TWUP 79

TWUP 79 — Timbersports Holzfällen Teil 1 mit Robert Ebner

Robert Ebner gibt einen detaillierten Einblick in die Welt des Timbersports, von den historischen Wurzeln der Waldarbeit bis hin zum modernen Wettkampfsport. Die Episode beleuchtet die technischen Anforderungen der sechs Disziplinen sowie die physischen und mentalen Voraussetzungen für Profisportler in diesem Bereich.

Kernpunkte

Ursprung und Geschichte von Timbersports

Ja, wie habe ich mit angefangen? 2006 habe ich damit angefangen. Ich muss dazu sagen, ich bin Forstwirt, Forstwirtschaftsmeister, Arbeit quasi im Wald. Und diese Sportart ist aus der Altenwalderbeit entstanden. Also früher haben sich die Männer nie immer gemessen, aber dort halt mit Axt und Zugsege.

Also früher hat man quasi mit Axt und Zugsege Bäume gefällt, durchtrennt, wo es halt auch keine Motorsäge gab. Und so ist der Sport eigentlich entstanden. In Neuseeland, Australien, so sind es die Hauptländer, heute immer noch. Es hat Tradition bis zum 18.

Jahrhundert. und du hast gerade gesagt, ja, vor 20 Jahren liefst du auch auf Eurosport. Die Stiltimbersport die gibt es jetzt seit 1985 in Europa Ne 1985 gibt es die Stiltimmersport seit 2000 gibt es die Stiltimmersport in Europa War immer nachts, wie du sagst, zwischen diesen ganzen Schmuddel-Videos oder wie auch immer. Jetzt laufen wir auf Sport 1, eigentlich Primetime, also Weltmeisterschaft, Deutsche Meisterschaften. Sind auch sehr, sehr stolz drauf.

Es hat sich sehr, sehr entwickelt. Also auch wo ich angefangen habe 2006 bis heute, also wenn man sich die Bilder anschaut, ist es schon professioneller geworden. Und die Leistungen sind auch enorm gestiegen. Es gibt immer mehr und mehr Vollprofis.

Ich habe es nicht geschafft. Es gibt zwei Europäer, die Vollprofis sind. Ich habe mir das vor zehn Jahren überlegt, aber da war es einfach noch zu klein, würde ich mal so sagen, der Sport. Und da hätte ich viel reißen müssen und hätte auch dann mit vorne absahen müssen.

Aber wenn du dich verletzt, was mir dann auch mal passiert ist, nicht beim Sport, sondern auf der Arbeit, dann bist du halt mal weg vom Fenster. Ja, das ist halt immer noch vielleicht eine Randsportart, aber wie du es vorhin gesagt hast, in manchen Köpfen gibt es das noch irgendwo, wo wir es vielleicht gesehen haben, die Verrückten mit der Hot Soul, mit der 80 PS Motorsäge, das bleibt am meisten im Kopf, oder das Springboard, wo du quasi auf dem Bretter stehst. Holzfäller-Surfen, habe ich gesehen, nennen sie es. Ich habe dann auch kurz ein bisschen geschaut bei YouTube, also wenn man Timbersports bei YouTube einschaut, da gibt es eine ganze Reihe von Videos, die auch alle echt professionell gemacht sind, durchgesappt, das hat schon einen guten Unterhaltungswert.

Ein Video, das ich gesehen habe, war so über die Geschichte der Timbersports und da war definitiv, als ich das mir angeschaut habe, warum kommt Holzfäller-Sport aus Tasmanien, Australien? Ich hätte eher so gedacht, okay, sowas kommt aus Kanada oder vielleicht aus dem Norden Europas, wo es einen Haufen Wald gibt und Holzfäller. Warum Australien? Ja, also da gab es ja oder gibt es immer noch riesige Wälder.

Und man muss sich das vorstellen, die sind im Sommer in solche Holzfäller-Camps gewesen. Also wirklich in einen Wald, in einen tiefsten Busch gefahren und haben dann den ganzen Sommer Holz geschlagen. Da waren quasi die M unter sich mehr oder weniger und dann wo es dann quasi zum herbst ging wird quasi das holz gefl also aus dem Wald raus gefl Gibt es ja hier in Deutschland auch genug so im Schwarzwald gibt es ja auch historische Schriften dazu Und im Endeffekt haben sie das Holz dann heimgeflößt und wie sie dann zu Hause waren, gab es halt ein paar Wetten. Wer kann jetzt am schnellsten einen Baum fällen mit der Axt oder durchsägen?

Das Video, was du meinst, das ist diese 50-Dollar-Wette. So ist es auch entstanden, die ganze Sportart. Ja, da haben sich die Männer halt dann im Endeffekt gemessen bei einer großen Feier, wo sie dann alle wieder gesund oder wieder nach Hause gekommen sind.

Die sechs Disziplinen des Timbersports

Was sind die einzelnen Disziplinen? Dieses Brett, wo man quasi so ein Loch reinschlägt, Brett rein, aufs Brett draufstehen und dann oben die Spitze runter. Ja, wir haben sechs Disziplinen bei der Stilteammer Sports Series, drei Axt- und drei Sägedisziplinen. Ich fange jetzt mal mit der Axt-Disziplinen an.

Das eine ist der Standing Block Job. Also man hört alles, das ist auch wirklich aus Kanada, Amerika. Das simuliert einen durch Trennen oder Fällen eines stehenden Baumes. Also die waren dann früher da gestanden, haben von einer Seite einen Kerber reingeschlagen.

Das war so mehr oder weniger der Fallkerb. Und dann von der anderen Seite wieder einer Kerbe, sodass der Baum umgefallen ist. Und das wird in der Disziplin Standing Block Job simuliert. Dann haben wir den Underhand Job.

Das ist ein Block, der liegt, also liegender Baum im Wald, wo sie dann mit der Axt quasi draufstehend den Baum durchtrennt haben. auch wieder mit der Kerbe vorne und hinten, sodass der Baum durchtrennt wird. Und wie du es jetzt gesagt hast, das sogenannte Springboard nennt sich das.

Die Springboard-Disziplin und historischer Kontext

Man muss sich vorstellen, Riesensequires, Riesenmammutbäume, die ein paar Meter Durchmesser hatten, also 6, 7, gibt es schöne, schöne Fotos, Videos auch auf YouTube oder auch im Internet. Man muss sich vorstellen, das sind ja auch riesige Wurzelnläufe. vielleicht hast du schon gesehen so richtig fette Wurzelnläufe und die Wurzelnläufe die sind ja richtig richtig hart also die sind auch nicht richtig schneidbar vielleicht schon schneidbar aber halt so und die gro B die sind ja meistens innen drin ein bisschen faul Und wenn die faul sind kannst du die auch nicht zielgericht f weil einfach die Bruchleiste also du brauchst ja gesundes Holz, dass der Baum auch sauber fällt.

Wenn der 70, 80, 100 Meter hoch ist und dann nicht so fällt, wie es fallen soll, dann hast du ein Problem. Und da haben sie sich ganz einfach was einfallen lassen, haben dann sogenannte Springboards gebaut, Das sind einfache Bretter gewesen, haben Kerbe in diese Mutzelanläufe reingeschlagen, sind dann drei, vier, fünf, sechs Meter in die Höhe gestiegen, haben sich dann oben ein Gerüst gebaut und haben dann halt mit der Axt angefangen, da mal rumzuhacken. Ja, kann man sich vorstellen, weil so einen starken Baum, wie lange das gedauert hat ohne Motorsäge. Was brauchst du damit?

Also du hast dann eine lange Zugsäge gehabt, wo dann rechts und links ein Mensch war. und haben dann quasi erstmal die Fallkerbsohle rausgesägt und dann haben sie mit der Axt so lang rumgemacht, dass sie erstmal so Richtung vorgegeben haben, also den Fallkerb rausgeschlagen haben. Und dann sind die auf die andere Seite gewechselt und haben mit der Zugsäge, mit dieser 8 Meter langen Zugsäge oder 6, je nachdem, wie der Baum groß war, dann dem Baum gefällt. Was dauert sowas? 2-3 Stunden? Tage Okay, mehrere Tage bis der Baum liegt.

Ja, also Tag oder 2 kommt immer drauf an, die haben sich natürlich abgewechselt, das war natürlich harte körperliche Arbeit, wenn man da immer mit der Axt Also einfach mal anschauen, wenn du mal Bock hast und Zeit hast, dann auf YouTube gibt es echt klasse Videos davon Mammutbaumfällen oder Riesen-Saquayers von 1800 oder sowas und das soll es eigentlich simulieren. Also wir hacken auf 1 Meter ungefähr ein sogenanntes Pocket, eine Kerbe. Da haben wir ein Brett, das 20 Zentimeter breit ist und 2 Meter lang. Das Brett hat vorne einen Eisenschuh mit einer Nase, wo du quasi das Brett hineinsteckst in diese Kerbe.

Die Kerbe muss dann so geschlagen sein, dass es dann 100 Kilometer oder 150 Kilometer trägt, Also einen gewissen Winkel, mir hat dann vier Winkel ungefähr angeordnet, da musst du erstmal das Holzlauch lesen können. Also wenn du ein weiches Holz hast, dann musst du tiefer ins Holz rein. Wenn du ein härteres Holz hast, dann reicht es auch ein kleineres Pocket, also dass du nicht so tief rein. Ja, dann steigst du auf das erste Brett und dann schlägst du ungefähr auf zwei Meter das nächste Pocket, nächste Kerbe, holst das zweite Brett hinauf und steckst es in rein und dann stehst du auf zwei Meter Höhe auf ein 20 Zentimeter breites Brett und durchschlägst dann einen 27 Zentimeter starken Stamm von einer Seite ziemlich weit, also eine sogenannte Vorherrtechnik, zwei Schläge unten, zwei Schläge oben, dass jede Faser zweimal trennt wird und so das Holz herausfallen kann.

Das muss dann exakt überschnitten sein, weil wenn irgendwo nichts genau überschnitten ist, dann fällt das Holz auch nicht raus. Also dann bekommst du überhaupt keinen Tiefgang. Ja, das simuliert quasi in Fällen von auch wieder einem Baum. Auch als Tradition.

Dann nächste Disziplin wären dann die Sägedisziplinen. Da haben wir einmal die Disziplin Stocksaw, das ist eine handelsübliche Motorsäge, wo man dann zwei Scheiben von einem 40 cm Stamm herunterdrängen muss. Das muss halt so schnell wie möglich sein und innerhalb von 10 cm und die Scheibe muss dann komplett sein. Dann haben wir die sogenannte Single Bug, das ist eine 2 mm lange Zugsäge.

Also so, was ich gerade erklärt habe, wo sie quasi zu zweit geführt haben früher, hast du halt eine Eimann-Zugsäge, wo du einen 46 cm starken Stamm so schnell wie möglich durchtrennen musst. Du hast dann einen Starter-Cut vorgegeben von 30 cm Bogenmaß, sodass du einen geraden Schnitt machen kannst und dass die Säge auch nicht wegsprengen kann beim Start. Und dann schneidest du so schnell wie möglich halt die Scheibe runter. Ja, das ist auch technisch sehr, sehr anspruchsvoll und kostet natürlich einen Haufen Kraft.

Und die Sechsdisziplin ist auch immer so mehr, das ist das Finale. Das ist eine 60 bis 80 PS-Motorsäge, wo dann richtig abgeht. Das sind Einzelanfertigungen für einen Sportler hergestellt und halt hochgezüchtet bis zum wenig mehr. Motorsäge ist ja auch was relativ Neues. hatte ich dann auch irgendwie in meiner kurzen Recherche, dann bin ich irgendwie auf Motorsee gelandet.

Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie alt sie ist, aber sie ist relativ jung. Die Hotze meinst du Grunds Motors Also Motors Boah da passt mich jetzt ganz eiskalt erwischt War keine 100 Jahre also auch am Anfang 1800 da war noch nichts mit Motors Und dann kam irgendwann die Motorsäge, wenn ich mich richtig erinnere, war es so 40er Jahre. So grob habe ich es im Kopf, also war auf jeden Fall, wo ich dachte, okay, Motorsäge, was auch so etwas ganz Übliches ist, ist eigentlich eine recht neue Erfindung. richtig. Es gab so eine Art Dampf Sägen, würde ich mal so sagen.

Es war dann einfach so ein Schneideblatt, kann man sich wie so einen riesen Fuchszwanz vorstellen und die wurden quasi wie so Lokomotive mit Dampf angetrieben. Wie quasi so hin und her. Also das war mehr durch das erste und dann, wie du es gerade gesagt hast, 1920, 1930, dann kamen die ersten Motorsägen, die ersten Zweimann-Motorsägen auf den Markt. Aber ganz genau weiß ich es jetzt nicht.

Bei dieser Hotzone mit seinen 80 PS, wie viel ist da Technik? Oder wie viel ist einfach nur bei den größten Motorrad? Es ist ja so, du musst die Säge alleine starten können und so schnell wie möglich auf dem Block wuchten können und auch bedienen können. Wenn du jetzt 100 PS Motorsäge hast, die musst du ja auch noch halten können.

Und die Kette muss es ja auch noch aushalten. Also irgendwo sind Grenzen gesetzt. Und meine Säge wiegt jetzt um die 30 Kilo. Das ist jetzt nicht das Problem, dass du sie schnell jetzt quasi auf den Block aufsetzt, aber halt die Kraft.

Mein Abwärtsschnitt geht es noch, weil das eine laufende Kette ist. Dann zieht es quasi die Motorsäge an den Holzblock ran. Aber bei einem Aufwärtsschnitt ist es so, dass es eine auslaufende Kette ist. Und dann drückt sich die Säge weg.

Das heißt, du musst da richtig stark dagegenhalten. Da haben wir meistens auch Spikes an, dass wir nicht wegrutschen. Okay. Kann man ja nicht so eine Motorsäge entwickeln, die dann die Richtung wechselt, je nach Schnitt?

Das dauert aber zu lang. Es sind dreimal, einmal runter, hoch, runter, die du schnellst. Genau. Ja, also man hat Aufwärmzeit von 60 Sekunden.

Dann muss die Säge abgestellt sein auf dem Boden. und dann kommt das Kommando Hands Get Du hast die H dann oben auf dem Holz und dann musst du die S anschmei Das ist schwierig Hast du schon mal ein 250 oder 300 Kubik Motorrad angetreten? Motorsäge habe ich schon mal angemacht. Aber das war so eine handelsübliche. Aber man kann es so vergleichen, jetzt ein Motorrad oder so.

Der hat auch so einen Kickstarter zum Beispiel. wenn man den jetzt mit der Hand anziehen müsste, das ist halt eine Dreckübersetzung an der Kurbelwelle, also musst du schon kräftig dran ziehen, was angeht. Ja, und dann halt die drei Scheiben oben, von oben nach unten, unten nach oben und wieder von oben nach unten. Innerhalb von 15 Zentimeter und die Scheiben müssen natürlich wieder komplett sein. Komplett heißt, ich darf nicht auseinanderbrechen oder so?

Komplett heißt, dass du nicht krumm gesägt hast, also dass die Scheiben kreisrund sind, dass nicht irgendwo Ecke fehlt. wenn sie jetzt dann runterfallen und brechen auseinander, das kann man dann über das Timingsystem oder Videosystem nachgucken. Also das ist dann keine Disqualifikation. Also du darfst nicht unsauber schneiden und irgendwelche Ecken raus, wenn da was rausfetzt. Ja, das wären jetzt die sechs Disziplinen.

Weltmeisterschaften und Wettkampfformate

Wie oft ist die Weltmeisterschaft? Alle zwei Jahre? Die Weltmeisterschaft ist bei der Stil-Thilmersports-Serie alle Jahre. dieses Jahr hoffen wir mal, dass es die gibt Anfang vom Jahr mussten sie leider alles erstmal cancel was natürlich auch ein bisschen ein derber Schlag, wenn du 15 Jahre oder sowas immer so 14, 15 Jahre immer deinen Ablauf hast und dann auf einmal kriegst du Mail, ja müssen leider Corona alles absagen fällst du auch mal kurz so ein bisschen ins Loch ich hoffe dass es jetzt die gibt, das wird dann im November stattfinden. Normalerweise wäre sie dieses Jahr in Schweden, in Göteborg geplant, jetzt aber in München in ein Fernsehstudio.

Publikum darf leider nicht dabei sein und hoffen wir mal, dass jetzt die Regelungen jetzt so bleiben, dass es überhaupt stattfindet. Bei 80 PS Motorsäge solltest eh eineinhalb Meter Sicherheitsabstand haben. Das auf jeden Fall. Das heißt, es wird quasi nur für das Fernsehen oder YouTube Sport1 produziert.

Habt ihr da so etwas wie eine Saison die dann endet in der Weltmeisterschaft Also die Weltmeisterschaft ist normalerweise das Highlight Normalerweise haben wir Einzel und Team Das ist so das Highlight vom Jahr und auch das Ende. Wir haben noch Champions-Trophy. Das ist noch ein bisschen eine andere Wettkampfform. Die sechs Disziplinen, die ich gerade erklärt habe, die werden immer einzeln gemacht. und die Champions Trophy, das sind dann vier Disziplinen, die du hintereinander absolvieren musst.

Okay. Das geht dann einiges auf die Pumpe. Du fängst quasi an mit einem ganz normalen Motorsägenschnitt, dann rennst du zum Underhand, da wo du draufstehst, du schlägst den, dann rennst du zum Singlepack, die zwei Meter lange Zugsäge, durchtrennst dann einen Block und dann noch am Schluss kommt der Standing Block Job, also simulieren einen stehenden Baumes, wo du noch durchtrennen musst. Das ist dann auch nochmal so diese Champions-Trophie.

Wie lange brauchst du da, bis du da einmal durch bist? Ein paar Minuten? Normale Minute, Minute 8. Das sind so, die Weltrekorde ist glaube ich bei 2,50 Sekunden oder sowas.

Kommt auch immer natürlich aufs Holz drauf an. Holz ist ein Naturprodukt. da kann es mal ein bisschen länger dauern und mal ein bisschen langsamer, aber Hauptsache das ist für jeden Sportler gleich.

Holzqualität und Fairness im Wettkampf

Wie machen Sie das, wenn ich da jetzt zehn Leute habe und ich kriege zehn verschiedene Baumstämme? Also in Europa haben wir es so, dass wir in Holland oder zum Beispiel an der Rheinebene in Baden-Württemberg Pappelplantagen haben. Hybrid-Pappeln, die quasi für die Energieholzgewinnung angepflanzt wurden. Das ist quasi eigentlich ein Baum, der in ein Pflanzbeet reingesteckt wurde, zwei Meter hoch wächst und dann quasi in Wald neiggepflanzt wird auf sechs Meter, acht Meter.

Und das sind dann richtige Plantagen im Endeffekt. Und die werden dann quasi nach 40 Jahren oder sowas wie sowieso abgeholzt erst mal oder teilweise rausgenommen und werden wieder nachgepflanzt. Aber da sollte man dann ungefähr das gleiche Holz haben. Also wenn jeder den gleichen Platz hat, wenn jetzt 6 auf 6 Meter jeder einzelne Baum gepflanzt wurde, dann hat die Jeder ungefähr die gleichen Lichtverhältnisse, hoffentlich auch die gleichen Bodenverhältnisse und es ist ungefähr genetisch der gleiche Baum.

Also haben wir ungefähr immer das gleiche Holz. Aber man schaut schon, dass quasi für eine Disziplin so viele Holzblöcke wie möglich aus einem Baum kommen. Das Holz wird auch abgedreht in gewisser Zeit, also wenn es eingeschlagen wird, dann sagen wir mal im Herbst oder im Januar, Februar, je nachdem, dann wird es direkt geschnitten auf Länge und abgedreht auf unseren Durchmesser, den wir benötigen. Eingepackt und nummeriert, aus welchem Stück Baum quasi dieser Block kommt. ist natürlich dann immer unterschiedlich aber es sollte halt für den Wettkampf ziemlich gleich sein relativ großer Aufwand, bis du dein Holz zusammen hast das ist ein richtig großer Aufwand aber so stellt es dir halt bloß Gleichheit Chancengleichheit die Unterschiede sind doch noch da, aber sind minimal sind dann minimal also so gut wie möglich, man könnte das Holz nicht pressen ja in Amerika da haben sie es ein bisschen einfacher.

Das ist dann eine Strobe. Also die sagen White Pine, wir haben Strobe. Da ist es so, die haben Astgrenze. Also der Baum ist, was weiß ich, 30 Meter lang oder sowas.

Und dann schneiden die, sagen wir mal, 20 Blöcke aus diesem Baum raus. Bei uns ist halt die Pappel, die hat halt überall Äste, sagen wir mal so. Und wenn du einen Ast drin hast in deinem Holz, dann fällt der schon mal als Wettkampfholz raus. Deswegen bekommst du aus der Pappel nicht so viel Wettkampfholz, als wie jetzt aus der Strobe oder sowas.

Wir haben halt diese Strobe nicht so vorrätig in Europa. Die wächst hier nicht? Die wächst schon, aber die gibt es halt nicht so in diesem Plantagenartig. Die Plantagen sind eigentlich dafür da, um Holz für Energiegewinnung.

Genau. Die untere Stämme kommen meistens dann ins Furnierwerk. Da wird irgendwie Furnier draus gemacht oder Bleistifte oder sowas wird aus Pappel gemacht und der Rest, was oben kommt also die Resten in 15 Meter oder 10 Meter die werden normalerweise durch den Hacker geschoben also dass Hackschnitzel gibt Brennholz Das ist ein Papel 25 30 Meter Kommt immer darauf an, wo sie wachsen. Also kann sein, dass sie mal 15 Meter lang sind, mal 30 Meter.

Das ist ein hoher Baum. Kommt darauf an, also wo es halt jetzt von Nährstoffen und vom Wasser gut ist, dann kann das Ding auch schon höher wachsen. hast du vielleicht auch schon gesehen wenn du jetzt einen Kiefer hast und fährst da durch die Rheinebene da ist er vielleicht nicht so hoch als wenn jetzt sie mit den Fichten mitwächst, zum Beispiel im Schwarzwald dann kann die auch mal 30, 40 Meter hoch sein relativ großer Aufwand dann da überhaupt einstellig Holz oder chancengleiches Holz zusammen zu bekommen und dann da Wettkämpfe die Beine zu stellen. Die Stilzimbo-Sport-Series, das ist der größte.

Das ist auch da, wo du primär deine Wettkämpfe mitmachst. Ja, also es gibt andere Wettkämpfe auch, aber das ist so die Königsklasse im Sportholzfeld, wo wir auch meistens Medienpräsenz haben und auch die besten Sportler mitmachen.

Professionalität und Trainingsalltag

Die Vollprofis, jetzt zum Beispiel in Neuseeland, Australien, Kanada, da gibt es sehr, sehr viele Vollprofis, die haben ja fast jedes Wochen irgendwo einen kleineren Wettkampf, aber die freuen sich dann auch immer, wenn sie dann bei der Weltmeisterschaft auf der großen Bühne, sagen sie immer, stehen dürfen. Was denn machen die kleinen Wettkämpfe so halb als Training zu ihrem regulären Training? Vollprofi heißt, die trainieren fünf Tage, sechs Tage die Woche? Denke ich schon.

Dadurch, dass die halt alle Woche oder alle zwei Wochen Wettkampf haben, haben die halt auch dann größere Einnahmen und dann auch Sponsoren. Drüben in Amerika, Kanada, Australien ist es auch viel, viel populärer als jetzt bei uns. Die kommen da, haben schon viel früher im Primetime sind sie gekommen als wir. ESPN hat auch diese Timbersports übertragen, was ja der größte Sportscenter in Nordamerika ist.

Wenn du da angekommen bist, dann ist dein Sport so richtig in Amerika haben sich jetzt auch ein paar Vollprofis entwickelt in den letzten Jahren Matt Cougar zum Beispiel der wird jetzt von Red Bull gesponsert also das ist schon eine Hausnummer Wie oft trainierst du die Woche Also im Schnitt sagen wir mal mein Axtraining und mein Fitnesstraining, also die muss man ja immer ein bisschen unterscheiden. Ich mache das eigentlich fast bis sieben Mal der Woche. Natürlich in Winterzeit, etwas weniger. Da regeneriere ich mich ein bisschen.

Da mache ich hartes Krafttraining. Gehe auch relativ wenig an Axt und Zugsege, muss ich ganz ehrlich sagen, weil ich da einfach den Fokus dann setze. Ja, während der Corona-Zeit war es halt auch ein bisschen schwierig, sich zu motivieren. Das heißt, Mischung aus Kraft und Axt.

Im Winter machst du viermal die Woche Kraft. Ja, also... Und Axt kannst du ja machen draußen. Das heißt, jetzt in den letzten zwei, drei Monaten war es im Verhältnis mehr Axt als Kraft.

Viel mehr Axt als Kraft, ja. Und Koordinationstraining und so. Was machst du da fürs Koordinationstraining? Ich bin beim Körperbau in Balingen, die so mehrere Übungen zuschneiden. ich weiß gar nicht, wie man es alles so nennen kann Was machst du dann mit Zerbellen?

Zerbellen, dann so koordinatives Lauftraining und Handbewegung ich kann es gar nicht so richtig dann gibt es diese Playspots das sind solche Lichter, wo du quasi verschiedene Farben hast was mir eigentlich relativ viel gebracht hat muss ich ganz ehrlich sagen ich kann das echt gut umsetzen dann auch über den Sport Also quasi direkt. Wie siehst du da bei dir den Carryover, wenn du diese mit den Lichtern machst? Du weißt nicht, dass dann so ein Licht blinkt und du musst anfassen, oder? Genau, also du hast verschiedene Farben.

Du kannst es einstellen, also verschiedene Farben oder nur eine Farbe, zum Beispiel blau. Und dann musst du quasi so schnell wie möglich entweder mit dem Ball oder mit der Hand auf die... Mit der Axt. Mit der Axt, genau.

Du kannst sie quasi jetzt im Liegestütz, kannst du es machen, dass die vor dir sind und kannst die abklatschen, mehr oder weniger, so schnell wie möglich. Oder du stehst irgendwo auf was Wackeligem und hast sie an der Wand kleben und guckst eigentlich nur drauf geradeaus und guckst wo es aufblinkt Bei mir war ein bisschen so das Problem links unten. Da habe ich nicht so schnell reagiert. Das habe ich auch verbessern können.

Obwohl bei mir war eigentlich links unten oder bei der Single Bug ist das eigentlich mit das Wichtigste. Weil du ja immer links von dir guckst. ja und dann Krafttraining machst du? Bankdrücken, Kniebeugen, Kreuzheben alles ein bisschen was bei uns ist ja Rumpf sehr sehr wichtig Rücken Kniebeugen der Manuel, Manuel Echsel war ja vorhin auch noch da der hat mir erst gezeigt wie richtige Kniebeugen geht, dank dir Kreuzheben und du brauchst halt einen ziemlich stabilen Rumpf. Gerade für alles mit der Axt oder auch selbst bei der Säge, wenn du da vor, zurück und die schwere Säge hochhalten und der Rücken.

Physische Anforderungen und Biomechanik

Das hat ja auch ein bisschen eine der Dinge, die mir aufgefallen sind, der Körperbau bei so einem Holzfällersport, da ist jetzt niemand dabei, der 1,72 Meter und 75 Kilo ist, sind ja auch schon im Schnitt alle relativ groß und relativ schwer. Wahrscheinlich auch im Schnitt die Handgröße größer als beim Durchschnittsbürger. Das stimmt schon, die sind alle ziemlich groß, ziemlich schwer. Umso mehr Gewicht du eigentlich in die Axt bringst oder in die Singlepack, umso besser ist es natürlich.

Groß bedeutet ein besserer Hebel. Bei der Axt. Das ist das sick. Auch bei der Singlepack.

Also klar, Wir haben Leute aus Neuseeland, die sich nur auf die Axt-Disziplin zum Beispiel spezialisiert haben, die nicht jetzt auf das Springboard müssen. Die haben 150 Kilo. Die hauen halt die Axt ganz anders rein. Mit einem 20 Zentimeter breiten Springboard und 150 Kilo.

Das geht auch. Wenn du dann noch Schwung holen willst mit der Axt? Ja, dann wackelt der ganze Stamm. Anstatt dass du den Stamm fällst, bricht der Stamm.

Ja, also ich habe schon Leute mit 150 Kilo auf dem Springboard stehen sehen, aber die kommen halt nicht so geschmeid. Ich da hoch, ja. Was wiegst du, wie groß bist du? Ich bin 1,90 und wiege 103 Kilogramm im Moment.

Und das ist eigentlich so, ja. Optimale Mischung aus Größe, Gewicht und immer noch Beweglichkeit. Beweglichkeit ist auch so eine Sache, das ist natürlich auch. Umso weiter du rumkommst in der Drehbewegung, umso besser ist es natürlich.

Und es ist ja nicht nur so, dass du die Axt irgendwo aufs Holz klopfst, sondern du musst ja exakt den Winkel auch treffen. Und ich habe vorhin gesagt, Feuertechnik, Vierschlägetechnik, jetzt zum Beispiel beim Standing Block Job, wo du den Baum fällen möchtest, dann müssen sich ja die zwei unteren Schläge genau übereinander treffen und die zwei obere Schläge genau übereinander treffen. Und die müssen auch 90 Grad zum Block geführt werden. Also du hast einen Winkel von 45 Grad, aber dann hast du noch einen 90 Grad Winkel am Block, sodass das Holz auch am besten geschnitten wird.

Du musst da schon viel beachten und wenn du da nicht beweglich bist, dann hilft dir die ganze Kraft nichts. Dann verpufft eigentlich die Kraft im Holz und du kriegst auch die Axt dann schwerer raus. Ja, das habe ich auch gesehen, als ich da ein bisschen durchgesäppt habe, dass teilweise bei so einem Wettbewerb dann die Axt kurz stecken bleibt im Holz und dann wieder raus und wieder rein. Ja gut, das haben sie gut gemacht, das schneiden sie am besten.

Die Fehler, die sehen anscheinend spektakulär aus, keine Ahnung. Auch was ich gesehen habe bei der Säge, dass auf der anderen Seite einer steht und dann was ist das Öl mit so einer Sprühdose? Ja, das ist einerseits ein Ölgemisch, aber andererseits, du hast da solche Hohlräume, wo sich das Holz reinlegt. Also du hast bei der Säge zwei Schneidezähne, die rechts und links die Faser anschneiden und einen Räumer, der das Holz raushobelt.

Und dann frisst sich da ein 20 cm langer Spahn in einen kleinen Hohlraum und der muss dann irgendwie da raus. und der wird rausgespr Also viel Druck mit dem da raus weil wenn du diesen Span wieder mit raus zur ins Holz dann frisst sich der Hohlhau immer weiter voll und dann klemmt die S Also der Span, der muss auf jeden Fall raus da. Und oben macht er zusätzlich noch einen Keil rein, sodass die Späne und auch das Blatt noch ein bisschen Luft haben. Das heißt, das Öl ist nicht dafür, dass die Säge besser gleitet? Eigentlich im Endeffekt ist es dafür da, dass der Span rausfliegt, dass auch ein bisschen geschmiert wird, dieser Hohlraum und zusätzlich durch den Druck von der Sprühflasche, dass er rausfliegt.

Hab ich schon.

Roberts erste Wettkämpfe und Karrierestart

Erinnerst du dich noch an deinen ersten Wettkampf? Ja. Wo war der? In Gütersloh war der erste Wettkampf.

Ein Rookie-Wettkampf, mein Anfänger-Wettkampf. Das war ganz lustig. Da haben wir vier Disziplinen zu machen. Springboard und Hotzo brauchst du erst deine Freigaben.

Da hatten wir Underhand, Standing, Singleback und Stockzone. einen Tag später soll dann so europäische Meisterschaft der Equalifikation sein und wir waren halt einen Tag vorher das Programm, da waren dann so ein paar europäische Sportler, Franzosen, Spanier und was weiß ich unten geguckt und ich habe da keine Sau gekannt und ja, hat es geheißen, ja danach kommt der deutsche Meister und zeigt mal richtig, wie der Block gehackt wird oder so, weil es halt wie Ruckis sind, so als Show-Act mehr oder weniger und ich habe relativ immer schon eine gute Technik gehabt. Ich habe mir das über YouTube abgeschaut gehabt und weil mir zu der Zeit, wo ich angefangen habe, kaum Trainer gehabt haben.

Ja, und dann hatte ich eine Zeit von 25.05 Uhr oder sowas und das war also Jahresbestzeiten der Distriktion. Und dann war quasi der deutsche Meister am Tierende dran und war ziemlich unter druck und da war dann was f sich 0 sekunden schneller hat sich gerade noch einen Arsch gerettet Ja den Wettkampf habe ich dann gewonnen gehabt Dann habe ich mich auch direkt diesen Jahr ohne Zwei-Disziplin-Freigabe direkt qualifiziert für die Deutsche Meisterschaft, bin dann Siebter geworden. Ein Jahr drauf, 2007 dann Vize-Deutscher Meister und 2008 das erste Mal Deutscher Meister. Also ich habe da sehr, sehr viel investiert, sehr viel trainiert und ja, gab es eigentlich nichts anderes für mich mehr.

Da gab es kein bisschen mehr Freizeit. Wie viele Stunden die Woche hast du zu der Zeit trainiert? Boah, das kann ich gar nicht sagen. Also ich bin früh im Wald gestanden, habe auf der Kord gearbeitet.

Ich glaube, da musste ich um 5 Uhr schon los und abends irgendwie dann um 5, halb 6 dann zu Hause. und dann halt gib ihn bis zum Umfallen. Holz weggeklopft, bis zum Geht nicht mehr. Es war damals einfach Holzstamm und gib ihm. Gib ihm, Holz einspannen und dann ausprobieren, ausprobieren.

Du hast jetzt verschiedene Techniken getestet und geguckt, mit was kommst du am besten zurecht. Ich habe mich selbst gefilmt, habe es auf YouTube gestellt gehabt und ich hatte ja keinen gekannt, ich war ja No-Name und dann haben wir dann Vollprofis aus Amerika, Kanada, in der Seeland haben wir dann Texte geschrieben und haben mir dann Verbesserungsvorschläge gemacht, machen wir das so, machen wir das so und ja, dann habe ich mir das Beste dann rausgesucht und was mir gelegen war und so habe ich mich dann in mehreren Wien entwickelt. Eigentlich wollte ich eigentlich nur, dass wir das mal auf YouTube stellen, weil es cool war und habe dann da immer mehr Videos reingestellt und wir haben echt viele mir geholfen.

Wir sind auch heute noch eine richtige Familie, würde ich mal so sagen. Eine richtig große Familie. Es ist auch ganz cool, wenn du irgendwo im Ausland bist oder so, Robert, bist du da? Komm vorbei.

Kannst bei mir schlafen. Da ist mein Haus, da ist mein Garten. Da ist was weiß ich. Kannst alles benutzen.

Ist schon cool. Genauso in Amerika und Australien. Das ist also Wahnsinn. Vom Wald her, was würdest du sagen, ist der schönste Wald neben je war es?

Es gibt eine Stelle in meinem Ausbildungsrevier in den Hasbergen sch Buchen den ich selber schon gepflegt und gehegt habe Und wenn ich da durchlaufe dann f ich mich zu Hause und kann richtig gut abstalten und bin mal repeated Wie oft bist du dort? Zur Zeit weniger, weil ich ja in Baden-Württemberg seit fünf Jahren lebe.

Tätigkeit als Sicherheitscoach in der Forstwirtschaft

Du machst jetzt quasi Sicherheitstraining. Ja, ich bin ein sogenanntes Sicherheitscoach bei Forst Baden-Württemberg. Ich unterrichte andere Forstwirte in Arbeitssicherheit, Ergonomie, Arbeitsverfahren und Arbeitstechnik. Also ich schule direkt bei denen vor Ort im Revier, mache Termine mit denen aus, fahre raus, arbeite mit denen quasi ganz normal, Baumfällen oder Pflege oder sonst irgendwas.

Und wenn mir irgendwas auffällt oder die wollen irgendwas, dann arbeite ich mit denen da dran. Wie viel fordern dich heraus um die Wette beim Fällen? Der meiste Spruch ist eigentlich so, also ich habe noch ein Holz zu Hause, es muss noch gespalten werden. Naja, es gibt schon welche, die große Klappe haben, aber es muss man einfach mal probiert haben.

Es sieht einfacher aus, als es ist. Wie die meisten Sportarten. Ja, sehr viel Technik ist es auf jeden Fall. Es ist nicht einfach nur auf Holz drauf eintrischen.

Es ist natürlich gut, mal für aggressionlos zu werden. Das heißt, Sicherheitsbeauftragter, du schulst im Wald, wie die quasi so effizient wie möglich und so ergonomisch wie möglich Holz fällen. Genau, also das A und O ist erstmal Arbeitssicherheit, dass die Leute sicher abends nach Hause kommen zu ihren Familien. Es sind Leute dabei, klar, die haben das so gelernt, vielleicht jahrelang allein im Wald gearbeitet.

Was heißt alleine? Es sind ja immer Teams, aber die sind dann alleine irgendwo am Baum und da guckt auch keiner so drauf. Dann ist vielleicht die Bewegung nicht ganz ergonomisch richtig. Dafür bin ich da.

Wir haben natürlich sehr viele Rückenprobleme draußen im Wald. Das schaue ich. Und natürlich, wie man das Ganze ein bisschen optimieren kann mit Arbeitsmaterial oder mit der Arbeitstechnik. Organisation, Arbeitsverfahren, das ist sehr, sehr facettenreich, das Ganze.

Das hat sich auch die letzten Jahre sehr, sehr viel im Wald getan mit Arbeitsmaterial, mit Kleidung. Wie ich vor 20 Jahren schon in den Wald gegangen bin, wo ich da die erste Hose anhatte, die war noch, was weiß ich, Schlittschutzeinlage war 5 cm dick übertrieben und jetzt ist die halbe Zentimeter. Schlittschutzeinlage, das heißt du hast spezielle Hosen, die quasi wie so Stahlkappenschuhe haben, eine Stahlkappe und so eine Hose hat dann so eine spezielle Einlage für den Fall, dass du aus Versehen ins Bein schneidest, schützt die. Also du hast vorne am Bein Schnitzschutzeinlagen, fünf bis acht Stück, die übereinander liegen, überkreuz.

Und wenn du da mit der Motorsegel, wie du es gerade gesagt hast, reinkommen solltest, dann zieht es die Kette hinterher in die Kurbelwelle mehr oder weniger, das heißt Kurbelwelle ins Kettenrad, ins Ritzel. Und so bleibt dann innerhalb von einem Bruchteil von einer Sekunde die Motorsegel stehen. Also wird abgewürgt, mehr oder weniger so, dass du dir nicht ins Bein schneidest. Genauso ist so eine Schnitzungseinlage in den Schuhen und vorne durch die Stahlkörper kommst du sowieso nicht durch.

Sicherheitsrisiken und Gefahren im Wald

Was ist größtes Sicherheitsrisiko im Wald? Stolpern und Stürzen sind die meisten Unfälle. Ganz einfach, du hast schwieriges Gelände, Steilhang, Blocküberlagerungen. Du hast Laub, darunter befinden sich Äste, die vielleicht durch Regenfeuchtigkeit rutschig sind.

Da brechen sich viele, die Haxen, auf Deutsch gesagt. Und was halt die meisten schweren, schweren Unfälle sind, wenn Bäume, Baumteile herabfallen, zurückfallen, geschleudert werden und dann quasi irgendein Forst wird dann treffen. Das sind dann die richtig schweren Unfälle. Jetzt dadurch, dass wir sehr viel Trockenheit hatten die letzten Jahre, haben wir auch viele Trockenschäden an Buchen, Eichen, Fichten, Eschen.

Und das ist dann richtig gefährlich. Was ist daran gefährlich? Trockenschäden heißt, der Baum ist quasi verbrocknet. Genau, der ist dann im Endeffekt tot und hat dann oben Totholz. und wenn Holz Feuchtigkeit hat dann ist der biegsam Und wenn der vertrocknet ist dann bricht der Das hei wenn da eine Sch draufkommt bei F zum Beispiel bricht der zusammen und du stehst der dann drunter.

Oder wird ganze Kronenteile zurückschleudert. Oder bricht der ganze Baum zusammen. Also gibt es alle möglichen Dinge. Teilweise kannst du es vorhersehen, kannst du abschätzen, wie das jetzt vonstatten geht, aber es ist immer noch die freie Natur, da passieren Dinge, wo du vielleicht nicht vorhersehen konntest.

Da sagt man auch, die Bäume schlagen zurück. Das ist wie bei Herr der Ringe. Hast du dich erinnert? Der zweite Teil oder der erste Teil von Herr der Ringe ist, da wo die Bäume leben.

Ja, genau. Ja, so ähnlich. rausrennen. Das heißt, Forstarbeit, quasi, im Jagen nennt sich die Hege des Waldes, das nennt sich bei der Forstarbeit genauso. Ja.

Die Pflege. Ja. Du hegst, ja eigentlich, du pflegst den Wald, ja. Ja.

Ist schon ein sehr, sehr schöner Job, der Beruf des Forstwirtes. Der ist sehr facettenreich. von der Pflege, von der Pflanzung bis zur Holzernte Erholungseinrichtung, Naturschutz ist alles gegeben und ich finde es halt echt klasse wenn du das beobachten kannst wie sich der Wald entwickelt das ist einfach wunderschön, gerade im Moment natürlich nicht so schön, weil viel halt abstirbt, gerade durch die Trockenheit aber wenn du einen gesunden Waldbestand hast, dann ist das schon klasse Und du bist fünf, sechs Tage die Woche draußen im Wald? Genau. Also normalerweise drei bis fünf Tage draußen im Wald, je nachdem, wie meine Termine sind.

Ich habe noch Vor- und Nachbereitungszeit im Homeoffice, wo ich dann irgendwelche Berichte schreiben muss oder quasi vorplanen muss, irgendwelche Schulungen oder so. Cool.

Jagd und die Verbindung zur Natur

Wir hatten ja vorher schon kurz gesprochen das Thema Jagd als Forstwirt Ist das ja Pflicht dass man einen Jagdschein hat richtig Nee Wenn du Forstwirt studierst ist ein Jagdschein mit dabei Als F geh nat wenn du ein Revier hast ein Forstrevier dann geh die Jagd eigentlich zu der Arbeit dazu Du gehst regelmäßig jagen? Wenn es die Zeit hergibt, gehe ich jagen. Es gehört aber nicht zu meiner Arbeit, sondern das ist ein Hobby von mir. Ich liebe es einfach draußen in der Natur zu sein.

Ich bin einfach ein Naturmensch durch und durch. Und ich bin jetzt nicht der typische Jäger, wo man sich vorstellt, wo fünfmal am Tag draußen ist irgendwo. Ich muss meine Zeile einteilen. Ich gucke schon, dass ich auch was erlege.

Einfach, dass die Quertruhe voll ist und dass ich mein sauberes, gesundes Fleisch habe, mehr oder weniger. aber dass ich da meine 20 Stücke oder 30 oder 40 Stücke im Jahr schieße, das ist nicht möglich die Zeit nicht her oder plus der Wildbestand ja du hast ja einen Abschussplan mehr oder weniger was du erfüllen sollst aber ich bin eigentlich nur mit Jäger ich habe kein Revier gepachtet als Gast genau Wälder, in anderen Ländern bist du viel unterwegs und guckst dir da an so was wie Russland hat ja relativ gibt es russische Sportholzfäller? Nein, russische Sportholzfäller gleich gibt es irgendwo hinten wie im Ural oder sowas, keine Ahnung aber bei der Stillthema Sportserie ist Russland noch nicht dabei Australien, Neuseeland hat viel Wälder, Kanada hat viel Wälder ich vermute, du hast ja schon mal angeschaut.

Wie unterscheiden sich die? Da muss man erstmal klarkommen, also wenn man sich halt mit Wald viel auskennt und dann komplett andere Faunen und Flora vor sich hat, ist schon sehr, sehr interessant. Also es ist eigentlich gar zu vergleichen, teilweise gar zu vergleichen, wie bei uns in Deutschland oder Mitteleuropa. Schon ein Unterschied.

Aber dann kommst du wieder an Ecken, wo du dann sagst, okay, jetzt stehe ich jetzt mitten im schwarzwald oder sowas also sehr unterschiedlich das hei irgendwo anders auf der welt ist das so dann flora und fauna wie im schwarzwald ja also wenn wir jetzt zum Beispiel in Frankreich in den Pioneen zum Beispiel dann hast du mal Pinienwäldern und dann bist du irgendwo so abseits irgendwo auf so Straße und dann denkst du, oh, jetzt kannst du ja wirklich im Schwarzwald stehen oder irgendwo in der Rhön oder im Harz oder sowas, ja.

Karriereschritt nach Baden-Württemberg

Warum bist du aus der Rhön nach Baden-Württemberg für den Job? Ja, genau. Ich habe meinen Forstwirtschaftsmeister noch in Bayern gemacht und war dann auf der Suche. Ich wollte eigentlich was mit Ausbildung machen.

Habe dort halt keine Stelle bekommen, weil diese Stellen sind halt nicht so rar gesät. Forstwirtschaftsmeister, ja. Also es gibt halt nicht viel solche Berufe und es war dann klar, dass ich die fünf bis zehn Jahre in meiner Gegend nichts bekomme. Also das war Fakt.

Oder sie schaffen irgendwo Stelle, Ausbildungsstützpunkte oder sowas. Ja, und dann schaut man sich halt mal weiter um. Weil für mich klar war, okay, irgendwo musst du weiterkommen. Und dadurch, dass ich halt auch viel unterwegs war, habe ich auch viele Leute gekannt im Forstbereich und habe halt nachgefragt, pass auf, misst ihr irgendwas? dann war irgendwas in Hessen dann war es mal in Thüringen und dann hat mir jemand gesagt in Baden-Württemberg suchen sie Sicherheitscoaches und ich habe dann mir diese Konzeption zum Sicherheitscoach für Baden-Württemberg durchgelesen wo ich dann es extrem gut fand habe dann so ein Assessment Center besucht da haben sie mich dann ausgewählt waren glaube ich 60 Bewerber und die im Assessment Center waren und dann in effect waren es dann 10 Stück oder 13, wo sie dann genommen haben Der, der den Baum am schnellsten gefällt hat, hat den Job gekriegt Ne, da hat ein bisschen mehr dazu gehört Das war dann ziemlich mit Arbeitstechnik Arbeitsmaterial pädagogisch und solche Dinge war dann sehr viel gefragt und haben sie mich gefragt, ob ich das machen würde.

Ich glaube, ich war Montag, irgendein Montag, da war ich zum Assessment Center und nächste Woche Montag haben sie mich angerufen. Also das Assessment Center ging über ganze Woche. und haben mich gefragt, ob ich gerne eine Stelle möchte. Sie hätten da quasi einen Bereich Raststadt-Freudenstadt, so in dem Bereich, hätten sie was für mich, wenn ich möchte, oder sie müssen halt schauen, wo ich dann gerne dahin möchte oder so. Und dann habe ich gesagt, ja, alles gut, habe ich noch Bedenkzeit, ja, sie geben mir eine Woche Bedenkzeit.

Und dann habe ich gesagt, okay, bevor ich aufgelegt habe, ja, vielen Dank fürs Gespräch, aber ich muss jetzt erstmal schauen, wo Raststadt und Vorgelstadt liegt auf der Skade. Dann habe ich drei Tage überlegt, ob ich dann Freunde, Familie erstmal so ein bisschen hinter mir lassen. Das sind dann 315 Kilometer Unterschied. Also 315 Kilometer wäre das dann quasi bis zum Einsatzgebiet.

Mehr oder weniger muss ich quasi wohnen und alles so dran. Habe ich dann dafür entschieden. Anfangsweise war es schwer für mich, alles hinter mir zu lassen. ich musste mir alles wieder neu aufbauen, neue Trainingsstätten, neue Fitnessstudio, neue Freunde, neue Umgebung, wie kommst du da zurecht, wie kommst du im Job zurecht. Ja, aber im Endeffekt konnte mir nichts Besseres passieren, als den Schritt zu tun.

Das heißt, bis jetzt auf der Alp, seit fünf Jahren? Fünf Jahren bin ich hier, ja.

Zukunftspläne und Trainingszentrum

Trainingsstätte, das heißt, du hast da so eine kleine Scheune, so ein Hütchen hinter dem Haus und mit einem Haufen Holz. Genau, so ähnlich, Holz vor der Hütte. Ja also man kann es sich wirklich so vorstellen ich habe Podeste Holzpodeste wo ich dann meine Stands wo ich das Holz einspanne und dann wird das mit der Axt und der Zugs dann bearbeitet Also ich habe auch einen Kaminofen. Das war meine nächste Frage gewesen, was machst du mit dem ganzen klein gehackten Holz?

Ja, das kommt dann im Winter schön in den Ofen. Ja, und jetzt habe ich in Balingen oder bei Balingen auch was Kleines aufgebaut, aber das wäre ich jetzt wahrscheinlich nächstes. Eigentlich soll es dieses Jahr schon laufen, aber wegen Corona ist es jetzt nichts geworden. So einen kleinen Trainingsstützpunkt aufbauen, so dass auch andere Leute mal ausprobieren können, mal probieren können. ich habe jetzt die Möglichkeit da ein bisschen was Größeres aufzubauen also mehr Platz und auch mehr Holz vor der Hütte Timbersports Trainingszentrum ja oder Lama Jack oder Timbersports, einfach Sportholzfällen wenn man Bock hat oder sowas einfach mal auszuprobieren das ist so mein Ziel, auch die Jugend ein bisschen ranzuführen Baling, Rosenfeld liegt ja eigentlich zwischen Alb und Schwarzwald.

Und das ist ja ziemlich ländlich geprägt auch. Und ich denke mal, da können viele mit Holz auch was anfangen und haben Bock drauf. Ja, das ist so jetzt mein nächstes Ziel, was ich habe. All right, das war's für den ersten Teil unseres Gesprächs.

In der nächsten Episode geht es weiter mit dem zweiten Teil.

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