Übungsauswahl und neuromuskuläre Belastung
Was bestimmt, in welchem dieser Bereiche sich andere Übungen befinden, sind primär zwei Aspekte. Zum einen, wie belastend oder wie fordernd ist eine Übung für das Nervensystem. Grundsätzlich, je fordernder, desto mehr Sinn macht es, im niedrigeren Wiederholungsbereich zu trainieren, sprich in Richtung einer Wiederholung. So ist zum Beispiel Kreuzheben, Frontkniebeugen, Frontdrücken, Nackendrücken oder auch ein Klimmzug für das Nervensystem recht fordernd.
Da macht es Sinn, bis auf eine Wiederholung runterzugehen. Während zum Beispiel Übungen wie Wadenheben stehend, Wadenheben sitzend, Übungen sind, die grundsätzlich das Nervensystem deutlich weniger belasten und somit auch einen wesentlich geringeren neuromuskul Reiz in der Intensit haben da macht es wenig Sinn auf vier oder weniger Wiederholungen runterzugehen geschweige denn nur eine Wiederholung zu machen
Work Capacity der Muskulatur und Hamstring-Training
Was bestimmt wie hoch die Wiederholungen sind die gew werden k ist prim die Work Capacity der Muskulatur. Es gibt Übungen wie zum Beispiel das Beinkurl, wo es grundsätzlich wenig Sinn macht, über acht Wiederholungen zu machen, denn die Work Capacity ist unter anderem aufgrund der Nutzung des Beinbeugers als Knie-Flexor im Alltag darauf ausgelegt, primär kurz und mit hoher Intensität Lasten bzw. Kräfte zu entwickeln, Lasten zu bewegen und dementsprechend ist das Progressionspotenzial über 8 Wiederholungen sehr gering. Es ist auch so, dass wenn man RM-Tests macht, sprich man bestimmt das 1RM und nimmt dann einen bestimmten Prozentsatz und schaut, wie viele Wiederholungen man bei diesem Prozentsatz schafft, ist es so, dass oftmals statistisch 8 Wiederholungen 70% des 1AM sind, während im statistischen Schnitt bei allen Übungen 12 Wiederholungen 1AM sind.
Was grundsätzlich dafür spricht, dass Work Capacity bzw. Neuromuskuläre Ausrichtung der Muskulatur des hinteren Oberschenkels, dem Beinbizeps, insbesondere als Kniebeuger primär auf kürzere Belastungen mit höherer Intensität ausgelegt sind.
Sicherheitsaspekte bei Dips
Dips ist eine Übung. Grundsätzlich macht es Sinn, auf eine oder ein bis drei Wiederholungen zu gehen. Definitiv. Macht es Sinn, auf 20 bis 25 Wiederholungen zu gehen?
Grundsätzlich nein, denn Dips sind eine Übung, die ich sehr gerne mache, die aber immer ein gewisses Sicherheitsrisiko mit sich bringen. denn auch wenn es eine Übung ist, die ich grundsätzlich nur empfehle, wenn man eine sehr stabile Schulter und starken oberen Rücken hat, ist es trotzdem vor allem bei höherem Volumen und der damit einhergehenden Ermüdung ein größeres Thema, was Verletzungsprävention und Sicherheit angeht. Dementsprechend der höhere Wiederholungsbereich würde ich für DIPS grundsätzlich ausschließen. Das heißt, wir bewegen uns hier primär zwischen 1 und 12 bzw. 1 und 15 Wiederholungen, für die ich Dips programmieren würde, um hier sicher und nachhaltig konstant Fortschritt zu machen.
Ursachen und Prävention von Blasenentzündungen
Die nächste Frage. Thema Blasenentzündung. Was sind die Top 3 Gr wieso es auftauchen kann Wiederkehrende Blasenentz ist ein interessantes Thema Auch wenn das grunds nicht die Expertise von einem Personal Trainer ist ist es trotzdem etwas, dem man ausgesetzt wird. Ich kenne leider keine offizielle Statistik.
Es ist jedoch so, dass es auf mich den Eindruck macht, dass jemand, der einmal eine Blasenentzündung hat, diese auch mit recht hoher Wahrscheinlichkeit ein zweites und drittes Mal bekommt. Und logischerweise Gründe bei einer bakteriellen Infektion, was die Blasenerzündung primär ist, umzureichende Hygiene ist natürlich ein großes Thema. Genauso wie grundsätzlich ein eingeschränktes Immunsystem. Alles, was unser Immunsystem unterstützt, entsprechende Ernährung, ausreichend Protein, ausreichend Mikronährstoffe und natürlich ausreichend Schlaf, nicht zu viel Stress, hat einen positiven Effekt auf das Immunsystem und damit auf die Fähigkeit des Immunsystems mit einer bakteriellen Infektion und grundsätzlich mit einer Infektion umzugehen.
Blutzuckermanagement und Infektionsrisiko
Was aber mein primärer Punkt ist, den ich bei der Frage machen kann, ist das Thema Blutzuckermanagement. Es ist so, dass statistisch Menschen mit Diabetes, sprich einem Blutzuckermanagement, das aus klinischer Sicht schlecht ist, ein deutlich höheres Risiko für Blasenentzündung haben. und man geht davon aus, die Hypothese ist, dass aufgrund von einem erhöhten Zuckerschwiegel im Urin das Bakterienwachstum gefördert wird, was eine interessante Perspektive auf ein Thema ist, während das Thema Immunschwäche oder Immunsupport und natürlich auch grundsätzlich Hygiene und Bakterien gehen einher. Die zwei Punkte sind, die die offensichtlichen sind.
Optimierung des Blutzuckers durch Lebensstil
ist es statistisch so, dass bei der Blasenentzündung Diabetiker ein besonders hohes Risiko haben, was eben darauf hinweist, dass Blutzuckermanagement basierend auf der Hypothese, dass mehr Zucker im Urin Bakterienwachstum fördert und somit bakterielle Infektionen spezifisch in dem Bereich unterstützt. Ein Faktor ist, den die wenigstens auf dem Schirm haben. dementsprechend blutzuckermanagement grundsätzlich ist ein interessantes thema das ich im kontext der frage genauer anschauen würde und dann im endeffekt was optimiert blutzuckermanagement um die der erste punkt ist nat weniger kohlenhydrate essen das ist richtig wenn jemand zu viel kohlenhydrate ist Das kommt nat statistisch schon relativ h vor kommt aber dann doch gerade im Kontext der Personal Training Kunden nicht so häufig vor, wie man vermutet.
Sprich, wenn schon jemand Low Carb isst, Low Carb, wie auch immer man das jetzt definiert, weniger als 150 oder weniger als 100 Gramm Kohlenhydrate am Tag oder wenn jemand fast komplett auf Kohlenhydrate verzichtet, sprich unter 30 Gramm oder sogar 0 Gramm im klassischen Keto-Kontext, 0 Gramm Kohlenhydrate am Tag, dann ist natürlich die Frage, was hat sonst noch einen Effekt auf den Blutzucker? Und ein paar Faktoren spielen hier eine Rolle. Schlaf ist ein Klassiker, Stressmanagement ist ein Klassiker, Blutzuckermanagement aus Sicht von Mikronährstoffdefiziten ist ein Klassiker. Es gibt verschiedene Mikronährstoffe, die einen positiven Effekt auf den Blutzucker haben.
Im Umkehrschluss ein Defizit an diesen Mikronährstoffen hat einen negativen Effekt auf die Fähigkeit des Körpers, einen optimalen Blutzucker aufrechtzuerhalten, sprich den Blutzucker zu managen. Sport hat natürlich einen positiven Effekt. Das sind alles Faktoren, die eine Rolle spielen können.
Tools zur Blutzuckermessung
Ein einfacher Weg, um das individuelle Blutzuckermanagement zu bestimmen, ist die effizienteste Lösung aus meiner Sicht. Es ist natürlich neben dem absoluten Körperfettanteil, grundsätzlich je höher der Körperfettanteil, desto potenziell schlechter das Blutzuckermanagement, ist die Hautfaltenmessung, bei der wir 13 verschiedene Hautfalten messen und insbesondere die Hüftfalte, die seitlich oberhartes Beckenknochen ist, ist ein guter Indikator für die individuelle Fähigkeit, den Blutzucker zu managen. Sprich, je höher die Hüftfalte, je mehr Körperfett an der Hüfte, desto schlechter die aktuelle individuelle Fähigkeit, einen optimalen Blutzucker aufrechtzuerhalten.
Wer keinen optimalen Blutzucker aufrechtzuerhalten kann, das bedeutet, wir haben Blutzuckerabfälle, wir haben Blutzuckeranstiege und einen durchschnittlich zu hohen Blutzuckerspiegel. Das sind die drei Faktoren, wo einzelne oder auch mehrere zusammen schlechtes Blutzuckermanagement ausmachen. Neben der Hautfaltenmessung ist ein weiteres Tool, das ich sehr gerne in der Praxis verwende, die kontinuierliche Glukosemessung, wo wir mit einem Sensor der kleinen dünnen Nadel oder genau genommen ein kleines dünnes Schläuchlein unter der Haut alle Paulein, Minuten Blutzuckerspiegel, bestimmt 24 Stunden am Tag und somit einen ziemlich guten Einblick gibt in, was passiert konstant mit dem Blutzucker, wie geht er hoch, wie geht er runter und natürlich auch, was ist der Durchschnittsblutzucker, was uns dann natürlich noch deutlich tieferen Einblick gibt in die individuelle Blutzuckerreaktion und vor allem auch einen akuteren Einblick gibt, was zum Beispiel eine Hautfaltenmessung nicht kann.
Und auch hier kommt dann oftmals auf, obwohl jemand wenig Kohlenhydrate ist, obwohl jemand einen relativ niedrigen Körperverdanteil hat, gibt es hier Fälle, wo trotzdem das Blutzuckermanagement nicht optimal ist. Sprich zu hohe Schwankungen, Ausbrecher nach unten und nach oben, beziehungsweise einen zu hohen Durchschnittsblutzucker. Das heißt, Blutzuckermanagement, großes Thema in dem Kontext und hier nochmal ein grober Überriss über das Thema, wie optimiere ich meinen Blutzucker.
Vor- und Nachteile von Fitnesstrackern
Nächste Frage. Was hältst du von Fitness-Trackern oder ähnlichen Geräten? Es gibt verschiedene Fitness-Tracker, es gibt Armbänder, es gibt einen Ring. Es ist grundsätzlich nichts, was ich aktiv empfehle.
Wenn mich jemand darauf anspricht, bin ich jedoch grundsätzlich dazu geneigt, es zu empfehlen. Der größte Vorteil von Fitness-Trackern ist, man hat einen weiteren Satz Daten. Der größte Nachteil von einem Fitness-Tracker ist, man hat einen weiteren Satz Daten, mit dem man quasi was machen muss. Denn was häufig passiert ist, Daten werden erfasst und man weiß dann so Daumen hoch, Daumen runter.
Das ist nett, ist aber meist nicht förderlich.
Datennutzung zur Verbesserung der Schlafqualität
Am Ende vom Tag macht der Fitness-Tracker nur Sinn, wenn ich Daten erfasse, basierend auf dem Ergebnis etwas verändere und dann prüfe, inwieweit hat diese Veränderung einen positiven, einen negativen oder gar keinen Effekt gehabt. Und dann, gerade im Kontext vom Schlaf, ist natürlich der Fitness-Tracker Gold wert, denn er bestimmt akut meine Schlafqualität mit sehr hoher Genauigkeit. Kann ich dann festlegen, okay, wir ändern folgendes oder wir nehmen folgendes Supplement. was passiert mit meinem Schlaf wenn ich XY Wird er besser wird er nicht schlechter Da gab es auch vor Jahren einen Fall einen Athlet mit dem ich gearbeitet habe Der hatte immer einen sehr guten Schlaf Er hat dann seine Karriere beendet Und ein halbes Jahr später hat er mir geschrieben, sein Fitness-Tracker zeigt, sein Schlaf wird kontinuierlich schlechter.
Und er spürt es mittlerweile auch, es ist bei weitem nicht das, was es war. Und eigentlich hat er so erwartet, dadurch, dass er nicht mehr ganz so viel trainiert, sollte das auch eigentlich besser werden, denn der Stressfaktor fällt weg. und dann meine erste Frage natürlich, was sich geändert hat man geht da ins Bett wann steht da auf, wacht da nachts auf und wie läuft die Ernährung und wie laufen Supplements und dann war natürlich ein Punkt, ja ich trainiere jetzt nicht mehr meine Ziele sind ja nicht mehr so hoch hier sind die Supplements mehr oder weniger komplett eingestellt und dann ist der offensichtliche Punkt natürlich, ja du trainierst nicht mehr aber du musst ja trotzdem noch leistungsfähig sein denn Alltag, Beruf und du willst ja auch trotzdem noch leistungsfähig sein.
Und entsprechend war meine Empfehlung einfach nur, die Basissupplements für vor dem Schlaf wieder mit aufzunehmen und zu schauen, was passiert. Und innerhalb von ein paar Wochen hatte ich das Feedback, hey, ich nehme jetzt wieder nur die Basics. Insgesamt waren es dann vier Supplements am Tag, Multivitamin-DK plus er hat vor dem Schlafen Magnesium-Trikomplex und Inositol-Komplex genommen und hat mir dann Feedback geworden, gegeben, aber es ist wieder wesentlich besser geworden. Und das kann ein einfacher Punkt sein, der so einen Effekt hat.
Hätte er wahrscheinlich bei dem Weitem nicht so wahrgenommen, wenn er nicht die Daten des Fitness-Trackers von davor gehabt hätte, dann gesehen hätte, es wird kontinuierlich schlechter und dann eben auch gesagt hätte, okay, ich ändere XY und jetzt sehe ich, ah, subjektiv ist es besser geworden, aber auch objektiv die Daten sagen, das ist deutlich besser geworden. Wenn man so einen Fitness-Tracker einsetzt, zwei Daumen hoch, ich bin ein Riesen-Fan. Wenn man die Daten nicht konstruktiv im Alltag mit einbaut, dann macht es nicht wirklich Sinn. Und natürlich auch, mehr Daten machen nur Sinn, wenn man auch mehr Daten dann in der Praxis anwendet.
Wenn ich 20 verschiedene Daten erfasse, aber am Ende vom Tag basierend auf den Daten nichts ändere, dann kann ich mir das Daten erfassen. Genau genommen auch sparen. Dementsprechend Fitness-Tracker ja. Ist ein bisschen Investment was einer der Gr ist warum ich es nicht aktiv empfehle Und ein Investment nicht nur von der Anschaffung oder von der Miete sondern eben auch von ich muss die Daten erfassen und ich muss sie dann eben auch analysieren und dann muss ich eben auch basierend auf diesen Ergebnissen entscheiden okay was ist der n Schritt was wir
Buchempfehlung: The Happiness Advantage
Alright. Die nächste Frage. Was ist das interessanteste Buch, egal ob sportbezogen oder nicht, welches du heuer gelesen hast? Sehr gute Frage.
Durch Zufall hat mir Amazon, oder Amazon hat es im Sicherheit nicht durch Zufall gemacht, sondern ich habe durch Zufall gesehen, dass Amazon mir ein Buch vorgeschlagen hat, das einen relativ simplen Titel hatte. Aber ich dachte, komm, liest du mal nur die Zusammenfassung. Vielleicht ist irgendwas dabei. Der Buchtitel ist The Happiness Advantage.
Und zwar ist es Sean Aker. Habe ich gelesen, warum. Und dann war er einer der ersten Punkte, dass er einer der beliebtesten Kurse in Harvard gibt. Happiness-Kurs.
Er lehrt im Endeffekt Harvard-Studenten, die natürlich im ersten Moment, sie wurden angenommen in Harvard, sind dann überglücklich. Diese Glücksmomente sind sehr schnell weg und werden überschattert von Leistungsdruck, langen Tagen, Wettbewerb unter den Studenten und so weiter. Und im Kontext dessen hat er einen Kurs entwickelt, den er in Harvard gibt, der super beliebt ist, zum Thema quasi, wie werde ich glücklich. Und ein paar Dinge, die er in dem Buch beschreibt, waren nichts Neues.
Eine Sache, die er jedoch macht, fand ich aus praktischer Sicht faszinierend. Also was ich dann gemacht habe, bevor ich das Buch gelesen habe, war mein erster Punkt, der hat einen TED-Talk. Der TED-Talk ist sogar, ich habe geschaut, TED-Talk von 2012. Das heißt, es war zu einer Zeit, als die massive Inflation den TED-Talk noch nicht betroffen hat, sondern wo quasi TED-Talks tatsächlich noch das waren, was sie eigentlich sein sollten.
Angeschaut, die Punkte, die er gemacht hat, haben mich abgeholt. Auch sehr lustiger Kerl. Und dementsprechend war mein logischer nächster Schritt. Was genau sind seine Punkte?
Praktische Gewohnheiten zur Steigerung der Zufriedenheit
Und ein paar Punkte, die er macht, die vorher schon bekannt waren. Zum einen f etwas dankbar sein also grunds wer f etwas dankbar ist kann in dem Moment der Dankbarkeit nicht ungl sein Ein zweiter Punkt den er macht der auch viel Sinn macht ist wenn man quasi sich positiv hat es automatisch einen Effekt auf sein Gl Und sprich, gerade ich bin Schwabe im Schwabenland, gilt die Regel, nicht gemeckert ist genug gelobt. Sprich, wenn man sich irgendwo Feedback gibt, dann eigentlich nur, wenn es negativ ist, positives Feedback zu äußern, macht grundsätzlich wenig Sinn. Und da ist ebenfalls eine seiner Empfehlungen, dass man mindestens einmal am Tag sich zu etwas, wo es eigentlich basierend auf grundsätzlicher Verhaltensweise nicht zwingend notwendig ist, sich positiv zu äußern, sich positiv äußert.
Und dann ein dritter Punkt, der auch irgendwo logisch ist, dass egal welches Szenario, egal was passiert, man kann an allem etwas Positives sehen und man kann an allem etwas Negatives sehen. Und gerade jemand, der negative Gedankenmuster verfällt, der konzentriert sich, der sucht bewusst oder unterbewusst und oftmals mehr unterbewusst einfach die negativen Aspekte an Dingen. Ich kann mich erinnern, das ist auch schon Jahre her, hatte ich einen Kunden, der kam mit knapp 20% Körperfett und sein Ziel war unter 10% Körperfett. und es ging wirklich schnell voran. Und ich erinnere mich, er hatte 12,5% und er kam zum nächsten Termin, er wäre super begeistert, ja, Monat lief richtig gut, guter Fortschritt gemacht, er ist jetzt unter 10%.
Da war ich schon so, okay, 12,5 auf unter 10, das wird 2,6 weniger, das ist für einen Monat, das wäre schon extrem viel, ich bin zufrieden mit jeglicher Form von Fortschritt. Und er hatte ja nicht 9,9 oder weniger, sondern er hatte 10,3. Also von 12,5 auf 10,3. 2,5% Körperfett weniger in einem Monat. Das ist ein herausragendes Ergebnis.
Er hat grundsätzlich gute Fortschritte gemacht und gute Sprünge gemacht. Somit war ein weiterer, größerer Sprung definitiv zu erwarten. Er war todunglücklich. Er hatte dieses große Ziel, er wollte unbedingt 9, und er war 10,3.
Auch als ich ihm so ein bisschen die Zahlen gezeigt habe, wie ich ihn darauf fokussiert habe, schade mal den Unterschied zwischen heute und dem letzten Mal an. Er konnte es nicht verstanden. Ich verstehe ihn, er hat es nicht verstanden. Für ihn war einfach so, hey, ich bin nicht unter 10% Körperfett.
So ist eine kleine Welt für ihn zusammengebrochen. Und er war dann auch so schlecht gelaunt. Die absolute Mehrheit, wenn sie in einem Monat 2,2% Körperfett abbauen, war das der beste Monat, was Fortschritt angeht, jemals. Für ihn war einfach der Fokus auf diese negativen Gedankenmuster oder auf dieses, ich habe mein Ziel nicht erreicht, ich sehe nicht, was ich erreicht habe, sondern ich sehe quasi, dass ich am Ende vom Tag auch sicherlich ein gewisses unrealistisches Ziel einfach nicht erreicht habe.
Also aus diesen negativen Gedanken muss man auszubrechen und zu schauen, dass man sich auf die positiven Aspekte fokussiert. Und das waren so drei Punkte, die sind zentrale Elemente von dem, was Sean Eker macht und die auch irgendwo bekannt sind. Und das war für mich nichts Neues.
Dopamin und die Programmierung des Gehirns
Was für mich was Neues war, ist sein Fokus darauf, dass unser Hirn und damit unser Empfinden von Glück am Ende vom Tag programmierbar ist. Das ist Software, es ist programmierbar und wenn wir unser Hirn darauf programmieren, die positiven Aspekte zu sehen und wir diese positiven Aspekte quasi reinforcen, wir grundsätzlich besser darin werden, positive Aspekte zu sehen. Ein Unterpunkt, den er da gemacht hat, war, dass vor allem das Level an Dopamin ein entscheidender Faktor ist, unsere Sichtweise zu switchen. Also grundsätzlich, je mehr Dopamin vorhanden ist, desto einfacher ist es für jemand, innerhalb von kürzester Zeit, seine Sichtweise von negativ auf positiv zu ändern.
Und im Umkehrschluss, je weniger Dopamin vorhanden ist, desto größer ist die Hürde und desto höher das Risiko für so eine negative Abwärtsspirale, in der sich jemand befindet. Und sein Punkt war, wenn wir quasi Denkmuster umprogrammieren wollen, müssen wir das machen, indem wir dem System, der Software konstant Reiz geben. Und das war der Aspekt, den ich in der Form noch nie irgendwo gehört und gelesen habe. Vor allem natürlich auch, es ist ein schöner praxisnaher Tipp.
Seine Empfehlung ist es quasi indem man jeden Tag drei Dinge findet f die man dankbar ist Indem man jeden Tag sich was ist heute Gutes passiert und warum ist es mir passiert indem er sich jeden Tag positiv und noch ein paar andere Sachen macht Sein Denkmuster darauf programmiert, mehr die positiven Seiten zu sehen und zu empfinden und somit grundsätzlich das Level an Glück zu steigern. Ein paar Unterpunkte, die er macht, die ich auch sehr interessant fand, war zum einen, was auch relativ bekannt ist, dass Freiheit und Autonomie im Sinne von finanzieller Freiheit, also im Sinne von Geld, nur bis zu einem gewissen Punkt für mehr Glück sorgt.
Also wenn du eine gewisse Grundversorgung finanziell hast, führt mehr Geld nicht zu mehr Glück. Und ebenfalls, dass der IQ nur 25% des beruflichen Erfolgs ausmacht und damit auch nur einen kleinen Teil von dem persönlichen Glücksempfinden ausmacht. Ebenfalls den Punkt, den er macht, den fand ich ganz nett, dass die übliche Denkweise ist, ich arbeite hart, ich bin erfolgreich, dann werde ich glücklich und er das Ganze aus der anderen Richtung aufzieht. Ich bin glücklich, so kann ich erfolgreicher sein und somit arbeite ich gerne.
Mehr weniger hart, wie man sehen will. Einige sehr gute Punkte zu dem Thema gemacht. Der Hauptfokus, der für mich der war, wo ich sage, okay, das war großartig, ist eben, dass wir aktiv daran arbeiten müssen, unsere Software zu programmieren. Und quasi auch, selbst wenn sie programmiert ist, für Systemerhalt zu sorgen und gegebenenfalls aktiv dafür sorgen müssen, dass die Software unprogrammiert ist, wenn sie aktuell im Zustand ist, wo man sich in so einer negativen Abwärtsspirale befindet.
Das war das letzte Buch, das ich gelesen habe, von dem ich begeistert war, weil es grundsätzlich ein weitverbreitetes Thema ist, weil es ein Thema ist, zu dem es auch noch viel gibt. Aber sein praxisnaher Ansatz, basierend auf diesem Unprogrammieren, über tägliche Gewohnheiten, fand ich großartig. Kann ich so noch nicht. Macht viel Sinn und macht natürlich auch viel Sinn, dass sein Kurs in Harvard so beliebt ist
Kombination von HIIT mit Ganzkörpertraining
N Frage Noch eine Trainingsfrage und dann eine Frage au dem Bereich Training und Ern Vorletzte Frage. Wie am besten HIIT mit Ganzkörperplan kombinieren? HIIT ist High Intensity Interval Training, sprich die grundsätzliche Definierung von HIIT bedeutet hohe Intensität, Das heißt kurze Belastungszeiten, je nachdem wie man das individuell definiert, sind es grundsätzlich Belastungen von unter zwei Minuten. Und ein Intervall bedeutet, wir haben eine Belastung von unter zwei Minuten maximal oder ca. maximal gefolgt von einer Pause, was üblicherweise sowas wie Laufen oder Fahrrad ist, was aber auch mit anderen Modalitäten gemacht werden kann.
Wichtige bei HIT ist natürlich, dass die Gesamtkörperbelastung relativ hoch ist. Und dann Ganzkörpertrainingsplan. Ganzkörpertrainingsplan ist klassischerweise die Option, wenn jemand nur zweimal die Woche trainiert. Es gibt im Endeffekt drei verschiedene Möglichkeiten, einen Ganzkörpertrainingsplan in sich zu strukturieren.
Die klassischste und der häufigst verwendete ist, dass man ein halbes Training Beine macht, die Folge von einem halben Training Oberkörper. Die Frage, wie man das kombiniert, meine erste Frage ist, warum wird HIIT gemacht? Der Nummer eins Grund, um HIIT zu machen, ist, um Körperfettverlust voranzubringen. Außerhalb dessen gibt es weniger Szenarien, wo das wirklich Sinn macht.
Also Ganzkörperplan würde bedeuten, ich gehe zweimal die Woche ins Gym oder ich trainiere zweimal die Woche mit Gewichten, was für die meisten Leute bedeutet, ich gehe ins Gym. Und Beispiel könnte ein Szenario sein, ich kann zeitlich nicht mehr als zweimal die Woche ins Gym gehen, weil zum Beispiel das Gym für mich zwei Stunden Aufwand ist. Zwei Stunden Aufwand, weil ich eine Viertelstunde Anfahrt habe, dann muss ich mich umziehen, dann habe ich eine Stunde Training, dann muss ich mich wieder umziehen, duschen, habe wieder eine Viertelstunde Fahrt, bis ich zu Hause bin. Und dementsprechend sind es zwei Stunden Aufwand und basierend auf meinem Alltag und anderen Verbindlichkeiten, wie zum Beispiel Familie oder andere Interessen.
Zweimal die Woche kann ich ins Gym. Mehr schwierig umzusetzen. Ich würde gerne aber schnell einen Fortschritt machen. Das heißt, ich brauche mehr Training.
Das heißt, ich bin bereit, zum Beispiel ein- bis zweimal die Woche eine HIIT-Einheit zu machen. Hier ist der große Vorteil. Je nachdem, welche Optionen man hat. Beispiel der Klassiker wäre Laufen.
Wer in der N von Wald oder Wiese wohnt oder wer vielleicht auch in der Stadt wohnt aber zum Beispiel einen Berg vor sich hat um Bergsprints zu machen der kann einfach vor die T gehen je nachdem wie aktuell die Witterrunden sind und was der Plan ist, fünf bis zehn Minuten warm machen, also warm gehen, warm laufen, je nachdem was genau der Plan ist und dann 20 Minuten tatsächliches Training, fünf Minuten ausschwitzen und dann sind wir irgendwo bei 30, 35 Minuten, die man auch üblicherweise, je nach individuellem Tagesablauf, natürlich mal gut morgens reinschieben kann. Das heißt, wenn jemand kommt, ich will mehr Fortschritt machen, aber mehr als zweimal die Woche Gym ist einfach ablauftechnisch schwierig umzusetzen.
Was kann ich sonst noch machen? Hier macht es zum Beispiel Sinn, zweimal die Woche HIIT einzubauen. Vielleicht hat auch jemand ein entsprechendes Spinningrad zu Hause oder ein Rudergerät zu Hause oder vielleicht sogar ein Laufband zu Hause am besten ein nicht motorisiertes Laufband. Das ist vom Belastungsmuster ein bisschen idealer als ein motorisiertes.
Oder eben meine erste Wahl ist grundsätzlich immer, wenn es die Location erlaubt, draußen laufen zu gehen. Intervaltraining bedeutet grundsätzlich Sprints oder Bergsprints. Das wäre das häufigste Szenario, wo ich sage, okay, wir machen zweimal die Woche Intervalle plus zweimal die Woche Gym.
Planung von HIIT- und Krafteinheiten
und grundsätzlich der ideale Weg, die beiden zu kombinieren, ist so, dass beide sich nicht gegenseitig im Weg stehen. Einfaches Beispiel. Wenn ich jetzt zum Beispiel an einem Dienstagabend ins Gym gehe und Teil meines Ganzkörperplans sind acht Sätze für Beine, wie zum Beispiel sechs Sätze Kniebeugen, zwei Sätze Back Extension und dann sind meine Beine, vor allem meine hintere Kette, bestehend aus Beinbizeps, Gesäß und Rückenrecht mitgenommen und dann Mittwochmorgen, quasi weniger als 12 Stunden später, will ich eine Sprinteinheit machen. Dann kann natürlich sein, dass die Vorermüdung des Beintrainings am Abend zuvor immer noch so präsent ist, dass sie eben meine Leistungsfähigkeit bei den Sprints einschränkt.
Und dann wäre die einfachste Empfehlung mindestens 24 Stunden zwischen Niederwaltraining und Ganzkörpertraining zu lassen. Bei vier Einheiten die Woche wird es irgendwo knapp darauf rauslaufen, dass es jeden zweiten Tag ist. Bei der Strukturierung der Einheiten wird zum Beispiel so etwas wie Montagmorgen laufen, Dienstagabend Gym Donnerstagmorgen laufen, Freitagabend, Gym. Eine einfache Lösung, das so zu strukturieren, dass wir deutlich über 24 Stunden bzw. etwa 36 Stunden zwischen den Einheiten haben, sodass sich die einzelnen Einheiten gegenseitig nicht im Weg stehen, sprich die Ermüdung einer Einheit sich negativ auf die nächste Einheit auswirkt.
Das wäre der wichtigste Aspekt, wenn es um die Trainingsplanung innerhalb einer Woche geht. in der Kombination aus HI, T und Ganzkörperblatt.
Bewertung von Weinqualiät und Parker-Punkten
Alright, letzte Frage. Zweite Ask Me Anything Folge und bei den nächsten acht Fragen oder sieben Fragen, die wir heute durchgehen, sind nur sieben, weil von den acht Fragen ist zweimal eine Frage zum Thema Fitness Tracker. Ist jetzt die letzte Frage. Top drei Weine, die du getrunken hast. freut mich, dass es ein zweites Mal eine Weinfrage ist und eine Frage, die nicht einfach zu beantworten ist.
Grundsätzlich, was ist ein Top 3 Wein? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Weine zu bewerten und aus meiner Sicht sind es drei Kriterien, die grundsätzlich herangezogen werden müssen, beziehungsweise können, um einen Wein zu bewerten. Wer sich schon ein bisschen mit dem Thema Wein auseinandergesetzt hat, hat mit Sicherheit schon mal die Punkte gesehen. Der erste, der die Punkte popularisiert hat, ist ein ehemaliger Anwalt mit dem Namen Robert Parker, der ein Punktesystem von 100 Punkten eingeführt hat.
Es beginnt bei 50 Punkten und endet bei 100 Punkten. Wie jede Bewertung ist jeder Abschnitt dieses Systems oder wie bei jeder sinnvollen Bewertung ist jeder Abschnitt dieses Systems klar bewertet und ebenfalls verläuft dieses System auf einer klassischen gaussischen Normalverteilung. Das heißt, die Mitte ist eine glockenförmige, symmetrische Kurve. Der statistische Schnitt ist der höchste Punkt der Glocke und links und rechts fällt die Glocke exponentiell ab.
Wir haben 50 bis 100. Quasi Weine in den 50ern sind Weine, die untrinkbar sind, weil sie fehlerhaft sind. Weine in den 60ern sind Weine, keinerlei nennenswerten Charakter haben. 70 bis 80 ist quasi Durchschnittswein Genau genommen ist 75 die Mitte und basierend auf seiner Bewertung ein durchschnittlicher Wein Was ist ein durchschnittlicher Wein Rein statistisch ist es recht simpel In Deutschland kostet die durchschnittliche Flasche Wein, die verkauft wird, 3,60 Euro. Das heißt, 50% der Weine sind unter 3,60 Euro. 50% der Weine sind über 3,60 Euro.
Das heißt, dein üblicher 3,60 Euro Wein aus dem Supermarkt ist ein 75-Punkte-Wein. Gute Supermarktweine sind dann so bei 80 Punkten, was leicht überdurchschnittlich ist oder sogar teilweise in den unteren 80ern. Bei 85 Punkten beginnt die sogenannte Sparte des Fine Wine. Je nachdem, wie man rechnet, sind 5 bis 10 Prozent der Weinproduktion Fine Wine. 90 Punkte ist ein sehr guter Wein. 95 Punkte ist ein herausragender Wein.
Und 100 Punkte ist quasi... Das ist ein herausragender Weinberg, herausragender Winzer, herausragendes Jahr, wenn man es so einfach machen will. Statistisch gesehen, Parker selbst hat eine Website und bewertet Weine mit einem kompletten Team an Bewertern. Und er bewertet malzuausschließlich Fine Wine.
Das heißt, er bewertet primär 85 bis 100 Punkte. 90 Punkte ist bei ihm die statistische Mitte. also die Mitte seiner gaussischen normalen Verteilung ist 90 Punkte, das ist ein sehr guter Wein, was quasi die Definition von einem Fine Wine wäre. Und er hat 500.000 Verkostungsnotizen und Bewertungen auf seiner Website und etwa 1.100 Punkte Weine. Das heißt, es sind 0,2% der Fine Wine Kategorie, die auf diese 100 Punkte fallen. und wie gesagt, eine von drei Bewertungen ist diese Bewertung basierend auf der Parker-Skala. Es gibt viele andere, die diese Skala verwenden in leicht modifizierter Form, was aus meiner Sicht gar keinen Sinn macht, denn es macht nur Sinn, diese Form zu modifizieren, wenn sie besser ist als die Ursprungsversion und Parker-Punkte sind nach wie vor basierend auf dieser statistischen Verteilung und der klaren Definition der einzelnen Kategorien, die mit Abstand beste und wichtigste Form einen Wein objektiv zu bewerten.
Und das ist der Punkt. Parker Punkt bewertet objektiv die Qualität eines Weins basierend auf vier Aspekten. Seine Komplexit sprich Aromen und Textur Seine L das hei wie lang schnecke ich diesen Wein nachdem ich den Schluck gespuckt habe oder geschluckt habe Intensität, wie hoch ist die Intensität des Weines. Beispiel Wasser hätte eine sehr niedrige Intensität.
Und dann so üblicherweise sowas wie zum Beispiel ein Süßwein hat, statistisch eine deutlich höhere Intensität. Und der letzte Punkt ist Balance und Gleichgewicht. Wie stehen diese einzelnen Komponenten im Gleichgewicht?
Persönliche Vorlieben und emotionaler Wert
Wenn wir die Top 3 nur basierend darauf machen, wird es relativ schwierig klar zu definieren, was wären meine Top 3. Ich habe deutlich mehr als 300 Punkte Weine getrunken. Was direkt zum nächsten Punkt führt, die persönliche Präferenz. Es gibt Weine, die einer individuellen Person einfach aufgrund ihrer Art besser schmecken als andere.
Wir können 4, 5 Kalorien unterteilen. Rotwein, Weißwein, Schaumwein. gespritterter Wein und Süßwein. Und dann gibt es Personen, die sehr gerne Süßwein trinken, weniger Rotwein trinken. Das heißt, ein Rotwein mit 100 Punkten wird diese Person basierend auf persönlicher Präferenz bei weitem nicht so gut schmecken, wie zum Beispiel ein Süßwein mit 95 Punkten.
Und die dritte Bewertung wäre eine emotionale Bewertung. Das ist aber die irrelevanteste, denn sie ist grundsätzlich nicht reproduzierbar. Jedoch im Kontext von der Frage, vielleicht die beste in Kombination mit den anderen drei. Das heißt, Top 3 Weine, ich würde die Frage gerne umformulieren in, was waren die letzten drei Weine, die ich getrunken habe, die mich sehr überrascht und mitgenommen haben.
Und da braucht ihr ja nicht groß nachdenken. Es gibt viele Winzer in Deutschland, die einen guten Job machen und die gerade in den letzten 30 Jahren, als ich in Deutschland deutlich mehr Fokus in Richtung qualitiv sehr hochwertige Weine gelegt wurde, die da rausstechen.
Top Wein 1: Markus Molitor Riesling
Ich war im Januar an der Mosel mit meiner Frau und meinem Sohn. Januar ist eine großartige Zeit, um die Mosel zu besuchen, denn das Wetter ist richtig schlecht. Dementsprechend ist da nichts los. Wir waren bei Markus Molitor.
Das ist eine interessante Geschichte. kommt aus einer Winzerfamilie im Norden des Weinbaugebietes Mosel hat das v Weingut Er hat in den 80ern verstanden dass es ausgezeichnete Weinbergslagen an der Mosel gibt aber aus verschiedenen Gr wollte einfach in den 90er 80er 90er niemand Moselweine trinken Er hat einen schlechten Ruf und dementsprechend konnte er damals sehr günstig in Relation zu dem tatsächlichen Wert Weinberge kaufen und hat sich so nicht nur ein unglaubliches Portfolio an herausragenden Weinbergen angeschafft, sondern hat auch immer einen sehr, sehr großen Fokus auf qualitativ herausragende Weine gelegt.
Und ich würde sogar behaupten, er ist der beste Winzer Deutschlands, basierend auf drei Aspekten. Erstens, selbst auf unterstem Niveau, also seinem Einstiegsniveau, sind die Weine herausragend. Du kriegst bei ihm im Einstiegsniveau von 10 Euro Flaschen mit 90 bis 93 Punkten. Wenn ein Winzer imstande ist, im Einstiegsbereich schon so Qualität abzuliefern, ist es beeindruckend.
Auf seinem hohen Niveau schafft er es konstant, Weine im 98-100-Punkte-Bereich zu machen. Und der dritte Punkt ist das Spektrum an Weinen, das er macht. Er macht von Riesling, Chardonnay, Rotwein, seine Pinots sind mit die besten in ganz Deutschland und der Süßwein in Weißburgunder schafft das, über komplette Produktpalette herausragende Weine zu produzieren. und wir waren dort ein relativ schönes Anwesen, ein riesen Verkostungsraum. Normalerweise ist dieser Verkostungsraum voll.
An diesem Samstag, an dem wir dort waren, waren wir nicht nur die Einzigen zu dem Zeitpunkt der Verkostung, sondern wir waren interessanterweise die Einzigen an dem kompletten Tag. Ich hatte davor, als ich die Verkostung angefragt hatte, darum gebeten, dass jemand die Verkostung leitet, der imstande ist, technische Fragen zu beantworten. Das ist mir schon ein paar Mal passiert, dass quasi jemand auch das gut gemacht hat in anderen Weingütern, aber einfach selbst die kleinste technische Frage nicht beantworten konnte. Deswegen war hier meine spezifische Bitte, ob sie da jemanden haben, der auch doch technisch eine Expertise hat und so Fragen beantworten kann.
Marcel hieß der Kerl, hat sich herausgestellt, er hat auch eine Zeit lang in der Schule, im Internat in Stuttgart Winzer gemacht und hat jetzt in der Winothek gearbeitet und wir sind da hingekommen und er war gleich so, ja, wir haben eigentlich genug Zeit, hier so üblicherweise, hier ist eine Liste, Ihr könnt euch 8-10 Weine aussuchen. Ich hatte direkt auch ein bisschen was im Blick. Er hat was empfohlen und dann im Laufe dieser Verkostung hat er dann noch eine ganze Reihe von Flaschen gebracht, die gar nicht auf dieser Liste waren. Und da war eine Flasche dabei, das war Riesling, und zwar der Bern-Casteller Doktor.
Das ist eine Lage, die von manchen als beste Weißweinlage Deutschlands angesehen wird. Das ist ein sehr rarer Wein. Die Parzelle, die Molitor selbst hat, ist auch relativ klein. Das heißt, es gibt relativ wenig Flaschen.
Und er hat da wohl eine, vielleicht auch zwei Flaschen im Jahr, die er in seiner Winothek offen hat, die es zwar nicht offiziell auf der Liste gibt, aber er hat uns dann so ein kleines Schlückchen eingeschenkt. Zweimal ein bisschen nippen und das Glas war leer. Es war der beste Riesling, den ich in meinem Leben je getrunken habe. Der hatte quasi alles.
Also wenn ein Riesling 100 Punkte hat, dann dieser. Man kann sich das ein bisschen vorstellen, das ist wie Sprite. Also so eine Zitronen-Limetten-Mischung. Aber dann eben konzentriert, in Balance.
Es war salzig. Zwei Minuten nachdem der Schluck gespuckt war, hast du immer noch den Wein geschmeckt. Nachdem er das eingeschickt hatte, hatte ich im ersten Moment so gar nicht auf dem Schirm, er hat auch gar nichts gesagt, eingeschenkt, ich probiert. Und dann war erst mal ein paar Minuten Ruhe, bis ich irgendwie so realisiert habe, okay, wow, dann habe ich ihn gefragt, was es ist, habe mich dann auch natürlich riesig gefreut, als er gesagt hat, Bernkasteller Doktor.
Und dann habe ich mir noch mal etwas Zeit gelassen für den zweiten Schluck. Und es war ein junger Jahrgang. Und was auch interessant war, der war schon relativ, also normalerweise ist es so, junge Lagergänge von so hochwertigen Weinen, die normalerweise mindestens zehn Jahre Reife benötigen, überhaupt trinkbar zu sein, sind sehr verschlossen. Das heißt, man riecht nichts Großartiges.
Bei dem Waren war einfach so, du hast in das Glas reingerochen und der war schon voll da. Und dann war mein erster Gedanke so, okay, die Flasche ist auf jeden Fall schon ein paar Tage, wenn nicht sogar eine Woche offen. dass der Wein so viel Luft bekommen hat, dass er so expressiv ist. Und dann habe ich ihn gefragt, wie lange ist die Flasche offen? Und er sagt, schon ein Weilchen, er weiß nicht genau.
Er guckt mal nach und dann war diese Flasche einfach zwei Monate offen. Also die absolute Mehrheit der Weine, wenn die Flasche zwei Monate offen ist, bei vielen Weinen ist, wenn die Flasche ein paar Tage offen ist, war es das. Und der Wein ist oxidiert. In dem Fall hat ihm die Luft quasi gut getan und dann auch gemeint ja die ersten paar Wochen haben sie es gar nicht ausgeschenkt Sie haben es selber probiert und du hast quasi die Aromen waren nicht da Und mit dieser ganzen Luft und der Zeit, das kamen wir zum guten Zeitpunkt, die Flasche war dann auch schon zwei Drittel leer und die hat denen mit Sicherheit noch mal mindestens einen Monat Verkostungen gereicht.
War also dafür 2022er, drei Sterne Auslese, Bern-Casteller-Doktor von Markus Molitor, da gibt es nicht viele Flaschen, war für mich, weil ich damit überhaupt nicht gerechnet habe und der mich dann so beeindruckt hat, ein herausragender Wein und definitiv, wenn es sowas gibt, der beste Riesling oder es war der einzige Riesling, den ich jemals 100 Punkte gegeben habe, das heißt basierend auf meiner bisherigen Expertise, ist das faktisch rational und emotional der beste Riesling den ich jemals getrunken habe.
Top Wein 2: Pierre-Yves Colin-Morey
Der zweite Wein war ein ähnliches Szenario. Wir waren mit einer kleineren Gruppe essen und ich habe vorab schon mir die Weinkarte schicken lassen, was ich in dem Restaurant immer mache und habe mich dann auch mit dem Sommelier ausgetauscht und habe dann eine Liste an Weinen geschickt, die ich vorbestellt habe, um so quasi dieses Thema Studium der Weinkarte und Weinauswahl schon vom Tisch zu haben, wenn wir im Restaurant auftauchen. Und dann ist alles schon erledigt und dann spare ich mir auch diesen Aufwand, die Weinkarte zwei, dreimal durchzuarbeiten, um die entsprechende Wahl zu haben. Und bevor dann alle kamen, war ich schon mal unten im Restaurant und habe die ersten Flaschen aufgemacht und dann hat es ein bisschen länger gedauert, bis das Sommelier kam.
Und dann kam er mit zwei Flaschen statt mit einer, die er eigentlich bringen sollte. Und dann war er so, sorry, ich hatte die Flasche zur Seite gestellt. Mein Kollege wusste nicht, dass die reserviert ist und mein Kollege musste die irgendwann in der letzten Woche aufgemacht haben. Tut mir echt leid, ich habe hier zwei Alternativen.
Habe ich eine ausgewählt, war auch gut, aber war dann schon so, okay, ja, schade, aber passt. Damit war das Thema für mich auch gegessen und als wir dann zwei Stunden später zum Abendessen kamen, kam er mit der Weinkarte, hat die mir hingehalten und ein Wein, den ich mir ausgesucht hatte, weiß für einen Schauderni aus dem Burgund, hat gemeint, den hast du ja ausgesucht und ist mit dem Finger auf der Karte ein Stück weiter nach unten und hat gemeint wegen dem ersten tut mir leid sowas darf nicht passieren ich w gerne die andere Flasche aufmachen Ich rechne dir den ab den du ausgesucht hast Aber wenn es für dich passt, würde ich gerne diese Flasche aufmachen.
Produzent, von dem Produzent findet man online wenig. Flaschen kaufen geht sowieso nicht, aber wer sich für interessiert, Pierre-Yves Collin Moret. Wann immer es da eine Flasche gibt, vor allem mit etwas Flaschenreife, herausragend. Was ich gewählt hatte, war die Einstiegsvariante.
Was ich bekommen hatte, war quasi wahrscheinlich sein drittbester Wein. Erste Lage, Premier Grus, Chassagne-Morachet, Le Encaillé. Und es war unglaublich. Also, again, gleiches Szenario.
Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet. Das hat mich überrascht. Ich hatte die Flasche schon auf der Karte gesehen, habe aber nie in Betracht gezogen, dass das an dem Abend geöffnet wird. Es wurde geöffnet und es war dann auch, im ersten Moment war mein Fazit, 96 Punkte, einer der besten weißen Burgunder, die ich jemals hatte.
Das ist relativ breit, voll, viel so Popcorn, Butter, gerüsteter Sesam, großartig, also geschmacklich genau meins. Als ich danach mein Verkostungsarchiv durchgeschaut habe, war es sogar der weiße Burgunder, dem ich die höchste Bewertung gegeben habe. Und somit war da ebenfalls die Geschichte rational und dann eben auch emotional aufgrund den Umständen. Würde ich das als den zweiten der Top-3-Weine nennen.
Ja, er war großartig.
Top Wein 3: Gereifter Veuve Clicquot Champagner
Und Nummer 3, ich war letztes Jahr in der Woche vor Weihnachten, die Woche vor Weihnachten ist immer eine gute Woche, um so einen kleinen Trip zu machen und ein bisschen rauszukommen und ich war mit meiner Frau und meinem Sohn in der Champagne in Reims. Da ist vor Weihnachten das Wetter genauso schlecht wie in Deutschland und gleichzeitig ist aber deutlich weniger ruhig das heißt es deutlich ruhiger es ist deutlich weniger los als in deutschland in dieser vorweihnachtswoche und so haben jetzt ein paar mal gemacht dass wir dann nach frankreich gehen und dass wir damals weg gehen und dann auch das zweite mal dass wir da in frankreich waren und ich hatte eine Restaurantempfehlung direkt gegen der Kathedrale in Reims Das Restaurant ist eine klassische franz Brasserie La Grande Georgette Und mir wurde empfohlen, die Weinkarte hat eine relativ hohe Jahrgangstiefe.
Das bedeutet vor allem von Champagner und Häusern gibt es da viele Flaschen, 90er, 80er, 70er, 60er. was vor allem ein wichtiger Punkt bei Champagner, es ist im gereiftem Zustand die zerbrechlichste aller Weinarten. Also Reisen, eine gereifte Champagnerflasche, die reißt, der Reisestress tut dir meist nicht gut. Sie verliert nicht nur Kohlensäure, sondern wenn Kohlensäure rausgeht, geht Sauerstoff rein, die Flasche oxidiert und während andere Weine, wie zum Beispiel Süßweine und Rotweine, grundsätzlich deutlich antifragiler sind und sogar mit der Reife nochmal deutlich besser werden und den Reisen auch nicht ganz so viel ausmacht, tut die Reife zwar dem Champagner gut, aber Reisen ist kritisch.
Das heißt, alte Sachen in der Champagner zu trinken, vor allem in der Champagner, ist grundsätzlich eine kühle Region. Die Keller sind sehr kühl, wenig Reisestress logischerweise. Da was zu trinken, die Wahrscheinlichkeit einer sehr guten Flasche ist recht hoch. Online gibt es keine Weinkarte.
Ich habe eine E-Mail geschrieben, kurz erklärt. hier, wir kommen zum Mittag, wir haben reserviert und ob sie mir vorher schon die Weinkarte schicken können, haben sie leider verneint, aber mir dann zugesichert, dass ich definitiv auf ihrer Weinkarte etwas finden werde und dann bin ich dahin quasi, wusste nur, okay die Hamm Alters, auch der, der mir die empfohlen hat, da wusste ich, okay, wenn der mir die Karte empfiehlt, da wird was dabei sein und habe dann die Karte durchgeschaut war auch gerade, was diese Jahrgangstiefe angeht eine der beeindruckendsten Karten und Veuve Clicquot ist ein Champagnerhaus, das neben Moet sicherlich im mittleren Segment das mit Abstand bekannteste Champagnerhaus ist.
Es gibt eine klassische Einstiegs-Veuve Clicquot. Dieses gelbe Etikett kennt jeder. Veuve Clicquot macht auch einen Jahrgangs-Champagner. Der Unterschied zum klassischen Einstiegs-Champagner ist, der Einstiegs-Champagner ist ein Verschnitt aus Weinen von verschiedenen Jahrgängen, während im Jahrgangs-Champagner quasi nur die Trauben kommen aus einem Jahr.
Und das ist dann grundsätzlich auch ein sehr gutes Jahr, sprich ein Jahr, in dem die Trauben hohe Qualität haben. Wenn es ein Jahr ist, in dem die Trauben nicht die hohe Qualität haben, Abend wird der Jahrgangschampagner grundsätzlich kein Jahrgangschampagner gemacht. Und die hatten relativ alte Wöff-Glikot-Jahrgangschampagner. Und da gab es noch eine Flasche von 1996. 1996 war wahrscheinlich eines der Top 4 Jahre neben 2002, 2008 und 2013 seit 1990.
Also in den letzten 30 Jahren. Und die Flasche habe ich gesehen und dachte, komm, die Flasche hat wahrscheinlich die Stadt Reims noch nie verlassen. und sowas findet man quasi nie und das was die Flasche dann war also meine einfache Brasserie mein Mittagessen erinnere ich mich noch war ein klassisches Kalbsbries faustgroß also da ist bei den Franzosen so eine Brasserie ist es nicht irgendwie so ein Stückchen Kalbsbries als Vorspeise sondern meine Hauptspeise war ein Kalbsbries in der Größe meiner Faust und dann haben sie auch andere Gläser gebracht, was ich auch eine sehr schöne Geste fand. Und haben dann diesen Wöftelko geöffnet, der zu dem Zeitpunkt 28 Jahre alt war, knapp.
Das war kurz vor Weihnachten. Wenn ich das blind bekommen hätte, hätte ich im ersten Moment, basierend auf der Frische, niemals erwartet, dass der so alt war. Er hat sich dann mit etwas Luft deutlich entwickelt und hat dann schon so ein bisschen reife Noten gezeigt, die dann schon ein Indikator waren, das er schon ein gewisses Alter hatte. War eine Flasche, ich hätte nicht erwartet, Wiff Cliqueau aus 96 zu trinken.
Und die Flasche war in einem so guten Zustand. Es war eine der besten Flaschen des Jahres und definitiv eine der Flaschen die mit dieser klassischen Champagner was schon so ein bisschen ein geschliffener eleganterer einfacher, aber nicht im negativen Sinne einfacher Stil ist, ein bisschen ein massentauglicher Stil ohne großartige Ecken und Kanten. Aber das eben mit dieser großen Reife war meine Flasche Champagner, die mich schwer beeindruckt hat, die ich in dem nicht erwartet habe. und dann unter der Woche zum Mittagessen in Reims mit Blick auf die Kathedrale das zu trinken war definitiv diese Qualität zu trinken in diesem gereiften Zustand mit dieser herausragenden Qualität, also da war immer noch frisch, der hatte immer noch voll Bubbles und nach 30 Jahren ist eigentlich das Mousse ein bisschen weniger da war kein bisschen oxidiert also es war in keinster Weise einen Sauerstoff-Einfluss, also schmeckbar und ja, herausragende Flasche und dementsprechend würde ich das jetzt als die Top 3 nennen.
Das wären so die Top 3, die basierend auf den Kriterien die Top 3 für die Frage wären.
Schlusswort
Alright, das war die letzte Frage für das Ask Me Anything diese Woche und ich habe noch eine ganze Reihe von weiteren Fragen aus der letzten Instagram-Fragegrunde und bei Gelegenheit, wenn es Thomas und mir mal wieder nicht reicht, eine Folge zu zweit aufzunehmen, schieben wir dann die nächste Ask Me Anything-Folge, was dann Folge 3 sein wird, ein. Bis dahin. Ciao. Gute Woche.