Das Buch 'Streetfighter' und die Philosophie der Selbstverteidigung
Wir haben eine ganze Reihe von Themen heute definitiv rund um Kampfsport, MMA und natürlich definitiv auch dein neuestes Buch, Streetfighter, von dem ich ganz begeistert bin. Das ursprüngliche Streetfighter-Logo. Ja, das war für mich auch so ein ein Traum, dass das überhaupt so genannt werden durfte. Und dann, dass man auch noch das Logo so verwenden konnte und so war für mich auch eine Überraschung.
Markenrechtlich hätte ich gedacht, gibt es da mehr Probleme. Und ich bin ja auch so ein bisschen nostalgisch und das war so meine Zeit. Street Fighter war meine Religion lange Zeit. Also das Videospiel.
Das heißt, im Buch wird die Frage geklärt, wie ich so lange Arme und Beine wie Dalsim bekomme. Ja, Feuerspucken auch natürlich, ganz klar. Alles mit dabei. logisch, wie man sich mit so Krallen verteidigt wie Vega und so, das muss man ja alles wissen. Wie soll man sonst durch die moderne, urbane Welt kommen?
Straßenkampf. Genau, ja. Das heißt Street Fighter, Name ist Programm, Thema des Buchs ist Straßenkampf. Ja, ja, also es ist ein bisschen provokanter Titel.
Ganz lange war der Arbeitstitel irgendwie Selbstverteidigung für die Straße. Ist natürlich ein bisschen unsexy. Ich fand auch Street Fighter, jetzt ist es halt sehr direkt und gerade und man weiß relativ schnell, worum es geht, deswegen hat sich dann der Verlag letztlich dafür entschieden, da ich habe jetzt auch keine großen Einwände gehabt, aber ich glaube, ich hätte mir noch ein paar andere Sachen ausgedacht vorher. Also es gibt ja auch diesen Dokumentarfilm über mich und zwei andere Kämpfer, über Khaled und Lom, der heißt dann Fighter.
Also es ist halt alles sehr linear und ich glaube, ich hätte da noch ein bisschen mehr k Ansatz gew und vielleicht ein bisschen einen anderen Titel gew aber die Leute die in den Marketingabteilungen sitzen die haben irgendwie das Gef die trauen dem Rezipienten am Ende nicht wirklich zu unterscheiden zu k wenn man mal einen Namen nimmt wo es einen Transfer bedarf Aber es geht, um auf deine Frage zu antworten in deinem Buch, um das Kämpfen, ganz generell. Und was ich nicht machen wollte, ist, ich wollte nicht so einen klassischen Selbstverteidigungsratgeber, wie ich sie halt kenne machen und das ist im Prinzip ein Instructor, der vielleicht ganz viel weiß, aber das Buch ist letztlich darauf ausgelegt zu zeigen, wie viel der weiß also da stehen dann irgendwie 80 Techniken drin und dann kann er nachher sagen, guck mal, ich hab ja 80 Techniken wow, ist super schön, das zu wissen funktioniert aber genau für eine sehr, sehr spitze Leserschaft, nämlich für die paar, die hingehen und diese 80 Techniken wirklich diszipliniert durchexerzieren und das dann alles irgendwie so oft gemacht haben, dass man es nachher anwenden kann.
Und ich glaube einfach, dass die Paar, die dann davon einen Vorteil haben und da das Maximum rausziehen können, für die gibt es schon genug Bücher. Deswegen wollte ich ein Buch schreiben, das man auf der einen Seite natürlich auch so lesen kann. Es gibt auch einige Übungen, wo man dann selber tätig werden kann und selber Dinge einstudieren kann. Aber ich wollte vor allen Dingen, dass die Leute verstehen, warum.
Warum sollen sie bestimmte Bewegungen einstudieren? Warum kämpfen Menschen überhaupt? Weil das ist ja das Ding, wir leben in einer Gesellschaft, wo das Kämpfen gar nicht mehr zum Alltag gehört. Nicht das physische, sich miteinander auseinandersetzen, nicht mehr zum Alltag gehört.
Und das war ja ganz lange total selbstverständlich. Mittlerweile ist es ja so, dass sogar Kinder nicht mehr raufen dürfen. Also selbst Kids untereinander werden schon mit Strafen belegt, wenn sie raufen und dann geht es vielleicht mal ein bisschen zu wild zu. Aber auf der anderen Seite gehört es ja zu unserem menschlichen Dasein dazu.
Und ich glaube, dass das so eine Entfremdung ist von unserem Ursprung und in dem Buch wollte ich auch einige Leute nochmal ein bisschen abholen und denen nochmal so ein bisschen zeigen, hey, kämpfen funktioniert so und so und ihr habt ganz viele Waffen schon mit dabei und Intuitionen und Dinge, die ihr mitschneidet, aber ich zeige euch mal so ein bisschen wie man die einsetzen kann Also es geht vielmehr um die Frage was gibt es f Grundprinzipien hinterm K warum k Menschen so was darum ging es mir in erster Linie
Prinzipien vs. Rezepte im Coaching und Kampf
Es gibt auch Übungen und man kann auch bestimmte Sachen eintrainieren, aber ich habe mich da auf wenige effiziente Sachen verlassen und mir geht es immer eher darum, auch wenn ich Seminare gebe oder so und da kannst du mir, weil du gibst ja auch viele Seminare, ich bin zum Beispiel so, ich versuche immer eher Prinzipien zu vermitteln, weil Prinzipien können die Leute dann selber umsetzen. Vielleicht zeige ich denen eine Übung oder eine Technik und die finden die Technik aber scheiße. Dann haben die nichts mitgenommen. Oder meine Erfahrung ist auch die, wenn ich selber auf Seminaren war und jemand hat 20 Techniken gezeigt.
Davon kannte ich irgendwie am nächsten Tag noch drei, in der nächsten Woche noch eine. Und wenn ich richtig viel Glück hatte, dann wusste ich die noch nach einem Monat. Aber wenn mir jemand ein Prinzip vermittelt hat, dann weiß ich das bis heute. Machst du das genauso?
Die Analogie, die ich hier verwende, ist der Unterschied zwischen Kochkurs und Kochschule. Die meisten oder viele Zuhörer werden schon mal einen Kochkurs gemacht haben. Das sieht im Regelfall so aus, dass du einen halben Tag investierst, da gibt es ein Menü, jede Speise ist ein Menü, es hat ein Rezept, du kochst quasi das Menü nach und am Ende des Kochkurs kannst du im Endeffekt genau dieses Menü kochen. Während wenn du in die Kochschule gehst, lernst du kochen.
Du lernst, was sind die Eigenschaften von verschiedenen Zutaten, was sind die Eigenschaften von verschiedenen Zubereitungsmethoden und dann die große Frage, wie kombiniere ich verschiedene Zutaten mit verschiedenen Zubereitungsmethoden und dann im Endeffekt eine Speise zu kreieren, die schmeckt und verschiedene Speisen zu kreieren, die dann im Endeffekt aufeinander ein harmonisches, stimmiges Menü kreieren. Klingt so, als hättest du eine Kochschule besucht. Ja, ich war in der Kochschule. Es kam mir irgendwann mal, nachdem ich selber so einen Kochkurs belegt habe, weil es ganz nett unterhalten ist und man lernt im Endeffekt, du bist in Thailand, du machst dann so einen Thai-Kurs und am Endeffekt, du lernst nicht wirklich was über die Thai-Kirche, du lernst halt dieses eine dieses eine Gericht zu kochen und das ist das, aus Krafttraining sicher oder wie du auch sagst, im Kampfsport ist es genau das gleiche du lernst eine Technik oder du kriegst dieses eine Trainingsprogramm, ich ziehe mir ein Trainingsprogramm runter und ich habe dieses Trainingsprogramm wenn es richtig gut läuft, verstehe ich auch noch so halb, wieso, am Endeffekt ist dieses Programm ist für große Arme also trainiere ich das jetzt und bekomme große Arme, das ist ähnlich wie im Kampfsport, okay, ich lerne jetzt, wie ich eine Gerade verteidige.
Das ist gut, wenn der Gegner am Ende an Geraden kommt Spiel mit dem Kochen oder mit dem Kraftring Beim Kochen ich brauche H Wenn ich jetzt aber keine H habe sondern halt Steak Zwiebel und Knoblauch dann bringt mir mein Rezept für dieses Hühnchen-Curry nicht viel. Im Gegensatz dazu, ein guter Koch, dem legst du eine Ladung Zutaten hin und er sieht diese Zutaten und macht, okay, das braten wir an, das dämpfen wir, das fügen wir so zusammen. Ähnlich wie im Kampfsport, du hast verschiedene Techniken und da baust du ein System, das gleiche Spiel im Krafttraining. Was für mich wichtig ist, gerade bei so Programmbesign-Seminaren, was einer der komplexesten Themen ist, Prinzipien des Programmbesigns zu verstehen, quasi die Kochschule zurücklaufen, um dann im Stande zu sein, okay, das ist mein Ziel, das ist mein Standpunkt, das sind die Übungen, die ich zur Verfügung habe oder die Geräte, die ich zur Verfügung habe.
Okay, wie baue ich aus diesen Geräten jetzt Übungen mit Sätzen, Wiederholung und Tempopause, um von da, wo ich bin, dahin zu kommen, wo mein Ziel ist. Prinzipien sind recht flexibel, während Regeln oder quasi vorgegebene Techniken, Programme halt einfach zu starr sind und nicht flexibel genug ist.
Die Schwierigkeit der Compliance und Eigenverantwortung von Klienten
Ja, aber meine Erfahrung ist die, dass die Leute eher nach Rezepten suchen, als sich die Arbeit machen zu wollen, die Prinzipien dahinter zu verstehen. Also ich bin ja auch dadurch, dass ich auch schon ewig im Leistungssport bin und in meinem Freundeskreis dann auch meistens der bin, den man fragt, in Sportfragen gibt es natürlich auch viele Leute, die mich irgendwie fragen, kannst du dich mal ein Trainingsprogramm machen, kannst du dich mal ein Ernährungsprogramm machen und ich habe auch tatsächlich früher, habe ich eben erfahren, da haben wir was gemeinsam, ich habe auch früher im Fitnessstudio gearbeitet als Trainer, habe auch Ernährungsberatung gemacht und so, habe dann auch teilweise Personal Training gegeben, um mir mein Studium zu finanzieren und so und das ist super energetisch aufwendig für mich, Also wenn ich so drei, vier Personal-Training-Stunden hatte am Tag, dann hatte ich immer keine Energie mehr, selber zu trainieren, weil ich einfach alle meine Energie dagelassen habe.
Und die meisten Menschen, die ich so erlebe, die wollen, dass du denen einen Fisch gibst und nicht, dass du denen zeigst, wie man Fische fängt, um mal diese Metapher zu benutzen. Und das finde ich so schade. Und mittlerweile bin ich an dem Punkt, wo ich den Leuten allen sage, so ey, es tut mir echt leid. aber ich schreibe keine Trainingspläne mehr, ich mache das nicht mehr. Nicht mal, weil ich den Leuten nicht helfen will, sondern weil meine Erfahrung ist, dass wenn die Leute das wirklich wollen, dann setzen sie sich hin und beschäftigen sich damit.
Und dann holen sie sich von dir eins, eins, Zwei Dinge, so den Input, nach dem sie konkret fragen. Und sagen nicht, ja, mach mir mal einen Trainingsplan. Weil das ist ja auch schon wieder, ich soll was machen, damit die anfangen zu trainieren. Es ist von der Energie her, nein, Training und Veränderung funktioniert ja nur generell, wenn du es selber machst.
Und wenn jetzt du zu mir kommst und sagst, ey, ich hab irgendwie, montags mach ich immer das, dienstags immer das. Und irgendwie hab ich mit Regeneration Probleme. Was würdest du da sagen? Können wir uns drei Stunden drüber unterhalten.
Aber wenn wir uns jetzt hinsetzen und sagen, ja, mach mir mal einen Trainingsplan und einen Ernährungsplan dazu, ich weiß ganz genau, was kommt. Ich mache den Plan und weil das halt mein Plan ist und nicht deren Plan, auch wenn wir da ganz viel drüber reden, werden die ihn nicht einhalten. Und das ist mit der Zeit über die Jahre hinweg so frustrierend gewesen, dass ich mir gedacht habe, okay, dann hat ja auch keiner was davon. Ich habe Zeit investiert, die ich nicht habe.
Du hast was probiert, was nicht funktioniert hat. Wir beide gucken uns beim nächsten Mal an, Und dir ist es unangenehm, wenn ich nachfrage, mir ist es unangenehm, wenn ich nachfrage. Ist einfach eine blöde Situation. Und deswegen sage ich halt, Leute, tut mir leid, ich mache das nicht mehr.
Aber für dich schwierig, weil du verdienst damit dein Geld. Interessanterweise, ich verdiene mein Geld damit, Ratschlag zu geben, aber ich verdiene nicht mein Geld damit, das darum zu erklären. Das heißt, ich bin derjenige, ich erkläre dir nicht, wie du kochst, sondern ich habe ein Restaurant, ich koche, du isst. Ah, okay.
Was im Endeffekt der Job des Coaches, mich interessiert oftmals gar nicht so, ob du verstehst, was du tun musst. Ja gut, weil du die ganze Zeit daneben stehen kannst und sagen, hier, jetzt das hoch, runter. Selbst wenn jetzt die Großteil meiner Kunden, sehe ich alle drei bis vier Wochen einmal. Das heißt, ich stehe nicht, bei vielen stehe ich nicht die ganze Zeit daneben.
Mir ist wichtig, dass du verstehst, was du machen musst, aber nicht, warum du es machen musst. In allererster Linie, das ist, was du tun musst. Ich kann dir ewig lang erklären, das warum. Die meisten interessieren sich nicht dafür.
Die meisten, egal in welchem Sport, interessanterweise im Sportbereich ist immer noch die Hoffnung des heiligen Grals. Dieses eine Programm, das kann jeder machen. Oder ein Kampfsport mit Sicherheit ähnlich. Die eine Technik, der eine.
Ich lerne jetzt Grappling und Hilux ist gerade so der größte Trend im Grappling. Ich lerne einfach nur Hilux und dann kann ich zum Turnier gehen und kann alle Platten machen. Der geheime Ninja-Move. Deswegen heißt auch mein erstes Kapitel im Buch so.
Geheime Ninja-Techniken, weil das alles, das ist im Prinzip für mich ein Synonym für das, was die Leute unbedingt alles haben wollen. Manchmal auf Partys kommen die und sagen ja du bist doch Kampfsportler zeig mir mal die eine Sache so zeig mal was Was soll ich dir jetzt zeigen Kampfsport ist ja nicht so ein Spockgriff wo du sagst hier hat der und ich meine es gibt ja Leute die das verkaufen die verkaufen es gibt diese K und wenn du die richtig triffst, so, aber dafür brauchst du auch zehn Jahre Übung. Okay, was soll ich dir jetzt auf der Party erzählen über Kämpfen? Das ist einfach nicht der Ort und so funktioniert es nicht, weil Kämpfen funktioniert nur dann, wenn du es immer und immer wieder einstudierst.
Aber ja, die Leute, und das ist eigentlich dasselbe mit allen Themen im Leben. Wenn du was erreichen willst und wenn es nur abnehmen ist, dann musst du einfach Energie investieren. Also du musst es machen, aber du musst auch kognitive Energie investieren und versuchen zu verstehen, was muss ich machen, warum muss ich es machen. Oder du gibst es aus der Hand an jemanden wie dich.
Das kostet dann Kohle. Aber dann hast du jemanden, der dir sagt, lauf. und wenn ich sage spring, dann fragst du nur, wie hoch. Ja, aber das ist dann der Preis, den man dafür zahlt.
Seminargeschäft und effizientes Reisen
Was für die meisten Leute besser funktionieren wird, als tatsächlich die Zeit zu investieren, wenn du Trainer bist oder dich mit Sport auseinandersetzt, dafür ist dann im Endeffekt das, was ich seminartechnisch mache, dass du kommst und ich das Warum dahinter erkläre. Quasi einen Überblick gebe, das sind die Optionen, was sind die Eigenschaften, auch da wieder. Ich bin jemand, der dann fünf Programme rausgibt und sagt, das sind die besten Programme, mach einfach. Das ist die Aufgabe dieses Programms.
Das sind die Eigenschaften, diese Übung hat diese Vorteile, diese Übung hat diese Vorteile, diese Nachteile. Im Endeffekt sowas wie eine schlechte Übung gibt es nicht wirklich, mit wenigen Ausnahmen. Ja, ja, ja. Die meisten Übungen haben gewisse Vorteile, gewisse Nachteile und jetzt ist halt die große Frage, okay, was ist der Vorteil, den ich will?
Was ist der Nachteil, den ich in Kauf nehme? Ja, und auch da ist manchmal die Dosis das Gift, ja. Also die Übungen, die richtig geil sind, aber wenn man sie halt jeden Tag macht, sind sie beschissen. und also das ist, das gibt es ja auch. Das ist natürlich, die Leute, die die Seminare machen, nehmen insofern eine Abkürzung, weil wenn du das nicht machst, dann musst du dir das Prinzip dahinter selber erschließen.
Dann guckst du, okay, warte mal, es gibt die Trainingsprogramme und die Trainingsprogramme und dann guckst du, wo sind die Überschneidungen und dann irgendwann musst du dir selber die Prinzipien ableiten und das ist natürlich sehr, sehr viel schwieriger, als wenn du vorne jemanden hast, dem du zuhörst und im besten fall tun sie das ja auch und nehmen dann was mit deswegen ist es glaube ich sehr sehr gute und wichtige arbeit dass du das machst und du bist viel auf seminaren das ist ein gro von dem was du machst 60 im haben 60 im Jahr waren die letzten paar Jahre Dieses Jahr habe ich etwas reduziert um einfach Zeit f andere Projekte zu haben Jetzt bin ich noch umgekehrt. 45 werden es dieses Jahr, was so ein guter Mittelwert ist.
Ein, zwei Tage. Das längste, was wir machen, sind fünf. Ich habe jetzt ein, zwei Trainingscamps im Jahr. Das sind dann zwei Trainingsanheiten plus Lectures-Theorie dazwischen.
Du bist dann meistens in Fitnessstudios? In Deutschland bin ich ausschließlich hier. Ah, okay. Der Effizienz wegen.
Ich gucke, dass ich zweimal im Jahr außerhalb von Europa und so drei bis viermal im Jahr innerhalb Europa und in Deutschland hier. Das ist einfach nicht. Ich schlafe zu Hause. Ich esse morgens mit meiner Frau Frühstück.
Das ist wichtig, ja. Ich kriege diese Arbeit erledigt. Ich esse zu Abend mit meiner Frau zu Hause oder kann auch irgendeinen Sonntagabend ein bisschen sozialeren Abend machen. schlafe dann mal im eigenen Bett. Seminare in Europa sind relativ gut.
Da immer, im Endeffekt, fast alle Städte, wo ich hingehe, komme ich am gleichen Tag hin und wieder zurück oder zumindest mal mit einer Nacht. Wenn du fliegst. Wenn ich fliege. International ist dann meistens auch so ein bisschen den Horizont zu erweitern.
Okay, was passiert. Das klingt, als wärst du nicht so gerne unterwegs. Ich bin ein sehr großer Freund von Reisen. Entschuldigung.
Ich bin ein sehr großer Freund von Reisen. Die Ineffizienz ist etwas, was mich stört. Und jeder, der schon viel unterwegs war, weiß, die Reisezeit, es kostet Energie. Für was?
Ich reise gerne, aber ich gucke so zweimal im Jahr, einmal im Frühjahr, einmal im Herbst oder einmal im Herbst, Winter. Es ist gut, um gut unterwegs zu sein. Ich kenne Kollegen, die dann schon zwei, drei Monate im Stück um die Welt gereist sind. Das Problem ist einfach da, du monst nur noch in Hotels, der Alltag ist recht ineffizient strukturiert und wenn du einfach nur Seminare gibst, dann funktioniert das.
Während bei mir ist es ja nicht so, dass ich nur Seminare mache, sondern ich habe Kunden, ich habe weiterhin 130, 140 Kunden im Beratungsbereich, dann habe ich meine Supplement-Linie, die auch noch ein bisschen Zeit benötigt. Jetzt mittlerweile habe ich den Podcast, der auch noch ein bisschen Zeit benötigt. Das heißt, das Reisen macht den Alltag da ein bisschen schwieriger. Ich reise sehr gerne, ich strukturiere so dass es recht effizient l und so ist es dann auch seminartechnisch also im Endeffekt f jeder der deutschsprachig ist der Weg nach Stuttgart ist einfach Ja du bist relativ zentral 20 Minuten bis zum Flughafen das sind 5 Minuten zum Hauptbahnhof Man ist relativ einfach in Stuttgart.
Wenn dann europäisch, dann sind es im Endeffekt auch immer Ballungsgebiete, wie jetzt sowas wie Belgien, England, Dänemark, Schweden.
Ernährungsprinzipien und die 'Fly, Run, Swim, Green'-Regel
Ist das dann auch eins deiner Prinzipien, dass du den Leuten sagst, weil du hast ja sehr viel über die Struktur des Alltags und Effizienz im Alltag geredet. Ist das Teil von den Prinzipien, dass du sagst, bring sozusagen dein Training oder deine Trainingsziele in den Alltag mit ein und mach da so eine Gewohnheit draus? Ich bin großer Freund von Effizienz. Ein der Hauptgründe warum ist die Nachhaltigkeit.
Und ein weiterer Grund ist unser heutiger Alltag. Dinge müssen effizient sein. dass es überhaupt jemand macht und dann jemand nachhaltig macht. Das ist gerade im Dringens-Ernährungsbereich, viel von dem, was man hört, es ist viel zu kompliziert. Gerade wenn du kriegst einen Ernährungsplan und es ist, um 7 Uhr musst du so viel Gramm davon essen und so viel Gramm da essen, um 10 Uhr musst du so viel Gramm davon essen und um 12 Uhr musst du, naja.
Jetzt hältst du zwei Tage durch und dann merkst du, okay, ich schaff's einfach nicht. Selbst wenn du super committed bist, dann leidet irgendwas anderes, während die absolute Mehrheit der Kunden, die zu mir kommt, wenn es immer kein Leistungssportler ist, dann ist im Regelfall Familie Prio 1 oder 2 und Job ist Prio 2 oder 1. Und wenn es dann richtig gut läuft, ist Training Prio 3. Das heißt, Training muss irgendwie, dass es tatsächlich dauerhaft umgesetzt wird, es muss irgendwie in den Alltag passen.
Genauso wie die Ernährung. Nicht vorkochen und Mealprep, das funktioniert, wenn man am Anfang Mitte 20 ist. Aber jemand, der jetzt 40, 50 ist und eine Familie hat, einen Job hat, der steht nicht jeden Morgen zwei Stunden in der Küche und kocht sich alle Mahlzeiten vor. Wir müssen effizient sein.
Wir müssen, okay, ich esse zu Hause, ich esse in der Kantine, ich esse unterwegs, Restaurant, Imbiss. Ich brauche Prinzipien, basierend auf denen mein Kunde sich einfach auswählen kann, okay, was kann ich hier essen? Ein einfaches Prinzip, das ich oft mitgebe, ist alles, was fliegt, rennt, schwimmt oder grün ist. Also relativ einfach, ich nehme meine Karte und gucke, ich bin beim Chinesen, und schaue, okay, Hühnchen, gut, das rennt, kann ich essen.
Dann haben wir Gemüse dabei, ist auch gut, das ist grün, und dann haben wir Reis dabei. Fliegt nicht, rennt nicht, schwimmt nicht, ist nicht grün, okay, in dem Fall für mich. weg. Der Reis weg. Und dann habe ich hier Hühnchen mit Gemüse, kriege ich beim Chinesen.
Ich kann hier in ein Steakhaus gehen, dann kriege ich mein Steak. Aber meinst du dann noch wirklich nur grünes Gemüse? Also rote Paprika darf es dann auch sein. Das ist als Eselsbrücke.
Man kann es sich einfach merken. Jede Pflanze funktioniert.
Kohlenhydrate, Leistung und Individualisierung
Ernährungstechnisch. Im ersten Jahr habe ich den Trainerjob angefangen, habe aber sehr viel gelesen und die Hälfte davon waren Ernährungsbücher. Und je mehr Ernährungsbücher man gelesen hat, desto größer ist die Frage nicht, okay, was macht sie besonders, sondern was haben sie alle gemeinsam. Ja, ich weiß genau, was du meinst.
Und am Ende vom Tag, die einzigste Sache, wo jede Ernährungsform oder jedes Diätbuch sich übereinstimmt, ist, isst mehr Gemüse. Das ist wirklich so ein Ding. Ich habe bis jetzt, es gibt mittlerweile auch ein Carnivore Diet Buch, die sagen, ist kein Gemüse, sondern ist nur Fleisch. Die eine Ausnahme gibt es immer.
Aber durch die Bank weg, so eins der Dinge ist, isst mehr Gemüse und dann das zweithäufigste ist weniger verarbeitete Lebensmittel und das dritthäufigste ist weniger verarbeitete Kohlenhydrate und Zucker. Das sind so Dinge, die sich konstant durchziehen und auch da wieder passieren. Ich sage den Leuten immer, esst echte Lebensmittel. Also esst was, wo ihr noch erkennen könnt, wo kommt das her, was war das mal.
Also wenn es gewachsen ist, kannst du sehen, okay, das ist eine Möhre gewesen. Die hat irgendjemand mal aus dem Boden gezogen. Okay, es muss noch nicht sauer gewesen sein, aber du siehst, das ist ein Lebensmittel gewesen. Ich weiß, das ist eine Pflanze.
Das gab es mal wirklich so. Aber die meisten Leute essen den ganzen Tag irgendeinen Kram, wo die Ursprungsform drei Prozeduren vorher irgendwann mal da war, wenn es überhaupt eine gab. Also sehr, sehr erschreckend. und das ist, ja, ich glaube, diese Eselsbrücke hilft vielen Leuten, die du da gibst. Ja, Kohlenhydrate sind so ein Ding.
Das ist halt auch extrem verlockend. Was machst du gegen diesen Heißhunger, wenn die Leute keine Kohlenhydrate essen? Der einfachste Weg gegen den Heißhunger ist, regelmäßiger zu essen. Und dann ein weiterer Punkt, der mir auch wichtig ist, Kohlenhydrate sind nicht grundsätzlich schlecht.
Es ist immer nur die Frage, wie viel hast du verdient? du bereitest dich jetzt auf einen MMA-Kampf vor und du trainierst 10 Mal die Woche dauerhaft auf Kohlenhydrate zu verzichten mit sehr sehr hoher Wahrscheinlichkeit nach hinten losgehen denn du trainierst 10 die Woche Das sind 15 20 Stunden Training Das ist quasi du f das Auto viel also musst du das Auto tanken Und bei Belastung unter zwei Minuten sind einfach faktisch Kohlenhydrate der primäre Energieleferant. Du trainierst zehnmal die Woche, du brauchst deine Kohlenhydrate. Jetzt nehmen wir auch einen durchschnittlichen Person-Training-Kunden, der einen Bürojob hat, 40, 50 Stunden arbeitet, zweimal die Woche eine Stunde ein bisschen Sport macht.
Wie viel Kohlenhydrate braucht der? und wie viel braucht ihr in Relation zu dem, was ihr die letzten 10 Jahre im Überschuss gegessen habt. Kohlenhydrate zu reduzieren, das ist einer der einfachsten Wege, Körperfett zu verlieren. Einfach Kohlenhydrate runter, Zucker am besten komplett raus. Das läuft.
Du bist schon auf einem guten Weg. Und ersetzen durch Gemüse, gesunde Fette, Proteine. Das ist einer der einfachsten, grundlegenden Ratschläge, die ich geben kann. Jedoch dann immer auch so ein Prinzip anpassen, basierend auf Ziel und Umstände.
Ich würde jetzt 10, 15 Kilo Muskelmasse aufbauen, auf welchen Grund auch immer. Beispiel, was ich viel hatte, waren U18-Rugby-Spieler. Die wollen dann zu den Senioren und der Sprung von einem körperlichen Aspekt zwischen Jugendlichen, das sind keine 65-Kilo-Jungs, die da Rugby spielen. Die sind schon 85, 90 Kilo mit 18.
Fakt ist, 85, 90 Kilo bei den Erwachsenen funktioniert halt nicht. Da willst du keinen Blumentopf mit. Ich kann mich erinnern, ich hatte vor Jahren mit einem, der war 7er Rugby-Nationalmannschaft und die wurden eingeladen zu den Hongkong Sevens, wo es eines der wichtigsten Turniere ist und das erste Spiel war gegen Fiji. Und das Rugby-Nationalspiel hat damals 98, 99 Kilo gewogen mit Anfang 20, also stabil.
Und er kam zurück nach dem Turnier, wir hatten den ersten Termin und haben das erste, was ich gefragt habe, wie lief das Turnier in Hongkong? Und das erste, was er gesagt hat, das erste Spiel war gegen Fiji, ich kam mir vor, als welchen Kind das gegen Männer spielt. Mit 100 Kilo. Mit 100 Kilo, also solide 100 Kilo.
Das sind halt Jungs, die sind 110, 115. Und da gerade Rugby, der recht körperlicher Sport, spielt eine Rolle. Ja klar spielt das eine Rolle. Ich muss 10 Kilo solide zunehmen.
Gerade Protein plus Kohlenhydrate gepaart mit dem entsprechenden Training ist eine der einfachsten Wege Muskel aufzubauen. Aber dann bist du halt, meistens ist es dann kein Lean Muscle. Dann musst du ein bisschen mehr, baust du halt noch mit auf. Ein bisschen mehr, aber auch da, je nachdem wie viel du trainierst.
Und ich bin da ein gro Freund die Kohlenhydrate zu steuern Das hei wir gehen mit den Kohlenhydraten hoch Ich messe alle drei Wochen dann K Und dann gucke ich was mit dem K passiert Geht das K hoch gehen wir mit den Kohlenhydraten wieder runter Und so gucke ich dann, dass ich quasi individualisiert so einen Sweetspot finde, wo wir es schaffen, dass Muskelmasse hochgeht, ohne dass wir so viel Kohlenhydrate essen, dass jetzt Körperfett massiv entsteht. Weil das ist natürlich auch nicht mein Ziel. Diskriminierst du denn auch zwischen den Kohlenhydraten? Also gibt es auch Leute, wo du sagst, hey, du kannst zwar Kartoffeln essen, aber bitte isst keine Nudeln.
Ich unterscheide grundsätzlich zwischen drei Formen von Kohlenhydraten. Komplexe Kohlenhydrate, komplexe glutenhaltige Kohlenhydrate, also im Endeffekt alles, was Weizen und Roggengerste enthält, und Zucker. Komplexe Kohlenhydrate, die glutenfrei sind, sind grundsätzlich meine erste Wahl. Je nach Typ, je nach Training ist Zucker eine gute Sache, bringt seine Vorteile.
Glutenhaltige Kohlenhydrate versuche ich so weit wie möglich zu vermeiden, was aber heutzutage mittlerweile auch recht einfach möglich ist. Ich bekomme glutenfreie Pasta, wenn da Soße drauf ist, schmeckst du keinen Unterschied. Glutenfreies Brot machst du in den Toaster rein, ist immer noch ein Unterschied dazu, zu einem richtig frischen Sauerteigbrot. Aber auch da, du kannst es essen und dann teilweise individualisiere ich sogar noch, es gibt ja diesen glykämischen Index, der eine statistische Anamnese ist, von wie viel steigt mein Blutzucker im Vergleich zu den Kohlenhydraten, die ich gegessen habe.
Ein Beispiel glykämischer Index ist so ein klassisches Ding. Für Fettabbau ist Weizenbrot schlechter als ein Marsriegel. Weil der Marsriegel, obwohl er mehr Zucker hat, hat statistisch einen geringeren Einfluss auf deinen Blutzucker als die komplexen Kohlenhydrate aus dem Weißbrot. Also Weißbrot ist so worst case, was die Blutzuckerreaktion angeht.
Also was wir wissen ist,
Technologie zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM)
100 Gramm Kohlenhydrate aus einem Lebensmittel haben nicht den gleichen Effekt als 100 Gramm Kohlenhydrate aus einem anderen Lebensmittel. glykämische Index, da gab es auch die Glücksdiät und Logi-Diät. Es gibt verschiedene, die auf dieser Idee des glykämischen Index aufgebaut haben. Es ist jedoch eine statistische Anamnese. Das heißt, es stimmt so für plus minus 60, 70 Prozent der Leute.
Für den Rest nicht. Und was ich da mittlerweile mache, ist so kontinuierliche Glucose-Messung. Das ist ein Sensor, der 24 Stunden am Tag dein Blutzucker misst, sodass du Feedback hast, wie reagiere ich auf ein gewisses Lebensmittel. So kann ich noch individueller Kohlenhydratquellen auswählen sprich gegeben wo du kaum blutzugreaktion hast und die zu vermeiden wo du gro blutzugreaktion hast das ist super wie machst du das ist ein sensor online kaufen Mittlerweile ich habe vor Jahren das erste Mal mit rum experimentiert da hat ein Trainerkollege das von einem Kunden bekommen der für Pharmaindustrie arbeitet.
Und damals waren es 800 Euro für vier Tage. War eine coole Messung, aber natürlich einfach nicht Praxistik. Ja, klar. Mittlerweile hat sich die Technologie weiterentwickelt und so einen Sensor gibt es mittlerweile 59 Euro für zwei Wochen, 14 Tage.
Okay, und wo kommt der Hintersektor? Entweder ein Klassiker ist hier hinten, Mittlerweile sieht man auch den ein oder anderen Kunden auf meinen Before- und After-Bildern, die dann so einen weißen Knopf hier haben. Das ist der Sensor. Wird der denn eingepflanzt?
Das ist wie so ein Stempel. Du machst den Stempel auf die Haut. Das ist dann quasi so eine flexible Plastiknadel, die durch die Haut geht. Also es piekst ein bisschen dann.
Du spürst gar nichts davon. Der Stempel, du drückst drauf, und dann klebt der Sensor und diese Plastiknadel, was dann im Endeffekt zum Schläuchern ist, geht dann über die Haut. Du spürst nichts davon, tut nicht weh. Und der misst quasi alle paar Minuten deinen Blutzucker. und hast entweder so einen Reader oder hast eine App auf dem Handy und dann zeichnet die konstant auf, welchen Blutzucker du hast und was die Schwankungen sind.
Also selbst bei Nacht, du stehst morgens auf, lest das Gerät ab und siehst dann genau, wie hat sich mein Blutzucker die ganze Nacht über bewegt. Also ich kenne das von Diabetikern. Genau, das ist exakt das gleiche Gerät. Also ich zweckentfremde es quasi.
Die Diabetiker verwenden das, um ihr Insulin noch genauer dosieren zu können. Z.B. zu sehen, wie viel geht mein Blutzucker hoch, so viele Einheiten Insulin verwende ich, um Insulin zu sparen. Ich zweckentfremde das Gerät, um zu schauen, wie reagiere ich auf welche Lebensmittel. Dann habe ich da so einen kleinen strukturierten Vorgang, den ich verwende, um zu identifizieren, das funktioniert oder das hat wenig Einfluss, das hat viel Einfluss und dann so Kohlenhydratauswahl individuell für dich fein zu tun.
Super. Da habe ich mittlerweile schon Dinge erlebt. Natürlich, der glykämische Index stimmt, aber es ist eine statistische Annahme. Ich hatte schon Fälle, die haben Tomaten gegessen was einfach faktisch keine Kohlenhydrate hat.
Ein bisschen was ist drin, aber es ist nicht stärkereich. Und der Blutzucker geht 40 Punkte hoch. Okay, krass. Die gleiche Person isst Kohlenhydrate und der Blutzucker aus Haberflocken, was faktisch stärkhaltige Kohlenhydrate sind, und der Blutzucker geht 5 Punkte hoch.
Verrückt. Ich hatte ja schon ein Quinoa-Beispiel. Quinoa ist auch ein gutes glutenfreies Kohlenhydrat. Wenn man eine Saat, die einige Vorteile mit sich bringt, da hatte ich schon Fälle, da ist der Blutzucker um 90 Punkte hoch. weil der Blutzucker danach über 200, was schon so ein Prä-Diabetes-Zustand ist.
Wahnsinn. Quinoa ist grundsätzlich gut. Aber individuell für diese eine Person? Kann es sein, dass es nicht gut ist.
Und da, so was wie ein glykämischer Index, eine Statistik, eine Analyse ist gut, aber jede Statistik. Das heißt, wenn ich Glück habe, dann kaufe ich mir Ben Jerry's Eiscreme und mein glykämischer Index geht nicht hoch, dann kann ich das essen, so viel ich will. Das ist so viel. Das ist der feuchte Traum.
Ich habe meinen Artikel dazu geschrieben und das Titelbild des Artikels war ein Becher Ben Jerry's. Ich habe den, glaube ich, zumindest mal überflogen. vielleicht bin ich deswegen auch drauf gekommen also es gibt da wirklich Ausnahmen, ich hatte sogar mal einen Fall, der hat Nutella Bananen Crepe, kein Blutzuckerschied einstieg, das ist dann so dieses okay, Jackpot Freifahrtschein Nutella Bananen Crepe, jetzt habe ich Hunger Individualisierung und Feintuning in jedem Bereich, in jedem Sport ja, also ich weiß, dass ich Ich habe aufgehört mit Ernährungsberatung vor guten zehn Jahren. Und da war gerade dieses große Ding, dass die Ärzte angefangen haben, Blutbilder zu machen und dann Leute einzuteilen und Ernährungspläne zu machen nach Blutbildern.
Was hältst du davon? Es funktioniert. Das, was die meisten oder was damals gemacht wurde, da gab es ein System, das hochpopulär war. Es gibt sogar eine Blutgruppendiät.
Und auch da wieder die Statistiken. Das sind im Endeffekt vier Blutgruppen. Und wenn du eine Blutgruppe hast, ist statistisch eine Unverträglichkeit für dieses Lebensmittel recht wahrscheinlich. Und im Endeffekt, was die gemacht haben, ist, sie haben diese Blutgruppen-Lebensmittellisten genommen.
Du kannst auch das Buch bei Amazon kaufen und einfach deine Blutgruppe bestimmen. Dann kriegst du exakt die gleiche Liste. Und dann über die Blutgruppe korrelieren sie mit dieser Liste. Und dann hast du im Endeffekt wieder einen statistischen, ziemlich sicheren Treffer, der für viele, gerade wenn es um wellnessbasierte Ernährung geht, gut funktioniert.
Allein nur so ein bisschen Grundverständnis und Bewusstsein, für was esse ich? Und wenn da jetzt steht, isst grünen Spargel, dann ist es schon mal eine bessere Wahl als Fastfood. Sich auseinanderzusetzen, ist für viele schon ein großer Schritt. Ich sage immer den Leuten, fangt einfach an, drüber nachzudenken, was ihr esst.
Also von jemandem, der komplett unbedarft, bislang alles in sich reingestopft hat, die meisten Leute wissen ja, also die haben zwar schon mal von Kohlenhydraten geh und wissen was Eiwei und so Ich sag den Leuten fang doch einfach an euch damit zu besch Der Rest kommt ja von alleine Weil wenn du dann mal dr nachdenkst was du isst dann isst du schon bestimmte Sachen gar nicht mehr. Wenn du einfach nur anfängst, drüber nachzudenken, dann hörst du auf, bestimmte Sachen zu essen und du isst Obst, Gemüse ganz anders. Das schmeckt dir automatisch besser. Und, was ich auch gemerkt habe, ist, du kannst deinen Geschmack umstellen.
Also wenn du mal so zwei, drei Wochen clean isst, dann schmecken dir die klinen Sachen auch viel besser. Und die anderen Sachen nicht mehr so gut. Aber da muss man natürlich erstmal hinkommen. Das ist halt das große Ding.
Das 'Green Week' Protokoll für funktionelles Fasten
Dazu eine lustige Geschichte. Ich mache so eine kleine, du könntest fasten, genau, du müsstest aber kein Fasten. Ich nenne es grüne Woche. Das ist eine Woche, du kannst pro Tag ein grünes Gemüse essen, nur gedämpft und so viel du willst, aber nur eins.
Zum Beispiel Montag Spargel, Dienstag Spinat, Mittwoch Broccoli. Und dazu kannst du nur ein Reisprotein trinken. Das ist quasi ein veganes Protein. Auch so viel ich will?
Auch so viel du willst. Keine Sorge. Es gab einmal einen Fall, ich wechsle Greens Drink und Reis Protein und sie hatte am ersten Tag zwölf Reis Protein Shakes und sechs Reis Protein Shakes und sechs Greens Shakes, also insgesamt zwölf Shakes. Das hat sie einen Tag gemacht und am nächsten Tag hat sich das automatisch ein bisschen runterreguliert.
Das sind fünf Tage, eine ganze Reihe von Vorteilen. eines der Dinge, die immer als Feedback kommen, ist am sechsten Tag die erste Mahlzeit, die du isst. Es schmeckt so gut. Ja, klar. Egal was du isst, einfach nur diese Sensibilisierung der Geschmacksnerven durch einfach nur grünes Gemüse und Salzprotein.
Salzen ist okay, Würzen ist auch okay, wenn es Kräuter und so weiter sind. Was ich nicht will, ist irgendein Dressing, Öl oder der Klapp. Selbst wenn du ein bisschen Geschmack kriegst du hin, aber wenn du jetzt was du da am ersten Tag dann frühstückst, ist es auf jeden Fall geschmacklich so. Und dazu, was sind die anderen Vorteile?
Also es geht ja nicht nur darum zu sagen, okay, ich setze nochmal den Geschmacksnerv auf Null, oder? Nein, das ist ein Nebeneffekt, aber nicht mehr. Zum einen, das ist Reißprotein, wir brauchen eine gewisse Grundversorgung, ein Protein. Oftmals ist so dieses Fasten zum Entgiften, was rein physiologisch genau genommen wenig Sinn macht.
Wenn wir von Entgiften sprechen, sprechen wir genau genommen von dem medizinisch korrekten Begriff das ist hepatische Biotransformation Hepatisch ist die Leber betreffend und Biotransformation ist der Umbau von biologischen Stoffen Das ist das was die Leber macht Die Leber ist quasi Ölfilter. Die Leber ist eines der wichtigsten Organe im Körper. Die Leber baut Stoffe um. Lass das die anderen Organe nicht hören.
Nachher ist die Milz beleidigt. Die Milz ist auch wichtig für Simonsysteme. Siehst du, siehst du. Die Leber ist eines der wichtigsten Organe. der Ölfilter, sie baut quasi Dinge um und sorgt dafür, dass sie aus dem Körper ausgeleitet werden.
Und da kommt dann oftmals dieser Entgiftungsbetrieb zustande, dass die Leber jedoch ihren Job macht, benötigt sie Protein. Das ist einer der größten Faktoren. Das heißt, an dem Punkt, an dem ich wenig Protein konsumiere, schränke ich genau genommen die Funktion der Leber ein. Weil auch das wieder Heilfasten oder Wasserfasten hat seine Vorteile.
Aber es ist... Aber der Abtransport von Giftstoffen, um es mal so zu nennen, wird ja dann nicht begünstigt, weil ich keine Proteine habe. Das ist so spannend, wusste ich auch noch nicht. Deswegen nenne ich es funktionell als Fasten, weil es ist im Endeffekt eine Form des Fastens, in dem ich nicht nichts esse, sondern im Endeffekt meine Lebensmittelauswahl massiv begrenze.
Grünes Gemüse. Und warum nur ein grünes Gemüse? Ja, Verdauung wegen. Einer der unterschätzenden Aspekte, was eine bessere Verdauung angeht, ist weniger verschiedene Lebensmittel auf einmal zu essen.
Je weniger Lebensmittel Teil einer Mahlzeit sind, desto einfacher ist die zu verdauen. Es gibt auch sogenannte Monomeals und Duomales, wo du quasi eine Mahlzeit hast. Die Mahlzeit besteht aus einem Inhaltsstoff. Und dann die nächste Mahlzeit besteht wieder aus einem Inhaltsstoff.
Oder Duomales sind im Endeffekt zwei Sachen. Je mehr in einem, das ist ein klassischer Eintopf oder Chili con carne, wo du dann zehn verschiedene Inhaltsstoffe hast, ist es deutlich schwieriger für ein Verdauungsapparat zu verdauen, als wenn ich nur einen Inhaltsstoff habe. Das führt direkt zu einem der Vorteile von so einer grünen Woche, dass du mit deinem Verdauungsabrat Ruhe gibst. Der hat jetzt nicht im Laufe eines Tages 20 verschiedene Lebensmittel, die er verdauen muss, sondern am Endeffekt, du reduzierst es auf zwei, drei, je nachdem, wie du es machst.
Quasi ein Green's Drink, Reisprotein und ein grünes Gemüse. Und dann einfach die Abwechslung wegen von Tag zu Tag einmal durchwechseln. Ist auch relativ einfach für viele in der Umsetzung, denn du machst die Shakes. Die sind schnell gemischt.
Du machst einen großen Topf Gemüse am Abend davor oder am Morgen. Dann nimmst du eine gro Sch und dann isst du immer davon weg Einer der Ziele ist dass du keinen Hunger hast Du kannst so viel essen und so viel Shakes trinken wie du m Das reguliert sich ja relativ schnell nach unten Wir haben im Endeffekt kein Fett Das heißt, es gibt Leber und Galle auch Ruhe, denn Leber und Galle sind für Fettstoffwechsel zuständig. Wir haben insgesamt natürlich wenig Kohlenhydrate und relativ wenig Protein, was der Bauchspeicheldrüse ein bisschen Ruhe gibt. Wir haben einen Hypoallergen-Effekt auf den Darm.
Es gibt dem Darm Ruhe, dadurch, dass er im Endeffekt relativ wenig verdauen muss. und ich wähle auch grundsätzlich gerne ein veganes Protein aus, da die tierischen Proteinpulver grundsätzlich zu mehr Unverträglichkeiten führen als ein veganes Pulver. Meistens schon länger ein Molkenshake getrunken haben, waren schon mal an dem Punkt, haben sie ein Shake getrunken und das Ding lag wie so ein Backstein quer hier drin. Oder Shake getrunken und Bauch macht. Ja, du rennst bei mir da ja auch in die Türen ein, weißt du ja.
Veganismus, Evolution und ethische Entscheidungen
Ich weiß, lustiger Fakt hier, du bist mein fünfter Gast und du bist der dritte, der vegan ist. Ja, woran könnte das liegen? Ich bin ja grundsätzlich kein großer Befürworter der veganen Ernährung, bin aber auch niemand, der dagegen wettert. Wieso bist du kein großer Befürworter?
Der Mensch, es gibt ein paar Fakten. Der Mensch hat sich quasi entwickelt auf einer Ernährung, mit einer Mischung aus Pflanze und Tier. Der einfachste Weg ist zu entscheiden, wie viel Prozent war Pflanze, wie viel Prozent war Tier, ist, wie weit entfernt habe ich vom Äquator gewohnt. Je weiter entfernt mein Genotyp sich entwickelt hat, desto geringer der pflanzliche Anteil.
Also wenn mein Genotyp sich entwickelt hat in Nähe des Polarkreises, in Grönland und so weiter, da ist nichts mit Pflanzen. Da wächst nichts. Da ist nichts mit Pflanzen. Im Endeffekt, ich habe mich ernährt von fettem Fleisch und fettem Fisch.
Dann gab es mal eine Eisbärleber, dann gab es da mal eine Ladung Walfett. weil wenn ich Grönland, Island, Alaska, in den Gegenden, das ist eine rein tierische Ernährungsform mit ganz wenig Pflanze, weil es einfach nicht gibt. Während wenn ich näher an den Äquator gehe, wenn ich in die Gegend Nahen Osten gehe, wenn ich sowas wie Südindien, Sri Lanka, da haben wir eine sehr pflanzenbasierte Ernährung. Die haben nicht null Tier gegessen, vor allem das Thema Insekten spielt da auch immer noch ein bisschen eine Rolle, aber es war deutlich pflanzendominanter. Wenn ich jetzt jemanden aus Sri Lanka nehme und sage, okay, für dich, du darfst nur noch Fisch und Fleisch essen.
Und ich mache das mit dem, wie geht es dem innerhalb von ein paar Tagen? Statistisch gesehen garantiere ich, sein Energielevel, Vitalität, Leistungsfähigkeit. Das gleiche spielt aber, wenn ich jemanden aus Grönland nehme und den nach Sri Lanka packe und sage, wir machen jetzt zwei Wochen Ayurveda, es gibt nur so Hülsefrüchte, Brei und ein bisschen Gemüse, wie geht es dem? Gerade was Energie und Kalorien angeht, hohe Mengen an den Kalorien aus Nahrung zu ziehen, ist ohne Landwirtschaft nur möglich aus tierischen Produkten.
Erst wenn die Landwirtschaft kommt, funktioniert es mit viel Kalorien aus pflanzlichen Produkten. Und die Landwirtschaft ist, je nachdem welchem Gebiet, 6.000 bis 12.000 Jahre alt. Während der Mensch, je nachdem auf dem wir hören, in seiner aufrechtgehenden Form, eine Million Jahre alt ist. Das heißt, wir haben uns sehr, sehr lange entwickelt, primär basierend auf tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln.
Dank der Landwirtschaft können wir jetzt deutlich mehr Kalorien aus pflanzlichen Lebensmitteln ziehen. was seine Vorteile hat. Es gibt ja eine ganze Reihe von Nährstoffen, wo es schwierig wird, die aus Pflanzen zu beziehen. Nicht, dass es unmöglich wird, aber ja, so Vitamin B12, Vitamin B12, Omega-3 in Form von DHA, also pflanzlich gibt es nur diese Alpha-Lenolensäure, kann ich aber relativ schlecht konvertieren in für den Menschen verwendbare Omega-3-Fettsäure. Die Konversionsrate von ALA zu DHA oder EPA ist bei 8-10%.
Besonders hoch. auch da gibt es, es gibt Algenquellen für DHA, also es gibt, ich sage nicht, es ist nicht möglich, ich sage, es ist schwierig. Aber jetzt mal eine andere Frage, du hast jetzt darüber gesprochen, wie sich sozusagen entwickelt hat und es gibt ja auch da immer diese Gespräche über ja, unsere Zähne sind, aber wir haben Fangzähne hier vorne und so ein Kram, alles schön und gut, also eigentlich ist mir das total wurscht, mir ist total wurscht, wie sich es entwickelt hat und ich verstehe, dass viele Leute sagen, naja, aber weil der Mensch eben ein Allesfresser ist, soll er auch alles fressen.
Also ich bin der Meinung, weil er ein Allesfresser ist, kann er alles fressen und wir können das alles verdauen. Da bin ich auch total fein mit und ich bin auch keiner, der irgendwie mit einem erhobenen Zeigefinger durch die Gegend rennt. Aber für mich selber denke ich mir halt, muss ich denn alles fressen? Und da ist halt für mich die Frage.
Und wenn ich für mich selber sage, du, ich kann mich so ernähren, dass kein Tier zu Schaden kommt durch meine Ernährung. Es wird immer noch schwer ein Auto zu kaufen ohne Lederlenkrad aber ich versuche zumindest mal meine Ern so viel Leid auf diesem Planeten zu vermeiden wie es nur irgendwie geht Dann sage ich mir, okay, wenn ich das nicht muss, wenn ich also keine tierischen Produkte essen muss, warum soll ich es dann tun? Das ist meine Idee, dass man sagt, okay, es wäre natürlich, aber da sind wir auch wieder. Leute, die mir sagen, es ist unnatürlich, sich vegan zu ernähren, schieben sich halt die vorproduzierten Sachen rein. was ist dann unnatürlicher in dem Moment?
Ich habe irgendwie drei verschiedene Gemüse genommen und habe die zusammengewürfelt, um was zu essen zu machen. Das ist für mich um einiges natürlicher als irgendeinen vorgefertigten Burger zu essen. Ich denke, klar, zwei Punkte, gerade Tiere kommen nicht zu Schaden. Landwirtschaft ist natürlich für das Tierreich auch nicht gerade die beste.
Wenn wir von Dingen wie Sojaprotein, Erbsenprotein, dem Anbau sprechen, Das Tierreich leidet, das ist aber kein ernährungsphysiologischer Grund. Und der zweite Punkt ist, jeder hat die freie Wahl. Aus meiner Sicht sollte die einzigste Prämisse sein oder muss die einzigste Prämisse sein, welche Form der Ernährung ich wähle ist, wie gut funktioniert sie für mich. Ja, was anderes gilt ja nicht.
Deswegen bin ich auch der, ich sage, drei von fünf meiner Gäste waren die Veganer, wenn es für dich funktioniert, weitermachen. Das ist auch, was du sagst, wenn sich ein Veganer primär von frischem Gemüse ernährt und isst Nüsse und gesunde Fette und hat noch Proteinquellen im Rahmen der Möglichkeiten versus jemand, der sagt, ich kann alles essen, bin omnivore und dann ist er hier Fastfood und da verarbeitet Lebensmittel und da eine Ladung Zusatzstoffe drin und hier die cheapeste Qualität, die er bekommt, der von beiden ernährt sich gesünder, besser oder zielorientierter, 100% der Veganer. Ich glaube einfach, dass du wahrscheinlich auch Leute in deinem Podcast hast, die sich sehr viel mit dem Thema auseinandersetzen, mit dem Thema Gesundheit, Training, Ernährung und ich finde es schon fast unvermeidlich, irgendwann an einen Punkt zu kommen, wo man nicht sagt, okay, das habe ich jetzt noch nicht ausprobiert.
Also mir ging es ja auch immer so, dass ich Nahrungsaufnahme als funktionell angesehen habe. Also ich habe mir immer gedacht, okay, immer so mit 16 hat es angefangen, ab dem ich 18 war, war Essen für mich, okay, welche Bausteine gebe ich meinem Körper. Und da habe ich alles ausprobiert Von irgendwie nachts um vier in den Wecker stellen um Eiwei zu trinken damit ich nicht unterversorgt bin mit Eiwei Bis halt jetzt zu dem Punkt wo ich dann irgendwann gesagt habe okay ich habe alles ausprobiert Ich habe noch nicht ausprobiert, auf tierisches Nahrungsverzichten. Und ich glaube, dass das auch einfach was ist, wo viele Leute ganz überrascht sind, wie gut das funktioniert für sie.
Man muss auf Dinge achten und deswegen, ich mache auch immer ein Blutbild und so. Aber es geht. und das ist ja schon mal erstmal für viele Leute eine Offenbarung, dass es überhaupt geht, auch wenn du dann noch leistungsfähig sein willst. Und das ist eine Sache, die wenn das schon gegeben wird und nicht die Leute, also ohne Scheiß, ich fliege nach Sibirien, ich fliege nach Sibirien, unterhalte mich da mit einer älteren Dame über die 50, die mit Sicherheit null Ahnung hat von Ernährung. Also die kann noch nicht mal die drei Makronährstoffe aufzielen.
Und die hört, dass ich kein Fleisch esse und sagt, ja, woher nimmst du deine Vitamine? Die weiß nichts über Ernährung, aber sie weiß, wenn ich kein Fleisch esse, bekomme ich meine Vitamine nicht. Und das ist so ein Ding, wo ich mir denke, okay, wenn du, wenn ich jetzt oder die Leute in deinem Podcast, die sich vegan ernähren, ohne dass man missionieren will, einfach nur insofern den Kopf aufbrechen zu sagen, es ist möglich, hört mal zu, wir leben alle, es geht uns gut, wir sind wahrscheinlich leistungsfähiger als die meisten Leute, die ihr kennt und ernähren uns vegan das reicht mir schon. Ich sage gar nicht, ihr müsst das machen, aber hört auf, so ein Schwarz-Weiß-Denken zu haben und das ist natürlich auch viel Propaganda dahinter, das muss man halt auch sagen.
Ich bin auch jetzt zum Beispiel nie ein Steak-Esser gewesen, ich finde Steak ist auch hoffnungslos überbewertet, also geschmacklich, aber ich kann verstehen, wenn jemand sagt, hey, ich liebe Steak, ja okay. Ich habe mich angehofft, dass du dann wahrscheinlich noch nie richtig gutes Fleisch hattest. Weiß ich nicht. ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich mag dich.
Ja, ja, man kann sich drüber streiten. Brokkoli schmeckt super und der nächste sagt Brokkoli. Ja, Rosenkohl kannst du dich mit jagen. Ich persönlich mag Rosenkohl.
Ja, siehst du. Das ist mein Lieblingsgemüse. Dann isst du Rosenkohl mit Steak und ich esse den ganzen anderen Kram. Nein, also ich glaube, dass das wichtig ist, dass wir uns einfach damit auseinandersetzen und jeder für sich seinen Weg findet.
Aber ich glaube, dass keiner, der sich jetzt wirklich intensiv mit dem Thema Ernährung auseinandersetzt, sagt, okay, ich hau einfach alles rein und mir ist auch egal, wo das herkommt. Und das ist ja das Sch Meistens ist ja das was sozusagen gut ist f die Welt oder f Tier ist ja meistens dann auch besser f mich Wenn ich mir wenn ich jetzt Fleisch essen m welches Fleisch w ich essen Dann würde ich das Fleisch essen, das mir irgendwie der Jäger meines Vertrauens gibt. Weil das Tier hat frei gelebt bis zu dem Punkt, wo es den Schuss gehört hat. das heißt, es hat sich komplett natürlich ernährt es gibt keine großen Stresshormone im Körper und so weiter und so fort das ist für mich dann so das beste Fleisch was ich dann noch mit mir selber vereinbaren könnte wohingegen, wenn du halt irgendwie bei Lidl, Aldi und Co 500 Gramm Putenbrust, was ich früher gemacht habe 500 Gramm Putenbrust holst für 2 Euro und da einfach mal nur so ein bisschen 3 Sekunden drüber nachdenkst wie das zustande kommen kann weißt du, dass es diesem Tier nicht gut gegangen sein kann, aber dass das auch keine gute Qualität sein kann.
Das kann nicht sein. Bei denen, was heutzutage der Transport kosten muss, von dem Geflügel in den Schlachthof und dann wieder zu dem Discounter, das kann nicht funktionieren. Es geht nicht. Und das finde ich eigentlich schon wieder ganz gut, dass wir an einem Punkt sind, wo das, was für mich gut ist, letzten Endes auch für die Umgebung gut ist, sage ich mal so.
Ich sage jetzt extra nicht Umwelt, sondern für andere Lebewesen genauso gut ist. Ja, und da kann ja jeder schon mal drüber nachdenken. So ein bisschen. Der Punkt, der du sagst, ist auch mein primärer Punkt.
Wenn es funktioniert, weitermachen. Und es gibt nicht die eine Ernährungsform, die für jeden funktioniert. Beispiel vorher mit den Kohlenhydraten, wo wir Messwerte haben. Ja, auf dem Papier Nutella, Bananen, Crêpe, Blutzucker durch die Decke.
Jeder, der sich ein bisschen mit Ernährung auseinandersetzt, sagt, oh, ist ja hier Banane und Nutella und Zucker und für den Blutzucker eine Katastrophe. Ja, der chemischer Index muss eigentlich... Ist durch die Decke. Wir haben faktisch den Nachweis, basierend auf der Messung.
Für diese Person ist es kein großer Blutzuckerausstoß. Genauso mit der Ernährung. Zu oft ist es, vor allem im Ernährungsbereich ist es, das funktioniert für mich, also funktioniert es auch für dich. Und diese Form des Missionierens, die Geschichte hat uns gezeigt, es funktioniert nicht.
Entscheidend ist, okay, das funktioniert für mich, das und das mache ich, wenn du Bock hast es zu probieren, probier es, wenn es für dich funktioniert, mach weiter, wenn es nicht funktioniert, passe so an, dass es funktioniert. Ja, und das ist es halt, es ist ständig nachjustieren und manchmal macht man ja auch drei Änderungen auf andere.
Persönliche Erfahrungen mit fleischfreier Leistungsfähigkeit
Und dann weiß man nachher nicht, okay, woran hat es jetzt gelegen? Und das ist, also da habe ich ja gesagt, ich habe alles ausprobiert in meinem Leben. Ich habe alles ausprobiert von, ich lasse Kartoffeln weg, ich mache dies, ich mache das. Und dann stellt man auf der einen Seite bei der Ernährung um, dann hat man auf der anderen Seite auch noch Ideen im Training, dann hat man aber so trainiert, dann weiß man nicht, lag es jetzt am Training, lag es an der Ernährung.
Und das Einzige, was ich wirklich so klar gemerkt habe, dass es an nichts anderem liegen konnte, und das ist jetzt vielleicht so ein bisschen Werbung für zumindest vegetarische Ernährung. Ich fand diesen Sprung von vegan zu vegan gar nicht so krass, aber ich fand es richtig krass, als ich aufgehört habe Fleisch zu essen, zwei Wochen danach, hatte ich das Gefühl, ich stehe morgens auf und mir hat jemand einen Stein aus dem Bauch operiert. Ich habe mich noch nie in meinem Leben so leicht gefühlt und das ist was, was mit meiner Regeneration was gemacht hat, was mit meiner Fitness was gemacht hat, meiner Ausdauer dass ich mir nicht anders erklären kann, weil ich nichts anderes verändert habe.
Und was so, also so muss es sich anfühlen, wenn man irgendwie Epo nimmt oder so, keine Ahnung. Weil, also vorher, nachher ist für mich kein Vergleich gewesen. Und das habe ich für mich selber gehabt. Heißt nicht, dass es bei allen Leuten so sein wird.
Aber ich habe das von vielen Leuten schon gehört, dass es ihnen ähnlich ging. Ich kenne auch Leute, die sich furchtbar krank gefühlt haben, als sie sich ein halbes Jahr vegetarisch ernährt haben. Und das ist ja auch immer, was ich den Leuten sage. die Leute haben immer das Gefühl, man ernährt sich vegan und das bedeutet Verzicht. Ich sage, ey, man kann sich großartig beschissen vegan ernähren.
Das ist ja extrem leicht. Der Nutella-Bananen-Crepe ist vegan, richtig? Ja, Nutella an sich ist nicht vegan, aber du kannst ihn natürlich vegan machen. Du kannst einen veganen Crepe machen und du kannst auch, es gibt sehr viele gute Schokoladen Aufstriche, die vegan sind.
Welcher Inhaltsstoff bei Nutella ist nicht vegan? Das ist Pflanzenöl und Zucker und Haselnuss. Naja, die haben Milchpulver da drin. Ah, stimmt.
Und im Crepe hast du meistens auch entweder irgendwie Butter oder halt auch Eier und so. Du kannst diesen ganzen Kram vegan machen, aber wenn du Nutella zum Beispiel, ist es nicht. Aber Nutella ist auch gar nicht, es gibt so geile Schokocremes, die Leute nicht probieren, weil sie sich so an Nutella gewöhnt haben. Das ist zum Beispiel auch ein Reichtum der Sache.
Ich habe aufgehört, Nutella zu essen, wo Leute sagen, kannst du gar keine Nutella mehr essen, aber ich kann dir jetzt auf Anhieb drei Sachen nennen die geiler schmecken als Nutella Und das sage nicht ich Die haben alle so geile Namen Ganz kurz ich habe die im Kopf die Produkte Nutoka. Ja, Nutoka war ja diese Billig-Variante aus dem Discounter. Ach scheiße, jetzt komme ich natürlich nicht auf die Namen. Ich schicke dir die Bilder, dann kannst du sie mit reinposten.
Aber es gibt einfach so viele coole Schokoladen auf Striche, die richtig geil, Nutwave ist zum Beispiel richtig geil, vom Atela Hildmann, der macht die selber, das ist richtig brutal. Scheiße, ich komme gleich drauf. Ich komme gleich drauf, dann schieße ich einfach rein. Aber ich habe, also was ich meine, ich kenne jetzt, ohne lange drüber nachzudenken, drei Produkte, die geiler sind als Nutella, besser schmecken.
Und das sage nicht nur ich, sondern das sage auch meine Frau, die auch Nutella isst. Das geht halt. und das ist, was die Leute nicht auf dem Schirm haben. Dass Verzicht nicht unbedingt Verzicht bedeuten muss. Du kannst halt trotzdem im Kino dein Popcorn essen und ich kann auch Pizza essen.
Ich sage halt dann ohne Käse und ich bin ja jedes Wochenende in Unterföhring, beziehungsweise in München. Die haben mittlerweile auch eine Pizzeria, die ja ohne Probleme Pizza mit veganem Käse liefert, ist genauso ungesund wie eine normale Pizza. Also mindestens Pizzabrötchen, die mit Käse gefüllt sind mit veganem, es geht alles.
Karriere als MMA-Kommentator
In Unterführung machst du den Kommentatorjob, die ganzen Kampfsportveranstaltungen. Das läuft jetzt auch schon drei Jahre? Ja, angefangen haben wir so vor guten drei Jahren mit Runfighting. Die haben damals die Rechte gekauft von der UFC.
Das ist ja so die Champions League im MMA. Und das war immer mein großer Traum. Ich habe irgendwie, als ich meine Frau kennengelernt habe, habe ich gesagt, das ist irgendwann mal mein Traum. um das zu machen, die UFC zu kommentieren für die deutsche Zuhörerschaft, Zuschauerschaft und dass das irgendwann mal passiert, hätte ich nicht gedacht. Und es hat sich jetzt weiterentwickelt, so das Randfighting überträgt es nicht mehr.
Das macht jetzt The Zone. Da bin ich zum Glück auch mit im Boot. Darf jetzt auch da UFC kommentieren. Aber was ich eigentlich mittlerweile, was mich fast noch ein bisschen stolzer macht, ist die Tatsache, dass wir so viel nationale Sachen machen und dass auch die nationalen Events so gro werden dass wir schon richtige Stars produzieren Und ich glaube dass es egal in welchem Sport das ist wenn du einen Star haben willst dann musst du seine Geschichte erz Persönlichkeiten.
Ja, weil nur wenn die Leute auch Bock haben und das Gefühl haben, sie können sich mit jemandem verbinden und Empathie haben für denjenigen und sich identifizieren können, dann wollen sie die Leute auch sehen. Egal ob Boxen oder Fußball oder wie auch immer. und dass ich mit dabei sein kann, diese Geschichten zu erzählen, das ist mir total viel wert, weil ich glaube, dass die Kämpfer verdient haben. Ich komme ja noch aus einer Zeit, wo wir wilde Schläger waren und hirnverbrannte Irre, die im Käfig aufeinander eingeprügelt haben und Teil dieser Narrative zu sein und Teil der Menschen zu sein, die in der Hand haben, wie über die Kämpfer geredet werden, das bedeutet mir total viel, weil für mich jeder, der das macht, der hart trainiert.
Also alleine so eine Wettkampfvorbereitung abzuschließen, ist eigentlich schon ein Sieg. Und dann die Eier zu haben, in so einen Käfig zu gehen, der sich hinter dir schließt und du weißt, da ist jemand, der hat die letzten Wochen nichts gemacht, als sich darauf vorbereitet, die auf die Fresse zu hauen. Du bist halbnackt vor mehreren tausend Leuten, Kameras sind auf dich gerichtet. Du weißt ganz genau, du kennst diese ganzen Highlight-Knockouts aus dem Fernsehen, aus YouTube, wenn du Pech hast, bist du am falschen Ende von dieser Scheiße.
Das alles weißt du und gehst trotzdem da rein. Und deswegen finde ich, dass jeder, der kämpft, es verdient hat, dass man über ihn mit Respekt spricht, dass man, auch wenn er verliert, auch wenn er in fünf Sekunden ausgenockt wurde, wie jetzt hier Ben Askren und vorher eine riesen Schnauze hatte, hat derjenige es verdient, dass man mit ihm auf Augenhöhe spricht und Respekt hat vor dem, was er geleistet hat. Und das ist was, was ich ungern anderen Leuten überlassen hätte. Abgesehen davon rede ich einfach unglaublich gerne und liebe diesen Sport und was würde besser passen.
Aber ja, das ist mir wirklich ein großes, großes Anliegen. Und jetzt zu sehen, dass wir wirklich in Deutschland Stars haben, die in Deutschland kämpfen und die sozusagen Urgewächse sind aus der Szene, die wir mitgeschaffen haben, das bedeutet mir schon immens viel. Wenn du zurückdenkst, die letzten drei Jahre, UFC-Kommentator, was war so, wo du sagst, der eine Moment, als du da das Ding live kommentiert hast, was ist der erste Moment der der Also
Die Unvorhersehbarkeit und Ästhetik von MMA
der erste Moment der mir in den Sinn kommt ist McGregor gegen Khabib weil das einfach so ein gro Ding war Aber eigentlich fast alle McGregor-Kämpfe, auch McGregor gegen Aldo. McGregor gegen Alvarez. Ja, Aldo war für mich noch krasser, weil Aldo war einfach zehn Jahre ungeschlagen. War zehn Jahre ungeschlagen und da kommt dieser Typ, der einen mega Hype hat, man weiß, der ist richtig gut.
Und finischt in 13 Sekunden. Also vollkommener Wahnsinn. Das ist so eine Geschichte, die du nicht hättest ausdenken können. Und hättest du sie ausgedacht und hättest du sie in einem Hollywood-Film gebracht, hätten alle gesagt, würde nie im Leben so passieren.
Und das ist das Verrückte an diesem Sport und das ist das Verrückte an meinem Job. Ich sitze da und gucke mir die Kampfkarte vorher und denke mir, na okay, der Kampf könnte so gehen. Aber könnte so gehen, ich bin mir nie sicher. Also immer, wenn ich denke, okay, ich bin einigermaßen sicher, setze ich mal 5 Euro, weil ich bin so eine Zockerseele und ich verliere immer.
Und das, obwohl ich seit 15 Jahren in einem Sport bin und aktiv, aber auch als Analyst und trotzdem habe ich keine Ahnung und das liebe ich an diesem Sport. Du kannst es nicht wissen, weil es einfach zu komplex ist. Und das ist so geil und es passieren Dinge, die du einfach nicht für möglich halten kannst und das ist großartig. Das ist schön und das ist für mich der eigentliche Reichtum an der ganzen Geschichte, weil ich oftmals da sitze, es ist 5 Uhr nachts und keine Ahnung, kaum gepennt.
Eigentlich müsste ich müde sein, aber ich sitze mit aufgerissenen Augen vor dem Bildschirm und kann nicht fassen, was gerade passiert ist. Und das ist unglaublich. Ich kann nicht verstehen, wie jemand diesen Sport nicht liebt. Ich kann nicht verstehen, wie jemand Begeisterung hat für einen Sport, wo, weiß ich nicht, 90 Minuten lang vielleicht drei Tore fallen und ansonsten halt Taktikgeplänkel finde ich okay, ja, ich kann verstehen, wie das jemand schön finden kann, aber ich kann nicht verstehen, wie jemand der das schön finden kann, er will mich nicht schön finden kann.
Weil es einfach extrem dynamisch ist und ja, ästhetisch finde ich es auch, wenn man sich das Blut wegdenkt so aber mega geil.
Gesellschaftliche Entfremdung von physischer Aggression
Was du ganz so gesehen gesagt hast, diese Entfremdung, diese niedrigere Körperlichkeit als je zuvor, die wir heute haben, körperlich auseinander Ausversetzungen sind in den Schulen, das jetzt komplett unterbunden wird. Gleichzeitig aber MMA, quasi die reinste oder ursprünglichste Form, des regulierten Kampfes. Populärer ist als je zuvor. Ich glaube, dass da ein Zusammenhang besteht.
Ich glaube, dass wir Menschen das Kämpfen in uns tragen. Das braucht nicht glauben, da gibt es ja viele Beweise für. Es ist in unserer DNA, es ist in unseren Genen. Aber es gab noch nie zuvor so wenige Bereiche in der Gesellschaft, wo wir es ausleben durften.
Überleg doch mal, wo darfst du wirklich aggressiv sein? Also es gibt ganz wenige Bereiche, wo du das überhaupt darfst. Sowieso, also überall auf dem Job, gar nicht. Im Straßenverkehr sind es viele, dürfen es aber auch nicht.
Wo darf ich sein? In der Familie, um Gottes Willen? Also wo darfst du es sein? Im Sport?
Ja, da ist es noch, wenn du das in einem gewissen Maß hältst, darfst du da Aggressionen zeigen. Dann ist es positiv. Aber auch nur zu einem gewissen Maß. Dann hast du vielleicht noch Kunst.
Also Sport, Kunst und vielleicht Sexualität. Da muss es abgesprochen sein, aber dann finden es die Leute vielleicht geil. Aber ansonsten hast du eigentlich nirgendwo einen Ort, wo du das ausleben kannst. Und ich glaube, dass wir das aber brauchen.
Wir brauchen diesen Outlet. Wir brauchen das Ventil. Und manchmal, wir sind ja spiegelneuronentechnisch gut ausgestattet, sodass wir auch unsere kämpferische Seite ausleben können, wenn wir nur anderen Leuten dabei zusehen. Warum funktionieren denn Krimis so gut?
Warum funktionieren denn, also guck dir doch mal die Bücher an, die verkauft werden. Ich glaube von allen Büchern, von 10 Büchern, die verkauft werden, weltweit sind gefühlt 7 Krimis. Weil die Leute, was passiert da drin? Mord und Totschlag.
Es ist Teil unserer Natur, mit Gewalt umzugehen. Aber wir empfinden sie nicht mehr. Wir haben diese Verbindung zu unserem Körper verloren. Das wirst du auch im Training hier feststellen, wenn Leute reinkommen.
Das hatte ich auch früher, wenn du den Leuten sagst, lehn dich mal nach vorne, aber mit geradem Rücken. 50% der Leute kriegen das nicht hin. Die kriegen das nicht hin, dass sie sich nach vorne lehnen sollen mit geradem Rücken. Da fehlt denen einfach die Körperbeherrschung für. Wir haben unsere Körperlichkeit verloren.
Und die Leute haben schon gar keinen Kontakt mehr zu ihrer Aggression Dann staut die sich so auf und dann fahren die alle wie die letzten Arschl Und wenn du mal mit einem Kampfsportler f die sind alle ziemlich entspannt Also ich kenne wenige die st irgendjemanden anschnauzen und so weil die einfach die haben ihr Ventil wei du Die brauchen das nicht im Straßenverkehr rauszulassen. Was interessanter Punkt ist, auch in den letzten zehn Jahren, wo ich mehr und mehr mit Kampfsportlern zusammengearbeitet habe, sind einige der gechilltesten Jungs überhaupt klar. Dieses Maß an Aggression, Gewalt, Kampfsportler sind immer nur auf der Suche nach Stress hier, Stress da, sich beweisen.
Das Gegenteil ist der Fall. Nicht diese Körperlichkeit auszuleben durch, vor allem Sport, führt oftmals zu so einer passiven Aggressivität, gerade wenn wir Social Media und Online beobachten. Wir hätten wahrscheinlich eine deutlich friedlichere Online-Welt, wenn deutlich mehr derer, die online kommentieren, Kampfsport machen würden. Ja, das.
Oder wenn sie mit den Leuten, die sie kommentieren würden, im selben Raum sitzen und dann wüssten, im Zweifelsfall kriege ich vielleicht eins auf den Sack. Das ist ja auch so ein Ding. Auch das ist ja vom Körper entkoppelt. Wenn ich jetzt mit dir zusammen in einem Raum sitze und du sagst was, dann schreibe ich nicht darunter, haha, die Eltern sind bestimmt Geschwister.
Weißt du? Mach ich nicht. Warum mach ich das nicht? Es gibt ja keinen logischen Grund.
Außer, dass du da bist. und ich hier und du könntest dir rüberkommen und mir eins auf die Nase geben und das ist natürlich was, auch das ist endkörperlich und ich glaube, dass es total wichtig ist, dass auch das ist eine Form von Aggression das ist deren Art, Aggression rauszulassen, ist das besonders heilsam? Ich glaube nicht, ich glaube die heilsamste Form, Aggression rauszulassen ist das auch in einem Konsens zu tun ich habe eben über Sexualität geredet, das ist natürlich ein Weg, aber Sport ist natürlich ein anderer Weg klar, natürlich und wenn wir dann wieder zum Sport gehen, ich glaube, dass auch jede Sportart, egal ob es Sprinten ist oder Fußball, ist letzten Endes nur ein Substitut fürs Kämpfen.
Weil was bedeutet das denn? Was bedeutet es denn, sich auf die Bühne zu stellen und zu sagen, ich habe mehr Bizeps als du? Letztlich heißt das doch, ich könnte dir auf die Schnauze hauen. Und Kämpfen ist die ultimative Antwort.
Also für mich ist Kämpfen, Kampfsport, der ultimative Sport und MMA der ultimative Kampfsport, weil man da alles darf. MMA ist für mich, Die Mutter des Sports sozusagen Und das ist in der Welt in der wir jetzt gerade leben in der Gesellschaft in der wir jetzt gerade leben ist es nicht so dass man sagt okay es ist jetzt ein Auswuchs der Gewalt sondern es ist total wichtig es ist eine wichtige Institution die die Leute haben Weil die Leute wachsen mit Gewalt auf in sich, aber wissen nicht wohin und deswegen fühlen sie sich davon angezogen.
Rambo-Filme und Heldensagen
Klar, wenn du erwachsen bist, hast du genug Möglichkeiten, das irgendwie anderweitig zu kompensieren. Dann liest du halt deine Schweden-Krimis oder gehst in den neuen Rambo, der furchtbar schlecht sein soll. Das ist bezweiflich. Dass er schlecht ist?
Ein Rambo, der schlecht ist, ist praktisch unmöglich. Also letzten Freitag war die komplette Runfighting-Redaktion an Rambo. Ich war nicht mit dabei. Ich bin zu Hause geblieben.
Und die haben den Film komplett zerrissen. Ich habe ihn nicht gesehen, aber die haben den komplett zerrissen. Ich weiß nicht. Bist du großer Rambo-Fan?
Welcher war der beste? Rambo 3. Rambo 4 war schwach. Rambo 1 war zu düster.
Rambo 2 ging in die richtige Richtung. Rambo 3 war aus meiner Sicht die beste Lösung. Kann Rambo 5 ihn schlagen? Ich bezweifle es.
Rambo 4 war schon schwierig, aber die Geschichte ist so einfach. Die Umsetzung ist so einfach. Ihn schlecht zu finden, kann aus meiner Sicht nur darauf basieren, dass man die falschen Erwartungen hatte. Was sollen die Erwartungen sein an einen Rambo-Film?
Die Geschichte des Rambo-Films ist ja jedes Mal das Gleiche. Es ist der eine Mann, der die komplette Armee platen macht. Film zu Ende. Und mehr brauchst du auch nicht?
Mehr brauchst du nicht, wenn es ein Rambo-Film ist. Ja, also du hast ja... Das ist das, was Rambo groß macht. Allein so Punkte wie zum Beispiel Schauspielerei, Dialoge.
Wie viele Dialoge gibt es in einem Rambo-Film? Ja, möglichst wenig, glaube ich. Fast keine Dialoge. Und wenn es Dialoge gibt, dann sind es im Endeffekt kurze, abgehakte Zitate.
Ansagen. Was ist es? Blaues Licht. Was macht es?
Es leuchtet blau, ja. Legende. Kennt jeder. Ja, Legende.
Also ich muss tatsächlich sagen, weil ich bin jemand, der sehr dramalastig ist von meinem Empfinden her, ich fand den einen da am besten, weil ich da seinen Schmerz gespürt habe. Ich hatte das Gefühl, du hast jemanden, der kann kämpfen, der kommt gerade aus dem Kampf, er will es nicht, aber wird dazu gezwungen. Und der ist halt, auf der einen Seite ist es halt das, was er am besten kann. Auf der anderen Seite will er es nicht Und diese Spannung hat mich an diesen Film gefesselt Und ich fand das gro wie auch das muss man ja mal dazu sagen die Leute machen sich mal ein bisschen lustig Stallone weil er ja nur Rambo und Rocky ist aber das hat er echt gut gespielt, man.
Das hab ich dem abgekauft. Ich hab dem diesen Schmerz abgekauft und danach wurde es so ein bisschen romantisch verklärt, sag ich mal. Es wurde so, ja, du bist jetzt unsere Geheimwaffe und du musst jetzt da raus und den Krieg für uns gewinnen. nehme ich, ist für mich auch Kultik ganz klar, aber wenn du mich fragst, welcher ist der Beste, ist auf jeden Fall der Erste der Beste, weil da halt diese dramaturgische Tiefe drin war. Aber klar, ich kann mir jetzt auch nicht vorstellen, ja, es ist halt auch keine hohe Kultur.
Frage von Erwartung. Ich sag, der Erste ist der, der mir am wenigsten gefallen hat, weil so diese positive Grundnote etwas gefehlt hat. Er war düsterer. Er war düsterer.
Mein Hauptmann war ja, dass er am Ende von Rambo 1 stirbt. Ursprünglich war das Drehbuch so, ist ein Film am Ende quasi. Hätte auch besser reingepasst, ja. Hätte besser reingepasst.
So wie er bei Rocky 1 verloren hat. Der Film wäre nicht halb so geil gewesen, hätte er gewonnen. Den ersten Teil. Bei Verlieren kann man einen zweiten Teil drehen.
Nein, aber es ist einfach so... Es ist einfach von der Dynamik her authentischer, ja. Das ist ja das, was... Je nachdem, welche Storyline du dir gerne anschaust, wie positiv oder wie düsser der Film sein soll.
Aber es gibt ja nicht so viele Storylines. Es gibt ja diese... Aber es gibt ja die Theorie, dass eigentlich alle Filme, die wir heute schauen, sind im Prinzip basierend auf der Heldensaga, die es damals die Homa quasi geschaffen hat. Also nicht Homa Simpson, sondern der alte Grieche.
Du hast einen Held, der soll auf eine Reise geschickt werden. Er will am Anfang nicht und dann überwindet er aber, also wird dann überzeugt und überwindet dann große Hindernisse und dann am Ende ist er so. Hast du Maps of Meaning gelesen, das Buch? Nee.
Maps of Meaning von Jordan Peterson? Jordan Peterson schon mal gehört? Nee, sagt mir nichts. Er leuchtet mich.
Ein Harvard-Psychologe, der mittlerweile recht populär ist, war unter anderem mehrmals zu Gast bei Joe Rogan und er hat Maps of Meaning geschrieben, hat ihm über 10 Jahre gekostet, das Buch zu schreiben und im Endeffekt ist es eine rationale, analytische Herangehensweise an die Strukturierung aller Religionen, die wir kennen. Und im Endeffekt, was er aufbricht, das sind diese Glaubensrichtungen, was ist Glaube, wie funktioniert Glaube und wie ist Glaube strukturiert. Und im Endeffekt, er bricht es auch runter auf so eine Grundlinie, die im Endeffekt in allen populären Formen exakt die gleiche ist.
Ja, also ich bin kein gläubiger Mensch, aber ich glaube, dass Glauben sehr wichtig ist und ich weiß, dass Glauben funktioniert. Also die Mechanismen, die dahinter stecken, die funktionieren und wenn du dich mal damit auseinandersetzt, es gibt ja überall, als ein Beispiel, um das rauszunehmen, es gibt in jedem Glauben eine Art der Meditation, die irgendwas mit Atmen zu tun hat. Auch wenn viele davon heute vergessen sind. Aber ich weiß, im Christentum gibt es das, im Buddhismus und so sowieso, aber es gibt viele Gebete zum Beispiel auch, wo du dich mit deinem Atem auseinandersetzt.
Und das ist einfach was, was funktioniert. Heute wissen wir das, Meditation und so. Atemmeditation funktioniert, macht was mit deinem Körper, macht was mit deiner Seele. Das haben die vorher gerafft und haben es einfach mit in die Religion aufgenommen, weil es total Sinn macht.
Und ich glaube, dass Religion ganz, ganz lange einen wichtigen Zweck erfüllt hat für Menschen, für das Zusammenleben mit Menschen, für die Art und Weise, dass man miteinander leben kann und gut koexistieren kann. Ich weiß nicht, ob wir nicht jetzt gerade an einem Punkt sind, wo Religionen überflüssig werden, sage ich mal so. Es kann andere Sinnsysteme geben. Sinn System oder die Glaubensidee sich weiterentwickelt.
Genau, ja. es sind auf jeden Fall spannende Zeiten, ich muss mir das Buch mal zulegen, klingt auf jeden Fall. Kannst du schicken, ich habe es als PDF, wie das denn selbst, hat es als PDF online gestellt. Na geil. Gibt es auch als deutsche Übersetzung.
Mach mal, schick mal, bin ich auf jeden Fall. Nee, Englisch ist, mein Englisch ist ganz... Ist aber auch kein Buch, das wo du drei Seiten auf einmal liest. Ja, ja, musst du erstmal ein bisschen zur Seite.
Du brauchst das Ding zu schreiben, brauchst du 20, um es zu lesen. Ja, nee, ja. ein interessantes Buch, was ich interessant fand, ich bin großer Freund, von rationalen Analysen und Strukturen zu erkennen und dann zu sehen, wo sind Gemeinsamkeiten, wo sind Unterschiede, welche Geschichte zieht sich durch. Ja, das ist ja im Prinzip so, wie man du hast es am Anfang gesagt über das Training das du gemacht hast also herausgefunden wie eine was funktioniert in der Ern da hast du dir angeguckt okay alle Ern haben ein bestimmtes Ding Ich wei dass ich das auch mit Training so gemacht habe. Ich habe mir irgendwie alle Trainingspläne angeguckt von allen Leuten und alle Vorschläge, habe dann irgendwie rausgefiltert, okay, warte mal, die widersprechen sich in 90 Prozent der Fälle, aber was sind die 10 Prozent Übereinstimmungen?
Und mit Hundeerziehung habe ich es genauso gemacht, da kannst du ja auch im Prinzip alle möglichen Säule hinterherrennen, die durchs Dorf getrieben werden, aber wenn da jemand sich die Mühe gemacht hat, das mit Religion zu machen, das ist glaube ich was, was sehr, sehr wertvoll ist. Ich gucke es mir auf jeden Fall mal an, bin mal gespannt. Cool.
Andreas' Profikarriere und Rücktritt vom Kampfsport
Dringstechnisch bei dir, du bist ehemaliger professioneller MMA-Kämpfer. Du bist wie lange schon? Retired? Zwei Jahre?
Offiziell noch gar nicht. Bist du noch nicht retired? Der letzte Kampf ist zwei Jahre her. Genau, richtig.
Mein letzter Kampf ist zwei Jahre her, ich habe eine Familie gegründet, Haus gekauft. Das hat mich dann schon ein bisschen, also meine Prioritäten haben sich ein bisschen verschoben, einfach. Und die Idee ist eigentlich gewesen, jetzt Anfang des Jahres wiederzukommen, also Anfang 2020 wiederzukommen. Wann kommt der Podcast raus?
Anfang November. Ich werde es nicht machen können, tatsächlich. Aus verschiedenen persönlichen Gründen muss ich das jetzt im Prinzip aussetzen und im Moment ist das erste Mal, dass ich das Gefühl habe, ich bin tatsächlich retired. Ich habe das ja bei meinem letzten Kampf so ein bisschen offen gelassen.
Ich gesagt habe so, hey, wenn ich so performe, wie ich heute hier performt habe, das hat nichts mit meinem Gegner zu tun gehabt, sondern einfach mit dem, was ich abrufen kann, dann möchte ich nicht mehr kämpfen. Und das war mir nicht klar, ob ich das schaffe, nochmal irgendwie aufbauen zu können. Und das ist natürlich eine ganze Matrix an Dingen, die da irgendwie stimmen muss. Also natürlich muss das Körperliche stimmen, es muss das Mentale stimmen, es müssen auch die Lebensumstände stimmen. und das war mir da klar, dass es sehr, sehr schwierig wird, weil ich vor diesen großen Veränderungen stand im Leben und jetzt in jüngster Zeit hat sich herausgestellt, dass ein Teil dieser Matrix sehr, sehr ungünstig aussieht im Moment und deswegen muss ich mal gucken, ob ich überhaupt nochmal kämpfen kann.
Für mich selber ist es aber so, dass ich meinen Frieden damit gemacht habe, wenn es nicht so ist. Also wenn ich jetzt wirklich an einem Punkt meines Lebens bin, wo ich sage, okay, ich kann nicht mehr kämpfen, aus welchen Gründen auch immer, dann bin ich trotzdem habe ich trotzdem meinen Frieden damit weil ich einfach so viel erlebt habe und ich wei noch wie ich in der Schule wenn mir jemand in der Schule gesagt h siebte Klasse du wirst irgendwann professioneller Athlet hätte ich gesagt, du willst mich verarschen, das kann doch überhaupt nicht sein. Ich bin damals im Schulunterricht immer als letzter gewählt worden und so.
Ich kann mich noch daran erinnern, in der dritten Klasse war ich in so einer kleinen Dorfschule in Bayern und die ganze Klasse durfte erst aus dem Sportunterricht rausgehen in die Pause, wenn ich über diesen Bock gesprungen bin. Ich habe es natürlich nicht geschafft. Also die haben dann wirklich da gesessen und dann so klassisch, der kleine fette Junge schafft es nicht über den Bock zu springen. Ich habe den dreimal, habe ich es nicht geschafft rüber zu springen, beim dritten Mal habe ich ihn einfach umgerannt.
Ich habe irgendwie noch drei Wochen Hämatome gehabt und irgendwie geprellte Rippen oder so und dann hat der Lehrer gesagt, nee, ist gut, musst du nicht machen. Aber das sind so die Erinnerungen, die ich habe an den Sportunterricht, als ich noch kleiner war. Für mich war einfach nur so, wenn ich mitkämpfen könnte mit den Besten in Deutschland, das wäre der Hammer. Ich war lange Zeit auf Platz 1 in Deutschland.
Ich habe auf der ganzen Welt gekämpft, gegen drei ehemalige UFC-Champions gekämpft, überall immer gegen die Leute in ihrem eigenen Hinterhof gekämpft. Ich habe gegen Tim Sylvia gekämpft in Moline, Illinois, neu, wo der herkommt. Ich habe gegen André Orlovsky gekämpft in Minsk, in Weißrussland. Also wirklich, wo der Staatsheld ist.
Ich bin immer in die Höhle des Löwen gegangen. Ich habe die ganze Welt gesehen durch den Sport und das sind Dinge, die werde ich mein Leben lang nicht vergessen und das ist für mich, das erlebt zu haben, ist für mich der größte Sieg überhaupt. Aber ich will halt auf keinen Fall kämpfen, wenn ich nicht 100% abliefern kann und das ist Weil das ist eine Sache, die ich gelernt habe. Verlieren tut nicht weh.
Nicht so weh. Verlieren ist immer scheiße. Aber verlieren, wenn du weißt, du hast dein Bestes gegeben, der andere war einfach besser, kann passieren. Klar gewinnt man dann lieber, aber dann geht man raus und sagt, okay, ist so.
Aber selbst gewinnen und unter seinen Möglichkeiten bleiben, fühlt sich nicht richtig an. Nur wenn man gewinnt, dann ist man betäubt von diesem alle finden einen geil und man kriegt so viel Zuspruch und es fühlt sich auch gut an zu gewinnen, dann kriegt man das nicht so mit. Ich glaube dass man das manchen Leuten ansieht Wenn sie jemanden geschlagen haben der einfach nicht so gut ist und sie das vorher wussten dann f sich das komisch an Weil man auch nur einen Teil von seinem Repertoire abrufen muss und so, es fühlt sich gar nicht an wie ein richtiger Sieg. Wohingegen so eine Niederlage, wo alles im Ring gelassen wurde oder im Cage und du gehst raus, dann fühlst du dich auch nicht als Verlierer.
Und wenn, dann will ich mich für eine Schlacht vorbereiten. Und nicht für einen einfachen Kampf. Im Moment ist das nicht möglich.
Dokumentation der Pioniere des deutschen MMA
Aber das bedeutet für mich jetzt, also das Wichtige für mich war immer, dass ich Teil des Sports bleiben wollte und mit meiner jetzigen Aktivität als Kommentator und Moderator auch von dem Podcast und so bin ich ja in der Lage, die Geschichten zu erzählen. und ich liebe es ja, Geschichten zu erzählen und den Leuten eine Bühne zu bieten. Es war immer mein Ziel, dass die Leute, die nach mir kommen, es einfacher und besser haben. Dass wir da die Tür aufgestoßen haben und die Pfade ausgetrampelt haben. Ich habe jetzt auch dazu, bin ich gerade dabei, ein YouTube-Projekt abzuschließen, beziehungsweise ein Filmprojekt abzuschließen.
Was kommt? Und zwar habe ich die Leute zusammen getrommelt, die als die Pioniere des MMA in Deutschland gelten können. Also alle Leute, die ich schon und teilweise noch früher gekämpft haben in Deutschland, die, ich meine, das können sich die Leute heute gar nicht vorstellen, die schalten irgendwie jetzt ProSiebenMax ein, jetzt am Samstag ist große Kampfsport Abend bei ProSiebenMax, dass wir überhaupt nicht im FreeTV laufen dürfen, ist absoluter Wahnsinn, Quantensprung für uns. Aber wir haben damals angefangen unter Ausschluss der Öffentlichkeit, weil keiner wusste, ob nicht vielleicht doch jemand stirbt.
Wirklich, also die Veranstalter hatten Schiss, dass jemand sterben kann dabei, weil die einfach auch keine Erfahrungswerte hatten. Übrigens, die Leute, die das übertragen haben, auch früher, da saß immer, also teilweise wurde es dann mit einer Stunde Verzögerung übertragen, dass, falls jemand stirbt, das abgebrochen werden kann. Und auch bei den Live-Übertragungen, bei den ersten, saß immer einer vom Jugendschutz da mit dem Finger auf dem Knopf, wenn er irgendwas gesehen hätte, was irgendwie in die Richtung geht, der hat sofort drauf gedrückt und es wäre ausgewiesen. Also es sind alles Dinge, dieser Sport ist ja noch so jung in seiner modernen Form, die hat man gar nicht mehr auf dem Schirm.
Aber wir wollten halt damals nur kämpfen. Es war noch vor Facebook, vor YouTube und so. Wir wollten einfach nur kämpfen, wollten einfach rausfinden, wie es ist, so zu kämpfen unter diesem Regelwerk. Und mit den Leuten habe ich Interviews geführt, habe die gebeten, mal so ein bisschen was von ihrem alten Footage zu geben, um den ganzen Leuten, die jetzt erst in... mal zack kommen mit dem Sport, mal zu zeigen, wie es denn war.
Weil die kennen ja jetzt nur die Conor McGregors dieser Welt oder die schillernden Stars, die wir jetzt so haben. Max Koga ist jetzt gerade so jemand, der gerade so sein Coming-out hatte in Deutschland, sage ich mal, als einer der großen Stars der nationalen Szene. Die kennen halt die Leute, aber die können sich nicht vorstellen, dass wir früher, weiß ich nicht, auf Turniere gefahren sind. Wie?
Wer ist alles dabei bei dem Projekt? Ich bin super stolz, dass eigentlich fast alle Leute, die ich haben wollte, also angefangen von Veranstaltern der ersten Stunde, wie zum Beispiel Bodo Elsbeck, der den Outsider Cup gemacht hat, der ein super Typ ist, oder Peter Angerer, der mit Schoto auch viel gemacht hat, kommt ja hier auch aus dem Stuttgarter Raum. Peter Sobotta ist natürlich auch mit dabei, der als zweiter UFC-Kämpfer überhaupt, der ist aus Deutschland, einer der großen Pioniere war und der mit 17 schon gegen gestandene Männer Turniere im Osten gekämpft hat. Also die Story alleine ist schon total verrückt, dass er irgendwie sich als 17-Jähriger einen Mietwagen organisiert, jemanden, der ihn da hinfährt, einfach so gegen Leute, die irgendwie um die 30 sind, da kämpft, das Turnier gewinnt, vollkommen irre Sachen. in einem Sport, wo du im Prinzip gar nicht weißt, was passiert da überhaupt.
Wir haben noch mit Stormkicks gekämpft zum Kopf eines am Boden liegenden Gegners und lauter solche Sachen. Also da sind halt die ganzen großen Namen dabei, keine Ahnung. Daniel Weichel habe ich dabei. Alle.
Alle sind mit dabei. Und Mario Stapel. Und die Leute, dass die Leute sich die Zeit genommen haben alleine. Das ist für mich schon eine Riesenehre gewesen, weil die gesagt haben, nein nicht. und das ist halt eine Sache, wo ich gemerkt habe, wenn du das jetzt nicht machst, dann ist das irgendwann weg.
Die Leute gibt es irgendwann nicht mehr und das ist sowas, was mir schmerzlich klar geworden ist, weil einer der Protagonisten, den habe ich einfach nicht erreicht bekommen und dann habe ich irgendwann mitbekommen, okay, der ist wahrscheinlich sehr, sehr krank, das ist zumindest mal die Idee und dann wurde mir nochmal klar, warte, weil erstens ist niemand tief genug drin in der Szene und kann die Story erzählen, weil er sie nicht kennt, Also es sind ja so viele Storys da draußen, die du nicht erzählen kannst, weil du nichts von ihnen weißt. Und zweitens, auch wenn jemand das Know-how hätte und Bock hätte und Zeit hätte und das Geld investieren w was ja alles erstmal ganz ganz viele Ifs sind die Leute w nicht kommen weil die sagen nee was soll ich dir denn erz Also dass ich die Idee hatte auch teilweise dann Kohle aus meiner eigenen Tasche genommen habe mir die M gemacht habe ich bin durch Deutschland gefahren, habe mir mit den Leuten auch Mühe gegeben, gute Interviews zu machen, also alle vor einem schönen Hintergrund, mit guter Kamera, mit einem professionellen Videoteam und so, kostet dir alles Zeit, Geld und so weiter und so fort.
Das ist aber für mich so ein Ding. Ich habe schon die Hoffnung, dass wir da so eine Art Standardwerk schaffen und das mit der Zeit auch an Bedeutung gewinnen wird. Ich kann mir vorstellen, dass das am Anfang gar nicht so wichtig sein wird, aber dass die Leute mit der Zeit verstehen, dass das einfach so ein Zeitrelikt ist, wie so ein Geschichtsbuch quasi. Kommt auf YouTube?
Es wird auf Runfighting kommen als Serie. Es war als YouTube-Projekt angedacht. Ich habe da mit Runfighting gesprochen, und die haben sich dann da eingeklinkt. Es wird auf Runfighting kommen als Serie, da werden immer kurze Ausschnitte kommen.
Aber ich will auch einen großen, abendfüllenden Film produzieren, der sozusagen die Entstehung des deutschen MMA mal so ein bisschen abreißt, damit die Leute mal verstehen, was es früher hieß, MMA-Kämpfer zu sein, als es noch Free Fight hieß und Valle Tudo. Ich meine, ich komme ja noch aus einer ganz anderen Zeit. Das war ja alles experimentell und keiner wusste, was passiert. Als ich meinen ersten MMA-Kampf gemacht habe, kannte ich noch niemanden, der jemals MMA gekämpft hat.
Also ich bin einfach dahin, weil ich Bock hatte, das zu machen. Und Leute, die heute ihren ersten Kampf machen, die gucken UFC, die gucken YouTube, die haben in ihrem Gym drei Leute, die vielleicht schon bei größeren Veranstaltungen gekämpft haben, vielleicht sogar einen eigenen UFC-Kämpfer als Trainer oder so. das ist ja, ich hätte mir einen Finger abgeschnitten, wenn ich mit jemandem hätte drei Fragen stellen können, der schon mal im MMA gekämpft hat. Hätte ich mir einen kleinen Finger nicht, vielleicht einen Ringfinger so zur Hälfte abgeschnitten. Einfach, weil es gab halt damals dieses Wissen nicht und das ist ja auch so nicht pre-Internet, aber zumindest mal pre-YouTube und so.
Es gab damals noch nicht so viel Wissen. Diese Buzzrouten Big DVD of Combat, das wurde gehandelt wieder heiße scheiß das war so richtig krasses insider wissen und techniken sind heute wenn du dir heute anguckst sind für den arsch aber also gute grundschule aber man ist halt einfach schon so viel weiter und dieses ganze know how das gab es halt fr nicht
Bezahlung von Kämpfern und das Geschäft der UFC
sport hat sich massiv entwickelt mit sicherheit auch dank der professionalit der usc oder dank der Plattform die die UFC geschafft hat wenn man sieht vor 15 20 Jahren welche Gagen wurden bezahlt welche Gagen werden heute bezahlt in der Spitze und auch im Schnitt Er war letzte Woche hier, gemeint, er hat 4.000 Euro für seinen ersten Kampf bekommen. Heute bekommt er das für seinen ersten UFC-Kampf. Ja, das ist so. UFC 99, heute ist es das fast 15-fache.
Natürlich, wenn wir hochgehen, Conor McGregor haben wir vorher angesprochen. Die Summen, die da gehandelt werden, ob du jetzt Conor McGregor bist oder LeBron James oder Floyd Mayweather oder Lionel Messi, MMA ist auf dem Niveau eines gescheitenden Sports, der seit 60, 80 Jahren in der Entwicklung war. In der Spitze werden die großen Gelder gezahlt. nach unten ist natürlich schon ein rapider Abfall. Außer hat der UFC oder bei anderen Veranstaltern teilweise, sehe ich noch, ist dann so ein 1000 Dollar Antritt, 1000 Dollar Gage.
Also ich kenne, also das ist mein Wissen, von den ganzen großen Sportarten, den großen amerikanischen Sportarten zum Beispiel, also Football, Baseball, Basketball, Hockey, Eishockey, auch Fußball. ich glaube, dass und es gibt bestimmt da draußen jemand, der das mal nachgerechnet hat und der mir entweder zustimmt oder mich zerreißt, aber ich meine, ich habe vor kurzem über eine Studie gehört, die zeigt, dass es in keinem Sport so wenig Rückfluss an die Athleten gibt, wie im MMA. Und das finde ich doppelt bedenklich. Also ich finde es erstmal bedenklich, weil du bist ja erstmal der Grund, warum die Leute einschalten, hinkommen und so weiter und so fort.
Da solltest du auch einen Großteil, nicht einen Großteil, aber du solltest zumindest mal, wenn damit verdient wird, gut mitverdienen. Das ist meine erste Grundeinstellung. Nicht nur, weil ich Kämpfer bin, war, sondern das ist für mich einfach so eine Frage der Fairness. Also wenn jetzt Metallica hier im Olympiastadion spielt und Metallica bekommt nur ein Prozent der Einnahmen, dann sagen die irgendwann, könnte mich mal am Arsch lecken.
Ich finde jemanden, der es macht. wenn du aber nur wenn es nur das universistadion gibt das ist das einzige stadion auf der welt und das ist halt genau das gro problem ja ich finde das ein bisschen schade weil du als k noch mehr als als fu oder basketballspieler oder was auch immer ja auch deine Gesundheit aufs Spiel setzt Also ich wei nicht gerade gro Ding hier Sage Northcutt Ein Schlag, acht Frakturen im Gesicht, neun Stunden OP. Ein verdammter Schlag, legaler Schlag. Vollkommen okay, aber hat getroffen und hat einfach Schaden verursacht. Das ist, ey, und dann zu sagen, okay, ja, du bekommst, auch wenn du in die UFC kommst und bekommst 24.000, 24.000, also du bekommst 24.000 Antritt und 24.000 nochmal als Sieges, das ist viel Geld, aber zahl mal dein Trainingscamp davon, dein Camp, dein Gym will was davon abhaben, dein Manager will was davon abhaben, dann zahl darauf Steuern und dann campst du dreimal im Jahr und bist du froh, wenn du hinkommst, aber was ist denn mit nach dem Kämpfen, du hast dann 10 Jahre deines Lebens alles investiert in diesen Sport und stehst da, hast vielleicht noch Verletzungen, wenn du jetzt nicht in Deutschland lebst, sondern in den USA, die du dann selber noch medizinisch versorgen musst, also dafür aufkommen musst finanziell.
Nicht gut. Ich kenne den Standpunkt, eine Statistik, die interessant ist, das ist ja etwas veraltet, die war von 2012, das ist ja Premier League Fußball. 93 Prozent des Budgets waren Spielergehälter. So, ich glaube bei der UFC sind es noch nicht mal 50. Auch deutlich drunter die Zahlen, die ich gesehen habe.
Ein interessanter Punkt, den ich hier finde bei der UFC ist, sowas wie eine Premier League oder eine NFL oder eine NBA lebt von verschiedensten Teams, die beitragen, dass das Ganze wächst. Während bei der UFC, jeder der die Geschichte der UFC ein bisschen verfolgt hat, die UFC war die ersten knapp zehn Jahre kein Profit gemacht, hat und dann waren es im Endeffekt drei, die zusammen die UFC übernommen haben, die Fatida Brüder und Dana White, die dann die UFC im 10, 15 jetzt fast 20 Jahre groß gemacht haben. Meine Frage hier, die Kämpfer sind das wichtigste Asset der UFC, aber an welchem Punkt hätten alle Kämpfer zusammen die UFC zu diesem Standpunkt gebracht, wo sie jetzt sind?
Und an welchem Punkt waren es im Endeffekt diese drei Köpfe, die das Bindeglied waren, die diese Basis der Kämpfer genommen haben und dafür gesorgt haben, dass die UFC so wertvoll wird? Du meinst, wie hoch ist der Anteil? Klar, ohne Kämpfer kein Kampf. Fakt ist, wie viel Wie viele Kampfsportveranstalter gibt es, die einen Job auf dem Niveau machen wie die UFC?
Niemand in der Geschichte? Nein, also niemand in der Geschichte und ich würde niemals sagen, die sollen damit kein Geld verdienen. Mein Punkt ist nur, ich verstehe natürlich, ich bin auch überzeugt, dass der Anteil, der prozentuale Anteil der Einkünfte im Verhältnis zu den Gehältern der Fighter über die Jahre passiv steigen wird. Wir haben jetzt schon, wenn wir vergleichen, vor zehn Jahren oder vor fünf Jahren, wenn vor zehn Jahren gesagt hat, da kommt jetzt einer, der heute arbeitet noch auf dem Bau, in neun Jahren verdient auch 100 Millionen mit einem Boxkampf.
Dann hätten alle gesagt, so ein Markkämpfer-Boxkampf. 100 Millionen vor 10 Jahren war wahrscheinlich ein Anderson Silva, der 2 Millionen pro Kampf bekommen hat vielleicht. Und dann gab es andere Champions, jetzt vor 5 Jahren gab es ja noch Champions, die irgendwie 100.000 pro Kampf gekriegt haben oder 125.000 pro Kampf gekriegt haben, was im Vergleich zu dem, was so leist als nichts ist. Aber selbst jetzt haben wir, gerade wenn wir von Veits sprechen, was in den letzten 3 Jahren war, in knapp 3 Wochen, 2,5 Wochen, haben wir ein Main Event, das keinen Titelträger hat. Das ist auch ein Firstes in der UFC.
Nate Diaz gegen Masvidal. Das ist das erste Main Event, wo wir keinen aktuellen Titelträger haben. Nate Diaz würde da widersprechen und würde sagen, er verteidigt aktuell seinen BMF-Belt. Die haben ja extra einen Gürtel dafür gefertigt.
Habe ich mitbekommen. Nate Diaz hat ja mehrmals darauf bestanden, dass er sagt, nee, nee, wir kämpfen nicht um den kennen, ich verteidige diesen Titel. Aber auch das ist ja wieder ein Weg hin und da ist die Frage, jetzt sind wir an dem Punkt, was verdienen Ne Diaz und Masvidal mit diesem Kampf? Ich sage, sie verdienen mehr mit dem Kampf als 90% der Champions vor 5 Jahren mit einem Kampf um einen realen Titel.
Natürlich. Warum? Weil sich, warum ist das ein Main Event, warum gibt es diesen Gürtel? Weil es zwei Kämpfer sind, die faktisch nicht die besten sind.
Sie kämpfen nicht um einen realen Titel, aber sie beiden sind so interessant, sind so unterhaltsam und sind schon so lange dabei, dass im Endeffekt jeder MMA-Fan, jeder Kampfsport-Fan freut sich auf diesen. Klar, also du brauchst diese Mischung aus Entertainment und Sport. Also es macht dann Sinn oder ist dann besonders gut, wenn du nat jemanden hast der hochgradig sportlich relevant ist und auf der anderen Seite hochgradig entertaining ist Conor McGregor Ronda Rousey so die Leute Mein zweiter Gedanke, als Diaz gegen Masvidal veröffentlicht wurde, war, dass der erste Titelkampf ohne realen Titel, das heißt, wenn sie jetzt bei Conors Rückkehr ihm ein Main Event geben ohne Titel, ist es nicht wieder mal so dieses, ja, nur für Conor haben wir eine Ausnahme gemacht. sondern es ist, nee, haben wir ja davor schon gemacht.
Machen wir nochmal. Was mit Sicherheit kommt und noch einfacher. Ist ja, ist ein guter Gedanke auf jeden Fall. Also ich will nochmal ganz kurz zu dem Ding zurück.
Entertainment vs. traditionelle Werte der Kampfkunst
Also die UFC haben die Jungs, also die Fazita-Brüder und Dana White gekauft für, ich weiß gar nicht, 2 Millionen. Verkauft für, was, 4,2 Milliarden. 4,2 Milliarden. Also die haben sich schon richtig fett, die Taschen voll gemacht, nur mit dem Verkauf. Da ist ja nicht der Revenue drin, den die sich danach herausgezogen haben.
Die haben fett investiert, die haben richtig Kohle investiert, auch die ersten Jahre, gar keine Frage. Die haben es verdient, auch gar keine Frage. Trotzdem hätten die immer noch genug Geld verdient, wenn am Ende des Tages mehr bei den Kämpfern hängen geblieben wäre. Das ist jetzt erstmal so ein Ding, das muss ich nochmal loswerden.
Und klar, ich bin der Meinung, und das sehe ich tatsächlich gespalten, da bin ich nicht, kann mich nicht entscheiden, wie gut oder wie schlecht das ist für den Sport. Ich feiere den Kampf Masvidal gegen Diaz. Unnormal. Ich liebe alles an diesem Kampf und dem ganzen Außenrum und den Leuten.
Es sind einfach geile Charaktere. Jeder, der Kampfsportfans ist, will diesen Kampf sehen. Ganz klare Geschichte. Aber ich würde mir trotzdem wünschen, und deswegen finde ich zum Beispiel One FC so gut, dass wir Kämpfen wieder anders wahrnehmen. das Kämpfen wieder mehr diesen Voodoo-Spirit bekommt.
Also ich habe mit Judo angefangen und alle Leute, die irgendwie mal Shotokan-Karate gemacht haben oder von traditionellen japanischen, chinesischen Kampfsportarten kommen, da ist einfach dieses Ding Respekt und mein Gegner gibt mir ja die Möglichkeit, meine Skills auszuprobieren und an ihm zu wachsen und so. Das fehlt mir manchmal ein bisschen, weil es ist schon alles sehr amerikanisch. Es ist alles schon sehr auf Show. Ja und nat muss es entertaining sein weil wenn es nicht entertaining ist verdient keiner damit Geld Aber ich denke dass es auch m ist diese Dinge zu pr und sie auch gut zu pr und so dass Leute Spa haben und dass wir trotzdem Sport auf dem höchsten Niveau sehen, aber ohne, dass es in eine bestimmte Richtung abdriftet.
Und einfach viel mehr Respekt und viel mehr sich auf das Wesentliche konzentrieren. Und das Wesentliche ist, was sportlich passiert. Natürlich, und das war immer so, und das funktioniert einfach auch so gut, dass Leute mehr einschalten, wenn es die Mohammed-Alis gibt, die halt noch große Reden schwingen und die Conor McGregors, die noch irgendein Beef starten und Fensterscheiben von Bussen einwerfen. Also mir, mein Herz hüpft als MMA-Fan, weil ich weiß, da werden dann mehr Leute zugucken, aber mein Herz blutet auch ein bisschen als Kampfsportler.
Und das ist so ein bisschen, da komme ich nicht ganz raus aus dieser Zwickmühle, muss ich sagen. ich denke, dass alles gut ist was dem Sport zu einem Wachstum verhilft aber ich hoffe, dass der Sport irgendwann die Kurve bekommt und es wieder ein bisschen weniger Entertainment wird und ein bisschen mehr Sport Beispiel, das Respektthema hast du die Pressekonferenz Masvidal-Diaz gesehen ja, einer der Punkte unabhängig von dem, was sie gesagt haben Ney Diaz kam zuerst auf die Bühne ist neben seinem Stuhl gestanden bis Masvidal auf die Bühne kam und erst als Masvidal da war und sich gesetzt hat hat sich auch eine Diad gesetzt.
Das war so ein Punkt, der mir aufgefallen ist. Ich dachte, okay, so ein gewisses... Ja, und die haben sich ja auch nicht... Die haben sich ja auch nicht gegenseitig runtergemacht.
Die sind beide bad motherfucker, aber die sind halt so real, dass die es gar nicht als notwendig ansehen, den anderen klein zu reden. Das ist ja sowieso eine Sache, die ich nicht verstehe. Ich rede meinen Gegner klein. Dann kann ich ja nur verlieren.
Entweder gewinne ich gegen jemanden, der ein absoluter Vogel ist, wenn man mir glauben darf. Weil ich habe ja vorher gesagt, dass der nichts kann, dass er vielleicht keine Knockout-Power hat oder was man so erzählt. Das heißt, wenn ich gegen den gewinne, ist ja nichts Besonderes. Ich habe ja gegen jemanden gewonnen.
Wenn ich die Wahrheit gesagt habe, ist er ja eh eine Lutsche. Auf der anderen Seite, wenn ich gegen den verliere, was bedeutet das dann für mich? Dann bin ich ja noch ein größerer Loser als der, gegen den ich vorher von dem ich vorher gesagt habe, dass er ein Loser ist. Also ich verstehe den...
Das funktioniert nur dann, wenn man sagt, eigentlich kannst du nicht ernst nehmen, was ich sage. Nur dann funktioniert das. Und das finde ich schade Ich will doch die Leute ernst nehmen Und du verstehst worauf ich hinaus will Ich finde diese Idee und dass das dann auch immer alles schnell vergessen ist und die Leute haben sich nat schon daran gew ja die machen das nur um den Kampf zu hypen und so Ich verstehe die Funktionsmechanismen dahinter, aber ich bin nicht glücklich damit.
Psychologische Kriegsführung und Trash Talk
Inwieweit ist es Psychological Warfare? Und das funktioniert natürlich auch für viele, wenn wir Conor McGregor, der redet mit denen als nach dem Motto, okay, du bist da, um, dass jemand da ist, den ich schlagen kann. wenn wir in den Kampfsport zurückgehen, wahrscheinlich der, der das am besten in der Öffentlichkeit praktiziert hat. Mike Tyson. Sein Buch, die Biografie, war eines der besten, wie ich die letzten zehn Jahre gelesen habe, The Undisputed Truth.
Da ist auch ein Segment, wo er im Endeffekt erklärt, sein Ziel war immer, den Kampf zu gewinnen, bevor der Kampf beginnt. Und wenn er dem Gegner in die Augen schaut, bevor die erste Runde beginnt, hat er schon gesehen, okay, das wird einfach heute Abend, weil der Gegner schon davor gebrochen hat. und so gibt es ja auch in MMA viele, die dann mit Trash Talk den Gegner runter machen und das dann emotional werden, aggressiv werden. Oder Masvidal. Überleg dir mal Folgendes.
Masvidal hat mit all dem, was er vorher gemacht hat, psychologische Kriegsführung, alleine die Körpersprache, die hat er vorher so gezielt eingesetzt, dass er Askin dahin gebracht hat, dass er genau das macht, was zu diesem Knie geführt hat. Das war nicht einfach, der ist nicht einfach so da rein, hat gedacht, ich probiere mal ein Knie. Das hat er ganz genau getimt, mit allem, was er vorher gesagt hat. Dieses mit dem Hände hinter dem Rücken, die Art und Weise, wie er da zur Seite rausgezirkelt ist.
Das war von vorne bis hinten durchgetimt. Das war die höchste Kunst dessen, was du jetzt eben mit Psychological Warfare gesagt hast. Aber was er anders gemacht hat, ist, er ist nicht hingegangen und hat gesagt, der kann nix oder so. Der hat sich darüber aufgeregt, dass der immer so despektierlich über andere Leute redet, aber er hat nicht angefangen und hat den klein gemacht.
Und das ist so ein, das ist für mich noch ein Unterschied. Die Art und Weise, wie er es gemacht hat, mit der kann ich viel besser mitgehen, als die Art und Weise, wie es jetzt ein Conor McGregor macht. Der sich einfach eine Besonderheit an dir sucht und darauf so lange rumhackt, bist du, also Jeremy Stephens, ein super netter Typ, aber er ist einfach nur noch, who the fuck is that guy? Ey, der Typ hat 40 Kämpfe in der UFC, Mann.
Das ist der Typ so, aber ja, der hat einfach irgendwann ihn überholt und sucht sich halt solche Dinge an und das braucht man nicht. Also ich finde es witzig. In dem Moment habe ich auch gelacht. Wir unterhalten uns drüber.
Es funktioniert halt nur so lang, wie dieses Spiel funktioniert. An dem Punkt, an dem du verlierst, Du musst halt abliefern. An dem Punkt, an dem du verlierst, wird es halt schon schwierig. Da ist die Frage, ob sowas wie Nate Diaz oder Masvidal einfach den next level of Trash Talk oder Fight Hype.
Was ich beobachte, Nate Diaz war ja drei Jahre lang sitzt, nicht gekämpft. Dann kam der Kampf gegen Anthony Pettis. Und davor hat er bei ESPN ein Interview gegeben. Das Interview hat die 1-Millionen-View-Waage innerhalb von 19 Stunden geknackt.
Ich habe dann den Account durchgeschaut und die absolute Mehrheit der Videos haben innerhalb von Wochen und Monaten 200.000 bis 300.000 Views. Das heißt, die hat mit seiner Art, auch das Interview war mit Sicherheit auch angeschaut, es war ein super Unterhaltssack. Mit seiner Art hat es einen hohen Unterhaltungswert, aber es war nicht dieses ... Genau, und das zeigt ja, dass es geht.
Er kann ja hingehen und er ist einfach selber ein Kult. Er hat selber um sich herum so ein Kult geschaffen. Und das ist noch die größere Kunst. Also es ist einfacher zu sagen, ich mache jetzt meinen Gegner klein und dann haue ich dem noch auf die Schnauze.
Ist auch schwer, aber es ist einfacher, als zu sagen, ich bin selber so ein krasser Typ, dass ich um mich selber einen Hype aufbaue. Aber klar, davor habe ich viel, viel mehr Respekt. Und das ist ja das, was ich meine. Dann sitzen die beiden auf der Pressekonferenz, können sich respektieren und trotzdem will jeder diesen Kampf sehen.
Obwohl die sich nicht vorher eine Schleimschlacht liefern. Da brenne ich für, auf jeden Fall. Next Level. Next Level, ja.
Und gerne mehr davon. Auch diese ungerankten Funfights. Super. Anthony Pettis soll jetzt gegen Diego Sanchez kämpfen.
Das ist auch so ein Kampf, der Ranking-technisch niemand wirklich weiterbringt. Nee, aber ist einfach Fan-Favorite. Ich bin ja auch großer Fan von den ganzen Turniersystemen. Also Bellator hat ja ein Turniersystem.
PFL hat ein Turniersystem. Und das ist, weil es einfach so fair ist. Also du hast halt diese Kämpfer, die vielleicht die Zähne nicht auseinanderbekommen, wenn das Mikrofon an ist, aber die einfach Killer sind. Und das ist doch sportlich relevant.
Warum lässt du die nicht kämpfen? Und wenn die gewinnen, sollen die gefälligst auch weiterkämpfen. Und wenn die immer nur gewinnen, sollen die auch Champion werden irgendwann. Und das ist halt was, was ich bei Bellator ist geil.
Du gewinnst dieses Turnier, dann bist du automatisch Herausforderer auf den Titel. Du kriegst aber auch deinen Titelkampf. Nicht wie so ein Interims-Champion-Titel, der wenn du einmal dir einen Fu verstauchst dann wieder aberkannt wird sondern nee du bist dann Herausforderer auf dem Titel und wenn du den gewinnst dann bist du halt Champion Und das ist was was mir fehlt Das fehlt mir in der UFC Mir fehlt dieses definitive sportliche, du kannst es dir erkämpfen. Nee, du musst es dir im und außerhalb des Cages erkämpfen.
Und das ist so eine Sache, die ich sehr, sehr schade finde. Turniertechnisch ist auch die Verletzungsthematik. Klar ist das eine Thematik, natürlich. Also du musst ja auch nicht ein Turnier in einem Abend machen.
Selbst wenn du mehrere Kämpfe hast, wie die PFL das macht, zum Beispiel Waldrin Istrefi, das Lichtenstein, der letztes Jahr bei PFL um diese, der Gewinner bekommt eine Million Dollar, hat dann Kampf gewonnen, sogar TKO durch Low Kicks und war dann einfach danach verletzt und ist trotz Sieg aus dem Turnier ausgeschieden. Klar, das kann dir passieren. Morgen Nacht müsste bei One, ist der Titelkampf oder der Tournament Final für Leichtgewicht. Eddie Alvarez hätte eigentlich morgen gekämpft und hat jetzt auch leider durch eine Verletzung, kann er nicht um den Titel kämpfen.
Und selbst wenn du nicht einmal im Turnier machst, wenn du dann sagst, okay, ein Jahr lang Turnier, wenn du halt mal im MMA, ist halt nicht so, dass du eine Verletzung hast und drei Wochen später wieder kämpfen kannst. Ja, es ist nicht kickboxen. Das ist, klar, das ist natürlich schwierig, aber am Ende des Tages gibt es da ja auch Möglichkeiten außenrum. Also du kannst ja so Alternate Bouts machen, also du sagst, okay, acht Leute sind im Turnier, wir haben aber nochmal vier Leute, die untereinander auch kämpfen und die Sieger aus diesem Kampf springen ein, wenn einer ausfällt.
Dann hast du ja trotzdem, haben die sich sportlich qualifiziert, es gibt eine Möglichkeit, wenn einer ausfällt. Also es gibt ja Möglichkeiten, damit umzugehen. Schade, der, der dann drei Kämpfe gewonnen hat, eigentlich im Finale steht. Für den ist es schade, klar, natürlich.
Und gerade, ich denke auch Entertainment-technisch, gerade auch Einschaltquoten, rein theoretisch, Ne Diaz gewinnt, Welterweight gewinnt drei in Folge, soll im Finale kämpfen. Klar, für die Storyline ist scheiße. Aber, geiles Gegenbeispiel, Daniel Cormier. ist als Alternate in dem Turnier von Strikeforce, genau, Schwergewichtsturnier. Den hatte vorher keiner auf der Uhr.
Das war dieser kleine, dicker, ehemalige Ringer. Und der gewinnt das Ding am Ende des Tages. Weil einer sich verletzt, zack, wirft er da den Barnett durch die Gegend, als wäre das eine kleine Puppe. Und ist am Ende des Tages Schwergewichtschampion von Strikeforce.
Und das sind halt so Dinge, die passieren können, wenn du einfach den Sport entscheiden lässt. Daniel Cormier ist jetzt auch keiner Vor seinem Beef mit Jon Jones hat er auch kein richtiges Profil gehabt Er hat erst durch diesen Zwist durch seinen Nemesis hat er erst so ein richtiges Profil bekommen Und jetzt zwei Kämpfe gegen Steven Miocic. Ja. Gewonnen und verloren.
Jetzt kommt der dritte nächstes Jahr. Das ja nächstes Jahr ist, ist wahrscheinlich einer der smallesten Moves von Miocic. Es kommen hier nächstes Jahr 41. Du meinst, die Zeit spielt gegen ihn?
Ja. Aber eigentlich wollte er mit 40 aufhören, wenn es jetzt ist ja, wenn er jetzt Miocic extra Pause macht und würde sagen, jede drei bis sechs Monate, die er das nach hinten rauszögert, ist ein Vorteil für ihn. Was sagst du? Miocic gegen DC, drei.
Ja, ich finde es spannend, weil wenn man sich anguckt, wie die Kämpfe gelaufen sind, hat man das Gefühl, und das ist halt das Besondere im Schwergewicht, man hat halt das Gefühl, Kormier hat die Nummer von Miocic, der weiß, wie er den knacken kann. Aber er hat nicht die Physis dafür. Also beim ersten Mal hat er den perfekten Schlag gelandet und Miocic hat es nicht gesehen und ist deswegen Kau gegangen. Aber der letzte Kampf, der ist einfach...
Der Kampf hat er dominiert bis zu diesen Körpertreffern. Wahnsinn. Als ich die Körpertreffer gesehen habe, UFC 200, Daniel Kormier gegen Anderson Silva. Da war auch am Anfang Stand-Up und dann war es ein Kick von Anderson Silva gegen den Körper.
Das war so ein Leberkick. Und ab da hat Kormier angefangen zu ringen. und die Frage ist halt, inwieweit Komiar dominiert Miocic, hat seine Nummer, inwieweit hat Miocic verstanden, okay, wenn ich gegen Komiar kämpfe, dann muss ich den Körper aufzuweichen und das hat er da in der vierten Runde, war es richtig? Vierte Runde, ja genau, drei Runden hat er hart aufs Fressbrett bekommen und Komiar hat alles genommen zum Kopf alles aber selbst das war nicht schlau Linke war vier, fünf Mal gegen Körper und dann hat er ihnen sich zusammengesagt. Was interessanterweise die gleiche Arena ist, wie er gegen Jones verloren hat und fast das gleiche Szenario.
Er hat kassiert, ist weg Richtung Käfig, am Käfig runter und dann TKO, was die zweite Jones-Niederlage war und die Miocic-Niederlage war. Das Szenario war fast gespiegelt. Ja, und das ist eine interessante Geschichte, weil er natürlich überhaupt nicht so gekämpft hat, wie man hätte kämpfen sollen. Hände, keine Deckung und als Weltklasse noch nicht mal ein bisschen Ans zu zeigen auch nicht wenn ich unter Bedr bin Und es waren keine 5 6 Schlese Wir haben mitgez als wir kommentiert haben Es waren 12 Bodyshots Okay Die besten 4 5 waren die, die gesessen haben, die, die ja nicht abgespeichert haben, aber dann davor schon bearbeitet.
Das ist der Wahnsinn. Der ist immer wieder da hingegangen. Und Komi hat nicht einmal probiert, dann wenigstens zwischendurch, wie du schon gesagt hast. Ich würde halt erwarten von jemandem, der Olympia-Ringer ist, so, geh halt mal zu den Beinen.
Einfach nur, um zu vermeiden, dass er die auf den Körper haut. Ja, ich glaube, da es ist spannend. Ich glaube, dass Cormier den Kampf auch nochmal gewinnen kann im Rückkampf. Aber ich kann mir auch vorstellen, dass Miucijic gewinnen kann.
Wie gesagt, dieser Sport ist nicht vorherzusehen. Und jeder, der sagt, er könnte es, der lügt. Das ist einfach unmöglich. Ich beobachte das ja auch oftmals auf so MMA-Seiten, wo dann das hier Vorhersagen sind.
Und dann unten an der Vorhersage steht dann dran, so dieses Jahr richtig geschätzt, 70 Prozent. Und das ist immer ganz nett, weil im Endeffekt, wenn es eine 50-50-Wette ist, ist 50 Prozent genau genommen null. Das heißt, wenn du bei 70 Prozent bist, hast du genau genommen, ohne den Zufall, wenn man den rausrechnet, 40 Prozent der Zeit richtig gemacht. Ja, aber das ist viel in dem Sport.
Es ist viel, aber halt immer noch nicht, wenn man davon ausgeht, wie du selber sagst, du beschäftigst dich sieben Tage die Woche damit seit 15 Jahren. Es sind so viele Faktoren, die eine Rolle spielen, es vorherzusagen, was sind den Sport mit Sicherheit oder so einen Kampf anzuschauen, mit Sicherheit auch so interessant macht. Dieses, okay, was passiert, was passiert. Es kann jede Sekunde was passieren.
Wie oft habe ich schon Kämpfe gesehen, die über den kompletten Kampferlauf eindeutig waren und in der letzten Sekunde oder in den letzten zehn Sekunden auf einmal passiert irgendwas und es wird komplett umgedreht. Das ist so geil. Und das kannst du halt in einem Basketballspiel, wenn es 105 zu 60 steht, dann wird es in der letzten Minute nicht noch 40 Punkte geben. Das passiert halt nicht.
Aber du kannst halt jemanden drei Runden lang verprügelt haben und dann findest du auf einmal raus, dass er anfällig ist gegen Körpertreffer oder Anderson Silva gegen Charles Sonnen. Fünf Runden lang. Und irgendwie, weiß ich nicht, 40 Sekunden vor Schluss, zack, hat er so eine Triangle. Sag mal, drei Favorite Fights, die ich, wenn mich jemand nach UFC fragt und noch nie was geschaut hat, dann sag ich ihm, mach UFC Fight Pass diese Woche und dann schicke ich ihm drei Kämpfe und Du hast es dann noch dabei?
Alvarez gegen Conor. Aldo war cool, weil es 13 Sekunden waren. Aber Alvarez gegen Conor waren 1,5 Runden. 5 Knockdowns und diese Ruhe, dieses nicht, okay, jetzt renne ich rauf, ich habe einmal runter, ich renne drauf, ich riskiere, sondern einfach, okay, ganz klinisch, präzise, seziert einfach, seziert im ersten Kampf im Leichtgewicht der UFC gegen den amtierenden Champion und dann im Endeffekt ihn in eineinhalb Runden demontiert. demontiert. Und der dritte jetzt ist definitiv Adesanya gegen Gesselung.
Das war auch heftig. Diese fünfte Runde, 2 zu 2 in die fünfte Runde und dann in der fünften Runde finischt Adesanya fast mit einem Triangle und dann nochmal, waren es nochmal zwei Knockdowns? Das war verrückt. Das war ein richtig krasser Kampf.
Hätte auch keiner gedacht, dass es gegen Whitaker dann so ausgeht. Ja, wie ich sage, dieser Sport ist verrückt. Und das ist das Geile. du kommentierst im Prinzip Chaos. Das ist der Punkt, sag ich.
Ja, und das ist so.
Das Handwerk des Kommentierens und die Ausbildung der Fans
Als Fan beobachtest du Chaos. Als Fan beobachtest du Chaos und ich habe ja die Aufgabe, zum einen das zu erklären, was da passiert. Was manchmal geht das so schnell, dass du das, da musst du erstmal deine eigenen Gedanken ordnen. Aber ich muss natürlich auch Hintergrundinformationen liefern und ich will die Leute auch entertainen.
Also diese drei Sachen gleichzeitig hinzubekommen, ist gar nicht so einfach. Es ist witzig, weil wir haben ja bevor es hier losging, nochmal drüber gesprochen, dass eigentlich jeder, der irgendwie schon drei Kämpfe gesehen hat, denkt, das ist ein einfacher Job und setze dich hin und jetzt GMC macht das, die fahren mit GMC Olympics immer durch die Gyms und machen Amateurveranstaltungen und setzen da halt immer auch Kämpfer aus dem Gym oder so oder die Trainer dann ans Mikrofon und die sollen dann kommentieren, weil die dann auch Hintergrundinformationen haben und nicht so viel recherchieren müssen und viele Leute schreiben mir und sagen so Alter, ich habe das heute auch gemacht, es ist so schwer.
Und es ist auch schwer. Also es ist einfach unglaublich schwer, weil, du musst dir mal vorstellen, wir reden da teilweise, also wenn du UFC kommentierst, redest du teilweise fünf, sechs Stunden am Stück. Und es ist so ein dynamischer Sport. Wir müssen teilweise noch simultan übersetzen von Englisch, Deutsch.
Wir kriegen da keine Übersetzung aufs Ohr, sondern wir müssen die so simultan übersetzen. Und natürlich redest du in sechs Stunden auch irgendwann mal ein bisschen Dünnpfiff. Das bleibt ja gar nicht aus. So, dann hast du mal irgendwann, keine Ahnung, es gibt ja Leute, die da einen Strick draus drehen, dann sitzt zum Beispiel irgendwie, weiß ich nicht, ein Gracie im Publikum und da wird kurz drauf geschwenkt du erz gerade was anderes wei der nat nicht dass die gleich Gracie zeigen Der ist aber nur zwei Sekunden im Bild dann ist das Spiel das n passiert Und dann kriegst du Twitter die Nachricht so ja, die Kommentatoren haben ja gar keine Ahnung, da war jetzt irgendwie Hansel Gracie im Publikum und die haben das nicht angesprochen.
Ja, sorry, Alter. Aber das ist halt so, die Maßstäbe, an denen man gemessen wird, die verändern sich, glaube ich, ab dem Moment, wenn die Leute, die anlegen die Maßstäbe selber mal in der Situation waren, weil es ist auch echt schwierig. Und es ist wie alles andere, es ist auch eine Kunst. Und ich war am Anfang mit Sicherheit kein halb so guter Kommentator wie jetzt und ich entwickle mich immer noch weiter und ich bin immer noch so, dass ich mir meine eigenen Sachen anhöre, nicht weil ich mich selber so gerne reden höre, sondern weil ich, also ich fahre jeden Sonntag vom Podcast zurück und höre mir den Podcast an, weil ich einfach hören will, okay, ich sage viel zu viel ähm zum Beispiel.
Und da arbeite ich dran, um mir das abzugewöhnen, Aber das weiß ich auch nur, weil ich mir den Podcast anhöre. Beim Reden habe ich gar nicht das Gefühl. Und da ist es eben wichtig, dass man auch da so dran geht, wie man auch als Sportler rangeht. Einfach immer weiter optimieren, immer weiter gucken.
Den Tipp habe ich von ein paar Leuten bekommen, die auch viel kommentieren, dass sie sagen, hör dir deine Spiele an und hör dir an, was du da erzählst. Weil nur so kannst du auch besser werden. Und wie alles andere, es sieht immer leichter aus, als es tatsächlich ist. Aber es macht Riesenspaß.
Also für mich ist das genau das Richtige. Mit so vielen Sportarten, wie ich zusammengearbeitet habe, wenn ich in welchen, weil ich mit einem Sport zusammenarbeite, teste ich ihn selber mal an, nur so eine bessere Idee zu bekommen. Ich habe schnell aufgearbeitet im ersten großen Trainingslager. Da habe ich mir Ice-Hockey-Schuhe geliehen und habe dann quasi Schlittschuhfahren gelernt.
Als ich dann mehr mit MA gearbeitet habe, bin ich mal nach Berlin gefahren und Peter hat mich so eine kleine MMA-Einheit, dass ich so ein bisschen eine Idee bekomme. Und zwei Dinge ziehen sich durch alle Sportarten durch, die ich immer anteste. Punkt Nummer eins, von außen sieht es sich so viel leichter an. Und Punkt Nummer zwei, es ist immer so viel schneller, als du denkst, als es ist.
Ja, ja. Das ist immer dieses, warum hat der die Deckung nicht oben? Ganz im Ernst, wenn das das ist, was du dazu zu sagen hast, sag lieber nichts. Weil das ist, mein Kumpel ist, Coach für Fu und er sagt von der Couch aus machst du jedes Tor Und es geht ich erwische mich selber dabei Ich habe null Ahnung von Fu also wirklich gar nicht Und ich gucke manchmal an Fu und denke h warum macht der nicht so Und denke ich mir, warte mal, du weißt doch, wie es ist.
Schraub selber mal ein bisschen zurück. Und dann, wenn du selber in der Situation bist, merkst du halt einfach, ja klar, wenn ich jetzt von außen gucke, weiß ich auch, dass ich das hätte machen sollen. Klar, aber in dem Moment da drin, andere Situationen. Das ist wie bei Wer wird Millionär auf dem Stuhl sitzen. dann weißt du halt vielleicht die Antwort nicht auf die 50.000 Euro Frage.
Es ist spannend. Also selber machen und anderen Leuten dabei zugucken, ist einfach ein Unterschied und manche Leute können das nicht filtern. Und da müssen die Trolle mal ein bisschen nachsichtiger sein, glaube ich. Gerade im Kampfsport, meine Runde boxen mit einem Profiboxer.
Einfach nur der Profiboxer, gar keine Offensive, sondern nur Defensive und das Ziel ist den Profiboxer. Brauchst du gar nicht. Also für die meisten UFC, MMA-Fans, mach doch einfach mal 20 Burpees. Oder mach einfach mal, versuch mal 30 Sekunden, so schnell du kannst, Schatten zu boxen.
Mach einfach Schatten boxen, ohne dass dir jemand ins Gesicht schlägt, ohne dass du irgendwie Angst haben musst, dass irgendwas passiert, ohne dass du Handschuhe hast, ohne dass Lichter auf dich gerichtet sind. Einfach nur mal 20 Sekunden, so schnell du kannst Schatten boxen. Mach das mal. Und dann reden wir weiter.
Mach deine 20 Burpees. Und dann hab mal das Gefühl, da liegt noch jemand auf dir drauf. Und der macht nichts anderes den ganzen Tag, als Techniken zu lernen, wie er dich verknotet oder dir in die Schnauze haut. Mach das doch mal.
Also das ist alles immer sehr, sehr leicht gesagt. Und es sieht leicht aus. Und deswegen Mixed Martial Arts. Es ist eine Kunst.
Es ist eine Kunst, es so einfach aussehen zu lassen. Und das verstehen die Leute halt auch nicht. Es ist tatsächlich nicht einfach. Auch wenn es das simpelste der Welt ist.
Wir haben ja gesagt, eigentlich ist Kämpfen jedem von uns im Blut. Es ist in unseren Genen zu kämpfen, aber es dann eben gut zu machen gegen jemanden, der es gewohnt ist zu kämpfen, ist auch nochmal eine andere Geschichte. Wenn ich auf die Straße gehe und jemandem einen Suckerpunch von hinten irgendwie gebe, super, das ist keine Leistung, aber wenn mir jemand gegenübersteht, der genau weiß, was kommt, also im Sinne von, der weiß, ich will ihn angreifen und der ist trainiert, das ist nochmal eine ganz andere Geschichte, ganz anderes Ballspiel.
Schreiben von Kinderbüchern mit realistischem Tiefgang
Neben dem Straßenkampf, den du gerade wieder ansprichst, Straßenkampf des Streetfighters, ein Buch, das du gemacht hast. Ja, genau. Du hast noch Kinderbücher geschrieben. Ja, genau.
Du hast definitiv so eine professionelle MMA Kommentator Moderator Kinderbuchautor Ja ich habe ja schon gesagt ich liebe es Geschichten zu erz Und ich finde Animationen sind gro um Geschichten zu untermauern und ein gutes Vehikel, um Geschichten zu erzählen. Und ich glaube, dass wir von Geschichten leben. Also alles, was ich mir wünsche zu sein, alle Dinge, die mir gefallen, Alle Dinge, die ich für erstrebenswert halte, die habe ich irgendwie durch Geschichten erlebt, kennengelernt. Auch meine ganzen Moralvorstellungen, Werte und so sind irgendwie durch die Geschichten an mich herangetragen worden.
Ob es jetzt Kripo-Rida-Grimm-Märchen waren oder Hollywood-Filme oder Geschichten von meinen Kumpels, die erzählt haben, wie es jetzt, weiß ich nicht, bei denen zu Hause abgeht oder so. Aber am Ende sind es Geschichten, die Art und Weise, wie mir die Welt erzählt wird. Und ich glaube, es gibt zu wenig gute Geschichten, die heute noch irgendwie Bestand haben, weil auch da habe ich das Gefühl, oder habe ich es eben auch gemerkt, dass auch die Kinderbuch-Verlage sehr danach gucken, dass wir so eine cleane Welt haben für unsere Kids. Wir haben eine Welt, in der es im Prinzip nicht wirklich was Böses geben darf. es muss halt alles immer irgendwie nach Schema F sein.
Also alle Kinderbuchverlage, mit denen ich gesprochen habe und das, obwohl ich teilweise Leute in Entscheidungspositionen persönlich kannte, die sagen so, aber dein Kinderbuch ist uns zu düster. Brüder Grimm. Genau. Das sind absolute Klassiker.
Und fast in jedem Märchen stirbt irgendeiner und nicht auf die schöne Art. Also da werden Wölfe aufgeschlitzt, Steine in den Bauch und in den Brunnen geworfen und so eine Geschichte. Also das ist richtig krass, selbst in der Hase und der Igel stirbt der verdammte Hase am Ende des Tages, weil er vor Erschöpfung umkippt und tot ist. Hier Cinderella werden die Augen ausgepickt von den Stiefschwestern.
Also es war einfach extrem brutal und irgendwann ist alles immer cleaner geworden. Man muss jetzt nicht irgendwie kein Splattercore machen, Aber ich glaube, was die Geschichten machen sollen, das ist zumindest mal mein Anspruch, ist, die sollen ja auf die Welt vorbereiten. Und auf die Welt, wie sie ist und nicht auf die Welt, wie wir sie uns wünschen. Ich weiß ganz genau, wenn meine Tochter irgendwann da rausgeht, wird sie eben nicht nur mit Regen...
Bogen und Sonnenschein konfrontiert werden, sondern es wird da draußen auch ein paar Dinge geben, die richtig hart sind. Und warum soll ich denn immer so tun, als wäre das nicht so? Im Gegenteil, ich will doch Geschichten erzählen von jemandem, der was richtig Heftiges erlebt hat, aber da entweder geglänzt hat währenddessen oder daraus stärker hervorgegangen ist, weil das ist doch am Ende des Tages das Leben. Das Leben ist doch nicht, ich habe mein Kuscheltier verloren. klar ist auch schrecklich, aber es ist nicht alles die Raupe Nimmersatt, würde ich halt damit sagen.
Und es ist wichtig, dass es die Raupe Nimmersatt gibt. Total cool. Aber es muss halt auch Dinge geben, wo Geschichten erzählt werden, die ein bisschen mehr ins Eingemachte gehen. Und da setzt man, das ist ja auch kein Hardcore-Kinderbuch, aber es ist, also Der Schwarze Ritter, das ist ja mein erstes Kinderbuch, da geht es um im Prinzip eine Flüchtlingsgeschichte.
Und es ist entstanden, lange bevor es diese geschichten medial gab von flüchtlingen die übers mittelmeer kamen und so oder kommen und und das ist im prinzip genau die geschichte afrikanischer junge der sein zuhause verliert und dann mit dem schiff nach europa kommt und das ist so eine wichtige geschichte die ich einfach erzählen wollte und mein zweites kinderbuch dem geht es um zwei freunde einen elefanten und deine Maus und da ist es ein bisschen weniger an jetzt aktuell politischen Themen fest, sondern geht es eher um die Idee von, dass man sich selber oftmals Blockaden schafft im Laufe seiner Zeit und dass man das auch überwinden kann.
Ich glaube, dass das wichtig ist, dass wir diese Geschichten auch erzählen, in denen es einfach auch mal doof sein kann und dann aber wieder besser wird, weil genau das ist. Also ich meine, jeder, egal wie cool dein Leben ist, alle hatten doch schon mal Zeiten, wo es mal so echt nicht cool war, wo mal ein bisschen Regen war draußen und Sturm und Gewitter und du gedacht hast so irgendwie macht das Leben gerade keinen Spaß und wenn du weißt aber es kommen wieder die Sonnentage und ich kann hier auch durchgehen und daraus stärker hervorgehen das ist doch total wichtig und das sind starke Kinder und ich will am Ende des Tages ja starke Kinder haben, ich will keine Kinder, die immer nur gut und schön kennen, aber sobald es schlecht wird komplett hilflos sind, weil sie gar nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen, weil sie das nicht für möglich gehalten haben.
Resilienz, Leiden und der 'Marshmallow-Test'
Auch das ist so eine Frage. Also wie gehe ich mit der Realit um Tue ich so als g es die Aggression nicht Und b Dinge Oder sehe ich der Sache ins Auge Eine der ersten gro goldenen Wahrheiten im Buddhismus heißt, es gibt Leiden. Dass man das überhaupt thematisieren muss, aber es ist für die so wichtig gewesen, weil die Leute offensichtlich versuchen, so zu tun, als gäbe es das nicht. Aber es ist so, es gibt Leiden.
Du kannst nicht so tun, als gäbe es das nicht. Die Frage ist, wie gehst du damit um? Aber du kannst Leiden nicht eliminieren. Egal, die meisten Leute denken ja, wenn sie nur gesund wären und so viel Geld hätten wie möglich, dann gäbe es kein Leiden für sie.
Doch, auch dann würdet ihr leiden. Es ist unmöglich zu leben, ohne zu leiden. Und das ist auch wichtig, weil unser Leben hat ja einen Dualismus. Unser Herz pumpt und ist nicht die ganze Zeit angespannt oder entspannt, sondern nur dieser Wechsel aus Spannung und Entspannung sorgt dafür, dass wir überhaupt Blut durch unsere Adern pumpen können.
Und genauso ist es auch mit Glück. Es ist unmöglich, der Mensch ist nicht darauf ausgelegt, immer glücklich zu sein. Glück kann immer nur als Kontrast empfunden werden. Du kannst nicht ein Jahr lang am Stück glücklich sein.
Geht nicht. Du hast mal Phasen mit rosa-roter Brille, wenn du frisch verliebt bist und so wie das ist, klar. Aber du brauchst das Unglück, um vergleichen zu können. Ansonsten empfindest du das nicht mehr.
Und dann fängst du irgendwann an Koks zu nehmen und dann fühlst du dich da glücklich. Das ist Social Media abhängig. Ja, nein, aber das ist doch genau dasselbe Ding. irgendwann reichen dir 20 Klicks nicht mehr und dann willst du aber 100. Du gewöhnst dich an alles und du gewöhnst dich auch an Glück und dann ist es aber kein Glück mehr und das ist ja das Verrückte.
Deswegen brauchst du das Unglück zwischendurch. Das ist ein interessanter Punkt, da wir heute im Endeffekt mehr Sicherheit, mehr Wohlstand, mehr Gesundheit, ein längeres Leben haben als jetzt davor, jedoch basierend auf einer Studie mit Millennials in den USA, 47% aller Millennials unter Depressionen leiden. Es gibt keinen objektiven Grund dafür, aber vielleicht halt auch doch. Also das ist ja das, was ich meine.
Nur weil es dir objektiv gut geht, heißt das ja nicht, dass es subjektiv auch dein Empfinden ist. und ich bin der Meinung, dass oder ich bin jetzt vor zwei Jahren Vater geworden und man muss auch immer ein bisschen gucken, was will ich für mich und mein Kind? Was für ein Vater will ich sein? Was will ich für mein Kind für ein Leben haben? Und jeder hat natürlich die Idee von ah mein Kind soll es besser haben als ich und klar das ist ja ich glaube das ist Intuition und das ist ganz nat Auf der anderen Seite denke ich mir ich bin zum Beispiel in verh Armut aufgewachsen.
Für mich jetzt als Jugendlicher oder auch bis ich Anfang 20 war, zu sagen, ich gehe jetzt mal raus und setze mich irgendwo hin und trinke einen Kaffee und gebe dafür 1,80 Euro aus. Das war Wahnsinn. Leute, die das gemacht haben, waren für mich reiche Bonzen. Ich habe das Und das ist heute für mich noch so, wenn ich irgendwo hingehe und ich habe mir jetzt auf dem Weg hierhin am Bahnhof so einen frischen Smoothie geholt.
Das war für mich was Besonderes. Das war für mich was Besonderes, 4,60 Euro auszugeben für Früchte, die jemand für mich in den Mixer geworfen hat. Und das ist jedes einzelne Mal so, wenn ich irgendwo hingehe und mir irgendwas kaufe. Und ich weiß ganz genau, dass es für meine Tochter nicht so sein wird.
Weil, toi toi toi, ich sehr wahrscheinlich in der Lage sein werde, sie in einer Situation groß zu ziehen, wo sie nicht mit Armut konfrontiert ist. Erster Hand. Und das ist so ein bisschen diese Ambivalenz, weil ich will auf der einen Seite natürlich, dass es meiner Tochter gut geht. Auch zu jeder Zeit.
Aber auf der anderen Seite will ich natürlich auch, dass sie die Dinge, die sie hat, zu schätzen weiß. Das kann sie aber nicht, wenn sie das immer nur kennt. Ich habe in meinem Studium mal eine Studie gelesen zu der Entwicklung von Familien und wie sich Familien entwickeln, die reich sind, also so reiche Unternehmerfamilien. Und das ist meistens so, du hast einen, der aus der Armut kam, der sich hochgearbeitet hat, sein Sohn hat dann meistens noch das Unternehmen danach gehalten, der hat noch so dieses Kernige vom Vater mitbekommen, der hat vielleicht den Struggle mitbekommen, wie schwer das war, das sich zu erarbeiten.
Aber dessen Sohn oder Tochter, wie auch immer, hat dann alles verballert. Weil sie nicht verstanden haben, wo es herkommt und was es braucht, um es zu behalten. Und das ist dieser Kreislauf. Es ist so schwer, da gibt es auch Ausnahmen.
Aber es gibt halt diese Tendenz. Statistisch. Wir haben ja hier in Stuttgart sehr viel Mittelstand. Und gerade die dritte Generation, die wir haben, die ist statistisch definitiv die diesen sandsetzt und es gibt ganze kanzleien die nur darauf spezialisiert ist generationenwechsel in mittelst unternehmen zu unterst so dass das ding eben nicht passiert nicht an die Wand gefahren wird Und da teilweise Ja es ist ein reales Ding Die Herausforderungen sind gro dass im Endeffekt Das ist der, der in Porsche zum Kindergarten gefahren wird und dann aber trotzdem arbeiten muss, investieren muss, Hürden überwinden muss, was die erste Generation, vor allem diese Nachkriegsgeneration, sehr früh gelernt hat.
Die Startlater haben mit sehr wenig und sich das alles aufgebaut haben. und dann die zweite kommt und da etwas mehr draus macht und dann die dritte, die nicht gewohnt ist, hart zu arbeiten. In diesem Sinne, und dann natürlich statistisch, es gibt auch Ausnahmen, wo die Generation es noch weiter bringt, aber gerade im Stuttgarter Raum, es gibt viel Mittelstand hier, das ist ein großes, großes Thema, wo einzelne Kanzleien sich nur darauf spezialisiert haben, diesen Generationenwechsel primär von der zweiten in der dritten Generation zu vollziehen, ohne das. Aber das zeigt dir doch, dass wir genau das brauchen.
Dass wir ein gewisses Maß an Leid brauchen. Und dann kommst du jetzt rein als Elternteil, als Vater, als Mutter und denkst dir so, okay, warte mal, ich will aber alles Leid von meinem Kind weghalten. Aber ich weiß ganz genau, dass ein gewisses Maß an Leid gut ist für die Entwicklung. Da habe ich noch keine Lösung rausgefunden.
Aus Sicht des Krafttrainers, der Muskel wächst unter Widerstand. Ein Muskel, der keinen Widerstand erfährt, kann nicht stark werden. Ein Muskel, der keinen Widerstand erfährt oder erfahren hat, ist schwach. Aus Sicht des Krafttrainings ist der Wechsel zwischen Entlastung und Belastung.
Du musst Widerstand ausgesetzt sein, du brauchst aber dann so viel Pause, dass du dich von diesem Widerstand erholen kannst, sodass du im Idealfall beim nächsten Mal einen größeren Widerstand ausgesetzt werden kannst, um diesen größeren Widerstand da auch wieder auszuhalten und dann wieder eine gewisse Ruhephase zu haben. Und ich denke auch, gerade die, Moment, wenn wir jetzt den Hirn oder die Willensstärke oder Grid oder wie auch immer du es nennen willst, Grid, Willensstärke, Durchhaltevermögen ist ein Muskel, der mit Sicherheit grundsätzlich von unserer Genetik beeinflusst ist, jedoch trainiert werden kann.
Gerade dieses Thema Grid, die Mischung aus Begeisterung und Durchhaltevermögen, es ist nachweislich eine Fähigkeit. Es ist trainierbar und spielt eine große Rolle, was Erfolg im Leben angeht. Da gibt es dieses Marshmallow Experiment. Das ist eine Studie, die vor 30 Jahren gemacht wurde.
Ein Kind wurde in den Raum gesetzt, es gab einen Stuhl, einen Tisch. Marshmallow auf den Tisch gelegt und dann hieß es, okay, ich gehe kurz raus, ein paar Minuten später komme ich wieder. Wenn du das Marshmallow nicht gegessen hast, bekommst du ein zweites Marshmallow. Du kannst natürlich auch jetzt direkt das Marshmallow essen.
Aber dann gibt es keinen zweiten. Und dann gibt es keinen zweiten. Und was er jetzt, das war vor kurzem oder vor ein paar Jahren wieder in den Medien, denn sie haben quasi nach Überprüfung der längerfristigen Ergebnisse der Studie gezeigt, was ganz klar korreliert hat. Wenn du so viel Durchhaltevermögen hattest, diese paar Minuten zu warten, um nicht einen, sondern zwei Marshmallows zu bekommen, hat es direkt positiv korreliert mit der Wahrscheinlichkeit, im späteren Leben Erfolg zu sein.
Und es ist in jedem Training so. Oder in jedem Bereich so. Auch in jeder Form des Trainings, in jedem Sport. Niemand ist Tag 1 der Champion.
Und gerade die, die früh viel Erfolg haben, kommen relativ schnell an den Punkt, statistischer Sicht, wo dann einmal eine große Hürde ist und sie brechen an dieser Hürde. Wie viele in MAA gibt es, die ungeschlagen sind? Und dann kommt die erste Niederlage und dann ist so dieses komplette ich bin der Beste, mir kann eh nie was, ich werde Champion. Wie viele UFC-Fighter wollen Champion werden?
Alle. 700. Wie viele UFC-Fighter werden Champion? Was haben wir? 10 Gewichtsklassen? Also statistisch, so dass wir mit den Champions werden, sorry, das wird nichts.
Wie oft haben sie dieses mussten nie diese EW-Niederlage erfahren, sind ungeschlagen. Erste Niederlage und auf einmal macht es zweite Niederlage, auf einmal macht es dritte Niederlage und es gibt mehrere Beispiele, die nach dieser ersten Niederlage, Chris Whiteman, der Eindersen Silva zweimal besiegt hat, ungeschlagen war zu dem Zeitpunkt und als eines der größten Talente, der EWG-Anhalt gehandelt wird, der seitdem jetzt nicht wieder zurückgekommen ist. Nicht in der Form, wo wir ihn gesehen haben, und das ist das, was ich immer den Leuten sage, ungeschlagene Kämpfer, haben für mich, sind immer so ein Darkhors.
Warte, bis die ihren erste Niederlage haben. Nicht so eine knappe Split-Decision, wo ihnen alle Kumpels im Gym noch sagen, du hättest das Ding eigentlich gewonnen, sondern richtig sich die Deckenlichter angucken vom Rücken aus. Richtig gucken so, fuck, ich hab hier richtig auf den Sack bekommen. Einmal.
Und wenn ich den dann wieder sehe, dann kann ich dir sagen was er f ein K ist Wenn der 20 ist habe ich keine Ahnung was er f ein K ist Klar wenn er 20 ist gegen 20 Champions dann wei du Khabib dann wei du auch okay der Typ ist ein krasser Motherfucker Khabib? Jetzt kommt's. 28-0 ist er. Ja, ich glaube 28-0. 28-0 ist ein guter Kampfrekord. Wie viel seiner Gegner waren Top 10?
Ja, ist ein Argument, klar natürlich. Wie viel seiner Kämpfe waren Championship-Fights? Auch das ist ein Argument, klar. John Jones, 25-0.
Ja, 25-0. 25-0, wenn man den No-Contest, das ist 26-0. Eine Niederlage, das ist eine Disqualifikation, über die man streiten kann. Wie viele von diesen 26 Kämpfen waren Top-10-Gegner? Ja, weiß ich nicht, 15, 16.
Exakt. Wie viele davon waren Titelkämpfe? Wahrscheinlich 12 oder 13. Ja, ganz andere Geschichte, natürlich.
Khabib ist ohne Zweifel der beste MMA-Wrestler, den es jemals gab. Aber er war nie, aus meiner Sicht, aus drehenstechnischer Sicht, wie viel besser wurde er von Kampf zu Kampf? Wie viel musste er ändern? Wie viel davon haben wir gesehen?
Das ist auch eine Frage. Aber klar, er ist natürlich, er hat natürlich auch einen anderen Stil. Auch das ist aber eine Kunst, jemanden diesen Stil aufzuzwingen. Also ich bin bei diesem GOAT, wir sind ja gerade quasi in dieser GOAT-Debatte gelandet, ja, ich bin bei dir.
Sportlich, ist es schwer, ein Argument gegen Jones zu finden. Aber auch das, ich glaube, dass es zwangsläufig Äpfel und Birnen sind. Ich glaube, dass es zwangsläufig ist, dass wenn wir über den besten Kämpfer sprechen, den es jemals gab, dass du auch Pound for Pound ist eigentlich was, was du nicht machen kannst. Weil einfach Schwergewichtler einen anderen Sport machen als Leichtgewichtler.
Es ist so. Es ist dasselbe Regelwerk, es sind dieselben Handschuhe, die anderen sind ein bisschen größer und ein bisschen kleiner, aber es ist ein anderer Sport. Es ist ein anderer Sport, so als würdest du sagen, ich fahre Motorrad, aber ich fahre einmal irgendwie mit einem kleinen Hubraum und einmal mit dem größten Hubraum. Oder ich fahre Go-Kart und ich fahre Formel 1.
Ist derselbe Sport, aber die fahren alle im Kreis, aber doch ist es irgendwie was anderes. Und ich glaube dass das eigentlich immer mit Birnen sind Und ich wei nicht ob Khabib im Schwergewicht so viel Erfolg gehabt h mit dem Stil Oder im Leichtschwergewicht Und dann der beste MMA jemals, selten jemand, der so dominiert, er hat viele Striker gekämpft. Und Ringen gegen Striken. Wie viele Grappler hat er gekämpft?
Beispiel Gary Tonin, der jetzt fünf MMA-Kämpfe gemacht hat, alle gewonnen, der erfolgreichsten Grappler unserer Zeit ist, jetzt erst bei der ADCC-Brosse gewonnen hat. Wie würde er aussehen gegen Gary Tone? Rein hypothetisch, diesen Kampf wird es wahrscheinlich nie geben. Es ist recht subjektiv.
Dieses Goat-Thema, jeder, der MMA-Medien verfolgt, kennt dieses Goat-Thema. Ich bin großer Freund von Fakten, um das Ganze recht rational anzugehen. Und mein Vorschlag für den Goat ist recht einfach. Conor McGregor.
Nicht best of all time, aber the greatest of all time. Warum? An was bewerten wir, wie groß ein Athlet ist? nicht an seinen sportlichen Erfolgen direkt, sondern an seiner Popularität. Na gut.
Beispiel, wer ist der größere Spieler? Also wenn das der Maßstab ist, dann ist das Argument an dem Punkt zu Ende. Nee, kannst du nichts gegen sagen, weil niemand hat es so in... Top 5 Pay-Per-Views.
Die Top 5 Pay-Per-Views in der Geschichte des MMA haben eine Sache gemeinsam. Conor McGregor. Wenn wir Beispiel Khabib nehmen. Khabib gegen Aya Quinta war das andere Main Event, das er hatte.
Wie viele Pay-Per-Views bei was hat er das? 300.000, 400.000? Connor gegen Khabib, 2,4 Millionen. Wie viel hat er jetzt? Ich habe es noch nicht gegoogelt, aber Porrier gegen Khabib.
Mich würde wundern, wenn über 500.000. Auch alleine aus dem Fakt, dass USA ist der größte Markt und das Main Event lief morgens um 11. Allein diese ganzen Pay-Per-View-Buy's, die du in Bars hast und so weiter, welche Bar kauft morgens um 11 ein Pay-Per-View-Buy? Das funktioniert nicht.
Rein aus Sicht der Popularität, egal gegen wen Connor kämpft, das Ding wird verkaufen. Wenn sowas, zum Beispiel hätte ich gerne Cowboy Cerrone gegen Connor gesehen, ich bin mir sicher, das wären 2 Millionen Pay-Per-View. Ja, geil. Auf jeden Fall.
Egal, wen er jetzt kämpft, ich würde sehr zurückhalten aus meiner Sicht, es gibt einfach nichts, was großartig interessant ist für ihn, wo zumindest so er sagt, okay, das ist eine sportliche Herausforderung und es ist ein Investment, das Sinn macht. Gaethje ist ja jetzt so gerade im Gespräch, Ist auch sportlich geil. Gaethje ist ein geiler Typ. Aber er hat halt nicht die Persona die einen Conor McGregor interessieren sollte Das hei und das ist f mich so gerade so ein bisschen das Ding es bedeutet f mich bedeutet der n Schritt von Conor McGregor zeigt auch, wo sein Mindset ist.
Sollte er sich auf so einen Kampf wie Gaethje einlassen, der sportlich Sinn macht, der auch echt relevant ist und auch echt gefährlich ist, den ich auch gern sehen würde, bedeutet das für mich aber, dass er wieder als Sportler zurückkommt. Und für mich war er, zumindest beim letzten Kampf, man kann auch vielleicht sagen, vielleicht auch schon davor, also beim Boxkampf sowieso, da war er mehr Entertainer als Sportler. Und beim letzten MMA-Kampf hat man es gemerkt. Dann hat er die Quittung dafür bekommen.
Und ich würde aber gerne Conor wieder als Sportler sehen. Als Entertainer habe ich mich schon satt gesehen an ihm. Brauche ich nicht mehr. Er muss jetzt erstmal sportlich wieder relevant werden.
Dann kann er noch ein bisschen seine Entertainment obendrauf, das gibt es ja eben sonst dazu. Aber für mich wäre deswegen auch der Fight to Make Gagey gerade, weil ich mir denke, Gagey hat noch nicht den Ruhm, dass er sich davon verspricht, quasi seinen eigenen Namen weiter aufzubauen. Das heißt, die einzige Motivation muss eigentlich ein sportlicher sein. Und das will ich sehen.
Ich will den Conor McGregor, der aus sportlichen Gründen sagt, den Typen will ich schlagen. Ob wir den sehen werden, weiß ich nicht. Aber das wäre meine Hoffnung eben. Ich kann mich an Conor im Interview erinnern, das relativ alt war.
Ganz zu Beginn, nach den ersten paar Kämpfen, da hat er gemeint, nach jedem Kampf, er verbläst seine komplette Kampfgage. Denn wenn er kein Geld hat, ist er automatisch wundriger. Und da ist der Punkt sportlich macht Sinn, mit Sicherheit auch sportlich für ihn interessant, aber wie groß ist sportlich die Herausforderung für ihn? Conor ist auch einer, ich verstehe sehr gut, der Progressionsgedanke.
Es ist okay, was ist das nächste große, was ich machen kann. Aber wo willst du hin, nachdem du 200 Millionen mit einem Boxkampf verdient hast? Khabib-Rückkampf? Aus meiner Sicht der größte Kampf, es gibt zwei große Kampfe, die er machen kann.
Das ist Khabib-Rückkampf oder Ne Diaz gewinnt gegen Masvidal und es ist Diaz-Connor 3. Das sind aus meiner Sicht die einzigen zwei, die groß genug sind, sportlich und was einfach das Medieninteresse angeht. Geji wäre gut, ich bin sogar überzeugt, dass es eine relativ einseitige Nummer werden würde. Connor hat viele gute Strikere gekämpft und kein guter Strikere hat jemals gut gegen ihn ausgesehen. ein gutes Argument, gegen den alten Conner.
Gegen den alten Conner, aber auch, er trainiert viel, also ich beobachte es ja auch, es ist ja nicht so, dass er jetzt irgendwie konstant Urlaub macht, Filme dreht, in Talkshows ist, sondern er ist ja konstant am Trainieren, das heißt, die Frage, inwieweit hat er auch sowas wie Kabib gelernt, inwieweit hat er, er hat eine Runde gewonnen gegen Kabib, hat auch noch niemand davor gemacht und danach gemacht, er hat sich auch in der ersten Runde im Ringen sehr, sehr gut angestellt, Kabib hat nicht wirklich viel gemacht, in der zweiten Runde kam dieser harte Knockdown, und dann die vierte Runde, dann kann man argumentieren, dass dann einfach, da ist der Akku leer.
Der Akku war leer und dann war also okay, dann hat er den Rücken hergegeben und dann war Game Over. Ähnlich war es ja auch bei Ne Diaz und bei Ne Diaz hat er daraus gelernt und in Rückkommen hat er noch einen ganz anderen Eindruck gemacht und hat sich massiv weiterentwickelt.
Moderne Grappling-Systeme und technische Evolution
Deutlich mehr Ruhe, deutlich mehr Gelassenheit, nicht gleich drauf, sondern hat auch drei Knockdowns in eineinhalb Runden gehabt und dann deutlich mehr das Ganze passieren lassen und deutlich mehr Ruhe gezeigt und deutlich strategisch geschickt angegangen und komplett anders angegangen als beim ersten Mal. Er hat bewiesen, dass er lernen kann aus Niederlagen. Und die Frage ist, wie viel grappelt er jetzt? Inwieweit ist es nur defensives Grappling?
Denn ein weiterer Punkt, wenn man Khabibs Kämpfe anschaut, wer hat offensiv gegen Khabib gegrappelt? Niemand? Nee, konnte ja keiner. Konnte keiner, niemand war gut genug.
Aber gerade auch Grappling entwickelt sich so massiv weiter, inwieweit Offensive mit Offensive zu kontern. Und man weiß ja, was Kabib macht. Also im Endeffekt daran zu arbeiten, Offensive zu starten, mit dem Rücken zum Käfig. Das ist wieder deutlich leichter, die Idee zu präsentieren, als es umzusetzen.
Aber du weißt, dass du an irgendeinem gewissen Punkt den Rücken gegen den Käfig hast. Und mittlerweile haben auch die meisten schon verstanden, dass im Training es zu simulieren nicht funktioniert, weil du mit niemandem trainierst, der so gut ist, dich am Käfig runterzunehmen. An welchem Punkt ist einfach okay, die beste Defensive ist der Angriff. Inwieweit einfach, rein hypothetisch und als Idee, als Außenstehender.
Ja, aber ich glaube, da brauchst du tatsächlich 10 Jahre Hardcore, reines Scrappling. Reines Scrappling, mein Argument ist hier. Hast du ADCC geschaut? Jetzt vor zwei Wochen?
Schwergewicht Silber mit Reine Gewinner macht Jiu seit eineinhalb Jahren Nicky Ryan 18 Jahre alt gewinnt alles Bei Edie Sissi hat er leider sehr früh auf Paulo Miao getroffen, der Besten der Gewichtsklasse ist und ist dann nach Punkten unglücklich ausgeschieden. Gordon Ryan, vier Medaillen, dreimal Gold, einmal Silvom bei Edie Sissi, in sieben Jahren Grappling. und so weiter. Diese neue Art des Grapplings, aus meiner Sicht ist es nicht mehr Brazilian Jiu-Jitsu, sondern American Jiu-Jitsu, hat das Ganze systematisiert und arbeitet weniger mit Technik, sondern mehr mit Prinzipien und auf einmal hast du Halbfinale Schwergewicht ADCC war Niki Rodriguez, der der eineinhalb Jahre Grappling macht, gegen Cyborg Abro, der ADCC Champion ist und seit über 20 Jahren Grappling macht und Cyborg hat verloren.
Und das nicht mal so, dass es knapp war, sondern er war die komplette Zeit defensiv und Nico Rodriguez war der, der gearbeitet hat. Inwieweit kann ein systematischer Ansatz im Grappling, während vor fünf Jahren unter Grappling der Punkt war, es ist technisch so fortgeschritten, es ist einer der technisch anspruchsvollsten Sportarten, die, die ihr Prime erreichen, sind irgendwo Mitte, Ende 30. Wenn man sich die SEC Champions anschaut, da ist niemand, der ist jung. In den letzten fünf Jahren hat sich das aber so weit hin entwickelt, dass du auf einmal junge Grappler hast, die sehr, sehr kurze Grappeln, sehr kurze Zeit Grappeln und die mit einem systematischen Ansatz auf einmal BJJ-Weltmeister, ADCC-Gewinner, ADCC-Medaillengewinner platt machen, indem sie nicht quasi mehr trainiert haben, sondern indem sie das Ganze systematisch angehen.
Und es hat auch eine physische Komponente. Also das hat was auch mit Wissensvorsprung zu tun. Und das war ganz lange eben so, dass Leute eine Art Geheimwissen hatten. Wir haben ja schon über das Ninja-Geheimwissen geredet, das sich zwar immer irgendwo dargestellt hat, aber es war ganz oft so, dass irgendwie Leute da mit einer Technik um die Ecke kamen, die die anderen halt nicht kannten.
Und auch wenn du es dann mal auf dem Video gesehen hast, hat es sich dann anders angefühlt und haben ein bisschen trotzdem drin erwischt worden. Und ich glaube mittlerweile sind auch so viele Coaches so gut analytisch geworden dass sie die jungen Leute so schnell einstellen k auf diese Prinzipien die sie brauchen um entsprechende Techniken abzuwehren dass jetzt die Physis wichtiger wird Das was du gesagt hast dieser technische Vorsprung der fr eben diesen Edge gegeben hat um dann trotzdem zu gewinnen also diesen Erfahrungsvorsprung, weil du so lange Techniken eintrainieren konntest, der wird dadurch so ein bisschen wettgemacht, weil du halt gute, kompetente Coaches hast.
Das ist ja im MMA im Prinzip dasselbe, nur nicht ganz so tief in der technischen Ebene. Aber wir haben auch Techniken, die vor ein paar Jahren noch funktioniert haben, die heute nicht mehr funktionieren. Das ist spannend. Was ist da dabei, was du sagst, das hat vor ein paar Jahren noch funktioniert?
Ja, so Can-Opener-Ding, dass du aus der Guard einfach am Nacken ziehst und andere tappt. Und heute weiß man, man muss einfach einmal der Hüfte raus und dann ist der Druck weg. Also das sind so Dinge, die haben halt noch funktioniert zu Zeiten von Mark Kerr und so. Und das ist, also auch diese ganzen Twister-Sachen und so.
Es gibt bestimmte Bewegungen. Du weißt mittlerweile, ich kann die nicht mehr machen, ansonsten lande ich in einen Twister. Und zwar ist das zwar erst der 15. Schritt, aber dann bin ich da schon drin.
Und das weiß man einfach heute alles. Und dadurch werden solche Techniken halt immer schwieriger zu machen. Und ich glaube, dass es bestimmte Sachen gibt, die immer gefährlich sein werden, also die Real Naked Chokes dieser Welt und die Armbars dieser Welt, aber einfach, weil es so viele Setups gibt. Den klassischen Setup, und das ist halt das Ding, die Setups müssen komplizierter werden, weil die Leute die ganzen klassischen Setups halt schon kennen.
Und mittlerweile siehst du auch häufiger im MMA Runden, wo ein guter Grappler schon früh auf den Rücken kommt, aber trotzdem vier, fünf Minuten lang den Choke nicht bekommt. und das ist auch ein Zeichen dafür, dass einfach das Niveau insgesamt sich erhöht hat. Also dieses Spiel von Angriff und Verteidigung ist einfach so viel besser geworden und so viel feiner geworden, dass natürlich für ungeübtes Auge ist es schwierig. Die Leute finden das manchmal ein bisschen kompliziert oder ein bisschen langweilig vielleicht auch. Da sehe ich es auch dann als meine Aufgabe, die Leute abzuholen und denen zu erklären, warum ist das denn gerade spannend, was ihr da gerade seht.
Ich hatte mit Peter diese Woche darüber gesprochen, als er Gast im Podcast war. Du wei eine Sache die MMA unterscheidet von allen Sportarten was den Konsum angeht In welchem Sport wirst du als Fan w des Konsums des Sports ausgebildet Der einzige Sport ist MMA Du lernst jedes Mal wenn du eine MMA anschaust und die Kommentatoren einen entsprechenden Job machen lernst du, was da passiert, was du als Wissen aufnehmen kannst und dann bei der nächsten Veranstaltung, die du anschaust, potenziell, was passiert, besser verstehst. Das sind keine anderen Sportverfahren. Nicht in dem Ausmaß.
Also, keine Ahnung, ich denke jetzt mal an, einfach weil es auch bei ProSieben zu Hause ist und weil wir uns teilweise die Studios mit denen teilen, eben an Run NFL zum Beispiel, also an Football. Das ist ja auch ein Sport, der sich nicht auf den ersten Blick erschließt, vor allen Dingen für so ein europäisches Auge und da musst du auch ganz viel lernen. Lanz-Regelwerk, wie viel verstehst du von Strategie, Taktik und Technik? Es gibt halt sehr viel zu verstehen, theoretisch, was du verstehen könntest.
Aber du kannst es halt auch genießen, ohne alles zu wissen. Der Ball muss entweder darüber, dann gibt es Punkte, oder der Ball muss darüber, dann gibt es Punkte. Und beim MMA ist es natürlich so, dass dann manchmal so Feinheiten drin sind, weil der jetzt eben seine Hand so hatte und nicht so hat der Choke funktioniert, ist dann eben relevant und spielentscheidend oder kampfentscheidend. Klar, ich bin bei dir, ich verstehe das total.
Ich glaube, dass es halt in anderen Sportarten auch so ist, nur nicht in der Intensität und in dem Umfang wie im MMA. Und du hast natürlich dann den Faktor, dass wenn Leute einmal angefixt sind und wirklich verstehen, was da vor sich geht, dann kannst du nichts mehr anderes gut finden. Und das ist das Problem. Also Leute, so eingefleischte MMA-Fans, für die ist so ein Boxkampf langweilig.
In den meisten Fällen, in den meisten Fällen, sage ich mal. Deswegen sage ich immer, pass auf, wenn du dir deinen ersten MMA-Event anguckst, nachher hast du irgendwann keinen Bock mehr auf Boxen.
Die Zukunft von MMA in Deutschland und weltweit
Cool. Im Endeffekt, abschließend zu sagen, MMA hat sich wahnsinnig entwickelt. Ja, worüber ich sehr glücklich bin. Also es war mein großer Traum immer, dass wir eine größere Bühne bekommen, dass wir als Sportler anerkannt werden.
Das war auch lange Zeit nicht selbstverständlich. Dass wir Stars haben, die wir zwar international auch haben, aber auch nationale Stars haben, die im Fernsehen sind und so. Ich glaube, dass der nächste Schritt ist, dass GMC Champions bei Talkshows sitzen und solche Geschichten. Und ich glaube, dass das extra extrem gut tun wird in der Wahrnehmung des Sports und auch den Sportlern und den Gyms und so und allen Sporttreibenden.
Und dass es zwar trotzdem immer irgendwo eine Randsportart bleiben wird. Ich glaube nicht, dass irgendwann so groß wird wie Fußball in Deutschland oder ähnlich groß wird wie zum Beispiel in Brasilien. Ich glaube, dafür passt die Mentalität einfach nicht in Deutschland. Aber ich glaube schon, dass es einer der großen Randsportarten werden kann.
Das ist noch ein langer Weg bis dahin. Aber ich freue mich über alles, was da noch kommt und über alles, was wir jetzt schon erreicht haben. Was denkst du in zehn Jahren, 2029, welchen Status hat MMA als Sport in der Welt oder in Deutschland? Ich glaube, dass es in der Welt der populärste Kampfsport sein wird.
Ich glaube, dass die Leute, wenn die Kampfsport denken, denken sie an MMA. und alles andere sehen sie so ein bisschen als Subdisziplin des MMAs Das Boxen das Taekwondo und so Ich glaube dass die Leute das irgendwann verstehen werden dass das MMA genau das ist Ich glaube, dass wir in Deutschland an den Punkt kommen, wo es gesellschaftsfähiger wird. Ich hoffe, dass es dann aber, die deutsche Medienlandschaft hat manchmal die Tendenz dazu, Dinge dann zu karikieren. Und da habe ich ein bisschen Bedenken vor. Aber ich hoffe, dass es da genug starke Charaktere gibt, die sich dann dagegen wehren, MMA so ein bisschen ins Lächerliche zu ziehen.
Und gleichzeitig habe ich die große Hoffnung, dass dem MMA nicht dasselbe passiert wie dem Boxen. Weil wir haben es ja schon mehrfach gesagt, ich liebe an dem Sport, dass ich nicht weiß, was passiert. und es ist wichtig, dass alle Kämpfer, alle Veranstalter, alle Leute, die in irgendeiner Art und Weise involviert sind in den Sport, den Sport immer hochhalten und nicht auf die Idee kommen, sich für Wetten oder sonst irgendwas fallen zu lassen oder also sobald der Zuschauer das Gef hat da stimmt irgendwas nicht Haben wir ein Problem Und das m ich nicht mehr erleben Also das ist so eine Sache das ist so wie so ein Baum den ich gepflegt habe wie so ein Bonsai Und wenn der irgendwann eingeht, das fände ich sehr schade.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist aber immer MMA einer der Kampfsportarten, die Kampfsportart, die am freiesten ist von diesen Fake-Siegen. jeder da schon mal ein paar Boxkämpfe verfolgt hat und hat auch schon gesehen, okay, wie, der hat jetzt gewonnen. Und auch im Thai-Boxen, gerade in Thailand, das ist ja auch nicht ungewöhnlich, dass dann so Fake-Chaos passieren. Ich kann mich jetzt nicht erinnern, dass ich ein paar Jahre, wo ich sage, okay, das war... Es gibt natürlich den einen oder anderen Kampf, wo ich mir denke, wirklich, hat der jetzt gewonnen?
Ich habe es anders gesehen. Nach Referee-Entscheidung? Ich habe auch, also ich habe schon mal 1-2 Kämpfe bei lokalen Veranstaltern gesehen, wo ich gedacht habe, okay, also das war jetzt auf jeden Fall irgendwie ein Setup. Solange das aber einer von 500 Kämpfen bleibt, also am besten soll es keiner sein Ich finde das immer furchtbar Am besten sollte es keiner sein Aber solange es einer von 500 bleibt und keiner von den Gro nicht auf einer gro B okay, kann ich es gerade noch verkraften.
Aber Main Event in irgendeinem nationalen, internationalen Ding und die Leute sagen so, haua, haua. Weil es gibt eigentlich keinen Weg, einen Kampf gut zu faken. Also lasst es einfach. Kämpfen ist nur dann geil, wenn es Kämpfen ist.
Ansonsten sollen die Leute sich Wrestling angucken. Wrestling ist auch cool. Es ist halt Sports-Entertainment. Aber ich will Sports.
Das mich zwar entertaint, aber es soll Sport sein. Cool. In dem Sinne. Ich freue mich auf die Zukunft des MMA und des Kampfsport.
Und mal ein cooles kurzweiliges Gespräch. Andreas, vielen Dank. Danke, dass ich hier sein durfte. Ich freue mich sehr.
Vielen Dank an alle Zuhörer und natürlich an die Zuschauer. und noch einen schönen Tag oder Abend. Ja man, bleibt cremig.