderen die ökologischen und im Endeffekt mit exakt der gleichen Begründung, die du gerade gebracht hast, die moralisch-ethischen nicht beleuchte. Denn das ist was, Physiologie und Ökologie, da können wir uns recht gut auf Fakten verlassen. Jedoch im Rahmen Moral und Ethik ist es sehr, sehr individuell. Und wenn da jemand Argumente hat, warum für ihn das Sinn macht, gut.

Man kann lange diskutieren, aber es gibt nicht wirklich einheitlich korrekte oder einheitlich nicht korrekte Aussagen.

Kritik am Religionsunterricht in Schulen

Und das ist ja auch dann der Teil, der dir ja dann in deiner Ausbildung, wenn du dann ja Lehrer werden möchtest. Also ich sage mal, es ist immer noch ein Unterschied, ob du jetzt Religionswissenschaftler bist und im akademischen Betrieb tätig bist oder ob du jetzt wie ich dann halt in der Schule unterwegs bist. Weil das, was du dann da täglich im Religionsunterricht praktizierst, das ist ja die High-End-Form von, ich muss Pluralität zulassen, ich muss das, ich selber, ich bin der Lehrer, ich bin der Erwachsene in dem Raum, ich behaupte, ich bin der Vernünftige in dem Raum einigermaßen, meine Kids sind es nicht, die müssen es untereinander aushalten.

Und das ist dann halt wieder so der Punkt, wo ich dann halt denke, naja, dieser konfessionell getrennte Religionsunterricht in evangelisch, katholisch und dann halt, ach so, der Rest, der geht mal schön in Ethik rüber, das macht dann der Kollege Müller. das ist dann so ein bisschen die Reste-Rampe, wo halt alle reinkommen, die nicht klassifiziert werden in evangelisch und katholisch und eigentlich wird propagiert wir sollten es alle miteinander gut können wir sollen, ja, die Kirche bläst die große Ekumene auf und so weiter trotzdem findet konfessionell getrennter Religionsunterricht nach wie vor statt das heißt, eigentlich versucht man in der Schule alle auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen ja, meine ganzen Kids aus allen Herren Ländern wie sie dastehen, ja, sollen miteinander irgendwie klarkommen, auch was ihr Werteverhältnis und was ihre sozialisation betrifft und dann ist aber der tag vom wieder mit religion dann du eine vierte Stunde Also die Katholischen gehen in den Raum 102 die Evangelischen gehen in den Raum 103 und Ethik hat dann noch in den Raum 404.

Und dann macht wieder jeder sein eigenes Ding. Und eigentlich findet dann das gar nicht statt, was man möchte, und zwar der Dialog. Ich mache in meinem Evangelischen Religionsunterricht, habe ich dann auch Einheiten über Islam und über das Judentum und über die orthodoxe Kirche und so weiter. ja, aber es findet halt mit meinen evangelischen, primär deutschen Kids statt. Und anstatt ich, dass ich dann meine türkischen und arabischen Kids, die ich ohnehin im Klassenverband habe, mit ins Zimmer nehme und sage, hey, wie wird das bei dir daheim praktiziert?

Wir machen hier gerade eine Einheit über den Islam. Wie läuft das bei euch zu Hause? Was sind so die Glaubensstatuten bei euch? Kannst du was über die sieben Säulen des Islams sagen?

Wie läuft die Gebetspraxis bei euch ab? Wie laufen die Feiertage ab und so weiter? Erklär es mal. und findet halt total künstlich statt. Im Prinzip der deutsche evangelische Lehrer erklärt den deutschen evangelischen Kids, was die Moslems denn so machen.

Und das ist halt einfach mega mit spitzen Fingern angepackt und da will keiner davon weg. Deswegen hat meiner Meinung nach dieser reine Religionsunterricht so an sich eigentlich, das ist ein alter Dinosaurier, den sollte man einfach mal begraben. Der ist noch mal 100 Jahre älter als die Bundesrepublik und der hat eigentlich in der heutigen Zeit, eigentlich sollte das so nicht mehr stattfinden, eigentlich. Guter Punkt, da habe ich mir noch nie Gedanken drüber gemacht, noch nie so gesehen.

Aber möchte halt auch keiner ran, wenn du das Schulgesetzbuch aufschlägst, da steht ganz oben, Religion ist ordentliches Lehrfach an deutschen Schulen und da will keiner ran, jeden Bildungsplan, den du aufschlägst, egal welcher das ist, da steht Religion immer an oberster Stelle und der wird durchgezogen. Ethik hat natürlich auch seinen Lehrplan und seinen Bildungsplan gestützten und so weiter. Das hat auch gar nichts so sehr mit der Ländersache zu tun, das ist In anderen Bundesländern ist das also dieser Bildungsföderalismus, den wir haben, der ist in anderen Bundesländern ja nach wie vor auch der Fall.

Bildung ist Ländersache, hat aber mit dieser ganzen kirchlichen Geschichte nichts zu tun. Ich meine, wir sind ein säkularisierter Staat und trotzdem rührt extrem diese landeskirchlichen oder gesamte kirchlichen Sachen einfach da mit rein. Ich meine merkst du daran ich darf jetzt ja auch nicht fachfremd Religionsunterricht erteilen Also man darf fachfremd Ethik unterrichten aber nicht fachfremd katholisch oder evangelisch Das hei ich brauche die Lehrerlaubnis der Landeskirche und die kannst du aber auch verlieren Wenn du jetzt katholischer Religionslehrer bist und l dich scheiden l die weg Okay.

Ja, bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob ich es noch aktuell habe, aber bis vor wenigen Jahren war die dann einfach noch weg. Dann hast du einfach deine Missio verloren, dann war es das mit deiner katholischen Lehrerlaubnis. Du solltest dann auch verheiratet sein mit deiner Partnerin, wenn du in den Lehrdienst eintrittst als katholischer Lehrer. Aber also das sind schon noch so ein bisschen so alte Statuten, die da noch mit reinrühren, wo ich denke, Moment mal, ich möchte Lehrer sein, ich möchte es mir jetzt nicht vordiktieren lassen.

Sehr traditionelle Strukturen in dem Fall. Sehr traditionell und wenn du es jetzt halt einfach den aktuellen gesellschaftlichen Diskurs anguckst, dann ist es halt auch einfach nicht mehr zeitgemäß. Ich bin absolut dafür, dass nach wie vor noch ein flächendeckender Ethikunterricht in der Schule stattfindet. Der ist wichtiger denn je, aber nicht dieses konfessionell getrennte Modell.

Das ist einfach zu alt, das hat einfach so keine Daseinsberechtigung mehr.

Herausforderungen im modernen Schulsystem

Wie viele Semester hast du Theologie studiert? Also es war mein Gesamtstudium mit Grund-, Haupt- und Werkrealschule damals auf sechs Semester angelegt. Und dann ist das als affines Fach mit drei Modulen angelegt. Also du hast dann da Modul Dogmatik gehabt, Kirchengeschichte, Theologische Ethik, Altes Testament, Neues Testament.

Und das Sechste fällt mir jetzt gerade nicht mehr ein. Das heißt, drei Module sind drei Semester? Ja, so ungefähr. Also es ist an der Oberfläche gekratzt im Vergleich zu jemandem, der dann ein rein religionswissenschaftliches Diplomstudium oder so angestrebt hat.

Aber es hat trotzdem das Prinzip verdeutlicht. Man musste dann auch seine Lehrprobe machen, auch in der Ausbildung. Und ja, war damals ein ziemliches Einstellungskriterium dann. Also gerade für die, man berechnet das ja auch so ein bisschen, mit welchen Fächern komme ich jetzt gute Chancen, in den Schuldienst reinzukommen. jetzt nehmen sie dich gerade mit allem, also jetzt 2019, wenn du da jetzt nicht gerade irgendwie im Referendariat einen Schüler halbtot geprügelt hast oder so, oder mit Note 4 rausläufst aus den Kolloquien, wirst du jetzt genommen, weil wir haben jetzt, weiß man ja auch.

Mangel. Ja, absolut, absolut. Wenn man auch mal fragt, wer hat das ausgerechnet? Also wie konnten einen die Zahlen so überraschen?

Wie konnte der demografische Wandel mit allem, was dazugehört, einen jetzt so überraschen, dass man sagt, ja, wir haben jetzt hier wieder so und so viele Tausend Stellen, die fehlen. Brauchen wir mehr Lehrer, weil es weniger Lehrer gibt oder weil es mehr Schüler gibt? Wir brauchen mehr Lehrer, weil es andere Schüler gibt. Also wir haben grundsätzlich den Fehler gemacht, dass wir den Bildungsplan geändert haben, so ein paar Statuten drumherum, also wie zum Beispiel inklusive Beschulung, was prinzipiell ein guter Gedanke ist, dass man Kindern mit Handicap eine Zugangsvoraussetzung bietet, an der Regelschule unterrichtet zu werden und jetzt nicht, wie es früher geheißen hat, die Sonderschule mit sonderpädagogischem Förderbedarf explizit auf so eine Schule gehen zu müssen, ist prinzipiell eine gute Sache.

Aber wir haben das mit zu wenig Lehren gemacht. Jetzt hast du da in so einer Gemeinschaftsschule wie bei mir pro Klasse zwei, drei Kids, die inklusiv beschult werden, die diagnostizierten sonderpädagogischen Förderbedarf haben. Ja, da kommt da pro Schüler an zwei Unterrichtsstunden pro Woche jemand vom sonderpädagogischen Dienst und betreut die Kids an zwei Stunden in der Woche. Den Rest macht den Unterricht.

Ein Lehrer wie ich, der nicht sonderpädagogisch ausgebildet ist, der vielleicht halt ein bisschen mit seiner Straßencredibility halt so ein paar Dinge noch managen kann, aber halt am Ende vom Tag dann halt auch mit irgendwelchen Kids, die dann halt entweder gehen sie in Richtung Lernbehinderung oder sind einfach dermaßen verhaltensauffällig, dass es halt einfach auch schwierig wird, die irgendwie in die Klasse mit reinzubringen oder gehen in die Autismusrichtung oder so. da tue ich mir schwer damit umzugehen. Also Kids, die so in Richtung Erziehungshilfe gehen, die so vom Verhalten her ein bisschen hart drauf sind, damit kann ich noch klarkommen.

Das kriege ich irgendwie mit meiner Persönlichkeit gestemmt. Aber wenn es dann halt wirklich so eine Geschichte ist, was Richtung Autismus geht oder sonst was, wo ich sage, hey, da kann ich jetzt zwei Fortbildungen machen, die habe ich auch gemacht, aber das hilft mir jetzt nichts. Das muss ich studiert haben. Ich finde es auch anmaßend jedem Sonderpädagogik-Lehrer, dass man mir das zugesteht, dass ich das könnte.

Also das finde ich jetzt auch von seitens der Kultusministerium total anmaßend zu glauben, dass ich das irgendwie mitstemmen kann. Weil die Leute, die sind dermaßen gut ausgebildet für diesen Job und die gibt es auch nicht aus, die sind nicht einfach nur aus, dass man die Stellen irgendwie besetzt. Und dann ist das schwierig. Und deswegen fehlen da einfach die Lehrer.

Also wenn man schon solche Schulmodelle auf den Weg bringt, dann sollte man halt aber auch die Lehrkräfte haben, die das Ganze dann halt noch mit betreuen, weil sonst fliegen einem die Klassen, so wie es jetzt halt teilweise ist, um die Ohren.

Integration und Flüchtlingskinder in Schulen

Wir haben die Flüchtlingskinder in Vorbereitungsklassen und die strengen sich echt an. Also es ist, ich weiß nicht, ob das jetzt bei jedem Bild-Zeitungsleser angekommen ist aber das was jetzt aus den Fl aus Syrien zu uns jetzt zum Beispiel an die Schule kommt meine Schule war jetzt fr mal als Brennpunktschule ausgeschrieben Diesen Terminus gibt es nicht mehr Und die, die jetzt gerade aus diesen Krisengebieten kommen, die aus Aleppo kommen, die aus Damaskus kommen, also wo es wirklich, Wolfgang, wo wir uns nicht vorstellen können, was haben die alles schon auf dem Kittel stehen, wenn die hierher kommen und aufschlagen in diesem Land, was da alles schon ein Vorlauf war.

Da muss ich sagen, ist es echt krass, wie die gewillt sind, sich anzustrengen und sich zu bemühen. Aber wir haben auch hier zu wenig Lehrkräfte, die sich darum kümmern können. Die werden ein Schuljahr in eine Vorbereitungsklasse gesteckt. Das heißt, du kommst aus Aleppo, hast dann noch vielleicht zwei Jahre in einem Flüchtlingscamp zubringen müssen, bist dann hierher gekommen und dann hast du ein Schuljahr Zeit, Deutsch zu lernen.

Und dann kommst du in die Regelklasse rein. Und dann sollst du funktionieren im System. Da wird zwar dann am Anfang noch ein bisschen mit den Noten, ein bisschen auf Toleranz gemacht und so weiter. Da kommst du her, bist eventuell traumatisiert, hast in der Zeit, in der du in einem Flüchtlingscamp warst, eine andere Landessprache noch gelernt, aber natürlich nur gesprochen, nicht in Schrift.

Das heißt, du hast so ein ganz verdredeltes System. Im Idealfall, wenn du vielleicht ein bisschen älter bist, dann hast du damals in Syrien vielleicht schon Englisch noch gehabt. Das heißt, du kannst auf so ein englisches Schriftsystem irgendwie zurückgreifen, kommst dann dadurch mit unserem Deutschen auch noch zumindest von dem Buchstaben her einigermaßen klar und bist jetzt nicht nur arabische Schrift gewohnt. Und dann sollte es nach einem Schuljahr funktionieren.

Und der Lehrer, der diese Klasse dann auch hat, also ich habe dann die Kids dann auch, soll das dann irgendwie nach einem Jahr dann alles irgendwie einpflegen, dass das funktioniert. Und das sind zu wenig Lehrer, das sind einfach zu wenig Lehrer. Und auch nach unten in der Grundschule runter haben wir dasselbe Problem einfach. Die Kids kommen auch viel zu früh schon in die erste Klasse.

Also man hört ja dann immer von diesen sogenannten Kann-Kindern, die man schon mit fünf Jahren einschulen kann, was dann meistens viel zu früh ist. Die fallen noch vom Sitz runter, die nässen sich noch ein. Das ist tatsächlich gängige Praxis. Da hocken ältere Sechsjährige mit gerade so Fünfjährigen in der ersten Klasse.

Die einen können noch nicht mal gerade sitzen, die anderen können schon im Zahlenraum von 1 bis 10 irgendwie rechnen. So, und das ist Klasse 1. Und jetzt soll man die irgendwie nivellieren, dass die bis zu Klasse 4 alle die gleichen Voraussetzungen haben, an eine weiterführende Schule zu gehen. Wie soll das gehen?

Das kann nicht funktionieren. In dem Alter, wie lange bräuchten die, um Deutsch in Sprache und Schrift zu lernen? Kommt halt immer ein bisschen auf das Alter an und auf die Pr davor Also wenn die nat schon in ihrer Muttersprache schreiben gelernt haben dann hast du zumindest mal ein Schriftsystem auf das du zurückgreifen kannst. Wenn die noch so jung sind, dass die gerade so vielleicht schreiben konnten, aber die Sprache halt nur sprechen, die Muttersprache, dann ist es schwierig.

Und dann ist das halt so eine Altersgeschichte. Also wenn es dann halt so im unteren Grundschulbereich, im unteren Primarstufenbereich ist, da tun die sich dann enormst schwer. Dann heißt es zweimal, naja, klar, wenn man jung ist, dann lernt man doch aber auch eine Sprache viel besser. Ja, wenn ein ausgereiftes Sprachschriftsystem vorhanden ist, dann lernt man das tatsächlich noch ein bisschen leichter.

Aber wenn du deine Muttersprache nur sprechen kannst, nie schreiben gelernt hast und du lernst dann eine Zweitsprache und sollst die dann auch in Wort und Schrift beherrschen, auf was greift dein Hirn zurück? Also weil dein Hirn gleicht ja dann irgendwie dann ab mit, ah, kenne ich, matcht, matcht, matcht nicht, lerne ich neu. Aber da kann nichts matchen, da ist nichts da, da ist nur die gesprochene Muttersprache da. Und da bräuchtest du, also pauschale Aussage zu treffen, vielleicht eher dann zwei Jahre.

Plus halt natürlich fortwährende Sprachförderung und Begleitung. Weil einfach zu sagen, naja, jetzt steckst du den mal in die Regelklasse rein, der lernt das dann schon beim Herr Beuter in Deutsch. Das funktioniert eben nicht. Das ist zu wenig, weil ich habe ja 23 Schüler.

Ja, und jetzt soll ich nach drei gucken, die nicht die deutsche Herkunftssprache haben, wo ich da noch so ein bisschen Sonderförderbedarf reinschieben soll. habe dann noch meine drei inklusiven Schüler und habe dann sonst noch so drei, vier, bei denen es nicht rund läuft. Ja, und am Ende stehe ich alleine drin. Und dann wird es halt eng. Und da bräuchtest du dann halt die zusätzlichen Lehrkräfte.

Bessere Basis. Das ist wie wenn einer immer nur Kniebeugen gemacht hat und jetzt Kreuze im Land versus jemand, der noch nie mit der Langhalle trainiert hat. Ja. Dem ersten wird es deutlich einfacher fallen, weil er was aufbauen kann.

Ja, du hast ja, du hast doch auch im Topsport, du hast doch jetzt für einen guten Athleten, egal ob das jetzt im MMA ist oder so, du hast ja nicht nur einen Trainer. Du hast seinen Grappling-Coach, du hast seinen Athletik-Trainer. Also mehrere Leute, die sich darum kümmern, dass einer richtig gut wird aus verschiedenen Bereichen, die ihre Fähigkeiten reinfließen lassen. Aber zu sagen, Klassenlehrer-Prinzip, in der Regel hat er dann noch Deutsch oder Mathe irgendwie als Hauptfach, der soll das schon mal irgendwie einpflanzen.

Beziehungsweise meine Fachkollegen, die verzweifeln ja dann auch dran. Die haben dann die Schüler zwei, drei Stunden dann die Woche für Hauswirtschaft oder Technikfächer. Deutsch ist dann die Zugangsvoraussetzung, um die Aufgaben zu verstehen und um der Unterrichtssprache folgen zu können, dann wird es eng. Also ich kann mich ja dann in Deutsch wenigstens noch darauf konzentrieren zu sagen okay du bist jetzt zwar noch nicht so weit dass ich mit dir irgendwelche Satzgliederstrukturen ich fange bei dir nochmal irgendwie mit der Verlautung an dass ich irgendwie nochmal Phonetik und einfach nochmal so zwei drei Schritte zur ist dann aber trotzdem noch Deutschunterricht Aber was soll dann mein Techniklehrer dann in Klasse 7, 8, was soll dann der machen?

Wenn der halt irgendwelche technischen Konzepte auf den Weg bringen soll, ja, soll der jetzt auch nochmal zurückgehen und irgendwie einen verkappten Deutschunterricht machen. Das ist auch nicht leistbar.

Lehrerausbildung und Berufsrealität

Das heißt, die praktische Lösung ist, wer jetzt auf der Suche ist nach dem Studium, Lehrer werden. In drei Jahren, vier Jahren wird es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit immer noch eine ganze Reihe von freien Stellen geben. Ich denke, da wird es noch nicht besser gewesen sein. Es ist gerade auch relativ lukrativ, wenn du jetzt an die Sekundarstufe möchtest und den Sekundarstufenlehrer machst, dann wirst du auf jeden Fall mit A13 eingestellt.

Wir damals mit Grund, Haupt- und Werkrealschule wurden mit A12 eingestellt. Also insofern schon mal eine Besteuerungsstufe höher. Je kleiner die Zahl, desto besser. Je höher, je höher.

Und du könntest dann als Sekundarstufenlehrer theoretisch dann auch am Gymnasium bis zur Mittelstufe unterrichten. Also du wärst dann breit aufgestellt. Wir hatten jetzt auch schon den Fall, dass wir bei uns an der Gemeinschaftsschule Gymnasiallehrkräfte hatten, die dann halt einfach standardmäßig bis Klasse 10 unterrichtet haben. schafft natürlich dann aber indirekt auch wieder so ein bisschen so eine zwei- oder drei-Klassengesellschaft in einem Kollegium. Da hast du dann im Prinzip drei Lehrer, die de facto eigentlich denselben Job machen, aber halt drei unterschiedliche Besoldungsstufen.

Die haben dasselbe Stunden soll. Klar, natürlich, das muss man sagen, ein Gymnasiallehrer, der hat eine höhere Semesterzahl studiert. Der ist fachlich auch viel höher ausgebildet. Wie viele Semester hast du studiert?

Also ich habe sechs Regelsemester gehabt. Ich habe zwar acht gebraucht, weil ich noch ein bisschen nach Interesse noch ein bisschen was reingenommen habe. Dann habe ich mir Zeit gelassen. Was hast du noch studiert?

Nach Interesse. Also innerhalb von meinen Fächern dann halt. Ich habe dann halt hier und da noch ein paar Extraseminare besucht in Pädagogik und in Psychologie, weil es mich einfach interessiert hat. Und der Fleiß, Herr Markus.

Es war auch ein bisschen meinem Umfeld geschuldet. Ich hatte ja auch ein bisschen ein fruchtbares Umfeld damals. Muss man ja dazu sagen, ich habe ja einen zweiten Studienanlauf gebraucht. Im ersten war es ja dann auch Lehramt.

Das war dann aber damals, da war ich auch zu jung. Das ist mir dann auch über den Kopf gewachsen. Ich habe dann im vierten Semester abgebrochen damals. das war nur real schullehramt da war noch geografie und politikwissenschaften mit dem spiel und das war halt auch ich dachte geografie mensch erdkundeunterricht der war super in der schule der hat mich total interessiert in der schule und als ich es studiert habe, da habe ich mich dann auf irgendwelchen Exkursionen im Taunus gefunden, wie ich dann da irgendwelche Gesteinsschichten mir dann anschauen sollte und irgendwelche Kartografie-Seminare. Das war halt furchtbar dröge.

Also das war halt einfach schlecht vorinformiert und nicht über die Studieninhalte genau Bescheid gewusst. Da hätte man vielleicht einfach mal zu so einem Infotag gehen sollen oder einfach mal irgendwelche Leute ins Gespräch nehmen, die Geografie studieren. Ich habe es halt einfach nur rein von dem, wie ich es aus der Oberstufe noch kannte, irgendwie abgespeichert und es war halt überhaupt nicht das. Also selbst ein Politikstudium, obwohl mich Politik immer interessiert hat, ist aber zum Studieren halt auch teilweise furchtbar dröge gewesen.

Und ja, dann ist mir das einfach auf den Kopf gewachsen. Ich habe dann abgebrochen, zwei Jahre später nochmal den Anlauf gemacht, war dann ein bisschen älter und das hat mir dann als Lehrer nicht geschadet, ein bisschen schon älter zu sein, wieder ein bisschen mehr Lebenserfahrung zu haben, weil das ist halt ein Job, der steht und fällt halt einfach mit der Persönlichkeit. Also wenn ich jetzt denke, oh Gott, die armen Kids, die jetzt mit diesem Gymnasium nach Klasse 12 fertig sind, die dann schon ganz früh ins Studium reingehen. Jetzt ist natürlich für die Jungs dann noch der Zivildienst und der Wehrdienst weggefallen.

Die können ja schon wahnsinnig früh ins Lehramtsstudium gehen. Und dann stehen die da mit Anfang, in ihren frühen 20ern stehen die da theoretisch schon vor Schulklassen, wo ich dann einfach denke, gehst mal in dem Alter an meine Schule, die zerfleischen dich. Also willst du jetzt nicht pauschalisieren, aber wenn du da jetzt nicht schon so ein bisschen gereifte Persönlichkeit hast, ein bisschen so ein Standing und was aushältst, dann Und dann macht die das kaputt. Und dann muss man sich auch nicht wundern, wenn man dann wieder Reportagen und Zeitungsberichte liest, wo dann einfach tatsächlich junge Lehrer schon hart in den Burnout reingeschoben werden, weil die sind selber noch in ihrer Findungsrolle, die müssen ihre Lehrerpersönlichkeit entwickeln.

Die kriegen natürlich von der Schulleitung aufgrund von Lehrermangel halt auch noch das aufgedrückt und das aufgedrückt. Ja, machst du noch Schuladministrator, machst du noch hier den Berufswegeplanungsonkel und machst du noch, also du hast ja zu deinen Stunden noch so Extratätigkeiten, nicht gerade wenig. Hast du noch Fachleitungen in Englisch oder in Deutsch oder sowas? Wird ja alles aufgedrückt.

Und als junger Kollege, das sagst du auch nicht, nein, das hast du ja gar nicht gelernt. Oder hast du einen Haufen Ferien? Ja, die sind auch. Du arbeitest nur mit Lückentexten als Klassenarbeiter, richtig?

Ich würde es gerne machen, ja. Ich würde es echt gerne machen. In der Gemeinschaftsschule hast du ja dann das Ding mit diesen drei Niveaustufen innerhalb von einer Klasse. Da habe ich dann dieses EM und das GM und E-Niveau, wo ich dann auf drei Niveaustufen theoretisch differenziert und richten musste sodass quasi der Sch mit Gymnasialpotenzial sowohl bedient wird als auch der der eigentlich so am Rande eines F ist oder ein schwacher Hauptsch muss sich theoretisch alle drei mitbedienen.

Und jetzt kommen wir wieder zu der Klasse zurück, wo dann noch einer mit inklusivem Förderbedarf da sitzt, dann noch welche, die dermaßen schwer verhaltensauffällig sind, oder wie es der pädagogische Euphemismus am Verhaltenskreativ oder Verhaltensoriginell beschreibt, So steht es dann im Bildungsplan drin. Und das musst du dann irgendwie alles bedienen. Und dann ist das halt auch, wie soll ich sagen, du bist halt auch wie so ein Bauchladentrainer. So dieses, ich kann alles.

Ja, ich kann ein bisschen Physio. Ich kann ein bisschen Athletiktraining. Ich kann ein bisschen Krafttraining. Ich kann so alles, aber von irgendwie nichts so richtig eine Ahnung irgendwie.

Du bist zwar vielleicht auf eins ausgebildet, bist dann vielleicht auch dazu in der Lage, dir durch Fortbildung und Workshops und so ein bisschen Sachen drauf zu schaffen. Und wenn du talentiert bist, geht das. Aber für die meisten Leute ist es dann einfach, also wenn du einen Hang zum Perfektionismus hast, dann ist der Lehramtsberuf gerade völlig unbefriedigend für dich, weil du kommst nie nach Hause und sagst, heute war es gut, de facto, ich habe das bedient, das bedient, das bedient. Ich habe alle dort unterrichtet, so wie man das eigentlich erwarten müsste.

Das findet so nicht mehr statt. Wie lange bist du jetzt Lehrer? 6, 8 Jahre? Ja, ich bin 2013 in den Lehrdienst gekommen. Sechs, sieben Jahre.

Ja, genau. Verbeamtet auf Lebzeit natürlich. Das hat man wie vor noch als Lehrer. Also man hat dann ein, zwei Jahre Probezeit noch.

Also quasi Beamter auf Probe. Wenn man da jetzt keinen groben Fehler baut, hat man es dann spätestens nach zwei Jahren. Wenn die Noten richtig gut sind, hat man es vielleicht schon nach einem Jahr. Das heißt, in den ersten ein, zwei Jahren darfst du dich noch nicht mit Schülern prügeln?

Da darfst du dich nicht mit Schülern prügeln oder irgendwelche konspirativen Geschichten da mit denen pflegen oder so. Nee, das geht schon aus dem Beamtentum. Das lockt natürlich schon fürs Lehrer-Dasein. Die Ferien, muss man sagen, das ist wichtig.

Ich habe es jetzt gemerkt mit einer dreieinhalbjährigen Tochter, wenn du ein Kind hast, das betreut werden muss und Mutter arbeitet in der freien Wirtschaft, ganz normal, ist nicht Lehrer, dann ist das natürlich schon gut. weil wenn die kitas zu hat habe ich ferien da musst du dann nicht irgendwie mit deinen urlaubszeiten oder mit deinen freischichten um die rumdielen und sich das so ganz gewieft absprechen wenn die zu haben habe ich ferien in der regel ja das merkst du nat das ist schon gut ich bin auch wahrscheinlich immer ein bisschen fr zu Hause als andere Daddys Also wer jetzt halt nat seinen 8 bis 18 hat oder so der sieht sein Kind anders wie ich, der an zwei Tagen in der Woche Mittagsschule bis 16 Uhr hat.

Also de facto sehe ich mein Kind mehr. Aber de facto habe ich auch das, was dann auch in der freien Wirtschaft als Homeoffice läuft, habe ich viel. Und ich muss sagen, Homeoffice finde ich scheiße. Also ich habe nicht die Fähigkeit zu da.

Wird es unproduktiv? Ja, schon. Und ich mache dann wirklich eher so Sachen wie, ich gucke, dass ich morgens eine Stunde früher aufstehe, vor allem in der Wohnung. Also ich stehe vor meiner Frau und meiner Tochter auf und dann heißt es halt manchmal fünf, halb, sechs morgens aufstehen.

Weil diese erste Stunde morgens am Schreibtisch ist immer besser wie die zweieinhalb Stunden am späten Nachmittag oder am frühen Abend, wo immer irgendwie Action ist. Da kriege ich mich nicht konzentriert. Will es auch nicht. Wenn dann die Kleine da ins Arbeitszimmer reinkommt oder ich höre sie draußen irgendwie vorbeischanzen, da bist du nicht richtig bei der Sache und willst ja dann auch irgendwie so das Familienleben mitbekommen und da was davon haben.

Und dann ist so eine Homeoffice-Geschichte. Also ich bewundere die Kollegen, die teilweise echt so am Wochenende mal kurz irgendwie dann sich Samstagmittag hinhocken und da drei, vier Stunden irgendwas wegballern oder so. Aber das ist mir nicht gegeben. Also lieber bleibe ich dann länger in der Schule und hänge da was dran, dass ich in meinem Klassenzimmer oder im Lehrerzimmer irgendwas wegarbeite als zu Hause.

Schreiben eines 400-seitigen Fitnessbuchs

Und insofern sind die Ferien für mich auch nicht so produktiv. Aber nach zwei Jahren Lehrer-Dasein kam ja dann direkt die Idee für das Buch. Das konnte ich in Ferien machen. Da waren dann die Ferien relativ gut.

Also ich finde es halt immer sehr frustrant, Schularbeit zu Hause zu erledigen. Also ich arbeite zwar schon, wenn ich zu Hause arbeite, gern, aber dann halt eher an solchen Projekten wie jetzt an dem Buch. Hast du mal hochgerechnet, wie viele Stunden du geschrieben hast? Für die, die das Buch noch nicht gelesen haben, sind 400 Seiten.

Also das ist etwas dicker. Also im Nachhinein wundert es mich überhaupt, wie ich es hingekriegt habe. Gut, es waren anderthalb Jahre, das ist lang. Da ist dann auch noch die Geburt 2016 von der Tochter dann noch mit reingekrätscht.

Das hat dann auch noch mal ein bisschen Verzug gebracht. Wie viele Wörter sind es? Wörter? Boah, da müsste ich nachschauen.

Bei 400 Seiten. Ja, ich hatte auch mal irgendwann so ein Verhältnis vom Artikelschreiben, wie viele Wörter, wie viele Seiten sind und so weiter. Aber das kriege ich nicht mehr zusammen. Müsst ihr jetzt auch nachschauen.

Was schätzt du, wie viel Zeit das investiert? 100 Stunden Also das muss im dreistelligen Bereich gewesen sein weil durch das Erstlingswerk hast du halt auch viel Ineffizienz wie du arbeitest Also du kannst dann dann Details manchmal da rumfrickeln, wo dann eigentlich im Nachhinein sich als völlig unnötig herausstellen. Du bist mit irgendwelchen Layout-Einstellungen von Word beschäftigt, mal über drei, vier Stunden, wo du dann einfach hinterher dich nur freust, dass du jetzt wieder einen automatischen Absatz reinkriegst, den es dir vorher immer irgendwie nicht reingemacht hat. Ja, und da ist jetzt für das zweite Buch jetzt, würde ich sagen, bestimmt ein Drittel weggefallen an unnötiger Zeit, die man hat.

So ein Lerneffekt. Ja, genau.

Methodik: Powerlifting vs. Bodybuilding

Das erste Buch war ja so ein Drittel autobiografisch, ein Drittel Satire und ein Drittel Programmbesprechung. Ja, das trifft ganz gut, ja. Das nächste Buch wird ja im Endeffekt dann Primärprogrammbesprechung, soweit ich das verstanden habe. Es sind ja zwei Bücher geplant, einmal zum Thema Bodybuilding, einmal zum Thema Powerlifting.

Welches von den beiden kommt als erstes? Powerlifting. Ja, Powerlifting. Ist aber auch tatsächlich dem Umstand geschuldet, dass ich da noch ein paar Ideen mehr auf der Kante hatte, die es quasi nicht damals ins Buch reingeschafft haben.

Also was Programmbesprechungen und so weiter betrifft, da musste ich es halt irgendwann mal reduzieren. Und die kann ich jetzt alle schön von der Leine lassen. Aber auch durch das, also ich habe jetzt zwar selber seit drei Jahren Pause von aktiven Wettkämpfen, habe mich aber trotzdem immer mit Programmen weiterhin befasst. und das ist dann halt so von meinem eigenen Fokus her dann doch eher ein bisschen Powerlifting-lastig. Also das läuft mir ein bisschen leichter von der Hand runter, zu weil man jetzt ja auch tatsächlich sagen muss, Powerlifting hat Programme, Bodybuilding hat Methoden.

Um es vielleicht mal so zu sagen, also die Trainingsplanung im Bodybuilding ist eher, es gibt verschiedene Intensitätsmethoden und verschiedene Tools, wie man sein Training gestalten kann, aber so das grobe Raster, das über dem Bodybuilding drüber liegt, Das ist jetzt nicht so ausgetüftelt wie jetzt im Powerlifting. Da gibt es jetzt nicht den Peak zu einer Competition hin, dass man jetzt irgendwie einen 12- oder 16-Wochenplan hat. Man muss sich da jetzt nicht für ganz komplizierte Periodisierungsmodelle entscheiden. Kann man zwar schon innerhalb der Bodybuilding oder innerhalb, sagen wir mal, vom Hypertrophie-Sektor gibt es schon Periodisierungsmodelle.

Das brauche ich dir ja nicht erklären. Aber da ist das Bodybuilding schon eher so ein bisschen einfacher gestrickt. Das heißt Powerlifting, 23 verschiedene Trainingsmethoden oder Trainingsansätze, ist das was du besprichst? Ja, also ich habe tatsächlich das rausgenommen, was wahrscheinlich...

Der kulturelle Wandel im Powerlifting

Wenn ich jetzt die Kids, wenn sie sagen, naja, ich will jetzt irgendwie Powerlifting machen oder so, weil es jetzt halt irgendwie gerade so ein bisschen, ich habe das Gefühl, es ist gerade ein bisschen schick geworden, Powerlifting zu machen oder so. Also der Trend geht ja so ein bisschen Raw Powerlifting jetzt ja schon seit ein paar Jahren. Ja, es sind Persönlichkeiten am Start, die halt einfach das auch gut promoten können. Und da ist es schon ein bisschen so schick, dass Powerlifting irgendwie stattfindet.

Hat, glaube ich, auch so ein bisschen was mit Identifikation zu tun. Ging es mir ja auch. Also bis zu dem Zeitpunkt, wo ich meinen ersten Powerlifting-Wettkampf in Aussicht hatte, wenn mich Leute gefragt haben, was machst du? Gehst du trainieren?

Da hast du schon gesagt, ja, ich mache Kraftsport. Zu sagen, ich mache Bodybuilding, das ist einem schwer über die Lippen gegangen. Weil man hatte jetzt ja nicht das Ziel, on stage zu sein, mit dreieinhalb Prozent Körperfett in der Unterwäsche lackiert und braun gebrannt. Also das hatte ich ja nie, das hatte ich ja nie.

Ich wollte zwar immer irgendwie muskulös sein und gut aussehen, aber ich hätte mich jetzt nie so in dem Sinne als ein Bodybuilder beschrieben wobei man das jetzt glaube ich durch die Natural Bodybuilding Community ist es glaube ich auch wieder ein bisschen eher möglich das irgendwie so zu sagen das ist eher so ein Lifestyle der gerade auch wieder so akzeptiert wird und im Mainstream stattfindet aber Powerlifting vor 10 Jahren war Powerlifting der Begeisterung für Krafttraining hatte irgendwas zielorientiert trainieren wollte aber nicht so wirklich Bock hatte sich einen Strick der Ernährung zu halten.

Dem war es egal, wie er ausgesehen hat. Also der wollte halt einfach stark sein. Und es war dann auch so ein bisschen, das habe ich ja selber auch gemerkt, ich bin ja dann auch mit dem Gewicht dann nochmal gut hochgegangen, war ja dann auch zeitlang lang, so knapp über 100 Kilo, was auf 1,76 Meter für mich dann schon auch ganz ordentlich war. Es war dann auch so ein bisschen so eine Alibi-Funktion dann auch so, ja, ich muss jetzt nicht mehr so auf die Ernährung so drastisch achten.

Ich brauche halt Energie fürs Training. Und ja, dieser ästhetische Aspekt, den hat man dann irgendwie so ein bisschen ad acta gelegt, zumindest was die Disziplin beim Essen betrifft. Also man hat dann schon geguckt, dass der Kalorienüberschuss da war und dass das Protein gestimmt hat. Aber es war jetzt auch irgendwie legitim, dann halt auch einfach irgendwie regelmäßig zu McDonalds zu gehen. man hat ja gesagt, man macht jetzt ja Powerlifting, man macht das jetzt ja nicht mehr für die Optik

Wettkampf-Powerlifting und Verbandsregeln

Powerlifting, also im Deutsch wird es auch oft als Kraftdreikampf bezeichnet Bankdr Kniebeuge Kreuzheben du hast auch einige Jahre Wettk gemacht was sonst 5 Jahre Wettk F Jahre im BVDK genau Das waren insgesamt neun oder zehn Wettk Also ich habe pro Jahr so ein, zwei Wettkämpfe gemacht im BVDK. Bin immer für das Bundesland Hessen gestartet, weil ich durch Umstände an den hessischen Verein geraten bin, der sich ergeben hat. Man müsste sich das ja so vorstellen, wenn du jetzt sagst, du machst KDK. Mittlerweile kannst du in jedem Public Gym eigentlich für einen Kraft-Dreikampf-Trainieren.

Das geht. Also eine halbwegs vernünftige Langhandel ist meistens da. Ein Kniebeuge-Rack. Ein Bankdrücken funktioniert meistens auch einigermaßen.

Es scheidet sich dann meistens noch ein bisschen am Kreuzheben. Kann man zwar dann machen. War, sage ich mal, vor 10, 15 Jahren dann auch noch so ein bisschen vielleicht schwierig. Da der Boden nicht überall konform war fürs Kreuzheben, das war dann immer so ein Kicker-Kriterium, dass man rausgeflogen ist, wenn man dann irgendwie über 200 Kilo auf den Boden hat fetzen lassen.

Aber das kann eigentlich jeder trainieren. Problem ist halt, wenn du halt in die organisierte Wettkampfszene einsteigen möchtest über den Bundesverband, musst du halt bei einem Verein sein, der dem Verband zugehört. Und wenn du jetzt halt dein Cleverfit-Abo hast, dann kannst du nicht einfach so für Baden-Württemberg an Kraft-Dreikampf-Meisterschaften teilnehmen. Also da gibt es keine offenen Turniere oder so, wo es jetzt heißt, du brauchst keine Mitgliedschaft im Bundesverband oder im Landesverband.

Das funktioniert nicht. Also du musst dann halt bei irgendeinem Verein sein, zahlst dann da deinen Mitgliedsbeitrag und entweder du hast das Glück, dass du halt einen findest, bei dem du quasi auch trainierst, weil er halt in deiner Nähe ist vielleicht. War bei mir aber damals nicht so. Also komme ich aus der Nähe von Tübingen.

Das nächste, was dann als Verein durchgegangen wäre, das wäre dann so in Esslingen gewesen. Ja, soll ich jetzt in Esslingen trainieren unter der Woche während dem Studienbetrieb oder während dem Arbeiten oder sonst was, drei, vier Mal die Woche nach Esslingen zum Training fahren. Also wäre für mich nicht alltagstauglich gewesen. Und so bin ich dann quasi halt an den Verein, an den ASV Griesheim geraten und das war dann halt glücklich, dass ich bei denen als passives Mitglied eine Mitgliedschaft hatte.

Da habe ich dann auch einen gemäßigteren Jahresbeitrag gezahlt, aber die Formalitäten haben gestimmt, um halt ein Starterheft zu bekommen, um beim Bundesverband dann halt teilnehmen zu können im BVDK. bin dann halt immer als schwabe für hesse gestartet das war dann halt das einzige ich war dann quasi der eingekaufte schwabe der dann halt für in frankfurt angesiedelten verein gestartet halt ist dann habe dann auch mal ein landesmeister geholt im jahre 2012 oder 2013 landesmeister mal noch geholt aber wie das dann halt auch im Powerlifting so ist man ist halt Landesmaster geworden weil der Favorit an dem Tag zweimal ung in der Beuge bekommen hat und ich habe sie gültig bekommen und habe dann dadurch halt gewonnen, obwohl er ein deutlich höheres Gewicht auf der Stange hatte als ich.

Aber er hat es halt technisch nicht gültig bekommen und somit war halt mein dritter Versuch deutlich besser als sein erster Einstiegsversuch. Nicht gültig heißt, er war nicht tief genug. Er war nicht tief genug, genau. Also die sind da schon relativ streng vom Judging oder zu der Zeit immer gewesen, also dass halt natürlich deutlich die Hüfte unter deiner, unter deinem Knieoberseite deutlich unterparallel ist. und

Equipped vs. Raw Powerlifting

also ich muss dazu sagen, alle Wettkämpfe damals mit Ausnahme von einem oder zwei waren mit Equipment also mit Kniebeugeanzug, Bankdrückshirt und Kreuzhebeanzug und bei der Kniebeuge noch mit diesen zwei Meter Bandagen, die hart ums Knie gewickelt werden und da ist Tiefe natürlich schon so ein Thema also es ist schwieriger tief zu kommen es ist tatsächlich so, also das Equipment damals, das ich auch verwendet habe also du bist quasi mit unter zweifachem Körpergewicht auf der Stange bist du gar nicht in die Nähe von tief gekommen, weil das Material so eine hohe Kompression hat also das ist ja auch erwünscht aber du musst dann dich quasi echt zwingen in die Tiefe runter zu kommen, brauchst auch ein gewisses Gewicht auf der Stange und wenn du dich dann halt verschätzt oder halt auch nicht eine allzu hohe, oder deine Schmerzgrenze auch nicht allzu hoch ist, weil das tut weh also du hast dann auch hinterher wirklich Hämatome an den Gelenkstellen.

Es tut auch wirklich weh, es ist schmerzhaft, in diese Tiefe dann runter zu kommen. Also das Material müsst ihr euch vorstellen wie der Sicherheitsgott von eurem Auto. So ungefähr könnt ihr euch das vorstellen. Nur halt wie ein Suit, wie ein Singlet, was zum Beispiel auch die Ringer anhaben oder so, kann man sich so ungefähr vorstellen.

So ein Mankini oder die Sprinter. Ja, genau. Genau. Und das ist einfach hart.

Und auch gerade, oder auch so die Kniebandagen. Also du kannst nicht sagen, du ziehst jetzt automatisch Equipment an und bist dadurch 50 Kilo stärker. Wenn du es blickst, ja, schon. Und wenn du damit umgehen kannst, bist du stärker, logisch.

Was war deine Bestleistung damals? Bankdrücken, Kreuze im Kniebeugen? Also ausgehend von der Landesmeisterschaft damals, das war Startklasse Aktive bis 93 Kilo, habe ich damals 235 gebeugt, 180 gedrückt und 240 gehoben Sumo ja das war nicht die Welt das ist auch heute nicht die Welt Also der damalige Favorit in der Klasse der w nochmal um einiges h gewesen gerade auch in der Beuge. Aber es lief halt für mich gut an dem Tag.

Landesmaster ist Landesmaster. So läuft es oft an Weltkampf. So ist es oft, so ist es oft. Also ja, im Prinzip, ich habe an dem Tag den ersten geholt, weil er halt an dem Tag ausgebombt hat, war halt einfach so, die Landesmeisterschaft im Jahr darauf, die konnte ich aus gesundheitlichen Gründen nicht wahrnehmen, habe dann aber quasi drei Wochen versetzt zur Landesmeisterschaft mit meinem damaligen Equipment in derselben Gewichtsklasse einen Test in meinem Gym damals durchgeführt und dann waren die Werte halt einfach nochmal deutlich höher, aber wie es dann halt so ist, es war nicht Competition, es war halt nur im Prinzip abgefilmt im eigenen Trainingskeller und da war es damals eine Beuge mit 262,5, eine Bank mit 182,5, also auch nochmal, nee, 185 und gehoben 245.

Aber gerade die Kniebeuge hat sich nochmal um 30 Kilo verbessert, nur weil ich es einfach geblickt habe, ein bisschen besser mit dem Equipment umzugehen. Also Raw bin ich garantiert nicht stärker geworden. Es war nur einfach... Das Equipment gelernt.

Das Equipment gelernt, genau. Und da muss man halt auch sagen, das ist eine Sache, das gehört in die Vereine. Also gerade das Equipment Powerlifting, das ist eine Sache, das muss in den Vereinen betreut werden. Da brauchst du halt erfahrene Leute, die wissen, wie das funktioniert, weil da bist du auch wieder bei Studien.

Es gibt keine Studien, wie man einen Titan Katana Banktrickshirt mit Low Cut anzieht, um nochmal 10, 20 Kilo, da reicht es schon, den Halsausschnitt 2, 3 Zentimeter tiefer zu ziehen, um einfach mal 10, 15 Kilo mehr beim Drücken rauszuholen. On top zu den 50, die du vielleicht eh schon rausholst, weil du es blickst. Du drückst Raw 150 und wenn du dein Shirt richtig verstehst, dann drückst du 230. Kann sein.

Wir haben so Leute. Also funktioniert auf jeden Fall. Hat dann aber eigentlich mit dem Bankdrücken nichts mehr zu tun. Disziplin dann.

Ja, genau. Also es ist nach wie vor Sport. Es ist Sport im Liegen auf einer Bank, der nach wie vor stattfindet. Aber es hat eigentlich nichts mehr mit dem Bankdrücken an sich zu tun.

Das ist schon fast eine Bauchablage, auf der die Hand runtergeht. Du greifst maximal breit, du ziehst die Ellenbogen wirklich hart in deinen Latissimus rein. Deine schlimmste Sorge ist einfach nur, dass du eher deine Handgelenke umknicken und das Ding dann in die Safeties abschmiert. Du machst eine Brücke jenseits von Safeties. hart wie möglich, also wenn du mobil dazu bist, die Mobilität hast.

Und ich hatte dann aber auch einfach zum Schluss keinen Spaß mehr, auch einfach dran, weil ich gemerkt habe, Leute, die in einem Verein betreut sind, die können einfach mit dem Equipment mehr rausholen. Für die ist das auch einfach praktischer, wenn du zwei, drei Leute hast, die dich in dein Equipment reinstopfen, wie derjenige, der selber in seinem Keller versucht, eine halbe Stunde lang in seine Klamotten reinzukommen und dann jedes Mal Angst zu haben, wenn dann halt irgendwie die Kniebeuge nicht mehr hoch geht, sie abwerfen zu müssen. Das sind halt einfach Sachen, wenn das in einem Verein betreut wird, dann hat das auch seine Daseinsberechtigung.

Dann ist auch nach wie vor Equipped Powerlifting spannend, weil es macht auch die Wettkämpfe tatsächlich spannend. Weil du kannst jetzt nicht sagen, heute kommt der und der wird die und die Werte abliefern. Das ist sowas von Tagesform abhängig. Wenn der einen guten Betreuer dabei hat, dann holt der im dritten Versuch, nur weil er die Bandagen nochmal ein bisschen besser weiß zu wickeln, nochmal fünf Kilo raus, die vielleicht zum Sieg helfen könnten.

Bei einer Raw-Competition, ganz ehrlich, also wenn du da die Leute hast und sie einigermaßen ehrlich sind, könnte jeder auf einen Zettel schreiben, wozu er heute wahrscheinlich imstande wäre oder was er heute imstande wäre zu leisten. Wir gucken die Zettel an und dann gehen wir alle auseinander und wissen, wer gewonnen hat, ohne dass wir es testen müssen, weil im Raw gibt es keine Überraschungen. Nicht wirklich. Da ist vielleicht mal eine Tiefe nicht richtig gut oder eine Pause auf der Bank ist vielleicht ein bisschen zu schnell die Stange von der Brust wieder hochgegangen.

Aber rein von dem, was der Athlet imstande wäre zu leisten, gibt es beim Raw Powerlifting keine großen Überraschungen mehr.

Bau eines Home-Gyms im Keller

Du hast zweimal deinen Trainingskeller erwähnt. Du hast ja relativ lang. Kleines Gym im Keller. Ja, war auch eigentlich eine verrückte Sache.

Wir sind damals umgezogen und zu dieser Wohnung hat damals ein 13, 14 Quadratmeter großer Keller gehört, der separat abgeschlossen war. Nicht wie man das teilweise kennt aus so einer Parteienwohnung, wo man mit so einem Holzgitter oder so getrennt ist, sondern wirklich separat Tür, zementierte Wände. Und ich habe im Spaß meine Frau damals gefragt, ob ich mir da irgendwie einen Trainingsraum reinbauen könnte. Im Kopf war das eigentlich eher nur so, ich lege da zwei Bodenmatten rein, nehme drei Kettlebells mit runter und irgendwelche Grip-Tools oder so.

Und da hat sie gesagt, ja nimm doch, wir haben sonst genug Platz in der Wohnung, wir bräuchten den eigentlich gar nicht als Abstellraum. Und dann habe ich halt mal den angefangen auszumessen habe Moment mal eigentlich w du hier gut einen langen Handel reinkriegen so zum Beladen und zum Ablegen Habe dann noch mit einem befreundeten Schlosser mich kurz geschlossen und habe gesagt kannst du mir da was bauen Weil damals war der Markt für Home-Equipment nicht wirklich groß da. Also da hast du entweder so richtig professionelle Sachen gehabt oder Schrott. Dazwischen gab es eigentlich nicht viel.

Oder es war halt für solche Keller- oder Garagenabmessungen, war das dann halt einfach viel zu groß. es hätte von der Höhe nicht reingepasst oder sonst was. Dann habe ich mir damals einen Power Rack anfertigen lassen, Custom Made, ja, vom guten Freund. Und habe den ganzen Boden halt mit 20 Millimeter Gummimatten ausgelegt und habe dann da von 2012 bis letztes Jahr noch dort trainiert und auch zu zweit sogar. Also das Rack war so angefertigt, dass du im Prinzip auf der einen Ablage konntest du beugen und auf der anderen, die war so weit nach außen versetzt, dass du die Bank reinstellen konntest und auch Bankdrücken.

Das hat funktioniert. Also ohne, dass du quasi beim Beugen dann auf der Bank mit dem Hintern gestreift hättest. Das war so weit auseinandergezogen. War halt ein Sondermaß.

Das heißt, das ist ein Rack, eine Bank, Langhantelscheiben, ein paar Kurzhanteln? Ein paar Kurzhanteln. Da habe ich also die Kurzhanteln waren eigentlich so das höchste Invest damals. Ich habe auf gummierte Hextumbles gesetzt damals, weil die kannst du halt stapeln.

Einfach durch diese Sechskantkonstruktion kannst du die aufeinanderlegen. Du brauchst ja nicht unbedingt einen Ständer wie für die Rundhandeln. Und da war das relativ geschickt. Da habe ich mir da noch von 6 bis 20 Kilo immer in Zweierschritten die Kurzhandel noch besorgt.

Das war somit das teuerste. Zwei Langhandeln, zweimal eine Texas Power Bar. Das war damals ein ganz guter Standard, wenn man jetzt nicht gerade irgendwie das Geld für Ileco oder so hatte. Und für 450 Kilo in Stahlplatten.

Aber wirklich so, wie man es jetzt kennt, so Shepard Plates halt. Also keine kalibrierten Wettkampfscheiben in schönen Farben, sondern wirklich schönen Guss. Die ganzen Halterungen für die Gewichte wurden alle in die Wand reingedübelt, dass halt so wenig wie möglich auf dem Boden war, um Platz zu sparen einfach. Und dann hat man sich halt nach und nach noch das eine oder andere dazu gekauft, so eine zusammenklappbare Backrace, 45-degree Backrace. ich habe mir einen Dippholm anfertigen lassen, den man in die Wand stecken konnte, da war dann eine Vorrichtung in der Wand, konnte dann die Holme aber dann rausnehmen auch einfach um Platz zu sparen und es hat eigentlich wahnsinnig gut funktioniert also da hat eigentlich fast nichts gefehlt das einzige was gefehlt hat was ich jetzt in meiner jetzigen Garage habe die ein bisschen gr ist ist ein Kabelzug Das hat mir immer gefehlt Also das muss ich sagen selbst f Powerlifting ist ein Kabelzug eigentlich schon von Vorteil Ja, Stensübungen wegen.

Training und Ausrüstung im Garage-Gym

Das heißt, jetzt bist du umgezogen, jetzt hast du die Hälfte von der Doppelgarage. Ich habe vorher die Bilder gesehen. Du bist gut ausgestattet mittlerweile. Ja, jetzt habe ich halt noch so einen tollen Multifunktionskabelzug, so einen Duo-Zugtrainer, wo dann halt die Führungen unabhängig voneinander sind.

Das Einzige, wo ich da ein bisschen gespart habe, ist, da hätte ich mich jetzt entscheiden können zwischen Stackweights oder Plateloading. und da ich aber genug Platten da habe, war das einfach dann, da sparst du dann halt für so ein Gerät locker nochmal 350 Euro, wenn du dann halt auf Plate Loading, also wo man dann halt die Handelscheiben dann quasi auf die auf den Zugschlitten dann drauf legt oder führt und ja, also das einzige, was mir also wenn ich es mir jetzt noch raussuchen könnte, lacht nicht, das einzige, was mir jetzt noch fehlen würde, wäre so eine Leg Press Hack Hack-Squad-Kombo, so eine Beinpresse-Hackenschmitt-Kniebeuge-Kombo.

Wenn man halt dann doch mal sagt, okay, Beintraining, ich möchte nicht immer eine Langhandel auf dem Rücken haben. Da gibt es mittlerweile ja auch so Economy-Gerätschaften, die A, bezahlbar und auch vom Platz her einigermaßen gehen. Ich dachte, was jetzt kommt, ist so ein klassisches Kettler-Ergometer für 10 Minuten Fahrradfahren vor dem Kniebeugentraining. Da habe ich in Airdyne-Bike von Firma Schwinn investiert vor ein paar Jahren.

Das stand schon in unserer alten Wohnung, stand es in meinem Büro drin. Musste man halt, bevor man drauf gesessen ist, immer gucken, dass halt die ganzen Unterlagen beschwert waren oder halt abgeheftet, dass es nicht alles durcheinander geblasen hat. Aber so ähnlich wie bei dir das Assault-Bike ist ja Schwinn quasi so der Vorgänger. Ich habe so ein bisschen die Altherren-Version genommen mit so einem schönen, breiten, bequemen Sattel.

Nicht so diesen Holzhobel-Sattel da. ja und das ist eigentlich auch noch so eine ganz gute Ergänzung wenn man sagt naja gut doch so ein bisschen mal ein bisschen Cardio oder es ist jetzt halt auch die Jahreszeit bei mir ist jetzt morgens recht kalt in der Garage ich habe zwar so einen Terrassenstrahler drin stehen aber wenn ich jetzt um die Jahreszeit Training beginne ich habe heute morgen um zehn trainiert da hat es halt acht Grad gehabt Das sind niedrige Trainings Und mit dem Terrassenstrahler komme ich dann ungef auf 13 Grad hoch Das sind immer noch niedrige Trainings-Temperaturen. Das ist immer noch frisch.

Also du bist dann um die Jahreszeit dann tatsächlich schon so ein bisschen an Thermokompressions-Skifahrer-Unterwäsche gebunden, wo du dann halt noch drunter hast. Und es geht dann schon. Zum Heizlüfter? Die sind eklig.

Also die sind furchtbar. Also die machen eine ganz furchtbare Luft. Hatte ich im Keller früher eine Zeit lang. Da war aber auch die Luftzirkulation durch den kleinen Raum an sich und nur ein Kippfenster war eh ziemlich bescheiden.

Also da hat dann im Winter der ganze Atem abkondensiert auf das Metall. Also es war echt krass. Da bist du dann auch ziemlich beschäftigt mit Wartung der Teile, dass du das regelmäßig abfettest und wieder neu schmierst, dass da nicht ständig Rost irgendwie einsetzt. Ist jetzt in der Doppelgarage angenehmer.

Ja, aber die Heizlüfter, also die machen einfach eine eklige Luft. Ich habe jetzt so einen Infrarot-Terrassenstrahler, ungefähr so, was ist das, so einen Meter zehn hoch ungefähr und den stellst du ein und der macht dann halt warm. Also der muss den Raum nicht groß vorheizen, den stellst du ein und sobald du halt in diesem Winkel von der Strahlung stehst, ist dir warm. Das heizt jetzt den Raum nicht an sich richtig warm, aber...

Sprich, den ziehst du hinter dir her, das ist der, wo du gerade trainierst. Ist tatsächlich so, wenn du halt im Rack arbeitest, dann stellst du dir dann halt so Richtung deines Racks, wenn du in den Kabel zu rüber gehst, dann stellst du ihn halt ein bisschen da rüber und dann geht das schon. Und ja, das funktioniert und das ist auch so ein bisschen so ein Anti-Posification-Programm. Also du beugst der Verweichlichung halt auch vor.

Im Sommer ist es angenehm, weil ich habe natürlich in der Garage im Sommer angenehmere Temperaturen wie so der Average McFit-Geher. Weil der hat in dem vollgeschwitzten Tempel, je nachdem, wo die gerade drin sind, ein Wellblechdach haben oder so, wo es dann halt einfach da drin unermesslich heiß wird. Das ist in meiner Garage angenehm. Und im Zweifelsfall mache ich es dann halt so, wie man es dann halt von Jodie Franco kennt.

Du machst dann halt einfach im Sommer das Garagentor auf und die Dorfgemeinde denkt sich, was ein Durchgeknallter, wenn sie dann hier und da mal an über den Hof läuft. Aber das geht dann schon eigentlich. Seidst du drin jetzt alle deine Einheiten bei dir zu Hause in der Garage? Ich mache es ja, ich mache es mittlerweile so, weil ich also die soziale Vereinsamung ist schon so ein Faktor manchmal.

Also ich bin raus aus dem Public Gym, weil ich kein Interesse mehr hatte an den Leuten aus dem Public Gym. Es war halt auch wirklich ermüdend. Also zu der Zeit, da gab es so nicht in den Läden, in denen man trainiert hat, irgendwie so eine halbwegs coole Community, wo man sich so ein bisschen verstanden hat und nach denselben Zielen trainiert hat. Da gab es halt immer die Leute, die halt mir das Squad-Rack belegt haben fürs Körn, wenn ich Kniebeugetag hatte.

Und es waren dann halt wirklich so diese Klischeesituationen, wenn dann halt die Shrug Brothers irgendwie das Rack besetzt haben und du solltest halt eigentlich ernsthaft Kniebeugen machen, weil irgendwie ein Wettkampf anstand. Und da war das schon eine Entlastung. Aber ich gehe jetzt teilweise sogar, wir haben in unserer Schule, in der Turnhalle von unserer Schule, ist noch so ein richtig schöner 90er-Jahre-Oldschool-Kraftraum. Also der ist relativ groß.

Da steht auch noch der große Künstler-Multi-Turm drin. Mit so einem richtig, also der wiegt glaube ich drei Tonnen oder so. Also wo dann noch so ein mega alter schwerer Latzug da ist. Wir haben zwei Kabelzüge.

Eine alte Künstler-Multipresse steht da noch drin. Also die wiegt glaube ich auch 200 Kilo. Das ist undestroyable. Und ein Haufen Kurzhandeln sind drin, Langhandeln sind drin.

Und da gehe ich der Abwechslung halber teilweise sonntags gern mal rein. liegt auch daran, dass derjenige, der über meiner Garage wohnt, das sonntags nicht so möchte. Also wenn ich Sonntag morgens um 8 Uhr mein Training weghaben möchte, der möchte ausschlafen. Also man muss es verstehen, der wohnt über meiner Garage und er hat sich auch schon, wenn ich unter der Woche eine Zeit lang, hatte ich schon vor der Schule mal eine Zeit lang trainiert und kannst du dir das vorstellen, da beschwert er sich, weil ich morgens 10 vor 6 trainiert habe. Das war nicht so gern gesehen.

Und da habe ich meine Trainingszeit ein bisschen anders gelegt. Und sonntags gehe ich teilweise manchmal in den Kraftraum von der Schule, einfach mal was anderes zu sehen, wie immer nur meine Garage. Du hast auch in welchen als Trainer gearbeitet? Einige Jahre, oder?

Weil du das jetzt mit, seit du studiert hast und Lehrer bist, war es vorbei? Ja, das war tatsächlich back in the days. Das war noch Oberstufe und auch noch teilweise, erster Studienversuch war das noch genau, auch in einem Public Gym trainiert. Das war damals eine noch von diesen Liebhaber-Kraftsportstudios, wo nur so halbwegs familiäre Atmosphäre war, breit aufgestellte Klientel, auch so ziemlich milieulastig, möchte ich es mal nennen damals.

Also wirklich so ein breites Maß an Türsteher-Szene dort trainiert und Motorrad-Club-Leute. Und war eine spannende Zeit. Damals hat man dann halt auch seine Trainer-B-Lizenz bei der BSA gemacht und Inhalte mal außen vor. wir wissen es aber hat damals auch schon einen strammen Tausender gekostet also war damals auch schon unverh teuer aber man hat es halt gebraucht war halt dieser ber Zettel in Deutschland den du halt einfach brauchst wo was draufsteht Ja und da hat man sich dann noch so nebenher ein bisschen verdingt Wird mich aber ganz weit davon entfand, auch nur ansatzweise mich als Trainer bezeichnen.

Also ich habe Leute betreut, ich habe Trainingspläne geschrieben. Vielleicht ein bisschen schlauer als jemand, der von nichts eine Ahnung hatte, einfach durch besagte Praxis, die ich dann schon hatte. und da habe ich dann halt, also rein für meine berufliche Perspektive, mit der ich dann tatsächlich Geld verdienen konnte, gemerkt, ich kann ganz gut mit Leuten. Also ich kann mich auf verschiedene Leuten einstellen, ich kann mit ihnen so sprechen, dass sie es nicht nur verstehen, sondern dass sie es auch gut finden, kann da recht empathisch sein. Und ja, weil du weißt ja auch, wie es ist, also der beste Trainingsplan bringt nichts, wenn es derjenige nicht macht, wenn du nicht irgendwie dann irgendwie so diesen Buy-in kreierst, dass der halt irgendwie dann halt auch sagt, oh, das taugt bestimmt.

Jetzt ziehe ich das auch durch, was der Trainer sagt. Und gerade in so einer Situation, du weißt ja dann halt auch, du gehst ja jetzt nicht wie jetzt bei dir zu einem Personal Trainer an sich hin, wo du gezielt hingehst und eine Dienstleistung bezahlst, ja dann auch für ein dementsprechendes Geld. Du bist ja dann, ich damals war ja nur so diese On-Top-Leistung zu diesem, ey, du zahlst ja eh deine 50 Euro Mitgliedsbeitrag und ich bin jetzt halt der Jogi, der dir halt quartalsmäßig deinen Trainingsplan macht. Und manchmal halt auch einfach auf Kulanz, weil wir uns verstehen, komm, dann mache ich die jetzt halt schon nach vier Wochen neun, weil es mit dem anderen nicht funktioniert.

Warum auch immer. Das gibt es auch immer weniger, wenn man überlegt früher. Gibt es das überhaupt noch? Also ich kenne mich in der öffentlichen Szene eigentlich ja kaum noch irgendwie aus.

Gibt es noch diese Studios, wo du deinen festen Mitgliedsbeitrag bezahlst und da eine Trainerleistung turnusmäßig beinhaltet ist? Gibt es das noch? definitiv. Viele Studios machen es noch und auch einige große Discount-Ketten, die jetzt keine festen Trainer haben der Betreuung, stellen gerade die Trainingspläne zur Verfügung. Dann gibt es eine Wand, da sind Karten drin und je nachdem, da gibt es den Bodybuilding-Plan, da gibt es den Fettabbau-Plan.

Okay. Ein bisschen Service in der Richtung gibt es schon noch. Der Unterschied, wenn ich so beobachte, von den ersten Erfahrungen vor knapp 15 Jahren, damals war wahrscheinlich die durchschnittliche Leistung, die du von dem Trainer auf der Fläche bekommen deutlich höher als das, was es heute gibt. Jedoch eben gab es nicht diese private Option.

Ich würde sagen, heute das, was ein Trainer, der vom Fitnessstudio angestellt ist, dir einen Trainingsplan gibt Statistisch gesehen wenn du ihn nicht machst f du besser als wenn du ihn machst W es jetzt nat viel separat das Angebot gibt Viele Kunden inklusive vieler meiner Kunden haben einen Mitgliedsbeitrag den sie im Studio bezahlen inklusive dem Trainingsprogramm Das Trainingsprogramm nehmen sie nicht in Anspruch, sondern nehmen dann quasi eine externe Dienstleistung in Anspruch, meine Beratungstätigkeit und bekommen dann einen Trainingsplan von mir, nutzen das Studio zum Training und haben dann einen Trainingsplan von außen, was ja im Endeffekt vor 15 Jahren, selbst vor 10 Jahren, halt so nicht existent war.

Wer geht da zu jemand anders und holt einen Trainingsplan? Und das ist ja heute relativ normal. Sei es jetzt im Internet irgendein Online-Programm oder sei es dann tatsächlich eine persönliche Dienstleistung von einem Trainer. Also hier habe ich mein Studio, da trainiere ich und zu dem Trainer gehe ich, von dem kriege ich meinen Trainingsplan spezifisch zugeschnitten auf, was ist mein Ziel und welche Erfolge will ich genau, wie schnell.

Ich würde ja auch nie, also bis vor ein paar Jahren hatte ich schon immer so ein bisschen so dieses, wenn mich jemand zu einem Public Gym an sich gefragt hat, dann war das halt meine Antwort ein einziger Rant eigentlich. Ja, weil ich habe es halt eigentlich nur schlecht geredet. Aber wenn man dann einfach versteht, klar, würde ich jetzt in den Public Gym gehen, es wäre für mich dann halt einfach wie so eine Kfz-Werkstatt und ich bin Kfz-Meister und ich weiß, was ich da zu tun habe. Ja, ich weiß, wo die Werkzeuge sind, ich weiß, wie sie funktionieren, ich weiß, wie ich mein Auto repariert bekomme, funktioniert.

Es ist 24-7-Geschichte, je nachdem, wie du deine Trainingszeit gestalten möchtest, ist es auch angenehm. Früher gab es halt immer schon relativ stringente Zeiten für die meisten Studios, wo es dann geheißen hat, von da bis da, manchmal sogar noch Mittagspause oder so. aber meistens ist es ja dann auch die wie soll ich sagen, also jetzt meine Kids, jetzt habe ich in der Schule schon welche so in der 9. 10. Klasse, die gehen auch schon pumpen, die haben halt auch schon ihr Abo im Cleverfit oder sonst wo die fragen mich Sachen, die zeigen mir Videos und ich weiß halt, das Schlimmste bei denen ist halt einfach, dass denen keiner zeigt, wie es geht da spreche ich jetzt ja nicht mal vom Programm, das irgendwie Sinn macht oder so, ich meine die sind 15, 16, bei denen macht im Prinzip alles Sinn und nichts gleichzeitig.

Also die können im Prinzip jeden Tag gehen und irgendwie halbwegs Vollgas geben, wenn sie es halt wenigstens richtig machen würden. Aber das ist ja das, was dann halt dort nicht leistbar ist. Da gibt es keinen, der dir dich mal durch eine Kniebeuge durchführt, durch eine Overheadpress durchführt, der dir irgendwie einfach mal zeigt, wie freie Gewichte irgendwie funktionieren, deine Haltung und so weiter und so weiter Das ist halt einfach so dieses kannst du dir aber auch nicht leisten Was willst du f 20 Euro im Monat erwarten Da kommt keiner her Also da arbeitet vielleicht ein Ehrenmann in dem Laden oder so der dann vielleicht kommt und sagt, Junge, das kann ich nicht angucken.

Komm her, ich zeig's dir. Und der ist dann vielleicht ein bisschen engagiert. Aber das ist dann auch nichts, was er machen muss. Das macht er dann halt vielleicht, weil er dann vielleicht so einer ist wie du oder ich, die ja so ein bisschen Interesse an den Menschen haben, die sagen, ey, kann man das nicht antun, wie du das jetzt hier irgendwie dich da runterkrüppelst.

Das geht nicht. Da musst du richtig Glück haben.

Soziale Faktoren und Preisgestaltung in Fitnessstudios

Das Interessante ja heute ist, du hast wenig Studios gesehen, ich gucke mir viele an, was die Ausstattung angeht, ob du in einen Discounter gehst für unter 20 Euro oder in ein Premiumstudio gehst für über 80 Euro, die Ausstattung ist die gleiche. Das heißt, so ein altes, wir haben bessere Geräte und so weiter, trifft halt einfach nicht mehr zu. Und selbst der Service, würde ich sagen, das, was du in Service bekommst, ein plus 80 Euro Premiumstudio unter 20 Euro, ist identisch. Der Service in den teureren Premium-Studios ist nicht größer.

Den großen Unterschied, den du bekommst, ist im Regelfall, weil das Angebot ist in so einem Premium-Studio ein bisschen größer. Das hätte ich mir jetzt noch gedacht. Ein bisschen Sauna, teilweise auch Pools und so weiter. Die hat genau genommen statistisch niemand benutzt.

Und dann natürlich, du siebst aus. Wenn du ein Studio hast für unter 20 Euro, ist es eine andere Zielgruppe, als wenn du ein Studio hast für über 80 Euro. Das ist ein sozialer Faktor. halt, sozialer Faktor halt, dass die Leute halt sagen, wir wollen ein bisschen unter uns bleiben, ich gehe halt dahin, wo ich es mir leisten kann, wo ich dann halt ein gewisses Klientel nicht sehen muss. Sozialer Faktor und natürlich auch Platz.

Wenn du in ein Discountstudio gehst, zwischen 17 und 20 Uhr zu trainieren und je nachdem, wo es ist, zwischen 16 und 21 Uhr zu trainieren, ist es nur schwierig möglich. Wenn du in ein Premiumstudio gehst, das hat einen Bruchteil der Gesamtmitglieder und sind mit auch nur einem Bruchteil der Mitglieder auf der Fläche. Da ist halt auch teilweise so, dass so abends um 18 Uhr dann noch ein Doppelstationer A1, A2 Programm machen kannst. Während im Discountstudio, wenn ich Kunden habe, eine der Fragen, die ich grundsätzlich beim ersten Plan stelle, wo trainierst du und wann trainierst du?

Denn gerade im Discountstudio ist es so, zu Rush Hour 17 bis 20. Weil dann brauchst du denen nicht A1, A2 programmieren, wo du weißt, die können jetzt nicht irgendwie eine Klimmzug-Kniebeuge- Kombo einhalten und von links nach rechts springen. Das funktioniert nicht. Teilweise geht es, wenn du zum Beispiel sowas hast wie ein Rack, wo du außen Klimmzüge machst und innen Wangen drücken oder außen Klimmzüge und innen über Kopf drücken oder wenn du sowas machst, wo du nur eine Bank brauchst und per Pärchen Kurzhandel, aber sobald es dann hier durchs Studio laufen und mit zwei Handtücher zwei Handtücher, gleiche Farbe Da bin ich auch dran.

Ja, und da bin ich auch noch dran. Für acht Sätze. Mit drei Minuten Pause dazwischen. Und abwechselnd läuft auch nicht.

Das ist schwierig im Endeffekt. Ich kenne leider keine Zahlen auswendig, jedoch ist es die Anzahl der Mitglieder, die wir heute im Fitnessstudio haben, ein Vielfaches größer, als es vor 10, 15 Jahren war. Also wir haben irgendwie die letzten Zahlen, die ich gesehen habe, absolut, waren gut 10 Millionen Deutsche, die im Fitnessstudio angemeldet sind. Das war vor 15 Jahren ein Bruchteil.

Das Angebot ist größer, es gibt mehr größere Ketten. Die größte Kette McFit hat jetzt, habe ich letzte Woche Zahlen gesehen, 1,6 Millionen Mitglieder. Das ist natürlich eine Ansage. Und dann kommen die nächsten paar.

Paar sind Franchise, Paar sind größere Studios, wo dann ganz schnell 15.000 Mitglieder dabei sind. Wir haben auch so eins in Stuttgart davon. oder dann halt die ganzen kleinen Studios, die dann irgendwo 2.000, 3.000 Mitglieder und irgendwo in kleineren Städten oder teilweise sogar auf dem Dorf. Das Angebot ist deutlich größer. Die Nachfrage ist deutlich größer.

Und das, was du an Equipment bekommst, ist deutlich besser am Ende vom Tag. Du bekommst für das, was du bezahlst. Wer 19,90 Euro im Monat bezahlt, der kann sich nicht beschweren, dass da abends um sechs viel los ist. Ist einfach so, ja.

Wenn du 80 Euro bezahlst, dann kannst du da ein leicht besseres Drumherum erwarten. Man könnte jetzt auch bei, wenn du diese Zahlen nennst von 10 Millionen, da könnte man jetzt aus qualitativer Sicht dann auch, was die Effektivität von diesen Trainings, die da ablaufen oder nicht ablaufen oder stille Teilhaberschaft, wer dann überhaupt geht oder nicht geht, daran finden. Aber immerhin rückt es den Leuten das irgendwo ins Bewusstsein, dass eine Form von Widerstandstraining, eine Form von kraftorientiertem Training dann vielleicht schon eine Sache ist, die ist gesundheitsförderlicher, Oder, dass man dann irgendwann nicht mehr so dieses Joggen ist der Inbegriff des Deutschen für, ich mache was für meine Gesundheit, sondern okay, ich gehe in den Gym und trainiere da.

Wie gut und qualitativ und effektiv, weiß ich nicht. Einer rötelt sich dann runter, wir wissen es. Aber mit denen kannst du dann zumindest mal, wenn du jetzt die Leute hast, die jetzt sagen wir mal in ihren 60ern, 70ern sind, denen das zu suggerieren, hey, für deinen Alterungsprozess dem hingegen zu wirken, wäre ein Widerstandskrafttraining. aber das mache ich nicht. Wer dann aber jetzt zu der Generation gehört, die schon mit 15, 20 Jahren im Gym war, hinten raus kriegst du die dann auch eher vielleicht zu sowas oder hältst du sogar bei der Stange.

Und vielleicht lieber 30 Jahre lang ein halbwegs schlechtes Mitglied in einem Fitnessstudio gewesen zu sein wie nur f Jahre lang Kreisliga kicken und sich die Knochen kaputt treten lassen und dann irgendwie zweimal Kreuzbandabriss gehabt zu haben und dann nichts mehr machen

Biomarker des Alterns und Kraft

Einer der Artikel auf meiner Website, die ich am häufigsten empfehle zu lesen, auch die am häufigsten an Seminaren erwähnen, ist Biomarkers of Aging. Es gibt eine Studie, die sogar von Anfang der 90er Jahre der Tafts Universität in Boston, die analysiert, was sind die besten Indikatoren für biologisches Alter. Und die zuverlässigsten Indikatoren für biologisches Alter ist Nummer eins, Muskelkraft, Muskel zwei, Nummer zwei, Muskelmasse. Der Erhalt, ich rede nicht davon, dass jemand in einem höheren Alter 10 Kilo Muskelmasse aufbauen soll, sondern der Erhalt von Muskelkraft und der Erhalt von Muskelmasse sind die beiden Top-Indikatoren für biologisches Alter.

Und das sind dann recht einfache Gründe, warum es auch Sinn macht, zu einem späteren Zeitpunkt noch zumindest ein bisschen Krafttraining zu machen. Also wenn du in die Altersheime gehst, es liegt also, dass die alten Menschen sich nur schwerlich bewegen können. Also es liegt wahrscheinlich nicht an der Kondition, es liegt eher daran, dass sie nicht die Kraft haben, aus dem Sessel rauszukommen. Also dass einfach die Antriebskraft fehlt, erstmal irgendwas zu überwinden, um dann weitermachen zu können, weil halt einfach, ja, wenn sie da mal stehen und mal in Bewegung sind, dann wird es wahrscheinlich gehen, aber so dieses, ich stehe auf, ich beuge mich, ich hebe was auf, schwierig.

Bewegungsbegeisterung und dann auch so ein bisschen Evolution des Trainings. Zu viele machen ein Training und dann kommt eine Zeit, wo man wenige Ziele hat oder wenige Begeisterung für das Training und dann hört man komplett auf mit dem Training. Was ich immer ein bisschen schade finde, niemand sollte erwarten, dass das Training, was er aktuell macht, exakt die Form von Training ist, die er für immer macht. Denn statistisch gesehen ist es relativ unwahrscheinlich.

Es ist so der, der heute sagt, Marathon laufen ist mein Ding oder Fußball spielen ist mein Ding. Gehe nicht davon aus, dass es in 10, 20 Jahren immer noch der Fall ist. Grundsätzlich Bewegung und Sport sollte das Ding sein. Innerhalb dessen gibt es eine gewisse Evolution.

Sowas wie Krafttraining sollte aus meiner Sicht immer Basis sein. Denn Krafttraining trainiert die körperliche Basis, egal welchen Sport ich mache. Ich brauche ein gewisses Maß an körperlicher Basis. Krafttraining trainiert diese körperliche Basis effektiver und effizienter als jede andere Trainingsform.

Jedoch innerhalb dessen, Evolution ist wichtig. wenn man ein beispiel nehmen das angefangen mit klassischem hypertrophie training bodybuilding training die jetzt für den sommer wintermasse phase formuliert also pumpen letztendlich einfach einfach ja einfach punkt ja letztendlich ja klar und dann kam bei dir auch so der Punkt wo du gesagt hast ich trainiere gern mit Gewichten aber es ist irgendwie so dieses Pumpen es ist zu wenig. Und dann kam so ein bisschen die Powerlifting-Geschichte, wo du dann auch fünf Jahre Wettkämpfe gemacht hast, jetzt die letzten drei Jahre keine mehr. Das ist auch eine Auffangsportart, ist auch eine totale Auffangsportart einfach.

Also du musst nicht so früh anfangen und technisch so hoch ausgereift sein, wie jetzt im Olympischen Gewichtheben. Also wenn du da einfach mal eine gewisse Alterslinie überschritten hast, dann wird das einfach schwierig. Und das ist auch so wahnsinnig spezifisch. Und du brauchst halt auch die Clubs, wo du das machen kannst.

Also es gibt heute immer noch kein wirkliches Public Gym, wo du olympisches Gewicht hier im Trainieren kannst mit Abwerfen aus dem Stand. Das geht nicht. Viele haben die Plattform mittlerweile. Aber in absoluter Mehrheit ist es so, ja, wir haben eine Plattform.

Aber von Überkopf die Langhandelwerfen. Die Statik, wir sind hier im dritten Stock. Die Statik erlaubt das leider nicht. Ja, ja, ja.

Der Steuerprüfer unten, der hat das nicht so gern. Ja, schon. oder? Gut, da hat es natürlich vielleicht Crossfit noch ein bisschen was dazu getan, dass da vielleicht die Zugangsvoraussetzungen, Leute, die ambitioniert im Crossfit sind, dann irgendwie ins Olympische Gewichtheben reinrutschen oder so. Wir hatten jetzt schon mehrmals den Fall, dass der Deutsche Meisterin im Gewichtheben Crossfit erlade.

Das ist ja aber auch eine Bankrotterklärung an die Vereinsarbeit des Deutschen Gewichtheberbundes. Sorry, falls sich jetzt irgendjemand auf die Füße dreht, aber es ist halt einfach so. Wir haben ja vorher kurz darüber gesprochen, du hast es dann im Podcast nicht mehr angesprochen, über die Strukturen des Bundesverbands für Kraft-Dreikampf. Wo einfach es schwierig ist, auf dem Level Wettkämpfe zu machen, denn du musst Mitglied in einem Verein sein, dieser Mitglied muss Mitglied sein im Verband, dann brauchst du so ein Starterbüchlein und dann musst du da noch das zertifizierte Equipment kaufen, das heißt, du kannst nicht einfach auftauchen, um dein Equipment zu verwenden, sondern es muss spezielles Equipment sein, das zertifiziert ist vom Verband.

Das heißt, das Equipment kostet mehr, als wenn es nicht zertifiziert ist. Es kommt ein bisschen was zusammen und wer dieses Reglement nicht einhalt, der kann dann einfach bei Kraft-Dreikämpfen nicht starten, was dafür sorgt, dass es sehr, sehr wenig Nachwuchs gibt.

Der Einfluss von CrossFit auf den Kraftsport

Wie der Wendtasten, Bundesverband Kraft-Dreikampf ist ja die klassische Anlaufstelle für Wettkämpfe im Kraft-Dreikampf, während jetzt viele dieser unabhängigen Veranstaltungen kommen, die deutlich, deutlich mehr Publikum anziehen und auch deutlich mehr Unterhaltungswert bieten. Es ist tats so Ich meine klar du kannst nat auf so einem unabh Turnier nicht einen Landesmeister holen oder einen deutschen Meister oder auf eine Europa gehen und wer nat in dem Sport richtig steil gehen m und sagt ich habe hier Ziel irgendwie Deutschland hinaus weil ich da wirklich ambitioniert bin und talentiert, der muss...

Das ist ein kleiner Prozess. Das ist eine Nischengeschichte, okay, absolut. Aber wenn du jetzt, klar, wenn du jetzt, jetzt schaust du im Rheint Gym das Insanity-Meet an, das jetzt schon ein paar Jahre stattfindet, vor vielen Jahren hat man den Bambelman losgetreten, der quasi auch so die inoffizielle deutsche Raw-Meisterschaft war, aber da gab es halt auch nichts zu gewinnen, außer einen Bambel halt. Und das war dann auch wahnsinnig gefragt oder der Event, der von Max Out Boys jetzt organisiert wird.

Also da geht schon wahnsinnig viel. Das ist auch alles jetzt mit den sozialen Medien wahnsinnig gehypt. Da gibt es dir Videos, gibt es die Namen, die ich genannt habe, mal bei YouTube ein. Da gibt es phänomenale Image-Videos oder auch sonstige Sachen.

Also das ist fast schon so eine WWE-Veranstaltung. Also da werden, da werden, Announcer werden da angestellt, die wirklich da richtig was können, die das richtig moderieren, da gibt es einen mega Livestream und also technisch, medial und auch von der Optik und das sind halt auch wirklich echt hippe junge Leute, in der Regel tätowiert mit Bärten, Hipster, ja das soll jetzt nicht abwerten klingen, aber das sind wirklich, also das ist eine schicke Veranstaltung, ja, da war jetzt auf dem Insanity, da war mit unter anderem Monster Energy, war mit Sponsor, die hatten da einen Truck einfach in der Halle drin stehen, ja, da war Powerlifting Shop Deutschland war da, hatte im Prinzip einen kompletten Messestand aufgebaut, Das war richtig schick.

Und wenn ich jetzt an die BVDK-Veranstaltung aus den letzten Jahren zurückblicke, ich habe gehört, es ist besser geworden. Aber das war halt echt Turnhallen-Atmosphäre. Bitte ruhig sein. Es läuft während der ganzen Veranstaltung immer nur dasselbe Lied, weil man einfach bei der GEMA gespart hat.

Und ja, da musst du dann halt echt einfach mal vier Stunden lang immer nur den Selben Rammstein-Song hören wollen. Und dann hast du noch Glück gehabt. Und das ist dann einfach wahnsinnig dröge. Also beim Insanity-Meet, da konntest du, wenn es geklappt hat, konntest du für jeden Lift im Vorfeld dein persönliches Lied angeben noch.

Also hast bei drei Disziplinen mit drei Versuchen neun Titel angeben können, die dann umgesetzt wurden. Also hat nicht immer geklappt. Manchmal sind Dateien verloren gegangen oder hat es mit dem Streaming nicht so geklappt oder so. Aber das ist ein Service und das ist wahnsinnig lukrativ.

Und du brauchtest auch nur Equipment, das, sage ich mal, dem Reglement an sich entsprochen hat, aber der Hersteller war egal. Und das ist dann halt einfach so eine Lizenzgeschichte. aktuell hat für den BVDK-IPF einfach, ich glaube, Titan, da noch dieser Der eine Name dieser unersprechlichen Demokratie nicht mehr einfällt und auch neuerdings das Equipment von Mark Bell hat eine IPF und BVDK Zertifizierung. Das heißt, das, was ich vor ein paar Jahren noch verwendet habe, wäre jetzt nicht mehr zugelassen. Mein Gürtel wäre nicht mehr zugelassen, würde ich noch mit Anzügen starten.

Ich glaube, mein Bankdrück-Shirt, wobei das war noch auch von Titan. Also es ist halt einfach eine finanzielle Geschichte. Und selbst wenn du nur RAW antrittst, dann geht es schon um deinen Gürtel. Dann kannst du SPD kaufen.

Da kostet einfach der Gürtel. Was denkst du, so ein SPD-Leverbelt mit Klappschnalle, was der kostet? 150. 220 Euro. Das ist eine große... Das ist ein Westerbegeisterung für den Sport.

Der hat auch lebenslange Garantie. Also der Ding erhebt ja auch einen welchen. Das ist wie ein guter Gewichtheberschuh. Der hebt ja auch relativ lang, wenn du den jetzt nicht noch irgendwie zum Auf-der-Straße-Rum-Laufen anziehst.

Aber das ist dann halt einfach ein Investment, wenn ich denke, ich bin jetzt so ein 21-jähriger Bachelor-Student, der noch irgendwie versucht, in seinem Leben was anderes auf die Kette zu kriegen, will im Kraft-Dreikampf einsteigen. Okay, brauche ich den Gürtel? Okay, Singlet Raw kostet jetzt nichts, kostet nicht die Welt, da kriegst du für 40, 50 Euro was. Dann hast du noch deinen Mitgliedsbeitrag, deinen Start-Up-Beitrag und so weiter.

Dann bist du da einfach mit ein paar hundert Euro im Rennen für eine Sportart, wo es nichts zu gewinnen gibt außer Ruhm und Ehre und vielleicht irgendwo mal ein cooles Video, das du mal deinen Kids oder deinen Schülern zeigen kannst. und dann sind die Zusangsvoraussetzungen verbandsmäßig einfach viel zu hoch und viel zu rigide und ja, das macht es nicht wirklich attraktiv. Und das gleiche Problem hat auch der Deutsche Gewichtheerverband vermutlich. Basierend auf dem, ich war auch schon einmal bei einem Wettkampf, das war jetzt ganz interessant mal gewesen zu sein, aber es war jetzt nicht so, okay, da will ich jedes Wochenende oder selbst einmal im Monat hin.

Das ist natürlich auch für die Starter, es passiert zu wenig, die Möglichkeiten da reinzukommen, gar so etwas wie Bundesliga, was wahrscheinlich veraltet ist. Es gibt auch noch Bundesliga. Das ist ja auch total witzig. Das ist nicht zeitgemäß.

Wer kann das umsetzen? Für die breite Masse oder für eine größere Zielgruppe, die sich dafür interessiert und ins Betracht zieht, die Hürden sind zu groß. Wenn ich sowas habe, wie so ein unabhängiges Miet, wo ich nicht das Lizenzierte gewinne brauche und so weiter, wo ich sage, hey, am Wochenende ist da hast du Bock, okay, ist fünf Tage davor, lass uns uns einfach anmelden, dann machen wir mit. Sowas muss es geben nicht dieses Verbandszugeh starten B und so weiter Startb usw Nicht zeitgem es sorgt daf dass weniger Leute den Sport machen was genau das Gegenteil ist von dem was man eigentlich machen soll dass mehr Leute wieder zum Wettkampf, Kraft-Dreikampf oder Wettkampf-Gewicht heben kommen.

Und dann kommt sowas wie Crossfit, was ja auch relativ locker strukturierte Wettkämpfe hat und die dann im Endeffekt einen deutlich größeren Zulauf und Zuwachs haben. Da kann man auch sagen, was man möchte, aber die haben Marketing und Image-mäßig alles richtig gemacht. Also klar, man kann dann von dieser internen Sekte halten, was man möchte und wie auch immer. und so. Ich habe auf Netflix die Doku angeguckt, im Deutschen hieß es dann so ein ganz, ganz ungeschickter Name, die Erlösten und die Dominanten, so hieß es dann im Deutschen übersetzt.

Das war dann halt auch so. Was war der englische Titel? Ich weiß nicht, also wenn ich es jetzt eins zu eins rückübersetze oder so, weiß nicht, ob das dann dasselbe gewesen wäre. Ich habe keine Ahnung, die gab es nur auf meiner Oberfläche in der Form und das war dann auch von vor ein, zwei Jahren, da war dann diese Isländerin war dann da dabei.

Ich kann mir die Namen von denen nicht merken. Irgendwas mit Dothier. Ja, wahrscheinlich und sowas. Und ja, also war auch ein schöner Imagefilm für Crossfit.

War aber wirklich gut. Also das war eine Sache, die konnte sich sogar meine Frau 20 Minuten mal irgendwie angucken und sagen, oh, ist schon interessant und so, ja. War das so wie diese Crossfit Games? Ja, ja, ja, ja.

War so wie so im Prinzip so ein Jahr lang verfolgt irgendwie so. Ja, war, ja, also mit so das Aktuellste, was ich so gefühlt gesehen hatte. ja, aber auch gleichzeitig wieder total irrwitzig, wie dann der Master meint, ich weiß nicht, wie er heißt, da sitzt und an seinem Reißbrett sich die Workouts überlegt und ihm Namen gibt und das mit dem matcht und ja, dann noch da 20 Muscle Ups und dann noch Lunch Walk hier und das und so weiter und da ein Workout draus bastelt, wo ich mir denke, so Junge, hast du das jemals irgendwie ausprobiert? Bist du so klar, ob das ein Mensch schaffen kann? Geht das überhaupt?

Das testen wir. Dann hat er da so zwei, drei Versuchskaninchen gehabt, die das dann mal so durchtesten mussten und gucken, was da so für Zeiten rauskommen und ob das geht, ob da der Körper kollabiert, ob das klappt oder so, ob du da jetzt irgendwie eine Raptomyalyse erleidest oder so, keine Ahnung. Und ja, also schon, aber läuft an, wenn ich gucke, oh, was ist da Geld da? Guck dir diese Events an, da werden mal kurz über Nacht, werden da mal kurz 20 Stationen aufgebaut alles ausgestattet von Rogue Wahnsinn also das Geld das da umgesetzt werden muss die Nachfrage ist halt recht gro das ist definitiv was Crossfit Viel von dem was sie machen machen sie nicht besonders gut.

Wenn man jedoch bedenkt, wie jung Crossfit ist, ist das vollkommen normal. Man kann nicht erwarten, dass ein Sport, der 5 Jahre, 6 Jahre, 8 Jahre alt ist, direkt von Anfang an alles richtig macht. Wenn man auch von einem 5-, 6-, 8-Jährigen nicht erwartet, dass er jetzt schon gewisse grundlegende Dinge verstanden hat. Die Progression, die oder Crossfit durchlaufen hat und wie viele Menschen sie erreichen, wie viele Menschen sie begeistert haben für mehr Training mit der Langhandel, für mehr intensives Cardio-Training.

Auf Frauen mal die Sorge genommen, dass es cool ist, stark zu sein und auch stark auszusehen, ohne jetzt irgendwie in der Aesthetik-Klasse von der IFBB unterwegs zu sein, dass das eigentlich wieder so ein Identifikationspunkt wird, auch für Frauen zu sagen, ja, ich trainiere mit der Langhandel, Ich gehe in ein Fitnessstudio nicht nur einfach auf den Elliptical Stepper oder sowas und mache so ein bisschen hier die Booty Class durch. Das ist schon cool. Ich finde, das hat schon viel gemacht. Aber ich hätte es mir jetzt vor 20 Jahren auch nie vorstellen können, dass das, was da abgefeiert wird an Disziplin, dass das überhaupt sich mal so Bahn bricht auf die breite Ebene oder sowas.

Also von dem her hat da schon vieles richtig gemacht. Und wie du sagst, dann profitiert vielleicht das olympische Gewichtheben irgendwo davon, wobei es ihnen ja eigentlich gleichzeitig den Spiegel vorhalten müsste, zu sagen, Leute, also hier kommen Crossfitter und die liefern ab und der Verband kriegt es nicht hin, die Leute zu fördern und zu unterstützen, dass da irgendwie was passiert. Es ist ja nicht so, dass der Crossfitter international mithalten kann. Das ist natürlich nicht der Fall.

Aber du erkennst ihn sofort auf der Competition. Du erkennst ihn sofort auf der Competition. Die sehen immer ein bisschen exzentrisch aus. Gerne mal tätowiert, bunte Säckchen an und so.

Das ist eine hohe Wahrscheinlichkeit. Deutlich eine muskuläre Ausbildung und deutlich geringer Körperfettanteil im Gegensatz im durchschnittlichen Gewichtheber. Ja, die verirren sich am und zu auch mal auf ein Powerlifting-Event. Merkst du dann sofort beim Bankdrücken, weil da läuft nichts.

Wahnsinnig gut. Merkst dann immer, sobald dann einer auf dem Powerlifting-Wettbewerb Highbar-Knie beugt, dass da entweder Gewichtheber sein muss, aber von der Optik es wird ein Crossfitter sein. Der bunte Säckchen, ein cool tätowiert, bisschen exzentrisches Outfit, Hipsterbart. Die machen dann Powerlifting trotzdem Highbar-Squad?

Ja, schon. Also die können es halt nicht anders. also ich denke den wird halt irgendwie wahrscheinlich kreuz durchbrechen wenn sie auf power squad um modellieren w oder so ja wobei die dann trotzdem auch nach wie vor gut sind also so mittleren segment Segment sind die da meistens gut Das hast du auch immer gesehen und Powerlifting wie einer vom Gewichtheben kam bei dem die Rotatorenmanschette nicht mehr so getan hat, der dann halt einfach gesagt hat, naja gut, dann mache ich jetzt halt nur noch Kraft-Dreikampf. Und der ist dann halt hingegangen, Stange rausgenommen, Highbar, komplett runter, komplett hoch, in einer Geschwindigkeit dann halt auch.

Da wurde Frage, Tiefe nie in Frage gestellt. Und du hast das dann immer beim Kreuzheben gesehen, sobald sie mit Hook-Grip gezogen haben. Damals war Hookgrip noch nicht so verbreitet. Heute greift ja fast jeder Raw-Athlet, wenn er die Hände hat, im Gegensatz zu mir mit meinen Pfadfinderhänden oder so.

Hookgrip ist ganz weit von mir weg, dass ich um die Stange fassen könnte. Für alle Zuhörer, die nicht wissen, was ein Hookgrip ist, beim Hookgrip greift man mit seinen, wenn es gut läuft, vier Fingern den Daumen und klemmt quasi den Daumen ein. Es gibt einige Gewichtheber, die im Stande sind, habe ich live gesehen, die greifen die Stange und greifen mit allen vier Fingern über den Daumen. Sprich, man greift die Stange und fixiert seinen eigenen Daumen mit seinen Fingern, wenn es richtig gut läuft, mit vier.

Und hat so einen deutlich festeren Griff. Wie eine menschliche Zughilfe, wie deine eigene Zughilfe zu sein. Mit dem Unterschied, dass die Zughilfe nicht wehtut. Seinen eigenen Daumen einzuquetschen, ist alles andere als angenehm.

Also wer es mal ausprobieren will, einfach die Stange greifen mit 60, 80, 100 Kilo drauf, Daumen rum und dann mit mindestens zwei, im Idealfall drei oder vier Fingern, über den Daumen festhalten. man spürt es. Mit einer Klimmzugstange am besten üben, die einen normalen Langhandeldurchmesser hat oder so und da mal vorsichtig ranhängen und mal ausprobieren. Ja, schon. Ja und daran hast du dann immer die Gewichtheber erkannt, aber da jetzt gerade Raw auch ziemlich im Kompass ist, ich meine Equipped kann fast keiner Hookgrip hier halten, weil die Gewichte sind zu abartigst.

Also auch die internationalen, die Weltklasse-Sachen oder so. Also ich glaube nicht, dass Eddie Hall sein Gewicht damals Hookgrip gezogen hat, glaube ich. Ich glaube, es waren sogar ein paar Strongman mit Schlafen. War sogar mit Straps.

Schlafen. Genau. Und gut, die hätten meistens ohnehin für einen Hookgrip viel zu dicke Hände. Mein alter Trainingspartner Daniel, der hat ja, also wundert mich, dass er es nicht schon früher gemacht hat.

Der war auch, der kennt jetzt natürlich niemand, der ist, der war vor ein paar Jahren, war ja auch noch bei der deutschen Meisterschaft bei den Junioren. im Kreuzheber, also wirklich ein unverständlich guter Kreuzheber, sowohl Sumo als auch Conventional, aber er hat natürlich auch Arme wie in Orang-Utan, also der kann sich so im Stand unterhalb der Kniescheibe kratzen und hat Da wirklich diese Slender Joe Hände, ja, also so diese langen, diese langen, dünnen, aber trotzdem starken Hände und der übt sich jetzt gerade auch im Hook Grip, jetzt hat er mir die Tage geschickt, er hätte jetzt im Hook Grip 170 für viermal gehoben und hat aber noch mit den Schmerzen auch zu kämpfen. und er hat sich sogar von Reband, von dieser Marke, die diese Ellenbogenbandagen herstellt, gibt es sogar extra so Sleeves für den Daumen.

Und die habe ich ihm gekauft, als wir beim Messestand vom Insanity waren, habe ich gesagt, komm jetzt mach du doch mit Hookgrip. Da gab es extra so Sleeves, um sich über den Daumen zu stülpen, dass man da ein bisschen mehr Grip hat und ein bisschen irgendwie die passiven Strukturen nur so ein bisschen geschont werden, dass es nicht ganz so hart ist irgendwie. Was ist seine Bestleistung? Bei welchem Körpergewicht?

Es war 93, war das gar in der 100er Klasse. Ich kriege es nicht zusammen, aber er war immer locker 20, 30 Kilo, 40 Kilo stärker. Also er war wirklich unverschämt. 60? Locker, locker, ja.

Unter 300 noch? Ja, schon. Also wie gesagt, noch als Junior bis 21 war es schon ziemlich gut. Das ist natürlich wieder dann so eine Frage der Bauweise.

Wenn du sehr gut konstruiert bist fürs Kreuzheben, ist meistens Bankdrücken so Medium. Du hast dann einfach einen kurzen Oberkörper, lange Arme, das ist auf der Bank jetzt nicht so gut. Edcon, der erfolgreichste Powerlifter aller Zeiten, ist ein gutes Beispiel dafür. Kniebeuge ohne Einzug, mehr in der 99 Kilo Gewichtsklasse mit 450 Kilo.

Kreuzheben ist sein bestes gut 400 Kilo, also mehr als das vierfache Körpergewicht. Jedoch sein Bankdrücken ist nur im Bereich von 2,70. Was im Verhältnis natürlich sehr schwach ist. Aber man spricht bei Ed Cohn jetzt nicht über seine Bankleistung speziell.

Ein gutes Beispiel, relativ kurze Beine, relativ lange Arme. Die kurzen Beine sind ein sehr großer Vorteil bei der Kniebeuge. Kurze Beine plus lange Arme sind ein großer Vorteil beim Kreuzheben. Aber die langen Arme natürlich beim Bankdrücken, je länger die Arme, desto länger der Weg. desto mechanisch größerer Nachteil.

Ist tatsächlich so. Ich denke jetzt tatsächlich auch schon fast mittlerweile, das ist vielleicht auch dem Alter geschuldet, darüber nach Bench-Only anzutreten. Da ich noch nie ein wirklich guter Beuger und ein wirklich guter Heber war Also Beugen vielleicht noch ein bisschen besser als Heben Aber beim Bankdr also auch RAW war es eigentlich immer besser Ich habe einen langen Oberkörper, ich habe kurze T-Rex-Arme. Das war eigentlich immer förderlich.

Ich habe eine relativ gute Wirbelsäulen-Mobilität. Ich kann eine gute Brücke machen. Ich kann mit einem maximal weiten Griff arbeiten, ohne dass ich da Handgelenksprobleme kriege. Das funktioniert ganz gut.

Ja, also es waren damals RAW, also ist Video dokumentiert. Beim Vereinsturnier waren 170, bei 100 Kilo Körpergewicht waren 170 RAW möglich. War nicht schön, aber war gültig. Also zumindest was die Pause auf der Brust betrifft.

Ist ein bisschen nach hinten noch gewankt, aber man hätte es auch, denke ich mal, beim BVDK als gültig durchgegeben. 170. Jetzt mit nur noch 88 Kilo auf der Bank, habe ich gemerkt. letzte Woche habe ich mal einen 1er Max getestet. Da waren 150 Kilo schon verdammt schwer. Ich meine, ich habe jetzt auch gerade nicht so den Graf-Dreikampf-Fokus.

Es ist eher mehr Bodybuilding-lastig, aber ich habe schon so in Rotation meine Wettkampf-Lifts noch drin, immer mit 3er, 2er oder 1er Wiederholung. Ich lasse das so ein bisschen durchrotieren, um so ein bisschen im Groove zu bleiben. Falls ich doch ein Comeback irgendwie mal starten möchte, dass ich nicht ganz wieder bei 0 anfange. Aber da waren 150, waren echt dreckig schwer.

Also, ja. Und ich finde, also Reduktion im Körpergewicht merkst du bei der Bank und beim Beugen enorm. Beim Heben geht es. Beim Heben geht es.

Aber wenn halt einfach so dieser Körper kleiner geworden ist, finde ich auch die Kompression, die du dann beim Kniebeugen hast. Also du hast eher das Gefühl, du knickst durch. Ich hatte jetzt, ja, also seit langem mal wieder 180 auf der Schulter liegen. Also knapp überdoppeltes Körpergewicht mit 88 Kilo, 180.

Und es war auch echt schwer. Es war echt schwer. Also Power Squat, by the way, ja, also kein schöner High Bar Squat, sondern wirklich so gerade so auf Tiefe gebeugt, wie man es dann eigentlich so gültig bekommen würde, aber schon schwer.

Die Evolution der Fitnessindustrie

Das heißt, du kamst vom Bodybuilding, hast dann Wettkampf-Powerlifting gemacht, die letzten drei Jahre keinen Wettkampf und aktuell dein Training ist wieder zurück zu mehr Wiederholungen, Bodybuilding-lastig. Ja. Warum? Die Hipster oder die coolen Leute würden es jetzt wahrscheinlich als Powerbuilding bezeichnen, ja, auch so ein nicht genormter Begriff, der war irgendwie total rumgeistert die ganze zeit aber am ende ist es eigentlich auch nichts anderes wie das was red hatfield eigentlich schon vor jahren mit seinem abc training dann irgendwie gemacht hat ja also du machst was schweres du machst was mittelschweres und dann noch was leichtes du machst f du machst dann 12er und du machst dann noch 20er um halt irgendwie so dieses holistische Training um alles abzugreifen Und wenn du dann halt noch, sage ich mal, von den 5er ein bisschen runter gehst auf 3er oder auf 2er, dann ist es eigentlich das, was man als Powerbuilding bezeichnet.

Was am Ende dann auch nicht so arg viel weiter weg ist, wie das, was Westside gemacht hat mit der konjungierten Methode. Also auch Max-Affort-Lifter-Mann, von God-On-Dynamic und dann halt was für die Hypertrophie und dann noch ein bisschen was mit ein paar Wiederholungen noch mehr für Rehab-Übungen, für ein bisschen Außenrotatoren oder sowas. Ist eigentlich auch nicht arg viel anderes. Struktur ist das genauso, für die Haupt-Lifts wenige Wiederholungen und für die Assistance-Lifts die mit moderaten bis höhere Wiederholungen.

Also ich könnte jetzt zum Beispiel auch beim Kreuzheben, es wäre jetzt furchtbar bei mir, Ich hebe mittlerweile Sumo, einfach den kurzen Arm geschuldet. Also conventional heben hat nie wirklich... Sumo für die Zuhörer, die noch nicht wissen, was ein Sumo der Lüfte ist. Man steht sehr, sehr breit, was den Weg im Endeffekt verkürzt.

Genau das. Als simple Grundregel. Je länger die Beine, desto mehr Sinn macht es, breiter zu stehen. Je kürzer die Beine und vor allem je kürzer die Beine plus längere Arme, desto mehr Sinn macht es, einen Schulterbreiten und teilweise sogar in längeren Stand zu haben.

Genau, und wenn du dann halt wie ich einfach einen langen Oberkörper und kurze Arme hast, dann ist halt einfach der Hebel auf dem unteren Rücken enormst. Also du tust dir schwer, halbwegs aufrecht zu stehen und musst einfach wahnsinnig schlecht vom Boden hochziehen. Und das funktioniert für Wiederholungen überhaupt nicht gut. Da wären dann als Assistenübung dann auch eher Romanian Deadlifts oder so sinnvoll, weil das dann einfach in einer schöneren Ergonomie ablaufen kann.

Und ja, für Sumo letztendlich das Gleiche. Also da gehe ich auch nie wirklich über Viererwiederholungen oder so raus. Da mache ich dann auch eher mit Assistance-Übungen dann höhere Wiederholungen, um die muskuläre Struktur drumherum irgendwie aufzubauen. Aber ja, wenn du jetzt halt einer bist, der meint, Powerlifting betreiben zu müssen, ja gut, dann kommst du halt an den Wettkampfübungen nicht dran vorbei.

Wäre ich jetzt ein normaler Wald- und Wiesenathlet, der einfach nur gern stark und fit sein wollen würde, dann würde ich auch diese Übungen nicht in Erwägung ziehen. also du würdest jetzt ja auch keinem athleten der das nicht speziell am wettkampf abliefern muss irgendwie ein kreuzheben aufs auge drücken wenn er nicht auch einen romanian deadlift machen könnte oder ein stiff leg deadlift oder oder ja irgendeine variante die halt für ihn so besser vielleicht funktioniert wo er sich halt auch st verbessern kann zur zu kommen zu diesen unabh powerlifting meets das interessiert mich jetzt doch wie viele von denen gibt es deutschlandweit Das ist deutlich mehr als je zuvor Gibt es da was jeden Monat?

Nein, nicht jeden Monat. Also ich würde es so über das Jahr verteilt, würde ich sagen, da gibt es wahrscheinlich so vier, fünf größere, die es gibt so deutschlandweit verteilt. Wobei es, ja, manches sind dann noch so, also Full-Meets, also Full-Meet heißt also alle drei Disziplinen abliefern. ist nicht bei allen gegeben. Zum Beispiel jetzt der eine, da fällt mir jetzt der, also ich glaube jetzt steht der, im Anfang des Jahres steht der Three Nations Cup an, der glaube ich auch irgendwie über Dedicated Sports läuft.

Das ist ein Full Meet. Dann war jetzt... Full Meet bedeutet alle drei. Alle drei.

Manche sind dann auch nur als Push-Pull aufgelistet, also dass du halt nur Bankdrücken und Kreuzheben machst oder teilweise sind sie dann auch nur reine Kreuzhebe-Veranstaltungen. Also zum Beispiel ein Randesacker ist immer eine freie Veranstaltung einmal im Jahr. Da wird zum Beispiel nur Kreuzheben abgeliefert. Aber da gehen dann halt auch tatsächlich nur so Kreuzhebefreaks hin.

Die kennen wir auch und ich hasse sie bis heute noch, die Leute. Also die haben noch nie großartig was gemacht, fangen an, können 180 Kilo heben. Einfach so. Leute, die haben einfach die Struktur dafür, die sind von Natur so ein bisschen stark gelaufen an den Langhandel.

Man belädt halt und irgendwann ist halt 180, 200 drauf. Die können das heben. Die haben da nicht mal viel gemacht. die wiegen so 90, 95 Kilo. Waldarbeiter, Zimmermänner.

Ja, einfach strukturell bevorteilt und machen das halt einfach. Und ich mühe mir da schon seit Jahren einen ab und komme nicht mal annähernd in die Richtung von 240 RAW zu heben. Das ist einfach, das muss leben. Das heißt, wenn sich jemand für so Amateur-Powerlifting interessiert, was würdest du ihm sagen?

Also definitiv diese unabhängigen independenten Wettkämpfe, einfach nur des Aufwands wegen. Du meinst, wo er die findet oder wie er da dazukommt? Wie er damit anfängt. Wenn ich jetzt mir überlege, okay, hey, ich mache schon ein bisschen Krafttraining, Bankdrücken mache ich gern, Kniebeugen und Kreuzheben auch, ach komm, mache ich mal mit bei so einem Powerlifting-Wettkampf.

Also einer der Vorteile ist, es ist zielorientiertes Training, anstatt einfach nur so ins Training zu gehen und zu sagen, jetzt gucken wir halt mal, was heute geht. Einfach zu sagen, okay, bumm, hier, erstes Juni-Wochenende, Powerlifting-Wettkampf, da melde ich mich jetzt an und jetzt trainiere ich darauf mal kurz fünf Monate. Ich habe bei ACR Sports mal einen Artikel darüber geschrieben, gerade über... Das Thema, wie komme ich von nichts zu einem Wettkampf, ja, den habe ich damals genannt, Train, Eat, Sleep, Compete, also quasi so dein erster Powerlifting-Wettkampf, wie gehst du das an?

Und dann musst du dir halt auch erstens mal einen suchen, der halt vom Zeitplan so liegt, dass es dein Leben zulässt. Also wenn du jetzt sagst, okay, ich gehe im Sommer in Familienurlaub, dann wäre es jetzt doof, zwei Wochen danach dein erstes Powerlifting-Meet zu haben, weil das jetzt halt gerade irgendwie im Juli liegt und du gehst halt vor einen großen Sommerurlaub. Also guck halt nach irgendwas, wo du vielleicht 8, 10, 12 Wochen mindestens davor weißt, da habe ich jetzt nicht eine Woche lang Geschäftsreise oder Exkursion oder weißt du her was, dass du auf jeden Fall jetzt mal Krankheit außen vor gelassen, mal 10, 12 Wochen einen Peakingplan irgendwie verfolgen kannst. und lineare Periodisierung, mehr oder weniger hohes Volumen, niedrige Intensität anfangen, dann nach unten weniger Volumen, hohe Intensität, einfach linear runterfahren.

Passt im Normalfall für jemanden, der noch nichts gemacht hat eigentlich. Im kurzen Zeitraum ist es. Was empfiehlst du da an Vorbereitungszeit auf das erste Powerlifting Meet? Je länger, desto besser oder lieber kompakt für zwölf Wochen?

Ich glaube, ein Anfänger, der ist zu früh fresh. Also ich glaube, der ist schon zwei, drei Wochen vor dem Wettkampf eigentlich schon bereit. Und der übertreibt es dann. Also der würde ich behaupten, wenn er jetzt nicht jemanden hat, der ihm auf die Finger klopft und ihn ein bisschen betreut, der läuft Gefahr, dass er so, wenn die Vorbereitung zu lange geht, schon zu dicht am Wettkampf dann schon irgendwelche halbmaximale Versuche dann irgendwie wagt.

Und sich dann irgendwie, ah, ich teste jetzt so zwei Wochen vorher nochmal das 1er-Max in der Beuge. Einfach, weil ich nochmal gucken will, wie es ist. Und die Startzahlen, die ich dann angebe, könnte man nochmal ein bisschen ändern. Also da wäre ich auch so einer gewesen.

Also völlig unvernünftig. Also 10, 12 Wochen, würde ich sagen, müsste eigentlich passen. Was man nicht unterschätzen darf, ist, übe die Wettkampfkonform mit Technik. Also jetzt nicht nur, war es tief genug oder hast du die Brust berührt beim Bankdrücken, sondern übe die Kommandos.

Weil wenn du das noch nie gemacht hast, also ich habe es jetzt auch wieder gesehen auf dem Insanity, technisch an sich können die Leute die Übung ausführen und machen es auch richtig. Aber selbst so ein Leonidas Arconas, der ja Gewichte jenseits von hebt, hat sich mit den Kommandos der Judges nicht befasst und dann halt das Ding beim Kreuzheben in den Stand hochgezogen Und man hat gesehen er ist stabil gestanden Aber wenn der Judge sagt ablegen dann legst du ab Und nicht wenn du es f richtig h Also du musst halt auf die Kommandos warten Wenn du dastehst, wenn es heißt beugen, dann beugst du. Und nicht, wenn du denkst.

Und so ist es halt dann. Also Rack, Unrack, Beugen, Ablegen, diese Kommandos musst du halt auch üben. Oder beim Bankdrücken. Die Pause auf der Brust, die gibt dir dein Wettkampfrichter vor.

Du gibst quasi raus, du musst dann so lange verharren, bis er sagt, ab und dann senkst du auf die Brust. Und wenn er sagt drücken, dann drückst du. Und nicht, wenn du denkst, ich habe die Sekunde auf der Brust ausgehalten, statisch, ich drücke dann wieder. Weil das, was du denkst, was eine Sekunde war, war eine Zehntelsekunde eigentlich.

Da bist du dann viel zu schnell wieder dabei. Und das musst du halt üben. Das reicht, wenn du das mit deinem Trainingspartner übst und ihr das so einigermaßen im Griff habt, mal zu sehen, okay, so die drei Standardkommandos bei jeder Disziplin. Aber das musst du halt draufhaben.

Das heißt, wenn ich früher in die Beule gehe oder früher die Langhandel ablasse, vor dem Kommando? Das ist ungültig. Das ist ja direkt ungültig. Also, wenn es jetzt vielleicht dein erster Versuch war auf einem offenen Turnier, wo vielleicht, sage ich mal, ein bisschen wohlwollend gejudged wird oder so, sagt man vielleicht, okay, wir geben dir das trotzdem.

Aber bei zwei und drei, beim zweiten und beim dritten Versuch, mach du das bitte dann richtig. Also, kann man dann vielleicht auch mal, wenn es so ein bisschen lockerer gehalten wird. Aber normal ist das dann ungültig. Und da fangen dann immer die großen Diskussionen an.

Ja, aber ich habe doch. Ja, hast du, aber das andere hast du nicht gemacht. Und das ist dann halt einfach blöd und unterschätzt es nicht, wie nervös du da bist. Deine ganzen Studiorekorde.

Also ich kenne auch Leute, die haben immer 10, 15 Kilo mehr im Studio gemaxed, als sie dann auf dem Turnier abgeliefert haben, weil sie halt den Zitterer gekriegt haben. Es ist halt echt so. Du kannst dich bei einem Maximalversuch im Gym immer, okay, jetzt höre ich den Song noch. Ich gehe nochmal aufs Klo.

Egal. Du machst halt, wenn du denkst. Aber wenn halt der vor dir dran ist und der fertig ist, deine Stange ist beladen, hast du 60 Sekunden, wenn dein Name aufgerufen wird. Und wenn du nicht innerhalb von 60 Sekunden an der Stange dran bist und im Begriff bist, das Ding anzuheben, dann ist der Versuch ungültig.

Und dann ist es egal, ob du jetzt gerade nochmal eine Minute bräuchtest, um dich irgendwie ein bisschen hoch zu pushen oder irgendwie nochmal durchzuatmen oder egal. Und dann noch dran zu denken, auf die Kommandos zu achten. Also es erfordert schon ein gewisses Maß an Routine und die hat man halt am Anfang noch nicht. Und deswegen ist halt jemand der einen auf der Plattform mitbetreut eigentlich schon cool Und das muss kein erfahrener Trainer unbedingt sein Das reicht wenn das einer ist der genauso weit ist wie du aber der halt einfach guckt ja du bist jetzt dran weil heute die kids die stehen natürlich alle backstage da haben haben ihre ihre ihre kopfhörer drin die hören gar nicht wenn irgendwie aufgerufen wird und dann brauchst du halt ein der auf die schulter klopft das sagt hey du bist jetzt als nächstes dran und so weiter sind kleinigkeiten aber bei so einem ablauf den kennst du halt in deinem training nicht und den musst du dann halt irgendwo wo mal, ja, den musst du gewohnt sein.

Den musst du halt einfach gewohnt sein.

Technische Aspekte im Powerlifting-Wettkampf

Was schätzt du, wie viel Prozent der Versuche sind gültig? Also normal sagt man immer bei einem Anfänger am ersten Turnier, das Ziel sollte sein, neun von neun. Also neunmal weiße Lichter kriegen ist eigentlich so das Paradeziel, dass man sagt, fang nicht deine KDK-Laufbahn an mit Fehlversuchen. versuchen, Muster abzuspeichern, das am Anfang unter Erfolg abgespeichert wird und nicht unter dritter Versuch immer versagt, weil das prägt sich einfach bei dir ein. Du wirst dann immer der sein, der denkt, einen dritten Versuch zu verpassen, das ist eine Form von Normalität und das ist keine Normalität.

Wenn du dann mal irgendwo auf einem höheren Level bist, kann man einen dritten Versuch auch mal versieben, weil man den dann halt vielleicht wählt, um zu gewinnen. Wenn man sagt, ist jetzt zweieinhalb Kilo über meinem Max, ich probiere es, um zu gewinnen, aber nicht am Anfang, wo es so nicht ums Gewinnen geht, weil an deinem ersten Wettkampf wirst du nicht gewinnen. Wahrscheinlich nicht, außer du bist so gewissenhaft vorbereitet und gehörst zu denen, ich trete an, wenn ich stark bin. Weil dann immer viele sagen, ich mache das irgendwann mal, aber ich warte noch, bis ich stark genug bin.

Gut, die werden es dann nie machen. Das sind dann wie die Männer Ende 30, die dann zu mir sagen, du, ich lasse mich auch mal tätowieren, aber ich habe noch nicht das Richtige gefunden. Die werden es dann auch nie machen. Und ich denke am Anfang, boah, schwierig zu sagen, da gibt es auch keine Zahlen dazu.

Was würdest du schätzen? 80%, 90%? Können wir mir vorstellen, ja. Das heißt, ein bis zwei von zehn sind ungültig? Ja, können wir schon.

Aber es ist halt auch wieder die Auswertung, welche Form von ungültig? Das wäre meine nächste Frage gewesen. Bei der Kniebeuge ist das größte Problem die Tiefe. Die Tiefe.

Beim Bankdrücken die Pause, zu kurze Pause auf der Brust. Bankdrücken ist es in der Regel die Pause auf der Brust. Kreuzheben nicht komplett aufrecht stehen? Meistens ist der Lockout geht es ist oftmals diese Entscheidung hat der Athlet nachgezogen oder nicht hat er auf den Oberschenkeln noch nachgeruckelt Also wie es die Strongman machen die es dann noch den Oberschenkel hoch ruckeln k wo es dann darum geht Hauptsache er steht Und da ist es dann halt manchmal so ein ja ich habe es auch mal ung gekriegt weil ich bin einmal ein bisschen nach vorne also gefallen sozusagen im Sumo und habe mich dann aber wieder nach hinten gezogen wurde mir aber als Hochruckeln ausgelegt und dann war der Versuch ung Obwohl ich jederzeit volle Kontrolle hatte und mir dadurch keinen mechanischen Vorteil verschafft habe, aber Judging ist halt Judging und brauchst du nicht rumdiskutieren. aber ich glaube, die meisten Versuche sind ungültig, gerade bei Einsteigern, weil sie die Kommandos nicht kennen.

Die technische Ausführung kennen sie, aber den Ablauf der Kommandos kennen sie nicht. Und da ist es egal, ob du in einem Verband oder bei einem freien Turnier, die sind immer gleich. Vielleicht mal ein bisschen mit Kulanz an so einem freien Turnier für den Starter im ersten Versuch, in seinem ersten Wettkampf überhaupt. Du sagst, ach komm Kleiner, machst du das beim zweiten und dritten richtig.

Trainingsfrequenz und Spezifität

Wie viel Training muss ich mitbringen für Powerlifting, Wenn ich mich jetzt für einen Wettkampf interessiere, wie viele Einheiten? Vier? Wie viele hast du immer trainiert? In der Regel bin ich, also da ist tatsächlich so, die Frequenz war king.

Also lieber wenig und oft, wie jetzt drei Berserker-Einheiten in der Woche, die dann drei Stunden gedauert haben oder so. Gut, mit Equipment war es eh nochmal eine andere Baustelle, aber... Die dauern dann länger allein nur den einzigen. Zweimal die Woche beugen, zweimal die Woche drücken, zweimal die Woche heben, wenn es geht sogar dreimal die Woche drücken oder dreimal die Woche beugen.

Also dann auch hin zum Wettkampf natürlich auch alle Assistenzübungen rauswerfen. Also ich sage jetzt mal in den letzten sechs Wochen, sieben Wochen sollte eigentlich vier Einheiten die Woche mit dreimal beugen, dreimal drücken, zweimal heben. Einmal heben im Wettkampfstand, einmal heben vielleicht im Nicht-Wettkampfstand. Also wenn du conventional hebst, machst du noch eine Einheit Sumo.

Oder umgekehrt. Kommt immer ein bisschen drauf an. Es gibt Leute, wenn die Sumo heben für die Wettkämpfe, das saugt ihnen in der Vorbereitung immer ein bisschen Energie aus der Hüfte und aus der Leiste für die Kniebeuge. War bei mir eigentlich nie so.

Die haben dann ergänzend immer oftmals noch mit Conventional gearbeitet, weil da der Stressor eher auf dem unteren Rücken liegt und jetzt weniger in der Hüfte und in den Oberschenkeln. muss man sich ein bisschen kennenlernen aber in der regel jeden lift mindestens zweimal die woche einfach einmal schwer einmal leicht leicht heißt der technik wegen oder mehr wiederholung leichter technik wegen also kann Keine höheren Wiederholungen. Also in der Vorbereitung, selbst an leichten Tagen nicht mehr als drei Wiederholungen, weil das einfach nicht spezifisch genug ist. Weil wenn du dann leichtes Gewicht nimmst, dann ist die Wiederholung so verwaschen, du rammelst das dann halt einfach so runter.

Das hat damit nichts zu tun. Also du könntest sogar leichtere Singles eigentlich machen. Es geht einfach nur darum, spezifisch abzuliefern. Und eine 80 Kilo Langhandel aus dem Rack so rauszunehmen, immer mit derselben Schrittabfolge, immer mit demselben Griff, wie eine 200 Kilo Langhandel rauszuheben.

Immer gleich, immer gleich. Also Bodybuilding, du musst schon ein bisschen Bock auf Stumpf haben. Da ist nicht viel Abwechslung im Spiel. Du musst immer das Gleiche wieder und wieder machen.

Also ich habe bei Wettkämpfen Leuten gesehen, die haben dreimal auf eine andere Art die Langhandel aus dem Rack rausgehoben beim Beugen. Wo ich dann denke, wo ist der Ablauf? Wo ist die Routine? Wie soll das funktionieren?

Da wurde dann auch nicht gut abgeliefert. Das war dann immer ganz bizarr. Die haben beim Bankdrücken, erster Versuch, haben sie es selber rausgedrückt aus dem Rack. Zweiten und dritten haben sie es sich geben lassen.

Ich denke, ja, entweder du übst es oder du machst es halt, wie du es kannst. Oder du bist ein Naturtalent, aber meistens haben die dann auch nicht gut abgeliefert. Das heißt, eine Routine und Spezifizität ist entscheidend. Total.

Wir wissen alle, Powerlifting ist nicht so technisch anspruchsvoll wie ein olympisches Gewichtheben, das ist ganz klar. Was auch Vorteile mit sich bringt, gerade für den Amateur oder den Hobby-Powerlifter, der denkt, ach komm, Kreuzheben läuft gerade gut im Training, da ist ein Kreuzheben-Wettkampf. Mach ich mal oder sag, hey, ich will mich auf die drei fokussieren, Bankdrücken, Kniebeuge und Kreuzheben, jetzt komm, in sechs Monaten ist ein Wettkampf oder in vier Monaten ein Wettkampf. Jetzt mach ich mal ein bisschen und dann mach ich mal eine erste Wettkampfvorbereitung. die kann man die kann man ohne weiteres innerhalb k zeit lande lifts ja vielleicht in ihren extremen auspr braucht ein bisschen also ich denke ich kenne jetzt wenig Leute die von jetzt auf nachher beim Bankdr mit dem maximal weiten Griff arbeiten konnten und da damit gut waren Maximal weiten Griff macht ja nur wirklich Sinn, wenn du mit Shirt arbeitest.

Ja, wobei für mich persönlich funktioniert es ab einem gewissen Punkt bei Richtung 1er schwere Versuche. Ich muss es auch wieder gewohnt werden. Also ich habe es jetzt lange nicht gemacht. Ich war dann eher so bei Ringfinger, Mittelfinger auf dem Ring und habe jetzt vor kurzem wieder angefangen, also maximal legal weit, also die 81 Zentimeter komplett auszureizen, dass der Daumen gerade noch so den Ring hatte.

Ich war hinten bei den Schulternblättern, ich war nicht stabil genug. Also ich musste dann auch wieder das auch wieder üben, komme jetzt aber wieder besser raus. Also es ist einfach ein verkürzter Weg. Ich habe da einfach einen relativ guten Hebel. aber man merkt, dass wenn man das ein paar Wochen oder ein paar Monate matt macht, manche kriegen es dann halt einfach im Handgelenk oder in der Schulter und das ist auch schon ein Indikator dafür, dass vielleicht dein Körper nicht dafür ausgelegt ist mit diesem Griff zu arbeiten, dann mach es auch nicht, weil wofür?

Für 10 Kilo mehr auf der Bank, dass du nach 3 Jahren Ellenbogen oder Schulterprobleme hast, gibt es ja nichts zu holen, gibt es ja nichts zu holen und ja, man kann das relativ schnell lernen und Und ja, ich habe mir das meiste autodidaktisch irgendwie selber beigebracht. Deswegen hat es auch lange gedauert, bis da halbwegs mal was dabei rauskam. Vor allem, wenn du dann noch einen Bodybuilding-Background eher hast, ist Kreuzheben am Anfang eine ganz befremdliche Sache irgendwie. Also wenn du Kreuzheben nur für Muskelaufbau betrieben hast, dann eher dann auch noch in Varianten.

Oder es dann halt mit Rackpulls oder sowas irgendwie dann durchgezogen hast, dann ist halt also das Kreuzheben fand ich das Schwierigste dann irgendwie mal korrekt zu lernen oder so bank ging immer Beuge wenn dann mal die Tiefe gestimmt hat war okay Ja aber andererseits als Bodybuilder hast du dann auch wieder so ein bisschen den Vorteil du weißt vielleicht auch ein bisschen besser, wie du mit gewissen Assistenzübungen oder so relativ effizient arbeiten kannst. Du weißt dann schon vielleicht, naja gut, für meinen Ellenbogen oder so, die eine Trizepsübung, auf die ich mich reduzieren muss, da weiß ich, welche ich nehmen muss, die mir was bringt, wie jetzt einfach nur random irgendwas hier rauszupicken, wo dann irgendwie nicht richtig taugt.

Also diese beiden Felder könnten auch definitiv ein bisschen mehr voneinander lernen. Also wenn die Powerlifter mal ein bisschen mehr bei den Bodybuildern, die Bodybuilder ein bisschen mehr bei den Powerlifter mal schauen würden und da nicht immer so einen Grabenkampf führen, da könnte dann schon eigentlich für beide was dabei sein. Weil die Erfolgreichen aus den letzten 30, 40 Jahren, die kamen ja meistens immer aus beiden Bereichen irgendwie. Die hatten ja immer den einen oder den anderen Background.

Starke Bodybuilder waren erst mal Powerlifter, wie ein klassisches Beispiel mit Ronny oder mit Johnny Jackson oder sowas. Die waren auch schon gute Powerlifter. Und die 70er Jahre Oldschool Bodybuilder, die waren alle relativ stark. Arnold hat über 300, 300 Kreuzheben gemacht, über 220 Bank gedrückt.

Franco Colombo noch stärker. Und auch selbst die, die nicht so stark waren, wie zum Beispiel Frank Zane. Frank Zane war dafür bekannt, dass er 55 Kilo Kurzhandeln auf der Schrägbank für 12 Wiederholungen drückt. Also im Vergleich zu dem, was heute oftmals angesehen wird, gerade in den 90ern, Ronnie Coleman ist da definitiv das beste Beispiel, der im Bereich von 360 Kreuzheben gemacht hat, im Bereich von 360 Kniebeugen und 220 Langhandelbankdrücken für Wraps, 90 Kilo Kurzhanteln auf der Bank gedrückt.

Die Kraft war da. Das ist etwas definitiv jetzt in der heutigen Bodybuilding-Zeit, das Thema Bodybuilding mehr pumpen als Kraftsport Was ein bisschen schade ist weil die Erfolge f viele ausbleiben Ja mit Sicherheit Und manchmal denke ich halt einfach es ist einfach so dieses Identifikationsproblem irgendwie Die einen scheuen das eine und die einen scheuen das andere. Der Powerlifter will irgendwie nicht anfangen, so ein bisschen seine Ernährung zu tracken oder mal irgendwie ein bisschen zu schauen oder wollen nicht mal doch irgendwie so die ein oder andere Assistenzübung machen, die vielleicht für sie gut wäre.

Da ist es dann halt auch wieder so, wenn du in so einem Powerlifting-Club trainierst, mit so Herren vom alten Schlag, wenn du dann anfängst, da so fancy Assistant-Übungen zu machen, die vielleicht langfristig deine sportliche Laufbahn unterstützen könnten, dass deine Schultergelenke nicht sofort irgendwie durch sind oder so, einfach mal ein bisschen was Sinnvolles. Ey, die gucken dich an, ey, die steinigen dich. Ja, das haben wir früher auch nicht gemacht, das brauchen wir jetzt heute auch nicht. Ja, aber deswegen ist deine Schulter auch schon nach zehn Jahren durch gewesen.

Das wollen die auch nicht sehen. Eine der gefährlichsten Aussagen aller Zeiten. Haben wir nie so gemacht, machen wir nicht. Ja, haben wir nie so gemacht.

Ich kann es mir richtig vorstellen. Ja, ist einfach so. In jedem Bereich. Ja, absolut.

Abschließende Gedanken zum Krafttraining

Markus, das war ein ganz guter Überblick zum Thema Kraftsport und Powerlifting. Gibt es noch irgendeinen Punkt, mit dem wir das Ganze abschließen? von meiner Seite, ne, vielleicht manchmal einfach nicht zu viel Wissen ist eigentlich auch ganz gut. Ja, und im Zweifelsfall Leute fragen, die es wissen, entlastet man sich auch. Guter Punkt.

Ja. Cool. Danke dir für die Einladung. Hat mich gefreut.

Ja, ich sehe dich einmal alle zwei Jahre oder so, und wenn man es dann noch mit dem verbinden kann, schöne Sache. So, vielen Dank an alle fürs Zuhören. Und dann bis zum nächsten Mal. Untertitelung des ZDF für funk, 2017

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