Wechsel vom Sommelier zum Personal Training
Wie kam das zustande, dass ein Sommelier Personal Trainer wird? Ich kenne einen Bierbrauer. Grüße an Philipp, der Personal Trainer wurde. Ein Sommelier, der Personal Trainer wurde, das ist mir neu.
Ja. Ich habe mir 2000... Ich war 30, 2014 die Hand gebrochen. habe immer wieder ein bisschen hier und da trainiert nicht so auf dem Niveau was ich es heute mache war in einem Fitnessstudio auch ganz normal angemeldet hat mir die Hand gebrochen meine Frau ist durchgedreht weil sie wusste oh Gott er hat sich die Hand gebrochen wenn der zu Hause ist ohne Sport, wie soll das funktionieren? Und hat dann damals einen Personal Trainer gefragt, ob er mir nicht einen einarmigen Trainingsplan schreiben kann.
Und das war dann Udo. Udo ist eben mein Geschäftspartner. Wir haben zusammen das Treat in Speyer gegründet. Und somit bin ich zum ersten Mal in Kontakt gekommen, wie man eigentlich richtig trainiert.
Er hat mir dann zwar diesen einarmigen Plan geschrieben und somit wusste ich erst mal, okay, wie trainiert man richtig. Weil danach haben wir es eben beim Training gesehen, haben irgendwann angefangen, zusammen zu trainieren. Er hat mir dann mal gezeigt, okay, du musst bei der Kniebeuge tiefer gehen, Verbundsübungen und, und, und. haben dann relativ früh zusammen nach Wendler trainiert, ganz klassisch. Und ich habe halt gemerkt, okay, was ich die letzten Jahre eigentlich total falsch gemacht habe im Training.
Das war mir eigentlich dann relativ schnell klar, dass man eben ein bisschen Struktur reinbringen muss und und und. Ich habe da einfach viel mehr Spaß dran gefunden, habe natürlich auch dann dementsprechend andere Fortschritte gemacht. Und habe dann gedacht, okay, das, was ich die letzten Jahre so falsch gemacht habe, obwohl ich trotzdem regelmäßig trainieren gegangen bin, kann man eigentlich doch Leuten auch beibringen. Und ich glaube, Unternehmertum hat man.
Mir war es immer klar, wenn ich mich selbstständig mache, ist es nicht in der Weinbranche, weil ich in der Firma, wo ich war, glücklich war. Ich hatte einen coolen Job, ich hatte einen tollen Chef, der war Mentor für mich. Ich war dort 14 Jahre, war am Ende Vertriebsleiter, hatte Prokurrer, Führungskraft, hatte Mitarbeiter. Also alles eigentlich toll.
Das Mitte 30 war eigentlich auch alles gut, aber ich wusste, okay, es ist irgendwann der Zeitpunkt, Unternehmer zu werden.
Gründung von Treat Personal Training in Speyer
Und dann kam das eben mit Udo, wo ich gesagt habe, hey, lass uns doch Personal Training machen. Er hat noch Rugby-Bundesliga gespielt, sah dementsprechend so aus, deswegen war es cool, mit ihm zu trainieren, weil er halt eben… Udo war auch in der Nationalmannschaft. Ja, war auch in der Nationalmannschaft. Man kann auch einen Wikipedia-Eintrag, gibt es auch von ihm.
Also, wer gerne mal googeln und Wikipedia möchten, Udo Schwarz, das steht drin, Nationalmannschaft. Dementsprechend habe ich halt gedacht, okay, ich will so arme wie der, alles andere war mir egal. Und ja dann habe ich halt gedacht okay warum nennt man einen ganz anderen Weg einschlagen Udo und ich haben uns dann eine sehr sehr intensive und tolle Freundschaft entstanden Und also ich habe mir das auch noch relativ schnell mit ihm vorstellen können, weil ich wusste, okay, ich kann mich auf 100 Prozent auf ihn verlassen. Und dann war das eher so rumgespinne am Anfang.
Hey, so ein eigenes Gym, geil. Also wir haben gerade eben noch erzählt über Equipment, dass man das noch nöcher bestellen kann. Also war da so ein bisschen die Idee. Und dann hat meine Frau eigentlich so den Aufsäuser gemacht, die gesagt hat, ey, dann mach es doch.
Und dann gehst du natürlich schon, wenn du einen festen Beruf hast, hast du eigentlich einen Beruf, der funktioniert. Da musst du überlegen, okay, machst du das wirklich? Dann hast du mal Leuten darüber gesprochen, die dann alle gesagt haben, ey, da musst du Eier für haben, hast du einen guten Job. Und wenn du auch immer erzählst, ich mache was mit Wein, war allen, oh geil, mega, was machst du denn da?
Ja, Montag bis Freitag bin ich blau, eben nett. Wir haben es eben nett mit dem Saufen und du hast auch ganz normal gearbeitet.
Die geschäftliche Seite des Coachings
Und dann kam uns halt eben, haben wir in den Flitterwochen, meine Frau und ich, auf einer Stoffservieter in Bali einen Businessplan geschrieben. Wo wir gesagt haben, okay, funktioniert das überhaupt? Also der Traum ist das eine, aber funktioniert das überhaupt? Weil du hast in Deutschland nicht so viele PT-Studios, die wirklich nur PTs machen.
Das war uns relativ früh klar, dass wir, wenn, ein reines PT-Studio haben wollen und auch nicht irgendwo in einem Keller oder uns in Studios mit einmieten. Also wir wollten es, wenn, dann richtig machen. Und das haben wir dann eben alles mal auf einer Stoffserviet in Bali aufgeschrieben. Und uns war dann auch klar, dass wir so ein bisschen, ja, wo die Reise hingeht.
Also uns war klar, okay, wie viele Termine musst du geben? Wie groß darf die Location sein? Was brauchen wir für ein Budget am Anfang? Was müssen wir reinstecken?
Was sind so Probleme, die kommen können? Und dann haben wir gesagt, es steht und fällt wahrscheinlich vieles mit der Location. Das war uns einfach wichtig. Klar war, dass wir in Speyer bleiben, weil wir in Speyer gut vernetzt waren.
Und ja, das war dann eben klar. Okay, wir müssen eine Location in Speyer finden. Das war nicht so einfach. Deswegen haben wir auch zwei Jahre gesucht.
Das Ganze auch mal ab und zu wieder auf Eis gelegt. Im Nachhinein sage ich die zwei Jahre waren oder fast mehr als zwei Jahre wir haben im Januar 2019 gegr waren gut weil wir auch einfach das Ganze auch nochmal man stellt es doch nochmal in Frage Und als wir eigentlich fast so wirklich alles hatten waren wir doch nochmal beim Seminar bei dir in dem Modul, wo es eben auch um Business ging. Das hat uns echt nochmal einen Feinschrift gegeben. Und ja, ich glaube, deswegen können wir jetzt nach fast zwei Jahren, anderthalb Jahren, sehr erfolgreich zurückblicken auf die erste Zeit.
Trotz einem schweren zweiten Jahr mit Corona und so, wo wir auch natürlich Lockdown hatten und so, aber trotzdem können wir sagen, hey, also wir können sehr zufrieden sein. Aber das war auch die Zeit, wo wir lange, lange überlegt haben, wohin geht die Reise? Und ja, dieses extreme Spagazischen Sommelier oder meine Ausbildung hier ist ganz genau, Weinfachberater, Sommelier des Handels, dahingehend zum Personal Trainer zu kommen, war halt wirklich immer diese Leidenschaft im Sport, was ich hatte. Das war für mich klar, ich will irgendwas mit Sport, mit Lifestyle machen.
Ich hatte dann eben 14 Jahre Lifestyle mit Wein. und dann war klar, irgendwann bin ich mal in die Sportbranche und Udo hat immer wieder gesagt, er hat in Pforzheim Bundesliga Rugby gespielt, hat dort für ein PT-Studio gearbeitet, gemeint, ey, das funktioniert, das funktioniert und wir haben auch gemerkt, wir ergänzen uns gut.
Ausbildung und berufliche Weiterentwicklung
Er hatte dieses unglaubliche Fachwissen, was das Training angeht, konnte mir das von 2014 bis 2019, ich hatte fünf Jahre einen Personal Trainer quasi, fünf, sechs Tage die Woche, wir haben immer zusammen trainiert, also wusste ich einfach vieles und habe dann angefangen, immer wieder Weiterbildung zu machen, viel zu lesen. Deine Bücher waren auch was, wo ich sage, hat man einfach auf wenig Seiten viel Info bekommen und da brauchte man halt, brauchte ich eine Passion und zu sagen, okay, dann habe ich da viel mich weitergebildet. Nebenher keine B-Lizenz, hat der Udo gleich gesagt, lass es, dein Wissen ist viel zu groß, hör auf, eine B-Lizenz zu machen.
Ich war dann so typisch deutsch, nee, ich würde gerne eine B-Lizenz machen. Er wieder, nein, lass es. Wir machen andere weiter. Wir gehen zu dem mal in Stuttgart.
Hier sind die Bücher. Er kostet aber sauviel, die Seminare, aber ich glaube, die bringen was. Und dann alle Hauptkommens leisten wir uns mal am Anfang. Ja, kann ich so sagen, kann ich jedem empfehlen.
Also jeder, der in die Branche geht. Ich bin beim Weinen, die guten Tropfen kosten ein bisschen was. Richtig. Richtig, ganz genau.
Ja, und so kam das dann. Wir haben dann eine Location gefunden. Im August 2018, zwei Tage später habe ich gekündigt. War dann aber noch bis Ende des Jahres, also bis Dezember 2018 in der der Firma tätig, weil 14 Jahre, da gehst du auch nicht einfach so stiftfahren lassen, ciao.
Ich habe immer noch Kontakt zu der Firma, die kommt zu uns zum Firmensport, was ich auch mega geil finde. Die kommt zweimal die Woche zu uns zum Training und somit hat man noch den Kontakt und somit kommen schon noch ganz gute Weine ran. Das ist ganz gut. Und der eine oder andere Kunde.
Wein als Networking-Werkzeug
Was sagst du jetzt, nach den ersten zwei Jahren, wie große Hilfe war diese Sommelier-Ausbildung für dein Personal Training? Also was du auch in ganz vielen Podcasts schon hattest, ist, wenn man Personal Training macht, spricht man eine gewisse Zielgruppe an. Eine gewisse Zielgruppe ist eben auch der Unternehmer. Und ich habe am Anfang immer gedacht, wenn ich so geschrieben habe, ich habe die Texte für unsere Webseite geschrieben und habe dann so ein Udo beschrieben und hätte dann drei Seiten, ey, der hat das, das, das, Rugby-Nationalspiel.
Ja, okay, ich war so ein Mili, scheiß, ey. irgendwie, okay, ich habe ein paar Weiterbildungen, alles klar. Wenn Leute kommen, hey, du warst eine Weinbranche, gell? Also es ist für viele wirklich so dieses, wo du ein Gesprächsthema hast. Für viele, ja, Unternehmer oder auch einfach, wo du weißt, Leute, die sich ein Personal Training leisten können, die trinken auch mal gerne Wein.
Also wir haben auch zum Beispiel letztes Jahr an Weihnachten hat jeder Kunde von uns eine Flasche Wein bekommen und danach nochmal, ey, kannst du mir die besorgen? Kannst du mir eine Kiste besorgen? Also es war dann auch schön, weil Ich wusste, okay, ich habe mir einen guten Wein ausgesucht. Und daher sage ich, hilft dir das schon natürlich, wenn du eine Stunde mit Leuten, die du erstmal gar nicht kennst.
Wir haben gesagt, Leute, die sind jetzt über ein Jahr bei uns. Die kennst du, da sind fast Freundschaften schon entstanden. Aber natürlich hast du irgendwann auch mal Leute, die 20 Jahre älter sind, die kommen. Und so hast du immer mal wieder auch ein Gesprächsthema, was dir gut tut.
Wenn du klassisch Kraft trainierst und hast deine zwei, drei, vier Minuten Pausen vielleicht, da stehst du. Also brauchst du ein bisschen Gesprächsthemen. Und da ist Wein natürlich immer zum Dorf. Genau, genau.
Was schätzt du, wie viel Prozent der PT-Kunden trinken Wein? 100? 100 Prozent? Also keine Ahnung, ich weiß es.
Alkohol, Gesundheit und Leistungsfähigkeit
Ich habe zu dir, als du mir gesagt hast, die Idee mit dem Postgehalt, du musst diese Brücke schaffen zwischen Alkohol und Sport. Aber ich glaube, das geht wie in ganz vielen Dingen. Man muss es mit Genuss machen. Also man muss es einfach, die Menge macht das Gift.
Wenn ich mir jetzt jeden Abend drei Liter Wein rein stelle oder ob ich sage ich trete mal am Wochenende vielleicht meiner Frau eine gute Flasche Wein zusammen Ich glaube ich kann das auch wieder Realistischer Ansatz gerade aus Sicht des Trainers, vor allem wenn man junger Trainer ist, nimmt man das Ganze ernst und kein Alkohol, natürlich eine Personaltrainingkunde ist so na, am Wochenende oder mal zum Essen, dann trinke ich ein oder zwei Gläser und für viele ist es Lebensqualität ein Teil des Alltags. Das ist aus meiner Sicht sehr positiv. Die Menge ist ein Unterschied, ob du jetzt die halbe Nacht wach bist und acht Cocktails trinkst oder ein Flaschen und ein Rotwein.
Das ist auch so etwas. Das ist eher noch ein gesunder Alkohol. Da glaube ich auch, dass die von unseren Kunden ganz wenige, die kein Alkohol trinken. Ich würde sagen, gut 80%.
Je nachdem, wir haben auch relativ viel Leistungssportler und jetzt würde ich, wenn Olympia-WM oder ein wichtiger Qualifikationswettkampf ansteht, würde ich jetzt nicht empfehlen, fünf Tage die Woche abends Wein zu trinken.
Der Einfluss von Wein auf den Blutzuckerspiegel
Ich hatte aber auch schon so Fälle. Ich hatte einmal einen Kunden, das war ganz frisch, als ich angefangen habe, mit dieser kontinuierlichen Glucosemessung. Und der hat dann auch viel umexperimentiert und kam dann irgendwann so, er hat was gefunden, wenn er das abends trinkt, dann geht sein Blutzucker 20, 25 Punkte runter. Nicht so, was trinkst du? 20, 25 Punkte Blutzuckersenken ist Nensage. 0,1 Rotwein.
Und dann war ich so, und dann haben wir es echt probiert, genau geguckt. Wenn der seinen 0,1 Rotwein abends zu seinem Essen getrunken hat, das hat ihn so runtergefahren, hat ihn so beruhigt, dass sein Blutzucker 20, 25 Punkte gedroppt ist, einfach nur, Stresshormon, Cortisol geht runter, Cortisol erhöht Blutzucker, du fährst abends runter, du entspannst und 0,1 Rotwein, da ist ein bisschen Alkohol drin und selbst ein trockener Rotwein, da ist minimal Zucker drin. Ja, er geht. Aber der Benefit für ihn war dann so, hey, diese 0,1 Rotwein abends, das ist für mich so quasi Ritual.
Ich merke, da fahre ich runter. Die Zahlen sagen, hey, mein Blutzucker geht runter im positiven Sinn. Wunderbar. Und bei so jemandem, wir waren dann tatsächlich bei ihm so, der hat jeden Abend seinen 0,1 Rotwein getrunken.
Und er war auch einer, der dann am Ende ein Before-and-After-Bild gekriegt hat von vorher. Ich weiß nicht, was er war. Ich würde schätzen, um die 18% war er. Und am Ende war er um die 7%.
Der Unterschied war riesig. Okay, ich muss mehr Rotwein trinken. Das ist die L Alles was du machen musst Training ist immer wichtig Hauptsache 0 Rotwein haben Nicht dass es f jeden funktioniert aber es kann nat eine große Rolle spielen.
Gesundheitliche Vorteile von Resveratrol
Gerade Rotwein, du hast Antioxidantien, du hast dein Resveratrol. Und auch beim Weißwein, was ja oftmals unterschätzt wird, dass in einem Rotwein dein Resveratrol drin ist. Das ist ja nachweislich das SIRT1-Gen aktiviert, welches für biologisches Alter zuständig ist. Durch Wein lebt man länger, Das ist nicht nur so ein Spruch, sondern tatsächlich nachgewiesen.
Weißwein hat nicht Respiratrol, jedoch Trans-Respiratrol. Also der Weißwein ist nicht zwangsweise weniger positiv als der Rotwein. Beim Rotwein wird es halt nur mehr vermarktet. Respiratrol wurde auch früher untersucht.
Da gab es ja dann teilweise auch schon so Claims, wer Wein trinkt, muss keinen Sport machen. so hochgerechnet haben, welchen positiven Effekt Wein auf Leben und Herz-Kreislauf-Gesundheit hat und das dann gleichgesetzt haben mit Sport und dann versucht haben, so eine Clickbait- Brücke zu schaffen, was natürlich nicht ganz so einfach ist. Im Idealfall mach Sport und kannst dann ein Gläschen Wein trinken. Erlaubst dir. Also genau, das denke ich auch.
Den positiven Aspekt mitnehmen und dann auch gerade wie viel von deinen Kunden, die Wein trinken, wenn du denen sagst, trink kein Wein mehr und dafür geht es ein kleines bisschen schneller, hören dann auf, keinen Wein zu trinken. Ja, und dann die Frage ist auch, wie lange? Dann bist du ja wieder dieses, denk jetzt nicht an Rose Elefanten, du denkst ja immer an Rose Elefanten, wenn du dem was wegnimmst, will er das eigentlich die ganze Zeit, der Körper. Du denkst die ganze Zeit, oh, ich darf nicht, ich darf nicht, ich darf nicht.
Also die ganze Zeit, oh, jetzt ein Glas Rotwein, jetzt ein Glas Rotwein, jetzt ein Glas Rotwein. Du siehst nur noch Rotwein überall rumstehen. Das ist dann viel schwieriger, als zu sagen, hey, hör zu, am Wochenende mal ein Glas, langsam und dann passt das auch, glaube ich auch.
Julians frühe Erfahrungen mit Wein
Kannst du dich nur erinnern, wann so deine erste Weinerfahrung war? Ich komme zu Pfalz. Wir trinken Rieslingschorle aus 0,5er Gläsern und das sehr früh. Die erste richtige, muss ich wirklich sagen, hatte ich durch meinen Beruf.
Also ich war nach dem nicht bestandenen Ab, ich bin mit wegen einem MSS-Punktes Ab hier gerasselt. Hat meine Mutter dann gesagt, so, du gehst direkt mal, guckst mal, was du machst jetzt. Ich sauf jetzt. Genau ich sauf jetzt und verdiene damit Geld War das dann drei Ecken bin ich dann dort in die Firma gekommen habe ein Praktikum gemacht und habe dann dort meine kaufm Ausbildung gemacht habe dort ein Stipendium bekommen und habe dann daraufhin den Weinfachberater das Somilier des Handels gemacht.
Training von Gaumen und Nase
Und ich bin eigentlich erst wirklich dann mit wirklich, ich sage jetzt mal, höherwertigen Wein in Kontakt getreten. Also wirklich so, ich habe in der Jugend, Pershing heißt das, also Pfirsich auf Pfälzig, das war Rosé mit Fanta. Aus 05er-Glas. Da schmeckst du nicht mehr viel von Rosé.
Es ist scheißegal, was für eine Rosé tatsächlich ist. Die Fanta dominierte eindeutig. Und dann natürlich, dann kommst du in so einer Firma, wir haben nur den Fachhandel bedient, im B2B, und hatten dadurch halt auch schon sehr gute Qualitäten. Und da bin ich dann zum ersten Mal wirklich mit höherwertigem Wein in den Kontakt gekommen.
Ich habe dann auch, du musst beim Wein, was ich auch immer gesagt habe, du musst trainieren. Du musst trainieren. Also so blöd wie das klingt. Du musst aber, du kannst, du fängst nicht an mit hochwertigen, komplexen Rotwein, sondern du fängst eher mal an.
Im Moment so typisch dieses Primitivo. Das ist ein Rebsol aus Süditalien, was einfach so ein bisschen ein Boom ist, weil es einfach ein Wein ist, der funktioniert. Du machst ihn auf, schenkst das Glas ein, er ist da, viel Frucht, vollmundig. Und das sind Weine, wo ich glaube, da fangen viele mit an.
Und irgendwann merkst du so, ah, ist vielleicht ein bisschen langweilig. Ich brauche ein bisschen Ecken und Kanten. Ich brauche doch ein bisschen mehr. Und dann steigerst du dich, weil dein Gaumen auch trainiert ist.
Und das hat auch damals ein Cent gesagt, dass die ganzen Sommeliers immer aus diesem Wein riechen, falschen Ananas. Da erzählen dir Leute, er riecht nach Ananas. Die wissen immer, wie eine Ananas riecht. der hat auch gesagt, riecht mal an Gemüse, riecht mal an Obst. Wenn ihr Obstsalat macht, wenn ihr Gemüse, wenn ihr kocht, riecht mal, schneid mal eine Paprika auf, hebt deine Nase rein, riecht da dran.
Wie riecht eine Paprika? Und das kannst du dann versuchen abzuspeichern. Und dann kannst du das auch im Wein wiederfinden. Also du trainierst wirklich deinen Gaumen, deine Nase.
Diese Parfümeure, die sind dann noch ein bisschen stärker, die können sich noch ein bisschen mehr abspeichern. Das ist noch komplexer, diese Düfte, als jetzt im Wein. Aber du kannst es trainieren. Du musst halt viel verkosten.
Die Realität professioneller Weinverkostungen
Und das war bei uns auch. Verkosten heißt spucken. Also wenn du morgens um 10 Uhr, heißt, okay, wir verkosten jetzt mal schnell 60 Rotweine morgens um 10. Da trinkst du nichts, da spuckst du alle aus.
Die ältere Generation der Sommeliers würde wahrscheinlich widersprechen. Ich glaube, wenn sie 60 Weine probieren, müssen sie mittags noch arbeiten. Die 60 Weine probieren, ist ja Arbeit. Ist viel Arbeit, ist viel Arbeit.
Also ich sag mal, bei einem Laien hört es nach 5 bis 10 Weinen auf, weil der Mund ist taub, du kannst diese Nuance nicht mehr schmecken, was du bei einer Verkostung ja schmecken musst. Also es ist immer noch ein Unterschied, wenn wir Weine ausgesucht haben, ging das ein bisschen schneller von der Verkostung her, weil du natürlich gesucht hast, welche Weine, es ging immer darum, passend ins Sortiment, was Preisqualität angeht, also wo ist eine Qualität, wo du sagst, die ist toll, zu einem guten Preis, dann passt es. Und so hast du dann relativ zügig probiert. Wenn ich das weniger gemacht habe, auch mal in Schurie war und getestet habe für Verkostung, da hast du natürlich schon ein bisschen anders verkostet.
Da musstest du schon auch aufschreiben, hier die Ananas und die Aprikose. Und ist es jetzt eine reife Aprikose? Das raschende Laub. Genau, das ist das raschende Laub, was der Winzer...
Genau, das alles im Wein schmecken. das ist dann schon anders, wenn du da verkostest und da bist du auch wieder finde ich beim Thema, was Wein angeht, viele vergessen es soll Spaß machen, es soll schmecken. Das ist eine Sache, die in letzten Jahren mir regelmäßig aufgefallen ist, ich bring irgendwo einen Wein mit und mich auch nur eingeladen bin und dann oh, vielen Dank, ist der gut, ich kenne mich mit Wein gar nicht aus und das war natürlich auch selbst für mich, der in der Branche nie gearbeitet hat, es nie professionell angegangen hat, sondern nur für mich selber, so die Frage, okay, was ist guter Wein, beziehungsweise was interessiert mich?
Und für mich waren dann irgendwann relativ schnell zwei Fragen klar, die zwei Fragen muss ich beantworten können, dann geht es weiter, und das ist Nummer eins, schmeckt der mir? Der eine sagt, okay, das ist super, und ich trinkst, und denke mir, das ist gar nicht meins. Und das zweite ist, warum schmeckt der mir? Ja.
Soweit ich angefangen konnte, so ein bisschen zu kategorisieren, diese Charakteristik, das schmeckt mir Ja Das trinke ich auch noch das schmeckt mir dann Ja ja ja Also
Wein als Speisenbegleiter
Rotwein ist aus meiner Sicht lange Hosenwein Rotwein kannst du nur trinken wenn das Wetter so ist dass du lange Hosen tr Deswegen hast du jetzt kurze Hosen an, weil wir Weißwein trinken. Oder 20 Grad versus 35 Grad. Oder ist es Sonntagnachmittag oder ist es Samstagabend um 10. Für mich persönlich, die Stimmung und das Umfeld spielen eine Riesenrolle.
Die spielt alles beim Wein. Beim Wein ist es auch, wenn du auf Veranstaltungen warst und die Leute fragen, ah, jetzt sagen sie mal, was ihr Lieblingswein ist. Das hast du nicht. Du hast nicht den Lieblingswein.
Ja, weil, wie du sagst, erstens mal zu was für einem Anlass. Ja, und eins hast du nicht vergessen. In diesen, in vielen anderen traditionellen Weinbauländern, Italien, Spanien, Frankreich, Österreich, Portugal, Wein ist Speisebegleiter. Wein ist Speisebegleiter.
Was die Deutschen so ganz typisch ist für Deutschland ist, so und jetzt nach dem Essen machen wir einen richtig guten Rotwein für den Kamin auf. Das gibt es nicht. Also in Italien, da ist Wein zum Essen. Das heißt, da musst du auch wissen, okay, was gibt es zu essen?
Und dann ist es auch total schwierig, wenn die Leute dann sagen, ja, ein bisschen Lamm und Gemüse. Okay, was für Soßen, was für Gewürze. Du kannst alles machen. Du kannst Lamm mit Gemüse, da kannst du Indisch kochen.
Du kannst auch genauso gut Kurzbraten und Grillgemüse haben. Und dann hast du auch wieder zwei komplett andere Gerichte und zwei komplett andere Weine. Und das ist eben, wie du auch richtig sagst, Wein muss schmecken und immer zu was für einem Anlass. Hast du jetzt irgendeinen total stressigen Tag, kommst nach Hause und denkst, oh fuck, ich will jetzt einfach ein bisschen runterkommen und einen Rotwein trinken oder einen Weißwein, sollte das jetzt auch nichts sein, wo du denkst, okay, jetzt mal gucken, Jetzt google ich vielleicht noch, wo liegt das Weingut?
Was für Rebsorten sind drin? Ach, habe ich schon nie gehört. Ach, wie spannend. Ich lasse jetzt erstmal eine Stunde atmen und dann gucke ich mal, wie er sich in zwei Stunden verhält.
Das machst du nicht an so einem Tag. Hast du über Samstags mega gute Laune, kochst vielleicht zusammen und hast Zeit und dann hast du natürlich auch viel mehr Zeit für den Wein und gehst ganz anders ran. Und holst dann vielleicht auch mal was aus dem Keller und sagst, oh, das ist was gereiftes. Jetzt hebe ich mir für einen besonderen Moment auf, wo ich auch sage, besondere Momente, genieß mehr das Leben. mach mal einen geilen Wein auf, einfach mal Samstagsabends, wo du denkst ey, komm, ist jetzt schön oder freitags, keine Ahnung, ja und nicht immer dieses ah ja das machen wir zum dritten Hochzeitstag dann auf genau daf ist er dann hast du 40 Grad am dritten Hochzeitstag und machst irgendeinen gereiften Rotwein auf Ey passt auch nicht Und das ist das, was viele vergessen.
Es muss Spaß machen, er muss schmecken. Das ist das Wichtigste. Alles andere ist, who cares? Ist doch egal, was für eine Rebsorte drin ist.
Wenn dir Wein, der schmeckt, ist doch geil. Das ist alles.
Denkwürdige Weine und Karriere-Highlights
Wenn du zurückdenkst an 14 Jahre Wein als Beruf, was war so der eine Wein, der am meisten so, okay, ich wusste, dass die Frage kommt. Und es gab für mich so zwei, drei Erlebnisse. Ich habe zum ersten Mal einen sehr alten Wein getrunken. Das war 1970er Rosso di Montalcino.
Die Lage wäre damals dann Brunello gewesen. Also heutzutage ist es eine Brunello-Lage. Das war, das muss so relativ am Anfang gewesen sein, das war auf dem Weingut. Das heißt, ich habe 2004 angefangen, so 2005, 2006 sein.
Das heißt, der Wein war über 30 Jahre alt. Und da gab es dieses Aha-Erlebnis, das hat gesagt, krass, wie jung so ein alter Wein schmecken kann. Das war was Krasses einfach bei mir. Dann, an was ich mich erinnern kann, war der erste richtige große Namen, den ich getrunken habe.
Das war Statut de Camp. Das ist ein Soutern, also edelsüße Wein aus Bordeaux. Richtig teuer, die Flasche. Das war jetzt der erste große Name, den ich getrunken habe.
Und dann... Zu welchem Anlass? Samtags morgens halb neun in der Schule. Der Dozent hat dann gesagt, okay...
Das war es neunte Klasse. Genau. Der Dozent hat damals gesagt, okay, wir hatten edelsüße. Und der hat dann gesagt, okay, ich habe was aus meinem privaten Keller mitgenommen.
Das war halt mega geil, weil der hat gesagt, ich habe jetzt Chateau de Cam. Und alle wussten, okay, krass, der ist hier mal eine 300-400-Euro-Flasche, den er einfach mal sponsert. Das war schon geil. Weil du halt auch weißt, als Wein, das kannst du nicht mit allen, nicht alle können das schätzen.
Und deswegen, das war ziemlich cool, deswegen ist mir das auch noch so in Erinnerung. Und natürlich muss ich was für die Heimat machen aus der Pfalz. Ein 2007er Kirchgarten, großes Gewächs von Philipp Kuhn. Das war so ein großes Aha-Erlebnis, wo ich wusste, was man aus Spätburgunder machen kann.
Wo ich dachte krass einer der besten Rotweiner wo ich getrunken habe Und seitdem ist es auch so wo ich sage Sp ist schon so mein wo ich gerne trinke wo ich aber extrem viel probiert habe In letzter Zeit nicht mehr so viel. Wo es auch eine verdammt schwere Rebsorte ist. Also einen richtig guten Spätburgunder, wo ich dann auch meine Messer, der liegt extrem hoch dann. Wo ich sage, okay, den zu finden, habe ich auch selten unter 30, 40 Euro gefunden. die großen Gewächse von VDP-Weingütern sind alle geil da geht es dann eben darum, schmeckt mir mehr oder weniger und das waren so die drei Weine, wo ich sage das waren Aha-Erlebnisse
Deutsche Weine im internationalen Kontext
Der eine oder andere wird sich jetzt denken, der Pfälzer der schon neben dem großen Franzose, dem großen Italiener jetzt hier den Pfälzer Wein empfiehlt, aber eins der Dinge, die ich in den letzten 10 Jahren Wein trinken gelernt habe dass die deutschen Weine wahrscheinlich international die unterbewertetsten sind, die es gibt. Alle denken hier, Italien große Weine, Frankreich große Weine. Dabei hast du gerade hier Rheinhessen, Pfalz, also teilweise Weine, das ist... Absolut, absolut.
Also klar, es war immer so ein bisschen, der Rotwein war in Deutschland immer so ein bisschen so stiefmütterlich behandelt, weil so viel Frucht kriegst du einfach nicht rein und so. Das ist Quatsch. Schwabe schätzt man auch den Trollinger mit Lemberger. Genau. auch da gibt es richtig gute.
Also auch bei uns ist sehr viel Dornfelder, auch dort ganz wenige natürlich, gibt es aber auch richtig guten Stoff. Da siehst du halt, was du aus einer Rebsorte machen kannst. Und ich glaube, da ist die letzten Jahre ein Umdecken auch passiert. Bei den Winzern glaube ich, dass da auch viele in Technik, viele in Qualität gesetzt haben, sodass einfach die Rotweine wirklich international mithalten können. dass du immer noch, wie du richtig sagst, du stehst gefühlt immer noch hinter einem Bordeaux, einem Burgund, einem Brunello, einem Barolo.
Aber was die Deutschen sind, Weißweine. Wenn Leute die Ahnung haben, egal woher, und die haben ein Riesling aus Deutschland, du sagst, 10 Euro kostet der, krass, wir kriegen die das hin. Wahnsinn. Du kriegst nie so eine Säurestruktur in Wein wie die Deutschen im Riesling.
Das kriegst du nicht. Du hast natürlich Chablis oder anderen Weißweinen, weltweit natürlich auch renommierte Weißweine, die halt auch wieder sehr gut aus Speisebegleiter funktionieren, weil sie eben sehr fett sind, Holz gelagert etc. etc. Aber diese Säurestruktur, was wir hier halt in den Riesling reinbekommen, das kriegst du weltweit fast so nicht in der Bandbreite. Klar gibt es immer mal auch noch irgendwo in Australien, ein kleiner Winzer, der das irgendwie aus Versehen geschafft hat und irgendwo vielleicht auch in Kalifornien.
Aber im Schnitt ist es sehr, genau. Du hast einfach im Durchschnitt einfach sehr viel gute Qualitäten, was Weißwein angeht in Deutschland. Es gab auch mal einen interessanten Artikel, dass die deutschen Winzer das falsch machen mit dem Weißwein. Das ist halt ein großes Gewächs.
Also der Wein für das Weingut kostet zwischen 40 und 60 Euro und ein Chablis, die fangen da an. Und die müssen sich ja nicht verstecken. Also von der Qualität her überhaupt nicht. Und von der Stilistik her muss ich sagen, trinke ich persönlich und das ist auch nur wieder meine ganz eigene Meinung, trinke ich halt lieber einen gereiften Riesling aus der Pfalz als was anderes im Weißweinbereich.
Aber das ist auch wieder, das ist...
Empfehlungen für Wein-Einsteiger
Wenn jemand jetzt noch nie einen Riesling aus der Pfalz getrunken hat und du... Verpasst er was? Und du jetzt sagen willst, ich will jetzt auch mal probieren, wie das schmeckt. So rein, in der statistischen Mitte, was wäre deine erste Empfehlung?
So ein Klassischer, muss ich sagen, sind so Weingüter wie Bassermann oder von Buhl, Birklin Wolf, da hast du schon ein bisschen Namen und kannst dich einfach mal langsam hochtrinken. Also ich würde auch immer mit der Basic in einem Weingut anfangen, also immer die Basic probieren. Wenn die gut ist, dann sind auch die großen Weine gut. Wenn die Basic dir nicht zusagt, dann wirst du vielleicht mit einem anderen Weingut mehr Spaß haben, weil jeder Winzer hat natürlich irgendwie auch eine Handschrift.
Da gibt es einfach, da gibt es Weingüter. Also wir hatten auch ein Weingut aus Österreich, ist mir immer noch im Kopf. Die hatten einfach eine ganz klare Handschrift und das war gut. Das hast du einfach, das hast du gehabt.
Da wusstest du, okay, das sind so ein bisschen die Handschrift vom Winzer und das versucht ja jeder Winzer irgendwie in die Weine zu bringen. Also das, was wir gerade trinken, ein Odinstal, ein sehr kleines Weingut, die haben eine ganz klare Handschrift in ihren Weinen drin Nat hast du da auch verschiedene B verschiedene Rebsorten Aber sowas zum Beispiel w ich jetzt nicht jemand der noch nie ein Riesling aus der Falsung w ich jetzt sagen fangen jetzt mit Odinstal an weil die Weine sind doch schon ein bisschen komplexer, wenn du aber sagst, ey, ich trink gerne Riesling, ich mag das, dann hast du mit Odinstal natürlich schon in meinen Augen top Weingut.
Da hast du super Qualität.
Stahltank versus Eichenfass
Das Vergleichstrinken ist da ein guter Start. Das war für mich einer der ersten Momente, wo das ganze Weinding für mich so ein bisschen Form angenommen hat, war auch so neun, zehn Jahre her, da war ein Kunde von mir eingeladen, der importiert Feinkost und Weine aus Italien und veranstaltet regelmäßig so Weinproben mit Essen und steht dann da selber eher als Chef zwei Tage in der Küche und kocht italienisches Essen von bis Risotto, Pasta, Vitello Tonato und also keine Pizza wahrscheinlich. keine Pizza und auch italienisches Essen auf hohem Niveau. Fiorentina und so Sachen. Ich kann mich nicht erinnern, in Stuttgart irgendwo auf annähernd hohem Niveau italienische Gäste zu haben.
Und dann gibt es dann halt so ein Buffet-mäßig Essen. Und es gab dann so eine lange Theke und dann gab es 12, 14 Weine. Und dann konnte man da quasi so schlückchenweise so dieses Vergleichstrinken. Und da war so für mich ein Moment, das war der gleiche Wein.
Der eine war im Stahltank ausgebaut und der andere war im Baric Fass ausgepucht. Und Baric hatte besser geschmeckt. Der Unterschied war das. Ich bin da gestanden und so.
Das ist der gleiche Wein? Der einzige Unterschied ist, der eine ist im Stahltank und der andere Baric Fass. Und so geschmacklich, das hat einfach nichts miteinander zu tun. Welten dazwischen.
Beide waren gut, aber so dieses, okay, wenn du davor mal ein Glas trinkst und dann schmeckt mir oder schmeckt mir nicht. Wenn du so ein paar verschiedene hast oder dann auch mal so eine Weinbeleitung, wenn du ein gutes Restaurant hast und die dann quasi so drei, vier, fünf Gängen so eine Weinbegleitung anbieten, dieses Vergleichstrinken, wenn du die Weine miteinander direkt nacheinander trinkst und dann so ein bisschen Vergleich hast, es war so für mich deutlich einfacher, so ein bisschen rauszukriminalisieren, okay, was schmeckt mir und was schmeckt mir, warum? Genau, was schmeckt dir, das ist das Wichtige.
Also auch wenn Leute dann, Freunde kommen, ey, kannst du mir mal eine Kiste Wein, dann kriegst du die und dann nach zwei, drei Wochen ist irgendwie die sechs Flaschen leer und dann, oh, wie wahnsinn. der eine war gut, mit der grünen Kapsel. Ja klar es gibt nur einen einzigen Wein mit einer gr Kapsel ja Also wo ich dann sage ey dann mach ein Foto schick mir das und dann wei du schon mal okay der hat jetzt am besten geschmeckt Und das ist glaube ich auch die hohe Kunst zu sagen okay zu wissen warum hat er jetzt den geschmeckt Du hast mir so ein bisschen gesagt, was für Weine trinkst du gerne, also wo ist okay, was wir trinken heute, du hast schon getrunken, das ist das, was ich wollte.
Ratschläge für den Weinkauf
Das ist das Wichtige beim Wein, dass du dem Gegenüber rausfindest, was will der, was schmeckt dem und ihm das dann anbietest. Und deswegen sage ich den Leuten, geh den stationären Fach Einzelhandel. Die haben, das habe ich immer früher in meiner Branche auch gesagt, die haben ein Problem, das ist so die Hemmschwelle. Die Leute denken, ich muss viel Geld ausgeben im Fach Einzelhandel und ich muss Weinbissen haben.
Beides ist völliger Blödsinn. Die freuen sich, wenn du reinkommst und sagst, ich habe keine Ahnung von Wein, ich will so um die 10 Euro ausgeben und ich trinke gerne. Perfekt, der kann dir 12 Flaschen anbieten, du kannst eine mitnehmen, du kannst zwei mitnehmen, du kannst sechs und wie du sagst, probier ein bisschen durch, du wirst rausfinden, der schmeckt, der schmeckt mir weniger, der schmeckt mir gut und dann hast du vielleicht deinen Weihänder des Vertrauens und dann bist du auch froh, der dir nochmal sagt, hey, hör mal zu, ich habe was Neues, test das mal, wie findest du das? und dann macht das auch mehr Spaß.
Oder halt beim Weingut direkt, wenn du halt in der Weinregion bist, klar. Das haben sie auch. Das ist auch ein Vorteil, was die Weingüter in den letzten Jahren immer mehr machen, dass sie halt auch so die Endverbraucher abholen. Nicht unbedingt um den Abhofverkauf, sondern dass du halt einfach sagst, okay, ich habe diese Hemmschwelle nicht, ich kann zum Weingut gehen und kann mich mal durchverkosten gegen einen kleinen Betrag vielleicht auch.
Und wer das schon Jahre macht, ist Südafrika. Als wir in Südafrika waren, sind wir auch durch die Weingüter, wirklich haben da echt sieben, acht Weingüter am Tag besucht und haben dann immer die Basic. Du konntest dann immer auswählen für Rand, ich weiß nicht, zehn Euro. Hast du dann drei, vier, fünf Weine in der Basic probieren können.
Hast ein bisschen mehr ausgegeben, konntest du die Mittelklasse probieren und hast dann noch mehr ausgegeben als die Premium. Wir haben immer die Basic probiert, weil dann weißt du, wie das Weingut ist. Premium, sage ich mal, können viele. weil die Basic da ist wichtig, auf die Menge trotzdem eine Qualität hinzubringen zum fairen Preis. Und durch dieses viele Verkosten lernst du halt auch zu wissen wie du richtig sagst was schmeckt mir Ist doch egal was mir schmeckt wichtig ist was dir schmeckt wenn du Wein trinkst Wenn du wie heute einen Wein hast wo es beide schmeckt okay braucht mal zwei Flaschen Das ist das Wichtige beim Wein.
Wein muss dir schmecken, muss Spaß machen und nett. Dieses Weinexperten-Ding ist ähnlich wie Schlag der Gang, die Brücke zum Krafttraining. 99,999% der Trainierenden werden nie Krafttrainings-Experten, weil sie nicht die Anzahl der Programme schreiben und analysieren. 99,99% der Weintrinker, wir haben niemals Weinexperten, die sich nicht mal annähernd die Anzahl der Weine trinken und analysieren, die notwendig sind, um dieses Wissen aufzubauen. Schon mal überschlagen, wie viel Weine du in den 14 Jahren insgesamt getrunken und analysiert hast? Ich bin ein Zahlenfreund.
Was waren die meisten am Tag oder die meisten in der Woche? Die meisten in der Woche, also ich würde mal sagen, in Zeiten, wo wir bei uns am Sortiment mehr geschraubt haben, haben wir dann doch schon mehr verkostet. Und da gab es bestimmt Wochen, wo wir 300, 400 Weine, wenn du am Tag irgendwie, wenn man an spitzen Zeiten irgendwie 40, 50 Weine morgens hast und das Mittag nochmal irgendwie 10, 20 oder verkostest du dir auch nach, dann machst du es mal über ein, zwei Wochen. Boah, das ist Arbeit.
Ich würde sagen, in der Woche, 300 Weine in der Woche wäre jetzt vielleicht mal so eine Woche mit dem absoluten Peak gewesen. Wobei, wenn wir Messe hatten, wir hatten so 300 Weine im Sortiment und da waren halt alle 300 Weine offene. Die probierst du dann auch mal schnell durch, weil du hattest halt auch selbst nie die Möglichkeit, wirklich mal dein komplettes Sortiment offen zu haben. Und dann hast du auch immer wieder in dieser gibt eine große Messe in Düsseldorf, eine reine Fachmesse pro Wein und dann am Dienstag bei der dritten Messetag, der war immer ein bisschen ruhiger und da habe ich dann auch immer geguckt, dass ich einfach die Weine einmal durchverkoste.
In den drei Tagen Messen hast du wahrscheinlich am meisten Weine probiert, weil du halt einfach in deinem eigenen Stand mal doch wieder bei anderen geschaut hast. Aber abends immer alt gesoffen. Da hast du keine Lust mehr auf Wein. Ja, also wie viel Weine immer in der ganzen 14 Jahren, das könnte ich dir nicht sagen.
Keine Ahnung. Viel, viel Wein verkostet. Ja, viel verkostet. Weil du auch verschiedene Jahrgänge probierst.
Auch das, was du gerade gesagt hast. Du warst ja auch mal, war ja auch bei zig Weingütern, wo du dann noch einfach mal die dir dann auch mal sagen können, wir hatten auch echt Partner, die auf sehr hohem Niveau Mengen füllen konnten, für gewisse Lean. die wir haben wollten, die dir dann auch wirklich, und zwar klar, wir wollen den Wein. Und dann haben wir sechsmal den Wein gehabt. Das war derselbe Wein.
Und dann hat er sich ein bisschen vom Preis verändert, ein bisschen von der Säure, ein bisschen vom Rest sogar. Dann hast du den verkostet, hast du dann, okay, Nummer vier, das ist das, was wir am besten finden. Dann bist du nochmal einen Schritt zurückgegangen. Okay, jetzt gucken wir mal Restzucker.
Wir würden lieber ein bisschen mehr haben oder ein bisschen weniger. Und dann spricht man von Kleinstmengen. Da nochmal verkostet. Also dieses hin und her, hin und her.
Das machst du natürlich auch. Dass du wirklich sagst, okay, du hast dann ein Flight von einmal demselben Wein. Das ist der identische Wein, aber ist doch kleine Nuancen. Nenn mal so ein krasses, was du jetzt gesagt hast, reduktiv ausgebaut.
Das heißt Edelstahltank oder eher oxidativ. Das heißt, im Barikfass, Holzfass, je nachdem, wo natürlich mehr Luft drankommt, wo der Wein sich komplett verändert, ein ganz anderer Wein ist. Da hast du wirklich zwei krasse Unterschiede. Und so Verkostungen hast du natürlich auch.
Und so hast du im Weingut dann ja schon mal bei den ganz Großen jetzt, die wirklich auch viel Menge machen. Und dann hast du natürlich auch kleinere Weingüter, wo du sagst, wir testen mal das eine Fass. Das ist ein ganz besonderes Fass. manche sagen sogar auch ganz ehrlich dazu das fasst dann in der Ecke ich weiß nicht warum, aber da sind die geilsten Qualitäten das kannst du das sind dann die Qualitäten, die Weintester bekommen ja genau das ist dann Privat Weintester oder irgendwelche Promis genau ja und da verkostest du natürlich auch da verkostest du vielleicht auch mal Jungweine die gerade ein halbes Jahr im Berikfass liegen die noch zwei Jahre drinbleiben die danach nochmal in der Flasche reifen die erst ein paar Jahre später auf den Markt kommen, dann verkostest du da auch eine große Bandbreite am Beingut selbst, wo die dann auch nochmal vielleicht ältere Jahrgänge holen.
Deswegen, du verkostest schon viel Weine. Aber wie gesagt, verkosten. Nicht alle getrunken. Du kannst es nicht.
Du musst lernen zu spucken und auch zu neutralisieren mit Wasser, dass du dann auch mal eine Pause machst, wo du sagst, okay, wir haben es zwei Stunden verkostet, brauchen wir eine Pause. Deswegen haben wir auch gerne morgens verkostet, Mittagspause gemacht, mit einem einigerma klaren Kopf E beantwortet und danach mittags nochmal verkostet Oder auch wenn wir Weing neu gelistet haben haben wir die ja je nachdem wie wir sie entdeckt haben In Italien war immer eine große Messe wie in Italien, da haben wir natürlich immer wieder auch mal Sachen entdeckt. Die hast du auf der Messe probiert, dann hast du die nochmal ganz kahl im Büro probiert, eben nicht Messer und dann war irgendwie eine hübsche Italienerin hinten dran, was für die Weinerzähler sind.
Das ist mal ganz kalt in Landau, in der Pfalz, bei Nieselregen probiert, ob sie dann auch noch schmecken.
Das Phänomen des 'Urlaubsweins'
Das ist der Urlaubsweineffekt. Genau, genau. Und dann haben wir uns das Weingut auch nochmal angeguckt. Also auch, wie wir arbeiten.
Und dann auch gerne nochmal ältere Jahrgänge. Wir hatten mal ein Weingut, wo echt alles gepasst hat. Wo wir gesagt haben, hey, das passt ins Sortiment, war alles super. Und dann haben wir gesagt, wir würden gerne ältere Weine probieren.
Ob sie was haben oder ob wir uns irgendwo im Handel halt besorgen sollen. Ne, sie schicken uns dann und haben wir, das war ein Weißwein, war untypisch, das war jetzt kein typischer Weißwein, wo du lagerst, aber trotzdem, aufgrund des Qualitätsanspruchs, haben wir gesagt, wir testen einfach, wie verhält sich der Wein. Der Wein vom letzten Jahr davor war nicht mehr gut. Das heißt, er war einfach nicht stabil genug.
Das heißt, der war einfach, dieser Alterungsprozess war zu schnell. Und dann haben wir gesagt, okay, dann kannst du es einfach nicht ins Sortiment aufnehmen weil du sagst, ey, ein Weißwein muss auch, wenn er jung getrunken werden muss und wenn er wirklich von der Frische lebt, von dieser Primäraromatik und dieser Secondäraromatik, der muss sich zumindest mal ein Jahr, anderthalb halten. Der muss nicht besser werden, der muss auch nicht seine Höhepunkte haben, aber du musst wirklich immer noch sagen, hey, weil du hast ja mal ein Jagen, da kommt der neue Jagen raus, das sind ein paar Flaschen vom Alten, das heißt, du gehst vielleicht mal ein paar Wochen verzögert raus, der Handel dann nochmal verzögert, dann gehst du als Endverbraucher, trinkst du ja auch nicht immer sofort, du hast ja nicht immer dann den Wein, sondern lagert bei dir auch nochmal im Keller und dann hast du ganz schnell auf einmal drei, vier Monate hinten raus den Wein, wo der Neue schon da ist, also sind es dann anderthalb Jahre schnell, ohne dass du jetzt zu lange den Wein irgendwo gelagert hast, sondern ein ganz normaler Prozess, da muss der Wein einfach nur funktionieren, da muss der Wein immer noch auch mal sagen, oh ja, ist ein schöner Wein.
Und wenn du das halt eben nicht kannst, dann war das eben nicht das wein gut f uns die die zwei machen ist ja auch deutschland ist eines der wenigen l wo man es tats studieren kann Ja Diplom kannst du studieren Geisenheim Da wird eine recht gro Wissenschaft hinterher.
Weinbetrug und Markttrends
Ich habe auch vor kurzem so ein Weinmagazin mal durchgeblättert und du hast es schon von welchem Mal erwähnt, nach dem Motto, so du irgendwie einen Weinfach-Stretch durchlatterst, da ist mindestens jede Ausgabe ein Skandal über Weinpanschen. Da habe ich auch dann mal zwei Artikel direkt am Anfang, also bei den News. Zum einen haben sie in Spanien ein Kunstweinlabor ausgehoben. Okay.
Wo ein paar Jungs mittels Chemikalien und Zucker und Wasser Kunstwein hergestellt haben. Zusammenbauen, ja. Und dann war noch ein zweiter Artikel, wo ein Händler aus München von einem Händler in Düsseldorf 35 Flaschen französischen Romainé Conti gekauft hat. Okay.
Und den nach Singapur verkauft hat. Und wo sich in Singapur dann herausgestellt hat, dass es Fälschung war. Ja. Ja, es ist ja total schwer, wenn du überlegst, so irgendwie Romane Conti oder Petrus von Marolli. 35 Flaschen, hatten einen Wert von.
Und was war es? Jahrgang, keine Ahnung. Da stand ich dabei, stand nur Wert dabei. Was war der Wert?
Halbe Million Euro. Halbe Million, okay, dann war es irgendwas Altes, Gereiftes, wahrscheinlich noch irgendein ganz besonderer Jahrgang. Dann ist natürlich, wenn du das fällst, du nimmst irgendwo alten Wein, guckst, wie die Flasche in Romane Conti aussehen, Etikett drauf. wie willst du es rausfinden? Ganz schwer.
Es gibt natürlich schon diese klassischen Etikettenfälscher, wo du halt, wo die Leute rein, wo dann wirklich sehen, okay, warum die jetzt gefälscht ist, dieses Etikett. Aber da kannst du schon ziemlich viel Schindlöder betreiben. Das ist ja auf jeden Fall. Das ist ja was, Kunstfälschung.
Ja, genau. Was es in dem Bereich gibt. Aber Mona Lisa gibt es halt einmal. Es gibt halt ein paar Flaschen Wein.
Und wenn du halt gerade so irgendwelche Spitzenjahrgänge hast, die halt auf diesem Weinmarkt sehr gefragt sind. Das heißt also, da regelt die Nachfrage den Preis. Somit hast du einfach Unsummen an an Geburt. Vor eineinhalb Jahren hat ein Kunde von mir geschickt, der selber, die Eltern sind Winzer und wir hatten es irgendwie über China und Konsum und Supplements und der Markt und basierend auf der Statistik waren 70 Prozent des Geldes, das in China für Luxusgüter ausgeben wird, für Wein.
F Wein ja Also diese ganzen ganz gro Rotweine so Frankreich und so da gehen viele nach China Im chinesischen Markt wollen die einfach Unzum daf bezahlen Und wenn dann halt wieder irgendwelche Weinkritiker, irgendwelche Jahrgänge besonders hervorheben, dann geht der Boom los.
Weinpreise und Qualitätssegmente
Für mich als Zahlenfreund, du kennst mit Sicherheit die Antworten auf die nächsten zwei Fragen. Es ist zum einen, was ist der größte Weinhändler Deutschlands? Darf man das sagen? Fängt mit A an, wir sind Discounter.
Richtig. Und was ist die durchschnittliche Flasche an Wein, die in Deutschland verkauft wird? In ganz Deutschland oder im LEH? Ganz Deutschland.
Durchschnittspreis für Wein. Ich würde schätzen 2,25 Euro. 3 Euro. 3 Euro? Das ist ein bisschen hochgegangen. man spricht in Deutschland das sind jetzt Zahlen, die sind jetzt auch ein paar Jährchen her wie gesagt, bin jetzt Personal Trainer da hat man ab 2,50 Euro vom Premium Segment gesprochen in Deutschland, weil du musst überlegen bei deinen 3 Euro da sind ja Weine dabei für weit über 100 Euro das heißt, wie viel Weine unter 2 Euro musst du durch jagen, dass du da irgendwie zum Mittelwert kommst von 3 Euro wenn du Wein hast, die Locker, es gibt so viel Wein für 40, 50, 60, 70, 80, 100, 300, 400 Euro.
Klar gehen da viel weniger Mengen. Klar geht der für 1,99, aber das ist, ja, schwierig. Wenn du dann überlegst, da ist eine Mehrwertsteuer drauf, da ist eine Bonderole drum, da ist ein Etikett, da ist eine Flasche, da will irgendjemand auch noch Geld dran verdienen, also nicht der Winzer, sondern der Händler, da bleibt nicht so viel übrig für die Qualität von meinen. Und das meine ich auch wieder.
Gebt 2-3 Euro mehr aus und das Aha-Erlebnis ist, sind Welten. Du kannst natürlich auch mal, wenn jetzt ganz viele sagen, aber ich habe da einen aus dem LEH, der schmeckt mir und der ist gut. Ja, ist okay. Wirst du auch immer mal wiederfinden.
Aber du wirst leider auch ganz viele andere Negativbeispiele haben.
Kochen mit Wein
Soll ich mir eine Bolognese oder Gulasch kochen? Nee, würde ich auch nicht. Würde ich auch nicht. Am Samstag war Udo bei uns, wir haben Gulasch gekocht und dann kam ein gescheiter Rotwein ins Gulasch und ja, war das Gulasch natürlich dann besser, weil ein gescheiter Rotwein. drin war.
Also auch das ist das, wo du willst in deinem Essen, du gibst teures Fleisch, du musst jetzt keine 180 Euro Wein da reingeben, ja, aber ein bisschen besseren, ja. Für 6, 7 Euro eine Flasche und du merkst auf einmal, wow, es gibt, meine Mutter hat immer fürs Büro, wenn ich Geburtstag hatte, Rotweinkuchen gemacht, ja, so Schokoladen-Rotweinkuchen, ja, das war ein Klassiker, den gab es immer. Sorry, dass die letzten zwei Jahre ein Mess gab. Dann gab es die Wette unter den Zornadiers, Er hat nie einer rausgekriegt.
Ich habe immer gesagt, wer es rausschmeckt, kriegt keine Ahnung. Er hat nie einer rausgekriegt. Das heißt, ihr seid noch nicht so gut ausgebildet. Nehmen Schokoladenkuchen Rotwein verkostet.
Einmal im Jahr ist zu wenig. Aber meine Mutter hat mal mit einem 50 Euro Wein einen Rotweinkuchen gemacht. Aus Versehen? Ne, der war von der Verkostung, weil wir haben verkostet und da war ein Amarone dabei.
Das ist der Wein aus Italien, wo die Beeren getrocknet werden. Also was sehr Konzentriertes. Wein hat um die 50 Euro Regalpreis gehabt, war halt irgendwie eine 3-4-Hälse Flasche vom Verkosten noch übrig, also nimmst du bei der Verkostung, du schüttest eben ganz viel Wein weg, weil das willst du mit 60 Flaschen, aber so richtig geile, wenn dann unter den Mitarbeitern dann doch aufgeteilt. Ich hatte den irgendwie dienstags mitgenommen oder wann auch immer und hab den eben nicht getrunken und dann hat die Mama daraus einen Rotwein-Kuchen gemacht.
Zack, erzählt der Haut, das war der beste Rotwein, wo man sie je hatte. Ja, weil der halt so, der Wein, der war so intensiv und so fruchtbetont und so kräftig, dass er halt auch, der hat dem Rotweinkuchen ein bisschen was an Qualität gegeben. Und das ist, ja, dass du das merkst. Und genauso ist es für eine gute Soße.
Warum hat irgendwann die Sterne Gastronomie angefangen, Champagnersoße zu machen? Die haben ja nicht gemerkt, sondern die haben ja gemerkt, okay, ich habe ein gutes Grundprodukt und mache eine gute Soße daraus. Die nächste Challenge für die Sommeliers, dass sie imstande sind, Jahrgang und Weingut aus dem Rotweinkuchen aus dem Rinderkulat und aus dem Brot dann gut rauszuschmecken. Wenn das kam, Chapeau.
Wir haben ja vor dem Podcast erzählt von dieser Champagner-Weltmeisterschaft, wo da eine ganze Reihe von Franzosen, von Beruf Weinträgern gegeneinander angetreten sind und mehr als 100 Champagner rausfinden mussten, welches Weingut, welcher Champagner, welcher Jahrgang. Der Gewinner hat 47 von 50 richtig erkannt. Aber das Krasse ist der Zweite Der zweite war dann irgendwie bei 12 von 50 Da war dann einer dabei der hatte dann wohl so ein fotografisches Geruchsged und war da extrem gut mit den Feinheiten. Das abzuspeichern können und die Nuancen.
Aber wer weiß, 2021 fällt so ein Rotweinkuchentesting. Ja. Können wir mal gucken. Zehn Rotweine, immer denselben Kuchen draus machen und dann mal gucken. wäre auf jeden Fall spannend.
Und damit sich auch ein Medieninteresse generieren. Ja, definitiv. Und wer weiß, wenn da doch einer vielleicht nur einen Wein rausmengen würde. Ja, bei zehn Weinen hast du eine 10% Chance, das ist reines Raten.
Ich sage die Weine nicht.
Die Psychologie der Weinverkostung
Es gab eine Prüfung mal. Ich weiß nicht, ob es eine Sommelierprüfung war. Nee, glaube ich nicht. Ich glaube, es war für was anderes gehabt.
Es gibt ja noch andere Sachen, die du machen kannst in der Weinbranche und die haben in einem Flight mussten die eben die 26,6 bis 12 Weine beschreiben. Habe ich auch eine Summeldeprüfung gehabt. Ich glaube, wir hatten damals vier Rotweine, vier Weißweine, zwar Schaumwein, so irgendwas und dann musst du den Wein beschreiben. Du kriegst dann Punkte darauf, wie du den Wein beschreibst und was für ein Wein es ist.
Aber es Es war wichtiger, dass du den Wein richtig beschreibst und aufgrund deiner Beschreibung sagst, okay, du denkst, dass es der Wein ist. Das heißt, okay, ich habe ein bisschen Säure drin, es ist ein sehr schlanker Wein, könnte dadurch ein Riesling aus Deutsch sein und argumentierst es. Wenn das dann irgendwie, ich sage jetzt mal, ein Grauburgunder aus Südtirol war, lagst du jetzt nicht komplett falsch, weil du hast es gut argumentiert, gut analysiert und hast Punkte bekommen. Wenn du zum Beispiel gesagt hättest, okay, das war jetzt ein schwerer Chardonnay-Barrikanteil, wärst du komplett in eine andere Richtung gegangen.
So, und dann haben die in dieser Prüfung denselben Wein. Das heißt, die hatten vorgegaukelt bekommen, ihr habt sechs verschiedene Weine, ihr müsst es beschreiben, die hatten alle denselben Wein. Alle haben natürlich den Wein komplett anders beschrieben. Die haben alle angefangen, okay, ja, das ist Kirsche und den nächsten Ahl-Prombeer und das war derselbe Wein.
Das war der identische Wein. Das ist schon sehr arschig, weil du gehst da nicht in eine Prüfung und denkst, okay, kann eventuell vielleicht, sondern denkst einfach okay das sind sechs verschiedene Weine und selbst wenn wahrscheinlich einer dabei gewesen w fuck die sind schei dann wird der sp dann gedacht nee das kann nicht sein Die nehmen nicht irgendwie sechsmal Italien oder sechsmal Spanien sondern das muss irgendwie bunt durch die Welt sein. Das kann nicht funktionieren. Und so lässt du dich dann halt auch leiten.
Also das ist schwer. Also dieses Verkosten ist auch tagesformabhängig. Und du lässt dich da gerade mit Farbe viel leiten. Also ganz viele lassen sich durch Farbe leiden.
Das ist das Phänomen des Rosés. Ja, exakt, genau.
Trends bei Rosé und Champagner
Für mich als Zahlenfreund, was ich ganz interessant finde, dass ich mir ein bisschen Verkaufszahlen durchgeschaut habe. Champagnerzahlen sind in den letzten zehn Jahren ein ganzes Stück zurückgegangen. Rosé-Zahlen verdreifert. Was geschmacklich natürlich, du kannst nicht schmecken, ob das Rosé ist oder ob das Weiß ist.
Kannst du nicht mal bei Rot und Weiß sein. Wenn ich dir ein schwarzes Glas gebe, also diese ganz schwarzen Gläser, wo du nichts siehst und ich temperiere den Wein gleichermaßen, es ist sehr schwer, ganz schwer, wirklich da rauszuschmecken, was ist was. Und Rosé ist auch ein Phänomen, finde ich. Rosé ist mal, die haben Trends, du weißt nicht warum.
Für mich ist Rosé, eine schöne Farbe. Wahrscheinlich der Weintrend der letzten zehn Jahre. Ja, meinst du? Von der Farbe was Neues?
Also basierend auf den Zahlen, die ich gesehen habe, ist das das, was mit Abständen die Kurve nach oben geht. Ja, genau, die gehen immer so hoch und dann auf einmal gehen sie im nächsten Jahr runter und keiner weiß warum. Das ist so, ja, keine Ahnung, es ist wetterabhängig, wenn es nicht zu warm ist und nicht zu kalt, dass so Rosé jetzt, also klar, was du hast, definitiv mit der Farbe, auch in diesen Weißglasflaschen, wo natürlich Rosé immer gerne in Weißglasflaschen verkauft will, weil einfach die Farbe sehr ansprechend ist, definitiv. Aber Farbe im Wein sagt leider, also sie sagt was aus, aber nicht so viel, was die Leute denken, wenn sie dann irgendwie so dunkellila sehen und, boah, das ist jetzt ein ganz schwerer, kräftiger, da sehe ich das Qualität drin.
Das siehst du nicht. Ein Spätburgunder hat eine ganz dünne Schale, also hat er auch eine sehr helle Farbe, also ist er eher durchsichtig rot, ja, wohingegen ein Donnfelder dicke Farbe hat und er tendenziell sehr, ja, farbintensiv ist. Dornfeller ist das, was den Mund rot f richtig Die f alle den Mund rot aber Dornfeller wie du richtig sagst hat eben eine sehr dicke Schale Da sitzt der Farbstoff drin Also hast du sehr viel Farbstoff und somit eben gerne komplett rote Fresse aufgrund hei es gesagt nach dem Trinken Vor ein paar Jahren war ich in Italien und die hatten auch quasi Sekt, Flaschengärung, so Methode Champenoise.
Darf man immer sagen, Methode Clasico. oder traditionell. Aus Lambrusco. Und dann war ich auch so, Lambrusco, das hat jeder so ein bisschen assoziiert mit zwei Pizzas. Familienpizza bestellt, jetzt kriegst du noch so eineinhalb Liter Flasche Lambrusco mit.
Und die haben dann Rosé aus Lambrusco gemacht, indem sie die Schale von der Traube nur gut vier Stunden drin gelassen haben und dann runter, sodass da nicht so viel Farbe aus der Schale rausgeht. Und dann haben sie quasi daraus Bubbles gemacht. Dieses Ausblut nennt man das. so ganz leicht, ohne Druck, dass du nur durch ein Eigengewicht langsam diesen Saft entziehst. Und dann auch wunderschöne Farbe und geschmacklich dafür, dass es Lambrusco war.
Es gibt sehr gute Qualitäten Lambrusco. Aber hast du in Deutschland, wir haben es auch mal probiert, also wir hatten auch mal wirklich Lambrusco verkostet und haben gesagt, hey, das sind gute Qualitäten, aber die haben dann auch gesagt, keine Chance. Keine Chance. Wenn du das im Regal stehst, im Fachhandel Lambrusco, jeder, jeder durch die Bank weg.
Das kriegst du beim Pizza-Blitz. Bei der zweiten Pizza kriegst du die Flasche Lambrusco dazu. Ja, genau. Und da tut sich natürlich sowas leider total schwer.
Leider. Weil es sind eigentlich spannende, es sind ja auch spannende Sachen, wie du richtig sagst. Du hast eine gute Qualität gehabt. Es war vielleicht sogar eine Champagner-Alternative, wo du sagst, wo du natürlich deutlich weniger zahlst an der Champagne.
Du hast trotzdem eigentlich einen geilen Schaumwein. Aber den Trends, siehst du zum Beispiel auch in Deutschland in letzter Zeit, dass viele diese Flaschengärung in Deutschland machen und auch richtig gute Qualitäten, wo du auch bei 20, 25 Euro bist und eben nett, wo ein Champagner bei 40 Euro anfängt. Klar, es gibt jetzt auch für 35 Stunden irgendeinen kleinen Winzer-Champagner, den irgendjemand kennt, der total knorke ist, aber ich sage mal im Durchschnitt, ein Champagner fängt bei 40 Euro an, weil einfach die ganze Aufbereitung, Hektarerträge etc. Ein bisschen der Name.
Definitiv auch der Name. Also Champagner ist Es gibt kein Produkt im Wein, wo die Leute trinken, damit sie es trinken. Ich habe eine Flasche Champagner auf dem Tisch stehen. Dieses klassische, ich bin in Sylt auf Urlaub, da gehört die Flasche Champagner.
Ich glaube, ganz vielen schmeckt das gar nicht. Das machst du nur, weil du sagst, okay, ich habe jetzt Champagner auf dem Tisch. Das macht man halt so. Hier trinkt man ein Glas Champagner.
Findest du so Hefe und Brioche geil? Nee. Ja, okay, warum trinkst du dann Champagner? Aber genau das macht ein Champagner aus.
Wie viel Prozent der Champagner würdest du als gut einstufen? Dadurch, dass der LEH und Discounter halt auch da wieder so viel Menge machen, jetzt ist die Zahl klein. Also ich würde wahrscheinlich sagen, das Champagner ist nicht gleich Champagner. Nee, nein, nein, nein.
Es gibt viele deutsche Winzersekt. Ja, auf jeden Fall. Ach Gott, ja. keine Ahnung mehr, Würfeliko, orange Flasche, Marketing, Einfluss mit Sternchen, stell eine Flasche, Würfeliko, irgendwo hin, die Leute erkennen es, qualitativ, ganz schwierig, aber was interessant der Punkt war, das hatte ich dir erzählt, du hattest eine längere Flugreise und da war zwischendrin ein bisschen hektisch und dann bin ich mein dritter Flug war das der l Reise bin ich ins Flugzeug gekommen und dann hat mir die Flugbegleiterin ein Glas Champagner angeboten Und dann dachte ich, komm, es war ein bisschen hektisch, jetzt nehme ich.
Dann kam sie mit dem Wöffeliko und dann dachte ich auch so, ah scheiße. Ich nehme es. Und dann habe ich das probiert und dachte, der schmeckt gut. Ja, kann sein. war dann aber richtig überrascht, so nach dem Motto, okay, ist das jetzt einfach nur quasi so die Hektik, die jetzt überstanden ist und deswegen schmeckt es mir gut oder ist das vielleicht der Punkt, den du da gemacht hast, der war ganz interessant.
Wenn Marken wie Verve Likot oder andere in der Business Class oder in der First Class mitfliegen, hast du ja dort auch das entsprechende Publikum. Das heißt, dort wird eventuell mal eine andere Qualität serviert, als im LEH steht. Das heißt, weil du kriegst dort ein kostenloses Glas Champagner, probier es vielleicht zum ersten Mal und vielleicht ist es dann eine andere Qualität. Ich weiß es nicht, aber könnte es sein.
Genauso ist es natürlich auch, dass die Weine oben sich komplett anders verhalten als auf der Erde. Deswegen ist das Essen ja auch immer mehr gesalzen in Fluglinien als unten. Also unten, wenn du verkostest, ist es versalzen und genauso müssen die Beine für die Fluglinien ein bisschen anders sein von der Stilistik. Vielleicht war es deswegen Vielleicht war es auch Wenn es das erste gewesen w h ich gedacht wenn ich nach Hause komme kaufe ich direkt Am Flughafen laufe ich vorbei nehme ich direkt gleich noch eine Flasche mit.
Hast du mal probiert? Ja, davor schon. Nicht so gut. Ja, absolut.
Da hast du so Phänomene. Das ist dasselbe Phänomene als im Urlaub. Der Urlaubswein. Karl-Heinz und Hildegard, ich will jetzt keinen Angreifen mit den beiden Namen, das sind jetzt nur Platzhalter.
Karl-Heinz und Hildegard sind im Urlaub. Mega geil, eine Woche Friede, Freude, Eierkuchen. Schön in der Toskana, bei Giovanni, logisch. Irgendwo an der Ecke, trinken Wein, alles gut.
Eine Woche, super, alles toll. Der Wein schmeckt Bombe. So nimmst du zwei Kisten mit nach Hause. Karl-Heinz kommt total gestresst vom Arbeiten nach Hause.
Hildegard hat schlecht gekocht. So, jetzt trinkst du mal den Wein, den wir im Sommer geholt haben. Wie wird der Wein schmecken? Nicht mehr so gut, wie wir schon mal an der Ecke.
Also dieses Urlaubsfeeling ist da. Das ist einfach so, weil du halt, weil die meisten ja nicht professionell verkosten können. Das heißt, die haben mir den Wein, was du zu Anfang gesagt hast, zu einer Stimmung. Und auch bei mir ist es so, wenn wir irgendwo in Italien im Urlaub sind und du sitzt irgendwo am Meer und hast ein geiles Essen und der Wein ist jetzt nicht die Bombe, dann ist es mir auch egal.
Dann ist der halt eisgekühlt, dann kommt der im K verlangt ein paar Eisw nach und kalt schmecken sie alle Dann ist das auch gut Auch das habe ich bei Verkostung immer gesagt wenn die Leute immer der Wei ist zu warm da kannst du ihn richtig verkosten. Wenn Weißwein warm schmeckt, dann ist es ein guter Wein. Kalt im Eis schmecken viele. Das Phänomen hast du einfach.
Das ist schwierig. Das hast du auch bei Klamotten wahrscheinlich genauso. Siehst du im Urlaub braun gebrannt irgendein T-Shirt an der Farbe, die du nie hast, das T-Shirt, diehst du wahrscheinlich nie wieder in deinem Leben an, hängt im Schrank. Beim Wein ist es halt, du probierst dann nochmal, denkst, nee, irgendwie.
Kofferraum voll. Ja, genau, Kofferraum voll, nee, doch nicht. Also, das kann ich nur abraten, holt euren Wein beim Fachhandel oder halt, wenn ihr, wenn wirklich irgendwo mal was ist für ein Wein, wo man immer wieder hingeht und toll und klasse, klar, logisch, dann hast du das auch. Aber oftmals hast du wirklich irgendwo in Italien oder Frankreich, Spanien, irgendwo im Urlaub, geile Stimmung, geiles Wetter, tolles Essen, alles perfekt, dann ist der Wein auch schon drei, vier Mal besser als zu Hause, wenn es regnet.
In Bottrop oder ich weiß nicht wo. In der Pfalz. In der Pfalz schmeckt alles schon noch mal ein bisschen besser. Ja.
Alright, das war's für den ersten Teil des Gesprächs. Der zweite folgt in der nächsten Episode. Untertitelung. BR 2018