Training im WWE Performance Center
Du kommst gerade aus London, eine Woche Trainingslager, WWE. Was habt ihr gemacht? Also wir haben da ja im Performance Center stehen, dasselbe sozusagen Kleinformat, wie es in Orlando schon gibt. Also in Orlando sind ja über 300 Athleten am Start.
Und bei uns, ja, wir sind um die 40 Athleten. Und wir treffen uns ungefähr einmal im Monat für Trainingscamp. Dort lernen wir halt nochmal im Ring, üben wir halt so verschiedene Sachen. Dann haben wir Spezik wie Strength and Conditioning Training.
Wir lernen Promos und wir gucken unsere Matches an. Das heißt, dann ist halt irgendein Profi da, der halt schon lange macht, zum Beispiel Shawn Michaels, den kennen ja schon einige, der sitzt dann mit uns und guckt sich unsere Matches an und dann gibt er uns Tipps, was wir halt besser machen können. Und am Wochenende haben wir dann meistens unsere Shows. Also wir haben dann nochmal zwei TV-Tapings und dann nehmen wir dann ungefähr acht Shows auf.
Wrestling: Sport vs. Entertainment
Cool. Du sagst Athleten. Für die meisten ist ja Wrestling mehr Entertainment als Sport. Jeder, der in den 80ern und 90ern aufgewachsen ist, kennt den Undertaker, Brad Hittman hart.
Wie viel an dem Ganzen ist Sport? Wie viel an dem Ganzen ist Entertainment? Also ich sage es immer so, wir sind definitiv Sportler. Wir sind Athleten.
Wir müssen hoch anspruchsvolle athletische Leistungen bringen. Das kann man uns wirklich nicht wegschreiben. Aber es ist natürlich kein Wettkampf. Dementsprechend wird es halt auch nicht als Sport klassifiziert.
Du musst dir es so vorstellen, wir sind so ungefähr Live-Stunt-Männer. Wir machen da Stunts und erzählen eine Geschichte dabei. weil es ist ja sozusagen ein Hollywood-Movie, nur halt live. Das heißt, anstatt ins Kino zu gehen, kommst du zum Wrestling und wir haben Bösewichte, wir haben die Guten, die Babyfaces, wie man sie nennt und wir erzählen dir halt eine Geschichte, aber mit sportlicher Leistung, aber ist natürlich vorher ausgemacht. Cool das ist quasi Entertainment mit einer gro Sportkomponente Riesenkrasses Entertainment die Leute verstehen am Anfang nicht so was ist denn da los aber wenn man sich einmal wirklich damit besch und sich wirklich mal die Zeit nimmt dann jeder wird sich in Wrestling verlieben, also wenn man sich wirklich mal damit befasst.
Natürlich, wenn man es so von außen sieht, denkt man sich so, da sind so halbnackte Männer, die tun so, ob sie sich schlagen, aber es ist ja dasselbe, ob Batman oder Spider-Man oder weiß ich nicht, Das ist ja auch nichts Echtes sozusagen. Die töten sich ja nicht wirklich. Und so ist es halt beim Wrestling auch. Aber wir haben echte Schmerzen.
Das heißt, die Dritte und die Schläge, die tun weh. Und wenn wir uns auf die Matte knallen, gerade von dem dritten Seil, es kam, also man hat mal so Tests gemacht, wenn wir uns vom dritten Seil nach unten schmeißen, das hat ja den gleichen Impact, als ob man mit einem Auto um 30 Kilometer von hinten so Auffahrunfall hat. Also den gleichen Backblash gibt es auch. Und es passieren natürlich auch Verletzungen.
Ich habe mich letztes Jahr sehr schwer am Nacken verletzt und hatte einen dreifachen Bandschein im Vorfall. Und wenn es ja alles nicht so echt sein soll, dann passiert sowas ja nicht. Aber wie gesagt, ich komme jetzt vom Wochenende, wir haben zwei Shows gehabt und ich fühle mich echt, ob mich ein Auto überfahren hat. Also mir tut alles weh.
Also man kann wirklich die sportliche Leistung und die Leistung generell nicht von einem Wrestler aberkennen.
Verletzungen und der Weg zum WWE-Vertrag
Ich erinnere mich, dass vor zwei Jahren du fast schon als erste deutsche Wrestlerin einen WWE-Vertrag bekommen hättest. damals dann leider die Nackenverletzung strich durch die Rechnung gemacht hat. Und dann ein gutes Jahr später, jetzt Anfang des Jahres war es im Februar, als erste und einzige deutsche Frau, die den Vertrag bekommen. Davor hast du sehr viel Independent Wrestling gemacht, also kleinen Veranstaltungen. Wir kennen uns jetzt auch schon Weichen und ich kenne die Geschichten mit 8 Stunden, 10 Stunden Zugfahrt für so eine Show und wieder zurück.
Großer Aufwand.
Frühe Karriere und die Entwicklung des Frauen-Wrestlings
Wie lange bist du beim Wrestling schon dabei? Ich bin jetzt tatsächlich schon 18 Jahre dabei, aber ich muss sagen, die ersten, ja, guten zehn Jahre, war mehr so, ich musste als Frau kämpfen, dass ich überhaupt kämpfen durfte. Also wir haben meistens keine Frauenkämpfe auf den Shows gehabt. Also meistens bin ich nur mitgefahren und habe gehofft, dass ich hoffentlich einen Kampf bekomme.
Meistens bin ich dann immer nur so Ring-Girl gewesen und durfte am Ring stehen. Aber es war wirklich ein Kampf mit den Promotern, dass er uns auch Gage zahlt, dass wir überhaupt einen Schlafplatz bekommen und dass wir einen Umkleiderraum kriegen. Also oft haben wir nicht mal einen Umkleiderraum gehabt und mussten die Jungs kurz bitten, könnt ihr mal kurz rausgehen, dass wir uns umziehen. Und dann waren meistens die Gegnerinnen auch nicht so gut trainiert Also es war auch gef Ich habe mich auch einmal richtig schlimm verletzt da war ich Knockout und der Ringrichter war auch nicht so ausgebildet und dann haben die das auch gar nicht gemerkt dass ich da K war und da kann alles passieren Und wirklich, also die ersten zehn Jahre mussten, also wir waren ungefähr fünf Mädels hier in ganz Europa, fünf Mädels, die es wirklich professionell betrieben haben.
Und wir haben dafür wirklich gearbeitet, dass das hier anersehen wird. Und heutzutage, so die letzten fünf Jahre, sind immer mehr und mehr Mädels gekommen. Und mittlerweile, wir werden besser bezahlt wie die Jungs. Wir kriegen die besseren Kämpfe.
Ja, die reißen sich förmlich um uns. Es gibt mittlerweile reine Frauenshows. Gestern war zum Beispiel in Oberhausen ein Frauentournament. Das gab es vor 18 Jahren nicht, wo ich angefangen habe.
Wrestling-Training in Japan
Ich musste auch ins Ausland gehen. Also als ich halt Wrestling in Berlin angefangen habe, war das zwar alles schön, aber du konntest halt kein Geld verdienen. Dann bin ich nach England ausgewandert und von da aus dann nach Japan gegangen. Und in Japan fing es dann an 2012, da ich wirklich Geld damit verdienen konnte.
Cool, du warst zwei Jahre in Japan. Ich war insgesamt fünf Jahre in Japan. Drei Jahre da gelebt, aber immer hin und her dann immer. Und ja, es war brutal.
Also wir haben wirklich diese, es glauben mir die Leute immer nicht, aber so war es. Wir haben immer jeden Morgen muss mir tausend Liegestütze, tausend Sit-Ups und tausend Kniebeuge machen. Und es war nur das Aufwärmtraining. für ein Training und die erste Zeit war echt brutal für mich. Es ist schon eine lustige Geschichte.
Mir war das Wrestling immer viel zu hart da drüben. Also wirklich, ich habe jedes Mal Trommelfell geplatzt gehabt, meine Zähne sind rausgeflogen und Lippe aufgeplatzt und richtig, war nicht lustig. Dann dachte ich mir, was mache ich denn? Ich muss irgendwas finden, was schwerer ist, wie dieses Training, damit mir das Training leicht fällt.
Und dann bin ich auf Mount Fuji geklettert. Das ist der höchste Berg in Japan. Beim ersten Mal bin ich fast gestorben. Also es war echt leichtsinnig, was ich da gemacht habe.
Aber dann beim zweiten Mal habe ich es dann geschafft und dann fiel mir das Wrestling-Training auch leicht.
Wechsel zum MMA und Fankultur
Und da habe ich dann das erste Mal MMA entdeckt, weil ich, also beim Wrestling da in Japan war es irgendwie, ja, survive. Also manchmal haben sie einfach die Kontrolle übernommen und dann Dinge gemacht, die ja eigentlich auch gar nicht so abgemacht waren. Und dann dachte ich mir, okay, jetzt muss ich mich selber verteidigen. Und dann bin ich halt ins MMA-Training gegangen und ich habe mich da richtig verliebt in das Training.
Beim Wrestling zum Beispiel, die Kämpfer untereinander supporten sich gar nicht. Also da ist Heda für sich selber und du hast eigentlich immer ein Messer am Rücken. Während die Fans aber beim Wrestling loyal sind ohne Ende. Du kannst verlieren Tag und Nacht du kannst auch privat dich verlieren weil du vielleicht wei ich nicht zu viel Alkohol getrunken hast oder wei nicht irgendwas Doofes doof ist passiert dass die Fans immer hinter dir stehen und wenn du dann zur werden sie sagen hey Gott sei Dank bist du wieder da Oder wenn wir Verletzungen haben, in Amerika gibt es ja keine richtig guten Krankenversicherungen und dann sammeln die Fans Geld und supporten dich als Wrestler.
Beim MMA wiederum ist es, dass sich die Kämpfer ohne Ende supporten. Du hast einen Kampf zum Beispiel kurz vor dir und dann sagen sie, hey komm, wir machen nochmal eine extra Trainingseinheit, komm, ich helfe dir da, komm, du musst dich hier nochmal verbessern, lass hier trainieren zusammen und die supporten dich mega. Aber die Fans sind echt knallhart. Wenn du da zwei-, dreimal verlierst, bist du der schlechteste Kämpfer der Welt.
Und die sehen dann nicht diese ganzen Leistungen und diese ganzen harten Trainingseinheiten, die du vorher gemacht hast. Also es ist schon witzig. Der Weg dahin. Der MMA-Fan ist ein bisschen ähnlich wie der Goldfisch.
Der Goldfisch hat ein Kurzzeitgerechnis von drei Sekunden und der MMA-Fan hat ein Kurzzeitgerechnis von einem Kampf. Da ändert sich das relativ schnell.
MMA-Kampferfahrung bei Rizin
Dein zweiter MMA-Kampf war dann auch bei Ryzen, einer der größten Veranstalter weltweit. 22.000 Zuschauer war der Wahnsinn, ja. Also ich muss echt zugeben, wenn ich jetzt noch, sagen wir mal, 10 Jahre jünger, dann würde ich definitiv das MMA wählen, weil es macht mega Spaß. Das Training ist natürlich extrem hart, aber ja, ich weiß nicht, da ist es halt anders. Ich habe immer Bauchkrippen, also ob ich jetzt vor einem Wrestling-Kampf bin oder vor einem MMA-Kampf, aber weiß nicht, die Herausforderung beim MMA-Kampf war schon so, war schon eine Nummer krasser irgendwie, war irgendwie, hat mir sehr viel Spaß gemacht, muss ich echt zugeben, auch wenn ich jetzt verloren habe und dachte, meine Welt ist zu Ende, aber ich glaube, hätte ich jetzt nochmal einen Kampf und den dann gewonnen, dann wäre die Welt wieder wunderschön.
Bei dem ersten Kampf hast du ja sehr dominant und überzeugt, vorzeitig beendet. Der erste Kampf war auch verrückt, ich konnte nicht in diesen, man muss ja beim Kämpfen in so einen Tunnel reinkommen. Also man muss versuchen, wirklich alles um sich herum auszublenden. Aber dadurch, dass ich jetzt schon so lange Wrestling mache, hat mein Körper irgendwie nicht verstanden.
Mein Kopf und mein Geist hat nicht verstanden. Es geht jetzt in echt einen Kampf rein. Die wird dich jetzt so doll hauen und versuchen, dich K.O. zu hauen. Und mein Körper hat es nicht verstanden.
Und ich so, hier und chill da und hi und hier. Und dann komme ich rein und dann sagt der Ringerichter Are you ready? Die Tür geht zu. Und ich so, wow, eigentlich nicht.
Nein, ich bin nicht ready, aber was kannst du machen? Und dann kommt der auf mich zu und schlägt mich so hart. Ich sage so, oh mein Gott, ich bin nach Hause. Aber natürlich habe ich es durchgezogen.
Und dann war die Runde vorbei. Ich war so am Ende und ich stehe nur so und rede mit Peter Sobotta, meinen Trainer, und so, ich kann nicht mehr. Und dann drehe ich mich um und sehe aber, dass sie genauso fertig ist. Wäre sie jetzt total fit und weißt du so, dann wäre ich kaputt gewesen vom Kopf und vom Körper.
Aber dadurch, dass ich gesehen habe, dass sie genauso kaputt ist wie ich, hat es irgendwie nochmal so richtig so Energie gegeben. Und dann bin ich nochmal rein und habe nochmal alles gegeben und es hat funktioniert. Sie hat mich tatsächlich unterschätzt. Also man hat mir ja die ganze Zeit gesagt, dass sie meine Aufbaugegnerin ist, was dann im Nachhinein rauskam, dass sie nicht mehr gedacht haben, dass ich zehn Sekunden aushalte.
Und dementsprechend hat man ihr gesagt, dass ich die Aufbau-Gäbnerin bin und ich ja nur eine Showkämpferin bin. Aber ich habe meinen Mann gestanden und habe es tatsächlich geschafft, worüber sie überhaupt nicht hinweggekommen ist. Sie hat mich dann noch wochenlang über Facebook beleidigt und da war noch ein bisschen Drama. Ein kleiner Fight nach dem Fight.
Wie lange hast du MMA trainiert? Auf hohem Niveau, Vollzeit? Also für den ersten Kampf tatsächlich nur sechs Wochen. Also ich komme ja ursprünglich aus Berlin, habe dann in Hamburg gewohnt und bin dann sechs Wochen lang in einen Wohnwagen gezogen vor dem Gym bei Peter in Biesingen und habe dann sechs Wochen lang trainiert.
Und dann, weil der Kampf irgendwie so gut ankam, die Leute haben das so gefeiert, haben gesagt, das hast du so gut gemacht, kamen dann Anfragen, halt mehrere Anfragen und dann halt Gott sei Dank auch von Japan und dann habe ich gesagt, okay, ziehen wir mal nach Biesingen, weil die Leute fragen mich immer, wie kommst du nach Biesingen und dann habe ich gesagt, ja, komm, machen wir und dann habe ich glaube ich nochmal gute drei Monate dafür trainiert, was ja auch schwer war, ich musste ja sehr viel abnehmen, ich musste ja 15 Kilo abnehmen, was für mich sehr schwer war, weil ich bin normalerweise immer so um die 90, 95 Kilo, aber da musste ich tatsächlich auf 85 oder 80 sogar runter.
Klass. Das heißt, insgesamt waren eineinhalb Jahre MMA-Training.
Vergleich zwischen MMA- und Wrestling-Training
Wie unterscheidet sich das MMA-Training vom Wrestling-Training? Weil insgesamt weniger ist es ja nicht wirklich. Es ist nicht weniger. Also, es ist sehr, sehr unterschiedlich.
Ja, wie kann man das sagen? Also, Wrestling-Training ist, beides ist hart, aber es ist halt unterschiedlich hart. Technischer? Weil, was mir immer nicht so gefallen hat, war Sparring.
Also, ich kriege halt, also ich bin Showgirl. Ich kriege ungern auf die Nase wenn es keiner sieht Also v sch auf die Nase bekommen dass uns die sehen und dann soll ich auch dr reden Und so hat man es halt nicht Und dementsprechend habe ich das Sparring immer nicht so gemocht Und beim Wrestling ist halt, du musst halt diese ganzen Sachen üben. Zum Beispiel den einen Tag musste ich beim WWE üben. Und zwar haben die sich überlegt, dass ich unten am Ring stehe und oben stehen die anderen Mädels, heben ein anderes Mädel hoch und schmeißen die unten auf mich rauf.
Nur der Trick dabei war, ich sollte stehen bleiben. Also ich sollte sie fangen. Weil wenn ich selber runterfalle, das wäre ja noch einfach gewesen einigermaßen. Kostet halt Überwindung.
Also für mich persönlich ist es immer Riesenüberwindung, wenn da eine von dritten Seilen oder so auf mich runterspringen will. Also ich habe da eher so den Fluchtreflex, aber du musst halt da stehen bleiben. Und ganz ehrlich, beim Kämpfen, zum Beispiel beim MMA, wenn da einer dich bruxen will, dann gehst du weg, dann versuchst du es abzudecken. Aber im Wrestling ist es genau andersrum.
Du musst dann da bleiben, weil du weißt, da kommt der Dritt. und deine natürliche Reaktion ist, wegzugehen, aber du musst da bleiben. Und genau, dann sollte ich die fangen. Und dadurch, dass ich auch meine Nackenoperation hatte, habe ich natürlich auch viel Angst um meinen Nacken. Das war echt mir unangenehmer.
Ich sage immer, Wrestling ist der härteste Sport der Welt. Aber guck mal, wenn wir uns zum Beispiel ein Bein brechen, dann ist bei uns nicht Feierabend. Wir müssen das durchziehen. Wenn wir einen riesen Cut haben, dann ist beim MMA fertig, bei uns nicht, wir müssen durchziehen.
Technische Anforderungen für Nachwuchs-Wrestler
Der technische Aspekt vom Wrestling. Wenn ich jetzt sagen würde, Jazzy, ich will einen Wrestling-Kampf machen, was würdest du sagen, wie lange muss ich trainieren, wie viel die Woche und wie viele Monate, dass ich quasi die technische Basis habe, um den ersten Wrestling-Kampf zu machen? Es kommt halt darauf an, wie seriös du das machen willst. Ich habe ja einen Promi-Kampf gehabt mit Michaela Schäfer.
Mit ihr habe ich eine Woche trainiert. Sie hat sich allerdings aber auch eine Rippe gebrochen. Und ich weiß nicht, natürlich war es halt für die Fans, also für die richtigen Hardcore-Fans, das nicht befriedigen. Die wollen eine richtige Leistung sehen.
Die wollen, dass man den Sport ernst nimmt. Also bei uns ist Respekt und Disziplin sehr groß und hochgeschrieben. Nur dann ehrt man dich auch. Also bei uns ist ja so, möchte ich auch ganz oft, dass Celebrities kommen.
Und dann kommt es halt darauf an, wie ernst nehmen die das Training. Und wenn du wirklich es schaffen willst in diesem Business, also wenn du wirklich weit kommen willst und Geld verdienen willst, dann gehst du zu einer richtigen Wrestling-Schule, also von jemandem, der auch Ahnung hat, der schon beispielsweise irgendwo war. Weil du kannst ja nur so gut werden wie dein Trainer. Weil wenn du da irgendwo hingehst von einem der sagt oh ich habe zehn Jahre Wrestling im Fernsehen geguckt und ich bringe das jetzt bei dann sagst du hm willst du mir das beibringen Aber wenn du einen Shawn Michaels hast der ja selber schon bei WrestleMania und war dann wei du du lernst auch Qualit Und du musst halt am Anfang natürlich diese Fallübungen lernen.
Das sind einfach die Rückwärtsfallübungen, die Vorwärtsfallübungen und die Sprungfallübungen. Und wenn du die nicht drauf hast, ja, dann würde ich dir nicht verraten, in den Ring zu gehen. Aber ich würde sagen, gute zwei Jahre Wrestling-Training. Und dann langsam.
Wie oft die Woche? Fünf Tage? Nein, Wrestling-Training, wenn du dreimal die Woche Wrestling-Training machst, weil dein Körper muss sich auch erholen. Also diese ständigen Bumps auf dem Rücken, die nehmen deinen Körper einfach mit.
Und es, also wir erfahrenen Veteranen sagen immer, dass jeder Wrestler nur eine bestimmte Anzahl von Backbombs hat, also nennen wir das. Und man sollte damit sparsam umgehen. Also diese ganzen jungen Leute von heute, die machen diese verrücktesten Sachen, die steigen da auf fünf Meter Plattformen und springen da runter. Einfach nur um die Leute, weißt du?
Aber es ist ja viel mehr dahinter. Also ich kann zum Beispiel einen guten Kampf machen. Und für mich ist ein guter Kampf, wenn das Publikum mit integriert ist und die wirklich dabei sind, mit einer Bump. Das heißt, eine Übung, ein Bodyslam zum Beispiel, kann ich die Leute so sauer auf mich machen.
Den einen Mal habe ich einen Kampf gehabt, das war in England. Und das Mädchen konnte noch nicht so viel. Und dann konnte ich ja nicht so viel mit ihr machen. Und wir haben eine Aktion gemacht.
Sie durfte mir so einen Bodyslam geben. Die Leute waren so wütend und sauer. Die haben mich angespuckt. Security musste kommen und mich raustragen.
Also rausbringen, weil die Leute so sauer waren. Und dann bin ich auf Backstage gekommen und dann sagen die Jungs zu mir, was hast du gemacht? Ich so, I'm body's love. Während die halt wirklich so rückwärtssalto, vorwärtssalto, dritte Seil und weiß ich nicht alles gemacht haben.
Die Kunst des Storytellings im Ring
Und das ist halt die Schönheit. Also Wrestling ist Kunst. Und du musst halt versuchen, mit deinem Körper, mit deiner Körpersprache, mit deinem Gesicht, ganz wichtig sind die Augen. Weil wenn deine Augen leer sind oder deine Augen, was kommt als nächstes, dann bring es nicht.
Du musst fokussiert sein. Du musst in den Ring gehen. Ich bin ja immer so das Bösewicht und der Brawler und ich will ja mal kaputthauen. Ich muss wirklich so gucken, ich bringe dich jetzt um. weil ich jetzt beim training gehabt wir haben so ein improvisiertes match gemacht ja im training und ich habe so meine gegnerin und sie sagt zu mir eine aktion die ich jetzt mit ihr machen soll aber sie hat für mich keinen sinn gemacht ich habe sie hier und in meinem kopf also ich überlege so wie soll ich diese aktion jetzt machen und dann nach dem kampf sagt der trainer zu mir jesse n mal wenn du deine Gegerin hast kannst du bitte nicht so gucken ob du keine Ahnung hast was du tust Ich hatte keine Ahnung aber es war ja Gott sei Dank nur ein Trainingskampf Also ja, die Augen spielen sehr viel, eine große Rolle.
Ja, wir haben zum Beispiel jetzt so einen jungen Kerl bei uns, also ein junger Mann, der ist so athletisch, er kann die verrücktesten Sachen, er kann die größten Dropkicks springen und er kann so rum, aber sein Gesicht ist leer, keine Emotionen noch nicht, das müssen wir ihm noch beibringen aber wenn er das schafft, dann ist er Money diese Verbindung zwischen Sport und Entertainment während beim Sport das Publikum quasi mehr passiv ist ist im klassischen Entertainment die Einbeziehung des Publikums aktiv das große Thema und da ist wahrscheinlich Wrestling der Sport der am besten diesen Übergang schafft zwischen athletischer Leistungsfähigkeit darauf abzielt, das Publikum mitzureißen oder direkt aktiv mitzureißen.
Verbindung zum Publikum aufbauen
Ja, die Menschen müssen ja eine Verbindung haben. Die müssen ja einen Grund haben, warum sie ja erstens ihr wertvolles Geld, ich meine jetzt mal ehrlich, die Leute arbeiten hart, warum sollen sie jetzt bei uns kommen, 10, 20, 50 Euro, je nachdem, da ausgeben. Für was, wenn sie dann keinen tollen Abend haben? Egal, ob es jetzt ein Kinofilm ist, du musst also versuchen, eine Connection zu den Zuschauern herzustellen.
Das ist zum Beispiel beim MMA, was mir immer sehr schwer fällt, wenn ich zum Beispiel zu Peters Kämpfen gehe, dann kenne ich Peter und ich weiß, wo er durchgegangen ist, ich weiß, wie hart er trainiert hat, aber die ganzen anderen zehn Kämpfer, die da sind, ich habe da keine Connection, die laufen ohne Eintrittsmusik rein, die laufen ohne bunte Farben rein und ich weiß gar nichts über die. und dementsprechend ist es für mich dann einfach nur, hört sich echt fies an, aber für mich sind es dann einfach nur zwei Menschen, die sich schlagen und dann tut es mir auch ein bisschen leid, weil ich weiß nicht, wie lange hat er trainiert und ich glaube aber, dass es jetzt zum MMA immer mehr kommt, also die Auftrittsmusiken und was sie da wählen und es wird mehr über den Kämpfer jetzt preisgegeben und ich finde es wichtig.
Ich kenne viele Kämpfer beim MMA, die sagen, ah, Wrestling ist voll doof und ihr macht ja nur Show, was soll das und die stehen gar nicht drauf, aber ganz ehrlich, da ist das Geld drin. Wir sehen es bei Conor McGregor, jeder kennt ihn, weil er seinen Mund so weit aufreißt und jeder kennt seine Geschichte, weil er es auch erzählt, er war arm, er war broke, er hatte kein Geld gehabt und jetzt ist er Millionär geworden. Und wenn man diese Geschichte hört, dann sagt man, wow, cool, ich will auch so sein oder wow, der gefällt mir gar nicht, der soll einen abbekommen. Das ist wichtig.
Ein und nun der Sport alleine. die Hälfte des Ganzen, die Persönlichkeiten, sich identifizieren können oder auch jemanden nicht zu mögen, gerade bei Conor. Oder guck mal beim Boxen, wer war der größte Boxer aller Zeiten, den wir kennen? Muhammad Ali. Warum?
Weil er immer so große Sprüche gerissen hat. Klar kann man sagen, hat wenig mit Sport zu tun, aber doch, es hat viel mit Sport zu tun. Es muss einfach sein. Klar, Olympia zum Beispiel, da gibt es sowas nicht wie...
Dementsprechend Olympia ist es auch eine Amateursportveranstaltung. Ist es? Bei Olympia kannst du quasi nicht teilnehmen, wenn du professioneller Sportler bist. Deswegen gibt es ja auch bei Olympia, wenn Fußball ist, ist es ja quasi Amateurfußball.
Das heißt, du hast im Endeffekt nur relativ junge. Olympia ist offiziell Amateursportveranstaltung. Aber auch gerade... Nur die Leistung.
Wenn man den Athleten nicht kennt, seine Geschichte nicht kennt, ist es schwierig, sich mit ihm zu identifizieren. Absolut. MMA, die UFC, diese auf YouTube Embedded Serie, was vor den Pay-Per-Views immer kommt, wo dann quasi aber auch nur die ersten zwei, drei Kämpfe ein bisschen näher beleuchtet werden, tun da mit Sicherheit sehr, sehr gut. Und natürlich auch Social Media.
Wer sich für einen Sportler interessiert, kann auf Social Media schauen, okay, was ist das für einer, für was interessiert er sich, was macht er in seinem Alltag, um so ein bisschen eine Verbindung herzustellen. Aber auch da, wie viele nutzen das aktiv? Nicht so viele. Also ich kenne halt viele MMA-Sportler, die sagen, oh, das ist mir nichts und ich habe da keine Losung.
Ich will nicht posten, was jetzt für ein Essen nicht esse. Aber das wollen die Leute wissen. Natürlich ist es vielleicht für manche unverständlich, ja, warum macht jetzt die Jazz hier schon zum hundertsten Mal den hundertsten Post und schreibt sie schon wieder, was sie zum Frühstück hatte. Aber es gibt wirklich Fans, die wollen das wissen.
Also die schreiben mich auch an, sagst du, kannst du das bitte öfters machen? Also auch zum Beispiel mit meinem Training. Ich bin jetzt nicht so unbedingt der Fan von meinen Trainingsposts, weil ich halt immer alleine trainiere und mich dann damit mein Handy hinzustellen, ist mir ein bisschen peinlich. Aber meine Fans wollen das unbedingt.
Und da muss ich mich dann immer ein bisschen überwinden und sagen, okay, komm, jetzt machen wir hier ein kleines Video, gucke ich immer, guckt keiner und dann stelle ich schon überwinden. Ja, aber so ein Instagram-Boyfriend wäre schon mal hilfreich, der dann mal hinter mir steht und filmt. Blick hinter die Kulissen. Du sagst dreimal die Woche Wrestling, das ist aber natürlich nicht alles an Training, was du machst.
Krafttraining spielt eine relativ große Rolle, ein bisschen Konditionstraining, Ausdauertraining, Regeneration, Ernährung. Wenn es dreimal die Woche primär Wrestling-Training sind, Und wie oft trainierst du noch Die erg Trainings Also dadurch dass ich ja wirklich nur Wrestling mache und Gott sei Dank keinen Job habe wo ich halt acht Stunden stehen muss kann ich halt wirklich mich voll und ganz aufs Training konzentrieren. Morgens gehe ich halt zum Cardiotraining, dann mache ich halt dreimal die Woche Wrestling-Training und die anderen drei Tage mache ich halt Gewicht-Training, Workout. Dass du nur Wrestling machst, ist auch leicht untertrieben.
Auf Tour mit Udo Lindenberg
Du warst jetzt mit Udo Lindenberg auf Tour. Ich war mit Uwe Lindenberg aufzuhören. Drei Monate waren es, 28 Shows. Ja.
Wie kam es dazu? Ich habe eine E-Mail auf einmal auf meiner Fanseite. Und erst dachte ich, oh, die war mit mir da so ein Streis spielen. Und dann habe ich direkt angerufen.
Und dann haben sie gesagt, oh, du bist ja so spontan, kannst auch spontan nach Mannheim kommen. Und dann bin ich halt da hin und dann, wow. Und dann haben sie erst mal gefragt, ob es überhaupt möglich ist und wie man das halt machen könnte. weil es ist ja nicht so, dass sie jetzt da einen Ring aufstellen und er dann den ganzen Tag im Ring ist, sondern die wollten es halt so machen und haben sie dann auch so gemacht, dass sie den Ring aufgebaut haben in drei Minuten und in drei Minuten auch wieder runtergebaut. Das war echt Sensation.
Und da haben wir halt viel rumgefeilt. Ich musste viel Tipps geben. Und die Mädels, mit denen ich das gemacht habe, das waren Tänzerinnen. Das waren also Mädels, die überhaupt nichts mit Wrestling zu tun hatten.
Und dann sind wir zwei Wochen halt zum Timmendorfer Strand dort ins Hotel und haben dort Wrestling-Training gemacht. und die Mädels haben mir echt leid getan, weil die mussten mit mir drei Stunden am Tag trainieren. Und auch, also ich habe es wirklich simpel gehalten. Also ich habe nicht das Training, wie es normalerweise machen würde. Also normalerweise wäre ich viel strenger gewesen.
Aber wir haben ja nur diese eine Choreografie zum Beispiel trainiert. Und dementsprechend mussten sie jetzt auch nicht die Fallübungen lernen, die man ja normalerweise lernen musste. Deswegen haben sie es da schon ein bisschen einfacher gehabt, als eine normale Wrestling-Ausbildung. Aber die Mädels mussten nach meinen drei Stunden Wrestling-Training noch Stangentanz üben, also diese Stange da, und noch die Choreografien, die sie ja da hatten.
Und was ich auch so extrem fand, die mussten sich ja zehnmal am Tag, also am Showtag umziehen. Die hatten also, sagen wir mal, schon fünf Songs hinter sich und dann kam es zum Wrestling und nach dem Wrestling nochmal ein paar Songs. Also wirklich hart arbeitende Mädels und keiner hat sich beschwert. Da war eine dabei, sie war froh, dass sie nicht wrestlen musste und hat die anderen immer ausgelacht, aber Sonst war echt der absolute Wahnsinn.
Udo Lindenberg hatte eine Wrestling-Anlage mit dir als Wrestlerin. Also er nicht selber, also er ist nicht in den Ring gestiegen aber wir haben einen Song der hie Stra und da geht es darum dass die Staatschefs doch bitte selber in den Ringen steigen anstatt ihre Soldaten an die Front zu schicken Sondern wenn die irgendwelche Probleme haben, sollen sie es doch bitte selber lösen. Und das hat einfach gepasst. Und Udo ist auch ein riesengroßer Wrestling-Fan.
Er war auch früher schon mit Wrestlern immer on Tour. Und jetzt hat er halt die beste Deutsche gesucht und hat sie gefunden. Cool. Das heißt, es geht auch weiter? es geht weiter, ja, nächstes Jahr steht auch schon eine Tour an und da darf ich wieder dabei sein.
Cool.
TV-Projekte und 'Take Me Out'
Und zwischendrin viel Fernsehprojekt, die du in letzter Zeit machst. Ich habe, ja, es hat aber wirklich alles nur damit angefangen, weil ich war halt verletzt 2017, hatte dann auch direkt im Januar die Operation hinter mir und dann hat mein Arzt zu mir gesagt, du darfst nie wieder Wrestling machen und du darfst nie wieder Sport machen. Was ich total, also man darf das, finde ich persönlich, sollte das kein Profisportler sagen und vor allen Dingen nicht so einfach so. Psychiater vielleicht dabei sein, weil man kann es ja nicht einfach sagen, du machst dein Leben lang Sport und jetzt darfst du deinen Job nicht mehr machen.
Ich fand es sehr krass von ihm. Und das auch. Und dann saß ich halt zu Hause mit meiner Halskrause und dachte, was mache ich jetzt mit meinem Leben? Und dann durch Zufall kam Ralf Schmitz, die Take-Me-Out-Sendung.
Und dann habe ich mich da beworben und dann waren die auch so begeistert von mir. Und dann bin ich da hingegangen und war einfach ich. Also ich war dann diesmal nicht die Alpha-Female, die ich hier normalerweise bin, sondern ich war einfach Jazzy. so wie ich bin. Und es kam mega gut an.
Die Leute haben voll Bock drauf gehabt. Und dann kam wirklich ein Projekt nach dem anderen. Und ja, jetzt gucken wir mal, wie weit es geht. Also ich hoffe, dass ich irgendwann, na klar, wegen Altermäßig kann ich ja nicht mehr in den Ring steigen, da ich dann halt nur noch irgendwie was mit Fernsehen machen kann.
Ich hoffe, dass die Leute mich so sehr mögen, dass sie mich öfters im Fernsehen haben wollen. Wie lange warst du dabei Take Me Out? Acht Wochen. Okay, wie viele Folgen waren das?
Acht Folgen. Also acht Folgen. jeden Samstag lief das dann. Und es immer die gleichen Teilnehmer oder hat es gewechselt? Also es waren halt, wenn jetzt ein Mädel, einen Jungen toll fand, dann sind die auf ein Date gekommen, dann ist eine neue gekommen.
Okay. Ich habe keinen gefunden, deswegen war ich so lange da. Handen sie alle zu viel Angst? Die waren alle auch so klein.
Da war so für einer da und dann habe ich halt direkt gebuzzert, dann kam der Ralf zu mir und sagte, was ist da los, wieso hast du gebuzzert? Und dann meinte ich zu seiner eigenen Sicherheit Ich habe jetzt bei einer anderen Singleshow noch mitgemacht das ist aber noch nicht gelaufen aber er kommt bald Und der war auch ganz nett aber er war halt viel zu jung. Der war 26 und dann dachte ich mir so, toll. Er war eigentlich schon richtig passend.
Nur das hat was auch gemacht. Bei der Quizshow warst du auch? Quizshow war ich auch. Ich war jetzt auch bei SWR mit Lucas Cordalis.
Das war auch ganz witzig. Ja, bei Faisal Kawusi war ich. Genau, ich habe jetzt ein paar einige Sachen gemacht.
Zukünftige Projekte und WrestleMania-Ziele
Was kommt sonst noch? Fürs Show Take Me Out. Gibt es schon was, über was du reden kannst? Wir haben halt unser NXT-Projekt, was wir haben, NXT UK, mit WWE, ist auf dem WWE Network zu sehen, da bin ich regelmäßig zu sehen.
Heden Donnerstag kann man sich das anschauen. Und ja, jetzt haben sie das May Young Classic nochmal angekündigt. Vielleicht darf ich dabei sein, weiß ich noch nicht. May Young Classic ist das Tournament, wo ich ja so durchgestartet bin.
Vor zwei Jahren war das, wo du gewonnen hast. Ja, nicht gewonnen. Ich bin in der ersten Runde rausgeflogen leider. Oder war es da?
Aber ich habe einen mega Eindruck hinterlassen. Das Feedback danach. Genau, und ich hoffe, dass ich dieses Jahr wieder dabei sein darf. Die Tapings werden dann im November, also in vier Wochen tatsächlich schon, wenn wir noch ein bisschen fit werden.
Ja, und 2020 stehen gute Sachen an, über die ich leider noch nicht reden darf. Aber sie werden großartig. Das heißt, Wrestling geht weiter und nebenher Fernsehprojekte. Ja, mal schauen mit Wrestling, wo es dahin geht.
Also natürlich, Ziel eines jeden Wrestlers ist WrestleMania. Aber der Weg ist halt echt weit und da spielt viel Glück. Einmal im Jahr? Einmal im Jahr ist es wie Superball.
Ich erinnere mich, in den 90ern bei DSF, diese Stadien mit gefühlt 50, 60, 100.000. Das heißt, irgendein College-Football-Stadion mit 100.000 Zuschauern. Wenn man überlegt, im Fußball gibt es ja gar keine Stadien, die so groß sind. 70.000, 80.000, 90.000 ist groß. Ein Bekannter von mir war im Sommer in den USA beim College-Football-Spiel mit 110.000 Personen im Stadion im Mittleren Westen außerhalb von Detroit.
Das gibt es ja in der Größe nicht in Europa oder im Fußball. allgemein ich kann mich erinnern ich war 2010 in den usa im kleinen örtchen mit 34.000 einwohnern die hatten einen american Football für das College-Mannschaft im Stadion mit 92.000 Plätzen. Wow. Und jedes einzelne Heimspiel war ausverkauft, inklusive 30.000 bis 40.000 weiteren, die quasi mit dem Camper auf dem Parkplatz vor dem Stadion drei Tage lang gecampt haben, gegrillt haben, gegessen haben und auf ihrem Fernseher dann dieses College-Football-Spiel angeschaut haben. Ja, die da drüben sind total sportverrückt.
Ich meine, Wrestling ist bei denen auch sehr hoch angesehen. Und bei uns war es ja mal so in Deutschland. Also dadurch bin ich ja darauf aufmerksam geworden. Aber mittlerweile ist halt leider die Liebe ein bisschen weggegangen fürs Wrestling.
Aber ich arbeite halt wirklich mit Händen und Füßen daran, dass es wieder zurückkommt und die Leute das wieder entdecken. Weil mittlerweile haben wir, wenn die WWE nach Deutschland kommt, vielleicht 3.000, 4.000 Fans. Aber früher waren es halt echt 10.000. 90er Jahre, aber damals lief es auch auf DSF. Ja, jetzt läuft es auch für den Max.
Aber auch halt eine verkürzte. ich glaube, das sind drei Stunden, was sie im Original sind, im Fernsehen halt, in Amerika. Aber hier sind es dann halt eine Stunde, glaube ich. Aber wie gesagt, das Network, das kann man sich runterladen, das kostet 9,99 Euro. Und dort kann man streamen.
Da kannst du Tag und Nacht die Wrestling anklicken. WWE Network. Ja, vor allen Dingen haben sie halt echt tolle Sachen, sie haben Total Leavers, haben sie, wo halt vom Backstage die ganzen Mädels so ein bisschen so, ein bisschen mit Drama und ja, so alles dabei. Dann haben sie halt viele Podcasts, dann haben sie auch so Comic-Sendungen, also für Kinder was, für Erwachsene was.
Und dann gibt es halt, es gibt halt verschiedene Projekte. Also es gibt halt dieses Raw und Smackdown, was halt sehr Mainstream ist und sehr für Kinder. Und da spielt halt John Cena mit und Brock Lesnar, die Leute, die man kennt. Und dann gibt es halt unser Produkt NXT und NXT UK.
Das sind halt wirklich so für die ein bisschen Hardcore-Wrestling-Fans, wo wir halt richtig viele verrückte Moves machen, wo du manchmal da sitzt, wow, wow. Also gestern auch bei den Tapings auch wieder. Ich weiß nicht, wie die Jungs das machen, aber die are wirklich killing it. Also Wahnsinn. ich habe so Respekt vor denen, ihre Leistung und ja, es gibt halt auch diese Tournaments, jetzt wie gesagt May Young Classic kommen, Frauen Wrestling dann gibt es 205 das sind diese ganzen Highflyer weil, wie viel ist 205? 80 Kilo vielleicht umgerechnet auch gut 90, klein für Wrestling Verhältnisse das sind mehr so die Highflyer, so Mexikaner die halt viele so, also ich stehe eher so auf die Big Boys, weißt du, so Braun Strowman und ja Von denen gibt es auch weniger.
Brock Lesnar gibt es noch aber fr gab es The Rock Und dann nat in den 90ern Undertaker Ja Macho Man Warrior das war so meine Zeit Plus minus zwei Meter 130 Kilo auch John Cena ist
Evolution der Wrestling-Stile
Das ist leider nicht mehr so, ne? Das ist deutlich mehr, der Wrestler-Stereotyp ein bisschen verändert. Ich habe auch ein bisschen was gesehen in letzter Zeit und es ist deutlich schneller geworden. Es ist deutlich athletischer geworden, deutlich akobatischer geworden.
Ich bin ja echt oldschool. vielleicht wenn ich mich anstrengen könnte ich da mithalten aber ich will es auch nicht lieber gebe ich einen dicken fetten Bodyslam der auch wirklich sitzt und Schmerzen verursacht als 5 oder ich mache halt diese langsamen Schley ich haue halt richtig rein anstatt dieses schnellen Schley ich stehe auf dieses Oldschool Wrestling Wie ändert sich dein Wrestling Training im Vergleich zu was du angefangen hast vor 18 Jahren und dann jetzt und vor allem auch, du warst auch ein Weilchen in Orlando. Also als wir angefangen haben damals, vor 18 Jahren, da war ich gute 60 Kilo, da war ich in Leichtgewicht und habe halt auch diese fliegenden Sachen gemacht und ja, damals halt mehr so Sex-Sales, weißt du, weil du konntest halt noch nicht so gut Wrestling, da musst du halt ein bisschen mehr mit deinen Hintern wackeln.
Aber dadurch, dass ich jetzt mehr auch MMA gemacht habe, habe ich halt MMA-Einflüsse auch in meinen Wrestling-Stil mit reinbringen lassen und mache zum Beispiel Boxen und so eine Sachen oder Ground and Pound mache ich beim Wrestling und versuche es halt wirklich mehr auf realistisch zu machen. Ja, also hat sich gut verändert. Ich habe halt 30 Kilo Muskelmasse raufgepackt und ja, mein Style hat sich ein bisschen verlangsamt.
Die Erfahrung im WWE Performance Center
Also in den USA warst du in Dortmund, in der Lando, wenn du im Performance Center trainiert hast, hat sich das Training da groß unterschieden zwischen dem, was du hier in Europa machst oder mit dem, was du selber gemacht hast? Also erstmal war es ja so, als ich da in dieses Center gekommen bin, war es ja so, wow, es war so wie so ein Kind ins Spielzeugladen. Die haben sieben Ringe aufgebaut, Riesenfläche, dann natürlich Riesentrainingsfläche mit Gewichten und Barbells und wo du sie schiebst und dann diese Seile, also alles haben sie da. Dann haben sie einen riesengroßen Entrance da, weil du musst ja auch deine Entrance üben, wird ja gar nichts in Zufall überlassen.
Auch jedes Mal, wenn wir Tapings zum Beispiel machen, wir müssen dann schon um 11 Uhr morgens dahin, obwohl die Schuhe erst um 7 Uhr abends ist und wir müssen jedes Mal unsere Entrances üben. Also wirklich jeder Schritt wird da. Weil die Kamera soll ja auch alles einfangen. Und du willst ja wie ein Superstar aussehen.
Und ja das wird alles da ge Es war sehr hart weil die testen dich immer wieder willst du es Weil wie gesagt da sind 300 Athleten da jeder m ins Fernsehen aber es ist nicht Platz f alle Es ist vielleicht Platz für zehn Leute, weil es gibt fünf Kämpfe, zehn Leute. Und nicht jeder kann Superstar werden, also sehr top Superstar. Und die testen dich immer wieder, da machen sie so Trills wie zwei Stunden lang, Dachs, runter, hoch, runter, hoch und es ist zwei Stunden lang. Und du bist einfach nur am Ende und du willst einfach nur aufhören.
Und dann gucken sie, motivierst du deine Partner? Läufst du langsam zurück oder läufst du motiviert zurück? Lehnst du dich auf den Ring und willst dich ausruhen oder stehst du da und sagst, hey, hier bin ich, ich will es geben, weißt du? Und ist dein Timing richtig?
Wenn du in den Ring bist, bist du zu früh, bist du zu spät? Die achten auf eine Million Sachen und überall sind Kameras und Mikrofone. Schimpfst du über den vor dir, hinter dir? Bist du Teamplayer?
Bist du kein Teamplayer? Also gibt es tausend Sachen und dadurch, da kommst du dann drauf an, you make it or not. Also du kannst mega, du kannst wie eine Million Dollar aussehen, aber wenn du eine doofe Attitude hast und nicht mit deinen Kollegen umgehen kannst, weil Wrestling ist ein Teamsport. Was ist ja auch zum Beispiel, eine Show ist ja auch mit Team aufgebaut.
Du kannst ja nicht im ersten Kampf alles zeigen. Du kannst ja nicht im ersten Kampf Powerbomb aufs dritte Seil, weil es soll dann der letzte machen. Dann hat ja der Zuschauer schon alles gesehen. Und wir sagen auch immer, wenn zum Beispiel Independent Shows, lass die Leute nach Hause gehen, dass sie mehr wollen.
Und nicht, mach nicht so viel. Weil viele, das ist ein großer Fehler bei den Independent Shows, die haben zu viele Wrestler, machen zu viele Aktionen und die Leute sind dann müde und wollen einfach nur noch weg. Die sagen so, man kommt vielleicht dann nicht mehr wieder. Aber wenn du es genau so machst, dass die Leute sagen, boah, das war so toll, ich will es unbedingt nochmal sehen, dann kriegst du Zuschauer.
Also nicht das Ass direkt bei der ersten Aktion spielen. Und es machen halt viele falsch, weil viele natürlich, gerade im Independent Bereich, wollen ja zeigen, was sie können. Und dann sind sie im ersten Kampf und eigentlich sollst du da wirklich so gut wie gar nichts machen, aber die hauen dann alles raus. Und du denkst dir dann am Ende, ja toll, was kann ich jetzt machen?
Pistole, was anderes kannst du ja nicht mehr machen. Wie viele verschiedene Wrestling-Moves gibt es? Sowas wie Clothesline, Powerbombs sind so die beliebtesten. Ganz viele, ganz viele, kann man nicht sagen.
Gibt es eine Vorgabe von der WWE oder entwickelt da jeder Wrestler so eigene Ideen?
Sicherheit und Gesundheit im modernen Wrestling
Er entwickelt seine eigenen Sachen, die halt gut zu seinem Charakter passen, aber es gibt mittlerweile Aktionen, die verboten worden sind, weil sie einfach zu gefährlich sind. Ja German Suplex zum Beispiel soll man weil die halt direkt auf den Kopf gehen oder so Praying Buster wo man den Gegner hochhebt und direkt auf den Nacken Kopf fallen l Oder generell so Stuhlschl zum Kopf zum Beispiel wurden komplett verboten Weil es gab halt Fälle, also wenn man sich dafür interessiert und sich das mal anguckt, dann sieht man halt, dass viele Wrestler von früher zu früh gestorben sind. Also um die 40, um die 50 ist nicht gut.
Oder halt mit den ganzen Gehirnerschütterungen. Mittlerweile gibt es wirklich, wir haben ein Ärzteteam immer da. und wenn du eine Gehirnerschütterung hast, sorgen die wirklich dafür, wir haben da richtige Tests, die wir machen müssen und wenn wir die nicht bestehen, dann dürfen wir nicht in den Ring zurück. Das ist manchmal ärgerlich für den Wrestler, weil du sagst, mir geht es gut, wirklich, aber du schaffst diesen Test einfach nicht, dann darfst du nicht in den Ring, weil die wollen einfach, dass es uns gut geht, also auch nach der Wrestling-Karriere und das war halt früher nicht so. Wenn du mal ältere Wrestler anguckst, denen geht es einfach nicht gut.
Das ist interessant. Ich habe einen Kunden, der im Boxen unterwegs ist und die Deutschen haben auf einem Naturschüttel Niveau, also Nationalkader, Nationalmannschaft, Brainscans gemacht, um zu schauen, wie wirkt sich Sparring auf Entzündungen und Mikrorisse im Hirn aus. Was wir herausgefunden haben, ist, dass eine Sparring-Einheit ohne Gehirnerschütterungssymptome vier Tage lang zu erhöhten Entzündungen und Rissen in den Brainscans führt. Und eine Sparring-Einheit mit leichten Hirnerschütterungssymptomen wie Kopfschmerzenschwindel 28 Tage lang zu nachweislich erhöhten Entzündungen und Rissen im Hirn führt.
Wenn man jetzt davon ausgeht, dass dann doch die eine oder andere Boxphilosophie voraussetzt, dass man viermal die Woche Sparring macht und am besten in Vorbereitung auf den Kampf. Das ist eine Frage von Kumulation. Wenn sich dann das noch paart mit, gerade im Wrestling ist natürlich auch dieses Reisethema. ist ja nicht so, dass du dich das ganze Jahr vorbereitest auf zwei Events, sondern es ist ja... Du siehst jedes Wochen manchmal drei, vier Shows.
Ich weiß auch, ich habe ja zum Beispiel, während ich mich für meinen ersten MMA-Camp vorbereitet habe, habe ich ja Wrestling-Shows gemacht, weil ich musste ja irgendwie Geld verdienen. Und Peter, ich weiß noch, der hat immer gedacht, der hat es nicht verstanden, was ich mache. Und er dachte, dass Independent Wrestling ganz anders ist wie WWE Wrestling. Er dachte, wir spielen das nur.
Und dann hat er sich immer ein bisschen beschwert, dass ich Montag immer so müde war. Aber ich habe ja hart gearbeitet, bin zehn Stunden irgendwo hingefahren und dann habe ich ihn einmal nach Stuttgart einladen können. Da habe ich gesagt, guck mal, hier ist Wrestling, kommst du? Und dann sind da ein paar Jungs hingekommen, auch Raubo.
Und dann haben die mich... Für alle Zuhörer, die Raubo nicht kennen, Raubo ist gefühlt ein 1,56 Meter großer Olympia-Bronce-Medaillengewinner im Boxen. Und Raubo ist mittlerweile plus minus 60, immer noch sehr aktiv, gibt sechs bis acht Stunden Boxtraining am Tag und ist ein General unter den Boxtrainer und arbeitet mittlerweile Vollzeit für Peter im Planet Eater Gym. Und dann haben die mich gesehen und natürlich, ich wusste ja, dass sie zugucken, da habe ich ein bisschen extra Gas gegeben und habe auch ein paar extra härtere Aktionen gemacht.
Und danach kam, also Raube war total so, wow, Jesse, Jesse, er liebt mich. Und Peter so, wow, Jesse, ich habe gedacht, du machst so Kindergarten, aber ihr seid ja sogar besser wie die im Fernsehen, hat er gesagt. Und seitdem hat er so mega Respekt gehabt und hat gesagt, Montag darfst du easy machen. Es war auch einer meiner Themen, die ich gerne in dem Podcast ansprechen wollte, Wrestling, dass es kein Spiel ist.
Es ist eine Show. mit einer großen Sportkomponente. Du hast Entertainment. Ja, ich bin ja auch direkt nach, also ich habe ja den MMA-Kampf in Berlin gehabt und ich musste aber, wie gesagt, trotzdem Geld verdienen, weil das war meine einzige Einnahmequelle. Also habe ich eine Woche später und die ganzen Wochen nach auch noch Wrestling-Kämpfe angenommen, aber ich hatte eine Gehirnerschütterung.
Also habe ich gemerkt, weil ich Dinge vergessen habe und ich habe noch nie was vergessen. Gerade beim Wrestling, du musst ja viele Sachen merken und dann ist immer wieder, habe ich ein Blackout gehabt, was mir noch nie vorher passiert ist. Und dann war ich im Ring und dann habe ich voll vergessen. Ich so, okay.
Und dann liegt meine Gegnerin am Boden und ich beuge mich zu ihr runter und will sie gerade fragen, hey, was machen wir jetzt hier eigentlich? Und wir hatten geplant, dass ich mich runterbeuge und sie mir einen Tritt gibt und genau die Situation kam. Ich beuge mich runter und sie tritt mich halt voll ins Gesicht. Und ich so, ah, okay, das kam.
Also es ist echt gefährlich auch. Und gerade bei Independent, du hast halt nicht wie jetzt bei WWE, dass da jemand drüber guckt. Wenn ich mich jetzt verletze bei WWE, dann werde ich trotzdem bezahlt, weißt du, ich habe jetzt ein monatliches Einkommen, aber bei Independent hast du das nicht, du kriegst nur Geld, wenn du kämpfst. Und dann nimmt man auch mal Verletzungen mit, dann tut dir hier die Schulter weh, aber du weißt, du musst nächste Woche wieder kämpfen, dann schleppst du wirklich diese ganzen Verletzungen mit dir mit und es kann echt gefährlich werden.
Ratschläge an das jüngere Ich und Selbstvertrauen
Wenn du der 18 Jahre jüngeren Jazzy einen Tipp geben könntest für das Wrestling Ich w einfach zu ihr sagen sei selbstbewusster weil ganz ehrlich wenn ich ein bisschen selbstbewusster gewesen w oder immer noch heute ich habe immer noch sehr viele Selbstzweifel ich glaube, ich wäre schon weitergekommen. Weißt du, weil diese Selbstzweifel, die zerfressen einen und dann denkt man, man ist nicht gut genug, man fragt nach zu wenig Geld. Dann sagt der Promoter, ja, hier kommst du für 100 Euro, aber eigentlich müsstest du wissen, dass du, keine Ahnung, 500 Euro wert bist. Und dann müsstest du weniger arbeiten.
Oder du lässt dir auch vielleicht weniger gefallen. Dann sagt die Gegnerin, ja, ich trete dir fünfmal ins Gesicht. Aber du kannst sagen, nee, ich stehe jetzt hier in meine Frau und sage, einmal reicht. Aber man traut sich dann nicht.
Oder man ist halt einfach, wie gesagt, nicht selbstbewusst. Oder man macht halt dumme Dinge, wo man sagt, weil man halt jemanden überzeugen will. Aber in Ehrlichkeit, niemand interessiert sich für irgendjemanden. Jeder interessiert sich für sich selber.
Und niemand wird dich mögen, weil die meisten Leute mögen sich selber nicht mal. dementsprechend, man muss ein bisschen mehr selbstbewusst sein, dann kommt man auch weiter und vor allen Dingen, was mir ein bisschen auch beim Wrestling fehlt, dass man sich gegenseitig unterstützt, auch gerade wir Frauen, weißt du, dass wir sagen, hey, du siehst toll aus, du hast tolle Haare, du hast ein tolles Outfit, vielleicht ändert da noch was, weißt du, dass man sich ein bisschen unterstützt, anstatt die ganze Zeit gegeneinander zu kämpfen, ich glaube, dann würden wir auch alle ein bisschen weiterkommen und würden noch mehr Geld verdienen, weil wir dann auch sagen würden, hey, du Promoter, das machst du nicht mit uns, es ist zwar schön, dass du dir was in die eigene Tasche stecken willst, aber wir müssen auch leben.
Aber ich glaube, es ist in jedem Bereich, ob es jetzt Musik ist oder ich habe ganz viele Freunde, die Musik machen und dann die Leute sagen, hey, kommst du bei uns spielen, du kriegst auch ein Bier umsonst. Du kriegst keine Gage, aber du kriegst dafür eine Party. Natürlich machst du das, weil du brauchst ja das Promotion, du musst ja irgendwie dich zeigen können. Aber beim Wrestling finde ich es halt ein bisschen gefährlich, weil du setzt dein Leben aufs Spiel und für nichts ist es halt nicht akzeptabel.
Ich würde meiner kleinen Jessie sagen, sei selbstbewusster, du kannst das. Und dann wäre ich, glaube ich, schon eher auch bei WWE gelandet. Aber jeder hat seinen Weg. Du bist gelandet.
Wie viele Wrestler träumen davon, bei WWE zu landen? Wie viele schaffen es? Du bist die erste und einzige Deutsche. Aber jetzt gerade derzeit ist wirklich die beste Zeit, weil derzeit kommen sehr viele Wrestling Promotion nach oben.
Ich darf ja keine Konkurrenz nennen, aber es gibt auch Leute, die sich jetzt WWE etablieren wollen und dementsprechend werden die ganzen guten Talente gerade vom Markt geholt von WWE und von den anderen und es ist gerade die beste Zeit Wrestler zu sein Also wer es lernen will kommt zu mir ich trainiere euch Einfach viel mehr Wrestling
Wrestling-Schulen und Professionalität
Gibt es in Deutschland Wrestling-Schulen? Es gibt Wrestling-Schulen. Es gibt in Berlin die GWF, es gibt in Essen die WXW, in Nürnberg gibt es New Wrestling. Es gibt einige Wrestling-Schulen, die auch wirklich gut sind.
Und es gibt auch Leute, die veranstalten regelmäßig und du kannst dann dort lernen. Aber wenn du es wirklich professionell und wenn du es wirklich ernst nimmst, dann gehst du am besten nach England oder sogar nach Amerika und lernst es da von den Top-Profis. Natürlich ist es wie jede Ausbildung, man muss Geld investieren, aber in the long run, es wird sich auf jeden Fall lohnen und man kann die ganze Welt bereisen, man trifft die wahnsinnig krassesten Menschen, also Wrestling, also Wrestler sein hat schon viele Vorteile, es hat viele Nachteile, aber jeder Job hat viele Nachteile, aber ich finde mehr Vorteile.
Alleine wenn ich weiß, dass so ein kleines Mädchen dir auf mich hochguckt und sagt, ich will eines Tages mal so stark sein wie du. Da weiß ich aber alles richtig gemacht. Das heißt, England ist am stärksten, was Wrestling angeht in Europa? Ja, um es technisch zu lernen.
Viele von Amerika sind damals rübergekommen nach England und haben es dort gelernt. Es gibt ja verschiedene Stile. Es gibt ja den mexikanischen Stil, Lucha Libre heißt es. Dann gibt es den amerikanischen Pro-Wrestling-Stil.
Dann gibt es den britischen Stil, aber früher auch Catchen hieß es. Das war der deutsche Stil. Wie unterscheiden die sich? Dann sage ich dir gleich.
Und dann gibt es den japanischen Pueri. Japaner zum Beispiel sind sehr, also die haben weniger Showteil. Amerika ist sehr viel Showlastik, viele bunte Outfits, gefärbte Haare, viel Spray-Tan. Das ist Amerika.
Und dann haben wir Japan. Und dazwischen ist Deutschland und England. Also in England haben wir viele Griffe. Also verschiedene so hier und so und Beine verdrehen und mega interessant.
Und in Amerika ist mehr so dieses Slams und HAL und viel Schreien und in Japan ist halt so eine Mischung. Und in Mexiko ist halt wieder auch was ganz anderes. Da fliegen die und haben ja ihre Masken. Also wie du siehst, das ist eine riesengroße bunte Welt und ich finde, ist für jeden was dabei.
Es gibt ja auch noch diesen Hardcore-Stil, also der wäre für mich nichts und den promote ich auch nicht. wo die sich halt mit Stacheldraht und hier Glühbirnen dem Kopf einhauen. Aber das ist wieder was ganz anderes Das ist ein richtiger Stacheldraht Ja aber es gibt Menschen die stehen drauf Bisschen Aber was ich wirklich auf gar keinen Fall empfehlen kann wer Wrestler werden will dass er sich das selber beibringt, durch Film und Fernsehen und das dann einfach ausprobieren will. Du wirst niemals Respekt finden. Funktioniert in keinem Sport.
Ja, also auch beim MMA nicht. Fußball lernen, durch Fußball, Fernsehen schauen oder MMA lernen, durch MMA oder durch UFC schauen Aber es gibt tatsächlich Menschen, die sind so. Gerade ist auch jemand, der bewirbt sich gerade überall und man fragt ja, wo hast du denn gelernt? Ja, habe ich mir selber im Fernsehen beigebracht.
Warum? Geh zu einer Wrestling-Schule. Ist nicht so schlimm. Tut schon weh, aber geh da hin.
Kann man nur empfehlen. Ich glaube, in jedem professionellen Beruf, ob du Koch bist oder weiß ich nicht, du musst es einfach solide Ausbildung haben. Und das selbst statistisch gesehen. Ganz schwierig.
Was schätzt du, wie viele deutsche Schüler gibt es in den Wrestling-Schulen insgesamt? Wie viele Deutsche lernen Wrestling? Es gibt schon einige, aber leider fehlt da irgendwas und viele machen es halt wirklich nur als Hobby. Ein paar hundert, paar tausend.
Ja, ein paar hundert. Auch Mädels mittlerweile gibt es immer mehr. Ich würde so um die 20 vielleicht sagen, aber sie nehmen es halt leider alle nicht so ernst. Und sobald die erste Hürde kommt, und ich verstehe es auch, aber ich war ja in derselben, ich war ja selber da, ich musste Ich habe viele Jobs gehabt.
Ich habe in der Tankstelle gearbeitet. Ich habe Türsteher gearbeitet. Ich habe alles gemacht. Ich habe sogar als Putzfrau gearbeitet.
Ich habe alles gemacht. Ich wollte aber immer Wrestlerin werden. Und das ist auch der große Unterschied zwischen den meisten. Viele spielen es.
Zum Beispiel, nehmen wir mal, du willst der Undertaker sein. Du kannst den Undertaker spielen. Du spielst einen Totengräber oder du bist es. Und ich zum Beispiel, ich bin Alpha Female.
Ich spiele es nicht. Ich gehe nicht in den Ring und sage, heute bin ich es. Und das ist der große Unterschied. Auch ich finde, das hat halt viel mit Schauspielerei zu tun.
Entweder du fühlst dich richtig in deine Charakterrolle rein und bist es in dem Moment, oder du tust halt nur so. Und das macht den großen Unterschied. Das heißt, jemand, der Wrestling lernen möchte, sich sicher sein, das ist, was ich machen will, und dann quasi so aus der eigenen Persönlichkeit ein alter Ego bohren. Tag und Nacht Wrestler sein.
Also zum Beispiel, ich musste ja nach der Operation in einer Tankstelle arbeiten, weil ich musste ja irgendwie Geld verdienen. Ich habe aber nie gesagt, ich bin jetzt hier Tankstellenverkäuferin, Ich habe immer gesagt, ich bin Wrestlerin. Ich bin vom Herzen Wrestlerin. Klar habe ich jetzt mehr Geld mit meinen Verkäufern Aber ich war keine Verkäuferin, ich war Wrestlerin.
Und überall, wo ich gehe, ich repräsentiere den Sport und sage, ich bin Wrestlerin. Und ich gehe auch nicht zum Beispiel an eine Party und saufen, weißt du? Weil das macht ein Wrestler nicht. Also ich mache nur Dinge, die vorbildlich sind für, ich will diesen Sport repräsentieren, also bin ich das auch.
Ich würde jetzt nirgendwo hingehen und ich habe das eh noch nie gemacht, bin ja gar nicht, ich hätte mich einfach schlägern und dann sage ich so, ich bin Wrestler. Weil das würde ja das ganze Bild für alle von uns kaputt machen. und deswegen versuche einfach das Beste zu geben. Immer und überall. Cool.
Abschlussworte und Respekt
Jazzy, die Zeit geht langsam zu Ende. Gibt es noch irgendwas zum Thema Wrestling und Training, was dir wichtig ist? Zum Thema Udo-Tour, deine TV-Projekte? Ich weiß nicht, nein, wer mehr von mir wissen will, soll er auf meine Social Media gehen.
Ich freue mich auf jede Interaktion. Die Leute denken immer, oh, sie ist voll scary, bloß nicht anschreiben, aber bitte schreibt mich einfach an, ihr findet mich auf Jazzy Garbert, Twitter, Instagram, Facebook, überall findet ihr mich eigentlich, ja, einfach anschreiben, lasst uns plaudern, ich gebe euch gerne Tipps, wo man Wrestling lernen kann, auch so ein Beispiel junge Leute die jetzt noch nicht anfangen k mit Wrestling weil sie vielleicht das Geld nicht haben und ihre Eltern das nicht erlauben macht Ringen professionell also dieses klassische olympische Ringen oder was auch sehr hilfreich ist Bodenturnen diese ganzen R und Vorw lernen das ist eine riesen Grundlage f Wrestling
Wechsel von MMA-Kämpfern zum Wrestling
Es gibt immer wieder jetzt auch viel MMA-Kämpfer, die den Weg von oder zu Wrestling machen. Wir hatten einen Brock Lesnar, der zuerst beim Wrestling war und dann zum MMA kam und dort auch Champion wurde, UFC-Champion. Und dann zurück mit Cain Velasquez, der ehemalige UFC-Heavyweight-Champion, der jetzt auch vor einem Jahr in Mexiko angefangen hat. Und jetzt vor, gestern war es, glaube ich, Ronda Rousey.
Ronda Rousey war auch vor zwei Jahren. Es gibt immer mehr MMA-Kämpfer, die den Weg zum Wrestling oder auch wieder zurück. Aber sie lernen schnell, dass sie es unterschätzt haben. Ist einfach so.
Also ich sehe es auch immer wieder, wenn ich zum Beispiel zum MMA, zum PETA komme, wie mir immer wieder so dieser, ja, ein bisschen so doofe Blick zugeworfen wird. Die macht ja nur Wrestling. Die macht ja nur Wrestling, ja. Aber einmal in meine Schuhe rein und dann werdet ihr ganz schnell zurücklaufen.
Nein, ich sage einfach, egal was du machst, egal wo du hin gehst, sei einfach respektvoll. Ich finde Respekt ist das Wichtigste was man haben soll und einfach auch mal andere Leute zuh und nicht immer nur wei du nicht immer Vorurteile haben ich bin das laufende Vorurteile ich habe hier Tattoos und Muskeln Und ach was die Leute nicht alle schon von mir gedacht haben Aber einfach respektvoll miteinander umgehen. Egal, ich meine nicht nur Wrestling, sondern generell respektvoll umgehen. Und Leuten eine Chance geben.
Und sich selber auch eine Chance geben, neue Sachen auszuprobieren. MMA-Fighter soll halt auch mal Wrestling ausprobieren. Und nicht einfach Vorurteile haben. Und andersrum genauso.
Ich kenne ganz viele Wrestler, die auch MMA ausprobieren. Es sind zwei unterschiedliche Sportarten. Kannst du einfach nicht miteinander vergleichen. Jedes hat seine Vor- und Nachteile.
Und natürlich Fußball und Wrestling geht auch. Wollen wir gar nicht drauf eingehen. Schandflecken unserer. Da hast du ein bisschen Thema.
Kein Respekt gehabt. Was sich überschätzt. Cool. Jessie, vielen Dank für deinen Besuch.
Danke, dass ich hier sein durfte. Danke an alle Zuhörer. und Zuschauer. Ich hoffe, jedenfalls ein bisschen was dabei zum Thema Wrestling, Entertainment und auch das Training hinter Wrestling, dass Wrestling eben nicht nur Show ist, sondern dass Wrestling eine Mischung aus Entertainment und Sport ist und dann auch von vielen einfach unterschätzt wird. Ich hoffe ja das ist mein gro gro Traum dass ich eines Tages den deutschen Sportpreis bekomme Ich finde ich habe ihn verdient Aber wer wei es hat 16 Jahre gedauert bis der WWE angeboten wurde Ah, das stimmt. 17, bis du ihn tatsächlich unterschreiben konntest.
Vielleicht wird der Traum auch erfüllt. Wir sind Sportler. Am Ende vom Tag ist das Perseverance. Dranbleiben.
Einfach dranbleiben. Und du bist nie zu alt. wirklich, ich denke ganz oft, aber ich bin heute noch jünger wie morgen, also hau rein. Cool. Jessi, schönen Sonntag.
Du auch. Vielen Dank.