Subjektive Wahrnehmung und Tagesform
Guten Morgen und herzlich willkommen. Deswegen auch die andere Einleitung. Ich kenne das manchmal, wenn ich Zähne putze. Ich habe eine elektrische Zahnbürste, die zählt die Sekunden.
Und das ist so krass. Es gibt Tage, da putze ich und dann bin ich so in Gedanken und dann gucke ich drauf und dann habe ich manchmal 2 Minuten 50, 3 Minuten. Ich auch. Und es gibt Tage, da putze ich und habe 1 Minute 30, habe das Gefühl, ich habe jetzt hier ewig gestanden.
Es ist wirklich krass, wie subjektives Wahrnehmen sich, weiß ich nicht, aufgrund von Tagesform, Verfassung, Energielevel, Müdigkeit oder was auch immer, Alkoholpegel, wie sich das verändert. Ja, gleiches Szenario kenne ich. Ich glaube, das ist auch so wie manchmal im Gym, wenn man so ich mache mich beim Bankdrücken warm mit 60 Kilo und dann hebe ich 60 Kilo raus und dann gibt es Tage, da fühlt es sich ultra leicht an und es gibt Tage, da ist es immer noch leicht, aber du merkst irgendwie, es fühlt sich schwerer an. Naja, nichtsdestotrotz.
WM-Prognosen und Büro-Tipprunden
Wolfgang, wer ist das WM-Orakel? Ich kann dir sagen, ich bin dieses WM-Orakel. Ich habe Spanien getippt als Weltmeister am Anfang. Ich habe die beiden Halbfinals richtig getippt.
Also ich habe auch das Tippspiel, also man muss sagen, ich habe sie nicht richtig getippt im Sinne von genau das richtige Ergebnis, aber ich habe entgegen aller Experten die richtigen Mannschaften getippt. Also ich habe gegen Frankreich getippt gehabt und ich habe auch für Argentinien getippt. Deswegen habe ich, und da bin ich schon stolz eigentlich nicht, weil am Ende hat es einfach nur mit Fachkompetenz zu tun. Habe ich zu Recht, muss man sagen, das Tippspiel von Training und Therapie in der Praxis gewonnen.
Wann habt ihr die Tipps abgegeben? Wie bitte? Wann habt ihr die Tipps abgegeben? Nachdem Deutschland rausgeflogen ist?
Nee, vor der WM habe ich Spanien getippt. Okay. Deutschland, 16. Finale, raus.
Man muss auch sagen, vielen Dank Rafa, der das wirklich alles organisiert hat. Und wir haben es so richtig, das fand ich so geil, wir haben es so oldschool gemacht. Wir haben es ausgedruckt oder Rafa hat es ausgedruckt. Auf einem DIN A4-Blatt in der Küche hatte jeder seinen eigenen Tipp-Sheet und hat richtig mit Kugelschreiber da noch draufgeschrieben.
Irgendwie 100 Mal geiler als in irgendeiner App, muss ich sagen. Weil man steht dann da beim Espresso und dann, wenn es in die heiße Phase geht, dann guckt man mal, was hat der getippt, was hat der getippt. Das macht schon deutlich mehr Spaß, als immer nur so für sich einfach nur eine App zu machen. Ja, also Shoutout Rafa, sehr gut, hat echt viel Spaß gemacht.
Und man sagt ja auch immer so, möge der Beste gewinnen. Und da muss ich sagen, das hat es auch diesmal. Sehr gut. Mich hat England gefreut, Argentinien, da Messi da seine Nationalmannschaftskarriere beendet hätte mit einem WM-Titel und vor allem zwei WM-Titel in Folge, das gibt es ja auch extrem selten.
Waren die letzten zwei Weltmeister, die nacheinander gewonnen haben, war das Uruguay damals? Ich weiß es nicht. Pelé und Brasilien. Hat Brasilien zweimal nacheinander gewonnen?
Ich fand, ja, aber ich fand es unterhaltsam, das Spiel.
Persönliche Erlebnisse während der Weltmeisterschaft
Hast du es geguckt? hast du es zu Ende geschaut? Ich habe kein einziges WM-Spiel geguckt. Wahnsinn, auch nicht das Finale jetzt, krass. Nee, da müssen die Uhrzeit geschlafen.
Ja, ich auch. Ich muss auch sagen, ich bin echt froh. Also auch, ich wohne ja sehr urban, kann man sagen. Und hier war jeden Tag irgendein Autokorso.
Die Marokkaner waren am schlimmsten, muss ich sagen. Ich fand es mega geil, dass Marokko so weit gekommen ist. Ich fand das Team und auch diesen ganzen Vibe super sympathisch. Aber die haben halt immer erst um drei gespielt oder so, bis nachts um, oder die waren um drei fertig, oder um fünf fertig und dann ging hier jedes Mal der Autokurs los und es sei ihnen wirklich gegönnt, aber dann denkst du so, oh fuck, das ist echt anstrengend, ich bin jede Nacht wach geworden.
Ja, eine Runde Mitleid, aber ja, nichtsdestotrotz, die WM ist geschafft und Wimbledon war zwischendrin auch noch, Alexander Sverev leider verloren, haben wir auch drüber geredet, glaube ich. Ja, und jetzt glaube ich, kann es auch mal wieder ganz normal weitergehen.
Newsletter-Rückblick: Schlaf und psychische Gesundheit
Wolfgang, wie geht es dir? Was gibt es auf deiner Liste oder was war im Newsletter diese Woche? Weißt du das noch? Newsletter ging es um den Schlaf.
Das erinnere ich mich. Ich hatte, glaube ich, zwei Newsletter in Folge mit dem Thema Schlaf und wie wichtig der ist. Was genau ich besprochen habe, das ist schon zu viele Tage her, als dass ich mich daran erinnere. Hast du es gelesen, Tommy?
Ich habe es leider nicht gelesen. War das nicht Omega-3-Qualität, warum der Totox-Wert mehr sagt? Das ist schon ein paar Wochen her. Totox-Wert, hast du es gelesen?
Nee, aber ich hätte ein anderes Thema, was ich gerade sehe und zwar, die meisten Probleme beginnen nicht im Kopf. Das ist ein schönes Thema, ist ein sehr schönes Thema und ein Artikel, der aus meiner Sicht eine sehr hohe Reichweite verdient. Ja, dann bitte. Es ist auch ein lustiges Foto dabei, weiß nicht, ob du das Foto vom Artikel gesehen hast.
Ja, habe ich gesehen. Von 2011. Da sieht Wolfgang noch richtig jung aus. Ja, 15 Jahre. 15 Jahre jünger.
Krass. 28. Aber ich muss sagen, du bist wirklich exakt so gealtert, wie ich es mir vorgestellt hätte. Also du siehst eigentlich immer noch exakt genauso aus, muss ich sagen. Wenig gealtert.
Und das bisschen, was du älter aussiehst, also auf diesem Foto, ihr könnt es sehen, auf der Y-Piece altert, war ziemlich zu erwarten. Okay, sorry, ich wollte nicht unterbrechen. Bitte.
Die physischen Wurzeln der mentalen Gesundheit
Warum beginnen die Probleme nicht im Kopf? Grundsätzlich das Thema Mental Health ist ja ein Thema, das vor allem in den letzten Jahren sehr viel Aufmerksamkeit bekommen hat. Das ist was Gutes. Vielleicht.
Am Ende vom Tag ist es ja eine Frage von was machen wir tatsächlich? Eine Hürde, die ich grundsätzlich sehe, ist wenn etwas, das nicht konstruktiv ist, einen Haufen Aufmerksamkeit bekommt. Deswegen gerade der Artikel soll den Spieß etwas umdrehen und soll einen konstruktiven Blick auf das Ganze bringen.
Die drei Säulen: Schlaf, Bewegung und Ernährung
Und zwar auf drei Grundsäulen. Schlaf, Bewegung und Ernährung. Also der Kopf ist ein zentraler Fokus, war er plus minus schon immer. Thema Mental Health ist definitiv gr geworden hat mehr Aufmerksamkeit mehr Aufmerksamkeit bekommen in den letzten Jahren was grunds Positives ist Mein Blick auf die Dinge oder ein Punkt, den ich als wichtige Perspektive auf die Dinge mache, ist, dass ein Großteil der Probleme, die mit dem Kopf zu tun haben, nicht im Kopf beginnen, sondern im Körper beginnen.
Dein körperlicher Zustand ist eine entscheidende Basis für deinen kognitiven oder mentalen oder emotionalen Zustand, wie auch immer in welche Richtung du da gehen willst. Und die drei Säulen sind Schlaf, Bewegung, Ernährung. Und am Ende vom Tag, jeder kann das nachvollziehen, wenn er sich darüber Gedanken macht. Hast du eine Nacht schlecht geschlafen?
In welchem mentalen Zustand bist du am nächsten Tag? Oder hast du zu wenig geschlafen? In welchem mentalen Zustand bist du am nächsten Tag? auf einer Skala von 1 bis 10 tendenziell eine kleinere Zahl. Hast du eine Nacht ausreichend und sehr gut geschlafen?
In welchem mentalen Zustand bist du am nächsten Tag? Das ist tendenziell eine höhere Zahl. Ich denke, darüber brauchen wir nicht diskutieren. Ja, es gibt Abweichungen.
Niemand schläft immer herausragend, logisch. Ziel ist natürlich, dass die durchschnittliche Baseline an Schlafqualität und Schlafvolumen so hoch wie möglich ist. Das heißt, Schlaf ist eine Säule. Eine zweite Säule ist Bewegung.
Bewegung grundsätzlich und natürlich auch im spezifischen Fokus auf Training. Jeder kennt es, dass wenn er trainiert hat und sich danach gut fühlt oder sich danach besser fühlt. Auch das ist gerade bei unserem Podcast. Ich gehe davon aus, dass 100% der Hörer des Podcasts Sport machen und 100% der Hörer des Podcasts hatten somit schon Trainingseinheiten, wo sie danach sehr gut gefühlt haben.
Und auch das Thema Bewegung grundsätzlich, viel sitzen, sich gar nicht bewegen, ist kontraproduktiv, sich mehr bewegen, ist positiv, was den mentalen Status angeht. Ich denke auch das ist, es ist für jeden nachvollziehbar, aber es ist in der Praxis bei weitem nicht so präsent, wie sich bei der geistigen oder bei der mentalen Komponente auf die mentale Komponente zu fokussieren. Und das dritte ist einfach die Ernährung, gleiches Spiel, jeder kann sich darüber Gedanken machen und findet da sehr schnell eine Antwort, was ist eine Mahlzeit, wo du dich danach überhaupt nicht gut fühlst, die einen negativen Effekt auf deinen mentalen Status hat und was ist eine Mahlzeit, wo du weißt, wenn ich das gegessen habe, danach geht es mir wirklich gut.
Und so sind Schlaf, Bewegung und Ernährung drei entscheidende Säulen und die drei entscheidendsten oder wichtigsten Säulen, was unsere Stimmung, Gedanken, mentaler State oder wie auch immer man es bezeichnen will, angeht. dementsprechend meinen Fokus weg von, wer sich zu viel Gedanken über das Mentale macht und einem mental gerade nicht gut geht, je mehr du dir Gedanken machst über Dinge, die gerade nicht laufen, desto mehr rücken die in den Fokus und desto potenziell größer werden sie. Ich finde auch, in dem Kontext muss man auch mal sagen, man betreibt zu häufig eine Form von additiven Intervention, wenn man das so nennen will.
Was ich meine ist, man fragt sich immer, was kann ich noch tun? anstatt sich zu fragen, was kann ich weglassen. Ich meine am Ende, aber wir sind halt auch so ein kleiner Nischen-Nerd-Podcast, am Ende machen wir das Gleiche, wenn wir dann irgendwie haben wir auch schon Geräte empfohlen oder wir haben schon über Geräte geredet, die den Vargus-Nerv stimulieren und so. Das sind alles tolle Tools, aber am Ende muss man, und da bin ich voll bei dir, gucken, okay, Punkt 1, schlafe ich genug? Also das ist erstmal, oder verbringe ich genug Zeit im Bett?
Das ist schon mal die erste Frage. Die zweite Frage ist, trinke ich genug? Esse ich gesund? Esse ich genug?
Ist auch eine wichtige Frage. Es gibt ja auch viele Menschen, die ernähren sich zu wenig. Ich habe es jetzt letzte Woche bei mir gemerkt, ich habe die letzten zwei, drei Wochen ein bisschen die Kohlenhydrate reduziert. Bei mir geht es mega schnell.
Ich habe ultra schnell Körperfett verloren. Ich habe aber auch gemerkt, wie ich am Ende echt Drive und Energie verloren habe. und dadurch, dass mich dann der Alltag mehr angestrengt hat, ich hatte auch schon wieder ziemlich volle Wochen, war ich dann auch emotional etwas, ja, also es war alles okay, ich habe ganz normal gearbeitet, aber ich habe gemerkt, es ist anstrengender, als wenn ich mehr Energie zuführe. Also was ich sagen will, ist, schlafe ich genug, esse ich genug, trinke ich genug, bewege ich mich genug und mache ich vielleicht von vielen Dingen auch zu viel. achte ich vielleicht zu viel auf die Ernährung im Sinne von Kohlenhydrate oder Energie reduziert, schenke ich Supplements und so zu viel Aufmerksamkeit und vernachlässige da einfach die Ernährung.
Das muss ich sagen, ging mir als junger Student so, dass ich ich habe zwar viel gegessen, aber ich habe mir gedacht das Wichtigste sind Proteinshakes oder irgendwie Kreatin. Das ist das kompensiert das schon. Das sind Ergänzungsmittel. Das heißt, die Basis ist Nahrung.
Und ja, oder welche Tipps und Tricks gibt es noch? Nee, mach einfach mal die Basics gut. Das ist wirklich das Simpelste und Einfachste. Mach einfach die Basics gut.
Und ein paar fancy Sachen machen Spaß, das verstehe ich. Aber wenn die Basics nicht passen, dir über den Wasserhahn im Gästebad Gedanken zu machen, macht erst Sinn, wenn du eine Wohnung oder ein Haus hast, das entsprechend groß ist, das ein Gästebad gibt. Oder wenn du dich mit Elektrosmog beschäftigst, was man auf jeden Fall machen kann, du aber nur vier Stunden schläfst und jeden Tag hart trainierst und völlig zu viel Stress auf der Arbeit hast, weil du einen Schichtdienst hast, dann ist Elektrosmog vielleicht ein Thema, aber jetzt nicht Prio 1. Und habe ich auch schon tausendmal gesagt im Podcast, aber es sei uns verziehen, da wir diesen Podcast seit über fünf Jahren machen.
Das ist ganz oft bei Patienten, die zu uns kommen, die zum Beispiel so klassisch Rückenschmerzen haben oder ich hatte jetzt auch einen Patienten, der sehr stark Sodbrennen hatte. Fand ich hochinteressant. Total netter, spannender, interessanter Patient, der da war. Hat seit ganz langer Zeit Sodbrennen, ist beruflich extrem erfolgreich und hatte den Termin gemacht, hatte irgendwie drei Monate Wartezeit und als er dann kam, hat er gemeint, es ist mittlerweile deutlich besser.
Er hat herausgefunden und jetzt lacht man vielleicht, aber am Ende ist es eine sehr wichtige Erkenntnis. Wenn er gewisse Dinge nicht isst, ist das Sodbrennen fast komplett weg und wenn er gewisse Dinge isst und trinkt, dann kommt es wieder. Und natürlich ist es am Ende Lifestyle. Also ich habe mir den angeguckt und ja, ich konnte so ein paar Sachen für den machen, aber ich habe dem auch völlig realistisch gesagt, du, wie du in der Vergangenheit selber gemerkt hast, 70 Prozent deiner Probleme oder 80 Prozent sind hausgemacht.
Das bedeutet Stress, Lifestyle-Management, Ernährung. Ich kann dir ein bisschen helfen, aber das Problem in den Griff bekommen das kannst nur du selber Und da war ich auch total happy weil ich dem nicht irgendwelche Quatschtermine verschrieben habe und gesagt habe ich sehe dich jetzt f oder zehnmal sondern der hat irgendwie nochmal ein Termin oder zwei Termine bekommen um das, was wir behandelt haben, auch unabhängig von der Sodbrennthematik sinnvoll ist. Danach sehe ich den zu Check-up-Terminen, aber ich sehe den jetzt nicht oft. und das sind immer so Patienten, das finde ich anstrengend, weil ich dann nicht diese drei, vier Wunderkniffe machen kann.
Weißt du, wie ich meine? Da ist es viel mehr Aufklärung, es ist viel mehr Lifestyle-Management, es ist Informationen mitgeben und dann hoffen, dass der Patient das umsetzt und das ist einfach extrem schwierig. Also zu sagen, ich verändere jetzt meinen Lifestyle, weil es mir damit nicht gut geht, das ist extrem schwierig. aber es ist das nachhaltigste was man tun kann ja Lebensmittel und so krass oder? Hast du mal richtig so ein Brett gehabt?
Einmal in meinem Leben und zwar Vollgas ich erzähle was von dem Szenario, vielleicht kommst du dann darauf und zwar war das oh jetzt muss ich überlegen welches Jahr das war 2003, 2004 Ich war mehrere Wochen in den USA und der Mann erst, ich war in New York und dann in Philadelphia, ich hatte beides Freunde, hab bei Freunden gewohnt, war dann wieder in New York und dann bin ich in New York angekommen und die ersten Tage bin ich einfach von morgens bis abends durch New York gelaufen und überall gab es diese 7-Eleven und überall gab es irgendwelche Softdrinks, die es quasi in Deutschland nicht gab.
So Sachen wie Dr. Pepper. Ja, ja. Vitamin Water.
Vitamin Water. Und ich habe dann einfach quasi, ich habe da auch nicht, ich glaube einmal am Tag bist du irgendwie essen gegangen. Gefrühstückt habe ich nicht. Sondern du bist dann quasi durch die Stadt gelaufen und jedes Mal, wenn ich dann Durst irgendwie hatte, bin ich in so einen Laden rein und habe mir dann, damals war das auch, das war eine komische Größe, ich glaube 600 Milliliter oder 700 Milliliter.
Also es war nicht diese klassische 0,5, es war aber auch kein Liter, es war so ein bisschen mehr. Und dann habe ich mir so ein Ding gekauft und quasi vier, fünf von diesen Dingern im Laufe eines Tages getrunken. Und dann so am dritten Tag hatte ich quasi Sodbrennen-Reflux beim Liegen. Ich konnte nicht schlafen.
Das hat dann tatsächlich nur so funktioniert, dass ich so halb im Sitzen geschlafen habe. Ne, so schlimm war das. Ich dachte, was ist jetzt los? So Hardburn ist das, wie der englische Begriff.
Und es war wirklich, am Anfang dachte ich, Und was ist jetzt los? Es ist ja quasi in der Brust und es hat gebrannt und es ist nur besser geworden, als ich dann quasi so gesessen bin. Und sobald ich wieder gelegen bin, hat es wieder gebrannt. Und da war ich so, okay, wow.
Dann bin ich in so eine Apotheke gegangen am nächsten Tag und die haben mir dann so Tabletten gegeben. Pantopazol. Aber da war relativ schnell klar, okay, jetzt habe ich dann so überlegt, nach drei Tagen, ich trinke quasi nur dieses süße Kohlensäure-Farbstoff-Aroma, Chemiewässerchen, drei Tage lang und ich habe dann einfach angefangen, wieder stilles Wasser zu trinken und innerhalb von einem Tag war es weg. Das ist so krass.
Ich habe letztens einem Kumpel ein Foto geschickt, da stand ich in der Tankstelle und jetzt werden vielleicht viele sagen, so, hey, ist doch völlig klar, das ist überhaupt keine Beobachtung oder Erkenntnis. Für mich war das eine. Ich stand in der Tankstelle hier in Frankfurt, ganz klassisch, also klassische Kettentankstelle, so wie wir sie alle kennen, wo wir wahrscheinlich alle regelmäßig tanken. Ich stand in dieser Tankstelle, Wolfgang, ich habe nach rechts geguckt, ich habe nach links geguckt, es gibt dort kein einziges gesundes Produkt.
Du lachst jetzt und das ist vielleicht so, ja klar, aber bitte, wenn ihr das nächste Mal in einer Tankstelle steht, es ist nicht mal, dass es kein gesundes Produkt gibt. Ich würde sogar die Hypothese umdrehen und sagen, es gibt ausschließlich Produkte, die der Gesundheit schaden. Und ich bin jetzt nicht christlicher als der Papst, aber ich nasche auch mal was und ich trinke auch mal einen Wein. Aber du stehst da, es gibt ausschließlich Süßigkeiten.
Es gibt nur Riegel. Es gibt nur Süßes. Es gibt eine Eistruhe. Dahinter ist ein gesamtes Regal.
Zigaretten, Vapes, Longpapes. Hast du nicht gesehen? Es gibt eine Auslage mit Bockwurst, mit Frikadellenbrötchen, mit Mayonnaise und allem möglichen drum und dran. Es gibt nichts Gesundes.
Ich habe ein Foto gemacht, das ist wirklich insane. Alle Produkte schaden deiner Gesundheit. Wahrscheinlich würde ich noch die Hypothese aufstellen, dass je häufiger du in einer Tankstelle bist, desto tendenziell ungesünder lebst du. Also dass da eine Kausalität besteht.
Das ist insane. Und du fragst dich, das kann doch gar nicht sein. Warum gibt es nicht, ich meine, ich kenne so viele Menschen, jetzt klar leben wir wahrscheinlich in einer Bubble, aber ich glaube, es gibt mehr, als man denkt, die auch voll viel Bock auf ein gesundes Angebot hätten. Ich meine, wir haben das auch schon tausendmal besprochen.
Autogrill in Italien ist halt das allerbeste Beispiel, dass du auch einfach mal irgendwie Melone mit Schinken oder so da anbieten kannst, aber also Bananen, Äpfel, Birnen, Manskir, weiß ich nicht, einfach ein bisschen Joghurt, ein paar Blaubeeren, das kann doch nicht sein, dass es ausschließlich Produkte gibt, die die Gesundheit schädigen. Also wirklich, achtet mal drauf und ich finde, wenn wir den ganzen Tag, ich bin ja auch schon gebucht worden von diversen Krankenkassen oder Gesundheitsanbietern oder whatever, die dann häufig einen Auftrag haben, präventiven Content zu liefern, damit Versicherte irgendwie Zugang zu besserem gesundheitsfördernden Content haben.
Warum nutzt man nicht diese Power und sagt, jede Tankstelle oder whatever muss gesunde Produkte, eine gesunde Ecke anbieten, eine grüne Ecke, eine Bio-Ecke, you name it, ist mir scheißegal. Aber irgendwas Gesundes. Das kann nicht sein. Also das finde ich zu krass.
Die Frage ist, der Konsument, wie reagiert er? Also gibt es hier genug Konsumenten, die sowas konsumieren? Einfaches Beispiel. Bei Lidl in Schweden wird Iberico-Schwein verkauft.
Ich weiß nicht, was da das Kilo in Schweden kostet, aber jetzt sagen wir einfach, das Kilo kostet 40 Euro. Wenn ich bei Lidl in Deutschland Schweinefleisch f 40 Euro das Kilo in die Auslage lege da berichtet die Bild ob Lidl den Verstand verloren hat wie man so Fleisch anbieten kann Was sagst du? Ja. Also der Konsument entscheidet und wenn die Nachfrage da ist, Beispiel, Frische Paradies.
Frische Paradies ist wahrscheinlich jedem ein Begriff, ist eine Supermarktkette, die primär High-End-Lebensmittel haben. Zeitlang gab es einen Betriebsleiter in Stuttgart in der Filiale, mit dem habe ich mich gut verstanden und wir haben uns regelmäßig unterhalten und auf eine dünne Scheibchen TK Ware da. Da habe ich gemeint, wie kommt das jetzt? Sie haben bisher keins da gehabt, weil die Nachfrage relativ gering war, aber in der Filiale in München werden mehrere Kilo davon jeden Samstag verkauft.
Jetzt haben sie sich überlegt, sie tun mal ein bisschen was her und gucken, ob das wegkommt. TK-Ware. Nicht frische Ware, TK-Ware. Zwei Monate später war das Wagyu wieder weg und es gab seitdem auch keins mehr.
Das heißt, ja, das gibt es, aber der Konsument in München will das, denn es werden mehrere Kilo jeden Samstag verkauft. Der Konsument in Stuttgart aber offensichtlich nicht. Und das ist nicht gegen Stuttgart oder für München, sondern das ist einfach ein Hinweis darauf, wie 7-Eleven. Und 7-Eleven ist jetzt weit entfernt von was ist 7-Eleven?
Kiosk? In den USA gibt es 7-Eleven oft in Tankstellen, aber auch 7-Eleven ist ein Kiosk. 7-Eleven ist kein High-End-Kiosk. In Japan verkauft 7-Eleven Sashimi. Und zwar nicht wie Rewe-Sushi, wo der Lachs tiefgefroren wird, sodass man dann mit einem scharfen Messer hauchdünne Scheiben runterschneiden kann, sodass es nach viel Lachs aussieht, obwohl es kaum Lachs ist, sondern halt einfach Sashimi, das einen Zentimeter dick ist.
Und das funktioniert natürlich nur, wenn der entsprechend gedreht wird. Also du kannst jetzt nicht zwei Packungen Sashimi am Tag verkaufen und deine Auslage haben, sondern Sashimi ist was, das funktioniert nicht nur, wenn Nachfrage da ist, sondern die Nachfrage muss auch noch so hoch sein, dass du das Produkt so oft drehst, weil es ein frisches Produkt ist, dass es überhaupt Sinn macht, das in die Auslage zu packen. Zurückzukommen auf die Sodas in New York, ich habe da wahrscheinlich in drei Tagen 15 so Dinge getrunken und ich habe nicht zweimal das gleiche getrunken. Es war immer neu.
Das Angebot ist ein komplett anderes, weil die Nachfrage auch eine andere ist. Und klar, die Tankstelle kann das anbieten, aber der Konsument muss das auch fordern. Das ist das gleiche Spiel mit dem Thema Restaurant. Es gibt großartige Restaurantkonzepte, aber du brauchst halt auch den Konsumenten, der das fordert und dann da auch hingeht.
Wenn du dann ein großartiges Restaurant in Stuttgart aufmachst, aber Wolfgang taucht da alle zwei Wochen auf, davon kannst du halt nicht den Laden bezahlen. Ja, auf jeden Fall. Ich glaube, dass man sein Publikum aber auch erzielen kann. Ich glaube, wenn du da mehr gesunde Möglichkeiten schaffst, dass da auch was kommt.
Ich glaube auch nicht mal, dass der Absatz da so schlecht wäre. 100 Prozent. Ich würde gar nicht mal sagen erziehen, sondern du musst den Konsumenten ausbilden, um gerade auf das Restaurantthema zurückzukommen. Der Konsument muss ja erstmal verstehen, was es da gibt und muss dann das in Anspruch nehmen. Und du hast das zum Beispiel, so ein Klassiker, du machst ein Restaurant und du bietest ein Menü an.
Du arbeitest in allererster Linie mit Menü. Und dann gibt es da halt Gäste, die kommen, die essen zu zweit ein Menü und trinken eine Flasche Wasser. Und das Recht haben sie natürlich auch als Gast. Aber wenn du dich ein bisschen mit der Wirtschaftlichkeit auseinandersetzt, dann ist es halt Minusgeschäft.
Das funktioniert für ein Restaurant nicht. Also dann machst du halt als Gast, keine Ahnung, 50 Euro Umsatz pro Kopf und das funktioniert für so ein Menü-Restaurant einfach nicht. Das heißt, das funktioniert, wenn zwei Personen, das Minimum ist zwei Personen, zwei Menüs, eine Flasche Wein. Beispiel, um in eine Großstadt zu gehen, wo alles ein bisschen fortschrittlicher ist.
Es gibt mittlerweile in New York eine App zur Reservierung von Restaurants. Und da kannst du quasi auch Restaurants reservieren, die sehr schwierig zu reservieren sind. Der Unterschied ist, dass diese App quasi einen Mindestumsatz bucht. Das heißt, du kriegst einen Tisch, das Restaurant bietet diesen Tisch an, du kriegst ihn aber nur quasi, du bezahlst bei Reservierung, du musst mindestens so und so viel Euro Umsatz machen, so und so viel Dollar Umsatz machen.
Wenn du das nicht machst, wird trotzdem, also keine Ahnung, pro Kopf 300 Dollar. Wenn du halt pro Kopf nur 200 Dollar Umsatz machst, gehen trotzdem 300 Dollar weg von deiner Kreditkarte. Das heißt, das Restaurant bietet dir den Platz, hat aber gleichzeitig die Sicherheit, der kommt jetzt nicht und trinkt ein Bier und isst eine Pasta. Denn das funktioniert wirtschaftlich für uns nicht.
Das ist wie, wenn die Aral in Frankfurt Süd 15 Packungen Nüsse hinmacht und der Thomas alle drei Wochen vorbeikommt und eine Packung Nüsse mitnimmt. Und alle anderen kaufen Dicknecks. Und da ist der Konsument, der Konsument muss ausgebildet werden, dass er versteht, guck mal, da gibt es was, das hat Wert und ich muss meinen Beitrag dazu leisten, dass es den Wert weiter gibt. Und die Bildung des Konsumenten ist eine relativ langwierige Geschichte und hängt von vielen kulturellen Faktoren ab.
Ich meine, wenn du einem Kind immer nur Knick-Knacks hinhältst oder skittlet, dann ist das Kind auch nur das. Aber wenn du vielleicht mal, weiß ich nicht, Bananen oder sonstiges, kann man ja auch ein bisschen sexy zubereiten. Ich finde auch diese Wassermelonen geschnitten immer geil, aber viel zu teuer. Also viel zu teuer.
Ich sehe das da nicht ein, für so eine kleine Schale vier Euro irgendwas zu zahlen. Wenn wir da bei zwei Euro, drei Euro wären, würde ich das noch verstehen. aber ja. Wolfgang, aufgrund der vorangestellten Zeit hätte ich nur noch die Frage, gibt es ein Hamza-Frakt oder gibt es das nicht? Nein.
Okay, nicht schlimm. Heute nicht. Nächste Woche. Wir verknappen.
Ich muss los, ich bin schon fünf Minuten über meinem Termin. Es ist alles hier ziemlich tough getaktet, auch im Homeoffice. Wolfgang, vielen Dank für deine Zeit. Ich freue mich auf nächste Woche und wünsche euch viel Spaß und bitte, ey Leute, achtet mal drauf.
Ihr könnt mir auch gerne ein Foto schicken aus eurem, na wie heißt es, aus eurer Tankstelle. Macht mal ein Foto oder achtet mal bewusst darauf, welches Angebot es bei euch gibt. Wenn ihr ein gesundes Angebot habt, schickt mir das mal. Würde mich auch freuen.
Ich bin ja auch gerne bereit, andere Geschichten zu erzählen, aber ich selber achte im Moment drauf und stelle fest, in Deutschland gibt es das nicht. Liebe Grüße, viel Spaß beim Tanken und wir hören uns nächste Woche. Dem schließe ich mich an. Ciao.
Gute Woche.