Trainingsstruktur und Jahresplanung
Wie sieht so eine Trainingswoche bei dir aus? Wie sieht so ein Trainingseinheiten aus? Wie teilst du es auf? Klassisch wie im Kampfsport, Einheiten mit Sparring, Einheiten mit Technik.
Wie oft trainierst du? Also wenn man es runter bricht, klar, so jetzt so in der Woche, in der Woche sind es dann wenn man es mal hochrechnet acht bis zehn Einheiten acht bis zwölf, je nachdem was für eine Phase auch, also so ein klassischer Jahresplan im Endeffekt ist bei uns irgendwo aufgebaut so, dass man sagt, okay über Winter und Anfang von Jahres so die Basisarbeit so diese Grundlagenlegung dann auch da ist aber auch die Bundesliga trotzdem noch auch dazwischen immer, also das ist Das ist auch die Zeit, wo die Bundesliga stattfindet. Und dann fangen so die Höhepunkte an. Also es ist bei uns, wir haben relativ viele Turniere übers Jahr.
Es gibt jedes Jahr eine Weltmeisterschaft und eine Europameisterschaft. Also sprich so immer am Anfang vom Jahr, im März, April, Mai, so ist die Europameisterschaft. Und dann September, Oktober ist die Weltmeisterschaft. Weltmeisterschaft, genau.
Und zwischendrin gibt es halt viele Testturniere oder Grand Prix und so weiter, wo wir nicht zwanghaft teilnehmen müssen, aber es oft so strukturiert wird, einfach um auch Kampferfahrungen auch zu sammeln. genau dadurch haben wir schon auch immer wieder also eine recht kurze so Off-Season quasi und eine mega lange eigentlich Season wo du schon immer immer auch quasi in Form sein solltest letztendlich so also aus meiner Erfahrung ist es so dass ich das auch viele Jahre mitgemacht habe aber auch einfach irgendwann gemerkt habe, okay, dass mir persönlich, dass ich das System mal ausprobieren will, mich wirklich eher gezielt auf einen Kampf oder auf einen Höhepunkt dann auch vorzubereiten, mit kurzen Tests vorher dann schon auch. und gefühlt, dass das mir so ein bisschen auch mehr liegt.
Auch dem geschuldet, dass ich dann doch, wenn ich so eine lange, lange Saison habe, die Gefahr oder ich gemerkt habe, dass die Verletzungsgefahr für mich einfach schon mit meinen Vorgeschichten, die ich habe, viel höher wurde. Ich bin jetzt auch erst 28, Aber wenn man schaut, wie lange ich schon das Ring im Allgemeinen auf dem Niveau betreibe, ist da schon ein Haufen Zeit. Wie lange bist du dabei? Also angefangen habe ich natürlich klar mit fünf.
Aber ich sage mal, in die Nationalmannschaft kam ich dann, so Jugendnationalmannschaft, das war dann schon so mit 16. und dann so mit 18, 19 hat es dann so würde ich sagen, okay, richtig also so richtig 10 Jahre wo es dann auch die extrem intensive Arbeit oder auch strukturierte Arbeit einfach so ein bisschen angefangen hat Wie lange ist jetzt Vollzeitjob? Jetzt Vollzeit seit 2016 Also quasi nach Olympia oder vor Olympia? Genau, vor Olympia war das 2016 Genau Genau, ja.
Karriereerwartungen und Langlebigkeit im Ringen
Im Ringen, was ist da so Karriereerwartungen? 30, 35? Ja, also so 30, 30, Mitte 30 ist so. Also es ist auch oft immer unterschiedlich von Gewichtsklasse, komischerweise. Interessanterweise ist es im Schwergewicht so, dass viele erst so richtig erfolgreich Anfang, Mitte 30 werden.
Genau, wobei in anderen oft schon so bei Ende vorbei ist, also Ende 20, aber die Tendenz jetzt doch eher dahin geht wie man schon so bei 30 irgendwo dass sich das so einpegelt und viele dann auch schon ein bisschen l einfach dabei sind oder dabei bleiben auch in der Sportart
Trainingsphasen und Reizvariation
Es einfach vielleicht ein bisschen ein Umdenken kam auch von der Trainingsphilosophie dass einfach mehr länger durchhalten können. Genau, ja, also das ist so das System, wie wir es so grob mal aufbauen. Und ansonsten ist es ja ganz unterschiedlich, je nachdem, welche Phase eben dann auch ist. Deswegen sind wir dann entweder in der Grundlagenphase vielleicht nur dreimal auf der Matte, also Sparing, aber dann geht es auch tatsächlich irgendwann in Phasen, wo wir dann achtmal auf der Matte sind. und zwischendrin klar Einheiten dann eben wo es dann eben klar klassisches Krafttraining dann Ausdauertraining ist auch immer ein Teil gewesen oder Kraftausdauertraining also Zirkeltraining ist immer noch sowas was in der Struktur drin ist ja so ganz ganz unterschiedliche Trainingsreize die dann auch gesetzt werden aber auch Laufen, Radeinheiten oder so Sachen, Schwimmeinheiten sowas man versucht es doch immer recht breit dann auch aufzustellen und je nach Phase wird dann eben dementsprechend reagiert
Sparringsfrequenz und technische Arbeit
Sparring, wie oft machst du das in den Spitzenwochen und gibt es auch Monate wo du gar kein Sparring machst Also wo ich das gar nicht mache, ist eigentlich ganz selten. Also Monate, vielleicht mal eine Woche oder so oder zwei. Ja, das ist so, also direkt nach einer Weltmeisterschaft oder so, da machst du es halt nach Gefühl so ein bisschen. Okay, da hast du auch meistens erstmal keine Lust mehr so auf die Mathe, weil du davor schon extrem viel da auf der Mathe gearbeitet hast. also so zwei, drei Wochen und dann gehst du trotzdem, aber nicht an die Grenzen, du arbeitest dann an technischen Abläufen, du machst dann viel normale Technikarbeit oder solche Sachen oder versuchst auch viel einfach spielerisch so ein bisschen, Es ist ja einfach etwas was trotzdem die Leidenschaft da ist und auch Spa macht so ganz ohne Ring Geht dann auch nicht Aber es ist dann in den Phasen nicht so krass ernst wie es dann in der Vorbereitung ist Und wenn es dann im Trainingslager, also so die unmittelbare Wettkampfvorbereitung vor einem Höhepunkt quasi, wenn es jetzt im Trainingslager eben ist, wo viele, also wir haben ja auch ganz oft so Nationen, die dann zusammenkommen und sich dann irgendwo in einem Ort treffen und in verschiedenen Gewichtsklassen dann mehr Sparingspartner auch hast, die Kooperationen, die da entstehen und letztendlich sind es dann, ja du hast dann Montag, Dienstag zweimal am Tag, also es sind dann vier Einheiten, Mittwoch ist in der Regel frei, Donnerstag also acht Sparings-Einheiten, die du dann auch hast.
Genau.
Internationale Trainingslager und Standorte
Du sagst Trainingslager. Von allen Orten, wo du bisher Trainingslager gemacht hast, was ist der eine, wo du sagst, okay, das ist mein Favorite-Trainingslager-Ort? Okay. Kuba, der Musik und das Wettersegen?
Nee, würde ich gar nicht sagen, weil da einfach die Versorgung drumherum einfach nicht mir entsprochen hat. Ich bin trotzdem noch Schwergewichtler. Boah, das ist echt, also wo ich jetzt eigentlich in letzter Zeit wirklich top fand, aufgrund von Qualität und drumherum, war tatsächlich Russland, also Qualität an Trainingspartner, aber auch drumherum, also das ist in Sochi zum Beispiel am Schwarzen Meer oben. Das ist auch recht schön.
Also es ist schön, du hast eine gute Luft, also du hast wirklich viele unterschiedliche Komponenten. Du hast nicht weit weg quasi auch die Berge, also von der Umwelt, von allem, von der Ruhe, von dem ganzen Thema und von den Rahmenbedingungen einfach, was Versorgung angeht, aber auch Qualität auf der Matte an Trainingspartnern, ist das schon absolut Wahnsinn. Also das ist sehr gut.
Höhentraining in Colorado Springs
Warst du schon mal in den USA für Drinkslager? Genau, also USA wäre auch so ein nächstes Thema, aber das liegt schon ein bisschen länger. Wir waren früher dort öfters, Colorado Springs. Ist ja so ein absolut bekanntes.
Ich war 2015 in diesem USA Wrestling Headquarter, erinnere ich mich gerade. Da hatte ich einen Bekannten, der mit denen gearbeitet hat. Dann sind wir da nur so vorbeigehen. weil er was abgeben musste. Colaro Springs ist das.
Genau, das ist so eine Hochburg. Dort ist auch das Haupttrainingszentrum eigentlich von denen. Das ist ein riesiger Olympiastützpunkt, aber aller Sportarten auch. Also vieler, vieler Sportarten.
Unter anderem Ring. Das ist natürlich von den Bedingungen, würde ich sagen, nochmal eine Nummer höher. Was aber auch drumherum. Also Amerikaner sind ja sehr fortschrittlich.
Regeneration und also diese ganzen Maßnahmen, also du hast da wirklich ein Apparat stehen, wo du alles sofort an Maßnahmen hast, ob jetzt Kälte, Wärme, sonstige Behandlungsmöglichkeiten im Regenerationbereich, aber auch die Trainingshalle und so wirklich tiptop. Da hatten wir das Trainingspartner, ist einmal so ein Ding, wo du nicht einfach die Qualität auch hast. und Colorado Springs hatten wir immer so einmal im Jahr dann auch als Höhentrainingslage genutzt. Es ist ja relativ hoch und da gibt es ja diese berühmten Treppen dort quasi, wir haben auch einen bestimmten Namen, fällt mir jetzt nicht ein, wo wir einfach dort auf die Höhe quasi immer wieder hochgegangen sind quasi und Höhentrainingslager im Endeffekt dort dann gemacht haben.
Auch auf der Matte, so die ersten Tage hast du wirklich gemerkt, es fällt dir einfach extrem schwer, dort zu atmen und auch Gas zu geben, bis sich der Körper ein bisschen daran gewöhnt. Mittlerweile sind wir aber davon mehr weggegangen. Unterschiedliche Aspekte, also wahrscheinlich auch ein Aspekt, weil es einfach mega teuer ist für ein gesamtes Team und es bessere Möglichkeiten gibt. Und zweitens glaube ich, dass dieses Thema Höhentrainingslager nicht alle Sportler oder nicht alle vom Team gut vertragen haben.
Manche haben das super vertragen, aber manche, die danach einfach in den Keller gefallen sind und da lange nicht mehr rausgekommen sind. Und deswegen ist man ein bisschen weg davon. Aber tatsächlich in den Jahren 2014, 2015, glaube ich, da waren wir dort öfters. Und die Generationen vor uns die waren eigentlich regelm einmal im Jahr dort Die Generationen die den Zyklus bis 2012 olympische Spiele mitgemacht hatten die waren öfters, gerade USA und Kuba, das war so mit denen ihr Hauptgebiet.
Wir haben dann auch mehr auf Osteuropa das Ganze verlagert, jetzt einfach von der ganzen Philosophie und Partnerschaften an Trainingsmethodik und allem so ein bisschen hat es jetzt einfach andere Dinge, andere Planungen angenommen. Von der Akklimatisierung her, Colossus Colorado, sieben, acht Stunden Zeitverschiebung, Sochi ist zwei, drei, sowas. Ja, genau. Deutlich ein kürzerer Weg dahin zu kommen.
Ja, deswegen hat man da einfach die Dinge so ein bisschen angepasst, klar. unterschiedliche Maßnahmen jetzt daraus ausgebildet.
Wettkampfsimulation und Gewichtmachen
Das heißt, so ein, zwei Sparingsanheiten sind ja immer mit dabei. Wie weit gehst du hoch? Dann quasi so eine Vorwettkampfphase, wo du das meiste Sparring machst. Das ist dann einmal am Tag?
Zweimal am Tag? Sparring? Also zweimal am Tag ist schon üblich. Okay, das heißt quasi in der Vorwettkampfphase, ist das Thema Techniktrain fast komplett weg und der große Fokus ist dann quasi auf Sparring.
Ja, tatsächlich. Also da ist dann der absolute Fokus auf dem Bereich Sparringskämpfe, auch Trainingswettkämpfe, Trainingssimulation, Also Trainingswettkämpfe in dem Sinne, Wettkampfsimulation, also sprich, du machst morgens zwei Kämpfe richtig, dann machst du abends nochmal zwei Kämpfe und dann auch am nächsten Tag auch nochmal ein. Also man versucht dann schon auch Wettkämpfe zu simulieren, weil es bei uns dann auch so ist, dass du ja mehrere Kämpfe an einem Tag auch hast. also dadurch brauchst du so viele unterschiedliche Komponenten was Ausdauerkraft und so weiter angeht also das heißt es war früher noch ein bisschen krasser mittlerweile jetzt der aktuelle stand ist es so dass du ja so im Schnitt drei vier K an einem Tag hast und am n dann ein je nachdem wie weit du kommst also eben der Finalkampf oder Kampf um Bronze oder so ist dann am n Tag Also du hast die Nacht zwischendrin zum Regenerieren Andererseits, klar, ist der Muskelkater die Überwindung hoch, am nächsten Tag wieder aus dem Bett zu kommen und dann nochmal dich zusammenzureißen.
Früher gab es eine Phase auch, wo so war, dass alles an einem Tag runtergebrochen wurde. Also sprich, da hast du an einem Tag bis zu fünf Kämpfe und abends quasi Finale noch. Ja, das war eine harte Nummer dann auch. So, jetzt haben sie es ein bisschen versucht, wieder aufzubrechen auf zwei Tage.
Das ist sowieso der aktuelle Stand. Und das versucht man halt dann dementsprechend auch irgendwo zu simulieren in den Trainingseinheiten, dass du zum Beispiel morgens zwei Trainingskämpfe machst oder so einen kompletten Trainingstag, Simulation, Turnierwettkampf-Simulation. zwei Kämpfe in der Halle direkt irgendwo ein bisschen was zu dir nimmst, was isst, was trinkst und dann weiter deine Sparingskämpfe machst. So ist dann die Aufteilung.
Training mit verschiedenen Gewichtsklassen
Wenn du die Sparingsanheiten im Training machst, ist es immer in derselben Gewichtsklasse oder arbeitest du auch mit leichteren Jungs? Schwere wird es nicht viele geben? Nee. Genau, also immer jetzt dann in so einer Wettkampfvorbereitung ist es dann wirklich was ausschließlich, dass es die eigene Gewichtsklasse ist Genau Klar gibt es auch Jungs, die ein bisschen die schwerer sind als ich natürlich, aber nachher, wenn der Wettkampf ist cutten, müssen die halt eben dieses typische Weightcutting halt eben auch machen je nachdem wie viel dann auf die bis 130, das ist Also 130,0 mehr darfst du nicht haben im Wettkampf.
Aber es gibt einige Jungs, die natürlich dann auch mal 135, 138 Kilo oder so in der Trainingsphase haben. Das spürst du dann halt schon, auch im Training, klar. Also die 8 Kilo Unterschied von Wettkampf und Training merkst du. Ist aber nicht mehr so krass.
Dieses Weight-Karting war ja früher ganz, ganz stark bei uns. Mittlerweile ist es so, dass du an allen beiden Tagen auch wiegen musst und am Tag, an dem gleichen Tag, wo der Wettkampf ist, fr war es so dass du am Tag vorher wiegen durftest Jetzt mussten halt viele quasi ihre Gewichtsklasse wechseln damit einfach dieses klassische starke Gewichtsreduzieren nicht mehr so m war Da gab es Anpassungen auch von Gewichtsklassen. Und worauf ich hinaus wollte, genau. Aber so in der Trainingsphase oder in der normalen Trainingsphase ist es dann auch schon so, dass ich auch mit Jungs in der nächsten Gewichtsklasse, die 98, also die haben dann meistens so um die 100, 103 Kilo, mit denen dann auch mache, aber es gibt auch mal eine Phase, wo ich tatsächlich noch weiter runtergehe und auch mit einem Jungen mache, der jetzt nur an die 90 hat.
Ich kann das irgendwo machen, weil du irgendwo jemanden brauchst, der auch ein gewisses Feingefühl hat und da natürlich nicht dann voll reinprischt dann auf Indigi, weil einer einfach leichter ist, aber es ist für mich trotzdem immer eine Erfahrung, weil es einfach eine ganz andere Schnelligkeit ist und ich anders arbeiten muss, anders reagieren muss. Ich tue mich unheimlich schwer, mit so einem Leichten dann auch zu machen. Ich versuche dann, die Kraftkomponente eher auszuschalten und versuche dann wirklich technisch und schnell zu arbeiten, was für mich auch wieder ein ganz anderer Ausdaueraspekt ist.
Ich werde viel schneller müde quasi, in dem Sinne nicht muskulär, aber das Cardio-Thema kommt dann höher rein und von dem her ist es da auch schon möglich, aber ich glaube, dieser Mix ist recht gut. Bei uns gibt es ja auch Bodenkampf, keinem Bodenkampf ist es dann meistens sehr, sehr deutlich, das macht auch keinen Sinn, aber den Standkampf kannst du auch tatsächlich mit leichteren Gegnern simulieren und das war eine Phase, jetzt auch tatsächlich so 2013, 2014, da hatte ich nicht so viele Schwergewichts Trainingspartner und habe dann auch wirklich viel mit Leuten, mit 100 Kilo quasi gemacht, was mir dann aber nachher auch wieder in manchen Bereichen zum Vorteil wurde, weil ich einfach nachher schneller war, als meine Gegner jetzt im Schwergewicht.
Also die sind dann mit der Schnelligkeit nicht mehr so zurechtgekommen, obwohl sie körperlich klar überlegen waren, aber einfach die Schnelligkeit nicht ganz verarbeiten konnten. Hat immer unterschiedliche Aspekte.
Dominante Akteure im Schwergewicht
Größere Speed-Komponente. Was sind die schwersten Jungs im Schwergewicht? Gibt es welche mit 150 rumlaufen? Ja, tatsächlich.
Ich habe es... Natürlich nie selber live gesehen, aber es ist so, dass gerade auch der kubanische Olympiasieger Mian Lopez, also es ist so die Legende in der Sportart und in der Gewichtsklasse, war jetzt dreimal Olympiasieger. Okay, das ist ein Ansatz. Genau, beginnend 2008, 2012, 2016, genau.
Ganz wenige, die das jemals geschafft haben. Und er will jetzt tatsächlich 2020, also 2020 wollte er jetzt, 2021 nochmal den vierten Titel, also es wäre dann auch quasi der erste, der es schaffen würde, vier Titel quasi Olympiatitel zu holen. und ja, bei ihm sagt man, dass er so in seiner Offseason schon also um die 150 quasi Kilo hat Das ist viel Reis und Boden Genau, genau das ist so dass der so ein Gewicht hat aber dann es ist ja bei ihm auch so, dass er eben nicht immer den ganzen Zyklus quasi im Wettkampf Vorbereitung ist oder Trainingsverletz Das kann auch sein, dass er einfach mal nach einem Olympia-Zyklus einfach mal zwei, drei Jahre überhaupt nicht sichtbar ist auf irgendwelchen Turnieren und dann halt in einem Jahr vor den Spielen ein Turnier ringt oder vielleicht gar nicht.
Also jetzt 2019 hat die Quali ein jüngerer Kubaner quasi geholt. Er war nur da ein bisschen als Trainingspartner. Er hat, glaube ich, ein Turnier, die Panhams waren das, Games, die er dann gerungen hat. Ich glaube ein Turnier oder so in einem Zyklus von vier Jahren.
Also das ist schon bemerkenswert, genau. Und deswegen diese Gewichtsschwankungen auch. Wenn er gewonnen hat, und damit qualifizierte er sich für Olympia? Nee, jemand anders hat die Quali geholt, also 2019.
Das heißt, er ist nächstes Jahr nicht dabei? Doch es ist immer so dass die Qualifikation nicht namensbedingt ist sondern f Land Das hei es hat ein junger Kubaner die Qualifikation quasi geholt und er darf aber trotzdem als Vertreter dann nachher bei den Olympischen Spielen teilnehmen Das hei der junge Kubaner kommt nicht Genau, der macht jetzt den Wechsel. Ich glaube doch, der hat sogar die Qualifikation nachher noch über die Panhams geholt fürs Freistil. Auch im Schwergewicht?
Genau, im freien Stil. Was macht den Kubaner so dominant? Ja, es ist wirklich schwierig zu definieren. Es ist eine unglaubliche Kraft, die er besitzt.
Ich glaube, die Kraftkomponente ist schon ein Megathema bei ihm. Hast du schon gegen ihn gerungen? Ja, genau. Zweimal, glaube ich.
Einmal, zweimal. Also von der Kraft her ist es eine absolute Hausnummer. Aber das, was wir vorhin eben hatten, er bringt halt beides mit. Diese unbändige Kraft und auch die Technik.
Die Technik, das Feingefühl, einfach das Timing, das sitzt bei ihm auch. und diese Kombination ist einfach schon schwierig zu schlagen. Da braucht man eine ganz klare Strategie, um ihn zu schlagen und das ist natürlich auch durchaus mein Ziel, da auch ranzukommen. Aber es ist natürlich von seiner Genetik, von seiner Veranlagung, glaube ich auch schon von Natur aus, das ist schon immer, wenn man ihn so verfolgt, der da sehr, sehr viel mitbekommen hat genau, ja, vom Training her man hört ja immer nur Sachen, es ist tatsächlich wohl gar nicht der fleißigste und strukturierteste, was das angeht, aber er hat trotzdem, trainiert er auch mal ein Jahr oder so einfach gar nicht und ja, auf jeden Fall manchmal auch wirklich mysteriös natürlich das Ganze, aber der Erfolg gibt ihm irgendwo recht
Spezifisches Training für lange Karrieren
Was bei sowas immer ganz interessant ist, mit dem gerade je länger eine Karriere ist, desto spezifischer soll das Training werden und je mehr Pausen du machst, desto unwahrscheinlicher nat auch Verletzungen von was Overuse angeht oder auch einfach nur so diese Burnout Das ist gerade in den anderen Kampfsportarten eine Sache die ich beobachte ist viele die dann wenn sie so lange dabei sind Sparring deutlich runterfahren so nach dem Motto hey mittlerweile ich wei wie K funktioniert und Sparring ist einfach zu viel Risiko Das heißt, primär drillen und jemand, weiß nicht, der Kubaner, wie alt ist er, 30 plus minus.
Jetzt meinst du, er ist jetzt schon 36 oder 38 geht er dran. seit über 30 Jahren ringen. Das heißt, er hat ja schon einiges an Stunden auf der Mathe gesammelt. Und natürlich auch, je schwerer du bist, desto potenziell kleiner das Trainingsvolumen, desto bewältigen kannst, weil desto größer die Abnutzung, wenn du 70 Kilo wiegst. Das ist natürlich von Belastung auf Weichgewebe, Gelenke und so weiter eine andere Geschichte.
Wenn du mit 130 Kilo durch die Gegend läufst oder mit 150. Also eine interessante Komponente ist und auch natürlich, dass er mit langen Drehingspausen wieder zurückzukommen, ist ja auch nicht gerade das Einfachste. Absolut, dass es schon durch längere Verletzungsphasen oder so einfach wieder da reinzukommen, das ist schon auch heftig bei uns einfach in der Sportart, aber auch klar die Komponente, der Kopf einfach irgendwo erstmal, dass der frei ist, da auch wieder aufs Ganze gehen zu können. Kubana hält sich wahrscheinlich in seinem trainingsfreien Jahr mit Tanzen fit.
Wahrscheinlich, ja. Ja, das ist gut möglich, ja. Es war auch jetzt bei ihm noch nie irgendwie bekannt, dass er irgendwie ausgefallen ist aufgrund größerer Verletzungen oder so. Ja, es ist schon interessant und einfach so von recht interessanten Dinge, die einfach zu beobachten sind, so.
Vielleicht hat er einfach aufgrund seines sehr hohen Vitamin-D-Spiegels vermutlich. Kann auch sein. Man sieht, man sieht, hat eine Rolle spielen. Allgemein, das Wetter und die Wärme hat gewisse Vorteile.
Oder genau, wie ich schon gesagt habe, genetisch einfach auch in Sicherheit auch einige krasse Voraussetzungen, die so einfach nicht zu wiederholen gilt. Zum vierten Mal, um Titel kämpfen zu wollen, das war schon heftig. Das sind immerhin 16 Jahre Arbeit. Es gibt ganz wenige Sportarten, wo Athleten das geschafft haben, so lange an der Spitze zu sein.
Usain Bolt war 2 2 2 Pyrus Dimas im Gewichtheben waren vier Olympische Spiele dreimal Gold einmal Bronze Ronny Weller im Gewichtheben war auch vier Olympische aber der hat sich so aufgeteilt zwischen Gold Bronze und Silber Und darüber hinaus gibt es nicht so viele, die es geschafft haben, tatsächlich 16 Jahre. Ja, also es gab einen Alexander Karelin, das ist auch ein Schwergewichtler aus Russland, der jetzt die absolute Legende auch ist aktuell. Der hat drei Olympische Spiele, genau, und hatte ja den Versuch gestartet 2000, in Sydney war das, glaube ich, genau, als Jugendlicher, als Kind noch da, mir das angeschaut gehabt.
Ist dann im Finale einem Amerikaner gescheitert. Das war ja so, was du verfolgt hast. Aber unglaublich krasse Dimensionen. Also es war der Russe absolute Modellathlet.
Also könnte genau so im Bodybuilding auch durchgehen. Und der Amerikaner einfach Rulangana. Genau. Ja, der hat dann bei so Shows danach mitgemacht wie The Biggest Loser und so.
Dementsprechend auch eine Figur gehabt. jetzt ja, aber einfach diese krassen Dimensionen einfach, aber trotzdem gewisse Talente einfach gehabt und der Rulungana hat dann tatsächlich diesen absoluten Modellathleten dann auch geschlagen gehabt im Finale und wurde Olympiasieger und so hat er quasi seinen vierten Titel nicht gewinnen können, er hat drei Olympiatitel gehabt und dann 2000 in Sydney hat er dann verloren gehabt, genau.
Ringtechniken und Punktregeln
Wenn wir nochmal zurückkommen zu deinem Training. Sparring war ja eine Komponente, die wir ein bisschen geredet haben. Technik. Griechisch Römes, quasi Hüfte aufwärts.
Das heißt, Techniktraining, wie sieht das aus? Versuchst du da quasi viel Kopf zu arbeiten? Im Endeffekt, was kannst du angreifen? Du kannst Kopf, Schulter und Talie.
Genau, richtig. Also worauf das dann hinausläuft, was in Technik, sind jetzt eben Hüftangriffe. Also gerade so typische Überwürfe. Supples ist so ein Begriff, Angriffe quasi ja direkt an die Hüfte und an Übersicht zu werfen, Arme, also so typische Schwunggriffe an den Armen, wie man sie auch aus dem Judo eben auch kennt, aber ohne, dass du irgendwas anderes, sondern du wirklich nur Haut anfassen musst. und dadurch eben auf das Timing oder auf den Gegner ausnutzen musst, wann er eben diese Bewegung vorwärts macht, dass es ihn überschlägt sozusagen.
Genau, also da so Schulterschwünje nennt sich das, Kopf-Hüft-Schwung, solche Geschichten. Oder halt eben wirklich viel am Nacken oder am Kopf dann auch zu arbeiten, ihn am Kopf eben runterzukriegen und da dann verschiedene Würfe auch anzusetzen oder ganz klassische Sachen, dass du auch über die Arme arbeitest, um deinen Gegner dann zu versetzen, um deinen Takedown quasi hinzukriegen. Also du kommst von hinten dran und er landet auf dem Bauch und dann kannst du von hinten wieder weiter deine Punkte oder deine Griffe eben auch machen. Punkte gibt es für was?
Wenn ich dich auf den Runder bekomme, gibt es direkt einen Punkt? Genau, ja. Also mittlerweile zwei. Also es ist Punkte aufgeteilt. einen Punkt gibt es, es gibt ja eine Mattenfläche, das ist ein roter Kreis, wenn einer den roten Kreis verlässt und sich entzieht quasi, ist es ein Punkt.
Das heißt auch, wenn ich dich rausschiebe? Nicht offensichtlich, also du darfst nicht offensichtlich quasi wie im Sumo, das ist verboten, aber wenn es aus der Aktion passiert und man merkt, einer entzieht sich bewusst und geht Richtung Mattenende, dann verliert er den Punkt quasi, damit er einfach nicht abhaut. Früher war es dann so, dass viele, wenn sie im Griff waren, dann abgehauen sind und es gab keinen Verwarnungspunkt oder so. Mittlerweile ist es so, dass du dann einfach einen Punkt bekommst.
Zwei Punkte ist es dann so, dass du tatsächlich für so einen Takedown quasi, dass wenn du hinten drauf kommst oder ihn runterreißt, egal wie auch immer, ob über den Rücken oder ob du ihm am Kopf runterreißt und er auf dem Bauch landet, Also immer wenn er auf dem Bauch landet und du nach hinten drauf kommst, ihn beherrschst, dann kriegst du zwei Punkte. Und alles andere sind dann mit vier Punkten, das sind dann Würfel. Wenn er nicht ihn auf den Rücken legt? Also wenn er komplett, je nachdem, also wenn du ihn wirfst und er auf dem Rücken landet und dann sich wieder auf den Bauch dreht, dann sind es vier Punkte.
Wenn du es aber schaffst, ihn über so einen Takedown quasi, dann gibt es auch nur zwei, aber er auf dem Rücken landet und auf dem Bauch dreht, gibt es auch nur zwei Punkte. R ist ja das Chaop bei uns Das ist ein Schultersieg Schulterniederlage Wenn er auf die Schulter f und du ihn da schaffst so kurz zu beherrschen, ein, zwei Sekunden, und er mit beiden Schultern tatsächlich komplett auf dem Rücken liegt, dann ist der Kampf sofort beendet. Das ist das sofortige K.O. Deswegen ist es eher seltener, dass das vorkommt, weil jeder einfach instinktiv sich sofort wieder wegdreht oder versucht nur mit einer Schulter irgendwie auf den Boden aufzukommen und sofort wieder auf den Bauch sich umdreht.
Und dann für besonders schöne Würfe oder besonders schöne Amplituden quasi gibt es fünf Punkte. Okay, das heißt diese ästhetische Komponente. Genau, richtig. Und ja, also jetzt international ist es so, dass dann auch in griechisch-römisch bei uns bei 8 zu 0 technischer Überlegenheitssieg ist und der Kampf dann damit beendet.
Das heißt, wenn du einmal geworfen hast und vier Punkte hast, dann ist es eigentlich schon mal so gut wie... Genau, richtig. Genau, genau. Also zwei hohe Würfe, dann hast du schon mal gut.
Wobei die Würfe mittlerweile immer schwieriger einfach werden oder auch schwieriger sind einzusetzen, weil du hast ja tatsächlich nichts anzufassen. Also du musst einfach über die Haut. Und wenn du es nicht schaffst in den ersten drei Minuten, ist es eher unwahrscheinlich, dass du noch hohe Punkte machst, weil die Haut fängt an zu schwitzen und du rutschst einfach teilweise weg und so. Und da passieren dann auch aber weniger hohe Wertungen.
Dann musst du schon schauen, dass du über andere Aspekte dann was schaffst, dann zu machen. Oder es gibt ja eben dann diese Bodenlage noch bei uns angeordnet, wenn einer sich entzieht, also aufgrund von Passivität im Boden dann eben den Gegner zu drehen oder auszuheben quasi und auch zu werfen. Das ist dann schon eher, da gibt es immer unterschiedliche Spezialisten, mehr als ein Bodenkampf Spezialist, manche sind eher im Stand stärker, manche sind beides. also da geht es noch tiefer ins Detail genau Wie oft auf hohem Niveau gibt es den K.O. Schultern auf dem Boden?
Ja, relativ selten natürlich ich sage mal, wenn du jetzt eine Weltmeisterschaft anschaust dann gibt es ja auch immer Qualifikationsk dann ist das dann 16 Finale 8 Finale Viertel Halb und so weiter So in den Qualifikationsrunden ist es ganz oft noch weil da einfach von der Konstellation, Auflosung, von der Nation auch aufeinander kommen, die ganz andere Ausbildungen so durchmachen oder auch die Qualität ganz unterschiedlich ist. Aber desto weiter es natürlich geht Richtung 8. Viertelfinale, siehst du keine großen. Keine großen, also in der Regel, es sei denn, es sind ganz, ganz, ganz zufällige Konstellationen, dass es dann schon nochmal vorkommt.
Aber die Regel ist es, wenn zwei gleichwertige Athleten dann Richtung Halbfinale oder so aufeinandertreffen, passiert das nicht, es sei denn, er hat einen kompletten Blackout oder so, dass da dann noch viele K.O.s oder Schultersiege oder eben technische Überlegenheitssiege sind. Die Kämpfe laufen dann schon auch oft darauf hinaus, dass es dann 3-1, 2-1, 1-1 so in dem Ausmaß dann rausläuft. Wie in jeder anderen Sportart wahrscheinlich auch.
Strategische Passivität und Kampfrichterentscheidungen
Was passiert beim Unentschieden? 1-1? Genau, gibt es quasi nicht mehr. Die Schiedsrichter sind tatsächlich dazu angehalten, kein 1-1 mehr zuzulassen, sondern dann eben auch 2-1 sozusagen auch zu ziehen. Das heißt, wir ringen gegeneinander.
Du haust ab, kriegst, dann kriege ich einen Punkt. Ja, genau. Und du schiebst mich raus oder ich hau ab, dann kriege ich einen Punkt, dann ist 1-1. Genau, richtig.
Dann ist 1-1, dann geht es weiter. Dann geht es weiter, wir kriegen nichts hin. Im Endeffekt ist es dann eben so, dass dann derjenige, also es gibt pro Runde, also das sind ja zweimal drei Minuten, einmal drei Minuten, zwei Mal drei Minuten und in den ersten drei Minuten, wenn es dann als 1-1 steht, ist es aber immer so, dass es immer jemanden gibt, der eher passiver oder aktiver einfach kämpft. Also es ist ganz, ganz selten, dass beide gleich Gas geben.
Es gibt viele Taktieren ja, machen die ersten drei Minuten ein bisschen langsamer, um Kraft zu sparen für die nächsten. Dann entscheidet der Schiedsrichter, okay, der ist passiv. Dann kommt diese Reaktion quasi, okay, der Passivere muss in die Bodenlage. Das gibt einen Punkt und ich habe quasi den Vorteil jetzt nochmal eine Wertung zu machen Das hei dann wird es diese Passivit entschieden Also im Endeffekt ist es dazu angehalten dass du immer Action gibst dass du sechs Minuten nicht aufh quasi und die Schiedsrichter greifen da auch ein dass du weiterhin Gas gibst Wenn du das nicht machst, wirst du passiv gestellt und so werden die Kämpfe dann immer gestaltet und wenn der Schiedsrichter merkt, dass du da einfach auch nicht mehr kannst oder zu viel taktierst, dann hast du halt teilweise auch keine Chance.
Aber so gibt es dann für jeden Kampf quasi nochmal einzelne Strategien, wie jeder schon irgendwo in den Kampf geht und wie er dann auch taktiert, weil tatsächlich komplette sechs Minuten ohne irgendwo durchzuschnaufen ist fast unmöglich. und das halt über mehrere Kämpfe hintereinander ist schon immer das Ziel, aber ist schon eine mega Herausforderung. Dadurch ist es, wenn du am Anfang es schaffst, eine hohe Wertung anzusetzen, dann weißt du, okay, jetzt kann ich ein bisschen langsamer machen, also zumindest mal abwarten, ich muss nicht mehr zwingend noch auf den Punkt raus. Was aber wiederum passieren kann, wenn der Schiedsrichter merkt, okay, du blockierst nur und rufst dich aus, kriegst du eine Verwarnung, kommst in den Nachteil, der andere Gegner ist ein Bodenspezialist, hebt dich aus, macht eine hohe Wertung, bist du wieder, liegst du wieder 5-4 hinten quasi.
Deswegen und für die Passivität, immer wenn du passiv bist, kriegt dein Gegner auch einen Punkt. Also wenn du in die Bodenlage musst, kriegt dein Gegner einen Punkt dafür auch. Automatisch. Du bist gezwungen, was zu tun.
Taktische Matchpläne und Energiemanagement
Und die strategisch-taktische Komponente ist auch Ja, die ist tatsächlich groß und du musst schon auch irgendwo eine Taktik immer wieder fahren, wie du ungefähr oder dir zurechtlegen, okay, was kann ich machen, wie will ich den Kampf gestalten. so vom Ganzen her versuche ich jetzt, jeder hat so seinen Stil, tatsächlich meinen Stil da aufzudrängen und aktiv zu gehen und nicht immer nur reagieren zu müssen. Es gibt auch verschiedene Typen eher, die nur kontern, die nur angreifen. Einer, der eigentlich immer nur angreift, aber plötzlich immer nur kontern muss, der da plötzlich Er wird viel mehr Energie verloren, wird schneller müde und solche Sachen.
Es gibt welche, die einfach nur die ersten drei Minuten den Gegner so bearbeiten, dass er müde wird, weil sie wissen, er ist konditionell nicht der Stärkste. So Taktiken gibt es auch. Wenn ich einem weiß, der ist zwar körperlich mega überlegen, dem werde ich in den ersten drei Minuten nicht schaffen zu knacken, weil ich nichts hinkriege, weil einfach eine andere Power dahinter ist, dann versuche ich ihn zum Beispiel drei Minuten einfach nur zu bewegen, ins Leere zu laufen, dass er immer wieder einfach reagieren muss, einfach immer wieder quasi atmen muss und viel atmen muss und dann irgendwann ab der zweiten Hälfte merke, okay, jetzt lässt die Power nach, die Sauerstoff Versorgung ist nicht mehr da, er macht Fehler und dann nutze ich meine Chancen und mache die Punkte.
Das ist schon auch viel. Ein gutes Beispiel von diesem, wenn einer quasi ans andere Ende des Kontinuums im Vergleich zu seinem Game gedrückt wird. Verfolgst du Boxen? Ja, ab und zu mal.
Hast du Deontay Wilder gegen Tyson Fury 2 gesehen? Ja. Das war ja auch im Nachhinein, der Fury hat ja von vornherein gesagt, dass er Wilder ausknockt, was die wenigsten sonderlich ernst genommen haben. Und dann hat er im Nachhinein erklärt, dass im Endeffekt Wilder, der über 40 Kämpfe nie verloren, bis auf zwei alle mit K.O. beendet.
Alle Angst vor ihm, weil er also nicht der technisch beste Boxer ist, aber wahnsinnige Power hat. Alle relativ zurückhaltend sind angegangen. Und dann am Ende des ersten Kampfes ist ja Fury zu Boden gegangen in der letzten Runde und ist dann wieder hochgekommen, hat den Rest der Runde gewonnen und hat den Rest der Runde einfach nur Druck gemacht. Und hat da gemerkt, hey, ich habe einen Haufen Druck gemacht und Walder, auf einmal kam es mir so vor, als wäre er quasi so ein bisschen stolpern und hätte auf einmal Riesenprobleme, mit mir zurecht zu kommen. und hat dann nach diesem Knockout quasi den Rest der Runde gewonnen.
Er hat sich die Runde verloren aufgrund des Knockouts, aber es war dann für ihn so ein Moment, alle sind relativ vorsichtig, weil sie nicht quasi reinlaufen wollten in so eine Rechte und er hat dann quasi von Anfang an einen Haufen Druck gemacht und Walder hat über 40 Kämpfe gewonnen, ein paar unglaubliche Knockouts, also kann jeder mal bei YouTube Deontay Walder ein Knockout-Highlight anschauen, da sind einige Knockouts dabei, wo er quasi in die Deckung reinschlägt und der andere f einfach um Und dann im zweiten R gegen Tyson Fury Auf einmal Fury macht die ganze Zeit Druck Und es sieht einfach aus als w er bei weitem nicht der dominante Weltmeister der tats war Das ist quasi komplett raus aus seiner Comfortzone.
Das ist genau das Gegenteil von dem, was sonst immer passiert ist. Statt relativ vorsichtig das Ganze anzugehen. Druck, Druck, Druck. Und war dann so quasi, ist das nicht gewohnt, dass das jemand gemacht hat. und hat dann, ich glaube, sieben Runden plus minus waren es, bis der Kampf beendet war.
Hat dann in den sieben Runden auch so ausgesehen, als würde er nicht in den Ring gehören. Was ein interessantes Beispiel ist, vor allem im Kampfsport hat man ja relativ schnell so Champions oder einzelne Kämpfer, die einen wahnsinnig dominanten Eindruck machen. Und dann kommt der eine Gegner, dessen Stil halt einfach passt und auf einmal sieht es nicht mehr so dominant auf, wo du davor denkst, okay, das ist quasi, der macht alle platt, rennt durch, gewinnt alles und dann auf einmal kommt da der eine, dessen Stil halt einfach gut passt. Genau.
Und dann wird das Ganze recht gut neutralisiert. Ja, absolut. Gibt es bei uns auch immer. Immer ganz, ganz häufig.
Und was auch immer wieder so schon in dem Zusammenhang sichtbar ist, gibt auch immer wieder so ganz viele Newcomer. Also im Endeffekt einen, den jetzt keiner groß auf dem Schirm gehabt hat und er taucht dann plötzlich auf einer Weltmeisterschaft oder so auf. Das ist ja nicht wie jetzt in der UFC oder so, wo du einfach vorher einen Haufen Kämpfe machen musst, um dich zu zeigen, um hochzugehen oder so, sondern bei uns ganz echt sein, dass einer, der auch nie große Turniere gerungen hat, namhafte, dann plötzlich auf einer Weltmeisterschaft dann auch startet, weil er sich für sein Land dann quasi da qualifiziert hat und du den überhaupt nicht auf dem Schirm hattest und der plötzlich jemand ist, der sehr, sehr unangenehm ist oder einfach Fähigkeiten hat, mit denen du jetzt nicht so gerechnet hast, dann kommst du halt auch extrem ins Rudern erstmal.
Das ist dann auch dieser eine unangenehme Gegner quasi, mit dem du dich dann auch oft viel mehr quälst als sonst, weil du stellst, also du passt deine, also Videoanalyse von Gegnern und so ist natürlich auch ein Thema und wenn du deinen Gegner kennst und weißt, was der macht, wie der reagiert, bist du im Kopf auch schon ganz anders drin, als wie einer, der einfach wilde Bewegungen macht und der macht einfach irgendwo wo du jetzt gar nicht drauf vorbereitet hast Das hat den einen oder anderen schon aus dem Konzept gebracht und auch mal einen WM oder so gekostet
Videoanalyse und instinktives Kämpfen
Wie viel so Videoanalyse machst du Schaust du viel Ringe Ja, also immer wieder mal, phasenweise, genau. Wenn es jetzt gerade so Richtung Olympische Spiele hingeht, ist es dann nochmal stärker, weil man dann eher weiß, wer auch die Gegner dann tatsächlich sind, wer sich qualifiziert hat. Und dann macht man schon eine genauere. Wobei es jetzt in den letzten Spielen eher einen Trainer gemacht hat oder mir eine Liste zusammengestellt hat.
Und ich ab und zu zwischendrin auf jeden Fall immer mal wieder auch Kämpfe angucke. Aber ich jetzt auch jemand bin, der tatsächlich eher instinktiv oft rangeht. Also der dann sich gar nicht so krass versucht. Es gibt jemanden, der wirklich nach Schema F vorgeht.
Aber im Kampf ist es bei mir so, dass ich eher, meine Stärke dann doch ist so dieses instinktive Handeln, instinktive Kämpfen auch. Das ist schwierig manchmal zu beschreiben, das Instinkt kannst du eigentlich nicht wirklich beschreiben, dass du einfach weißt, wann der Moment da ist und wie du handeln sollst. Das ist bei mir, das ist auch was, wo ich sagen würde, wovon ich so ein bisschen zähre, wo viele anderen Probleme haben, damit klarzukommen. Dass ich auch Dinge einfach mal rausholen kann aus dem Repertoire, die ich vorher noch nie so gezeigt habe.
Also Griffe oder Techniken oder so. Ja, das ist da so oft unterschiedlich von der Herangehensweise noch. Wo kann ich Wrestling anschauen? Im Fernsehen?
Ja, genau. Also Fernsehen mittlerweile, also Eurosport macht immer Zusammenfassungen jetzt von großen Events, von Weltmeisterschaften und so. Aber ansonsten tatsächlich, also YouTube ist so die beste Quelle. Und der Weltverband macht sehr, sehr gute.
Also jeden Kampf findest du eigentlich mittlerweile auch tatsächlich online. Bei YouTube? Bei YouTube. Der Weltverband stellt sich online.
Genau, der Weltverband filmt auch jeden Kampf und der wird dann auch online reingebracht mittlerweile über YouTube. Und da machst du halt schon immer wieder Analysen Also guckst dir die an so wie gerade der Bedarf ist oder du siehst okay da macht jemand eine neue Technik oder eine krasse Technik und dann gehst du da halt rein und schaust dir an, wie er die Technik dann auch gemacht hat oder auf was du dich vorbereiten musst oder aufpassen musst und dann arbeitest du schon auch manchmal an Dingen rum, wenn du weißt, okay, das ist dein Hauptkonkurrent und dann, okay, wie kann ich diese Technik abwehren, beziehungsweise was ist mein Konter dagegen, was ist meine Antwort drauf oder wo hat er Schwächen, wo kann ich ansetzen, worauf gehe ich, also die Sachen, die ich vorhin genannt habe, jemand, der konditionell schwächer ist und so.
Ich weiß, okay, aus den Analysen ist rausgekommen, der und der Gegner wird ab Minute vier schwach quasi, okay, dann ist mein Ansatz, der müde zu machen und dann hinten raus eher zu powern Oder einer, der jetzt, wenn er hinten liegt, einfach das Konzept verliert, da einfach dran zu bleiben. Also so unterschiedliche Systeme, wie man da einfach auch vorgeht. Und ich glaube, dass es schon auch ein großer Punkt ist. Es gibt auch wirklich Leute, die über YouTube quasi das Ringen gelernt haben oder zum Profi oder mehr oder weniger dann auch geworden sind, weil sie sich vieles auch dann angeschaut haben und auch überlegt haben. letztendlich, aber du brauchst halt trotzdem ja, du musst es dann aber Bewegungsabläufe, also es sind tausende Wiederholungen, die du es dann ausprobieren musst und du wirst eher selten jemanden eins zu eins auch kopieren können, du musst trotzdem deine eigene Bewegung dann daraus machen, aufgrund auch von anatomischen Verhältnissen, Hebelverhältnissen, Beweglichkeitsverhältnissen, also es ist ja, Du hast ja trotzdem einen anderen Körper als derjenige, der jetzt im Endeffekt die Übung vormacht oder im Wettkampf mal gemacht hat und du musst sie an dich anpassen.
Also als Inspirationsquelle und so, klar, top. Und einfach so das Gefühl dafür zu bekommen, sich Dinge anzuschauen oder auch vor allem im Kopf auch mal die Bewegungen durchzugehen. Ich glaube, das macht auch schon wirklich viel aus.
Die Kraft der Visualisierung und Spiegelneuronen
Da gibt es interessante Untersuchungsstudien im Bereich Graf-Training, die im Endeffekt zeigen, dass wenn du die Ausführung einer Übung visualisierst, du Kraftzuwächse hast, ohne dass du die Übung tatsächlich machst. Natürlich nicht in dem Ausmaß, wie wenn du es tatsächlich machst, sondern wir legen hier irgendwo einen Bereich von 50% der Kraftzuwächse durch reines Visualisieren von Krafttraining, was natürlich im Umkehrschluss für jede Form des Bewegungsablaufs, wenn du ihn visualisierst, hat es eine Anpassung der Neuronen. Somit hast du einen Lerneffekt über das Visualisieren von Training. Aus meiner Sicht einer der zwei Formen von Mentaltraining, die tatsächlich funktionieren.
Viel Mentaltraining heute ist ja dieses Motivationsding, was mit Sicherheit funktioniert, aber nicht so nicht zuverlässig ist. Optimierung von Motivation ist was mit recht wenig Progressionspotenzial, währenddessen sowas wie das Visualisieren von Bewegungsabläufen tatsächlich funktioniert und natürlich auch im Leistungssport relativ häufig. Wie viel Zeit bist du auf der Matte, wie viel Zeit bist du im Auto oder auf dem Sofa zu Hause und gehst einzelne Abläufe im Kopf durch und denkst dir, das muss ich morgen so machen. Krass, du hast gesagt, das visualisieren einer und der zweite Punkt?
Anschauen. Den Sport anzuschauen hat einen nachweislichen Effekt. Es gibt sogenannte Spiegelneuronen. Das heißt, indem du jemandem zuschaust, wie er etwas macht, hast du einen nachweislichen Lerneffekt.
Gerade im Sport, wenn es ein bisschen eigenere Bewegungsabläufe sind, sind. Was du da teilweise auffällst, ist, dass jemand, wenn jemand quasi ein Fan von jemandem wird oder ein Hauptgegner ist und man ihn ständig beobachtet, dass das sogar einen direkten Effekt hat auf die eigenen Bewegungsabläufe und den Fluss, aber auch natürlich grundsätzlich umgedreht, wenn ich quasi, das ist ein bestimmter Wurf, du trainierst diesen Wurf nicht, sondern du schaust den jetzt quasi eine Woche lang nur an, ohne ihn jemals zu machen und du machst ihn dann zum ersten Mal, wirst du besser in diesem Wurf sein, als wenn du ihn nie angeschaut hast und ihn dann zum ersten Mal machst.
Das heißt, ein gewisses Maß an Bewegungslernen funktioniert über zum einen Visualisieren und zum anderen über ich konsumiere, ich schaue mir das an, wie es läuft. Training von zu Hause ersetzt nicht das körperliche Training. Das größte Problem mit körperlichem Training ist, je nachdem, was es für ein Sport ist, irgendwo zwei bis vier Stunden am Tag, mehr geht nicht, körperlich, also über vier Stunden am Tag zu trainieren ist schwierig es gibt ganz wenige Sportarten und wenn dann sind es Sportarten wie Synchronschwimmen wo die auch mal zehn Stunden am Tag trainieren aber das ist k bei weitem nicht so belastend Wenn du jetzt überlegst, was du sechs, acht Stunden Ringen am Tag machen müsstest, das funktioniert dann vielleicht für einen Tag oder für zwei und dann ist es Game Over. zwei bis vier Stunden körperliches Training, aber mentales Training, du machst es, jeder Sportler macht es irgendwo unbewusst, wenn du überlegst, wie viel denke ich, überringend nach, gehe Sachen durch, außerhalb von meinem eigentlichen Training, da kommen verdammt vier Stunden zusammen.
Ja, würde ich tatsächlich das, was du sagst, auch so unterschreiben. Hätte ich auch schon Fälle, wo ich sage, okay, ich habe mir jetzt irgendwann einen coolen Wurf gesehen, bei irgendeinem Bundesliga-Kampf oder so, und dann schaue ich mir den ein paar Mal an, habe den so eigentlich im Kopf relativ gut drin und gehe ins Training und just for fun probiere ich das mal halt aus. Und das Ding hat funktioniert. Soll ich das vielleicht in meinem Repertoire aufnehmen?
Kann ich das langfristig trotzdem umsetzen? Passt das zu meiner Struktur? Aber das ist, also könnte ich eins zu eins tatsächlich so auch sagen, dass das schon auch was ist, was funktioniert.
Kritik an traditionellem Motivationscoaching
Du sagst ja, die Motivationsgeschichte von den anderen Sachen, so Motivationsgeschichten hältst du grundsätzlich nicht so viel. Mein Problem damit ist, und das ist auch mittlerweile sehr gut nachgewiesen, es funktioniert nicht zuverlässig. Diese ganze Motivationsgeschichte, gibt es einige, wo es quasi das Feuer, das eh schon groß ist, das Feuer am Lodern hält oder es leicht erhöht? Ja, definitiv.
Aber wenn du keine große Trainingsmotivation hast, wie viel bringt diese Motivationstraining tatsächlich dauerhaft? Realistisch gesehen. Wenn du jemanden hast, der trainingsfaul ist, der bleibt trainingsfaul. Wenn du jemanden hast, der nicht den Biss hat, wie viel von diesem Biss kannst du tatsächlich lernen?
Und wie viel wird einfach nur durch das Training rausgeschliffen? wie viele von denen, die so viel trainieren beispielsweise das russische System von früher denken, bei wie vielen haben diesen Biss und dieser äußert sich dann einfach durch diese Art von Training und wie viele werden einfach aussortiert das heißt die Frage ist inwieweit trainiert dieses System dieses Durchhaltevermögen inwieweit isoliert so ein Trainingssystem einfach dieses Durchhalteverm inwieweit fallen einfach die raus die es nicht haben Allgemein die Trainingsf und das Progressionspotenzial von psychologischen Faktoren ist verdammt klein.
Es gibt immer einzelne Ausnahmen. Ich persönlich habe es schon gesehen, wo jemand auch durch das Training mit einem Mentaltrainer Sprünge gemacht hat. Aber es kommt verdammt selten vor. Für die meisten ist einfach so, Das ganze Motivationscoaching halte ich manchmal mehr für Unterhaltung als für tatsächlichen Mehrwert.
Schnelles vs. langsames Denken im Sport
Statistisch gesehen, es gibt für alles Ausnahmen. Aber grundsätzlich so ein Mentaltraining, während sowas wie Visualisieren oder das ganze Überspiegeln im Wohnen, in dem ich es mir anschaue, ist tatsächlich ein nachweisiger Traineneffekt. und es trainiert auch das, im Endeffekt, es gibt zwei Ebenen von Denken. Es gibt einen Nobelpreisträger, Daniel Kahneman, der ein Buch darüber geschrieben hat, schnelles Denken, langsames Denken. Und im Endeffekt, wir haben, er bricht es runter auf ein rationales System, das ist das langsame Denken, wo wir über etwas nachdenken.
Das ist wie wenn du auf die Mathe gehst und dann greifst du den Kopf und dann denkst du jetzt, okay, jetzt Beispiel, ich ziehe jetzt den Kopf runter, dann greife ich unter die Schulter, um so an seinen Rücken zu kommen. Und dann gibt es quasi das schnelle Denken, was instinktives Denken ist. Wo du einen Bewegungsablauf so verinnerlicht hast, dass du in dem Moment, in dem du quasi den Kopf greifst, gar nicht mehr willkürlich diesen Bewegungsablauf mit unter die Schulter greifen und den Rücken holen machen musst, sondern du hast ihn so oft gemacht und er hat sich quasi auf so einer tiefen Ebene gelernt, dass dieser Ablauf vonstattengehend, ohne dass du ihn willkürlich ausführst.
Das ist auch im Sport relativ gut untersucht. Beispiel, es gibt in der amerikanischen Republik, wo Baseball riesig ist, haben sie Studien gemacht, um rauszufinden, was genau dafür sorgt, dass du diesen Ball treffen kannst. Man weiß, der Ball fliegt so schnell, dass der zweite Hälfte der Flugbahn, siehst du ihn nicht, das Auge ist nicht imstande, ihn zu sehen. Und was sie rausgefunden haben, diese Bälle haben ja diese roten Linien.
Und wenn du die roten Linien wegmachst, Treffen selbst die Besten nicht mehr diesen Ball Das Ergebnis der Studie war die Art und Weise wie der Ball sich dreht nimmst du unterbewusst wahr denn du siehst es aufgrund dieser roten Linie Und unterbewusst ohne dass sie eine Ahnung haben dass die roten Linien daf schuld sind oder daran schuld sind, dass sie wissen, wie der Ball kommt, hat das Hirn gelernt, dass wenn der Ball quasi so aussieht, aufgrund der Rotation der roten Linien, dann kommt er da hin und dann treffe ich ihn. Wahnsinn. Und das ist im Endeffekt was, das ist eine Art von tiefem Lernen, das du willkürlich gar nicht bewusst gar nicht so wahrnimmst, sondern ein Punkt, das ist im Endeffekt viel, viel Wiederholungen, wo dann Bewegungsabläufe so natürlich sind, dass du quasi nicht das ich greife seinen Kopf, ich gehe unter seinen Arm und ich hole seinen Rücken, sondern es ist quasi der hat den Kopf unten und in dem Moment, in dem du Richtung Kopf gehst, weißt du schon, okay, es ist zack, zack, zack, zack, ich habe seinen Rücken.
Und das läuft natürlich um ein Vielfaches schneller, das ist quasi instinktives Handeln und Instinkt ist ja im Endeffekt auch was, was zu einem gewissen Maß erlernt ist. Beispiel, du läufst in Russland durch den Wald und da kommt ein Eichhörnchen und du guckst es an, denkst nett und dann läufst du ein Stück weiter und dann kommt da ein riesen Bär und dann instinktiv weißt du unterbewusst, auch wenn du noch nie einen Bär gesehen hast, das Ding ist groß, das Ding hat Zähne, ich kenne es von da her und sofort ist Vorsicht. Diese Form des Lernens ist was, das wir wildkürlich, du stehst jetzt nicht da und denkst dir, okay, das ist groß, das ist ein Bär, sondern es ist einfach Bär, okay, Vorsicht.
Und diese gleiche Form des instinktiven Lernens, quasi dieses schnelle Denken, im Sport passiert es unterbewusst primär durch viel, viel Wiederholungen und natürlich aber auch wieder durch dieses Visualisieren und das Anschauen, Anschauen, Anschauen. Und das ist ja im Endeffekt das, was du willst in jeder Sportart. Du willst Bewegungsabläufe und Reaktionen so verinnerlichen, dass du sie nicht willkürlich abrufen musst. Denn gerade diese Fähigkeit, schnell Entscheidungen zu treffen, ist einer der wichtigsten Aspekte in jedem Sport.
Egal welchen Sport du machst, du musst imstande sein, gute Entscheidungen in Millisekunden treffen zu können. Ob es jetzt im Fußball ist, wenn du siehst, da ist eine Lücke, da muss ich reinlaufen oder der kommt so, das heißt, ich muss da rauslaufen, dass ich da stehe. Oder ob es im Ringen ist, wenn du siehst, Whatever. Der steht ein bisschen hoch, das heißt, ich komme an seine Hüfte.
Oder er ist ein bisschen zu weit vorgebeugt, das heißt, ich komme einfacher an seinen Kopf. Diese Kleinigkeiten, die die wenigsten bewusst waren, Das ist ja das, was du am Ende vom Tag verinnerlichen möchtest, um so schneller Bewegungsabläufe abrufen zu können. Ja, finde ich total interessant, die Sichtweise. Weil tatsächlich diese mentale Aspekte oder Motivationsaspekte so ein bisschen aktuell gefühlt ist, dass das jeder empfiehlt und jeder machen muss so ein bisschen irgendwie.
Aber finde ich auf jeden Fall total spannend, auch so die Sichtweise. was ich auch so aus der Erfahrung ist, dass du tatsächlich auch an der Motivation mega viel arbeiten kannst zwar, aber tatsächlich der letztendliche Erfolg gar nicht so stark da ist was eher noch zu dem Punkt, also so gesagt visualisieren und anschauen so aus meiner Erfahrung ist so tatsächlich vielleicht eher zurückzugehen und zu schauen okay, wo habe ich vielleicht irgendwie Konflikte oder sonst irgendwas, Traumas oder was auch immer, was so in meiner Persönlichkeit oder einfach in meiner Struktur an Dingen auslöst oder wo dann auch wirklich das Thema Verletzungen aufkommt und so, dass es ja nicht immer nur Fremdeinwirkung ist, sondern Dinge einfach entstehen, aber letztendlich da irgendein Konflikt in der Familie oder sonst emotional einfach noch was drinsteckt, so in der Psychologie, dass es nicht damit zu tun hat, okay, jetzt musst du dich mehr pushen fürs Training oder sonst was, sondern vielleicht hat das einen ganz anderen, wenn man nochmal tiefer reingeht und das ist so das Bewusstsein, Unterbewusstsein Thema schon auch ein starkes Ding einfach ist, glaube ich, wo auch viel Potenzial auch ist, eher an sowas irgendwie auch noch zu arbeiten.
Wie siehst du sowas grundsätzlich? Neben der technischen und der körperlichen Komponente gibt es die mentale. Die technischste ist die, die am entscheidendsten ist. Du kannst, ich kann einen super Tag haben, du hast einen schlechten Tag.
Rein hypothetisch, ich drücke deutlich mehr auf der Bank als du und mache deutlich mehr Kniebeugen als du und wir ringen gegeneinander. Wie wird das enden? Keine Chance. Warum?
Weil du technisch viel, viel besser bist als ich. In jedem Sport die technische Komponente ist die grundlegende für deinen Erfolg. Die körperliche Komponente, rein theoretisch, wir sind beide gleich gut im Ringen, aber du bist einfach doppelt so stark wie ich. Die Wahrscheinlichkeit dass du jedes Mal gewinnst verdammt hoch die K ist gl was mein Job angeht die wo du in k Zeit die gr Spr machen kannst In den meisten Sportarten kannst du in zwei Jahren Krafttraining 80% deines körperlichen Maximums rausholen.
Was natürlich technisch, in welcher Sportart kannst du in zwei Jahren auf ein technisch hohes Niveau kommen. Nicht in Teamsportarten, definitiv nicht in Ringen. Nach zwei Jahren Ringen gehe ich nicht zur WM. Und dann die mentale Komponente ist die, mit dem am Ende vom Tag alles steht oder fällt.
Du kannst technisch super vorbereitet sein, du kannst körperlich in der besten Verfassung sein, aber wenn halt aus irgendeinem Grund mental an dem Tag du ein komplettes Loch hast, einen kompletten Blockout hast oder du den Tag schon angehst mit, ich werde halt wieder verlieren, dann wirst du nicht gewinnen. Die mentale Komponente spielt eine Riesenrolle und gerade so wie Traumen, Glaubenssätze, Dinge, es gibt ja so eine Handvoll Sätze, die sich jeder ständig selber sagt. Jeder, der sich mal ein bisschen nachdenkt, du führst einen täglichen inneren Monolog und es gibt ein paar Dinge, die du konstant wiederholst.
Und wenn es nur so einfach ist, die Gesinn wie, oh, heute wird ein stressiger Tag. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein entspannter Tag wird, ist relativ gering, wenn du schon an den Tag gehst, oh, heute ist wieder viel los, heute ist wieder viel los. Und natürlich auch so im Training mit Gewinnen, mit Wettkampfdenken usw. Oder es spielt eine Riesenrolle.
Kann man da viel machen? Ja. Ist es möglich, große Sprünge zu machen? Ja.
Statistisch gesehen, die wenigsten machen große Sprünge. Und aus meiner Sicht einer der Hauptgrüne dafür ist, weil die wenigsten erkennen, welch großes Potenzial da ist. Die wenigsten sind sich bewusst darüber, wie sehr die mentale Komponente ihnen hilft oder auch wie sehr die mentale Komponente sie zurückhält. Gerade so ein Punkt, den ich oft beobachte, auch Sport auf hohem Niveau, ist dieses Thema Doping.
Nach dem Motto, es gibt den Sportler, das gibt es wahrscheinlich im Ringen auch, die sagen, der und der ist halt besser, weil der nimmt irgendwas. Was aus meiner Sicht ein schwierig, limitierender Mindset ist, so nach dem Motto, nee, der ist nicht besser als ich. Der muss irgendwas machen, das quasi nicht erlaubt ist und deswegen ist er besser als ich. Was ja im Endeffekt nicht nur die Verantwortung von sich selbst wegnimmt sondern auch dieses Potenzial zu wenn ich die entsprechenden Entscheidungen treffe nicht zwingend h trainiere sondern intelligenter trainiere wenn ich eine bessere Strategie habe dann habe ich die Chance ihn zu schlagen Anstatt einfach im Kopf sich einzureden, der muss irgendwas nehmen, deswegen ist er besser als ich.
Weil es ein wahnsinnig selbstlimitierender Leitsatz ist. Okay. Mental spielt eine riesen, riesen Rolle. Kann man es verbessern?
Ja, ich sage nicht, dass es nicht geht. Aber einfach statistisch gesehen, die allerwenigsten werden da große Sprünge machen. Aber auch aus dem Grund, weil die allerwenigsten sehen, wie sehr es sie limitiert. Und natürlich auch andersrum, wie viele, die sehr erfolgreich sind, für die ist es halt einfach so normal.
Ich gehe da hin und nicht gewinne. Das ist ja gar keine Chance. Sie haben ja alle keine Chance. Wie viele von denen gibt es auf hohem Niveau?
Und das sind auch oft mal solche. Es läuft halt schief und irgendwie gewinnen sie trotzdem. Für die ist es halt einfach komplett normal. Ja klar, ich bin der Beste.
Also auch solche, für die ist es halt einfach normal, dass sie das so mental angehen. Und dementsprechend haben sie einen Vorteil davon. Die sind aber auch gar nicht so bewusst darüber, dass im Endeffekt das ein riesen Aspekt ist, diese mentale Komponente des Wettkampfs, dass das quasi ihre Grundeinstellung zu diesem Wettkampf schon mal ein riesen Vorteil ist. Kampfsport ist so ein Klassiker Mike Tyson, der im Endeffekt die Leute mental gebrochen hat.
Vor, oder auch Conor McGregor jetzt in der Neuzeit des Kampfsports, der einfach Gegner schon vor dem Kampf mental gebrochen hat, wo er einfach von vornherein in seinem Kopf klar war ich gewinne und für den Gegner im Kopf klar war, oh, das hat wahrscheinlich ausgenockt. Was natürlich dann da schon mental eine große Rolle spielt.
Psychologische Faktoren bei Verletzung und Genesung
Wie siehst du den Zusammenhang so ein bisschen, weil ich es auch oft so beobachte und auch selber die Erfahrung auch schon hatte, gerade beim Thema Verletzungen so gefühlt, dass das immer häufiger aktuell auch immer der Fall ist, dass das irgendwie passiert, gerade irgendwie Kreuzband ist so irgendwie auch in meinem Umfeld so auf Thema. Wie siehst du das grundsätzlich aus dem Aspekt Einmal klar ist da jetzt trainingstechnisch therapeutisch wie auch immer also aus dem Gesichtspunkt aber auch aus dem Gesichtspunkt Oder ist es dann oft auch so dieses Thema dass da die mentale Komponente da irgendwo auch oft eine Rolle spielt ohne dass jetzt groß Fremdeinwirkung jetzt stattgefunden hat oder so.
Stressreaktion und Immunsystem
Auch bei dem Thema Verletzung, die mentale Komponente aus meiner Sicht spielt eine größere Rolle, als die meisten sich eingestehen. dass da wie du das Ganze in den Wettkampf angehst spielt eine Rolle in wie hochwahrscheinlich machst du einen Fehler und auch wie du das Wettkampf und den Training geistig angehst spielt eine Rolle was deine Regeneration angeht es gibt dieses Feld Psychoneuroimmunologie oder Psychoneuroendokrinologie es wird untersucht welchen Effekt hat unsere Psyche und psychische Faktoren auf Reaktionen unseres Körpers Angefangen von Hormonaushalt über Neurochemie, über Immunsystem.
Louis Pasteur, der unter anderem das Pasteurisieren entwickelt hat, ist, wenn ich mich richtig erinnere, war es 1874 der erste, der festgestellt hat, dass wenn auch Hühner stresst, sie schneller eine Infektion kriegen. Das Immunsystem ist kompromittiert, wenn er dem Huhn einen Haufen Stress aussetzt. Mittlerweile ist auch dieses Thema ein medizinisches Forschungsgebiet. Und wenn du quasi durch den entsprechenden Mindset eine Stressreaktion hast, je nachdem was du sagst, kannst du dir durch den inneren Monolog eine ziemliche Stressreaktion produzieren.
Wahrscheinlich auch der ein oder andere schon mal erfahren. Ich glaube es war Mark Twain, der gesagt hat, ich habe in meinem Leben viele Katastrophen erfahren. Die wenigsten davon sind nie passiert. wenn du so ein Szenario im Kopf durchläufst und basierend darauf eine wahnsinnige Stressreaktion hast. Diese Stressreaktion, also Ausschüttung des Hormons, Cortisol, hat dann darüber hinaus auch noch Auswirkungen auf Immunsystem.
Und wenn wir gerade von Regeneration und damit von Verletzungen sprechen, das Immunsystem ist die primäre Komponente neben der Leber, die für Regeneration sorgt. Also Entzündungsmechanismen, quasi Reparatur und damit Regenerationsprozesse im Körper, werden vom Immunsystem reguliert. Das heißt, wenn ich zum Beispiel ein Mindset habe oder mich in einem Stresszustand aussetze aufgrund meines Mindsets, hat das einen nachweislichen Effekt auf mein Immunsystem. Das ist mittlerweile auch gerade in diesem Bereich.
HIV ist relativ viel Forschung betrieben worden, weil man da natürlich sehr gut Immunreaktionen messen kann. Und es ist ganz klar nachgewiesen, es gibt diesen Effekt. Sprich, ich habe einen Effekt auf mein Immunsystem, was natürlich aus Sicht des Sportlers mit Sicherheit eine Komponente, die eine Rolle spielen kann, ist, dass mein Mindset so einen Effekt hat auf meine Regeneration. Und natürlich, je schlechter meine Regeneration, desto potenziell größer das Risiko für Overuse, Injury, Verletzungen und dann auch die Geschichte, mangelnde Stabilität, die dann zu Kreuzbandrissen führt.
Basierend auf so einer Argumentationskette ist einer der Gründe, wo ich sehe, Verletzungen und das Mindset können stark korrelieren. So eine gewisse Leichtigkeit, gerade so ein Beispiel wie dieser Romero, der ständig am Tanzen ist, am Quatschmachen ist, das ist eine gewisse Leichtigkeit, die mit Sicherheit viele Vorteile hat, unabhängig vom Sport. Das gibt auch in vielen anderen Sportarten so Beispiele. Ich habe mich mal unterhalten mit Rudolf Flugfelder, russischer Gewichtheber, 64 Tokio Gold gewonnen, danach Trainer gewesen des russischen Nationalteams.
Und er war dafür bekannt, dass er direkt vor einem Hauptwettkampf Niggerchen machen konnte. Das war für sein Ding. Während natürlich die meisten wahnsinnig aufgeregt sind usw. Für ihn war es wichtig, Ruhe bewahren.
Und er hat immer direkt vor dem Wettkampf Niggerchen gemacht. oder so jemand wie Floyd Mayweather, wahrscheinlich der beste Boxer aller Zeiten, ist dafür bekannt, dass er quasi vor seinen Kämpfen sich einen großen Fernseher und Sofa in die Umkleide stellen lässt und dann da noch ein bisschen was im Fernsehen schaut, Basketballspiel oder der Gleitende, wo dann halt die dann ein relativ ruhiges Mahlzeit haben, so nach dem Motto, hey, es ist zwei Stunden vor Weltkampf. Also wenn ich jetzt nicht ready bin, dann bin ich nie ready. wäre natürlich andersrum, wenn so eine Aufgeregtheit hat natürlich seinen Vorteil, aber hat halt auch oftmals seinen Nachteil, dass quasi so eine Übererregung die Leistung abnimmt.
Optimales Erregungsniveau und Wettkampf-Mindset
Ich hatte mal so einen Monolog gemacht im Podcast zu dem Thema Jirkies Dotson-Kurve, was im Endeffekt so eine Kurve ist die Erregungszustand beschreibt in Korrelation mit Leistung und dass du quasi auf dieser Spitze dieser Kurve einen optimalen Erregungszustand hast Und was gerade im Leistungssport oft passiert ist dass gerade bei Hauptwettk quasi der Sportler wird Das heißt während dem Training ist alles normal, aber dann sind da irgendwie tausend Leute in der Halle, da ist Fernsehen da. Jetzt habe ich trainiert seit Jahren für diesen Moment und du auf einmal da rausläufst und dann ist halt...
Und du diesen Überregungszustand hast, der dann einfach Leistungsfähigkeit minimiert und natürlich dann auch indirekt definitiv Verletzungsrisiko steigert. Okay, krass. Ein klassisches Beispiel bei uns ist das so. Bei uns gibt es immer ganz viele Trainingsweltmeister.
Jetzt auch im Training unglaublich Qualität und auch einfach Leistung grundsätzlich in allen Bereichen, auch Quantität, was sie da abliefern. Eigentlich von den Voraussetzungen müssten sie es reißen, aber im Wettkampf plötzlich die Leistung überhaupt nicht ansatzweise abrufen können wie im Training. Das ist ganz typisch. Dazu gibt es andere, die im Training immer so ein bisschen nach Halbgas fahren, aber im Wettkampf dann wirklich Dinge rausziehen, die sonst nicht so möglich sind.
Empfehlungen für neue Ringer-Fans
Das Thema YouTube und Ringen wenn jetzt jemand noch nie einen Ringen Kampf angeschaut hat, was sind die ersten 1-2 Kämpfe, wo du sagst wenn du noch nie Ringen angeschaut hast, geh auf YouTube schau dir diese 1-2 Kämpfe an, wo die Wahrscheinlichkeit, dass jemand weiter an Ringen interessiert ist oder sogar ein Fan des Ringens wird am höchsten ist Also ich würde sagen tatsächlich gar nicht einzelne Kämpfe anzuschauen erstmal, weil es wirklich, also Ringen hat schon auch ein komplexes Regelwerk, um das erstmal zu verstehen, was da passiert. Um mal so eine Inspiration oder das zu verstehen, was hinter Ring steckt, würde ich eher tatsächlich mal empfehlen, in YouTube quasi so Best-ofs dann einzuschauen.
Das heißt, viele anderen Anreihungen von verschiedenen Griffen, also Best-of Wrestling oder Best-of Freestyle Wrestling oder Best-of Greco-Roman Wrestling Nat nicht nur Wrestling eingeben sonst kommt da ein Haufen Show quasi Aber so Zusammenschnitte von verschiedenen Techniken da gibt es ganz interessante Videos, um einfach zu sehen, was da so alles möglich ist, weil diese Würfe halt nicht andauernd im Kampf passieren. Also ich glaube, so oft Leute, die jetzt noch nicht so die Faszination dafür haben, Die stempeln das relativ schnell als langweilig ab. Was dem aber natürlich nicht ist, wenn man versteht, was erstmal dahinter steckt und was auch möglich ist an Griffen und an Techniken.
Das würde ich erstmal empfehlen, um zu schauen, was da alles so möglich ist oder was eigentlich jeder irgendwo beherrscht, auch an diesen Griffen. mit jedem Einzelnen quasi auch machen könnte im Training quasi, aber klar im absoluten Wettkampf und auf Top-Niveau diese Würfe nicht immer einfach möglich sind.
Olympische Ziele und Karriere-Highlights
Für dich jetzt nächstes großes Ziel? Tokio? Genau, Tokio. 2021. 2021, genau. Jetzt steht ja das Datum tatsächlich fest.
Ähnlich wie eigentlich dieses Jahr. Ende Juli, Anfang August. Genau, das ist so das große Ziel absolut und da auch um die Medaille zu kämpfen, das ist so meine Zielvorgabe, die ich mir setze und habe richtig Bock drauf. Wenn du jetzt so zurückschaust, die letzten gut 20 Jahre Ringen, was waren so die ein, zwei Momente oder die ein, zwei Matches, wo du sagst, die ich selber erlebt habe oder die ich jetzt gesehen habe.
Alles beides. Jeweils ein. Ja, aus dem Aspekt, also für mich, was jetzt persönlich so ein Schlüsselerlebnis einfach war, die gibt es ja immer wieder, wo ich jetzt auch schon im Alter quasi oder Sportalter mehr oder weniger wo der Sprung zwischen Juniorenbereich quasi und den Männerbereich ist bei uns schon extrem hoch. Du brauchst meistens, also in der Regel brauchst du drei Jahre, bis du im Männerbereich irgendwo gut dich etablierst.
Und das war so ein Moment bei mir, wo ich sagen würde, klar, so mein erstes großes internationales Turnier, wo ich dann auch im Männerbereich starke Gegner quasi besiegt habe. Das ist so ein Moment, den ich hier nennen kann. Und ein Kampf, wo ich gemerkt habe, ich komme in die Weltspitze danach. Also auch, wo ich einen Medaillengewinner bei Olympischen Spielen das erste Mal besiegen konnte, wo ich davor fünfmal gegen ihn verloren habe.
Johann Euren. Woher kommt er? Nach Schweden. Nach Schweden.
Also auch zwei, drei Olympische Spiele teilgenommen und 2012 dann auch Bronze geholt und auch immer wieder Trainingspartner gewesen und auch oft Gegner quasi auf der Matte. und ich ja viele Jahre einfach nicht wusste oder nicht an ihm vorbeigekommen bin und irgendwann dann gemerkt habe, okay, wo ich dann auf dem Tänier schlagen konnte und das sind dann einfach auch so Schlüsselmomente, wo du sagst, okay, da tut sich was in deiner Entwicklung, so die Dinge, die dir auch nochmal frische Motivation einfach geben und du einfach siehst, okay, du bist auf dem richtigen Weg, so. Das sind so Momente, Ja, absolut.
Cool. Edward, ich würde sagen, das war ein sehr guter Einblick in das Thema Ringen. So Ringen allgemein und dann auch in dein Training und deine bisherige Karriere. In jedem Fall viel Erfolg für Tokio 2021.
Genau, danke dir. Vielen Dank, dass du da warst. Danke für die Einladung. Ja, war schön hier zu sein.alie.