TWUP 21

TWUP 21 — Leistungssport Luft- und Raumfahrttechnik mit Frederick Lüthcke

Frederick Lüthcke erläutert seinen Weg vom Rugby und Bobfahren bis hin zu seiner Karriere als Ingenieur in der Luft- und Raumfahrttechnik. Die Episode beleuchtet die Parallelen zwischen technischer Präzision im Ingenieurswesen und der notwendigen Disziplin sowie dem Zeitmanagement im Spitzensport.

Kernpunkte

Pokererfolge in Las Vegas

genau, und dann war eben mit 15, ich glaube das war, war das mit 15? Ist ja auch egal, auf jeden Fall. Habe ich da mal wieder eingezahlt, das war über die Winterferien hatte ich da noch mal ein bisschen mehr Zeit und konnte dann ein bisschen mehr spielen Dann habe ich da innerhalb von 2 Stunden da aus 100 150 Dollar ich habe 100 Euro eingezahlt da war der Wechselkurs noch ein bisschen besser Dann habe ich dann aus diesen 150 Dollar in ein paar Stunden 600 gemacht und dann innerhalb von ein paar Tagen hatte ich dann so 2.000, 2.500 so ungefähr drauf Dollar und das war dann kurz bevor wir abgeflogen sind nach Las Vegas. und Las Vegas, das war eigentlich nur so ein war halt Urlaub mit meiner Mutter wollten wir uns das anschauen war auch ein ganz netter Trip jetzt mal, abgesehen von der von der Spielerei haben wir uns da alles anschauen können und so weiter und genau ich hatte halt eben dieses Geld das ich da gewonnen hatte lag halt noch rum auf dem Account und hab dann ein bisschen ehrgeizig gespielt, war dann irgendwann auch so auf Tischen, wo man dann so mit 1500, 2000 Dollar dann dran sitzt und da habe ich dann innerhalb von wenigen Tagen dann aus diesen 2500, die ich da hatte, dann knapp 10.000 gemacht, ich hatte dann irgendwie 9.000 irgendwas, also innerhalb von, ja wie gesagt, wenigen Tagen, ich habe da zusammengerechnet vielleicht acht Stunden über drei Tage gespielt und es ist in Ordnung, ja, fand ich auch gut.

Da hat man dann so Vorstellungen gehabt, so ja, ist ja easy, kann ich ja beruflich machen und so. Da wurde ich dann relativ schnell dann wieder auf den Boden der Realität zurückgeholt und ich habe dann, wie gesagt, von diesen 9.500 habe ich dann innerhalb von 30, 40 Minuten mal 3.000 Dollar schnell in Sand gesetzt. Das heißt, so schnell wie es gekommen ist, so ist es dann auch wieder raus. Aber ich habe dann zum Glück gesagt, okay, bis hierhin und nicht weiter.

Und bin dann mit meinen 15 Jahren in so einen Breitlingladen reingelaufen, in so einen Uhrenshop, die gibt es da ja Omas in Las Vegas. Und habe mir dann so ein paar Uhren angeschaut und habe dann mir so eine Breitling rausgesucht, wollte dann auch ein anderes Armband und habe dann der Verkäuferin so gesagt, könnten wir das und das so machen und sie sie fand es irgendwie erstmal so ganz nett dass da halt irgendwie so ein Kind daherkommt und genau und dann habe ich halt gesagt okay ich komme dann morgen wieder und dann nehme ich die mit Dann hat sie erst mal gestaunt, hat sie nicht schlecht geguckt.

Und dann musste ich halt das finanziell ein bisschen organisieren, weil man musste das Geld ja erst mal von einem Account irgendwie auf ein Bankkonto kriegen, damit man damit bezahlen konnte. Und das hat dann halt ein paar Arbeitstage gebraucht. Aber meine Mutter hat dann eben die Uhr bezahlt. Dann haben wir das so geregelt, bis das Geld dann auf dem Konto war.

Hat sie ja auch nicht schlecht geschaut als du. Ja, sie war überrascht. Sie war durchaus überrascht. Sie wusste, dass ich da irgendwie rumspiele.

Und ganz ehrlich, ich weiß nicht, ob das sie jetzt wirklich gestört hat. Ich glaube nicht, weil ich das ja finanziell relativ gut im Griff hatte. Das ist jetzt nicht so, dass ich irgendwie, keine Ahnung, auf den Strich gehen musste oder so. Es war dann schon in Ordnung und ja, das hat dann irgendwie gepasst und dann habe ich mir noch einen Computer gekauft davon und dann waren die 6.000 Dollar, die ich da rausgezogen habe, die waren dann wieder weg.

Rugby-Karriere und finanzielle Realität

Ja und dann seitdem halt noch so ein bisschen hier und da mal gespielt, aber jetzt nie wirklich so einen Lauf gehabt, wo man dann wieder richtig Geld hatte und ja, dann habe ich auch mit dem Rugby spielen angefangen, da waren wir dann ein bisschen konzentrierter darauf, dann auf den Sport und Schule hatte ich auch noch so ein bisschen so ein Leben her. Ein Jahr später mit 16 warst du dann das erste Mal hier. Ich kann mich nur erinnern, das war Herbst 2010. Das war kurz nachdem ich hier YPSI aufgemacht habe.

Ich kann mich auch noch erinnern, als wir das erste Gespräch hatten, du warst damals 88, 89 Kilo, selbst für Rugby körperlich schon gut dabei. Da war es natürlich auch immer so eine Frage beim 16-Jährigen, wie viele 16-Jährige, die Sport machen, wollen Profisportler werden, die absolute Mehrheit. Und dann war auch einer meiner Punkte, die Fragen an dich war so, okay, wohin soll es gehen? Und deine Antwort war, sportliche Zukunft sehe ich nicht wirklich.

Ich sehe da eher so eine akademische Karriere vor mir. Ja, rückblickend war das ja eigentlich auch dann so der Weg, den ich gegangen bin, weil ich mein rugby ist ein toller sport hat er hatte eine super zeit war war echt war echt eine geile zeit auch mit den jungs die ich da kennen gelernt habe hat gemacht ich habe viel gelernt Ich habe auch sage ich mal charakterlich war das sehr pr im positiven Sinne Ja, aber finanziell ist es halt schwierig. Ich meine, ich folge ja noch so ein paar Jungs, die das jetzt tatsächlich professionell machen. Die machen das jetzt eben über die Sportfördergruppe von der Bundeswehr eben. dass da viele dabei sind.

Die spielen wohl? Nicht mehr in Stuttgart? Nee, das ist alles Heidelberg. Also ich kenne eigentlich nur noch Jungs aus Heidelberg, weil ich ja selber dort auch viel gespielt habe mit dem RBW, also mit der Baden-Württemberg-Auswahl.

Und ja, es ist nach wie vor schwierig, finanziell das hinzukriegen. Die meisten sind halt nach wie vor Studenten oder eben dann in der Sportviertelgruppe oder werden irgendwie anders gefördert. Aber dass du so traditionell wie jetzt beim Fußball Verträge schließt und über einen Verein das machst, das gibt es auch. Aber das sind halt Peanuts.

In Deutschland sind es zwei Provinzvereine. In Pforzheim, Heidelberg. Zeitlich gab es auch noch Frankfurt, was im Endeffekt Privatinvestoren waren, die dann Begeisterung für Rugby hatten, ein bisschen was reingesteckt haben und so. Da zumindest ein Teil des Teams Vollprofi war. und ein anderer Teil des Teams zumindest ein bisschen was dazu verdient, mehr als nur Fertgeld zum Training bekommen.

Richtig, genau. Und ja, das ist auch wirklich das Höchste der Gefühle. Mehr ist halt in Deutschland leider nicht. Also ich weiß, ich bin jetzt natürlich nicht mehr auf dem aktuellsten Stand, was Rugby angeht.

Ich habe ja 2015 de facto aufgehört. 2012 war das größte Highlight, Europameisterschaft Zweiter. Richtig, genau. Wir sind in den USA 2014. Nee, 2012.

Wir haben die Europameisterschaft gemacht und dann hatte ich, das war im Mai, im Mai war das, dann war das fertig. Das war irgendwie so. Dann hast du noch ein Jahr Schule, oder? Nee, ich habe sogar noch Sachen mitgenommen zur Europameisterschaft zum Lernen, damit ich mich auf die Klausuren vorbereite.

Dann war die Europameisterschaft fertig, hatte meine Klausuren und dann Anfang August ging dann die Uni in Amerika los. 18 Abschluss gemacht? Ich war 18. Du hast 18 geworden. Du hast englisches Abitur gemacht.

Richtig, genau, das International Baccalaureate Diploma. Und dann im 2012 im August hast du noch ein bisschen Rugby gespielt in den USA.

Schulterverletzungen und Rehabilitation

Genau. Ja, ich habe mir dann auch die Schulter ausgekugelt in dieser Zeit zwischen Abschluss Schule und Anfang Uni. und nicht beim Rugby, genau da war ich beim Schwimmen und hab mir da so Bodyboarding mäßig bin ich da halt in die Wellen rein und bin da ein bisschen rumgetornt und das war relativ flach das Wasser und bin dann einfach mit der Hand so ein bisschen stecken geblieben im Boden und die Welle hat mich den Körper so ein bisschen weiter gedreht und dann hat halt das Schultergelenk gesagt na gut reicht mir jetzt und habe mir dann im Prinzip alles kaputt gemacht, was du dir in der Schulter kaputt machen kannst, wenn du sie dir auskugelst, Labrum, Bizeps, Sehne, alles mögliche kaputt und das war dann natürlich jetzt nicht gerade die beste Entwicklung für den Sport.

Das heißt, die Welle war stärker als deine 150 Kilo Bankrücken von damals? Richtig, genau, das ist leider der Fall, ja, mit Mutter Natur muss man sich nicht anlegen, da zieht man ganz schnell den Kürzeren, auch als Rugby-Spieler. Und naja, dann bin ich zu meinem Orthopäden gegangen und der hat dann gesagt, naja, wir haben jetzt zwei Möglichkeiten, entweder wir operieren oder wir machen die Schulter stabiler und hoffen, dass er dann nicht mehr auskugelt, aber er hat dann gesagt, ganz klar, wenn du weiterhin Rugby spielst, 95% Wahrscheinlichkeit auskugeln. Dann habe ich gesagt, naja gut, haben wir sich die Schulter angeschaut, oder ist doch stabil, brauchen wir jetzt nicht operieren.

Gar kein Stress. Und das ging auch eine Saison lang, ging das gut. Also ich habe dann in Amerika mehr oder weniger eine volle Saison gespielt und war auch echt cool dort. Die Jungs dort sind gut drauf.

Leistungstechnisch war es auch in Ordnung. Also es war jetzt nicht irgendwie so Kreisliga-mäßig. Es hat einfach Spaß gemacht, das war eine gute Sache. aber dann im letzten Spiel der Saison habe ich sie mir dann auf dem Feld ausgekugelt Das war dann auch mental ein bisschen ein Problem weil es dann nochmal eine andere Verletzung ist als wenn man sich jetzt auf dem Feld irgendwie, keine Ahnung, Knöchel verstaucht oder ein Bänderis zuzieht, weil das Gelenk ja doch dann instabil ist und man denkt dann halt doch immer dran. und dann ist es, dann habe ich es halt wieder heilen lassen und dann ist es immer öfter passiert, das ist dann beim Wasserpolo spielen, habe ich mal so einen Ball geblockt und das Schulter rausgeflogen, dann wieder beim Rugby spielen, das zweite Mal, alle möglichen Sachen.

Ja, auf jeden Fall, ich habe es mir dann irgendwie sechs Mal ausgekugelt und habe dann gesagt, irgendwann, naja, vielleicht machen wir doch die OP. und habe die OP gemacht, die Reha gemacht, alles, ja, habe mich da recht strikt dran gehalten, wie man es halt macht, wie es im Buche steht und habe dann ich glaube sechs oder sieben Monate nach der OP hatte ich dann mein erstes Spiel wieder, im Training auch wieder getackled, alles geschmeidig wie davor gehabt, Schulter war stabil und dann 20 Minuten gespielt, bab, Schulter draußen. Und ja, da musste ich dann für mich auch anerkennen, das macht irgendwo keinen Sinn, weil ich habe ja kein Geld damit verdient.

Ich habe das ja zum Spaß gemacht. Man muss ja seinen Körper da jetzt nicht unnötig irgendwie kaputt machen. Also habe ich schon genug gemacht und man muss es da ja nicht adabsorben und dann treiben.

Kraftstandards und Trainingsrekorde

Aus Sicht des Krafttrainers war da für mich auch immer interessant, dieses Thema, Schulter ist stabil, ja oder nein? Da ist meine erste Frage, okay, welche Kraft können die schulterstabilisierenden Muskeln entwickeln. So messe ich, wie stabil die Schulter ist. Und wir vergleichen, du hast innerhalb von einem Jahr Krafttraining, 16, 17, hast du 150 Kilo auf der Flachbahn gedrückt, mit Schulterbreit im Griff.

Und als dann das erste Mal die Schulter ausgekugelt war, da ist dann natürlich das Kraftniveau während der Reha-Phase besser geworden, aber nicht mal annähernd auf das Niveau gekommen. Und auch durch die Wiederholten, selbst wir haben viel trainiert, du hast Fortschritte gemacht, aber das Kraftniveau, das hat einige Zeit gedauert, bis du wieder das erste mal, das hat einige Jahre gedauert, bis du wieder das erste mal 150 auf der Bank gedrückt hast. Und zwar auch dann einige Jahre wo du dann komplett aufgef hast mit Kontaktsport so dass die Schultern ein bisschen l Ruhe hatte und dass die Muskulatur dann nach und nach wieder die Kraft und damit die Stabilit aufbauen konnte sodass du wieder das Niveau von davor hattest Also deutlich länger als mal irgendwie, machen wir mal 8 bis 12 Wochen Reha und dann ist die Kraft wieder da.

Kraft kann man einfach messen, das heißt Schulterstabilität ist einfach messbar. Es war dann doch ein relativ langer Weg aufgrund des Traumas, des Gewebes. dafür leidet natürlich auch die Ansteuerung der Muskelfaser drunter und so weiter was dann für mich so ein interessanter Weg war wir waren da, wir waren da relativ zügig und jetzt durch dieses Trauma Kraft hat Stabilität gekostet und auch dieses Regaining von dieser Kraft war ein deutlich langwierigerer Prozess durch den Endeffekt des geschädigten Gewebe mangelnde Ansteuerung durch das Nervensystem und so weiter. Zum Beispiel Beinkraft habe ich ja relativ schnell wieder bekommen und lange Zeit habe ich dann aber auch mit Backsquats, also normalen Kniebeugen Probleme gehabt, einfach wegen hier die Hand zu greifen mit der Schultermobilität.

Dafür sind meine Frontsquats halt ziemlich stabil geworden, also die waren dann schon echt gut. Hast du dein Rekord, 210? Frontsquat, ich glaube sogar 210 Klokoff, wenn ich mich nicht irre. Also Klokoffsquat ist für alle Zuhörer sieben Sekunden ablassen, sechs Sekunden Pause unten und dann eine Sekunde hochkommen.

Genau. Also Klokoff erfordert recht viel Kontrolle. Richtig. Nicht irgendwie fahren lassen und irgendwie wieder hochkommen.

Genau. Langsames Ablassen, sieben Sekunden, sechs Sekunden unten Pause und dann eine hoch. Naja, die fand ich auch immer geil. Also das hat dieses langsame, kontrollierte, das hat mir immer Spaß gemacht.

Aber genau, also die Kraftwerte im Oberkörper waren dann lange Zeit nicht das, was sie waren. Einfach auch, weil ich zwischen 2012 und 2018, also in sechs Jahren, habe ich mir die Schulter 12, 13 Mal ausgekugelt. also alle paar monate halt ein zwei wochen also gegen ende war es dann wirklich so dass ich es mir ausgekugelt habe reingemacht habe und dann zwei drei tage später wieder normal trainieren konnte aber anfangs hat man nat eine monat pause gemacht oder so und ja ist halt nicht ideal

Wechsel zum Bobsport und Sprinttraining

Dann gegen Ende also jetzt 2018 war das also 2017, 2018 da habe ich dann ja auch vermehrt also Sprinttraining gemacht und mich dann auch wieder aufs Popfahren vorbereitet, also 2015, 2016, also als ich dann aufgehört habe beim Rugby, habe ich dann erstmal eine Weile lang nichts gemacht, aber dann wieder nach einem sportlichen Ziel gesucht und in dieser Übergangsphase, sage ich mal, zwischen Rugby und jetzt Bob fahren, da sind dann die Werte ja wieder relativ gut geworden. Ich kann mich ja erinnern, Mitte deiner Uni-Zeit in den USA, Universitätssport in den USA ist grundsätzlich auf einem recht hohen Niveau und du hattest dann eine ganze Zeit lang bis zum Ende, vielleicht heute immer noch, den Rekord im Kraftraum von der Kniebeuge.

Richtig, ja. 260 Kilo oder? 254 oder irgendwie sowas. knapp 260 Pfund von allen Sportarten. Das ist richtig, ja. Wobei, ich glaube, die Kugelstoßer haben mich mittlerweile überholt. Ich bin mir aber nicht sicher.

Ich kann mich erinnern, damals der zweite war dann Kugelstoßer. Richtig, genau. Das heißt, die haben jetzt noch mal ein bisschen draufgelegt. Du hast in den USA studiert, Luft- und Raumfahrtechnik, du hast Bachelor gemacht, Master gemacht und jetzt bist du wieder ein gutes Jahr in Deutschland und hast dann auch den Weg rüber vom Sprint zu hier in Deutschland.

Ein guter Sport für jemanden, der Explosivkraft hat und Vollzeit arbeiten will, ist Bobfahren. Ja, also die Motivation zum Bobfahren war ja primär, dass ich wieder auf relativ hohem Niveau Wettkampf machen wollte. Weil für mich einfach so nach dem Motto blöd gesagt, einmal Kader, immer Kader. Da ist man dann natürlich auch entsprechend ehrgeizig, aber mit der Einschränkung, die ich durch meine Schulter habe, und mit meiner körperlichen Zusammensetzung und meiner Motorik bleibt nicht viel übrig.

Also Gewicht heben, Kugel stoßen, Sprinten, ist alles raus. Ich meine, das Sprinten habe ich auch nur gemacht, um mich auf Spotfahren vorzubereiten. Weil ich ja doch, sage ich mal, in dieser Zeit nach dem Rugby ein bisschen viel Krafttraining gemacht habe und auch viel Gewicht. zugenommen habe ohne zu laufen das war dann auch noch mal eine ordentliche ordentliche umgewöhnung dann wieder diese diese drei monate vier monate da habe ich schon schon ordentlich gearbeitet das erste mal hier war es 88 89 ja und dann dein höchstgewicht mit 88 89 ich mich richtig erinnere 11 12 prozent körperfett ja so um die kante ja und dann war es irgendwann mal 115 2 ich war 118 119 was so hier 115 bei der messung und in den USA wahrscheinlich 119 Kilo.

Ja, habe ich mal. Was waren das, 12-14%? Die 118 müsste ich jetzt schätzen, haben wir keine Messung gemacht, aber müsste ich schätzen so 13-14%. Fast gleiches Körpergefährd, 30 Kilo schwerer.

Ein bisschen Muskel dazu.

Relative Kraft und Klimmzug-Leistung

Was damals ganz interessant war, klassischerweise Körpergewicht und Klimmzugleistung korrelieren nicht besonders gut. Das ist eine der Übungen, wo mehr Körpergewicht heißt, nicht automatisch mehr Leistung, während bei sowas wie Bankdrücken, Kniebeugen, Kreuzheben da ist einfach 10 Leute regelmäßig trainieren, der Schmerz wird die höchste Leistung haben und bei dir du hattest damals 115 Kilo und 65 Kilo Zusatzgewicht für einen Klimmzug, das war ein starker Latt, der dann auch definitiv beim Sprinten hilft Ja, denke ich auch, aber ist es auch so wenn man das in Relation zum Körpergewicht sieht, also wenn ich jetzt zum Beispiel, wenn ich einen Klimmzug mache, ohne Zusatzgewicht, mache ich ja einfaches Körpergewicht.

Wenn ich jetzt zum Beispiel eine 50-Kilo-Frau nehme, die jetzt 20 Kilo Zusatzgewicht nimmt, dann ist das ja 1, was weiß ich, Körpergewicht. Das ist dann ja ein bisschen anderes Verhältnis, als wenn ich mir jetzt 20 Kilo drauf packe. Absolut gesehen, relativ gesehen ist klar, wer 80 Kilo macht und 80 Kilo wiegt und 20 Kilo macht, bewegt 100 Kilo. Wer dann 100 Kilo wiegt und einen mit Körpergewicht macht, hat auch 100 Kilo bewegt.

Absolut ist die gleiche Kraft. Relativ ist natürlich der stärker, der die 20 Kilo Zusatzgewicht macht. Logisch, ja. Interessanterweise ist es so, je schwerer du wirst, desto schwieriger wird es mit der Relativkraft.

Okay. Selbst wenn du jetzt 130 Kilo wiegst und einen machst, dich da weiter zu steigern, 130 Kilo wiegen, 10 Kilo, 20 Kilo, ist deutlich schwerer relativkrafttechnisch, als wenn du jetzt 80 Kilo wiegst und dann 40, 50, 60 Kilo Zusatzgewicht machst, was f viele die jetzt zuh relativ viel sich anh aber genau wenn es so jeder der einigerma motiviert trainiert und eine gewisse k Grundlage hat wenn du im Bereich von 75 bis 85 Kilo wiegst Klimmz mit 40, 50 Kilo Zusatzgewicht zu machen, ist recht einfach. Ihr höheres Körpergewicht braucht Zeit, aber macht man einfach. Ein Beispiel, ich hatte mal einen Kunden, der war 51, hat den ersten Einarmigen Klimmzug gemacht, der hat davor noch nie in seinem Leben nie Einarmigen Klimmzug gemacht, hat einen Sportbackround gehabt, kam so gerade und hat auch immer viel Sport gemacht, auch Klimmzühe gemacht, aber nie Zusatzgewicht, immer nur ein paar Wiederholungen, war auch nicht besonders stark, Tag 1 und hat dann mit mir trainiert, wurde dann relativ schnell sehr stark, weil wir viel trainiert haben und eine gewisse gute Körper die Grundlage hatte, wenn wir einen gewissen Punkt waren mit 50 Kilo Zusatzgewicht, dann war eben so mein, ich setze gerne Ziele im Training, auch für den, der nicht leistungsorientiert ist, wenn man so ein bisschen Eckpfeiler hat, ist das einfach so, könnte ich und dann einfach bei 50 Kilo Zusatzgewicht zu Hause, was man in den Raum werfen kann, ist, soll man trainieren auf einen einhörigen Klimmzug?

Das ist natürlich dann auch. Das ist ein netter Party-Trick. Er hat auch bei der einen oder anderen Festivität dann Jüngere rausgefordert, zur Klimmzüge um die Wette zu machen, hat natürlich das auch auf Wiederholung mal ganz easy gewonnen. Ja, das ist gut.

Und hat dann mit 51 seinen ersten Klimmzug gemacht. Auch da, wenn die Grundlage passt, im Bereich 75, 85 Kilo Körpergewicht, aber wie viele, die über 100 Kilo wiegen, selbst die, die Sport machen, Wie viele können da ein Klimmzug mit Körpergewicht, wie viele können mehrere Klimmzüge mit Körpergewicht. Kommt deutlich seltener vor. Während, je schwerer du bist, sowas wie Bankdrücken und Kniebecken, da ist schon dein Startenwohnen ganz anders.

Ja, das ist richtig. Da ist der Klimmzug ein bisschen eine Anomalie, was auch die Ansteuerung angeht. Das ist auch ein weiterer Punkt, was den Klimmzug besonders macht, im Gegensatz zu allen anderen Übungen. Wenn du einen Satz machst, wo die letzte Wiederholung beim Anheben oder beim Hochziehen langsam wird, das ist eine langsame konzentrische Kontraktion, dann ist die Ermüdung so hoch, dass der Drop-Off die Reduzierung der Wiederholung im nächsten Satz recht hoch sein wird.

Also zum Beispiel jeder, der schon eine Wiederholung gemacht hat, Auf Wiederholung trainiert hat bei Klimmzügen, dann hast du einen Satz mit 10, 12 und dann im zweiten Satz sind es auf einmal nur noch 8 und im dritten Satz sind es auf einmal nur noch 5. Dieser Drop-Off ist höher als bei jeder anderen Übung. Was die Ansteuerung der Muskulatur in diesem Klimmzug-Bewegungsmuster angeht, ist die Rekrutierung sehr besonders. Das macht es schwierig bei h K eine gute Relativkraft aufzubauen und es macht es schwierig viele S zu versagen zu machen weil halt die Erm der Drop hoch ist Aber du hast 115 Kilo gewogen und 65 Kilo Zusatz gemacht Das ist hier drin absolut der Rekord. 180 Kilo, natürlich auch schwierig mit 180 Kilo.

Also du müsstest quasi mit 100 Kilo Körpergewicht 80 Kilo Zusatzgewicht machen, mit 80 Kilo Körpergewicht 100 Kilo Zusatzgewicht machen. Das wird dann schon schwierig. und gerade so diese 60, 65 Kilo Zusatzgewicht ist unabhängig des Körpergewichts interessanterweise eine große Hürde. Bei mir auch, ja. Also ich habe einmal, glaube ich, mein Rekord waren 70 Kilo für eine Wiederholung.

Das sieht man natürlich auf meinem Instagram-Profil. Ist ja klar, push-Lütke. Kleiner Drop hier. Das war auch wirklich das meiste, was ich da gezogen habe. aber da habe ich dann auch ein bisschen weniger gewogen.

Das war nach meiner Knie-OP. Da hatte ich mir einen Meniskus gerissen, den hat man dann geglättet. Und da war ich dann auch wieder ein bisschen leichter, Beinkraft abgenommen und so weiter. Aber da war ich dann, ich glaube, 105, wenn ich mich nicht irre.

Und hatte dann eben 175 an der Stange hochgezogen. das waren ich glaube das war ein neutraler, nee das war subiniert für eine Wiederholung aber das war das höchste der Gefühle also diese 65, 70 das ist dann wirklich da das ist dann auch so mein Horizont bisher ein Großteil deiner PRs, deiner Rekorde stammt durch die Zeit, dass du viel Krafttraining gemacht hast und dann wurde es wieder mehr Sprint natürlich deutlich mehr Training auf der Bahn du bist wieder deutlich leichter geworden jetzt heute hast du 106 gewogen was relativ leicht ist für deine Verhältnisse 106 hast du schon mit 18 gewogen ich habe nämlich damals Rugby U18, da hast du am Ende 103 gehabt ja so 103 104 U18 also mit 17 Jahren dann das Gewicht hoch dann kam der Sprint jetzt Bob fahren, direkt letztes Jahr in der ersten Saison, wo du hier in Deutschland warst und trittet hast, Deutscher Meister bei den Unionen.

Balance zwischen Vollzeitjob und Spitzensport

Der eine oder andere wird sich da jetzt fragen Sport ist sein Leben hat er studiert jetzt Vollzeitsportler klar war er das habe wie du vorhin schon erw hast ich habe meinen Bachelor und meinen Master in Luft- und Raumfahrtechnik gemacht und jetzt seit August 2018, August letzten Jahres, arbeite ich in Vollzeit, also 40 Stunden Woche und ja, nebenher mache ich meinen Sport. Trägerseinheiten? 5, 6, je nachdem wie man zählt, 9 Einheiten die Woche? Richtig, genau. Für alle, die sich beschweren, dass sie einen Vollzeitjob haben?

Ja, es ist alles eine Frage der Prioritäten. Das ist eine klare Sache. Also ich sage immer 9 Einheiten, weil mir ist es egal, was ich mache. Ich muss es einfach zeitlich organisieren.

Das heißt, ob ich jetzt eine Krafteinheit mache oder eine Stabieinheit oder nur Beweglichkeit, mich dehne, das ist für mich Zeit, die ich aufbringen muss und die ich in der Woche irgendwo unterbringen muss. Das heißt für mich, ich mache neun Einheiten. Das sind im Wesentlichen, also je nachdem, wo ich mich in der Saison befinde. Ich habe jetzt auch in diesem Jahr das erste Mal, sage ich mal, eine richtige professionelle Saisonvorbereitung gemacht, seit April.

Also April bis jetzt ist Saisonvorbereitung. Und das hat auch wirklich super geklappt mit meinem Trainer. Da bin ich echt dankbar und auch froh drum, dass er sich die Zeit nimmt und mit dem arbeitenden Volk sich abgibt und mir da hilft. Aber im Wesentlichen jetzt zum Beispiel in den letzten Wochen hatte ich drei Laufeinheiten, eine Sprungeinheit und dann zwei Beinkraft Einheiten und dann zusätzlich noch so eine allgemeine Kraft nennen wir das beim Bob, dass man halt so ein bisschen Oberkörper macht, ein bisschen ausgeglichener wird, dass man nicht die ganze Zeit nur Beine macht und dann zwei Beweglichkeitseinheiten und dann noch eine Stabi oder so.

Also das ist, sag ich mal, so Pi mal Daumen, wo wir uns da immer befinden. Die Einheiten werden natürlich dann entsprechend angepasst, wo man sich jetzt in der Saison befindet. Also der Plan, die Struktur sieht durchgängig sehr ähnlich aus, aber der Inhalt ist dann natürlich entsprechend dann

Technische Anforderungen im Bobsport

mir passt und Bobfahren, ich, wenn ich Seminare zu sportspezifischen Training gebe, nehme ich oftmals das Bobfahrbeispiel, da aus meiner Sicht Bobfahren der technisch anspruchslose Sport ist, den es gibt. Einer der Bobfahrer wird mir da jetzt widersprechen. Das Beispiel, das ich immer nenne, ist ein Bobfahren am Ende vom Tag ist es, du schiebst den Schlitten für 20 bis 40 Meter und dann springst du rein und das war's. Wenn du kein Pilot bist, der das Ding nach unten bringt, als Anschieber.

Im Endeffekt, die 50 bis 75 Prozent der Bob-Fahrer sind Anschieber, denn es gibt immer nur einen Piloten, ob jetzt für ein Zweier oder ein Vierer. Das heißt, Anschieben rein. Ich habe auch vor Jahren mit einem Bob-Fahrer gearbeitet, der nach einem Jahr Bob-Fahren Weltmeister, Weltcup-Sieger, Obercup-Sieger und Deutscher Meister war und nach zwei Jahren Bob-Fahren Silbermedaillengewinner bei Olympischen Spielen war. Das funktioniert natürlich in keinem anderen Sport.

Das ist richtig, ja. Aus dem Grund bin ich. Nehme ich gerne das Beispiel Bobfahren. Man braucht das körperliche Niveau, das notwendig ist.

Sehr wahrscheinlich, ja. Sehr, sehr hoch. Die Entwicklung vom körperlichen Niveau, also im Endeffekt ein Bobfahrer, ein guter Bobfahrer, ist zur Hälfte Sprinter und zur anderen Hälfte Gewichtheber. Richtig.

Du brauchst eine ordentliche Sprinttechnik, du brauchst eine gute Beschleunigung, Explosivkraft. Du musst schnell sein, du brauchst eine gewisse Umgangspolitik, könnte man es bezeichnen. Aber an sich technisch, das ist Kopf runter, Schlitten anschieben, reinspringen, fertig. Im Endeffekt, ja.

Im Endeffekt ist es wirklich recht stumpf, gerade für die Anschieber. Ich meine natürlich, wie du sagst, anschieben, reinspringen, hinsetzen und dann sitzen. Aber das sind im Prinzip vier wesentliche Schritte. Aber an jedem einzelnen Schritt, wie in jedem Leistungssport, kannst du bis ins kleinste Detail arbeiten.

Und ich sage mal, musst du auch. wenn du auf einem entsprechenden Niveau eben sein möchtest. Und es ist wie in jedem Sport. Du kannst körperlich noch so gut sein, aber wenn du keine Technik hast und die Kraft nicht auf die Bahn bringst, bringt es auch nichts. Das heißt, aber du kannst zum Beispiel auch körperlich jetzt nicht besonders gut drauf sein oder relativ schwach, sage ich jetzt mal in Anführungsstrichen.

Relativ schwach für den Bob-Fahrer. Für den Bob-Fahrer, genau. Und dann eben eine gute Technik am Schlitten haben und dann schneller sein als jemand der jetzt keine Ahnung 200 Kilo Kniebeuge und 160 Kilo umsetzt Also ich sag mal es ist immer ganz nett was man im Kraftraum macht und was man an der Leichtathletikbahn macht und mit irgendwelchen Zugwiderstandsläufen, das ist alles schön und gut, aber am Ende des Tages zählt das, was man am Schlitten macht. und ja, je nachdem wie viel Zeit man da eben investiert, so wie mit allem, wird man da halt schneller besser und weniger schnell besser, aber ich würde mal sagen, um jetzt, sage ich mal, einen normalen Athleten, der schnell läuft und im Kraftraum gut arbeitet und jetzt, sage ich mal, motorisch fähig ist, Dinge zu lernen, braucht schon so zwei Jahre, drei Jahre, um wirklich gut zu sein am Schlitten, weil man vergisst auch oft, Bobfahren ist nicht einen Rennanzug anziehen und die Bahn runterfahren.

Das sind zwei Minuten. Also am Start stehen, anschieben, runterfahren, eine Fahrt ist ungefähr immer so eine knappe Minute. Also im Wesentlichen siehst du ja nur die wesentliche Spitze des Eisberges, diese zwei Minuten und dahinter ist unheimlich viel Arbeit mit den, alleine für ein Training, du schleppst ja den Schlitten unten, hebst den aus dem Eis raus, auf den Transporter, fährst hoch, lädst ihn vom Transporter ab, wenn der Pilot möchte, wird noch eine Kufe gewechselt. Dann, wenn das Training fertig ist, drehst den Schlitten wieder um und machst die Kufe ab, trocknest alles ab, sprühst den ein mit WD40 und alles mögliche.

WD40 ist ein Roststützmittel. Genau, Schmiermittel im Prinzip, aber wesentlich halt für Roststütz. Selbst wenn man den Schlitten abwischt, ist er immer noch ein bisschen feucht und du willst ja nicht, dass das Zeug rostet. Es sind halt lauter solche Sachen.

Du fährst von Bahn zu Bahn. Du hast einen Wettkampf, dann fährst du zur nächsten Bahn. Du hast relativ viele Belastungen außerhalb des eigentlichen Wettkampf Wettkampf und des eigentlichen Trainings und ich sag mal im Wesentlichen ist es für einen Bob aus meiner Sicht jetzt mit der mit der sag ich mal relativ limitierten Erfahrung die ich habe wichtiger robust zu sein die Saison hinweg und konstant deine Leistung zu bringen nat mit den entsprechenden H als dass man einmal volle Kanne die Bahn runterf und dann zwei Wochen rumsitzt also das geht halt nicht bei uns es ist schon ein Sport wo man ja wie gesagt relativ robust sein muss weil du außerhalb des eigentlichen Bobfahrens also Fahrens halt viel machen musst wir sagen immer es ist nicht Bobfahren es ist Bob Schleppen weil du bist die ganze Zeit nur am diesen blöden Kasten durch die Gegend tragen es ist es ist unfasslich das bist du auf so ein Niveau jeder trägt selber jeder ist für sein Sportgerät verantwortlich.

Deutsche Effizienz und Sportwissenschaft

Deutschland ist die erfolgreichste Bobnation. Richtig, ja. Also, ja, historisch gesehen auf jeden Fall, ja. Auch gerade wissenschaftlich, auch vor einigen Jahren mit einigen Schweizer Bobfahrern gearbeitet und da kam auch das eine oder andere so, sie haben sich an den Deutschen orientiert, kann mich nur erinnern, Beispiel, wer gibt das Kommando, wann es losgeht und da waren auch so, die Deutschen haben da Studien zu gemacht, das muss quasi der Der hintere Sein des Schalls wegen, wenn der vordere sagt, es geht los, dann braucht der Schall zu lang, bis er hinten landet und das spart dann ein paar tausend Sekunden.

Ja, okay. Also gut, kann man sich natürlich alles anschauen. Ja, also von den Studien weiß ich nichts. Ich mache den Sport einfach nur.

Ich denke da nicht besonders viel drüber nach. Wir machen das Kommando und schieben den Schlitten an und fertig. Der ganz hinten gibt das Kommando. Der ganz hinten gibt das Kommando.

Also Pilot und Bremser gibt das Kommando. Im Zweierschlitten, das ist relativ klar, gibt es nur zwei Leute. Da muss man sich dann halt einfach treffen. Im Vierer, genau, da macht es halt der Bremser.

Aber die Studie würde ich gerne mal sehen, weil es würde mich mal interessieren, was da tatsächlich der Unterschied ist, weil die distanz zwischen zwischen den helmen jetzt zum beispiel gerade bei mir auf der linken seite also wenn wenn ich an der linken seite schiebe und ich hinter meinem piloten stehe dann sind es vielleicht zwei meter zwischen meinem mund und seinem ohr und der bremser ist jetzt vielleicht dann zweieinhalb Meter Und bei 330 Meter pro Sekunde sind 50 Meter jetzt naja gut aber hey Das gibt dir aber dann auch einen Anhaltspunkt, auf welchem Niveau das dann alles läuft und wo du auch dann an deiner Technik arbeitest.

Also... Mein Popfahren ist ja auch gerade der Start. Ich habe mal was gelesen, kann mich exakt nicht an die Daten erinnern, aber im Endeffekt der Start bestimmt der, wer gewinnt. Der Start ist ein Großteil der Miete.

Wer gut startet, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit vorne mit dabei. Wer schlecht startet, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit hinten mit dabei. Also gerade den Start zu optimieren, da reden wir ja nicht irgendwie eine Sekunde schneller, sondern du redest ja von Hundertstel schneller. Das ist schon ein Unterschied machen kann.

Da müsstest du mal beim Bob und Schlitten Sportverband nachfragen. Solche Studien werden leider nahezu nie öffentlich gemacht, was Sinn macht. Das ist Wettbewerbsvorteil, deswegen. Aber ich bin mir sicher, es gibt eine ganze Reihe von anderen Sportarten, wie so Wurfsportarten, wo die Deutschen auch extrem viel investiert haben in die Analyse von Kleinigkeiten, um im Endeffekt technische Vorteile zu identifizieren und zu schauen, welche Kleinigkeiten, die man sonst nicht auf dem Schirm hat, kann man optimieren, wenn aber nicht der Zweite sagt, let's go, sondern das ist der Letzte, der im Endeffekt das Kommando gibt und sagt, okay.

Ja, also ich sag mal... Auf hohem Niveau, eine hundertstel Sekunde ist ein Unterschied zwischen Vierter und Bronze-Medaille. Richtig, ja, definitiv. Oder zwischen Silber und Gold.

Definitiv, ja. Auf dem Niveau ist es nicht so, dass es mit drei Sekunden Vorteil ist. Das sowieso nicht. Ich glaube nicht mal das ganze Feld ist drei Sekunden auseinander.

Das sind schon Zeiten, das ist dann alles sehr eng. und genau deswegen muss man eben auch so viel üben und vor allem auch im Team zusammen üben, weil am Ende des Tages musst du vier Leute, die alle so zwischen 105 und 110 Kilo wiegen in diesen Schlitten reindrücken und du hast nicht viel Platz und das muss alles sehr schnell, sehr dynamisch passieren und das war jetzt auch, ich war jetzt die Woche am Königssee, also also Dienstag und, nee, Mittwoch und Donnerstag. Und das war dann auch der wesentliche Anhaltspunkt, dass wir als individuelle Anschieber natürlich am Schlitten, wir können einholen, Wir machen das alle mehr oder weniger gut, aber die Schwierigkeit ist dann, das eben alles zusammen zu koordinieren und das dann auch ruhig und effizient zu machen.

Und das braucht halt einfach ein paar Einheiten einfach, dass man sich zusammen koordiniert und man hat es auch gut gesehen, wir haben relativ gut arbeiten können. Wir haben zum Beispiel die ersten zwei Einheiten, also am ersten Tag, Vormittag-Nachmittag-Einheit, hatten wir relativ viel Unruhe im Schlitten. Wir sind auch so noch nie gestartet, das waren jetzt meine ersten Fahrten dieses Jahr. Aber wir konnten dann eben gut drauf aufbauen und dann in den zwei folgenden Einheiten dann ein bisschen mehr Ruhe in den Schlitten reinbringen.

Und da sind die Starts dann natürlich auch ein bisschen schneller. und für den Piloten dann auch, im Wesentlichen ist es dann auch für den Piloten gut, sag ich mal, wenn der Schlitten ruhig ist, weil er sich dann, er muss dann nicht so viel korrigieren auf den ersten Metern, weil natürlich jede Bewegung im Schlitten muss der Pilot ausgleichen und je weniger Bewegung im Schlitten, desto weniger muss er ausgleichen, umso schneller ist man. Genau, also das sind, das sind halt diese, ich sag mal Harmonie im Team, die muss dann schon auch stimmen. Weißt du, diese Optimierung von so Kleinigkeiten, von so Feinheiten, wie die in anderen Nationen gehandhabt wird, sind ja die Deutschen so weit voraus, ich weiß aus dem 100 Meter Sprint die Staffel, also wenn wir die reine Staffel Übergabe im Sprint sehen, ist es so, Deutschland ist Weltklasse.

Wenn wir die einzelnen Sprinter ansehen, also wenn wir nur die Zeiten der Staffel Übergabe sehen, schlägt Deutschland, Jamaika, USA und so weiter locker. Wenn wir natürlich die einzelnen Sprinter ansehen, wenn sie die USA und Jamaika, die haben natürlich dann vier Sprinter in der viermal 100 Meter Staffel, die alle 9, Personal Best rennen, dann wäre natürlich bei den Deutschen, es gibt niemand, keinen Deutschen bis jetzt, der an 9, gerannt ist, ohne Rückenwind, sondern alle 10, Sprinter und nichtsdestotrotz die Deutschen haben konstant, gerade bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen, eine Bronze-Medaille ist immer im Rahmen des Machbaums.

Nicht deshalb, weil wir halt die einzelnen Sprinter haben, die 9, rennen können, sondern eben, weil die Stachelübergabe so trainiert, getimt und optimiert wird, w dann nat die gro Sprintnationen Jamaika USA einfach nicht den gro Augenmerk auf diese Komponente legen Dann halt eben durch quasi vier Einzelleistungen das Ding trotzdem gewinnen Jedoch diese Feinheiten im Gewichtheben ist das ähnlich. Ich habe mich vor einigen Jahren mit dem damaligen Bundestrainer im Gewichtheben unterhalten. Und gerade in höheren Gewichtsklassen ist im Endeffekt der Osteuropa oder der Ostblock allgemein dominiert. Also Beispiel in 105-Kilo-Klasse in Olympischen Spielen, da gibt es keinen Teilnehmer in der Gewichtsklasse, der nicht aus dem Ausblock kommt.

Und da war auch meine Frage, wie können wir Deutschen, 2008 war es Martina Steiner, der Olympiasieger im Schwergewicht wurde, und auch ein paar andere über die Jahre, wie können wir Deutschen da wettbewerbsfähig sein? sein großer Punkt war Technik, Technik, Technik. Bundesleistungszentrum für Gewichtheben in Leimann bei Heidelberg. Die haben Kameras, wo jede einzelne Wiederholung aufgenommen wird. Es gibt eine Reihe von Parametern.

Das sind acht Parametern, wie Beschleunigung erster Zug, Beschleunigung zweiter Zug umsetzen, sowie eine grafische Darstellung des Weges, der Handel, vom Boden weg nach oben. Und ein Großteil der Wiederholungen, die im Kraftraum gemacht werden, Der Bundestrainer schaut sich nicht mal die Wiederholung live an, sondern beobachtet nur den Bildschirm. Das heißt, er guckt sich nicht mal groß an, wie bewegt sich die Person, sondern das sind Sachen, die mir aufgefallen sind. Mehrmals dort, dann hat man das angeschaut.

Er beobachtet nur, wie bewegt sich die Handel und dann was sind die einzelnen Parameter. Und basierend darauf, gibt er dann im Endeffekt genaues Feedback. Und die Deutschen sind technisch sehr effizient. Wenn man das jetzt mit anderen Nationen vergleicht, die das einfach durch pure Kraft machen. weil du teilweise sehr durchwachsende Technik hast, selbst auf hohem Niveau.

Also im Endeffekt einfach mit Kraftwerten aufwarten und mit Belastbarkeit aufwarten. Beispiel das russische Gewichthebersystem. Standard sind 700 Trainingseinheiten im Jahr. Wenn du da reist oder wenn du krank bist, ist das kein Problem, musst du halt einfach 700 Einheiten in einem Jahr machen.

Indem du nur imstande bist, 700 Einheiten im Jahr zu machen, beweist du schon mal eine gewisse körperliche belastbarkeit und ein gewisses grundniveau an kraft und konditionen das k sagen es ist ein simpler weg auszusortieren wer das kann kann auch auf hohem niveau gewicht heben und die russen sind im endeffekt die russen der erfolgrei nationen gewicht Nationen Es funktioniert es ist hart aber es funktioniert Es funktioniert nat mehr Gewichtheber gr Status des Gewichtheber Nichtsdestotrotz, es funktioniert. In Deutschland ist Gewichtheben ein anderes Niveau. Es ist nicht so, dass wir in jeder Stadt einen Gewichtheberverein haben, der 100 Gewichtheber hat.

Das Gegenteil ist der Fall. Es gibt nur noch wenige Gewichthebervereine. Beispiel, es ist nicht unüblich, dass in Deutschland ein deutscher Meister im Gewichtheben ein Crossfitter wird. Nichts gegen Crossfit, aber allein basierend auf simpler Trainingsplanung kann es nicht sein, dass jemand der Crossfit macht.

Das heißt, er soll noch andere Dinge außer Gewichtheben. Deutscher Meister in einem Sport wird, wo man eigentlich, du solltest nur Gewichtheben machen, um ein Leistungsniveau zu erreichen. Ja, das ist richtig. Da im deutschen Nationalteam dieser große Fokus auf Technik.

Oder einer oder andere würde auch sagen, ist eine deutsche Tugend, die kleinsten Details zu optimieren. Ja, also ich fahre ja nicht auf dem höchsten Niveau Bob. Ich bin ja jetzt froh, wenn wir uns für den Europacup qualifizieren. Das heißt, wir sind...

Wir waren jetzt beim zentralen Leistungstest vor zwei Wochen. Genau. Vierer Bob, drei Wochen. Richtig, ja genau.

Vor zwei, drei Wochen war es. Richtig, genau. Ja, man muss aber auch dazu sagen, dass das nicht alle geschoben haben. Also zum Beispiel Friedrich und Lochner haben jetzt nicht im Vierer geschoben.

Aber ich sage mal, mit unserer Anschubleistung müssen wir uns nicht verstecken. Da geht auf jeden Fall was. Das ist das große Ziel von uns, ja. Und wie gesagt, da würde ich mich freuen, wenn wir das schaffen würden. genau, aber aus dem Grund kann ich dann auch jetzt nicht besonders viel sagen darüber, wie jetzt die großen Jungs in Anführungsstrichen trainieren beim Weltcup man sieht sie halt an der Bahn man sieht was sie machen man sieht sie auch im Kraftraum, aber ich habe da jetzt keinen besonderen Einblick und schon gar nicht auf andere Nationen, also ich kann jetzt nicht sagen wie wie jetzt Amerika oder Russland oder Lettland oder wie auch immer die trainieren, weil ich einfach mit ihnen überhaupt noch nicht gefahren bin.

Der Vollzeitjob bleibt auch nicht allzu viel Zeit mit dem Studium Ja an der Operation oder an der Trainingssysteme Ja also ich sag mal Zeit habe ich nicht viel das ist richtig Also mein Hauptaugenmerk liegt auf Arbeiten und den Sport machen und viel mehr ist dann auch nicht. Man muss halt die Prioritäten dann halt entsprechend anpassen und dann geht das.

Luft- und Raumfahrttechnik und Flugsicherheit

Luft- und Raumfahrttechnik ist auch nicht der üblichste Studienwunsch. Ja, ja, gut, kann man, ja, schon richtig, ja. Medizin, Lua, wenn jemand sich für Flugzeuge begeistert, dann meistens will Pilot werden. Ja, also es gibt relativ wenige Leute, die das machen.

Ich sage mal, als junger Mann ist der Weg zum Ingenieur relativ Standard. beziehungsweise in die MINT-Fächer, wie man in Deutschland so schön sagt. Der Weg ist jetzt nicht ungewöhnlich. Luft- und Raumfahrttechnik habe ich mir einfach ausgesucht, weil ich halt dachte, Flugzeuge sind cool. Und schaue ich mir das mal ein bisschen näher an.

Weil ich wusste, ich wollte irgendwas Ingenieurstechnisches machen. Aber jetzt einfach nur Maschinenbau stumpf irgendwelche Schrauben entwerfen, fand ich jetzt weniger spannend. aus seinem Luft- und Raumfahrtechnikstudium viele fliegen was ist die eine Sache über Flugzeuge, die die allerwenigsten wissen, aber die eigentlich jeder wissen sollte also jetzt bei einem Commercial Airliner das Turbulenzen ein Flugzeug nicht zum Absturz bringen kann das sehe ich relativ häufig, dass Leute unheimlich viel Panik haben beim Fliegen. Sei es drum Flugangst oder was auch immer. Wobei im Volksmund weiß man ja eigentlich auch, dass das Fliegen statistisch gesehen die sicherste Transportmöglichkeit ist.

Und das ist auch so. Da gibt es viele Leute, die schlauer sind als ich, die sich mit diesem Thema tagtäglich befassen. und seitdem er Flugzeuge gebaut hat, sich damit befassen, dass das eben sicher ist und auch sicher bleibt. Und da braucht man überhaupt keine Angst haben, auch wenn es mal im Flugzeug ein bisschen ruckelt und auch wenn es mal ein bisschen arg ruckelt und das Flugzeug sich, sag ich mal, gefühlt 10, 20 Meter nach oben und nach unten bewegt und nach rechts und nach links. Man hat genügend Platz da oben, man stößt nicht irgendwo an, das ist dann vielleicht ein bisschen unangenehm und ruckelt, aber da passiert nichts.

Also, ja, man braucht keine Angst haben beim Fliegen, das ist glaube ich der wesentliche Punkt. mit dem viele kämpfen. Oder nicht viele, aber manche. Ist schon mal ein Flieger abgestürzt aufgrund von Turbulenzen in den letzten 30 Jahren? Müsste man mal bei der NTSB nachschauen, dem National Transportation Safety Board.

Aber nicht, dass ich wüsste. Ich habe auch mal nachgeschaut und das, was ich gefunden habe, es gibt noch keinen Flugzeugabschutz aufgrund von Turbulenzen in den letzten 30 Jahren. wenn wir dann zurückgehen, mal 50 Jahre zu Zeiten, wo tagsüber geflogen wurde, wo die Distanzen, die man zurücklegen konnte mit dem Flieger, noch weitem nicht da waren.

Die Concorde und Überschallflug

Interessanterweise, ich fliege relativ viel und irgendwann habe ich auch angefangen, mich zu erkundigen, was gibt es da, wie funktioniert das? Man kommt unweigerlich über die Concorde. Der Flieger in den 90ern, Paris, Stuttgart, Paris-New York und Paris-Stuttgart werden wahrscheinlich acht Minuten fliegen. Paris-New York, ein gut drei Stunden.

Ja, so dreieinhalb waren wir nämlich nicht erinnern. Warst du natürlich, das ist Klassiker. Der Franzose, der zum Abendessen nach New York fliegt, ist ein solches Ding. Leider wurde der Concorde-Flugverkehr eingestellt.

Und es gab auch nie wieder, was das vergleichbar schnell war. Im zivilen Luftraum, ja. Klar. Ja, die Geschichte der Concorde ist interessant, aber irgendwo ein bisschen schade, weil ich sage mal, man hatte ja dieses eine Unglück, das wahrscheinlich jeder irgendwie kennt.

Oder Metallteil angesaugt. Nee ein St vom Reifen Da ist der Reifen geplatzt Warum wei ich nicht Wahrscheinlich irgendwo dr gefahren Ich wei es nicht ehrlich gesagt Auf jeden Fall der Reifen ist zerfallen und dann wurde er vom Triebwerk angesaugt Und das hat dann Metallteil lag auf der Landebahn Ah, und so wurde er dann... Metallteil hatte ich im Kopf, Metallteil, Reifen kaputt, angesaugt, das könnt ihr nochmal nachschauen. Ja, auf jeden Fall, Problem war halt, dass dann das Triebwerk angefangen hat, Feuer zu fangen. was suboptimal ist und das wesentliche Problem war ist, dass sie beim Starten schon zu schnell waren, um den Start abzubrechen, das heißt sie mussten abheben weil sie sonst halt eben direkt an der Startbahn halt eben irgendwo gegenfahren würden und dann hatten sie eben nicht mehr genügend Leistung, um das Flugzeug dann umzudrehen und zu landen.

Und dann sind sie halt eben einfach abgestürzt. Ich glaube, jeder der Insassen ist gestorben. Ja, sowas passiert relativ selten, sag ich mal, in der Luftfahrt. Wie gesagt, statistisch gesehen die sicherste Transportmethode.

Wenn ich mich nicht irre, haben sie sich die Reifen dann wieder angeschaut und neu entwickelt und die Concorde dann auch wieder eingeführt. Und das war dann auch im Wesentlichen dann auch sicher. Aber sie haben sie dann nicht aus Sicherheitsgründen eingestellt, sondern weil es einfach keinen Bedarf mehr gab. Wirtschaftlich war es.

Wirtschaftlich, genau. Und dass es einfach dann Leute nicht mehr genutzt haben. Wobei ich jetzt auch nicht weiß, ob das nach dem Unfall weniger war als davor oder ob das immer einfach, sage ich mal, finanziell ein bisschen schwierig war, Leute in den Flieger zu kriegen. weil die Preise waren ja schon recht sportlich und waren ja schon relativ teuer und Ich habe mal vom Interieur mal angeschaut das war jetzt auch selbst für heutige Verhältnisse nicht gerade das komfortabelste dafür dass du einen Premiumpreis bezahlst, sondern im Endeffekt so eine runde Röhre mit ein bisschen Sitz, bisschen Sitz links, rechts Ne, es Ne, in Sinsheim steht eine Concorde also allein das Technikmuseum sind kann ich jedem empfehlen das ist echt eine coole sache da kann man locker ein zwei tage verbringen und sich alles anschauen das ist eine coole sache und da ist eben auch eine konkurrennung reingehen kann da kann Und da habe ich mir dann auch so gedacht okay also in Economy sitzt heutzutage sieht dann schon mal nicht schlecht daneben aus Also das ist wirklich, gerade wenn man, sage ich mal, ein bisschen gut beleibt ist, da ist es dann schwierig in der Concorde.

Das war wahrscheinlich auch ein Punkt mit, warum Leute das eben nicht so viel genutzt haben. wobei, ich nehme die Idee Frankfurt, New York 3 Stunden 40 schon gut, machbar was sagst du warum die wirtschaftlichen Gründe, dass die Concorde oder ein ähnliches Flugzeug ist jetzt auch wieder fast 20 Jahre her eine weiterentwickelte Version ja, also warum das nicht stattgefunden hat, ich denke es ist halt einfach im Wesentlichen sehr schwierig etwas auf diesen Geschwindigkeiten zu halten. Und entsprechend so ein Gerät oder so ein Vehikel zu entwickeln, ist keine triviale Aufgabe. Wenn du dir heutzutage Flugzeuge anschaust, sehen ja alle mehr oder weniger gleich aus.

Die Auslegung ist Röhre, Flügel dran, ob oben oder unten, hinten ein Stabilisator und das war's. Da gibt es natürlich verschiedene Konfigurationen. aber im Wesentlichen sieht ja jedes Flugzeug gleich aus. Und das hat einen Grund, weil es funktioniert. Seit den 60er Jahren hat sich da im Wesentlichen nicht viel geändert.

Man hat halt einfach nur das, was man hat, optimiert und eben besser gemacht. Und gerade wenn man über Machtzahlen redet, also das Verhältnis zwischen der Geschwindigkeit, die ich in der Luft fahre und der Schallgeschwindigkeit in derselben Luft, wird es interessant, sage ich jetzt mal, wenn man gerade so in Richtung Mach 1 kommt und dann eben diese Schallmauer durchbricht, von der jeder wahrscheinlich schon mal gehört hat. Da wirken sehr starke Kräfte auf das Gefährt und dann natürlich, nachdem man die Schallmauer durchbrochen hat, wirken diese Kräfte ja noch weiter. nicht im gleichen ausmaß aber sie wirken weiterhin und da hat man ein unheimliches thermisches problem weil das die reibung erzeugt halt eine unheimliche Hitze Man hat ein Treibstoffproblem man verbraucht unheimlich viel Treibstoff bei den Geschwindigkeiten Mittlerweile regelungstechnisch ist es in Ordnung, man muss halt irgendwie das Flugzeug ständig im Trim halten, also dass man balanciert ist im Prinzip in der Luft und dann nicht instabil wird.

Das heißt, man muss Treibstoff durch die Gegend pumpen und so weiter, damit das eben läuft. Und das sind halt lauter so Sachen, die einfach schwierig sind in der Umsetzung, die sind nicht unmöglich. Wir können das machen, man sieht es bei militärischen Flugzeugen ständig, dass es machbar ist und dass wir wissen, wie man das macht. Aber es ist halt einfach ein Aufwand, es ist ein sehr hoher finanzieller und technischer Aufwand.

Und ich glaube, daran liegt es einfach, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis einfach für die Commercial Airlines halt nicht ganz so attraktiv ist. Gerade weil sie auch eben mit extrem krassen Margen arbeiten. Also da ist eine Fluglinie zu betreiben, ist nicht einfach, weil du halt wirklich kämpfen musst, um da Geld zu verdienen. Man sieht es ja auch, es ist laufend, machen Airlines hier zu auch in Deutschland.

Es ist nicht einfach. Und eben im militärischen Bereich sieht man es halt sehr viel mehr, gerade in Amerika, weil da halt einfach mehr Geld locker gemacht wird, um eben diese Fähigkeit zu besitzen, weil sie halt einfach taktisch-operationell benötigt wird. Und dann kann man da halt das Geld locker machen. Die Zeitkomponente dieses Zeitsparen, da gab es vor einigen Jahren auch Etihad, die Fluglinie aus Abu Dhabi, hat Stuttgart-Abu Dhabi geflogen.

Da gab es aber nur relativ kurz, die wurden dann wieder abgeschafft. Und die offizielle Begründung war, dass zu viele derer, die von Stuttgart abfliegen, Stuttgart-Frankfurt, Frankfurt-Abu Dhabi vorziehen. Trotz der Mehrzeit, die Flieger, die aus Frankfurt nach Abu Dhabi fliegen, sind größere, vor allem die A380. Und somit bringen sie deutlich mehr Komfort.

Das heißt, selbst der aus Stuttgart kommt, der fliegt dann vielleicht einmal. Das war so eine kleine Maschine. Eingang, drei links, drei rechts, fertig, die Stuttgart-Abu Dhabi gefahren ist. Das wäre natürlich das, was ab Frankfurt kommt. fliegt es 2 oder 3, 4 oder 3, A380 hat dann vorne noch relativ Platz, hat dann noch eine für die Businessfliegen gibt es noch eine Bar und so weiter, also diese Amenities, dieser Komfort-Effekt war so viel größer, dass es für die IT keinen Sinn gemacht hat, dass derjenige aus Stuttgart gesagt hat, okay ich nehme mal etwa 2-3 Stunden mehr in Kauf und fliege oder fahre mit dem Zug nach Frankfurt und habe dann während dem Flug mehr Komfort, kostet mich quasi Zeit, aber das ist mir wert, anstatt zu sagen, okay wir fliegen jetzt einfach.

Auch das, Stuttgart-Abu Dabi wird irgendwo um die 6 Stunden sein. Wenn ich dann Frankfurt mit einberechne, Selbstzug, früher dran sein und so weiter, sind es irgendwo 2-3 Stunden mehr. Das heißt, es ist irgendwo ein Mehrinvest von 40-50 Prozent mehr Zeit. Für deine wahrscheinlich IT, es rechnet sich besser, einen komplett übervollen Flieger aus Frankfurt als so 80 Prozent voll Frankfurt, 60 Prozent voll Stuttgart.

Was ein interessanter Punkt ist mit diesem Zeit, ich bin halt derjenige, ich würde sagen, klar die Zeit die Spazzeit, ich bin auch immer der, der guckt Non-Stop-Flüge, umsteigen bei Nacht umsteigen, das stört den Schlaf gar nicht meine Welt aber da dann der Durchschnittliche sagt dann, okay ich wähle ein bisschen mehr Komfort über diesen Faktor Zeit was interessanter Punkt ist, was auch ein Punkt ist warum gerade Stuttgart, doch ein relativ großer Flughafen, aber recht schlecht international angebunden ist weil ja noch die meisten Frankfurt oder Paris Ja, richtig also das ist sicher ein wesentlicher Punkt aber man sieht es ja auch die Entwicklung der der Sitze, sage ich mal in den Fliegern, die Tendenz ist ja auch klar in eine Richtung und zwar kleiner und weniger Platz und ich denke, dass die Leute halt einfach irgendwann keinen Bock mehr drauf haben, also ich habe keinen Bock mehr drauf auf, sage ich mal auf einen normalen in Anführungsstrichen normalen Economy-Sitz, wo bei mir die Knie anecken und ich mich mit meinem Nachbar über eine Lehne streiten muss und so weiter.

Ich fliege jetzt nicht mehr so viel, als ich noch in Amerika war, natürlich ein bisschen mehr. Gerade auch, weil ich da relativ viel rumgereist bin. Das ist manchmal schon echt unangenehm. Ich bin auch als ich noch relativ jung war geflogen viel geflogen in Urlaub und so Und die Sitze waren vor 10 15 Jahren schon anders als sie heute sind Ich glaube, die Leute haben einfach irgendwann mal keinen Bock mehr, sich da in so eine Sardinenbüchse reinzudrücken.

Oder sie zahlen für extra Legroom und auch vor 10, 15 Jahren Premium Economy. War kein großes Thema. Mittlerweile bietet es jede Fluglinie, wo du ein bisschen was mehr bezahlst und 15 Zentimeter mehr Legroom. ein bisschen besseres Essen, statt drei Filme halt 100 Filme inklusive und so weiter. Das ist da ein bisschen die wirtschaftlich, die Fluglinien.

Ein bisschen was quasi extra anbieten zum Minimum und dafür dann halt ein bisschen was übrig bleibt.

Innovation und Effizienz in der Luftfahrt

Für dich aus Sicht der Luft- und Raumfahrtechnik, was ist die größte Innovation im Passagierbereich der vergangenen Jahre oder was siehst du als größte Innovation im Passagierbereich der kommenden Jahre? Also es hat sich unheimlich viel in den Triebwerken getan. Also die Triebwerksleistung und Effizienz ist in den letzten Jahren wesentlich gestiegen. Das heißt, sie verbrauchen weniger?

Sie verbrauchen weniger. Oder leiser sind sie geworden? Richtig, genau. Es wird viel investiert in die Triebwerke, um sie leiser, effizienter und in gewissem Ausmaß eben auch schneller zu machen.

Ich sage mal, in der zivilen Luftfahrt wirst du keine ausschlaggebenden Innovationen sehen. Du wirst keinen Big Bang haben, also du wirst jetzt nicht irgendwie so wie das Internet so einen Boom haben. Das wird nicht stattfinden. Du wirst langsame, kontinuierliche Optimierungen und über die Zeit hinweg Verbesserungen sehen, aber keine krasse Explosion oder sowas.

Also aus meiner Sicht jetzt. genau im Wesentlichen eben die Triebwerke und dann natürlich auch in der Aerodynamik hat sich auch viel getan, dass man die Fliegzeuge einfach effizienter macht hier ein bisschen was rausholen, da ein bisschen was rausholen, effizienter fliegen, Sprit sparen

Umweltdebatte und CO2-Emissionen

CO2 freundlicher das ist auch immer noch ein großes Thema, ja, was das Thema CO2 angeht, da habe ich letzte Woche, ich weiß nicht ob du es schon gesehen hast, Gain Changers, diese Doku im Thema vegane Ern Habe ich nicht gesehen Gibt es auf Netflix Kein gro Ding Mehr Propaganda als tats relevantes Wissen Letzten zwei Wochen war das etwas gr Ich habe mich etwas mehr mit auseinandergesetzt. Und habe unter anderem das eine Interview gefunden mit Dr. Frank Mittlöhner von der Universität Leipzig, der mittlerweile in Kalifornien an der UC Davis studiert, studiert, forscht. Okay, ja.

Und zwar zum Thema Luftqualität. Und gerade einer der häufigen Punkte mit veganer Ernährung ist, dass quasi die Produktion von Tieren zu mehr CO2-Ausstoß und oftmals wird CO2 mit Methan gleichgesetzt, was definitiv nicht der Fall ist. Zwei unterschiedliche Stoffe, ja. Mit CO2 würde genauso viel oder sogar teilweise mehr, die Produktion von tierischem Protein oder die Haltung von Tieren würde mehr CO2 produzieren als Transport.

Und ein anderer Punkte, die er in diesem Interview klargestellt hat, ist, dass diese Statistiken komplett falsch interpretiert wurden. In Kalifornien ist es zum Beispiel so, 50 Prozent des CO2-Ausstoßes kommt durch Transport und es sind nur 5 Prozent durch quasi Kettel, also Viehzucht. Und weltweit sind es nur circa 0,5 Prozent der CO2-Produktion, die von der Haltung von Tieren gehen. Ein weiterer Punkt, der sehr interessant war mit dieser Viehzucht, und hat aktuell in den USA ca. 80 Millionen Tiere in der Zucht.

Es ist jedoch so, dass man davon ausgeht, dass vor über 100 Jahren aufgrund der freilaufenden Tiere, wie so ein Büffel, es ca. 150 Millionen gab. Das heißt, genau genommen, hatten wir vor gut über 100 Jahren einen größeren Ausstoß an CO2 durch Tiere, als wir es heute haben. Nur eben dadurch, dass wir heute deutlich weniger Freilaufen Büffel, Freilaufen Bisonhaar und das im Endeffekt, ne? Viel, eben, Viehzucht und ja, sprich der Punkt CO2 Transport, Transport trägt zu unserem CO2 in großem Maß bei ja Viehzucht tut es deutlich weniger inwieweit man das reduzieren kann ich denke, ne?

Ja, also der moderne Flieger produziert weniger CO2 also aus meiner Sicht diese ganze umweltdebatte und co2 geschichten globale erwärmung und wie man es alles sch so in den medien sieht ich sehe das alles relativ entspannt ich mache mir jetzt keine Sorgen Von mir aus ist jetzt die letzten sechs Jahre immer das hei Jahr gewesen Die Erde wird wärmer. Der Sommer letztes Jahr war deutlich heißer als diese. Ja, fuck. Die Erde verändert sich.

Nichts ist schädiger als der Wandel, wie man so schön sagt. Und ich meine, wenn man jetzt in einem Zyklus, Die Erde gibt es seit viereinhalb Milliarden Jahren. Wenn du dir die geografischen oder geologischen Zyklen anschaust, was da für Eiszeiten und Hitzezeiten und was weiß ich passiert sind. Ja, das ist halt so.

Die Mutter Natur macht, was sie will. Und ja, wir stoßen viel CO2 aus. Und ja, das hat einen Effekt. Und jetzt?

Und? Es ist halt so. Wir haben halt einen gewissen Lebensstandard. Und der wird halt gelebt und die Erde wird sich verändern.

Und manche Gebiete werden dann halt überschwemmt oder können keine Agrarproduktion mehr machen. Aber dafür kann man dann in anderen Gebieten was machen. Also der Mensch passt sich an. Das wesentliche Merkmal des Menschen ist, dass er ein Gehirn hat. und Lösungen für Probleme findet und diese dann auch entsprechend umsetzt.

Und ich sage mal, gerade in Deutschland ist es ja ein unheimlich heikles Thema. Dieselverbote und alles Mögliche wird ja groß angesprochen. Im Jahre 2017 hat Deutschland 2,3 Prozent des globalen CO2-Haushaltes ausgestoßen. Wenn Deutschland jetzt null ausstoßen würde, ganz Deutschland, was meinst du, wie viel da passieren würde auf der Welt?

Nichts. Und wenn du dir Länder anschaust wie China, USA, Russland, denen ist das relativ latte. und da wird sich auch nicht viel bewegen, das heißt wir können hier schön unsere Diesel abgeben und uns vegan ernähren und den ganzen Tag lang nur von Luft und Liebe leben das ist dann ja alles schön und gut aber am Ende des Tages geht es Was macht einen relevanten Unterschied? Wenn wir uns das wissenschaftlich betrachten Zu 100% nein. An dem Punkt, an dem der Podcast hier rauskommt, wird schon eine andere Folge draußen sein, mit einem Journalisten der größten europäischen Automobilmagazins, zum Thema E-Mobility und Umwelt.

Gerade das Thema zu beleuchten, inwieweit ist E-Mobility tatsächlich umweltfreundlich? So viel Zeitpunkt, wer den noch nicht gehört hat. Es ist es definitiv nicht. Es ist sogar so, dass jeder, der sich in der Automobilindustrie ein bisschen differenzierter und objektiver mit dem Thema auseinandersetzt, ein Diesel ist umweltfreundlicher als ein E-Auto.

Richtig. Heutzutage ist es so, dass das, was diese Automobilzeit schreibt, den Dieselskandalen usw. nicht mehr vertraut auf die Daten, die der Hersteller zur Verfügung stellt, sondern die Daten werden selbst erhoben. und es ist so, dass im letzten Jahr die Abgase eines Diesels identisch sind mit der Benzin. Also das kleine bisschen, was jetzt schon geändert wurde, hat so viel gebracht, dass der Diesel quasi aus Sicht der Abgase nicht mehr mehr Abgase hat als ein Benzin. Sprich, allein dieses Dieselfahrerbot in Relation zu Benzin ist es so.

Politisch mag es für den einen oder anderen stimmig sein, Aber rein aus wissenschaftlicher Sicht ist es nicht wirklich was, das eine Veränderung schafft. Ja, also aus meiner Sicht gerade, wie die Debatte in Deutschland geführt wird, ist es komplett Hanebüchen. Weil du hast Fahrverbote, es werden Leute enteignet im Prinzip. Wir haben ja seit dem 1.

Januar quasi so ein Dieselfahrverbot in Stuttgart. Genau genommen so ist im Verkehr sich gar nichts geändert. Richtig, das ist klar. Die Kontrolle des Fahrverbots ist zum jetzigen Zeitpunkt, ich habe noch keine einzige Kontrolle gesehen.

Ich bin jeden Tag auf den Straßen Stuttgarts unterwegs, wie man das kontrollieren soll, mit welchem zusätzlichen Personal usw. Ist ein interessantes Thema. Transport, CO2, inwieweit kann ein Flieger deutlich CO2-sparender werden? Ich sage mal, wie gesagt, diese ganze Debatte, ich finde CO2 gerade im Flugverkehr die Airlines und so weiter die werden sicherlich diese gr Schiene fahren weil das halt einfach marketingtechnisch unheimlich effektiv ist aber am Ende des Tages wie gesagt die Erde geht ihren Weg Und ob wir da ein bisschen mehr CO2 reinhauen oder weniger ja gut, die Veränderung des Ausmaßes ist halt so, wie es ist.

Ich bin kein Klimatologe, das will ich natürlich auch nochmal dazu sagen. Aber ich sehe das relativ entspannt. Was für die Fluglinien aber viel interessanter ist, ist, dass die Triebwerke leiser und effizienter werden. ist, dass die eben weniger Spritkosten haben und dass sie Flughäfen entsprechend anfliegen können. Weil das ist auch immer wieder ein Punkt, dass du diese Noise-Pollution, wie man so schön sagt, im Umkreis der Flughäfen reduzieren möchtest, um eben den Anwohnern das Leben etwas zu erleichtern, völlig zu Recht. in so einer Flugschleise zu leben, ist jetzt ja.

Ist auch nicht angenehm. Nicht überall gibt es ein Nachtflugverbot. Richtig. Wie in Stuttgart, haben wir eins.

Und genau, also das sind, sage ich mal, gerade in der Luft- und Raumfahrtechnik das wesentliche Augenmerk. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich weiß jetzt keine genauen Zahlen, wie viel CO2 da ausgestoßen wird. Was mich aber interessieren würde, ist im Vergleich zu, den Vergleich zur Schifffahrt. Weil das sind nochmal ein bisschen andere Motoren, die auch ein bisschen andere Abgase abgeben.

Und da würde es mich auch nochmal interessieren, wie genau das da läuft. Und ich sage mal, CO2 ist ja nicht das einzige Greenhouse-Gas, wie man so schön sagt. Es gibt ja noch wesentliche andere Gase und Stoffe, die zu dieser Erwärmung eben beitragen. Und darüber wird eben auch nie gesprochen.

Und ich sag mal, wie gesagt, wenn man in geologischen Zeitrahmen denkt, dann ist das alles relativ easy. und das einzige Problem ist halt, ja gut, es werden viele Leute eben Probleme haben, Regionen werden überschwemmt werden und so weiter, aber wie gesagt, der Mensch ist ein Problemlöser. Er adaptiert. Er adaptiert immer. Let's say Darwin.

Ganz genau. Das hei im Endeffekt die gro Innovationspotenzial der Luft und Raumfahrt aktuell ist leisere umweltfreundlichere oder spritsparendere Motoren Richtig. Und dann innen drin ist ja weniger Thema der Luft- und Raumfahrt-Technik. Das ist Human Factors, ja.

Das Thema, was ich beobachte, definitiv der Faktor Komfort und Service. Und gerade mit so einem The Rise of Premium Economy ist ja auch klar, man ist bereit zu bezahlen. gerade in englischen Fluglinien, was mich da immer zum Schmunzeln bringt, ist, wenn jemand bezahlt, als erstes boarden zu dürfen. Es gibt englische Fluglinien, die dann da für 30, 40 Euro kannst du dann early boarding, wo ich dann rein rational der Flieger fliegt keine Minute früher oder später ab, weil du als erster drin sitzt. Das ist richtig.

Für alle, die es nicht wissen, der Flieger fliegt erst, wenn alle drin sitzen und die Türen geschlossen sind. Erst dann geht es los. Also es ist vollkommen egal, wann man drin sitzt. Nichtsdestotrotz, es gibt das Angebot und das Angebot wird offensichtlich eingenommen.

Richtig, ja. Rein rationaler Sicht.

Tagesablauf und Zeitmanagement

Aktuell, du arbeitest im Bereich Luft- und Rauffahrtechnik und in welche Richtung geht deine Arbeit? Ich bearbeite hauptsächlich im Bereich Simulation. Weniger im zivilen, Luftfahrtbereich. Aber genau, im Wesentlichen Simulation.

Was da ganz schön war, ist, dass ich im Prinzip aus dem Studium viele Sachen übernehmen konnte. Also auch gerade Matlab Simulink, diese Tools, sage ich mal, diese Ingenieurstools. Was ist das Software? Das sind Software-Tools, die wir verwenden, dass ich da mehr oder weniger einen fließenden Übergang hatte.

Zeigt mir auch, dass ich gut vorbereitet war mit dem Studium für dann die Folgen der Arbeitswelt. Und dann sind natürlich auch noch viele Sachen, die man jetzt im Studium nicht gesehen hat, was ich natürlich auch gut finde, weil man dann eine entsprechende Lernkurve hat. Ja, also für mich ist eigentlich, wenn ich zur Arbeit gehe, jeden Tag lerne ich irgendwas Neues dazu, lese ich irgendwas. Du trainierst viel morgens Du hast einen regul 40 hast neun Einheiten die Woche das hei bei sieben Tagen Da sind einige Einheiten dabei oder einige Tage dabei wo du zweimal am Tag trainierst Viele die 40 Stunden Job haben die bekommen Sinn 2 Einheiten die Woche zu machen um 9 Einheiten unterzubringen.

Organisation ist ein großes Thema. Wie organisierst du deine Trägenswoche, dass für alles Platz ist? Ja, also es ist im Wesentlichen einfach nur Time Management und Priorisierung und dann natürlich auch die Disziplin, das dann entsprechend durchzuführen. Jetzt für mich ein normaler Tag, also wir haben ja vorhin schon drauf angeschnitten, was für Trainingseinheiten ich habe.

Sprung, Kraft, Lauf, Beweglichkeit, Stabilisation, solche Geschichten. Und davon, wie du schon gesagt hast, neun Stück, Pi mal Daumen. Und ich habe halt ein relativ striktes Gerüst, also einen relativ strikten zeitlichen Ablauf jeden Tag, den ich dann halt, wie gesagt, einfach umsetzen muss. Da gibt es dann, das ist dann halt so.

Also jetzt mal als Beispiel, ich stehe morgens um 5 Uhr auf, bin dann um 6 Uhr entweder an der Bahn oder mache dann zu Hause meine Beweglichkeitsübungen oder eine Sprungeinheit an der Bahn und dann dann um, das geht dann zwischen 6 und 7 und dann 7.30 Uhr bin ich dann normalerweise bei der Arbeit, also dann geduscht, umgezogen natürlich. Und dann arbeite ich halt eben normal 8 Stunden oder auch 9 oder 10, je nachdem, was halt gerade anfällt. Und dann nachmittags mache ich dann eigentlich immer die Kraft einhalten oder dann andere Sachen, Stabi oder wie auch immer. im Wesentlichen dadurch begründet, dass der Kraftraum, bei dem ich trainiere, erst um 8 Uhr aufmacht und das dann einfach mit der Arbeit zu spät wird.

Stabby machst du dann so Aktivierungsübungen zu Hause? Richtig, das sind halt so die üblichen Geschichten mit Klappmesser und Crunches und ja, ich bin da auch, ich kann auch manchmal so ein bisschen kreativ dann mir einfach mal ein paar Sachen ausdenken und die dann halt umsetzen oder so, aber die Klassiker, halt Russian Twist, und wie muss er halt? Stabi halt, ne? Muss auch sein.

Ähm, genau. Und das mache ich dann eben nachmittags, wenn ich dann von der Arbeit zurückkomme. Und ich bin dann relativ früh im Bett, also so zwischen 8 und 9 immer, damit ich halt eben... meine acht Stunden Schlaf habe. Und was ich mir auch angewöhnt habe, ist, dass ich dann eben auch am Wochenende eben um fünf Uhr aufwache oder aufstehe, damit ich eben diesen konstanten Rhythmus drin habe.

Was gab es heute zum Frühstück? Zum Frühstück heute gab es acht Eier, Rühreier und drei Multivitamintabletten und einen Kaffee. Genau, ausnahmsweise habe ich meinen Kaffee getrunken. Kaffee trinke ich eigentlich nicht. einfach aus dem Grund, weil ich gemerkt habe, dass wenn ich regelmäßig Kaffee trinke, dass ich dann abhängig werde, dass ich dann einfach, wenn ich meinen Kaffee dann nicht habe, dann denke ich mir, oh, ich hätte gerne einen Kaffee.

Das Geschmacks wegen oder der Wachheit wegen? Sowohl als auch, also Geschmacks wegen bin ich relativ stumpf, das ist mir egal, aber ich habe dann schon manchmal so Tage, wo ich denke, oh, ich bin ein bisschen müde, ich hätte jetzt gerne einen Kaffee und wenn ich eben keinen Kaffee trinke, dann habe ich das nicht. Genau. Und seitdem ich diesen konstanten Rhythmus habe, habe ich das sowieso nicht.

Also ich wache eigentlich immer fünf Minuten vorm Wecker auf. Ich habe auch einen Lichtwecker. Es gibt halt eben ein angenehmes Aufstehen. Das finde ich sehr angenehm.

Kein Piepsen. Wahrscheinlich jeder während der Schulzeit. Ich stehe komplett ohne Wecker auf. so ein Piepsen, wenn es dann mal irgendwann sein muss, wie um 4.30 Uhr aufstehen, weil es im 6. Flieger geht, habe ich es dann aber selbst dann ist es oft mal so, dass ich dann 15 Minuten bevor ich eigentlich aufstehen muss so von alleine, boah, okay so geht es mir auch und das Einste, was eigentlich, sage ich mal den Rhythmus ein bisschen abändert ist, wenn ich beim Bobfahren bin, weil da muss ich mich dann natürlich ans Bobfahren anpassen und da kann ich dann schlecht wenn ich um 8 Uhr oder 9 Uhr halt noch mal eine Krafteinheit machen muss, weil wir den ganzen Tag an der Bahn standen und montiert haben und was auch immer, dann kann ich halt schlecht sagen, nee, ich mache jetzt die Einheit nicht und gehe schlafen.

Das ist dann halt nicht drin. Und genauso wenig will ich dann nicht, wenn ich um 10 Uhr im Bett bin, dann um 5 Uhr aufstehen. Da schlafe ich dann halt die Stunde extra, weil du bei der Belastung das halt auch einfach brauchst. Das ist dann, genau, da passe ich mich dann natürlich an das Bob-Raum an.

Aber ansonsten bin ich da relativ konstant.

Ernährung und Meal-Prep-Strategie

Genau Mittag Abendessen wie organisierst du das Ich habe zu Hause zwei Slowcooker und da mache ich einmal die Woche eine große Kochshow im Prinzip. Ich habe mir da dann wie viel Kilo? Ich glaube so vier Kilo ungefähr werden es sein. Fleisch rein.

Ja, nicht ganz viel Kilo, so drei Kilo pro Tag. Hey, wenn ich es mir leisten könnte, wäre das sicher gut. Nee, ich mache mir im Prinzip einfach diese zwei Slowcooker voll mit Fleisch. Je nachdem, was ich halt eben gerade im Supermarkt bekomme.

Sei es Gulasch, Rindergulasch oder Hähnchen geschnetzeltes Pute, was auch immer. Mache ich halt den Topf voll und tue dann Gewürze bei. macht dann auch immer so eine Tomatensauce dazu, damit das dann schön alles da so eingemanscht ist im Prinzip und dann kocht es halt über Nacht für seine 10-12 Stunden simmert es da so vor sich her und dann morgens kommen dann eben, habe ich dann meine Schälchen, diese Tupperwaren aus Glas und genau da kommt dann eben Gemüse dann dazu je nachdem worauf ich dann halt Lust habe Karotten, Erbsen, irgendwas halt. Kommt dann halt rein. Und wird dann abgepackt, kommt ins Gefrierfach.

Und am nächsten Tag, beziehungsweise für den nächsten Tag, ziehe ich dann einfach eine raus, eine Packung. Das ist dann mein Mittagessen. Das kann dann auftauchen. Und das Abendessen nehme ich morgens früh eben raus.

Und dann habe ich, das sind dann so, sage ich mal, meine Grundmahlzeiten. Also Frühstück ist dann halt Ei, Lachs, was auch immer. Und dann habe ich eben diese Protein-Mahlzeiten für Mittag und Abend. Mittags Fleisch, Gemüse, Gemüse und Fleisch wechseln konstant.

Richtig, genau. Das ist so Fleisch und Gemüse. Genau. Und mache ich je nachdem, wie ich lustig bin.

Ich mache das nach Bedarf. Ich meine, ich mache die Spiechen ja schon ein paar Jahre. Ich weiß dann, wann ich was essen kann. und war nicht die meine kohlenhydrate sehen im wesentlichen nach früchten aus also ich mache viel mit fr was ist da bananen heidelbeeren bratkartoffeln ja bratkartoffeln Bananen Heidelbeeren Bratkartoffeln Bratkartoffeln genau Ja Kartoffeln esse ich sogar tats nicht viel. Ich esse, wenn ich, sage ich mal, so Standardkohlenhydrate esse, dann viel Reis, Milchreis.

Esse ich sehr gerne mit Zimt dann auch und vielleicht ein bisschen Honig drin, sowas. Oder, na gut, manchmal zimmert man sich halt auch mal eine Tafel Schokolade rein oder auch ein Kilo Eis, das ist dann halt auch mal drin. Ich muss dann halt aber, ja, wie gesagt, ich mache das schon eine Weile, ich schaue dann halt immer, wie geht es mir, was mache ich im Training. Jetzt, vor der Saison, muss ich dann natürlich auch ein bisschen aufs Gewicht achten, damit wir alle in den Schlitten reinkommen und dann das Maximalgewicht nicht überschreiten.

Aber das, ich mache das alles relativ locker.

Bevorzugte und unbeliebte Trainingsprogramme

Wie gesagt, von mir Programme seit bald zehn Jahren. was ist Trainingsprogramm, wo du sagst okay, das war das Beste, was mir jemals getaugt hat, wenn du so zurückdenkst welches Trainingsprogramm Übungen, Sätze, Wiederholungen ist da, wo du sagst das hat Spaß gemacht und da ging richtig was voran das ist eine gute Frage ich würde sagen diese Wellenperiodisierung dieses 3-2-1, 3-2-1. Wave-Loading, genau. Da fand ich, ging bei mir immer unheimlich viel. Da habe ich relativ gut Zuwechsel gemacht, gerade bei den Frontkniebeugen.

Und dann auch beim Schrägbankdrücken. Das war schon in Ordnung. Was ist das Programm, wo du sagst, fuck nie wieder? Das waren dieses im Wechsel Kniebeugen und Frontkniebeugen.

Also Kniebeugen, dann 10 Sekunden Pause und dann Frontkniebeugen. Fuck. ne. Sechs Wiederholungen jeweils? Ja, so eine Geschichte, das brauche ich nicht.

Ich bin gerne in einem Bereich unter fünf Wiederholungen. Sechs von Kniebeuge gefolgt von sechs Kniebeuge? Ja, genau sowas. Zwölf Wiederholungen pro Satz, das ist ein bisschen viel.

Mitteldistanz? Das brauche ich nicht. Nee, das ist nicht so meins. Was mir auch noch Spaß gemacht hat, sind diese pausierten Sachen. also klug auf kniebeugen solche geschichten dann auch auf bankdr passiert genau klimmz finde ich eigentlich immer geil das macht immer Laune Aber ich muss ganz ehrlich sagen wenn ich so dr nachdenke welche Einheit macht dir richtig viel Spa gerade jetzt denke ich darüber eigentlich nicht wirklich nach.

Es wird halt gemacht und fertig. Also das ist auch ein wesentlicher Punkt, sage ich mal, wenn man das mit einem Vollzeitberuf koordiniert und wahrscheinlich auch, warum viele Leute nur zwei Einheiten machen die Woche oder drei, ist, dass es halt einfach nach einem gewissen Punkt halt nicht mehr so viel Spaß macht, aber du machst es halt einfach trotzdem. Und ich glaube, was mir dann wiederum Spaß macht, ist diese Überwindung, sage ich mal, in Anführungsstrichen, also eine wirkliche Überwindung ist es ja nicht, aber sage ich mal, in den Kraftraum zu gehen und sagen, oder an die Bahn zu gehen und zu sagen, boah, heute läuft es ja mal gar nicht.

Ich habe gar keinen Bock. Du machst aber trotzdem deine Erwärmung, machst trotzdem die Einheit und es läuft trotzdem, auch wenn du dich an dem Tag irgendwie schlecht fühlst oder scheiße oder wie auch immer. Und dass du dann halt einfach trotzdem diesen Schritt machst und umschaltest dann, das macht mir unheimlich viel Spaß. Also das im Prinzip dieses Leiden überwinden sozusagen.

Jetzt mehr als je zuvor, dadurch, dass du Vollzeit arbeitest.

Mentale Last und Stressmanagement

Wir haben uns ja vorher, kurz vor dem Podcast, noch unterhalten, du hast erzählt, dass du Daniel Kahnemanns Buch Thinking Fast, Thinking Slow gelesen hast. Was auch ein bisschen in die Richtung geht. Ja, im Wesentlichen es ist natürlich ein normaler Unterschied, ob man jetzt in der Schule ist oder im Studium oder eben Vollzeit arbeitet. Also ich wollte es nicht so wirklich wahrhaben, so diesen Unterschied zwischen Studium und Arbeit, weil ich sage mal, im Studium habe ich schon viel gemacht.

Ich habe auch nebenher gearbeitet, mal 20 Stunden gut. Und ich hatte eigentlich schon auch gut meine Zeitpläne und so und meine Wochenpläne eben gemacht. Und da waren dann auch acht, neun Stunden am Tag arbeiten, in Anführungsstrichen Hausaufgaben, zur Vorlesung gehen, arbeiten tatsächlich. Aber es war halt noch relativ flexibel.

Also ich konnte mir dann natürlich sagen, okay, ich mache meine Hausaufgaben ein bisschen später, ich lerne halt mal heute Abend anstatt jetzt mittags, bla bla bla, ich konnte mich mal hinlegen nachmittags. Das geht jetzt halt nicht. Also man ist dann, sage ich mal, ein bisschen fester in der Struktur drin. Und man hat dann auch doch eine andere Belastung.

Also ich sage mal, Arbeit und Studium ist dann nochmal ein Unterschied. Für alle Zuhörer, die Kahnemanns Buch Thinking Fast, Thinking Slow noch nicht gelesen haben, was war da der Punkt, über den wir gerade sprechen, den ich mitgenommen habe? Genau, im Wesentlichen ging es für mich oder ist der wesentliche Unterschied für mich gewesen Stressmanagement. Also, dass du einfach diese ganzen Sachen machst und das aber trotzdem irgendwie bewältigst, ohne dass du jetzt irgendwie Burnout bekommst, was ja ein ganz toller Begriff ist heutzutage. und da war für mich eben der wesentliche Punkt eben, da habe ich vor, wir müssen ja für den Sport müssen wir irgendwelche Leistungstests machen und so weiter und da war ich dann eben davor dann da und habe mich dann in einen Kaffee gesetzt, weil ich noch ein bisschen Zeit hatte und habe eben das Buch gelesen und da bin ich dann zu einem Punkt gekommen und korrigiere mich, wenn ich da jetzt irgendwie Schwachsinn erzähle, das ist eine Weile her, dass ich es gelesen habe aber, dass man bei mentaler Belastung, sage ich mal, im Gegensatz zu körperlicher Belastung eben auch einen starken Einfluss auf seinen Glykogenspeicher nimmt, also sein Energielevel, sage ich jetzt mal, und das dann eben auch einen Einfluss auf die körperliche Leistung hat und vice versa. und wenn man dann halt eben jeden Tag morgens trainiert, dann also sich körperlich betätigt und sich dann geistig betätigt und dann sich nochmal körperlich betätigt und dann schlafen geht.

Gerade die körperliche Betätigung in deinem Fall, höhere Lasten, höhere Geschwindigkeiten, das ist im Endeffekt der Geist, das ist das Hirn, das die Muskulatur rekrutiert, das heißt eine körperliche Belastung in diesem komplexeren Bereich ist natürlich auch wieder eine, genau genommen eine geistige Belastung im Sinne von, eine Belastung des Hirns. Genau, des Nervensystems, genau. Und ja, und dann habe ich es halt, ich war da natürlich sehr ehrgeizig auch, was so sage ich mal persönliche Entwicklung bedeutet, weil ich habe dann tatsächlich gemerkt, dass ich aus dem Studium rausgekommen bin und obwohl man auch diese Lernkurve bei der Arbeit hat, da dann doch irgendwo ein bisschen was gefehlt hat dar hinaus und habe dann auch viel B gelesen Also wenn ich dann am Wochenende nicht trainiert habe also Samstag Nachmittag Sonntag dass ich diese Ruhezeit genutzt habe um zu lesen Und da habe ich dann erst realisiert, was für eine Belastung ich überhaupt habe und dass ich dann zwar körperlich eine Ruhezeit hatte, aber geistig keine Ruhezeit hatte.

Und das hat sich dann bei mir so wieder gespiegelt, dass ich dann ein bisschen erhöhte Temperatur habe oder hatte, auch ein bisschen Bluthochdruck, was auch dazu geführt hat, dass die Ärzte dann, sage ich mal, so ein bisschen geschaut haben. Ich hatte da, ich glaube, 170, über 90 oder 100, was ja jetzt, sage ich mal, auf Dauer nicht positiv ist. Vor allem für jemanden, der viel Sport macht, der sehr gut schläft, der sich entsprechend ernährt. Richtig, genau.

Der keinen hohen Körperfendental hat, kein hohes Teil-in-zu-Hüft-Verhältnis hat. und dann habe ich dann habe ich halt einfach für mich geschaut, dass ich täglich meinen Blutdruck messe und mich einfach ein bisschen mehr entspanne sowohl körperlich als auch geistig, also ich habe jetzt für mich den Sonntag als Ruhetag auserkoren, wo ich dann also wirklich gar nichts mache, vielleicht so ein bisschen Haushalt, so ein paar Sachen, aber dass ich da dann wirklich abschalte und dann auch runterkomme und siehe da, Blutdruck ist in Ordnung ich habe auch keinen Fieber oder sonst irgendwas, es ist alles gut trainingstechnisch läuft es auch und jetzt schaue ich halt, dass ich trotzdem sage ich mal die Bücher, die mich interessieren, halt trotzdem weiter lese aber das dann halt, sage ich mal so wie im Training auch, mir langsam dann aufbaue und halt nicht mich 6-8 Stunden halt hinsetze und stumpf mir so ein Buch reinziehe kann man machen, aber muss man halt auch hintrainieren, wie mit allem im Leben auch.

Bandbreite des Nervensystems und Regeneration

Ich gebe dir gerne auf das Beispiel, du hast eine Bandbreite, du hast eine Bandbreite an Funktion oder Leistung des Neuronsystems und diese Bandbreite wird von verschiedenen Faktoren belastet. Wenn man im Internet irgendwas runterlädt und anstatt einer Sache, die dann deine komplette Bandbreite in Anspruch nimmt, lädst du halt 8 Dateien gleichzeitig runter und wundernst dich dann, dass da dran steht, noch 23 Stunden in 17 Minuten. Genau so ist im Alltag mit der Leistungsfähigkeit des Nervensystems. Das Nervensystem im Hirn ist nicht nur zust daf dass du denkst sondern du machst wie Kopfrechnen oder auch einfach nur etwas Lesen und Informationen aufnehmen Jeder war schon mal an dem Punkt an dem die Bandbreite ersch war du was gelesen hast, die Seite gelesen hast, am Ende der Seite war so...

Okay, ja, genau. Da war schon mal jeder, weil im Endeffekt die Bandbreite erschöpft oder anderweitig besetzt war, dass du nichts aufnimmst und natürlich dann auch körperlich komplexe Abläufe, Abläufe, gerade ein Sport, was Komplexes ist, wie mit dem Fuß einen Ball zu schießen, was recht Komplexes. Oder etwas, das eine relativ hohe Belastung mit Widerständen und Geschwindigkeiten hat, wie zum Beispiel Widerstände, die Wolkenkreuzheben, oder eben mit Geschwindigkeiten zu sprinten. Gerade die Sprintbelastung ist extrem hoch, ist deutlich höher als die meisten vermuten.

Ja, klar. Die meisten 100 Meter Sprinter sprinten im Jahr ein bis zweimal 100 Meter voll. 100 Meter Sprint auf hohem Niveau. Die meisten wissen, sie haben ein bis zweimal 100 Meter im Jahr, dass sie voll sprinten können. Mehr geht nicht.

Nach dem ersten bisschen was an Untersuchungen das da gibt. Im Ausdauersport gibt es sehr viele Untersuchungen zum Thema Regeneration. Beispielsweise Marathon. Du brauchst ungefähr einen Monat, bis Entzündungsmarker wieder auf den Norm runter sind.

Du brauchst sogar drei Tage nach dem Marathon, bis dein Ruhepuls wieder auf Norm unten ist. Im Ausdauersport hat man schon relativ viel getestet, aber auch in Explosivkraft, 100 Meter Sprint, gibt es ein bisschen was. Und selbst da sind es ein Rekordversuch, da gibt es ein Beispiel von einem britischen Sprinter, der 9-8-2 gelaufen ist. Und sein Testosteron-Kortisol-Verhältnis, was ein guter hormoneller Indikator ist für Regeneration, hat drei Wochen gebraucht, um wieder auf Norm unterzukommen. wenn ich 100 Meter renne in 17 Sekunden das ist kein sonderlich Motorrad, das ist wie wenn ich ein Auto fahre, 30 Stundenkilometer wenn ich 100 Meter renne in 11 Sekunden das ist wie wenn du 200 Stundenkilometer fährst das ist eine deutlich höhere Belastung während wenn du 100 Meter rennst in 9,8 Sekunden, was wahrscheinlich dann 320, 340 Stundenkilometer sind, das ist ähnlich mit dem Flugzeug, so eine kleine Probellermaschine wie schnell fliegt so eine Probellermaschine Fallschirmspringere Probellermaschine vielleicht 200 200 die braucht ein deutlich anderer aufbau von der karosserie reakt ist ein verkehrsflugzeug mit was 800 km 600 km bis hin zu was wie die concorde 1000 weiß ich gar nicht ich glaube die ist mach mach 1 8 geflogen das hei Das hei das sind knapp 600 Meter pro Sekunde also 1800 2000 2000 kmh Der Unterschied in der Bauweise zwischen der Kopellermaschine, A380 und einer Concorde oder auch so einem Jet. zu melden dazwischen.

So ist der Unterschied der Belastung zwischen, ich renne 17 Sekunden auf 100 Meter, 11 Sekunden auf 100 Meter und 9,8 Sekunden auf 100 Meter. Richtig riesig. Ja, klar. Bob-Fahrer rennen jetzt im Regelfall keine 9,8 Sekunden, aber eine Aussage zum Bob ist, ein guter Bob-Fahrer ist ein gescheiterter Sprinter, was in der absoluten Mehrheit der Fällen tatsächlich stimmt.

Du hast unter den Sprinter, wenn wir dich nehmen, du bist ohne jegliches sprintspezifisches Training, 11 Sekunden gelaufen auf 100 Meter. Das ist jetzt schon... Handgestoppt, aber trotzdem, ja. Handgestoppt, das wird von mir aus 11.2 oder 11.3 sein.

Selbst da, wer rennt das? Mit Sprint und Renes, ab 11 Sekunden ist es tatsächlich Sprint. Und wie viele gibt es in Deutschland, die 10 Komma rennen? Also dann nicht handgestoppt und aus dem Block.

Ohne jegliches Training. Im Endeffekt, du hast es rein durch körperliche Komponente gemacht, die technische Komponente waren nicht da. Richtig. Im Bob-Farm, du hast grundsätzlich gute Sprinter.

Du hast keine Elite-Sprinter, aber du musst ein guter Sprinter sein. Das heißt, du kannst relativ schnell laufen. Das heißt, für das Nervensystem ist es eine recht hohe Belastung. Das heißt, es kostet dich Bandbreite.

Richtig, ja. Und dann natürlich jobtechnisch. Das ist auch, was ich oft vielen sage, die zweimal am Tag trainieren wollen. Und wenn sie arbeiten, es ist für die allerwenigsten möglich, denn du musst deinen Alltag komplett darauf auslegen.

Dein Alltag muss so strukturiert sein, du gehst zwischen 8 und 9 ins Bett. Dass den meisten sagt, klar, du kannst 2 mal am Tag trainieren und du kannst arbeiten, aber du musst halt zwischen 8 und 9 ins Bett gehen. Das sagt die absolute Mehrheit, oh, habe ich ja nichts vom Tag. Das genau genommen rational nicht wirklich Sinn macht, aber nichtsdestotrotz ist eine Frage von Prioritäten.

Oder dann im Endeffekt zu sagen, okay, dann such dir einen anderen Job. Du willst mehr Sport machen, dann hol dir einen Job, wo du 25 Stunden die Woche arbeitest. Klar. Wie auch immer, im Idealfall hast du keine Familie und im Idealfall hast du relativ wenig Fixkosten und dann auch aus karrieretechnischer Sicht nicht allzu hohe Ziele, aber mit einem 25 Stunden Job, dann kannst du zweimal am Tag trainieren, wenn Sport ein großes Thema für dich ist, was es ist, wo du Zeit investierst.

Priorisierung und abschließende Gedanken

dann mach es passend. Es gibt immer Wege, die Bandbreite ist nur so breit. Die Bandbreite kann vergrößert werden, keine Frage, durch jahrelanges Training, durch Optimierung von Ernährung, Optimierung von Regeneration, vor allem Schlaf, kannst du die Bandbreite begrößern. Am Ende des Tages hat jeder nur ein gewisses Maß an Bandbreite.

Und dann ist die große Frage, was machst du mit dieser Bandbreite? Richtig. Ein Beispiel von einem recht erfolgreichen Eishockey-Spieler, der an seinen Nicht-Trainings-Tagen Konstantikolfs gespielt hat. 18 Loch und teilweise halt nochmal auf die Driving Range und einfach Trainingsfortschritt war nahezu nicht existent. Golfen ist nicht wahnsinnig anstrengend, aber die Nervensystembelastung des Schlags, der Konzentration, diese mentale Komponente war so hoch, dass es seine Regeneration komplett gekillt hat.

Er war an Trainingsfreien Tagen teilweise zweimal golfen am Tag und dann am Trainingstag hier auch noch da. Das Einzige, wie er weiterhin Fortschritt im Krafttraining gemacht hat, war, sein Golfen massiv zu reduzieren. Das ist zwar nichts, wo du groß schwitzt und groß diese gefühlte körperliche Belastung im Sinne von Ermüdung da ist, wie du jetzt im Ausdauersport hast. Ausdauersport ermüdet mehr als Kraftsport.

Faktisch, je nachdem, wie wir sehen, nein. Sondern im Endeffekt für ihn dann im Endeffekt sowas wie Golf hat seine Regeneration gekillt. Wenn du sechs Stunden Videospiele spielst bis nachts um zwei Nicht nur dass Wiederspiel eine wahnsinnig belastung ist f das lernsystem sondern auch wenn deine regeneration fehlt weil du erst um zwei pennen gehst von den beispielen gibt es auch mehr als genug das selten der fall ist oder warum soll ich früh schlafen gehen ich bin ja profisportler ich muss ja morgen früh nicht um an Das ist eine breite Bandbreite. Dann ist die große Frage, was machen.

Und wenn die Bandbreite ausgenutzt ist, dann läuft alles langsamer oder der Rechner wird heiß. Das ist richtig, ja. Ja, also wie du richtig sagst, das ist alles eine Frage der Prioritäten. Also ich sage mal, ich sage es ganz oft eigentlich, wenn man sich es objektiv anschaut, was ich mache, ist eigentlich komplett bescheuert.

Also es ist wirklich bekloppt, weil ich stehe um fünf auf und gehe um acht ins Bett und dazwischen mache ich nichts anderes als arbeiten und trainieren. Du hast mir schon während Uni-Zeiten dann immer so Wochenpläne geschickt. Da war ich ganz begeistert und als ich nach München gezogen bin, da hatte ich sehr große Begeisterung, als dann einmal ein Wochenplan kam und dann sogar noch separat eineinhalb, zwei Stunden zweimal die Woche für Freundinnen angeplant worden. Da dachte ich mir, das ist Planung auf dem höchsten Niveau der Effizienz.

Das ist richtig, ja. Ich war riesig begeistert davon Ich bin zu meiner Frau gegangen und habe sie gezeigt und habe gesagt guck mal welches Gl du mit mir hast Ich bin gro Freund von Effizienz aber ich gehe nicht so weit und plane feste Timeslots mit Startzeiten und Endzeiten ein Ja, wenn du das willst. Ja, nee, das ist schon richtig. Es wundert dich wahrscheinlich, wenn ich dir sage, dass diese Freunde nicht mehr existieren.

Ja, fuck, also das ist, wie gesagt, das sind halt eine der Prioritäten, die man halt setzen muss. Ich habe Mittwochnachmittagszeit und wenn ich nicht nach Oberhof fahre, was alle zwei Wochen stattfindet, weil dort mein Trainer und mein Team ist, dann habe ich Samstagnachmittag und Sonntagzeit. Und in dieser Zeit mache ich im Prinzip meinen Haushalt, Wäsche, kaufe ein und so weiter und hätte dann halt eben auch Zeit für die Freundin, die dann eben entsprechend eingeplant ist. also ja man muss halt gewisse Abstriche machen, es ist klar Prioritäten setzen, ganz einfach man hat gewisse Ziele die man erreichen möchte und entweder man erreicht die Ziele oder halt nicht und entweder man arbeitet in die Richtung oder halt nicht und das ist ja jedem selbst überlassen, wie man das gestaltet Abstriche macht jeder jeder muss irgendwo Abstriche machen, das ist zu sagen oh ne, am Ende vom Tag ist es was ist wichtig, Fokus darauf, was ist nicht wichtig oder was ist jetzt aktuell nicht so wichtig und dann eben gibt es andere Zeiten Priorisieren und ausf ganz einfach So einfach ist das Cool Ferdig das war ein ganz interessanter Einblick in Leistungssport Von U18, Rugby-Nationalmannschaft, 2.

Europameisterschaft, zu 100-Meter-Sprint-Team deiner Uni in Florida. Jetzt der U-Bob-Fan. Genau. Union Deutscher Meister letztes Jahr direkt.

Richtig, ja. weiter bis hin zu Bachelor und Master in Luft- und Raumfahrtechnik. Vollzeitjob nie mehr. Das ist richtig, ja. Ich habe mit Freude beobachtet, wie sich das in den letzten neun Jahren entwickelt hat.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Ich hoffe auch für alle Zuschauer war etwas Interessantes dabei. Ja, hoffe ich auch. Hast du noch abschließende Worte?

Naja, nächstes Jahr ist ein 10-jähriges Jubiläum. Da müssen wir uns irgendwas einverlassen, da muss irgendwas Großes kommen. Da müssen wir uns noch Gedanken machen. 4 Kilo Steak grillen. Das wäre eine Idee.

Das wäre eine gute Sache. Kriegen wir hin. Fredrik, hat mich gefreut. Ja, mich auch.

Zuhörer und auch Zuschauern. Vielen Dank. Ich bedanke mich, ja. War cool.

Jedenfalls. Bis zum nächsten Mal. Ciao. Such File

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