Einleitung und Karriere-Highlights
Herzlich Willkommen zur neuesten Episode. Mein Gast in dieser Episode ist Matthias Botthoff. Er ist ein IFBB Profi Bodybuilder. Er hat 2012 die Arnold Classic bei den Amateuren gewonnen und er führt sein eigenes Fitness- und Kampfsportstudio, die Sportschule Gunsberg.
Ich spreche mit Matthias in dieser Episode über seinen Weg zum Profi Bodybuilder, über Training und Ernährung im Bodybuilding, sowie über die Wichtigkeit des richtigen Trainingsumfelds und der richtigen Trainingspartner. Viel Spaß bei der Episode. Matthias, herzlich willkommen im Podcast. Ja, vielen Dank für die Einladung.
Ich freue mich, hier in Stuttgart zu sein und hier in deinem kleinen privaten Studio. Und ehrlich gesagt, ich bin schon richtig gespannt, über was wir uns heute so unterhalten werden. Ich denke, das erste Thema, das am meisten Sinn macht, ist Bodybuilding. Du bist ja einer der ganz, ganz wenigen Deutschen, die es geschafft haben, eine IFBB Pro Card, also quasi die wichtigste Profi-Karte oder Profi-Status im Bodybuilding zu erreichen.
Ja, sagen wir mal so, es war früher relativ schwer, diese Profi-Karte zu bekommen. Eigentlich gab es nur drei Möglichkeiten. Du wirst Europameister, Weltmeister oder gewinnst die Arnold Classics, also die Veranstaltung von Arnold Schwarzenegger, die in Columbus, Ohio stattfindet. oder damals war es zumindest in Columbus, Ohio. Mittlerweile macht Arnold Schwarzenegger das auf jedem Kontinent.
Das heißt, es gibt mehr Arnold Classics Veranstaltungen. Und mittlerweile ist es auch so, dass es etwas leichter geworden ist, diese Profikarte zu bekommen. Vielleicht hat man sich irgendwann gedacht, es gibt doch ein bisschen weniger Profis nach und nach. Wir brauchen ein bisschen mehr Geld in der Kasse.
Und deswegen werden mittlerweile die Profikarten doch großzügiger verteilt. Aber damals war das schon eine besondere Sache. Mittlerweile ist das alles ein bisschen abgeebbt. Aber der Sieg der Arnold Classics, wo ich diese Profikarte bekommen habe, das war schon ein absoluter sportlicher Highlight und war zu dem Zeitpunkt auch so groß, weil ich halt der erste Deutsche war, der das gewonnen hat.
Allerdings im Amateurbereich. Es gibt die Arnold Classics für Amateure und einmal für Profis. Ein Jahr später hat es dann der Dennis Wolf auch bei den Profis gewonnen. Dennis Wolf ist einer der erfolgreichsten deutschen Bodybuilder? definitiv, der war nochmal eine ganze Hausnummer größer als ich und hat da wahnsinnige Erfolge geholt war auch nochmal eine ganze Ecke massiver als ich auch wenn man sich das vielleicht nicht vorstellen kann wenn man bei mir auf die Instagram geht und sich Bilder von mir anschaut da gibt es tats noch Jungs die in der Ecke kr sind und massiver sind und der Dennis Wolf war einer von denen der wohnt allerdings mittlerweile in den USA in Las Vegas Auch für Bodybuilding? oder so rübergezogen.
Der ist damals aufgrund von Sponsoren ist der nach Las Vegas gezogen, weil halt ja, man muss schon sagen, die Bodybuilding-Welt spielt sich halt größtenteils schon in Las Vegas beziehungsweise in den USA ab. Und diese großen Wettkämpfe sind natürlich auch in den USA. Der Mr. Olympia oder das Olympia-Weekend, wo dann jährlich die besten Bodybuilder aufeinandertreffen, das findet auch in Las Vegas statt.
Und irgendwann muss der halt dann die Entscheidung treffen, hat gesagt, ich gehe in die USA. Der Nähe wegen rüber.
Genetik und Körperbau im Bodybuilding
Was bei dir interessant ist, du sagst, du warst ein bisschen zu wenig Fleisch. Du bist recht groß für ein Bodybuilder. Ja, ich bin für einen Bodybuilder eigentlich zu groß. Es gibt ja immer so verschiedene, wo man sagt, das ist optimal und so.
Ein Basketballer sollte halt groß sein, ein Bodybuilder sollte vielleicht etwas kleiner sein. Die besten Bodybuilder liegen so zwischen 1,70 und 1,75. Das ist so eine angenehme Größe, wo es noch gut aussieht. Wenn man dann irgendwann zu groß wird, dann sieht man halt zu schlank aus, ist man zu klein, sieht zu gedrungen aus.
Und im Bodybuilding ist die Größe halt kein Vorteil, weil man halt eine extreme Muskelmasse aufbauen muss, bis die Muskeln halt so rund und voll aussehen wie bei einem kleinen Bodybuilder. Mit 1,88 m falle ich da schon aus dem Normmaß raus. Ich war immer einer der Größten auf der Bühne. Auch so ein Dennis Wolf zum Beispiel, der war schon immer sehr groß.
Der hat 1,80 m gehabt, ich lag da nochmal eine ganze Ecke drüber. und dann schleppst du in der Aufbauphase schon 140 Kilo mit dir rum. Hast zwar immer noch ein Sixpack, aber 140 Kilo. Und in der Wettkampfphase habe ich so ein Wettkampfgewicht von 120 bis 125 Kilo gehabt. Also Muskelmasse ist das schon sehr, sehr viel.
Das hätte leicht, um da wirklich vorne mitzumachen, hätte es noch mehr sein müssen. Und klar, je mehr Muskelmasse, desto schwieriger ist es, die Masse aufzubauen, je mehr Zeit musst du investieren, logischerweise.
Ernährung und Kalorienzufuhr bei Profis
Für 140 Kilo musst du mehr als zwei Packungen Reiswaffeln am Tag essen. Definitiv. Also der Bereich Ernährung ist da ein extrem großes Thema und ich glaube auch für Otto Normalverbraucher gar nicht vorstellbar wie viel Zeit und M da so ein Bodybuilder rein investiert und an der Stelle muss ich auch mal eine Lanze brechen f die ganzen Bodybuilder die nat auch teilweise so ein bisschen als dumm hingestellt werden und das mag auch viele zutreffen keine Frage, aber im Grunde genommen haben glaube ich viele Sportbereiche durch die Ernährung des Bodybuilding-Sports gelernt und mittlerweile ist es glaube ich auch im Mainstream angekommen, dass eine proteinreiche Ernährung mehr Vorteile als Nachteile hat, während das ja vor Jahren noch verpönt war.
Ich kann mich noch daran erinnern, als meine Mutter die ersten Eiweißprodukte bei mir im Kinderzimmer gesehen hat, ist sie total amok gelaufen und du machst dir die Nieren kaputt und das ist alles schädlich und hin und her. Mittlerweile ist, glaube ich, in der breiten Masse in der Gesellschaft die eiweißreiche Ernährung angekommen. Man kennt die Vorzüge von proteinreicher Ernährung, mittlerweile sogar von Aminosäuren oder Kreatin. Alles, was der Bodybuilder schon vor Jahren gemacht hat, kommt so langsam bei der breiten Masse an.
Und ich glaube, da haben wir Bodybuilder was Gutes getan. Sicherheit. Das ist ein guter Punkt. Das ist mir auch so gar noch nicht aufgefallen, dass im Endeffekt Bodybuilding der erste Profisport war, der tatsächlich dieses Thema Ernährung in den Mittelpunkt gerückt hat.
Und dann, gerade am Anfang, die meisten Sportarten haben sich daran orientiert. Das Thema Ernährung. Im Endeffekt jeder, der ins Fitnessstudio geht, Männer öfter als Frauen, und ich will zunehmen, du musst mehr essen. Du hast auf 1,88 Meter 140 Kilo gehabt.
Wie sieht mehr Essen tatsächlich aus? Wie viel hast du zu dem Zeitpunkt? Also in der Phase, wo du ein sehr hohes Trainingsvolumen hast, musst du natürlich dann wirklich essen. Das sieht dann auch so aus, dass du ca. 6 bis 8 Mahlzeiten am Tag machst.
In den 10 Jahren, wo ich Wettkampfbodybuilding gemacht habe, habe ich keine Mahlzeit zu mir genommen, die nicht abgewogen war. Das heißt, ich habe zehn Jahre lang jede Mahlzeit gewogen, gemessen, speziell getimt, also Kohlenhydrat-Timing, dass du nach dem Training sofort deine Kohlenhydrate isst und so. Also wirklich sehr penibel, teilweise, ja man könnte es schon ein bisschen krankhaft nennen. Das heißt, du bekommst sofort Panik, wenn du mal drei Stunden nichts gegessen hast, du könntest Muskeln verlieren.
Natürlich alles total übertrieben und sehr speziell, aber der Bodybuilder versucht natürlich seine Ernährung zu optimieren. Er überlässt da nichts den Zufall und so war es halt auch bei mir, dass tatsächlich, wie eben schon gesagt, zehn Jahre lang alles abgewogen wurde. In der Phase kurz vor den Wettk ist es sogar so dass du jedes Supplement sogar dein Salz wird abgewogen und nachher auch die Trinkmenge die du zu dir nimmst Also man ist da extrem penibel und in der Aufbaufase kommen da schon Nahrungsmengen zustande wo du schon mal 6000 Kalorien und auch mehr zu dir genommen hast Wobei ich sagen muss, bei 4.500 Kalorien, wenn du die mit sauberer Nahrung zu dir nimmst, und mit sauberer Nahrung meine ich unverarbeitete Lebensmittel, also Lebensmittel, wo kein Etikett drauf ist, wo 20 verschiedene Inhaltsstoffe drin sind, sondern Lebensmittel, die unverarbeitet sind.
Reis ist Reis, da muss ich nicht draufschreiben, was drin ist. Oder eine Haferflocke ist eine Haferflocke. Und wenn du von unverarbeiteten Lebensmitteln mal so 4.000 oder 4.500 Kalorien zu dir nimmst, da ist normalerweise jeder Mensch rundum versorgt und auch pappsatt. Das heißt nachher dann, das ist schon so eine Art Stopfen, du musst mehr essen, als du eigentlich Appetit hast.
Und ich bin da ganz ehrlich, mir ist es schwer gefallen. In der Aufbauphase, wo ich so viel essen musste, habe ich gejammert. Ich bin satt, ich bin satt, ich kann nicht mehr. und in der Diät habe ich rumgeheult, weil ich die ganze Zeit Hunger hatte. Also irgendwie war ich immer ein sehr schlechter Esser.
Aber wie eben schon angesprochen, das geht dann so in den Bereich von 6000 Kalorien und dann sah das tatsächlich so aus und das bitte jetzt nicht eins zu eins übernehmen, weil diese extreme Bodybuilding-Ernährung ist natürlich auch wieder nicht gesund, um Gottes Willen, aber das waren dann schon zwei Kilo Fleisch am Tag, 30 Eier und fast ein Kilo Quark, also da kommt schon was zusammen, was du allein an Protein zu dir nimmst in dieser Form. Dazu kommt dann noch natürlich Kohlenhydrate, Fette. Die Kohlenhydrate beziehst du aus Reis, Kartoffeln, Nudeln, Haferflocken, habe ich sehr gerne gegessen.
Und die Fettquellen sind da relativ gering. Der Bodybuilder ernährt sich halt eher Kohlenhydrat- und eiweißreich. Die Fette werden da so ein bisschen vernachlässigt. Das Fett beziehst du aus den paar Eiern, die du gegessen hast.
Und ab und zu halt mal ein bisschen Öl. Und das war es. Ansonsten isst man halt mageres Fleisch. fettarmes Fleisch, Hühnchen, Tartar, Pute, auch mageren Fisch. Wenn man dann mal ein bisschen mehr Fett essen möchte, ist man halt mal ein bisschen Lachs.
Also alles in allem eine sehr saubere Ernährung. Bisschen Obst, bisschen Gemüse dazu, in der Aufbauphase weniger, in der Diät mehr. Das heißt, in der Diät versuchst du halt dann Lebensmittel zu dir zu nehmen, die einfach mehr Volumen haben, also mehr Salat. Das hat ja insgesamt wenig Kalorien, aber du kannst schon mal so ein Kilo Brokkoli essen oder so ein Kilo Gurke, dann hast du was im Bauch.
Der Magen-Darm-Trakt ist beschäftigt, in der Aufbauphase wird es dann natürlich ein bisschen weniger. Und so Kleinigkeiten wie Obst, Bananen, Apfel, Beeren, die sind natürlich auch immer in so einer Ernährung enthalten.
Mahlzeitenplanung und Lebensmittelauswahl
Wenn du so zurückdenkst, was war die Mahlzeit, die am einfachsten zu essen war? Sowas wie Hühnchen mit Reis oder Tartar, Kartoffeln? Also ganz ehrlich, wenn du eine gewisse Zeit lang zwei Kilo Fleisch am Tag zu dir nimmst, du hast irgendwann beim Hühnchen das Gefühl, du schmeckst die Federn vom Huhn. Das ist dann immer witzig, das wird dann echt eklig. meine Lieblingsmahlzeit war eigentlich und das hört sich jetzt ganz schlicht an, aber mir hat das halt immer geschmeckt.
Ich war schon von Kind auf so ein Breityp. Ich habe als Kind schon Haferflocken gegessen und auch in meiner Bodybuilding-Karriere, ich habe meine Haferflocken geliebt und die einfachste Mahlzeit waren dann ein paar Haferflocken mit ein bisschen Eiweißpulver. Wasser drauf, fertig. Nichts Besonderes, aber das geht fix, das geht schnell und dann nimmst du mal Eiweißpulver mit ein bisschen Vanillegeschmack, mal mit Schokogeschmack, mal mit Nussgeschmack und dann hat es dann eine Abwechslung.
Ich habe das geliebt und dann konnte ich meinen Brei löffeln und das war super nahrhaft. Ich halte Haferflocken für ein gutes Lebensmittel und Eiweißpulver. Wir hatten es anfangs schon gesagt, ist mittlerweile in der Gesellschaft angekommen. Das ist nicht tödlich oder giftig, sondern ein hochwertiges Lebensmittel.
Tolle Sache. Und andersrum, was ist die eine Mahlzeit, wo du als Bodybuilding-Karriere dem Ende zuging, wo du sagst, okay, zum Glück muss ich das nie wieder essen? Thunfisch? Lass mich gerade überlegen, Thunfisch ist so eine Sache, da bist du dann irgendwann froh, wenn es weniger wird.
Aber letztendlich ist es tatsächlich so, dass auch jetzt nach meiner aktiven Bodybuilding-Karriere ich immer noch diese saubere Ernährung beibehalte. Es ist einfach so drin und ich bin ganz ehrlich, es schmeckt mir. Wenn man jetzt mal auf meinen Mittagstisch schaut, das sieht immer gleich aus. Da gibt es die Proteinquelle, Hühnchen, Pute, Rind oder Fisch.
Ich esse auch sehr gerne Fisch. Dann gibt es eine Kohlenhydratquelle dazu, Reiskartoffeln oder Nudeln und es gibt Salat oder Gemüse dazu. Und so sieht jeden Tag mein Mittagstisch aus. Ich habe zum Glück eine tolle Frau, die mir das immer zubereitet.
Das macht es natürlich in der Ecke einfacher. Aber ich liebe diese Lebensmittel. Ich liebe es natürlich auch zu grillen. Was ja auch eine super Sache ist für einen Bodybuilder.
Also mal so ein Steak auf dem Grill, bisschen Salat dazu. Perfekt. Und auch mein Frühstück hat sich nicht geändert. Es gibt immer noch die Haferflocken und meine Eier dazu.
Also das fällt mir doch relativ leicht, mich in der Art und Weise zu ernähren.
Lebensstil nach der Karriere und aktuelle Diät
Das heißt, Bodybuilding ist so ein Lebensstil. auch wenn du keinen Wettkampf mehr machst dann ern du dich in Sprechen noch wie gesagt mir schmeckt das wirklich ich gebe das auch so an meine Kunden an meine Sch an meine Athleten so weiter Ich denke mal, wenn man einmal gemerkt hat, wie viel Positives diese Ernährung mit sich bringt, dann macht man das auch mit Liebe und Hingabe. Und wenn man ein bisschen kreativ ist, dann kann das auch lecker schmecken. Also es funktioniert schon. Natürlich isst man zwischendurch ich auch mal einen Burger, keine Frage, das liebe ich auch.
Wobei ich am liebsten die selbstgemachten esse, geht auch relativ einfach. Aber ich fahre auch mal zu irgendeiner Fastfood-Kette und ich habe jetzt letztes Jahr, 2019, habe ich auch dreimal Pizza gegessen. Und es hat geschmeckt, es war wunderbar. Keine Frage.
Cool. Das heißt, du ernährst dich noch genauso, wahrscheinlich einfach nur weniger. Ja, natürlich, wenn ich zwischendurch mal Lust habe auf ein Stück Kuchen, dann esse ich das. Oder wenn ich mal Eis essen möchte, wenn ich nachts wieder vor dem Fernseher setze und in UFC gucke, dann habe ich auch mal Eisbecher in der Hand.
Das ist überhaupt kein Thema. Und natürlich werden jetzt auch meine Kalorien nicht mehr ins Detail berechnet. Ich achte halt jetzt noch darauf, dass ich mich eiweißreich ernähre, weil ich halt immer noch, klar, Kraftsport mache und noch die Muskeln erhalten möchte. Aber natürlich nicht mehr so krankhaft, dass ich da jetzt jedes Gramm abwiege etc.
Und jetzt schmecke ich einfach ein bisschen mehr. Und früher musste ich es halt essen. Jetzt geht es wieder nach Geschmack. Und früher ging es einfach nur darum, Muskeln, Muskeln, Muskeln aufbauen.
Rein damit. Wenn du damals 6000 Kalorien hattest, was würdest du schätzen? Was isst du jetzt, die Hälfte? Ich denke, ungefähr die Hälfte.
Es sind auch wesentlich weniger Mahlzeiten. Ich habe jetzt meine drei, maximal vier Mahlzeiten am Tag. Zwischendurch gibt es mal noch einen Shake. Und das war es eigentlich ansonsten mal.
Ein Proteinriegel zwischendurch als Snack oder mal ein Stück Obst. Aber letztendlich sind es wirklich nur drei, vier Mahlzeiten am Tag, die ich aktuell zu mir nehme. Und dann esse ich auch nur noch Mengen, nach denen ich wirklich Appetit habe. Und früher, wie gesagt, wurde natürlich über den Appetit hinausgegessen.
Extremes Essen: Strongman vs. Bodybuilding
Auch ein gutes Beispiel, das ich da gerne Kunden empfehle, die sich mit dem Essen schwer tun, ist diese Doku Born Strong mit den Strongmen. Hast du das schon gesehen? Habe ich, glaube ich, noch nicht gesehen. Ist auf Netflix.
Es ist eine Reihe von Strongmen. Jeder Strongman wird 10, 15 Minuten verfolgt bei sich zu Hause. Wir haben Brian Shaw in den USA, wir haben ein Tour in Island. Und der erste, der verfolgt wird, ist Eddie Hall.
Und es endet dann damit, dass sie alle bei der Arnold Classic im Strongman-Wettkampf dann mitmachen. Und das erste Segment Eddie Hall ist ein Engl der bis 18 19 Schwimmer war und eigentlich kein Strongman ist vom Aufbau her Wenn du so jemand wie Brian Shaw oder Thor siehst die sind zwei Meter aber sind einfach gro Menschen Ja gigantisch Wenn ich das kurz einwerfen darf, ohne nicht unterbrechen zu wollen. Ich habe die natürlich alle schon kennengelernt, weil die halt auch immer bei diesen Bodybuilding-Veranstaltungen sind, zumindest bei den großen Veranstaltungen wie Arnold Classic. Und die Leute denken ja immer schon, ich wäre massiv und muskulös.
Aber wenn da mal so einer von denen neben dir steht, dann denkst du tatsächlich, das ist kein Mensch. Riese. Und dieser Eddie Hall ist 1,85 Meter, ehemaliger Schwimmer. Und der hat sich quasi auf 180 Kilo hochgefressen.
Gigantisch. Und dann sind 6 Mahlzeiten, die du da siehst. Bei ihm ist natürlich dann nicht 6 Mahlzeiten clean. Er braucht seine 10.000 plus Kalorien.
Er isst dann quasi 10 Mahlzeiten. Das, was reingeht. Kartoffelpüree, Soße, Fleisch, Burger und so weiter. Und für die meisten ist die Vorstellung, einen Tag so essen zu müssen.
Aber es ist ja nicht ein Tag, dass du so viel essen musst. Richtig. Sondern es sind plus minus 30 Tage im Monat. es ist zwölf Monate im Jahr, du musst jeden Tag so essen. Das muss den Leuten manchmal bewusst werden, wenn sie mir erzählen, dass sie so einen Tag mal viel gegessen haben.
Hey, das ist überhaupt kein Problem. Man macht das mal drei, vier, fünf Tage ineinander. Also mir sind die Reiskörner irgendwann zu den Ohren rausgekommen. Ich habe mir da wirklich schwer getan.
Und du machst dann auch zum Schluss ganz verrückte Sachen. Ich muss auch sagen, ich habe mal eine Phase gehabt, wo ich dann gedacht habe, scheiß drauf. Jetzt frisst du einfach alles, was geht, Hauptsache mehr Kalorien. Der Schuss ging leider nach hinten los.
Ich habe einfach nur einen dicken Arsch bekommen. Ich habe viel zu viel Fett zugenommen und habe mich auch wesentlich schlechter gefühlt. Also das war kein Weg, der funktioniert, wenn man dann meint, man könnte das alles mit schlechter Nahrung zu sich nehmen. Bei den Strongman-Leuten, wie gesagt, steht das immer auf einem ganz anderen Plan.
Aber die haben natürlich auch nochmal ein Trainingsvolumen und einen Körper, der wie gesagt jenseits von gut und böse ist. Du kennst sie natürlich, das müssen die Leute sich mal im Internet anschauen oder bei YouTube. Also das ist unglaublich, unvorstellbar.
Fettverlust vs. Muskelerhalt
Und der Körperfettanteil ist auch weit entfernt vom Bodybuilding? Natürlich wesentlich höher. Und bei mir muss der Körperfettanteil natürlich immer noch so ein bisschen unter Kontrolle bleiben. Weil je mehr Körperfett du aufgebaut hast, es macht nur deine Diät wieder länger.
Und eine lange Diät birgt halt immer das Risiko, dass du auch Muskeln verlierst. Und ich habe damals gelernt, als ich das erste Mal auf Diät gegangen bin, von meiner Betreuerin, Ärztin, Frau Dr. Martina Olesch. Die fragte mich damals, was das Wichtigste wäre in einer Diät.
Und ich habe nat gleich gro gesagt das ist doch einfach Fett verlieren Und sie sagte ah nee nicht ganz Das Wichtigste in einer Di ist keine Muskeln zu verlieren Wer will schon einen d Bodybuilder auf der B sehen Und das hatte sich irgendwann bei mir so in den Kopf eingeprägt. Und das ist wirklich eine Sache, die wichtig ist und wo man differenzieren muss als Sportler, als auch vielleicht als Laie da draußen in dem Podcast gerade hört. Es geht bei einer Diät nicht darum, einfach Gewicht zu verlieren, sondern wir alle wollen noch Fett verlieren. Muskelmasse und Wasser, das brauchen wir zum Leben.
Das zu verlieren, ist auch kein Kunststück. Aber wirklich gezielt Fett abzunehmen, das ist letztendlich der Trick bei der ganzen Sache. Und für den Bodybuilder natürlich immens wichtig, keine Frage. Und je länger so eine Diät dauert, oder wenn ich versuche, so Hauruck-Diäten zu machen, möglichst schnell was weg.
Brigitte-Diät, Sauerkraut-Diät, 3 Kilo in 5 Stunden und solche Sachen, das ist natürlich alles Klatschpresse, Lügen, Lügerei und Verdummung der Menschheit, das funktioniert natürlich alles nicht. Allein rein rechnerisch kann ich schon so viele Kalorien nicht verbrennen. Und deswegen einfach mal der Tipp da draußen, wenn ihr abnehmt mit Vernunft, nehmt euch Zeit dafür und dann kann man sehr gute Ziele erreichen, ohne dass man sich da kaputt hungern muss oder sonst irgendwas. Und man hat längerfristig was davon, weil man natürlich dann auch wesentlich langsamer wieder zunimmt.
Und natürlich auch Körperfettanteil technisch, den niedrigen Körperfettanteil, den du benötigst für so ein Bodybuilding-Wettkampf ist weit entfernt von dem, was die meisten als Ziel haben. Das stimmt, das ist natürlich nochmal ein Extrem. Der Bodybuilder an sich, wenn man den auf der Bühne sieht und der ein oder andere hat vielleicht die Bilder vorm Kopf, man sieht die ganzen Adern, die da rauskommen, man sieht diese dünne Haut, die Muskelfasern, die sich durch die Haut abbilden, das ist natürlich ein Zustand, den auch der Bodybuilder nur sehr kurzfristig hat und auch nur für die wenigen Stunden auf der Bühne.
Insgesamt übers Jahr gesehen hat er natürlich auch einen etwas höheren Körperfettanteil. Aber es macht natürlich keinen Sinn, sich da jedes Mal wieder große Fettmengen anzufressen und dann wieder abzunehmen, weil es einfach belastend für den Körper. Und wie ich eben schon gesagt habe, die Diät, wenn du zu fett bist, zieht sich halt einfach immens lang und dann ist das Risiko groß, dass du auch mal nach hinten losgeht und du einfach nicht mehr in diese Form kommst, die du zum Schluss brauchst. Was für mich faszinierend war, als ich das erste Mal selber so einen Bodybuilding-Wettkampf live angeschaut habe, wenn du so Fotos siehst und es dann live siehst, wenn es auf dem Foto abgefahren aussieht, sieht es live abgefahren aus.
Also um auf dem Foto krass auszusehen, muss es halt live so, ich kann mich noch erinnern, das erste Mal gesehen habe, ich dachte, was ist das? Frischhaltefolie über den Muskel gezogen. Ich glaube, das gibt es aber in vielen Sportarten. Wenn man das live dann nochmal sieht, bekommt man nochmal einen ganz anderen Eindruck.
Und da gibt es, glaube ich, viele Beispiele. Man kennt das von Boxen, wenn man so live am Ring sitzt, da kriegt man so einen Schlag vor den Kopf und man denkt, oh, oh, oh, im Fernsehen sah das doch entspannter aus. Oder beim Skifahren, wenn die so die Piste da runter donnern, man denkt ja immer, was ist das? Aber steh mal wirklich an so einer Piste beim Skifahren, wir haben jetzt gerade Winterzeit, was sie da hänge, runterfahren, wo du sagst, das geht doch gar nicht.
Runterlaufen würde gar nicht gehen. Das ist wirklich beeindruckend. Deswegen, wenn man sich wirklich mal ein Bild machen möchte von sowas, ist das live immer doch nochmal was ganz anderes.
Entwicklung der Klassen und Massentauglichkeit
Bodybuilding-Wettkämpfe haben wir jetzt auch so ein bisschen einen kleinen Boom erlebt. Während so, als ich noch Bodybuilding ein bisschen mehr verfolgt habe, so vor 12, 14 Jahren, 10, 12, 14 Jahren, gab es ja nur so Vereinsen. Mittlerweile habe ich so das Gefühl, es gibt jetzt wieder in größeren Hallen, mehr Zuschauer und natürlich auch so ein bisschen breiteres Spektrum. Diese Bikini-Klasse ist größer geworden.
Es gibt Men's Physik, Classic Bodybuilding. Richtig, du hast es vollkommen richtig schon wiedergegeben. Es hat so einen Hype, so einen Boom bekommen. Das ist gekommen durch die neuen Klassen, die man ins Leben gerufen hat.
Man hat halt irgendwann gesagt, das ist zwar alles schön und gut, diese dicken, riesigen Bodybuilder ohne Haare, und die da am Schwitzen und am Posen sind wie die Wilden. Das sieht zwar alles beeindruckend aus, aber letztendlich will halt auch nicht jeder so aussehen. Es ist halt extrem. Was kann man machen, um mehr an die breite Masse zu gehen?
Man muss andere Klassen finden. Man muss Körper finden, die auch leichter erreichbar sind für mehr Sportler. Weil ganz ehrlich, wenn man so einen 100 oder 120 Kilo schweren Bodybuilder sieht, Ernährung, Training, Steroide hin oder her. Es ist nur ganz wenigen Menschen gegeben, so einen Körper aufzubauen.
Natürlich hast du dann dementsprechend auch nur so wenige Athleten in dieser Schwergewichts-Bodybuilding-Klasse. Und irgendwann ist man auf die Idee gekommen, wir müssen das moderner machen, wir müssen es attraktiver machen, ein bisschen weniger Muskeln, mehr Mainstream. Man hat gerade bei den Frauen so Kategorien wie die Bikini-Klasse erfunden. Das sind Frauen, die sportlich gut trainiert aussehen. bei denen aber Muskelmasse zum Beispiel kein Kriterium ist.
Es sind einfach sexy Ladies mit einem Bikini das ist alles sch und gut Auf der anderen Seite hat man die du hast es genau richtig wiedergegeben die Man Physik Das sind dann auch Jungs in so langen Badeshorts Die sehen Hammer aus, die haben gestylte Haare, die haben ein Sixpack und gehen da völlig entspannt über die Bühne. Also man hat es alles ein bisschen mehr Mainstream, mehr moderner gemacht. Und das hat natürlich dazu geführt, dass du natürlich mehr Athleten hast. Und mittlerweile haben diese neuen Kategorien wie Bikini-Glas oder Man's Physik, die haben die meisten Teilnehmer.
Am Ende vom Tag hat das ja ein bisschen auch das Krafttraining und das Bodybuilding-Training einer größeren Zielgruppe zugänglich gemacht, während die Freaks und die Extreme und viele Männer kommen ja irgendwo zum Krafttraining über Bodybuilding und über Bodybuilding über die Extreme. Also ich kann mich nur erinnern, als ich mich das erste Mal für Training interessiert habe, da hat mir dann auch ein Freund so zwei CDs mitgebracht, da waren dann so Bodybuilding-Videos drauf. Das eine war Ronny Coleman, der Unbelievable und das andere war Markus Rühl, Made in Germany, wenn man das erste Mal sieht.
Ich kann mich erinnern, dieses Ronny Coleman Video, da ist eine Szene, wo er so eine Umkleide ist, in einer Polizeirevier und sich umzieht und da so eine, die kugelsichere Weste auszieht oder das T-Shirt auszieht und du sitzt da, guckst dir das an und denkst dir, was ist das? Wie gibt es sowas? Und dann natürlich trainieren und ich will auch Muskel aufbauen. Das waren damals so diese Kings im Bodybuilding, die uns vielleicht inspiriert haben, aber es waren teilweise auch viele Schauspieler, wo wir Rocky-Filme geschaut haben oder Jean-Claude Van Damme oder Arnold Schwarzenegger, die auch viele motiviert haben.
Mittlerweile werden, glaube ich, auch viele junge Menschen beeinflusst durch Social Media. Da gibt es halt auch viele attraktive Instagramer und Typen und wie die alle heißen, die natürlich auch dazu beitragen, dass der eine oder andere ins Fitnessstudio geht. Also insgesamt eine Entwicklung, die aber natürlich uns beiden, wo wir Trainer sind und unser Geld damit verdienen, wir sind da dankbar für und können davon nur profitieren. Also mich freut es auf jeden Fall.
Wenn ich bei mir ins Studio schaue, wie breit gefächert das Ganze ist. Ich kannte das in den Jahren zuvor schon aus den USA. wenn du ins Fitnessstudio gegangen bist, da war wirklich von jung bis alt jede Schicht, jeder hat da trainiert, ich fand das immer toll und mittlerweile kommt es auch immer mehr nach Deutschland oder wir haben es schon in Deutschland, mittlerweile geht glaube ich unabh vom Alter vom K jeder geht ins Fitnessstudio es ist Mainstream geworden und damals als wir noch die Ronny Coleman Videos geguckt haben da waren die die Bodybuilder im Fitnessstudio noch so eine eingeschworene Truppe und was machen die da Und jetzt mittlerweile hey Fitnessstudio gibt es mittlerweile überall.
Ob du in einem Hotel bist, ob du auf dem Schiff bist, wo du auch bist, Bodybuilding, damit hat es angefangen. Fitnesstraining mittlerweile ist nicht mehr wegzudenken, ist einfach in der Gesellschaft drin.
Krafttraining in Gesundheit und Medizin
Es ist normal geworden. Fitnessstudio, ins Fitnessstudio gehen ist nichts Besonderes mehr. Und der Bodybuilding-Sport an sich hat halt einfach dazu beigetragen. Das ist eine schöne Sache, auch in allen Sportarten.
Gibt es so eine Sportart, die nicht mit Krafttraining unterstützt wird? Selbst im Fußball ist es mittlerweile mehr und mehr. Und alles andere, die ersten waren American Football in den 70ern, die Krafttraining verwendet haben. Gleichtheitletik sowieso.
Also Training der körperlichen Basis, am Ende vom Tag Krafttraining hat drei Segmente, Gewichtheben, Powerlifting und Bodybuilding. Und Bodybuilding ist davon mit Sicherheit das massentauglichste. Also für die meisten, während Gewichtheben schon recht spezifisch ist und Powerlifting halt immer mit hohen Widerständen verbunden ist, was Sinn macht, was gerade für ein breites Spektrum an Trainieren dann schwieriger ist. Also wenn du 70 bist, Krafttraining ist gut, aber vielleicht nicht Kreuzheben mit zweieinhalbfachem Körpergewicht für ein bis drei Wiederholungen.
Alles hat seine Zeit, vollkommen richtig, aber es ist doch wahnsinnig interessant, was da für eine Entwicklung stattgefunden hat über die Jahre. Und dass es mittlerweile auch nicht mehr wegzudenken ist, auch im medizinischen Bereich nicht mehr wegzudenken ist. Jeder moderne Mediziner, jeder moderne Arzt weiß mittlerweile, es gibt für den menschlichen Körper nichts besseres als Bewegung, als Krafttraining. Wenn man nochmal ein paar Jahre zurückschaut, um Gottes Willen, das Erste, was gesagt wurde, kein Fitnessstudio mehr, keine Gewichte mehr heben, kein Sport mehr und und und.
Mittlerweile, wenn du eine Reha machst, egal ob du Herzpatient bist, ob du eine Wirbelsäulenoperation hattest, eine Hüftoperation, die machen sofort wieder Sport. Und was machen sie für Sport? Krafttraining. Also es ist wirklich angekommen, man hat mittlerweile alle Vorteile erkannt.
Es gibt auch keine medizinische Indikation mehr, wo jemand sagen würde, mach kein Krafttraining mehr. Es hilft den Leuten, es hilft dir körperlich und es kann dir auch psychisch helfen. Auf jeden Fall. Deswegen ich bin ein absoluter Fan von Sport egal in welchem Bereich das ist aber gerade das Krafttraining wie gesagt ist f mich der absolute Favorit Auch wenn der Kampfsport nach wie vor meine Leidenschaft und mein Liebling ist kann ich jedem nur nahelegen wenn er was machen m f seine Gesundheit und da spreche ich nicht vom Bodybuilding, sondern einfach ein, zwei Mal die Woche sich bewegen, ein bisschen Krafttraining machen, die Muskeln bewegen.
Es ist erstaunlich, wie der Körper sich verändert, wie das auf das Hormonsystem wirkt und, und, und. Also es ist toll, was man damit schaffen kann. und ich denke, es wird auch die Jahre weiter so gehen. Wir haben einen ständigen Boom, immer mehr Leute gehen ins Fitnessstudio und ich denke, es wird auch in Zukunft sein. Es wird mehr.
Es gibt eine Studie der Tafts Universität in Boston, die untersucht hat, was die besten Indikatoren für biologisches Alter sind und die Top 2 Indikatoren sind Muskelmaße und Muskelkraft. Also je länger du deine Muskelmaße und deine Muskelkraft halten kannst, desto biologisch jünger bist du. Was ich denke, unabhängig von von so leistungsorientierten Zielen. Einer der wichtigsten Ziele ist von jedem, der trainiert.
Wir haben jetzt viel über Krafttraining und Bodybuilding gesprochen, Ernährung im Detail.
Trainingsmethodik und Split-Varianten
Wie sieht Training im Detail aus? Training für Bodybuilding. Jeder, der sich schon mal mit Krafttraining auseinandergesetzt hat, hat eine Idee, wie Training für Bodybuilding aussieht. Aber wie sieht es tatsächlich in der Realität aus?
Wie viel trainierst du? Wie trainierst du? Klassische Frage, was machst du als Split? Also vom Prinzip her ist das Bodybuilding eigentlich relativ einfach.
Die meisten guten Wettkampfathleten halten es so, dass sie das Training aufsplitten. Und da wird das so simpel gehalten, dass man sagt, man trainiert jeden Tag eine Muskelgruppe. Das ist so der Klassiker. Da gibt es hier und da vielleicht noch ein paar Tricks und Kniffe, wo man einen oder anderen Muskel nochmal mit einbaut, stärker belastet.
Aber vom Grundprinzip her war das Training bei mir so aufgesplittet, dass ich jeden Tag eine Muskelgruppe trainiert habe. Das sind so die klassischen Gruppen, Brust, Schulter, Rücken, Arme, die Beine nochmal unterteilt in vorne und hinten. Man hat das früher vielleicht auch nicht so extrem gemacht, aber mittlerweile die modernen Bodybuilder haben halt erkannt, dass die Beine halt eine sehr große Muskelgruppe sind, vom Prinzip her 50% vom Körper. und während es früher nur einmal die Woche trainiert wurde, hat man gesagt, okay, wir splitten das nochmal auf und man trainiert Vorderseite und Rückseite.
Also Beinbeuger wird nochmal speziell trainiert und den anderen Tag macht mal die Vorderseite. Und dann kommst du summa summarum auf sechs Tage Krafttraining die Woche. Das war die einfachste Variante. Und so habe ich das auch weitestgehend gehalten.
Eine Muskelgruppe pro Training? Wie viele Übungen und Sätze insgesamt? Je nach Größe der Muskelgruppe. Oder sagen wir es so, einfach gesagt, wenn du die Arme als eine Muskelgruppe siehst, also Bizeps und Trizeps, dann kannst du ungefähr rechnen, summa summarum, 16 bis 20 Trainingssätze pro Muskelgruppe.
Wenn man die Schulter als Muskelgruppe sehen würde. Da kommen sie locker auf 20 Sätze, wobei bei mir das immer so gehalten wurde, dass natürlich nur die Belastungssätze, die Trainingssätze gerechnet werden. Also Aufwärmsätze, also Sätze, wo ich nicht mit hoher Intensität arbeite, die haben bei mir nicht als Training gezählt. Auch das Aufwärmen an sich zählt bei mir nicht als Training, sondern da, wo ich anfange, den Körper zu belasten, wo ich mich fordere, wo ich das Gefühl habe, jetzt habe ich mich angestrengt, da fängt für mich das Training an und ab da werden dann auch die Trainingssätze gerechnet.
Wobei man natürlich immer sagen muss, so eine Zahl wie jetzt 20, das ist nie in Stein gemeißelt. Das variiert, der Mensch ist unterschiedlich, der Trainingstag ist unterschiedlich und es kann auch durchaus mal sein, dass du mal einen Satz gemacht hast, einen Durchgang, wo du gesagt hast, der war jetzt scheiße, ich mache nochmal einen mehr. Wie gesagt, das darf man nicht überbewerten, den perfekten Trainingsplan an sich gibt es nicht. Das wäre auch zu einfach.
Dann würden wir alle einen Trainingsplan machen. Das wäre zu schön. Deswegen eine gewisse Flexibilität muss da immer erhalten bleiben. Aber so im Schnitt sind das dann tatsächlich pro Muskelgruppe 20 Belastungssätze gewesen, die dann aufgeteilt sind auf dementsprechend viele Übungen. 4, 5, 6 Übungen.
Je nachdem, was das für eine Muskelgruppe ist. Man weiß ja selber, wenn wir jetzt von der Schulter sprechen, da hat man verschiedene Teile der Schulter, die man ansprechen muss. Die Seite, vorne, hinten. Dann bist du im Prinzip schon bei drei Übungen.
Dann machst du natürlich noch eine Drückübung über Kopf. Dann bist du schon bei vier Übungen. Und so baut sich so ein Training zusammen. Bei der Brust weiß man, man braucht mindestens zwei Übungen.
Eine fliegende Bewegung, eine drückende Bewegung. Dann staffelt man das noch ein bisschen auf und man ein bisschen mehr die obere Brust belastet. Dann kommt man auch ruckzuck auf drei, vier oder vielleicht sogar fünf Übungen, die so ein Bodybuilder macht. Hast du in deiner Karriere als Bodybuilder die Programme groß gewechselt? oder hast du so relativ schnell gefunden, was für dich funktioniert und bist plus minus bei dem Schema geblieben?
Nat probiert man immer mal wieder was aus aber vom Prinzip her never change a running System wenn du einmal die gefunden hast die bei dir funktionieren wo du ein gutes Gef hast dann habe ich die für mich auch sehr, sehr lange beibehalten. Was waren das für Übungen, wo du sagst, die sind mir gelegen, da habe ich immer gut den Muskel gespürt? Das sind vom Prinzip her die Klassiker und die hast du, glaube ich, auch überall in deinem Training drin. Wenn wir jetzt mal unten anfangen bei den Beinen, es gibt für die Beine einfach keine bessere Übung als die Beinpresse und vielleicht eine Kniebeuge.
Das ist einfach das A und O. Und was willst du dann neu erfinden? Gut, man könnte jetzt vielleicht noch darüber diskutieren, man macht mal eine schräge Beinpresse, mal eine gerade Beinpresse. Auch bei der Kniebeuge bin ich gerne bereit, mal zu sagen, man macht mal eine Zeit lang eine Frontkniebeuge, aber am Ende machst du doch wieder eine Kniebeuge und doch wieder eine Beinpresse.
Das sind dann so die Schwerpunkte, aus denen sich das Beintraining auch zusammengebaut hat. Beim Rückentraining hast du natürlich die Klassiker, wo du sagst, ein Klimmzug, der muss einfach irgendwo mit drin sein, eine Ruderbewegung, wo du enges Rudern machst und breites Rudern. Das heißt, es ist eigentlich, wenn man sich wirklich vom Grunde her überlegt und so ein bisschen einmal sich in den Sport reingearbeitet hat und da wirst du mir mit Sicherheit zustimmen, dann ist es eigentlich ganz einfach. Da gibt es so drei, vier Eckpfeiler, du musst so drin haben im Training.
Und da können noch so viele YouTube-Videos gemacht werden und noch so viele Hipster irgendwas Neues erfinden. Am Ende des Tages sind es halt doch wieder die Basics, die du erst mal machen musst, um einen stabilen, kräftigen Körper aufzubauen.
Bedeutung von Trainingspartnern und Coaching
Welche Muskelgruppe hast du am liebsten trainiert? Jetzt mal ohne Scheiß. Ich habe wirklich jede Gruppe. Alles.
Natürlich hat man am Anfang immer so eine Affinität für Brust und Bizeps. Das hat, glaube ich, jeder irgendwo. Diese Showmuskeln, die man gerne macht. Aber wenn du so ein bisschen im Bodybuilding drin bist, ich habe wirklich jede Trainingseinheit geliebt und ich habe mich auch, das hört sich jetzt blöd an, aber ich habe mich wirklich in jeder Trainingseinheit auch umgebracht.
Und ich habe das große Glück gehabt, behaupte auch, das war der Schlüssel zu meinem Erfolg, ich habe ohne Scheiß jedes Training mit zwei, drei Trainingspartnern gemacht. Die haben mir wirklich geholfen, die Scheiben rauf und runter geräumt und die haben auch keine Trainingseinheit bei mir durchgehen lassen, ohne dass die mich da bis ans Rande der Erschöpfung gebracht haben. Und egal wann ich trainiert habe, meine Trainingspartner waren immer zur Stelle. Gut ich habe zwei drei St gebraucht aber das waren bis heute tolle Freunde tolle Menschen die mich da unterst haben die mir geholfen haben die mich auch in schweren Zeiten wenn ich auf Di war wenn ich verletzt war die mich da wirklich durch die Trainingseinheiten durchgepr haben Und das ist, glaube ich, auch der Erfolg eines Personal Trainings.
Du trainierst einfach besser, anders, härter, wenn jemand neben dir steht und sagt, mach. Das ist einfach so. Diesen mentalen Schalter umzulegen, das kann man nicht, wenn nicht einer daneben steht. Und genauso, wenn mich viele fragen, ja, du kennst dich doch aus, du bist so toll, in Anführungsstrichen, warum hast du noch einen Trainer?
Jeder Sportler hat einen Trainer. Selbst der, der behauptet hat, er wäre der Größte, Mohammed Ali, hat noch einen Trainer gehabt. Und wenn der schon der Größte ist, der hätte es eigentlich nötig gehabt. Aber dieser Effekt, wenn jemand neben dir steht, Wenn du ein Personal Training machst.
Also ich gehe jede Wette ein, dreimal die Woche Personal Training mit dir ist jedem Training überlegen, was man täglich macht. Lieber dreimal die Woche richtig, als fünf, sechs Mal die Woche so dahin geschlumpft. Und der Effekt wird gigantisch sein. Und ich sehe es auch bei meinen ganzen Klienten, wenn du wirklich mit denen arbeitest, persönlich, und du stehst dahinter, was dann für Fortschritte gemacht werden, was für ein Muskelwachstum erzielt wird, ist was ganz anderes, als die ganzen, die ins Fitnessstudio gehen.
Ja, ich spule mal meinen Trainingsplan runter, ich schreibe mein Trainingstagebuch, ich gucke mal ein bisschen aufs Handy, ich höre wieder ein bisschen Mucke und hauptsächlich habe ich meine Kompressionssocken an und ich sehe gut aus. Und dann machen wir eine Stunde mit dir Training. Und dann werden sie merken, wenn ein Wolfgang neben dir steht und tritt dir in den Arsch, was dann auf einmal mit dem Körper passiert und was da noch möglich ist. Und ich habe das Glück gehabt, hatte immer super Trainer, vom ersten bis zum letzten Tag den gleichen und ich hatte meine Trainingspartner, die mich da wirklich durchgepeitscht haben.
Und dann gehst du in jeder Trainingseinheit an deine Grenzen und das hat immer einen riesen Spaß gemacht. Das war eine geile Sache und am Ende das, was den Erfolg gebracht hat. Ich glaube nicht, dass ich das größte Talent war. Auch mein Kampfsporttrainer, zu dem ich bis heute noch Kontakt habe, hat immer zu mir gesagt, du warst nicht das größte Talent, du bist nicht das größte Talent, aber bei dir stimmt es irgendwie im Kopf.
Du hast die Arbeit reingesteckt. Am Ende des Tages kann jeder sich verbessern, seine Ziele erreichen, wenn er die richtige Motivation hat, die Leidenschaft hat und die Disziplin hat. Es gibt ja auch gerade zum Thema Trainingspartner die Geschichte von Arnold dass der aus Arnold relativ viel und gerne trainiert hat und extrem viel Trainingspartner verschlissen hat und da dieser Franco Colombo war mit dem er bis heute befreundet ist der quasi der einzigste war, der das Training quasi durchgehalten hat und nicht irgendwann weggebrochen ist und die beiden so konstant miteinander trainiert haben und bis heute gute Freunde sind.
Man sieht da auch die Parallelen zum Kampfsport. Wir sind ja beide auch sehr Kampfsport begeistert, dass die Leute halt wirklich sich dann auch die Trainingszentren suchen, wo andere gute Leute trainieren, um da halt diesen Level zu halten, sich immer wieder daran hochzuarbeiten, daran hochzuziehen. Erfolg liegt außerhalb der Komfortzone und wenn da von außen jemand drauf schaut, ob jetzt als Personal Trainer oder natürlich auch in jedem Sport, wenn da neben dir einer ist, der auf ähnlichem oder im Idealfall vielleicht sogar höheren Niveau ist, das zieht dich hoch. Im Vergleich dazu, wenn du der größte und muskulöseste in deinem Studio bist, und gerade Kampfsport, das Beispiel, du hast halt so ein paar Zentren auf der Welt, wo du eine sehr, sehr hohe Dichte hast, vorher kurz über Miami gesprochen, American Top Team, da ist halt Montagmorgens im Training, kann es da sein, dass da 50 UFC-Kämpfer auf der Matte stehen.
Ja, das ist der totale Wahnsinn. Und da hast du natürlich, du siehst dann nicht nur, okay, was macht der andere, lernst von denen, sondern im Umkehrschluss, es ist natürlich auch ein gewisses Maß an Peer Pressure. Da ist nicht so, okay, heute gehe ich ins Training und ich mache eh alle nass, weil ich halt nicht mit Abstand der Beste bin, sondern da musst du dein A-Game bringen.
Die Bodybuilding-Szene in Kuwait (Oxygen Gym)
Bodybuilding gibt es ja so ein ähnliches Szenario. In Kuwait ist Oxygen Gym. Das ist mittlerweile so ein richtiges Bodybuilding-Mekka gewesen. Da ist halt ein Scheich, der sich für diesen Sport begeistert hat.
Und der hat dann einfach nach und nach bekannte Bodybuilder zu sich eingeladen, hat denen da Trainingsmöglichkeiten geschaffen, die nahezu optimal sind. und mittlerweile hat er so ein richtiges Bodybuilding-Spitzenteam um sich geschart, die nach und nach jetzt Pokale holen und Siege holen. Also es scheint wirklich was dran zu sein, dass enorm wichtig ist, dass du halt auch das richtige Umfeld hast und nach wie vor jemanden hast als Trainer, als Coach, der an deiner Seite ist. Denn das ist letztendlich der Schlüssel zum Erfolg, dass du dich mit den richtigen Leuten umgibst. und dazu gehört halt auch ein dementsprechender Trainer.
Gerade das Thema Kuwait, der eine oder andere wird sich vielleicht schon mal mit auseinandergesetzt haben, was ich da regelmäßig höre oder wo Leute kommen und fragen. machen da unten ja irgendwas, gehen Doping. Und es kann ja nicht sein, dass jemand, der so lange trainiert, da unten nochmal so einen riesen Fortschritt macht. Es kann ja nicht irgendwie wahr sein, die müssen ja irgendwas machen, das ganz abgefahren ist. Du warst selber schon da unten, hast dir das angeschaut.
Es wird jetzt wahrscheinlich nur interessant sein für jemanden, der sich intensiv für Bodybuilding interessiert. Aber es ist tatsächlich so, dass ich das Glück hatte, nach Kuwait eingeladen wurde. Da auch, wo die ganzen anderen großen Bodybuilder schon waren oder immer noch sind. Und ich konnte mir das vor Ort anschauen und habe natürlich auch von diesen ganzen Gerüchten gehört, es ist natürlich alles Quatsch, da gibt es keine neuen Medikamente und auch keine Genmanipulation oder sonst irgendwas, da wird einfach nur das optimale Umfeld für den Bodybuilder geschaffen. man hat nichts zu tun außer zu trainieren man hat die beste Nahrung man hat die besten Supplements man hat die besten Medikamente man braucht sich über nichts Gedanken zu machen und wie eben schon angesprochen man trainiert mit Leuten die genau das gleiche Ziel haben und jetzt stell dir vor du musst dich um nichts kümmern du hast keine Geldsorgen weil der Scheich sich um alles kümmert der zahlt deine Supplements der zahlt dein Essen und auch das Essen bekommst du alles so zubereitet wie du es möchtest Wenn ich dann noch das Talent habe und mit den richtigen Leuten da zusammen trainiere, diese Motivation mitnehmen kann und nicht jetzt in meinem Gym bin, wo ich der King bin und alle auf mich schauen und sagen, boah, siehst du geil aus.
Und da sind 30 von den Jungs, die geil aussehen. Dann bin ich auf einmal einer von vielen und dann fängst du wieder ganz anders an, dich zu motivieren und den Arsch aufzureißen auf gut Deutsch. Dann machst du halt diese Fortschritte. Und klar, den medizinischen Background darf man in diesem Falle nicht vergessen.
In den arabischen Ländern wird natürlich die medizinische Versorgung auch auf einem anderen Niveau sein, als wir das jetzt hier in Deutschland haben, wo es halt wesentlich strenger verfolgt wird, wenn du da Doping-Sünder bist oder sonst irgendwas, da haben die halt ein bisschen mehr freie Hand. Das ist leider so, das darf man auch nicht verschweigen. Aber am Ende vom Tag sind immer noch die Basics. du hast quasi nicht viel mehr, sondern nur leichter. Und gleichzeitig, du hast vorher erzählt, du nimmst dein Telefon, du gibst die 100 ein und dann sagst du, okay, ich will 500 Gramm Hühnchen und 200 Gramm Reis.
Und dann kurze Zeit später kommt genau so, wie du es bestellt hast. Als ich da war war es tats so dass mir gesagt wurde wenn du was zu essen willst w die 100 Und ich konnte es dann erst gar nicht so richtig glauben Ich sage ja ab wie viel Uhr denn Nee, wann du willst. Dann habe ich dann tatsächlich, ich habe auch kein Zimmer gehabt, ich habe eine Wohnung gehabt. Die war damals schon wesentlich größer als das, was ich gewohnt war.
Also ein Riesending an Wohnungen, auch alle Fernsehprogramme, war auch geil. und dann saß ich da, war alleine dort, meine Frau durfte oder konnte nicht mit und dann denke ich, scheiße, ob du das mal probierst mit der 100 und dann habe ich diese 100 gewählt, dann ging auch gleich jemand dran, ja, was möchten Sie denn essen? Dann sage ich, ja, was haben Sie denn? Dann sagt er, was Sie wollen und dann habe ich erst mal bestellt, aber frag nicht. Dann haben die mir da mitten in der Nacht Burger gebracht und Pancakes und Obst und Eis und perfekt, was willst du mehr? und als ich die Woche da war, ich habe halt auch Taschengeld bekommen, ich weiß nicht, ob man das so erzählen darf, aber der Scheich kam dann schon mal an und sagte, hier, willst du mal einkaufen gehen oder so und dann drückte mir der ein paar Dollar in die Hand, also alles super und als ich dann da abgereist bin oder abreisen wollte, hatte mich nochmal zu sich ins Büro gerufen, fragte, wie mir alles gefallen hat, ob alles in Ordnung war und ich sagte, ja super und dann hatte ich damals auch das Angebot bekommen, eine Wettkampfvorbereitung circa drei bis sechs Monate da in Kuwait zu machen.
Und dann habe ich erst verblüfft geguckt. Ich sage ja, was heißt das, dass ich hier ja nichts sagte. Trainierst halt einfach hier, lebst hier und beim nächsten Wettkampf startest du einfach für mich oder über das Studio da, alles gut. Nichts.
Wollt sich einfach mit mir umgeben oder mit anderen Sportlern aus Liebe. Ich glaube, finanzielle Probleme haben die nicht. Das ist ja die Liebe zum Sport. und es war natürlich ein riesen Angebot. Ich habe manchmal auch darüber nachgedacht, was wäre vielleicht geworden, wenn ich vielleicht da geblieben wäre, wie hätte mich das beeinflusst.
Aber mein Umfeld in Deutschland fand ich, wie eben schon angesprochen, halt super. Ich habe meinen Trainer gehabt, ich habe meinen Trainingspartner gehabt, meine Frau, mein eigenes Fitnessstudio, sodass für mich der Schritt damals nicht in Frage kam. Ich bin dann doch lieber im heimischen Umfeld geblieben. Aber ich habe das eine oder andere Mal schon gedacht, verdammt, hätte es vielleicht doch mal annehmen sollen.
Wer weiß, wie interessant das geworden wäre. Das Umfeld ist schon eine faszinierende Situation. Im Endeffekt jeder, egal welchen Sport man macht, einfach mal überlegen, man ist in der Situation, man muss nicht mehr arbeiten. Man hat eine Wohnung die man gestellt bekommt man hat die idealen Trainingsvoraussetzungen In dem Fall ist es ein Gym das im Endeffekt von jeder gro Equipmentfirma die komplette Linie da hat Und on top hat man auch noch ein Telefon mit dem man 24 Stunden am Tag Essen bestellen kann.
Wenn ich noch angeben darf, ich hatte auch einen Chauffeur. Da habe ich mich überall hingefahren. Und weißt du, was das Witzige ist? Und wenn ich das kurz noch erzählen darf, das ist jetzt ohne Scheiß, ohne Kack jetzt, das ist so eine witzige Story, das ist wirklich der Hammer.
Ich bin mit meinem Chauffeur unterwegs, Der Typ hat mich halt überall hingefahren, wo ich hinwollte. Fitnessstudio oder wenn ich irgendwelche Termine hatte mit dem Scheich. Ich war da mal zum Essen eingeladen, hat er mich irgendwelchen Leuten vorgestellt und hin und her. Jedenfalls war ich da mit meinem Chauffeur unterwegs und dann fragt er mich, ja, wo kommst du her?
Und dann sage ich, ja, aus der Nähe von Frankfurt. Dann sagt er, okay, wo denn aus der Nähe von Frankfurt? Ich war schon mal in Deutschland, sagt er zu mir. Dann sage ich, ja, das kennst du nicht, das ist ein ganz kleiner Ort, so nördlich von Frankfurt, 10.000 Einwohner, nennt sich Gudensberg.
Da sagt der zu mir, Gudensberg, ach, ist doch hier in der Nähe von Fritzlach, ja, kenne ich. Da komme ich mir an, ich sage, was ist denn jetzt los? Woher kennst du denn Gudensberg? So ein Chauffeur da in Kuwait.
Da sagt der, ja, ich bin da schon mal gewesen in Gudensberg. Ich war schon in Gudensberg, ich war in Fritzlach und ich war hinten da in dieser Klinik. Da ist mein Bruder gewesen. Dann hat er mir erzählt, dass sein Bruder einen Verkehrsunfall hatte, war dann querschnittsgelähmt und der Scheich hat ihm und seinem Bruder diesen Aufenthalt in Deutschland bezahlt, in dieser Klinik, die da bei uns in der Nähe ist.
Und da hat er sich eine Zeit lang in Deutschland aufgehalten, während sein Bruder da mit dieser Querschnittslähmung behandelt wurde. Und er sagt, er hat es geliebt, da rumzufahren, in die Supermärkte zu gehen und so. Das fand er ganz toll. Und da hat er sich unter anderem Fritzlach, Gudensberg und so, das alles da angeschaut.
Das war so Altstadt und so. Total witzig, oder? Kleine Welt. Hammer.
Totaler Hammer. Aber es ist eine Real Story und es ist wirklich so passiert. sind so die Kleinigkeiten im Leben, wo du dann doch ins Staunen kommst. Kleineste Welt, coole Geschichte. Und da ist es von abgesehen, wie verrückt die nach Bodybuilding sind in Kuwait.
Ich bin ja da hingekommen und dachte, jetzt hast du die Arnold Classics gewonnen, aber Kuwait. Aber dann kommst du da hin und du hast das Gefühl, jeder kennt dich. Und dann kriegst du erzählt, du bist hier total bekannt und die lieben Bodybuilding. Das Einzige, was die noch mehr lieben, ist vielleicht Fußball. aber die sind da alle so sportverrückt also die lieben so sachen wie kampf sport und bodybuilding auch auto rennen und wirklich alles und da kennen die sich auch echt aus und dann bist du da auf Veranstaltungen mit 2000 Leuten und alle wollen ein Autogramm von dir Also es war schon echt eine Wahnsinnszeit.
Ich werde das nie vergessen. Und beeindruckend auch die Gastfreundlichkeit, die Liebe von diesen Menschen und so. Man guckt ja immer so ein bisschen nach den arabischen Ländern. Aber da habe ich es halt auch wirklich unheimlich positiv erlebt und war eine ganz, ganz tolle Zeit.
Also immer wieder eine Sache, über die ich auch gerne angeberisch erzähle, weil es war einfach mega cool. Das hört sich wahnsinnig an und sie haben auch noch gutes Wetter. Das stimmt, ja. Gerade jetzt im deutschen Winter, wenn es da den blauen Himmel, die Sonne.
Nee, war eine coole Sache. Das hört sich gut an.
Wechsel vom Kampfsport zum Bodybuilding
Das Thema Kampfsport kam jetzt schon ein paar Mal und du hast ja auch einen eigenen Podcast, Runde 5. Nicht zum Thema Bodybuilding, sondern tatsächlich zum Thema MMA. Einmal die Woche spreche ich mit meinem Freund Carsten, Kampfgeist MMA nennt er sich, hat auch einen YouTube-Kanal. über weitestgehend UFC oder Bellator, die besonderen Käfig-Veranstaltungen, die es gibt. Ab und zu auch mal über die kleineren, wie GMC und so.
Aber wir sind halt echte Fans der UFC. Deswegen ist das meistens auch der Schwerpunkt unserer Stunde, in der wir da reden. Einmal pro Woche machen wir das. Einfach aus Spaß.
Einfach aus Spaß. Und weil natürlich klar, der Kampfsport meine Leidenschaft ist. Ich habe im Alter von zehn Jahren angefangen mit Kampfsport. Macht es bis zum heutigen Tag noch. habe natürlich in meiner aktiven Bodybuilding-Zeit selber nicht mehr trainiert, aber ich habe noch unterrichtet.
Ich habe meine Kitties noch unterrichtet, das habe ich nie aufgehört. Habe mir zwar schwer getan, da die eine oder andere Technik vorzumachen, weil ich doch dann schon ziemlich schwer und ein bisschen steif geworden bin. Aber nachdem ich aufgehört habe mit Bodybuilding, habe ich jetzt auch wieder selber angefangen zu kicken, ein bisschen zu boxen und so. Das heißt, es ist einfach drin und ich liebe es und ich habe auch da wahnsinnig viele Wettkämpfe gemacht.
Ich habe über 20 Jahre Wettkämpfe gemacht im Taekwondo, Kickboxen, Karate in Europa, in den USA. Und erst dann kam eigentlich meine Bodybuilding-Laufbahn. Mit 32 Jahren habe ich mit Bodybuilding erst angefangen. Spät.
Und ich habe Bodybuilding auch immer belächelt. Ich war schon auf Bodybuilding-Veranstaltungen, weil Kumpels von mir halt Bodybuilding gemacht haben. Und wenn ich einen Kampf hatte, sind die zu mir gefahren. Und wenn die einen Bodybuilding-Wettkampf hatten, bin ich halt dahin gefahren.
Und man hat das halt gemacht als Fansupport. Das heißt, ich wusste schon, um was es da geht und ich habe das immer belächelt. Ich habe immer zu denen gesagt, das ist doch kein richtiger Sport. Ihr steht da in der Unterhose und schmiert euch die Farbe drauf und macht euch da zum Kasper.
Das war ein richtiger Sport, dann kommt man zu mir. wenn ich einen Kampf habe. Und dann habe ich es irgendwann selber gemacht. Also hätte ich mir auch nie, nie so erwartet. Aber ich hatte schon das Fitnessstudio.
Das Fitnessstudio habe ich 2000 aufgemacht. 2003, 2004 hatte ich dann irgendwann keinen Bock mehr, die Kampfsport-Wettkämpfe zu machen. Irgendwann sagst du dir, boah, jetzt habe ich genug auf die Nase bekommen. Ich war auch ein bisschen ausgebrannt, seit meinem 10. Lebensjahr, jedes Jahr gekämpft und irgendwie hatte ich die Schnauze voll und wollte eigentlich keine Wettkämpfe mehr machen.
Dann kommen deine Kumpels auf dich zu. dafür, dass du kein Bodybuilding machst, siehst du eigentlich ganz gut aus. Ich so, wie? Ja, du hast doch ein Sixpack und so und mach doch mal so einen Bodybuilding-Wettkampf. Und da habe ich mich eigentlich überreden lassen.
Ja, komm her, mach das einmal, willst du mal gucken, wie du aussiehst und hast ja ein Fitnessstudio, da passt das auch ganz gut, wenn du mal so einen Wettkampf machst. Und da habe ich meinen ersten Wettkampf gemacht und habe bei diesem ersten Wettkampf auch gleich gewonnen. Das war so eine Newcomer-Deutsche Meisterschaft. und dann sollte es das eigentlich gewesen sein, aber in der ersten Reihe saß ein Chef von einer großen Supplementfirma und der hat mich gleich eingeladen zu sich, wer bist denn du und so und bla bla bla und hat mir gleich einen Vertrag auf den Tisch gelegt. Das heißt, das Witzige ist, ich mache es 20 Jahre Kickboxen, Karate, verdienst keinen Cent damit und dann machst du so einen Kack-Bodybuilding-Wettkampf, der für mich eigentlich relativ einfach war, weil du kriegst nichts auf die Nase, Keiner schlägt dich und so.
Es war eigentlich relativ entspannt und sofort kriegst du eine Einladung, damals nach Bayern runter, wo der Sitz der Firma ist oder war und er legt den Vertrag hin und du verdienst sofort Geld. Sofort einen Sponsor gehabt nach dem ersten Wettkampf. Das war natürlich nicht die Riesensumme, war ein paar hundert Euro, aber hey, vorher hast du... Was hast du damals gewogen?
Da habe ich genau gewogen, so ein Bodybuilder weiß das natürlich, 97,7 Kilo. Das war der erste Wettkampf. Und dann der letzte Wettkampf hatte ich so 125 Kilo. Da waren sie 25 Kilo solide Muskelmasse drauf.
In zehn Jahren habe ich dann diese Muskelmasse aufgebaut. Wobei, anfangs im Gespräch, wo wir das Thema Ernährung hatten, hatte ich ja schon gesagt, ich habe dann wirklich zehn Jahre lang nur Bodybuilding gelebt. Ich habe zwar noch im Fitnessstudio gearbeitet, logisch, aber der ganze Tag war auf dieses Bodybuilding ausgerichtet. Jede Trainingseinheit jede Mahlzeit jeder Tag Vergn gleich null also sowas wie Party machen oder Disco oder selbst ein Kinobesuch war immer damit verbunden dass ich eine Tupperdose mit Essen dabei hatte Was die Kinobesucher jetzt auch nicht so witzig finden, wenn du dann neben denen sitzt und machst so eine Dose Thunfisch auf oder so eine Tupperdose mit Thunfisch und Reis drin, das müffelt dann doch ein bisschen.
Aber die Kinozeit war einfach zu lang, als dass ich da hätte auf eine Mahlzeit verzichten können. Also das war das Einzige, was ich mir wirklich mal erlaubt habe, wenn ich irgendwo hingefahren bin. Okay, ich wollte meinen gesellschaftlichen, sozialen Verpflichtungen nachkommen. Ein Kumpel heiratet, dann bin ich da hingefahren, klar, zur Hochzeit.
Aber ich bin während der Hochzeit, bin ich dreimal raus, habe mich ins Auto gesetzt und habe mein Essen gefuttert. Weil ich konnte nicht das essen, was es da auf der Hochzeit gab. Natürlich hätte ich es essen können, aber du bist so gestört. Du bist so verrückt in deinem Leben.
Du nimmst es so ernst, oder ich habe es zumindest so ernst genommen. Ich habe mich ins Auto gesetzt und habe da mein Reis und mein Hühnchen und meinen Thunfisch gelöffelt und bin dann wieder rein und habe an der Hochzeit weiter teilgenommen. Also... Weil das Commitment ist notwendig, so ein Ziel zu erreichen. 140 Kilo auf 1,88 Meter, Profi-Bodybuilder.
Wie viele Leute, die anfangen mit Krafttraining und so ein bisschen kleine Bodybuilding-Ambitionen haben, träumen von dieser Profikarte. Wie viele erreichen? Ein extrem kleiner Prozentsatz. Das stimmt, ja.
In jedem Sport ist es ja irgendwo so, es ist immer eine Frage von, wie committed bist du? In einem Sport geht es vielleicht ein bisschen einfacher, basierend auf deiner Rundlage. Im anderen Sport ist es einfach mehr Aufwand und quasi in dieses Elite-Prozent zu gehören. Das ist aber eine große Frage, ein Commitment.
Und da ist mit Sicherheit bei Bodybuilding einer der größten Aspekte, die von den meisten nur schätzt werden, ist einfach das Essen. Mal dreimal am Tag zu essen und einmal einen vollen Bauch zu haben, ist nicht genug. Und mal zwei Wochen viel zu essen und dann drei Tage gar nicht. Das passiert ja bei vielen, gerade die, die anfangen, ist halt, man isst ein Weilchen viel, dann ist man eine Woche weniger und dann waren zwei Kilo oben und die zwei Kilo sind in der einen Woche wieder weg.
Soziale Opfer von Elite-Athleten
Diese Kontinuität und dieses Commitment ist… Also die zehn Jahre, die ich da aufgeopfert habe, das war schon sehr speziell. Da sind auch schon mal zwei Beziehungen in die Brüche gegangen. Da leidet letztendlich dein gesamtes Umfeld darunter. Da brauchst du schon sehr, sehr gute Freunde, die das mitmachen.
Aber du machst es halt. Du bist da in deinem Film normal ist es nicht das stimmt und wenn du dann h der ist verr oder so ja das trifft es schon ganz gut aber man hat es halt gemacht du bist auf einmal also ich war so versessen darauf mir diesen Traum zu erf dieses Ziel zu erf da erfolgreich drin zu sein Und wie gesagt, ich hatte dann auch die Erfolge. Und bei mir war es halt so, dass der Erfolg mich noch hungriger gemacht hat. Ich glaube, hätte ich am Anfang nicht so viel Erfolg gehabt, hätte ich das vielleicht auch nicht so konsequent und so lange durchgezogen, wobei ich zehn Jahre jetzt nicht lange finde.
Aber ich hatte dann gleich den Erfolg. Ich hatte die Anerkennung. Ich habe gemerkt, da geht was. Und dann war ich in den USA, habe da den Wettkampf gesehen von Arnold Schwarzenegger.
Ich saß da im Publikum und Arnold Schwarzenegger kommt raus und da oben stehen die Bodybuilder und die Halle steht Kopf. Und unten sitzt noch Sylvester Stallone und ich saß da so im Publikum. Ich war wie versteinert und dachte, Alter, wie geil muss das sein, da oben auf der Bühne zu stehen neben Arnold Schwarzenegger und diesen Kackpokal zu kriegen.
Begegnung mit Arnold Schwarzenegger und Erfüllung
Und dann ging das los und ich habe daran gearbeitet und gemacht und getan. und ich habe immer so diesen Traum gehabt, dieser Junge hier aus dem Keller, also mein Fitnessstudio ist so ein bisschen im Keller, zumindest die Hälfte davon, in der ich trainiere, so dieser Traum, das zu schaffen auf dieser großen Bühne, das hat mich echt angefixt und das war eine Riesenmotivation und dann arbeitest du und ackerst dafür und bist bereit, alles zu geben, 100% und auf einmal klappt es dann auch noch und dann denkst du dir, jetzt bist du im Himmel. Das einzige Größere war dann noch die Geburt meiner Tochter Aber rein sportlich gesehen lässt sie das nicht mehr toppen, wenn du da oben auf der Bühne stehst und dieses Idol, was du aus dem Fernsehen kennst, was du aus dem Sport kennst und Arnold Schwarzenegger steht dann vor dir, gibt dir den Pokal, du sprichst mit ihm und dann denkst du, jetzt hast du es geschafft, jetzt bist du angekommen.
Und der Traum hat sich dann irgendwann erfüllt, es war schon eine Riesensache. Und nachher ist natürlich noch eins draufgesetzt worden, als der Arnold Schwarzenegger mich dann noch zum Essen eingeladen hat. Das ist dann so das Allergrößte. Und das Witzige ist, wenn ich den Leuten von meiner Bodybuilding-Karriere erzähle, was ich da gewonnen habe, ob Hessenmeisterschaft oder deutsche Meisterschaft oder auch andere Meisterschaften, die können alle nichts damit einfangen.
Die können das nicht einschätzen. Aber wenn ich ihnen erzähle, ich habe Arnold Schwarzenegger kennengelernt, war mit Arnold Schwarzenegger Essen, dann sagen die alle geil, super. Das heißt, Bodybuilding bleibt einfach noch diese Randsportart, aber das sind halt Erlebnisse wie mit Arnold Schwarzenegger oder so, das nimmst du mit. Und dann kann man auch am Ende dieser ganzen Karriere sagen, okay, das hat sich irgendwo gelohnt, weil das einfach Momente sind.
Die kannst du in Geld nicht bezahlen weil wenn ich jemand fragen w hast du finanziellen Nutzen daraus geschlagen oder sonst irgendwas Nee leider nicht Da w jeder sagen ist das bekloppt Dann spiel doch lieber Fu oder Tennis oder Golf Da hast du wenigstens Kohle. Aber Bodybuilding ist halt noch ein Sport, wo du sehr viel aus Leidenschaft und Liebe machst. Dass es sich dann natürlich irgendwann auch finanziell niedergeschlagen hat, kommt natürlich durch die Popularität, durch andere Dinge wie Training, Studio, Seminare, Sponsoren, solche Sachen. Aber nicht durch den Sport selber, durch die Wettkämpfe, die du gewinnst.
Seminare, Ausbildung und Social Media
So was mit den Seminaren. Ich gebe ja selber relativ viele und im Personal Trainer Bereich ist es recht gut vertreten. Während im Bodybuilding, ich kann mich erinnern, ich war bei einem Bodybuilding Seminar, das war von Dennis James vor so circa 10, 12 Jahren. Und da habe ich gesehen, da war ich in Deutschland und war kurz vor dem Auswandern und da war so, okay, da gibt es sowas.
War super lustig, viel gelernt. Im Nachhinein war es, es war ein Raum, es gab was zu essen, war eine Stunde, er hat Fragen beantwortet. Aber damals, wir sind da zu zweit hingefahren. Ich habe das gesehen, sofort einen Freund geschickt, der mich zum Krafttraining gebracht hat.
Und da müssen wir hin. Seminar. Und du sagst jetzt, okay, ich gebe regelmäßig Seminare. Das ist auch was, was vor zehn Jahren, vor allem in Deutschland, nicht existent war.
Stimmt, aber ich glaube, in letzter Zeit ist es schon ein bisschen mehr geworden. Vielleicht auch wieder durch Instagram und YouTube hast du dir auch die Möglichkeit, länger eine gewisse Popularität zu halten. Ich würde, glaube ich, jetzt kein Mensch mehr kennen, wenn ich nicht noch einen YouTube-Kanal hätte. Ansonsten, mein letzter Wettkampf ist jetzt sechs Jahre her oder fünf Jahre her.
Und das Geschäft ist ja unheimlich schnelllebig. Wenn so ein Sportler mal weg ist, interessiert sich kein Mensch mehr dafür. Aber durch YouTube, Social Media bleibst du halt am Leben. Und ich habe das große Glück, mir fällt es halt relativ leicht, auch vor Leuten zu reden.
Ich kann viel erzählen. Mir macht es Spaß, den Leuten was zu erzählen, den Leuten was wiederzugeben. wiederzugeben und ich bin ehrlich. Ich antworte auf jede Frage, was vielleicht nicht immer gut ist, aber die Leute wissen, dass wenn sie zu mir kommen, sie zumindest eine ehrliche Antwort bekommen. Auch wenn ich vielleicht nicht immer weiß, ob es zu 100% richtig ist.
Ich weiß nicht, ob ich alles weiß. Deswegen freue ich mich immer, wenn ich mich mit so Leuten wie zum Beispiel dir auseinandersetzen kann. Wenn ich deinen Podcast höre oder auch letztens, wo du bei Schlagwort warst, wo ich dann höre, wie macht denn der das? So und so, da ist was dran, das könntest du auch mal ausprobieren.
Also ich bin da immer offen und lerne einfach gerne und unterhalte mich auch gerne mit Menschen, weil das ist für mich immer noch die beste Möglichkeit, sich weiterzubilden und einfach Wissen zu bekommen. Wenn man das vergleicht mit vor 10, 15 Jahren, als ich angefangen habe mit Krafttraining, was das auch 14, 15 Jahre her ist, ein Gedankengang, den ich oft habe, wenn ich so ein Seminar zusammenbaue oder einen Artikel schreibe oder einen Podcast mache, was müsste da drin sein, dass ich es vor 10, 12, 14 Jahren anhöre, lese oder anschaue, dass es mir einen Haufen oder mich schneller weiterbringt und die eine oder andere Hürde spart.
Ich habe angefangen damals bei mir, dann ein Flex-Abo geholt und so ein paar DVDs geschaut und dann im Endeffekt, Jay Cutlers Schulterprogramm sah so aus, genau so habe ich trainiert. Runtergeschrieben, welche Übungen, wie viele Sätze, wie viele Wiederholungen und dann eins zu eins so trainiert und dann, klar funktioniert es. Wenn du anfängst mit, ich damals 1,85 Meter, 70, 72 Kilogramm habe ich gewogen, dann ist es vielleicht so, wenn ich dann ein bisschen okay, vielleicht am Anfang nicht unbedingt zwei Stunden am Stück die Schultern trainieren, bis gar nichts mehr geht. Ja, das war vielleicht nicht optimal.
Ich habe aber auch in meiner Trainingszeit, mein Gott, wie viel habe ich falsch gemacht? Aber man hat es sich halt so über die Jahre beigebracht. Woher sollte man es auch damals wissen? Ich meine, jetzt glaube ich, die jungen Menschen sind wesentlich gebildeter als wir, die haben viel mehr Möglichkeiten über die Social Media Kanäle.
Wir hatten damals eine Zeitschrift, haben uns ein paar Bilderchen angeguckt oder die ersten Übungen habe ich aus irgendeinem Rocky-Film gekriegt. Da habe ich gedacht, der macht Liegestütze, der macht auch Liegestütze. So simpel war das noch. Und man macht natürlich auch seine Erfahrungen und seine Fehler.
Und gerade wenn es jetzt sowas wie die Seminare gibt, du hast einen besseren Einblick. Jetzt erzähl mal, wie hast du trainiert, wer hast du genau dich ernährt. Ich kann mich erinnern, als ich das erste Mal angefangen habe mit dem ganzen Training und habe es auch sehr ernst genommen. auch mein Essen gewogen, so ein DIN A5 Schulheft. Bei mir waren es keine zehn Jahre, bei mir waren es 14 Monate.
Wo ich alles, alles, alles gewogen habe. Und dann bin ich in den USA gegangen und dann habe ich da in den Supermarkt gegangen und das Erste, was ich gemacht habe, ist so diese Maisbray, diese Grits, den Ronny Coleman in seinem Video gegessen hat, den habe ich gekauft. Und dann so KC Masterpiece Barbecue-Soße, die Ronny Coleman in seinem Video gegessen hat, die habe ich gekauft und dann habe ich Hühnchen gebraten, Barbecue-Soße drauf gemacht und war natürlich so, okay, genau so funktioniert es. Während wenn es jetzt sowas gibt wie ein Podcast oder auch die Seminare wo man einen bisschen tieferen Einblick hat dann nat die Barbecue hat einen gut geschmeckt in dem Moment aber wahrscheinlich nicht einer der bestimmenden Faktoren warum Ronnie Coleman einer der erfolgreichsten Bodybuilder wurde Und erst im Nachhinein so ein bisschen, gerade Ronnie war bei mir einer der ersten, die ich so wahnsinnig faszinierend fand, der halt einfach so ein Mutant war und gleichzeitig natürlich auch dieses schwere Training war dann auch nochmal recht beeindruckend wie jemand der quasi, früher Arnold in den Zeiten, diese Oldschool Bodybuilder Arnold hat 220 auf der Bank gedrückt hat 315 Kreuze eben gemacht da war auch die Kraftkomponente eine relativ große und so der Riese, der dann auch noch stark ist, das war dann schon wahnsinnig beeindruckend Das war so ein enormer Wert.
Das war so für mich. Während jetzt, wenn du so Seminare hast, teilweise gibt es ja auch welche, gibt es bei dir Seminare auf YouTube, die du aufgenommen hast? Nee, das vermeide ich. Da bin ich ganz ehrlich.
Kann ich auch ruhig sagen. Ich will ja Kohle verdienen. Und wenn ich jetzt meine Seminare alle abfilme bei YouTube, dann werden die Leute halt immer bequemer. Zu Hause.
Ich möchte einfach diese Live-Atmosphäre. Ich möchte einfach den Kontakt zu den Leuten. und, was dann auch noch hinzukommt, bei meinen Seminaren möchte ich halt auch gerne die Fragen von den Leuten beantworten. Und wenn die jetzt wissen, sie werden aufgenommen, dann wirst du mal schauen, die Erfahrung habe ich ja auch schon gemacht, wie schnell das zurückgeht, weil natürlich keiner sich da vor die Kamera und will irgendwelche Fragen stellen, gerade wenn es dann auch private Fragen sind, wenn es mal hier zwickt, da zwickt oder wenn Fragen kommen zu irgendwelchen Steroiden oder sonst irgendwas, kein Mensch traut sich dann irgendeine Frage zu stellen und es gibt auch Fragen, die sind jetzt vielleicht auch nicht unbedingt für einen YouTube-Kanal dann geeignet.
Da muss man dann ein bisschen differenzieren und ich finde so einen Live-Charakter, will man sich da erhalten. Natürlich werden von diesen Seminaren auch immer mal Auszüge im Internet kommen, aber so ein komplettes Seminar wollen wir eigentlich nicht machen. Weil ich auch viel mit Kumpels zusammen mache, auch mit der Frau Dr. Martina Ohlesch, mit dem Markus Rühl, wir sind ja viel zusammen unterwegs und wir haben uns irgendwann gesagt, okay, pass auf, wir müssen das irgendwann abgrenzen.
Ich gebe ja schon viel auf YouTube-Preis. Wer auf meinen YouTube-Kanal geht, ich erzähle ja schon alles über Training. Normalerweise müsste man uns als Personal-Training teuer bezahlen für die ganzen Informationen, die wir da weitergeben die bei meinem Kanal auch absolut ehrlich gemeint sind Also ich will da keinen verarschen oder sonst irgendwas Ich versuche wirklich mein Wissen weiterzugeben dass die Leute besser trainieren k dass die Leute Erfolg haben Und dann will ich zumindest noch diese Seminarsache f mich haben und ich auch noch auf YouTube stellen. Da bin ich ganz ehrlich.
Guter Punkt. Wie lange geht bei dir so ein Seminar? Ist es ein halber Tag, Tag? Das ist ganz unterschiedlich.
Je nachdem, was da vorher geplant ist und was natürlich auch bezahlt wird. Aber im Schnitt so drei, vier Stunden bin ich da schon am Labern. Cool. Und dann gibt es noch ein paar Fotos oder noch ein, zwei Privatgespräche.
Früher war es tatsächlich so, dass ich die Seminare sehr intensiv vorbereitet hatte, auch noch so Folien an die Wand geschmissen habe und sowas. Das habe ich mir mittlerweile abgewöhnt. Jetzt mache ich es etwas freier und ich versuche halt auch einen Großteil des Seminars auf die Fragen der Leute einzugehen. Weil ich habe oftmals das Gefühl, die Leute, die zum Seminar kommen, kennen sich eh schon gut aus. dann mehr die persönliche Komponente, die Fragen.
Ein gutes Seminar, die Fragenkomponente ist natürlich das, was auch ich immer sehe. Ich habe das sehr gerne interaktiv mit den Leuten, möchte gerne die Fragen beantworten, damit es halt einfach etwas spezielleren Charakter bekommt, dass die wirklich wissen, sie kommen zum Seminar und jetzt können sie einen Botter fragen, was hat er da gemacht und was sieht er da und das ist dann schon schöner. Ansonsten können sie ja wieder auf meinen YouTube-Kanal gehen, dann kriege ich schon alles hingeklatscht. Wenn sich jemand für deine Seminare interessiert, wo gibt es da mehr Info dazu?
Gibt es auf Instagram immer wieder aktuell, werden die dann beworben, weil die ja deutschlandweit irgendwo sind. Also im deutschsprachigen Raum, mein Englisch ist jetzt nicht so perfekt und im Ausland bin ich auch nicht bekannt. Deswegen ist es wenn Deutschland, Österreich oder Schweiz und da einfach auf meinem Instagram-Kanal schauen, da wird es dann immer bekannt gegeben. Posten immer cool.
Das begeistert mich, wie gesagt, damals, Dennis James, das war das Erste, was ich da überhaupt gesehen habe, war nur so eine Stunde, Das war dann so, was lernt man da jetzt mittlerweile, dass es Deutschland, Österreich, Schweiz weit schon Seminare zu dem Thema gibt. Und natürlich auch, wenn es dann mehrere Personen sind, finde ich auch immer ganz interessant. Es gibt ja verschiedene Perspektiven auf die gleiche Sache. Was mir allerdings auch aufgefallen ist, es gibt natürlich viele, da bin ich auch ganz ehrlich, es gibt viele Sportler und Mediziner.
Ich hatte eben schon die Frau Dr. Martina Ullisch erwähnt oder auch Trainer wie dich, die vielleicht von der Fachkomponente und von der Technik her und von diesen Dingen noch viel geschulter sind als ich, aber zu mir kommen noch viele einfach der Unterhaltung wegen. Sie wollen einfach h aus dem Leben eines Bodybuilders Wie ist das wenn er zwei Kilo H frisst oder wenn er im Flieger aufs Schei muss geht er da r rein oder sonst irgendwas Also es ist tats so dass es auch einen gewissen Unterhaltungsfaktor hat, dass halt auch viele einfach aus diesem Grund dahin kommen. Und nicht jetzt, weil ich der Schlauste oder Beste bin, wenn es darum geht, Trainingslehre oder ernährungstechnische Sachen zu vermitteln.
Sondern ich glaube schon, dass wirklich das Interesse einfach daran ist, unterhalten zu werden und mal zu hören, wie hat der das gemacht. ohne das jetzt im Detail wissenschaftlich zu hinterfragen. Deswegen, die Seminare sind witzig, unterhaltsam, aber jetzt nicht zu wissenschaftlich, dass man da mitschreiben muss. Und das, wie gesagt, muss man dann bei Leuten machen, die es einfach gezielter, spezieller machen, wie zum Beispiel bei dir oder anderen, die das perfektioniert haben.
Wissenschaft vs. Praxiserfahrung im Coaching
Die wissenschaftliche Komponente ist wichtig. Wenn ich die Wahl hätte, ich lerne über Bodybuilding von jemandem, der selbst Bodybuilding gemacht hat und nachweisbaren Erfolg im Bodybuilding hat, versus jemand, der Bodybuilding studiert hat, aber tatsächlich keine Praxiserfahrung hat. Ich war immer derjenige, der zu denen gehen würde, der die Praxiserfahrung hat. Wissenschaft ist nett und gut, aber Wissenschaft ist Theorie.
Und Beispiel, wenn man sich Studien zu Proteinkonsum anschaut, das war einer meiner Favoriten. Es gibt keine Studie, die zeigt, dass mehr als 2,4 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht zu essen einen Mehrwert hat. Wie viel Prozent der Bodybuilder essen mehr als 2,4 Gramm pro Kilogramm Körperwicht. Bodybuilder an sich essen schon nochmal ein bisschen mehr, wobei man dann natürlich jetzt auch so ehrlich sein muss, man muss das differenzieren.
Die Proteinfrage wird mir natürlich auch oft gestellt und mit 2 bis 2,4 Gramm Protein ist normalerweise der Sportler auch gut versorgt damit. Nur wir gehen natürlich jetzt auch in Extrembereiche beim Bodybuilder, der unter Umständen sehr streng Diät macht, der unter Umständen sehr viel trainiert, der einen geringen Körperfettanteil hat und der, was jetzt in anderen Sportarten natürlich auch vorkommt, noch mit Medikamenten unterstützt. Teilweise mit Steroiden arbeitet. Da kommt da auch nochmal eine Komponente dazu.
Und dann könnte vielleicht dieser Eiweißbedarf schon nochmal ein klein bisschen höher sein, wenn man all diese Komponenten des schweren Trainings, der Diät, weil ein Bodybuilder, das unterschätzen halt auch viele, es unterscheidet ihn vielleicht auch von anderen Sportlern, der trainiert halt sehr instinktiv und geht eigentlich in jedem Training, zumindest ist es bei mir so gewesen, an seine Belastungsgrenze. Also du versuchst in jedem Training, so viele Wiederholungen mit so viel Gewicht zu machen, ob es jetzt bei der Kniebeuge ist, bei der Beinpresse, du versuchst dich in jedem Training maximal zu verausgaben.
Und wenn das dann noch unterstützt ist mit Medikamenten, diese Diät, diese intensive Training, dieser hohe Anteil an Muskelmasse, ich meine, wie viele Menschen gibt es, die 125 Kilo Muskelmasse haben, dann kann es durchaus schon mal sein. Aber ansonsten bin ich vollkommen deiner Meinung, 2,4 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht, da ist jeder super versorgt und braucht sich keiner auch Gedanken zu machen. Und auch ich habe in der Praxis auch viele Bodybuilder, die top aussehen, die machen nur 2 Gramm Eiweiß und es funktioniert auch. Das ist schon selten, wenn du sagst, du hast 2 Kilo Fleisch am Tag gegessen, plus 300 Gramm Eier, da bist du bei 500 Gramm Protein am Tag.
Wenn du 130 gewogen hast, 140 Kilo gewogen, dann sind wir bei knapp 4 Gramm. Und mein Punkt ist der, in der Praxis, viele essen deutlich über oder in 2,4. Selbst wenn die Wissenschaft sagt, über 2,4 bringt keinen Mehrwert, du hast in der Praxis einfach genug Beispiele. Schwierig ist natürlich mit solchen Beispielen eine Studie einzufertigen.
Das ist immer das Problem. Um wirklich eine stabile Studie zu haben, brauche ich ja auch eine große Personengruppe. Und wo soll ich die herbekommen? Wo soll ich so viele Bodybuilder herbekommen, die diese Muskelmasse haben, die teilweise auch so einen Raubbau mit ihrem Körper betreiben, die so extrem arbeiten.
Also alles sehr, sehr schwierig. Können wir eine Studie in Kuwait in diesem Oxygen Gin machen? Das müsste man mal machen, aber ich glaube, dann würde man die Wissenschaft ganz schön aus den Bahnen schmeißen oder mal vor Ort werden. Extreme Ergebnisse mit extremen Beispielen.
Absolut. Aber ich bin vollkommen bei dir. Auch ich bin natürlich an der Wissenschaft sehr interessiert und lese das auch mit Begeisterung. Aber es ist halt unheimlich schwierig, auch so eine Studie richtig zu lesen, glaube ich.
Da wird auch viel, wie soll ich sagen, so eine Studie aufzubauen. Ich sage immer das klassische Beispiel. Wenn du jetzt eine Studie durchf willst brauchst du ja erstmal Menschen mit denen du arbeitest Jetzt l du dir der Klassiker Bankdr machen Und wie motiviert ist jetzt der Studierte der da jetzt 10 Wiederholungen machen muss während du natürlich jemanden hast, der mit Leidenschaft ins Studio geht, natürlich da eine ganz andere Motivation an den Tag legt. Das heißt, so eine Studie wird auch relativ schnell verfälscht.
Das ist unheimlich schwierig. Und ich glaube, deswegen hat man auch so viele unterschiedliche Studienergebnisse, weil man am Ende des Tages auch noch nie genau weiß, gerade wenn es um das Thema Ernährung geht, ja, wie will ich jetzt wissen, ob dieses eine Produkt so toll geholfen hat, wenn der ja 100 andere Sachen am Tag auch noch gegessen hat. Der kann sich jetzt nicht nur von diesem einen Produkt ernähren oder so. Das heißt, da sind doch viele Faktoren, die es einem unheimlich schwierig machen, da bei diesem ganzen wissenschaftlichen Wulst den Durchblick zu finden.
Und deswegen ist es oftmals vielleicht auch gut, wenn man sich dann doch wieder an die Basics hält, so ein bisschen nach dem eigenen Gefühl auch geht und vielleicht auch mal den ein oder anderen fragt, der es halt auch in der Praxis schon erlebt und durchlebt hat. Weil der dann wirklich beide Komponenten wie du kennt, der sowohl die Praxis kennt, die Arbeit mit Menschen, als auch die Theorie. Wenn man nicht nur irgendwie auf YouTube einen erzählen möchte und selber die Studie nur irgendwo gelesen hat. Es gibt viele Trainer, die sehr erfolgreich sind und sich überhaupt nicht groß mit Wissenschaft beschäftigen.
Und es gibt viele, die sich mit Wissenschaft beschäftigen, aber keine Ergebnisse in der realen Welt haben. Beides zusammen, für mich am Ende vom Tag als Praktiker, was in der Praxis passiert, ist entscheidend. Und wenn jemand eine Studie hat, die folgende sagt, das aber in diesem Fall in der Praxis nicht funktioniert, dann funktioniert es nicht. Während du eine Studie hast, die sagt, das funktioniert nicht, aber du hast in der Praxis Erfolge damit, dann hat es funktioniert für dich in der Praxis.
Ja, das ist das Ding. Und am Ende des Tages hast du halt immer noch den Faktor Mensch. Das vergessen halt viele. Stell dir vor, du hast eine Person XY, die hat den perfekten Trainingsplan.
Der perfekte Trainingsplan. Alles wissenschaftlich perfekt aufgebaut aber die Person geht ins Training und gibt nicht 100 Prozent sondern macht einfach nur den Trainingsplan Und dann hast du da eine andere Person der hat vielleicht einen Schei aber er reißt sich in jedem Training den Arsch auf, weil er es unbedingt wissen will, weil er motiviert ist. Er macht es teilweise falsch, aber er geht an seine Grenzen. Er arbeitet mit Leidenschaft und Motivation.
Welcher von beiden wird wohl erfolgreicher sein? Immer der, der am Ende des Tages bereit ist, etwas mehr zu tun als der andere. Das ist nun mal leider so. Man nutzt auch der perfekte Trainingsplan nicht, wenn ich demotiviert bin und keinen Bock drauf habe.
Leider Gottes. Deswegen am Ende des Tages liegt es an jedem Menschen selber, inwieweit er mit der Sache, die er macht, erfolgreich ist. Klar muss ich mir ein bisschen Hilfe holen, das macht Sinn. Aber auch das hatten wir schon angesprochen, dass natürlich eine Motivation, ein Trainer, ein Personal Trainer, ein Coach natürlich nochmal ganz andere Türen öffnet für deine eigene Leistungsfähigkeit.
Abschließende Gedanken und Motivation
Matthias, ich würde sagen, das war ein sehr gutes Schlusswort für alle Zuhörer. War das schon ein Schlusswort? Haben wir schon so lange gesprochen? Ich weiß es gar nicht.
Ich denke, wir sind auch, ja. Ich habe gerade gehört, die Türe ging auf und zu. Echt? Ich habe mich da mitbekommen.
Es geht zu deinem Laden besser als ich. Wahrscheinlich deine Frau. Gut möglich. Gibt es noch irgendwas, das du abschließend den Zuhörern zum Thema Bodybuilding im weitesten Sinne mitgeben möchtest?
Natürlich, wer sich für MMA interessiert und das Thema Kampfsport, dein Podcast, Ja, natürlich muss ich noch Werbung in eigener Sachen machen. Ich habe es ja in unserem Gespräch schon erwähnt, dass ich einen YouTube-Kanal habe. Da findet man mich als Mighty Matze. Viele interessante Sachen, auch ein paar Geschichten aus meinem Leben.
Zum anderen natürlich findet man mich auch auf Instagram. Da einfach mal, wer Interesse hat an meiner Person, ruhig mal reinschauen, liken, abonnieren, wie auch immer. Da bin ich immer dankbar für. Macht mich weiterhin interessant für Sponsoren oder weitere Seminare.
Und ansonsten, ja, ich liebe es einfach. Ich liebe Sport. Ich finde, es ist eine tolle Sache. Ich bin ein begeisterter Sportler.
Ich mache nach wie vor meinen Kampfsport, mein Krafttraining. Und ich liebe es auch genauso Sport zuzuschauen Auch egal welcher Sportart das ist Ich bin einfach fasziniert davon von dem was Menschen leisten k Diese Emotionen diese Erfolge diese Geschichten die dahinter stehen Ob es jetzt unabh wie jetzt im Winter Skifahren ist ob es im Kampfsport ist ob es im Boxen ist Es gibt so viele Sportarten und ich liebe es einfach zuzuschauen Ich könnte den ganzen Tag nur Sport schauen und darüber reden. Das ist einfach meine Leidenschaft. Und deswegen habe ich, glaube ich, auch so viel Erfolg und Freude daran, wenn ich andere trainiere.
Es macht einfach so viel Spaß, das aus diesen Menschen rauskitzeln zu können. Ich denke mir, entweder man ist so ein Typ, man hat da Bock drauf, so wie wir beide, dass man einfach so, ich merke das ja, wenn du erzählst aus deiner Begeisterung heraus, wenn du über Ronnie Coleman sprichst oder über andere Sportler wie im Kampfsport, man muss einfach dieses Feuer in sich haben für diese Sache. Ich glaube, Außenstehende können das manchmal gar nicht so nachvollziehen. Aber wir als Sportler, wir müssen das nicht hinterfragen.
Außenstehender hinterfragt sich, warum laufe ich einen New York-Marathon mit, wenn ich den 20.000. Platz da mache? Oder warum mache ich einen Bodybuilding-Wettkampf und tue mir das an, wo ich am Ende nur einen Blechpokal bekomme? Oder warum lasse ich mich dreimal die Woche von meinem Personal-Trainer knechten und mache eigentlich gar keine Wettkämpfe?
Aber es ist bei jedem Menschen eine Motivation, ein Feuer, eine Leidenschaft in sich und die sollte man sich behalten. Deswegen habt einfach Spaß am Sport, messt euch auch nicht unbedingt immer mit anderen, sondern liebt es einfach, euch zu bewegen, seht es positiv. Nicht immer zu den Besten nur schauen, die haben oftmals diese gesegnete Genetik und wir machen uns oftmals selbst damit unglücklich, wenn wir denken, ja, der hat so viele Muskeln und hin und her, um Gottes Willen. Manchmal müssen wir einfach schätzen das, was man hat. und wenn man gesund ist, Spaß am Sport hat und ab und zu sich mal ein bisschen zum Schwitzen bringt, ist alles richtig.
In diesem Sinne wünsche ich unseren Zuhörern, dass alle gesund bleiben, Spaß am Sport haben und vielleicht hört man sich auch mal wieder auf diesem Kanal. Wer weiß. Sehr gern. Matthias, vielen Dank, dass du da warst.
Dankeschön.